Volksrepublik China – Dieses Imperium muß auseinanderbrechen

Liao Yiwu sagte in seiner heutigen Rede in Frankfurt anläßlich der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels an ihn, sechsmal in deutscher Sprache:

Dieses Imperium muß auseinanderbrechen.

Carte postale: Diese gemeinsame Sache mit den Henkern muß enden.

Es kann menschgemäß seiner heutigen Rede, was China selbst betrifft, nichts hinzugefügt werden, auch nichts, was Liao Yiwu über den Westen sagt, der mit den Henkern gemeinsame Sache macht, nur eines kann nicht ungeschrieben bleiben, das Wort Ekel und das Wort Abscheu … Auch vor jenen westlichen Architekten, die im Westen unter einem wolkenlosen Himmel als kritische Architekten sich bescheinen lassen, während sie in China mit ihren Bauten ein massenmörderisches Regime behübschen, verharmlosen, dem Regime als Willfährige und Kriechende und zugleich höchst Selbstverliebte diesen Mördern bestes Propagandamaterial betonieren …

Liao Yiwu hat in seiner heutigen Rede also u.v.a.m. ausgeführt:

Menschen morden. Das war die Methode, um das Fundament des neuen Staates zu legen. Darüber herrschte eine stillschweigende Übereinkunft von Mao Tsetung bis Deng Xiaoping. Während der großen Hungersnot zwischen 1959 und 1962 verhungerten im ganzen Land beinahe 40 Millionen Menschen. Kaum begann Mao Tsetung deshalb um seine Macht zu fürchten, blies er zum Kampf gegen reale und irreale Feinde und verpasste dem Volk eine Gehirnwäsche; während der Kulturrevolution zwischen 1966 und 1976 wurden 20 bis 40 Millionen Menschen zu Tode gefoltert; Mao hatte abermals um seinen Thron gefürchtet, also hieß es, noch stärker zum Angriff gegen die Feinde zu blasen und dem Volk noch mehr das Gehirn zu waschen. (…)

Im Juni 1989 sah die Kommunistische Partei ihre Macht erneut in Gefahr und setzte gut 200 000 Soldaten ein, um die Stadt Peking zu massakrieren.

Den Henkern die Hand schütteln und mit ihnen Geschäfte machen

Auch ich setze die Tradition des Erinnerns fort. Ich will auf Chinesisch, auf Englisch oder Deutsch meine Aufzeichnungen über die Opfer des Massakers mit der Menschheit teilen; und auch meine Überlegungen bezüglich des Auseinanderbrechens des chinesischen Reiches. Ich weiß nicht, wie viele Jahre es noch dauern wird, bis ich in das Land meiner geliebten Urväter zurückkehren kann.

Weltweit ist man der Ansicht, der wirtschaftliche Aufschwung Chinas werde zwangsläufig politische Reformen nach sich ziehen und aus einer Diktatur eine Demokratie machen. Deshalb wollen jetzt all die Staaten, die dereinst wegen des Tiananmen-Massakers (vom 4. Juni 1989) Sanktionen gegen China verhängten, die ersten sein, die den Henkern die Hand schütteln und mit ihnen Geschäfte machen. Obwohl dieselben Henker noch immer Menschen inhaftieren und umbringen, immer neue Blutflecken zu den alten hinzukommen und neue Gräueltaten die alten armselig aussehen lassen. Die einfachen Leute, die zwischen Blut und Grausamkeit ihr Dasein fristen müssen, verlieren dabei auch noch den letzten Rest Anstand.

„Unter dem Deckmantel des freien Handels macht der Westen mit den Henkern gemeinsame Sache“

Elend und Schamlosigkeit bedingen sich wechselseitig. Sie bestimmen unsere Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Nach dem Tiananmen-Massaker setzte sich die blutige Unterdrückung fort, gegen die Angehörigen der Opfer des Massakers, gegen Qigong-Gruppen, Falun-Gong, die Demokratische Liga Chinas, Beschwerdeführer, enteignete Bauern, Arbeitslose, Anwälte, Untergrundkirchen, Dissidenten, die Opfer des Erdbebens von Sichuan, die Unterzeichner der Charta 08, die Anhänger der Jasminrevolution, Tibeter, Uiguren und Mongolen – die Fälle häufen sich und die Tyrannei geht auf hohem Niveau weiter. (…)

Unter dem Deckmantel des freien Handels machen westliche Konsortien mit den Henkern gemeinsame Sache, häufen Dreck an. Der Einfluss dieses Wertesystems des Drecks, das den Profit über alles stellt, nimmt weltweit überhand.

Immer mehr Chinesen werden feststellen, dass es auch im demokratischen Westen weder Gerechtigkeit noch Gleichheit gibt und auch dort habgierige Funktionäre und andere Profitgeier sich schamlos nach dem Muster „dem Sieger gehört die Beute“ verhalten. Und so werden sie bald alle diesem Beispiel folgen, und in einer nicht allzu fernen Zukunft wird es an allen Ecken der Welt voll von chinesischen Betrügern sein, die um jeden Preis ihre Heimat verlassen wollen. Das Wertesystem des chinesischen Imperiums ist längst in sich kollabiert und wird nur noch vom Profitdenken zusammengehalten. Gleichwohl ist diese üble Fessel des Profits so weitreichend und verschlungen, dass sich die freie Welt der wirtschaftlichen Globalisierung noch ausweglos in ihr verheddern wird.

Freiheitliche ZZ betätigt sich als eifrige Wiederleserin von Robert Jan Verbelen, einem SS-Mörder und Revisionisten

Nach der Empfehlung von „Mister Inkognito“ in der Ausgabe 40/2012 der freiheitlichen ZZ nun in der aktuellen Ausgabe 41/2012 „Der Affe auf dem Galgen“ von Robert Jan Verbelen …

Es wird heute der Trafikant nicht gefragt werden, ob wieder in der freiheitlichen ZZ,  ohne diese zu erwerben zu müssen, geblättert werden darf, denn bereits bei „Mister Inkognito“ hat sich die Vermutung allein aufgrund des Inhaltsverzeichnisses bestätigt, Helge Morgengrauen werde den Spionageroman  u.a. als „spannend“ anpreisen, soher darf angenommen werden, daß auch „Der Affe auf dem Galgen“ nicht negativ besprochen werden wird, möglicherweise wieder von Helge Morgengrauen …

In den letzten zwei Ausgaben der freiheitlichen ZZ wird Robert Jan Verbelen als Autor von Spionageromanen also gleich zweimal hintereinander empfohlen -, ob in der nächsten Ausgabe schon seine revisionistischen Schriften empfohlen werden? Das ist nicht zu erwarten. Es soll wohl die positive Besprechung seiner Spionageromane die Leser und Leserinnen der freiheitlichen ZZ selber darauf bringen, sich mit allen Schriften des SS-Mörders und Revisionisten Robert Jan Verbelen zu befassen …

Die Betonung, warum hier ein drittes Mal auf die freiheitliche Wiederlesung von Robert Jan Verbelen reagiert wird, liegt nicht darauf, daß Robert Jan Verbelen ein SS-Mörder war, sondern darauf, daß er nach dem Untergang der nationalistischen Totaldiktatur des deutschen Reiches der Massenmorde und Massenverbrechen als Revisionist weitermachte -, und Revisionismus ist in dem Lager, in dem sich Robert Jan Verbelen nach 1945 bewegte, ein anderes Wort für Leugnung der Massenmorde und Massenverbrechen … Das ist der eigentliche und vordringliche Grund, weshalb auf seine Wiederlesung durch die freiheitlichen ZZ noch einmal eingegangen werden muß …

Für dieses Lager, in dem sich Robert Jan Verbelen bewegte, ist u.a.m. kennzeichnend zu behaupten, es stimme nicht, was über dieses Lager geschrieben werde, dieses Lager werde nur verleugnet und diffamiert, das Lager werde falsch interpretiert. Aus diesem Grund wurde auf die carte postale ein Zitat, wenn auch mit Widerwillen, geklebt, das belegt, nicht zum Beispiel das Dokumentationsarchiv des östereichischen Widerstandes sagt, Robert Jan Verbelen habe zahlreiche Bücher revisionistischen Inhalts verfaßt, sondern eine Gruppe, die für die Wiederherstellung des deutschen Reiches …

Für dieses Lager, in dem sich Robert Jan Verbelen bewegte, ist u.a.m. ebenfalls kennzeichnend zu behaupten, es müsse für „Meinungs– und Pressefreiheit“ gefochten werden … Allerdings mißbraucht dieses Lager die Meinungs- und Pressefreiheit, für die menschgemäß stets einzutreten ist, für das Leugnen von Massenmorden und Massenverbrechen, und dieses Lager verbreitet bewußt und vorsätzlich die Gleichsetzung von „Leugnung“ mit „Meinung“. Nebenher bemerkt, dieses Lager widerlegt sich selbst am besten, denn es gibt eine überbordende Nationalismus- und Revisionismus-Industrie, die gar nicht existieren dürfte, wäre es um die Meinungs- und Pressefreiheit derart schlecht bestellt, wie dieses Lager für seinen nationalistischen und revisionistischen Einsatz zu behaupten getrieben ist …

Und der vordringliche und eigentliche Grund, weshalb die freiheitliche ZZ nicht unbeachtet bleiben kann, ist, weil es die Plattform der freiheitlichen Spitzenmandatare ist, auf der sich die freiheitlichen Spitzenmandatarinnnen wohl zu fühlen scheinen, etwa Landesrätin und ehemalige Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin Barbara Rosenkranz in der Ausgabe 40/2012, zu der auch „Ostmärker“ Richard Melisch einen Artikel beisteuerte, oder Herbert Kickl, stellvertretender Klubobmann des freiheitlichen Parlamentsklubs, in der aktuellen Ausgabe 41/2012 gleich mit zwei Beiträgen …

NS Ob zu Robert Jan Verbelen in der freiheitlichen ZZ noch einmal zu schreiben sein wird, hängt von den nächsten Ausgaben der ZZ ab:

Robert Jan Verbelen – Freiheitliche verschwenden Steuergeld

Die freiheitliche ZZ liest wieder den zum Tode verurteilten SS-Obersturmführer

NNS Wer wohl wen inspiriert, mußte beim Lesen des Inhaltsverzeichnisses der aktuellen Ausgabe 41/2012 gedacht werden: „AKW Gurkfeld (Krsko)“ -, Harald Dobernig die freiheitliche ZZ oder die ZZ Harald Dobernig oder ist es eine gegenseitige Befruchtung im Bemühen um die deutsche Sprache über die engen Grenzen Kärntens hinaus?

Freiheitlichen ist mancher deutscher Vers wohl Anleitung

Das passende Logo auch für Frank Stronach als Team – das Wrack des blaßblauen Bündnisses

Es sollen, wird heute berichtet, oder, wird spekuliert, oder, werden Gerüchte medial verbreitet, weitere Abgeordnete des blaßblauen Bündnisses zu Frank Stronach als Team wechseln wollen …

Das scheint nicht unwahrscheinlich zu sein, wird bedacht, daß das eigentliche und wahre Logo der Blaßblauen das Wrack ist, diese blaßblaue Fraktion weder in eine Wahl noch aus einer Wahl vor allem je politisch fahrtüchtig herauskommen wird. Von daher wissen die blaßblauen Abgeordneten für sich selbst nur eine Rettung, los zu Frank Stronach als Team, wenn sie nicht wollen, daß ihnen das passiert, was Jörg Haider einmal einem sozialdemokratischen Funktionär unterstellte, nämlich Dauerkunde auf dem Arbeitsamt sein zu müssen, hätte er nicht sein Mandat.

Und daß es vor allem Blaßblaue sind, die zu Frank Stronach als Team wollen, vor allem es Blaßblaue sind, die Frank Stronach als Team unter sich haben will, verwundert gar nicht, denn zum einen sind Freiheitliche geübt darin, leichtfertig und bedenkenlos die Farbe zu wechseln, von der blauen zur blaßblauen aber auch wieder zur blauen zurück – sie sind insgesamt sehr biegsam, nicht nur inhaltlich, wie es der blaßblaue Abgeordnete Robert Lugar bei seinem hoffnungsvollen Wechsel, sich seinen Arbeitsplatz irgendwie weiter erhalten zu können, zu Frank Stronach als Team einbekannte:

Das war mir wichtig, damit ich mich nicht mehr inhaltlich verbiegen muss wie beim BZÖ früher.

Ob Erich Tadler sich auch „inhaltlich verbiegen“ -, eine entsprechende Äußerung ist nicht bekannt, dafür aber, daß er versuchte, sich von blaßblau auf blau wieder umzufärbeln, ehe er unter den Schirm von Frank Stronach als Team sprang, nachdem aus dem tadlerischen Versuch einer Karriere als Denkmalabwascher auch nichts wurde …

Die Blaßblauen werden Frank Stronach wohl auch viel Vertrauen entgegenbringen, er wird ihnen die Sicherheit vermitteln können, mit ihm werde es weitergehen, wie sie es kennen und gewohnt sind. Was die Blaßblauen so sicher macht, Frank Stronach als Team sei ihre aber sonst niemandes Rettung? Nun, ihr Jörg Haider als blaue Partei und ihr Jörg Haider als blaßblaues Bündnis hat mit Frank Stronach schon zu tun gehabt, etwa beim stronachschen Kauf des Schlosses Reifnitz, einem Geschäft, wie den Medien entnommen werden kann, das kaum eines zu nennen ist, für das die Überschrift „Transparenz, Wahrheit, Fairness“ die richtige …. Hinzukommen dürfte auch der Umstand, sich nicht umgewöhnen zu müssen, das kennen sie schon, sie müssen sich nur den neuen Namen merken -, von Jörg Haider als Partei zu … Robert Lugar sagte, er kenne jetzt das Programm, nicht das von Jörg Haider als Partei, sondern er kenne jetzt das Programm von Frank Stronach als Team, und er werde sich inhaltlich nicht mehr verbiegen müssen -, das kann nur eines heißen, das Programm von Frank Stronach als Team muß gänzlich ohne Inhalt auskommen …

Es ist kein also kein Neuwagen, den Frank Stronach als Team verkaufen will, sondern ein ebenso politisch Abgewrackter wie jener der Blaßblauen, und es ist zu hoffen, daß die Wählerinnen und Wähler zu den Wahlen ihre Brillen mitnehmen, um den Unterschied endlich ganz deutlich zu erkennen, und die unterschiedlichen blautönigen und die teamfarblosen Wracks also politisch endlich dort belassen werden, wo Wracks eben hingehören -, weder Landtage noch das Parlament sind und sollten vor allem nicht weiter politische und inhaltliche Müllhalden sein …

Auf das Internationale von Harald Dobernig reagiert Michael Spindelegger innerösterreichisch

Es wurde die Reaktion von Dr. Michael Spindelegger auf das Gesagte von Harald Dobernig zwar mit einer gewissen Irritation aber doch mehr über- als gelesen, und erst der heutige Hinweis von einem äußerst nahestehenden Menschen, das Spindeleggerische sei ärger als das Dobernigsche, veranlaßte zu recherchieren, ob Michael Spindelegger, Sie erinnern sich, er ist Vizekanzler und Außenminister und nach seiner eigenen Sprechweise Führer der christschwarzen Partei, ob er noch etwas anderes sagte, außer, er lasse sich das gute Verhältnis zu Slowenien nicht und auch nicht in die Suppe …

Michael Spindelegger hat, wie acht Ausschnitte auf der Ansichtskarte zeigen, tatsächlich nichts anderes gesagt, er hat nichts Zusätzliches gesagt, nicht einmal nachträglich, anläßlich seines Besuches in Slowenien, heute, am 9. Oktober 2012 – wie zwei Zeitungsausschnitte …

Freilich wird Michael Spindelegger dafür in seiner bekannt kosmopolitischen Art aus krachlederner Tradition eine Erklärung dafür vorbringen können, er habe in seiner Funktion als Außenminister reagiert, als Außenminister sei es ihm gar nicht anders möglich gewesen, als die nicht „richtigen“ Kärntner und Kärntnerinnen und somit die nicht „richtigen“ Österreicherinnen und Österreicher zu ignorieren und diese dem Staat Slowenien zuzuschlagen, aber, und das wird er betonen mögen wollen, er habe ohnehin und ausdrücklich auf die gute Zusammenarbeit mit Slowenien hingewiesen und, es sei als Außenminister nicht seine Aufgabe, Slowene und Slowenin mit Kärnten in einem Satz in Verbindung zu bringen, oder gar, die in Kärnten lebenden Sloweninnen und Slowenen direkt anzusprechen, diese überhaupt wahrzunehmen, er als Außenminister könne sich nur einem Außenminister gegenüber erklären, daß es nicht die österreichische Position sei, aber er könne sich nicht den Menschen in Kärnten gegenüber erklären, da ja auch nicht gewußt werde, wie viele rechte Kärntnerinnen und Kärntner es noch gebe, die es den Christschwarzen schwer machen könnten, in Kärnten wieder in eine Regierung, aber nicht nur in Kärnten in eine Regierung zu kommen, auch auf Bundesebene es nur die rechten Österreicher und Österreicherinnen sein werden können, die dem christschwarzen Führer den Kanzler zum Geschenk mit einem Heinz-Christian Strache als Vizekanzler an -, ja welcher Seite …

Das darf nicht vergessen werden, den äußerst nahestehenden Menschen gleich zu fragen, ob er denn gelesen habe, wie Michael Spindelegger auf die freiheitlich vehement verteidigte Karikatur als so gar nicht antisemitisch

Freiheitlichen ist manch deutscher Vers wohl Anleitung

Mußte augenblicklich gedacht werden, als von der Einteilung des Landesrates Harald Dobernig von Kärntnerinnen und Kärntnern gehört wurde, nach seiner es „richtige“ und …

Vielleicht sind Harald Dobernig, auch Kurt Scheuch, und seine freiheitlichen Kameraden tatsächlich zu oft vor den Versen im Landhaus stehengeblieben, haben diese als weitere unveränderliche Kerne ihres unveränderlichen Wesens in sich aufgenommen, den Treueid heimlich für sich gesprochen gar bei jedem Stehenbleiben davor erneuert, nach diesen zu handeln …

Einer Lyrikerin könnte es schmeicheln, ihre Verse so ernstgenommen zu sehen, als Anleitung für politisches, genauer, parteipolitisches Handeln, aber ein derartiges Ernstnehmen seiner Verse kann ausschließlich einem Lyriker schmeicheln, der solche Verse schreibt, wie sie an einer Wand des Landhauses in Klagenfurt von Johannes Lindner auch heute noch zu lesen sind:

Für eine neue Zeit sind in Kärnten u.v.a.m. zwei Tafeln auch abzumontieren

Laßt sie zusammenstehn allein und ungewählt vor den Versen aus einem Führerhuldigungsbuch

NS Ob Freiheitliche in Kärnten, also Harald Dobernig, Kurt Scheuch und ihre Kameradinnen, ihre Lektüre nach den Empfehlungen der freiheitlichen ZZ wählen, ist nicht bekannt, aber durchaus vorstellbar, sehr vorstellbar, wird zusätzlich berücksichtigt, daß Andreas Mölzer aus Kärnten kommt, der ihnen möglicherweise persönlich das eine oder andere Buch empfiehlt, so recht auf kärntnerische Art, den ha muaßt lesn, der is kloass ha, da Verbelen, sponnend ha und deitschfreindlich … Das wird ein „richtiger“ also „deutscher“ Kärntner als unrichtiges also undeutschkärntnerisches Sprechen abtun, gar verteufeln, aber einem „unrichtigen“ Kärntner oder einer „unrichtigen“ Kärntnernin mag es nicht gefallen, wie Freiheitliche auf rechte Art zu reden, nicht einmal einen harmlosen Satz -, allerdings Verbelen zur Wiederlesung zu empfehlen, ist nicht so harmlos …

NS Wie gewußt wird, haben Freiheitliche trotz ihrer Neigung und ihrem Bekenntnis zum deutschen Kulturraum ihrer Väter es gerade mit der deutschen Sprache nicht leicht -, möglicherweise wollte Harald Dobernig statt „richtige“ eigntlich rechte sagen, in Kärnten also nach seinem Eindruck weniger rechte Kärntnerinnen und Kärntner leben als … In den nächsten Wahlen haben die Kärntner und Kärntnerinnen die Möglichkeit, diesen dobernigschen Eindruck eindrucksvoll zu bestätigen.

Criminalis Mariä Theresiä

Weil es nicht notiert wurde, wurde es wieder vergessen, etwas zu den vor ein paar Wochen geäußerten Wünschen eines von-Losen zu schreiben. Der trübe Tag von heute aber taugt zu nichts anderem, als die Bilder vom letzten und außerhalb von Österreich verbrachten Urlaub zu betrachten. Und beim Photo der Streckleiter fällt es wieder ein, es sollte etwas geschrieben werden zu den Begehren des Ulrich Habsburg-Lothringen …

Daher werden jetzt die Photographien wegen der Streckleiter doch zur Seite gelegt, um ein paar Sätze zu den Tagträumen des Ulrich Habsburg-Lothringen zu schreiben, es wird also wegen der Streckleiter nachgeholt, was vor Wochen bereits getan werden wollte, aber dann doch gleich wieder vergessen wurde zu tun, wohl deshalb, weil es eines der nebensächlichsten Themen ist, über das je nur geschrieben werden kann …

Aber dieser habsburgische Tagtraum löste vor ein paar Wochen eine breite mediale Berichterstattung aus, sogar Umfragen wurden gestartet, vor allem die Art und Weise, wie darüber berichtet wurde, rechtfertigt es, nun, ein paar Wochen später, doch dazu ein paar Sätze zu schreiben. Der Tagtraum, der Wunsch, der Vorschlag von Ulrich Habsburg-Lothringen, in Österreich wieder Adelstitel einzuführen, wurde medial gewandelt in: Habsburg-Lothringen will, verlangt, fordert … Medien reagierten also mit einem Untertanenreflex augenblicklich auf den Tagtraum eines Angehörigen dieser Familie und setzten lakaienhaft eine breite öffentliche Debatte darüber in Gang, ob denn die österreichische Verfassung, wie Ulrich Habsburg-Lothringen träumt, dafür geändert werden sollte, daß er wieder als Erzherzog über die Felder …

Dieser mediale Untertanenreflex ist ausschlaggebend und letztlich dafür hauptverantwortlich, nun doch noch etwas zu diesem Tagtraum des Ulrich-Habsburg-Lothringen zu schreiben, nachdem so viele österreichische Medien es verabsäumt haben, es nicht mit der auf einen derartigen Tagtraum einzigen angemessenen Reaktion zu behandeln, den Tagtraum schlicht und einfach unerwähnt zu lassen …

„Und ordnen Wir, daß eines solch vorsetzlichen Selbstmörders sein Körper gleich einem Viehe vertilget, sein ganzes Vermögen Uns verfallen …“

Aber es blieb nicht breit unerwähnt. Es gesellten sich Dummheiten zu den Argumenten von Ulrich Habsburg-Lothringen hinzu, wobei seine Argumente nicht als dumm einzustufen sind, weil Argumente eines Tagtraumes der Logik und Wirklichkeit des Träumens verpflichtet sind, im Tagtraum eine ganz eigene und besondere Realität geschaffen wird, in der alles seine Richtigkeit hat, die aber nicht berichtenswert ist. Eine Dummheit, die mehr als einmal medial vorgebracht wurde, war, Ulrich Habsburg-Lothringen wäre dann ein direkter Nachkomme von Maria Theresia Habsburg. Er ist es ohnehin, auch ohne Adelstitel. Wie viele bäuerliche Familien haben an einer Wand einen Stammbaum hängen und verweisen stolz ihre Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großmutter, von der sie abstammen … Mit einer Penetranz wurde medial auf Maria Theresia Habsburg verwiesen, als ob es eine Auszeichnung wäre, mit dieser Frau verwandt zu sein, als ob sie ein Argument dafür wäre, die österreichische Verfassung dafür zu ändern, daß ein Ur-Keine-Ahnung-wie-oft-Ur-Enkel wieder ein Voner sich nennen darf … Das taggeträumte zentrale Argument von Ulrich Habsburg-Lothringen für die Wiedereinführung der Adelstitel war der Hinweis, diese seien „ein wichtiger Teil der Geschichte“. Das klingt harmlos, das klingt gut, das klingt verlockend, Maria Theresia war auch eine Adelige, ja, her mit dem Adel, wenn sogar die gute Maria Theresia eine Adelige war, dann kann es doch dem Enkel nicht hartherzig verwehrt werden, als Voner und Zuer „ein wichtiger Teil der Geschichte“ …

„Ein wichtiger Teil der Geschichte“ -, was aber für einer Geschichte? Gerade von einem heutzutage für die Grünen in einem dörflichen Gemeinderat Sitzenden könnte angenommen werden, er würde sich mehr dafür schämen, ein Verwandter dieser Familie zu sein, ein Verwandter u.v.a.m. von Maria Theresia … In die Collage wurden u.a. einige Ausschnitte aus der „peinlichen Gerichtsordnung“ seiner Großmutter aufgenommen, die nicht nur rassistisch und antisemitisch sind, sondern auch zeigen, wie Maria Theresia für sich zusätzliche Einnahmeqmöglichkeiten durch Verabschiedung krimineller Gesetzes sicherte … Seitens der Familie Habsburg-Lothringen kommen allenthalben Forderungen nach Rückgabe des Vermögens, auch eines geraubten Vermögens, die Hinterbliebenen eines Selbstmörders per Gesetz um ihr Erbe zu bringen, die Hinterbliebenen in Sippenhaftung zu bestrafen und zugleich sich an ihnen auch noch zu bereichern -, was für eine edle Geschichte!

An ein paar Sätze dazu war lediglich gedacht -, das sind jetzt schon zu viele, deshalb Schluß jetzt, mit ein paar Verlinkungen:

Eine Reliquie von Karl Habsburg beim österreichischen Bundesheer zum Anbeten

Die Vulgär-Vergleiche der Monarchie-Süchtigen

Einerlei, ob ein Habsburg lebt, stirbt, Geistesgrimassen wie von Otto werden immer geschnitten

Robert Jan Verbelen – Freiheitliche verschwenden Steuergeld für einen ihrer geliebten Schriftsteller und Mörder aus den Reihen der SS

Es wurde zwar gestern über die Wiederlesung von Robert Jan Verbelen bereits geschrieben, aber ein Teil daraus ist besonders herauszustellen, nämlich der, daß Freiheitliche nicht nur vielleicht bei Kerzenlicht und einem Glas Wein von dem Weißen ihrer Leidenschaft für ganz besondere Schriftsteller nachgehen, sondern sich auch auf parlamenarischer Ebene und auf Steuergeldkosten für ganz bestimmte Schriftsteller einsetzen.

Vielleicht ist es auch oder zusätzlich freiheitliche Dankbarkeit gegen Robert Verbelen, dem doch zu verdanken sei, wie der freiheitliche Abgeordnete Herbert Haupt und seine Kollegen in einer parlamentarischen Anfrage in 1998 schrieben, daß der “von Kommunisten geplante Putsch rechtzeitig bekannt wurde” … Mag. Herbert Haupt, wenn Sie sich nicht mehr erinnern sollten, war auch einmal dritter Nationalratspräsident, war Vizekanzler, war Obmann der Freiheitlichen … Die Antwort des Innenministers war, es habe sich kein Beitrag von Robert Verbelen zur Niederschlagung des Putsches finden lassen … Es kann auch und zusätzlich der Versuch einer Wiederherstellung der Ehre, nun wenigstens im Literarischen, sein, einen Versuch hat bereits Herbert Haupt und seine Kameraden für Robert Verbelen unternommen, der nicht seine Schriftstellerei betraf, in einer parlamentarischen Anfrage an den Justizminister, ob denn das Urteil in Belgien überhaupt rechtmäßig sei … Die Antwort des Justizministers kann ebenfalls mit einem Klick hier aufgerufen werden

Dafür verschwenden Freiheitliche Steuergeld durch Verschwenden von Arbeitszeit von Abgeordneten, von einem Innenminister, von einem Justizminister, für deren Gehälter der Steuergeldzahler und die Steuergeldzahlerin aufkommen müssen. Die Verschwendung von Steuergeld für Robert Jan Verbelen war 1998, soher müßte geschrieben werden, Freiheitliche versschwendeten Steuergeld. Aber Freiheitliche verschwenden immer wieder Geld für ganz bestimmte Personen, so daß dafür das generelle Präsens nicht falsch gewählt ist. Wessen Geld? Freiheitliche dichten viel, aber beantworten nichts …

NS Es wurde gestern geschrieben, es wäre beinahe verlockend, die Ausgabe 40/2012 der freiheitlichen ZZ zu kaufen. Jedoch das ist nicht notwendig, denn der freundliche Trafikantin erlaubte das Lesen der Empfehung von Robert Jan Verbelen durch Helge Morgengrauen, ohne das Magazin erwerben zu müssen. Und wie gestern erwartet, schreibt Helge Morgengrauen über den verbelenschen Roman „Mister Inkognito“ tatsächlich: „spannend“ … Und womit Herbert Haupt und seine parlamentarischen Kameraden nicht durchgekommen sind, nimmt Helge Morgengrauen auf, um einen mordenden SS-Obersturmführer Verdienste zu erschreiben … Robert Jan Verbelen habe, so in der aktuellen Ausgabe der freiheitlichen ZZ, gekämpft im Krieg von 1939 bis 1945 an der Seite von -, ach wie harmlos die Pflicht bloß erfüllt, und danach habe sich Robert Jan Verbelen den Amerikanern zur Verfügung gestellt … Und Robert Jan Verbelen habe sich „Verdienste um die Freiheit von Österreich“ erworben, beim Niederschlagen des kommunistischen Putsches …

Wer all die Wiederlesungen der freiheitlichen ZZ vor sich ausbreitet, wird spätestens jetzt mit der Belobigung von Robert Jan Verbelen sich des Eindrucks nicht erwehren können, die freiheitliche ZZ ist die Dichterin, die an einem Fortsetzungsroman „Dichtung und Wirklichkeit“ schreibt …

NS In der „Zeit“ vom 9. September 1966 konnte unter „Warnung an Österreich“ nicht nur etwas über Robert Verbelen gelesen werden, sondern auch über die Milde der österreichischen Gerichte, über den „provinziellen Eigendünkel“ und auch darüber, daß wieder Antisemitismus getragen werde … Sollte „Die Zeit“ sparen müssen, bei ihren Berichten über Österreich ein leichtes Unterfangen, sie bräuchte für ihre aktuelle Berichterstattung über Österreich bloß ihre vor Jahrzehnten schon bezahlten und jetzt kostenneutralen Artikel aus dem Archiv wieder veröffentlichen …

 

Die freiheitliche ZZ liest wieder den zum Tode verurteilten SS-Obersturmführer Robert Verbelen

Wenn bedacht wird, dafür nur einmal die drei seit dem 7. September 2012 von der freiheitlichen ZZ vorgestellten Autoren vor Augen, wie dieses freiheitliche Magazin Druckerpatrone um Druckerpatrone leert, um ihren zur Wiederlesung empfohlenen Autoren eine geschönte Biographie zu schreiben, wäre es beinahe verlockend, die aktuelle Ausgabe zu kaufen, um zu lesen, wie es der freiheitlichen ZZ diesmal gelingen will, den wegen Mordes in effigie zum Tod verurteilten SS-Obersturmführer Robert Verbelen …

Bei Mirko Jelusich war es der auch heute bei anderen Machenschaften nicht unbeliebte freiheitliche Hinweis, es hätte das Verfahren gegen ihn mangels strafbarer Tatbestände eingestellt werden müssen, bei Rudolf Hans Bartsch die Erwähnung, er sei sogar für den Nobelpreis vorgeschlagen gewesen -, als ob das schon eine Auszeichnung wäre, vor allem ohne zu nennen, wer ihn denn dafür vorgeschlagen habe … Bei August Kraft ebenfalls die üblichen und erprobten Weglassungen

Die freiheitliche ZZ wird für ihre Wiederlesungsempfehlung nicht den Text von dem Simon-Wiesenthal-Archiv herangezogen haben, gar zitiert haben …  In der freiheitlichen ZZ wird wohl etwas darüber geschrieben worden sein, wie spannend die verbelenschen Spionageromane seien, vielleicht sogar, besonders für und vor allem männliche Jugendliche … Wie den Texten auf der Ansichtskarte entnommen werden kann, zeigt es sich am Umgang mit Robert Verbelen, wie unbehelligt in Östereich … Aber auch in dieser Hinsicht ist Österreich nicht einzigartig, wie ebenfalls gelesen werden kann, diesmal anhand des Beispielgebers Verbelen …

Die literarische Qualität der von der freiheitlichen ZZ Wiedergelesenen kann es kaum sein, um diese wieder hervorzukramen, die Gründe dafür müssen wohl vor allem außerliterarische sein. Im Fall von Robert Verbelen möglicherweise die Bewunderung dafür, daß dieser von seinem einmal eingeschlagenen Weg nicht abwich, der in Belgien mit dem Ermorden von Zivilisten und Widerstandskämpfern begann, sich fortsetzte bis zu seinem Tod in 1990 mit seinem Engagement in der rechtsextremen Szene von Österreich und Deutschland -, Robert Verbelen also ebenfalls ein „Charaktermensch“ gewesen sein muß … „Charaktermenschen“ bedeuten Freiheitlichen auch in anderen Zusammenhängen sehr viel, wie ein aktuelles Beispiel aus Kärnten … Es gibt menschgemäß immer mehr Gründe. Vielleicht ist es auch oder zusätzlich freiheitliche Dankbarkeit gegen Robert Verbelen, dem doch zu verdanken sei, wie der freiheitliche Abgeordnete Herbert Haupt und seine Kollegen in einer parlamentarischen Anfrage in 1998 schrieben, daß der „von Kommunisten geplante Putsch rechtzeitig bekannt wurde“ … Mag. Herbert Haupt, wenn Sie sich nicht mehr erinnern sollten, war auch einmal dritter Nationalratspräsident, war Vizekanzler, war Obmann der Freiheitlichen … Die Antwort des Innenministers war, es habe sich kein Beitrag von Robert Verbelen zur Niederschlagung des Putsches finden lassen …

Es kann auch und zusätzlich der Versuch einer Wiederherstellung der Ehre, nun wenigstens im Literarischen, sein, einen Versuch hat bereits Herbert Haupt und seine Kameraden für Robert Verbelen unternommen, der nicht seine Schriftstellerei betraf, in einer parlamentarischen Anfrage an den Justizminister, ob denn das Urteil in Belgien überhaupt rechtmäßig sei … Die Antwort des Justizministers kann ebenfalls mit einem Klick hier aufgerufen werden … Freiheitliche nehmen Urteile nicht so einfach hin …

NS Der „Spiegel“ beschrieb 1966 den Umgang der österreichischen Justiz mit Kriegsverbrechern der totalitären nationalistischen Massenmord- und Massenverbrechendiktatur des deutschen Reiches, nicht nur über Robert Verbelen … Es wird auch der von einem freiheitichen Gemeinderat berichtet, der in zweiter Instanz …

Die meisten Nazi-Richter und Staatsanwälte blieben im Dienst oder wurden bald wieder eingestellt (SPIEGEL 44/ 1965). Geschworene bei NS-Prozessen werden nicht nach ihrer NS-Vergangenheit befragt. Als aber in einem Kriegsverbrecherprozeß ein Geschworener mosaischen Glaubens auftauchte, wurde er wegen Befangenheit abgelehnt. So kam es in Österreich zu folgenden Urteilen:

Richard Hochrainer, bei seiner Verhaftung Gemeinderat der rechten „Freiheitlichen Partei“ im salzburgischen St. Michael, wurde 1961 wegen eines nach Kriegsende begangenen Mordes an neun jüdischen Zwangsarbeitern zu sieben Jahren Kerker verurteilt, in zweiter Instanz aber freigesprochen.

Franz Murer, einst Judenreferent im Gebietskommissariat Wilna (Beiname: „Henker von Wilna“), wurde von einem Grazer Geschworenengericht 1963 freigesprochen, obwohl im Wilnaer Getto von 80 000 Juden nur wenige hundert überlebt hatten. Der freigesprochene Hochrainer holte den freigesprochenen Kameraden Murer, der es zum Obmann der Bezirkslandwirtschaftskammer Liezen (Steiermark) gebracht hatte, mit Mercedes und Blumen vom Gericht ab.