Kurz zurzeitiger Kanzler: „Österreichs Position ist klar. Es besteht der Wunsch vieler“ nach Österreich zu kommen, die Staatsbürgerschaft zu erhalten. „Wir respektieren diesen Wunsch,“ werden auch alle zum Kommen einladen, ihnen die Staatsbürgerschaft verleihen.

Was für ein großzügiger Mann. Es äußern Menschen leise in einem Land ihren Wunsch nach einer Doppelstaatsbürgerschaft, also zusätzlich zur Staatsbürgerschaft, die sie bereits haben, auch die österreichische Staatsbürgerschaft zu bekommen, kaum ist der Wunsch geäußert, schon ist dem Manne sein Herz weichbereit, ihnen diesen Wunsch zu erfüllen.

Er selbst wird wohl gar nicht so ein feines Gehör haben, um diesen gar leise vorgebrachten Wunsch selbst vernommen zu haben. Aber wer so grundgütig wie dieser Mann ist, der wird von seinem Herrgott mit Lautsprechern der Marke Identitär belohnt. Die Lautsprecher der Type Vizekanzler werden ihn recht beschallt haben, bis auch er …

Als wäre dieser Wunsch aus den Megaphonen Kamerad, muß es ihm in den Ohren geklungen haben wie das der Trompeten von Jericho …

Sollten jetzt Menschen in Österreich befürchten, dieser Großzügige, dieser Grundgütige werde nun für alle die Grenzen öffnen, die irgendwo auf der Welt den Wunsch äußern, eine neue Heimat zu finden, nach Österreich zu kommen, die österreichische Staatsbürgerschaft zu erhalten, diesen Menschen kann gesagt werden:

Fürchtet euch nicht. Denn. Diesen Wunsch hört er nicht. Die Lautsprecher der Type Innenminister beschallen ihn nicht mit diesen Wünschen …

Fürchtet euch nicht. Denn. Darüber hinaus. Er selbst macht sich tapfer taub gegen diesen Wunsch durch sein eigenes Übertönen, durch seine Beschallung seiner selbst mit seinem einzigen Wort, das er einzig auswendig mit seiner Trompete zu blasen weiß …

Das kurz nur nebenher: Es soll das Gerücht umgehen, er solle einmal in geselliger Runde auf einer Almbude behauptet haben, das Wunderbare an der deutschen Sprache sei, es habe bloß ein einziges Wort, es komme gänzlich mit einem einzigen Wort für alles aus, das ihm in allen Sprachen sein Herzenswort, und welches er mit der Luft seines Herzens allein unentwegt trompeten könne, ohne außer Atem zu kommen, und das Erstaunliche für ihn an einer Sprache mit nur einem einzigen und sogar mit seinem einzigen Herzenswort, das ihm vollkommen Verstand sei, es reiche tatsächlich ein einziges Wort gänzlich aus, um ein ganzes …

An Trompeten werden seit altersher Fahnen gebunden, und wenn es recht schön und edel und gar recht ehrenvoll sein soll, mit umlaufenden Fransenbesatz, und in der Mitte des Fahnentuches bestickt mit einem Monogramm, mit einem Zeichen …

Ob er von den Häklerei ZZ schon so eine Fahne für seine Trompete geschenkt bekommen hat? Und bestickt mit was für einem Symbol …

Mit einem Doppelpaß?

Sebastian Kurz hört die Signale - Südtirol - Doppelstaatsbürgerschaft

 

Vom verpflanzten Herzen

Es ist wieder einmal eine Aussage, die … ach, wer die Tiefe dieses Menschen noch loben will, mag es tun, es ist eine Tiefe, in die hinaufzusteigen nur jenen gegeben ist, die in rechtbester Gemeinschaft auch mit ihm …

In welch rechtbester Gemeinschaft der junge Herr sich befindet, davon erzählen viele Kapitel, daß es nicht mehr notwendig ist, darüber …

Der junge Herr kann stolz auf seine Tiefe sein und es gereicht ihm zur Ehre, sich selbst zu zitieren. Denn. Es ist nicht das erste Mal, daß er von einer „Herzensangelegenheit“ spricht, wie gelesen werden kann. Damals – im Frühling 18 –  allerdings war Südtirol ihm noch eine Angelegenheit seines Herzens … inzwischen ist der junge Herr kurz vor seinem Herbst, und nennt sich nicht kurz, dafür aber katholisch demütig lang: „Österreich“ …

Südtirol, eine „Herzensangelegenheit“ von npd, fpö und kurz

„Südtirol, eine Herzensangelegenheit“ auch der NPD

Südtirol: Der FPÖ eine Herzensangelegenheit – SH distanziert sich von Akademikerball

Nach dem „Anti-Terror-Gesetz“ im österreichischen Regierungswurf sind, kurz gesagt, der FPÖ „Freiheitskämpfer“ in Südtirol „Terroristen“

Österreich am Bein

Von Hofer bis Schönerer: „Los von Rom“. Und ewig lockt Linz …

„Ein neuer Eurofaschismus mit Südtirol als symbolischem Startpunkt“ und die Ballpolkarede von He.-Chr. Strache nicht ohne Südtirol

Hofburgrede „Ehre, Freiheit, Vaterland“ recht gehalten für den Bundeskanzler in Österreich

Doppelpaß Südtirol und Faschismus vor den Augen des Bundespräsidenten

Südtirol - das verpflanzte Herz - Österreich

Südtirol, eine „Herzensangelegenheit“ von npd, fpö und kurz

„Wohin ginge ich, wenn ich gehen könnte, was wäre ich, wenn ich sein könnte, was sagte ich, wenn ich eine Stimme hätte, wer spricht so und nennt sich ich? Einfach antworten, jemand möge einfach antworten.“

Wie mußte Samuel Beckett um solche Sätze sich wohl plagen. Und nur deshalb, weil er nicht in Österreich …

Wie einfach hätte es Samuel Beckett gerade jetzt gehabt, in Österreich. Er hätte so einfach wie kurz zu schreiben:

„Südtirol ist für mich eine Herzensangelegenheit“.

Er hätte auch nicht mehr fragen müssen, wer so spricht. Nicht um Antworten anrufen müssen. Es wird ungefragt geantwortet, es wird einfach geantwortet.

Südtirol - Herzensangelegenheit - NPD - FPÖ - KURZ„Südtirol, eine Herzensangelegenheit“ auch der NPD

Südtirol: Der FPÖ eine Herzensangelegenheit – SH distanziert sich von Akademikerball

Südtirol, eine Herzensangelegenheit nun auch des Sebastian Kurz

Vielleicht hätte Samuel Beckett in Österreich, befreit von existenziellen Fragen, andere gestellt, etwa danach gefragt, ob denn auch was gesehen werde, oder nur blind geantwortet.

Es hätte ihm geantwortet werden können: Freilich, auch in Österreich wird etwas gesehen, aber nichts Schlimmes.

Doppelpaß Südtirol und Faschismus vor den Augen des Bundespräsidenten

Jede Plage um die Literatur ist nur kurzen und also einfachen Sätzen vorzuziehen, und dann ist es keine Plage mehr; wie gut, daß Samuel Beckett (wie glücklich muß er gewesen sein, je nie in Österreich gewesen sein zu müssen) nun nicht in Österreich, mit was für einem armen Schrifttum müßte das Auslangen gefunden werden, das Leben kärglich gefristet werden, mit einem blümeligen Schrifttum, das je zum sofortigen Einstellen des Lesens zwingt.

„Wer spricht so und nennt sich ich?“ Das hat durchaus etwas mit Identität zu tun, aber nichts mit identitärer Gesinnung, also mit identitärem Schrifttum, wie sie von den Partnerinnen und Partnern des Montagskanzlers beworben wird

 

Von Hofer bis Schönerer: „Los von Rom“. Und ewig lockt Linz …

Hofer bis Schönerer - Los von Rom

Hofer, der mit dem Kampfruf „Los von Rom“ durch seine Welt, also von Südtirol nach Strachkurzhofer, reist, hat mit seiner Nachforschung, wie in der Collage gelesen werden kann, woher und was der Name Hofer bedeute, selbst herausgefordert, es einmal festzuhalten, woher der Kampfruf „Los von Rom“ komme.

Nun, der Kampfruf „Los von Rom“ geht zurück auf den Führer der Führer Schönerer, über den sogar das „Kulturinformationssystem Österreich Lexikon“ zu berichten weiß:

Schönerer, Georg Ritter von (bis 1888), * 17. 7. 1842 Wien, † 14. 8. 1921 Schloss Rosenau (Gemeinde Zwettl-Niederösterreich), Gutsbesitzer, Politiker. Ab 1879 Führer der deutschnationalen Bewegung (der Alldeutschen) in Österreich; heftiger Gegner des österreichischen Patriotismus, der katholischen Kirche und des Liberalismus. Vertrat einen radikalen Antisemitismus, kämpfte für engen Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, war ein Vorkämpfer der Los-von-Rom-Bewegung und trat selbst zum Protestantismus über. Seine autokratischen und terroristischen Methoden, sein nationalistischer Fanatismus waren typisch für seine Richtung. Seine Ideen haben später den jungen A. Hitler stark beeinflusst. Schönerer war 1882 an der Abfassung des deutschnationalen Linzer Programms maßgeblich beteiligt. Eine Gewaltaktion gegen politische Gegner (1888) brachte ihn ins Gefängnis und um Adelstitel, Reserveoffiziersrang und Abgeordnetenmandat.

„Linzer Programm“. Recht fleißig waren sie damals. Schon 1885 eine Erweiterung, um den „Arierparagraphen“ … Gleich übernommen von den Burschenschaften. Aber wie wurde Norbert Steger

Kellerpuppe aus der hoferischen Ramschbude wird mit burschenschaftlicher Fürrede eingeschaltet ausgeschickt

gesprochen, es bleibe unerwähnt, dass Adolf Hitler sie …

Linz. Oberösterreich. Nach wie vor ein recht besonderer Klang in den Ohren … auch von Hofer, der am 3. März 2018 in Oberösterreich sein wird, um zu lauschen, aber auch selbst Wortlieferant für recht besondere Ohren zu sein …

Los von Rom Hofer im Wasserschloss

Es wird am 3. März 2018 auch ein „Kommers der Waffenstudenten“ … Zu „Kommers“ fällt unweigerlich die „Kommiss…“ der montagsgemachten identitären Regierungspartei ein und deren Unnötigkeit und Unbrauchbarkeit, da doch alles bekannt ist, die Vergangenheit aufgearbeitet ist, es bekannt ist, woher … sogar das „Österreich Lexikon“ weiß so einiges zu berichten, wie als Beispiel oben gelesen werden kann. Und über die vielen anderen Quellen, die über deren gänzliche Aufarbeitung berichten, wurde schon berichtet.

FPÖ Festschrift 2016 Ahnentafel Schönerer - Druck Ed Strache

Was wird mit dem Bericht von der „Kommiss…“, wenn es ihn dereinst geben wird, geschehen? Konsequenzen sind keine zu erwarten. Dieser wird nicht einmal gelesen werden, vor allem nicht von der FPÖ. Diese Vermutung ist nicht unberechtigt. Denn. Es dürfte schon die „Festschrift 2016“ nicht von der FPÖ, auch wenn ihre Anführer Geleitworte schrieben, gelesen worden sein. Die Vergangenheit des „dritten Lagers“, das jetzt „aufgearbeitet“ werden soll, ist darin ebenfalls behandelt, wie in der Collage gelesen werden kann – Schönerer … Erheiternd dabei ist die veröffentlichte Tafel der Gesinnungsahnen (da es nur Männer sind, können Frauen nicht erwähnt werden): hergestellt von: Druck u. Verlag E. Strache …

Wer Hofer heißt, scheint auf ewig darauf vereidigt zu sein, vor allem und eigentlich ausschließlich die männlichen Hofer, Wiedergänger ihrer Ahnen, ihrer Geister zu sein. Wie der südtirolerische Hofer dem Kampfruf „Los von Rom“ folgt, konnte der burgenländische Hofer seine persönliche

„Nazikirche“, Hofer und die Angst des Bischofs vor dem Tor der Geschichte

Vollzugsmeldung vor der Geschichte mit seinem Übertritt in die evangelische Kirche bereits rapportieren. Und an der zweiten Vollzugsmeldung werkt er, ist er dem Hofer im Wort …

Es gibt so viele Hofer, dass es schwindelig werden kann. Immerhin, seit 869, wie der eine Hofer schreibt …

Es gibt den Andreas Hofer … Es gibt den Peter Hofer … Es gibt den Franz Hofer … Dann gibt es einen recht besonderen Mann für die FPÖ, der sich dem Erbe Hofer recht verbunden zu fühlen scheint, wenngleich er nicht Hofer heißt, aber Hofer in seinem Namen vorkommt

Nicht zu vergessen, den Matthias

„Hofer interviewt Strache“ – Und ewig murmelt Südtirol

Übrigens, am 14. Februar 2018 war auch ein recht besonderer Mann, nun vielsprechender Angehöriger der „Kommisssteuerungsgruppe“ im Morgenjournal zu hören. Es solle auch um die „Südtirolfrage“ gehen, also um die unmittelbare Nachkriegszeit, das heißt bei Südtirol um die „Aufarbeitung der „Südtirolgeschichte“: um die „sechziger Jahre“ des letzten Jahrhunderts … Ach, glückliches Österreich, stets ein paar Jahrzehnte vor der Gegenwart mit dem Aufarbeiten enden … Und zum Aufarbeiten beispielsweise des Jahres 2015 dafür bleibt genügend Zeit, es reicht doch in Jahrzehnten erst zu erfahren

„Respektvolles Gedenken“ von He.-Chr. Strache, dem nächsten Vizekanzler, gilt Peter Kienesberger, einem mit „Norbert Burger der vier Gründer der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei (NDP)“

Wen kann das bereits jetzt interessieren, da er ein montagsgemachter Vizekanzler …

NS Einen schöneren Beleg kann es dafür nicht geben, wie recht dieser FPÖ-ÖVP-Regierung es wichtig ist, für die Menschen in Österreich zu arbeiten, kaum montagsgemacht im Amt setzt sie mit Hoferland einen „symbolischen Startpunkt“ für …

Doppelpaß Südtirol und Faschismus vor den Augen des Bundespräsidenten

Doppelpaß Südtirol und Faschismus vor den Augen des Bundespräsidenten

Doppelpaß Südtirol und Faschismus

In „Castellio gegen Calvin oder Ein Gewissen gegen die Gewalt“ schreibt Stefan Zweig:

„Immer wissen die Zeitgenossen am wenigstens von ihrer Zeit. Die wichtigsten Augenblicke fliehen an ihrer Aufmerksamkeit unbemerkt vorbei, und fast nie finden die wahrhaft entscheidenden Stunden in ihren Chroniken die gebührende Beachtung.“

Alexander Van der Bellen sehe „nichts Schlimmes in der österreichischen Staatsbürgerschaft für Südtiroler“ …

Es könnte, weil es doch pragmatisch klingt, das Gesagte des Bundespräsidenten, ebenso pragmatisch darauf eingegangen werden, ob er, Alexander Van der Bellen als Bundespräsident nicht sieht, welche Konsequenzen sich aus einer Doppelstaatsbürgerschaft rechtlich, diplomatisch – kurz um: politisch …

Dem Satz von Stefan Zweig könnte noch ein Titel von einem Dramatiker aus der Schweiz hinzugefügt werden, ein Titel, der endgültig jedwede schmeichelnde Formulierung für den Brotlieferanten aus dem Tirolerischen …

Stefan Zweig war ein zu freundlicher Mensch, um seinen Mitmenschen ein aktives Nicht-Wissen-Wollen zu unterstellen … vielleicht stimmte es für seine Zeit noch, aber für die Gegenwart nicht mehr, in der es zu viel Wissen von so vielen gibt …

… so daß kann gesagt werden:

Immer wollen Menschen von ihrer Zeit am wenigstens wissen. Die wichtigsten Augenblicke blieben ihnen, wenn sie es aber nur wollten, nicht unbemerkt, und sie fänden, vor allem wenn sie endlich in entscheidenden Positionen sind, zu Handlungen, die es verdienten, in Chroniken mit gebührender Beachtung vermerkt zu werden.

Alexander Van der Bellen, nun in einer entscheidenden Position, will das nicht mehr wissen, was er in einer weniger entscheidenden, aber ungemein wichtigen Position noch gewußt hätte, beispielsweise zu fragen, was ist – wenn die Doppelstaatsbürgerschaft für die FPÖ der erste Schritt ist – dann für die FPÖ der zweite Schritt …

Südtirol, Heim ins Österreich

„Südtirol, eine Herzensangelegenheit“ auch der NPD

Südtirol: Der FPÖ eine Herzensangelegenheit – SH distanziert sich von Akademikerball

In seiner wichtigen Position als Oppositionspolitiker hätte er nach dem identitären Doppelpaß von Südtirol und Faschismus gefragt …

„Ein neuer Eurofaschismus mit Südtirol als symbolischem Startpunkt“ und die Ballpolkarede von He.-Chr. Strache nicht ohne Südtirol

… er hätte sich wohl empört über

„Respektvolles Gedenken“ von He.-Chr. Strache, dem nächsten Vizekanzler, gilt Peter Kienesberger, einem mit „Norbert Burger der vier Gründer der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei (NDP)“

… und er hätte vielleicht sogar nach den nationalen und internationalen Folgewirkungen einer österreichischen und italienischen Staatsbürgerschaft ausschließlich für Menschen aus Südtirol gefragt, darauf aufmerksam gemacht, möglicherweise sogar gewarnt …

Nun aber, endlich in einer entscheidenden Position, sieht er nichts … vielleicht nur noch damit beschäftigt, sich zu freuen, eine Regierung angeloben zu dürfen, die …

Und wenn er, Alexander Van der Bellen, einst in vielen, vielen Jahren in Pension sein wird, wird er es wohl wieder wissen, was er zur Zeit nicht wissen will, und er wird vielleicht dann die Zeit auch dazu verwenden, das Buch von Stefan Zweig hervorzuholen, und möglicherweise wird ihm, kurz gesagt, der Aufstieg von Calvin an die Zeit erinnern, als er angeloben durfte, eine Re…

Wie vor bald fünfhundert Jahren, als Calvin, gerade einmal um die dreißig Jahre alt, die Machtergreifung erlaubt wurde, gilt auch für die Gegenwart, was Stefan Zweig in seinem 1936 beendeten „Castellio gegen Calvin“ schrieb:

„Meistens dauert es einige Zeit, bis ein Volk bemerkt, daß die zeitlichen Vorteile einer Diktatur, ihre straffere Zucht und ihre verstärkte kollektive Schlagkraft immer mit persönlichen Rechten des Individuums bezahlt sind und daß unweigerlich jedes neue Gesetz eine alte Freiheit kostet.“

Und wenn einst in Jahrzehnten eine Chronik geschrieben werden wird, über die Zeit, in der Alexander Van der Bellen Bundespräsident war, wird wie Stefan Zweig einst eine Verfasserin als Motto ein Wort von Castellio ihrer Chronik voranstellen können, das weiter gültig ist … und dem Zitat wird sie den Hinweis beigeben können, sie habe es nicht fassen können, daß für den Beginn ihres Buches kein anderes Zitals als ebendieses von Castellio ihr richtig erschien:

„Die Nachwelt wird es nicht fassen können, daß wir abermals in solchen dichten Finsternissen leben mußten, nachdem es schon einmal Licht geworden war.“

 

Südtirol, Heim ins Österreich

Doppelstaatsbürgerschaft als erster Schritt - Südtirol - als zweiter Schritt Heim ins Österreich - FPÖNun ist auch schon Günther Platter, wie zu lesen ist, für eine Doppelstaatsbürgerschaft. Unweigerlich fällt hierzu der Name Chamberlain ein. Der britische Premierminister tat es wenigstens für ein hehres Ziel, den Frieden zu erhalten. Mit seiner viel kritisierten Appeasementpolitik. Die Beschwichtigung der ÖVP dient keinem hehren Ziel. Chamberlain, nein, das ist kein geschichtlicher Ausflug, es fällt bei Chamberlain kein Ereignis der Geschichte ein. Es geht den schwarzen Kammerdienern und schwarzen Zofen bloß schnöde um Regierungsstühle. Und sie hoffen, weil es im englischen Wort so passend enthalten ist, am Ende, daß auch für sie viele Erbsen abfallen.

Wie gelesen werden kann ist, ist für die FPÖ die Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler und Südtirolerinnen nur „der erste Schritt“.

Was ist der zweite Schritt?

Gesinnungsgemäß kann dieser nur einer sein: Heim ins Österreich.

Wird die ÖVP, kurz gesagt, diesen zweiten Schritt auch mit der FPÖ … Und wenn ja, dann kann es so richtig lustig werden, wenn mit dem Vollzug die FPÖ betraut wird. Wie wird dann die Meldung des Eintritts von Südtirol vor der Groteske lauten? Es wird so eine Meldung nicht geben. Südtirol wird eine italienische Provinz bleiben, eine Region der europäischen Union. Denn. Mit der Geographie hat es die FPÖ nicht so besonders.

„Wohin gehört Südtirol?“ Zu Chemtrails.

„Gehört Südtirol zu Italien oder zu Deutschland?“

„Respektvolles Gedenken“ von He.-Chr. Strache, dem nächsten Vizekanzler, gilt Peter Kienesberger, einem mit „Norbert Burger der vier Gründer der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei (NDP)“

„Südtirol, eine Herzensangelegenheit“ auch der NPD

Code Südtirol – FPÖ schreibt für Zur Zeit, Zur Zeit schreibt für FPÖ

„Ein neuer Eurofaschismus mit Südtirol als symbolischem Startpunkt“ und die Ballpolkarede von He.-Chr. Strache nicht ohne Südtirol

Norbert Hofer übte schon mal in Italien die recht international geratene Bundespräsidentenrede: „Kameraden“

Freiheitliche Gemein-Schaft: Politischer Kampf und Gesinnungsleben für die „Braunen“ von Südtirol

Der Hofers Südtirol oder wie viele Einwohnerinnen hat Österreich? Nach strach’scher Weise: eintausend Einwohner

Wie groß verkünden zur Zeit ÖVP und FPÖ, kurz gesagt, was für Schritte sie machen wollen. Es sollen Schritte der Veränderung, des Neuen sein. Und dafür sitzt ein wahrer Olymp als Garant im, kurz gesagt, Verhandlungsteam — was heißt einer, was heißt eine, eine ganze Heerschar an …

Die Doppelstaatsbürgerschaft etwa soll der „erste Schritt“ sein. Beim zweiten Schritt wird die ÖVP, wenn sie zur Rettung ihrer Erbsen das Beschwichtigen der FPÖ fortsetzt, mit der FPÖ also schon banal geographisch scheitern.

Wie sehr müßte in diesen Zeit allerorten der Wunsch laut erschallen, ach, gäbe es bloß größere Erbsen. Gibt es denn wirklich kein Mittel, um Erbsen endlich auch in Österreich auf Schädelgröße wachsen zu lassen?

Um abschließend doch ein wenig einen Ernst in diese Lächerlichkeit zu bringen. Wie verquer die Forderungen der FPÖ auch im Falle Doppelstaatsbürgerinschaft sind, ist stets einfach darzustellen. Menschen, die nicht in Österreich leben und bereits eine Staatsbürgerschaft besitzen, will die FPÖ eine zweite Staatsbürgerschaft zuerkennen. Menschen aber, die in Österreich leben, verweigert die FPÖ gesinnungsgemäß eine zweite Staatsbürgerschaft, mehr noch, fordert die FPÖ die Aberkennung der österreichischen Staatsbürgerinschaft, wenn diese bereits eine besitzen. Und mit solch einer Partei will, kurz gesagt, die ÖVP eine Regierung … und scheinen viele in Österreich als eine akzeptable Regierung …

Die Erbse ist doch näher als der Hut.

Aber wie klein Erbsen doch sind. Sie glauben es nicht? Versuchen Sie einmal, einer Erbse einen Herrenhut aufzusetzen …

Erbse mit Hut

NS Wie gelesen werden kann, ist die Forderung der Doppelstaatsbürgerinschaft eine von der FPÖ seit Jahren erhobene. Seien Sie nicht überrascht — das ist wahr. Einer der recht großen Denker der FPÖ, eben erst wieder ins österreichische Parlament eingezogen, hat diese ebenfalls vor Jahren …

Südtirol und Nordtirol wieder ein Tirol

Dr. Martin Graf reist nach Südtirol, um einem verurteilten Attentäter zu gedenken

„Respektvolles Gedenken“ von He.-Chr. Strache, dem nächsten Vizekanzler, gilt Peter Kienesberger, einem mit „Norbert Burger der vier Gründer der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei (NDP)“

Strache - Kienesberger - In respektvollem Gedenken

Es gehört zum vorangegangenen Kapitel,

FPÖ Unzensuriert und wieder eine Rosenkranz alias JanaJung: „Aber eine Generation rechnet mit ihren Eltern ab“ direkt zu bestellen bei „Fakten“

in dem beim Schreiben über die Verena Rosenkranz, die sich als Schreibstafflerin auf FPÖ unzensiert „JanaJung“ nennt, die Namen unterkamen: Horst-Jacob Rosenkranz, Norbert Burger und He.-Chr. Strache …

Und zu Norbert Burger fällt Peter Kienesberger ein. Und auch zu Peter Kienesberger fällt He.Chr. Strache ein. Zum Tod von Peter Kienesberger schrieb der Obmann der identitären Parlamentspartei: „Mein aufrichtiges Beileid!“ Wie gelesen werden kann im Kapitel:

Der FPÖ letzte Ehre für einen „Alpen-Taliban“

Und das ist noch nicht so lange her. Im Juli 2015. Und er schrieb auch, wie gelesen werden kann: „Süd-Tirol ist NICHT Italien!“ Das ist länger her, Dezember 2013. Italien wird einem Vizekanzler Strache dafür gewiß den Teppich ausrollen …

HC Strache - Peter Kienesberger - Norbert Burger - NDP - Südtirol

Und ganz bestimmt wird Italien einem Vizekanzler Strache den Teppich dafür ausrollen, daß er in Südtirol „Mut“ macht für eine Zukunft „Südtirols ohne Italien“ … Und das ist nichtso lange her. Es war im Jänner 2017. Das ist Kontinuität. Das ist Zuverlässigkeit.

„Hofer interviewt Strache“ – Und ewig murmelt Südtirol

Der Hofers Südtirol oder wie viele Einwohnerinnen hat Österreich? Nach strach’scher Weise: eintausend Einwohner

Norbert Hofer übte schon mal in Italien die recht international geratene Bundespräsidentenrede: „Kameraden“

Südtirol - eine Herzensangelegenheit der FPÖ - Dafür rollt Italien gewiß den Teppich aus

Und wenn mit einem Vizekanzler Strache noch ein Norbert Hofer mitfährt, nach Italien, dann wird das ein recht breiter Teppich werden müssen. Denn. Werner Neubauer wird ja auch mitwollen … Werner Neubauer, der Verfasser der ergreifenden Presseaussendung zum Tod von Kienesberger, Werner Neubauer, auch der Mann, dem die Renaissance des Faschismus recht große Sorge bereitet, auch in einem kleinen Land …

Werner Neubauer von der FPÖ hat recht große Sorge: Versagen einer Volkspartei führe zur Renaissance des Faschismus

Das wird ein noch breiterer Teppich werden müssen. Es wird ja wohl die gesamte FPÖ mitwollen …

Südtirol: Der FPÖ eine Herzensangelegenheit – SH distanziert sich von Akademikerball