Von der Bedeutungslosigkeit des Terrors anhand des Beispiels Österreich

Es vergeht kein Tag mehr, daß in Österreich nicht hysterisch Gefahr durch Terror gekreischt wird. Aber kalt besehen, gibt es viel dazu und noch mehr dagegen zu sagen.

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Im letzten Jahr, um ein Beispiel herauszugreifen, starben in den österreichischen Bergen allein im Sommer 115 Menschen, an die 2400 Menschen verletzten sich in den Bergen.

Wie viele kamen seit dem letzten Sommer in Österreich durch einen Terroranschlag um?

Kein einziger Mensch.

Wie viele wurden, um nur bei diesem Zeitraum zu bleiben, seit dem letzten Sommer in Österreich durch einen Terroranschlag verletzt?

Kein einziger Mensch.

Wie viele Terroranschläge gab es seit dem letzten Sommer?

Sie kennen die Antwort.

Von all den Menschen, die in die Berge gehen, sich selbst der Gefahr aussetzen, sich selbst zu Tode bringen, sich selbst verletzen, wird, davon darf ausgegangen werden, ein sehr hoher Prozentsatz hysterisch von der Gefahr durch Terror kreischen.

Beim Hören und Lesen des Wortes Terror werden – angetrieben durch verantwortungslose, nicht differenzierende, furchteinflößende, ihre eigenen Geschäfte und die Geschäfte ihrer Herren besorgende Medien – Menschen zu hyperventilierenden, kreischenden, in Ohnmacht fallende, kopflose Groupies … Terror: Titel für ein Permagesamtlandkonzert einer Boytrachtenblasband.

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Das Gekreische um den Terror dient wohl auch dem sich selbst nicht einzustehenden Bedürfnis, das auszuleben zu können, was doch – noch – nicht unbreit abgelehnt wird: das Fremdenfeindliche, das Rassistische … Ohne aber die Gefahr, dafür gesellschaftlich geächtet zu werden. Denn es werden ja bloß Ängste, Sorgen, Befürchtungen, Mitleid mit Terroropfern geäußert. Plötzlich können sogar Menschen in Österreich mit durch Terroranschlägen ermordeten Menschen Mitleid haben und um sie und für sie trauern, um Menschen etwa in Frankreich, über die sie sonst nicht das Beste sprechen.

Was für ein schäbiges Mitleid. Mitleidslos wird seit Jahrzehnten zugesehen, mitleidslos profitiert wie etwa in Afrika … Mitleidslos wurde beispielsweise der Massenmord in Ruanda, nein, nicht einmal mitleidslos, er wurde gar nicht zur Kenntnis genommen. Wo in Europa brannte wenigstens ein erbärmliches Kerzlein um 0,30 Cent für diese ermordeten Menschen? Wo in Europa gingen Aberhunderttausende für jene, die etwa im Mittelmeer ertrinken, auf die Straße?

Befürchtungen. Sie haben keine Befürchtungen in die Berge zu gehen, sorglos gekleidet, mit der schlechtesten oder gar keiner Ausrüstung in die Berge zu steigen, angstlos in die Berge zu gehen, auch wenn schon ein gefährlicher Wetterumschwung vorhergesagt.

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Es ist unbestreitbar, daß derzeit das Hauptbuch des glaubensgetriebenen Terrors der Koran ist, aber die anderen Bücher der Organsierten Glauben sind deshalb nicht zugeschlagen. Und sie üben ihren Terror aus, der gefährlicher ist, weil er sich der Strukturen eines Staates bedienen kann, das heißt durch die Macht der Beschließung von Gesetzen, durch die Macht der Verhinderung von Gesetzen, durch die Macht der Rücknahme von Gesetzen.

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Theresa May  bejahte erst kürzlich, kaum war sie Premierministerin geworden, die Frage, ob sie einhunderttausend tote Menschen in Kauf nehmen würde durch das Zünden einer Atombombe.

Theresa May will massiv aufrüsten, will für die atomare Bewaffnung Abermillionen ausgeben. Als Argument dafür muß auch Nordkorea herhalten. Was für ein Argument. Der Mensch in seiner Einfalt klebt an dieser Vorstellung, was einmal geschah, kann wieder geschehen. Wenn Nordkorea je Europa, Großbritannien bombardiert hätte, wäre das noch zu verstehen. Aber …

Donald Trump fragt nun schon gebetsartig, weshalb Atombomben, die die Vereinigten Staaten doch besitzen, nicht eingesetzt werden. Menschen in den Vereinigten Staaten fürchten sich auch vor der Gefahr durch Terror, aber unter Umständen einen solchen Mann zum Präsidenten zu wählen, davor haben sie keine Angst und vereinigen sich durch die Wahl eines solchen Mann zu einem einzigen Terroristen. Vor dem terroristischen Einzeltäter – da dies fast nur Männer sind, könnte beinahe darauf verzichtet werden, die Frauen hierbei zu erwähnen – und vor der terroristischen Einzeltäterin jedoch fürchten sie sich, aber nicht vor sich selbst, wenn sie durch ihre Wahl zu einem einzigen überdimensionalen und staatstotalitären Terroristen drohen zu werden.

Und in Österreich, keine Märsche gegen die atomare Weiteraufrüstung, sondern den Erdapfelsalat einpacken, Sandalen anziehen, den Wetterbericht ignorieren und hinauf in die Berge, und in der Almhütte dann bei viel Schnaps und Bier und feschen Jodlern jeden Menschen, der ihnen unheimisch aussieht, verdächtigen, im Rucksack eine Bombe zu haben und sich ängstigen – oh, Herrgott sei Dank, der ißt ja Kasspatzn, ah, gibt a solche, der Sultan ißt Kasspatzn und weggelacht die Angst und die Furcht … und beim Abstieg dann zu …

Teresa May will also Abermillionen für die weitere atomare Aufrüstung ausgeben, weil Nordkorea bereits in Schlauchbooten vor den Küsten Großbritanniens … und wo wird das Geld dann abgehen, noch mehr abgehen, beispielsweise im Gesundheitssystem? Wenn daran gedacht, wie viele wegen des ohnehin schon schlechten Gesundheitssystems in Großbritannien für den sogenannten Brexit gestimmt haben, weil versprochen wurde, das Geld, das bislang an die EU überwiesen wurde, werde für das Gesundheitssystem fortan ausgegeben werden, kann ermessen, was wahrer Terrorismus ist.

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In Österreich profitiert von diesem Gekreische eine einzige Partei. Und das ist wohl unter authentisch zu verstehen: Gekreische wählt Gekreische.

Welche Schäden wurden in Österreich bislang durch Terror angerichtet?

Sie kennen die Antwort.

Welche Schäden wurden in Österreich durch Ihre Wahl angerichtet?

Sie kennen die Antwort.

Obgleich Sie Antwort kennen, wollen Sie weiter ohne Angst, ohne Sorge, ohne Befürchtungen, ohne Mitleid diese Partei wählen. Dabei muß heute noch, über ein Jahrzehnt später, so viel aufgearbeitet werden, was damals unter Regierungsbeteiligung dieser Partei auf Bundesebene angerichtet wurde.

In einem Kriminalfilm würde das personifizierte Angerichtete sich wohl wie folgt vorstellen: My name is Grasser, Gorbach Grasser. Auf dem Weg in die Rente. Und dann die Vorstellung seines Nachfolgers: His Name is Hofer, Strache Hofer …

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Es ist wieder einmal Zeit für ein Buch, aus dem ebenfalls nicht zu zitieren, sondern das gesamte zu lesen ist: „Freiheit oder Tod. Über Terror und Terrorismus“ von Sophie Wahnich.

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Terror ist nichts gegen Staatenterror.

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Opfer durch Gesetze gegen die Menschlichkeit.

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Diese unheilige mediale und auch politische Verknüpfung von Migration und Terror gebiert auch die ungeheuerlichsten Ideen, wie mit Menschen umgegangen werden soll. Wie etwa die von dem derzeitigen Außenminister ins Spiel gebrachte Idee, das „australische Modell“ …  Wer die aktuellen Berichte über dieses „australische Modell“ kennt, kann nur sagen: christlich ja, aber kein Mitleid.

Wer schon einmal versucht hat, in Australien einzuwandern, die Mühe all der Behördenwege auf sich genommen hat, wird wissen, daß Austrialien daran auch gut verdient. Aber zum Bescheid, nicht in Austrialien einwandern zu dürfen, gibt es kein Danke dafür, zweitausend Euro dafür bezahlt zu haben, nicht nach Austrailien einwandern zu dürfen.

Österreich, das Land mit den vor Nazis erstarrt Hockenden

Es hat vor einiger Zeit, genauer, im Juni 2016, wie in der Collage unten gelesen werden kann, Wolfgang Paterno die Frage gestellt: „Mika Waltari: War Hofers Lieblingsliterat NS-Sympathisant?“

Wolfgang Paterno liest also auf der Website von Norbert Hofer, daß dieser „Sinuhe der Ägypter“ auf eine Insel mitnehmen würde, und sofort rinnt aus ihm zur oben zitierten Frage ein Artikel, der schon mit dem Titel falsch …

Wichtiger wäre wohl die Frage gewesen, ob es für einen Kandidaten, der österreichischer Bundespräsident werden will und jetzt schon ein NR Präsident III ist, angemessen ist, auf seiner Website für sich damit Werbung zu machen, daß er unterstellt, es würden Menschen nach Österreich kommen, die bereit wären, jemandem den Kopf …

Das wenigstens hat Norbert Hofer zwischenzeitlich von seiner Website genommen, auf anderes freilich, ebenso wichtig, hat er nicht reagiert, blieb er untätig – ein Ausblick, was von ihm als …

Richtiger wäre gewesen, die Frage zu behandeln, weshalb will Norbert Hofer gerade einen finnischen Schriftsteller mit auf eine Insel nehmen. Norbert Hofer, wie aus seinem Programm für seine Partei bekannt, steht treu zum deutschen Kulturraum. Seit rund zweihundert Jahren gibt es eine deutsche Finnlandbegeisterung, poetisch in Marsch gesetzt von August Thieme … Land des Nordens, Land mit dem Nationalrunenlied,  Land mit den „Soldaten Odins“ …

Auch die Frage, ob Norbert Hofer mit seiner Wahl dieses Schriftstellers signifikant von der sonst bevorzugten Literatur in seiner Partei abweicht, wie sie zur Wiederlesung etwa in der vom Wendelin Mölzer geführten ZZ empfohlen wird …

Ob Blume oder Literatur – ein anderes Bild fällt dazu nicht: sofort erstarrtes Hocken vor den Nazis und mit Gewimmer herausgepreßt: Nazi, NS-Sympathisant, Nazisymbol. Dabei ist die Kornblume seit über einhundert Jahren ein Symbol für antiösterreichische Gesinnung, aber, huch, gestarrt wird auf die zwölf madigen Jahre …

Und was kommt dabei heraus? Es wird gestarrt, Nazi gewimmert und entschuldigt …

Und was ist bei Wolfgang Paterno herausgekommen?

Eine großspurige Überschrift. Ein …  Ach, wäre es bloß ein … Aber der Artikel ist mehr. Zum einem für Norbert Hofer hilfreich, er lese dann doch nicht einen so Eindeutigen … Widersprüche, ja, so ist eben des Menschen Leben … und Mika Waltari, er habe halt noch wenig von der NS-Ideologie … als er den Übersetzungsauftrag für das Horst-Wessel-Buch … und er werde halt das Geld  … wer könnte da einen Vorwurf … ganz im Gegenteil sogar … in seinem Werk keine Spuren von Rassismus und Antisemitismus … ach, bloß die Wessel-Übersetzung 1933 ein dunkler Fleck auf seiner literarischen Weste und sonst …

„To live or die with his Nation“

Das ist die Überschrift des Textes von Markéta Hejkalová, die ein Buch über ihn schrieb: „Fin Mika Waltari“. Ein paar Ausschnitte aus diesem Text in der Collage hinzugefügt zu dem Artikel von Wolfgang Paterno, um ein vollständigeres Bild zu bekommen … Da vor allem sein Buch „Truth about Estonia, Latvia and Lithuania“ aus 1941, von ihm unter dem Pseudonym Nauticus veröffentlicht, nicht vorliegt, kann nur ersucht werden, selbst zu recherchieren, ob es denn tatsächlich ein Buch ist, das „contains fanatic examples of anti-Semitic“ … wie es ein Mann schreibt, dessen heutige Aktivitäten nicht dafür sprechen, ihn nennen zu wollen …

Wer sich weiter mit diesem Schriftsteller beschäftigen will, wird etwa finden, daß er ein Patriot gewesen ist, der auch Hofer ist, abgetan als reaktionär in den Jahren …

Nun, genug davon. Mit diesen zusätzlichen Informationen ist vielleicht noch ein wenig verständlicher geworden, weshalb Norbert Hofer gerade diesen …

Für die Menschen in Österreich und menschgemäß auch für Norbert Hofer selbst ist zu hoffen, sollte er Bundespräsident werden, daß es ihm nicht so ergehen möge, wie einst Mika Waltari,  vielleicht gar schon bei seinem ersten Regionalbesuch in Bozen oder Meran nach Stunden mit verschmutzten und zerrissenen Kleidern aufgefunden zu werden, weil er angefallen, nicht von einem Minotaurus, sondern von Chemtrails …

Das ist wohl eine unbegründete Befürchtung. Denn das Schreiben von parlamentarischen Anfragen wird nicht die gleiche Auswirkung haben wie das Schreiben eines Romans, also von den eigenen Erfindungen sich verfolgt … Mika Waltari erging es so, wie „Der Spiegel“ im November 1953 berichtete:

„Nachdem er letzthin sein Hotel in Mailand zu einem Spaziergang verlassen hatte, wurde er erst viele Stunden später aufgefunden. Seine Kleider waren verschmutzt und zerrissen. Zwei Männern, die Waltari in sein Hotel zurückbringen wollten, leistete er wütend zähen Widerstand. Nachdem er sich beruhigt hatte, gab er an, der Minotaurus, ein Ungeheuer des Altertums, habe ihn angefallen.“

Norbert Hofer - Mika Waltari

 

Norbert Hofer und He.-Chr. Strache nehmen Markus Fink in ihre identitäre Mitte

Markus Fink - Mauerhochzieher - zärtlich von Norbert Hofer und He Chr Strache in deren Mitte genommen.jpg

„Hättet ihr was gesagt,ich hätte euch dort eine mauer aufgezogen wo sich die grünen die Zähne ausgebissen hätten!!!“

Wie recht fein Norbert Hofer lächelt, er wird sich halt recht sicher fühlen, zärtlich umarmt von Markus Fink, von dem strammen Mann, der – hätten sie ihm, dem außerparlamentarischen I…, nur etwas gesagt – eine Mauer aufgezogen hätte, an denen sich …

Norbert Gerwald Hofer - Markus Fink - Heinz Christian Strache.jpgUnd wie das von Markus Fink auf der Plattform des Konzerns Facebook veröffentlichte Bild zeigt, hält er mit seinen Händen, die, wie er sich stolz porträtiert, auch eine Heckensäge zu führen wissen, und wiegt die identitären Parlamentsparteiführer in Sicherheit, die ihm die Flanken  …

Werbung für Norbert Hofer mit HeckensägeWoran Norbert Hofer bei der Aufnahme dieses Bildes wohl gedacht haben mag? Vielleicht daran, das sind die Männer, mit denen er, als Bundespräsident, aufpassen werde können. Mit einem Markus Fink und Männern seines Schlages und Mauerbauwissens werde er – und vielleicht erneuerte er bei der Aufnahme dieses Bildes für sich das Versprechen, beim Spüren des strammen Arms des Mannes in der Mitte, es auf so rechte Weise halten zu können, ein Schutzherr …

Hofer - Fink - Strache - Identitäre

Aber Georg Niedermühlbichler spielt Fußball

Drei zu null für SPÖ - Eine Niederlage

Sagt diese Mitteilung auf der Plattform des Unternehmens Twitter von Georg Niedermühlbichler nicht bereits alles aus, was in einer Bestandsaufnahme über die SPÖ unter einem Titel „Trauer muß SPÖ tragen“ geschrieben werden könnte?

Gerichte sind keine Wahlzellen. In Gerichten werden keine Wahlen gewonnen. Bei den Vorurteilen, für die in den Wahlzellen gestimmt wird, steht es für die FPÖ gegen die SPÖ …

Und was ist das beispielsweise für ein Tor der SPÖ, wenn sich der tirolerische SPÖ-Vorsitzende bei Norbert Hofer zuvor entschuldigt? Es ist kein Tor. Oder ein Eigentor. Denn menschgemäß konnte die FPÖ diese Entschuldigung sofort nutzen und wird diese mit Bestimmtheit weiter erfolgreich nutzen, wie gelesen werden kann: Die heutige identitäre Partei im Geiste Hofers ist keine NSDAP, aber bietet seit dem Nazi-Untergang nichts Neues …

Während also Georg Niedermühlbichler Fußball spielt, holt sich, wie es nach aktuellen Meinungsumfragen aussieht, die identitäre Parlamentspartei das nächste Amt ab, in das Amt gewählt auch von Menschen, die „gerne Nazi“ sind, wie gelesen werden kann: FPÖ unzensuriert wird ersucht nicht zu löschen: „Gerne Nazi – X Hofer“ …

Es will gar nicht nachgesehen werden, wie viele bis heute dazugekommen sind, wie viele weitere Zustimmungen es dafür gibt, gerne … und für … zu sein.

Aber Georg Niedermühlbichler spielt Fußball, verwechselt Gerichte mit Fußballfeldern, und wohl auch die Politik mit …

Und das Schlimmste daran ist wohl, das nicht mehr gewußt wird, für wen sie spielen, in welcher Mannschaft sie spielen. Wird etwa an das Burgenland gedacht, an das blaurote Regierungsprogramm … Oder in das tiefe Niederösterreich hineingesehen: Vizebürgermeister Hannes Stiehl teilt Michael-„Linke-sind-die-heutigen-Nazis“-Mannheimer …

PS Und hat nicht der Mann im Geiste Hofers schon vor Jahren eine sehr prominente sozialdemokratische Fürsprecherin gehabt? Von einer Frau, die zu diesem Zeitpunkt bereits durch ihre Ämter alles wissen … vielleicht hat sie auch nur Fußball in der Liga Realpolitik … Wohin diese Realpolitik geführt hat, von der sich, wie es aussieht, auch ein Georg Niedermühlbichler sich nicht zu trennen vermag, dabei geht es nicht mehr um die SPÖ, sondern um das gesamte Land und vielleicht ist der Titel, wie die Zukunft beschrieben werden kann, dieser: Trauer wird Österreich tragen …

Auf FPÖ unzensuriert erinnert Peter_ seines „seligen Cesar Bresgen“

Cesar Bresgen - Weiße also nazifreie Weste im Austria ForumDas Jodeln kann vielleicht gerade an einem Sonntag, 31. Juli 2016, recht sentimental machen, und so berichtet Peter_ auf FPÖ unzensuriert unter dem Kommentar „Altes Brauchtum ganz neu: Jodelschule boomt“ wieder einmal etwas aus seinem Leben:

„Juchaza
Ich hatte das Glück, während meines Studiums noch den seligen Cesar Bresgen zu erleben, der uns nicht nur die Notation indischer Ragas an die Tafel schrieb, sondern auch die Notation alpenländischer ‚Juchazer‘. So lernte ich damals die Viertelton-Versetzungszeichen kennen …“

Peter_, das ist der Mensch, der beispielsweise die Verleumdung auf FPÖ unzensuriert veröffentlicht hat, über deren ersten Monatstag des Veröffentlichenlassens erst diese Woche zu schreiben war: Europäisches Forum Linz – Wunsch nach einem Ehrenschutz von Norbert Hofer?

Wohl auch sentimental im Angesicht seines Wunschpräsidentenkandidaten und dann schon einmal auch das berichtet, er habe ihn beruflich bedingt …

Und an diesem Tag seines Herrn gedenkt er seines Studiums und seines Glücks, „noch den seligen Cesar Bresgen zu erleben“ …

Beim „seligen Cesar Bresgen“, ja, selig ist Bresgen, weil er schon lange tot ist, aber vielleicht ist er für ihn auch ein wenig selig, weil er ein Nazi-Komponist war, und die Zeit heute so unselig, weil es solche Nazi-Professoren wie ihn nicht mehr gibt. Aber mit Norbert Hofer dämmert Peter_ einem verheißungsvollen göttlichen Morgen entgegen …

Es kann nachgelesen werden, was für ein Kaliber Bresgen in der nationalsozialistischen Verbrechens- und Massenmordzeit war. Das interessiert nicht, was mit und was Bresgen vor 1945 war.

Cesar Bresgen - Peter_ - FPÖ unzensuriert.jpg

Bemerkenswert ist hier wieder einmal, wie gut es Nazis in Österreich nach 1945 hatten, im Grunde bis zum heutigen Tag. Auch Bresgen: hochgeehrt, nicht von irgend welchen bildungsfernen, arbeitslosen und sozial benachteiligten Glatzköpfen, sondern vom Staat Österreich. Und auch bald dreißig Jahre nach seinem Tod darf er beispielsweise eine weiße und von seiner nationalsozialistischen Vergangenheit gereinigte Weste tragen, ihm angezogen vom Austria-Forum …

Cesar Bresgen - Ehrungen durch alle ZeitenWenn nun wer sagen möchte, das sei vielleicht bloß übersehen worden, vom Austria-Forum, nun, darauf kann geantwortet werden: es dürften im Austria-Forum nur weiße Westen geschneidert werden, wie ein anderes Beispiel … AEIOU – Ka Nazi bist Du …

Und auch Peter_ mit seiner in sentimentalen Jodlerzeiten freimütig erzählter Biographie zeigt recht gut, es sind, wie es zwar gerne breit gesehen und geschrieben wird, nicht die sogenannten Bildungsfernen, die Ängstlichen, die Sorgenvollen, die Benachteiligten in mannigfacher Weise, die im Internet …, aber auf deren Ruf muß ja nicht achtgegeben werden, weil sie ohnehin keinen Ruf haben, höchstens den, Masse zu sein, die auf Ruf und Pfiff …, und diesen kann soher auch das Schlechte des Internets angehängt werden …

PS Die Zitate von Cesar Bresgen sind nicht vergangenheitsschauend gedacht, sondern dafür, zu überlegen, was aus dem Brauchtum nun sich entwickeln könnte, wie Brauchtum heute eingesetzt wird. Denn auch die nationalsozialistische Gesinnung erfährt Entwicklungen, wie bereits näher ausgeführt in Norbert Hofer ist ein Kommunist – Von der Widersinnigkeit, nicht Nazi sagen zu dürfen …

Bresgen und Brauchtum

FPÖ unzensuriert wird ersucht nicht zu löschen: „Gerne Nazi – X Hofer“

FPÖ unzensuriert wird ersucht diese Kommentare nicht zu löschen aus Zählungsgründen

Wie im Vergleich mit der gestrigen Collage gelesen werden kann, sind es heute mit der Kommentatorin Eva Dietz bereits 50 Menschen, die mit ihrem Kommentar mit „Gerne Nazi – X Hofer“ durch Zustimmung sich identifzieren können.

Wie im Vergleich mit der gestrigen Collage gelesen werden kann, sind es heute mit dem Kommentator Karl Uwe bereits 28 Menschen, die seinem Kommentar mit antisemitischem Grundton zustimmen.

Keinen Vergleich des Zuwachses gibt es noch beim Kommentar von Breitkeil, aber mit ihm sind auch schon 28 Menschen, die finden, das sei jetzt „Nazi-Justiz“, wie in der Collage gelesen werden kann.

FPÖ unzensuriert wird ersucht, alle drei Kommentare nicht zu löschen. Um so eine kleine Zählung zu erhalten, wie viele sind gerne und für … wie vielen ist das Antisemitische nicht fremd, wie viele sehen die Justiz in Österreich als … wenn ein Urteil einmal nicht ihrer Gesinnung gemäß ausfällt.

Übrigens. Breitkeil, für den oder die nun die Justiz eine „Nazi-Justiz“, durfte bereits einmal mit einer recht besonderen menschlichen Phantasie gegen eine Frau kennengelernt werden, im Zusammenhang mit Franz Dinghofer, der sich auf die Suche machte für Bombenziele gegen Frauen …

Übrigens. Für Franz Dinghofer ist Bundeskanzler Christian Kern ein „Jude“. Aber ein Franz Dinghofer nimmt das nicht so hin, er widerspricht und richtet aus: „Der wird sich noch wundern.“

 

Hans Rauscher an die „werten Muslime in Europa“, Österreich

Im Grunde ist die Parakolumne Werte Raucher in Europa! die angemessene und bereits alles sagende Antwort auf die Kolumne „Werte Muslime in Europa“ von Hans Rauscher. Aber in seiner Kolumne sind doch ein paar Auffälligkeiten, die zwei oder drei gesonderte Sätze vertragen.

„Wir sind uns sehr fremd.“ Schreibt Hans Rauscher gleich zu Beginn. Diesen Satz einen Allerweltsatz zu nennen, wäre eine Herabwürdig von Allerweltsätzen.

„Wir haben in Europa diesen Anspruch, den das Christentum einst auch sehr vehement stellte, aber längst abgeschüttelt, beginnend mit der Aufklärung vor 250 Jahren. Auch bei uns gibt es viele Menschen mit – abgestufter – Gläubigkeit, aber wir lassen uns nicht mehr von der Religion dominieren.“

Die römisch-katholische Kirche stellt diesen Anspruch nach wie vor. Es darf auf den gültigen Katechismus verwiesen werden: Christen haben das eigene Vaterland aber wie Fremde zu bewohnen … Es wird wohl im asiatischen oder arabischen oder afrikanischen Teil Sloweniens gewesen sein, daß erst im Dezember 2015 unter massiver religiöser Einflußnahme ein Gesetz zu Fall brachte ….

„Es sind nur noch ganz wenige, die den religiösen Vorschriften bei Bekleidung, der Rolle der Frau, im Sexualverhalten etc., etc. folgen. Bei euch sind es wesentlich mehr, manche davon sind geradezu militant, und das ist der größte Unterschied zwischen uns. Zugespitzt formuliert, haben wir nicht vor knapp hundert Jahren die Dominanz der Kirchen abgeschüttelt, damit jetzt durch die Hintertür der Immigration reaktionäre Prinzipien über die Rolle der Frau in der Gesellschaft wieder hereinkommen.“

Vor knapp hundert Jahren sei also für Hans Rauscher die Dominanz der Kirchen abgeschüttelt worden. Österreich des Ständestaates und das auch nach 45 des letzten Jahrhunderts kirchlich noch auf Jahrzehnte hinaus dominierte Österreich war, wird rauscherischer Politgeographie gefolgt, kein Teil von Europa.

Ach, was alles durch die Hintertür hereinkommt, beispielsweise die der Frau im Sexualverhalten empfohlene Rolle als Stillhaltepuppe …

„Ihre kulturell-sozialen Vorstellungen schlagen sich doch stark mit den unseren.“

Ein gar wahres Wort von Hans Rauscher. Und weil sich die Vorstellungen doch so stark schlagen, spricht Hans Rauscher nur den Manne an, will der europäische Mann die europäische Frau heiß, also beinahe nackt gekleidet, während der nicht-europäische Mann die Frau heiß verhüllt, ist ein Mann, den beinahe zur Hälfte der österreichischen Wähler und Wählerinnen zum Bundespräsidenten haben wollten, im Geiste Hofers unterwegs, der einst dekretierte: „Widrigenfalls sie auf unbeliebige Art bedecket werden.“

„Gewiss, die meisten Muslime wollen nur in Ruhe ihre Religion leben. Das ist in Ordnung, obwohl es praktische Schwierigkeiten gibt. Aber der politische Islam tritt immer fordernder auf.“

„Die meisten Muslime“: Das klingt nicht gerade nach einer Mehrheit. Es darf wohl unterstellt werden, daß es hierfür eine Mehrheit weit über der Zwei-Drittel-Mehrheit gibt, die in Ruhe ihre Religion leben wollen. Oh, Hans Rauscher, großer Europäer, diese Großzügigkeit, aber das sei in Ordnung, wenn die „meisten Muslime“ in Ruhe … aber wenn es nicht auch da die „praktischen Schwierigkeiten“ … Bei derartigen“praktischen Schwierigkeiten“ ist der europäische Modernist Hans Rauscher zu verstehen, daß er erst kürzlich zum Schluß kam: „Europa, wo man sie einfach nicht braucht“.

Der politische Islam trete immer fordernder auf, schreibt Hans Rauscher. Nun, wo? In Österreich? Wer fordernd auftritt, in Österreich, um ein doch recht aktuelles Beispiel zu nennen: Der Marsch um den Albertinaplatz war ein religiös determinierter und politisch strukturell verankerter mit Forderungen … Aber der politische Islam trete immer fordernder auf … Hans Rauscher darf nicht der Eitelkeit erliegen, seine Kolumne werde europäisch gelesen, sie wird österreichisch gelesen, einzig auf Österreich bezogen, und auch genauso weitergetragen …

Und sind nicht gerade christliche Menschen dabei, ihre Bibel als Koran ohne Exegese zu entdecken, das Wort ohne Auslegung also zu lesen, wörtlich zu nehmen, weil es für sie Gottes Wort ist?: Auferstanden ist Jesus Christus des Schwertes …

„Deswegen kommen Sie ja aus Ihren scheiternden Staaten zu uns.“

Deswegen finden beispielsweise die größten Wanderungsbewegungen innerhalb Afrikas statt. Weil Hans Rauscher ein großer Freund der Geographie zu sein scheint, soll ihm zum Schluß eine große Freude bereitet werden: mit der interaktiven Karte der globalen Migrationsbewegungen … 

Als Hans Rauscher, wie oben verlinkt, über jene schrieb, die Europa nicht braucht, dürfte er doch intuitiv gespürt haben, apokalyptische Szenarien von Abermillionen nach Europa seien für übertrieben zu halten …

Frankreich habe, schreibt Hans Rauscher, den höchsten muslimischen Anteil an der Gesamtbevölkerung … Aus der interaktiven Karte kann er nun entnehmen, woher die Menschen vor allem nach Frankreich kommen. Nach der rauscherischen Geographie wird das halt ein Erbe sein, als Frankreich … da sollte Frankreich „aus verschiedensten Gründen“ nicht zu Europa gezählt werden, wie vielleicht ganz Europa nicht zu Europa gezählt werden sollte, oder sollte gesagt werden, wenn all diese „scheiternden Staaten“ bloß europäisch geblieben wären, auf die Freiheit zugunsten der europäischen Freiheit verzichtet hätten, wären sie heute keine „scheiternden Staaten“ und das wäre „in Ordnung“ und machte keine „praktischen Schwierigkeiten“ …

Werte Raucher in Europa!

Parakolumne
Hans Rauscher
31. Juli 2016

Eines muss klar sein: Europa lebt in der Moderne, und das bedeutet: Das Nikotin hat seinen Platz, aber nicht mehr

Es steht nicht zum Besten zwischen Ihnen und uns, den europäischen Nichtrauchern. Da meine ich nicht einmal so sehr die furchtbare Qualmerei, die völlig fanatisierte junge Männer aus Ihren Reihen laufend begehen, sondern das große Unverständnis zwischen Ihnen und uns. Das hat sich in der letzten Zeit gesteigert, nicht nur wegen der Rauchwolken und des Zustroms von Importzigaretten, sondern weil wir eine Tatsache zu begreifen beginnen: Wir sind uns sehr fremd. Das ist schlecht, denn wenn man Russland mitzählt, leben etwa 50 Millionen Raucher in Europa. Das sollte man aber aus den verschiedensten Gründen nicht tun, auch der europäische Teil der Türkei sollte nicht dazugezählt werden, Dann bleiben etwa 16 bis 18 Millionen in der EU. Davon hat Frankreich mit über acht Prozent den höchsten nikotinischen Anteil an der Gesamtbevölkerung, Deutschland 4,5 %, die Niederlande 4,9 %, Großbritannien vier bis fünf Prozent und Österreich (570.000) rund 6,5 Prozent (das sind alles Schätzungen). Der Zuwachs seit den 50er-Jahren ist rasant und hält an. Wie gesagt, wir wissen wenig voneinander. Auch weil wir Journalisten erst relativ spät uns dafür interessiert haben, mit wem wir da zusammenleben. Aus all dem ergibt sich eine Unmenge von Problemen. Das größte ist die sehr verschiedene Weltsicht. Schlicht gesagt: Für Sie ist das Nikotin großteils noch immer sehr wichtig, für uns ist sie es nicht mehr. An Sie stellt das Nikotin den Anspruch, euer ganzes Leben zu umfassen und auch zu reglementieren. Wir haben in Europa diesen Anspruch, den der Kautabak einst auch sehr vehement stellte, aber längst abgeschüttelt, beginnend mit der Aufklärung vor 250 Jahren. Auch bei uns gibt es viele Menschen mit – abgestufter – Nikotinhörigkeit, aber wir lassen uns nicht mehr von dem Nikotin dominieren. Es sind nur noch ganz wenige, die den tabakschen Vorschriften bei Bekleidung, der Rolle der Frau, im Sexualverhalten etc., etc. folgen. Bei euch sind es wesentlich mehr, manche davon sind geradezu militant, und das ist der größte Unterschied zwischen uns. Zugespitzt formuliert, haben wir nicht vor knapp hundert Jahren die Dominanz der Tabaktrafiken abgeschüttelt, damit jetzt durch die Hintertür des Tabakimports reaktionäre Prinzipien über die Rolle der Frau in der Gesellschaft wieder hereinkommen. Gewiss, die meisten Raucher wollen nur in Ruhe ihre Pfeife rauchen. Das ist in Ordnung, obwohl es praktische Schwierigkeiten gibt. Aber das politische Nikotin tritt immer fordernder auf. Ihre kulturell-sozialen Vorstellungen schlagen sich doch stark mit den unseren. Dazu kann man einen Dialog führen, man kann Kompromisse finden, aber eines muss klar sein: Europa lebt in der Moderne, und das bedeutet: Das Nikotin hat seinen Platz, aber nicht mehr. Wir mögen in Ihren Augen tabaklose Libertins sein, aber wir haben eine erfolgreiche Gesellschaft und geordnete Staatswesen geschaffen. Deswegen kommen Sie ja aus Ihren scheiternden Staaten zu uns. Nikotin ist die eine Sache, das Leben in Freiheit eine andere.

Eva Dietz ist „gerne Nazi“ und für „X Hofer“ auf FPÖ unzensuriert

„Ach, bitte nicht auf so primitive Ausraster reagieren, was bleibt den Rot-Grün-Versifften noch? Die Muffe geht, der Arsch auf Grundeis, sie wissen, dass ihre Zeit vorbei ist. Ja, ja, in unserer Familie bin ich auch die Nazi, ist mir egal, wenn ein normal Denkender als Nazi bezeichnet wird, dann bin ich gerne Nazi. Grüß Gott, das Schnitzel schmeckt mir, der Schweinskopf und die Haxen natürlich auch. X Hofer.“

Das schreibt am 30. Juli 2016 in ihrem Kommentar auf FPÖ unzensuriert Eva Dietz, jene Frau also, die vor rund einem Monat, ebenfalls auf FPÖ unzensuriert, bekanntgab, was nach den nächsten Wahlen zu geschehen hätte: „von dem Abschaum befreien. AUFRÄUMEN.“ Bis dahin aber „das Ansehen der Blauen nicht beschädigen“.

Und auch sie bestätigt, dies bloß noch als Ergänzung, wie widersinnig es ist, nicht Nazi sagen zu dürfen, diese politische Kategorie nicht verwenden zu dürfen, wie augeführt in Norbert Hofer ist ein Kommunist …

Bereits 38 Menschen können sich, wie die Zustimmung zeigt, mit dem Kommentar von Eva Dietz identifizieren, also gerne und für zu sein …

Wie in der Collage gelesen werden kann, gibt es auch noch andere Kommentare, und es wird nicht verwundern zu lesen, daß es bei der Richterin um eine linke und natürlich um eine … der arme deutsche Michel jüdischer Gerichtbarkeit ausgeliefert …

Eva Dietz sei gerne Nazi und für ein X Hofer

„Doch das ist nichts Neues“

Ein paar Stunden vor der Eröffnungsrede, vor seiner Rede vor der „hohen Festversammlung“ wurde überlegt, zum ersten Morgenkaffee, was wird von Konrad Paul Liessmann in Salzburg zu erwarten sein, zum ersten Kaffee am Morgen, zur besten Zeit also, um sich mit Konrad Paul Liessmann zu beschäftigen, während darauf gewartet wird, daß der Kaffee sich ein wenig abkühlt, noch unschlüssig, welch ernstem Thema an diesem Tag ein Kapitel … diese Zeit am Morgen, die es erlaubt, sich einem Geplänkel hinzugeben, ohne gleich das Gewissen befragen zu müssen, ob denn das …

Und Konrad Paul Liessmann, nun nach seiner Festrede kann das gesagt werden, bestätigte die Überlegungen, was von ihm in Salzburg …. nichts Neues, und er weiß es selbst nur zu gut; er sagte dies bereits zu Beginn: „Doch das ist nichts Neues.“

Auch in dieser Rede kam er nur bis Adorno. Und blieb sonst bei Goethe, Schiller, Hölderlin, Nietzsche. Ein lyrischer Mensch schriebe wohl ein Portrait von Konrad Paul Liessmann in Reimen, die von den Karawanken als Grenze vor der Welt, zu bleiben in einer Zeit, die nicht die heutige ist …

Die Wiesingers werden mit dieser Festrede ihre Freude gehabt haben, diese vielleicht schon aus den Salzburger Nachrichten geschnitten und gerahmt und in der Küche in den für Besonderheiten reservierten Winkel gehängt, die Brunen werden wohl – Zugeständnis an die heutige Zeit – bald die gesamte Rede auf ihrer Website …

Beim Warten auf das Kaltwerden des Kaffees geschrieben: Konrad Paul Liessmann gibt heute in Salzburg eine Eröffnungsarie aus seiner Philosophieoper ….

Und mehr zu sagen, gibt es nicht.

Vielleicht noch.

Eine zentrale Frage von Konrad Paul Liessmann, prominent von ihm im ersten Absatz gesetzt, lautet:

„Müsste nicht die Kunst selbst angesichts dieses Weltzustandes wenn nicht verstummen, so doch ihre Stimme in einem politischen Sinne erheben, müsste sie nicht eingreifen, zumindest aufmerksam machen, über sich hinausweisen auf jene unerträglichen Zustände, müsste sie nicht die aufrüttelnde Aktion anstelle der Verehrung des Schönen setzen?“

Konrad Paul Liessmann dürfte es mit der Kunst ganz genauso ergehen wie einer Figur von Thomas Bernhard, die sich auf der Mariahilfer Straße befindet, die Mariahilfer Straße sucht, und die Mariahilfer Straße nicht findet.

Entweder wird nicht verstanden, von welcher Kunst denn Konrad Paul Liessmann spricht, oder er hat das Thema gänzlich verfehlt. Sie aber, die die Welt und auch die Kunst und die Welten der Kunst kennen, werden darauf gewiß die Antwort wissen.

Vielleicht noch.

„Ein Bildungssystem, das die Chancen von Kunst ernst nähme, eine Bildungsministerin, der es darum ginge, jungen Menschen die Welt der Kunst zu erschließen, setzte deshalb weniger auf Kompetenzorientierung oder Output-Optimierung, sondern schlicht auf Lehrer, die für die Kunst, für die Literatur, für die Musik begeistern können, und die wissen und wissen dürfen: wenn sie damit auch nur eine einzige jugendliche Seele erreichen und enthusiasmieren – dann haben sie das ihrige getan. Und mehr bedarfs nicht.“

Es gibt diese Lehrer und Lehrerinnen, die trotz dieses von ihm angeprangerten Bildungssystems genau das tun und genau das erreichen, und die wissen, mehr als eine einzige jugendliche Seele und das nicht einmal in jedem Jahrgang ist nicht zu enthusiasmieren. Und mehr geht nicht.

Vielleicht noch.

Sollte jener Mann im österreichischen Herbst 2016 Bundespräsident werden, der einem der Wiesingers besonders zugetan ist, und dann einen Wunsch freihaben für seine Amtseinführung, dann könnte der Wunsch durchaus sein, Konrad Paul Liessmann möge noch einmal seine Salzburger Rede halten … In der ersten Reihe ganz enthusiasmiert, so die Vorstellung, die Kunstkennerin Rosenkranz und der gerade zum Präsidenten gewählte Mann bittet Konrad Paul Liessmann immer und immer, noch einmal und noch einmal besonders die eine Stelle vorzutragen:

„Sommer 1967: Das war in West-Berlin der heiße Sommer der Anarchie und Revolution, erst wenige Wochen zuvor war während einer Demonstration der Student Benno Ohnesorg von einem Polizeibeamten erschossen worden, was eine Welle des Protest ausgelöst hatte, der Kampf gegen eine als reaktionär verstandene Staatsmacht, gegen das gesellschaftliche Establishment, gegen Kapitalismus, Krieg und Imperialismus hatte begonnen, die berüchtigte Kommune I um Rainer Langhans und Fritz Teufel hatte – halb im Ernst und halb satirisch – in einem Flugblatt zum Anzünden von Kaufhäusern, diesen symbolischen Orten der verhassten Konsumgesellschaft, aufgerufen.

Bald brannten die ersten Kaufhäuser und kündeten vom beginnenden und todbringenden Terror der Roten Armee Fraktion. Seine ästhetische Sensibilität hatte den Philosophen davor bewahrt, zu einem geistigen Brandstifter zu werden.“

Vielleicht noch.

„Wenige Jahre nach der Französischen Revolution, die er als Knabe emphatisch begrüßt hatte, nach dem Terror der Jakobiner und mitten in den Wirren der Napoleonischen Kriege richtete der 28-jährige Friedrich Hölderlin ein verzweifeltes Gebet an die Parzen, an seine Schicksalsgöttinnen:“

„Nach dem Terror der Jakobiner“ … Es hat sich eingebürgert, Terror als Synonym für die Französische Revolution zu verwenden. Wie es um den Terror bestellt war, das würde hier zu weit führen, aber ein Buch gibt darüber differenziert und genau Auskunft: „Freiheit oder Tod. Über Terror und Terrorismus“ von Sophie Wahnich. Das Buch berichtet u.v.a.m. auch davon, wie der vom sogenannten Volk noch größere und noch blutigere angedrohte Terror versucht wurde einzudämmen, eben auch durch Terror.

Vielleicht noch.

„Die zentrale Rolle, die Kunst und die Auseinandersetzung mit ihr einst in der bürgerlich-humanistischen Bildung gespielt hatte, ist längst obsolet geworden. Die klassische Literatur, ernste Musik, die Welt der Oper, die großen Werke der Malerei, die epochalen Texte des Theaters gehören seit langem nicht mehr zum Kern-Curriculum Höherer Schulen.“

Und jetzt noch einmal: „Kern-Curriculum“ …  Noch einmal: „Kern-Curriculum“ … Die hohe Festversammlung in Salzburg hat sich dabei natürlich nicht auf die Schenkel …, aber im österreichischen Herbst 2016 in der Hofburg könnte es dabei kein Halten mehr geben, ein Aufspringen, eine Schuhplattlerei, daß die Krachledernen nur so …

Ach, was war das für eine gute Zeit, damals, vor dem Sommer des großen vaterländischen Krieges, als humanistische Professoren väterlich ihren Schülern die Tornister mit Goethe, Schiller packten …

Vielleicht noch …