Es geschah aber, daß freiheitliche Plakate herabstiegen, um sich aufzumachen, das Haus der Herren zu besetzen

Jedoch die Besetzung der Votivkirche am verwichenen Sonntag war auch schnell wieder vorüber – diese war wohl nicht sehr überlegt, möglicherweise beschlossen in der Sekunde, beim Stehen vor dem freiheitlichen Plakat auf Dreiecksständern, das seit dem letzten Wochenende auf Wiens Straßen gegen asylsuchende Menschen pauschal und konkret gegen die Menschen in der Votikvkirche …

Freiheitliche Plakate und W-I-REs ward aber zu einer harmlosen Besetzung, zu eine Besetzung von Kindern, die durch das eine dreiviertel Stunde nach Beginn der Besitzung aufgenomene und dann veröffentlichte Video rührten durch ihre kleine Bedarfsliste für die Besetzung, was sie sich als Untersützung wünschten, was ihnen in die Votivkirche – Schwedenbomben … Und bereits nach einer dreiviertel Stunde war diesen Kindern doch recht kalt im Haus der Herren, nach einer dreiviertel Stunde Besetzung bereits klagten diese Kinder, es zerre an ihren Kräften …

Rührend sind die Kinder der Gruppe W.I.R. auch mit ihrem Ersuchen auf ihrer Website zu den von ihnen produzierten Aufklebern:

Schaut aber zu, dass ihr keine Sachbeschädigung begeht und nicht unserem Anliegen schadet! Wir weisen darauf hin, dass wir keine Sachbeschädigungen unterstützen oder in irgendeiner Form dazu aufrufen wollen.  Dass wäre eine  schlechte Werbung für unsere Sache.

Zugleich aber stellen sie Aufkleber her zur Verbreitung, die von „Streetfight Experience since 1529“ sprechen, zu „Moch wos“ aufrufen mit einer abgebildeten skelettierten Hand, und dann, zusätzlich oder vor allem ihr Logo: die einfache Bauernwaffe: eine Sturm- oder Kriegssense -, die wohl nicht unbeabsichtigt an die türkische Flagge erinnern soll, zumal die Sturmsense auch bei der zweiten Türkenbelagerung zum Einsatz kam … Möglicherweise haben aber die W.I.R.-Kinder nur zu viel Respekt vor dem Materiellen, daß sie sich um Sachbeschädigungen sorgen, aber keine Skrupel, Menschen Gefahren auszusetzen …

Weder harmlos noch rührend aber ist das bestellte Feld, auf dem die W.I.R.-Kinder ihre Nahrung suchen, während sie von einer „metapolitischen Revolution“ auch für Östereich träumen, gleich jener für sie in „Ungarn durch Fidesz“  …

Einladung zum Vortrag beim Wiener Akademikerbund …

Die Blogroll der W.I.R.-Kinder belegt auch recht ordentlich, wessen Geistiges sie wiederkäuen, wem sie nacheifern, wessen Vokabular sie fleißig lernen, wem sie mit Straßenkampf imponieren und/oder beistehen wollen:

Dr. Martin Graf mit Unzensuriert …

Sos Österreich …

Sos Abendland …

BI Dammstraße …

Andreas Unterberger …

NS aus aktuellem Anlaß: Der Wiener Akademikerbund wird heute sehr erschüttert sein, sich in dieser Welt noch mehr unsicher fühlen, auch verraten von seinem Herrn des Kleinstaates in einem römischen Grätzel, der als „Stellvertreter auf Erden“ einfach zurücktrat … Ob es heute im Lokal des Akademikerbundes zu Wutausbrüchen kam, das Poster von Herrn Ratzinger von der Wand gerissen wurde? Oder es im Gegenteil zu Anbetungen vor dem Bild des Herrn Ratzinger kam, zu Rufen nach sofortiger Heiligsprechung, sich dabei fest umklammernd, um sich vor der unsicheren Welt gegenseitig zu schützen, zu trösten, in der auf nichts mehr Verlaß ist, nicht einmal mehr darauf, daß der „Stellvertreter auf Erden von Ja-von-wem bis zu seinem letzten Atemzug seine Rechte absolutistisch …

Der Doktorarbeit ist es wesentlich, eine Abschreibearbeit zu sein

… Wieder muß in einem Land der Europäischen Union eine Ministerin zurücktreten, weil ihr vorgeworfen wird, vor über dreißig Jahren ihre Doktorarbeit zu einer Abschreibearbeit gemacht zu haben, obgleich sie vor über dreißig Jahren kein anderes Verbrechen beging, als das Verbrechen, das jeder und jede mit jedweder schriftlichen Arbeit zur Erlangung irgend eines akademischen Grades begeht und begehen muß, das Verbrechen nämlich, eine Abschreibearbeit abgeben zu müssen.

… Eine Doktorarbeit besteht in Wirklichkeit doch aus nichts anderem als aus abgeschriebenen Zitaten, die zu kommentieren sind, wobei die Kommentare zu den auf jeder Seite einer Doktorarbeit zu findenden abgeschriebenen Zitaten wiederum und weitere abgeschriebene Zitate und Quellenangaben enthalten, so daß es vollends unverständlich wird, weshalb die eine mit ihrer Abschreibearbeit einen akademischen Titel erhält und diesen behalten darf, für ihre diese Abschreibearbeit bewundert und gefeiert wird, während der andere aufgrund dieser seiner Abschreibearbeit gefeuert und zusätzlich ihm sein akademischer Titel  unter Applaus wieder weggenommen wird.

… Eine Doktorarbeit soll, wird gesagt, etwas Eigenständiges sein, während in Wirklichkeit eine Doktorarbeit einer totalen Verregelung unterworfen ist, die für jedwede Eigenständigkeit, die für jedwede Originität die brutalste Strafe vorsieht, keinen Titel zu bekommen.

… Eine Doktorarbeit in einer der formalisierten Bildung hörigen Gesellschaft kann, jedwede schriftliche Arbeit zur Erlangung irgend eines akademischen Grades in einer der formalisierten Bildung hörigen Gesellschaft kann aufgrund ihres Massenproduktcharakters, den die der formalen Bildung Hörigkeit, die das Produzieren von abermillionen akademischen Titeln unerbittlich vorschreibt, den schriftlichen Arbeiten abverlangt, keine eigenständige und originäre Arbeit sein, sondern stets nur eine nach fertig vorgezeichneten Plänen nachzubauende Arbeit, wie beispielsweise die nach einem Original am Fließband herzustellenden und hergestellten Klobürstenbehälter, die zwar in – der Konsumwelt geschuldet und verpflichtet – unterschiedlichen Ausführungen zum Verkauf angeboten werden, aber letztendlich das bleiben, was sie sind, Kopien, Plagiate des ursprünglichen Klobürstenbehälters.

… Zur Doktorarbeit gehört nach wie vor das Gerede vom Doktorvater, von dem nach wie vor stolz berichtet wird, dieser und jener sei es, es nach wie vor äußerst wichtig ist, wer der Doktorvater ist, will mit der Abschreibearbeit nicht nur ein akademischer Titel erlangt, sondern auch Karriere gemacht werden. Aber einen Vater (es darf vermutet werden, daß im Fall der Doktorarbeit auch die Mütter, da von einer Doktormutter kaum bis gar nicht gesprochen wird, mehr Väter sind) für die Abschreibearbeit zu haben, heißt in Wirklichkeit, sich zu unterwerfen, gehorsam zu sein, das Gebot zu befolgen, keines anderen Gedanken, Zitate und Quellen als des einzigen Vaters sind in die Abschreibearbeit … Das ist kein System der Eigenständigkeit, das ist keine Voraussetzung zur Schaffung originärer Arbeiten. Das ist das Fließbandprinzip zur Massenherstellung von …

… Es gab einmal einen Fall, in einem europäischen Land, lange bevor es die Europäische Union gab, einer Dissertation, die ohne Zitate und ohne Quellenhinweise auskam, nicht nur das, sondern in der auch darauf hingewiesen wurde, Zitate nicht kenntlich machen zu wollen, keine Quellen angeben zu wollen. Dennoch erhielt der Dissertant seinen Dokortitel. Diese Dissertation wurde weltberühmt, wird als großes originäres Werk gefeiert, vergessen dabei wird aber zu gerne, daß es einmal nur eine Doktorarbeit war, in der auch zitiert wurde, ohne aber es auszuweisen, in der auch – ohne explizit darauf hinzuweisen –  Abgeschriebenes, Nachgeschriebenes, Variationen von seit langer Zeit Vorhandenem …

Gesetzlicher Abbau von bürgerlichen Rechten zugunsten bundesheerlicher Überwachung

Der Versuch mit einem Ministerialentwurf die gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen, auch dem Bundesheer uneingeschränkten, unverzüglichen und kostenlosen Zugang zu über Bürger und Bürgerinnen gesammelte Vorratsaten zu öffnen, scheint ein Versuch zu bleiben, und es ist anzunehmen, es wird nicht der letzte Versuch gewesen sein.

Rechtlose sind am besten zu überwachen

Rechtlose sind am bequemsten und am besten überwachbar.

Was aber an diesem Ministerialentwurf auffällt, es soll nicht mehr nur beim uneingschränkten Überwachen der Bürgerinnen und Bürger nun auch zusätzlich durch das Militär bleiben, es sollen ebenfalls bürgerliche Rechte abgesprochen werden. So ist in diesem Ministerialentwurf vorgesehen, aus dem Wehrrecht die „Beschwerde wegen Verletzung nach datenschutzrechtlichen Bestimmungen“ zu eliminieren, die Datenschutzkommission auszuschalten …

In der Logik des Überwachungsstaates hat es seine Richtigkeit, im Zuge der Ausweitung der Überwachung auch gleich bürgerliche Rechte zu elminieren, denn nur ein rechtloser Bürger ist ein vollständig gut zu überwachender Bürger, nur eine Bürgerin, die sich an niemanden mehr wenden kann, ist eine gut und vollständig zu überwachende Bürgerin … An dieser Überwachungsstaatslogikschraube wird also weiter forciert gedreht …

Den Medien ist nun zu entnehmen, dieses Gesetz werde so nicht kommen, allerdings wird lediglich davon gesprochen, es werde der Paragraph 22, in dem es um den bundesheerlichen Zugrif auf die Vorratsdaten geht, so nicht kommen. Nicht zu lesen aber ist darüber, ob auch die im Ministerialentwurf vorgesehenen Eliminierungen bürgerlicher Rechte damit so nicht kommen werden …

Übrigens, der unveränderte Ministerialentwurf zur Ausweitung der Überwachung und zum Abbau bürgerlicher Rechte ist nach wie vor auch heute, 10. Februar 2013, unverändert auf der Website des Parlamentes als unverändert zu behandelnder Gesetzestext mit einer Begutachtungsfrist bis zum 19. Februar 2013 vorhanden …

Tanja Liebig, Vertreterin der frauenschaftlich jungen freiheitlichen Wahrheit

Akademikerball - Wkr-Ball - Bildrätsel

Finden Sie den Unterschied zwischen Wkr-Ball 2012 und Akademikerball 2013 heraus.

Wenn Freiheitlichen vorgehalten wird, der Akademikerball sei nach wie vor nichts anderes als der Wkr-Ball, dann könnten Freiheitliche entschieden dagegen auftreten, dafür sogar Beweise vorlegen, denn die offiziellen Ballvideos von 2012 und 2013 belegen doch eindeutig, wie gesehen werden kann, der Akademikerball unterscheidet sich vom Wkr-Ball, weil ja beim Akademikerball der Einzug in den Saal so anders als beim Wkr-Ball  …

Wenn Sie sich fragen, wieso die Ballbesucherin Tanja Liebig in die Collage zu den vergleichenden Einzügen von 2012 und 2013 hinzugenommen wurde, kann das leicht erklärt werden. Die Höflichkeit verlangt es, in diesem Zusammenhang einmal die schaftfreiheitlichen Frauen besonders hervorzuheben, um sie für das zu würdigen, was sie auszeichnet, wie es Tanja Liebig stellvertretend in dem offiziellen Ballvideo 2013 über die Menschen auf dem Akademikerball zusammenfaßt:

[…] hier haben Tradition, Stil und Kultur.

Tradition, Stil und Kultur ist Tanja Liebig auch innige Pflicht, wenn sie nicht auf dem Akademikerball -, wie in einer Presseaussendung eindrucksvoll ein paar Tage nach der Hofburgnacht beispielhaft gelesen werden konnte; gemeinsam mit Silke Götschober erschafft Tanja Liebig eine Presseaussendung: überreich an Tradition und Kultur, eingefaßt in einen recht gewählten Stil; zu lesen in Zur Ewiggestrigkeit eine Presseaussendung der freiheitlichen Mädelschaft …

Haben Sie inzwischen den Unterschied zwischen dem Wkr-Ball 2012 und dem Akademikerball 2013 herausgefunden? Richtig, es fehlt der zurzeitige freiheitliche Obmann. Heinz-Christian Strache sei, wie zu lesen war, diesmal nicht aus politischen Gründen nicht auf den Ball gegangen, sondern wegen seines Urlaubes … Und weil es so gut zu Tradition, Stil und Kultur paßt, darf abschließend darüber spekuliert werden, ob sich Andreas Mölzer erwartungsvoll fragte, ob sein zurzeitiger Obmann ihm auch etwas aus dem Urlaub mitbringen wird, oder ob er nur zu recht besonderen Anlässen ein obmannliches zurzeitiges Geschenk erhält, wie im letzten Dezember, als er einen Odin Wiesinger …

Zur Ewiggestrigkeit eine Presseaussendung der freiheitlichen Mädelschaft

Durch eine über APA-OTS verbreitete Presseaussendung durfte erfahren werden, daß es nicht nur einen Herrn Götschober in der burschenschaftlichen freiheitlichen Gemeinschaft, sondern auch eine Frau Götschober in der frauenschaftlichen freiheitlichen … ob es lediglich eine Namensgleichheit ist oder zwischen Herwig Götschober und Silke Götschober irgendwelche familiäre – diese Verhältnisse sind hier ohne Belang …

Akademikerball alias WkrballGemäß der Tradition, die für Freiheitliche identitätsstiftend und sinngebend ist, gemäß dieser Tradition, der die freiheitliche Gesinnungsgemeinschaft ihr Geworfensein in die parteipolitische Welt Österreichs verdankt, ist auch diese Presseaussendung überreich an Unterstellungen, Behauptungen, für die Freiheitliche nie den Wahrheitsbeweis vorlegen müssen, wobei nicht von den zahlreichen Beschimpfungen der Demonstrationsteilnehmer und -teilnehmerinnen in dieser Presseaussendung gesprochen wird, sondern ausschließlich von den Diffamierungen, es wären Sozialschmarotzer und Beschäftigungslose, die ein Lotterleben führten …

Diese freiheitlich-frauenschaftlerische Presseaussendung wäre trotz dieser pauschalen Diffamierung von allen Demonstrationsteilnehmern und -teilenhmerinnen nicht erwähnenswert, würde diese Presseaussendung nicht noch einmal eindrücklich bestätigen, daß der Wkr-Ball immer schon ein freiheitlicher Ball und der Akademikerball immer noch ein Schaften-Ball ist …

Herwig Götschober ist Schriftwart und Schriftführer in den zwei gleichzeitig bestehenden Vereinen zur Ausrichtung des Akademikerballes alias Wkr-Ball – ja, so effizient arbeiten burschen- und frauenschaftliche Freiheitliche, daß zur Ausrichtung eines einziges Retroballes zwei Vereine benötigt werden – über die zwei Vereine wurde schon ausführlich geschrieben in: Das alte Personal …

Und Silke Götschober ist mit dem Akademikerball alias Wkr-Ball über die Mädelschaft Freya wohl derart innig treu verbunden, daß ihre Parteilichkeit und ihre Befangenheit und ihre Betroffenheit zu verstehen ist, aber es nicht rechtfertigen, dafür gleich die Wahrheit aufgeben zu müssen, was den Beschäftigungsstatus der Demonstrationsteilnehmer und -teilnehmerinnen und deren Lebensführungstil betrifft, genauer, Silke Götschober gibt die Wahrheit nicht auf, sondern sie verbleibt lediglich in der Tradition der …

„Im Anschluss an das zweite Lied der Kneipe trugen zwei aktive Mädel ihre Ausführungen zu den Ereignissen zwischen den zwei großen Weltenbränden vor. […]
Weiter erwähnten die jungen Frauen in ihrer Rede die Zerstückelung des Reiches nach dem 8. Mai 1945, die schrittweise erfolgte Umerziehung der Deutschen in Österreich und die damit einhergehende Eliminierung der deutschen Identität.“ (Silke Götschober, Mädelschaft Freya feiert, Der Eckart 1/2012, S. 15)

„Der Eckart“ mit seinen zwei Leitsprüchen: „So weit die deutsche Sprache reicht“ und „Wider den Zeitgeist!“ … Bei dem schon mal ein Referent sich als „Ostmärker“ … Solche geschichtliche Ausführungen rufen unweigerlich ein herzhaftes Lachen hervor, aus einem einzigen Grund, weil sie gelesen werden müssen in Verbindung mit der beliebten freiheitlichen Umkehrung, daß nämlich die anderen die Ewiggestrigen … Und nun können Sie sich vorstellen, welchen Lachanfall diese Presseaussendung auslöste, beim Lesen der Zeile „Der RFJ lehnt die dumpfe, ewiggestrige Frauenverachtung …“

Oh, wie ewig sind frauenschaftlichen und burschenschaftlichen Freiheitlichen die gestrigen Vorbilder, etwa den schaftlichen freiheitlichen Frauen, wie zu lesen ist in Martin Graf, Mädelschaft Freya und Hanna Reitsch, Zeugin der Holocaustleugnung, den schaftlichen freiheitlichen Männern, wie zu lesen ist in Johann Gudenus schreibt einen teuren Brief …

Diese Presseaussendung provozierte noch aus einem weiteren Grund zum Lachen:

Während am 1. Akademikerball mit Gästen aus aller Welt ein rauschendes Fest gefeiert und die Wirtschaft unterstützt wurde […]

Wer denkt in der Faschingszeit schon daran, einen Retroball zu veranstalten, nur um die Wirtschaft zu unterstützen – eine große Stütze war dieser Akademikerball alias Wkr-Ball wohl kaum, wird an die geringe Besuchszahl gedacht, wie ausführlicher zu lesen ist in Die erhofften Dreitausend waren nicht …

NS Die Leistungen von Freiheitlichen in bezug auf Verwendung der deutschen Sprache sind legendär – mit dieser Presseaussendung geben Freiheitliche aber ein Rätsel auf: Ohne daß ein Zitat zu erkennen ist, steht plötzlich in dieser Presseaussendung „(sic!) … Ohne ein Zitat ist es in dieser Presseaussendung wirklich so geschrieben … Steht dieses Sic nun für Distanzierung? Und wenn ja, Distanzierung von der gesamten Presseaussendung, nur von Teilen der Presseaussendung? Nein, kein Rätsel – rätselhaft in Verbindung mit Freiheitlichen ist nur eines, wer sie für und wofür wählbar hält … Es war doch nur, wieder einmal, die legendäre freiheitliche Sprachleistung, und das richtige Wort wollte sich einfach nicht finden lassen. Würde freilich die gesamte Presseaussendung zitiert werden, könnte tatsächlich am Schluß für den gesamten Text ein Sic stehen, oder auch: Schluck …

Ministerialentwurf zum Wehrgesetz – Militärisches Gieren nach Daten von Bürgerinnen und Bürgern

Als Dank an die Bürger und Bürgerinnen für deren Teilnahme an der „Volksbefragung“

Datenschutzkommission: gibt es nicht mehr …
Verwendung von Vorratsdaten …
Auskünfte sind unverzüglich und kostenlos zu erteilen …
Beschwerden wegen Verletzung datenschutzrechtlicher Bestimmungen: entfällt …
Ausweitung der Befugnisse des Verteidigungsministers …
Militärische Gier nach Daten der Bürger und Bürgerinnen

Keine Datenschutzkommission mehr – Keine Beschwerden mehr – Aber kostenloser und unverzüglcher Zugriff auf Vorratsdaten – Ausweitung der Befugnisse der Verteidiigungsministerin …

Da es schnell gehen muß, werden nur die wichtigsten Paragraphen stichwortartig der geplanten gesetzlichen Veränderungen oben angeführt, mit dem Ersuchen an Sie, sich selbst über diesen Ministerialentwurf zur Befriedigung der militärischen Datengier in seiner Gesamtheit zu informieren. Die wichtigsten Stellen sind für einen raschen Überblick in der Collage zusammengefaßt. Es muß schnell gehen, weil das Verteidigungsministerium diese Schnelligkeit vorgibt, es schreibt dem Nationalrat eine Begutachtungsfrist bis zum 19. Februar 2013 vor -, eine Zeitspanne, die für einen Gesetzesüberfall angemessen erscheint, aber nicht für eine sorgfältige Begutachtung, mehr noch, aber nicht für ein Unscharfmachen …

Am 20. Jänner 2013 fand die „Volksbefragung“ zu Wehrpflicht und Berufsheer unter einer doch in dieser Höhe nicht erwarteten Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern statt, wofür sich das Verteidigungsministerium bereits am 31. Jänner 2013 mit der Einbringung einer Änderung des Wehrgesetzes 2001 wohl bei den Bürgern und Bürgerinnen bedanken möchte, aber vor allem die gesetzliche Fütterung des Bundesheeres mit Daten der Bürgerinnen und Bürger zu sichern gedenken will.

Menschgemäß ist es verständlich, daß der über das „Volksbefragungs“-Ergebnis enttäuschte Verteidigungsminister die verstärkte militärische Überwachung der Bürger und Bürgerinnen ein Anliegen sein muß, um nie wieder ein derartiges Ergebnis zur Kenntnis nehmen zu müssen, aber Norbert Darabos muß sich wohl kaum vor einem weiteren und für ihn unerfreulichen Ergebnis …

Das Bundesheer scheint durch dieses Ergebnis der „Volksbefragung“ sich gestärkt zu fühlen, nun durch ihr eigenes Gesetzt an die Daten kommen zu können, nachdem es beim Sicherheitspolizeigesetz ein noch strengeres und ein für das Bundesheer günstigeres lediglich empfehlen konnte …

PS Eine „Volksbefragung“ aber darüber, ob Bürger und Bürgerinnen ihre Daten auch dem Bundesheer überlassen wollen oder nicht, eine derartige „Volksbefragung“ wird nicht in Aussicht gestellt. Die Zeit der „Volksbefragungen“ ist wieder vorüber, genauer, ist noch gar nicht gewesen. Was den Bürgern und Bürgerinnen wieder bleibt, ist, um die direkte Demokratie sich selber zu kümmern …

Drone: modern toy for killing without accusation, without trial, without offence

Auch das österreichische Bundesheer will mit Drohnen sich (b)rüsten

Seit der „Volksbefragung“ zu Wehrpflicht und Berufsheer am 20. Jänner 2013 sind mehr als zwei Wochen vergangen und schon liegt der Einkaufszettel des Bundesheeres vor, auf dem auch Drohnen stehen …

DrohnenDrohne: eine längst schon zum Symbol gewordene Waffe zum Ermorden von Menschen, die keine strafrechtlich zu verfolgende Tat begingen, dafür aber ohne Anklage, ohne Prozess, ohne Richter und Richterinnen getötet werden …

Es wird schon gewußt, die Drohnen für das österreichische Bundesheer sollen unbewaffnet sein, das will auch Verteidigungsminister Norbert Darabos so, und er kann sich viele Möglichkeiten des Einsatzes vorstellen: beim Katastrophenschutz, auch für die Unterstützung des Innenministeriums beim Assistenzeinsatz an der Grenze – Drohnen zur Unterstützung des Innenministeriums im Inland … (Nur nebenher: vom Assistenzeinsatz an der Grenze kann Norbert Darabos nach wie vor nicht lassen, trotz der neuerlichen vernichtenden Kritik durch den Rechnungshof an diesem Assistenzeinsatz.)

Weshalb heute noch einmal auf diese „Volksbefragung“ zurückgekommen wird, ist einfach zu erklären. Obgleich in den Wochen vor der „Volksbefragung“ es eine rege öffentliche und mediale und parteipolitische Diskussion über – nein, nicht über das Militär – das Nebensächlichste in diesem Zusammenhang gab, wurde doch auch von Bedrohungen gesprochen, Bedrohungen durch den Terrorismus, aber es wurde nicht über die Bedrohung durch das Militär selbst breit gesprochen, und diese Bedrohung durch das Militär selbst ist immer wieder anzusprechen, diese Bedrohung durch das Militär selbst muß, sogar in Österreich, auf die Agenda zur breitesten Diskussion.

Es gibt dazu auch einen aktuellen Anlaß, es heute anzusprechen, zum einen die bevorstehende Bestellung von John Brennan zum CIA-Chef und die Veröffentlichung durch NBC eines Papiers des US-Justizministeriums über den rechtlichen Rahmen über die gezielte Tötung von US-Bürgern und Bürgerinnen, wie beispielsweise in „Obamas Drohnen-Stratege Brennan: Amerikas neues Schlachtfeld“ – ein Absatz daraus genügt, um zu verstehen, welchen Bedrohungen Bürger und Bürgerinnen weltweit ausgesetzt sind und immer mehr ausgesetzt sein werden:

Das 16-Seiten-Papier des Justizministeriums unterliegt zwar keiner besonderen Geheimhaltung, denn es wurde offenbar an ausgewählte Parlamentsmitglieder verteilt, es zeigte jedoch erstmals, wie großzügig Obama die Regeln auslegen lässt. Demnach sind Erkenntnisse über einen konkret bevorstehenden Anschlag für die gezielte Tötung eines US-Bürgers nicht erforderlich; es genüge, wenn die Regierung feststelle, der US-Bürger sei „in letzter Zeit“ in entsprechende „Aktivitäten“ verwickelt.

„Gezielte Tötung“ heißt auch ein Buch von Armin Krishnan, aus dem hier bereits mehrere Male zitiert wurde, und das durch diese aktuelle Enthüllung noch brisanter wird, zeigt es doch erschreckend auf, welchen Bedrohungen Bürgerinnen und Bürger nicht nur der Vereinigten Staaten im 21. Jahrhundert vermehrt ausgesetzt sein werden, wenn dem nicht Einhalt geboten wird. Auch in Europa, auch in der Europäischen Union – für das polnische Militär gibt es auch eine Einkaufsliste, auf der ebenfalls Drohnen stehen, in Polen aber nicht nur für die Aufklärung, schon für den militärischen Einsatz …

Darauf war heute wieder einmal hinzuweisen, daß auch in Österreich eine breite Diskussion über die Bedrohungen der Bürger und Bürgerinnen zu führen ist, die versteckt hinter dem Schlagwort „Terrorismusbekämpfung“ entwickelt werden, zumal Österreich nicht aus der Welt ist, auch wenn in diesem Land Diskussionen zu oft den Anschein erwecken, Österreich gehöre nicht zu dieser Welt. Dem ist aber dann doch nicht so, das zeigt beispielsweise auch der Umstand, daß in Österreich Drohnen erzeugt und exportiert werden … Auch der österreichische Staat hat beispielsweise wie die  Vereinigten Staaten seine internationalen Verflechtungen, zum Beispiel mit Saudi-Arabien, um beim Thema zu bleiben, wenn auch von unterschiedlicher Qualität: die Vereinigten Staaten, wurde ebenfalls aktuell enthüllt, hat in Saudi-Arabien eine geheime Drohnenbasis und Saudi-Arabien hat in Österreich ein Abdullah-Zentrum …

Abschließend soll noch einmal die „Volksbefragung“ angesprochen werden. Vor dieser wurde auch viel von Kostenersparnis und Wirtschaftlichkeit gesprochen. Nun ist abzusehen, daß ordentlich viel Steuergeld für das Bundesheer ausgegeben werden wird, aber das Steuergeldausgeben für das Militär, können sowohl ÖVP als auch SPÖ zu ihrer Verteidigung anführen, war auch nicht Gegenstand der „Volksbefragung“. Und darüber hinaus war es klar, daß es eine Geld-Her-oder-Geld-Her-Volksbefragung …

Die erhofften Dreitausend waren nicht auf dem Wiener Akademikerball alias Wkr-Ball – Aber Dreitausend kamen zu den Demonstrationen

Ausdruck der Enttäuschung über einen äußerst schwach besuchten Wiener Akademikerball alias Wkr-Ball scheinen die angekündigten Anzeigen zu sein, die nun Freiheitliche einbringen wollen, etwa der freiheitliche ZZler Andreas Mölzer gegen ÖH-Vorsitzende Wulz und Polizeipräsidenten Pürstl …

Akademikerball - 3000 bei Demonstration - 780 in der Hofburg

Statt der erwarteten 3.000 nur 780 Ballgäste … Wiener Akademikerbal alias Wkr-Ball mit Hofburg Betriebsgesellschaft mbH. verlinkt im guten Einvernehmen.

Laut Polizeisprecher Hahslinger besuchten den Wiener Akademikerball alias Wkr-Ball 780 Menschen. Das sind nicht wenige Teilnehmer und Teilnehmerinnen … Allerdings, erwartet wurden mehr, aberviel mehr, wie in der Collage gelesen werden kann, „3.000 Teilnehmer“. Das heißt, lediglich 26 Prozent von den erwarteten oder erhofften Teilnehmerinnen und Teilnehmern haben den Wiener Akademikerball alias Wkr-Ball am 1. Februar 2013 auch besucht … 3.000 Menschen waren, ebenfalls nach Polizeiangaben, aber Teilnehmer und Teilnehmerinnen an den Demonstrationen …

Wirtschaftlich gesehen scheint der Wiener Akademiker-Ball alias Wkr-Ball also keine besondere Leistung gewesen zu sein. Das ist aber nicht weiter überraschend, können Freiheitliche doch das Wort Leistung nur in einer Was-Frage ökonomisch richtig verwenden …

Soher waren die Demonstrationen erfolgreich, denn an diesen nahmen 3.000 Menschen teil, während in der Hofburg 780 Menschen beim Säbeltanz waren und der eine oder die andere, vielleicht vor allem Udo Guggenbichler oder Martin Graf, sich fragten, wo sind denn nun die 3.000 Ballgäste …

Es wird tatsächlich nur über die wirtschaftliche Schiene möglich sein, daß es keinen Wiener Akademiker-Ball alias Wkr-Ball mehr in der Hofburg geben wird, wenn es den schaftlichen Freiheitlichen nicht mehr möglich ist, sich die Hofburg für einen Ball zu leisten, und sie sich für das Schmißtönnchengschnas einen anderen und ihnen angemessenen billigen Tanzboden suchen werden müssen … Scheint es doch bereits seit längerem einen Besuchsrückgang zu geben; Andreas Mölzer beklagte dies bereits 2011 …

Es wird tatsächlich nur über die wirtschaftliche Schiene möglich sein, daß dieses Schmißtönnchengschnas nicht mehr im symbolischen Machtzentrum der demokratischen Republik Österreich stattfindet, denn zwischen den schaft-freiheitlichen Organisatoren und der Hofburg Betriebsgesellschaft scheint es ein bestens Einvernehmen zu geben, worauf nicht nur die Verteidigungsreden von Renate Danler schließen lassen, sondern auch die, wie in der Collage gelesen werden kann, die Verlinkung zwischen den Sites „Wiener Akademikerball“ und „Hofburg.com“ … Wobei sich die Frage stellt, ist das eine kostenlose Verlinkung oder eine durch die Hofburg Betriebsgesellschaft bezahlte Werbung?

Peter Kucera und Armin Wolf – Eine Doppelconférence

Kucera - Wolf - Zeitgeschichte und VerbotsgesetzEin Mann schreibt eine E-Mail an Armin Wolf, nicht an die Öffentlichkeit, sondern einzig an Armin Wolf, als Reaktion auf die wolfsche Einleitung des Beitrages über „80 Jahre Machtergreifung von Adolf Hitler“ … Diese E-Mail verleitet Armin Wolf zu einer Antwort und es entwickelt sich daraus ein kleiner Briefverkehr, der sich wie eine Doppelconférence liest -, eine Kabarettnummer mit Tradition in Österreich, die mit einer weiteren österreichischen Spezialität von Peter Kucera und Armin Wolf serviert wird: reformiert, aber nur ein wenig: der Kluge soll nicht mehr vom Publikum erkannt werden …

Der Mann, der Armin Wolf eine E-Mail schrieb und diese seine E-Mail nicht an die Öffentlichkeit schickte, heißt Peter Kucera -, der Name muß hier nicht verschwiegen werden, denn er selbst oder die Initiative, der er angehört und mit deren E-Mail-Adresse er  seine geschichtsparteiliche Reaktion an Armin Wolf sandte, veröffentlichte inzwischen, wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann, diese Doppelconférence auf einer social media rostrum …

Es ehrt Armin Wolf durchaus, daß er auf diese erste E-Mail von Peter Kucera reagierte, aber nicht jede Fortsetzung ist ehrenvoll, womit der Grund benannt ist, weshalb hier überhaupt darauf reagiert wird, dessen Überschriften lauten: Perfidität, Zeitgeschichte, Verbotsgesetz.

Die erste Perfidität von Armin Wolf ist es, diesen Schriftverkehr zu veröffentlichen und Peter Kucera einen Wunsch nach Öffentlichkeit zu unterstellen, während Peter Kucera seine E-Mail lediglich an Armin Wolf sandte, der dann Peter Kucera in die Öffentlichkeit des Unternehmens Facebook zerrte … Zu dieser kommt eine Anmaßung hinzu; scheint es doch, daß die Einzelperson Armin Wolf bereits sich selbst als die Öffentlichkeit …

Die zweite Perfidität von Armin Wolf, einem Menschen wegen unterschiedlicher Auffassungen gleich abzusprechen, einen bestimmten Beruf erlernt zu haben und auszuüben. Um dann gleich auch eine dritte Perfidität nachzureichen, das Ausbildungsniveau der österreichischen Universitäten pauschal in Frage zu stellen … Konkret auf den Inhalt dieser Doppelconférence bezogen und treffender wäre es wohl gewesen, wenn Armin Wolf beispielsweise gefragt hätte, ob denn Peter Kucera bei Dr. Lothar Höbelt, außerordentlicher Professor für neuere Geschichte am Institut für Geschichte, studiert habe … Übrigens, Lothar Höbelt ein oft eingeladener ORF-Gast, wohl so etwas eine Kapazität für den ORF auf dem Gebiete der … Als Schreiber für das Kabarett dürfte auch Peter Kucera ein Neuling sein …

Was diesen Schriftverkehr zwischen Peter Kucera und Armin Wolf auch zu einer Doppelconférence macht, ist der Umstand, daß ein Historiker einem Moderator abenteuerliche Gründe auftischen will, weshalb die deutsch-nationalistische Totaldiktatur der Massenmorde und Massenverbrechen Polen überfallen mußte, während der Moderator dem Historiker Zeitgeschichte nahebringen will und dafür „Wikipedia“ als Einstieg empfiehlt … So einfach allerdings, wie es sich Historiker und Moderator die Geschichte auch gegeneinander erklären, so schlicht ist Geschichte nie … Es darf sowohl Peter Kucera als auch Armin Wolf die offensichtlich bevorzugte wolfsche Wissensquelle aber eine andere „Wikipedia“-Site als Einstieg empfohlen werden, ebenfalls in der Collage angeführt …

Und zur dritten Überschrift, zu einem Gesetz, das ebenfalls in einem größeren Rahmen zu denken ist … Die Empfehlung von Armin Wolf an Peter Kucera, „immer auf die einschlägigen Bestimmungen des Verbotsgesetzes zu achten!“ … Ein in Österreich inzwischen auch zur Tradition gewordenes Verständnis von Diskussionskultur, mit dem Verbotsgesetz gleich einem Zaunpfahl zu winken. Für Armin Wolf kann hierzu leider keine entsprechende „Wikipedia“-Seite angeführt werden, aber, wenn Armin Wolf einmal die Parlamentsbibliothek besuchen sollte, könnte er dort ein wenig in der vom Wissenschaftsministerium geförderten Studie „Die verurteilte Sprache“ von Wilfried Grießer hineinlesen, eine Studie, die hier nicht vorbehaltlos empfohlen wird, genauer, die hier nicht empfohlen wird, sondern lediglich als Verweis angeführt ist, daß auch über das Verbotsgesetz eine Debatte zu führen ist, aber in keiner Weise eine Debatte im Sinne beispielsweise von Freiheitlichen, aber in keiner Weise eine Debatte aus der Intention heraus beispielsweise von Freiheitlichen …

Und ganz zum Abschluß muß doch festgehalten werden, daß es bestürzend und erschreckend ist, welche Kommentare auch zu dieser Doppelconférence bis jetzt schon hinterlassen wurden, daß, würde nicht gewußt werden, daß es Kommentare auf der wolfschen Site des Unternehmens Facebook sind, gemeint werden könnte, auf einer einschlägigen Site zu sein, gegen die die Poster und Posterinnen eigentlich …

PS Wie in der obigen Collage auch gelesen werden kann, geht diese Doppelconférence weiter, wie ein neuer Eintrag von Armin Wolf es belegt … Nun möchte also Peter Kucera wegen Verletzung des Briefgeheimnisses Armin Wolf klagen -, dann müßte Peter Kucera sich selbst oder die Öffentlichkeitsarbeit seiner Initiative ebenfalls klagen, da, wie in der Collage zu lesen ist, dieser Briefverkehr nicht nur von Armin Wolf veröffentlicht wurde …

Elfriede Jelinek hat keinen Sohn und Freiheitliche sind noch nicht einmal eingeschult

Freiheitliche sind nie Schuldige - Immer sind es die Anderen

Freiheitliche Weltsicht: die Anderen sind die Schuldigen.

Im Laufe des gestrigen Tages mußte der zurzeitige freiheitliche Obmann doch richtigstellen, daß – entgegen seiner vorgestrigen Schreibe – Elfriede Jelinek keinen Sohn hat, wobei der zurzeitige freheitliche Obmann, wie es für einen recht anständigen Freiheitlichen geziemt, versucht sich herauszuwinden, er habe die Information erhalten, sie habe einen Sohn, und diese Information habe der freiheitlichen zurzeitige Obmann für glaubwürdig gehalten …

Menschgemäß ist die Geschichte über den Sohn und Nichtsohn  eine absolute Nebensächlichkeit, aber doch eine, die für Freiheitliche kennzeichnend ist.

Erstens sind es, wenn Freiheitliche ihre falschen Aussagen – sofern sie das überhaupt tun – berichtigen, immer die Anderen, die schuld sind, irgend andere informieren Freiheitliche stets falsch -, die Schuldigen also sind immer die Anderen, niemals Freiheitliche selbst … Und Freiheitliche halten Falschinformation halt für glaubwürdig, womit es, zweitens, äußerst bedenklich wird, denn das Fundament der Politik sind Informationen und hauptgewichtig die richtige Einschätzung und Beurteilung von erhaltenen Informationen … Freiheitlichen mangelt es also nicht nur an seriösen Informationsquellen, wie es auch die Sohn-Geschichte einmal mehr exemplarisch erzählt, sondern auch an Einschätzungsvermögen und Beurteilungskraft …

Und dennoch schätzen Freiheitliche ihre politischen Fähigkeiten bereits jetzt derart hoch ein, daß sie sich trotz dieser wesentlichen politischen Mängel selbst mit einem Sehr gut im Fach Regierungsfähigkeit beurteilen meinen zu können, während sie in Wirklichkeit noch nicht einmal das verpfichtende Kindergartenjahr absolvierten und soher auch noch weit davon entfernt sind, in die Pflichtschule einzutreten, um in dieser nicht nur im Gegenstand Regierungsfähigkeit erstmalig unterrichtet zu werden …

NS Sonderlich an dieser exemplarischen Sohn-Geschichte ist wohl auch der Umstand, daß Elfriede Jelinek den Freiheitlichen seit Jahrzehnten keine Unbekannte ist, sondern ganz im Gegenteil, aber nicht im Sinne einer Auseinandersetzung mit ihrem literarischen Werk -, diese ist aber eine nichtzustellende Forderung an Freiheitliche, die, wird an die Wiederlesungen in der freiheitlichen ZZ gedacht, in einem anderen literarischen Kosmos ihre Heimat …