Willkommen, meine Damen und Herren, beim öffentlich-rechtlichen Kulturauftrag, der uns heute wieder nicht nachsagen kann, daß wir ihm nicht mit allem verfügbaren Glanz die Reverenz erweisen.
Das Glück des Heinz Sichrovsky, daß ein Auftrag, auch als Kulturauftrag, nicht sprechen kann. So bleibt es bewiesen, auch an diesem Dienstag, 23. April 2024, daß er wieder glänzen wird, wie ein neuer Schilling, der keine Goldmünze, sondern ein Papierschein. Und mit allem verfügbaren Glanz glänzt er in seinem Gespräch mit Dirk Stermann zu seinem Buch über die oder mit der „renommierten jüdischen Psychoanalytikerin“, das er, Dirk Stermann, geschrieben oder, wie es Heinz Sichrovsky sagt, „aufgezeichnet“ —
Jeder möchte die Welt verbessern, und jeder könnte es auch, wenn er nur bei sich selber anfangen wollte.
Mit der Weisheit des Karl Heinrich Waggerl wird der Beitrag über die „Doyenne der österreichischen Klimawissenschaft“ eingeleitet. Aufmerkenswert daran ist nicht, daß Karl Heinrich Waggerl zitiert wird, sondern wie präsent dieser nach wie vor ist,
daß eine derartige Binsenweisheit je zum Glänzen je noch gebracht werden könne, wenn diese mit dem Namen Karl Heinrich Waggerl bloß … Ist dies die Weltverbesserung, die jede könnte, finge sie nur wollend bei sich selber an? In welches Ende führte der Anfang der Weltverbesserung, mit der Karl Heinrich Waggerl wollend bei sich selber anfing und heutzutage jene bei sich selber wollend anfangen, für die Karl Heinrich Waggerl ein „begnadeter Volks“kanzeldichter —
Und nun mit aller verfügbaren Reverenz der Glanz des Heinz Sichrovsky:
Aber er versteht auch, wenn es ernst wird auf der Welt und bei uns, zum Beispiel jetzt […] Dieses Buch ungefähr zeitgleich mit dem Überfall der Hamas auf Israel erschienen. Schrecklich, göh, daß es schon wieder im Oktober war und diese Qual sich endlos weiter fortsetzt. Äh, wäre das Buch anders verlaufen, wenn das bereits stattgefunden hätte, dieses Verbrechen? [Dirk Stermann: Ich vermute, ja. Ich vermute, es wäre schwerer geworden (…) wenn ich es später geschrieben hätte, wäre das Thema, glaube ich, viel größer noch geworden, das Hamas-Thema und das Israel-Thema (…)] Jetzt muß diese Frau erleben, daß der Antisemitismus hochkocht. Eines war sicher, es wird zu keiner Shoah mehr kommen. Da waren wir uns alle sicher. Es kam zu einer Shoah, und die wird prolongiert jetzt, und zwar von links, von rechts, von Migranten, von allen […]
Die von einem Österreicher befehligte staatlich-industrielle Massenvernichtung mit dem mörderischen Verbrechen der abscheulichsten und der grausamsten Art einer Terrorgruppe gleichzusetzen,
Vorher nehme ich schnell einen tiefen Zug der guten Toboler Luft. Hier ist es noch kälter als in Orenburg: zweiundreißig Grad minus. So viel zur globalen Erderwärmung, von der sie im Ausland faseln. In Russland hat es noch richtig Frost und Schnee, meine Herren, da könnt ihr sicher sein.
Vorher nehme ich schnell einen tiefen Zug der guten Toboler Luft. Hier ist es noch kälter als in Orenburg: zweiundreißig Grad minus. So viel zur globalen Erderwärmung, von der sie im Ausland faseln. In Russland hat es noch richtig Frost und Schnee, meine Herren, da könnt ihr sicher sein.
Als Zwetschkenbrocker hegt Gerald Grosz eine nach seiner Herzenswärme mögliche liebevolle Sicht auf das Geschehen in der Wirklichkeit, und wäre er, Gerald Grosz, noch etwas, also „Chef“, dann hätte wohl er diesen Brief nach Moskau der Kleinstpartei unterschrieben, der am 23. April ’24 auf der Website der allein irgendwo in Kärnten noch eine Internetseite betreibenden Partei zu lesen ist:
Liebes russisches Volk, sehr geehrter Herr Präsident Putin: Seien Sie sich gewiß, daß es in Europa viele gebildete und kulturliebende Menschen gibt, die den von den USA und von der EU betriebenen Wahnsinn nicht gut heißen und die an einem Ausgleich der russischen und europäischen Interessen interessiert sind.
Mehr wird von der Kleinstpartei, deren „Chef“ einmal Gerald Grosz war, von dem Brief nicht zitiert. Vielleicht ist das aber auch schon der ganze Brief, gemessen an den beschränkten Möglichkeiten einer Kleinstpartei nahezu einer langer Brief …
Die Satire von Vladimir Sorokin aus 2006 über einen Mann, dem die Kleinstpartei irgendwo in Kärnten allein und ihr einstiger „Chef“ zugetan, erzählt vom
Russland im Jahr 2027. Das Land hat sich vom Westen abgeschottet und mit einer „Großen Russischen Mauer“ umgeben. China ist der wichtigste Handelspartner, und die reichen Öl- und Gasreserven sichern die Macht des Alleinherrschers, des „Gossudaren“. Und wie einst Iwan den Schrecklichen umgibt ihn eine Leibgarde, die „Opritschniki“, die diesen Machtanspruch gegen jeden Widerstand durchsetzt. Sorokins Romanvision aus dem Jahr 2006 ist eine schmerzhafte Satire, eine negative Utopie im Sinne von Huxley, Orwell und Burgess. Und das Erschreckende daran ist, dass sie — mit Blick auf das heutige Russland – so überaus realistisch erscheint.
In der SPÖ dominiert zwar eine pro-israelische Haltung, dennoch fallen Gruppierungen mit antisemitischen Standpunkten, getarnt als Israelkritik, auf. Gibt es in Diskussionen, um Antisemitismus in den eigenen Reihen vorzubeugen?“
So steht es im Interview im Magazin „nu“, Nr. 95 (1/2024), das Danielle Spera mit Andreas Babler führte … Andreas Babler ist so freundlich, und er antwortet ihr darauf unmißverständlich und klar.
Die Frage von Danielle Spera unmittelbar davor lautet:
Welche dieser Maßnahmen sollten bei einer möglichen Regierungsbeteiligung […]
Und ihre letzte Frage, die sie in diesem „Dossier: Wahlen“ Andreas Babler stellt, ist:
Würden Sie als Zeichen der Solidarität die israelische Fahne auf dem Bundeskanzleramt hissen?
Danielle Spera zu Andreas Babler: „bei einer möglichen Regierungsbeteiligung“, Mark E. Napadenski zu Beate Meinl-Reisinger: „falls Neos der nächsten Regierung angehört“, Nathan Spasić zu Werner Kogler: „bei einer erneuten Regierungsbeteiligung“, für Rainer Nowak scheint es sich erübrigt zu haben, Karl Nehammer zu sagen: „bei einer möglichen Regierungsbeteiligung“ oder „falls die ÖVP der nächsten Regierung angehört“; für „nu“ hat Karin Kraml die Antwort, wer „Bundeskanzler“ ganz ohne mögliche, ganz ohne falls, ganz ohne bei, und dieser „Bundeskanzler“ wird das Bundeskanzleramt beflaggen, je nicht mit der „israelischen Fahne“ …
„Bundeskanzler“ wurde von Karin Kraml befragt, „wie definieren Sie Antisemitismus“.
Nathan Spasić fragt Werner Kogler: „Waren Sie schon einmal in Israel?“ Und Werner Kogler antwortet: „Nein, aber hoffentlich in nächster Zukunft einmal.“
„Nein“ antwortet „Bundeskanzler“ auf die Frage von Karin Kraml, ob er „persönlich in Israel“ war, und auf ihr nachgereichtes „Warum“ antwortet „Bundeskanzler“:
Es hat sich während meiner politischen Tätigkeit, auch als Innenminister, einfach nicht ergeben, und privat bin ich vor allem innerhalb Österreichs in den Bergen unterwegs. Ich schließe aber nicht aus, dass ich einmal in der Pension Israel einen Besuch abstatte […]
Früher einmal hieß es, es heißt immer noch, einen Bärendienst erweisen; eine Redewendung die zurückgeht u. a. auch auf die Fabel „Der Bär und der Gartenfreund“, die mit der Einsicht endet:
Nichts bringt so viel Gefahr uns als ein dummer Freund; Weit besser ist ein kluger Feind
Ob die „investigative Biographie“ von Gernot Bauer und Robert Treichler ein Bärendienst ist, den sie erwiesen …
Und das nicht nur wegen des nun von ihnen eingestandenen Fehlers, falsche Namen der Großeltern anzugeben, und mehr gestehen sie bis jetzt nicht ein, wie gelesen werden kann, obgleich das Enkelkind mehr Falsches im Zusammenhang mit seinen Großeltern anführt.
es könnte beim Fpödienst geradezu vom ersten Paragraphen einer österreichischen Leitkultur … Und nun, in diesem April ’24, reihen sich Gernot Bauer und Robert Treichler ein, Fpödienstzu machen.
Sie machen es dem Enkelkind leicht, wieder wird einem gesinnungsgemäßen Enkelkind es zu leicht gemacht, ihm gedient, ihre „investigative Biographie“ zum Nichtlesenswerten zu erklären und sich dabei selbst generös, erhaben, im Besitz der Fakten darzustellen, zu bestätigen, daß nicht es, das Enkelkind, Falsches verbreitet, sondern …
Es ist eine „Biographie“, auf die nun aufmerksam geworden durch das zum Teil eingestandene Falsche in dieser, die es nicht wert erscheint, je in einer Buchhandlung in ihr zu blättern, denn die nun gelesene Ankündigung auf der Website des Verlages reicht aus, weder in ihr zu blättern noch je zu kaufen.
Fast drei Jahrzehnte war Herbert Kickl der Mann im Schatten: derjenige, der für Jörg Haider die Reden schrieb; derjenige, dessen (heftig umstrittene) Slogans Heinz-Christian Strache zum Vizekanzler der Republik Österreich machten; der einzige Minister seit 1945, der aus seinem Amt entlassen wurde. Einst standen Kickls rhetorische Radikalität, die scharfe Argumentation und Agitation seiner Karriere im Weg, jetzt entsprechen diese Eigenschaften einem Zeitgeist, der die liberale Demokratie nicht nur in Österreich, sondern im Verbund mit Alice Weidel, Viktor Orbán, Marine Le Pen und anderen Rechtspopulisten auch in ganz Europa abschaffen will. Gernot Bauer und Robert Treichler haben sich auf Spurensuche begeben und liefern eine neue Sicht auf einen asketischen Ideologen, einen wankelmütigen Volkstribun – und einen brandgefährlichen Politiker.
Dennoch ist über den Mann wenig bekannt, der mit Rechtspopulisten wie Marine Le Pen, Alice Weidel und Viktor Orbán das politische Fundament Europas zu zerstören droht.
Bloße Rechtspopulistinnen, wie genau die zwei Herren sind, Europa zu zerstören … So mächtig sind diese wohl nicht, daß sie Europa je zerstören könnten, das größer und mehr als die Europäische Union ist, die die zwei Herren wohl meinten, und sie, die Rechtspopulisten, sind nicht einmal mächtig genug, die Europäische Union …
Was sie, Rechtspopulisten wollen, ist nicht, Europa zu zerstören, sondern
etwa auf dem Viktor-Adler-Markt, wenn sie es überhaupt schaffen, je so weit zu kommen.
Und weil das Kapitel mit der Fabel begann, soll es auch mit der Fabel enden, die zu lesen erfreulicher ist, nicht allein wegen ihres Endes und ihres Beginns mit Bellerophon, der ein Pferd brauchte …
Ein halb geleckter Bär, dem Hochgebirg‘ entstammt, Lebt‘, gleich Bellerophon, den einst das Schicksal steigen Und fallen ließ, im Wald zur Einsamkeit verdammt. Er wurde toll; denn nichts ist der Vernunft so eigen, Als daß sie nimmer lang‘ bei Eremiten bleibt. Reden ist Silber, sagt man oft, Gold ist das Schweigen; Doch beides ist nicht gut, wenn man es übertreibt. Kein lebend Tier mocht‘ da sich zeigen, Leer blieb’s und öde ganz und gar, So daß, trotzdem ein Bär er war, Er höchst langweilig fand dies allzu traur’ge Leben. Indes er also hier der Schwermut sich ergeben, Langweilte ganz auf gleiche Weis‘ In seiner Nähe sich ein Greis, Ein Gartenfreund, der in Pomona’s Dienste schaltet Und Flora’s Priesteramt verwaltet. Schön ist dies Doppelamt; doch deucht mir schöner sei’s In liebenswürd’ger Freunde Kreis. Ein Garten spricht nicht viel, außer in meinem Buche. Drum ging der Greis einst auf die Suche Im Morgensonnenschein, der stummen Sippschaft satt, Nach Freunden; querfeldein wandelt er frisch und munter. Der Bär, der gleiche Absicht hat, Kam auch von seinem Berg herunter. Durch Zufall trifft höchst sonderbar An einer Ecke sich das Paar. Der Mann hat angst. Doch wie ausweichen? Was anstellen? Mut heucheln ist noch stets das best‘ in solchen Fällen; Er wußt‘ es und verbarg die Furcht vor der Gefahr. Der Bär, der just kein Höfling war, Sagt kurz ihm: »Komm zu mir!« Drauf jener: »Gerne zwar, Doch seht, da steht mein Haus; wollt Ihr mir Ehr‘ erweisen, So nehm‘ Eu’r Gnaden dort ein einfach ländlich Mahl. Ich habe Frücht‘ und Milch; zwar weiß ich nicht einmal, Ob die Herrn Bären auch gewohnt sind solcher Speisen, Doch biet‘ ich, was ich hab‘.« Der Bär nimmt’s an, sie gehn; Man kann schon unterwegs sie als zwei Freunde sehn. Im Hause haben sie sehr freundlich sich vertragen; Und mag Alleinsein mehr behagen Als eines Narren Gegenwart, So hindert, da der Bär in Schweigen meist verharrt, Doch nichts den Mann, daß er sein Tagewerk verrichte. Der Bär geht auf die Jagd, schafft Wild herbei und liegt Dann seinem Hauptgeschäft vergnügt Als Fliegenjäger ob und scheucht vom Angesichte Des Freundes, wann er schläft, das lästige Insekt, Die Fliege, die so oft uns neckt. Einst sieht er unsern Greis in tiefem Schlummer liegen, Und eine Fliege, die ihm auf der Nase kreucht; Er wütet, da umsonst er immer fort sie scheucht: »Wart‘ nur!« so ruft er aus »Und wie will ich dich kriegen!« Gesagt, getan: seht da, der Fliegenjäger rafft ’nen Pflasterstein euch auf, schleudert ihn voller Kraft, Zermalmt des Greises Haupt, die Fliege zu verjagen, Und hat – ein guter Schütz, allein höchst mangelhaft Als Denker – auf der Stell‘ ihn mausetot geschlagen.
Nichts bringt so viel Gefahr uns als ein dummer Freund; Weit besser ist ein kluger Feind
Und dies reichte als Erwähnung völlig aus. Säße dieser nicht wöchentlich in einem TV-Studio zum Verdienen seiner fellnerischen „Zwetschken“, und würde zu diesem nicht auch sofort und sofort immer „Verkehrungen ins Gegenteil“ von Sylvia Sasse einfallen, nicht nur deswegen, weil in diesem Buch aus 2023 Österreich
[Z]eigen darüber hinaus, dass die Verkehrung ausgerechnet dort zu einer Gleichsetzung führen soll, wo Differenz zur Diskriminierung wird, wenn etwa Feminismus als Sexismus gegenüber Männern gelesen wird oder wenn sich Identitäre mit von Siedler:innen vertriebenen und ermordeten Native Americans gleichsezten, weil sie nun angeblich von Geflüchteten und Immigrant:innen bedroht werden, die ihnen in Europa ihre Identität rauben. Die Autor:innen zitieren als Beispiel den Mitbegründer der Identitären Bewegung in Österreich, Alexander Markovics, der von einer vermeintlichen „Kolonisation unseres Landes“ spricht. In solchen Fällen geht es darum, Unterschiede auszulöschen und Täter mit ihren Opfern gleichzusetzen, das heißt die Bedrohenden als Bedrohte darzustellen. So wird im Grunde wiederum aus einer Position der Macht die Kritik an dieser Macht als Unterdrückung, Ausgrenzung und Bedrohung interpretiert, das rassistische Anliegen wird mit den Mitteln des Antirassismus vertreten.
Erwähnung findet, sondern weil mit diesem Buch grundsätzlich und generell die „Machttechnik“ des „Establishments“,
Spätestens seitdem ein faschistisch agierendes politisches System einen Krieg mittels „Entnazifizierung“ rechtfertigt, ist klar: Verkehrungen ins Gegenteil sind eine allgegenwärtige Machttechnik. Doch nicht erst seit Putins autokratischem Regime, nicht erst durch Verschwörungstheorien oder Trumps Versuch, Fakten konsequent als Lüge zu deuten, können wir Verkehrungen beobachten. Wie Sylvia Sasse mit berückendem Blick nachweist, ist die Geschichte vielmehr voll von politischen wie medialen Strategien zur Erschaffung verkehrter Welten – und die Verkehrung ins Gegenteil ein direkter Angriff auf Differenz und Demokratie.
Ja, Wahlergebnisse in diesem Jahr wie vor Jahrzehnten, wäre, so bescheiden sind die Ansprüche geworden, wären in dieser Hinsicht schon eine Rückkehr zur „Normalität„,
Es gibt diese allseits bekannte Erkenntnis, „der würde ich keinen Gebrauchtwagen abkaufen“, und diese fällt sofort zu Gerald Grosz ein, der am 16. April ’24 wieder einmal Gebrauchtes verkaufen will, als wäre dieses von ihm Gebrauchte etwas Neues, diesmal also „Schweden, Sterbestatistik und Corona-Krise“. Daß er hierbei nicht den soeben von einem kleinen Gebirgsjäger zur „Lichtgestalt“ Ausgerufenen erwähnt, ist wohl dem biblischen Spruch geschuldet, keine anderen Lichtgestalten neben sich —
Was also Gerald Grosz am 16. April ’24 verkaufen will, ist, einfach wie kurz gesagt, schon vor über einem Jahr breit beispielsweise von „ZDFheute“ ausführlich behandelt worden, auch wenn nun Gerald Grosz am 16. April ’24 verkündet: „Kaum publiziert, gänzlich von den Medien unbemerkt verschwiegen wurden die europäischen Sterbestatistiken veröffentlicht, und zwar über die Jahre 2020 bis ’22, Sie erinnern sich, da wurde uns von den politischen Corona-Autokraten […]“
Und so bleibt es unumgänglich, auch diesen Auslassungen des Gerald Grosz vom 16. April ’24 inhaltlich nichts gegenüberzustellen, sondern nur daran zu erinnern, was dazu seit mehr als einem Jahr breit bekannt ist, also nicht „kaum publiziert“, also „nicht gänzlich von den Medien verschwiegen“ … wer nur das Eigenveröffentlichte bemerkt, der bleibt zwangsläufig unbemerkt, was sonst —
Es kann solchen grosz’schen Auslassungen auch nichts Inhaltliches gegenübergestellt werden, wenn der Inhalt dieser Auslassungen in die grosz’sche Zusammenfassung mündet: „Tote, Tote, Tote, aber nur dann, wenn es eben um die Dezimierung des deutschen Volkes geht, da sind die Politiker Weltmeister.“
In einer Presseaussendung zitiert am 12. April ’24 die identitäre Parlamentspartei des Österreichs ihren sie anführenden kleinen Gebirgsjäger …
„Professor Bhakdi ist eine Lichtgestalt für Freiheit und Gesundheit für Milliarden Menschen!“
und dieses Zitat ruft in Erinnerung ein Flugblatt vom 1. Jänner ’24, in dem auch von einer „Lichtgestalt“ geschrieben ward, vor einhundert Jahren aber wurde nicht ein Wissenschafter im Professionsanspruches eines Bhakdis als „Lichtgestalt“ genannt, sondern von einem Wissenschafter im Sinne eines Bhakdis ward schon ein Mann zur „Lichtgestalt“ ausgerufen.
„Für Milliarden Menschen“ — April ’24 wie Jänner ’24 die noch nicht gedichtete, aber wohl schon angelegte Losung: „die ganze Welt“ —
Was den lichtgestaltigen Wissenschafter vom April ’24 mit dem lichtgestaltausmachenden Wissenschafter vom Jänner ’24 auch eint, ist deren Gesinnung gegen Menschen,
Aus der Zeit und um die Zeit des „Flugblatts“ in ’24 sollen doch ein paar Zitate wiedergegeben werden, die vieles von dem kenntlich machen, das ’24 nach wie vor state of the art …
[…] bezeichnete seinerseits […]lain als den „Vater unseres Geistes“, den „Bahnbrecher“ und „Wegbereiter“.
Alle Zäsuren bahnen sich in der Regel nur langsam an. Eine außerordentlich wichtige Rolle spielte bei der Entstehung dieser Ideologie das Machwerk des von Friedländer erwähnten britisch-deutschen Publizisten H. S. Ch[…] „Die Grundlagen des 19. Jahrhunderts“, in dem die künftigen Umrisse […] bereits sichtbar waren. Da […]ns programmatische Vorstellungen und […] Wahnideen zahlreiche Übereinstimmungen aufweisen, möchte ich auf das Buch […] genauer eingehen. Und in der Tat. Das pseudowissenschaftliche Machwerk […] rief höhnische Reaktionen vieler Spezialisten hervor, worüber sich […] wiederholt beklagte: „Dieser Professorenaberglaube ist in Deutschland fast eine Kalamität geworden“, schrieb er am 4.1.1902 an Kaiser Wilhelm II., der zu den größten Bewunderern der „Grundlagen“ zählte.
Während im fernen Amerika so nah ein Mann seine Lichtgestalt als Beistand aus dem Jenseits holen muss, kann in Österreich der kleine Gebirgsjäger seine Lichtgestalt auf die Bühne holen, und sie spricht, oh Wunder, sie spricht zu ihm, ihrem Lichtgestaltmachenden, und zu seinen Jüngerinnen, und die Lichtgestalt, so ward das zweite Wunder vollbracht, hört recht die kleine Lobpreisung ’24 ihres Gebirgsjüngers
Sie haben viele Menschen aufgeweckt und wachgerüttelt. Mit Ihren Aussagen und Publikationen haben Sie viele Menschen aus den Ketten der Manipulation und Bevormundung herausgerissen. Sie waren und sind einer der wenigen Sehenden unter den Blinden. Sie sehen Wissenschaft als Erkenntnis statt als Bekenntnis. Sie stehen für Empathie und Wärme. Es geht eine Liebe von Ihnen aus und das merken die Menschen. Und was ich persönlich an ihnen bewundere, ist ihre Ruhe und Gelassenheit, Ihr friedvolles Wesen, an dem der Hass, die Gemeinheiten, das Unwissen und die Dummheit Ihrer Gegner zerschellt. Es leben die Freiheit, die Wahrheit und die Gerechtigkeit!“
Mit jener Person, die am 1. April 2024 in der Tageszeitung des österreichischen Medienstandards über Johannes Mario Simmel schreibt, kann dieses Kapitel nicht gleich begonnen werden, sondern mit dem Buch „Lauter Lügen“ von einem in Villach wirkenden und aus Villach kommenden Filosofen, dessen Buchtitel ein Plagiat des Titels eines Theaterstückes aus 1937, geschrieben von einem „fördernden Mitglied der SS“, von Hans Schweikart, verfilmt 1938, unter der „Spielleitung“ von Heinz Rühmann.
Und der Spielleiter antwortete einmal auf die Frage, es war seine Antwort anläßlich eines seiner letzten Fernsehauftritte vor seinem Tod vor dreißig Jahren, ob er in seinem Leben, wenn er es könnte, irgend etwas anders machen würde, er, Heinz Rühmann, antwortete, er würde alles wieder so machen, alles in seinem Leben würde er wieder so machen, wie er es gemacht habe, der Freund der Menschenbrecher, der einst sang, er breche die Herzen … und schon isse hin, er würde alles wieder so machen, wie er es gemacht habe, und er war gerührt, das Publikum im Saal stand ebenso gerührt ihm zu Ehren applaudierend auf. Dieser Schauspieler, der einst auch Spielleiter war, spielte 1960 im Film „Mein Schulfreund“ den Geldbriefträger, der einen Brief an Hermann Göring schreibt, mit dem sein Unglück, ausgelöst durch das totalitäre Massenmordregime, dessen hilfsreichster Schauspieler er war, auf weit über ein Jahrzehnt hinaus beginnt. Johannes Mario Simmel schrieb an dem Drehbuch mit.
Der Spielleiter schrieb keinen Brief an Hermann Göring mit der Bitte, den Krieg zu beenden, er nahm von Hermann Göring einen Rat an, der ihn, Heinz Rühmann, persönlich nicht ins Unglück stürzte, sondern erfolgreiche Zeiten bescherte, so war es ihm etwa vergönt, „private Weihnachtsfilme“ der Kinder von Joseph Goebbels zu drehen, aber auch, um noch einen Film als Beispiel anzuführen, weil in diesem auch ein Brief eine Rolle spielt, den Komödianten mitten in der Zeit von Auschwitz zu geben, in der „Feuerzangenbowle“, mit der Heinz Rühmann in die „Wolfsschanze“ reisen durfte, um diesen Film persönlich Adolf Hitler vorzuführen, der diesen persönlich „für das deutsche Volk“ freigab, nachdem Hermann Göring ihm, Hitler, bestätigte, die „Feuerzangenbowle“ sei … Und Joseph Goebbels wußte nur zu recht, wie seine Gesinnung zu verbreiten ist, am besten so, daß kein Mensch je dabei daran denkt, es werde seine Gesinnung verbreitet …
Empfindliche Niederlagen hatte Haider bereits Mitte der 90er mit Klagen gegen den Schriftsteller Johannes Mario Simmel und den grünen Politiker Peter Pilz erlitten. Simmel hatte ihm „skrupellose und mörderische Hetze gegen Ausländer“ vorgeworfen. Das Gericht wertete dies als harte, aber akzeptable Kritik. Pilz hatte Haider als „politischen Ziehvater und Ideologen des rechtsextremen Terrorismus“ bezeichnet. Das Gericht ließ dies als politische Wertung gelten.
Die Rezension von Alexander Kluy — nun, es reicht vollkommen dieser gegenüberzustellen, um zu wissen, was von dieser zu halten ist, was Heinz Sichrovsky am 3. April zum 100. Geburtstag von Johannes Mario Simmel schreibt.
Die Kritik ignorierte ihn über die Jahrzehnte als Trivialisten, bis sich sein diesbezügliches Schicksal verblüffend wendete: Eventuell aus Langeweile, vielleicht auch, um ihn gegen andere auszuspielen, begannen ihn die Kritikerpäpste Marcel Reich-Ranicki und Joachim Kaiser quasi über Nacht jenseits aller Verhältnisse zu loben. Simmels Romane waren Ende der Achtzigerjahre immer umfangreicher geworden, auch die dickleibigen Anmerkungsteile machten die Lektüre nicht einfacher. Er schrieb gegen die Verbrechen der Genforschung („Doch mit den Clowns kamen die Tränen“) und der Umweltzerstörer („Im Frühling singt zum letzten Mal die Lerche“) und verschwand dann zügig aus der Wahrnehmung. Ein Vermächtnis im Rang eines Schelmenstücks hinterließ er noch: In einem News-Interview bezichtigte er 1996 den FPÖ-Führer Jörg Haider „skrupelloser und mörderischer Hetze“ gegen Ausländer. Haider klagte, und Simmel wurde in einem Fallbeispiel grenzsalomonischer österreichischer Gerechtigkeit freigesprochen:
Zu Johannes Mario Simmel werden auch Diplomarbeiten geschrieben, und das nicht vor Jahrzehnten, Alexander Kluy kann, der nicht nur Rezensionen, sondern auch Bücher schreiben soll, in seinen Sätzen geantwortet werden:
Heute […] zu lesen ist, obschon Graf-Grossmann oft das Gegenteil behauptet und einen Lesetest mit zwei Frauen Mitte 20 durchführte, kaum mehr zu goutieren. Da braucht es, nicht nur weil die Romane adipös sind, in Österreich eine Jahresproduktion Wein aus dem Kamptal, in der Schweiz ein Leseplätzchen bei einem Absinth-Brauer im Val de Travers, in Deutschland den hierfür endlich erlaubten eignen Cannabisvorrat. Wird diese Biografie […] vom Gegenteil und von seinem Œuvre überzeugen? Wohl kaum. […] gehört in die Riege […] Patina […] (Alexander Kluy, 1.4.2024)
Das einzige Aufmerkenswerte an dieser Rezenzension ist seine
Sein Vater war Kaufmann, zum Luthertum konvertierter Jude und Sozialdemokrat. 1938 floh er nach Großbritannien, arbeitete für die BBC, vielleicht auch für den Geheimdienst, und starb Anfang 1945. Da hatte seine Frau, ihren Sohn Johannes und dessen jüngere Schwester Eva, von den Nazis als „Mischlinge“ eingestuft, mit enormen Komplikationen und aufreibenden Anstrengungen in Wien durch die Nazi-Jahre gebracht.
Lange habe ich viel von der Menschenrechtsorganisation @amnesty gehalten . Jetzt feiert sie einen Typen, der in Israel im Gefängnis an Krebs gestorben ist – einen Mann, der einem 19-Jährigen die Augen ausgestochen, ihn kastriert und ihm dann in den Kopf geschossen hat. I am out.
Unsere Haltung bleibt unverändert: Alle Gefangenen, unabhängig von ihrer Herkunft oder der Art ihrer Verurteilung, haben Anspruch auf eine menschenwürdige Behandlung und die durch internationale Standards garantierten Rechte.
Solange Florian Klenk keine Fakten für die Richtigkeit seiner Verbreitungen vorlegt, sollte Amnesty International von sich aus auf seine Spenden verzichten, denn hehr zu spenden und gleichzeitig solches zu verbreiten schließt sich aus.
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