Hans Dichand bloggt – Von der nicht und nicht enden wollenden Staberlzeit in Österreich

Hans Dichand bloggt.jpgEin alter Mann wurde, wie gelesen werden kann,

Was für AndreasNorbertHofer nach Verurteilung wegen Verhetzung von einem „beliebten Blogger“ zu tun ist: „Nackt, ins Straflager nach Sibirien!“

in Beurteilung seiner Verurteilung wegen Verhetzung als „DER ‚Staberl‘-Ersatz“ gewürdigt. Und das wird die „Kronen Zeitung“ wohl recht freuen, daß ihr Richard Nimmerrichter unvergessen ist, bei dem stets gedacht wurde, er ist seinem Nachnamen untreu, er schreibt seinem Namen nach nicht authentisch.

Und ebendieser Mann mit seinem immer noch bekannten Staberl führt zur Frage, auf die so dringend Antworten gesucht werden:

Wie wird heute im Angesicht der ungeheuerlichsten Ergüsse im Internet nach Erklärungen gesucht, wie konnte es so weit kommen, woher der plötzliche „Hass“, woher das Wütende, woher all das Grausliche, das Schäbige, das Niveaulose, das Blutrünstige, und so weiter.

Und wie leicht ist das gerade in Österreich zu erklären.

Mit,

Warum erinnert Jean Raspail so an Immerrichter Staberl?

auch mit Richard Nimmerrichter.

Es sind vor allem ältere Männer, die an der vordersten Internetschreibfront sitzen, Männer, wie der soeben Verurteilte, die mit den Ergüssen von Richard Nimmerrichter aufgewachsen und alt geworden sind, denen die Staberlergüsse über Jahrzehnte Nahrung waren, die jeden seiner Tropfen über Jahrzehnte aufleckten, und nun, speien sie täglich die ranzigen Staberltropfen hektoliterweise selber aus.

Womit heute das Internet gefüllt ist, wurde über Jahrzehnte wie Gülle flächendeckend verspritzt.

Die heute an der Internetfront auftretenden vor allem älteren und alten Männer wurden über Jahrzehnte geprägt, auch von einem Richard Nimmerrichter, täglich aufgestachelt, von ihm, auch von ihm in die Radikalisierung hineingeschrieben, zur Radikalisierung verführt, damals schon, in ihrer Jugend, über die gesagt wird, nie ist ein Mensch leichter zu verführen, als in seiner Jugend.

Was es allerdings nicht gab, waren eben die heutigen technischen Möglichkeiten für so viele, sich auf diese grausliche Weise zu entleeren, wie beispielsweise der soeben verurteilte …

Es ist nicht schlimmer geworden, es ist bloß schriftlich geworden, was in der Staberlzeit auch schon in dieser Heftigkeit gesagt wurde, an den Stammtischen, in den akademischen Buden, und so weiter.

In Österreich wird die Uhr immer noch nach der Staberlzeit gerichtet, die nicht nur Richard Nimmerrichter über Jahrzehnte täglich aufzog. Für eine Zeit durfte auch ein Wolf Martin an der Uhr mitdrehen. Und heute eben weiter von ihren vor allem männlichen Erben, die von der Gegenwart nur die technischen Möglichkeiten kennen und nutzen wollen. Wie viele der heute vor allem älteren und alten radikalisierten Männer fanden ihre lebenslängliche Prägung durch die Ergüsse von Hans Dichand …

Übrigens, es war nicht prophetisch, was Wolf Martin zum Tod von Hans Dichand schrieb, es war für ihn bloß unvorstellbar, es könnte in Österreich je die Staberlzeit enden, und „was Österreich von ihm empfangen, es lebt im Geist, wird nie vergehn.“

Was für AndreasNorbertHofer nach Verurteilung wegen Verhetzung von einem „beliebten Blogger“ zu tun ist: „Nackt, ins Straflager nach Sibirien!“

Es ist bei einer solchen Gesinnung nachvollziehbar, daß die gesinnungsgemäß zensierte Website der identitären Parlamentspartei einem „beliebten Blogger“ beisteht, mit dem es viele Überschneidungen gibt, wie gelesen werden kann:

Seitenkomposition der „Kronen Zeitung“ mit einem wegen Verhetzung verurteilten Juristen.

Es ist bei einer solchen Gesinnung ebenfalls nachvollziehbar, daß der verurteilte Jurist auch auf der gesinnungsgemäß zensierten Website der identitären Parlamentspartei mit Zuspruch rechnen darf, nicht nur auf seiner eigenen Website, wie gelesen werden kann:

Radikalisierte Greise des Establishments schreiben nach Hilfe.

Von dem „Heil Dollfuß“ eines Kommentarkomplizen auf der Website des Notars ist die Brücke gespannt zur Verharmlosung der „NS Justiz“ eines Kommentarkomplizen auf der Website, die nun ihrem „beliebten Blogger“ beisteht, auch vereint dadurch, von derselben Richterin nicht so behandelt zu werden, wie es ihren Gesinnungen und Vorstellungen entspricht.

Wie in der Collage gelesen werden kann, ist in den Kommentaren alles enthalten, das diesem Gesinnungskreis recht und ehre ist. Es muß, da es eine Richterin ist, sofort die Frage nach der Gleichberechtigung der Frau gestellt werden. Und gesinnungsgemäß darf eine Bestrafungsphantasie nicht fehlen. Es kann nicht verwundern, wird an die recht große Liebe zum putinschen Rußland in diesen Kreisen gedacht, daß AndreasNorbertHofer weiß, wohin Menschen zu verbringen sind. Auch reichsbürgerliche Ansichten müssen geäußert werden. Gerichtsurteile sollen gar in einer „Volksbefragung/Abstimmung letztinstanzlich im Namen des Volkes revidiert“, Richter und Richterinnen entlassen werden, deren Urteile gesinnungsgemäß nicht genehm … und so weiter und so fort.

georg-zakrajsek-staberl-ersatz

Zu beachten bei diesen Kommentaren ist wiederum, wie viele diesen zustimmen. Ein paar dieser in die Collage aufgenommenen Kommentare sollen doch beispielhaft zitiert werden:

Herwig Seidelmann: „Was soll daran ‚Hetze‘ sein? Das ist nicht einmal ‚eine Hetz‘, sondern Faktum. Wer den Koran hierzulande nicht ablehnt, befindet sich auf dem Kriegspfad gegen uns Christen.“

Arbeiter: „Richterin Baczak hat den Rubikon überschritten“

AndreasNorbertHofer: „Nackt, ins Straflager nach Sibirien!“

putin: „Richterin Baczak verurteilt … Jede Richterin hat einen Namen, eine Wohnadresse und meist auch ein Auto mit Kennzeichen. Dies herauszufinden ist keine Schwierigkeit, um mit der Person Aug in Aug zu sprechen!!! Die Bereichernden nennen das so: wir wissen wo dein Haus wohnt!“

IRRA: „‚Die Richterin‘ Es ist immer wieder ein Genuss für mich, wie sich ‚Frauen‘ selbst aus dem Rennen nehmen um eigentlich ‚akzeptiert und gleichwertig‘ behandelt zu werden. Irgendwie ist die Zeit doch nicht reif dafür, was ich auf eine ………….! Es gilt natürlich die Unschuldsvermutung.“

Gleicher Mist wie…: „Richter haben kein Recht. Das ist das Hauptproblem. Legislative, Judikative und Exekutive sind unlegitimiert und handeln gegen die Interessen des Volkes. Wer gibt dieser Mafia das Recht Macht über andere auszuüben? Ende der Durchsage.“

Bertaweber: „Österreichs Justiz….. …. hat sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr der NS Justiz angepasst, deren System aber verfeinert. Das kann ich behaupten, da ich Recherchen für ein Buch durchgeführt und dieses auch geschrieben habe. Leider will es in Österreich bisher keiner verlegen….warum wohl? Fakt ist auf jeden Fall, dass Straftaten von Politikern gedeckt werden, Anzeigen gegen Justizverbrecher ins leere laufen und sich diese feine Gesellschaft gegenseitig deckt. Hotspots hierfür sind Innsbruck und Graz. Und das ist keine Justizbeleidigung, sondern alles Beweisbar.“

Florianer: „Die täglichen ‚querschuesse.at‘ …. … erhalte ich als sog. ‚Newsletter‘ seit mehr als 5 Jahren. Meine Zustimmungsrate von rund 80% hat mich dazu bewogen, die überwiegende Anzahl seiner hervorragenden Beiträge zu kopieren und zu sammeln. Meine Sammlung wächst weiter. Ich danke Herrn Dr. Zakrajsek und wünsche ihm ein noch langes gesundes Leben! Er ist DER ‚Staberl‘-Ersatz.“

Für Florianer ist also Georg Zakrajsek „DER ‚Staberl‘-Ersatz“ … wer nicht mehr weiß, wer heute nicht mehr wissen kann, wer „Staberl“ war: das war ein Schreiber für die „Kronen Zeitung“, die es versteht, Seiten zu gestalten …

Radikalisierte Greise des Establishments schreiben nach Hilfe

Was tun mit den radikalisierten Greisen und Greisinnen.jpg

Es ist heute üblich geworden, bei Jugendlichen sofort von „radikalisierten“ Jugendlichen zu sprechen, eigentlich auch schon, wie aktuell geschehen, von „radikalisierten“ Kindern, einen Zwölfjährigen medial als „Komplizen“ vorzuführen.

Bei Männern der ehrenwerten Gesellschaft wird das nicht getan. Wie auch der aktuelle Fall des wegen Verhetzung verurteilten Notars es wieder einmal aufzeigt; bei einem Greis wird gütig formuliert: „78-jähriger Jurist sollte sich eigentlich auskennen“.

Und von seinen „Komplizen“ wird gar nichts geschrieben. Dabei verbreiten seine „Komplizen“  … das muß gar nicht erst erläutert werden. Es reicht zu zitieren:

„Bitte nicht immer den Faschismus mit der minderwertigsten politschen Ideologie des Marxismus gleichzusetzen! Faschismus ist Diktatur für die Völker, Marxismus+grünbuntes Gutmenschentum ist Diktatur gegen die Völker! Warum diejenen, welche freie Völker wollen eine Diktatur benötigen? Weil es welche gibt die das nicht wollen!“

„Ich bin bekennender ‚Austrofaschist‘ und bestätige nicht nur die Rechmäßigkeit der Anhaltelager, sondern auch die unbedingte Notwendigkeit derselben für das Überleben der Deutschösterreichischen Bevölkerung, um nicht im Blutrausch des Marxismus unter zu gehen! Heil Dollfuß, Heil Graf Rüdiger!“

„Unserem Herrn Doktor ist leider der Fehler unterlaufen ‚Wir‘ zu schreiben. Richtiger vielmehr ist: Das Volk wird Euch beseitigen.“

Das schreibt am 25. Jänner 2017 Wolfgang Kröppl in seinen Kommentaren zu „Der Tag der Meinungsfreiheit ist vorbei“ von Georg Zakrajsek, mit dem er seine Meinung kundtun, was er von seiner Verurteilung wegen Verhetzung hält, wie in der Collage gelesen werden kann.

Und Jokl schreibt am 24. Jänner 2017 darunter:

„Tut mir echt leid. Auch für mich und für uns alle. 5 Monate sind kein Dreck und wenn Sie nochmal verurteilt werden, dann müßen Sie die Strafe absitzen. Oder bekommen eine Fußfessel. Das muß man sich echt mal reinziehen… Und merken. Auf jeden Fall sämtliche relevanten Namen, die an diesem Prozeß beteiligt waren merken. Im Leben kommt alles zurück, jeder – wirklich jeder wird in irgendeiner Weise zur Rechenschaft gezogen werden. Ein schwarzer Tag für unsere Demokratie.“

Kröppl und Jokl sind schon lange Kommentarkomplizen von dem Notar, wie gelesen werden kann:

Georg Zakrajsek und seine Schreibstaffel erzählen von sich und werden schnauben: Hetze, Pauschalierung und Beschimpfung

Es gibt noch weitere Meinungen von Kommentarkomplizen zu dieser Verurteilung, die aber nicht mehr zitiert werden wollen; in die Collage sind sie aufgenommen …

Es stellt sich bei solchen Männern grundsätzlich die Frage, in welchem Alter werden sie zu radikalisierten Greisen, und hängt es überhaupt mit den Lebensjahren zusammen, werden sie es ab der Verwendung von Behelfen, kommen sie als radikalisierte Greise in ihre Ämter oder radikalisieren sie ihre Ämter, in die sie gewählt werden?

Von nicht wenigen wird gewußt, sie stellen sich als radikalisierte Greise Wahlen. Und bei diesen Männern und den wenigen radikalisierten Greisinnen stellt sich grundsätzlich die Frage, weshalb haben ihre Wähler und Wählerinnen vor ihnen keine Angst, während sie sich gleichzeitig nicht mehr auf die Straße wagen, weil es könnte ihnen ein „radikalisiertes“ Kind auf seinem Schulweg entgegenkommen.

Es gibt beispielsweise in Österreich staatliche Beratungsstellen für Deradikalisierung und Demokratie für Jugendliche. Weshalb aber gibt es keine für radikalisierte Greise und Greisinnen? Solche Beratungsstellen würden wohl dringend gebraucht werden, nicht nur in Österreich. Wie anders beispielsweise wären die Wahlen in den Vereinigten Staaten möglicherweise ausgegangen, hätte irgendwer Donald Trump an der Hand genommen und wäre mit ihm in eine solche Beratungsstelle gegangen; er wäre mit seiner Deradikalisierung vollauf beschäftigt gewesen und hätte für einen Wahlkampf keine Zeit mehr gehabt. Aber auch vielen seiner Wählerinnen und vor allem seiner männlichen Wähler hätten Gespräche in einer solchen Beratungsstelle gut getan.

Es könnten noch viele Länder genannt werden, Türkei zum Beispiel, in denen solche Beratungsstellen für radikalisierte Greise und Greisinnen äußerst notwendig wären …

Das ist eine vordringlich zu lösende Aufgabe, die aber keine für die Gerichte ist. Eine Verurteilung bringt keine Einsicht, wie das Beispiel von Georg Zakrajsek und seinen Kommentarkomplizen zeigt, im Gegenteil, noch mehr Gefahr, die eigentliche Gefahr für eine Gesellschaft, denn sie nehmen etablierte Positionen ein, haben Ämter inne, dagegen sind „radikalisierte“ Jugendliche tatsächlich bloße Kinder, die für eine Zeit eine Phase durchlaufen, die vor allem für sie allein gefährlich und schwierig ist.

Was tun mit den dauerradikalisierten Eliten?

Von den testosteronlosen radikalisierten alten Männern

Seitenkomposition der „Kronen Zeitung“ mit einem wegen Verhetzung verurteilten Juristen

In einem Hofer wird heute eine Ausgabe der „Kronen Zeitung“ gefunden, in der, da am Ausgang zu warten ist, geblättert wird. Dabei fällt ein Bericht über die Verurteilung eines Juristen auf: angeklagt der Verhetzung. Und deswegen verurteilt.

Es wurde zwar nicht sein Name genannt, aber es brauchte auch nicht sein Name genannt werden. Er ist in diesem Land bekannt.

Er wird von Medien eingeladen, wenn es um ein bestimmtes Gesetz geht. Die Verschärfung dieses Gesetzes ist nicht sein Anliegen.

Er schreibt auch, nicht nur auf seiner eigenen Website.

Er gibt Pressekonferenzen, nicht alleine, an seiner Seite ebenso bedeutende Männer.

Er wird eingeladen, nicht irgendwohin, sondern in das Büro von einem ebenso bedeutenden Mann, der noch bedeutender werden will. Das haben die zwei Männer gemein: beide wollten noch bedeutender werden, beide haben es nicht geschafft.

Unerheblich dabei ist der verurteilte Notar. Der Bericht fiel ob der Seitengestaltung auf. Was will die „Kronen Zeitung“ mit dieser Seitenkomposition ihren Lesenden auf subtile oder doch gar nicht so subtile Art mitteilen? Zum einen, wie in der Collage gesehen werden kann, wird dem Bericht über den Verurteilten unmotiviert scheinend ein Bild zur Seite gestellt mit dem Text: „Der Anschlag in Berlin im Advent schreckte die Welt.“ Zum anderen wird der Bericht über den Verurteilten mit einem Bild der Richterin illustriert – ein Bild wie ein Fahndungsfoto. Es wird, darf angenommen, der Zeitung nicht ungelegen gekommen sein, daß die Richterin dunkelhaarig ist, Menschen sie ob ihres Aussehens beschreiben würden, sie sehe nicht aus wie eine Hiesige  …kronenzeitung-seitengestaltung-mit-einem-wegen-verhetzung-verurteiltenIm Grunde ist es tatsächlich nicht subtil. Es wollte zuerst ein Titel gewählt werden, in dem „Bildrätsel“ vorkommt. Aber es ist kein Rätsel. Verwendbar aber durchaus als Beispiel in der Medienpädagogik. Wie bereits allein durch die Seitengestaltung und Illustration ein Bericht zurechtgerückt werden kann.

Als Gegenprobe, wie in der Collage gesehen werden kann, wurde eine Seite gestaltet, wie sie die „Kronen-Zeitung“ auch hätte gestalten können. Statt dem Foto von der Richterin ein Bild, wie es üblich wäre, vom Verurteilten mit einem Augenbalken. Statt dem Bild mit dem Anschlagstext der Bericht über den einladenden Mann, der eben ausgeladen wurde. So wurde aber die Seite nicht gestaltet. Und es ist auch kein Rätsel, weshalb …

AKP will von ihrem A… abstammen

Wie nun zu lesen ist, soll in der Türkei die Evolutionstheorie des Charles Darwin aus den Lehrplänen der Gymnasien gestrichen werden.

Das wäre keine Aufregung wert. Denn. Charles Darwin ist einer aus der langen Entwicklung der Evolutionstheorie, und mit ihm endet auch nicht die Evolutionstheorie, die seit ihm mannigfache Weiterentwicklungen erfahren hat. Wenn also bloß Charles Darwin aus den Lehrplänen gestrichen werden würde, allerdings nur dann, wenn Schüler und Schülerinnen bis zu ihrem fünfzehnten Lebensjahr in ihrer Schulpflichtzeit im gemeinsamen Unterricht genügend über die Evolutionstheorie auch eines Charles Darwin gehört, gelernt haben, so daß es im Gymnasium bloß noch eine sie langweilende Wiederholung wäre.

Eine Streichung der Evolutionstheorie des Charles Darwin aus den Lehrplänen der Gymnasien machte also nur Sinn, wenn Schülerinnen und Schüler bereits vor dem Besuch eines Gymnasiums je nichts von der Evolutionstheorie gehört hätten, wenn es darum geht, die Evolutionstheorie von Charles Darwin im besonderen und die Evolutionstheorie im allgemeinen gar nicht erst in das Gedächtnis der Menschen …

Was erfuhren sie bisher und was erfahren sie jetzt in ihrer gemeinsamen achtjährigen Schulpflichtzeit in der Türkei über die Entwicklung des Menschen?

Aber einen Sinn dahinter sehen zu wollen, ist wohl mehr als müßig. Es reicht der Hinweis, wer das in der Türkei will, das ist die AKP, die Partei von Recep Tayyip Erdoğan: eine alternative Bezeichnung für Sinn, der auch als Unsinn übersetzt werden kann.

Der Mensch stamme – wie es stets verkürzt heißt – vom tierischen Affen ab. Das ist ein Kompliment, für den Menschen. Wenn die AKP die Streichung der Evolutionstheorie aus den Lehrplänen der Gymnasien durchsetzt, dann ist es in der Türkei kein Kompliment mehr, vom tierischen Affen abzustammen. Denn. An die Stelle des tierischen Affen träte dann ein menschlicher Affe. Es müsse ja auch türkischen in den Gymnasien weiterhin etwas erzählt werden, etwa von wem der Mensch abstamme, . Von Allah, darf angenommen werden, also von einem menschlichen Affen. Auch die Erzählung der Abstammung des Menschen von einem A… ist eine Erzählung der Evolution, also der Entwicklung von einem A… zum Menschen.

Woher die AKP ihre Entwicklungsfabel hat, die sie jetzt in den Gymnasien durchsetzen will? Sie wird darauf beharren, eine eigene Fabel zu besitzen. Aber diese Fabel geht zurück auf eine Urfabel, über die ein Mann in Wien bestens Auskunft geben kann, ein Mann der keinen, wie es nun stets so schön heißt, Hintergrund hat, der auf die Türkei schließen läßt, ein Mann, der es wohl als Beleidigung empfinden würde, würde gesagt werden, der Mensch, also auch er, stamme vom tierischen Affen ab, hingegen er wohl seinen größten Dank sprechen würde, wenn gesagt werden würde, er stamme vom menschlichen Affen mit den drei Köpfen ab, von diesem Affen, von dem sich noch so viele Menschen weltweit, also nicht nur in der Türkei, zum Affen machen lassen. Und da es um Schule, Bildung geht, darf nicht unerwähnt bleiben: Es ist ein Mann aus einer Organisation, die sehr viel über Pädagogik weiß, die nach wie vor auch bei der Pädagogik das große Wort führen will, nicht in der Türkei, aber beispielsweise in Österreich, wo dieser Mann residiert …

Du, glückliches Österreich, endlich Terrorland

Wie wurde es herbeigebetet. Und nun endlich. Österreich ein Terrorland. Ein „U-Bahn-Bomber“ konnte in Österreich festgenommen werden. Auch wenn noch keine Bombe hochgegangen ist, weder in der U-Bahn noch an einem anderen Ort in Österreich, in Wien. Was zählen schon Fakten, wenn alternative Fakten geschaffen werden können. So wahr ihm, dem Mann der Umsonst, helfe, wer …

Der „U-Bahn-Bomber“ muß  wahrlich ein „dicker Fisch“ sein, der da „ins Netz gegangen ist“ … Nur „dicke Fische“ tauschen sich „intensiv über das eine oder andere“ aus, etwa über „Waffen“ – mit Zwölfjährigen.

Wie wurde es herbeigebettelt, und nun hat ein Siebzehnjähriger, der mit einem Zwölfjährigen über das eine oder andere kommunizierte, die Umsonst erhört, und Österreich endlich zu einem … schickte sich als der IS dickster Fisch …

Wie ist das Schicksal Österreich jetzt gnädig, enthoben der Bedeutungslosigkeit kann es stolz hintreten, muß sich nicht mehr seinen Teil denken, sondern verkünden, nun auch …

Wenn das Glück zuschlägt, schlägt es für viele zu.

gluckliches-sobotka

Du, Land der glücklichen Sobotkas und Doskozils, endlich werden alle Maßnamen ergriffen werden können, alles ist jetzt möglich, alles zum Greifen nahe – wer wird noch nach Argumenten fragen, wem wird es noch kümmern können: Grundrechte, Menschenrechte, wenn ein Siebzehnjähriger, der mit einem Zwölfjährigen …

Alle einfach unter Generalverdacht stellen. Das ganze Land von einem Hochstand aus … was kann dadurch alles erspart werden. Keine Diskussionen mehr. Falsch. Die Diskussion hat es bisher schon nicht gegeben, also die breite öffentliche – über „Terror“ und „Terror“. Wie es beispielsweise Carlo Strenger beschreibt:

„Ende der achtziger Jahre entwickelte eine Gruppe von Sozial- und Persönlichkeitspsychologen auf der Grundlage von Beckers Ideen ein neues Forschungsparadigma, das als Terror-Management-Theorie (‚Terror‘ hier nicht im Sinne von Terrorismus, sondern von existenzieller Angst bekannt wurde. Dieses Paradigma, das ich einfach Existenzialpsychologie nenne, ist mittlerweile international weit verbreitet und hat sich bei der Erforschung ganz unterschiedlicher Phänomene als äußerst fruchtbar erwiesen. Besonders gut geeignet ist es, wo es darum geht, die enorme Anziehungskraft zu erklären, die religiöse Fundamentalisten mit absolutem Machtanspruch und apokalyptischen Weltanschauungen ausüben. Seit mehr als einem Jahrzehnt bin ich Mitglied der Studiengruppe World Federation of Scientists, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Motivation fundamentalistischer Terroristen zu entziffern. Was bringt Menschen dazu, sich Organisationen wie dem Islamischen Staat (IS) anzuschließen? Viele Erklärungssätze, die hier für gewöhnlich ins Feld geführt werden, erweisen sich bei genauerem Hinsehen als wenig hilfreich. Ein prominentes Beispiel ist die Behauptung, es handle sich in der Regel um benachteiligte Menschen ohne Perspektive. Auf die Attentäter vom 11. September 2001 beispielsweise trifft dies jedoch überhaupt nicht zu. Viele von ihnen waren Studenten, sie stammten aus Mittelschichtfamilien, die ihnen einen Aufenthalt im Westen finanzieren konnten. Die Führungskader dschihadistischer Organisationen sind oft Ärzte und Ingenieure, denen der Weg auf der Karriereleiter offenstünde, wenn sie dies wollten. Was viele Menschen zu Terroristen macht, ist weder Armut noch Verzweiflung, sondern ein tiefes Bedürfnis nach einem absoluten Lebenssinn. Das mag paradox klingen, schließlich betrachten wir die Suche nach Sinn in der Regel als etwas Positives. Wie kann es da sein, dass die Suche zu so etwas führt wie dem Terror des IS?“

Aus dem läßt sich freilich keine Schlagzeile „U-Bahn-Bomber in Haft“ machen, aus dem lassen sich keine alternativen Fakten … und mit dem ist es nicht möglich, einen Hochstand aus Paragraphen zu errichten, von dem aus alle … und es würde auch den Bundeskanzler zu etwas zwingen, das er gar nicht will: „philosophische Abhandlungen …

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So viele Arten des Terrors, und von allen die gefährlichste immer noch: Staatsterror …

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„Strangers at Our Door“, so der Titel eines Essays von Zygmunt Bauman … in Österreich sind es keine Fremden, die seit langem Türen eintreten … in Österreich könnte ein Essay geschrieben werden mit dem Titel „Sobotka and Doskozil and our flat“ …

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Alles unter Strom, nichts aber im Fluß.

„Mir geht’s darum, daß wir Schluß mit Kafka machen.“

Selbstverständlich bezog Christian Kern das auf die Bürokratie. Und er meinte damit den Abbau von Bürokratie. Er brachte Beispiele dafür. In Wels. In seiner bombastisch inszenierten Rede.

Es will ihm nicht vorgeworfen werden, er hätte sich genauer ausdrücken müssen, er hätte beispielsweise sagen können, es gehe ihm darum, mit kafkaesken Zuständen Schluß machen zu wollen.

Er aber sagte wahrlich: „Schluß mit Kafka machen.“ Und nach dem Lesen seines „Plans A“ kann die Befürchtung aufkommen, er meint es tatsächlich so, nicht mit kafkaesken Zuständen Schluß machen zu wollen, sondern tatsächlich mit Kafka Schluß zu machen. Wenn Kafka stellvertretend verstanden wird für Kunst, Literatur, Film, Theater, Malerei, Architektur, Philosophie, Musik.

Es mutet doch eigentümlich an, daß ein Bundeskanzler dieses Landes nicht einen einzigen Satz in seinem „Plan A“, in seinem Zukunftsplan für Österreich zu dem zu schreiben imstande ist, wovon Österreich weltweit zerrt, nämlich von Kunst und Kultur, zwar nicht aus der Gegenwart, sondern aus der weit, sehr weit zurückliegenden Vergangenheit. Vielleicht beruht seine Nichtberücksichtigung auf der Hoffnung, daß die Welt diese Vergangenheit ebenso noch sehr lange nicht überhat, wie das offizielle Österreich sie nicht überhaben will.

Es soll nicht gesagt werden können, das stimme nicht, er habe nichts dazu geschrieben. Einen Begriff von diesen Begriffen – Kunst, Literatur, Film, Theater, Malerei, Architektur, Musik, Philosophie – verwendet Christian Kern, einen doch, einen einzigen: nämlich „Kunst“.

christian-kern-plan-a-kunststoffproduktionsverantwortungskulturlandWie in der Collage gelesen werden kann, kommt bei Christian Kern „Kunst“ sogar dreimal vor: einmal in einer Aufzählung und zweimal im zusammengesetzten Wort „Kunststoffproduktion“. Bei der Aufzählung, bei der es nicht um die Kunst geht, sondern um die Zusammenführung von Studiengruppen „Naturwissenschaft, Medizin, Kunst, Wirtschafts- und Geisteswissenschaft“, geht es ihm um die Entscheidung der öffentlichen Hand, wie viele Studienplätze finanziert werden. Also um Begrenzung, um Einschränkung. In diesem Zusammenhang darf bei ihm also „Kunst“ in einer Aufzählung an dritter Stelle vorkommen.

Das Wort „Kunst“ kommt also vor in dem Zukunftsplan von Christian Kern, aber nicht die Kunst. „Wir Schluß mit Kafka machen.“ Christian Kern hat sich klar und präzise ausgedrückt: Schluß mit …

Einer aber wird beruhigt lachen können. Der „Nikolaus“, ihm ist eine Zukunft in dem von Christian Kern geplanten zukünftigen Österreich gewiß. Er bringt es auf zwei eigene Einträge und ein Bild. Der Nikolaus darf auch mit Gelassenheit in die Zukunft blicken. Auch deswegen: sein Koran wird weiter verteilt werden dürfen. Ein weiterer Koran aber nicht. Dem nikolaus’schen Koran will also Christian Kern wieder eine Monopolverteilungsstellung sichern.

„Sicherheit“ liegt mit Dutzenden von Einträgen im Spitzenfeld der verwendeten Wörter im „Plan A“ von Christian Kern. Und das überrascht nicht. Passt es doch hervorragend in die Zeit von „securitization“ – „Versicherheitlichung“. Bei dem Wort muß nicht Station gemacht werden. Was darüber beispielsweise Zygmunt Bauman geschrieben hat, ist in seinem Essay aus 2016 zu lesen, von dem bereits gesagt wurde, dieser ist in seiner Gesamtheit zu lesen: Cabinet: „Strangers at Our Door“.

Viel ist im „Plan A“ auch von „guter Laune“ zu lesen. Und diese bringt einen weiteren Essay ins Spiel, der ebenfalls in seiner Gesamtheit zu lesen ist, ein Essay von Carlo Strenger, aus dem Jahr 2017: „Abenteuer Freiheit – Ein Wegweiser für unsichere Zeiten“.

Das ist ein Essay, der sich hervorragend eignet als Begleitlektüre zum „Plan A“ von Christian Kern. Es wird auch durch diesen deutlich, wie altbacken der „Plan A“ ist. Christian Kern ist dafür kein Vorwurf zu machen. Er ist neu in einem sehr hohen politischen Amt. Genauer und zutreffender: er ist neu in einem sehr hohen parteipolitischen Amt. Mag auch er selbst neu in einem parteipolitischen Amt sein, die Partei, dessen Obmann er nun seit ein paar Monaten ist, ist keine neue Partei. Und eine Partei, die seit Jahrzehnten maßgeblich in diesem Land wirkt, hat kein Recht, mit einem „Plan A“ in die Öffentlichkeit zu gehen und so zu tun, als wäre sie eben erst gegründet worden. Alles, was in dem „Plan A“ steht, hätte sie längst …  Samuel Beckett schrieb einmal, die Sonne scheine, da sie nicht anders könne, auf nichts Neues … nun, die SPÖ schreibe, da sie nicht anders könne, nichts Neues.

Die SPÖ hätte längst schon beispielsweise mit den kafkaesken Zuständen Schluß machen können. Wie viele der kafkaesken Zustände aber sind erst durch die SPÖ in den letzten siebzig Jahren geschaffen worden?

Und auch das „Schluß machen mit …“ ist im Grunde nichts Neues. Es kommt ohnehin schon lange nichts mehr Neues aus Österreich im Bereich der Kunst, der Literatur, der Musik, der Maler und so weiter und so fort. Ein Beleg dafür ist auch der Essay von Carlo Strenger. Er schreibt u.v.a.m. von der Moderne in der Kunst, und in diesem Zusammenhang auch von Österreich. Aber er muß weit, sehr weit in die Vergangenheit zurückgehen, um etwas aus Österreich über die Moderne anführen zu können. Und wer nicht österreichische Bücher liest, wird selbst die Feststellung gemacht haben, es kommen, wenn sie vorkommen, nur österreichische Künstlerinnen, Schriftsteller und österreichische Denker vor, die vor langer, langer Zeit lebten.

Aber Christian Kern ist nicht der erste Mann der SPÖ, dem zu „Kunst“nur eines einfällt: Schluß mit …

Das Regierungsprogramm von Rot-Blau im Burgenland zu „Kultur und Kunst“ – Eine Aufgabe

Womöglich schaffen aber gerade dadurch die Sozialdemokraten Kern und Niessl die besten Voraussetzungen, das notwendige Klima – also die gegen sie gerichteten, sie tabuisierenden Gegebenheiten –  für die Kunst in allen ihren Ausdrucksformen, um wieder das Niveau zu erreichen, das sie vor …

Der „Plan A“ bleibt altbacken. Daran ändert auch nicht das viele Male verwendete Wort „Digitalisierung“. Wieviel Platz wird dem aktuellen Phänomen „Hass“eingeräumt. Das mag gar heutig klingen, und ist doch nur ein Reflex auf die hysterische breite Diskussion darüber. Strenge Gesetze sollen her, sogar „digitale Zivilcourage-Messengers“ … in einem Jahr vielleicht schon wird das keine breite Diskussion mehr sein, abgelöst durch ein anderes Phänomen, das breit öffentlich … und was wird dann der „Plan A“ nicht nur in diesem Bereich sein – Altpapier … Christian Kern will also mit Kafka Schluß machen, aber „Messengers“, also „Büroboten, „Amtsbotinnen“ sollen „Zivilcourage“ … Beinahe könnte der Verlockung erlegen werden, zu fragen, geht es noch … aber zutreffender ist wohl: geht es noch grotesker? Der Amtsbote soll „Zivilcourage“ frei Haus …

Es wollte eigentlich über den „Plan A“ nur im Zusammenhang mit „Kunst“ etwas notiert werden. Je länger aber der „Plan A“ geöffnet ist, desto mehr … Beim Arbeitmarktthema nennt Christian Kern fünf Hauptgründe für Arbeitslosigkeit. Einen nennt er gar nicht: Robotisierung. Dafür können vier der fünf von ihm genannten Hauptgründe dem Einzelnen angelastet werden: „Ausbildungsmankos, Vermittlungshandicaps, Alter, Zuzug aus dem Ausland“. Aber in Wels erzählt er von einer Frau, die an ihrer Arbeitslosigkeit nicht … und er möchte, daß sie eine Arbeit bekommt. In einem Jahr oder vielleicht schon viel früher, wird diese Frau von Christian Kern enttäuscht sein, weil sie immer noch keine Arbeit … Ist das seine Schuld? Ja. Er wird nicht schuld sein, daß sie keine Arbeit gefunden haben wird, aber daran, die Hoffnung genährt zu haben, mit dem Gerede von der „Vollbeschäftigung“, mit diesem Wort, das vor Jahrzehnten in Österreich Neuigkeitswert hatte. Seit Jahrzehnten wiederholt und wiederholt wird, während Arbeitsplätze weniger und weniger …

In seiner welserischen Rede spricht Christian Kern auch davon, durch „Arbeit“ den Menschen „ihre Würde zurückgeben“ zu wollen … Das wäre doch eine interessante philosophische Abhandlung, wie einer anderen Menschen die „Würde“ … aber es soll der Imperativ aus dem kern’schen Plan befolgt werden: „keine philosophischen Abhandlungen“ …

„Keine philosophischen Abhandlungen“ – als ob es in Österreich je ein Zuviel von diesen gegeben …

Was noch an dem „Plan A“ auffällt. Es fehlen auffällig Begriffe wie Populismus, Rechtsextremismus, Rechtsradikalismus. Einmal kommt „hetzerische Nationalisten“ vor: im Abschnitt zu Integration, Asyl. Damit kann also nicht die identitäre Parlamentspartei gemeint sein. Es darf mit Spannung der „Kriterienkatalog“ der SPÖ erwartet werden, mit dem eine Hinbiegung zu einer Koalition mit der …

Genug.

Soll noch etwas Abschließendes geschrieben werden? Der Plan, auch etwas zu dem Wort „Kultur“ zu schreiben, wie es von Christian Kern hauptsächlich verwendet wird, ist längst schon aufgegeben.

„Kultur des Scheiterns“ wird mehr als einmal im „Plan A“ formuliert. Wenn auch nicht im Hinblick auf diesen geschrieben, wird es einst eine brauchbare Schlagzeile sein, wenn der Plan A…

War die Entschuldigung von Christian Kern auch schon eine für sich selber?

Die der nächste Obmann – eine Obfrau wird das wohl nicht so schnell sein – der SPÖ vortragen wird müssen, um vielleicht dann endlich nicht so weiterzumachen wie bisher. Die Chancen sind dann, wenn die Wahlen und die Regierungsbeteiligung verloren, realistisch,  endlich anders weiterzumachen als bisher.

Es war eine bombastisch inszenierte Rede von Christian Kern. In Wels.

Und trunken von dieser Rede, mit der er sich an die Seite des „kleinen Mannes“ und der „kleinen Frau“ hinzusprechen versuchte, stehen nicht wenige Journalisten und Journalistinnen von österreichischen Medien ihm jetzt bei. In der konkreten Sache. Es gäbe keinen Haftbefehl gegen Tal Silberstein. Es wird genutzt, die „Quelle“ schlechtzureden, nämlich die Unzensuriert der identitären Parlamentspartei.

Statt das Eigentliche breit zu besprechen.

Die Unzensuriert der identitären Parlamentspartei ist keine Quelle.

Alles, was sie verbreitete in der Angelegenheit Tal Silberstein, war und ist kein anderes Tun als das Kopieren. Was sie auch in dieser konkreten Sache macht, ist kopieren, kopieren, kopieren und nichts anderes als kopieren.

Dennoch wird ihr geholfen, sich falsch zu sehen. Etwa von Werner Amon, Generalsekretär der ÖVP, wenn er Unzensuriert als „Quelle“ angibt. Nur weil Werner Amon nicht über die österreichischen Täler hinaussieht, kann er Unzensuriert als „Quelle“ angeben und trägt damit ebenfalls dazu bei, daß die Unzensuriert sich falsch sehen muß und sich falsch verkaufen kann, nämlich als eine, die „enthüllt“, während sie tatsächlich nur kopiert, kopiert, kopiert und kopiert und kopiert und …

Stolz kann sie am 20. Jänner 2017 wieder, wie in der Collage gelesen werden kann, verkünden, sie hätte „Enthüllungen“… am 15. Jänner 2017 sich als „Aufdecker“ feiern. Aber was tat sie wirklich? Wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann, sie schrieb bloß ab, wieder einmal bloß ab, am 6. Dezember 2016, was in einem rumänischen Medium geschrieben wurde, und das bereits am 15. März 2016.

christian-kern-tal-silberstein-unzensuriertUnd wie in der Collage gelesen werden kann, kann die Unzensuriert der identitären Parlamentspartei sich darüber hinaus als „Opfer“ darstellen, weil eben Journalisten und Journalistinnen in Österreich nun Christian Kern beistehen, gegen die Kopiererin Unzensuriert. Anstatt das Eigentliche zu besprechen.

Wie mit ein wenig Recherche festgestellt werden kann, hat Tal Silberstein keine Presse im Ausland, die als Empfehlung gelesen werden könnte, von ihm bedenkenlos einen Gebrauchtwagen kaufen zu können, und auch die in seinem Umfeld sind keine vertrauensfördernden – etwa Diamanten-Beny Steinmetz …

Was ist nun das Eigentliche, das zu besprechen wäre?

Es gibt in der Zwischenzeit wohl mehr Politberater und Politberaterinnen als Sandkörner auf allen Sandstränden dieser Welt zusammen, daß die Frage durchaus berechtigt ist, ob es für einen Bundeskanzler weiter angebracht ist, sich von einem beraten zu lassen, der solchen Vorwürfen ausgesetzt ist.

Was sagt das über einen sozialdemokratischen Bundeskanzler aus, der sich einen solchen Berater mit diesem Umfeld, zu dem der „kleine Mann“ höchstens Zugang hat als Elektriker oder Installateur und die „kleine Frau“ höchstens als Putzfrau oder als Kindermädchen,  und wie wirkt sich ein derartiges Umfeld auf einen sozialdemokratischen Bundeskanzler aus, der sich seine Beratungen aus einem solchen Umfeld weiter leistet und weiter leisten will?

Cabinet: „Strangers at Our Door“

Ist es zu viel verlangt, wenn eine österreichische Bundesregierung auf der Höhe des heutigen Wissens zu sprechen hat?

Es ist nicht zu viel verlangt.

Aber bloß, zu bekommen ist das von ihr nicht. Nicht von dieser österreichischen Bundesregierung, die hier nur exemplarisch für so viele Regierungen in Europa genannt wird. Und von der nächsten, wenn in dieser die Hütchenspielpartei mit von der Partie ist, noch recht viel weniger, gar nicht.

„Strangers at Our Door“ ist ein Essay von Zygmunt Bauman aus 2016.

Das Einzige aber, mit dem die österreichische Bundesregierung mit Bauman in Verbindung zu bringen ist, ist ein Wort aus seinem Titel: „Strangers“ – Fremde. Jedoch nicht mit dem Inhalt seines Essays. Und alles, was sie öffentlich breit zu sagen hat, ist nur „strange“: komisch, sonderbar, merkwürdig, absonderlich.

Wie anders würde sich wohl alles gestalten und entwickeln, spräche die österreichische Bundesregierung etwa wie Bauman. Was für einen Einfluß könnte das auch auf die Massenmedien haben, wie anders fiele wohl die breiteste Berichterstattung etwa über Migration, Asyl, Flucht aus. Und nicht nur über diese Themen. Denn der Essay von Bauman geht weit darüber hinaus, versucht eine Weltzusammenhangssicht, die der Migration einen Platz zuweist – nicht einmal einen in der ersten Reihe.

Wenn Sie diesen Essay gelesen haben werden, aus dem nicht zu zitieren ist, weil dieser in seiner Gesamtheit zu lesen ist, und Sie sich unmittelbar im Anschluß an Ihre Lektüre oder bereits während der Lektüre in Erinnerung rufen, was die österreichische Bundesregierung zu diesen Themen sagt, etwa ein Sebastian Kurz oder ein Wolfgang Sobotka oder ein Hans Peter Doskozil oder ein Reinhold Mitterlehner oder ein Hans Niessl oder ein Christian Kern oder viele andere mehr, die sogenannte gewichtige politische Ämter in diesem Land innehaben, wenn Sie sich im Vergleich zum Essay in Erinnerung rufen, was und wie vor allem die Herren – und es sind in der überwiegenden Mehrzahl Männer – darüber sprechen, kann Ihre Erkenntnis nur sein, wie unheutig alles ist, was sie zu sagen haben, und dieses öffentlich vorgetragene unheutige Wissen gebiert das ethische Elend ihres Tuns.

Aber Zygmunt Bauman ist nicht der einzige Beispielgeber dafür, was für ein unheutiges Wissen öffentlich breit von Regierungen und von Massenmedien breitest gestreut wird. Und vieles, das heute breitest öffentlich zu diskutieren notwendig wäre, zitiert und verweist darauf Bauman  selbst.

strangers-at-out-door-osterreichWie anders also könnte die öffentliche Diskussion verlaufen, was für andere Ergebnisse zeitigen, würden sich Regierungen nicht öffentlich breit als unheutig darstellen zu müssen meinen, würden sie auf der Höhe des heutigen Wissens breit öffentlich argumentieren, diskutieren, Konzepte entwickeln, die nicht einen Haltbarkeitswert von zwei Stunden haben. Wie sehr könnten Medien dem nicht entkommen – und es wird hier ausschließlich von Massenmedien gesprochen -, breitest darüber zu berichten. Und vielleicht, mit der Zeit, sogar einen eigenen Beitrag auf der Höhe heutigen Wissens dazu leisten.

Was wäre das für ein Gewinn für alle Seiten, sprächen Sobotka, Doskozil, kurz alle anderen öfffentlich breit so wie beispielsweise Bauman und schrieben Massenmedien, um eine  Umsonst ob ihres Namens exemplarisch zu nennen, beispielsweise so wie Bauman. Platz hätten die Massenmedien dafür genug; sie bräuchten etwa bloß das Gerümpel vom Dschungelcamp zu entsorgen.

PS Ein Wort soll aus dem Essay doch zitiert werden: „Taschenspielertricks“.

Hütchenspiel scheint zutreffender. Beim Hütchenspiel gewinnt kein Mensch. Und noch etwas: Die Hütchenspieler – es sind zumeist Männer die Spielenden – aber tun so, als hätten sie Gewinne zu verteilen, als hätten sie wenigstens in einem ihrer Hütchen einen Würfel oder gar den Stein der Weisheit.

Die Hütchenspielpartei in Österreich ist schlechterdings die identitäre Parlamentspartei. Diese wird von Bauman ob ihrer Unbedeutsamkeit  nicht erwähnt, aber viele Hütchenspieler und Hütchenspielerinnen aus anderen Ländern, zu denen sie aufschauen. Was ihnen jedoch allen gemein ist: alle ihre Hütchen sind leer, in keinem ein Würfel, schon gar kein Stein der Weisheit. Aber ihre Hosensäcke sind voller Steine, die sie gegen alle werfen, kaum daß sie gewählt sind.

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„Hofer interviewt Strache“ – Und ewig murmelt Südtirol

Kam es gegenüber dem Vorjahr bereits zur Veränderungen, außer der einen, daß in der Jahreszahl am Ende statt 6 eine 7 …

sudtirol-hofer-strache-hoferBei der identitären Parlamentspartei einmal nicht.

Und ewig murmelt Südtirol:

Südtirol: Der FPÖ eine Herzensangelegenheit – SH distanziert sich von Akademikerball

2017 wie 2016 ist es eine „Herzensangelegenheit“: das Südtirol. Und was 2017 gesagt wird, wurde 2016 gesagt, wurde … zu diesem über die Jahre eingefrorenen Inhalt ist nichts mehr zu sagen, außer: ewiger Murmelgruß.

Was 2017 wie 2016 sein wird, ist wohl auch, Hofer wird auf den Akadamikerball vulgo WKR-Ball seiner identitären Parlamentspartei gehen können. Aber es war knapp. Er mußte zittern. Die Wählerinnen und Wähler hätten ihn beinahe um dieses ehrenreiche Vergnügen gebracht. Denn. Als Bundespräsident hätte er, wie er meinte, auf keinen Ball einer Partei … er muß den Wählern und Wählerinnen also dankbar sein, ihn nicht untreu werden lassen zu müssen. Denn. Für einen NR Präsidenten III ist es geradezu eine Traditionspflicht, zu diesem Ball in die Hofburg …

Und was hat sich noch nicht geändert?

Es war dem Bundespräsidenten vom Jänner 2016 mit dem großen Seufzerherzen keine Herzensangelegenheit, für eine Aussiedelung des WKR-Balles aus der Hofburg … und der Bundespräsidenten im hellen Trachtenrock mit grünem Kragen ab dem Jänner 2017, der gleich nach seiner erfolgter Wahl eine Mariazelldankbarkeitsreise antrat, hat mit einem solchen Ball in der Hofburg auch „kein Problem“ …

Hofer muß also auch dem Bundespräsidenten ab dem Jänner 2017 dankbar sein; denn er wird ebenfalls bewahren, daß der WKR-Ball weiter in der Hofburg … auch wenn er im Advent von ihm, dem Bundespräsidenten, nicht sehr respekt…, nein, nicht er, er überließ das nicht sehr Respektvolle Wolfgang Fellner, der ihn, Hofer, interviewte …

und-ewig-gruesst-das-suedtiroltier