„Menschen sind Scheiße und gehören eigentlich aus unserer freiheitlichen Welt entfernt.“

„Menschen sind Scheiße“. Das schrieb und wiederholt u.v.a.m. Akif Pirinçci. Wofür er nun eine Vorladung erhielt wegen Volksverhetzung. In Deutschland. „Aus unserer freiheitlichen Welt entfernt“ gehörten die Menschen, die ihm „Scheiße“…

Akif Pirinci - Menschen sind Scheiße - aus freiheitlicher Welt entferntUnd die „freiheitliche Welt“ springt Akif Pirinçci selbstverständlich gleich unterstützend und helfend bei. In Österreich. Nicht das erste Mal, wie gelesen werden kann, von He.-Chr. Strache aufwärts … Auf der Website „Unzensuriert“ der identitären Gemeinschaft, deren einzige namentlich ausgewiesene Kolumnistin NR Barbara Rosenkranz ist. Das kann gar nicht oft genug wiederholt werden, diese Kolumnistin wollte einmal Bundespräsidentin in Österreich werden; immerhin rund 15 Prozent wählten 2010 diese Kolumnistin.  Und diese Kolumnistin sitzt nach wie vor im österreichischen Parlament. Was er alles schrieb, um nun eine Vorladung wegen Volksverhetzung zu bekommen, steht ebenfalls in der Collage, ebenso die Schützenhilfe der „Unzensuriert“. Selbstverständlich schreibt sie nicht, worauf dieser Vorwurf der Volksverhetzung basiert. Dafür wird treubrav großspurig nachgeschrieben, seine „Werke“ werden von „Hollywood“  … Nun, es dürfte ein einziges Buch sein, genauer, ein Remake von dem Film „Die Tür“, dessen Grundlage ein Roman von ihm war … Aber es ist nicht das einzige Medium der identitären Gemein-Schaft, das rechte Zuneigung für diesen Menschen mit der aus dem Kloakenfaß gefüllten Hühnerfeder aufbringt, wie hier nachgelesen werden kann. Und stets wird die Wahrheit „aus unserer freiheitlichen Welt entfernt.“

„Aus unserer freiheitlichen Welt entfernt“ – Menschen, die „Scheiße [sind].“ Es kommt wohl nicht von ungefähr, daß Akif Pirinçci ausgerechnet diese Formulierung einfällt: „aus unserer freiheitlichen Welt.“ Auf der Scholle der Freiheitlichen wird auch nichts anderes gekannt, als die Entfernung, die Vertreibung. Lösungen sind das keine. Lösungen zu haben, bedeutet, arbeiten zu müssen, bedeutet, denken zu müssen, bedeutet, umsichtig sein müssen, bedeutet, sich umfassend zu informieren, bedeutet, einen Dialog führen zu müssen. Aber alles, was in der „freiheitlichen Welt“ faul mit „Überlegenheitsgefühl“ möglich ist, ist das, was Akif Pirinçci kann – nichts, nichts außer extrem vulgär zu schimpfen, nichts außer Menschen gegeneinander aufzuhussen. Und wer eine solche Partei wählt, wer in Österreich die freiheitliche Partei wählt, gibt keine Wahlstimme ab, sondern eine Aufhußstimme, bekennt mit seiner oder ihrer Aufhußstimme, an keinen Lösungen, die einer demokratischen und einer zivilisatorisch hochentwickelten Gesellschaft würdig wären, interessiert zu sein, wählt Unlösungen und Schlimmeres noch …

PS Um dem Vorwurf gar nicht aufkommen zu lassen, muß klar und deutlich festgehalten werden, es wird hier nicht einmal ein Buchstabe gesetzt, um für den Islam zu sprechen, oder gar für Mohammed, mehr noch, kein Buchstabe wird hier je geschrieben für irgend eine Religion, aber das gesamte Alphabet aufgewendet für eine Aufklärung 1.0 …

Einen ostmärkischen NS-Kriegsverbecher läßt NR Mölzer in seiner geführten ZZ verteidigen

Es ist gesinnungsgemäß recht stimmig, wenn, wie in der aktuellen Ausgabe 40, wieder einmal Richard-„Bin ein Ostmärker“-Melisch¹ einen Artikel schreibt, für die ZZ der identitären Gemein-Schaft, in der über das „Wiederbeleben des Faschismus“² nachgedacht wird, und auch über Kooperationen mit den „rechten Kräften Österreichs“. Diesmal schreibt von dem identitären Spitzenpersonal für die ZZ, die ohne dessen Beiträge nicht die „Zur Zeit“ wäre, Landesrat Gerhard Kurzmann und NR Wendelin Mölzer …

Um deren Beiträge soll es hier aber nicht gehen, sondern um einen über jenen „Ostmärker“, dessen Taten heute noch mit einer Gedenktafel gewürdigt werden.

Neben den Beiträgen des identitären Spitzenpersonals³ findet sich in der aktuellen Ausgabe eine Verteidigung von einem Kriegsverbrecher, nämlich von Alexander Löhr, verfaßt von Martin Pfeiffer, Schriftleiter der „Aula“. Eigentlich verwunderlich, daß NR Mölzer sich nicht ebenfalls Schriftleiter nennt, sondern nach wie vor Chefredakteur … Aber vielleicht kommt es zu einer Umbennung, wenn die Zeit dafür wieder unreif geworden sein wird.

Alexander Löhr - Martin Pfeiffer - NR MölzerEs ist gesinnungsgemäß recht stimmig, daß NR Mölzer einen Kriegsverbrecher verteidigen läßt. Als Chefredakteur ist er hauptverantwortlich dafür, wer beispielsweise verteidigt wird, wer nicht verteidigt wird, und als Abgeordneter im Parlament eines demokratischen Staates wiegt seine Verantwortung als Chefredakteur eines Magazins umso schwerer, was er, wie in der Ausgabe 3. Oktober 2014, verteidigen respektive nicht verteidigen läßt. Und es kommt hierbei auch noch entschieden auf das Wie an. Und dieses Wie des Schriftleiters ist eine gröbliche Verharmlosung der Geschichte. Es ist gesinnungsgemäß recht stimmig und entspricht ganz der gängigen identitären Praxis, einen Täter, im konkreten Fall einen Kriegsverbrecher, zum Opfer … Wobei die Frage zu stellen ist, wovon wurde Alexander Löhr ein Opfer? Ein Opfer seiner Taten, seiner Verbrechen?

Die gröbliche Verharmlosung der Geschichte kann mit einem Zitat aus der pfeifferischen Verteidigung belegt werden:

„Dabei schreckten sie nicht davor zurück, den General der österreichischen und deutschen Luftwaffe als ‚NS-Massenmörder‘ und ‚Kriegsverbrecher‘ zu diffamieren und ihm die verschiedensten Untaten in die Schuhe zu schieben. In einer in holpristem Deutsch verfaßten Presseaussendung des Grünen Klubs im Parlament behaupteten sie u.a., Löhr sei ‚an der Ermorderungen (sic!) von Partisanen am Balkan beteiligt‘ gewesen. Daß dieses Gesindel völkerrechtswidrig kämpfende Elemente waren und damit keinen Kombattantenstatus hatten, ist der Oberlehrerpartei wohl genauso unbekannt oder gleichgültig wie die Tatsache, daß Löhr von Titos Kommunistenbande abgeurteilt und getötet wurde.“

Ein rechtes Wort für Alexander Löhr in der ZZ von NR MölzerFür seine krude Verharmlosung der Geschichte muß Martin Pfeiffer mit größten Auslassungen arbeiten, er muß beispielsweise unerwähnt lassen die völkerrechtswidrige Bombardierung von Belgrad, oder, auch von Warschau … Ohne diese Auslassungen ist aber keine Ehrenrettung von Alexander Löhr zu haben … Vielleicht sind die Menschen, die etwa in Belgrad lebten und ermordet wurden, für den Schriftleiter auch bloßes …

Welcher Gesinnung die identitäre Gemein-Schaft seit Jahrzehnten treu ergeben ist, dafür findet sich in der pfeifferischen Löhr-Verteidigung auch ein Hinweis:

„Nun entdeckten giftgrüne Tugendwächter in der Wiener Stiftskirche eine Gedenktafel für Fliegergeneral Alexander Löhr. Diese war 1985 – in der Zeit der ersten freiheitlichen Regierungsbeteiligung unter Verteidigungsminister Friedhelm Frischenschlager – in der Stiftskaserne angebracht worden.“

Friedhelm-SS-Sturmbannführer-Major-Walter-Reder-Hand-Frischenschlager war es also, der die Gedenktafel …

Wendelin Mölzer - Pfeiffer LöhrEs möchte gar nicht darüber nachgedacht werden, sollte die identitäre Gemeinschaft je wieder in Regierungsverantwortung kommen, in welcher „Manier“ eines untergegangenen Deutschlands welche Denkmäler*, welche „Traditionspflege“, welche „Gedenktafeln“, welcher „Wahnsinn“, welch „geistige[r] Müll“ … Wähler und Wählerinnen sollten jedoch dringend darüber nachdenken, ehe sie wieder der identitären Gemein-Schaft ihr Stimmen … Was von dieser zu erwarten ist, auch darüber gibt Martin Pfeiffer mit seinen Unterstellungen und seiner Projektion recht offen Auskunft, wenn er schreibt:

„Daß Grüne nichts für Traditionspflege und das Andenken an die Gefallenen unseres Volkes übrig haben, ist hinlänglich bekannt. Sie betreiben lieber einseitige Vergangenheitsbewältigung mit dem Ziel, aus der eigenen Geschichte ein Verbrecheralbum zu machen und der autochthonen Bevölkerung den aufrechten Gang in gebückter Haltung zu verordnen. Am liebsten würden sie in DDR-Manier die Innenstädte mit Antifa-Gedenktafeln vollpflastern, wie das jahrelang in Graz der Fall war, bis FPÖ-Stadtrat Mario Eustacchio diesem Wahnsinn ein Ende gemacht und die Abbruchverfügung für diesen geistigen Müll erlassen hat.“

¹ „Bin ein Ostmärker“

² „Wiederbeleben des Faschismus“

³ Die ZZ des identitären NR Wendelin Mölzer

* Deserteursdenkmal: „Schandmal – Proletarisches Gedankengut übelster Sorte“

In der von NR Wendelin Mölzer geführten FPÖ-ZZ: „Folgerichtig mit den rechten Kräften Österreichs zu kooperieren“ zum „Wiederbeleben des Faschismus“

Faschismus wiederbeleben - Zur Zeit FPÖ - NR Wendelin Mölzer

Aus „Zur Zeit“ Nr. 38 vom 19. bis 25. September 2014: „Deutsche nicht unsere Feinde“. Chefredakteur ist NR Wendelin Mölzer, FPÖ.

Derart unverhohlen für das „Wiederbeleben des Faschismus“ wird in der von einem freiheitlichen NR geführten Magazin im September 2014 gesprochen und für eine Zusammenarbeit geworben, daß es noch einmal und gesondert herausgestellt werden muß. In einer Collage. Vielleicht können Worte in einer Illustration in dieser bilddominierten Gegenwart noch gelesen und leichter verstanden werden, vor allem von Wählern und Wählerinnen, aber auch von Medien.¹

Denn es zeigt sich, wieder einmal, niemand verbirgt je die eigenen Absichten. Das war in die Vergangenheit nicht anders. Und es gilt auch für die Gegenwart …

Und die Gegenwart² bestätigt das zwischen zwei Weltkriegen gefällte Urteil von Paul Valéry über das Lernen aus der Geschichte:

„Die Geschichte rechtfertigt, was immer man will. Sie lehrt überhaupt nichts, denn sie enthält alles, und sie liefert Beispiele für alles.“

Aber eines kann durch das je sofortige Aufzeigen und Verbreiten verhindert werden – und deshalb noch einmal diese Hervorhebung –, daß kein Wähler und keine Wählerin solcher Parteien in der Zukunft, wenn wieder einmal alles im Untergang geendet haben wird, je noch sagen können wird können, nicht gewußt zu haben, was Ihre gewählte Partei tatsächlich wollte.

Besser freilich wäre es, wenn derartige Parteien in Österreich oder in welchem Land auch immer keine Stimmen in einem einflußreichen und also bedrohlichen Ausmaß in welchen Wahlen auch immer je noch erhielten.³ Denn es muß doch jeden Menschen davor grauen, eines Tages, wieder eines Tages sagen zu müssen, nach einem nächsten totalen und wieder nicht nur moralischen und ethischen Verfall und Niedergang, sagen zu müssen, alle haben alles gewußt, Sie wurden von den Parteien, die Sie wählten, über deren tatsächlichen Absichten nicht getäuscht …

¹ Wählerinnen, Wähler und Medien ignorieren die Vorstellungen der FPÖ-ZZ

² Über das Deserteursdenkmal in Wien läßt NR Mölzer veröffentlichen: „Schandmal – Proletarisches Gedankengut übelster Sorte“

³ Von NR Mölzer geführte ZZ: „Gehört Südtirol zu Italien oder zu Deutschland?“

Über das Deserteursdenkmal läßt FPÖ-NR Wendelin Mölzer veröffentlichen: „Schandmal – Proletarisches Gedankengut übelster Sorte“

NR Mölzer - Deserteursdenkmal - Schandmal

„Schandmal – Gedankengut übelster Sorte“

Leserbriefe haben in Österreich höchste politische Bedeutung – so wird es spätestens seit dem seinerzeitigen Leserbrief des heutigen Bundeskanzlers zur Europäischen Union an die Tageszeitung „Neue Kronen Zeitung“ jedenfalls allgemein betrachtet. Auch die „Zur Zeit“ der identitären Gemein-Schaft setzt Leserbriefe in diesem Sinne, zutreffender: parteipolitisch und gesinnungsgemäß, ein. Leserbriefe sind also nicht unwichtig, nicht unbedeutend, dem wird beispielsweise Detlef Wimmer* uneingeschränkt zustimmen können, ist er doch ein eifernder Leserbriefschreiber der ZZ …

So wird es nicht überraschen, was für einen Leserbrief NR Wendelin Mölzer** in der aktuellen Ausgabe 39 seines Magazins abdrucken läßt. Denn als Chefredakteur hat NR Mölzer die Letztverantwortung, was veröffentlicht wird, und auch, was nicht veröffentlicht wird.

Es ist ein Leserbrief gegen das Denkmal für Deserteure am Ballhausplatz¹. Gegen Denkmäler – gleicher welcher Art –  kann vieles vorgebracht werden. Aber es kommt auf das Wie an. Die Beweggründe für diesen Leserbrief eines „Fähnrichs der Luftwaffe“ der nationalistischen Massenmorddiktatur des deutschen reiches, den NR Mölzer abdrucken läßt, liegen offensichtlich nicht darin, über Denkmäler an und für sich nachdenken zu wollen, sondern …

Es mag dem Fähnrich sein Geschichtsrevisionismus, sein Gedankengut, seine luftwaffenmännliche Sichtweise von Mut und Ehre und wohl auch Treue unbenommen sein, er soll das alles sagen, schreiben … Entschieden anders verhält es sich aber damit, ob ein Abgeordneter des Parlaments der österreichischen Republik einen derartigen Leserbrief veröffentlichen soll. Ob die Veröffentlichung eines solchen Leserbriefes, wobei dieser Leserbrief nur ein weiteres Beispiel für äußerst bedenkliche Veröffentlichungen ist***, durch einen Abgeordneten mit seiner Funktion als Parlamentarier vereinbar ist. Die Antwort darauf kann nur eine sein: ein klares und eindeutiges Nein.

Daß aber ein Abgeordneter des österreichischen Parlaments einen solchen Leserbrief nicht mehr abdrucken lassen kann, sind die Wähler und die Wählerinnen in Österreich gefordert, endlich damit aufzuhören, Parteien zu wählen, in deren Reihen beispielsweise solche Chefredakteure marschieren, wie eben NR Mölzer, der solche Sätze der Ungeheuerlichkeit² drucken und verbreiten läßt, wie die in diesem Leserbrief:

„So wird hinter ‚Scham-Planken‘ auf dem Ballhausplatz ein Denkmal für Deserteure […] errichtet, wofür die jetzige rot-schwarze ‚österreichische‘ Regierung die Steuerzahler schröpft. Dieses einmalige ‚Schandmal‘ der Rot-Grünen – denn so etwas gab und gibt es nirgend auf der Welt […] Ein Deserteur ist und bleibt ein Verräter an unserer, durch Generationen verpflanzten Werten. Daher ist in meinen Augen, ein Deserteur ein auf Lebenszeit aus der Gemeinschaft auszuschließender, entehrter Feigling.

Es ist dies linke, proletarisches Gedankengut übelster Sorte, das einen Affront gegen all die Kriegsteilnehmer produziert, die ihr Vaterland, ihre wehrlosen Mitmenschen verteidigt haben.“

Über das Gedankengut auch eines freiheitlichen Abgeordneten, der einen solchen Leserbrief veröffentlichen läßt, muß kein weiteres Wort verloren werden. Das hat der leserbriefschreibende Fähnrich bereits ohnehin klar zum Ausdruck gebracht, aus seinem Urteil müssen hierfür lediglich zwei Wörter gestrichen werden, nämlich linkes und proletarisches …

¹ Denkmal am Ballhausplatz ist für FPÖ-ZZ eine „Zivilisationsschande“ der „Kameradenmörder

² Blaues Zivilisationsideal: Sterben und Morden über Kapitulationen und Kriegsenden hinaus

* Ahnenland

** FPÖ-ZZ: „Ein neuer Eurofaschismus – Wäre das nichts?“

*** Harald Vilimsky rät zu „freundschaftlicher Distanz“ zur ZZ

Die ZZ des identitären NR Wendelin Mölzer

In der aktuellen Ausgabe der freiheitlichen „Zur Zeit“, dessen Chefredakteur NR Wendelin Mölzer ist, wird der Vorname von „Eurofaschismus-Wäre-das-nichts“-Stein¹ diesmal richtig geschrieben, also mit einem p. In dieser Ausgabe führt er kein Gespräch mit einem Vertreter der Casa Pound², die das Erbe von Benito Mussolini in das dritte Jahrtausend tragen, den Faschismus im dritten Jahrtausend ausleben wollen, sondern er macht sich Gedanken über die „AfD“ als „Rechte Alternative“.

Wer also befindet, das wäre doch was: „ein neuer Eurofaschismus“, löst bei einem freiheitlichen Abgeordneten des Parlaments der österreichischen Republik für dessen geführtes Magazin recht gleich ein Ticket für weitere Schreibaufträge.

Zur Zeit 39-2014 Stein Morgenröte EurofaschismusEs kommt eigentlich keine Ausgabe dieses Magazins ohne einen Beitrag von einer freiheitlichen Mandatarinnen oder einem freiheitlichen Funktionär respektive Spitzenfunktionär aus. In der aktuellen Ausgabe 39 vom 26. September bis 2. Oktober 2014 schreibt NR Wendelin Mölzer wieder mal selber. Einmal über „Heuchler am Asyldrücker“. Und einmal schreibt er über, nein, läßt NR Mölzer seinen von der Tageszeitung „Die Presse“ bereits am 11. September 2014 abgedruckten Artikel „Warum die Freiheitlichen ‚Putin-Versteher‘ sind“ nachdrucken. Damit kann Eindruck geschunden werden, wenn „Die Presse“ … Bemerkenswert an diesem Putin-Versteher-Artikel ist das Eingeständnis eines zweiten freiheitlichen Abgeordneten³, daß

„[d]ie heutige FPÖ […] eine identitäre […] Partei“

ist. So ist es gesinnungsgemäß nur recht, daß Philip Stein für die identitäre ZZ schreibt … Hierzu lediglich zur weiteren eigenen Informationseinholung ein Hinweis auf das „Identitäre Zentrum“ in Dresden und die „Blaue Narzisse“ … Bloß an dem „Identitären“ ist nichts Neues, nichts Zukunftsweisendes, es ist etwas Altes, es verweist in die Vergangenheit der Abgründe, und das bestätigt Philip Stein selbst in der vorherigen Ausgabe, wenn er von einem Faschismus schwefelt.

Es mag tatsächlich auch gar nicht sehr viel über all die Verbindungen geschrieben werden, am Ende nützt es diesen Kreisen auch noch, sich dadurch zurechtzufinden, wie sie untereinander mannigfach verbandelt sind. Von erstem Interesse allerdings ist der Umstand, welches Magazin von einem gewählten NR geführt wird. Wobei allerdings weder das Magazin an sich interessiert, noch der Magazinschriftleiter, sondern es sind die Wähler und Wählerinnen, die nach wie vor in einem unerhörten Ausmaß bereit zu sein scheinen, eine derartige Partei zu wählen, aber auch die breiten Medien sind von Interesse, die, wie etwa „Die Presse“* einer derartigen Partei …

Soher reicht es vollkommen aus, den Blick ausschließlich auf das von NR Mölzer geführte Magazin zu richten. Was in der aktuellen Ausgabe 39 noch von NR Mölzer zur Veröffentlichung freigegeben wurde …

… Unter dem Pseudonym Anna Maria Langbauer schreibt irgendwer unter dem Titel „Gegner mundtot machen“ eine Verteidigung und eine Lopreisung der „Goldenen Morgenröte“, die für die ZZ lediglich eine „griechische Rechtspartei“ ist, während diese ganz anders eingestuft wird. Von dieser freiheitlichen Einstufung ausgehend könnte die FPÖ als das eingestuft werden, wie die „Goldene Morgenröte“ sonst bezeichnet wird …

… Helge Morgengrauen, der Literatur-Experte der ZZ, feiert in drei Beiträgen, wieder einmal, Hermann Löns, einmal unter dem Titel „Er lebt im Herzen seines Volkes“, ein zweites Mal unter der Schlagzeile „Löns im Krieg“. Und ein drittes Mal: „Ridderbusch liest Hermann Löns – Lieder und Erzählungen des Heidedichters. Auf die literarischen Vorlieben der ZZ muß heute nicht näher eingegangen werden, zu oft schon wurde darüber berichtet**.

Wie einfallslos es in diesem Gesinnungslager inhaltlich zugeht, kann schon am Erfinden von Pseudonymen abgelesen werden. In der aktuellen Ausgabe schreibt irgendwer als Anna Maria Langbauer, und dann schreibt noch irgendwer als Eva Maria Langbauer über den Marsch der Abtreibungsgegner in Berlin unter der Schlagzeile „Im Kampf für das Leben“. Es ist wohl nicht nur Einfallslosigkeit, sondern auch Faulheit, Willenlosigkeit zur Anstrengung, von der auch NR Mölzer ergriffen ist, wenn er einen Artikel nachdrucken läßt.

In der aktuellen Ausgabe gibt es diesmal nur ein ganzseitiges Inserat, nämlich den offenen Brief von He.-Chr. Strache an den Bundeskanzler, an den Vizekanzler und an den Bundespräsidenten: „Ein offenes Wort zur Neutralität“. Dieses ganzseitige Inserat wurde auch in der vorherigen Ausgabe geschaltet. Mit welchem Geld bezahlt die FPÖ dieses Inserat? Mittels staatlicher Parteienfinanzierung, also durch Steuergeld? Müssen Menschen in Österreich mit ihrem Steuergeld ein Magazin füttern, das für einen nächsten Faschismus ….

¹ Medien, Wähler und Wählerinnen ignorieren die Vorstellungen der FPÖ-ZZ: „Neuer Eurofaschismus“

² FPÖ-ZZ: „Gehört Südtirol zu Italien oder zu Deutschland?“

³ Koalition mit der FPÖ – Erinnerung für die Zukunft

* Die Presse läßt die Freiheitlichen nicht verkommen

** FPÖ-ZZ und die Liebe zur Literatur

„Gehört Südtirol zu Italien oder zu Deutschland?“

Welche Landkarten werden von der FPÖ-Zur Zeit 2014 verwendetZu dieser Frage des „Zur Zeit“-Fragestellers fällt nachträglich noch die Frage ein, welche Landkarten werden eigentlich im Magazin der freiheitlichen Gemein-Schaft heute noch oder wieder vermehrt verwendet, im Jahr 2014? Im Grunde kann es nur eine Landkarte aus einer Zeit sein, in der Deutschland für ein paar madige Jahre tatsächlich an Italien grenzte und für etwa zwei madige Jahre als Operationszone Alpenvorland direkt unter das Regime der Massenmorddiktatur …

Es haben in der heutigen bildbeherrschten Zeit manche nicht mehr das geographische Vorstellungsvermögen. Für diese ist die Illustration gedacht, wie die Landkarte aussehen müßte, nach der die an sich schon abwegige Frage, wohin Südtirol gehöre, noch einigermaßen einen Sinn ergeben könnte. Deutschland grenzt aber seit Jahrzehnten nicht mehr an Italien. Zwischen Deutschland und Italien liegt, wie es schon bei Franz Grillparzer heißt, wieder seit Jahrzehnten Österreich.

Und noch eine Frage drängt sich auf. Welche Landkarten verwendet beispielsweise He.-Chr. Strache? Von dem in dieser Ausgabe der ZZ ein ganzsseitiges Inserat geschaltet ist, wie die Collage zeigt. Und welche auch die anderen freiheitlichen Spitzenfunktionäre und Spitzenmandatarinnen? Wie hier schon oft genug festgehalten wurde, schreibt in diesem Magazin die freiheitliche Elite, also von He.-Chr. Strache aufwärts …

Die für die FPÖ-ZZ beeindruckende Welt der Casa Pound

Die für die FPÖ-ZZ „beeindruckende Welt“ der Casa Pound, „von der Rechte in ganz Europa nur träumen können.“ Ein aktuell höchstrichterlich bestätigter Traum.

Die Antwort auf die Frage, was für einen Sinn es hat, im Jahr 2014 zu fragen, wohin Südtirol gehöre, gibt der „Zur Zeit“-Fragesteller in diesem Interview ein paar Absätze später selbst:

„Ein neuer Eurofaschismus mit Südtirol als symbolischem Startpunkt.„

Wer von der ZZ der freiheitlichen Gemein-Schaft zum Gespräch geladen war? Ein Vertreter von „Casa Pound“, die sich selbst „Faschisten des 3. Jahrtausends“ nennen, und die „häufig österreichische oder deutsche Gäste [zu Besuch] haben“, wie alles nachgelesen werden kann in

Medien, Wähler und Wählerinnen ignorieren Vorstellungen der FPÖ-ZZ: „Neuer Eurofaschismus“.

NR Neubauer - Faschistische Symbole nichts verloren

NR Werner Neubauer ist gegen „Symbole, die einen Faschisten verherrlichen“. Und die freiheitliche ZZ schreibt über die „beeindruckende Welt“ jener, die das Erbe von Benito Mussolini in das 3. Jahrtausend tragen wollen …

PS Um eine erste Information über die in Österreich wohl kaum breit bekannte „Casa Pound“ zu geben, wurde in die Collage ein Artikel über den Anführer der „Faschisten des 3. Jahrtausends“ aufgenommen. Es wird mit Blick auf diese Gesinnung nicht verwundern, daß es im Artikel um ein Gerichtsverfahren geht. Übrigens, die in die Collage aufgenommene Landkarte aus dem seinerzeitigen auch moralischen und ethischen Abgrund wird heute noch beispielsweise von „Weltnetzladen“ vertrieben. Der Weltnetzladen vertreibt aber auch Bücher, beispielsweise das von dem ehemaligen freiheitlichen III. Präsidenten NR Martin Graf. Martin Graf schreibt schon lange nicht mehr für die „Zur Zeit“. Er dürfte jetzt, da er formal nicht mehr eines der höchsten Staatsämter dieser Republik innehat, für die „Zur Zeit“ nicht mehr attraktiv genug sein, oder, es dürfen in diesem Magazin der freiheitlichen Gemein-Schaft bloß amtierende Spitzenmandatare und Mandatarinnen der freiheitlichen vulgo identitären Gemein-Schaft schreiben.

PPS Über die Fahne, wie diese in der zweiten Collage gesehen werden kann, im Artikel der „Zur Zeit“, von Casa Pound schreibt Martin Lichtmesz (auch als Autor von der freiheitlichen „Unzensuriert“ geführt):

„Zu den exponierten Köpfen der Casa Pound gehören der Vordenker Gabriele Adinolfi, Mitbegründer der in den siebziger Jahren aktiven, mit dem ’schwarzen Terrorismus‘ eng verknüpften Gruppierung Terza Posizione und der 1973 geborene Macher Gianluca Iannone, ein bärtiger, tätowierter Riese, der das Image eines rauhen Motorradrockers pflegt und als Kopf der Hardcore-Band Zetazeroalfa zusätzlichen Kultstatus innehat. Zum Netzwerk der Casa Pound zählen außerdem die Buchhandlung ‚Testa di Ferro‘ (Kopf aus Eisen), ‚Cutty Sark‘, der ‚meistgehaßte Pub Italiens‘, und die ‚Area 19‘, eine stillgelegte Bahnhofshalle in den Bergen hinter dem unter Mussolini erbauten Olympischen Forum. Im Umkreis des ‚Casapoundismus‘ hat sich ein politischer Stil entwickelt, der frischen Wind in die äußerste Rechte Italiens gebracht hat. Der Erfolg verdankt sich nicht zuletzt dem geschickten Selbstmarketing. Das einprägsame Logo der ‚Casa Pound‘, eine Schildkröte, ist zu einem Markenzeichen geworden, das inzwischen ebenso berüchtigt ist wie das Keltenkreuz oder das Rutenbündel. Für eine dezidiert faschistische Bewegung ist die Kür eines friedfertigen, defensiven und trägen Wappentieres zunächst überraschend. Die Symbolik besitzt allerdings eine poetische Schlüssigkeit. Die Schildkröte trägt ihr Haus auf dem Rücken, sie kann daraus nicht vertrieben werden, zugleich ist sie mobil und zählebig. Auf den zweiten Blick zeigt sich, daß das Symbol eine verborgene kriegerische Konnotation hat: es spielt auch auf die Marschformation ‚Testudo‘ (Landschildkröte) des antiken römischen Heeres an, in der die aneinandergereihten Schilde den Trupp in einen menschlichen Panzer verwandelten. Das präzise Achteck des stilisierten Panzers und die nach innen gerichteten Pfeile verweisen auf ein geistiges Ordnungsprinzip und eine spirituelle Konzentration.“

Medien, Wähler und Wählerinnen ignorieren Vorstellungen der FPÖ-ZZ: „Neuer Eurofaschismus“

FPÖ ZZ Eurofaschismus - Wäre das nichts

Philipp Stein: „Ein neuer Eurofaschismus […] Wäre das nichts?“

 

Aufmerkenswert an diesem Interview in der aktuellen Ausgabe 38 des Magazins¹ der freiheitlichen vulgo identitären Gemein-Schaft sind nicht die Antworten eines Vertreters der „neofaschistischen italienischen Casa Pound“, sondern die Ausführungen des Fragestellers Philipp Stein, und dieser eröffnet das Gespräch gleich recht kräftig:

„Gehört Südtirol zu Italien oder zu Deutschland?

Und es wird im Laufe des Gespräches, trotz dieser Auslöschung Österreichs zum Auftakt, noch reichlich recht ….

„Sie sind der Kultursprecher von Casa Pound und bezeichnen sich selbst als überzeugten Faschist. Wie viele Ihrer vergangenen Aktionen gezeigt haben, verstehen Sie es, faschistische Theorie und Praxis zusammenzuführen. Wäre es, wenn Sie den Faschismus wirklich wiederbeleben wollen, nicht folgerichtig, mit den rechten Kräften Österreichs zu kooperieren? Ein neuer Eurofaschismus mit Südtirol als symbolischem Startpunkt. Wäre das nichts?

Ein nicht unerheblicher Teil der deutschen Rechten verweigert aufgrund der Südtirol-Problematik eine Zusammenarbeit mit Ihnen. Ist es nicht Zeit, diese Streitigkeiten beizulegen und die Kräfte zu bündeln?“

Eine Antwort von Adriano Scianca soll dennoch zitiert werden:

„Ich glaube, alle europäischen Nationalisten sollten zusammenarbeiten. Wir haben bei CPI übrigens häufig österreichische oder deutsche Gäste, die uns besuchen, weil sie sich für unser politisches Modell interessieren. Ebenso würdigen wir die politische und metapolitische Realität in Deutschland und Österreich. Ich persönlich liebe Deutschland und ich wurde von vielen deutschen Autoren geprägt[.] Daß die Nationalisten beider Länder zusammenarbeiten können, ist einer meiner grundlegenden Wünsche.“

FPÖ ZZ lobt beeindruckende Welt der Faschisten des dritten JahrtausendsNeben dem Gespräch ist in einem eigenen Kasten eine  Jubelbeschreibung (ohne Nennung eines Verfassers oder einer Verfasserin) der Casa Pound abgedruckt, daraus nur ein Zitat noch: „Mit über 50 rechtsalternativen Häusern in ganz Italien, eigenen Kneipen, Restaurants, Buch- und Klamottenläden, Tonstudios sowie Kunstgalerien haben sich die selbsternannten ‚Faschisten des 3. Jahrtausends‘ eine beeindruckende Welt erschaffen, von der Rechte in ganz Europa nur träumen können.“

„Wäre das nichts? Ein neuer Eurofaschismus …“ Das sagt nicht der „Faschist“ aus Italien, das sagt Philipp Stein, der für das Magazin der freiheitlichen Gemein-Schaft, der freiheitlichen Funktionäre und Mandatarinnen* das Gespräch führte.

Es kommentiert sich das alles von allein.

Es bleiben nur noch ein paar Fragen zu einem Inserat in ebendieser Ausgabe. Ist das ganzseitige Inserat des Briefes von He.-Chr. Strache eine Gratisleistung des Magazins? Oder mit welchem Geld bezahlte die freiheitliche Gemein-Schaft das Inserat einem Magazin, in dem Österreich zu Deutschland gehört, wie die steinsche Frage nach der Zugehörigkeit von Südtirol zu Deutschland nahelegt, in dem von einem „Eurofaschismus“ geschwefelt wird, von der „beeindruckenden Welt der „Faschisten des 3. Jahrtausends“ geträumt wird?

Kommentiert muß das also, wie bereits geschrieben, nicht weiter werden. Philipp Stein und Adriano Scianca sagen alles, was zu sagen ist, deutlich, klar, unmißverständlich. Die einzige Antwort darauf: Nie wieder wählbar. Aber alle Wähler und Wählerinnen, die in kommenden Wahlen dennoch die identitäre Gemein-Schaft wählen, werden zu erklären haben, wie sie beispielsweise ihre Verantwortung als Wähler und Wählerinnen …

¹ „Vorbild für Österreich – Alles, was einmal deutsch und echt war“

² Freiheitliche Gemein-Schaft: Politischer Kampf und Gesinnungsleben für die „Braunen“ von Südtirol

Werner Neubauer, freiheitlicher NR, als „Putschist“ auf Twitter?

* NR Barbara Rosenkranz

Philip oder Philipp Stein - Zur Zeit kann aufklären

Felix Menzel berichtet über das Ansehen von Philip Stein in Deutschland. „Zur Zeit“ kann darüber aufklären, ob dieser ident ist mit dem Stein, dessen Vornamen sie allerdings mit zwei p am Ende …

PS Ob es Philip Stein von der „Blauen Narzisse“ ist, kann das freiheitliche Magazin, das Philipp Stein schreibt, endgültig beantworten. Es ist aber anzunehmen, daß es der von „Blauen Narzisse ist“. Es scheint einen recht regen Austausch zwischen diesen blauen Medien zu geben, wie mit Hinweis auf Georg Immanuel Nagel durchaus gesagt werden darf: „Wieder hinaus auf die Straße“ …

„Identitäre IS-Demo“: „Das ist eh“, für die Polizei, „etwas ganz Harmloses“

Identitäre Demo - Zur Zeit - Polizei - Gerne früher beginnenIn der aktuellen Ausgabe 38 vom 19. bis 25. September 2014 des Magazins der identitären Gemein-Schaft ist vom identitären Spitzenpersonal wieder einmal NR Barbara Rosenkranz schreibend vertreten, und Georg Immanuel Nagel¹ darf in dieser über die „Identitäre IS-Demo“ schreiben.

Zum Inhalt seines Artikels müßte nichts geschrieben werden. Es ist das Gesinnungsübliche und das Gesinnungsüble. Bemerkenswert und aufmerkenswert ist neuerlich seine Beschreibung des Verhaltens der Polizei²:

„Im Gegensatz zur Falschmeldung der Gratiszeitung ‚Heute‘ gab es keinerlei Probleme mit der Exekutive. Einige, augenscheinlich links orientierte, Gesinnungsschnüffler hatten sich noch vor dem eigentlichen Beginn der Aktion empört und die Polizei geholt. Da die Versammlung jedoch ordentlich angemeldet war, meinten die freundlichen Beamten nach kurzer Rücksprache nur: ‚Ach, das ist eh etwas ganz Harmloses. Sie können gerne 15 Minuten früher beginnen. So nahm das Spektakel wie geplant seinen Lauf. Trotz des Regens hatte sich bereits eine große Menge an Schaulustigen versammelt.“

Das „Harmlose“³, mit dem die identitäre Straßenstaffel (von G. I. Nagel „patriotische Jugendorganisation“ genannt) „gerne 15 Minuten früher beginnen“ könne … An der Stelle ist zu entscheiden, ob aus dem nagelschen Bericht noch etwas zitiert werden soll oder nicht. Das „Harmlose“ durch Zitate aufzuzeigen. Nachdem aber nicht gewußt wird, ob nicht durch das Zitieren bereits die Gefahr besteht, strafrechtlich beispielsweise wegen „Verhetzung“ verfolgt werden zu können, wird davon Abstand genommen, weiteres aus dem nagelschen Jubelbericht zu zitieren. Aber nicht nur deshalb. Es widerstrebt auch sehr, identitäre Wahrheiten zu verbreiten, nicht einmal durch Zitate, die eigentlich belegen sollten, wie wenig bis gar nicht identitäre Wahrheiten mit der Wahrheit zu tun haben, sondern nur zu einem dienen sollen, Menschen gegeneinander aufzuhussen.

Etwas jedoch darf doch noch zitiert werden. Weil dieses Zitat wenigstens nichts Unwahres über Migranten und Migrantinnen enthält, aber sehr viel über die Identitären selbst erzählt, woher sie kommen, oder, wo sie nie weggingen. G. I. Nagel zitiert ausgiebig aus der Rede von Martin Sellner, die dieser auf der „identitären IS-Demo“ gehalten hat:

„Heute im Irak, morgen in Wien?“

Die Paraphrase auf ein altes Lied, das schon einmal in den Abgrund führte, wird auch von einem „Recken“ geschrien, wie G. I. Nagel schreibt:

„Ein (sic) der Recken schreit: Gestern im Irak, heute in Wien.“

Es ist erstaunlich die Menge an Zitaten in diesem nagelschen Bericht. Er muß wohl dort gewesen sein. Alles mitgeschrieben haben? Alles aufgenommen haben? Oder wurden ihm die Reden nachträglich kameradschaftlich übermittelt für seinen Bericht im Magazin der identitären Gemein-Schaft?

¹ Freiheitlicher ZZler Georg Immanuel Nagel ruft in der Blauen Narzisse: Wieder hinaus auf die Straße

² Vier Jahre einer Entwicklung eines Polizisten

³ Auf Identitäre muß das Köpfen recht besonders anziehend wirken

Blaues Zivilisationsideal: Sterben und Morden über Kapitulationen und Kriegsenden hinaus

Es müßte  zu

Denkmal am Ballhausplatz ist für FPÖ-ZZ eine „Zivilisationsschande“ der „Kameradenmörder“

nichts mehr hinzugefügt werden. Aber der Kommentar von Walter Seledec zeigt doch exemplarisch auf – wieder einmal, wie in diesem Magazin des Spitzenpersonals der identitären Gemein-Schaft mit Wahrheit und identitärer Wahrheit umgegangen wird. Dieser Artikel ist dafür derart beispielhaft geschrieben worden, daß er sich selbst ein Denkmal setzte, ein Denkmal, auf dessen Sockel geschrieben werden könnte: Das Ideal höchster Zivilisation der identitären Gemein-Schaft: Sterben und Morden über Kriegsenden hinaus …

Denkmal der VerlogenheitDenn dieser Artikel von Walter Seledec spiegelt die Haltung der identitären Gemein-Schaft wider, ist bloß die Fortführung ihrer Ablehnung des Denkmals am Ballhausplatz, und wie die Collagen zeigen, auch bei diesem Thema mit einem deckungsgleichen Arg…

Es wird in diesem Artikel ein Deserteur dafür herangezogen, um gesinnungsgemäß gegen das Denkmal für Deserteure am Ballhausplatz vorzugehen – ein „zweifacher Kameradenmörder und Deserteur, der Sektionschef in Wien werden konnte.“ Dieser eine Fall muß wieder einmal dafür herhalten, alle Deserteure als „Kameradenmörder“ zu verunglimpfen. Aber gerade dieser Fall eignet sich nicht für pauschale Vorwürfe und Verunglimpfungen. Walter Seledec weiß recht genau, weshalb er nicht den Namen dieses Sektionschefs nennt, er weiß recht genau, warum er diesen Fall nicht ausführlich beschreibt. Denn mit einer detaillierten Beschreibung dieses Falles wäre es ihm gar nicht möglich gewesen, diesen Artikel nach seiner Gesinnung und Intention zu schreiben …

Walter Seledec hätte schreiben müssen, wann sich das zutrug. Es war nach der Kapitulation. Nach dem Kriegsende. Er hätte schreiben müssen, wem es nach dem Untergang der nationalistischen Massenmorddiktatur des deutschen reiches gar nicht schadete, sogar nach Kriegsende Soldaten zum Tod zu verurteilen und erschießen zu lassen. Aber das kann alles in der Collage im Vergleich zwischen dem seledecschen Artikel und dem Bericht aus dem „Spiegel“ aus 1972 nachgelesen werden: „Affären – Ideen vom Eckpfeiler“.  Mehr muß hier auch dem nicht hinzugefügt werden. Denn im vergleichenden Lesen erschließt sich ohnehin alles, was zu dieser beispielhaften Wandlung von Wahrheit in identitäre Wahrheit …

Denkmal freiheitlicher Zivilisation - Sterben und Morden über Kriegsenden hinausAber diese Wandlung von Wahrheit in identitäre Wahrheit hat in dieser Gemein-Schaft Tradition. Und das zeigt auch dieser Artikel beispielhaft, der als Artikel selbst vollkommen belanglos wäre. Denn. Walter Seledec trägt bloß nach, was irgendwann ein Funktionär dieser Gemein-Schaft, irgendwann eine Mandatarin dieser Gemein-Schaft an identitärer Wahrheit bereits in ein gesetzgebendes Gremium getragen hat, in dem konkreten Fall beispielsweise Mag. John Gudenus, wie im Protokoll der Sitzung des Bundesrates vom 14. April 2005 nachgelesen werden kann:

„Eine Gruppe dieser Soldaten ist dann klarerweise abgehauen, einigen wenigen gelang die Flucht nach Schweden, unter anderen Sektionschef Grimburg. Die anderen wurden von deutschen Soldaten, denen die Kapitulation schon verkündet worden war, eingeholt und gefangen genommen. In der Gefangenschaft wurde ihnen – da mögen wir jetzt darüber staunen oder auch nicht – im Namen des deutschen Volkes das Todesurteil ausgesprochen, welches von der englischen Oberhoheit in Norwegen bestätigt worden ist. Sie wurden dann noch in der Gefangenschaft von ihren Kameraden wegen ihres Handelns erschossen.“

Profil 29 19-07-1999 - Sterben für die ManneszuchtMag. John Gudenus weiß zu Todesurteilen nach Kriegsende nicht einmal zu sagen, ob darüber gestaunt … Und die Geschichte des Sektionschefs erzählt Vater Gudenus ebenso auslassungsreich, wie sie Walter Seledec beinahe ein Jahrzehnt später auslassungsreich rapportiert. Wie das damals war, mit dem Sektionschef, das konnte etwa auch schon im Jahre 1999 in einem „Profil“-Artikel gelesen werden, aber die identitäre Gemein-Schaft zieht gesinnungsgemäß ihre Wahrheit vor. Wie im oben angesprochenen „Spiegel“-Bericht konnte darüber, wie es war, bereits 1972 gelesen werden, in Deutschland, und in Deutschland wurde damals schon sehr genau gewußt, daß das keine Frage des „Staunens“ ist, sondern daß es schlicht vor das Gericht zu bringen ist. Es ist freiheitliche Tradition, die Söhne übernehmen die Gesinnung der Väter, nicht nur im Hause Mölzer, sondern auch im Hause Gudenus, wozu gleich beispielsweise das sündteure Inserat des Sohnes für Walter Nowotny …

 

Denkmal am Ballhausplatz ist für FPÖ-ZZ eine „Zivilisationsschande“ der „Kameradenmörder“

FPOE ZZ Die Stunde der Deserteure 37-2014

FP-ZZ: „Denn dieses ‚Monument‘ ist gegenüber den unschuldigen Opfern dieses schrecklichen Krieges nichts anderes als eine Zivilisationsschande made in Austria!“

 

Siegfried Kampl sei, ist zu hören, wegen „Gefahr im Verzug“ aus der identitären Gemein-Schaft ausgeschlossen worden. Gesinnungsgerecht müßte es wohl heißen, er ist jetzt wegen Wahlen im Verzug ausgeschlossen worden. Denn am Sonntag wird in Vorarlberg gewählt. Aber, wie auch aus Vorarlberg gewußt wird, irgend ein Ismus hat dieser Gemein-Schaft noch nie in einer Wahl existenzbedrohlich geschadet. Im Gegenteil.

Aber was ist Großartiges geschehen? Siegfried Kampl ist aus einer Partei ausgeschlossen worden. Er ist nach wie vor Bürgermeister. Er will es wieder werden. Seit Jahrzehnten wird ein Mann mit dieser Gesinnung gewählt. Das ist die schandhafte Leistung der Wähler und Wählerinnen, nicht nur in Gurk¹. Und es gibt auch eine schandhafte Leistung von Medien, die jetzt He.-Chr. Strache dafür loben, ihn nicht nur ausgeschlossen, sondern schnell ausgeschlossen zu haben. Nach Jahrzehnten mit dieser Gesinnung muß Siegfried Kampl diese Gemein-Schaft verlassen. Und wäre nicht gerade Wahl im Verzug² …

Bei Andreas Mölzer war im Frühjahr 2014 auch Wahl im Verzug, und wer ist dann gekommen …³

FPÖ Zur Zeit 12-18 September 2014Vor bald einem Jahrzehnt hatte die FPÖ Siegfried Kampl nicht für ein hohes Amt im Parlament durchgebracht, weil er Deserteure als „Kameradenmörder“ … Aber das Quellorgan* der identitären Gemein-Schaft bezeichnet in der aktuellen Ausgabe vom 12. bis 18. September 2014 das Deserteursdenkmal als „Zivilisationsschande …

„Jahrelang sind sie in der Republik Sturm gelaufen. Sie, die Deserteure und Überläufer aus den Reihen der ehemaligen deutschen Wehrmacht sind knapp vor ihrem Ziel. [M]onumentales Denkmal zu ‚Ehren unserer Deserteure‘ (!), also der fahnenflüchtigen Überläufer[.] „Ein zweifacher Kameradenmörder und Deserteur konnte Sektionschef in Wien werden!“

… das Spitzenpersonal der identitären Gemein-Schaft ist in jeder Ausgabe der ZZ schreibend vertreten. Wer es in der aktuellen Ausgabe war, kann nachgelesen werden**. Wenn die „fahnenflüchtigen Kameradenmörder“ „Freiheitskämpfer“ in Südtirol geworden wären, wie würden dann die Berichte in der ZZ ausfallen?****

Und zum Schluß, wie ernst es Christian Ragger wirklich meint, daß solche kamplschen Aussagen plötzlich untragbar seien, könnte er mit einer engagierten Forderung nach Abhängung der unseligen Gedichte4 im Landhaus in Klagenfurt in einem ersten Schritt unter Beweis stellen. An diesen muß er jedesmal vorbei, um in den Landtag zu kommen.

Das war noch nicht ganz der Schluß.

Das Allerletzte aber jetzt … Wie kommen Medienmenschen in diesem Land immer wieder zur schrägen Ansicht, He.-Chr. Strache müßte diese seine identitäre Gemein-Schaft von „inakzeptablem Gedankengut säubern“? Wie aktuell heute Michael Vosatka in der sogenannten Qualitätszeitung „Der Standard“ Überlegungen anstellt, wo der Obmann mit dem „Säubern“ zu beginnen hätte. Das ist nicht nur einer oberflächlichen Denkungsart geschuldet. Das ist nicht nur, um es paradox zu formulieren, weil niemand – nicht im Sinne des Nationalsozialismus – gestriger sein kann als die identitäre Gemeinschaft, dem geschuldet, daß Kritiker und Kritikerinnen dieser Partei in einer Hinsicht gestriger sind als die identitäre Gemein-Schaft. Im Umgang mit derartigen Parteien. Denn es läuten bei ihnen die Alarmglocken, wenn sie etwas von „Nationalsozialismus“ hören. Und dann rufen sie nach dem „Führer“, der säubern soll. Der „Führer“ ist gut, aber die „Einzelfälle“ sind schlecht. Es scheinen Medienmenschen nicht wirklich zu wissen, was Nationalsozialismus ist. Sie wissen nur eines noch, zum Glück wenigstens das, der Ismus ist etwas Schlechtes. Aber eines Tages wird der weiße F… sie erhören, und seine Partei von dem ganzen „inakzeptablen Gedankengut“ säubern. Das ist nicht nur einem totalen autoritären Führungprinzip unterworfenes Denken. Die Einzigen, die säubern können, nämlich gesetzgebende Gremien von derartigen Parteien, sind die Wähler und Wählerinnen, wenn sie endlich, um es konkret zu benennen, die identitäre Gemein-Schaft auf einen Stimmenanteil in jedweder Wahl von höchstens 1,7 Prozent reduzieren. 1,7 Prozent – damit wäre sie in keinen gesetzgebenden Gremien mehr vertreten, somit bedeutungslos, also auch für Medien bedeutungslos …

Es ist der Tag zu fürchten, an dem kein identitärer Funktionär, keine identitäre Mandatarin mehr aus ihren Mördergruben ein Herz machten. Das wäre dann der Tag, an dem Medien in diesem das gemein-schatftliche Personal von He.-Chr. Strache aufwärts zu Heilanden hochschrieben. Nur, es würde nichts an der Natur dieser Gemein-Schaft sich geändert haben, bloß weil keiner oder keine mehr aus dieser Partei manch Gutes am seinerzeitigen Nationalsozialismus mehr fände, zumindest öffentlich***. Es wird, ist medienpolitisch zu fürchten, abgründiger sein. Medienangestellte müssen wohl ihren Dienst erfüllen, ihren Auftrag ausführen, diese Gemein-Schaft und damit vor allem He.-Chr. Strache5 prominent im Spiel zu halten. Sie nicht in voller Schärfe für das zu kritisieren, wofür sie heute steht, was sie heute anstellt, schreibt, sagt …

¹ Volksdeutsche tanzen in Gurk auf, der Bürgermeister schreibt gegen Deserteure und die Staatsspitze gibt Ehrenschutz

² Hohenems – Wähler und Wählerinnen belohnen Antisemitismus

³ Harald Vilimsky: „Bringt mir den Markus Beisicht ins Europaparlament“

4 Kärntner Landhaus

5 He.-Chr. Strache fleht Innenministerin verzweifelt an, an seiner Statt konsequent durchzugreifen

* „Zur Zeit“ – Quellorgan der freiheitlichen Gemein-Schaft

** „Vorbild für Österreich – Alles, was einmal deutsch und echt war“

*** Was NR Gerhard Deimek zu „Vierteilen“ einfällt – „Staatsgage“

**** Freiheitliche NRs gedenken ehrenreich der Attentäter von Südtirol