FPÖ sollte gegen sich selbst Entschließungsanträge u.a.m. gegen blutrünstige Postings einbringen

Es wurde nicht gedacht, daß noch einmal etwas zu dem Getränkepreisblatt „Haxenspreizer“ geschrieben werden muß. Aber. Wie heute gelesen werden muß, hat die identitäre Gemein-Schaft im österreichischen Parlament einen Entschließungsantrag eingebracht, über den heute, am 6. November 2014, abgestimmt werden mußte. Wie der Presseaussendung der „APA“ zu entnehmen ist:

„Die Freiheitliche Mandatarin forderte den Sozialminister per Entschließungsantrag (635/A(E) auf, sich dafür einzusetzen, dass künftig bei Gewerkschaftsveranstaltungen kein derartiges Getränk beworben und ausgeschenkt wird. Der Antrag wurde nur von ihrer Fraktion unterstützt und blieb so in der Minderheit.“

FPÖ Entschließungsantrag 1 - Gegen sozialistischen SexismusHeute wurde über den Entschließungsantrag 635/A/E abgestimmt, aber die identitäre Gemein-Schaft hat, wie der Collage entnommen werden kann, noch einen weiteren gleichlautenden Entschließungsantrag 634/A/E eingebracht.

Wie hier öfters schon geschrieben werden mußte, wurde dieses Getränkepreisblatt sofort und vorbildhaft bei Bekanntwerden entfernt. Aber die identitäre Gemein-Schaft muß von dem „Haxenspreizer“ derart fasziniert sein, daß sie nicht aufhören kann, es immer wieder vorzubringen. Daß es der identitären Gemeinschaft nicht um „Sexismus“ geht, um eine tatsächliche Verhinderung des „Sexismus“ also, ist aus diesen beiden gleichlautenden Entschließungsanträgen allein schon herauszulesen. Denn die identitäre Gemein-Schaft kämpft gegen den „sozialistischen Sexismus“ … Und was sonst noch gegen die Glaubwürdigkeit dieser Gemein-Schaft auch in dieser Angelegenheit spricht, wurde hier schon geschrieben und kann nachgelesen werden. Und auch mit diesen beiden Entschließungsanträgen mißbraucht die identitäre Gemein-Schaft ein weiteres Mal einen Menschen in diesem Land für ihre in keiner Weise hehren Zwecke, dadurch, daß sie ungefragt erstens das Foto verwendet und zweitens nicht die Quelle für ihre Entschließungsanträge und für ihre parlamentarische Anfrage nennt. Sie weiß auch warum. Es wäre ihr bei Nachfrage beides verwehrt worden, sowohl das Verwenden des Fotos als auch das Abschreiben.

Wieder eine unnötige parlamentarische Anfrage der blauplumpen Gemein-Schaft

Haxengespreizte FPÖ-Presseaussendung

FPÖ Entschließungsantrag 2 - Gegen sozialistischen SexismusDabei hätte gerade die identitäre Gemein-Schaft ganz andere parlamentarische Anfragen und Entschließungsanträge einzubringen, aber die würden sich alle gegen die identitäre Gemein-Schaft selbst richten. Hierbei wird vor allem an die Kommentare auf der gesinnungsgemäß zensierten Website der identitären Gemein-Schaft gedacht, an all die Gewaltaufrufe, an all die Aufstachelungen zu Gewalt und Mord. Im Gegensatz zum einmaligen und sofort abgehängten Getränkepreisblatt sind diese Kommentare der Schreibstaffel keine nur einmal abgegebenen Kommentare, sondern ständige …

Es können hier nicht alle blutrünstigen Phantasien aufgelistet werden, es sind deren zu viele. Deshalb bloß zur Veranschaulichung einige wenige Beispiele aus den letzten Monaten des Jahres 2014:

FPÖ-Unzensuriert: „Man müßte Pumguns austeilen.“

Vorsicht, He.-Chr. Strache, er redet einen Bürgerkrieg herbei

FPÖ-Unzensuriert: „Seits schon bewaffnet? Hoffe doch!!!

„Menschen sind Scheiße und gehören eigentlich aus unserer freiheitlichen Welt entfernt.“

Was NR Gerhard Deimek zu „Vierteilen“ einfällt“

Wachsende Zustimmung auf freiheitlicher „Unzensuriert“ für das „Umlegen dieses“ Buben

Freiheitlicher He.-Chr. Strache und freiheitliche „Unzensuriert – Jungen Haifisch auszuwildern“: Gegen Frauen

Menschenhatz und Gewaltaufrufe gegen Menschen auf freiheitlicher Unzensuriert

Und dann wären noch die Kommentare der von einem NR der FPÖ geführten „Zur Zeit“, die ebenfalls Gegenstand für Entschließungsanträge, für parlamentarische Anfragen … Aber auch diese kann die identitäre Gemein-Schaft nicht stellen, es wären ebenfalls welche, die … Auch hier, unmöglich eine vollständige Liste zu erstellen, deshalb ebenfalls bloß ein paar Beispiele aus der letzten Zeit:

Vergeben ist der FPÖ-ZZ nicht fremd – „Nazisse“ Ina Seidel hätte es gefreut

FPÖ-ZZ singt der Nationalsozialistin Agnes Miegel ein Entlastungslied

Einen ostmärkischen NS-Kriegsverbrecher läßt NR Mölzer in seiner geführten ZZ verteidigen

FPÖ-ZZ: „Folgerichtig mit den rechten Kräften Österreichs zu kooperieren“ zum „Wiederbeleben des Faschismus“

FPÖ Entschließungsanträge gegen HaxenspreizerWie oben geschrieben, sind das bloß einige Beispiele. Wer hier nach „Schreibstaffel“, „Barbara Rosenkranz“, „Zur Zeit“, „Unzensuriert“, „Mölzer“, „Norbert Hofer“, „Identitäre“ und so weiter und so fort sucht, wird weitere Beispiele finden, die die identitäre Gemein-Schaft gesinnungsgemäß nicht für ihre Entschließungsanträge und parlamentarischen Anfragen je verwenden wird. Aber die Wähler und Wählerinnen sollten Wahlen nicht mehr weiter dafür mißbrauchen, Aufhußstimmen abzugeben. Dann wäre auch das österreichische Parlament davon befreit, sich je wieder mit solchen Anträgen und Anfragen einer derartigen Partei beschäftigen zu müssen. Das mit dem Getränkepreisblatt ist nur ein Beispiel unter vielen, über eines auch aus 2014 wurde hier ebenfalls berichtet:

Freiheitliche Abgeordnete mißbrauchen das Parlament und vergeuden ihre steuergeldfinanzierte parlamentarische Arbeitszeit für Groschengschicht’n

Und wie es um den Stellenwert der Frau in der identitären Gemein-Schaft bestellt ist, darüber gab ein Video mit He.-Chr. Strache in diesem Jahr wieder einmal eindeutig Auskunft:

Das Idealbild freiheitlicher Funktionäre: Die stumme Frau

Vergeben ist der FPÖ-ZZ nicht fremd – „Nazisse“ Ina Seidel hätte es gefreut

Verzeihen ist der identitären Gemein-Schaft nicht fremd, aber damit sie verzeihen kann, dürfen die Menschen ihr nicht fremd sein. Wie großzügig, wie nachsichtig kann sogar die ZZ der identitären Gemein-Schaft sein, wenn, ja, wenn es keine Fremden sind, und „Nazisse“ Ina Seidel ist ihr keine Fremde …

Ina Seidel starb vor Jahrzehnten, aber für die von einem NR der identitären Gemein-Schaft geführten ZZ bleibt sie eine Unvergessene, eine, an die immer wieder zu erinnern ist, eine, die treue Nachsicht verdient, eine der ehrenreich vergeben werden kann, eine, für die das Wort gegen jene ergriffen werden muß, die ihr „bis heute vehement“ einen „Irrtum vorwerfen“, ihr also nicht verzeihen können. Dabei hatte sich Ina Seidel bloß 1933 „von ihrem Schwiegersohn, der ein Freund von Rudolf Heß war, beeinflussen“ lassen und nur „vorübergehend dem Nationalsozialismus“ zugeneigt …

FPÖ-ZZ 40-2014 Ina Seidel vorübergehend zugeneigt„Vorübergehend“ – in welcher Einheit kann eine „vorübergehende Zuneigung“ gemessen werden? In Tagen? In Wochen? In Monaten? Oder gar in Jahren? Vielleicht war Ina Seidel 1939 dem Nationalsozialismus nicht mehr zugeneigt, bloß einem Mann noch zugetan, für den sie ein Gedicht schreibt, das veröffentlicht wird in „Dem Führer – Gedichte für Adolf Hitler“ … Ach, wie unaufmerksam und nachlässig müssen Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten gewesen sein, ehren und würdigen eine Frau mit Preisen, auch noch im Krieg, und merken nicht einmal, daß diese Frau ihnen gar nicht mehr „zugeneigt“ ist – vielleicht … Und 1944 war sie möglicherweise nicht einmal mehr Adolf Hitler zugeneigt, er dafür aber umso mehr, denn Ina Seidel kam auf die hitlerische Sonderliste der „Unersetzlichen Künstler“, der „Gottbegnadeten“ …

Wie begnadet Menschen aus der identitären Gemeinschaft sein können, wenn es gilt, alles zu bedenken, alles abzuwägen, alles zu berücksichtigen, um Menschen, die ihnen keine Fremden sind, mit Nachsicht und Objektivität zu beurteilen, den einzelnen Menschen zu sehen, für sie Vergebung zu erbitten …

Nicht alle aber können mit dieser Großzügigkeit und mit dieser Verweigerung des Aufhußens der identitären Gemein-Schaft rechnen, andere werden mit Schimpf und pauschalen Verdächtigungen bedacht. Aber es darf die identitäre Gemein-Schaft nicht zu sehr gescholten werden, es ist wohl bloß der christlich-humanistische Zorn, die menschliche Wut der Nächstenliebe, daß andere nicht so wie sie vergeben können, der sie antreiben, wie beispielsweise Martin Pfeiffer, der ebenfalls in der Ausgabe 40-2014  das „Gesindel“ nicht verstehen kann, Alexander Löhr seine Kriegsverbrechen weiter vorzuhalten, statt sich beispielsweise an Helge Morgengrauen ein Vorbild zu nehmen, der in ebendieser Ausgabe vom 3. Oktober 2014 so warm und so herzlich und, wie es für eine römisch-katholische identitäre Gemein-Schaft geziemt, so christlich von Ina Seidel zu schreiben weiß … Wie hell muß es Ina Seidel bei den Worten von Helge Morgengrauen im Grabe geworden sein – mußte sie nicht seit 1945 in „Dunkelheit“ leben? In einer „Dunkelheit“, von der sie auch der Tod nicht zu erlösen vermochte? … Diese „Dunkelheit“, die „in jenem Frühjahr endgültig über Deutschland hereinbrach“, von der sie 1960 schrieb, in Erinnerung an den „Tod des Dichters Börries, Freiherrn von Münchhausen am 16. März 1945“ … Sein Tod war ein Selbstmord, und Münchhausen war keine „Nazisse“, aber ein …

PS „Nazisse“ ist aus einem Zitat über Agnes Miegel und Ina Seidel, das nachgelesen werden kann in „9. November 1938 – Erinnerung an die Zukunft“.

9. November 1938 – Erinnerung an die Zukunft

Wer von jenen, die nicht im Lichtdom des Albert Speer³ standen, hätte sich in den madigen zwölf Jahren der nationalistischen Massenmorddiktatur des deutschen reiches gedacht, abgedrängt und brutal in das Dunkle geworfen, daß in der Zukunft, Agnes Miegel und Ina Seidel immer noch ihre Entlaster und Entlasterinnen haben werden, in der Zukunft, wenn das deutsche reich untergegangen sein wird?

FPÖ-ZZ - Agnes Miegel und Ina SeidelWer von jenen, die damals im Dunklen um ihr Leben bangten, von der Zukunft erhofften, es wird eine Zeit kommen, in der Menschen nicht mehr einer „Hirnvernebelung“ verfallen werden, würde heute, im November 2014, verzweifeln und in tiefste Depressionen verfallen, im Angesichte des Umstandes, daß Menschen weiter in großer Anzahl Parteien wählen, die mit einfachen Heilsbotschaften bloßen Qualm erzeugen, mit dem nichts gerettet werden kann, aber alles zerstört, vernichtet, ausgelöscht …

Gerade in Österreich muß am 9. November 2014 daran erinnert werden, wie wenig Zukunft erzeugt wurde, seit dem 9. November 1938. Wie seit damals für zu viele keine Zeit vergangen ist, und hierfür stehen auch zwei Namen, Agnes Miegel und Ina Seidel …

Agnes Miegel¹ und Ina Seidel², die für die ZZ der identitären Gemein-Schaft, die in Wahlen zu viele, viel zu viele  Aufhußstimmen bekommen, nach wie vor zu verehrende Dichterinnen sind, als wäre heute am 5. November 2014 der 9. November 193…

Ina Seidel

„Lichtdom“ von Ina Seidel, verbreitet von „Metapedia“, einer Site, die …

Vom 9. November 1938 aus ist an den 9. November 2014 zu gedenken, wenn der Himmel über der Leopoldstadt erstrahlt werden wird, und es sollte dabei ganz leise sein, um hören zu können, wie viele in diesem von und mit der identitären Gemein-Schaft als „deutsche Stadt“ bezeichneten Wien gerade an diesem Tag, im Angesicht des erhellten Himmels über der Leopoldstadt, den „Lichtdom“ von Ina Seidel flüsternd beten und sich eine Zukunft von der Vorsehung ersehnen, die keine der Morgenröte sein wird, sondern eine des Grauens …

¹ „Idealismus“ der Agnes Miegel für den FPÖ-Bundespressesprecher ein „fehlgeleiteter“ oder ein nicht fehlgeleiteter „Idealismus“?

FPÖ-ZZ singt der Nationalsozialistin Agnes Miegel ein Entlastungslied

² Ina Seidel – Die nächste Hitlerische auf der Wiederlesungsliste der freiheitlichen zur Zeit

³ November-Pogrome 1938 – Hoffentlich keine falschen Erinnerungen durch Lichtstrahlen in der Leopoldstadt

November-Pogrome 1938 – Hoffentlich keine falschen Erinnerungen durch Lichtstrahlen in der Leopoldstadt

„Zum Gedenken an die Ereignisse der Pogromnacht 1938 erinnern in der ‚Nacht der erhellten Synagogen‘ Lichtinstallationen und Mahnwachen an die Zerstörung durch die Nationalsozialisten. Dazu wird auf einigen jener Plätze im zweiten Wiener Gemeindebezirk, an denen vor ihrer Zerstörung durch die Nazis während der Pogromnacht (‚Reichskristallnacht‘) Synagogen oder Bethäuser standen, ein Lichtstrahl den Himmel erhellen und an die brennenden Synagogen erinnern.“ (Religion.orf.at)

Schrift der Gemütlichkeit und Schrift der Gewalt

Auch im Jahr 2014: Schrift der Gewalt und Schrift der Gemütlichkeit.

„Ein Lichtstrahl wird den Himmel“ am 9. November 2014 über einigen Plätzen in der Leopoldstadt erhellen … Wer immer auf die Idee gekommen ist, Lichtdome als geeignet zu befinden, um an die „brennenden Synagogen zu erinnern“, ist zu wünschen, daß es dadurch zu keinen falschen Erinnerungen kommt. Damit will in keiner Weise gesagt werden, es darf nicht mehr verwendet werden, was Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen verwendeten. Das wäre nicht nur, das ist töricht. Aber in diesem besonderen Fall scheint es doch heikel zu sein, gerade mit einem sehr prominenten und wirksamen nazistischen Propagandamittel an die mörderischen Verbrechen der nationalistischen Massenmorddiktatur des deutschen reiches in ebendieser Nacht erinnern zu wollen. Vor allem in dieser gegenwärtigen Zeit, in der Wien wieder mehr und mehr zu einer Trachtenstadt verkommt, in einem Wien, das von der identitären Gemein-Schaft, die zu keinem geringen Teil gewählt wird, als „deutsche“ Stadt bezeichnet wird, in einem Wien, in dem Menschen in Tracht auf ein Oktoberfest gehen, gelockt im Schriftzug ebendieser Zeit

Lichtdom - Albert Speer

Albert Speer: „Ich nehme an, mit diesem ‚Lichtdom‘ wurde die erste Lichtarchitektur dieser Art geschaffen, und für mich bleibt es nicht nur meine schönste, sondern sondern auch die einzige Raumschöpfung, die, auf ihre Weise, die Zeit überdauert hat.“

In ebendieser Stadt mit Lichstrahlen den Himmel am 9. November 2014 erhellen zu wollen, ist also ein gewagtes Unterfangen, diesen zu erhellen, wie er auch 1938 in Nürnberg den Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten erhellt war. Und wohl gerade für dieses Erinnern nicht die beste Lösung, auch dadurch, daß auf die stolze Entwicklung des Elektrikmeisters des Massenmorddiktators zurückgegriffen wird, mit der dieser nach 1945 ein Schlupfloch in die Kunst zu finden suchte, um vergessen zu machen, wofür seine Lichtstrahlen …

„Idealismus“ der Agnes Miegel für FPÖ-Bundespressesprecher ein oder ein nicht „fehlgeleiteter Idealismus“?

Es wurde zwar gestern schon genügend zum Entlastungslied des Helge Morgengrauen in der „Zur Zeit“ der identitären Gemein-Schaft geschrieben, wie zu lesen ist in:

Die „Zur Zeit“ der FPÖ singt der Nationalsozialistin Agnes Miegel ein Entlastungslied“,

auf etwas jedoch kann heute noch näher eingegangen werden.

Sonderlich wurde gefunden, daß Helge Morgengrauen in seinem Artikel die komplette Adresse mit Bekanntgabe von Telefonnummer und E-Mail-Adresse von Marianne Kopp veröffentlichte. Es ist doch nicht so sonderlich, es scheint dafür bestimmt zu sein, Leser und Leserinnen dazu verführen zu wollen, die Agnes-Miegel-Gesellschaft und Marianne Kopp als einzige Informationsquelle zu etablieren. Es kann hier nicht die gesamte Kontroverse um das Buch von Marianne Kopp geschildert werden. Aber in der Gegenwart ist es leicht und einfach, sich selbst darüber umfassend zu informieren, schnell und unkompliziert, also ohne großen Aufwand.  Das Internet ist dafür ein bequemes und für Menschen wie etwa Helge Morgengrauen ein unbequemes Werkzeug, denn während des Lesens seines Entlastungsliedes für Agnes Miegel kann bereits der Wahrheitsgehalt seiner Aussagen geprüft werden.

FPÖ ZZ - Miegel - Augustany - Grimm - Kopp - Morgengrauen

„Im Jahre 1954 publizierte Grimm ‚Warum, woher aber wohin?‘, ein zeitgeschichtliches Dokument, das für den Nationalsozialismus als Weltanschauung Partei ergreift. Gleichsam kritisierte er auch das Judentum und plädierte für eine Seßhaftmachung des jüdischen Volkes auf einem ausreichenden Boden.“

Es werden Wähler und Wählerinnen der FPÖ nicht unbedingt großes Interesse für Agnes Miegel aufbringen, Agnes Miegel wird für Sie bei der Stimmabgabe nicht von Belang sein. Und Ihre Meinung kann uneingeschränkt geteilt werden. Aber Agnes Miegel ist nur und wieder eine Beispielgeberin dafür, wie in dieser Gemein-Schaft der Umgang mit Fakten und Daten ist. Es ist kein redlicher Umgang. Und, wie heißt es so schön, wer in einer Sache mit der Wahrheit so umgeht, geht auch und nicht nur in drei Sachen mit der Wahrheit so um

Im morgengrauenschen Entlastungslied steht zentral, Agnes Miegel sei „entlastet“ worden. Aber Helge Morgengrauen erzählt nicht, wer in der „Entnazifierungskommission“ auch saß, als Vorsitzender; es war Waldemar Augustiny, ein Freund, ein Enlastungszeuge für Agnes Miegel war Hans Grimm …

Hans Grimm ist Helge Morgengrauen kein Unbekannter, für Helge Morgengrauen, für die von einem NR geführte ZZ gehört Hans Grimm zu den Wiederzulesenden – wie im Jänner 2014 in der „Zur Zeit“ empfohlen:

Der freiheitlichen ZZ ist eine Wiederlesung von Hans Grimm, einem der Lieblinge Adolf Hitlers, schon eine recht werte Empfehlung.

FPÖ-ZZ 44-2014 - Ehrenrettung von Agnes Miegel ist gescheitert

„Ehrenrettung von Agnes Miegel ist gescheitert.“

Ob Waldemar Augustiny von der „Zur Zeit“ ebenfalls irgendwann als Wiedergelesener und Wiederzulesender bereits vorgestellt wurde, entzieht sich der Kenntnis, aber es ist ein Schriftsteller, der in die Reihe der ZZ recht paßte … Die von Helge Morgengrauen zum bequemen Erreichen hergerichtete Informationsquelle Agnes-Miegel-Gesellschaft reicht bei weitem nicht aus, um sich vollständig zu informieren, auch darüber, wie „seinerzeit Entnazifierungen“ abgelaufen sind … In die Collage wurden einige Informationen aufgenommen, die auch davon erzählen, daß etwa für Hans Grimm der  Nationalsozialismus nach 1945 immer noch eine …

Nach 1945 äußerte sich Agnes Miegel zu der Zeit, in der sie „ein Nationalsozialist“ war:

„Auf Ihre Anfrage über meine Stellung zum Nationalsozialismus kann ich nur sagen, dass ich, die Grenzdeutsche, mich aus Idealismus dazu bekannte, wie die vielen wertvollen Menschen, die ich darin fand, – denen wie mir, alles, wofür wir einstanden, zusammengebrochen ist (…)“

Vor zehn Tagen gab der FPÖ-Bundespressesprecher Karl Heinz Grünsteidl eine Denkaufgabe auf, mit seiner Äußerung:

Aber Ihr fehlgeleiteter Idealismus sei Ihnen unbenommen..”

Fehlgeleiteter Idealismus oder nicht fehlgeleiteter Idealismus - Das ist die Frage an KH Grünsteidl FPÖ

„Fehlgeleiteter Idealismus“ oder nicht fehlgeleiteter Idealismus. Das ist die Frage, Karl Heinz Grünsteidl.

Trotz Nachfrage, was unter einem „fehlgeleiteten Idealismus“ zu verstehen sei, hatte Karl Heinz Grünsteidl bis heute leider nicht die Güte, die Lösung zu schicken. So muß alleine weiter darüber nachgedacht werden, was ein „fehlgeleiteter Idealismus“ ist, was ein nicht fehlgeleiteter Idealismus ist. Und nun muß gelesen werden, daß sich Agnes Miegel aus „Idealismus dazu bekannte“, also zum Nationalsozialismus – „wie die vielen wertvollen Menschen, die ich darin fand“ … Wie wohl einer aus der identitären Gemein-Schaft diesen miegelschen Idealismus einschätzt? War es für eine aus der identitären Gemein-Schaft ein „fehlgeleiteter Idealismus“ oder ein nicht fehlgeleiteter Idealismus?

Die „Zur Zeit“ der FPÖ singt der Nationalsozialistin Agnes Miegel ein Entlastungslied

Zeugnis ihrer Gesinnungstreue, die für die identitäre Gemein-Schaft höchste Gesinnungsehre zu sein scheint, legt die ZZ der freiheitlichen Gemein-Schaft in beinahe jeder ihre Ausgabe auch durch ihre Empfehlungen zur Wiederlesung von bestimmten Dichterinnen und Schriftstellern ab, und so kann es nicht verwundern und erklärt es letzlich leicht, weshalb dieser Gemein-Schaft ein Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz recht unangenehm ist …

FPÖ-ZZ Agnes Miegel

Helge Morgengrauen, Oktober 2014: „Wo sie [Agnes Miegel] nur mit knapper Not einem US-amerikanischen Terrorangriff entging.“

Soher ist es nur folgerichtig, daß in der aktuellen Ausgabe 44-2014 vom 31. Oktober 2014 nicht nur weiter gegen das Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz angeschrieben wird, wie gestern noch einmal ausführlich berichtet, sondern in dieser Ausgabe ein Entlastungslied für die Nationalsozialistin Agnes Miegel geschrieben wird. Der Hauptentlastungssänger der ZZ für diese bestimmten Schriftstellerinnen und Dichter ist Helge Morgengrauen  … Es muß nicht ein weiteres Mal davon geschrieben werden, wie in der ZZ der identitären Gemein-Schaft versucht wird, Schriftsteller und Dichterinnen zu entlasten, ihr Mittun zu verharmlosen, ihre Beteiligungen an der nationalistischen Masssenmordtotaldiktatur des deutschen reiches wegzuschreiben, sie als arme Verfolgte der „roten und grünen Bilderstürmer“ … Auch für Agnes Miegel setzt Helge Morgengrauen wieder alles ein, um ihr mit „Sie sang von Seen, Meer und Wäldern“ einen Heiligenschein zu flechten

FPÖ-ZZ 44-2014 Agnes Miegel

Helge Morgengrauen, Oktober 2014: „Gerade diesen Gedichten und Balladen kommt aber heutzutage besondere Bedeutung zu, lebt in ihnen doch das Andenken an die verlorene deutsche Heimat im Osten.”

Aber für diese Art von Gesinnung ist es prototypisch, den Menschen zu ignorieren, den Menschen zu instrumentalisieren, den Menschen zu mißbrauchen, auf den Menschen nicht zu hören, und Helge Morgengrauen mißbraucht Agnes Miegel, die er von dem Vorwurf, eine Nationalsozialistin gewesen zu sein, reinzuwaschen versucht, mit dem Hinweis, sie sei nach 1945 als „unbelastet“ eingestuft worden. Sie war eine Nationalsozialistin, und das ist kein Urteil über sie, sondern ihr eigenes Bekenntnis, das sie schriftlich ablegte, nicht in ihrem Alter von beispielsweise vierzehn Jahren, sondern mit fünfundfünzig Jahren. 1934 etwa schrieb sie an Hans Friedrich Blunck, zu dieser Zeit war er noch Präsident der Reichsschrifttumkammer:

„‚Der Nationalsozialismus trat erst in mein Leben, als er andere schon lange erfüllte. Das ist eine Schuld – und ich habe es gebüßt durch die vielen inneren, nicht nur inneren Kämpfe, durch die ich dann in gedrängter Zeit gehen musste: […] Durch ein Hinauszögern und ein Grauen dafür, mit mir Ungleichen als Gelegenheitsjäger zu scheinen, stehe ich ausserhalb der Partei, der ich nur durch den RDS [Reichsverband des deutschen Schrifttums] und die Volkswohlfahrt angehöre. Vielleicht ist dies, was ich als eine Art Busse für mein spätes Aufwachen ansehe, das Richtige für mich, vielleicht wirkt mein Einstehn dann überzeugender auch auf Andere. – Denn ich bin Nationalsozialist.‘

Agnes Miegel - Ich bin Nationalsozialist

Agnes Miegel, 1934: „Denn ich bin Nationalsozialist.“

Weshalb will Helge Morgengrauen einer Frau von fünfundfünfzig Jahren nicht glauben, was sie selbst über sich sagt? Das kann vielleicht auch mit seinen gegenwärtigen Erfahrungen zusammenhängen, daß Menschen aus der identitären Gemein-Schaft, aus seinem Umfeld also, zu denen auch all die gewählten freiheitlichen Mandatare und Mandatarinnen gehören, die für die ZZ schreiben, oft selbst nicht wissen, was sie reden und schreiben …

Agnes Miegel NS-Kriegspolitik

Agnes Miegel, Juli 1944: „Ich habe ein felsenfelstes Vertrauen in den Führer, er wird uns halten.“

Und dieses schriftliche Bekenntnis der Agnes Miegel, eine Nationalsozialistin zu sein, ist nicht der einzige Beleg dafür, wie nachgelesen werden kann. Sogar die Agnes-Miegel-Gesellschaft kann nicht umhin einzugestehen:

„Agnes Miegel war nie ein politisch denkender Mensch und durchschaute nicht, wie das NS-Regime sie für seine Ziele und Zwecke instrumentalisiert. Noch weniger erkannte sie, worum es dem NS-Regime tatsächlich ging. So erlag sie, wie unzählige andere, dem Bann Adolf Hitlers und seiner Propaganda und trat der NSDAP bei – zumal Hitler sich in dem seit dem Versailler Vertrag vom übrigen Reich abgetrennten Ostpreußen als ein Retter darstellte. Agnes Miegel liebte ihre Heimat, aber ihr grenzdeutscher Patriotismus darf auch heute nicht mit einem Bekenntnis zur nationalsozialistischen Ideologie verwechselt werden. Die Gedichte, die sie an Hitler richtete und in dem Pathos der Zeit schrieb, sind vor allem emotional, nicht politisch zu verstehen.“

Agnes Miegel Haus das der Führer uns wie ein Vater erbaut hat

Agnes Miegel, 1939: „An die Reichsfrauenführerin Scholtz-Klink“ – „Haus, das der Führer wie ein Vater für uns erbaut hat/das für uns Frauen dann Du, die Frau, so wohnlich gestaltet.“

Ach, war „nie ein politisch denkender Mensch und durchschaute nicht, wie das NS-Regime …“, ach, ach … Es muß nicht weiter ausgeführt werden. Es kann auch nachgelesen werden in dem Bericht der Kommission über die Agnes-Miegel-Straße in Münster … „Sie sang von Seen, Meer und Wäldern“, ach wie harmlos will Helge Morgengrauen Heimatgedichte erscheinen lassen, aber nichts ist so harmlos wie es scheint:

„‚Die kulturpolitische Wirkung Miegels sah auch Hans Friedrich Blunck. Nachdem er die Ostlandgedicht gelesen hatte, schrieb er ihr 1940: ‚Wie herrlich, wie wundervoll, dass eine deutsche Landschaft so durch den Mund einer Frau so zum Reich, zum Ganzen des Volks sprechen kann.'“

„Ihre Unterstützung der NS-Kriegspolitik wurde als wichtig erachtet. Dies zeigt die Korrespondenz zwischen Hanns Johst und Propagandaminister Goebbels von 1940, aus der hervorgeht, dass ‚das aufrüttelnde Erlebnis unserer Tage den packendsten und künstlerisch reifsten Ausdruck‘ in Miegels Ostland-Gedichten gefunden hätte.“

Aus diesem Bericht der Kommission über die Agnes-Miegel-Straße in Münster sollen zwei Jahreszahlen noch genannt werden, die zeigen, daß es bei Agnes Miegel nicht eine vorübergehende und nur kurze Hinwendung zum Nationalsozialismus war …

1934 unterzeichnete Agnes Miegel den „Aufruf der Kulturschaffenden zur Vereinigung des Reichskanzler- und des Reichspräsidentenamtes in der Person Hitlers.“ Damit beteiligte sie sich also aktiv am endgültigen Aufstieg Adolf Hitlers zum totalitären Diktator und zum endgültigen Abstieg der Menschlichkeit …

1944:

„Bis zur endgültigen Kapitulation des Dritten Reiches hielt Miegel an ihrer Treue zum Regime fest. In einer NSDAP Propagandaschrift verfasste sie zur ‚Kriegsweihnacht‘ 1944 eine letzte Hitler-Huldigung: […]“

In „Literatur und Dichtung im Dritten Reich“ von Joseph Wulf kann nachgelesen werden, weshalb 1935 kein „Schiller-Preis“ vergeben wurde:

„Mit Rücksicht darauf, daß mit der Verleihung dieser außergewöhnlichen staatlichen Anerkennung nur ein im nationalsozialistischen Geiste schaffender Dichter größten Formats in Frage kommen kann, ein entscheidendes Übergewicht aber zur Zeit noch bei keinem Werke bzw. keiner Dichtererscheinung vorliegt, hat die Kommission vorschlagen, den Preis als solchen diesmal nicht zu vergeben, sondern nach Artikel 11 der Satzung als Werkhilfen oder in anderer Weise für dramatische Dichter zu verwenden.“

In der Preisverteilungskommission war auch Dr. Agnes Miegel … Sie prüfte also Werke auf ihren „nationalsozialistischen Geiste“ hin, mußte recht genau wissen, was „nationalsozialistischer Geist“ ist, sie wußte also, wovon sie sprach und schrieb, wenn sie bekannte, Nationalsozialistin zu sein, von Beginn an, bis zum massenmörderischen Ende der nationalistischen Totaldiktatur des deutschen reiches

Aber Helge Morgengrauen singt gegen Agnes Miegel in der von einem Abgeordneten des österreichischen Parlaments geführten ZZ ein Entlastungslied für Agnes Miegel. Vielleicht glaubt Helge Morgengrauen Agnes Miegel es deshalb nicht, wenn sie schreibt, sie sei ein „Nationalsozialist“, weil er nicht einmal sich selbst glauben kann, was er schreibt …

Zum Abschluß ein paar Zeilen aus dem morgengrauenschen Entlastungsliedern:

Das vielleicht Sonderlichste für einen Artikel zuerst: „Seit 1969 bewahrt die Agnes-Miegel-Gesellschaft in Bad Nenndorf das Erbe der Dichterin. Die Gesellschaft ist im Agnes-Miegel-Haus am Agnes-Miegel-Platz“ und dann folgt die gesamte Adresse mit Hausnummer, Postleitzahl, Ort, Telefonnnummer und E-Mail-Adresse von Kopp Marianne …

„Ihre Balladen zählen unbestritten zu den ganz großen literatischen Leistungen des deutschen Schrifttums. Gerade diesen Gedichten und Balladen kommt aber heutzutage besondere Bedeutung zu, lebt in ihnen doch das Andenken an die verlorene deutsche Heimat im Osten.“

„Welch unwürdiges Schauspiel die Bundesrepublik Deutschland zur Zeit bietet, kann man deutlich genug an den immer wieder aufflammenden Umbennungsdiskussionen erkennen. Auch in Ahlen in Westfalen sind die roten und grünen Bilderstürmer unterwegs und wollen gleich vier Umbennnungen durchführen.“

„Am 27. Februar 1945 flüchtet Agnes Miegel aus dem brennenden Königsberg über die Ostsee nach Swinenmünde, wo sie nur mit knapper Not einem US-amerikanischen Terrorangriff entging. In Dänemark, wo sie Zuflucht fand, wurde sie in dem Lager […] ehe sie 1946 nach West-Deutschland kam, wo sie zunächst bei der Familie von Münchhausen gastlich aufgenommen wurde.“

Zu Münchhausen fiele auch noch vieles ein – nicht nur, was beispielsweise in „Literatur und Dichtung im Dritten Reich“ oder in „Literatur und Ästhetik des deutschen Faschismus“ von Günter Hartung nachgelesen werden kann, somit auch über diesen Freiherrn, der 1945 Selbstmord …

Welcher Dichtung – und das ist fast keine Frage mehr – sonst kann in einem von einem freiheitlichen NR geführten Magazin Rosenkränze der Bewunderung gebetet werden, als eben von diesen Dichterinnen und Schriftstellern, in einem Magazin, in dem erst vor kurzem ein italienischer Neofaschist gefragt wurde, ob es „nicht folgerichtig wäre, mit den rechten Kräften Österreichs zu kooperieren, wenn Sie den Faschismus wirklich wiederbeleben wollen“

FPÖ-ZZ: Statt ein Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz „lieber den millionenfach straffrei abgetriebenen Kindern“

Der identitären Gemein-Schaft ist das Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz nach wie vor eines, das ihre Kornblumenstengel knickt. Und sie möchte ihre Kornblumenstengel wieder steil in die Höhe stehen haben. Wofür eine weitere Ausgabe der von einem NR geführten ZZ massiv zum Einsatz kommt. Zum einen wieder einmal durch Leserbriefe, diesmal gleich durch drei lange und eine ganze Seite in Anspruch nehmende, zum anderen wieder einmal durch Walter Seledec, der auf der Scholle der Gesinnungstreue eine Ikone der NS-Massenmordtotaldiktatur auftreten läßt, um sich und die Seinen als „verantwortungsvolle Patrioten“ …

Zur Zeit 44-2014 - OpferrassismusWas alles der ZZ der identitären Gemein-Schaft allein seit Mitte September 2014 gegen dieses Denkmal zum Wiederaufrichten ihrer Kornblumenstengel auf der Scholle ihrer Gesinnungsehre eingefallen ist, ist nicht wenig: „Schandmal“, „Zivilisationsschande“, „Kameradenverräterdenkmal“ „Proletarisches Gedankengut übelster Sorte“, „Landesverräter“, „entehrter Feigling“ … Aus dem Reich ihrer Einfälle kommt in der aktuellen Ausgabe 44-2014 vom 31. Oktober 2014 in einem Leserbrief „Opferrassismus“ hinzu. Unter „Opferrassismus“ versteht Jürgen Jauch aus Linz: „Denkmäler der Wehrmachtssoldaten zu besudeln“ …

Zur Zeit 44-2014 Patriot SeledecAber die stringenteste Argumentation gegen das Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz und für das Wiedereraufrichten der Kornblumenstengel bleibt in der aktuellen Ausgabe dem „Schriftleiter der Aula“ vorbehalten. Martin Pfeiffer argumentiert zwar nicht logisch. Er muß für seine Argumentation zwar Geschichte ausblenden und die Geschichte, wie sie bei Fackelschein in seinem Lager erzählt wird, einblinden. Aber dafür argumentiert Martin Pfeiffer gesinnungsdeutlich, wenn er schreibt:

„Nun hat also auch Wien – wie viele andere deutsche Städte – ein Denkmal für Deserteure.

Abenteuerlich waren die Äußerungen des roten Heinz, der nach wie vor das Staatsoberhaupt mimt. Kein Vergleich zu seinen Vorgängern Rudolf Kirchschläger und Kurt Waldheim, denen eine Würdigung von Deserteuren niemals in den Sinn gekommen wäre! Fischer fand es ‚politisch, historisch, menschlich und moralisch‘ wichtig, diesen Leuten ein Denkmal zu setzen. Er redet von Moral, sollte aber lieber den millionenfach straffrei abgetriebenen Kindern ein Denkmal setzen, anstatt Personen zu ehren, deren Tun in jedem Staat mit Strafe bedroht ist.

Es kann sich eben nicht ein einzelner Soldat anmaßen zu entscheiden, ob bzw. wann er im Krieg die Uniform auszieht. Fischers Logik, die der von Freimaurern und Atheisten folgt, lautet: ‚Es ist ehrenhaft, in der Auseinandersetzung mit einer brutalen und menschenverachtenden Diktatur seinem Gewissen zu folgen.‘ Das eigene Gewissen – und sei es auch irrend oder einer abenteuerlichen Einstellung folgend – als das Maß aller Dinge? Aber warum nur in einer Diktatur auf das Gewissen hören? Bekanntlich verübten Armeen von Demokratien (USA, Israel) auch Kriegsverbrechen. Darf da der Soldat auch desertieren, Mr. Fischer?

Daß man erst nach fast 70 Jahren die Taten der Deserteure ehre, sei ‚etwas, wofür man sich entschuldigen muß‘. Wann würdigt eigentlich Fischer die hunderttausendfachen Vergewaltiger der Roten Armee, betonte er doch, daß die Wehrmacht ’nicht unsere Armee‘ gewesen sei?

Zur Zeit 44-2014 - Gesinnung ist allesEin deutlicheres gesinnungstreues Bekenntnis mit sorgsamem Blick auf österreichische Gesetze kann kaum noch formuliert werden, und das in einem Magazin, in der Ausgabe für Ausgabe in Österreich gewählte Mandatare und Mandatarinnen schreiben, in einem Magazin, das von einem Abgeordneten des österreichischen Parlaments geführt wird, also nicht des deutschen Parlaments, wie Martin Pfeiffer träumt, wenn er schreibt: „Wien – wie viele andere deutsche Städte“ … Und das in einem Magazin, in dem eine in Österreich und nicht in Deutschland gewählte Partei ganzseitige Inserate schaltet. Nachdem gegen das Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz und für das Wiederaufrichten der Kornblumenstengel nie der Hinweis fehlt, „auf Kosten der Steuerzahler“, ist die Frage berechtigt, mit welchem Geld finanziert die FPÖ diese Inserate? Zahlt sie diese Inserate mit dem Geld aus der staatlichen Parteienförderung, also mit österreichischem und nicht mit deutschem Steuergeld? Aber auch aus Deutschland kommt durch ganzseitige Inserate Geld herein, vom Hohenrain-Verlag, wie gestern geschrieben wurde, und in der Beurteilung dieses Verlages kommen Wörter vor wie „Revisionismus“

FPÖ-ZZ beklagt: „Demonstration gegen Salafisten war für die Sache wenig hilfreich“

Es ist nur ein mit „Red.“ gekennzeichneter kleiner Artikel in der aktuellen Ausgabe 44-2014 der ZZ der identitären Gemein-Schaft, aber der, wie es so schön heißt, Bände spricht, vor allem duch die Auslassungen …

Ausgelassen wurde beispielsweise, wer diese Demonstration in Köln anmeldete. Es war der stellvertretende Vorsitzende der Pro NRW, für die die identitäre Gemein-Schaft recht heftig hoffte und warb, mit ihr gemeinsam in das Europäische Parlament einziehen zu können, vorneweg Harald Vilimsky …¹

FPÖ-ZZ Hooligans - Auslassungen - VerharmlosungenAusgelassen wurde, wer noch alles mit den Hooligans marschierte, wer noch bei diesen Ausschreitungen am 26. Oktober 2014 dabei war …

Nicht aber ausgelassen wurde, wer an der Gegendemonstration – und hier ist es der Redaktion der ZZ, die von dem NR Wendelin Mölzer geführt wird, möglich, das Wort „Extremisten“ zu schreiben, ein Wort, das für die identitäre Gemein-Schaft nur in der Bildung mit „Links“ schreibbar zu sein scheint …

Auch wenn die „Demonstration gegen Salafisten für die Sache wenig hilfreich [war]“, ist es der Redaktion, die von dem NR Wendelin Mölzer geführt wird, doch ein Anliegen, die Gewalt der Hooligans, die für die ZZ die einzigen Teilnehmer an diesen „Krawallen“ waren, ein wenig kleinzureden, traditionell gesinnungsgemäß in die Verharmlosung auch die Gegenwart einzubeziehen. Bereits seit dem 26. Oktober 2014 wird gewußt, daß es „44 verletzte Polizisten“ gab, aber für die erst Tage später erscheinende ZZ, nämlich heute am 31. Oktober 2014, „sollen bis zum Abend mindestens 13 Einsatzkräfte verletzt worden sein.“

Hohenrain Verlag und FPÖ inserieren ganzseitig in der Zur ZeitWenn etwas zu ZZ der identitären Gemein-Schaft geschrieben wird, darf auch diesmal nicht der Hinweis fehlen, in dieses Magazin wird auch immer mit Beiträgen von gewählten Mandatarn und Mandatarinnen gefüllt, diesmal von NR Wendelin Mölzer und Landesrat Christian Ragger … Und wieder einmal ein ganzseitiges Inserat der FPÖ und sogar mit der richtigen Formulierung „Mehr Netto vom Brutto!“… Mit welchem Geld die FPÖ wohl die ihre ZZ unterstützt durch Inseratenschaltungen? Und es gibt ein zweites ganzseitiges Inserat, nämlich vom „Hohenrain-Verlag“ … Eine Beschreibung dieses Verlages wurde in die Collage montiert, und es wird nicht verwundern, in dieser Wörter wie „Rechtsextremismus“, „Rechtsradikalismus“, „Revisionismus“, „Volksverhetzung“ zu lesen …

¹ FPÖ PRO NRW und die „Hooligan-Krawalle: Bündnis der Gewalt“

FPÖ-Unzensuriert: „Man müßte Pumpguns austeilen“ und eine gefundene Softgun bei einem Asylheim

Es wurde nach dem „Anschlag auf abgeschiedenes Asylheim“, lautet die Schlagzeile vom „Kurier“, eine Softgun, wird berichtet, gefunden und sofort mußte daran gedacht werden, was erst vor einigen Tagen einer aus der Schreibstaffel der gesinnungsgemäß zensierten Website der identitäten Gemein-Schaft schrieb:

„Eine Glock? Das ist viel zu wenig. Man müßte Pumpguns austeilen.“

FPÖ und Verantwortung

Gestiegene Zustimmung zu: „Man müßte Pumpguns austeilen.“

Wie die Collage zeigt, wurde das und nicht nur das bis heute nicht gelöscht oder wenigstens kritisch kommentiert. Nichts. Ganz im Gegenteil. Die Zustimmung zum „Austeilen“ von „Pumpguns“ ist noch höher geworden. Die FPÖ muß darauf nicht mehr aufmerksam gemacht werden, daß sie eine Verantwortung zu übernehmen hat, für das, was in ihren Medien geschrieben wird. Besonders als eine gewählte Partei. Die identitäre Gemein-Schaft darauf aufmerksam zu machen, hat bisher, so die direkten Erfahrungen, noch nie dazu geführt, daß sie diese Verantwortung übernommen hätte. Sondern ganz im Gegenteil. Es kommen, wenn etwas kommt, Vorwürfe, einen „fehlgeleiteten Idealismus“¹ zu haben, oder ein NR der identitären Gemein-Schaft könne keine „Staatsgage“² …

Aber all diese erst kürzlich gegebenen Antworten aus den Reihen der identitären Gemein-Schaft müssen nicht wiederholt werden, diese können hier nachgelesen werden.

Darum wird es umso notwendiger und dringlicher und unaufschiebbarer, Wähler und Wählerinnnen ihre Verantwortung in Erinnerung zu rufen, was es heißt, Parteien zu wählen, die keine Verantwortung übernehmen wollen, sondern bloß mit dem Aufwiegeln der Menschen gegeneinander ihre Tröge bis oben hin füllen wollen. Wähler und Wählerinnen, die solche Parteien wählen, hussen, je mehr Aufhußstimmen³ sie bekommen, derartige Parteien noch weiter auf, ein gesellschaftliches Klima gegen Menschen …

² Was NR Gerhard Deimek zu „Vierteilen“ einfällt – „Staatsgage“

¹ FPÖ-Bundespressesprecher Karl Heinz Grünsteidl – Was ist ein „fehlgeleiteter Idealismus?“

Vorsicht, He.-Chr. Strache, er redet einen Bürgerkrieg herbei

Was wird aus einem freiheitlichen NR nach dem Verlust der Pfründe – ein Hooligan?

³ FPÖ PRO NRW und die „Hooligan-Krawalle: Bündnis der Gewalt“

FPÖ-Unzensuriert: „Seits schon bewaffnet? Hoffe doch!!!“

Ahnherr des Exorzismus und die Vierfaltigkeit

Jorge Mario Bergoglio, nun weit mehr bekannt unter seinem Pseudonym Papst Franziskus, ist vom Teufel derart besessen, daß er nicht nur vor einigen Monaten den Exorzistenverband offiziell anerkannte, sondern aktuell ein Schreiben verschickte, in dem er die Arbeit der Exorzisten – sind auch Frauen unter den Exorzisten? – zu „Liebe und Offenheit“ umdeutete, also menschgemäß so vorgeht, wie alle vorgehen, wenn sie ihre tatsächlichen dunklen Machenschaften verschleiern wollen, und sich dabei selbst als Edle und Gute auf dem Markt der Falschmünzer …

Papst Franziskus - Wer zu Gott betet - betet auch zum TeufelBei solchen Aussagen fällt in diesen Tagen sofort ein anderer Papst oder Anführer ein, der momentan die hysterische mediale Berichterstattung regiert, der Anführer oder Papst der Wüstengottmordbande – Brüderpäpste der absurdesten Anschauungen, Brüderweitergänger auf den blutigsten Wegen Organisierter Glauben durch die Geschichte der Menschheit. Und Exorzismus ist keine harmlose Handlung, kein Akt der Liebe und Offenheit, sondern … Was und wie abstoßend Exorzismus ist, schildert beispielsweise der Film „Requiem“ von Hans-Christian Schmidt sehr eindringlich. Es ist die filmische Nacherzählung, was einer Frau in den 1970er in Bayern tatsächlich passierte – sie verhungerte, weil zwei Priester an ihr den „Großen Exorzismus“ …

Papst Franziskus - Tod und TeufelÜbrigens, der Exorzismus geht auf das sogenannte Neue Testament zurück, auf das gar so als eines der Liebe dargestellte, treffender, auf dem Markt der Täuscherinnen als eines der Liebe und Nächstenliebe verkaufte … Und das führt direkt dazu, daß eigentlich nicht einem Gott der Dreifaltigkeit weiter gesprochen werden sollte, wenn überhaupt noch von Gott gesprochen werden sollte, sondern von einem Gott der Vierfaltigkeit: Vater Gott, Sohn Gott, Teufel Gott und Slibowitz, der in der Dreifaltigkeit den Markennamen Heiliger Geist … Wird nämlich bedacht, woher – will einmal großzügig den katholischen Erzählungen gefolgt werden – ursprünglich Satan kommt, aus dem Himmel, aus der Familie Gott, und zusätzlich berücksichtigt, daß der erste Weg von Jesus nach seinem Tod in die Hölle war, also zu Satan … Möglicherweise hatte Jesus eine dunkle Ahnung, daß seine Mutter ihn belogen hatte, als sie ihm Gott als seinen Vater nannte, während es tatsächlich der Bruder von Gott war … Und wen sucht ein Kind in äußerster Not und in kaltfeuchter Gruft liegend auf? An wen wendet sich ein verlassenes Kind? An seinen wahren Vater, und so brach Jesus zum Teufel, zu seinem tatsächlichen Vater auf. Weshalb Jesus dann doch wieder seiner Mutter glauben wollte, Gott sei sein Vater, weshalb Jesus dann doch seinen wahren Vater floh, darüber kann nur spekuliert werden, aber in dieser großen Spekulation der Religionen ist das Spekulieren nicht nur nichts Unrechtes, sondern Segnung, Salbung, erste Pflicht …

Weshalb Jesus nicht Satan als seinen Vater offiziell anerkannte? Vielleicht gefiel dem Sohn die Behausung seines wahren Vaters nicht, zu ärmlich, zu schäbig, zu … Vielleicht war es einfach auch Familienräson. Oder Gott, im Haß auf seinen Bruder, lockte den, um es in christlicher Tradition zu sagen, das Bastardl Jesus mit Luxus, ihn als seinen Vater … Und Jesus, ganz verwöhntes Kind, der sich auch mit 33 Jahren von seiner Familie nicht gelöst hatte, entschied sich für den, der ihm mehr bieten konnte … Das wird sich, wie bei Familien üblich, nie ganz klären lassen, etwas bleibt immer im Dunklen, unter irgend einem verschwiegenen Verbrechen leidet jede Familie. Irgend ein Tabu hält jede Familie zusammen, läßt jede Familie untereinander gegeneinander kämpfen, nicht wenige Familien zerbrechen auch an einem Tabu. Das erste Tabu der Familie Gott (die ebenfalls eine aus der Wüste und männerdominierte ist) scheint die Zeugung zu sein, in Unklarheit wird gehalten, wer wessen Vater, wer wessen Sohn und wer wessen Enkel ist. Wer zeugte mit wem all die Engel? Verschleierungsphantasien von Familien sind unendlich. Gut denkbar, daß Teufel zum gefallenen Engel gemacht wurde, um zu verbergen, daß er der Vater Gottes ist …Gott und Teufel also nicht Brüder sind, sondern Teufel Gott zeugte, der irgendwann, wie bei Bauern es heute noch üblich sein soll, seinen alten und nutzlos gewordenen Vater ins Ausgedinge, also in die Hölle schickte, und für diese Abschiebung in ein kärgliches Leben rächte sich Vater Teufel an seinem Sohn Gott und zeugte hinterrücks mit der von Sohn Gott verehrten Maria Jesus, die wiederum Josef hinterging, sich Josef marktschreierisch als Unbefleckte … Das alles muß aber nicht unbedingt weiter im Unklaren bleiben. Es muß bloß ein weiteres Kapitel, oder wie es auch genannt wird, noch ein Evangelium von noch einem Schriftsteller geschrieben werden. Aber welche Schriftstellerin will sich ihren Ruf dadurch noch ruinieren, an einem schlechten Roman weiterzuschreiben …