Muttu nicht Geld haben, kriegtu Erdäpfel

Erschreckender als die Kandidatur von Frank Stronach als Team ist, Frank Stronach als Team wählen zu wollen, und der Schrecken darüber befällt nicht erst mit den in Meinungsumfragen prognostizierten Prozentzahlen, sondern es erschreckt bereits, wenn ein einziger Wahlberechtigter oder eine einzige Wahlberechtigte allein schon die Absicht äußert, Frank Stronach als Team wählen zu wollen, denn tatsächlich ist bereits eine Stimme für Frank Stronach als Team eine Stimme zu viel, die Frank Stronach als Team in gleich welcher Wahl bekommen könnte.

Muttu Finanzmitarbeiter fragen - Frank Stronach als Team

Weiß ich nicht, muttu Finanzmitarbeiter fragen.

Das gesamte Interview mit Frank Stronach als Team in der heutigen Ausgabe der „Wiener Zeitung“ faßt noch einmal eindrücklich wenige Tage vor den Wahlen in Niederösterreich und in Kärnten zusammen, weshalb bereits eine einzige Stimme für Frank Stronach als Team in jedweder Wahl eine Stimme zu viel wäre.

Es soll hier nur ein Beispiel aus diesem Interview genommen werden, das allein schon von selbst die Unwählbarkeit von Frank Stronach als Team schreibt. Aber dieses eine Beispiel kann nicht einfach zitiert werden, denn, das muß eingestanden werden, dafür müßten sich sogar jene genieren, die eine derartige Aussage nur zitierten, sogar dann, wenn sie eine derartige Aussage nur zitierten, um diese zu kritisieren. Deshalb wird zu einer Witz-Form gegriffen, die vor Jahrzehnten Mode war, die ob ihrer Dummheit eigentlich nicht zum Lachen war, aber anderseits derart dumm war, daß sie doch zum Lachen reizte …

Auf die Frage von Clemens Neuhold, ob eine Mindestsicherung gerecht sei, ist die Antwort von Frank Stronach als Team die nun, um sich also nicht genieren zu müssen, in die Witz-Form gebrachte aber inhaltlich nicht veränderte Antwort:

Wir sind für eine Sozialkarte statt der Mindestsicherung. Mit dieser Karte kanntu Brot, Milch, Butter, Kartoffel und alle Lebensmittel kaufen, die man für den Alltag braucht. Aber kanntu kein Geld für Alkohol oder Zigaretten verplempern. Bekommtu mit der Karte nicht.

Wäre Frank Stronach als Team ein politischer Kandidat u.v.a.m. mit volkswirtschaftlicher Kompetenz, könnte zu einer derartigen Aussage beispielsweise geschrieben werden, dieser Kandidat hätte eine demokratiepolitisch äußerst prekäre Vision, und zwar die des Verkaufs der Gesellschaft an eine kleine Gruppe von Besitzenden und Bestimmenden, die der Installierung eines gesellschaftlichen Systems mit mehrheitlich entmündigten und besitzlosen Menschen, die sich nicht nur bei den wenigen Besitzenden als Bettler und Bettlerinnen um Almosen anstellen müssen, sondern die wenigen Bestimmenden den Entmündigten und Geldlosgemachten auch nur ganz bestimmte Almosen zugestehen.

Aber Frank Stronach als Team ist in keiner Weise ein Kandidat, sondern ein Revival der Häschen-Witze, die vor Jahrzehnten einmal Mode waren, mit dem einzigen Unterschied jedoch, diese stellten sich keiner Wahl. Aber hätten sie kandidiert, sie hätten keine einzige Stimme bekommen -; es ist nur zu hoffen, daß der geistige Niedergang in diesem Land nicht bereits so weit fortgeschritten ist, daß sie, würden sie beispielsweise am kommenden Sonntag sich den Wahlen stellen, …

Maria Joseph Magdalena XXXVI.: Keine gesetzliche Gleichstellung der Mann-Kind-Frau-Familie

Anthony McCarten hat eine Theorie, nach der das Buch jetzt erst erfunden wurde, und er läßt den Erfinder des Buches – Steve Jobs – das Buch preisen. Denn es müssen die Sorgen und die Ängste um die Zukunft des E-Books, das vor Jahrhunderten erfunden wurde, zuerst das chinesische E-Book, das sich aber auf dem Markt nicht durchsetzte, und dann das gutenbergsche E-Book, das sich nicht nur durchsetzte, sondern zum weltweiten Monopol wurde, zerstreut werden. Diese seine Theorie kann aber durchaus auf alles, woran der Mensch Maria Joseph Magdalena XXVI - Keine Gleichstellungsich durch die Jahrhunderte gewöhnt und in dem er sein Leben in der Gesellschaft eingerichtet hat, ausgedehnt werden, denn diese Theorie zeigt trefflich, daß alles auch immer anders hätte kommen können, daß alles auch immer anders kommen kann, daß alles auch immer anders sein kann, und daß eine jedwede Veränderung dieser monopolistischen Gesellschaftsordnung immer Ängste und Sorgen hervorruft, stets zum Kampf gegen die Veränderung wird, stets versucht wird, mit allen Mitteln das Monopol einer Gesellschaftsordnung zu halten, das immer auch ein anderes hätte sein können. Die Theorie von Anthony McCarten wird nun ausgeborgt, um zu zeigen, daß die aktuelle Diskussion, auch in Österreich, ganz anders verlaufen würde, wäre die monopolistische Gesellschaftsordnung eine gar seit Jahrhunderten gänzlich andere, als sie heute, auch in Österreich, gekannt, gelebt, absolut gesetzt und unveränderbar gewünscht wird. Es soll dafür angenommen werden, es gibt auch in dieser Gesellschaftsordnung eine römisch-katholische Kirche, der ein hohes Mitspracherecht in gesellschaftlichen Belangen eingeräumt und von ihr verteidigt wird, es soll dafür weiter angenommen werden, die Vorsitzende der römisch-katholischen Kirche beendet ihre Abschiedstour – denn sie war bereits zweimal mit überwältigender Mehrheit in dieses gesetzlich auf zwei Perioden beschränkte Amt gewählt worden – durch die Länder, deren Menschen mehrheitlich Mitglieder der römisch-katholischen Kirche sind, in Maria Zell, wo sie auch ihre letzte öffentliche Rede nutzt, um vor der gesetzlichen Gleichstellung der Mann-Kind-Frau-Familie zu warnen, vor allem vor dem Gesetz, daß hinkünftig Mann und Frau das Recht auf die Kinderziehung zugestanden werden soll. »Gläubige! Willkommen in Maria Zell, Österreich, Wir alle wissen,  es kommt immer wieder einmal eine revolutionäre Veränderung unserer gesellschaftlichen Ordnung auf uns zu, und anschließend ist nichts mehr, wie es war! Aber bevor ich davon erzähle, will ich Ihnen erst einmal eine Frage stellen:  Wenn Sie Ihr Leben ansehen, wollen Sie wirklich Ihre Zeit für die Erziehung von Kindern verwenden, die Sie jetzt zum Beispiel dafür nutzen, Ihren Beitrag für ein friedliches Zusammenleben und für eine sozial ausgewogene und gerechte Gesellschaft zu leisten? Wir wissen aus der Geschichte, wie sehr die brutale und kriegerische Gesellschaft, die auf der Mann-Kind-Frau-Familie basierte, an den Nerven der Menschen zerrte, sie moralisch und ethisch zerrüttete, bis dahin, daß sie diese Gesellschaft, ja die Menschheit insgesamt dem Untergang geweiht sahen. Und sie hatten die Nase davon derart voll, daß sie die Gesetze dieses auf der Mann-Kind-Frau-Familie basierten Gesellschaftsordnung weit von sich schleuderten.  Nun, wir bei der römisch-katholischen Kirche sind stolz darauf – ja, begeistern Sie sich dafür mit uns  –, daß wir heute vor Sie hintreten können, als die Bewahrerin und Verteidigerin einer Gesellschaftsordnung, die seit Jahrhunderten Garantin für Frieden und Wohlstand, für soziale Gerechtigkeit und für ein gutes Leben für alle Menschen ist. Großartig, was? ›Menschlichkeit‹! (Sie breitet die Arme weit aus.) Ist das nicht einfach schön? Und jetzt fragen Sie mich, was ist das Gefährliche an der beabsichtigten gesetzlichen Gleichstellung der Mann-Kind-Frau-Familie, an der beabsichtigten Einräumung der Kinderziehung an Mann und Frau? Zuerst einmal: Es wird nicht dabei bleiben. Ich wiederhole: es wird nicht dabei bleiben. Aus dem Recht wird eine Pflicht. Das Kind wird wieder in die geistige, moralische und ethische Enge der Obhut von Mann und Frau zurückgetrieben werden.Das Kind wird wieder verpflichtet werden, seine Herkunft kennen zu müssen, seine Herkunft lebenslänglich anbeten zu müssen, wieder an den Ort von zwei Menschen gebunden sein zu müssen, die sich wieder seine Eltern nennen werden müssen, wieder diesem ihrem Irrtum, daß ein Geschlechtsakt ein Recht begründet, hilflos und ohnmächtig ausgesetzt sein müssen. Von dann an wird jedes Kind nur mehr den Eigensinn kennenlernen, nichts mehr über den Gemeinsinn erfahren, der Eigennutz wird vor dem Gemeinnutz stehen, und schließlich werden die Übungen zur Erhöhung des Gemeinwohles abgeschafft werden, die Welt der Menschen wird wieder zu einem eindimensionalen Raum verkommen, mit einem Schlag, werden die Menschen wieder zu verwechselbaren –, ja bei Gott, zu Folien, auf denen jeder wieder schreiben wird können, was er will, sie wieder mißbrauchen wird können, wozu immer es ihm gelüstet, sie wieder gegeneinander marschieren lassen wird können, mit dem Kolben in der Hand wieder aufeinander einschlagen lassen wird können. Es  ist … jetzt schon absehbar! Und wenn Sie Ihr  eigenes Exemplar über die Geschichte jener dunklen von der Mann-Kind-Frau-Familie totalitär beherrschten Epoche bekommen, dann vergleichen Sie einmal, wie es war, wie das war, als Krieg das Hauptwort der Menschheit war. Krieg, ein ausgestorbenes Wort, Krieg, ein seit Jahrhunderten totes Wort, das in Geschichtsbüchern begraben liegt … Ohne den geringsten Geruch noch zu verströmen, um uns je noch locken zu können. Aber das ist nicht genug. Was wir erreicht haben, müssen wir Tag für Tag sichern und weiter entwickeln, gegen das auftreten, was die Welt schon einmal bitter sehen und vor allem erleiden mußte. Und wenn Ihre Freunde vorbeikommen, dann lesen Sie mit ihnen gemeinsam auf ihrem iPad die Geschichte der einst von der Mann-Kind-Frau-Familie absolut regierten Welt. Wir sind überzeugt, das wird Sie noch einmal darin bestärken, eine Rückkehr zu dieser präzivilisatorischen Gesellschaft heftigst abzulehnen, dagegen aufzutreten. Sie wissen doch, was wir alles an Wertvollem nicht nur in moralischer und ethischer Hinsicht zu verlieren hätten. Gläubige, wir sind fest davon überzeugt: Unsere Gesellschaft ist die beste Gesellschaft,  zu der wir uns je durchgerungen haben. Wir bewahren sie … und wir wissen, auch Sie werden sie bewahren! Ich war Maria Joseph Magdalena XXXVI. Ich danke Ihnen.«

„Jessica und Kevin“ – Eine Autobiographie von Christian Ortner

Christian Ortner hat also seine Autobiographie geschrieben, die fälschlicherweise aber nicht als Autobiographie angeboten und soher auch nicht als Autobiographie rezipiert wird -, es hat jedoch seine Richtigkeit, daß Christian Ortner, der in dieser seiner Autobiographie sich den Namen Kevin gegeben hat, nicht weiß, welcher Textsorte seine „Prolokratie“ zuzuordnen ist, denn das entspricht haarscharf dem Bildungsniveau vom beschriebenen Kevin, und soher kann Christian Ortner ein Vorwurf nicht gemacht werden, daß er keine authentische Autobiographie geschrieben hätte …

Prolokratie - Ortner ChristianWürde diese ortnersche Autobiographie korrekt als Autobiographie in den Medien besprochen werden, müßte hier über diese Autobiographie kein Wort geschrieben werden. Dem ist aber nicht so. Denn es wird medial so getan, als hätte Christian Ortner über die Erzählung seines Lebens hinaus etwas zu sagen, es wird diese Autobiographie zur „Streitschrift“ geadelt, es wird medial so getan, als enthielte diese Autobiographie relevante Thesen zu Wirtschaft und Demokratie, während in Wahrheit diese Autobiographie nichts anderes beschreibt, als das für Dritte marginal von Interesse seiende sattfurzende Leben eines Begünstigten, der auch in das Fernsehen eingeladen wird, wo er nicht über sein Leben befragt wird, nicht darüber, weshalb er eine Autobiographie geschrieben habe, sondern fälschlicherweise zu etwas befragt wird, das Kevin nicht besitzt, nämlich Thesen …

Auf Kevin, das muß zugegeben werden, wurde schon ganz vergessen, aber sein letztwöchiger Auftritt in der Sendung „Erlesen“ rief Erinnerungen hervor. Und noch etwas. Es verleitete dazu, in einer Buchhandlung diese Autobiographie in die Hand zu nehmen. Um die Wartezeit bis zum Filmbeginn zu verkürzen, wurden ein paar Seiten dieser Autobiographie gelesen, vielleicht waren es, wenn überhaupt, zehn oder dreizehn Seiten, aber diese reichen im Grunde schon aus, um erstens für diese Autobiographie niemals Geld auszugeben, zweitens feststellen zu können, als „Streitschrift“ ist diese genauer einzuordnen, nämlich als „Bassenaschrift“.  Kevin hätte also seine Autobiographie betiteln können mit „Jessica und Kevin – Ein Bassena-Tratsch“ …

Kevin hat gerechnet

Das Bundesministerium für Finanzen geht mit Kevin geduldig seine falsch gerechnete Hausaufgabe durch und erklärt Kevin, wie er zu rechnen hat, um beim nächsten Mal vielleicht schon selber zum richtigen Ergebnis zu kommen.

Auf diesen zehn oder dreizehn gelesenen Seiten war nicht nur bald schon ein Rechtschreibfehler zu lesen, war nicht nur bald schon festzustellen, daß Kevin enorme Beobachtungsdefizite besitzt, wenn er etwa davon schreibt, daß seit den 1960er Jahren in den öffentlichen Verkehrsmitteln der Buchlesende nicht mehr anzutreffen ist, sondern bereits auf diesen zehn oder dreizehn Seiten bekennt Kevin, daß er die Grundrechnungsarten ganz und gar nicht beherrscht, wenn er davon schreibt, daß bei einem Gehalt von dreitausend Euro über fünfzig Prozent Abgaben zu leisten wären, in Österreich. Nun, wie hoch die Abgabenquote bei einem Gehalt von dreitausend Euro tatsächlich ist, kann der Abbildung überschlagsmäßig mit einem Blick entnommen werden, es muß also dafür noch nicht einmal genau gerechnet werden, um zu wissen, daß die fünfzig Prozent, die Kevin mühsam errechnet hat, gänzlich falsch …

Sollte wieder einmal die Wartezeit bis zu einem Filmbeginn verkürzt werden müssen, werden vielleicht, aber eher nicht, weitere Seiten von dieser Autobiographie gelesen werden, und hier vielleicht, aber eher nicht, wieder berichtet werden, was auf diesen weiteren zehn oder dreizehn Seiten Kevin von seinem Tratsch mit Jessica …

Auf Kevin war, wie oben geschrieben wurde, bereits ganz vergessen worden, und Kevin fiel vor langer Zeit – das führt zur Frage, wer ist in dieser Autobiographie Jessica? – nur auf in Verbindung mit Andreas Unterberger … Ist Andreas Unterberger die Jessica? Der Genauigkeit willen muß geschrieben werden, Kevin tritt als Nebenfigur noch einmal auf, und das ist noch nicht so lange her, nämlich in der Beschreibung des freiheitlichen Traumes von einem elitären Reich …

Es ist nicht auszuschließen, daß Kevin, überzeugt von seiner Wichtigkeit, noch einen Fortsetzungsband seiner Autobiographie schreiben will, über sich und Jessica … Einige Kapitel sind schon geschrieben. Kevin darf diese kostenlos übernehmen:

Freiheitlicher Traum von einem elitären Reich

Wie Ortner und Unterberger Neoliberalismus buchstabieren

Christian Ortner – der Neoliberale als Zensor

Christian Ortner – der Neoliberale als Zensor besinnt sich

Andreas Unterberger liest den freiheitlichen dankend eine Studie

Andreas Unterberger, der Blocker in alten Zeiten

Bundesheerlicher Zugriff auf Vorratsdaten – Sechs Landesregierungen äußern in ihren Stellungnahmen keine Einwendungen

Es wurde bereits geschrieben, wie überreichlich seltsam es anmutet, daß zu einem Ministerialentwurf, der „so“ nicht kommen soll, dennoch Stellungnahmen abgegeben werden, also nicht darauf gewartet wird, bis ein veränderter Entwurf zur Begutachtung vorliegt -, dann aber mit einer üblichen und angemessenen und also nicht brutal verkürzten Begutachtungsfrist ….

Bundesheerlicher Vorratsdatenzugriff - Keine Einwendungen von sechs Landesregierungen

Von sieben Landesregierungen haben sechs keine Einwendungen gegen bundesheerlichen Zugriff auf Vorratsdaten und nur eine äußert Bedenken gegen ausgeweitete Eintrittsrechte des Verteidigungsministers …

Inzwischen sind weitere Stellungnahmen, wie gelesen werden kann, eingelangt, vor allem von Landesregierungen. Zu diesen sieben Stellugnahmen ist festzuhalten, daß sechs Landesregierungen bezüglich des bundesheerlichen Begehrens auf Zugriff der Daten von Bürgern und Bürgerinnen keinen Einwendungen erheben, ja, nicht einmal Bedenken dagegen formulieren. Lediglich eine von sieben Landesregierungen hält schriftlich ihre Bedenken dagegen fest. Und eine der sechs Landesregierungen, die dagegen keine Einwendungen erhebt, hat das sogar noch in einer Sitzung am 19. Februar 2013 beschlossen, keine Einwendungen zu erheben … Und nur eine der sieben Landesregierungen, die zwar keine Bedenken gegen die bundesheerliche Gier auf die Daten der Bürgerinnen und Bürger äußert, lehnt die ausgeweiteten Eintrittrechte des Verteidigungsministers ab …

Es stellt sich die Frage der Sinnhaftigkeit, Stellungnahmen zu einem Ministerialentwurf abzugeben, der in dieser Fassung „so“ nicht kommen soll. Ist es lediglich eine Vergeudung von Ressourcen, Stellungnahmen zu einem Entwurf zu schreiben, von dem eigentlich gewußt werden müßte, daß dieser „so“ nicht kommen soll? Wieso liegt bis dato noch kein geänderter Entwurf vom Verteidigungsministerium vor, ist auf der Website des Parlaments keiner zur Begutachtung veröffentlicht? Wird es doch keinen anderen Entwurf mehr geben? Soll doch noch versucht werden, diesen unveränderten Ministerialentwurf, also auch mit dem bundesheerlichen Zugriff auf die Vorratsdaten, durchzubringen, und sind die dazu positiven Stellungnahmen von sechs Landesregierungen die dann letztlich doch ausschlaggebenden, um Bürger und Bürgerinnen durch das bundesheerliche Datenkreuz gesetzlich gedeckt ins Visier nehmen zu können?

Der Bürger und die Bürgerin doch nicht aus dem Datenkreuz des Bundesheeres?

Reichlich sonderbar mutet es an, daß bis zum gestrigen Tag, 18. Februar 2013, Stellungnahmen zum Ministerialentwurf auch zum bundesheerlichen Durchgriff auf die Vorratsdaten einlangten, der laut Aussage von Verteidigungsminister Norbert Darabos „so“ nicht Gesetz werden soll …

Wehrrecht - MinisterialentwurfWie ist das zu erklären?

Heute, am 19. Februar 2013, rennt die extrem kurz eingeräumte Begutachtungsfrist für diesen Entwurf ab, der nach wie vor unverändert und also in der kritisierten Fassung auf der Website des Parlaments veröffentlicht ist, also alles darauf hindeutet, daß dieser Entwurf nach wie vor in Vorbereitung zur Gesetzwerdung ist …

Ist es damit zu erklären, daß die Stellungnehmenden kein Vertrauen in die Aussage des Verteidigungsministers haben? Deshalb es als notwendig erachten, in ihren Stellungnahmen auf den Paragraphen 22 eingehen zu müssen? Oder ist es damit zu erklären, daß die Stellungnehmenden nicht darüber informiert sind, daß dieser Vorratsdatendurchgriffermächtigungsparagraph „so“ nicht kommen werde?

Es lohnt, die Stellungnahmen zu lesen, etwa die vom Rechnungshof, der sich auch mit der Verwaltungsgerichtsbarkeit auseinandersetzt -, immerhin sollen vor dem Bundesverwaltungsgericht „Beschwerden von Personen, die behaupten …“, verhandelt werden … Übrigens, der Paragraph über Beschwerden wegen Verletzung datenschutzrechtlicher Bestimmungen wurde gestrichen, in diesem Paragraph hieß es noch: „Die Datenschutzkommission entscheidet nach datenschutzrechtlichen Bestimmungen über Beschwerden wegen Verletzung von Rechten durch Datenverwendung …“. Nun heißt es, behauptete Verletzungen, wobei es diesen Paragraphen bislang auch schon und zusätzlich gab, nun ist dieser lediglich umgeschrieben auf das Bundesverwaltungsgericht …

Es lohnt, die Stelllungnahmen zu lesen, auch die von der Bundesheergewerkschaft … Sollen doch nach dieser Interpretation die zivilen Bediensteten des Verteidigungsministeriums ebenfalls Befehlen unterworfen werden. Nach den Erfahrungen gerade mit der „Volksbefragung“ könnte beinahe nachvollzogen werden, daß der Minister in seinem Ressort nur noch strikt zu befolgende Befehle ausgeben möchte, zivile Angestellte haben will, die ihre Befehle exekutieren, die Pflicht eilfertig erfüllen, die ihnen dereinst, wenn notwendig, in österreichischer Tradition zur Erklärung dienen kann, nichts außer der Pflicht getan zu tun haben …

Minister, Ministerinnen, die per Befehl regieren, ist das die Weiterentwicklung zur Direktdemokratie, wie sie in Österreich verstanden wird …

Barbara Rosenkranz und die Kunst, Gehabtes als Veränderung zu präsentieren und zu fordern

In der Ausgabe 6/2013 der freiheitlichen ZZ zieht, wie in der Collage gelesen werden kann, Barbara Rosenkranz her über, daß

stumpfsinnige und anstößige Dinge als Kunst ausgegeben und gefördert [werden].

In Niederösterreich.

Rosenkranz Graf WiesingerDas ist kein Grund zur Aufregung. Denn jedwede Kunst kann als „stumpfsinnig und anstößig“ von einer empfunden werden, während ein anderer jedwede Kunst anders … Nur, das reflexionsfreie und sinnverengte Empfinden kann und darf nicht das alleinige Kriterium für die Förderung sein …

Jedoch zu vergegenwärtigen ist, welche Kunst würden Freiheitliche – nicht nur in Niederösterreich – fördern und dafür nur ein Kriterium gelten lassen: nämlich das freiheitliche Empfinden im Bunde mit dem Verhaftetsein in einer bereits gehabten ideologischen Zeit, deren von Freiheitlichen ersehnten Wiederkehr keine Veränderung der gegenwärtigen Politik wäre, sondern eine Rückkehr, es auch keine „andere Poltik“ wäre, sondern noch einmal das bereits Gehabte, das also in keiner Weise je sich bewährte … Es wäre wohl beispielsweise die Kunst von einem Odin Wiesinger, dem treuen Reisekameraden des III. Präsidenten NR, dem Geschenkelieferanten für den zurzeitigen Obmann der Freiheitlichen … Wobei Odin Manfred Wiesinger, um das rosenkranzsche auf Hermann Nitsch angewendete Wort aufzugreifen, nur die „Spitze des Eisberges“ …

Wenn Sie mehr über die freiheitlichen und rosenkranzschen Forderungen nach Nicht-Veränderung und nach keiner anderen, sondern nach dem bereits Gehabten, deshalb aber längst nicht Bewährtem, erfahren respektive noch einmal sich vergegenwärtigen wollen, schlagen Sie beispielsweiseauch hier nach beispielsweise bei

Zur Zeit

Kunst 

Odin Wiesinger

Unzensuriert

Soslan Khan Aliatasi

Eckart … Landsmannschaft

Burschenschaften

Martin Graf

Bernhard Tomaschitz …  Andreas Mölzer

Barbara Rosenkranz

Mädelschaft

Brigitte Kas-
hofer

Vom Verbergen von Kommentaren auf Seiten der Plattform des Unternehmens Facebook

Wer als Benützer oder Benützerin auf irgendeiner Seite eines anderen Benützers oder einer anderen Benützerin auf der Plattform des Unternehmens Facebook einen Kommentar schreibt, wird, wenn dieser sein oder ihr Kommentar nicht gelöscht, sondern lediglich verborgen wird, in der Meinung belassen, sein oder ihr Kommentar ist nach wie vor der Allgemeinheit zugänglich, ist also weiterhin für alle lesbar, während tatsächlich nur mehr der Ersteller oder die Erstellerin des Kommentars sowie seine und ihre Freunde diesen der Allgemeinheit längst schon entzogene Kommentar weiter zu sehen und zu lesen bekommt …

heinz fischer facebook Löschen von KommentarenDaran sollte ebenfalls gedacht werden, beim Verfassen von Kommentaren auf irgendeiner Seite des Unternehmens Facebook, daß es allenthalben dazu kommen kann, daß ein eigener Kommentar auf einer anderen Seite längst nicht mehr von der Allgemeinheit gelesen werden kann, ein eigener Kommentar die Allgemeinheit gar nicht mehr erreicht, während geglaubt wird, der eigene Kommentar ist nach wie vor der Allgemeinheit zugänglich, während der eigene Kommentar als verborgener Kommentar lediglich selbst und von Freunden noch gelesen werden kann, soher der Täuschung aufsitzt, eine Information für die Allgemeinheit ausgesandt zu haben, während diese Information in Wirklichkeit nur von einem oder eine selbst und dem kleinen Kreis der Freunde weiterhin erreicht, der oder die sich aber über diese bestimmte Information, die nun eine verborgene Information ist,  längst schon mit seinen oder ihren Freunden darüber ausgetauscht hat, wie angenommen werden kann, und es sohin seltsam anmutet, daß für die Erstellerin oder für den Ersteller eines Kommentars, der für die Allgemeinheit durch dessen Verborgenwordensein nicht existiert, daß ein derart verborgener Kommentar aber weiter für den Ersteller oder für die Erstellerin und dessen und deren Freunde als ein nicht-verborgener und soher für alle weiterhin als zugänglicher Kommentar suggeriert wird, der Schein die Wirklichkeit ersetzt …

Wie perfekt dieser Schein die Wirklichkeit ersetzt, wie umfassend die Täuschung ist, kann am besten an einem konkreten Beispiel gezeigt werden. Die entsprechenden gegenübergestellten Abildungen sehen Sie in der Collage. Durch einen Zufall mußte festgestellt werden, daß vom Ersteller eines Kommentars auf der Seite von Dr. Heinz Fischer des Unternehmens Facebook dieser Kommentar nicht mehr aufscheint, woraufhin, da der Ersteller mehrere Seiten auf der Plattform des Unternehmens Facebook betreibt, der gleiche Kommentar noch einmal aber diesmal als „Martin Graf – Umfrage: Rücktritt“ gepostet wurde. Wie die Collage zeigt, ist es dem Ersteller möglich, als Ersteller beide gesandte Kommentare zu sehen, sowohl den Kommentar, der im Namen des persönlichen Profils gesandt wurde, als auch den Kommentar, der als Administrator einer weiteren Seite gesandt wurde, und dadurch dem Irrtum vollends zu erliegen, beide Kommentare sind der Allgemeinheit nach wie vor zugänglich -, dem ist aber nicht so; denn steigt der Ersteller mit einer weiteren von ihm betriebenen Seite ein, in diesem Fall mit „Militär abschaffen“, scheinen beide Kommentare nicht auf, sind also nicht weiter allgemein zugänglich und nicht lesbar.

Das also sollte bedacht werden, wenn Kommentare geschrieben werden, mit der Intention, Informationen der Allgemeinheit zugänglich machen zu wollen, daß die Plattform des Unternehmens Facebook dafür nicht unbedingt eine Garantie ist, daß Informationen qua Kommentare breit gestreut werden,  sondern nur dafür, daß Kommentare im kleinsten Kreis verbleiben, dem aber diese Informationen ohnehin bereits bekannt sind, als wäre die Plattform des Unternehmens Facebook nicht ein weltweites Informationsnetzwerk, sondern lediglich ein Stammtisch in einer von ausschließlich Einheimischen besuchten Dorfschenke in Oberpullendorf …

Der Brief des Dr. Heinz Fischer: Antwort und Forderungen – Eine Gegenüberstellung

Heinz Fischer - Forderungen und Antwort - Eine Gegenüberstellung

Forderungen und Antwort von Dr. Heinz Fischer – Eine Gegenüberstellung.

Das Schreiben von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer an die Menschen in der Votivkirche, die für weit mehr eintreten als nur für eine für sie allein persönlich gute Lösung ihrer individuellen prekären Lebenssituation in Österreich, würde sich für polemische Überschriften anbieten, und es wurden auch solche überlegt, wie Dr. Heinz Fischer – Er tat nur seine Pflicht, oder auch Vom unnötigsten Brief der Republik …

Aber der Inhalt des präsidialen Schreibens offenbart vor allem in der Gegenüberstellung, wie diese mit der Collage versucht wurde, mit den Forderungen eindrücklich die mißliche politische und gesellschaftliche Lage, in die Menschen, die nach Europa und somit auch nach Österreich flüchten, von Europa und somit auch von Österreich gedrängt werden, wodurch jedwede Polemik fehl am Platz ist, und nur eines bleibt, bitter festzustellen, wie richtig und wie berechtigt die Proteste dagegen der Menschen sind.

Dr. Heinz Fischer bestätigt nicht nur inhaltlich, sondern auch mit seinem verwendeten Vokabular den unwürdigen Umgang mit Menschen, die nach Österreich flüchten, soher die notwendigen Proteste dagegen. Von der polizeilichen Diktion – „aufhältige“ – bis zu den überbordenden (in diesem Zusammenhang eigentlich richtiger: grenzziehenden) und schon penetrant zu nennenden rechtlichen Hinweisen –

„Gesetzeslage“, „Gerichtsentscheidungen“, „im Rahmen der geltenden Gesetze“, „verfassungsmäßige Rechte des österreichischen Bundespräsidenten“, „Verfahren“, „österreichische Rechtslage“, „Bleiberecht“, „rechtliche Situation“, „verfassungsmäßigen Spielraum“ -,

das in einem Schreiben mit zwölf Absätzen und mit 404 Wörtern einschließlich Anrede- und Schlußformel …  Der Einleitungs- und Schlußabsatz sind aber abzuziehen, so verbleiben für das eigentliche inhaltliche Schreiben zehn Absätze. Sechs Absätze also enthalten rechtliche Hinweise und eine polizeiliche Diktion, zwei weitere Absätze sind der Innenministerin vorbehalten, ein Absatz den rechtlich für eine Ewigkeit gebundenen Händen: „was wir nicht tun können“ …

Diese seine Absätze enthalten aber auch Vorschläge – „Vertrauen zu haben in die Zusage der Innenministerin“, „das Angebot des Herrn Kardinals anzunehmen und unter dem Schutz der Kirche in das angebotene Quartier zu übersiedeln“ – und eine Bestätigung seiner Gespräche u.a. mit Frau Innenministerin Mikl-Leitner über „Ihre Gesundheit und Ihr Schicksal“ … Ja, am besten kann mit Dritten über das Schicksal und die Gesundheit von bestimmten Menschen aber nicht mit diesen selbst gesprochen werden …

Es wurde eingangs geschrieben, es will nicht polemisiert werden, jedoch dieses präsidiale Schreiben –

Was dieses präsidiale Schreiben aber ganz und gar nicht enthält, es keinen einzigen Absatz in diesem Schreiben dazu gibt, ja nicht einmal ein Wort geschrieben steht, ist zu den generellen Forderungen, geradeso, als ob diese Forderungen nicht existierten, als ob Menschen, die nach Europa und somit auch nach Östereich flüchten, keine Forderungen stellen dürften, denn das ist ja im „gesetzlichen Rahmen“ nicht vorgesehen, aber Menschen, die nach Österreich flüchten, genauer und eingegrenzter, die „in der Votivkirche aufhältigen Flüchtlinge“ dürfen sich glücklich und sicher fühlen, in Österreich einen Bundespräsidenten zu wissen, der sich um ihre Gesundheit und ihr Schicksal sorgt, ihnen großzügig den Schutz der Kirche anbietet und mit ihm gemeinsam Vertrauen in die Innenministerin …

„Unter dem Schutz der Kirche“ muß wohl als „Schutz vor dem Staat“ gelesen werden, denn kaum traten zwei Menschen vor die Kirchentüre, wurden sie auch schon abgeschoben; das sind wahrlich vertrauensbildende und vertrauenseinflößende sicherheitsministerliche Maßnahmen, auch die Aussicht für einige auf Schubhaft; es kann aber auch zusätzlich gelesen werden, der Staat kann und will keinen Schutz gewähren, der Bundespräsident ebenfalls nicht -, die Räumlichkeiten der Hofburg sind ja nur geeignet für den Tanz von …

Was dieses präsidiale Schreiben auch nicht enthält, nicht einmal die Höflichkeit, sich für eine Einladung zu bedanken und diese wenigstens mit der beliebten Entschuldigung auf einen übervollen Terminkalender … Das ist halt nicht rechtlich geregelt, daß ein Bundespräsident sich von Flüchtlingen einladen und vor allem dieser Einladung nachkommen darf, um selbst vor Ort nicht nur über die konkrete Situation in der Votivkirche sich auszutauschen, sondern vor allem die generellen Forderungen zu diskutieren, Möglichkeiten gesetzlicher Änderungen gar in näherer Zukunft zu besprechen, zu entwickeln, zu bekräftigen, sich dann auch im „verfassungsmäßigen Spielraum“ dafür einsetzen zu wollen …

Dr. Heinz Fischer kann oder konnte als Bundespräsident auch schon andere Briefe schreiben, die ohne penetrante rechtliche Hinweise auskamen, ohne expliziten Hinweis auf seinen verfassungsmäßigen Spielraum, die sogar von Entwicklungen sprachen, die nicht nur ein paar bestimmte Menschen und auschließlich deren persönliche Gesundheit und persönliches Schicksal betrafen, sondern von generellen Entwicklungen:

“Ich kann Ihnen somit bekräftigen, dass die von Ihnen vorgebrachten Anliegen […] im Zusammenhang mit den diesbezüglichen Bemühungen Österreichs sehr ernst genommen werden. Es ist zu hoffen, dass es in den angesprochenen Themenbereichen in näherer Zukunft auch zu konkreten Entwicklungen kommen kann.”

Aber das schrieb der Herr Bundespräsident auch nicht an Menschen, die beispielsweise von Pakistan, von Afghanistan nach Österreich flüchteten, sondern …

„Hitler und Napoleon: Kreuzzüge gegen die Barbaren“ – Eine freiheitliche ZZ-Inhaltsangabe

Andreas Stupka in Zur Zeit und die KreuzügeIn ihrem Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe 6/2013 faßt die freiheitliche ZZ den Artikel „Feldzüge im Osten“ von MMag. DDr. Andreas W. Stupka, Oberst des Generalstabsdienstes im östereichischen Bundesheer, inhaltlich zusammen: „Hitler und Napoleon: Kreuzzüge gegen die Barbaren“ … Entweder wird der Oberst des Generalstabsdienstes in dieser Zusammenfassung den Geist seines Artikels recht genau wiedergegeben sehen, oder, Andreas Stupka wird sich hinkünftig überlegen, noch etwas für die freiheitliche ZZ zu schreiben, wenn seine Artikel für solche … Das zu beurteilen, obliegt einzig Andreas Stupka …

Wie aber der Artikel vom Oberst des Generalstabsdienstes selbst zu beurteilen, zu interpretieren ist, ist nicht nur eine Angelegenheit von Andreas Stupka allein; denn seltsam genug erscheint seine Herangehensweise, vor allem im letzten Teil seines Artikels, in dem er auf die Gegenwart zu sprechen kommt, auf die EU, deren Ziele er „Kriegsziele“ nennt, deren Politiker und Politikerinnen er „Feldherren“ nennt … Andreas Stupka nennt die heutigen Politiker und Politikerinnen „Feldherren“, womit eine Schwierigkeit der Interpretation dieses seines Artikels konkret angesprochen werden kann. Sind die gegenwärtigen Politiker und Politikerinnen, die Andreas Stupka unter Anführungszeichen als Feldherren bezeichnet -, wie möchte Andreas Stupka diese seine Anführungszeichen verstanden wissen: als Ausdruck dafür, daß die heutigen „Feldherren“ nicht die Größe von Napoleon und Hitler haben, oder, als Ausdruck dafür, daß sowohl Hitler als auch Napoleon lediglich harmlose und ehrenwerte Politiker waren, wie es eben die heutigen Politikerinnen und Politiker sind, die an ihren Kriegszielen scheiterten, wie auch heutige Politiker und Politikerinnen an ihren „Kriegszielen“, wie Andreas Stupka fürchtet, scheitern werden?

Es wird nicht gewußt, wer dafür verantwortlich ist, daß diesmal keine Abbildung und schon gar nicht in Uniform von Andreas Stupka zum Artikel veröffentlicht wurde, auch nicht bekanntgegeben wurde, welchen Beruf Andreas Stupka ausübt -, es war vielleicht Oberst Stupka selbst, der darum gebeten hat, im Wissen darum, daß dieser Artikel mit Angabe seines Berufs und mit einem Uniformbild zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnte, vor allem mit Blick auf seine abschließende Folgerung …

Das einzige, was daran nicht seltsam ist, für welches Magazin dieser Artikel mit Bleibuchstaben gesetzt wurde, sieht dieses Magazin doch als seine Aufgabe an, mehr noch, als seine ehrtreue Sendung, etwa Adolf Hitler heimzuholen in eine Geschichte, wie sie auch freiheitliche ZZler lieben könnten, die ihn mit Höflichkeit und Anstand behandelt, ihn einreiht unter den historischen Persönlichkeiten, die einfach nur Politiker und Politikerinnen waren und keine …

Das freiheitliche WIR ist kein persönliches Fürwort der ersten Person Mehrzahl

WIR VotivkircheSondern eine Abkürzung, allerdings wird die „Wiener Identitäre Richtung“ nicht befürchten müssen, von den Freiheitlichen, die WIR ja viel länger schon in Verwendung hat, wegen Namensdiebstahles geklagt zu werden, zumal die gemeinsamen Wurzeln, an denen gekaut wird, einen Gang zum Gericht wohl verunmöglichen, darüber hinaus, die Einverleibung der gleichen Nahrung in der Gegenwart nicht einen Kampf untereinander …

Ideologische Nahrung der Identitären sind die Theoretiker der Neuen Rechten wie Alain Benoist und Pierre Krebs. Doch es ist weniger die Ideologie der Neuen Rechten, die – etwa bei Krebs – nur unscharfe Abgrenzungen zu klassischen faschistischen bzw. nationalsozialistischen Ideologien enthält, die innerhalb der rechten Szene ihre Atttraktivität ausmacht, sondern ihre Aktions – und Propagandaformen, die auf Web 2.0 zugeschnitten sind. Die „Hardbass“-Aktionen der Identitären, die sie von russischen Neonazis übernommen haben, stellen popkulturelle Elemente dar, die als „Flashmobs“ über Facebook und YouTube transportiert und reproduziert werden.

Dieses Beschreibung ist der Serie „Die braunen Ränder der Identitären“ entnommen, die zwei auch für die Freiheitlichen wichtige Namen enthält. Alain de Benoist, der allenthalben für die freiheitliche ZZ schreibt, wie eben erst wieder in der vorletzten Ausgabe 5/2013, und Pierre Krebs, der beispielsweise auch schon einmal auf Einladung der Martin-Graf-Burschenschaft Olympia in Wien …

WIR - Benoist - KrebsMöglicherweise denken Freiheitliche bei WIR gar nicht an eine Klage, sondern denken stolz daran, daß ihre Nahrungsgeber auch außerhalb ihres Lagers die Schüssel schon füllen, vielleicht rechnen sich Freiheitliche es auch recht hoch an, etwas mit ihren Publikationen, Reden, Plakaten dazu beigetragen zu haben, glauben möglicherweise gerührt daran, die WIR-Kinder seien erst durch sie auf diese idelogische Nahrung der Identitären, deren The…

Wie das nun in diesem Lager gesehen wird, ob als Anlaß zur Klage, ob als Grund zur stolzen Freude, ist nicht wesentlich. Wesentlich aber ist, daß das freiheitliche WIR kein persönliches Fürwort der ersten Person Mehrzahl ist, das heißt, es schließt Sie als Wählerin der Freiheitlichen nicht ein, es schließt Sie als Wähler zu einem „Euch“ aus, verurteilt Sie also zum Anderen, für den die WIR nichts übrig haben, also weder die WIR-Kinder, die verwichenen Sonntag eine rührende, aber hilflose Besetzung versuchten, noch die freiheitlichen WIR, die den nach einer dreiviertel Stunde in der Votivkirche bereits frierenden, nach Kräfte ringenden und nach Schwedenbomben bittenden WIR-Kindern in bezug auf Unfähigkeit und Leistungsineffizienz gleichwertig sind, haben für Sie als Andere etwas übrig, soher gibt es zwischen diesen WIR keinen Unterschied -, das eine WIR kandidiert nicht und das andere WIR ist nicht wählbar …