Die Heimatmode der FPÖ unzensuriert

Österreich Hilfe - Waldkauz IsoldeNun wirbt FPÖ unzensuriert weiter für die kornblumige Heimatmode und bettelt um Einkäufe, denn wer kornblumige Mode als Weihnachtsgeschenk bestelle, tue doppelt etwas …

Für wen bettelt FPÖ unzensuriert? Für „Hilfswerk Österreich“. Diesmal, am 13. Dezember 2017, aber schreibt FPÖ unzensuriert für „Österreich Hilfswerk rot-weiß-rot“. Und will damit wohl dem entgehen, nicht weiter vorgehalten bekommen zu können, Menschen anzulocken, wie zu lesen ist:

FPÖ unzensuriert: „Jeder Käufer spendet automatisch für das Hilfswerk Österreich.“ Eine Täuschung

Nun, da es sich wohl herumgesprochen hat, daß „Österreich Hilfswerk rot-weiß-rot“ nichts mit dem „Hilfswerk Österreich“ zu tun hat, muß beim Betteln zur Strategie des Schlechtmachens gegriffen werden:

Keine fragwürdigen NGO´s unterstützen
„Soziales Engagement“. Ein viel strapaziertes Wort, gerade in der Vorweihnachtszeit. Die Bettelbriefe vieler NGOs appellieren an die spendenfreudigen Österreicher, um Gelder für fragwürdige Projekte zu sammeln. Wer Projekte und Menschen im eigenen Land unterstützen möchte, kann dies etwa mit dem Einkauf heimatverbundener Mode tun. Die „Heimatmode“, ein neues Modelabel aus Oberösterreich, spendet nämlich mit jedem Einkauf an einen Verein, der eine sinnvolle Verwendung garantiert.

Und welche „sinnvolle Verwendung garantiert“ der Verein „Österreich Hilfswerk rot-weiß-rot“?

Auf der Website des Vereins ist aktuell zu lesen, er sammle Spenden für die Obdachlosen-Hilfsaktion in Oberösterreich. Also dazu braucht es einen eigenen Verein, um für einen Verein Spenden zu sammeln, an den direkt gespendet werden kann.

Und auf der Website des Vereins ist aktuell zu lesen, er übernehme die „Patenschaft“ …

Mit jedem Einkauf bei heimatmode.at gehen automatisch zwei Prozent des Umsatzes an das „Österreich Hilfswerk rot-weiß-rot“. Der Verein unterstützt ausschließlich Projekte und Hilfsbedürftige in Österreich. Das Hilfswerk schreibt etwa auf seiner Webseite: „Hilfsbedürftig sind aber nicht nur Menschen in sozialer und materieller Not, sondern auch das rot-weiß-rote Kulturerbe benötigt dringend Hilfe.“

… das „Hilfswerk“ übernehme die „Patenschaft für Waldkauz Isolde“ … „Waldkauz Isolde“ ist also, wie FPÖ unzensuriert schreibt, das „rot-weiß-rote Kulturerbe“, das „dringend Hilfe benötigt.“ Also dazu braucht es einen eigenen Verein, um bei einem Verein eine Patenschaft zu übernehmen, bei dem direkt Patenschaften übernommen werden können, an den direkt gespendet werden kann.

Wenn Sie

„Österreich Hilfswerk – Oftmals fehlt auch jede Transparenz.“

gelesen haben, wird Ihnen vielleicht besonders der Satz von Janine Nöst jetzt dazu einfallen:

In letzter Zeit kam in mir immer mehr der Wunsch auf, mein Wissen, mein Können und meine Werte sinnvoll einzusetzen. Aufgrund mangelnder Organisationen, welche meine Vorstellung von Hilfe für die Menschen und kulturellen Güter in Österreich vertreten, entschloss ich mich im Herbst 2017 diesen Verein zu gründen.

Nun hat sie ihren Verein, ist Obfrau ihres eigenes Vereines, mit dem sie Vereine, an die direkt gespendet werden kann, bei denen direkt Patenschaften übernommen werden können, aber gleich bei diesen Vereinen mitzutun, diese scheinen doch nicht ihre Vorstellung von Hilfe für die Menschen und kulturellen Güter in Österreich zu vertreten …

Übrigens, die Patin für „Waldkauz Isolde“ ist, wie in der Collage gelesen werden kann, Janine Nöst. Nicht ihr Verein „Hilfswerk Österreich …“ ist angeführt als Pate, sondern Janine Nöst ist als Patin angeführt … um die Logik hinter dem Ganzen verstehen zu können, dafür gibt es nur eine Chance, Waldkauz Isolde oder eine Kornblume zu sein …

Heimatmode von FPÖ unzensuriert - Schlechtmachen.png

Erfreulich daran scheint nur eines zu sein. Es dürfte eine recht große Unsicherheit darüber herrschen, ob denn die kornblumige Heimatmode ohne Koppelung mit einem „guten Zweck“ sich überhaupt verkaufen läßt. Die kornblumige Heimatmode allein doch kein Magnet ist. Und es dürfte die kornblumige Heimatmode mit der Koppelung, mit dem Kauf doch etwas Gutes zu tun, auch nicht ein Magnet sein. Sonst würde FPÖ unzensuriert wohl nicht innerhalb von vierzehn Tagen gleich zwei Bettelkommentare absetzen. Nachdem es mit der Täuschung keine Steigerung des Absatzes gebracht zu haben scheint, nun halt der nächste Versuch mit dem Schlechtmachen von anderen Organisationen, die Spenden benötigen.

Bleibt am Ende bloß noch die Frage, warum sich FPÖ unzensuriert derart für Heimatmode über das Verbindende des Gesinnungsgemäßen hinaus einsetzt …

Heimatmode, Lust am Untergang

Heimatmode in Österreich: Magnet Kornblume

 

Pray that George is gay to marry a woman to father children.

Das Kapitel „Homosexualisierung von Kindern“ ist jetzt um eine Facette reicher geworden. Diesmal sind es nicht „Pädagogen“, die den Kleinen bereits im Kindergarten die Vorzüge der Homo-Erotik näherbringen (müssen), sondern ein hoher Kirchenmann, Kelvin Holdsworth, an der Probstei St. Mary’s Cathedral in Glasgow. Der Geistliche möchte per Gebet keinen Geringeren als den künftigen englischen König Prinz George zum Homosexuellen gewandelt sehen.

So beginnt am 11. Dezember 2017 ein Kommentar auf der FPÖ unzensuriert …

Ist das nicht zum Lachen, und zwar ganz, ganz, ganz laut. Daß die einen beten, George möge schwul werden, und die anderen beten, George möge hetero werden. Gott, ein Supermarkt, in dem bestellt werden kann, was je nur bestellt werden will, ohne Gewähr freilich, es je zu bekommen, und wenn im Supermarkt doch etwas zu bekommen ist, stets die Ungewißheit, wieviel Gift beinhalten die Stoffe …

Beten daß George schwul und hetero wird

Wie in der Collage gelesen werden kann, hat Kelvin Holdsworth sonderliche Argumente zur Hand für das Beten, daß George schwul … Sonderlicher noch sind die Argumente von Gavin Ashenden für das Beten, daß George hetero …

Weshalb FPÖ unzensuriert nicht einen Kommentar zur Lopreisung von Gavin Ashenden geschrieben hat? Das wäre doch eine Unterstützung für Christoph Schönborn gewesen, ihm zu zeigen, er, Schönborn ist nicht der einzige Kirchenmann auf dieser Welt, der sich mit Verfassung, mit Rechtsstaatlichkeit auskennt …

Aber FPÖ unzensuriert entschied sich gegen Kelvin Holdsworth. Dieser Kirchenmann scheint für sie mehr am Kerbholz zu haben. Er ist schwul. Dazu noch die Todsünde, zu beten, daß George schwul … und dazu noch etwas Todsündliches, während einer Messe aus dem Koran vorlesen zu lassen …

PS Eine Frage findet damit vielleicht endlich eine passable Antwort. Warum Online-Banking „George“ heißt. Eine Frage, die sich bei jeder gesehenen Werbung für „George“ unweigerlich aufdrängt. Oder wenigstens eine Antwort, die nicht mehr die Frage aufkommen läßt, warum …

Es soll vor wenigen Jahren geschehen sein, wird erzählt, daß ein Mann in einer Bank den Einfall hatte, eine SPray that George is gay to marry a womanoftware „George“ zu nennen. Alle seien davon begeistert gewesen. Späterhin wurde, das Glück steigerte sich, herausgefunden, daß vor langer, langer Zeit bereits „George“  genannt wurde, etwas Automatisches. Der Mann aber, der in der Bank den Einfall mit dem Namen „George“ hatte, dachte aber nicht an dieses vor langer, langer Zeit mit „George“ benannte Automatische. Er hätte es sonst wohl sofort gesagt. Und es hätte nicht erst die Suche nach einer Begründung für „George“ begonnen werden müssen.

Eine Antwort, die nicht zu stimmen braucht, aber den Charme hat, nie mehr fragen zu müssen, warum …

Er wird wohl ein eifriger Leser von diesen Blättern sein, von denen behauptet wird, sie werden nur von Hausfrauen gelesen, ein treuer Leser sein von diesen Blättern, die ausschließlich über das schwere Leben, das Elend, die Bürde der Königsfamilien … einem solchen Abonnenten kann eigentlich kein anderer Name spontan einfallen, als eben …

Malý-Strachu-Vláda

malc3bd-strachu-vlc3a1da-kleinangstregierung - ÖVP - FPÖ.png

Treffen sich im

Ministerstvo strachu

in reichenbergerischen Kurpark … das könnte eine hübsche Szene im Kabarett abgeben, mit einem Dialog, in den Wörter vorkommen … eng, niedrig … Angst, Gewalt, Regime … auch unübersetzte mit Erkennungspotential wie vlád… gespielt im Kabinett der Mutti mit Erbsen … aber die läuft ja bereits …

Ministerstvo strachu

Heimatschutzministerium - Ministerstvo strachu

He.-Chr. Strache hat irgendwann gesagt, er habe, gehe er in der Nacht auf der Landstraßer Hauptstraße nach Hause oder zu – wer erinnert sich schon genau, was Strache redet, seiner Mame, Angst, Strach, habe Angst, in der Nacht auf der Landstraßer Hauptstraße …

Mít strach z Landstraßer Hauptstraße. Nahánějící strach.

Angst zu haben vor der Landstraßer Hauptstraße. Furchteinflößend.

Und nun soll He.-Chr. Strache Heimatschutzminister werden. Einer, dessen Name Angst ist, soll Verteidigungsminister, ein Superminister für Heimatschutz und Verteidigung …

Strach. Nicht. Weil „Heimatschutz“ ein gerade in Österreich äußerst heikler Begriff ist. Und der Begriff „Heimatschutz“ bleibt äußerst heikel, auch dann, wenn auf den amerikanischen Begriff „Heimatschutz“ dieser bezogen wird. Und wenn gerade, wieder einmal, an Donald Trump gedacht wird – nahánějící strach. Es muß in diesen Tagen nur das Wort Jerusalem genannt werden. Was nun passiert, mit Sicherheit, mit Schutz hat das alles nichts zu tun. Und He.-Chr. Strache will ebenfalls die Botschaft, also die österreichische Botschaft nach Jerusalem … in Jerusalem hat He.-Chr. Strache einst mit recht sonderlichen und verurteilten Männern eine Erklärung … nahánějící strach.

Wenn nun in Österreich, kurz gesagt, auf diesen in allen Fällen äußerst heiklen Begriff Heimatschutz zurückgefallen, hereingefallen werden will, soll es, auch recht zum sogenannten Herkommenshintergrund des Strach‘ passend, genannt werden:

Ministerstvo strachu.

Nahánějící strach. Auch das, wenn etwa daran nachgedacht wird:

Was war Österreichs Entwicklung – Von einem Zahntechniker zum nächsten

Nebenbei. Wie wird doch wieder verzweifelt und also unnütz nach einer Bestimmung des Begriffes Heimat gesucht. Eine bessere Beschreibung für Heimat als diese ist je nicht zu finden:

Strach.

Abschließend. Reichenberg war in Österreich einmal nur mit Lachen verbundener Name, durch einen Komiker … und jetzt, wenn ein anderer aus Reichenberg

Tanja Playner und was wirklich wichtig ist – das offene Ohr von Sebastian Kurz

auf den Strachstuhl gesetzt wird, wird es noch mehr notwendig sein, zu lachen, sehr laut zu lachen, um nicht auf der Landstraßer Hauptstraße im aus Angst erzeugten Nebel die Köpfe sich gegenseitig wund zu schlagen, weil keine mehr zu sehen sind, aber im Strachnebel das laute Lachen wenigstens zu hören sein wird, und auf dieses Laute hin noch einander ausgewichen werden kann.

Karl-Heinrich Waggerl – „Die befreiende Kraft einer wahrhaft großen Menschlichkeit“

Damit stellt FPÖ unzensuriert in ihrer Lobpreisung am 10. Dezember 2017 Karl-Heinrich-Waggerl nicht vor.

Dabei gibt es doch nichts Edleres, was kann ehrenreicher sein, als einen Dichter selbst zu Wort kommen zu lassen. Also Karl-Heinrich Waggerl.

„Die befreiende Kraft einer wahrhaft großen Menschlichkeit.“ Freilich, das sagte Waggerl nicht zu sich, sondern es waren Worte, gerichtet an …

Daß Karl-Heinrich Waggerl für die unzensurierte FPÖ eine gesinnungsgemäße Leuchte ist, wie seinerzeit für Waggerl der Mann, dessen „Kraft einer wahrhaft großen Menschlichkeit“ er spürte, eine gesinnungsgemäße Leuchte war, wer könnte von der unzensurierten FPÖ bei dieser Gesinnungshergerichtetheit erwarten, andere Dichter, gar Dichterinnen zu ihren zu machen?

Das ist aber nebensächlich, was seinerzeit Waggerl bei diesem Mann spürte, dessen „Kraft einer wahrhaft großen Menschlichkeit“ im Grunde von Beginn seines Aufstiegs an eine Legende war.

Eine Aussage von Karl Springenschmid führt zum Wesentlichen. In die Gegenwart.

„Waggerl war mit dem nationalsozialistischen österreichischen Schriftsteller Karl Springenschmid befreundet, der sein Schul- und Lehrerkollege und Hauptverantwortlicher für die Salzburger Bücherverbrennung am 30. April 1938 war und der ein Erinnerungsbuch an Waggerl mit dem Titel Servus Heiner! Erinnerungen an Karl Heinrich Waggerl herausgab, in dem er Waggerl als Sympathisanten sah, „der überhaupt nicht begriffen habe, was die Nationalsozialisten wollten“.“

„Der überhaupt nicht begriffen habe, was …“ — Das scheint so gegenwärtig. Das ist so gegenwärtig. Und nicht nur ein Mann begreift überhaupt nicht, was die wollen …  Es sind so viele in Österreich, die nicht begreifen wollen, was die wollen, wenn sie, um nur ein Beispiel herauszugreifen, weil es eines mit Karl Springenschmid ist, recht für Südtirol …

Code Südtirol – FPÖ schreibt für Zur Zeit, Zur Zeit schreibt für FPÖ

„Wohin gehört Südtirol?“ Zu Chemtrails.

Doppelpaß Südtirol und Faschismus vor den Augen des Bundespräsidenten

Es gibt in dieser Partei eine recht große Liebe zu Büchern, wie oft und oft festgestellt werden mußte …

Wiederlesung eines Illegalen und Bücherverbrenners von der ZZ der Freiheitlichen

Und diese recht große Liebe zu Büchern scheint dieser Partei dann die vollendete Liebe zu sein, wenn Bücher brennen …

Es ist nun wieder viel von Burschenschaften und auch etwas von Mädchenschaften und so gut wie nichts von Landsmannschaften die Rede, kurz gesagt, wegen der Regierung, die am Tisch (und nicht in der Wahlzelle) ausgemacht wird. Und die Partei mit den Schaften, die in die Regierung gebracht werden soll, erzählt unentwegt die Legende, die Burschenschaften wären schon vor zweihundert Jahren eingetreten für Meinungsfreiheit, kurz um, für Demokratie … Was vor zweihundert Jahren tatsächlich passierte, es brannten Bücher …

Burschenschaften – Die ungebrochene Liebe zum Feuer

Eine zweihundertjährige Tradition, die so heimelig wärmt, wird halt nicht so schnell aufgegeben … sonderbar nur, daß das Feuer von allem „Undeutschen“ Deutschbesessene je wärmen …

Und eines Tages wird ein Mensch ein Buch schreiben können, in dem es heißen wird:

Sie haben überhaupt nicht begriffen, was die wollten, als sie von so vielen in eine Regierung gedrängt wurden, und als Sie es begreifen hätten können, hatten Sie keine Zeit mehr, es für die Zukunft zu begreifen, denn zu sehr waren sie damit beschäftigt, wieder einmal beschäftigt, die Trümmer dieser Jahre …

FPÖ unzensuriert - Karl-Heinrich Waggerl - Bekenntnis

FPÖ unzensuriert: „Jeder Käufer spendet automatisch für das Hilfswerk Österreich.“ Eine Täuschung

Nun macht FPÖ unzensuriert Propaganda für „Heimatmode“ …

Über den Gesinnungshintergrund muß nichts mehr gesagt werden. Gesinnungsgemäß kann Reklame für keinen anderen Gesinnungshintergrund gemacht werden, von der  FPÖ …

Heimatmode in Österreich: Magnet Kornblume

Heimatmode, Lust am Untergang

Das wäre nicht einmal mehr eine Notiz noch wert.

Aber es geht um eine Täuschung. Und es kann eine Täuschung genannt werden. Im Kommentar vom 9. Dezember 2017 wirbt FPÖ unzensuriert für „Heimatmode“ auch damit: „Jeder Käufer spendet automatisch für das ‚Hilfswerk Österreich‘.“

Wer kennt nicht „Hilfswerk Österreich“? Nur, das bekannte und seriöse „Hilfwerk Österreich“ hat mit diesem von der FPÖ unzensuriert beworbenen „Hilfswerk Österreich“ gar nichts zu tun.

Auch das wurde bereits ausgeführt.

„Österreich Hilfswerk – Oftmals fehlt auch jede Transparenz.“

Es ist bloß noch einmal zu verdeutlichen. Auch mit Blick darauf, wie sehr gerade in diesen Kreisen Menschen, die betteln, vorgeworfen wird, sie würden Menschen, die spenden, täuschen, ihnen unterstellt wird, sie würden mit unlauteren Mitteln, die vertrauensseligen und spendenfreudigen Menschen um ihr Geld betrügen, etwa dadurch, sie würden mit Krücken Behinderung, Not und Bedürftigkeit vortäuschen, um so Menschen die Menschen leichter zum Spenden zu bewegen.

„Hilfswerk Österreich“ scheint für diese Kreise die Krücke zu sein, um die Menschen zum Kaufen von Gesinnungstracht …

Heimatmode - Hilfswerk Österreich - FPÖ unzensuriert - Eine Täuschung

 

ÖVP und FPÖ – Regierung: Diesmal kurz!

ÖVP und FPÖ - Regierung diesmal kurz

Aber diese Partei gibt es nicht mehr. Sie ist längst, nein, nicht Geschichte. Das klänge zu sehr nach Bedeutung. Sie hat sich einfach in Luft aufgelöst. Sie wurde, was sie war: Luft.

Und nun liegt sie, diese Partei, auf dem Friedhof zur Erinnerung der einst mit medialer Aufmerksamkeit Beschenkten … Noch leicht zu finden, in der sechzehnten Reihe, die Schrift auf dem Grabstein noch nicht bis zur Unkenntlichkeit verblaßt:

Die Freiheit

Da sich die christschwarze Partei in Österreich nicht an ihrer Schwesterpartei in Deutschland orientiert

Unvorstellbar in Deutschland: eine Österreich-Koalition

und ebenso  gegen eine Österreich-Koalition in Österreich ist, kann es für eine Wiederbetätigung einer schwarz-blauen Regierung nur eine wirkliche Parole geben:

 

Diesmal kurz - Schwarzblaue Koalition.png

Diesmal kurz!

Es ist eine Parole. Und es ist ein Versprechen. Das vor der Wahl am 15. Oktober 2017 auf Wahlplakaten im ganzen Land verbreitet zu lesen war.

Also diesmal tatsächlich viel kürzer als in den Nullerjahren.

Vor dem Grabstein Die Freiheit kommt die Erinnerung, wie rasch es damals doch ging, als eine Partei der Koalition die Farbe wechselte, war diese Regierung bald, nein, nicht Geschichte, Arbeit für Gerichtsschreiber … in der kommenden Woche, rund zehn Jahre danach, werden sie wieder ihre Finger wund …

Diesmal hat eine Partei bereits vor der Wiederbetätigung in einer solchen Koalition die Farbe gewechselt. Und nicht erst nach fünf Nullerjahren. Soher muß es diesmal rascher enden, tatsächlich kurz werden, kein Jahr …

Vor allem, um eine Beurteilung bei zu langer Betätigung dieser Koalition abzuwenden, die nur lauten wird können:

Wie die Zeit der ÖVP-FPÖ-Regierung im Rückblick beurteilt werden wird: Nuller- und Trümmerjahre

Und es auch den Gerichtsschreiberinnen beispielsweise der Verhandlung in der nächsten Woche, sofern sie dann noch nicht in Pension sind, zu ersparen, in zehn Jahren wieder ihre Finger wund für die gleichen …

Wenn es also in Österreich politisch und massenmedial nicht breit und massiv möglich ist, den Menschen wie in Deutschland eine Österreich-Koalition in Österreich zu ersparen, dann soll und muß es so kurz wie nur möglich …

Wenn die Nullerjahre der Nullerjahre dieses Jahrhunderts dafür als Blaupause genommen werden, ist die Aussicht gut, daß diese Koalition gleich kurz nach Beginn wieder endet, und diesmal die Partei, die bereits vor Beginn die Farbe wechselte, es der Partei, der sie so recht viel nachmacht,  auch das nachmacht, die es heute ebenso nicht mehr gibt wie die Freiheit, bei deren Grab bloß noch ein paar Unentwegte stehen, in seliger Erinnerung, obgleich sie die damalige Zeit der Nullerjahre gar so bewußt noch nicht wahrnehmen konnten …

 „Unvergessen“ System Haider

Die Schrift auf dem Grabstein ist schon etwas verblaßt. Leichter noch zu finden auf dem Friedhof zur Erinnerung der einst mit medialer Aufmerksamkeit Beschenkten, vielleicht auch deshalb, weil das Grab in einer vorderen, in der achten Reihe auf diesem damals frisch angelegten Friedhof … Seit dieser Zeit sind viele Reihen hinzugekommen, es sind weit mehr als sechzehn Reihen …

Luft zu LuftZu Sylvester, wird erzählt, sollen Journalisten auf diesem Friedhof sich einfinden, Journalistinnen sollen, wird erzählt, in stiller Andacht hin- und herwandern auf dem Friedhof, während die Blätter treiben … woran sie wohl denken mögen?

Vielleicht an den Spruch über dem Friedhofseingangstor:

Wieviel Aufmerksamkeit. Für Nichts.
Am Ende doch stets nur Luft zu Luft.

FPÖ, Michael Stürzenberger und, diesmal kurz gesagt, die in Luft aufgelöste Freiheit

FPÖ unzensuriert - Stürzenberger.png

Wie in der Collage gelesen werden kann, feiert FPÖ unzensuriert in einem Kommentar am 7. Dezember 2017 „einen „wichtigen Sieg für Meinungsfreiheit“, weil Michael Stürzenberger …

Und FPÖ unzensuriert belegt damit, die Meinungsfreiheit ist gewährleistet. Auch wenn in diesen Kreisen stets recht getrommelt wird, die Meinungsfreiheit sei gefährdet, in Deutschland, in Österreich, überhaupt in Europa, besonders in der Europäischen Union.

Wie der Fall Stürzenberger zeigt, ist die Meinungsfreiheit in Deutschland, um die sich die FPÖ unzensuriert in Österreich gar so recht sorgt, gewährleistet. Stürzenberger war angeklagt. Stürzenberger wurde verurteilt. Stürzenberger legte Berufung ein. Stürzenberger wurde freigesprochen. Ein Rechtsstaat, wie er funktioniert.

Wie in der Collage gelesen werden kann, hat Michael Stürzenberger auf der Plattform des Unternehmens Facebook recht besondere Freunde, auch aus Österreich.

Und das hat gesinnungsgemäß seinen rechten Schluß.

Die Partei, dessen Vorsitzender Michael Stürzenberger war, forderte u.a. „direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild“, „stärker marktliberale Ausrichtung der Wirtschafts- und Sozialpolitik und die Kürzung von Sozialleistungen …“ — kurz gesagt: das Programm der nächsten blaugehaltenen Regierung in Österreich …

Diesmal kurz.pngDie stürzenbergerische Partei mit diesem Programm gibt es nicht mehr, sie hat sich selbst 2016 aufgelöst. Kurz war die Dauer, gerade einmal von 2011 bis 2016. Und erfolgreich war sie nicht, auch nicht in Wahlen. Mit dieser Programmatik wird nun in Österreich eine Regierung gewollt …

Bemerkenswert an der Auflösung der stürzenbergerischen Partei ist die Begründung, daß nämlich die „Freiheit“ nicht mehr benötigt werde, weil die AfD die „Ziele“ der stürzenbergerischen Partei „überzeugend fortsetzt“ …

Diesmal Kurz Die Freiheit in Luft aufgelöst

In Deutschland ist also Stürzenberger und seine Partei nach kurzer Zeit wieder verschwunden, ohne Erfolg bei Wahlen, Trost findet er in Österreich von FPÖ unzensuriert …

Treu ist sie, die FPÖ … vielleicht auch nur durch Gewöhnung. Denn. Auch mit Stürzenberger eine lange Geschichte, wie die Kapitel erzählen:

Die „konservative Alternative“ der freiheitlichen Gemein-Schaft: „Zur Ausreise zwingen oder dem Glauben abschwören“

Freiheitliche Faktenfreiheit zum Beispiel auf „Unzensuriert.at“, etwa von Norbert Hofer

„Journalistenwatch“: rechtspopulistischer respektive österreichischer Block „für Deutschland“

Ob Stürzenberger auch in Österreich in Berufung ging? Das wurde nicht recherchiert. Verurteilt ist er auch in Österreich worden, in Graz, u.a. wegen „Verhetzung“, wie gelesen werden kann:

Immerhin, ein „Nürnberg 2.0“ gegen die Regierung fordert He.-Chr. Strache nicht – Politik ist das trotzdem keine

Wie in der Collage gelesen werden kann, ist ein Freund von Stürzenberger beispielsweise Felix Menzel, der auch dabei war:

FPÖ unzensuriert: Mit Lobgesang auf Götz Kubitschek gegen „Entartung“

Bei dieser Tagung im Vorort von Braunau, wo ein möglicher Minister ebenfalls referierte, also ein möglicher Minister in Österreich, nicht in Deutschland, wo eine Österreich-Koalition nicht vorstellbar ist.

Übrigens. Die Freiheit, die es nun nicht mehr gibt, war mit dabei, als He.-Chr. Strache nach Israel reiste, um die „Jerusalemer Erklärung“ …

Strache - Jerusalem - Freiheit

Doppelpaß Südtirol und Faschismus vor den Augen des Bundespräsidenten

Doppelpaß Südtirol und Faschismus

In „Castellio gegen Calvin oder Ein Gewissen gegen die Gewalt“ schreibt Stefan Zweig:

„Immer wissen die Zeitgenossen am wenigstens von ihrer Zeit. Die wichtigsten Augenblicke fliehen an ihrer Aufmerksamkeit unbemerkt vorbei, und fast nie finden die wahrhaft entscheidenden Stunden in ihren Chroniken die gebührende Beachtung.“

Alexander Van der Bellen sehe „nichts Schlimmes in der österreichischen Staatsbürgerschaft für Südtiroler“ …

Es könnte, weil es doch pragmatisch klingt, das Gesagte des Bundespräsidenten, ebenso pragmatisch darauf eingegangen werden, ob er, Alexander Van der Bellen als Bundespräsident nicht sieht, welche Konsequenzen sich aus einer Doppelstaatsbürgerschaft rechtlich, diplomatisch – kurz um: politisch …

Dem Satz von Stefan Zweig könnte noch ein Titel von einem Dramatiker aus der Schweiz hinzugefügt werden, ein Titel, der endgültig jedwede schmeichelnde Formulierung für den Brotlieferanten aus dem Tirolerischen …

Stefan Zweig war ein zu freundlicher Mensch, um seinen Mitmenschen ein aktives Nicht-Wissen-Wollen zu unterstellen … vielleicht stimmte es für seine Zeit noch, aber für die Gegenwart nicht mehr, in der es zu viel Wissen von so vielen gibt …

… so daß kann gesagt werden:

Immer wollen Menschen von ihrer Zeit am wenigstens wissen. Die wichtigsten Augenblicke blieben ihnen, wenn sie es aber nur wollten, nicht unbemerkt, und sie fänden, vor allem wenn sie endlich in entscheidenden Positionen sind, zu Handlungen, die es verdienten, in Chroniken mit gebührender Beachtung vermerkt zu werden.

Alexander Van der Bellen, nun in einer entscheidenden Position, will das nicht mehr wissen, was er in einer weniger entscheidenden, aber ungemein wichtigen Position noch gewußt hätte, beispielsweise zu fragen, was ist – wenn die Doppelstaatsbürgerschaft für die FPÖ der erste Schritt ist – dann für die FPÖ der zweite Schritt …

Südtirol, Heim ins Österreich

„Südtirol, eine Herzensangelegenheit“ auch der NPD

Südtirol: Der FPÖ eine Herzensangelegenheit – SH distanziert sich von Akademikerball

In seiner wichtigen Position als Oppositionspolitiker hätte er nach dem identitären Doppelpaß von Südtirol und Faschismus gefragt …

„Ein neuer Eurofaschismus mit Südtirol als symbolischem Startpunkt“ und die Ballpolkarede von He.-Chr. Strache nicht ohne Südtirol

… er hätte sich wohl empört über

„Respektvolles Gedenken“ von He.-Chr. Strache, dem nächsten Vizekanzler, gilt Peter Kienesberger, einem mit „Norbert Burger der vier Gründer der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei (NDP)“

… und er hätte vielleicht sogar nach den nationalen und internationalen Folgewirkungen einer österreichischen und italienischen Staatsbürgerschaft ausschließlich für Menschen aus Südtirol gefragt, darauf aufmerksam gemacht, möglicherweise sogar gewarnt …

Nun aber, endlich in einer entscheidenden Position, sieht er nichts … vielleicht nur noch damit beschäftigt, sich zu freuen, eine Regierung angeloben zu dürfen, die …

Und wenn er, Alexander Van der Bellen, einst in vielen, vielen Jahren in Pension sein wird, wird er es wohl wieder wissen, was er zur Zeit nicht wissen will, und er wird vielleicht dann die Zeit auch dazu verwenden, das Buch von Stefan Zweig hervorzuholen, und möglicherweise wird ihm, kurz gesagt, der Aufstieg von Calvin an die Zeit erinnern, als er angeloben durfte, eine Re…

Wie vor bald fünfhundert Jahren, als Calvin, gerade einmal um die dreißig Jahre alt, die Machtergreifung erlaubt wurde, gilt auch für die Gegenwart, was Stefan Zweig in seinem 1936 beendeten „Castellio gegen Calvin“ schrieb:

„Meistens dauert es einige Zeit, bis ein Volk bemerkt, daß die zeitlichen Vorteile einer Diktatur, ihre straffere Zucht und ihre verstärkte kollektive Schlagkraft immer mit persönlichen Rechten des Individuums bezahlt sind und daß unweigerlich jedes neue Gesetz eine alte Freiheit kostet.“

Und wenn einst in Jahrzehnten eine Chronik geschrieben werden wird, über die Zeit, in der Alexander Van der Bellen Bundespräsident war, wird wie Stefan Zweig einst eine Verfasserin als Motto ein Wort von Castellio ihrer Chronik voranstellen können, das weiter gültig ist … und dem Zitat wird sie den Hinweis beigeben können, sie habe es nicht fassen können, daß für den Beginn ihres Buches kein anderes Zitals als ebendieses von Castellio ihr richtig erschien:

„Die Nachwelt wird es nicht fassen können, daß wir abermals in solchen dichten Finsternissen leben mußten, nachdem es schon einmal Licht geworden war.“

 

Der Sieg des rechtsextremen Norbert Hofers ist die Niederlage Österreichs.

 

Österreich wird Dämmerreich.png

Aber diesen Sieg verdankt der rechtsextreme Norbert Hofer, um bei der von Ivan Krastev für Norbert Hofer verwendeten Bezeichnung zitierend zu bleiben, nicht den Wählern und Wählerinnen in Österreich, sondern – an allgemeinen Formulierungen mangelt es nicht in diesem Land – u.v.a. auch

„SPÖ-Chef Kern hatte Hofer zuvor unterstützt: ‚Sie haben bewiesen, dass das Vertrauen in Sie absolut gerechtfertigt gewesen ist.‘

und jenen Menschen, die ihm, dem rechtsextremen Norbert Hofer, sogleich zu seinem Wahlsieg gratulieren, und das waren keine Frauen, die im Gemeindebau leben, wie auch bei diesem Wahlsieg des rechtsextremen Norbert Hofers nicht etwa die Menschen aus dem Gemeindebau beispielsweise in den sogenannten Flächenbezirken Wiens für den rechtsextremen Norbert Hofer stimmten, mit gerundeten 84%, mit fast mit vierundachtzig Prozent, sondern Wähler und Wählerinnen im Parlament als Ab-
geordnete …

Der Sieg des rechtsextremen Norbert Hofers ist Österreichs Niederlage.

Die Wahlen außerhalb des österreichischen Parlaments gehen anders aus, wie auch Ivan Krastev schreibt:

„Die Niederlage des rechtsextremen Norbert Hofers bei den österreichischen Präsidentenwahlen im Dezember 2016, das Scheitern Geert Wilders‘ in den Niederlanden und Marine Le Pens unerwartet schlechtes Abschneiden bewiesen …“

Und nun steht der rechtsextreme Norbert Hofer mit seiner Partei vor dem nächsten Sieg – er ein Minister und seine Partei eine Regierungspartei …

Ein weiterer Sieg des rechtsextremen Norbert Hofers mit seiner Partei ist eine weitere Niederlage Österreich. Ein Sieg, zu dem ihm und seiner Partei nicht die Menschen im sogenannten Gemeindebau verhelfen, sondern Männer der Medien, auch ein Mann mit der Lizenz zur Angelobung, dem es schon schwerfällt, die Partei des rechtsextremen Norbert Hofers als eine „rechte Partei“ zu bezeichnen …

Dabei. Das Wahlergebnis vom 15. Oktober 2017, also das Ergebnis der Wahl außerhalb des österreichischen Parlaments, hat keine Mehrheit für eine feudalchristlich blaue Regierung gebracht. Und es mag nicht die Abgründe geschaut werden, weshalb massenmedial breit eine Mehrheit für eine blaue Regierung herbeigeschrieben wird, weshalb Wählerinnen und Wählern ein Wille unterstellt wird, den diese in der Wahl außerhalb des österreichischen Parlaments am 15. Oktober 2017 nicht bekundeten.

Auch wenn hier die Bezeichnung von Ivan Krastev für Norbert Hofer oft zitiert wird, es geht nicht darum, was Norbert Hofer ist, darüber wird zu viel gewußt, um je verstehen zu können, womit er je Vertrauen gerechtfertigt hätte, es ist nur unmißverständlich festzuhalten, nicht die Demokratie bringt solche Parteien in Regierungen, nicht die Wähler und Wählerinnen fern von machtvollen Positionen in Parteien und Medien tragen solche Männer der Vergangenheit, auch Norbert Hofer nicht von Sieg zu Sieg, bis aus Österreich ein Dämmerreich … um den Titel „Europadämmerung“ von Ivan Krastev ein wenig abgewandelt ins Spiel zu bringen.

Es ist ein Essay, kurz gesagt, zu dem keine Zusammenfassung – an Verkürzungen mangelt es nicht – zu schreiben ist, sondern der zu lesen ist, von der ersten bis zur letzten Seite. Vor allem in Österreich.

Norbert Nemeth - Buchpräsentation Franz-Dinghofer-Symposium 8-11-2017