Ein sozialdemokratischer Herbert Kickl hört demokratieverachtende Stimmen

Es sind nicht kicklsche Leistungen, Eigenschaften oder Geistesgaben, die zu diesem Vergleich greifen lassen, jedoch die Art, wie Dr. Josef Ostermayer nun versucht, Alexander Wrabetz als einen unabhängigen Generaldirektor zu verkaufen, der sich seine Mitarbeiter für sein Vorzimmer selbst aussucht, ähnelt frappant freiheitlicher Unart, jenen, die berechtigte Kritik üben, augenblicklich vorzuwerfen, sie würden die Demokratie …

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Wenn Tatsachen und Personen, wie einst philosophisch vermutet wurde, sich zweimal ereignen, einmal als Tragödie und einmal als Farce, ist es einmal zu wenig, denn sie ereignen sich, wie diese Vorzimmergeschichte aktuell zeigt, dreimal, nach der Farce als Stümperei, die eben ungerade abläuft …

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Dr. Josef Ostermayer höre also demokratieverachtende Stimmen … Welche Stimmen er wohl hören würde, läse jemand einmal vor allem die SPG-Novelle aus dem „Anti-Terror-Paket“ ihm laut vor …

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Aus dem Büro des Generaldirektors ein Vorzimmer seines Vorzimmers des Vorzimmers der … 

Tröstlich erheiternd daran ist eines, es ist vorauszusehen, der Aufwand wird umsonst sein … Denn das Vorzimmer des Vorzimmers des Vorzimmers wird keinen Einfluß haben, auf das Wichtigste, auf die Performance, wie also Funktionäre und vor allem Funktionärinnen (gemeint sind nicht nur etwa Maria Fekter oder Johanna Mikl-Leitner) der Regierungsparteien sich präsentieren, die mit ihren eigenen Auftritten alles selbst frei Haus liefern, was gegen sie vorgebracht werden kann, niemand sonst wäre je in der Lage, sie derart unvorteilhaft zu beschreiben und vorzuführen, als es diesen mit nahezu jedem Fernsehauftritt selber gelingt …

Umfrage zum wieder ein Jahr gewesenen III. Präsidenten NR Martin Graf

Über den wieder ein Jahr gewesenen III. Präsidenten NR wurde 2011 eine weitere Umfrage gestartet, deren Zwischenstand am Ende des Jahres als zu einem angemessenen Zeitpunkt hiermit veröffentlicht werden soll, nicht so sehr als Rückblick, sondern als Ausblick auf das kommende Jahr.

Es ist ein erfreulicher Jahreswechsel, denn Dr. Martin Graf würde von den Menschen, die sich an dieser Umfrage bisher beteiligten, nicht zum 3. Nationalratspräsidenten gewählt werden, für eine Zwei-Drittel-Mehrheit wäre dieser freiheitliche Funktionär nach wie vor nicht wählbar

An dieser Umfrage sich zu beteiligen, sind Sie weiterhin herzlich eingeladen, denn diese Umfrage dient in erster Linie, nicht zu vergessen, wen vor allem die christschwarzen Abgeordneten zum III. Präsidenten NR wählten …

Es gibt vieles, das nicht vergessen werden darf, auch aus 2011, aber es kann nicht für alles eine eigene Umfrage gestartet werden … Beispielsweise müßte wohl vor allem für Maria Fekter ebenfalls eine Umfrage gestartet werden, um an ihre Auslassungen in 2011 zu erinnern, mit jedem Bekanntgeben des Zwischenstandes, mehr noch daran zu erinnern, wie kurz die Empörung über die fekterischen Auslassungen anhielt, für ein paar Tage nur laute Rufe nach ihrem Rücktritt es gab, wie rasch die Gewöhnung wieder eintrat, eine Maria Fekter als Ministerin, nun als Finanzministerin weiter …

Burschenschaften – Die ungebrochene Liebe zum Feuer

Als in Deutschland der Nationalismus sein von Unmenschlichkeit bestimmtes und geleitetes Wesen aufs deutlichste zur ewigen Mahnung offen zeigte, standen auch Burschenschafter stramm in der ersten Reihe, um sich an einer zur Reichsnormalität erhobenen Kriminalität zu beteiligen, etwa am Verbrennen von Büchern, die als unnational …

Lächerliche und madige zwölf Jahre waren es, die im grauenvollen Ergebnis selbstverständlich nicht lächerlich waren und selbstverständlich nicht vergessen werden dürfen, weil sie mit ihrem hohen Blutzoll belegen, wohinein der Nationalismus die Menschen stets nur führen kann: in Elend und Tod. Der Nationalismus macht, besonders an seinem Ende, keinen Unterschied zwischen Menschen, die als sogenannte Feinde willkürlich ausgesucht wurden und den sogenannten Angehörigen des sogenannten eigenen Volkes, besonders je deutlich in seinem Untergang verschlingt der Nationalismus alle, stürzt der Nationalismus alle in Elend und Tod …

Wenn am 27. Jänner 2012 die Schaften wieder zum Säbeltanz in die Hofburg ziehen werden, in der Hofburg in Reih‘ und Glied stehen werden, in den Uniformen, die sie auch zum Büchervebrennen anhatten, etwa 1933 sich schick angezogen fanden, in diesen Uniformen zum Feuertanze zu marschieren, darf nicht auf ihre Liebe zum Verbrennen vergessen werden, die nicht erst mit dem Nationalismus des Deutschen Reiches ihre Herzen entflammte, sondern sehr sehr viel früher … Als etwa 1817 auf der Wartburg Landsmannschaften und Burschenschaften zueinanderfanden, mußte die Einigung bereits mit einer Bücherverbrennung gefeiert werden … Wenn 2010 andere Meinungen nicht geteilt werden, ist die Sehnsucht nach wie vor groß, wie auf der Site eines freiheitlichen Verbandes zu lesen ist, nach Zeiten, in denen so leicht Scheiterhaufen angezündet werden konnten, es nicht die Einschränkung darauf gab, nur sagen zu können, wie heute, daß eine andere Meinung nicht geteilt, daß eine andere Meinung nicht gehört und respektiert werden will …

Der nicht eloquenteste, jedoch zurzeit auf einem der höchsten Amtsstühle der demokratischen Republik Österreich sitzende Verharmloser der schaftlichen Gesinnung hat durchaus recht, wenn er sagt, die Schaften haben nichts mit …sozial… zu schaffen, denn die Schaften haben nur etwas mit Nationalismus zu schaffen … Die Schaften stünden in der Tradition von …, führt für sie Dr. Martin Graf an, die Schaften stünden für Meinungs- und Pressefreiheit, das nach ihrem Verständnis auch stimmt, aber es ist keine uneingeschränkte und ungeteilte Meinungs- und Pressefreiheit, keine Meinungs- und Veröffentlichungsfreiheit nach heutigen Standards, sondern eine, um ein bereits genanntes Datum zu nennen, von 1817, eine unter dem nationalistischen Diktat …

NS Der Film, der die Schaften fesch in Uniform beim Bücherverbrennen zeigt, ist aus Halle, und das erinnert nicht nur daran, daß Schafter sich im nationalistisch kriminellsten Deutschland von 1933 bis 1945 ebenfalls hervorgetan haben, sondern auch an die Reise des III. Präsidenten NR in 2010, die ihn von der Germania Halle in das Haus der Burschenschaft Rheinfranken in Marburg führte … Es müßte die größtmöglich denkbare Polemik eingesetzt werden, auch als Eingeständnis der Ideenlosigkeit, es anders als mit Polemik noch beschreiben zu können, welche Geschichte etwa von der Burschenschaft Rheinfranken verbreitet wird, es ist eine Geschichte, die im Grunde nur die Deutschen als Opfer kennt, Jahr für Jahr, auch in ihrer Totengedenkveranstaltung vom 17. Juni 2011, Jahr für Jahr wird an der Geschichte des unschuldigen, aber pflichterfüllenden deutschen Soldaten …

NNS Was nach dem Verbrennen von Büchern kommt, hat bereits Heinrich Heine gegenwartswach gefolgert, und ist nur allzu bekannt, um es hier noch wiederholen zu müssen …  Was den Burschenschaften die Wartburg bei Eisenach heute noch gilt, erzählen ihre Festakte, die sie gerne auf der Wartburg vollziehen, an dem Ort, wo einst ihre Vorgänger für spätere Generationen erforschten, welche Feuergrade …

Bescherung für Abgeordnete – Martin Graf

Abgeordnete, die mit ihrer Wahl dem österreichischen Parlament Dr. Martin Graf als III. Präsidenten bescherten, sollen selbst nicht ohne Geschenk bleiben. Um der Polizei aber nicht wieder Arbeit zu machen, wird diesmal darauf verzichtet, Geschenke auf dem Postweg an Abgeordnete zu schicken, da nicht gewußt wird, wie weit es bereits etwa bei Abgeordneten des Nationalrates üblich ist, die Polizei zu beauftragen, zu antworten, Geschenke zu retournieren bzw. zu vernichten.

Die Bescherung für vor allem christschwarze Abgeordnete ist das Bekanntgeben des Zwischenstandes der Umfrage, an der Sie sich seit etwas mehr als zweieinhalb Jahren beteiligen und weiter beteiligen werden können, sollten Sie bis jetzt noch nicht Ihre Wahl getroffen haben, ob jene Abgeordneten, die Dr. Martin Graf zum III. Präsidenten NR wählten, geschlossen zurückzutreten haben, oder Mag. Dr. Martin Graf allein …

Die Zwischenstandsbescherung:

Auch das Zwischenergebnis vom 24. Dezember 2011 hat wiederum als Summe eine absolute Mehrheit für Rücktritte: 41% plus 21%. 62% der 1068 Menschen, die sich bisher an dieser Langzeitumfrage beteiligten, sprechen sich für Rücktritte aus … Diese seit über zweieinhalb Jahren konstante absolute Mehrheit kann nicht überraschen, wird bedacht, wie seit seiner Wahl zum III. Präsidenten NR der freiheitliche Funktionär Dr. Martin Graf unverändert

Václav Havel – Die Begräbnisse des ORF

Es ist nicht so, daß heute vor dem Apparat tatsächlich Platz genommen worden wäre, um auf diese Art dem Begräbnis von Václav Havel beizuwohnen. Es sollte dennoch knapp festgehalten werden, welche Begräbnisse und welche Hochzeiten dem Geist des österreichischen Rundfunks zusagen, welchen Hochzeiten und Begräbnissen der österreichische Rundfunk eine ausstrahlungswerte Bedeutung zumißt.

Dem Begräbnis von Václav Havel keine, dafür aber …

Stundenlange Übertragungen von Zita Habsburg oder Jörg Haider oder Otto Habsburg, oder einem zur Trauung gehenden englischen Buben … Ob es der Bub war, um dem es einmal eine Aufregung wegen einer Uniform gab, oder der andere (oder gibt es mehr als zwei Buben?), bitte, wenn der Feiertage Langeweile zu groß werden will, selbst nachzusehen und es auch milde zu beurteilen, daß das nicht mehr erinnerlich ist, oder, eigentlich nie gewußt wurde, es auch ohne Belang ist, die Mühe der Recherche nicht lohnt …

Was das über das verantwortliche Personal des ORF und über sein Publikum, von dem es anzunehmen scheint (aufgrund von hauseigenen Seher- und Seherinnenbefragungen?), es wolle nur Übertragenes von beispielsweise Habsburg-Haider-Sachsen-Coburg-Gotha, aussagt  … Darüber kann nachgedacht werden, wenn die Langeweile …

PS Vor Tagen notiert,  nun, weshalb es nicht öffentlich machen, scheint es doch passend zu sein, im Zusammenhang mit den Begräbnissen des ORF …

Samuel Beckett widmete (eine von ihm äußert seltene Geste der Wertschätzung) Václav Havel sein Stück „Catastrophe“. Darin wird gesagt: „Every i dotted to death.“ Bei George Steiner erst vor kurzem gelesen: „Jedes i zu Tode gepunktet“. Und augenblicklich gedacht, das ist anders in Erinnerung. Aber es war eine Übersetzung, von Elmar Tophoven: „Nur noch Pünktchen. Keine i’s mehr.“ Und nun, unentschieden in der Einschätzung, ob das Original oder die Übersetzung es besser ausdrückt. Wird an das heutige politische Personal gedacht, scheint „nur noch Pünktchen“ zutreffender … Aber mit dieser Bemerkung wohl auch schon zu nahe daran,  ebenfalls zu Tode zu punkten. Eines jedoch ist gewiß, Václav Havel setzte weder schrill Pünktchen noch …

Gesetze im Anti-Terror-Paket – Amtliche Vernichtung eines Mobiltelefones

Es wird heutzutage oft geklagt, das politische Personal habe sich vom sogenannten Volk entfernt, das politische Personal reagiere nicht mehr auf die Meinungen des Bürgers und der Bürgerin, das politische Personal lade nicht zur Teilhabe ein, das politische Personal verschweige und sei nicht ehrlich.

Das ist nicht wahr, wie auch dieses Beispiel zeigt.

Das politische Personal hat das Schreiben nicht ignoriert, im Gegenteil, es hat reagiert, nicht nur einmal, sogar dann noch, als die erste Ein-Ladung zur Mitwirkung nicht wahrgenommen wurde, hat das politische Personal nicht aufgegegeben, eine zweite Ein-Ladung gesandt, mitzuwirken

Mit dem Schreiben an das politische Personal wurde ein Mobiltelefon als Geschenk mitgesandt. Das politische Personal ist nicht so unehrlich, das Geschenk zu nehmen und es dann heimlich zu entsorgen, wie es der gemeine Bürger und die gemeine Bürgerin macht, nein, das politische Personal sagt offen und ehrlich heraus, das Geschenk gefalle nicht. Das politische Personal ist auch nicht verschwenderisch, denn es geht sogar mit einem Geschenk sorgsam um, es denkt auch daran, es könnte ja an eine andere Person weitergeschenkt werden, die ein derartiges Geschenk schon lange sich wünschte.

Das politische Personal ist um den Bürger, um die Bürgerin bemüht, es läßt nicht locker, trotz der Ignoranz der Bürgerin und des Bürgers, eine Ein-Ladung auszuschlagen, gibt das politische Personal nicht auf, versucht es weiter, mit einer weiteren Ein-Ladung mit dem Bürger, mit der Bürgerin ins Gespräch zu kommen. Wie weit hat das sogenannte Volk sich doch schon von der Politik entfernt, führt unehrlich Klage über zu wenig Teilhabe in der demokratisch verfaßten Republik, und schägt zugleich jedwedes Angebot des politischen Personals zur Mitwirkung aus.

PS Nun, nach der Ausschlagung der zweiten Ein-Ladung, wird das Mobiltelefon also amtlich vernichtet werden, und es stellt sich, nicht nur aufgrund der Gesetze im „Anti-Terror-Paket“ die Frage, ob wieder ein Apparat angeschafft werden soll, wird vor allem die Coltan-Gewinnung dabei berücksichtigt, oder nicht, ob es nicht besser sei, andere Möglichkeiten der Kommunikation zu realisieren, wobei nicht die Kommunikationstechnologien an sich die eigentlichen Skandale sind, sondern die präzivilisierte Welt des Menschen, der um die Bedingungen zum Zivilisationseintritt genauestens weiß …

Schluß mit dem Luxus Militär

Nordkorea ist wohl das grauenhafteste Beispiel unter den Beispielen in der Gegenwart, was es tatsächlich heißt, dem Luxus Militär sich hinzugeben, entblößt den Kern jedwedes Militärs, gleich ob im Krieg oder im Frieden: Elend und Tod.

„Schluß mit dem Luxus Militär“ löst nicht „Die Waffen nieder“ ab, sondern ist eine Forderung, die ergänzend zu stellen ist, gerade jetzt in den Tagen, in denen nur von einem in Europa noch zu hören und zu lesen ist, als wäre es unausweichlich, als wäre es des Menschen einzig verbliebene Rettung, als spräche die Vorsehung selbst vom geteilten Himmel herab, wer alle zu sparen haben, wer alle Opfer zu erbringen haben, wobei wieder einmal vor allem jene zum Sparen angehalten werden, die nicht für die Schulden verantwortlich sind, die auch je nicht von den Schulden profitieren …

Es wird wieder einmal jenen, gegen die immer der Saldo verbucht wird, einzureden versucht, das sei ihr Daseinssinn, ihre Bestimmung und ihr mit allen zu teilender Reichtum, wieder einmal in ihrem einzigen Hemd auf dem Feld der …

„Schluß mit dem Luxus Militär“ ist von der „Friedens-Warte“ aus zu rufen, ist soher eine Aufforderung, groß zu denken, neu zu denken. Gerade in Österreich gibt es u.v.a. einen Menschen, nämlich Alfred Hermann Fried, der Anreger für das derzeitige politische Personal sein müßte, Vorbild dafür, anders zu denken, neu zu denken, neue Wege zu gehen, auch in der Konsolidierung des Staatsbudgets. Das Staatsbudget als Zeichen zu materialisieren für das Wollen einer Weiterentwicklung der Gesellschaft, mehr, eines neuen Fundaments der Gesellschaft. Denn das Staatsbudget ist kein Haushaltsbudget, das allein mit traditionellem Groschenzusammenkratzen in Ordnung gebracht werden kann, Möglicherweise hat der zurzeitigen Finanzministerin, aber nicht nur ihr, noch niemand gesagt, daß der Staat kein Vier-Personen-Haushalt ist, für den der Stammtisch im Cottage als think tank

PS Wie jedem Luxusboy giert es dem Militär ebenfalls nach immer mehr, auch nach immateriellen Werten, die anderen weggenommen werden müssen, andere diese ebenfalls teuer zu bezahlen haben. Ein aktuelles Beispiel aus Österreich: Sicherheitspolizeigesetz – Militär will es noch strenger.

Eine Todesgesellschaft, die im militärischen Luxus lebt, hat kein Sparargument

Es mag eine italienische Ministerin ehren, ein Sparpaket nicht eiskalt vorzutragen, anderseits verkaufen sich vermeintliche Notwendigkeiten mit Tränen um einiges besser, lassen Tränen leichter viele davon überzeugen, es gibt keine andere Wahl, es müssen alle Opfer bringen, es müssen alle sparen, vor allem jene, die nichts zum Sparen haben, Tränen lassen Menschen milde werden, zueinander finden, Tränen gebieren die Hoffnung, es wieder schaffen zu können, wenn nur alle zusammenhalten, Tränen gründen die Schicksalsgemeinschaft zum freudigschweren Verzicht leichter, unter Tränen werden die Ärmel leichter gemeinsam hochgekrempelt, die Spaten geschultert, um in Reih‘ und Glied sich ausziehen zu lassen, der Nation rettende Dämme zu errichten, hinter denen die Profiteure des leeren Begriffs Nation ihre Villen zu Burgen …

Tränen eignen sich vorzüglich als Vorhänge, um davor den Luxus zu verbergen, von dem nicht gelassen werden will, nicht nur in Italien. Vom Militär. Und auch das Militär bestätigt die Definition von Luxus. Luxus ist Verschwendung und in jedweder Hinsicht ist Luxus ohne Nutzen. Luxus ist kein Instrument für Lösungen. Luxus wird zumeist, heutzutage nur noch als prahlerisches, geistloses und verarmtes Genießen vorgeführt.

Es ist der Luxus einer nach wie vor vom Tod her bestimmten und nach wie vor auf den Tod hin ausgerichteten Gesellschaft, denn sie ist eher dazu bereit, die Erde zu vernichten, als endlich das Militär aufzugeben. Womit nicht die Vernichtung der Erde nicht einmal durch einen letzten alles auslöschenden Krieg gemeint ist, sondern die Gleichgültigkeit gegenüber den ökologischen Notwendigkeiten, bevor also auf den Luxus Militär verzichtet werden will, wird leichtfertig und verantwortungslos auf alle Investitionen in finanzieller und geistiger Hinsicht verzichtet, die dringlich absolut notwendig sind, um die erdumfassende ökologische Zerstörung zu verhindern.

Durch Tränen hindurch können keine Zahlen gelesen werden, und noch weniger, durch den Tränenschleier können keine Zahlen verglichen werden, beispielsweise die Zahlen der Ausgaben des italienischen Staates für das Militär mit den Zahlen des aktuell angekündigten Sparpaketes, oder die Zahlen der Ausgaben des kanadischen Staates für das Militär mit den Zahlen der Einsparungen durch den Ausstieg aus dem Kyoto-Protokoll.

Aus aller Welt könnten Beispiele genannt werden, aber es soll ab hier auf ein Land als Beispiel fast gänzlich eingeschränkt werden, nämlich auf Österreich, in erster Linie deshalb, weil zu seinem Militär bereits einiges geschrieben wurde, zum anderen aus aktuellen Gründen.

Kaum wurde der kanadische Plan bekannt, aus dem Kyoto-Protokoll auszusteigen, um sich Geld zu sparen, hat der österreichische Umweltminister Nikolaus Berlakovich das aufgegriffen, um, wie es der freiheitliche Umweltsprecher Norbert Hofer formuliert, österreichisches Steuergeld zu retten.

Einundzwanzig Jahre lang mußte kein österreichisches Steuergeld gerettet werden, das 21 Jahre lang ausgegeben wurde, um Soldaten zu ermöglichen, in Burgenland und auch in Niederösterreich spazierenzugehen. Für die Soldaten selbst war es kein Luxusleben, aber für den Staat war es zum Luxus noch ein Luxus, in 21 Jahren 355.814 Menschen zum Spazierengehen …

Eine österreichische Ministerin verkündet in der heutigen Umsonst „Österreich“ ihr pumperlhartes Sparpaket in der Höhe von 2,8 Milliarden. Das österreichische Bundesheer kostet in einem Jahr über 2 Milliarden Euro. Damit ist aber noch nicht alles bezahlt, was das Bundesheer kostet. Es kommen immer noch irgendwelche Kosten dazu. Wie hoch werden wohl allein die Kosten gewesen sein u.v.a.m. für den Eurofighter-Ausschuss? Jedwedes Militär in Verbindung mit der Waffenindustrie ist der beste Nährboden für Korruption, moralische Verkommenheit …

Wer sich den Luxus Militär leisten kann, hat kein Argument für Sparprogramme, die vor allem jenen aufgebürdet werden, die im Zivilleben keinen Luxus kennen, und die, eingezogen zum Militär, beim Militär auch keine anderen Rechte haben, als an der Front in der ersten Reihe auch zu bluten. Wem die karg gefüllten Taschen im Zivilleben geleert wurden, bleibt wohl leichter für immer auf dem Schlachtfeld …

Das Abschaffen des Militärs, menschgemäß nicht nur in Österreich, führte zu einer entspannten und also enthysterisierten Sicht auf die gegenwärtige Krise, denn, was bleibt von der Krise, ohne den Luxus Militär …

Der Verzicht auf den Luxus Militär geht menschgemäß weit darüber hinaus, lediglich zu sparen, sondern bedeutet den radikalen Wechsel von einer Todesgesellschaft zu einer Lebensgesellschaft mit einer sozialen Werteskala, und eine Lebensgesellschaft, die alles Bisherige und alles für unumstößlich Gehaltene aufgibt und vergißt, findet lebensbejahende Antworten, erstellt lebensbejahende Konzepte, versteht es lebensbejahend zu reformieren, wird entschieden gegen die fortschreitende erdumfassende Vernichtung der Lebensgrundlagen für nicht nur das sprechende Tier sondern für jedwedes Lebewesen auftreten, keinen Beitrag mehr leisten wollen zum ökologischen Supergau.

Das Abschaffen des Militärs heißt im Grunde, tatsächlich in die Zivilisation einzutreten.

Wkr-Ball – Wäre es unrecht getan, würde Oliver Pink als Madame mit Hofer-Notebook gezeichnet werden?

Oliver Pink von der Tageszeitung „Die Presse“ ist weder Ursache noch Anlaß für das heute zu Schreibende, jedoch mit ihm kann ein recht bequemer Einstieg freigelegt werden zu dem, was bereits geschrieben werden wollte. Als Dank dafür gebührt Oliver Pink der Titel zu dem Heutigen …

Es ist bei aller moralischer Empörung und bei aller persönlicher Betroffenheit dennoch wesentlich, nicht die Genauigkeit aufzugeben, nicht in den saloppen Umgang mit Zahlen zu verfallen, nur um das tatsächliche Grauen noch zu steigern, um dergestalt einen Wkr-Ball, der tatsächlich nicht in das symbolische Zentrum eines demokratischen Landes gehört, das der Blutrünstigkeit offiziell abgeschworen hat, vermeintlich noch besser verhindern zu können. Denn mit dem saloppen Umgang mit den Zahlen wird nur den Leugnern und Leugnerinnen des industriellen Massenmordes ein Dienst erwiesen, die stets darauf lauern, sogenannte unverdächtige Zeugen für ihre Leugnungen zu finden, darauf lauern, nach ihrem Glauben nachweisen zu können, daß es in ihrem ewigen Deutschland nie einen industriellen Massenmord gab, sondern nur Goethe und Löns, und wofür ihnen alles irgendwie nur Greifbare herhalten muß, auch salopp dahingesagte Zahlen  …

Die Schaften werden nicht auf, eine aktuell äußerst unappetitliche Formulierung von Ariel Muzicant, Millionen toten Juden und Jüdinnen tanzen, sondern sie werden in ihren Uniformen darüber feixen, daß sie es wieder einmal schaffen, alle, die gegen einen Wkr-Ball in der Hofburg sind, in ihr Gefängnis Vergangenheit zu sperren, ihre säbeltanzenden Wärter und Wärterinnen zu sein, daß sie es immer noch sind, die bestimmen, wer das Gefängnis Vergangenheit durch das Tor in der Zeitmauer, wer ihrer ungustiösen Sprache nicht entgehen kann, sogar dann, wenn die Stimme gegen ihre Gesinnung erhoben wird …

Bei aller moralischer Empörung und bei aller persönlicher Betroffenheit ist die Argumentation mit den Kapitalverbrechen aus der Vergangenheit gegen einen Wkr-Ball in der Hofburg in der Gegenwart wohl vielen Menschen ein leidliche Klage über die Vergangenheit, da sie nicht das Bedrohungspotential der Schaften für Gegenwart und Zukunft erkennen können, in den Schaften möglicherweise verkleidete Sonderlinge sehen, aber doch harmlose, die halt einmal im Jahr in Prunkräumen zum Tanze … Oder sie werden gar schon mild dargestellt, wie von Oliver Pink, der sich fragt, ob ihnen denn nicht ungerecht getan werde, soher die Schaften zu Opfern in der Gegenwart …

Aber die Schaften sind der Gegenwart und Zukunft weder Harmlose noch Milde noch Opfer … Sie haben akademische Pläne, die Gegenwart und Zukunft in diese überwunden geglaubte staatliche Vergangenheit verwandeln könnten …

Und für eine breit nachvollziehbare und breit verstehbare Warnung bräuchte es verstärkte Gedenkaktionstage gegen die Verbrechen und Morde nicht der Vergangenheit, sondern gegen Verbrechen und Morde, die in der Gegenwart geschehen, gegen Pläne, die heute entworfen werden, aus dieser Gesinnung heraus, deren Opfer heute in Europa vor allem die Menschen sind, die sich selbst als Roma und Sinti bezeichnen, auf die breit vergessen wird, sogar von denen, die gegen die Verhöhnung der in der Vergangenheit industriell Ermordeten … Für Roma und Sinti ist das heutige Europa nach wie vor ein Europa der [wenn auch nicht mehr (wer darin einen zivilisatorischen Fortschritt zu sehen vermag) der nationalstaatlich verordneten] grauenvollen und blutrünstig asozialen Vergangenheit

Was die Schaften in der Hofburg, auch am 27. Jänner 2012, tanzen wollen, ist ihre Polka um das nationalistische Ungeheuer … Es sollte ihnen auch nicht, wie es zu oft leichtfertig geschieht, vorgeworfen werden, nationalsozialistisch … Es reicht vollkommen zu sagen, sie huldigen einer nationalistischen Gesinnung, ihnen aus dem Wort Sozialismus zu streichen, denn sozial war auch der Nationalsozialismus nie, um dergestalt bereits klarzumachen, daß sie nichts vertreten, das annähernd etwas dem Sozialen zu tun hat. Weder für die Menschen, die sie als Fremde bezeichnen, sind sie sozial eingestellt, noch sind sie sozial eingestellt für das sogenannte eigene Volk, das in der Vergangenheit beispielsweise für den Nationalismus des von Adolf Hitler geführten deutschen Reiches teuer zu zahlen hatte, und die Rechnungen der Tänzer und Tänzerinnen um das nationalistische Ungeheuer wird auch immer das sogenannte eigene Volk zu begleichen haben …

PS Jenen, die ihre Aufrufe zu Demonstrationen gegen den Wkr-Ball in der Hofburg mit einem „Es lebe der Kommunismus“ schließen, kann empfohlen werden, zum Beispiel Simone Weil zu lesen, die bereits in den 1930er Jahren in ihren Essays zu Krieg und Gewalt alles gesagt hat, was (auch) zum Antifaschismus des Kommunismus zu sagen ist. Wer aber im heutigen Europa weiter an dem Kommunismus festhalten will, um dieses Ungeheuer weiter tanzen will, könnte sich auch eine Karte für den Wkr-Ball …

PPS Wer die Glosse von Oliver Pink gelesen hat, wird die Antwort sich selbst geben können, ob eine Karikatur des Oliver Pink als Madame mit Hofer-Notebook ungerecht … Und würde Oliver Pink die Zeitung, für die er schreibt, selbst lesen, hätte er diesen Kommentar nicht geschrieben, oder mit einer anderen Frage … Vielleicht ist es ihm nicht möglich, eine gesinnungsgemäße Verbindung zwischen den Verbrechen und Morden und den akademischen Plänen … Oder, er ist einfach ein Anhänger der auch unter Journalisten und Journalistinnen immer mehr in Mode kommenden Ignoranz, sich nicht mehr informieren zu müssen, sondern einfach das Hofer-Notebook schreiben zu … Sich auf das zu verlassen und auf das zu beschränken, was selbst gesehen wird … Aber wer sah noch, was Oliver Pink auf dem Heldenplatz sah …

PPPS Wie würde die Presse reagieren, schriebe eine italienische Zeitung zum Beispiel als Hauptschlagzeile: „Zwei Europäer …“ und „Zwei österreichische …“ erst in der Unterüberschrift? Schriebe also eine italienische Zeitung das genauso, wie es die Presse über die Opfer aus Senegal eines Rechtsextremisten …

Hofburg ohne Wkr-Ball – Freiheitlicher Abgeordneter entdeckt für sich eine neue Variante von „Kauft nicht ein bei …“

Die „unzensurierten“ Freiheitlichen veröffentlichen eine E-Mail von Gerhard Deimek, einem freiheitlichen Abgeordneten im Parlament, der nicht mehr in einem bestimmten Hotel nächtigen wird wollen, weil seine Betreibergesellschaft nicht „politisch neutral“ mehr handle, also ebenfalls nicht weiter für einen Wkr-Ball in der Hofburg …

Es kann Gerhard Deimek durchaus verstanden werden, daß er  in einem solchen Hotel nicht mehr nächtigen möchte. Um das nachvollziehbarer zu machen, dürfen ein paar Wendungen aus seiner E-Mail dafür auf ihn selbst angewendet werden. Gerhard Deimek, der kein Taugenichts und schon gar nicht ein seine Leistung nicht kennender arbeitsscheuer Taugenichts ist, als international angesehene und auf diesem Niveau handelnde steuerzahlende Stütze könne sich in einer solchen Gesellschaft nicht mehr wohl fühlen, von der nicht mehr politisch neutral gesehen wird, daß immer mehr österreichische Produkte sich zum Islam bekennen, die Gefahr nicht mehr wahrgenommen wird, daß konvertierte Produkte die neben ihnen in den Regalen von internationalen Supermarktketten liegenden Produkte missionieren …

Wo Gerhard Deimek hinkünftig, aus der oberösterreichischen Berglandschaft anreisend in der an der Donau gelegenen Stadt nächtigen wird? Vielleicht hat der freiheitliche Abgeordnete von seinem Freund auf der Plattform des Unternehmens Facebook bereits eine rettende Empfehlung für ein Wohlfühlhotel von seiner Gesellschaft erhalten, in der die Sos Österreich zu jeder Speise serviert wird …

Die Überschrift, daß Gerhard Deimek eine neue Boykottvariante von „Kauft nicht ein bei …“ für sich ganz persönlich entdeckt hätte, ist zu präzisieren, der Titel sollte seinem internationalen Niveau schmeicheln … Gerhard Deimek hat  lediglich das in der Sos Österreich Schwimmende herausgefischt und seinen Nächtigungsgewohnheiten entsprechend …

NS Was für eine neutrale Gesellschaft Sos Österreich und Unzensuriert … Es sind, auch hier, genügend Beispiele beschrieben, so daß heute nichts mehr hinzugefügt zu werden braucht, und es auch nicht mehr gewollt wird …