Was längst schon an der österreichischen Bundesverfassung alles zu ändern ist

Gudrun Harrer schreibt am 15. August 2023 in der Tageszeitung des österreichischen medialen Standards allerlei Lustigkeiten, „was eventuell in die Verfassung aufgenommen werden könnte“. Sie kann Albernheiten schreiben, „was in die Verfassung gehört“, sie, Gudrun Harrer, ist nicht die Bundeskanzlerin.

Als Bundeskanzlerin würde sie wohl nicht mit Albernheiten dafür werben, was „in die Verfassung aufgenommen werden“ soll, wie der zurzeitige

Journalistinnen können mit Lustigkeiten, Journalisten können mit Albernheiten reagieren auf …

Es gibt in der nach wie vor gültigen Bundesverfassung des Staates Österreich jedoch

Inhalte, die nicht und lange schon nicht mehr in die Verfassung gehören,

auch das Wort „Rasse“ gehört längstens schon aus der Verfassung genommen.

Das wäre doch einmal eine und dringende Alternative zu dem Gegebenen in Österreich,

auch für Medien, statt mit Lustigkeiten und Albernheiten auf das zu reagieren, wofür der von der schwarzen Christfraktion in die Bundesregierung entsandte zurzeitige wirbt,

ihm und soher seiner gesamten schwarzen Christfraktion elegant vorzuführen, was längstens aus der Verfassung gehört,

was aus der Bundesverfassung zu nehmen ist, wie die Verfassung eines säkularen Staates zu ändern ist, eine längst überfällige Aufgabe, die Medien zu übernehmen haben, das massiv breit zu fordern, von der nächsten Bundesregierung, von den nächsten in die höchsten Ämter Gewählten,

da von dem derzeitigen, und nicht nur von ihm, in der Politik, die in Österreich mehr als je zuvor zur Parteipolitik verstiegen,

nicht mehr zu erwarten ist, daß es unter den gegenwärtigen Gegebenheiten je noch das Geringste zur Änderung der Verfassung …

Rumble

Es muß in österreichischen Behörden, das allerdings bei diesen enormen Geschichtsbildungsanstrengungen in diesem Land kein Wunder ist, enormes Geschichtswissen eingesetzt werden, eine Demonstration ausgerechnet auf dem „Helmut-Zilk-Platz – Mahmal gegen Krieg und Faschismus“ zu genehmigen, am 29. Juli 2023,

jene also ausgerechnet auf dem Helmut-Zilk-Platz mit seinem Mahnmal gegen Faschismus demonstrieren zu lassen, deren identitäres Anliegen es ist, sich auf dem Platz mit dem Mahnmal gegen Faschismus als die zu präsentieren, die gegen Faschismus sind, das also demonstrativ umzusetzen, was ihnen u. v. a. m. ein Norbert Hofer schriftlich vorgibt, der Faschismus werde, wenn er wiederkehrt, sagen, er sei der Antifaschismus, ihnen also zu genehmigen, das Mahnmal gegen Faschismus für ihre Umschreibung der Geschichte zu mißbrauchen, den Antifaschismus als Faschismus zu denunzieren, zu diffamieren, sich als die darzustellen, die gegen Faschismus sind,

ach, und die, die am 29. Juli 2023 auf diesem Platz gegen Faschismus demonstrierten, sind weder Faschistinnen noch Antifaschisten, sondern, einfach wie kurz gesagt, Idealistinnen, wie eben das Idealistische in Österreich von Idealisten verstanden wird.

Ehe gesagt wird, welche Geistesgröße das über Christian Hafenecker sagt, daß er, Hafenecker, immer wieder positiv auffalle, soll eine weitere Geistesgröße zitiert werden, die an diesem Morgen des 31. Juli 2023 in der Rundfunknachrichtensendung um sieben Uhr

Interviewer: Wie beurteilen Sie diese Demo mit zwei Tagen Abstand?

Innenminister: Persönlich finde ich das grauslich, wenn ich das Wort so verwenden darf. Wenn man diese Bilder sieht, es hat sogar mehr als vierzig Anzeigen gegeben, auch Anzeigen nach dem Verbotsgesetz, dem jetzt auch konsequent nachgegangen wird, und ich finde das nur erschütternd auch, als Politiker, auch als Innenminister, daß es eine Parlamentspartei gibt, deren Chef, nämlich der Klubobmann Kickl, auch solche Dinge gutheißt. Es sind ja auch FPÖ-Vertreter, ein Vertreter konkret aus Oberösterreich, hier aufgetreten, und daher kann ich das hier nur deutlich unterstreichen, was zuletzt auch gesagt wurde, nämlich daß Klubobmann Kickl ein Sicherheitsrisiko ist, wenn er das innerhalb seiner Partei auch zuläßt, daß man solche extremistischen Veranstaltungen, wie es auch Verfassungschutzbericht auch heißt, auch zuläßt und auch duldet, und die sogar als NGO bezeichnet.

Interviewer: Die Frage ist, ob Sie als Innenminister die rechtsextreme Szene in Österreich im Griff haben. […] Müssen wir damit rechnen, daß die rechtsextreme Szene immer stärker wird in Österreich?

Innenminister: Faktum ist, und das habe ich auch klar bei der Präsentation des Verfassungsschutzberichtes gesagt, daß wir unterschiedliche Gefahrenpotentiale haben, wo der Staatsschutz auch entsprechend sensibel […] Das ist der Rechtsextremismus und der islamistische Extremismus und gerade im Rechtsextremismus waren wir zuletzt sehr erfolgreich. Wir haben auch, und das haben Sie gesagt, die Staatsverweigererszene, die sich aus dem ganz rechten und dem ganz linken Lager auch speist, letztendlich, und wir haben auch radikale Klimaaktivisten unter Beobachtung […]

Ach, das ist für diese Geistesgröße erschütternd, daß Herbert Kickl zuläßt, duldet, was seine Partei ihm zuläßt, duldet, er selbst auf Demonstrationen

Eine weitere Geistesgröße, die die Chefin der oben zitierten Geistesgröße ist, soll auch noch zitiert werden, die in ihrem Werbevideo …

Bist Du noch normal? Jeder von uns kennt diesen Spruch, hat ihn entweder gehört oder sogar selbst einmal gesagt. Was ist eigentlich normal? Darf man überhaupt noch normal sagen? Ich sage Euch, wer nicht normal ist: das sind die Extremen und die Radikalen, seien es Linksextreme, seien es Rechtsextreme. […] Klimakleber oder Linksradikale, genauso wie Rechtsradikale oder Identitäre, es sind islamistische Haßprediger, genauso wie Vandalen oder sonstige Extremisten […]

„Sonstige Extremisten“ braucht diese Geistesgröße auch nicht näher zu benennen, sie weiß recht genau, wer diese „Extremisten“ sind, und sie darf getrost annehmen,

es wissen alle, die ihr zuhören, wer an ihrer Seite diese „Extremisten“ sind

„Klimaaktivisten“, „Klimakleber“ sind für diese beiden Geistesgrößen die zu benennenden „Extremisten“, da doch die „Klimakrise“ vorbei, wie die dritte Geistesgröße in ihrem Bunde es einmal so einfach wie kurz sagte: „Wir hatten die Klimakrise“ —  

„Hafenecker fällt immer wieder positiv auf“, das sagt der Spender,

der vor zwei Tagen auf dieser Begriffsverdrehungsdemonstration

ebenfalls sprach,

und das zu Hafenecker sagt sie, die spendable Geistesgröße,

in ihrem Werbevideo auf rumbleHafenecker immer wieder

ihr allein positiv, dieser patriotischen Geistesgröße in diesem weiteren Bunde positiv auffalle —

an Hafenecker

Und auch diesmal ist es erhellend Übersetzungen für rumble anzuführen,

wie in einem Kapitel die Übersetzungen für punk angeführt wurden; dies erspart auszuführen, was allein schon durch Übersetzungen gesagt werden kann —

Rumble: rumpeln, poltern, grölen, rumoren, weiterschwelen

Alexander Van der Bellen, Bundespräsident, folgt nun offiziell Norbert Hofer, Präsident

Bundespräsident Alexander Van der Bellen folgt also nun, wie er es während seiner Rede zur Eröffnung der salzburger festspiele am 27. Juli 2023 erledigt hat, Norbert Hofer, er, Alexander Van der Bellen, will also ab diesem Tag direkt die Gesinnung von Norbert Hofer auf sein Gerät geliefert bekommen, beispielsweise so gesinnungsgemäß Fundamentales wie: Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er sagen: Ich bin der Antifaschismus

Ein Zitat, das nicht nur dem einen zurzeitigen Präsidenten des österreichischen Parlaments gefällt, sondern auch seinem zurzeitigen Gesinnungsfestungsführer, dem es ebenfalls eine Gesinnungsangelegenheit ist, es zu verbreiten …

Bundespräsident Alexander Van der Bellen folgt also seit dem 27. Juli 2023 Norbert Hofer, er will mit seinem Folgen des Norbert Hofer als Vorbild für alle in diesem Land vorangehen – eine hehre Idee! Was kann nicht alles durch solch ein Folgen gelernt, erfahren werden, auch Wörter etwa, die sonst so nicht verwendet werden, beispielsweise „Bestie“. Was für ein freundliches Wort, wenn es von einem derart freundlichen Menschen, als der Norbert Hofer landauf, landab angesehen wird, verwendet wird; wohl wert, es auch einmal selbst zu verwenden.

Diese beispielgebende Idee des Bundespräsidenten zur Nachahmung, die vollkommen durchdacht, wie alles, was Alexander Van der Bellen denkt, vollkommen durchdacht, verdient es, gewürdigt zu werden, mit einigen dies unterstützenden Anmerkungen.

1

Aber hat es einen Sinn, daß die Algorithmen ganz automatisch uns nur Meinungen zuspielen, die uns recht geben und in unserer Meinung bestätigen oder anstacheln, ist kein neues Phänomen. Also, die Situaton ist doch so, daß Follower von Herbert Kickl zum Beispiel glauben, in einer ganz anderen Welt zu leben, als Follower von Werner Kogler oder von Beate Meinl-Reisinger oder von Karl Nehammer oder von Andreas Babler oder von Alexander Van der Bellen. Wir können darüber lamentieren oder wir können versuchen, es zu ändern. Also wieso einmal nicht versuchen, die Algorithmen zu verwirren, indem wir auch denen followen — das ist Neudeutsch, tut mir leid –, auch denen followen, deren Meinung vielleicht nicht so ganz unserer Meinung entspricht.

Algorithmen möchte also Alexander Van der Bellen verwirren, aber, wie auch der Instagram-Account von Norbert Hofer beispielhaft zeigt, sind Algorithmen bereits verwirrt, oder, was wahrscheinlicher ist, auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen bedient den gegenwärtigen Mythos der Algorithmen. Denn. Der Algorithmus von Instagram listet gleich „ähnliche Konten“, um diesen bequem und schmerzfrei zu „folgen“, dem „Konto“ von Norbert Hofer „ähnlichen Konten zu folgen“, zum Beispiel Alexander Van der Bellen, Karoline Edtstadler, Red Bull Austria, AfD Fraktion NRW, Heimatliebe Österreich, Polizei Österreich, Exxpress, ORF, Karl Nehammer, Andreas Gabalier, AfD Bund, Servus Formel 1 und so weiter und so fort.

Was also Bundespräsident Alexander Van der Bellen vorschlägt, erledigen bereits Algorithmen, ohne dafür je verwirrt geworden sein zu müssen.

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Auf diese Art bekommen wir dann auch Ausschnitte der Realität zu sehen, die wir anders nie zu Gesicht bekommen hätten. Und auf diese Art bekommen wir vielleicht, auch wieder das Bild einer gemeinsamen Realität. Also als Symbol, ich hoffe, als gutes Beispiel dafür, werde ich ab heute, ab heute dem Instagram-Account von — schon erledigt — von Norbert Hofer folgen. Also die Botschaft ist schon abgesandt, ist schmerzfrei erledigt. Und Herr Hofer, falls Sie zuhören, können Sie ruhig auch, Sie nämlich, dem Account von Greta Thunberg zum Beispiel folgen, followen, zum Beispiel, vielleicht tun Sie es ja eh schon. Und Sie hier alle, in diesem wunderbaren Raum […] ändern Sie die Spielregeln mit einem Wort, bringen Sie Ihre Blase, Ihre Blase zum platzen.

Eine Idee, meine Damen und Herren, vielleicht schaffen wir es dadurch, endlich wieder ein gemeinsames Bild von Wirklichkeit zu bekommen. Lassen Sie uns gemeinsam die Algorithmen verwirren, nämlich die verwirren, und nicht wie heute umgekehrt.

Norbert Hofer weiß, auf welche Art und Weise er über Greta Thunberg sich informiert, wird nicht gewußt, Norbert Hofer weiß jedoch über sie Bescheid – über ihre „Zöpferl-Diktatur“ …

Es ist auch nicht auf jeder Plattform notwendig, einer Person, einer Gruppierung zu folgen, um zu erfahren, welche Gesinnungsrealitäten diese verbreiten, ein Account genügt, beispielsweise auf der Plattform Twitter, beispielsweise von Hafenecker, Scharfmüller

Ach, wie durchdacht, wie durchdacht —

3

Alexander Van der Bellen spricht dann doch kurz die „sogenannte vierte Gewalt“ an, „die Medien, unabhängige Medien berichten über Inhalte und Fakten und nicht über sich selbst verstärkende fake news aus den Bubbles“. Dies allein reicht schon vollkommen aus, um mehr als nur „Ausschnitte“ der Gesinnungsrealität zu erfahren, ohne aber irgendwelchen Personen auf irgendwelchen Plattformen folgen zu müssen.

4

Wem außer Norbert Hofer soll nach Alexander Van der Bellen noch gefolgt werden? Wem noch aus dieser identitären Partei?

Auch wenn es scheint, tiefer ginge es nicht mehr, es geht tiefer.

5

Der Vorschlag von Alexander Van der Bellen, der Vorschlag von dem derzeitigen österreichischen Bundespräsidenten, Personen, Gruppierungen zu folgen, beinhaltet auch, sich der Gefahr

der Verdächtigungen auszusetzen, sich gar behördlichen Ermittlungen auszusetzen.

Es ist doch bekannt, daß bereits allein das Folgen einer bestimmten Person, einer bestimmten Gruppierung völllig ausreicht, um Menschen als Unterstützende, als Parteigängerische einer bestimmten Person, einer bestimmten Gruppierung an den Pranger zu stellen.

Oh, wie durchdacht, wie durchdacht.

6

Das Werben, bestimmten Personen, bestimmten Gruppierungen zu folgen, von Alexander Van der Bellen wird von diesen Personen, Gruppierungen mit Freude gehört worden sein, ist doch bekannt, wie mit den hohen Zahlen von Folgenden mit Stolz geworben wird, wie mit den hohen Zahlen von Folgenden die eigene Bedeutung dieser Personen und Gruppierungen hinaufgeschrieben wird, etwa von dem Kandidaten, der das Amt von Alexander Van der Bellen übernehmen wollte, im letzten Jahr.

Was für einen Zulauf an Folgenden werden sie nun erst haben, wenn der österreichische Bundespräsident gar für sie …

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Wenn es nur dabei bliebe, daß die Folgenden die Kommentare, das Geschriebene, das Geschwefel bloß ansehen, bloß lesen, aber nicht teilen, nicht weiter verbreiten.

Aber, auch das ist bekannt, wie leicht geschieht es, daß solches unüberlegt, ungeprüft rasch geteilt wird, verbreitet und verbreitet und verbreitet wird, ein Wort oft, das gefällt, genügt, um es zu teilen, zu verbreiten.

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Alexander Van der Bellen in seiner durch und durch durchdachten Rede spricht auch ganz kurz vom Zuhören, er wünscht sich, daß einander zugehört wird; in diesem Fall müßte wohl mehr davon gesprochen werden, daß einander gelesen wird.

Er schlägt vor, denen zu folgen, gerade denen, die von den anderen nichts wissen wollen, die die anderen nur dafür gebrauchen, daß diese ihre Gesinnungsrealitäten teilen, verbreiten, selbst nach und nach von diesen infiziert werden.

Sie lehnen alles ab, sie blockieren …

Sie lehnen andere ab, sie blockieren andere, zum Beispiel auf Twitter. Wie zum Beispiel Norbert Hofer, dem nun Alexander Van der Bellen folgt. Wie zum Beispiel Karl Nehammer, dem Alexander Van der Bellen wohl schon lange unverkündet folgen wird, von dem er, Alexander Van der Bellen, meint, er lebe in einer ganz anderen Welt als Herbert Kickl, den es, so verkündet es Norbert Hofer ehrenstolz auf Instagram, „nur im Doppelpack“ mit ihm gibt, so wie es Karl Nehammer nur im Pack mit V. O. in der Welt von Festungskommandanturen …

Fußball der Frauen, Vorbild der Männer Fußball

Es gibt Schriftsteller, auch im kleinen Österreich, und es sind ausschließlich schriftstellernde Männer, die in kleinformatigen Tageszeitungen über Fußball schreiben, über den Fußball der Männer, und daß sie über die Bälle der Männer schreiben, erzählt viel über deren Bedeutung als …

Dieses Kapitel ist kein Kapitel über Fußball.

Es ist ein Kapitel über die unterschiedliche Berichtserstattungsbehandlung und die unterschiedliche Einkommensbehandlung von Männern und Frauen, auch in Österreich, oder recht besonders in Österreich, in dem Gleichberechtigung behauptet wird, recht besonders von den Männern; es ist ihnen aber nicht schwer, Gleichberechtigung zu behaupten, durch Heranziehung von Vergleichen, etwa zu den Taliban.

Vor über einer Woche begann die Fußballweltmeisterschaft der Frauen, und stellvertretend ist mit ein paar Stichproben die Berichterstattung über die Fußballweltmeisterschaft der Frauen festzuhalten, anhand der Krone der Schöpfung, oder Schöpfung der Männer Krone …

Der Bericht über das Eröffnungsspiel kein Bericht über das Spiel allein, sondern ein Mischbericht aus Sport und Chronik, am 21. Juli 2023: „Nach Tragödie folgte zum Start historischer Sieg“ … Im Vergleich dazu, ganz groß, wie es sich halt für ein „Autoland“ eben gehört, und wie Frauen halt in einem Autoland eben vorzukommen haben, als bauchfreie Töchter von autofahrenden Männern, mit denen autofahrende Männer nicht nur „turteln“, sondern das „offiziell“ …

Der 22. Juli 2023 ein berichtsfreier Tag über die Fußballweltmeisterschaft der Frauen … Dafür, ganz groß, in welchem Trikot Dieter Bohlen sich gefallen würde, im Lusten…

„Das Bier wird uns sicher nicht ausgehen“ —

Am 24. Juli 2023 wieder Vermischtes, nichts zu den Spielen selbst, dafür „FIFA stoppt Frage über Sexualität, Brand im Teamhotel“ … Und, mit einem großen Bild einer Frau ganz in Weiß angeschmiegt an den Mann, was Ehefrauen am liebsten an ihrem Sepp …

Am 28. Juli 2023 ein Bericht, wie „Top“ im „Gehaltsranking“ Frauen sind, auf dem ersten Platz eine Fußballerin mit rund 6,5 Millionen Euro, auf dem dritten Platz eine Fußballerin mit 3,6 Millionen Euro – das und mehr sollen fußballernde Männer gar in der österreichischen Gruabnliga erballern, und im Vergleich dazu drei fußballernde Männer mit jeweils 105 Millionen Euro, und auch am 24. Juli 2023 ein Bericht über einen ballernden Mann, der eine Milliarde Euro —

Nicht nur in bezug auf die Berichterstattung sollte der Fußball der Frauen ein Vorbild für das Ballern der Männer sein, auch über dieses einfach unter Vermischtes, Gemischtes zu berichten, sondern vor allem in bezug auf den, und das ist ein allzu hochtrabendes Wort, Verdienst, was sie, die Männer, zutreffender, geldmäßig für das Ballern bekommen sollen, die Männer mit ihren jeweils 105 Millionen so viel wie die Frauen, also etwas zwischen 6,5 und 3,6 Millionen, und menschgemäß auch der eine Milliarde verballernde Mann nicht mehr; für die österreichische Gruabnliga hieße das, vermessen nach ihrer Bedeutung, keine Millionen mehr …

Und, wie in der vergangenen Woche zu sehen und zu hören war, soll die FIFA in Aussicht gestellt haben, daß Frauen in ihrer nächsten Fußballweltmeisterschaft ebenso viel Geld für die Teilnahme an ihrer Fußballweltmeisterschaft wie die Männer bekommen sollen und nicht mehr, wie bei der jetzigen, nur ein Drittel davon, was Männer für deren Teilnahme an ihrer Fußballweltmeisterschaft bekommen. Auch darin der Fußball der Frauen zwingend eine vorbildhafte Vorlage für das Ballern der Männer; die Männer für ihr Ballern in ihrer nächsten Weltmeisterschaft zwei Drittel weniger als bisher, und damit genausoviel wie Frauen, was wäre das für eine Gleichberechtigung

Recht patriotisch gute Worte für den nationalsozialistischen Karl-Lueger-Eisenwehrmann Josef Müllner

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Österreich erfüllt immer wieder seine patriotische Bildungsauftragspflicht, Woche für Woche, Jahr für Jahr,

auch mit der hohen Sendung „Erbe Österreich“, so eben am 24. Juli 2023.

Aufmerkenswert, was in dieser Sendung zu Josef Müllner gesagt wird, aber ohne Josef Müllner zu nennen, nur von seinem Holzgeschöpf wird erzählt, wieder mal ein „Gustohappen“ …

Erzählerin: Anfang 1915 zeichnete sich schon ab, daß der Krieg länger dauern würde. Die Zahl der gefallenen Soldaten stieg genauso rasant wie die Not ihrer Hinterbliebenen. Deshalb bekam Feldmarschall Schwarzenberg einen hölzernen Nachbarn. Für eine bemerkenswerte Charity-Aktion.

Karl Hohenlohe: Das ist der sogenannte Wehrmann in Eisen, der seine Rüstung der Spendenbereitschaft der Wiener und Wienerinnen für die Witwen und Waisen des ersten weltkrieges verdankt. Man konnte gegen eine kleine Spende einen Nagel einschlagen. Man hat auf der einen Seite etwas Gutes getan, auf der anderen Seite konnte man auch so seine patriotische Gesinnung zum Ausdruck bringen. Fast eine halbe Million Nägel steckt hier in der Skulptur. Für besonders betuchte, reiche Spender gab es sogar Goldnägel. Ich habe sie gesucht, ich habe sie nicht gefunden. Vielleicht schon vor mir jemand anderer.

Was Karl Hohenlohe nicht sucht, weil eben in Österreich nicht gesucht wird, was in Österreich nicht gefunden werden will, sind der Holzkriegsgeschöpfschnitzer und der Holzkriegsgeschöpflyriker

Was wäre das auch für ein Dienst für das Ansehen Österreichs, von diesen zu berichten, was von ihnen zu berichten ist, haben sie doch, nicht nur mit ihrem Holzgeschöpf Gutes und Patriotisches für Witwen und Waisen geschaffen, gerade jetzt, als beschlossen,

den Schnitzer, der sich auf dem KL-Platz selbst mit verewigte, zu säubern, ihn herauszuputzen —

Karl Hohenlohe, der Rundfunkmoderator, aus der Familie mit dem dazu passenden Wahlspruch „Aus Flammen erhebe ich mich“, erzählt etwas später in dieser Sendung noch etwas Aufmerkenswertes.

Erzählerin: Nach drei Wochen waren mehr als vierzigtausend Soldaten tot, und Wien war in der Hand der roten armee, und die brauchte nicht lange, um ihrer Macht mit einem monumentalen Denkmal Ausdruck zu verleihen. Vier Monate nach dem Ende der Kämpfe stand der stolze Sowjetsoldat auf seinem Sockel.

Karl Hohenlohe: Das ging natürlich nicht ohne Kriegsgefangene und langfristige Planung. Man muß sich das vorstellen, als die rote armee noch in Budapest gekämpft hat, da war man schon am Planen dieses Denkmals, und das Ganze ist nicht nur so eine Art Mahmal für gefallene Soldaten, nein, das ist in Stein gemeißelte Siegesgewißheit. Daß die Sowjets ihre sichtbaren Herrschaftszeichen gerade hier am Schwarzenbergplatz platzierten, hat zwei Gründe. Zum einen erkannten auch sie die Vorzüge barocker Sichtachsen, und der andere Grund, eigentlich ganz banal, der Platz war einfach frei. Das wäre er ohne den latenten Antisemitismus in der Zwischenkriegszeit nicht gewesen. Man hat hier ein großes Denkmal für Gustav Mahler geplant, aber die Stimmung war dagegen, man hat vom Judendenkmal gesprochen, und es wurde nie errichtet.

Es ist dem latent identitären Idealismus in Österreichs Gegenwart zu verrechnen, daß die ökumenische Stimmung zwar für die Badende, aber nicht …

Das „große Denkmal für Gustav Mahler“ gibt es nach wie vor nicht.

Zwei Plätze böten sich weiterhin dafür an.

Der KL-Platz: Gustav Mahler statt dem Nationalsozialisten mit seinem kleinen Bürgermeister.

Der Schwarzenbergplatz: Gustav Mahler statt dem sowjetischen Ungetüm.

Und noch ein dritter Platz böte sich an.

Die Mölker Bastei. Gustav Mahler statt der badenden …

Herrn Stocker schreibt Bundespräsident

Geehrter Herr Stocker !
Sie nehmen mit Recht an, dass ich, nachdem die erstmaligen Wahlen vollzogen sind, für die volle Freiheit der Parteibildung bin, und wünsche , dass auf solche Weise alles, was in unserem Volke gedacht und gewollt, offen zum Ausdruck und in allen öffentlichen Angelegenheiten zur Geltung gelangt. Aus diesem Grunde werde ich auch die Neubildung Ihrer Partei begrüssen, obwohl ich persönlich, als Staatsbürger, in vielen Dingen einer anderen und abweichenden Auffassung bin. Als Bundespräsident bin ich allerdings gehalten, den Parteimann auszuziehen und weder für noch gegen eine Partei amtlich Stellung zu nehmen.

Ich kann Ihnen versichern, dass ich bei allen Gelegenheiten, die sich mir bieten, meinen Einfluss dahin geltend machen werde, dass die Freiheit der Parteibildung – im Rahmen der Republikanischen Staatsform und des wahrhaften Bekenntnisses zur Unabhängigkeit Österreichs – praktisch zum Durchbruch kommt. Hochachtungsvoll Renner

Dr. Karl Renner, der im Gegensatz zu Otto Hofmann-Wellenhof der schwarzen Christfraktion tatsächlich Bundespräsident in Österreich und nicht ein von dem stockerischen Verlag zum Bundespräsidenten Erhobener zur Eigenerhebung war, am 7. Jänner 1946,

wie auf der Website des Verlages am 26. Juli 2023 zu lesen ist,

und die Veröffentlichung des Schreibens des Bundespräsidenten soll wohl dazu dienen, die stockerischen Aktivitäten als hehre Aktivitäten darzustellen,

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Stocker noch einmal mit dem Versuch politisch aktiv, dem dritten Lager mit der „Verfassungstreuen Vereinigung“ eine Wahlplattform zu schaffen. Dabei wurde er von Bundespräsident Dr. Karl Renner unterstützt (siehe Brief links).

Univ.Prof. Dr. Lothar Höbelt
hat diese Aktivitäten, die Stocker sogar einige Monate Untersuchungshaft einbrachten, bis sich die gegen ihn erhoben Vorwürfe als haltlos herausstellten, in seinem Werk „Geschichte des VdU“ ausführlich geschildert

wohl wert, von einer Bundespräsidentin unterstützt zu werden. Aber Bundespräsident Karl Renner hat in diesem seinem Brief deutlich, zwar äußerst höflich, aber doch unmißverständlich seine Ablehnung zum Ausdruck gebracht; was er aber in seiner Rolle als Bundespräsident zum Ausdruck bringt, nun, das ist die amtssonderliche Auffassung der österreichischen Bundespräsidentinnen, womit auch die Männer mit gemeint sind, und es waren nur Männer, die bisher in diesem Amt saßen, bis herauf in die Gegenwart und wohl weiter, bis hinein in die fernste Zukunft …

Ob Dr. Karl Renner damit vor Salomon bestehen kann, sie ihn gar rehabilitiert, ihn von der Forderung einer Schiefstellung nun ausnimmt, zeigt er doch als Bundespräsident Bereitschaft,

dem Führer der idealistischen Familie beizustehen, für die ihr Präsident aus der schwarzen Christfraktion

das größte Wohlwollen aufbringt, ihr werbend —

NS Zur graphischen Darstellung des Firmengeflechts des recht idealistischen Leopold-Stocker-Verlags ist nicht mehr zu schreiben, was schon geschrieben wurde, es ist bekannt,

was zu „Barbarossa Vermögens-, Verwaltungs- und BeteiligungsGmbH“ gehört, „Ares“, „Sammler“ —

auch zu Barbarossa

Ein Tippfehler unter dem Firmengeflecht

Gemäß den Erfordernissen unserer Zeit operieren eigenständige GmbHs unter dem Dach einer Muttergesellschaft. Diese ist nach einem der bedeutendsten römisch-deutschen Kaiser des Mittelalters, dem Hohenstaufen Friedrich I. benannt, und bekennt so die europäisch-christliche Ausrichtung der Verlagsgruppe. Unter Friedrich Barbarossa erlebte die deutsche Kultur des Hochmittelalters ihren Höhepunk.

läßt augenblicklich die Übersetzungen für das englische Wort „Punk“ …

Die Gesellschaft des Josef Weinheber in heutiger Zeit

Es ist eine ehrenreiche Gesellschaft, in der Josef Weinheber bewegt wird, es sind zu viele, es würden zu viele zu vergessen sein, die genannt werden wollten, so sollen stellvertretend nur genannt sein. Da ist einmal der Bundespräsident, der im Parlament launig von Josef Weinheber erzählt, wenn er nicht gerade beim Schreiben eines Persilscheins ist.

Und da ist ein weiterer Präsident, der nämlich die Gesellschaft anführt, dem sein Amt aber genügend Zeit läßt, Fragen zu stellen, ob „deutsche Dichter als Opfer des Traditionsbruches im 20. Jahrhundert“ …

Und wo stellt er, der Präsident, seine Fragen? In der „Neuen Ordnung“. Diese Zeitschrift heißt inzwischen, genauer, seit 2020, „Abendland“ … Abendland, genausogut hätte diese auf „Alte Ordnung“ umbenannt werden können, so alt und überholt und verbraucht ist das Abendland

Der Präsident der Gesellschaft des Josef Weinheber, ist am 25. Juli 2023 auf der Website zu lesen, heißt nach wie vor Dr. Christoph Fackelmann.

Der Gesellschaft des Josef Weinheber ist ein Krieg Anlaß, im März 2023 an Wilhelm Franke zu erinnern: „Heute tobt wieder ein Krieg in der Ukraine. Aus diesem aktuellen Anlaß stellt der Vortrag das eindrucksvolle“ — Nein, sie erinnert nicht an den Lehrer Wilhelm Franke, sondern an den dichtenden „Dorfschullehrer“

Wilhelm Franke (1901–1979) wurde mit den Gedichtbüchern „Wanderer im Waldland“ (Julius Reich-Preis 1937) und „In dunklen Wäldern, auf silbernen Straßen“ (1939) bekannt. Als moderner Regionalist verschrieb er seine Lyrik fast ausschließlich dem niederösterreichischen Waldviertel, in dem er als Dorfschullehrer lebte. Josef Weinheber wurde früh auf ihn aufmerksam und trat nachdrücklich für ihn ein: „Wilhelm Frankes Gedichte haben die eingeborene, schlichte Größe und Herbheit des Landes, das sie besingen […]“. Von Oktober 1942 bis zum Zusammenbruch im Mai 1945 gehörte Franke als Gefreiter einer Wachkompanie der Wehrmacht an. Entlang des Dnjepr in der Ukraine, später in Rumänien, Ungarn und der Slowakei war sein Trupp im unmittelbaren Hinterland der Front mit der Bewachung von Kraftwerken und Brücken, dem Schutz von Fähren und Zügen und der Sicherung von Pässen betraut. Während dieser Zeit führte er ein Tagebuch, in dem sich poetische Schilderungen der östlichen Landschaften mit nüchternen Berichten über den Alltag des Krieges, das entbehrungsvolle Ausharren auf einsamen, versprengten Posten und das Elend von Flucht und Zerstörung verbinden. Zugleich dokumentiert er das eigene Ringen um das seelische Überstehen auf dieser vom Grauen überschatteten soldatischen Wanderschaft, die auch für sein Künstlertum zur großen Erschütterung wird: „Schwarze Gedanken nisten im Herzen. Gnadenarm huschen die Tage hin.“

Wilhelm Franke im Niederösterreichischen …

Und die neue ordnung feiert ihre Umbenennung mit Friedrich Hölderlin: „Was bleibt, stiften die Dichter“

Was wird der Anstifter, dem Hölderlin ein Vorbild, noch stiften gehen, zu was noch anstiften?

Bleibende Verse werden es nicht sein, obgleich er sich auch darin versucht, aber an diese sich zu erinnern, ohne sie je zu zitieren, ist eine Tugend, wenn in der Wahlkabine die Hand bei seiner Partei — sie, auch sie, bewahren davor, ein Kreuz gegen sich selbst zu schlagen.

An Frau Dr. Ilse Dvorak-Stocker schreibt Bundespräsident

„Das Bild, wie ich glaube: das wirklich wahre Bild Ihres Vaters, verehrte gnädige Frau, steht
so lebhaft nach einem runden halben Jahrhundert vor mir, daß daneben jedes Zerrbild völlig
verblaßt. Eine tröstliche Erkenntnis, da sie uns zeigt, daß Charakterstärke, Mut und
mitmenschliches Verständnis allemal spekulativen Opportunismus, hämische Mißgunst und
oberflächliche Mißgunst überdauern …“

Otto Hofmann-Wellenhof (ÖVP), das ist der österreichische Bundespräsident, der im österreichischen Parlament launig von Josef Weinheber erzählt, der Bundespräsident, der im Parlament mit Josef Weinheber fordert, den österreichischen Rundfunk „in Ruah lassen“, das ist der Bundespräsident, der in Österreich nie Bundespräsident war,

aber Otto Hofmann-Wellenhof der schwarzen Christfraktion ist, kann am 24. Juli 2023 auf der Website gelesen werden, für den Leopold-Stocker-Verlag ein Bundespräsident, wohl deshalb, weil für diesen Verlag nur der höchste Mann der Staatsspitze in Frage kommt, der Verlagsmutter

einen Persilschein für ihren Vater

aber Otto Hofmann-Wellenhof, der Bundesrat, ist dem Leopold-Stocker-Verlag ein Bundespräsident, wohl auch deshalb, um endlich aus seinen Reihen einen Bundespräsidenten zu haben wenn es schon in Wahlen nicht gelingt, seinen einen gesinnungsgemäßen Mann, seine eine gesinnungsgemäße Frau in das höchste Amt in Österreich zu bringen —

auch der Letzte aus der Schreibstaffel dieses Verlages, um es aktuell zu halten, hat es nicht geschafft, zum Bundespräsidenten gewählt zu werden, und wenn in Wahlen die eigene gesinnungsgemäße Wirklichkeit nicht und nicht bestätigt wird, dann muß eben die Wirklichkeit so beschrieben werden, daß sie gesinnungsgemäß zur eigenen Wirklichkeit paßt, und in dieser ist eben ein Bundesrat ein Bundespräsident

Dabei, einer aus dieser Schreibstaffel hätte es wohl geschafft, zum Bundespräsidenten gewählt zu werden, mit dem dieser Verlag dann stolz und zu seiner Ehre geworben hätte,

und in dieser Hinsicht wird es diesem Verlag wohl dauern, daß in Österreich nicht mehr die Verfassung von 1920 gültig ist, nach der wäre die Bundespräsidentin im Parlament gewählt worden, und,

so wie erfahrungsgemäß im Parlament gewählt wird,

wäre wohl dieser aus dem Schreibstall dieses Verlages zum Bundespräsidenten gewählt worden, und nicht der derzeitige österreichische Bundespräsident,

und allein in dieser Hinsicht ist die gültige österreichische Verfassung von 1930 tatsächlich schön und elegant zu nennen, sie ersparte den Menschen in Österreich einen Bundespräsidenten …

Nein, die Wählenden außerhalb des österreichischen Parlaments ersparten sich einen Bundespräsidenten aus dem Schreibstall …

Die österreichische Bundesverfassung von 1930 wird den derzeitigen österreichischen Bundespräsidenten wohl zurecht als undankbar empfinden, spricht er doch stets bloß von der Verfassung von 1920, die ihn im Einklang mit den innerparlamentarischen Wählenden wohl nicht, außer es wäre ein Wunder wie die jungfräuliche Mutterschaft geschehen, in das höchste Staatsamt

Das Österreich ist schief.

Ist es legitim, die Geschäfte der „Reichen“ mit Farbe zu besprühen und den Straßenverkehr lahmzulegen, um für Klimaschutz zu „werben“? Muss man, um auf problematische geschichtliche Figuren hinzuweisen, Denkmäler beschmieren und mit Holzgestellen verzieren?

Martina Salomon im Einsatz als Kurierin der ihr Schutzbefohlenen …

Das Lueger-Denkmal in der Wiener City ist jetzt auch noch mit türkiser Farbe überschüttet. Die Christlichsozialen sollen quasi als das Böse schlechthin – und zwar seit mehr als 100 Jahren – dargestellt werden. Dass das Rathaus das stillschweigend akzeptiert, ist freundlich ausgedrückt nicht besonders elegant. Demnächst soll die Statue gekippt werden, die Attacken darauf werden wohl weitergehen.

Dies alles aus dem „Leitartikel“ der Martina Salomon, erschienen in der sonntäglichen Ausgabe am 16. Juli 2023, die Leitkultur der Martina Salomon in einen Leitartikel gepreßt. Ihre Leitartikel, eine Leitkultur, ihre Leitkultur, die Leitartikel, die Leitkulturartikel ihrer Schutzbefohlenen.

Gegen ihre Schutzbefohlenen gehen also die ein und dieselben vor, es sind ein und dieselben, die die Geschäfte besprühen, die den Straßenverkehr lahmlegen, die Denkmäler beschmieren, die mit Holzgestellen verzieren, diesen ein und denelben gehören, so in der salomonischen Zusammenfassung, an, auch schon eine Stadträtin, auch schon ein Bezirksvorsteher, die wohl nächtens mit Holzlatten sich aufmachen zur Verzierung … und auch schon das Rathaus, dem bei diesen Attacken in moderner Attackenteilung die wichtige Arbeit zu erledigen hat, die Überschüttung zu belassen, gehört diesen ein und denselben an.

Wie ungeduldig Martina Salomon ist, und das mit dem Rathaus, das genau weiß, wie in Österreich zu agieren ist, wem in Österreich anzugehören ist, nicht nur einer Gruppe, und mögen diese Gruppen noch zu so gegensätzlich sein; so ist schon beschlossen, im kommenden Jahr das Denkmal vollkommen zu säubern, den nationalsozialistischen Baumeister,

der sich selbst als Denkmalfigur verewigt, herauszuputzen, auch ihn von allen ihn kennzeichnenden Farben zu befreien, weiß wie die Unschuld strahlen zu lassen.

Dabei war der ehemalige Wiener Bürgermeister innovativ und äußerst populär. Er entwickelte Wien zu einer modernen Großstadt, ließ wichtige Sozialeinrichtungen und Infrastruktur wie die Hochquellenwasserleitung […]

Auch sie bemüht die „Hochquellenwasserleitung“ – für ihren Schutzbefohlenen, wieder einmal muß die Hochquellenwasserleitung herhalten, sich vereinnahmen lassen …

Müsste man dann nicht gleich alle Denkmäler schief stellen.

Zum Beispiel jene von Karl Renner […] Wer mit Bilderstürmerei beginnt, findet so schnell kein Ende: Müssen nicht auch die Kriegsherrn Prinz

Eugen und Kaiser Franz Joseph aus dem öffentlichen Leben getilt werden? Ist Maria Theresia (Vertreibung der Juden aus Böhmen) unumstritten?

Wie wird doch Martina Salomon ihrem Namen gerecht, scheint ihr ihr Name Pflicht zu sein, auch sie eine Königin der Sprüche, eine Königin der weisen Gerechtigkeit, salomonisch sollten doch alle Denkmäler schief gestellt werden. Ein Spruch ist ihr aber noch nicht eingefallen, vielleicht, weil es ihr so ergeht wie den Menschen, die vor dem Kaiser stehen und nicht sehen, daß er nackt ist, der Spruch nämlich: In Österreich ist alles schief gestellt.

Das Österreich ist schief.

Und daraus hätte unweigerlich zu folgen, ein zweiter Spruch, aber das wäre ein Spruch, der in einem anderen Land denkbar, in Österreich undenkbar:

Zeit, alles gerade zu stellen.

Nein, so schaut Fortschritt nicht aus.

Zeit, alles gerade zu stellen. Wie recht Martina Salomon doch hat. So sieht Fortschritt in Österreich wahrlich nicht aus.

Die Klimakleber und Denkmalschmierer drehen gefährlich an der Eskalationsschraube. Sie spalten die Gesellschaft und radikalisieren. Am Ende solcher – scheinbar – gut gemeinter Aktionen steht Gewalt. Das braucht wirklich niemand. Wehret den Anfängen.

Und auch ihrem tapferen „Wehret den Anfängen“ kann und muß uneingeschränkt zugestimmt werden, es ist jenen, ihr ist vollkommen zuzustimmen, entgegenzutreten, die, ihnen voran ihr Vorsteher,

mit vor sich hertragenden gekreuzten Latten Prä und Post …

Wie gut, wie beruhigend, daß sie, die Königin der weisen Gerechtigkeit, in ihrem Kampfe nicht allein, ihr schon zur Seite steht, ein Mann, dem schutzbefohlen Unternehmerinnen, der weiß, was von der Zukunft fernen allzu nah …

Kirchstetten, am 29. September, ein weltberühmter Dichter stirbt

Bald werden es, am 29. September 2023, fünfzig Jahre her sein, daß der weltberühmte Dichter verstorben ist. Die Marktgemeinde Kirchstetten im Niederösterreichischen, in der er seine Sommer verbrachte, auf deren Friedhof er begraben ist, wird ihm wohl zu diesem Anlaß, der Wiederkehr seines fünfzigsten Todestages am 29. September 1973, recht groß feiern, von überall her werden sie wohl nach Kirchstetten eilen, um seiner zu gedenken, die Männer und Frauen,

voran wohl die Frauen und Mannen der niederösterreichischen Macht des Normaldenkenden,

an seinem Grabe, ihn zu ehren, werden sie zusammenführen, was zusammengehört, in seinem Sinne vereinen das Prä und das Post —

An diesen fünfzigsten Todestag muß gedacht werden. Als wieder einmal, in diesem Juli 2023, in einem Buch, das nicht in Niederösterreich, das nicht in Österreich geschrieben wurde, sein Name gelesen wurde, diesmal in „Der Schatten im Exil“ von Norman Manea, einem Schriftsteller aus Rumänien, den Normaldenkende mit einer Kindheit in einem Lager in der Ukraine beschenkten; ein recht größeres Geschenk kann einem Kind wohl nicht gemacht werden, als sich, befreit von äußeren Einflüssen, ganz auf seinen zukünftigen Beruf eines Schriftstellers konzentrieren zu dürfen.

Wie oft in all den letzten Jahrzehnten wurde sein Name, wurden Verweise auf ihn, wurden Zitate von ihm in Büchern gelesen, die allesamt weder in Niederösterreich noch in Österreich geschrieben wurden, in wie viel gesehenen Filmen wurden von ihm Gedichte rezitiert, die allesamt nicht in Niederösterreich noch in Österreich produziert wurden, daß es tatsächlich die Wahrheit ist, er, der in Kirchstetten Begrabene, ist weltberühmt, nicht nur in der Sprachwelt seiner Herkunft, sondern gänzlich unabhängig von Sprache und Land, wer immer zu lesen und zu schreiben vermag, gleich in welcher Sprache, gleich wo auf dieser Welt, ist der in Kirchstetten begrabene Dichter nach wie vor ein Dichter, auf den zu beziehen, auch fünfzig Jahre, nach seinem Tod kein Fehl ist, so meinen es jene, die weltweit —

So viele Bücher in denen
sein Name steht und
von ihm keines
im Regal — rätselhaft
wie ein Gedicht enträtselbar

Es heißt, er habe sich vom Preisgeld das Haus in Kirchstetten gekauft, vom Geld des Preises nach einem Künstler, den Jahrzehnte später ein Schriftsteller auf dem Lande, dem Häuser zu erwerben eine Leidenschaft war, ablehnte; müßig zu spekulieren, ob er Jahrzehnte zuvor den Preis aus den Mordhänden der „üble[n] Verführer“ abgelehnt hätte, er sich ebenfalls hätte, wie es im Gedicht des Weltberühmten heißt, das heute noch auf der Website der Gemeinde Kirchstetten zu lesen ist, einwickeln lassen, durch das Anbot, damit auf dem Lande Haus um Haus …

Eines ist gewiß, der „Begnadete“ hat den Preis nach einem Tonkünstler nicht abgelehnt, er hat, heißt es, sich auch ein Haus in Kirchstetten gekauft, wo er eingegraben wurde. They buried you like a loved old family dog. Dich wie einen geübten alten Familienhund begrub. In dieser Übertragung steht es auf der Website des Dorfes Kirchstetten. Es gibt dafür auch eine andere, und für den „Begnadeten“ wohl zutreffendere Übersetzung, von Johannes W. Paul: Wie den geliebten alten Hofhund eingrub.

Mit diesem Gedicht ist der Weltberühmte in kirchstetterischer Nachbarschaft seines Grabes in die niederösterreichische und also in die österreichische Falle gegangen, es wurde ihm in Kirchstetten und um Kirchstetten herum erzählt, was alle in Kirchstetten und um Kirchstetten herum und also in ganz Österreich vom „geliebten Hofhund“ nur erzählt werden wollte, nur das, was alle nur hören wollten, nur das, worauf sich alle verständigten, was vom „Hofhund“ nur zu erzählen ist. Und sie werden den Weltberühmten vielleicht auch mit Literatur über den „Hofhund“ versorgt haben, die er dann für dieses Gedicht auch verwenden konnte, mit dem heute noch Kirchstetten hausieren gehen kann. Take you in, who to Goebbels‘ offer of culture countered – in Ruah lossen?

Und gerade im Angesicht der kürzlichen Verweigerung der Annahme der „ORF-Petition“ durch die ÖVP kann auf die Anekdote aus dem Bundesrat vom 22. Juli 1966 nicht verzichtet werden, diese wiederzugeben:

Von der Presse will der Rundfunk nichts anderes als sachlich fundierte Information ihrer Leser und natürlich auch objektive Kritik. Vom Staat und von den Parteien wünschen wir uns die Erfüllung einer Bitte. Es ist heute hier so viel von Alleinherrschaft und Diktatur gesprochen worden; ich darf also zu einer echten Diktatur hinüberwechseln: Es war etwa im Jahre 1938 oder 1939, da wurde der heute schon einmal zitierte unsterbliche Josef Weinheber nach Weimar zu einem Dichtertreffen befohlen. Weinheber – nomen omen: ein Freund des guten Weines – war schon in sehr beschwingter Stimmung. Er war immer ein mutiger und bekenntnisfreudiger Mann von allergrößter Zivilcourage. Er wurde vom allmächtigen Kulturpapst Goebbels angesprochen, und das Gespräch ist als authentisch überliefert: „Was könnte man tun, Herr Weinheber, um die Dichtung in der Ostmark“ – sozusagen – „auf Trab zu bringen ?“ Und Weinheber – das ist ein Männerstolz vor Königsthronen – hat ihn aus verschwimmenden Augen angeschaut und hat dann gesagt: „Herr Minister, in Ruah lassen, in Ruah lassen!“ (Allgemeine Heiterkeit.) Ich möchte auch diese Bitte also an Regierung, an Politik und Parteien richten: Den Rundfunk „in Ruah lassen, in Ruah lassen“, dann wird er schon ein Instrument sein, das uns allen nützt und dem Staat auch im Ausland nur Ehre machen wird.

Woher Bundesrat Hofmann-Wellenhof von der Volkspartei dieses „authentisch überliefert[e Gespräch]“ hatte? Vielleicht aus „Bekenntnis zu Josef Weinheber“, jedenfalls klingt es ganz nach dem Buch von Heinrich Zillich, in dem mit Heiterem

Als Goebbels bei einem Bankett sprach, hörte ihn Weinheber, die Hand unterm Kinn, aufmerksam, obschon vom Weine beschwingt, an. Gefiel ihm ein Satz, rief er wohlwollend: »Bravo, Josef!,« rief es immer wieder […]. Plötzlich aber trat ein großes Erstaunen in Weinhebers Gesicht, von einer Erleuchtung heimgesucht, hob er das Haupt, blickte herrscherlich rundum und verkündete laut: »Ja, aber – der Josef, der bin ja i!«

vom „Hofhund“ der Vergangenheit Verklärung ganz nach österreichischem Geschmacke …  

Spätestens mit der zitierten Rede des Bundesrates der ÖVP ist es unmißverständlich: der Weltberühmte in diesem Kapitel ist nicht Josef Weinheber, der auf seinem Grund, irgendwo im Garten, vor oder hinterm Haus, eingegraben ist —

der Weltberühmte ist Wystan Hugh Auden