Touristisches Attraktionsgesamtpaket für Österreich mit Marschierer Adam und „Gesinnungsfreund“ Hofer

Attraktionspaket für Wien-Aufenthalte - Marsch Albertinaplatz und Hofburg mit Adam und HoferEs wurde schon ausführlich über die Installierung einer neuen Wiener Attraktion für Touristen und Touristinnen geschrieben, also sich das Erlebnis,

einen Marsch des neunzehnten Jahrhunderts um den Albertinaplatz anzusehen,

einmal zu gönnen, wenn durch Franz der ganze Albertinaplatz zu einer „satisfaktionsfähigen Ebene“ …

Zur weiteren Förderung der Attraktivität von Österreich als Fremdenverkehrsland wäre es sehr nützlich, wenn die Bundespräsidentschaftswahl wiederholt werden würde, und dann Norbert Hofer vom kleinen auf den großen Präsidentenstuhl hinaufgehoben werden würde.

Was für ein Attraktionsgesamtpaket könnte Touristen und Touristinnen angeboten werden!

Zuerst das Bestaunen des Marsches um den Albertinaplatz aus dem vorletzten Jahrhundert, das allein schon unvergeßlich … aber auch die Unvergeßlichkeit läßt sich steigern .. mit einem Schmankerl: Georg Immanuel Nagel absolviert im offenen Kastenwagen sitzend eine Revolutionsproberunde um den Albertinaplatz …

Und danach, für Touristen und Touristinnen, die vom Lachen noch nicht erschöpft sind, eine weitere Attraktion: ein Besuch in der Hofburg, um Norbert Hofer von der identitären Parlamentspartei seiner Erzählung zu lauschen, wie das gewesen wäre, als er auf den großen Stuhl kam …

Das wäre eine schwere Partie gewesen, ein dritter Urnengang wäre zu erkämpfen gewesen, und er würde allen ehrlich, denn er trage nie eine Maske, also aufrichtig allen Wahlbeisitzern aus seiner Partei danken, den schweren Gesinnungsopfergang gegangen zu sein, um ihn den Stuhl zu bringen, auf dem er nun sitze. Das Gesetz schreckte sie nicht, freudig nahmen sie die Strafen auf sich. Sie, die Wahlbeisitzer, diese tapferen Frauen und Männer seiner Partei, seien die wahren Wahlopfer, denen die gesamte Gesinnungsgemein-Schaft ewig in Dankbarkeit gedenken werde. Und gäbe es eine Halle der Feldherren in Wien, Jahr für Jahr zöge es alle zu dieser hin, er voran, um ihrer zu gedenken.

Und wenn ein Tourist, eine Touristin ihn fragen würde, womit er die Menschen in Österreich überzeugt habe, Norbert Hofer, dieser bescheidene „Gesinnungsfreund“ von Dr. Alfons Adam, könnte dann stets verlesen, was die Menschen in Österreich schließlich überzeugt hätte, ihn … es wären die Worte des Um-den-Albertinaplatz-Marschierers …

Während Norbert Hofer seinen „Gesinnungsfreund“ Adam lesen würde, könnten zur Auflockerung zwischendurch Lieder vorgetragen werden. Damit Touristinnen und Touristen sich dem heiteren Erlebnis der hoferischen Lesung ganz widmen könnten, könnte Odin Wiesinger anbieten, währenddessen ihre Kinder nach germanischem Vorbilde zu malen … Bei einem solch umfassenden Gesamtattraktionsprogramm dürfe auf nichts vergessen werden. Kindern, die sich nicht portraitieren ließen, weil sie zu lebendig sind, um stillzusitzen, könnte ein weiterer Gesinnungsfreund Waffen vorführen und dabei auch gleich die Rassenkunde abdecken …

Der deutsche Tourist, der es gestern auf dem Albertinaplatz so lustig hatte, war es nicht vergönnt, dieses Gesamtattraktionspaket zu buchen. Aber damit er wirklich wieder kommt, soll besonders ihm ein Ausblick ermöglicht werden, worauf er sich freuen könnte, wenn er wieder nach Wien …

Norbert Hofer, tief versunken im hohen Stuhl vor der Tapetentür würde Adam rezitieren, um nicht sich selbst loben zu müssen, aber doch seine Vorzüge erklären zu können, weshalb er …

„Doch das ist nicht der einzige Grund, Norbert Hofer zu wählen.

Mit demselben Inhalt und der identen Zielsetzung könnte dieses Programm (sprich ‚Gender-Mainstreaming‘) von einem EU-Kommissar stammen oder einer Entschließung oder Richtlinie des Europäischen Parlaments entnommen sein. Das sind letztlich die Ziele aller Anhänger der Gender-Ideologie, auch wenn deren Sprache gefälliger und nicht so offen ist. Diese Ideologie wird nicht nur von der SPÖ-ÖVP-Einheitspartei und von den NEOS vertreten, sie hat ihre (etwas getarnten) Anhänger auch in der Kirche. Besonders aktive Vertreter dieser menschenfeindlichen und insbesondere dem christlichen Glauben
widerstreitenden Ziele sind DIE GRÜNEN.“

Kickl, Gudenus, Strache rappen: „Wir wollen den neuen Menschen nicht.“

„Diese kommunistischen Zielsetzungen sind bei uns weitgehend verwirklicht. Einige
Beispiele: Beseitigung der Begriffe Vater und Mutter in amtlichen Dokumenten; staatliche
Förderung der Kinderkrippen und Benachteiligung der Mütter, die sich selbst um ihre Kinder kümmern wollen; Homo-Ehe; Adoption durch homosexuelle Paare; Förderung der
Masturbation und Kuschelecken für Doktorspiele im Kindergarten; Anleitung zu Anal- und
Oralsex für Volksschulkinder.

Allgemein bekannt ist die Einstellung der Grünen zum Lebensschutz. Wenn sie die
Abtreibung auf Krankenschein verlangen, dann kann man das nur so deuten, dass sie den
Massenmord an den ungeborenen Kindern und damit den Selbstmord des eigenen Volkes
noch fördern wollen. Wie sehr muss man die Menschen hassen, um ihnen all das anzutun:
Grausames Töten der ungeborenen Kinder, Zerstörung der Familien, Kindern die Unschuld
und damit die Kindheit rauben. Es liegt in der Logik des Bösen, dass man den Menschen
durch ‚Multi-Kulti‘ die Heimat nimmt, durch Parallel-Gesellschaften die Ordnung und innere Sicherheit gefährdet und den Patriotismus lächerlich macht.“

Vilimsky, Le Pen, Franz im Duett: „Wir wollen den neuen Menschen nicht.“

„Eine Völkerwanderung ist immer ein feindlicher Akt, weil die Invasoren ja nicht in menschenleere Räume eindringen. Es war immer schon das Bestreben der Marxisten, die überkommene Werteordnung, insbesondere die christliche, zu zerstören und sie sind dabei vor Massenmorden am eigenen Volk wie etwa in der Ukraine oder während der chinesischen Kulturrevolution nicht zurückgeschreckt. Nun haben sie eine neue Methode entdeckt, der man sogar ein humanitäres und christliches Mäntelchen umhängen kann, nämlich die ‚Willkommenskultur‘. Den Verantwortlichen für diese sogenannte Willkommenskultur kann man die hehre Gesinnung deshalb nicht abnehmen, weil mit einem Bruchteil des Geldes, welches unser Staat für die ‚Asylanten‘ aufwendet, vor Ort in deren Heimatländern besser und mehr geholfen werden könnte. Die Erklärung ist, dass die Destabilisierung Europas planmäßig angestrebt, also erwünscht ist.

Hintergrund ist wie gesagt der Hass auf das eigene Volk. In ihrem Hass stört es die
marxistisch geprägten Linken aller Schattierungen nicht, dass die christliche Kultur und
Zivilisation Europas (auch Wirtschaft und Wohlstand) durch die bewusst geförderte
Islamisierung gefährdet werden. 

Die bewusst herbeigeführten oder selbst verschuldeten Krisen machen verständlicherweise Angst wie ein Menetekel an der Wand: Finanzen, ‚Flüchtlinge‘, Arbeitslosigkeit, Pensionen, innere und äußere Sicherheit. Wer kann da einen Bundespräsidenten wollen, der alles zudecken muss, wofür er immer eingestanden ist? Die verfassungsmäßigen Kompetenzen eines Bundespräsidenten mögen in geordneten Zeiten keine große praktische Bedeutung haben, in einer Krise aber sieht das ganz anders aus. Für kinderliebende Menschen, denen die Familie am Herzen liegt, für echte Christen und Patrioten, die ihre Heimat wirklich lieben, gibt es darüber hinaus genügend positive Gründe, Norbert Hofer zu wählen. Hofer war schon unter den Kandidaten des ersten Wahldurchganges derjenige, der den Lebensschützern am nächsten steht. Als Abgeordneter zum Nationalrat hat er einige Initiativen zum Lebensschutz gesetzt, die aber ohne Mehrheit geblieben sind. Er hat mit seiner FPÖ gegen das Fortpflanzungsmedizingesetz gestimmt, gegen welches nur noch Team-Stronach-Abgeordnete eingetreten sind, während die angeblich christliche ÖVP fast geschlossen dafür gestimmt hat.“

Solo von Steffen Königer: „Sehr geehrte … lehnen ab …“ Chor summt: „Wir wollen den neuen Menschen nicht.“

„Norbert Hofer tritt offen gegen die Gender-Ideologie ein, ist also ein Gesinnungsfreund, was die echte Familie betrifft, und er ist gegen die Islamisierung Österreichs und Europas. Freunde von der Plattform Leben Vorarlberg berichten von einer intensiven Zusammenarbeit in der wichtigen Lebensschutzfrage der Präimplantationsdiagnostik.“

Stiehl jodelt den Jodler vom Kinderschänder.

„Auch wenn der Bundespräsident keine Gesetzgebungskompetenz hat, wäre es eine Ermutigung, einen Gesinnungsfreund im höchsten Staatsamt zu wissen. Sollte aber eine Finanz- und Wirtschaftskrise ausbrechen und/oder die Willkommenskultur zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führen, dann wäre unserem Land bestens gedient mit einem Bundespräsidenten, der klare und richtige Standpunkte vertritt und von dem wir aufgrund seines Charakters und Intelligenz einen situationsentsprechenden Einsatz erwarten dürfen. Und noch etwas ganz Entscheidendes: Norbert Hofer ist bekennender Christ. Er ist Ehrenritter des St. Georgs-Ordens, dessen Großmeister Karl von Habsburg ist.“

Kickl, Gudenus, Strache rappen: „Wir wollen den neuen Menschen nicht.“

„Otto von Habsburg meinte immer, die braunen Gespenster dürften deshalb nicht sterben, damit man nicht sieht, was die roten Teufel alles so anstellen. Es scheint manchen peinlich zu sein, dass fast nur mehr FPÖ-Politiker christliche Standpunkte vertreten.“

Stenzel und „Graf“ im Duett mit Chor Kickl, Gudenus, Höbart, Deimek, Strache und Nagel mit fuchtelnden Armen probiert den  Dirigenten: „Wir wollen den neuen Menschen nicht.“

NS Es gibt in diesen Gesinnungskreisen kein Zutrauen zu Wikipedia, deshalb als Auskunft über den Verein Okzident von einer gesinnungsverwandten Website: „eine deutsche … Organisation aus Österreich …“.

Verein Okzident

NR Dr. Marcus Franz die „satisfaktionfähige Ebene“ für den „Marsch der Familie“

Marsch für die Famiie - Marcus Franz als satifikationsfähige Ebene

Über die Inhalte muß nicht wirklich etwas geschrieben werden. Es wurde gesprochen, was gesprochen wird, bei derartigen Kundgebungen.

Aber ein paar Impressionen, und Informationen, obgleich zu dem Gewußten eigentlich keine Informationen mehr hinzugefügt werden müssen, es ist ohnehin alles bekannt, zur Genüge.

Was von diesem „Marsch für die Familie“ am 18. Juni 2016 zu halten ist? Nun, darüber gab ein deutscher Tourist eine zusammenfassende Beurteilung.

Es war ein gemütlicher Nachmittag am Albertinaplatz, nicht sehr viele Menschen, und es fand sich Zeit, mit dem deutschen Touristen, der ständig lachte, wie eine Weile schon auffiel, ins Gespräch zu kommen. Er fände es sehr skurril. Er habe erwartet, es werden Tausende von Menschen sein. Er sehe ab und an „Gloria.TV“ – die Ankündigung sei derart aufgeblasen gewesen, daß er meinte, es werden Tausende … Nun ja, im Internet kann alles groß gemacht werden, was in der Wirklichkeit klein, sehr klein, winzig … Er habe auch welche von „Gloria TV“ unter den Teilnehmern und Teilnehmerinnen gesehen … Wer wissen möchte, Informationen über „Gloria TV“ sind schnell zu finden, und was zu finden ist, kann nicht überraschen …

Mag. Christian Zeitz, Wiener Akademikerbund,  meinte zur Rede von NR Dr. Marcus Franz, mit ihm, Franz, der ja Arzt und Abgeordneter ist, sei der „Marsch für die Familie“ auf eine „satisfaktionsfähige Ebene“

Ursula Stenzel, zwar als Rednerin angekündigt, sprach nicht, weil sie in Spanien … Ihre Rede verlas ein „Graf“. Es wird um Nachsicht gebeten, es wird nicht gewußt, ob jetzt sein Name richtig geschrieben ist: Stollberg oder Stolberk oder Stolberg oder Stollwerck … Nur vom Hören ist es nicht immer leicht, auf die richtige Schreibweise zu kommen. Jedenfalls klar und deutlich war zu verstehen und daher auch leicht richtig zu schreiben: „Graf“. Ein „Graf“ also vertrat die Nichtamtsführende Stadträtin aus Favoriten.

Eine Rede hielt auch Georg Immanuel Nagel. Ebenfalls bekannt. Vorgestellt als Gründer von „Pegida“ in Österreich. Hätte es in Österreich nur solche Gründer und Gründerinnen gegeben, aus diesem Land wäre nichts geworden. Im Falle von „Pegida“ freilich kann ihm, Nagel, zu seinen Gründungsqualitäten nur gratuliert werden. Er ist auch bekannt von der ZZ, die NR Wendeln Mölzer von der identitären Parlamentspartei führt. Oh, er sprach klug, geschichtlich versiert, eine politische Diagnose der Jetztzeit von seltener … in Erinnerung bleibt davon sein trotziger Ruf: „Wir wollen den neuen Menschen nicht.“  Ein ebenfalls scharfsinniger Denker ist Franz, nicht nur als Redner, sondern auch als Schreiber, der kurz davor noch Zeit fand auf der Plattform des Unternehmens Tweet einen Beweis seiner Denktiefe von nagelscher Qualität …

Marcus Franz ist vieles unklar

Und Christian Zeitz redete auch. Er redete und redete, immer irgendwas von „Kultur des Todes“, der Lifeball sei „Kultur des Todes, nein, der Ball sei ein „Todesball“, also alles sei irgendwie „Kultur des Todes“, bis auf, kreuzgemäß der „Marsch für die Familie“ …

Und irgendwann setzte der „Marsch für die Familie“ sich tatsächlich in Bewegung. Na ja, Marsch, es war eine Runde um den Albertinaplatz. Ach, und wie lebendig es dabei zuging, bei der einen Runde Marsch um den Albertinaplatz. Vorneweg der „Graf“, der sich schöne Sprüche ausgedacht hat, die alle laut, lebendig hinausschreien sollten in die Stadt … „Eine Gesellschaft ist gesünder mit Vater, Mutter, Kinder“ … Aber es war bloß der „Graf“ zu hören, mit Mikrofon, niemand skandierte seine Sprüche, still, geordnet gingen sie ihm hinterdrein …

Ein Satiriker skandiert keine Graf-SprücheUnd noch einer aus der von NR Wendelin Mölzer geführten ZZ ging mit, ein Satiriker, von dem nie wirklich gewußt wird, sind seine als Satiren ausgewiesenen Artikel keine Satiren, dafür aber seine anderen Artikel Satiren, also beispielsweise die als geschichtlich ausgewiesenen Artikel … Auch den Satiriker konnte der „Graf“ nicht zum Skandieren seiner gar so mundgerechten Sprüche animieren …

Georg Immanuel Nagel fährt zur RevolutionGeorg Immanuel Nagel darf aber noch einmal erwähnt werden. In seiner Rede rief er auf, wenn richtig in Erinnerung, zu einer „konservativen Revolution“, jedenfalls, das ist in Erinnerung, zu irgendeiner „Revolution“. Es scheint ihm aber eine ganz neue Art der Revolution vorzuschweben, wahrlich ein unermüdlicher Vordenker, wie das Bild zeigt, er läßt sich zur Revolution fahren, also an diesem Tag einmal eine Revolutionsproberunde um den Albertinaplatz fahren. Georg Immanuel Nagel der Gründer der Auto-Revolution …

Was von dieser Kundgebung gesagt werden kann, hat der deutsche Tourist klipp und klar gesagt: „Skurril“. Der deutsche Tourist hatte also einen fröhlichen Tag in Wien. Ein Stammtourist wurde gewonnen. Er fühlte sich wohl. Er hatte viel zu lachen. Es war für ihn ein besonders Erlebnis. Er amüsierte sich köstlich. Er wird, nach so einem lustigen und kostenlosen, also für den Touristen kostenlosen Erlebnis, kann er nur wiederkommen, vielleicht dann mit Familie, auch mit Freunden … ein gewonnener Werbeträger, der seinen Arbeitskollegen und Arbeitskolleginnen, auf digitalen Plattformen von der recht besonderen Erlebniswelt Wien …

Derartige Kundgebungen können also durchaus einen Beitrag leisten, daß Wien für Touristinnen und Touristen attraktiv bleibt. Mit entsprechenden Werbeslogans könnten derartige Märsche um den Albertinaplatz ein fester und gern besuchter Programmteil des Wiener Tourismus werden:

Besuchen Sie Wien und erleben Sie hautnah Demos aus dem letzten  Jahrhundert. Und mehr noch. Marsch des 19. Jahrhunderts um den Albertinaplatz: exklusiv mit Franz, Nagel und mit für Stenzel einspringenden Grafen.

PS Für die Tourismustauglichkeit wurde vom Marsch auch schon etwas beigetragen: diesmal keine Folder wie 2014 … Folder, die Touristinnen und Touristen wohl nicht so goutierten …

Marsch am Albertinaplatz

 

Pool klinischer Fallbeispiele

FPÖ unzensuriert - Fallbeispiele für klinische Ausbildungen

Es wird viel geredet und viel geschrieben über die sogenannten Haßpostings, als wäre es allen tatsächlich ernst, alle wirklich darum bemüht, Antworten zu finden: wie mit diesen umgehen, wie diese eindämmen.

Menschgemäß können sie als sogenannte Haßpostings bezeichnet werden. Und diese Bezeichnung eignet sich gar gut für moralische Entrüstungen, fördert Hysterie, fordert Gegenhaßpostings heraus, errichtet erst die Grenzen, hebt Schützengräben aus und so weiter und so fort … Wie aufgeregt ist alles geworden, wie weiter und tiefer noch oberflächlich, als wären Begriffe wie etwa Soziodiagnose schon gänzlich aus den Wörterbüchern gestrichen worden, auch weiter diese Begeisterung, die jämmerliche Livrée tragen zu wollen, die sich der Mensch durch Jahrhunderte des Unverständnisses schneidern ließ und dabei selbst die Nadel führte, mit der er sich ins eigene Fleisch stechen ließ und heutzutage mehr und mehr allein nur in der großen Feier seiner Selbstbestimmung, Individualisierung und Verschmelzung von Herr und Knecht zu einem einzigen Selbstausbeuter das eigene Fleisch zersticht …

Es sind aber vor allem Kommentare als Fallbeispiele.

Fallbeispiele, die gerade für klinische Ausbildungen wohl ständig und möglicherweise sogar dringend gesucht werden, um mit aktuellem Anschauungsmaterial arbeiten zu können.

Für klinische Ausbildungen der Jetztzeit ist das Internet ein Segen. Lehrende können wie noch nie aus dem Vollen schöpfen, um ihren Auszubildenden Fallbeispiele zu präsentieren, jeden Tag neue und aktuelle Fälle.

Lehrende können dabei viel Zeit einsparen, sie müssen keine Stunden für das Suchen von Fallbeispielen aufwenden. Es reicht etwa, die Website der identitären Parlamentspartei zu den sogenannten Favoriten hinzuzunehmen, um täglich aus einer Fülle von Fällen auswählen zu können. Lehrende benötigen auch keine Zeit dafür, um Fälle aus ihrer Praxis nach langen und aufwendigen Gesprächen mit ihren Patientinnen und Patienten selbst aufzuschreiben. Die Arbeit des Schreibens erledigen die Menschen auf FPÖ unzensuriert selbst. Das Kopieren der Fälle ist stets rasch erledigt.

Um es abzukürzen. Es ist gleich zu verstehen, wenn ein paar Fallbeispiele dafür angeführt sind.

Es sind aber auch Fallbeispiele, die wohl für den Bereich der Prävention von besonderem Interesse sein müssen. Wie können Menschen dabei unterstützt werden, das Schreiben von Fallbeispielen weiter als befriedigend zu erleben, sie sich also nicht aus dem digitalen in den analogen Raum begeben. Denn. In der Wirklichkeit wäre das verheerend. Das muß als eine interdisziplinäre Aufgabe gesehen werden, soher auch als eine politische, eine gesellschaftliche  …

Davor aber noch, das gebietet die Höflichkeit, falls einmal dafür Dank ausgesprochen werden will, von Lehrenden und Ausgebildeten, sollte noch angeführt werden, wem dafür Dank gebührt. Jenen also, die eine solche Website …

Zu nennen ist an erster Stelle Martin Graf, der diese Website …

Zu nennen ist Barbara Rosenkranz, die dieser Website ihr zur Ehre treu als Kolumnistin …

Zu nennen ist Wolfgang Dvorak-Stocker als Geschäftspartner und Mitmarschierer am 11. Juni 2016. Spät in der Nacht wird er nicht mehr in Wien gewesen sein, als der identitäre Verein bei den Barden zu Wien vielleicht zum Gesang einmarschierte

Ehe ein paar Fallbeispiele angeführt werden, vielleicht noch zur Klarstellung. Die Menschen, die diese Fallbeispiele so großzügig veröffentlichen, sind keine Patienten und keine Patientinnen, sondern Wähler und Wählerinnen in diesem Land Österreich. Soher ist es nicht ganz vermeidbar, doch auf das Politische zu kommen. Wie in der Collage zu lesen ist, sind unter den Menschen, die die Fallbeispiele beisteuern, auch Menschen, die aktuell einen kleinen Präsidenten zu ihrer Lichtgestalt erhoben haben – was sagt das über die so ins rechte Licht gerückte Gestalt und von ihr gesinnungsgeführten Partei aus?

Mit dem identitären Verein die StützenEinen letzten Einschub noch. Weil oben Wolfgang Dvorak-Stocker angesprochen wurde. Die Wahrnehmung des identitären Vereins und die damit verbundene Klage, stets als „Rechtsextreme“ und als „Neonazis“ bezeichnet zu werden, kann nachvollzogen werden; ist nicht gerade dieser Mitmarschierer aus einem staatlich hoch ausgezeichneten Unternehmen als Produzent und Lieferant von durchgeistigten Buchprodukten eine Stütze und ein Repräsentant der österreichischen Gesellschaft, wie sie so leicht auf der Welt nicht

Um nun tatsächlich zu einem Schluß zu kommen und somit zur Eingangsfrage, wie mit derartigen Postings umgehen, wie diese eindämmen. Diese schlicht als das einstufen, was sie sind: klinische Fallbeispiele. Diese also Lehrenden und Auszubildenden zum Studium zu überlassen. Also auch die mediale Aufmerksamkeit total zu entziehen. Der derzeitige Justizminister agiert, so scheint es, bereits danach, genauer, noch nicht ganz, aber was die Website der identitären Parlamentspartei betrifft, scheint er diese Kommentare gänzlich als Fallbeispiele für klinische Ausbildungen …

Fall 1, 15. Juni 2016:

„Ich rate meinen Freunden immer, den ganzen Inhalt des Magazin in den oder die Täter zu pumpen.“

Fall 2, 15. Juni 2016:

„Sechs Jahre okay…. ..aber verschärfte Dunkelhaft, keine Besuche, keine Vergünstigungen, wenn er`s überlebt , dann : Bumpferl mit einem rostigen Schusterknauf abschneiden und an die Löwen in Schönbrunn verfüttern !! Danach von zwei Kamelen durchbucken lassen, von einem Pavian anpissen lassen , auf einen Esel spannen und ihn zu seiner Restfamilie in den Irak schicken !!!“

 Fall 3, 15. Juni 2016:

„Aber er muss rückwärts auf dem Esel sitzen und den Anus zuvor noch mit rostigen Nägeln füllen!“

Fall 4, 15. Juni 2016

„Man könnte den ‚Bumpferllosen‘ ja auch den Eltern des armen Kindes überlassen, da würde dem dann aber mehr als nur sein „Bumpferl“ fehlen. Diese Justiz ist ein HOHN…abgesehen von der faulen Ausrede, die diese Mistkreatur parat hatte…“

Fall 5, 15. Juni 2016:

„Das Delikate bzw,die Tragigkomik daran ist,dass der geschändete Bub,der möglicherweise auffällig… die Mutter spricht auch nicht wirklich Deutsch… das grausame Geschehen irgendwie herausgefordert hat… Man ist mittlerweile herumgebeutelt und weiß selbst nicht was rechtens ist.
Natürlich schlägt man sich von Natur immer auf die Seite des Schwächeren- die der SchwächerInnen sind wieder eine eigene Doktorarbeit in Zukunft.. Conclusio ist für mich. Weder der Vergewaltiger noch der Vergewaltigte haben hier was verloren. Wir hatten auch vorher nicht immer ein wunderbares Leben,wenn es auch für den Rest der Welt so aussieht! Wir haben nur Kriegsschäden,die uns auch andere eingebrockt haben mühselig aufgearbeitet.“

Fall 6, 16. Juni 2016:

„Außerdem hätte ich ihn keine sechs Jahre eingesperrt, die Gefängnisse sind übervoll ( am besten zu ein paar Schwerverbrechern, mit dem Worten macht was ihr wollt mit ihm )oder Frei gelassen und unter das aufgebrachte Volk werfen.“

Fußball, der Allah des Mannes

Spieler scharren schon mit den Hufen.jpg

Es ist doch immer wieder aufmerkenswert, wie einerseits mehr oder weniger in ganz Europa Gewalt abgelehnt wird, Konsequenzen gegen Gewalt gefordert werden, Angst vor Gewalt, die Sorge um die Sicherheit, die Befürchtungen um Kosten und Werte vermehrt Menschen dazu bringen, Parteien zu wählen, wie etwa die identitäre Parlamentspartei in Österreich, Gewalt tatsächlich gesehen und massiv wahrgenommen wird, das Wegsehen, das Verdrängen nicht gestattet wird —

allerdings nur, wenn Gewalt und Migration in einem Satz untergebracht werden können, wenn Gewalt irgendwie und allzu oft sehr weit hergeholt Flüchtlingen angelastet werden kann, und dabei kein Mangel an Unterstellungen aufkommt, in erster Linie männliche Flüchtlinge zu verdächtigen, sie kämen aus dem Mittelalter, und mehr noch, sie stiegen direkt von den Bäumen herab auf Europa, und schlimmer noch, sie seien Wilde, und noch schlimmer, sie seien Tiere, wie es Tiere, und hier bricht die Tierliebe des weißen Mannes und der weißen Frau vollends durch, nicht seien, und so weiter und so fort.

Andererseits aber, wie nun wieder einmal der Fußballgottesdienst in Frankreich zeigt, die absolute Huldigung der Gewalt, das Zelebrieren der Gewalt als europäische Folklore …

bet oh al laEs wird die Gewalt zwar als unangenehm empfunden, aber schließlich, he, so ist Fußball, das ist europäisches Abendland, so will es Allah Fußball, so verkündet es der abendländische Allah, stürmet hin, schlaget euch, verletzet, denket und sprechet schlecht von den Frauen, tilget die Frauen aus der Nationalhymne, und damit der Mann, der aus den Hochhauswohnanlagen hinabstürmt, wild seiner Männlichkeit unsicher, auf die Fußballgottesdienstfelder, ja nicht vergißt, auch auf die Gottesdienste zu wetten, zieht Allah der Frau das Höschen aus und hängt dem Manne aus dem Abendland ein wohl ballerinnernd gerundetes Popöchen vor die Nase und schlabbernd riecht das Männchen, auf daß ihm das Testosteron augenblicklich seinen gesamten Körper flutet, das Weibchen an dem Hochglanzpapier …

Und nicht nur wenn die EURO rollen, wie jetzt in Frankreich, keine Rede mehr von dem sogenannten subjektiven Sicherheitsgefühl,  die sonst Politik, Medien bis zum Denkout zum Schutz des sogenannten Volkes regiert mit starrem Blick auf die Staatsgrenzen, wie je weggeblasen das Gerede von dem subjektiven Sicherheitsgefühl, etwa vor und nach den Stadtderbys von Rappoltenkirchen gegen Faak, wenn deren Fans marodierend durch Wien ziehen, die U-Bahnen von der U 6 bis …

NS Aber Websites von den identitären Parteien wissen auch bei Fußball von hinten beginnend den rechten Angriff über das rechte Mittelfeld … und dann noch weiter rechts die Stürmer ihrer Schreibstaffel wie dagegen … und dazu tippen deren Fans Zustimmungswellen um Zustimmungswellen …

„In den Medien wird seit Tagen von anhaltenden Zusammenstößen verschiedener Fangruppierungen im französischen Marseille und auch in Nizza im Rahmen der Fussball-Europameisterschaft 2016 berichtet. Immer wieder ist von äußerst gewaltbereiten russischen und englischen Fans zu lesen. In Wirklichkeit dürften aber die meisten Massenschlägerein in den Fanzonen von muslimischen Migranten angezettelt worden sein. Bereits bei der WM 1998 in Frankreich war dies der Fall.“

„Willst du dich von etwas trennen, dann musst Du es verbrennen!
MIT BENZIN!“

FPÖ unzensuriert - Fußball

Sehr geehrte Inhaltslose der FPÖ (IP) und der AfD

Den Gender-Irrsinn sichtbar gemacht von HC Königer

Mit diesem Debattenbeitrag lehnt Steffen Königer im Brandenburger Landtag einen Antrag im Namen seiner AfD ab:

 „sehr geehrte schwule sehr geehrte lesben sehr geehrte bigender frauzumann mannzufrau gendervariable genderqueer intersexuelle wedernochgeschlechter geschlechtslose pangender pangeschlechtliche transmännliche und transmänner transweibliche transfrauen transmenschen transmitstern transmenschen transfeminine transgender transgender weiblich transgender frau transgender männlich transgendermann transgendermenschen transmaskuline transsexuelle personen internsternmännlich internsternweiblich intersternmänner internsternfrauen intermenschen intergender integeschlechtlich zweigeschlechtlichen Zwitter hermaprohoditen xyfrauen fem drag drittes geschlecht viertes geschlecht transvestiten crossgender nullgeschlecht sonstigengeschlechter unterstrich unterstrich unterstrich“

Das ist nicht vollständig, sein Debattenbeitrag beträgt nach dem Video rund 2,45 Minuten. Bei einem derartigen Debattenbeitrag ist es nachvollziehbar, daß auf eine ordentliche Transkription zu verzichten ist. Es wurde einfach beim Abspielen rasch mitgeschrieben, ohne es jedoch korrigieren zu wollen, auch auf die vielen je vorangestellten „sehr geehrte“ und „sehr geehrter“ wurde verzichtet, mit denen Steffen Königer seinen Debattenbeitrag wohl besonders höflich und mehr noch: lustig …

Weshalb das überhaupt erwähnenswert ist? Ein solcher Debattenbeitrag. Die FPÖ hat ihre größte Freude damit. Kurz und knapp und nicht nur in bezug auf Gender Mainstreaming: Die FPÖ kann sagen, nenn mich AfD, die AfD kann sagen, nenn mich FPÖ. Nachdem es He-Chr. Strache, wie in der Collage gelesen werden kann, bereits am 10. Juni 2016 verbreitete, dafür als Quelle „Epoch Times“ nahm, wird er möglicherweise, weil dieses Medium ebenfalls „unzensuriert und wahrhaftig“ berichtet, sofort an seine Unzensuriert-Mannen und -Frauen gedacht haben, ihnen vielleicht sogar gesagt haben, sie sollen auch darüber berichten, es entspräche ganz und gar der gesinnungsgemäßen Inhaltslosigkeit … und am 11. Juni dann auch auf der Website der identitären Parlamentspartei …

Wesentlich aber ist in diesem Zusammenhang, was für einen Antrag die AfD und also auch ganz in der Gesinnung der FPÖ mit diesem obigen Debattenbeitrag ablehnt.

Inhaltslose der AfD!

Aufgrund des Inhaltes des von Ihnen abgelehnten Antrages, der im folgenden ob seiner Wichtigkeit vollständig wiedergegeben wird, damit es einmal mehr einsichtig wird, daß Sie auf Inhalt nicht mit Inhalt reagieren können, weil Sie eben Inhaltslose sind, darf hiermit festgehalten werden, die einzige für Sie je noch in Frage kommende, die einzige für Sie tatsächlich korrekte Anrede ist spätestens von nun an, wenn diese in politischen Gremien verwendet wird: Sehr geehrte Inhaltslose der FPÖ! Sehr geehrte Inhaltlose von AfD! Formal nicht korrekt, aber nach eigener Bekundung gerechtfertigt ist bei der FPÖ auch die Anrede mit der Abkürzung für identitäre Parlamentspartei: Sehr geehrte Inhaltslose der IP!

Inhaltsloser Heinz_Christian Königer,

trotz der durchaus heiteren Note können Sie mit dieser Ihrer Begrüßungsorgie nicht über Ihre Inhaltslosigkeit hinwegtäuschen. Möglicherweise haben Sie aber den Inhalt, was menschgemäß bei einem Inhaltslosen verstehbar ist, des Antrages schon nicht verstanden. Es ist, wie bekannt, gerade die deutsche Sprache für Menschen, die das Deutsche als Kopftuch tragen, oft schwer zu verstehen. Deshalb soll Ihnen entgegengekommen werden, lesen Sie und lesen Sie wieder und lesen Sie es auch ein drittes und viertes Mal, was in dem Antrag steht. Und damit es für Sie nicht allzu schwer wird, in kleinen Einheiten. Deshalb nachfolgend nicht der gesamte Antrag, sondern lediglich, was der Beschluß und seine Begründung beinhaltet.

Und wenn Sie einigermaßen sicher sind, es verstanden zu haben, dann die zweite Aufgabe: den gesamten Antrag zu diesem Aktionsplan zu lesen.

Abschließend ist doch festzuhalten, es wird Ihnen wegen Ihrer Inhaltslosigkeit kein Vorwurf gemacht, ein Vorwurf ist den Menschen zu machen, die eine AfD, eine IP wählen, also zwei Parteien, die, würden sie sich darauf besinnen, daß Ehr‘ als wichtiger Teil das Wort Ehrlichkeit beginnen läßt, unter einem einzigen Parteinamen kandidierten: Inhaltlosigkeit.

Der Landtag möge beschließen:

Die Landesregierung wird aufgefordert,

  1. die bereits vorhandenen und vom Land Brandenburg geförderten Aktivitäten durch einen „Aktionsplan für Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt, für Selbstbestimmung und gegen Homo- und Transphobie in Brandenburg“ zusammenzuführen. Der Aktionsplan soll in einem partizipativen Prozess erarbeitet werden, um einen positiven gesellschaftlichen Wandel hin zu Akzeptanz, Respekt, Wertschätzung und vor allem Dialog zu bewirken und zu verstetigen.
  2. Dabei sind folgende Schwerpunkte zu berücksichtigen:
  • Förderung und Stärkung von Bildung und Aufklärung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt;
  • Förderung des öffentlichen Dialogs und respektvollen Miteinanders mit lesbischen, schwulen, bi-, trans- und intersexuellen sowie queeren Brandenburgerinnen und Brandenburgern, insbesondere sollen Gruppen, Vereine und Verbände dazu ermutigt werden, sich mit dem Thema sexuelle und geschlechtliche Vielfalt zu beschäftigen und LSBTTIQ*-Menschen als Teil der Gemeinschaft anzuerkennen;
  • Unterstützung und Verstetigung von Selbsthilfestrukturen zur nachhaltigen Verbesserung der Lebenssituation von Lesben, Schwulen, bi-, trans- und intersexuellen und queeren Menschen;
  • Maßnahmen zur Kompetenzentwicklung von bestehenden Familienberatungsangeboten für die Belange von Regenbogenfamilien;
  • Erweiterung des Gender-Mainstreaming-Ansatzes bzw. des Diversitymanagements in der Verwaltung um die LSBTTIQ*-Perspektive;
  • Wirksame Bekämpfung von Diskriminierung, Gewalt und vorurteilsmotivierte Kriminalität.
  1. sich auf allen politischen Ebenen weiterhin für eine aktive Gleichstellungspolitik einzusetzen sowie bestehende Defizite in der rechtlichen Gleichstellung von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität klar zu benennen und sich für die Abschaffung noch bestehender Diskriminierungen einzusetzen.
  2. bestehende gleichstellungspolitische Zielsetzungen um die jeweiligen Aspekte sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zu ergänzen, 4. einmal in der Legislaturperiode einen Bericht über die Aktivitäten der Landesregierung zur Umsetzung der im Bereich der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt beschlossenen Maßnahmen zu erstellen und diesen dem Parlament sowie der Öffentlichkeit vorzulegen,den Aktionsplan bis Ende 2017 vorzulegen.

Begründung:

Trotz einer insgesamt positiven gesellschaftlichen Entwicklung in den letzten 20 Jahren gehören Diskriminierung, Gewalt und Ablehnungserfahrungen, gleich in welchen Lebensbereichen, für viele Lesben, Schwule, bi-, trans- und intersexuelle und queere Menschen weiterhin zum Alltag.

Laut Brandenburger Verfassung darf kein Mensch aufgrund seiner sexuellen Identität benachteiligt werden. Feindseligkeit gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, transgender, intersexuellen und queeren Menschen (LSBTTIQ*) hat keinen Platz in einer demokratischen Gesellschaft und ist keinesfalls nur die Angelegenheit der Betroffenen. Die Brandenburger Landesregierung ist bereits in vielen Bereichen aktiv. Es fehlt jedoch bislang ein Gesamtkonzept, das Lücken schließt, und eine gemeinsame Perspektive. Das Ziel des Aktionsplanes ist erreicht, wenn es seiner nicht mehr bedarf.

 

Bloß ein Verein von Brüdern, aber keine Bewegung

Dem Bardenspruch „deutsch und wahr“ folgt Martin Sellner nicht. Vielleicht meinen die „Barden“ selbst, ihr eigener Spruch sei ausschließlich beim Singen zu befolgen. Für das Übrige gilt ohnehin „Ehre, Freiheit und Vaterland“. Und er hat es ja nicht gesungen, sondern geschrieben:

„kümmer dich lieber um die schwerverletzten Demoteilnehmer,“

Martin Sellner - deutsch und wahr sei dein Gesang, nicht aber deine RedeNun ja, wie deutsch und wahr sein Geschreibe ist … In der Collage kann gelesen werden, wie es sich mit den Verletzungen verhält.

Martin Sellner reagierte mit dieser gar deutschen und wahren Mitteilung auf:

Identitäre Bande zieht nächtens zu den Barden im Achten – Und immer wieder FPÖ-Nationalratspräsidenten

NS Wegen des Duzens will nicht streng geurteilt werden. Es ist halt ein junger Mann, mit Bildung zwar – und darüber hinaus möglicherweise sogar aus einem sogenannten bildungsnahen und ökonomisch recht gut abgesicherten Elternhaus –, aber, bei einem jungen Mann darf das durchaus angenommen werden, durch zu viele Besuche von amerikanischen Fastfoodlokalen und zusätzlich durch zu viele Möbeleinkäufe in schwedischen Einkaufshäusern für das Siezen verloren, vielleicht reichte schon ein einziger Burger, um für immer verdorben zu sein – für das Siezen.

Identitäre Bewegung ist bloß ein VereinNNS Identis sprechen großspurig von einer Bewegung, Medien schreiben das kleindenkerisch nach. Aber es ist bloß ein Verein, nur ein Verein, zwei Buben, nun im jungen Erwachsenenalter, haben den Sandkasten gegen den Sandkasten der Erwachsenen getauscht, und einen eigenen Verein gegründet; schließlich, und das kann den Sellner-Brüdern nicht verübelt werden, will ein jeder Mensch schnell zu den Erwachsenen gezählt werden. Und wenn zwei Brüder für die Erhaltung ihrer Geschwisteridentität meinen, einen eigenen Verein hierfür brauchen zu müssen, scheint es eine äußerst schwache Identifikation zu sein. Gleichviel. Es ist in zweifacher Hinsicht keine Bewegung, also auch aus inhaltlicher Sicht ist von keiner Bewegung irgendwohin und schon gar nicht nach vorne zu sprechen. Es ist eine Familiensache im Grunde und als solche von medialer Bedeutungslosigkeit …

Identitäre Bande zieht nächtens zu den Barden im Achten – Und immer wieder FPÖ-Nationalratspräsidenten

„Soeben wurde ich Zeuge eines mitternächtlichen Aufmarsches der Identitären in der Josefstadt. Eine grölende, betrunkene Horde von etwa 150 Identitären mit Megaphon, Fahnen und benaglischen Feuern wurde von der Polizei durch die Laudongasse in eine deutschnationale Burschenschaft in der Albertgasse ‚eskortiert‘, statt dass diese illegale Kundgebung sofort aufgelöst worden wäre. Es ist völlig inakzeptabel, dass ein gröhlender Mob um Mitternacht unbehelligt die Straßen der Josefstadt durchziehen kann. (Die ‚Barden zu Wien‘ in der Albertgasse 51 rühmen sich u.a. der Mitgliedschaft des ehemaligen Polizeipräsidenten und Bundeskanzlers Johann Schober, der am 15. Juli 1927 den Befehl gab, in die demonstrierende Menge vor dem Justizpalast schießen zu lassen.)
Als stellvertretender Bezirksvorsteher werde ich vom Polizeikommandanten der Josefstadt eine Stellungnahme zu diesem Einsatz fordern.“

identitäre bande zieht es zu den barden in die josefstadt - wienEs muß zum Bericht von Alexander Spritzendorfer eigentlich nichts hinzugefügt werden. Wer nächtens derart durch Städte zieht, so viel Zeitgeschehen wird in dieser bildungsarmen, aber informationsüberreichen Zeit wohl noch gewußt werden … Und das vom stellvertretenden Bezirksvorsteher beigefügte und abspielbare Video läßt – nein, nicht verstummen, sondern …

… den Wählerinnen und Wählern in diesem Land muß immer wieder gesagt werden, wen sie wählen, wenn sie die FPÖ wählen, wenn sie diese identitäre Parlamentspartei, die sie nach eigener Bekundung ist, wählen.

Und es muß vor allem den Wählerinnen und Wählern im Parlament gesagt werden, wen sie immer wieder zu einem dritten Nationalratspräsidenten wählen, wenn sie einen aus der identitären Parlamentspartei wählen, mit derart erschreckend hohen Prozentsätzen.

Es müssen die Wählerinnen und Wähler im Parlament immer wieder darauf aufmerksam gemacht werden, daß es in diesem Land auch schon eine sogenannte Realpolitik gab, die nicht zwingend war, jeden Mann der identitären Parlamentspartei zum dritten Nationalratspräsidenten zu wählen, und schon gar nicht mit einer Mehrheit von weit über zwei Drittel.

Barden zu Wien - Genius Gerulf Stix freiheitlicher Nationalratspräsident

Die identitäre Bande zog also zu den Barden zu Wien, und wen kann es tatsächlich noch überraschen, daß ein kurzer Blick genügt, um sagen zu können: Und immer wieder ein freiheitlicher Nationalratspräsident mit am Kornblumenfeld. Die Barden pflegen, wie in der Collage, gelesen werden kann, Kontakt zu Gerulf Stix mit seinem Genius. Erst vor kurzem wurde der Genius von Gerulf Stix hier erwähnt, mit der Feststellung: Dritte Nationalratspräsidenten – Es kann auch anders gewählt werden.

Barden zu Wien SS 2016Das ist nun im Zusammenhang mit dem gestrigen Tag der dritte Abschnitt, der hierzu verfaßt werden mußte, nach: FPÖ-Unzensuriert-Schreibstaffel mit dabei und Sie kamen bis Meter 850.

NS Daß die Identis oder Patriotis sofort nach der Bundespräsidentschaftswahl derart unverschämt, derart widerwärtig aufzutreten wagen, scheint wohl auch ihrer immer noch anhaltenden Besoffenheit ob des hohen Prozentsatzes für Norbert Hofer geschuldet zu sein.

In welche Richtung eine solche Besoffenheit ob weiterer Prozentzuwächse oder gar Wahlsiege, die die identitäre Parlamentspartei zur stimmenstärksten Partei in Österreich machen könnte, es gehen könnte, welche Phantasien der Blutrünstigkeit es in diesen Kreisen gibt, es können hier nicht so viele Verlinkungen gemacht werden, als es zerstörerische Allmachtsphantasien gibt. Deshalb bloß stellvertetend zum Nachlesen:

„Am besten nach Buchwald“

„Nach der Wende – Steinbrüche“

„Ich sags mal unzensuriert … Kopfschuss, galgen“

„Nach der freiheitlichen Reform des ORF werden wir …“

„Krieg“

 

Unzensuriert-Schreibstaffel mit bis M 850

Zu

Sie kamen bis Meter 850

muß etwas nachgetragen werden.

Erstens, weil ein Identis-Mitmarschierer nicht nur die Schätzungen der Polizei in bezug auf die Anzahl der Teilnehmer und Teilnehmerinnen von den Demonstrationen am 11. Juni 2016 in Wien ins rechte Licht rückt, und damit auch die recht geschönte Angabe der FPÖ unzensuriert korrigiert.

Unzensuriert FPÖ Antaios identitär

Zweitens wegen der nun versuchten Selbstinszenierung der Identis mit Unterstützung der parlamentarischen Identis als harmlose und friedliche Gruppierung. Gerade dieser Mitmarschierer hat erst vor kurzem vom Begehren nach einem Putsch, nach einer Bürgerwehr auf der Website der identitären Parlamentspartei als Ziele festgeschrieben, aber auch seine Abscheu von Wahlergebnissen geäußert, die seiner identitären Gesinnung widersprechen, für ihn ist Norbert Hofer „unser rechtmäßiger Bundespräsident“ … Auch das läßt tief blicken, was in diesen außerparlamentarischen und parlamentarischen Gruppen darunter verstanden wird, was „rechtmäßig“ und was nicht „rechtmäßig“ ist.

FPö unzensuriert Martin Lichtmesz Martin Sellner Austausch

Drittens weil dieser Mitmarschierer oder vielleicht doch Mitmarschiererin sich Antaios nennt. Wohl nach dem Verlag, in dem auch Martin Lichtmesz publiziert, auch mit Martin Sellner zusammen. Und Martin Lichtmesz ist neben NR Barbara Rosenkranz und Wolfgang Dvorak-Stocker und dem Waffenrassysten einer der wenigen namentlich Genannten von FPÖ unzensuriert …

Matin Lichtmesz FPÖ unzensuriert Lesung 20-04-2016 Identitäre

Wie in den Collagen ebenfalls gesehen werden kann, ist Martin Lichtmesz auch einer, der für Identis Lesungen hält, wie beispielsweise am 20. April 2016. Es wird nicht gewußt, ob er für seine Lesung am 20. April 2016 ein Motto hatte, wie dieser Tag in einer solchen Gesinnungsgemein-Schaft begangen wird. Parolen, Losungen sind in solchen Schaften recht beliebt, im Gegensatz von Lösungen im positiven Sinne und für die Menschen. Wäre es allzu verkehrt anzunehmen, das Motto seiner Lesung am 20. April 2016 könnte gewesen sein:  Deutsche Weihnacht‘ – Seht, ein Kindlein ward uns geboren?

Antaios - wegen Frauen und Mädchen demoralisiert

 

Sie kamen bis Meter Achthundertfünfzig

Identitäre kamen nur bis Westbahnhof

Der entscheidende Satz an diesem Samstag, dem 11. Juni 2016, wurde von einem Sprecher der Identitären vor der Wiener Stadthalle gesagt. Er meinte, wenn nicht so viele Medien anwesend wären, „wären wir um ein Drittel weniger“.

Seitens der Polizei wird eine Schätzung von „bis 800“ abgegeben, die Identitären nehmen diese Schätzung wohl recht dankbar auf und meinen „über 800“ … Hingegen die Schätzung der Polizei in bezug auf die Gegendemonstration: „500“ … Nun ja, die Fotos unten, aufgenommen von der Wiener Stadthalle bis zum Westbahnhof, geben bereits ersten einen Eindruck, was von diesen wohlmeinenden Schätzungen zu halten ist.

Ach, nicht einmal eintausend Menschen. Da ist es die treulieb‘ Pflicht, die ehrenreiche Aufgabe der Mannschaft und Frauschaft der Website der identitären Parlamentspartei, den außerparlamentarischen Identitären beizustehen, die Eintausend herbeizuzaubern; schließlich sind doch alle Identitären geeint durch die Vorstellung, Patrioten zu sein.

 

Zurück zum entscheidenden Satz dieses Tages.

Eine derartige mediale Aufmerksamkeit für ein Grüppchen mit fahnengeschmückten Stangen spornt natürlich eine derartige Gruppierung an, verhilft ihr zu einer Bekanntheit, die in keiner Weise der Bedeutung dieser Gruppierung entspricht.

Ohne Medien „wären wir um ein Drittel weniger“. Das heißt, es wären dann so etwa um die 150 Identitäre gewesen. Es waren auch Frauen dabei. Sollen diese Identitärinnen genannt werden? Die Befürchtung, es könnte bei schlampiger Aussprache als Identinärrinnen verstanden werden, ist zu groß. Deshalb fällt die Wahl auf eine geschlechtsneutrale Bezeichnung: Identis. Und Patriotis, um auch das geschlechtsneutral zu formulieren.

Über die Demonstration der Identis selbst ist nichts zu schreiben. Es war eine Demonstration, über die nur eines zusammengefaßt gesagt zu werden braucht: Polizei und Medien mit Identis kamen achthundertfünfzig Meter weit. Nicht einmal einen Kilometer schafften Patriotis.

Und der einzige wichtige Satz, der einzige zitierbare Satz von diesem ganzen Nachmittag des 11. Juni 2016 ist der Satz, ohne Medien „wären wir um ein Drittel weniger“ … Das ist der einzige Inhalt, dem fortan die ganze Aufmerksamkeit zu gelten hat: der Medienarbeit in diesem Land.

Die absolute Inhaltslosigkeit der Identis zieht also Medien an – der Vergleich mit dem Licht, das die Mücken anlockt, wäre im Zusammenhang mit Identis ein absoluter falscher –, hingegen meiden Medien …  veränderungsaktive Initiativen und Projekte in Österreich …

NS Das ist doch noch erwähnenswert. Identis wollten eigentlich von der Wiener Stadthalle bis zum Schloß Schönbrunn. Aber Identis kamen bloß bis zum Westbahnhof. Das ist eine Strecke von zehn Minuten Gehzeit. Identis brauchten für diese zehn Minuten natürlich viel, viel länger. Für achthundertfünfzig Meter konnten sie sich der Illusion hingeben, sie können die Straße erobern, aber daraus ist nichts geworden. Deshalb setzen Identis derart auf die Medien, und die Medien machen freiwillig und ohne Not mit, obgleich Identis nichts anzubieten haben, oder richtiger, sie bieten eben genau das an, was österreichische Medien gerade noch verstehen können: Inhaltslosigkeit.

NNS Beim Anblick dieser wenigen Fahnenstangenträgerinnen wurde gedacht, wenn diese wenigen alle wären, die die identitäre Parlamentspartei wählen, würden vielleicht auch die Medien das Interesse verlieren, weil es einfach eine von der Zahl her vernachlässigbare Gruppe wäre … inhaltlich sind sie es schon längst, waren es eigentlich immer …

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Migration ist des Menschen Heimat

Es heißt jetzt, Josef Hader ist Stefan Zweig. Aber, alle sollen Stefan Zweig sein, wie vor langer Zeit ausgeführt, weil es immer noch und immer mehr darum geht, gegen die Welt von gestern zu sein.

Es ist ein Film, der von den letzten Jahren des von Josef Hader gespielten Stefan Zweig erzählt, des Flüchtlings Stefan Zweig. Freilich wird bei herausragenden Menschen nicht davon gesprochen, er sei ein Flüchtling, sondern er ist Exilant. Eine Ehrenbezeichnung, und diese steht einem König des Geistes, einem Fürsten des Wortes auch rechtmäßig zu. Jedoch es ist ein zweifelhafter Titel. Denn. Das Exil ist kein Reich zum Leben. Und am Ende ist der Mensch im Exil schlicht ein Flüchtling.

Es sollen nicht nur alle Stefan Zweig sein, sondern auch der Flüchtling Stefan Zweig. Und dafür eignet sich dieser Film sehr gut, als Zuschauer und als Zuschauerin mit Josef Hader zum Flüchtling Stefan Zweig zu werden, um auf diese Weise eher zu verstehen, was es heißt, ein Flüchtling zu sein. Denn. Die sogenannten sachlichen Argumente, die Daten und Fakten, die ökonomischen, die sozialen, die politischen Zusammenhänge bringen immer weniger Menschen dazu, verstehen zu wollen, was es heißt, Flüchtling zu sein, was es sogar für einen Menschen heißt, Flüchtling zu sein, der zu seiner Flucht nicht auch noch die Last der Armut zu tragen hat, der sich überall auf dieser Welt ökonomisch gesichert sein Leben weiter gut einrichten könnte. Aber.

Es bräuchte den Film nicht, um auch zum Flüchtling Stefan Zweig zu werden, um also zu verstehen, wenn schon sogenannte sachliche Gründe zum Verstehenkönnen weniger und immer weniger gewollt werden, was es heißt, Flüchtling zu sein. Es reicht Stefan Zweig allein, der sich, lange bevor er zum Flüchtling werden mußte, vorstellen konnte, was es heißt, ein Flüchtling zu sein, wie er es im Jahr 26 des letzten Jahrhunderts in seiner Episode am Genfer See beschrieb.

Nahe des Genfer Sees starb ein weiterer Flüchtling, im April 1942. Auch einer aus Österreich, ebenfalls einer, von dem heute Österreich lebt als Kulturnation. Robert Musil hatte zur Last der Flucht die Sorge um den Lebensunterhalt. Im Februar zuvor nahm sich Stefan Zweig das Leben.

Es geht nicht um die Fürsten der Schrift. Es geht schon gar nicht um Österreich. Es geht um das Verstehen, was es heißt, Flüchtling zu sein, wie es auch die Episode am Genfer See erzählt, die sich vor bald einhundert Jahren zugetragen hat.

Und es geht immer noch und immer mehr und immer dringender auch darum, mit dem besonderen Blick auf Menschen, die flüchten müssen, daß es, wie es aller Menschen Zeitgenosse Stefan Zweig sagt, keine Opposition gegen den Krieg als solchen gibt, in keinem Land, daß es immer noch fehlt an einer Opposition gegen den Krieg als solchen, in jedem Land.

Auch dafür, um nicht wieder und wieder an Menschen appellieren zu müssen, doch verstehen zu wollen, was es heißt, Flüchtling zu sein, weil der grausamste Grund, der der Krieg nun einmal ist, wegfiele. Es blieben dann immer noch viele Gründe für die freiwillige Auswanderung und die widerwillig gewährte und allzu häufig abgelehnte Einwanderung, zum Unglück auch für die erzwungene Auswanderung und die verwehrte Einwanderung, Aber wie leicht ist es zu verstehen. Denn. Wenn es ein Synonym für Heimat gibt, dann ist es Migration. Wenn es für Migration ein Synonym gibt, dann ist es Heimat.

Heimat ist Migration, Migration ist Heimat, das lehrt die gesamte Menschheitsgeschichte von Anbeginn.

Flüchtlinge – Zwei Episoden am Genfer See

Flüchtlinge - Zwei Episoden am Genfer See - Musil Robert und Stefan Zweig

 Am Ufer des Genfer Sees, in der Nähe des kleinen Schweizer Ortes Villeneuve, wurde in einer Sommernacht des Jahres 1918 ein Fischer, der sein Boot auf den See hinausgerudert hatte, eines merkwürdigen Gegenstandes im Wasser gewahr, und näherkommend erkannte er ein Gefährt aus lose zusammengefügten Balken, das ein nackter Mann in ungeschickten Bewegungen mit einem als Ruder verwendeten Brett vorwärts zu treiben suchte. Staunend steuerte der Fischer heran, half dem Erschöpften in sein Boot, deckte seine Blöße notdürftig mit Netzen und versuchte dann, mit dem frostzitternden, scheu in den Winkel des Bootes gedrückten Menschen zu sprechen; der aber antwortete in einer fremdartigen Sprache, von der nicht ein einziges Wort der seinen glich. Bald gab der Hilfreiche jede weitere Mühe auf, raffte seine Netze empor und ruderte mit raschen Schlägen dem Ufer zu. In dem Maße, als im frühen Licht die Umrisse des Ufers aufglänzten, begann sich auch das Antlitz des nackten Menschen zu erhellen; ein kindliches Lachen schälte sich aus dem Bartgewühl seines breiten Mundes, die eine Hand hob sich deutend hinüber, und immer wieder fragend und halb schon gewiss, stammelte er ein Wort, das wie »Rossiya« klang und immer glückseliger tönte, je näher der Kiel sich dem Ufer entgegenstieß. Endlich knirschte das Boot auf den Strand; des Fischers weibliche Anverwandte, die auf nasse Beute harrten, stoben kreischend, wie einst die Mägde Nausikaas, auseinander, da sie des nackten Mannes im Fischernetz ansichtig wurden; allmählich erst, von der seltsamen Kunde angelockt, sammelten sich verschiedene Männer des Dorfes, denen sich alsbald würde bewußt und amtseifrig der wackere Weibel des Ortes zugesellte. Ihm war es aus mancher Instruktion und der reichen Erfahrung der Kriegszeit sofort gewiss, dass dies ein Deserteur sein müsse, vom französischen Ufer herübergeschwommen, und schon rüstete er sich zu amtlichem Verhör, aber dieser umständliche Versuch verlor baldigst an Würde und Wert durch die Tatsache, dass der nackte Mensch (dem inzwischen einige Bewohner eine Jacke und eine Zwilchhose zugeworfen) auf alle Fragen nichts als immer seinen ängstlichen Ausruf »Rossiya? Rossiya?« wiederholte. Ein wenig ärgerlich über seinen Misserfolg, befahl der Weibel dem Fremden, durch nicht misszuverstehende Gebärden, ihm zu folgen, und, umjohlt von der inzwischen Gemeindejugend, wurde der nasse, nacktbeinige Mensch in seiner schlotternden Hose und Jacke auf das Amtshaus gebracht und dort in Verwahr genommen. Er wehrte sich nicht, sprach kein Wort, nur seine hellen Augen waren dunkel geworden vor Enttäuschung, und seine hohen Schultern duckten sich wie unter gefürchtetem Schlag. Die Kunde von dem menschlichen Fischfang hatte sich inzwischen bis zu den nahen Hotels verbreitet, und einer ergötzlichen Episode in der Eintönigkeit des Tages froh, kamen einige Dame und Herren herüber, den wilden Menschen zu betrachten. Eine Dame schenkte ihm Konfekt, das er misstrauisch wie ein Affe liegen ließ; ein Herr machte eine photographische Aufnahme, alle schwatzten und sprachen lustig um ihn herum, bis endlich der Manager eines großen Gasthofes, der lange im Ausland gelebt hatte und mehrerer Sprachen mächtig war, an den schon ganz verängstigten nacheinander auf deutsch, italienisch, englisch und schließlich russisch das Wort richtete. Kaum hatte er den ersten Laut seiner heimischen Sprache vernommen, zuckte der Verängstigte auf, ein breites Lachen teilte sein gutmütiges Gesicht von einem Ohr zum anderen, und plötzlich sicher und freimütig erzählte er seine ganze Geschichte. Sie war sehr lang und sehr verworren, in ihren Einzelheiten auch nicht immer dem zufälligen Dolmetsch verständlich, doch war im wesentlichen das Schicksal dieses Menschen das folgende: Er hatte in Russland gekämpft, war dann eines Tages mit tausend anderen in Waggons verpackt worden und sehr weit gefahren, dann wieder in Schiffe verladen und noch länger mit ihnen gefahren durch Gegenden, wo es so heiß war, dass, wie er sich ausdrückte, einem die Knochen im Fleische weichgebraten wurden. Schließlich waren sie irgendwo wieder gelandet und in Waggons verpackt worden und hatten dann mit einemmal einen Hügel zu stürmen, worüber er nichts näheres wusste, weil ihn gleich zu Anfang eine Kugel ins Bein getroffen habe. Den Zuhörern, denen der Dolmetsch Rede und Antwort übersetzte, war sofort klar, dass dieser Flüchtling ein Angehöriger jener russischen Division in Frankreich war, die man über die halbe Erde, über Sibirien und Wladiwostok an die französische Front geschickt hatte, und es regte sich mit einem gewissen Mitleid bei allen gleichzeitig die Neugier, was ihn vermocht habe, diese seltsame Flucht zu versuchen. Mit halb gutmütigem, halb listigem Lächeln erzählte bereitwillig der Russe, kaum genesen, habe er die Pfleger gefragt, wo Russland sei, und sie hätten ihm die Richtung gedeutet, die er durch die Stellung der Sonne und der Sterne sich ungefähr bewahrt hatte, und so sei er heimlich entwichen, nachts wandernd, tagsüber vor den Patrouillen in Heuschobern sich versteckend. Gegessen habe er Früchte und gebetteltes Brot, zehn Tage lang, bis er endlich an diesen See gekommen. Nun wurden seine Erklärungen undeutlicher, es schien, dass er, aus der Nähe des Baikalsees stammend, vermeint hatte, am anderen Ufer, dessen bewegte Linien er im Abendlicht erblickte, müsse Russland liegen. Jedenfalls hatte er sich aus einer Hütte zwei Balken gestohlen und war auf ihnen, bäuchlings liegend, mit Hilfe eines als Ruder benützten Brettes weit in den See hinausgekommen, wo ihn der Fischer auffand. Die ängstliche Frage, mit der er seine Erzählung beschloss, ob er schon morgen daheim sein könne, erweckte, kaum übersetzt, durch ihre Unbelehrtheit erst lautes Gelächter, das aber bald gerührtem Mitleid wich, und jeder steckte dem unsicher und kläglich um sich Blickenden ein paar Geldmünzen oder Banknoten zu. Inzwischen war auf telephonische Verständigung aus Montreux ein höherer Polizeioffizier erschienen, der mit nicht geringer Mühe ein Protokoll über den Vorfall aufnahm. Denn nicht nur, dass der zufällige Dolmetsch sich als unzulänglich erwies, bald wurde auch die für Westländer gar nicht fassbare Unbildung dieses Menschen klar, dessen Wissen um sich selbst kaum den eigenen Vornamen Boris überschritt und der von seinem Heimatdorf nur äußerst verworrene Darstellungen zu geben vermochte, etwa, dass sie Leibeigene des Fürsten Metschersky seien (er sagte Leibeigene, obwohl doch seit einem Menschenalter diese Fron abgeschafft war) und dass er fünfzig Werst vom großen See entfernt mit seiner Frau und drei Kindern wohne. Nun begann die Beratung über sein Schicksal, indes er mit stumpfen Blick geduckt inmitten der Streitenden stand: die einen meinten, man müsse ihn der russischen Gesandtschaft nach Bern überweisen, andere befürchteten von solcher Maßnahme eine Rücksendung nach Frankreich; der Polizeibeamte erläuterte die ganze Schwierigkeit der Frage, ob er als Deserteur oder als dokumentloser Ausländer behandelt werden solle; der Gemeindeschreiber des Ortes wehrte gleich von vornherein die Möglichkeit ab, dass man gerade hier den fremden Esser zu ernähren und zu beherbergen hätte. Ein Franzose schrie erregt, man solle mit dem elenden Durchbrenner nicht so viel Geschichten machen, er solle arbeiten oder zurückspediert werden; zwei Frauen wandten heftig ein, er sei nicht schuld an seinem Unglück, es sei ein Verbrechen, Menschen aus ihrer Heimat in ein fremdes Land zu verschicken. Schon drohte sich aus dem zufälligen Anlass ein politischer Zwist zu entspinnen, als plötzlich ein alter Herr, ein Däne, dazwischenfuhr und energisch erklärte, er bezahle den Unterhalt dieses Menschen für acht Tage, inzwischen sollten die Behörden mit der Gesandtschaft ein Übereinkommen treffen; eine unerwartete Lösung, welche sowohl die amtlichen als auch die privaten Parteien zufrieden stellte. Während der immer erregter werdenden Diskussion hatte sich der scheue Blick des Flüchtlings allmählich erhoben und hing unverwandt an den Lippen des Managers, der einzige innerhalb dieses Getümmels, von dem er wusste, dass er ihm verständlich sein Schicksal sagen könne. Dumpf schien er den Wirbel zu spüren, den seine Gegenwart erregte und ganz unbewusst hob er, als jetzt der Wortlärm abschwoll, durch die Stille beide Hände flehendlich gegen ihn auf, wie Frauen vor einem heiligen Bild. Das Rührende dieser Gebärde ergriff unwiderstehlich jeden einzelnen. Der Manager trat herzlich auf ihn zu und beruhigte ihn, er möge ohne Angst sein, er könne unbehelligt hier verweilen, im Gasthof würde die nächste Zeit über für ihn gesorgt werden. Der Russe wollte ihm die Hand küssen, die ihm jedoch der andere rücktretend rasch entzog. Dann wies er ihm noch das Nachbarhaus, eine kleine Dorfwirtschaft, wo er Bett und Nahrung finden würde, sprach nochmals zu ihm einige herzliche Worte und ging dann, ihm noch einmal freundlich zuwinkend, die Straße zu seinem Hotel empor. Unbeweglich starrte der Flüchtling ihm nach, und in dem Maße, wie der einzige, der seine Sprache verstand, sich entfernte, verdüsterte sich wieder sein schon erhellteres Gesicht. Mit zehrenden Blicken folgte er dem Entschwindenden bis hinauf zu dem hochgelegenen Hotel, ohne die anderen Menschen zu beachten. Als ihn dann einer mitleidig anrührte und in den Gasthof wies, fielen seine schweren Schultern gleichsam in sich zusammen, und gesenkten Hauptes trat er in die Tür. Man öffnete ihm das Schankzimmer. Er drückte sich an den Tisch, auf den die Magd zum Gruß ein Glas Branntwein stellte, und blieb dort verhangenen Blicks den ganzen Vormittag unbeweglich sitzen. Unablässig spähten vom Fenster die Dorfkinder herein, lachten und schrien ihm etwas zu – er hob den Kopf nicht. Eintretende betrachteten ihn neugierig, er blieb, den Blick auf den Tisch gebannt, mit krummem Rücken sitzen, schamhaft und scheu. Und als mittags zur Essenszeit ein Schwarm Leute den Raum mit Lachen füllte, Hunderte Worte um ihn schwirrten, die er nicht verstand, und er, seiner Fremdheit entsetzlich gewahr, taub und stumm inmitten einer allgemeinen Bewegtheit saß, zitterten ihm die Hände so sehr, dass er kaum den Löffel aus der Suppe heben konnte. Plötzlich lief eine dicke Träne die Wange herunter und tropfte schwer auf den Tisch. Scheu sah er sich um. Die anderen hatten sie bemerkt und schwiegen mit einmal. Und er schämte sich: immer tiefer beugte sich sein struppiger Kopf gegen das schwarze Holz. Bis gegen Abend blieb er so sitzen. Menschen gingen und kamen, er fühlte sie nicht und sie nicht mehr ihn: ein Stück Schatten, saß er im Schatten des Ofens, die Hände schwer auf den Tisch gestützt. Alle vergaßen ihn, und keiner merkte darauf, dass er sich in der Dämmerung plötzlich erhob und, dumpf wie ein Tier, den Weg zum Hotel hinaufschritt. Eine Stunde und zwei stand er dort vor der Tür, die Mütze devot in der Hand, ohne jemanden mit dem Blick anzurühren: endlich fiel diese seltsame Gestalt, die starr und schwarz wie ein Baumstrunk vor dem lichtfunkelnden Eingang des Hotels im Boden wurzelte, einem der Laufburschen auf, und er holte den Manager. Wieder stieg eine kleine Helligkeit in dem verdüsterten Gesicht auf, als seine Sprache ihn grüßte. »Was willst du, Boris?« fragte der Manager gütig. »Ihr wollt verzeihen«, stammelte der Flüchtling, »ich wollte nur wissen … ob ich nach Hause darf.« »Gewiss, Boris, du darfst nach Hause«, lächelte der Gefragte. »Morgen schon?« Nun ward auch der andere ernst. Das Lächeln verflog aus seinem Gesicht, so flehendlich waren die Worte gesagt. »Nein, Boris…jetzt noch nicht. Bis der Krieg vorbei ist.« »Und wann? Wann ist der Krieg vorbei?« »Das weiß Gott. Wir Menschen wissen es nicht.« »Und früher? Kann ich nicht früher gehen?« »Nein, Boris.« »Ist es so weit?« »Ja.« »Viele Tage noch?« »Viele Tage.« »Ich werde doch gehen, Herr! Ich bin stark. Ich werde nicht müde.« »Aber du kannst nicht, Boris. Es ist doch eine Grenze dazwischen.« »Eine Grenze?« Er blickte stumpf. Das Wort war ihm fremd. Dann sagte er wieder mit seiner merkwürdigen Hartnäckigkeit: »Ich werde hinüberschwimmen.« Der Manager lächelte beinahe. Aber es tat ihm doch weh, und er erläuterte sanft: »Nein, Boris, das geht nicht. Eine Grenze, das ist fremdes Land. Die Menschen lassen dich nicht durch.« »Aber ich tue ihnen doch nichts! Ich habe mein Gewehr weggeworfen. Warum sollten sie mich nicht zu meiner Frau lassen, wenn ich sie bitte um Christi willen?« Dem Manager wurde immer ernster zumute. Bitterkeit stieg in ihm auf. »Nein«, sagte er, »sie werden dich nicht hinüberlassen, Boris. Die Menschen hören jetzt nicht mehr auf Christi Wort.« »Aber was soll ich tun, Herr? Ich kann doch hier nicht bleiben! Die Menschen verstehen mich hier nicht, und ich verstehe sie nicht.« »Du wirst es schon lernen, Boris.« »Nein, Herr«, tief bog der Russe den Kopf, »ich kann nichts lernen. Ich kann nur auf dem Feld arbeiten, sonst kann ich nichts. Was soll ich hier tun? Ich will nach Hause! Zeige mir den Weg!« »Es gibt jetzt keinen Weg, Boris.« »Aber, Herr, sie können mir doch nicht verbieten, zu meiner Frau heimzukehren und zu meinen Kindern! Ich bin doch nicht mehr Soldat!« »Sie können es, Boris.« »Und der Zar?« Er fragte es ganz plötzlich, zitternd vor Erwartung und Ehrfurcht. »Es gibt keinen Zaren mehr, Boris. Die Menschen haben ihn abgesetzt.« »Es gibt keinen Zaren mehr?« Dumpf starrte er den anderen an. Ein letztes Licht erlosch in seinen Blicken, dann sagte er ganz müde: »Ich kann also nicht nach Hause?« »Jetzt noch nicht. Du musst warten, Boris.« »Lange?« Ich weiß nicht. Immer düsterer wurde das Gesicht im Dunkel: »Ich habe schon so lange gewartet! Ich kann nicht mehr warten. Zeig mir den Weg! Ich will es versuchen!« »Es gibt keinen Weg, Boris. An der Grenze nehmen sie dich fest. Bleib hier, wir werden dir Arbeit finden!« »Die Menschen verstehen mich hier nicht, und ich verstehe sie nicht«, wiederholte er hartnäckig. »Ich kann hier nicht leben! Hilf mir, Herr!« »Ich kann nicht, Boris.« »Hilf mir um Christi willen, Herr! Hilf mir, ich ertrage es nicht mehr!« »Ich kann nicht, Boris. Kein Mensch kann jetzt dem anderen helfen.« Sie standen stumm einander gegenüber. Boris drehte die Mütze in den Händen. »Warum haben sie mich dann aus dem Haus geholt? Sie sagten, ich müsse Russland verteidigen und den Zaren. Aber Russland ist doch weit weg von hier, und du sagst, sie haben den Zaren … wie sagst du?« »Abgesetzt.« »Abgesetzt.« Verständnislos wiederholte er das Wort. »Was soll ich jetzt tun, Herr? Ich muss nach Hause! Meine Kinder schreien nach mir. Ich kann hier nicht leben. Hilf mir, Herr! Hilf mir! »Ich kann nicht, Boris.« »Und kann niemand mir helfen?« »Jetzt niemand.« Der Russe beugte tiefer das Haupt, dann sagte er plötzlich dumpf: »Ich danke dir, Herr«, und wandte sich um. Ganz langsam ging er den Weg hinunter. Der Manager sah ihm lange nach und wunderte sich noch, dass er nicht dem Gasthof zuschritt, sondern die Stufen hinab zum See. Er seufzte tief auf und ging wieder an seine Arbeit im Hotel. Ein Zufall wollte es, dass derselbe Fischer am nächsten Morgen den nackten Leichnam des Ertrunkenen auffand. Er hatte sorgsam die geschenkte Hose, Mütze und Jacke an das gelegt und war ins Wasser gegangen, wie er aus ihm gekommen. Ein Protokoll wurde über den Vorfall aufgenommen und, da man den Namen des Fremden nicht kannte, ein billiges Holzkreuz auf sein Grab gestellt, eines jener kleinen Holzkreuze über namenlosem Schicksal, mit dem jetzt unser Europa bedeckt ist von einem bis zum anderen Ende.