Nationalratswahl in Österreich am 15. Oktober 2017 – Kein Zurück zum Dreiparteienparlament, keine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre!

Österreich Nationalratswahl Oktober 2017 - Keine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie

Der sogenannte Wahlkampf zur Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 in Österreich hat noch nicht in seinen krassesten Ausformungen begonnen. Aber alles steht bereits unter dem Zeichen der Nationalratswahl im Oktober. Und seit langem schon ist, besonders in diesem Jahr forciert, der Eindruck nicht mehr zu löschen, die massenmedial breiteste Vermittlung ist die, es gäbe in Österreich bloß drei Parteien, die zur Wahl stünden.

Das kann billig dem Einfluß amerikanischer Western auf Journalisten und Journalistinnen geschuldet sein, der Liebe zum Duell, allerdings einem besonderen Duell, das durchaus tief in die österreichische Seele blicken läßt, dem duel ménage à trois

Es kann aber auch abgründiger sein. In diesem Fall sind die Eigentümer und die Eigentümerinnen österreichischer Massenmedien zu befragen, was sie sich davon versprechen, von dieser breitesten Zuspitzung auf bloß drei Parteien, was für einen Gewinn sie sich davon erwarten, die österreichische Parteienlandschaft auf drei Hügelchen, die nicht höher als Maulwurfshügel sind, zu reduzieren, was die Hintergründe ihrer Politik sind, massenmedial breitest beitragen zu wollen, massenmedial breitest dafür die Tasten zu schlagen, daß es in Österreich wieder zu einem Dreiparteienparlament, wieder zu einer Dreiparteiendemokratie, wie es sie in den 1960er Jahren gegeben hat, kommt.

Diese Dreiparteiendemokratie dauerte sehr viel länger, nämlich bis 1986. Erst 1986 schaffte es eine vierte Partei, in das Parlament gewählt zu werden. Wenn aber die derzeitige geistige Zugerichtetheit und geistige Hergerichtetheit des Landes Österreich berücksichtigt wird, können nur die 1960er Jahre herangezogen werden. Denn. Nichts deutet darauf hin, daß es in diesem Land einen Willen zum gesellschaftspolitischen oder überhaupt zu irgendeinem Aufbruch, wie in den 1970er Jahren vor allem und im Grunde nur eine Partei im Grunde tatsächlich diesen wirklichen Willen hatte zum Aufbruch, bei dem eine zweite Partei widerwillig, schleppend und viertelherzig mitmachte, gibt.

Und wenn nun massenmedial breitest so getan wird, es gäbe bloß drei Parteien zu wählen, weil eben durch diese nackte Zuspitzung auf diese drei Parteien alle anderen Parteien in das Dunkel gestoßen werden, in die Unwichtigkeit verbannt werden, es sich nicht einmal lohne darüber nachzudenken, andere Parteien als ebendie drei Parteien zu wählen, propagieren österreichische Massenmedien die Rückkehr zum Dreiparteienparlament, zur Dreiparteiendemokratie minus Aufbruch, wie dieser in den 1970er Jahren stattfand, also Rückkehr zum Dreiparteienparlament der 1960er Jahre, Rückkehr zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre, Rückkehr also, so kurz wie schlecht gesagt, zum Österreichgrau der 1960er Jahre.

Der harmloseste Gewinn, wenn es denn nicht abgründiger ist, für österreichische Massenmedien würde bei einer Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre sein, ihre bequeme und einfältige respektive dreifältige Berichterstattung legitimieren zu können. Denn. Es gäbe halt nur drei Parteien, österreichische Politik sei eben auf ländisch christliche Dreifalt reduziert. Sie, die Massenmedien, würden ja gerne von Vielfalt berichten, aber die österreichischen Wähler und Wählerinnen sind nicht für Vielfalt … Wenn aber massenmedial Vielfalt breitest verschwiegen wird, wenn aber massenmedial Dreifalt breitest berichtet wird, kann das Ergebnis nur Einfalt sein.

Die größte Schimäre bei dieser massenmedial breitesten Zuspitzung auf bloß drei Parteien ist allerdings, daß es sich hierbei um ein Duell zwischen diesen drei Parteien handelt. In Wahrheit ist es ein Duell der drei Parteien gegen alle anderen Parteien in diesem Land. Und die Sekundantin dieser drei Parteien sind die Massenmedien in diesem Land. Es wird der Sekundantin Nachteil wohl gar nicht sein, gegen die anderen Parteien vor der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 für die drei Parteien zu feuern, das heißt, genauer, für die drei Parteien alle anderen Parteien totzuschreiben.

Und diese drei Parteien stehen heute, um es noch einmal zu verdeutlichen, für die drei Parteien der 1960er Jahre, keine einzige dieser drei Parteien mit dem Willen, mit der geringsten Idee zum Aufbruch, wie es diesen in den 1970er Jahren in Österreich gegeben hat. Es treibt sie, die drei Parteien, einzig an, die machtparteipolitische Aufteilung nach dem unseligen Muster der 1960er Jahre. Und dabei ist es noch schlimmer als in den 1960er Jahren. Denn. In den 1960er Jahren konnten Unterschiede zwischen diesen drei Parteien wohl leicht noch ausgemacht werden. Im Jahr 2017 sind die Unterschiede nur noch mikroskopisch feststellbar. Und das spricht vor allem gegen eine Partei, die für den Aufbruch in den 1970er Jahren an erster Stelle stand. Was spricht gegen die zweite Partei, nun, kurz … sie macht mit, sie machte sogar bei einem weit zurückliegenden Aufbruch mit, aber sie braucht dazu stets wen, von dem sie dirigiert wird, dann macht sie mit, zwar viertelherzig, zwar widerwillig, zwar schleppend, aber doch … Über die dritte Partei? Zur dritten Partei ist gar nichts zu sagen. Die dritte Partei hat ihren „ausgeprägten Patriotismus“, und diesen nicht erst seit den 1960er Jahren …

Die Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 in Österreich wird soher auch eine sein, muß eine sein, in der die Wählerinnen und Wählern den Massenmedien in Österreich die Vielfalt in Österreich fern ihrer erschriebenen Wirklichkeit beweisen, also vor allem die Parteien wählen, die von den Massenmedien permanent totgeschrieben werden, weil sie sich bequem mit den drei Parteien in die Dreifaltigkeitsdemokratie der 1960er Jahre legen wollen, zum Nutzen der drei Parteien und dadurch vor allem zu eigenen Nutzen.

Es gibt für die Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 daher für alle Wählerinnen und Wähler nur eine Parole: Keine Rückkehr zum Österreichgrau der 1960er Jahre. Keine Rückwahl zum Dreiparteienparlament der 1960er Jahre. Keine Rückkehr zur Dreiparteiendemokratie der 1960er Jahre. Eine Demokratie der Vielfalt, eine Demokratie auf der Höhe der Zeit haben zu wollen, heißt für die Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 vor allem, keine der massenmedial breitest propagierten drei Parteien zu wählen.

PS Um es mit einem technischen Beispiel anschaulich zu machen, was eine Rückkehr, eine Rückwahl zur Dreiparteiendemokratie der 1960er bedeutet. Eine Rückkehr zu dieser ist vergleichbar mit der Rücknahme, mit der Vernichtung eines technischen Fortschritts, die Aufgabe und die Auslöschung der Farbphotographie, die Rückkehr zur Schwarzweißphotographie.

Österreich Nationalratswahl 15-10-2017 Keine Rückwahl zum Dreipareienparlament der 1960er Jahre

 

 

Anstatt IHR zu danken, hadert Allah im Gebet mit seiner Göttin Demokratie

Allah hadet im Gebet mit seiner Göttin Demokratie

Allah hadert unwissend im Gebet mit Demokratie.

  Ohne Demokratie wäre Allah unbekannt, stumm, gesichtslos, und das weiß Allah, deshalb betet er zur Demokratie, anerkennt er, daß sie über ihm steht, auch wenn er, wie es genannt werden könnte, mit negativen Gebeten seine Huldigung spricht. Das ist nicht verwerflich. Das hat Tradition. Das Hadern mit seiner Göttin. Aber das ist ein Beweis, daß es sie gibt, die Göttin Demokratie. Drei solcher Gebete sollen heute vorgestellt werden. Sie wurden in den letzten Stunden von Allah gesprochen, geschrieben und verbreitet. Allah hat viele Namen. Einer ist Firas H. In Abwandlung von einer Aussage von Martin Luther, die er auf einen anderen Organisierten Glauben münzte, daß nämlich jeder Mensch ein Papst ist, kann für den Glauben von Firas H. gesagt werden, jeder Mensch dieses Organisierten Glaubens ist ein Allah – also auch Firas H. Und was alle Allahs ihm, Allah, dessen Gebete hier zitiert werden, nicht bieten können, das verschafft ihm, Allah, die Göttin Demokratie. Vielleicht hatte er in seinem jungen Leben schon sogenannte Schicksalsschläge hinzunehmen, die er, um eine Schuldige zu finden, der Demokratie anlastet, und darum dieser Zorn auf sie. Vielleicht hat sie sich ihm nicht in der Pracht offenbart, ihn nicht eindrücklich genug zur Teilnahme eingeladen, wie er sich das von ihr gewünscht hätte. Und darum dieser Zorn auf sie und dieses Hadern mit ihr. Aber, (wie es so schön heißt:) offen gestanden, die Beweggründe, die psychische Verfaßtheit eines Mitläufers, eines Mittäters der Mordwüstenbande wollen hier nicht behandelt werden. Warum auch immer also die Flucht in die Wüste, die Flucht vor der Demokratie. Es war eine vergebliche Flucht. Denn auch in der Wüste ist sie ihm gegenwärtig, auch in der Wüste ist er ohne sie nichts. Oder vor allem in der Wüste ist er ohne sie nichts, bloß einer in der Reihe, namenlos zum Morden und zum Sterben aufgestellt. Ohne sie bleibt er in der Wüste ein stummer und unbekannter und gesichtsloser Allah, einer, den seine Familie bloß kennt, ein paar Freunde noch, ein paar Lehrerinnen, vielleicht auch noch der Gemüsehändler in seiner Wohnstraße in Wien …

Allah ruft zornig seine Göttin Demokratie an

Allah beschimpft im Gebet Demokratie dafür, daß er seine Meinung äußern und Menschen lächerlich machen kann.

Aber jetzt, in der Wüste, hat er der Demokratie alles zu verdanken. Er hat ihr zu verdanken, daß er ein Gesicht hat. Er hat ihr zu verdanken, daß er eine Stimme hat. Er hat ihr zu verdanken, daß er bekannt ist. Er hat ihr zu verdanken, daß er medial vor allem in dem demokratischen Land, aus dem er in die Wüste zog, umschmeichelt wird, etwa damit, ein „Rockstar“ zu sein. Obgleich bis jetzt noch nichts davon gehört wurde, daß Allah singt oder überhaupt singen kann, wie es von einem „Rockstar“ … Oder, daß medial betrauert wird, ihn verloren zu haben. Es versucht wird, sich in ihn hineinzuversetzen, Empathie zu entwickeln. Das alles hat Allah der Demokratie zu verdanken. Und auch, daß er in der Wüste seine Meinung äußern kann, hat er der Demokratie zu verdanken. Denn, wo äußert er seine Meinung? Auf der Plattform des Unternehmens Facebook, einer Firma aus einem weiteren demokratischen Land. Daß Allah nun so viele digitale Freunde hat, auch das verdankt er der Demokratie. Er hätte also gar keine Gründe für negative Gebete. Daß sich Medien aus einem demokratischen Land um Interviews mit ihm bemühen, er welche geben kann, auch das verdankt er der Demokratie. Daß ihm attestiert wird, kein Dummkopf zu sein – auch das. Allah selbst aber bescheinigt mit seinen negativen Gebeten, nichts zu wissen, unwissend zu sein, beispielsweise was in der Demokratie erlaubt ist und was nicht. In Wahrheit bleibt Allah nur eines, sich in den Sand zu werfen, und der Demokratie Abbitte zu leisten, für seinen Zorn, seinen Hader, seine Undankbarkeit. Aber die Demokratie ist eine seltsame Göttin. Sie will keine Gebete, keine Abbitte, keinen Ablaß, nur Allah glaubt, daß sie über ihm steht, daß sie eine zu bekämpfende Göttin ist, eine Herrscherin ist, während sie nichts anderes ist, als eine, in der auch Allah seinen absurden Kampf …

Allah hadert im Gebet mit Demokratie

Hätte Allah sich vor seiner zornigen Flucht in die Wüste ein wenig nur informiert, er hätte mit seinen Meinungen eine seine rechte Heimat auch in Wien finden können, in der freiheitlichen Gemein-Schaft.

Und diese Nachsicht der Demokratie mit den jugendlichen Allahs aufgrund ihres Alters ist ihrem blinden Auge wohl geschuldet, oder, ihrem religiösen Auge – das ist ein und dasselbe Auge. Denn nicht alle Jugendlichen, auch jene nicht, die viele Jahre jünger als Allah sind und heute nicht unter Mördern und Mörderinnen leben, die heute morden, für die sie keine Propaganda heute betreiben, können auf diese Nachsicht zählen, die etwa irgendwo ein Hakenkreuz schmieren, schon ein einziges geschmiertes Hakenkreuz wird ihnen zum Tribunal … Auch wenn zwischen den jugendlichen Allahs und den jugendlichen Rechtsextremen Parallelen … Hier hat die Demokratie höchsten und dringendsten Handlungsbedarf. Es kann sogar ein sehr alter Mensch, der sogar selbst eingesteht, mit siebzehn Jahren bei der Waffen-SS gewesen zu sein, heute noch Gefahr laufen, daß sein ganz und gar unnazihaftes Lebenswerk genichtet wird. Beinahe wäre das beispielsweise Günter Grass vollständig passiert. Unerbittlich wird sogar von einem Siebzehnjährigen Verantwortung eingefordert, Milde abgelehnt, Erklärungsversuche verweigert, verurteilt, Empathie zu einem tatsächlichen Fremdwort erklärt. Das entschiedene Auftreten gegen Wiedergänger und Wiedergängerinnen des Faschismus, des Hitlerismus muß  Vorbild sein im Auftreten gegen Weiterbetätiger und Weiterbetätigerinnen von Organisierten Glauben … Aber auch die anderen Allahs in der Wüste haben der Demokratie zu danken, etwa jener Allah, dessen Hilflosigkeit gesehen wurde, bemerkt wurde, wie hilflos Allah in der Wüste stand, knapp davor, als er zum Mörder wurde … Und daß diese drei negativen Gebete von dem neunzehnjährigen Allah hier veröffentlicht werden, auch das hat er der Demokratie zu verdanken. Auch wenn er als Unwissender damit vorgeführt wird. Aber das muß in einer Demokratie ausgehalten werden. Und es ist nie zu spät, ein Wissender zu werden, auch für Allah. In dieser Hinsicht ist aber die Demokratie gefordert, denn nicht alle schaffen es von alleine, den Wert einer Demokratie zu erkennen. Die Demokratie selbst scheint ermüdet zu sein, ihre Werte extensiv und intensiv darzustellen. Dabei ist das, wie auch die negativen Gebete von Allah zeigen, notwendiger denn je.

Die kriminisierte Schweiz – Vorbild freiheitlicher Demokratie

Die freiheitliche Gemein-Schaft schiebt, wenn sie von direkter Demokratie spricht, die Schweiz als Vorbild vor.

Kriminisierte Schweiz - Freiheitliches Vorbild direkter DemokratieWie sich die freiheitliche Gemein-Schaft Demokratie tatsächlich vorstellt, hat nun Johann Gudenus stellvertretend für die gesamte freiheitliche Gemein-Schaft wieder bloßgelegt. Er findet es reif, daß es keine geheime Wahl gibt, alle sehen können wie alle abstimmen. Eine Ordnung für überall. Die totale Transparenz. Wie sie Freiheitliche lieben. Das Volk zieht in Tracht und mit Blasmusik hinaus zur Abstimmungsurne und schwingt dabei jauchzend schon ihre ihnen abgewünschte Antwort, und sollt‘ eine nicht gewünschte Antwort dabei sein, trägt sie fort von der Scholle der Wind …

Wenn also die freiheitliche Gemein-Schaft von direkter Demokratie spricht, meint sie eine kriminisierte …

Kriminisierte Demokratie - Freiheitliche Gemein-SchaftNS Es muß für Johann Gudenus und Ewald Stadler ein nostalgisch erhebender Besuch auf der Krim gewesen sein, in Sehnsucht an die Tage im Winter erzeugenden Frühling, als auch hierzulande mehr oder weniger einhundert Prozent für einen Anschluß, für diese Perversion einer Demokratie … In Erinnerung daran wird ihnen an der Abstimmung auf der Krim eine Nachlässigkeit doch noch aufgefallen sein, den sie, so historisch beschlagen wie sie sind, nicht begehen werden wollen, der nicht gewünschten Antwort typographisch den gleich großen Platz als der gewünschten Antwort einzuräumen. Dieser Stimmzettelfehler in der kriminisierten Abstimmung kostete möglicherweise die paar Prozentpunkte, um für den Anschluß ein 99,99-Prozent-Hurra …

Der Schutzinstikt gegen die Willkür geht verloren und auch Alfred Goubran verliert ihn

Die erste Reaktion vor Tagen war, sofort vergessen, dieses sonderliche Interview, von dem so gar nicht geglaubt werden kann, daß es überhaupt ein Gespräch war, sondern mehr das alleinige Abfassen eines Denkprobierzettels von Alfred Goubran, mit dem er Marie-Theres Egyed dann nicht zum Einkaufen aber in die Redaktion schickte, um etwas zu verkaufen, das immer öfters verkauft werden will …

Und ebendieser vermehrt versuchte Verkauf eines Ausschließgesellschaftsmodells läßt es nicht zu, diese Veröffentlichung durch die Tageszeitung „Der Standard“ zu übergehen … Es kann auch nicht damit abgetan werden, Alfred Goubran wisse einfach nicht, worüber er spricht. Und weil es eben kein solitärer Zugang von Alfred Goubran ist, kann dieser Denkprobierzettel nicht übergangen werden. Als jüngste Beispiele, in welche Reihe sich Alfred Goubran stellt, sei lediglich verwiesen auf Kevin, der seine Artikel mit Christian Ortner unterschreibt, und auf die freiheitliche Gemein-Schaft, die von einem elitären Reich träumt, in dem ebenfalls nicht alle wählen dürfen

Menschgemäß weiß Alfred Goubran nicht, wovon er spricht. Er hätte sonst jauchzen müssen, denn diese Ausschließgesellschaft ist zu einem Großteil bereits realisiert. Wie viele in Österreich bereits jetzt von Wahlen ausgeschlossen sind, er hätte im heurigen August bloß seine Denkprobierzettelveröffentlichungszeitung einmal genau lesen müssen, aber die Überheblichkeit eines sich wohl selbst als den idealen Wahlberechtigten Ansehenden läßt Genauigkeit nicht zu, er hätte dann auch nichts mehr zu sagen, treffender, zu plaudern, augenblicklich müßte er sogar mit dem Denkprobieren aufhören …

Alfred Goubran veröffentlicht einen Denkprobierzettel

„Der Standard“, 25. Oktober 2013

Es will, und das darf wirklich wörtlich genommen werden, nichts gegen Alfred Goubran geschrieben werden, aber es muß sofort und immer gegen Modelle einer Ausschließgesellschaft und Wegsperrgesellschaft geschrieben werden. Gegen diese Lockungen in eine Draußen-vor-derTür-Gesellschaft, zu der jene verlocken möchten, die als Türsteher und Türsteherinnen selektieren wollen, wer hinein und vor allem, wer draußen zu bleiben hat … Deshalb auch die Konzentration auf diesen Teil des Denkprobierzettels, obgleich es ein leichtes wäre, über den gesamten Denkprobierzettel ein -, aber es geht nicht um Alfred Goubran, sondern darum, daß wieder, ein weiterer aufritt …

Und solchen Aufritten ist stets und sofort entgegenzutreten, ist sofort die Frage eindringlich zu stellen, wohin führen solche Ausschließ- und Wegsperrgesellschaftsmodelle … In Letzte Einkehr notiert Imre Kertész am 11. September 2001:

„In Mittel- und Osteuropa [zeigen] die politischen Prozesse der letzten zehn Jahre, daß sie [die Demokratie] jederzeit zurücknehmbar ist. In diesen Ländern hat sich die Demokratie noch nicht als eine Existenzbedingung erwiesen; in diesen Gesellschaften hat sich noch kein spürbarer Schutzinstinkt gegen die Willkür entwickelt. Im Gegenteil, es haben sich eher jene Instinkte entwickelt, die der Überlistung durch eine Willkürherrschaft dienlich sind, dem Fortbestand und Überleben autoritärer Macht.“

Der Schutzinstinkt gegen die Willkür, von dem gemeint wurde, es würde diesen in Österreich geben, geht auch im sogenannten Westen und also auch in Österreich verloren, die Demokratie als Existenzbedingung will auch im sogenannten Westen und also auch in Österreich aus dem Gesellschaftsvertrag als Hauptbedingung gestrichen werden, von immer mehr Menschen und vor allem von jenen Menschen, die sich selbst als Spitzen der Gesellschaft verstehen … Dolche haben Spitzen, sie sind, das entspricht mehr der Wahreit, stickers of democracy …

PS Und haben nicht gerade am 29. Oktober 2013 die Wählerinnen und Wähler im Parlament vorgezeigt, was herauskommt, wenn nur eine sehr privilegierte Schicht wählen darf? Mit ihrer Wahl von Norbert Hofer zum Dritten Nationalratspräsidenten … Von allen von dieser Wahl Ausgeschlossenen hätte Norbert Hofer keine achtzigprozentige Zustimmung erhalten …