Die Wählenden in Hohenems schaden Hohenems, nicht Dieter Egger, der stellt sich bloß der Wahl

Die „Salzburger Nachrichten“ zitieren am 27. März 2015 Michael Köhlmeier, der meint, Egger würde Hohenems sehr schaden. Das ist nicht richtig. Das muß Wählenden leider immer wieder und erschreckenderweise noch immer gesagt werden, daß sie es sind, die schaden, weil sie eben immer wieder Personen wählen, von denen gewußt wird und von denen vor allem die Wählenden selbst allzu genau wissen, daß sie schaden werden, ganz gleich welches Amt, in das diese von ihnen gewählt werden, je ausüben … Nicht anders wird es mit Dieter Egger sein, wenn sie ihn zum Bürgermeister von Hohenems wählen …

Wählende in Hohenems schaden HohenemsDieter Egger ist aber bloß wieder einer dieser sich einer Wahl stellenden Personen. Dafür, daß er Schaden anrichten wird können, sind alle der ihn Wählenden verantwortlich, und sie alle, die ihn zum Bürgermeister gewählt haben werden, und mit ihnen alle, die ihn nicht gewählt haben werden, werden die Schuld zu begleichen haben. Noch aber ist die Wahl nicht passiert. Noch ist eine Abkehr möglich. Noch ist eine vernunftmäßige Wahl möglich.

Und die in diesem Artikel ebenfalls zitierte Erklärung von Michael Köhlmeier, es seien wegen der „Jetzt-erst-recht-Haltung“ so viele Hohenemser für Dieter Egger, befriedigt nicht. Schlimmer. Gänzlich bestürzend.  Wird diese Erklärung weitergedacht. Denn. Es heißt nichts anderes, daß so viele in Hohenems bereit sind, Hohenems mit der FPÖ gleichzusetzen, eine Partei und Hohenems nicht auseinanderzuhalten imstande sind, denn sonst ergibt die „Jetzt-erst-recht-Haltung“ keinen Sinn, und auch, daß so viele Hohenemser Dieter Egger als den ihren empfinden, der von ihnen gegen andere verteidigt werden muß, ganz gleich, was er, Egger, sagt, macht, nicht macht … Daß so viele in Hohenems also zum Beispiel Antisemitismus … Denn bereits 2009 konnte die FPÖ mit Dieter Egger mit Antisemitismus markante Zugewinne erzielen, und nun 2015 wieder ein Zugewinn, und wieder gab es kurz vor der Wahl einen antisemitischen Spruch von Dieter Egger … Und die nächste hohenemserische Belohnung für Antisemitismus steht kurz bevor, wenn die Wählenden in Hohenems Dieter Egger zu ihrem Bürgermeister … Sollte es tatsächlich dazu kommen, wird die nächste Schlagzeile hier lauten müssen: Wählende in Hohenems wählen Antisemitismus

Das muß Wählenden in jedweder Wahl leider immer wieder und erschreckenderweise noch immer und bestürzend verstärkt gesagt werden, daß sie es sind, die Schaden anrichten, wenn sie Parteien und Personen wählen, von denen sie wissen, daß sie Schaden anrichten werden. Nicht anders wird es sein, um bei der unmittelbar bevorstehenden Wahl zu bleiben, wenn sie nun Dieter Egger zu ihrem … Sie wählen keinen Menschen, zu dem sie mit einer „Jetzt-erst-recht-Haltung“ stehen müssen, denn Dieter Egger steht nicht als Hohenemser zur Wahl, sondern als Pg. der FPÖ …

Die Erklärung von Michael Köhlmeier hat möglicherweise doch etwas für sich. Die „Jetzt-erst-recht-Haltung“ zum Antisemitismus. In einer Wahl ein Bekenntnis zum Antisemitismus ablegen zu können …  Und dafür wollen sie Dieter Egger mit dem Bürgermeisteramt belohnen. Ob er für das Amt ist, ist ihnen egal, ob er Schaden anrichten wird, ist ihnen egal …

Wählende belohnen Antisemitismus

Einer aus der Schreibstaffel der gesinnungsgemäß zensierten Website der FPÖ hat am 15. März 2015 geschrieben, daß „Juden die …“ und – wie in der Collage gesehen werden kann – dafür gleich recht ordentliche Zustimmung erhalten. Ihn – vielleicht ist es aber auch eine sie – drängt es möglicherweise in die Politik, in die österreichische Politik, weil in Österreich kann mit Antisemitismus eine Wahl gewonnen werden … Wählende belohnen einen zur Zeit vorgebrachten Spruch recht ordentlich, wie gerade auch an diesem Sonntag die Wählenden in Hohenems …

FPÖ - Unzensuriert - Antisemitismus - Wählende - Putin

Putin auf FPÖ-Unzensuriert: „Die größten Verbrecher auf diesem Planeten sind US-Amerikaner und die Juden.“

Beinahe könnte die gesinnungsgemäß zensierte Website der identitären Gemein-Schaft dafür gelobt werden, solche Kommentare zu veröffentlichen, und auch dafür, solche Kommentare, wie den von Putin, nicht zu löschen, denn auf diese Weise wird immer wieder recht viel über die FPÖ erfahren, aber vor allem über die Menschen ihrer Schreibstaffel, die solchen Kommentaren zustimmen, und das sind, darf angenommen werden, ausschließlich in Österreich Wahlberechtigte …

NS Eine Kolumnistin von der gesinnungsgemäß zensierten Website ist NR Barbara Rosenkranz, die eine in das österreichische Parlament Gewählte ist – weil es zum Putinschen recht paßt – und sie ein Wochenende davor in einem Bio-Hotel … in dem auch Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck … Aber lesen Sie selbst, wie es dort recht herging …

NNS Im Februar 2015, auch das paßt zum Putinschen, läßt NR Wendelin Mölzer in der von ihm geführten „Zur Zeit“ nach den „antisemitischen Ausfällen“ fragen und … Aber lesen Sie selbst, wie die Antworten in dieser Nummer ausfallen

Unzensuriert - Strache - Pressestunde - 17-032-2015Zu dem oben Geschriebenen muß heute, am 17. März 2015, doch etwas ergänzt werden. Damit nicht gesagt werden kann, es werde nicht darüber berichtet, wenn auf der freiheitlichen Unzensuriert doch Kommentare von der Schreibstaffel gelöscht werden. Es wurde, wie im Vergleich der zwei Collagen gesehen werden kann, inzwischen etwas gelöscht. Nein, nicht der Kommentar von Putin, daß „die Juden“ … Nein, dieser Kommentar nicht, der wieder ein bißchen mehr Zustimmung zwischenzeitlich erhielt, sondern der Kommentar von Breitkeil über die „dümmsten Russen, die sogar davon überzeugt sind.“ Aber dieser Kommentar von Breitkeil hatte auch gleich eine viel höhere Ablehnung als Zustimmung. Statt Breitkeil ist nun ein weiterer Kommentar von Putin zu lesen, wenigstens aber einer, der thematisch zur „Ausladung“ paßt … Wer sich antisemitisch profiliert, darf, scheint es, auch mehr auf der gesinnungsgemäß zensierten Website schreiben … Oder sich auf andere Weise profiliert, wie (ebenfalls in der Collage zu lesen) Peter_, der auch diesmal sich wieder besonders hervortut

Der Wähler legt das Ei, nicht das Ei die Wählerin

In politischer Hinsicht ist die Frage schon längst geklärt, wer also zuerst da war, die Henne oder das Ei. Es ist der Wähler, der das Ei legt, und nicht das Ei, das die Wählerin legt. Unter so vielen gelegten Eiern sind zu oft, wie auch aus Vergangenheit und leider weiter aus Gegenwart nur allzu bekannt ist, ungenießbare dabei, deren Ungenießbarkeit bereits mit dem einfachsten Geruchstest leicht festgestellt werden kann. Und ein solches ist die FPÖ.

Dieter Egger - Wähler und EiEs ist nachvollziehbar, daß solche Parteien immer wieder – vor allem vor Wahlen verstärkt – mit einschlägig amtsbekannten Sprüchen auffallen zu versuchen, um wiedergewählt, überhaupt gewählt, noch mehr gewählt zu werden, gar zu stimmenstärksten Parteien gewählt zu werden. In Erinnerung an die Belohnung durch Wähler und Wählerinnen in Hohenems für den damaligen eggerischen einschlägigen Spruch, der gar nicht schadete, ganz im Gegenteil. 2009 brachte das beinahe den ersten Platz in Hohenems, wie nachgelesen werden kann. Das Ei weiß, was für Eier für viele, viel zu viele Wähler und Wählerinnen keine ungenießbaren sind, ihr Geruchssinn versagt. Wobei. Es dürfte weniger das Versagen des Geruchssinn sein, als das Riechen des eigenen Geruchs am Ei, und der Eigengeruch wird nie als unangenehm wahrgenommen …

Ohne die vielen, viel zu vielen Wählerinnen und noch mehr und also viel zu vielen Wähler hätten solche Sprüche, wie beispielsweise jene von Dieter Egger, nicht den medialen und öffentlichen Aufmerksamkeitsgrad, den sie haben, ohne Sie müßte es nicht zu den immer gleichen und also unnützen und entwicklungsresistenten Aufregungen und Empörungen kommen …

NS Bei dieser Gelegenheit und dazu recht passend. Erst vor wenigen Tagen, wie hier ebenfalls nachgelesen werden kann, ließ NR Wendelin Mölzer seinen nun lange schon mandatslosen Vater fragen, wo den die „antisemitischen Ausfälle in der …“  Zu den gegebenen Antworten fügt Dieter Egger aktuell eine weitere hinzu …

NNS Und auch dazu passend. Was Wähler für Eier legen und noch legen wollen, hat ebenfalls erst vor kurzem ein Wähler anschaulich geschildert: Was ein Wähler will: NDP, FPÖ und Front National

NNNS Es ist also hoch an der Zeit, die eierlegenden Wähler und Wählerinnen in die Pflicht zu nehmen, sie nicht aus ihrer Verantwortung zu entlassen, sie nicht weiter als die unschuldige Masse hinzustellen, über die höchstens mit Standes- und Bildungsdünkel die Nase mitleidig gerümpft wird, die bloß gebildet zu werden bräuchte, damit sie richtig wählen … Sie wissen, was sie wollen, und sie wählen, was sie wollen. Und noch eines wissen sie ganz genau, wenn das von ihnen gelegte Ei nur groß genug ist, wird es auch für die, die heute darüber noch die Nase rümpfen, Wohlgerüche entwickeln … Und wie leicht ein Gestank plötzlich ein begehrtes Parfum werden kann, davon erzählt ganz aktuell der Universitätsroman von Michel Houellebecq … Bei dieser Gelegenheit und dazu auch passend, weil in Österreich es von keiner Seite her ohne Vergangenheit geht. Und vor allem die von NR Wendelin Mölzer geführte ZZ ehrenreichtreu zur Vergangenheit … Am Heldenplatz irrte sich Robert Schuster, sie rufen nicht alleingelassen und debil nach einem Führer, sie machen sich je einen, und dann legen sie je in den Wahlen das Ei, mit dem Sie sich auch je selbst ein Ei legen …

Ingenieur Norbert Hofer als Autor von Brückensprengerinnen „Unzensuriert“ und „Zur Zeit“ ein mehr als recht geeigneter Brückenbauer

Was wurde in den letzten Jahren von freiheitlicher Seite nicht alles aufgeboten, um nicht nur dreimal zu verleugnen, daß Martin Graf der Betreiber der Website Unzensuriert ist. Nun hat Ing. Norbert Hofer im Interview, das er der Tageszeitung „Der Standard“ gab, bestätigt, was ohnehin gewußt wurde, nur von freihetilicher Seite aber nicht gewollt wurde, daß es gewußt wird:

Das ist Grafs Homepage – und deswegen muss er entscheiden, ob er sie weiterhin betreibt.

Norbert Hofer gibt ein Interview

Norbert Hofer bedenkt im Interview seine Wörter.

Eine weitere Beschäftigung mit Martin Graf ist nicht weiter vonnöten. Es muß daher auch nicht wiederholt werden, was alles von freiheitlicher Seite aufgeboten wurde, um die Homepage anderen in die … (es kann ohnehin nachgelesen werden). Denn Martin Graf hat seinen Stuhl im Parlament geräumt. Obwohl, vergessen darf er nicht werden, in seinem Abschied lag die Andeutung eines Wieder…

Das ist Grafs Homepage … In dieser Hinsicht erfüllt ein Homepageautor die Homepagerichtung: „Der Wahrheit verpflichtet“. Für den Autor Norbert Hofer ist diese Homepage eine Homepage, also nicht, wie im Homepage-Impressum vollmündig verlautbart, das „größte regierungskritische Medium Österreichs“ … Nicht einmal ein Medium, bloß eine Homepage, das sagt damit ihr Autor Norbert Hofer, aber mit einer Heimadresse Schlösselgasse, die allein schon viel über die scholleanschauliche Verortung  …

Was kann sonst über dieses Interview gesagt werden?

Zunächst einmal kann allgemein gesagt werden: da ein Freiheitlicher nicht anders kann, agiert ein Freiheitlicher eben wie ein Freiheitlicher agieren muß, und Norbert Hofer ist ein Freiheitlicher, mehr, er ist der Hauptgesinnungsherstellungsfreiheitliche; das war Martin Graf nicht.

Und konkret kann zu diesem Interview gesagt werden …

Es wird Norbert Hofer zwar auf aktuelle Lästerungen auf Unzensuriert angesprochen, aber er wird nicht gefragt, ob er, III. Präsident NR Norbert Hofer, weiter Autor dieser Site bleiben will. Auf die angesprochenen Lästerungen reagiert Norbert Hofer freiheitlich musterhaft, er kenne den Beitrag nicht, deswegen möchte er diesen auch nicht kommentieren …

Unzensuriert Hofer Strache Kindermordphantasien

Wie reagiert Norbert Hofer auf Informationen? Jedenfalls nicht mit Handlungen.

Das mag durchaus sein, daß Norbert Hofer diesen konkret angesprochenen Beitrag nicht kennt. Ergänzend zu diesem Interview kann berichtet werden, wie Norbert Hofer reagiert, wenn er etwas kennt: nämlich gar nicht. Weder kommentiert noch, was wesentlicher ist, handelt Norbert Hofer. Um zwei konkrete Beispiele anzuführen, über die Norbert Hofer bereits vor Wochen informiert wurde. Auch heute noch, am 8. November 2013, wie gelesen werden kann, stehen diese Beiträge unverändert zur Verbreitung auf der Site Unzensuriert, deren Autor auch Norbert Hofer ist:

Was Norbert Hofer und He.-Chr. Strache an ihren inländischen Nächsten lieben – Ihre Initiativbewerbungen Krematoriumsheizer in Auschwitz?

Was Norbert Hofer und He.-Chr. Strache an ihren inländischen Nächsten lieben – Ihre Kindermordphantasien?

Unzensuriert Hofer Deimek Strache Vilimsky Krematoriumsheizer

Wie reagiert Norbert Hofer auf Informationen? Jedenfalls nicht mit Handlungen.

Norbert Hofer versucht seit dem 29. Oktober 2013, also seit seiner Wahl zum III. Präsidenten NR, sich als Brückenbauer zu verkaufen. Zu wem will er, Autor der Brückensprengerin Unzensuriert, Brücken bauen? Wer bauen will, muß handeln. Aber Norbert Hofer handelt, wie allein diese zwei Beispiele zeigen, nicht. Möglicherweise erfaßt Norbert Hofer den Sinn des Wortes Brückenbau nicht. Oder er verwendet freiheitlich schlicht eine falsche Formulierung. Das heißt, er sagt, er wolle Brücken zwischen „allen Mandataren“ bauen, aber tatsächlich meint er, die anderen sollen nicht die Brücken zu den Freiheitlichen einreißen. Damit verlangt Norbert Hofer aber sehr viel, beispielsweise von Bundeskanzler Werner Faymann, der nun seit Wochen auf der Site Unzensuriert, deren Autor Norbert Hofer ist, auf die niederträchtigste und wohl auch strafrechtlich relevante Art verleumdet wird … Damit verlangt Norbert Hofer aber sehr viel, beispielsweise von den Grünen, für die nun seit Wochen auf der Site Unzensuriert, deren Autor Norbert Hofer ist, vorgeschlagen wird, sie, die Grünen, nur mehr zum Verbrennen im Krematorium aus dem Gefängnis zu entlassen

Freiheitliche wissen bestens Bescheid

Freiheitliche wissen zu genau um Toleranz, Menschenverachtendes, Niveau, sorgsamen Umgang mit Daten und Fakten, Vorurteile, wenn es gilt, daraus Vorwürfe konstruieren zu können.

Das aber sind bloß die aktuellsten Beispiele, wer auf dieser Site nach den Stichworten Schreibstaffel oder Kommentarstaffel oder Blutige Maria sucht, wird eine Menge an Beispielen vorfinden, und sich die Fragen stellen, die Nina Weissensteiner dem Website-Autor Norbert Hofer nicht stellte:

Ob eine Site von einem nun ehemaligen Nationalratspräsidenten, wie eben die Unzensuriert, eine Site, die Abgeordnete und einen Nationalratspräsidenten als Autoren und Autorinnen hat, nicht einem ganz anderen Niveau verpflichtet wäre? Es ist ja nicht so, daß freiheitliche Abgeordnete nicht wüßten, was Niveau ist. Sind sie doch in der Lage, anderen Niveau vorzuwerfen, beispielsweise der freiheitliche Abgeordnete Gerhard Deimek …

Ob eine Site von einem nun ehemaligen Nationalratspräsidenten, wie eben die Unzensuriert, eine Site, die Abgeordnete und einen Nationalratspräsidenten als Autoren und Autorinnen hat, mehr als irgendeine andere Site der Toleranz verpflichtet wäre? Es ist ja nicht so, daß freiheitliche Abgeordnete nicht wüßten, was Toleranz ist. Sind sie doch in der Lage, anderen Toleranz vorzuwerfen, beispielsweise der freiheitliche Landtagsabgeordnete Dieter Egger …

Ob eine Site von einem nun ehemaligen Nationalratspräsidenten, wie eben die Unzensuriert, eine Site, die Abgeordnete und einen Nationalratspräsidenten als Autoren und Autorinnen hat, mehr als irgendwer sonst verpflichtet wäre, nichts Menschenverachtendes zu verbreiten? Es ist ja nicht so, daß freiheitliche Abgeordnete nicht wüßten, was Menschenverachtendes ist. Sind sie doch in der Lage, anderen Menschenverachtendes vorzuwerfen, beispielsweise Gerhard Deimek …

Ob eine Site von einem nun ehemaligen Nationalratspräsidenten, wie eben die Unzensuriert, eine Site, die Abgeordnete und einen Nationalratspräsidenten als Autoren und Autorinnen hat, mehr als irgendwer sonst verpflichtet wäre, keine Hetze zu verbreiten? Es ist ja nicht so, daß Freiheitliche nicht wüßten, was Hetze ist. Sind sie doch in der Lage, anderen widerliche Hetze vorzuwerfen, beispielsweise Martin Glier, Leiter FPÖ-Pressestelle im Parlament …

Ob eine Site von einem nun ehemaligen Nationalratspräsidenten, wie eben die Unzensuriert, eine Site, die Abgeordnete und einen Nationalratspräsidenten als Autoren und Autorinnen hat, mehr als irgendwer sonst verpflichtet wäre, keine Vorurteile zu verbreiten? Es ist ja nicht so, daß Freiheitliche nicht wüßten, was Vorurteile sind. Sind sie doch in der Lage, anderen Vorurteile zu unterstellen, beispielsweise Dieter Egger …

Ob eine Site von einem nun ehemaligen Nationalratspräsidenten, wie eben die Unzensuriert, eine Site, die Abgeordnete und einen Nationalratspräsidenten als Autoren und Autorinnen hat, mehr als irgendwer sonst verpflichtet wäre, mit Fakten und Daten sorgfältig umzugehen? Es ist ja nicht so, daß Freiheitliche nicht wüßten, daß mit Daten und Fakten sorgsam umzugehen ist. Sind sie doch in der Lage, andere zur sorgfältigen Recherche zu ermahnen, beispielsweise Gerhard Deimek … Allerdings wird Gerhard Deimek seiner Ermahnung nicht gerecht, wie das konkrete Beispiel zeigt, hat er einfach nicht sorgfältig gelesen …

Und was in diesen Interview mit Norbert Hofer gar nicht angesprochen wurde, ist die freiheitliche ZZ, für die Norbert Hofer ebenfalls schreibt, wie zuvor schon Martin Graf … Und die Fragen, die Nina Weissensteiner zur Brückensprengerin Unzensuriert nicht stellte, können auch unverändert in bezug auf die freiheitliche ZZ gestellt werden, und diese müssen also nicht gesondert noch einmal formuliert werden …

Eine Frage kann aus aktuellem Anlaß hinzugefügt werden:

Ob eine Zeitung, in der freiheitliche Abgeordnete, in der freiheitliche Nationalratspräsidenten schreiben, wie eben in der freiheitlichen ZZ, mehr als irgendeine andere Zeitung sonst verpflichtet wäre, darauf zu achten, wem sie Geburstagszeilen widmet?

Ob Erich Priebke vor seinem Tod die freiheitlichen Geburtstagszeilen las und sich darob freuen konnte?

Um zu einem Ende zu kommen, mit diesem Interview, in dem Norbert Hofer erneut versucht, sich als Brückenbauer zu verkaufen, während er in Wahrheit bestätigt, es sollen die anderen die Brücken zu den Freiheitlichen bauen, die dann Freiheitliche … Barbara Prammer hat Norbert Hofer aktuell eine Brücke gebaut, auf der er aus der von ihm angestichelten Debatte (das ist eigentlich eine Gegenwartsverfälschung, wenn Norbert Hofer es „Debatte“ nennt; es war keine Debatte, sondern eine Entrüstung über ihn, der eine breite Debatte über das Verbotsgesetz in freiheitlicher Gesinnung hätte haben wollen, wieder einmal) über das Verbotsgesetz flüchten kann … Worte seien auf die Waagschale zu legen …  Nun, was von den Worten auf der kaputten Waage gehalten wird, was je nicht auf die Waage gelegt wird, darüber wurde erst gestern geschrieben …

Zum Parlamentarischen Blindheitstag: 29. Oktober 2013 und 28. Oktober 2008 – 1. Nationalratspräsidentin warnt vor Unbelehrbaren, also …

Es könnte jetzt noch darüber geschrieben werden, zum Beispiel über den Widerspruch in der hoferischen Herauskommrede … Es sei unnötig gewesen, sagt Norbert Hofer, die Debatte über das Verbotsgesetz zu führen, weil es würde wichtigere Themen geben, über die er, Norbert Hofer, reden möchte … Das erste wichtige Thema aber, über das er reden wollte, war das Verbotsgesetz. Nein, es war das zweite wichtige Thema. Das erste wichtige Thema, über das Norbert Hofer kurz davor sprechen wollte und sprach, war, daß die Burschenschaften unter Adolf Hitler verboten wurden …

Es könnte jetzt auch noch ausführlich etwas zur hoferischen Begründung der NS-Verbrechen geschrieben werden. Die NS-Verbrechen zählen für Norbert Hofer, sagt er in diesem Interview, zu den grausamsten der Geschichte, weil Menschen wegen ihres Glaubens und ihrer Anschauung systematisch vernichtet worden seien … Dazu muß doch kursorisch festgehalten werden. Diese hoferische Meinung transportiert den Anschein einer gewissen Mitverantwortung, einer gewissen Mitschuld der Ermordeten und von Gründen für den NS-Massenmord, nämlich Glaube und Anschauung. Als wäre es um einen Kampf zwischen Glauben und Anschauungen gegangen … Tatsächlich aber wurden die Menschen grundlos systematisch vernichtet, die Menschen wurden nicht wegen ihres Glaubens ermordet, sie wurden industriell systematisch ermordet, nur deshalb, weil sie Juden waren, die Menschen wurden nicht wegen ihrer Anschauung ermordet, sie wurden industriell systematisch ermordet, nur deshalb, weil sie Roma, Sinti waren.

Frank Stronach weiß nicht, in welchem Land er kandidiert

Worüber Frank Stronach spekuliert, was er in das Programm einer Partei, die in Österreich kandidiert, schreiben lassen will, das ist nicht einmal zu ignorieren, aber er hat Berufsmord und Berufskiller verwendet, worüber zu sprechen ist …

Das berechtigt zu sagen, Frank Stronach weiß nicht wirklich, in welchem Land er für ein politisches Mandat kandidiert, und das könnte mit einem Blick auf die Mordstatistik in Österreich … Aber was nicht einmal zu ignorieren ist, dem muß auch nicht mit Daten und Fakten widersprochen werden …

Frank Stronach weiß also nicht wirklich, in welchem Land er für ein politisches Mandat kandidiert, aber schlimmer noch ist es, daß in diesem Wahlkampf in Österreich das Weltgeschehen nicht breit vorkommt, daß alles breit ausgeblendet ist, alles breit reduziert ist, auf Österreich …

Wäre es anders, und das fiel zum Wort Berufskiller ein, müßte breit über die tatsächlichen Berufskiller gesprochen werden, über die Militärs, die, um das aktuellste Beispiel heranzuziehen, gerade und seit langem schon in Syrien wüten, und damit einhergehend menschgemäß über die Rüstungsindustrie … Es müßten Programme, Konzepte, Absichtserklärungen, Pläne vorgelegt werden, was gemacht werden will, um die militärischen Berufskiller arbeitslos zu machen, besser selbstverständlich, militärischen Berufskillern den Umstieg in andere und also auftragsmordfreie Berufe zu ermöglichen, wie der Rüstungsindustrie der Umstieg auf mordwaffenfreie Produkte …

Michael Spindelegger warnt vor der StadtAber das passiert nicht breit und nicht prominent. Im Gegenteil. Es wird breit nach dem Motto vorgegangen: Stell Dir vor, es ist Krieg, und der ist weit weg … Aber der Krieg ist nie weit weg, er hat immer Auswirkungen, auch auf Österreich, durch die Menschen, die vor den militärischen Berufskillern flüchten müssen. Militärische Berufskiller wirken stets massiv auf die Innenpolitik auch in Österreich ein, weil mit den Menschen, die vor ihnen flüchten müssen, in Österreich Parteipolitik gemacht wird, genauer und schlimmer, gegen die nach Österreich geflüchteten Menschen parteipolitisch vorgegangen wird, um in Wahlen zu reüssieren. Welche Gemein-Schaft das vor allem ist, muß nicht wieder gesagt werden … Was aber passiert, ist das Kleinmütige, das Kleinhäuslerische, und das mit der größten Zufriedenheit, die gedacht werden kann, wenn etwa Spindlelor Michael Spindelegger sagt, es werden fünfhundert Flüchtlinge aus Syrien … Fünfhundert Flüchtlinge von abermillionen Flüchtlingen – in Prozentpunkten gerundet ausgedrückt sind das null Prozent … Es ist eine gesegnete Zufriedenheit und es ist ein gesegnetes Heraushalten aus der internationalen Politik:

Schönborn wörtlich: „Ich danke aus ganzem Herzen der Bundesregierung für diese humanitäre Entscheidung. Ich sehe sie auch als Geste der Solidarität der mehrheitlich christlichen Österreicher mit den Christen in Syrien, die zwischen alle Fronten geraten und daher besonders gefährdet sind.“ Von Österreich aus könne man wenig zur internationalen Politik beitragen – „aber wir können gerade in diesen Tagen mit großem Herzen die christlichen Grundtugenden des Gottvertrauens und der Nächstenliebe üben und mit ihnen die Welt zu einem besseren Ort machen“.

Michael Spindelegger ist – noch – Außenminister, dem eigentlich, um eine entenglischte Redewendung von Hubert Gorbach abzuwandeln, schon die Welt in Österreich zu groß ist, wie er mit seiner Aufhetzung von Land gegen Stadt … So wie Michael Spindelegger, die Menschen am Land sieht, sind sie nicht mehr, oder Spindlelor sie sehen möchte, wie damals in den 1920er und 1930er Jahren, als gegen die sündige und seelisch angekränkelte Stadt gewettert und gehetzt wurde, die Gesundung und das Heil von der christlichen Scholle erhofft, ersehnt und erfleht …

PS Die Erinnerung an Hubert Gorbach ist dem Umstand geschuldet, daß Frank Stronach das Wort Berufskiller in Vorarlberg in einem Interview mit Vorarlberg Online sagte. Und in diesem Interview schloß Frank Stronach eine Zusammenarbeit mit Dieter Egger nicht aus, mit einem Freiheitlichen, der auch schon Aufregungen verursachte, in denen das Schlüsselwort „Antisemitismus“

PPS Das Wort Berufsmord kommt im Interview mit Hanno Settele vor.

PPPS Und es ist sehr fraglich, ob Frank Stronach denn selbst weiß, in welcher Welt er überhaupt für ein politisches Mandat kandidiert, wird an einen weiteren Kalauer in bezug auf die Landesverteidigung gedacht, wenn in Österreich einmarschierendie Chinesen … Einblicke in diese seine Welt hat Frank Stronach schon zuhauf gewährt, daß gesagt werden kann, er kandidiert in einer Welt, die er – und das ist nicht nur der Gier geschuldet – mit niemandem sonst teilen will und kann. So ist jede Stimme für das Stronach-als-Team in der allen sonst bekannten Welt eine Stimme, die Frank Stronach für seine Parallelwelt nicht braucht, denn in dieser kann er für sich Stimmen erschaffen, so viele er möchte, wie er sich in seiner Welt auch sonst alles erschafft …