III. Präsident NR Norbert Hofer bei Kundgebung für Weltoffenheit

Wie aus Medienberichten zu erfahren ist, war auch III. Präsident NR Norbert Hofer auf der Gedenkveranstaltung auf dem Ballhausplatz. Wer seine identitäre Gemein-Schaft nur einigermaßen kennt, wer Norbert Hofer selbst nur einigermaßen kennt, kann bereits ermessen, wie weit es her ist, mit der Weltoffenheit in diesem Land, in dem eine solche Gemein-Schaft von derart vielen, viel zu vielen gewählt wird und nach aktuellen Meinungsumfragen in der Gunst der Wähler und Wählerinnen auf Platz 1 …

Die gestrige Veranstaltung am Ballhausplatz bot die seltene Gelegenheit, einmal so richtig nach freiheitlicher Art weltoffen sein zu können, wenn auch vor sich selbst uneingestanden, ohne aber den Geruch zu verströmen, identitärer Parteigänger und identitäre Parteigängerin zu sein …

Viktor Orbán spricht in Paris für den „europäischen Menschen“

Viktor Orban weltoffen in ParisEs mag möglicherweise hart und gar herzlos klingen, aber worum es bei den gestrigen Bekundungen tatsächlich ging, hat Viktor Orbán in Paris auf den Punkt gebracht. Er sprach zwar von Ungarn, aber er sprach tatsächlich von Europa und für Europa. Während eine Masse brav das verordnete Lied von Weltoffenheit und Freiheit und Demokratie in schönster sentimentaler Melodei zu singen hatte, so laut zu singen hatte, damit sie ja nicht selbst hören kann, weshalb sie auf so viele Plätze in Europa hingestellt wurde, sprach er:

„Die Wirtschaftsmigration ist eine schlechte Sache für Europa“, sagte er dem staatlichen ungarischen Fernsehen. „Man darf nicht so tun, als würde sie irgendeinen Nutzen haben, denn sie bringt nur Probleme und Gefahren für den europäischen Menschen. Deshalb muss die Einwanderung gestoppt werden.“

Es war wohl die seltenste Gelegenheit, im Namen von „Weltoffenheit“ gegen Weltoffenheit auftreten zu können, und sich dabei als guter und freier und tapferer Mensch fühlen zu können, gerade auch in Österreich, in dem ein Satiremagazin wie „Charlie Hebdo“ aufgrund entsprechender Gesetze wohl bereits nach einer Ausgabe ihr Erscheinen hätte einstellen müssen …

Viele persönliche Botschaften

Mit bewegenden Gesten haben Sportler auf der ganzen Welt am Wochenende der Opfer des Hungers auf der ganzen Welt gedacht. In der französischen und auch der spanischen Fußballliga gab es vor allen Spielen Schweigeminuten in den Stadien.

Contre faim

Was für „persönliche Botschaften“ es tatsächlich waren.

Bei seinem zweiten Platz beim Riesenslalom in Adelboden zählte Alexis Pinturault zu den französischen Skifahrern, die auf ihren Helmen „Armut zerstört Teilhabe“-Botschaften trugen. Auf dem Podium hielt Pinturault bei der Siegerehrung ein Blatt mit den Worten „Je skie spéculation“ in der Hand. „Es war mir wichtig, meine Solidarität zu zeigen“, sagte er.

Auch Pinturault war mit den Gedanken bei den Ausgeschlossenen

Vor dem Rugby-Spiel zwischen Toulon und Racing Metro wurde eine gemeinsame Schweigeminute aller Athleten mit langem Applaus bedacht. „Ich habe selten solch starke Emotionen in einem Stadion erlebt“, sagte Toulon-Coach Bernard Laporte. „Es gab eine echte Solidarität untereinander, und man hat gesehen, dass der Sport die Kraft hat, Menschen zusammenzubringen und zu vereinen.“

Anteilnahme auch in England und Italien

In der englischen Premier League widmete der französische Angreifer Bafetimbi Gomis von Swansea City seinen Kopfballtreffer zum 1:1 gegen West Ham United den Opfern der Spekulation auf der ganzen Welt. Gomis hielt nach seinem Tor eine Weltarmutsstatistik in die Höhe. „Ich wollte die Menschen unterstützen, von denen der Westen lebt. Es war wieder keine einfache Woche für die Menschen auf der ganzen Welt“, sagte Gomis. In der italienischen Serie A lief Lazio Rom beim 2:2 gegen den Stadtrivalen AS Roma mit Trikots mit der Aufschrift „Contre faim“ auf.

Die Lazio-Spieler bezogen ebenfalls Stellung

Auch in Montreal gab es eine Geste des Gedenkens. Vor der Partie der National Hockey League zwischen den gastgebenden Canadiens und den Pittsburgh Penguins wurde die Statistik, wie viele Menschen täglich weltweit hungers sterben, auf der Anzeigetafel und dem Eis gezeigt und über Lautsprecher verlesen.

Anmerkungen

Wie bereits Mahnwachen und Gedenken in Wien konnte auch dieser Bericht nicht geschrieben werden, weil eben auch diese „persönlichen Botschaften“ nicht abgegeben wurden. Wenn aber plötzlich in Sport-Veranstaltungen sich plötzlich Sportler (da es gemäß des tatsächlichen Berichts nur Männer waren, kann auf die Anführung von Sportlerinnen verzichtet werden) politisch äußern, von denen sonst erwartet wird, daß sie sich nicht politisch äußern, mehr, ihnen untersagt wird, sich politisch zu äußern, kann der hier veröffentlichten Fiktion nur ein Titel gegegeben werden: Die verordnete Weltoffenheit.

Mahnwachen und Gedenken in Wien

 

Am Nachmittag findet auf dem Ballhausplatz die Gedenkveranstaltung „Gemeinsam gegen den Hungermord“ anlässlich der sekündlichen Hungertoten in der Welt statt. Es werden bis zu 10.000 Menschen erwartet. Davor gibt es vor allen Botschaften Mahnwachen

ORF überträgt live

Mahnwache und Gedenken in Wien

Das berichtet der ORF heute tatsächlich.

Der ORF überträgt die Gedenkstunde im Rahmen einer Sonder-ZIB live von 16.00 bis 17.00 Uhr in ORF2. Die Veranstaltung wird auch per Livestream in der ORF TVthek gezeigt.

Eingeladen zur Gedenkveranstaltung auf dem Ballhausplatz hat die Bundesregierung gemeinsam mit den Glaubensgemeinschaften. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) riefen dazu auf, ein klares Zeichen der Solidarität zu setzen. Neben Vertretern aus Politik und der Sozialpartner nehmen an der Veranstaltung auch Bundespräsident Heinz Fischer, internationele Diplomaten, NGOs und Vertreter sämtlicher Religionsgemeinschaften teil. Auch die Öffentlichkeit ist eingeladen. Mehr dazu in Hunger weltweit – Zahlen und Fakten.

Barbara Stöckl moderiert, Staatsopernchor singt

Bei einem noch nie stattgehabten Gedenken am BallhausplatzBei der einstündigen Gedenkveranstaltung, die um 16.00 Uhr beginnt, singt der Chor der Wiener Staatsoper. Ensemblemitglieder des Burgtheaters werden Texte von Bertold Brecht, Peter Handke und Gotthold Ephraim Lessing lesen. Weiters wird eine Proklamation der Bundesregierung vorgelesen. Die Regierung spricht sich darin gegen eine mörderische Gewinnsucht aus. Auch eine Schweigeminute im Gedenken an die Opfer wird abgehalten. Moderiert wird die Gedenkveranstaltung von Barbara Stöckl.

Die Polizei erwartet bis zu 10.000 Teilnehmer. Die Polizei geht von einer friedlichen Gedenkveranstaltung aus.

Mahnwachen vor Botschaften

ORF Bericht als Vorlage für einen Bericht über eine Veranstaltung die es noch nie gab

ORF-Bericht als Vorlage für einen Bericht über eine Veranstaltung, die es noch nie gab. Es könnte aber eine sein, die dazu beiträgt, solche Veranstaltungen, wie die heutige, nicht mehr haben zu müssen.

„Um den weltweiten Kampf gegen den gemachten Hunger zu unterstützen und unsere republikanischen Werte von sozialer Gerechtigkeit endlich umzusetzen, unsere Ablehnung von Ausbeutung und ungestraften Mord durch Hunger erneut zu äußern, treffen wir nicht das letzte Mal in einem würdigen und feierlichen Rahmen zusammen“, heißt es von den Veranstaltern der Mahnwachen vor den Botschaften.

Links:

„Jedes Kind, das verhungert, ist ermordet worden“

„Nahrungsmittelspekulation“

Rathausfahnen auf Halbmast

„Hungerprofite“

Staatsterror ist im Westen zu ehren und zu hofieren

 

„Die politisch korrekte Genozidunterstützung“ – Eine mölzerische Erleichterung

FPÖ Zur Zeit 1-2-2015

FP-ZZ: „Doch diese angeblichen Menschenfreunde sind in Wahrheit Unterstützer des Völkermordes. Die passive Unterstützung des islamischen Genozids an zahllosen Völkern durch bereitwillige Umvolkung wird zur Christenpflicht erklärt. Dies ist ein neuer Höhepunkt des menschenverachtenden Zynismus der Multikulti-Lobby!“

Es darf Georg I. Nagel nicht dem eitlen Irrtum erliegen, es werde ihm je besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Das gilt auch für seinen Kommentar in der Nummer 1-2 vom 9. bis 15. Jänner 2015 der ZZ unter der Schlagzeile „‚Bereicherung‘ für die EU – Die politisch korrekte Genozidunterstützung“.

Schriebe er das, was er schreibt, auf einer von ihm selbstgebastelten Webpage beispielsweise, wer fände das je unter den Abermillionen von Dummheiten, Gehäßigkeiten, Falschheiten und bösartigen Unterstellungen, die nanosekündlich in das Internet ausgeschieden werden? Und vor allem, wer fände das je erwähnenswert? Niemand.

Aber Georg I. Nagel scheidet nicht aus, um für sich allein Lesestoff abzusondern, dessen Geruch nur ein für ihn selbst wohlriechender ist, weil eben Eigengeruch nie als ein stinkender Geruch wahrgenommen werden kann. Das von ihm Ausgeschiedene aber wird zuerst von einem gewählten Mandatar in diesem Land beschnuppert und dann wird von ihm damit das Blatt beschmiert, das von ihm, dem gewählten Nationalratsabgeordneten, also von NR Wendelin Mölzer, geführt wird …

Es könnte nun gesagt werden, Georg I. Nagel hat einen Leser gefunden, der es, so unglaublich das auch empfunden werden mag. für veröffentlichungswert hält, auch wenn es sich dabei um einen Abgeordneten des österreichischen Parlaments handelt, also um NR Wendelin Mölzer … Aber Georg I. Nagel sondert seine Kommentare nicht unter Schreibkameraden ab, die keine gewählten Mandatare und Mandatarinnen sind, sondern seine Ausscheidungen sind ebenbürtig platziert neben den Kommentaren von gewählten Mandatarinnen und Mandataren der identitären Gemein-Schaft, also in der dieswöchigen Nummer vereint mit einem Kommentar von dem gewählten Mandatar Wendelin Mölzer …

Zur Zeit 1-2-2015 Neujahswünsche und ganzseitiges Inserat

Neujahrswünsche gewählter Mandatare und Mandatarinnen. Und auch in der Nummer 1-2/2015 wieder einmal ein ganzseitiges Inserat der FPÖ – finanziert von?

Wie Sie der Collage entnehmen können, wünschen in der dieswöchigen Nummer wieder recht viele gewählte Mandatare und Mandatarinnen der identitären Gemein-Schaft „allen Lesern und Freunden der ‚Zur Zeit‘ ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2015“ … Darunter sind auch welche, die beispielsweise auch im letzten Jahr für die ZZ Proben ihres Schreibkönnens und ihrer Geistesfähigkeiten abgaben.

Und wenn Sie sich nun dazu die recht sonderlichen und kaum als qualifizierte einzustufenden Äußerungen von gewählten Mandataren und Mandatarinnen der identitären Gemein-Schaft beispielsweise zu Asyl und Zuwanderung in Erinnerung rufen, kennen Sie auch den Kreis der Leser und Leserinnen des Georg I. Nagel, dem nicht nur ein bereits oben namentlich erwähnter gewählter Mandatar angehört, sondern … Soher werden Sie verstehen, daß ein zu ignorierender Georg Immanuel Nagel nicht ignoriert werden kann, weil er viel erzählt, ohne es zu erwählen wollen, über jene, die ihn lesen und wieder gewählt werden wollen …

In der Nummer 1-2 schreibt auch ein nun seit längerem schon wieder zum gewöhnlichen Schreibkameraden Herabgestufter, nämlich Wendelin-Väterchen Andreas Mölzer, der, nachdem er kein gewählter Mandatar der identitären Gemein-Schaft mehr ist, aufgrund der Qualität seiner Ausscheidungen auch Georg Immanuel Nagel heißen könnte, womit bloß gezeigt werden will, wie unterschiedslos die geistigen Ergüsse in dieser Gemein-Schaft zwischen gewählten aktiven und ehemaligen Mandataren und Nichtmandatarinnen …

Um also doch noch auf einen Kommentar eines Georg Immanuel Nagel ein wenig beispielshaft einzugehen, wird der vom ehemaligen Mandatar Andreas Mölzer abgesonderte Kommentar „Wir sind PEGIDA“ herangezogen, in dem er schreibt:

Und schließlich erklärte Merkel: “Heute rufen manche montags wieder ‚Wir sind das Volk‘. Aber tatsächlich meinen sie: Ihr gehört nicht dazu – wegen Eurer Hautfarbe oder Eurer Religion.“ Hier sei sie an das Grundgesetz erinnert, welches klarstellt, daß Volksdeutsche keine Ausländer sind. Und noch deutlicher heißt es im Bundesvertriebenengesetz: ‚Deutscher Volkszugehöriger im Sinne dieses Gesetzes ist, wer sich in seiner Heimat zum deutschen Volkstum bekannt hat, sofern dieses Bekenntnis durch bestimmte Merkmale wie Abstammung, Sprache, Erziehung, Kultur bestätigt wird.“ Und Millionen Bundesdeutsche wollen, daß die Volkszugehörigkeit auch weiterhin durch Abstammung und Kultur bestimmt wird, auch wenn dies den Verfechtern der multikulturellen Gesellschaft ein Dorn im Auge ist.

Das schreibt im Jänner 2015 ein ehemaliger Mandatar der identitären Gemein-Schaft … Das hat nagelsche Qualität. Aber weil Andreas Mölzer einmal ein Mandatar war, meint er, an Gesetze erinnern zu müssen, um seiner Absonderung das Gewicht eines ehemaligen Mitbschließers von Gesetzen … Wie sehr bereits der Artikel 116 des Grundgesetzes von Deutschland, auf den sich der zum Georg Immanuel Nagel herabgestufte Andreas Mölzer offensichtlich bezieht, selbst dem von ihm Gemeinten widerspricht, dafür reicht es im Grunde schon aus, diesen vollständig zu zitieren:

(1) Deutscher im Sinne dieses Grundgesetzes ist vorbehaltlich anderweitiger gesetzlicher Regelung, wer die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder als Flüchtling oder Vertriebener deutscher Volkszugehörigkeit oder als dessen Ehegatte oder Abkömmling in dem Gebiete des Deutschen Reiches nach dem Stande vom 31. Dezember 1937 Aufnahme gefunden hat.

(2) Frühere deutsche Staatsangehörige, denen zwischen dem 30. Januar 1933 und dem 8. Mai 1945 die Staatsangehörigkeit aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen entzogen worden ist, und ihre Abkömmlinge sind auf Antrag wieder einzubürgern. Sie gelten als nicht ausgebürgert, sofern sie nach dem 8. Mai 1945 ihren Wohnsitz in Deutschland genommen haben und nicht einen entgegengesetzten Willen zum Ausdruck gebracht haben.

Zur Zeit FPÖ - Volksdeutsche - Erklärung DudenEs muß das nicht weiter groß ausgeführt werden. Bei Interesse kann auch nachgelesen werden, was es bereits 1988 für eine Debatte um das Grundgesetz gab, wie darüber in der Ausgabe 45/1988 des Wochenmagazins „Der Spiegel“ berichtet wurde. Bereits damals ging es dabei um das Thema Asyl. Eigentlich ein erschreckender Stillstand, seit Jahrzehnten kein Vorwärtskommen. Im Gegenteil sogar …

Es ist wieder einmal bezeichnend, daß Andreas Mölzer den Begriff Volksdeutsche verwendet. Die Geschichte des Begriffes ist leicht zu recherchieren, und die Suchergebnisse werden nicht überraschen. Es wäre tatsächlich überraschend, wenn es bei einem aus der identitären Gemein-Schaft einmal anders wäre … Der Duden beispielsweise führt für den Begriff Volksdeutsche an: „Gebrauch: besonders nationalsozialistisch“ …

Saudi-Arabien – Staatsterror ist im Westen zu hofieren und zu ehren

Die Morde in Paris machen wieder einmal die gesamte Heuchelei und die gesamte Verlogenheit des Westens kenntlich. Was für ein Geschrei um die Bedrohung der Pressefreiheit, der Meinungsfreiheit, was für tapfere Aufläufe auf den Straßen für Pressefreiheit und Meinungsfreiheit, wie unbeugsam gebären sich nun Journalisten und Journalistinnen, sie werden weiter mutig unabhängig berichten – ach …

Abdullah - HollandeNun werden die Mörder in ganz Frankreich gejagt, und ganz Europa jagt mit. Wie töricht auch diese Mörder sind. Und wie unbelehrbar. Denn. Um Pressefreiheit, Meinungsfreiheit, Grundrechte auslöschen, Menschen umbringen zu können, bedarf es eines Staates. Da die Mörder von Paris weltanschaulich mit dem saudi-arabischen Königshaus verwandt sind, hätten sie von diesem lernen können, wie Menschen wirklich mit der eigenen Weltanschauung terrorisiert werden, wie Pressefreiheit wirklich vernichtet wird, wie Grundrechte der Menschen wirklich nicht anerkennt werden, wie Menschen wirklich umgebracht werden, und dabei dennoch weiter geehrt und hofiert zu werden …

Aber das Lernen allein wäre ein unnützes gewesen. Denn. Es fehlte ihnen die wichtigste Voraussetzung, die erste Bedingung für ein gelobtes Terrorisieren, für ein anerkanntes Morden – ein Staat, ein Königreich …

Und dabei spielt Österreich eine herausragende Rolle. Dieses Österreich mit der unabhängigsten und mutigsten Presse, seit es eine Presse gibt. In Österreich ist einem König, der weltanschaulich auch mit den Mördern von Paris verwandt ist, ein Tempel des Personenkults gewidmet. Die Hofknickse vor diesem Königshaus aus der österreichischen Provinz sind Legende. Und aktuell wird das blutrünstige Exempel an Raif Badawi wieder einmal mehr zur Lehrstunde für solche Mörder, wie jenen von Paris, wie es tatsächlich gemacht werden muß, um einerseits die Reputation im Westen nicht zu verlieren, und andererseits Presse- und Meinungsfreiheit zu zerstören.

Und noch etwas zeigen die Morde von Paris wieder einmal drastisch auf. Wie erhebt sich der Westen in seiner Eigenwahrnehmung über die Menschen, die weltanschaulich aktuell den Mördern von Paris zugeschlagen werden, wie feiert sich der Westen in seiner Selbstwahrnehmung als Festung der Zivilisation – ach … Sippenhaftung, oh, was für eine Perle der Zivilisation. Kaum begehen ein paar Menschen Morde aus bestimmten weltanschaulichen Motiven, marschiert der Mensch der ach so hochstehenden Zivilisation des Westens los, um alle Menschen, die er dieser Weltanschauung zuordnet, in Sippenhaftung zu nehmen, gegen sie Anschläge zu verüben …

 

La satire vit – Mahomet n’est qu’un cadavre

Es will noch nicht eingestimmt werden in die Verurteilung, daß es religiös motivierte Morde waren, die heute in Paris verübt wurden. Denn die Mörder sind noch nicht gefaßt. Noch ist alles im Dunkeln. Zu viel, was aufklärungsbedürftig ist. Wie die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet, haben sich die Mörder zuerst in der Adresse geirrt, schon an der falschen Adresse geschossen, und hatten anscheinend genügend Zeit, zum größten Bedauern, um doch noch die Adresse für ihre geplanten Morde zu erreichen, sie hatten auch noch Zeit, Passanten und Passantinnen zuzurufen, was diese über ihre Herkunft den Medien sagen sollen …

Die Welt - Morde in Paris - 7-1-2015Eine falsche Fährte zu legen, nichts leichter als das, gerade in einer Zeit, in der in Europa derart hysterisch auf den Organisierten Glauben des Islams reagiert wird. Ein paar Worte schreien, wie Mohammed sei gerächt und Allah sei groß, genügt bereits, daß in ganz Europa und einschließlich den Vereinigten Staaten die Morde für geklärt erklärt werden. Aber wer tatsächlich die Morde verübt hat, was das tatsächliche Motiv für diese Morde war, wird erst tatsächlich geklärt sein, wenn die Mörder gefaßt worden sind.

Dieser Vorbehalt, daß noch nicht mit endgültiger Sicherheit gesagt werden kann, wer die Mörder sind und was ihr Motiv für die Morde war, ist mitzudenken, bei dem, was hier geschrieben wird.

Wenn es also tatsächlich religiös motivierte Morde waren, ist es ein Hohn, wenn der amerikanische Präsident in einer ersten Reaktion davon spricht, „unsere Gebete sind bei den Opfern“. Die Mörder haben mit Bestimmtheit auch gebetet, und ihre Gebete kurz davor werden auch bei den Menschen gewesen sein, die sie dann ermordeten … Gebete zu Gott, zu Allah, zu – wie immer diese Phantasiefiguren auch noch genannt werden -, gebieren Opfer … Goya hatte nicht unrecht damit, daß der Schlaf Ungeheuer gebiert -, er hätte jedoch, um ganz genau zu sein, die blutige Konsequenz daraus hinzufügen müssen, aber dann erwachen die Ungeheuer in ihrem Schlaf …

Gerade und auch die Geschichte von „Charlie Hebdo“ zeigt, daß der sogenannte Westen jetzt nicht das große Recht hat, als der große Verfechter und Verteidiger der Pressefreiheit aufzutreten. Und es ist im Grunde noch nicht so lange her, daß das Vorgängermagazin verboten wurde; aber damals ging es nicht um den Organisierten Glauben des Islams … Und die sofort aufheulende Klage, das sei ein Anschlag auf die Pressefreiheit, das sei ein Anschlag auf die Meinungsfreiheit, zeigt, wie schlecht es um die Presse- und Meinungsfreiheit auch heute noch bestellt ist, wenn drei erbärmlichen Mohammed Allahs zugestanden wird, Presse- und Meinungsfreiheit zu gefährden. Kein Mord kann Presse- und Meinungsfreiheit bedrohen, gefährden oder gar auslöschen, aber die Reaktion auf, wenn als Konsequenz auf derart motivierte Morde Gesetze verabschiedet werden, die zur massiven Einschränkung der Presse- und Meinungsfreiheit und weiterer Grundrechte führen, unter der falschen und untauglichen Annahme, diese könnten derartige Morde verhindern. Derartige Gesetze sind die Gefahr und müssen zugleich von solch motivierten Mördern und Mörderinnen als Loblied auf sie empfunden werden, sie auch noch anspornen, mit dem Morden weiterzumachen. Was derartige Mörder und Mörderinnen verdienen, ist ihre vollkommene Preisgabe als lächerliche und brutale Figuren, aber mit keiner Handlung und mit keinem Wort sind ihre abscheulichen Taten dadurch aufzuwerten, sie könnten irgend etwas bedrohen, sie wären für irgend etwas eine Gefahr. Sie sind nur Mordende. Und für Mordende gibt es entsprechende Gesetze. Das ist die einzige Antwort, die es geben darf, und nicht durch Anlaßgesetze, die unter dem Titel „Anti-Terror-Gesetze“ laufen, ihnen noch Beihilfe zu leisten, um das zu erreichen, was sie durch ihre Morde niemals erreichen könnten, beispielsweise die Vernichtung der Presse- und Meinungsfreiheit.

Wenn es also tatsächlich religiös motivierte Morde waren, sind die Mörder nicht nur äußerst brutal, sondern im gleichen Ausmaß lächerlich. Die verbreiteten Videos zeigen Mörder, die auf der Straße umherlaufen, als würden sie den Film „Heat“ nachspielen. Ist das nicht erbärmlich? Da kommen sie, wie die Mörder in einem „perfekten Französisch“ verkündet haben sollen, aus dem „Jemen“ und würden „al-Qaida“ angehören, und müssen doch einen westlichen Film nachspielen, um Morde begehen zu können.

La satire vit - Charlie Hebdo

La satire vit. Mahomet n’est qu’un cadavre.

Wenn es also tatsächlich religiös motivierte Morde waren, kann den Mördern nur zugerufen werden: Die Satire lebt! Die Satire lebt! Die Satire lebt! Und das beweisen die Mörder selbst. Denn das ist reinste Satire. Jemanden rächen zu wollen, von dem nicht einmal mehr Knochen über sind. In solchen Momenten wird es bemängelt, nicht zeichnen zu können, ach, was für herrliche Karikaturen könnten dann mit solchen Mördern gezeichnet werden, wie sie, zum Beispiel, alle maskiert als Robert de Niro, gen Mekka liegen und den Klumpen Erde, auf den gerade kurz davor noch ein Hund gepißt hat, als Mohammed anreden und anbeten und dem Mohammedhundverpißtenerdklumpen versichern, ihn gerächt zu haben …

Wer ebenso für das Zeichnen untalentiert ist, sollte das auch tun, nämlich Karikaturen von „Charlie Hebdo“ veröffentlichen. So viele als möglich. Unter der Schlagzeile:

La satire vit. Mahomet n’est qu’un cadavre.

Und damit er endlich das ist, was er ist, nämlich ein toter Toter, sollte er auch nicht mehr karikiert werden. Auch Karikaturen tragen dazu bei, ungewollt und unbeabsichtigt, daß er nicht endlich das ist, was er seit Jahrhunderten bereits wirklich ist, nämlich tot. Und seine Wiedergänger und Wiedergängerinnen, zu denen möglicherweise auch die Mörder von Paris gehören, geben genügend Stoff ab, auch für Karikaturen …

Wie, Manfred Bockelmann, war das mit Onkel Erwin, Eurotank und der NS-Zwangsarbeit?

In „Der Auschwitz-Kitsch des Manfred Bockelmann“ wurde bemängelt, Manfred Bockelmann hätte sich zu allgemein der NS-Zeit mit seinen Kinder-Zeichnungen genähert, wo er doch mit seinem familiären Umfeld …

Erwin Bockelmann - Onkel von Manfred Bockelmann und seinem Bruder der ein Sänger warVielleicht wußte Manfred Bockelmann einfach nicht, wo konkret beginnen, mit den Nachforschungen – mit dem Vater? Vielleicht einmal mit dem Onkel. Nein, nicht mit dem Onkel Werner, der 1957 Oberbürgermeister von Frankfurt am Main wurde, wie sein Bruder, der Schlagersänger war, in seinem „Steckbrief“ stolz vermerkt und so viele Medien in Österreich es nun abschrieben, sondern mit Onkel Erwin, den der Bruder in seinem „Steckbrief“ nicht erwähnt und auch die Medien erwähnten ihn nicht in ihren Todesnachrichten mit „Steckbrief“, diesen so erfolgreichen Mann der Öl-Industrie 

Mit Erwin Bockelmann also könnte der Neffe einen neuen Versuch der Auseinandersetzung unternehmen, also konkreter und nicht gar so allgemein und fern … Mit Onkel Erwin, über den „Der Spiegel“ in seiner Nr. 21/1963 berichtet:

„Nach dem Studium des Allgemeinen Maschinenbaus an den Technischen Hochschulen in Hannover, Berlin-Charlottenburg und München trat Erwin Bockeimann 1934 in die Dienste der Europäischen Tanklager- und Transport-AG, die ihn mit dem Aufbau ihrer Eurotank-Raffinerie in Hamburg-Finkenwerder beauftragte. Bereits 1935 wurde er Vorstandsmitglied.“

In „Der Mann mit dem Fagott“ nimmt Onkel Erwin aber eine enorm wichtige Rolle ein, dem Bruder des Malers war es doch sehr wichtig, daß Onkel Erwin seine Leistungen als Schlagersänger schließlich doch noch anerkennt, daß das doch etwas Solides ist, die Schlagersängerei, kurz um, eine Leistung zum Anerkennen auch durch einen Mann der Öl-Wirtschaft … Ein Hinweis auf diesen gar so erfolgreichen Onkel im „Steckbrief“ jedoch hätte vielleicht Erinnerungen wachgerufen, die so gar nicht …

Holocaust - Manfred BockelmannWie war das mit den Leistungen und der Rolle des Onkel Erwin in der NS-Zeit? Immerhin ab „1935 Vorstandsmitglied“ und beauftragt mit dem „Aufbau ihrer Eurotank-Raffinierie in Hamburg-Finkenwerder? Vielleicht findet es Manfred Bockelmann heraus, und malt es, dann aber in Öl … Im Film-Trailer „Zeichnen gegen das Vergessen“ sagt Manfred Bockelmann einen Satz, den er als Leitsatz für den nächsten Versuch nehmen kann: „Aber es gibt immer noch eine Schuld, und das ist die Schuld, wenn ich das leugne, dieses Verbrechen.“

Es soll Manfred Bockelmann, der sich mit dieser Zeit schon gar so künstlerisch auseinandersetzte, der Vortritt gelassen werden. Das jedoch ist keine großzügige Geste. Denn. Die Zeit vor 1945 will hier nicht behandelt werden. Nur, eine kleine Hilfe, wenn er nicht wissen sollte, wo beginnen:

„Die gleichen Zwangsarbeitergruppen und zusätzlich männliche KZ-Insassen waren auch bei seiner ursprünglichen Arbeitsstelle bei Euro-Tank, Finkenwerder, beschäftigt. ‚Grauenvoll war, daß sich die KZ-Häftlinge abends, bevor sie auf Schuten ins Lager zuriickgefahren wurden, bei uns Zementtüten geholt haben und sie sich um den Leib gewickelt haben, um es ein bißchen warm zu haben.'“

PS Zwei Neffen, ach so bemüht darum, Anteil daran zu haben, Licht in eine dunkle Vergangenheit zu bringen, und vergessen dann einfach, beispielsweise auf Onkel Erwin … Es wird gehofft, das verärgert Manfred Bockelmann nicht, aber wer selbst einen Scheinwerfer einschaltet, nur um sich selbst zu bestrahlen, darf sich nicht wundern, daß weitere einfach eingeschaltet werden müssen, um noch besser zu sehen, was im …

Zeichnen zum Vernebeln – Der Auschwitz-Kitsch des Manfred Bockelmann

Als im Jahr 2013 Wien voll war mit den Plakaten der Ankündigung der Ausstellung „Zeichnen gegen das Vergessen – Manfred Bockelmann“ verursachten diese Zeichnungen von Kindern auf den Plakaten, die in der nationalistischen Massenmorddiktatur des deutschen reiches ermordet wurden, ein Unbehagen, eine Ahnung, es stimme daran etwas nicht, und es wurde der Entschluß gefaßt, diese Ausstellung nicht zu besuchen.

Nun, da sein Bruder, der ein Schlagersänger war, tot ist, kommt die Erinnerung an diese Ausstellung und macht das damalige Unbehagen endlich erklärlich. Erklärlich dadurch, wie bereitwillig so viele Medien in diesem Land einen dem Bruder schmeichelnden Steckbrief veröffentlichten, der den Vater des Malers und des Sängers …

Es ist ein Zeichnen nicht gegen das Vergessen, es sind Bilder der Vernebelung, es sind Bilder für das Vergessen, es soll vergessen werden, wie der Vater von Manfred Bockelmann und seinem Bruder, der ein Schlagersänger war, involviert war in das totalitäre Massenmordregime …

Die Zeichnungen des Manfred Bockelmann aber sind bloßer Auschwitz-Kitsch. Das allein würde ihm noch positiv und hoch anzurechnen sein, einen Beitrag gegen das Vergessen zu leisten. Jedoch derart allgemein diese grausame Geschichte zu behandeln, muß ihm zum Vorwurf gemacht werden. Denn. Gerade er hätte aufgrund seiner Familiengeschichte tatsächlich etwas Konkreteres beitragen können, um etwas über die Verbindungen, über die Gegebenheiten zu berichten, die zu solchen Grausamkeiten führen … Aber Manfred Bockelmann zog es vor, das Thema weit entfernt von seiner Familie, weit entfernt von den Schlössern in Kärnten anzusiedeln … Das wäre wohl viel mehr und vor allem keine angenehme Arbeit gewesen, vor allem zusätzlich noch, hätte er dabei einbezogen, wie es nach 1945 …

Carmen Nebel österreichischer intellektueller Folklore eröffnet Bockelmann-AusstellungSein „Zeichnen gegen das Vergessen“ begründete Manfred Bockelmann mit einem rührenden Gedanken, er wollte die Kinder zeigen, um die niemand geweint hätte – ach, waren das alles Waisen  und ganz ohne Verwandte und Freunde und Bekannte, die allein abgelegen in tiefen Wäldern seit ihrer Geburt lebten, aus denen sie dann von den Nazis und Nazissen zum Ermorden herausgeholt wurden? Hätte Manfred Bockelmann Kinder der Gegenwart gezeichnet, die heute auf der ganzen Welt Opfer der grausamsten Verbrechen sind und sekündlich werden, wäre das ein Zeichen gewesen, das ihm hoch anzurechnen wäre …

Aber das tat er nicht. So bleiben es Zeichnungen von einem Sohn bloß, dessen Vater NSDAP-Mitglied und NS-Bürgermeister war, und menschgemäß ist es anzuerkennen, daß ein Sohn einen Versuch unternimmt, etwas zur Aufklärung und zur sogenannten Aufarbeitung … Aber mit diesem Umfeld, in diesem Umfeld – da hätte Manfred Bockelmann vieles zu erforschen und dann zu erzählen, darf angenommen werden, auch, daß er dafür einen leichten Zugang haben müßte … Das wäre aufschlußreich, aber nicht Zeichnungen der Allerweltsbetroffenheit und der Allerweltsgeschichten abzuliefern …

Bockelmann Manfred Klavierspiel zum Auschwitz-KitschAuf der Website von Manfred Bockelmann ist ein Ausschnitt von einem Film zu sehen, in dem auch über die Eröffnung dieser Ausstellung berichtet wird. „Wenn diese Türen aufgehen, meine Damen und Herren, ziehen Sie sich warm an.“ Das sagt in seiner Eröffnungsrede der Carmen Nebel der intellektuellen Folklore in Österreich … Türen hat Manfred Bockelmann keine aufgemacht, jedenfalls zu keinen Zeichnungen, die rechtfertigen, daß er sich dieser Grausamkeit angenommen hat … Die Türen zu den Schlössern nicht nur in Kärnten hätte er aufreißen sollen, und nicht nur die Türen zu der Zeit vor 1945, vor allem die Türen zu der Zeit danach, wie es da weiterging, als sich alle wieder frische Socken anzogen, um zum Lerch auf einen Tanz … In diesem Film kommt unweigerlich auch sein Bruder, der ein Sänger war, vor, und brudergemäß sind für ihn die Zeichnungen gleich „groß“ … Und noch etwas ist in diesem Film zu sehen, in dem über dieser Grausamkeiten berichtet wird, sich Manfred Bockelmann erklärt, weshalb diese Zeichnungen er machen muß, es ist zu sehen, wie schön Manfred Bockelmann in dem schönen Innenhof eines schloßartigen Gebäudes Klavier spielen kann …

Eines aber ist Manfred Bockelmann hoch anzurechnen, im Gegensatz zu seinem Bruder, der ein Schlagersänger war, präsentiert er auf seiner Website wenigstens keinen schmeichelnden, zurechtgerückten „Steckbrief“ seiner Familie, sondern erzählt wohltuend nur von sich selbst und seinem Werdegang … Das hebt ihn weit über seinen Bruder, der ein Schlagersänger war …

Vielleicht erzählt Manfred Bockelmann eines Tages doch die konkrete Geschichte, als einen weiteren Beitrag, der verstehen läßt, wie es auf den Schlössern in dieser grausamen Zeit zugegangen ist, aber auch nach dem Untergang dieser totalitäten Massenmorddiktatur …

Identitäre Partei in der Pflicht des Kapitals

Gerade in diesem Jahr – 2015 – mit den vielen Wahlen werden sich Wähler und Wählerinnen die Frage dringlich vermehrt stellen müssen, wollen sie tatsächlich eine Partei wählen, die sich als „Eigentumspartei“ und als „identitäre Partei“ selbst bezeichnet, die im „Wiederbeleben des Faschismus“ die Zukunft sieht. Das ist aber zugleich auch eine Frage, die jedem Wahlberechtigten und jeder Wahlberechtigten besonders in diesem Jahr direkt zu stellen sein wird, die anklingen lassen, die FPÖ wählen zu wollen.

Als „Eigentumspartei“ bezeichnete Norbert Hofer – III. Präsident NR – die FPÖ in seinem aktuellen Interview, und er begründet damit das „klare Nein zur Vermögensbesteuerung“. Damit wird wieder einmal mehr als deutlich, wessen Lied diese Partei singt. Es ist das Lied des Kapitals. Korrekt wäre es also gewesen, wenn Norbert Hofer gesagt hätte, die FPÖ ist eine Partei des Kapitals. Kapital und Faschismus, eine Verbindung, die – wie auch aus der Geschichte heillos bekannt – nicht für das Wohl des sogenannten Volkes je eingegangen wird, sondern zu dessen Auspressung, Ausblutung. Und das ist der Wesenskern derartiger Parteien der Vergangenheit, die gar so von sich behaupteten und weiter behaupten, für das sogenannte Volk, für die Menschen zu sein, die kein Vermögen haben, die nichts besitzen, sondern gerade einmal irgendwie im Leben durchkommen. Und es sind genau diese Menschen, die stets die Zeche für solche Parteien zahlen müssen. Bei der identitären Gemein-Schaft, die in der Tradition solcher Parteien steht, muß nicht einmal weit in die Vergangenheit gegangen werden, um ihren Verrat an den Menschen, die sie wortreich zu vertreten behauptet, aufzeigen zu können; es reicht der Hinweis auf die letzte Regierungsbeteiligung auf Bundesebene und auch auf kärntnerischer Landesebene. Was haben allein diese zwei Beteiligungen allen Menschen in diesem Land bereits gekostet …

FPÖ - Eigentum - Pegida - HoferDaß Norbert Hofer in diesem Interview „Pegida“ verteidigt, ist nicht überraschend. Denn das ist die Linie dieser Gemein-Schaft, von He.-Chr. Strache aufwärts. Deswegen hätte dieses Interview gar nicht erwähnt werden müssen. Denn. Wenn von Norbert Hofer, von einem formal höchsten Staatsamtssitzer in diesem Land, einmal etwas gehört wird, das mehr mediale Verbreitung findet, dann ist es entweder etwas recht Einschlägiges oder etwas recht Absurdes …

Daß für Norbert Hofer ein Peter Fichtenbauer ein recht geeigneter Kandidat für die Hofburg wäre, ist gut nachvollziehbar. Mit Peter Fichtenbauer als bundespräsidentlicher Hausherr könnte dann der WKR-Ball vulgo Akademikerball zum Staatsball erhoben werden, in fichtenbauerischen  Präsidentsansprachen würden gesinnungstreue Gruppierungen, denen die FPÖ kameradschaftlich verbunden ist, mit echt wohlwollenden Worten bedacht werden, also das wäre aktuell „Pegida“ … Jedoch, Peter Fichtenbauer ist noch kein Bundespräsident, zum Glück, denn ein positives präsidiales Wort über „Pegida“ würde mit Sicherheit nicht zum Ansehen Österreichs in der Welt beitragen. Beschädigt hat es Norbert Hofer aber jetzt schon in rechter Tradition seiner Gesinnungsgemein-Schaft und in recht treuer Nachfolge von Martin Graf, mit seiner „Pegida“-Verteidigung und „Pegida“-Preisung, immerhin ist er einer der höchsten Staatsamtssitzer in Österreich …

Wie weit wollen Wahlberechtigte, die diese identitäre Gemein-Schaft bereits wählen oder immer noch wählen oder gar zum ersten Mal wählen wollen, zum Schaden von allen Menschen in diesem Land und letztlich auch zum Eigenschaden noch gehen? Genügt es denn nicht endlich, beweist nicht auch ein Norbert Hofer weiter und weiter, daß eine Stimme für diese Gemein-Schaft nur eine Untergangsstimme ist, eine Untergangs- und Aufhußstimme gegen alle Menschen in diesem Land und eine Untergangs- und eine Aufhuß- und am Ende eine Wegwerfstimme gegen die Stimmenden selbst …

Zur Nachlese, eine kleine Auswahl:

FPÖ-Formel: Rechtsextremismus ist gleich Patriotismus

Norbert Hofer – Von Burschenschaften bis Chemtrails

„Pegida“

Peter Fichtenbauer

FPÖ – Rolex und Paläste