Neun offizielle Hymnen in Österreich sind neu zu texten

Wäre Andreas Gabalier vor dem Fernsehapparat gesessen, dann hätte er ein „sehr niveauvolles Gespräch“ gehört und gesehen, wie er meint, „das sieht man selten im Fernsehen“. Aber er nahm an diesem Gespräch selbst teil, und darum muß von diesem „niveauvollen Gespräch“ zwischen drei Menschen in einem Fernsehstudio ein Drittel Niveau abgezogen werden, nämlich das ihm beigebrachte Drittel.

Neun offizielle Hymen in Österreich sind neu zu textenAndreas Gabalier hat auch nach seiner Pflichtschulzeit doch noch ein geringes dazugelernt, darf gegen seine Erklärung, mit acht Jahren bereits ein Ausgelernter gewesen zu sein, festgestellt werden – zumindest eines, sich in einer Fernsehsendung so zu verhalten, als wäre er bereits ein freiheitlicher Funktionär, und also im ORF gegen den ORF aufzutreten, wenn er beklagt, daß die Diskussion abgebrochen werde, und er vermutet, die Diskussion werde abgebrochen, weil der ORF jetzt Serien wiederholen müsse, statt die Diskussion weiterzuführen, der für ein einhundertprozentiges niveauvolles Gespräch nur eines fehlte, ein entsprechender Beitrag von ihm selbst. Und auch diese freiheitliche Präpotenz hat er sich wohl ebenfalls noch von diesen abgeschaut, alles müsse nach ihnen augerichtet werden, als ob es beispielsweise keine Sendepläne gäbe …

Mehr ist zu diesem Herrn, der „seine Damen und Dirndln verehrt und besingt“ und als Gast in der Sendung zum Schluß der Diskussion sich bei den zwei Frauen, als wäre er der Gastgeber, der Moderator, gar der Hausherr,  für ihren „Besuch“ bedankt,  nicht zu sagen.

Die nun neuerliche Aufregung um die österreichische Bundeshymne aber sollte endlich und letztmalig sinnvoll genutzt werden, und zwar dafür, alle Hymnen in Österreich einer kritischen Lesart zu unterziehen. Die Konsequenz daraus kann dann nur sein, neun offizielle Hymnen in Österreich zum Neutexten auszuschreiben. Auch darüber muß nicht mehr geschrieben werden, als bereits geschrieben wurde:

Die offiziellen Hymnen in Österreich

Landeshymne - Bundeshymne - Österreich - Ein Destillat

 

Freiheitliche Gemein-Schaft mit der Monarchie auf unzensuriert harmlos gegen bettelnde Menschen

Die habsburgische Monarchie war nie harmlos, harmlos war auch nicht das Gesetz von 1885, auf das sich nun die Freiheitlichen auf ihrer „Unzensuriert“ beziehen, oder, harmlos war dieses Gesetz von 1885 höchstens im Vergleich zur Criminalis Mariä Theresiä, und dennoch meinen Freiheitliche mit ihrem Bezug auf die habsburgische Monarchie und deren Gesetze recht harmlos zu erscheinen, mit diesem Bezug auf das Gesetz von 1885 meinen Freiheitliche wohl berechtigte Kritik und dem üblichen Vorwurf, auf den üblicherweise mit der Klage über die „Nazikeule“ geantwortet wird, entgehen zu können.

Es wird hier kein Vorwurf auf die übliche Art erhoben, es interessiert hier in keiner Weise, ob irgendwer nationalsozialistisch oder faschistisch ist, das ist nebensächlich, eine Zuordnung, mit der nichts angefangen wird.

Bloß, wenn die Freiheitlichen in die Vergangenheit gehen, um gegen Menschen von heute zu wettern, muß aufgezeigt werden, wer dieses habsburgische Gesetz von 1885 wieder auferstehen ließ …

Freiheitliche - Heute gegen bettelnde und morgen gegen alle Menschen „Austrofaschismus, Politik – Ökonomie – Kultur, 1933-1938“ enthält die Antwort. Wie in der Collage gelesen werden kann, in die Auszüge des entsprechenden Beitrages aufgenommen sind, geht es stets um weit mehr als „nur“ um bettelnde Menschen, vor allem in harten sozio-ökonomischen Zeiten. Daran sollten vor allem jene Menschen denken, die meinen, mit der Wahl der freiheitlichen Gemein-Schaft gehen sie persönlich einer sicheren Zeit entgegen. Das ist aber nur Selbsttäuschung durch freiheitliche Täuschung. Es gibt auch – wieder einmal – einen Einblick, wessen Diener, oder mehr freiheitlicher Gesinnung gemäß, wessen Knechte Freiheitliche sind, und dafür müssen nicht einmal sogenannte klassenkämpferische Töne angeschlagen werden. Zusammengefaßt könnte das, was Freiheitliche von sich geben, was Freiheitliche auftragsgemäß wollen – von freiheitlichen Antworten und Anboten für die Menschen und für ein für sie besseres Leben kann in keinem Fall die Rede sein –, in Abwandlung eines aus jener Zeit recht bekannten Refrains lauten: Heute bettelnde und morgen alle Menschen …

Straßennamen einzig aus heutiger Sicht gerechtfertigt: Franz-Joseph-Habsburg-Ring – Menschheitsmassenverbrecher, Oskar-Potiorek-Gasse – Menschheitsmassenverbrecher

Ehrenbürger Oskar-Potiorek - MenschheitsmassenverbrecherEs gibt diese fortwährende und mehr als leidige Diskussion darüber, ob Straßen, Gassen, Plätze nicht mehr nach gewissen Personen benannt bleiben sollen, oder doch, auch, ob Denkmäler von gewissen Personen geschliffen werden sollen, aber auch, ob Ehrenbürgerschaften gewissen Personen aberkannt werden sollen, oder eben nicht … Diese Diskussion gibt es auch um Ehrengräber, Gedenktafeln und so weiter und so fort.

In der Befürwortung für das Nichtumbenennen, für das Nichtschleifen von Denkmälern und so weiter wird vor allem angeführt, es gehört zur Geschichte, diese gewissen Personen gehören zur Geschichte, und die darf eben nicht vergessen werden, es ist das Erbe, die kulturelle Verpflichtung und so weiter und so fort.

All diese gewissen Personen, die heute noch durch Straßennamen, Gedenktafeln, Ehrenbürgerschaften und so weiter und so fort in ehrender Erinnerung gehalten werden, sollen ihre Gassen und Plätze behalten. Aber mit einem Zusatz, der nicht verschönert, der nicht verschleiert, der die Geschichte und das Denken nicht aus der seinerzeitigen Gegenwart dieser gewissen Personen erklärt und somit verharmlost, der nicht heute noch die Positionen dieser gewissen Personen, mit denen die sich selbst in ein für sie günstiges Licht rücken, einnimmt, sondern mit einem Zusatz, der den heutigen Blick auf die Vergangenheit zum Ausdruck bringt, die heutigen Erkenntnisse über die Vergangenheit formuliert.

Das wird für diese gewissen Personen nicht schmeichelhaft sein, aber sie sind tot, und soher können sie im Grunde froh darüber sein, überhaupt noch erwähnt zu werden und öffentlich vorzukommen. Wie immer diese auch heißen mögen, ob Karl Lueger, Leopold Kunschak, Ottokar Kernstock, Franz-Conrad von Hötzendorf und so weiter und so fort.

Als Beispiele dafür, diesen gewissen Personen ihre Straßennamen, Ehrenbürgerschaften und so weiter zu belassen, aber mit einem eindeutigen und ganz heutigen Zusatz, bieten sich aus Anlaß der Erinnerung an den Weltkrieg von 1914 bis 1918 Personen aus dieser Zeit an.

Franz-Josef-Habsburg-Ring - MenschheitsmassenverbrecherAls Ehrerbietung an das Haus Habsburg soll mit dem Franz-Joseph Habsburg begonnen und eigentlich fortgesetzt werden. Denn am 28. Mai 2014 wurde schon über seinen Neffen geschrieben, oder genauer, über Gravilo Princip, der am 28. Mai 1914 nach Sarajevo aufbrach, um ihn, den habsburgischen Neffen, hinzurichten, wie nachgelesen werden kann in

Vor 100 Jahren erschoß ein Tiger einen Procházka in Sarajevo

und das war am 28. Juni 1914, sein Onkel erklärte dafür am 28. Juli 1914 den Krieg gegen Serbien. Allein der Gedanke, für den Tod eines Verwandten alle Menschen eines Landes büßen lassen zu wollen, ist ein verbrecherischer Gedanke, und für diese Rache die Menschen des eigenen Landes als Mörder zu mißbrauchen, ist noch einmal ein absolut verbrecherischer Gedanke. Das allein genügte bereits für eine Straßentafel „Franz-Joseph-Habsburg-Gasse – Menschheitsmassenverbrecher“. Aber es kommen noch viele weitere Untaten hinzu, wird allein an den Einsatz von Giftgas gedacht, und so weiter und so fort.

Spätestens an dieser Stelle wird wohl der Einwand kommen, es müsse die damalige Zeit berücksichtigt werden, die damalige Zeit müsse von damals her erklärt und verstanden werden. Dieser Einwand kommt stets. Und es ist stets ein Einwand als Entschuldigung. Denn auch damals bereits gab es ein anderes Denken, gab es Vorstellungen von anderen Lösungen, gab es Menschen, die weiter dachten, deren Denken zu viele Menschen von heute noch als im Geistigen ihnen 2014 noch Hinterherhinkende vorführen. Das heißt für Franz Joseph Habsburg, er war zu seiner Zeit schon nicht auf der Höhe des Denkbaren und des Gedachten, also ein im Geistigen Zurückgebliebener, der mit seinem dumpfen Denken abermillionen Menschen Tod und Verderben und Elend … Auch von daher gibt es für den Menschen von heute keinen Grund mehr, nachsichtig mit Franz Joseph Habsburg zu sein, mit einem Mann also, der glaubte, es reiche sein schwaches Denken aus, um ein Land zu regieren, der zu bequem war, um sich fortzubilden, denn es genüge vollauf zum diktatorischen Herrschen die Legitimation durch ein Fabelwesen namens Gott, der meinte, Säbel, Gas und Gebet ersetzen gut das Denken zum Führen eines Landes, der meinte, es reiche als Politik aus, Jugendliche zu Mördern und zu Ermordeten zu machen und so weiter und so fort.

Oskar-Potiorek-Weg - MenschheitsmassenverbrecherUnd wenn Franz Joseph Habsburg und Serbien genannt werden, dann darf, um ein Beispiel noch anzuführen, Oskar Potiorek nicht ungenannt bleiben. Nach wie vor ein Ehrenbürger der Stadt Klagenfurt. Die Urkunde dafür müßte nur leicht umgeschrieben werden: „Oskar Potiorek – Menschheitsmassenverbecher“.  Seine Tagebucheintragung zum Krieg gegen Serbien war: „Mein Krieg hat heute begonnen.“ Er war der habsburgische Oberfehlshaber am Balkan. Während systematische Massaker an den Menschen – an der sogenannten Zivilbevölkerung – in Serbien begangen wurden, verbrannte sich der Massakeroberbefehlshaber einmal mit einem Zündholz, und das war seine einzige Wunde, die er sich selbst durch Unfähigkeit und Ungeschicklichkeit zuzog, während des gesamten Krieges – eine Brandblase von einem Zündholz. Oskar Potiorek starb hochbetagt 1933 in Klagenfurt, also lange nach dem Weltkrieg von 1914 bis 1918.

Vielleicht würden solche Straßennamen wie „Oskar-Potiorek-Weg – Menschheitsmassenverbrecher“ zum Beispiel die Verantwortlichen von dem „Austria-Forum“, gingen sie dann an einer solchen Tafel vorbei, dazu animieren, ihre Eintragung zu Oskar Potiorek zu überprüfen und richtigzustellen. Der Eintrag ist nicht nur nachsichtig geschrieben, sondern enthält auch – ganz wertfrei gesagt – schlicht falsche Angaben, für so einen kurzen Text erschreckend viel ungenaue …

Oskar-Potiorek-Weg - MenschheitsmassenverbrecherWie die Collage zeigt, sind an diesem Lexikon nicht irgendwelche Personen beteiligt, sondern Menschen, die die gutter press wohl als geistige Elite des heutigen Landes bezeichnen würde in einer Schlagzeile …

Gewissen Personen also ihre Straßennamen, ihre Ehrenbürgerschaften und so weiter und so fort zu belassen, könnte also durchaus dazu beitragen, zu einem wahrheitsgemäßeren Umgang mit der Vergangenheit, zu einem Beenden mit schmeichelhaften Darstellungen und so weiter und so fort.

Bevor aber solche Straßenschilder je verwendet werden würden, ist anzunehmen, würde es wohl dazu kommen, nur noch numerische Straßennamen zu haben. Denn die Nachsicht mit gewissen Personen, nach denen Straßen, Gassen und Plätze benannt sind, ist ja immer auch zugleich die Beschönigung der Vergangenheit von allen Menschen in einem Land, auch von den heutigen …

Muß für eine Fußball-Weltmeisterschaft derart gehorsam weggesehen werden – Sogar schon auf Österreich 1, Adi Niederkorn?

Ein Tiefpunkt der Berichterstattung wurde heute, am 23. Juni 2014, erreicht, zu diesem wurde ausgerechnet im Morgenjournal des Radiosenders Österreich 1 hinabgestiegen … Von einem absoluten Tiefpunkt kann nicht gesprochen werden, es ist zu befürchten, es kann noch tiefer gehen, auch in diesem Sender …

Fußball-WM Brasilien - Adi Niederkorn zählt LeuteAuf die Frage von Christian Williwald, ob denn die Proteste gegen die Fußball-Weltweltmeisterschaft in Brasilien „total eingeschlafen“ seien, sagt heute, am 23. Juni 2014, um etwa 7.25 Uhr, Adi Niederkorn:

„Ich glaube, es war eher die Brutalität der brasilianischen Polizei. Die WM-Gegner haben vorerst einmal aufgegeben. Es waren aber immer Minderheiten. Die Demonstrationen, die ich gesehen haben, da haben nie mehr als 20, 25 Leute dran teilgenommen. Eine solche Begeisterung […]“

Das Kleine EInmaleins des Adi Niederkorn

Das Kleine Einmaleins des Adi Niederkorn: Wenn zwanzig, fünfundzwanzig Leute demonstrieren, können leicht vierzig Leute festgenommen werden.

Es waren nie mehr, so Adi Niederkorn, als „zwanzig, fünfundzwanzig Leute“ … Da bleibt die Spucke weg. Nachdem Adi Niederkorn dafür von oben bis unten angespuckt wurde, denn eine andere Reaktion kann es darauf nicht gegeben. Für den berühmten Ruf „Hinaus mit dem Schuft!“ ist Adi Niederkorn nicht wichtig, nicht gewichtig genug. In einer Diktatur gehörten er und das Morgenjournalteam zu jenen, die in einer Massenveranstaltung Orden für brave, regimetreue Berichterstattung massenabgefertigt erhielten, von einem – nein, ein Spiel mit dem Vornamen will verkniffen werden — und der Generaldirektor des Österreichischen Rundfunks selbst wohl einen ganz großen Orden dafür, eine derart mitläuferische Mannschaft …

Aber es sollte auch niemand niveaumäßig sich so weit entblößen, und es wäre eine tatsächliche Entblößung, Adi Niederkorn dafür von oben bis unten zu bespucken; er hat sich damit selbst vollkommen aus- und angespuckt …

Fußball-WM - Ö1 Morgenjournal 23-06-2014Erschreckend aber tatsächlich ist an dieser Sache, daß auch schon der Sender Österreich 1 mit seinem Morgenjournal es wagt, derart frech und ungeniert Weggesehenes zu senden …

Wer etwas über die niederkornschen zwanzig oder fünfundzwanzig Leute erfahren möchte, wird beispielsweise fündig werden unter:

„Fußball-WM: Die Bilder aus Brasilien, die die Welt nicht sehen soll“ 

Die Tageszeitung aus dem Hochlandwald von Slowenien

Partisanendruckerei SlovenijaWenn der Hader vor allem mit Tageszeitungen besonders groß zu werden droht, die Vorstellung wieder pompös gegeben werden will, am besten wäre es, es würde keine Zeitungen geben, vor allem keine Tageszeitungen mehr, dann wird gewußt, es ist wieder dringend notwendig, in die Hochlandwälder von Slowenien zu fahren.

Tageszeitung Hochlandwald Slowenien - ElektrodruckpresseUnd warum?

Bloß um eine Druckerei zu besuchen, aber was für eine Druckerei. Eine, die heute ein Museum ist. Jedoch von September 1944 bis April 1945 wurde in dieser Druckerei die einzige Tageszeitung gedruckt, die nicht das schrieb, was die Besatzungsmacht einer totalitären Massenmorddiktatur, in diesem Fall des deutschen reiches …

Tageszeitung Hochlandwald Slowenien- KücheFür die Wanderung zu dieser Druckerei im Hochwald wird bei jedem Besuch ein Matritzendrucker in den Rucksack gepackt, immerhin mit einem Gewicht von 21 Kilogramm. Um damit noch ein wenig mehr real sich vorstellen zu können, welche Mühen, Plagen und Entbehrungen, die Menschen damals auf sich nahmen, welchen Gefahren sie sich aussetzten, um eine Elektrodruckpresse auf beinahe 1.000 Meter zu bringen, eine Druckerei zu errichten …

Tageszeitung Hochlandwald Slowenien - Blick Eingang SchlafraumAber das kann alles auf anderen Seiten gelesen werden, wie diese Druckerei unter größten Anstrengungen, größter Geheimhaltung, größten Gefahren errichtet wurde, um das zu haben, was heute so selbstverständlich erscheint, eine Tageszeitung. Anschaulicher menschgemäß ist es, diese Druckerei im slowenischen Hochland selbst zu besuchen.

Tageszeitung Hochlandwald Slowenien - SchlafraumDen Menschen damals war klar, schlimmer als Zeitungen, vor allem schlimmer als Tageszeitungen, ist nur eines, keine Zeitungen zu haben, vor allem auch keine Tageszeitungen. Dafür riskierten sie alles, und es ist nicht pathetisch – ach, wäre es bloß pathetisch –, wenn gesagt wird, sie riskierten ihr Leben dafür, eine Tageszeitung zu drucken, eine Tageszeitung zu vertreiben, mit einer Tageszeitung der allgegenwärtigen Unterdrückungsmacht geistig ins Gesicht zu schlagen.

Tageszeitung Hochlandwald SlowenienSchon wenn die Druckerei mit dem schweren Matritzendrucker erreicht ist, die Jause und die Wasserflasche, um den Aufstieg doch noch zu schaffen, unterwegs verschenkt wurde, wird jedes Mal wieder sofort gewußt, wie wichtig Zeitungen sind, vor allem auch Tageszeitungen …

Der Gram aber bleibt, der Gram wird nicht geringer, im Verschnaufen vor dieser Druckerei nimmt der Gram zu, der Gram über die heutige Medienpolitik, der Gram über die Medienkonzentration, auch der Gram über Journalisten und Journalistinnen, die mit schlechten Artikeln, mit achtloser Recherche – wenn überhaupt noch recherchiert wird – den Ruf der Zeitungen beschädigen, der Gram über Leser und Leserinnen, die all das hinnehmen und die Lösung für sich so leichtfertig darin sehen, Zeitungen, vor allem Tageszeitungen einfach nicht mehr aufschlagen zu wollen, nicht mehr kaufen zu wollen, bis es eines Tages, wieder eines Tages keine Zeitungen, vor allem keine Tageszeitungen mehr geben wird, die … Oder zu bloßen Verlautbarungsorganen von Konzernen gänzlich verkommen sein werden, also dann tatsächlich keine Zeitungen, keine Tageszeitungen mehr …

Tageszeitung Hochwald Slowenien - VojskoUnd für noch eine Sache ist der Besuch dieser Druckerei als heutiges Museum jedes Mal wertvoll, es wird die Erinnerung aufgefrischt, daß Zeitungen, vor allem Tageszeitungen – damals wie heute – nicht unbedingt die Wahrheit schreiben, zu oft in einem erschreckend niedrigen Ausmaß. Die Tageszeitung aus dem Hochlandwald von Slowenien brachte menschgemäß ihre Wahrheit. Daran hat sich auch bis heute nichts geändert, leider, muß hinzugefügt werden, leider hat sich daran bis heute nichts geändert, an der Verbreitung parteiischer Wahrheiten. Und mit diesem Wissen sind Zeitungen, vor allem Tageszeitungen zu lesen. Jedoch aus der Lektüre von mehreren Tageszeitungen läßt sich durchaus ein Bild der Wahrheit zeichnen, das so etwas wie ein wahres Abbild der Wirklichkeit …

PS Wer aber meint, hier sei ein Lied auf die Partisanen und Partisaninnen gesungen worden, oder gar auf den Kommunismus in welcher Ausrichtung auch immer, ist zu sagen, die Beschreibung der Besuche dieser Druckerei erfolgt bar jeder Ideologie, sondern einzig, um in Erinnerung zu rufen, wie wichtig Zeitungen, vor allem auch Tageszeitungen für eine Demokratie sind. Diese Druckerei im Hochlandwald ist ein mehr als geeigneter Ort, darüber nachzudenken, über Zeitungen, über Demokratie, über das Gestalten von Gesellschaft …

PPS Sie werden bei Ihrem Besuch dieser Druckerei, wohl mit einem größeren Vorstellungsvermögen gesegnet, keinen schweren Matritzendrucker im Rucksack in den Hochlandwald schleppen müssen, außer Sie sind ein Journalist oder eine Journalistin, dann sollten Sie eine Elektrodruckpresse hochschleppen, um körperlich zu spüren, was Sie mit jedem möglicherweise zusätzlich noch ohne Recherche schlecht verfaßten Artikel dem Zeitungsgewerbe und dadurch das Schlimmste der Demokratie antun.

Martin Lichtmesz statt Andreas Mölzer bei „Unzensuriert“?

Wie die Collage zeigt, wird nun Martin Lichtmesz unter „Meinungen“ geführt. Andreas Mölzer ist, wie es scheint, nicht mehr dabei, er wird nicht mehr angeführt.

Martin Lichtmesz - Freiheitliche UnzensuriertHat Martin Lichtmesz nun Andreas Mölzer abgelöst?

Wer möglicherweise dachte, ohne Andreas Mölzer wird die freiheitliche Gemein-Schaft eine …

Mehr als bereits zu Martin Lichtmesz geschrieben wurde, muß nicht mehr geschrieben, aber festzuhalten ist es, wer nun bei diesem freiheitlichen Medium …

Freiheitliche Faktenfreiheit zum Beispiel auf „Unzensuriert“

Korrigierte Aussendung der Polizei gefunden – Dank an Bianca Blei

Bianca Blei war heute, 18. Juni 2014, so freundlich, die gesuchte Aussendung der Polizei, die sie, wie sie schreibt, per E-Mail erhielt, zu veröffentlichen. Damit ist die bereits am 16. Juni 2014 begonnene Suche nach dieser korrigierten Aussendung abgeschlossen. Vielen Dank an Bianca Blei dafür.

Skepsis ist stets angebracht, gerade wenn ohne Quellenangaben respektive Quellen nicht aufgefunden werden können, darüber hinaus heute noch per E-Mail von der APA-Redaktion auf die gestellte Frage, ob diese korrigierte Aussendung der Polizei veröffentlicht worden sei und wann, die Antwort übermittelt wurde:

„[A]m 15. wurde via OTS eine Polizeiaussendung ähnlichen Inhalts veröffentlicht. Dass die unbekannte Person weiblich war, fand sich da aber beispielsweise nicht mehr darin. Nachfolgend der veröffentlichte Text der Polizeiaussendung:

Wien (OTS) – Am 14.06.2014 kam es während zwei angemeldeten Kundgebungen im Bereich Innere Stadt (Stephansplatz) zu Zwischenfällen bei denen die ordnungsgemäße Abhaltung einer der Veranstaltungen durch Störungen verhindert werden sollte. Im Zuge dieser Störaktionen wurden fünf vorerst namentlich unbekannte Personen festgenommen, nachdem diese weder den Aufforderungen der Polizeibeamten Folge geleistet, noch an den durchzuführenden Identitätsfeststellung mitgewirkt hatten. Während dieser Störaktionen wurde dem polizeilichen Einsatzleiter von einer unbekannten Person ein Exemplar eines Folders mit nationalsozialistischem Inhalt übergeben. Sofortige Erhebungen vor Ort durch das Landesamt Verfassungsschutz, haben jedoch keinerlei Hinweise ergeben, dass dieses Folderexemplar im Zusammenhang mit der betreffenden Demonstration stand. Die fünf festgenommenen Personen wurden wegen der Störung einer Versammlung auf freiem Fuß angezeigt.

Als Ansprechpartnerin wurde auch in diesem Fall Barbara Riehs genannt.“

Rechte Flyer - Korrigierte Aussendung der Polizei gefundenSoher wird jetzt durch die Information von Bianca Blei verstehbar, weshalb diese von ihr genannte korrigierte Aussendung nicht aufgefunden werden konnte, sondern lediglich die Aussendung vom 15. Juni 2014, also jene, in der von einem Folder „mit nationalsozialistischem Inhalt“ geschrieben wurde, die heute, am 18. Juni 2014, nach wie vor auf der offiziellen Website der Landespolizeidirektion Wien als unveränderte Aussendung veröffentlicht ist, ohne Hinweis auf die korrigierte Aussendung.

Damit liegen beide Aussendungen, wie in der Collage gelesen werden kann, vor zum Vergleich.

Korrigierte Aussendung der Polizei wird weiter gesucht – Dank an Robert Misik

Es wurde gestern geschrieben, es werde jedem Menschen für einen Hinweis zur Auffindung der korrigierten Aussendung der Polizei persönlich herzlich gedankt werden

Deshalb wird Robert Misik mit seinem Standardfreundlichkeitsverhalten herzlich für seinen Hinweis gedankt. Auch wenn die OTS-Aussendungen bereits einmal nach dieser korrigierten Aussendung der Polizei durchstöbert wurden – ergebnislos. Aber wer könnte einem gar so freundlichen Ratschlag von einem publizistisch Standards setzenden Robert Misik ablehnen? Niemand. Deshalb wurden jetzt die OTS-Aussendungen noch einmal durchgegangen – ergebnislos.

Rechte Flyer - OTSWie in der Collage zu sehen ist, wurde eine Aussendung gefunden, aber nicht die korrigierte Aussendung der Polizei, aber immerhin die Stellungnahme der Polizei, die zur bekannten Aussendung auf der offiziellen Website der Polizei führt, also zu jener mit der Formulierung „mit nationalsozialistischem Inhalt“ …

Es wurde auch eine OTS-Aussendung als Jubelmeldung des Vereins Pro Vita zum „Marsch der Familie“ gefunden. Aber die muß, weil nicht nur in dieser Angelegenheit nebensächlich, nicht besprochen werden, noch in die Collage aufgenommen werden.

Mehr kann jetzt nicht dazu geschrieben werden, außer noch die herzliche Einladung an Sie, sich weiter an der Suche nach dieser korrigierten Aussendung der Polizei zu beteiligen.

PS Was bisher zu diesem „rechten Flyer“ zusammengetragen werden konnte:

Korrigierte Aussendung der Polizei zu Krucken-Flyer gesucht – Vom generellen Standard der Berichterstattung anhand eines konkreten Beispiels

Vom angeblichen Folder-Marsch der Familie

Polizeibegleitschutzmarsch für die Austragung eines Folders mit „nationalsozialistischem Inhalt“ der ganzen Familie

Korrigierte Aussendung der Polizei zu Krucken-Flyer gesucht – Vom generellen Standard der Berichterstattung anhand eines konkreten Beispiels

Die Tageszeitung „Der Standard“ berichtet am 16. Juni 2014 und in der Printversion von heute, 17. Juni 2014, davon, daß die Polizei ihre Aussendung zurückgezogen und korrigiert habe, also aus dem Folder „mit nationalsozialistischem Inhalt“ einen mit „angeblich rechtsradikalem Inhalt“ …

Korrigierte Polizei-Aussendung zu Flyer der europäischen aktion gesuchtNun, es wäre diese korrigierte Aussendung gerne gelesen worden, aber diese ist nicht aufzufinden, vor allem dort nicht, wo zu erwarten wäre, daß diese dort leicht zu finden sein muß. Also auf der offiziellen Website der Polizei. Auf der offiziellen Seite der Polizei allerdings ist lediglich leicht und also sofort die Aussendung vom 15. Juni 2014 zu finden, jene mit der Formulierung „mit nationalsozialistischem Inhalt“. Auch heute, am 17. Juni 2014, 20.45 Uhr.

Wie in der Collage zu sehen ist, gibt es seit dem 15. Juni 2014 keine andere Aussendung der Polizei zum „Marsch der Familie“.

Am Samstag, das war der 14. Juni 2014, gab es keine Aussendung  zu dieser Kundgebung, wie im Artikel geschrieben wird, auch das ist anhand der Auflistung ihrer Aussendungen auf der offiziellen Seite der Polizei nachvollziehbar. Darüber hinaus kann vom Inhalt des Artikels her nur die polizeiliche Aussendung vom 15. Juni 2014, also vom Sonntag, gemeint sein.

Ob diese Ungenauigkeiten einzig den Aussagen der Polizeisprecherin geschuldet sind, oder die Journalistin ungenau gearbeitet hat, oder es ein Zusammenspiel der Ungenauigkeit von beiden war, vermag nicht beurteilt zu werden. Möglicherweise hat sich die Journalistin zu sehr auf die Aussagen von dieser Polizeisprecherin verlassen, auf eine, die dazu auch andere Aussagen schon machte, wie in

Vom angeblichen Folder-Marsch der Familie

nachgelesen werden kann.

Welche Bedeutungsverschiebungen wird das Wort Standard durch eine Zeitung, die sich „Der Standard“ nennt, erfahren, wenn diese Zeitung eine derartige Berichterstattung weiter und nicht zum ersten Mal … Das Positive, das mit diesem Wort noch verbunden wird, könnte durchaus …

Es würde sehr freuen, wenn es sich herausstellte, es gibt doch diese Aussendung der Polizei, von der „Der Standard“ berichtet. Wenn aber nicht, bleibt doch die Frage, weshalb „Der Standard“ in dieser Form – freundlich und nicht umgangssprachlich formuliert – der Ungenauigkeit darüber berichtet. Und wenn es die Aussendung doch geben sollte, bleibt zusätzlich die Frage, weshalb die Polizei sich dermaßen abmüht, einen solchen Folder unter das Licht der Harmlosigkeit legen zu wollen. Also zuerst ein Folder „mit nationalsozialistischem Inhalt“, dann ein Folder „mit angeblich rechtsradikalem Inhalt“ und zwischendurch, wie diese Polizeisprecherin zitiert wird, ein „rechtsgerichteter Folder“ …

PS Es wird persönlich jedem Menschen herzlich dafür gedankt werden, der Hinweise zu dieser oder diese korrigierte polizeiliche Aussendung gar vorliegen hat und diese hier in einem Kommentar veröffentlicht – mit einer Quellenangabe zum Abrufen.

Vom angeblichen Folder-Marsch der Familie

Inzwischen habe, wie in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung „Der Standard“ gelesen werden darf, die Polizei ihre Presseaussendung zurückgezogen und eine korrigierte Fassung vorgelegt, in der nicht mehr von „nationalsozalistischem Inhalt“ gesprochen werde, sondern von einem Folder mit „angeblich rechtsradikalem Inhalt“.

Standard - Polizei - Presseaussendung

„Dort steht jetzt nur, dass der Folder ‚angeblich rechtsradikalen Inhalt‘ habe. Der Flyer sei nochmals vom Verfassungsschutz untersucht worden, sagt Polizei-Sprecherin Barbara Riehs. Man habe allerdings keinen strafrechtlich relevanten Tatbestand feststellen können.“

Das hat, so darf der Artikel gelesen werden, die Polizeisprecherin der Journalistin offensichtich vermittelt.

Polizeibeschützte Folderaustragung

„… von einer unbekannten Person ein Exemplar eines Folders mit nationalsozialistischem Inhalt …“

Von der Polizei-Website dürfte die Journalistin diese Auskunft nicht selbst abgerufen haben. Denn dort ist auch heute noch, 16. Juni 2014, 20.18 Uhr, die ursprüngliche Presseaussendung zu finden, über die gestern ausführlich geschrieben wurde, also jene mit der Formulierung „mit nationalsozialistischem Inhalt“. Wie in der Collage gesehen werden kann, ist keine veränderte Presseaussendung für gestern und heute angeführt. Möglicherweise wurde die korrigierte Fassung der Presseaussendung vom Verfassungsschutz veröffentlicht, und beim Verfassungsschutz ist alles geheim, also unauffindbar.

Polizei - Marsch - Noch eine Folder-Variante

„… ein rechtsgerichteter Folder vor Ort von einer Passantin …“ „Es habe sich jedoch ‚kein Hinweis‘ ergeben, dass abgesehen von diesem einen Exemplar weiteres bedenkliches Material weitergereicht wurde, sagte Riehs. Die Frau, die an den Einsatzleiter herangetreten war, sei außerdem unmittelbar danach verschwunden gewesen.

Was wohl noch alles über den Inhalt dieses Folders geschrieben werden wird? Angeblich und tatsächlich.

Schließlich muß hier doch noch einiges zurechtgerückt werden.

Und eines Tages wird vielleicht sogar davon gesprochen werden, daß es gar keinen „Marsch der Familie“ gab. Manche werden vielleicht noch meinen, sich erinnern zu können, angeblich habe es aber doch ein Gerede um die Austragung eines Folders … Eine ehrenwerte Gesellschaft geht doch nicht auf die Straße, eine ehrenwerte Gesellschaft hat ihre Salons, ihre Prunkräume. Die Straße ist für …

Aber weder eine für die ehrenwerte Gesellschaft in Österreich noch für die von nicht aus Österreich kommende nationale ehrenwerte Gesellschaft, etwa für die „europäische aktion“. Ehrenwerte Gesellschaften verteilen keine Folder. Sie schreiben zwar, aber sie haben gesinnungsgemäß ihre ehrenwerten Medien dafür, die im geistigen Austausch stehen, die einander befruchten, wie etwa das freiheitliche Medium „Unzensuriert“ und der „Schweizer Krieger“ …

Wie reich an Ehren diese Geselllschaften sind, Sie sind eingeladen, selbst einen Blick in diese Prunkräume zu werfen …

Bernhard Schaub