The fylfot is not a crooked cross but an austrian peg

Wie zur Zeit sich so viele wieder an das Hakenkreuz aufgeregt empörungswillig klammern, Andreas Gabalier vorwerfen, er würde als Hakenkreuz posieren.

Und das ist schon eine Weile her, also das Posieren. Eine Weile her ist es auch, daß Andreas Gabalier Gefallen daran fand, neun österreichische Hymnen sollen neu getextet werden …

Wer dafür ist, daß diese mehr als fragwürdigen Hymen neu zu texten sind, kann doch kein Hakenkreuzposierer sein.

Wenn es denn ein Haken sein soll, den er darstellt, dann ist es ein österreichischer Haken, an austrian peg

Peg, das sind auch die ersten drei Buchstaben der Abkürzung Pegida, das die Kurzfassung ist von „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ — in einer englisch-deutschen Mischform käme heraus: Haken

Hakenkreuz, dafür gibt es viele englische Übersetzungen. Eine weitere lautet: crooked cross. Lutz Bachmann von der Peg… macht es zur Zeit auch, das fällt sofort bei crooked … ein, Andreas Gabalier nach, diese seine Pose, als seine Unterstützung für Andreas Gabalier gedacht, und er ist nicht der einzige, der ihn unterstützt, bei dieser Ehrlichkeit, von der er durchdrungen ist, fällt sofort ein weiterer Unterstützer ein, dessen patriotisches Umfeld der echten Ehrlichkeit er ist, also der zurzeitige Vizekanzler in Österreich …

Und bei „patriotische Europäer“ ist doch kein Vorbeikommen etwa an einem Martin Sellner, der wohl aufgeregt wie ein Pimpf, wie früher einmal Buben genannt wurden, auf dem Akademikerball war, dem auch die FJ recht entgegenfieberte, ihre Buben wohl täglich fragten, wie oft denn noch zu schlafen sei, bis zum Akademikerball, für den sie erstmals lange Hosen …

Für Martin Sellner, der recht mehr auf Reise würde sein wollen, mit seinen Leibchen im Gepäck, aber nicht überall hinlangt, soll hier als Reiseentschädigung für ihn ein wenig gereist werden, und die Reise geht von ihm wieder zu Lutz Bachmann, der für ihn recht gerne eine Rede verlesen hätte, wäre da nicht das Hindernis der Einreise gewesen …

Und von Lutz Bachmann, diesem serienehrlichen Dritten im Bunde in der Mitte, recht fest umklammert von Vizekanzler und Klubobmann der identitären Regierungspartei, die frank und frei sich als the genuine peg in Österreich bekennt, endet nun die Reise wieder bei Andreas Gabalier, dem es doch bloß um Meinungsfreiheit geht, die zu singen er überall möchte für alle, die in schiefer Haltung mit ihm schunkeln und ihm Halt geben, bereit, für sie auch die ersten Häuser der Musik in der Stadt zu erobern, wäre da nicht ab und an doch noch das Hindernis des Eintritts, gegen das aber er mutig und gipfelsturmwindgeeicht Klage …

Es ist ein Haken, ein österreichischer Haken, und auf dem hängt längst schon eine neue Fahne, na ja, neue Fahne gerechnet nach dem Herstellungsdatum, und diese trägt nicht nur ein Martin Sellner, sondern auch weitere Kameraden und wenige Kameraderinnen des zurzeitigen Vizekanzlers durch die Straßen, wie der Ares-Mann aus Graz, so viele aber sehen immer noch nur das Hakenkreuz — Aufgeregtheit und Empörung sind nicht wirkliche Sehbehelfe …

Siebenter von einem Mann verübter Mord an einer Frau in einer Beziehung in Österreich und das gesinnungsgemäß beredte Schweigen der Website der identitären Regierungspartei

NZENSURIERT der identitären Regierungspartei in Österreich, die sofort einen Kommentar bringt, wenn ein Gewaltverbrechen passiert, schweigt diesmal, kein Kommentar zum 7. Beziehungsfrauenmord, begangen von einem Mann, in Österreich in diesem Jahr 2019.

Das ist aber kein Vorwurf. NZENSURIERT (kurz: NZ) ist deshalb kein Vorwurf zu machen. Es wird kommentiert, was gesinnungsgemäß kommentiert werden kann. NZ agiert halt nach ihrem Können und ihrer Verfaßtheit. Ein gesinnungsgemäß beredtes Schweigen zum siebenten Mord durch einen Mann. Es wird halt ein sogenannter autochthoner Mann der Mörder sein, ein sogenannter einheimischer Mann, ein Österreicher halt. Das kann gesinnungsgemäß nicht recht kommentiert werden.

Dennoch. Es ist kein Vorwurf gegen die NZ. Es ist lediglich zum Festhalten, zum Festhalten auch vor lauter Lachen. Denn erst am 6. Februar 2019 wirft NZ Medien vor, zu schweigen: „Nächstes Messerattentat durch Afghanen in Wien – und die linke Presse (ver)schweigt geschlossen“ …

Festhalten vor lauter Lachen, weil NZ nicht nur das „Verschweigen geschlossen“ vorwirft, sondern der Tageszeitung „Die Presse“ ein „linkes“ Medium zu sein. Und das ist doch ein Witz zu einem derart ausgiebigen Lachen, bei dem ohne Festhalten die Gefahr besteht, kopfüber auf die Nase zu fallen.

Es darf aber mit Zuversicht angenommen werden, die NZ wird über diesen siebenten Mord eines Mannes an einer Frau schon noch einen Kommentar bringen. Es fehlt dafür bloß, darf angenommen werden, eine Geschichte der „Nachahmung“. Möglicherweise ist der Wochenblick schon dabei, den siebenten Mord durch einen Mann an einer Frau zu einem „Nachahmungsmord“ hinzu…

Dann wird es auch von der NZ den Kommentar geben …

Oder beide, die NZ und der Wochenblick, warten noch auf das erlösende, startschußgebende und stets recht weise Wort der Staatssekretärin, auch der siebente Mord durch einen Mann an einer Frau in Österreich sei ein Nachahmungsmord spätestens dann wird es einen Kommentar der NZ und einen Artikel des … spätestens dann wird es kein Halten mehr geben —

Ares, Buchgesinnungsgott für Heer und identitäre Regierungspartei

Es reichte völlig zu schreiben: Ares Stocker – Buchgesinnungsdienst für zurzeitige identitäre Regierungspartei und Bundesheer in Österreich.

Damit wäre bereits alles geschrieben, was hierzu zu schreiben ist. Sie kennen den Ares-Verlag, Sie kennen Wolfgang Dvorak-Stocker, Sie wissen, in welchen Gräben er mit wem kameradschaftlich liegt, es mag ihm und seinem Mit-etwas-davor-Kanzler vergönnt sein, in keinem
Schtzngrmm sich a———n———s———c———h sondern wohlgeschützet und behütet ein Bücherl zu s———i———g———n———i———e — —

„Die Leseempfehlung dieses Werkes kann daher nicht nur für die geneigte Leserschaft, sondern auch für die Allgemeinheit ausgesprochen werden.“

Das ist die Empfehlung des Magazins des österreichischen Bundesheeres „Truppendienst“ am Ende seiner Vorstellung von „Wir Weicheier“ …

Deutlicher als der Truppendienst des österreichischen Bundesheeres, was das für ein Buch ist, werden der Ares-Verlag und das FPÖ-Bildungsinstitut. Wobei nicht mehr genau zu unterscheiden und zu klären ist, bei diesem schreiberischen Gleichschritt, ist Ares das Bildungsinstitut und das Bildungsinstitut der identitären Regierungspartei eine Kaserne, ein Truppenübungsplatz von Ares, dem Gott des schrecklichen Krieges, des Blutbades und Massakers …

Ares – Bildungsinstitut schreiben in ihren Anpreisungen dieses Buches, welches das österreichische Bundesheer einer „geneigten Leserschaft und auch für die Allgemeinheit“ empfiehlt, womit eine Vorstellung gegeben ist, um was für ein Buch sich dabei handelt:

„Wie sind aus den zähen Soldaten, die von 1492 bis 1914 alle natürlichen und menschlichen Hindernisse überwanden und praktisch die ganze Welt eroberten, Weicheier geworden? Dieses Buch versucht diese Frage zu beantworten. Das erste Kapitel konzentriert sich auf die Art, mit der unsere abendländische Zivilisation mit ihrer schrumpfenden Zahl an Nachkommen umgeht. Man infantilisiert sie und nimmt ihnen jede Art von Unabhängigkeit. Um es mit einem Zitat des amerikanischen Bestseller Autors William Deresiewicz auszudrücken, sie werden in ‚vorzügliche Schafe‘ verwandelt.“

„Von 1492 bis 1914 alle […] menschlichen Hindernisse“ …

„Auch dem Thema Frauen in Kampfeinheiten widmet er sich kritisch auf der Basis umfangreichen Dokumentationsmaterials. Bezeichnend ist, dass immer mehr westliche Soldaten – etwa in den USA – nach Einsätzen unter ‚posttraumatischen Belastungsstörungen‘ (PTBS) leiden, eine Erkrankung, die im Ersten und Zweiten Weltkrieg fast keine Rolle gespielt hat, obwohl die Kämpfe und damit auch die psychische Belastungen damals viel höher waren.“

Ja, wie wahr, „Belastungsstörungen“ haben „im Ersten und Zweiten Weltkrieg fast keine Rolle gespielt“ … die Männer sind fröhlich aus den Kriegen heimgekehrt und überall wurde Musik gespielt, zu der sie sich heiter, ausgelassen schüttelten, wovon heute noch in lieblicher Erinnerung an diese ihre friedlichsten und besten Lebenszeiten, die sie nie davor und nie danach mehr hatten, diese „herrlichen Zeiten“, in die sie der Kaiser führte, Begriffe geblieben sind, wie Kriegszitterer, wie Schüttelneurotiker …

„Kann die westliche Welt, kann das Abendland noch gerettet werden? Nach Ansicht Martin van Crevelds nur, wenn eine Reihe von dringend nötigen Maßnahmen ergriffen und entsprechende Schritte eingeleitet werden. Solange bei uns jedoch die Rechte über die Pflichten der Staatsbürger dominieren, werden diese nicht möglich sein.“

„Das dritte Kapitel erklärt, wie die fortschreitende Feminisierung der Truppe ihre Kampfkraft reduziert und zerstört. Das vierte Kapitel stellt dar, wie Soldaten die heutzutage am Kriege beteiligt sind, quasi gezwungen werden an posttraumatischen Belastungsstörungen zu leiden. Das fünfte Kapitel letztlich beschreibt den Aufstieg der sogenannten ‚Gesellschaft der Rechte‘, die für ‚Pflicht‘ kaum noch Raum bietet und jede Art von Kampf prinzipiell verpönt.“

„Das Buch ist einfach und fließend geschrieben. Jeder, der sich um die Zukunft und Rettung der abendländische Zivilisation Sorgen macht, sollte es lesen.“

„Jeder … sollte es lesen.“ Es können Ares – Bildungsinstitut nicht umhin, ebenfalls eine Leseempfehlung abzugeben. Geeint darin sind Militär, Bildungsinstitut und Ares im Bildungsauftragsgleichschritt …

Wahrlich, auf dieser patriotischen Scholle wird Bildung tatsächlich recht groß gezogen, unermüdlich wird für Schriften geworben, die nicht nur wenige, sondern ein „Jeder“ … oh, da gab und gibt es Empfehlungen über Empfehlungen, wer kann diese noch zählen?, etwa, um noch eine exemplarisch herauszugreifen …

FPÖ-ZZ „wünscht weiteste Verbreitung“ der „braunen Festschrift“ für Rolf Kosiek, einen „radikalen Antisemiten und Rassentheoretiker“

Wer all das von dieser identitären Seite Empfohlene zur Hand nimmt, wird unweigerlich beginnen sich zu schütteln, auch ohne Musik beginnen sich zu schütteln, wozu aber auch keine Rückkehr aus Kriegen erforderlich ist, um sich zu schütteln, wird sich in den sogenannten eigenen vier Wänden einfach wie kurz schütteln vor … aber das Schütteln kann schon während des Besuches einer Empfehlungsveranstaltung beispielsweise am Graben einsetzen, dieses Schütteln vor …

Österreich, wo der Antisemitismus blau macht

Blaumachen heißt in Österreich üblicherweise – nichts tun, der Arbeit fernbleiben … Und das stimmt auch, was also die Arbeit betrifft, nur in einer Hinsicht trifft diese Bedeutung von Blaumachen bei dieser Gesinnungsgemeinschaft nicht zu, wenn es beispielsweise um Antisemitismus geht.

Beim Antisemitismus, aber nicht nur beim Antisemitismus werden die Blauen, sonst vor allem als Funktionäre des Stillstehens, als Mandatarinnen des Leerlaufens bekannt, recht rege. Das hat aber nichts mit Arbeit zu tun, wenn sie bei Ismen recht rege werden, es ist ein – noch eine Bedeutung von Blaumachen – Krankfeiern, sie feiern krank ihre Gesinnung, zu der eben auch der Antisemitismus gehört.

Aus diesem Feiern ihrer Gesinnung bis zum Krankwerden kommen sie besonders seit der letzten Weihnacht 18 gar nicht mehr heraus, es findet sich immer wer, der nachgießt, nun ist McErdal mit einem Kommentar, der seit dem 5. Februar 2019

„Da liegen sie absolut richtig, denn er gehört genauso wie der Herr Fischer zum khasarischen Volk! Natürlich ist Ihre Verbindung zu Ihrem Volk enger, herzlicher – als zu uns……“

Zustimmung über Zustimmung bekommt. Während McErdal Zustimmung um Zustimmung bekommt, auch weiter an diesem Tag, veröffentlicht die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Regierungspartei in Österreich gestrig einen Kommentar „Roter Antisemitismus in Großbritannien – mehr als Erklärungsbedarf bei SPD und SPÖ“ …

Aus den Kapiteln seit der letzten Weihnacht 18 wird Ihnen noch in Erinnerung sein, was es auf sich hat mit „khasarischem Volk“ – ja, Sie erinnern sich richtig, und ja, es kann Ihnen zugestimmt werden, wenn Sie das mit einem Wort kurz zusammengefaßt zur Kenntlichkeit bringen: Antisemitismus …

Die recht hohe Zustimmung zum antisemitischen Kommentar von McErdal, einer Person, die auch stets an hoher Zustimmung sich laben kann, steht unter dem und bezieht sich auf den Kommentar von Unzensurix zum Bundespräsidenten.

Unzensurix wärmt, kurz gesagt, nur auf, was er (es darf mit recht hoher Wahrscheinlichkeit angenommen werden, daß es ein Mann ist) bereits am 2. Februar 2019 in einen Kommentar goß, eine Unterstellung gegen den Bundespräsidenten im Zusammenhang mit der Menschenrechtskonvention und der Todesstrafe …

Es wird nicht besser noch wahrer dadurch, daß es Unzensurix wiederholt, am 4. Februar 2019. Und dabei auf sich selbst verweist – auf wen sonst?

„Jüngster Fauxpas ist Van der Bellens Verteidigung der Europäischen Menschenrechtskonvention, die in ihrer Fassung aus dem Jahr 1950 die Todesstrafe vorsieht. Es hat Jahrzehnte gebraucht, damit diese in Form von Zusatzprotokollen komplett außer Kraft gesetzt wurde. Dem nicht genug, weiß Van der Bellen nicht einmal, wann die Menschenrechtskonvention in Österreich in den Verfassungsrang erhoben wurde. Seine Verteidigung der Konvention war ohnehin nur als ein plumper Angriff gegen den freiheitlichen Innenminister Herbert Kickl gedacht.“

Es muß hier nicht wiederholt werden, was ohnehin bereits im oben verlinkten Kapitel klar und deutlich festgehalten ist, auf welcher Gesinnungsscholle die recht treuen Befürwortenden der Todesstrafe …

Offen bleibt weiterhin nur eines, wer von den zurzeitigen Anführern (daß es eine Frau ist, ist sehr unwahrscheinlich) der zurzeitigen Regierungspartei mit dem Pseudonym Unzensurix seine Kommentare zeichnet …

Unzensurix, das „einfache Mitglied“ …

Es ist recht perfid, Alexander Van der Bellen zu unterstellen, maskiert in der Frage, ob er die Todesstrafe wolle, er, der Bundespräsident, wolle die Todesstrafe.

Und diese Unterstellung ist in einem Kommentar vom 2. Februar 2019 nicht von irgendwem, sondern von Unzensurix.

Unzensurix, das ist das Pseudonym von einem einem ganz Hohen aus dieser Gesinnungsgemeinschaft, von einer ganz Hohen, die vielleicht ein „einfaches Mitglied“ dieser Regierungspartei ist, aber ein „einfaches Mitglied“, wie in dieser Partei „einfaches Mitglied“ verstanden wird, seit diesem einen Anführer.

Einfach ist dieses „einfache Mitglied“ in einer Hinsicht auf alle Fälle, beim Rechnen …

Die Konvention ist in Österreich erst seit dem 3. September 1958 in Kraft. In Verfassungsrang konnte sie gemäß des entsprechenden Bundesgesetzblattes erst 1964 gehoben werden, wenngleich auch rückwirkend, wie es heißt. Dennoch sind das erst 53 Jahre und nicht 59 Jahre, wie Van der Bellen es behauptet. Rückwirkend wären es ohnehin weitaus mehr. Nun, die Menschenrechtskonvention, nachzulesen im Internet (verbindlich sind aber nur die englische und französische Fassung), wurde am 4. November 1950 in Rom unterzeichnet, womit Van der Bellen ohnehin ein peinlicher Fehler unterlaufen ist. Und das ausgerechnet unserem Staatsoberhaupt.

Das ist aber eine Nebensächlichkeit. Es ist 2019. Und die Zahlen im obigen Zitat — wer nachrechnen möchte, rechne nach. Peinlicher noch das Nachrechnen von Unzensurix …

Aber das ist eine Nebensächlichkeit. Peinlich, wirklich peinlich wird es, wenn ein Bundespräsidentschaftskandidat, der mittlerweile zum Montagsminister gemacht, die „Europäische Menschenrechtskonvention“ nicht kennt, aber er und seine Partei diese, die er und sie nicht kennen, „evaluieren“ und eine „österreichische Menschenrechtskonvention“ machen wollen, dieser, die er und seine Partei nicht kennen, seine eigene und ihre eigene entgegensetzen wollen.

„Evaluierung der Europäischen Menschenrechtskonvention und gegebenenfalls Ersatz durch eine ‚Österreichische Menschenrechtskonvention‘, die auch das Heimatrecht der Österreicher schützt“

Das ist aus dem Wahlprogramm zur Nationalratswahl 2017 der mittlerweile an einem Montag zu einer Regierungspartei gemachten identitären Partei … Das ist peinlich. Dermaßen peinlich, das es gar nicht notwendig ist, sich damit auseinanderzusetzen, den Unsinn aufzuzeigen.

Diese Partei will nicht „rütteln“, sie will alle Rechte, alle Gesetze ersetzen, durch ihre Gesinnung.

Sie will sich in ihrem „Handeln nicht durch Gesetze behindern“ lassen. Lustig daran, daß sie mit Gesetzen hadert, die sie gar nicht kennt.

Es ist recht perfid, Alexander Van der Bellen zu unterstellen, maskiert in der Frage, ob er die Todesstrafe wolle, er, der Bundespräsident, wolle die Todesstrafe.

Perfid auch deshalb. Weil die einzigen Menschen, die für eine Todesstrafe sind, die für eine Wiedereinführung der Todesstrafe sind, es sind einzig Menschen, die eben auf der Gesinnungsscholle dieser Partei Furchen ziehen …

Es Todesstrafenbefürwortende sind, um die geworben wird, aber das verwundert nicht, wer dieselbe Gesinnungsscholle beackert, will …

Es ist recht perfid, dem Bundespräsidenten das zu unterstellen, einem Mann, der sich nicht gesinnungsmäßig umarmt etwa mit einem Lutz Bachmann, so wie der zurzeitige Vizekanzler in Österreich

Übrigens, Unzensurix hat für den Bundespräsidenten einen „Rat“, der

„‚Weiterentwicklungen in Bezug auf das Gesetz sind notwendig. Sonst hätten wir heute die Todesstrafe‘, meinte Vizekanzler HC Strache. Van der Bellen sollte auf ihn hören – und schweigen.“

von einem anderen in der zurzeitigen österreichischen Regierung strikt eingehalten wird, möglicherweise, weil er nicht weiß, was seine Rolle ist, dieser Kanzler mit etwas davor …

Und noch ein Übrigens. Unzensurix meldet sich stets dann mit einem Kommentar auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei, wenn es wirklich wichtig ist, also aus seiner oder ihrer Sicht, zum Beispiel, wenn es darum geht, wen ihre schwarze Regierungspartnerin aus ihrer Partei entfernen …

Ganz folgsam war die schwarze Regierungspartnerin nicht, aber Unzensurix wird doch zufrieden sein, Othmar Karas wurde nicht ausgeschlossen, aber ihm eine Frau zur Seite gestellt, die ganz den gesinnungsgemäßen Vorstellungen von Unzensurix entspricht …

Das genügt. Weiteres anzuführen, wie recht perfid diese Unterstellung ist, ist nicht notwendig. Etwa noch zu erwähnen, den Innenminister …

Auch der Innenminister nicht mehr als ein „einfaches Mitglied“ einer …

Gesetzesspreizerin

Es hätte die Diskussion eines Lesers und einer Leserin, die sich darüber unterhielten, weshalb in diesem Roman Figuren auftauchen und wieder verschwinden, die so unvermutet und plötzlich und unvorbereitet, wie sie auftauchen, auch wieder verschwinden, sang- und klanglos aus dem Roman geschmissen sind, eine andere Wendung genommen, wenn der Leserin und dem Leser erklärt worden wäre, wie die Figuren in diesen Roman hinein- und wieder herauskommen, aber das hätte bedeutet, sich um einen Genuß zu bringen, einem Gespräch von Lesenden zuzuhören, von ihnen unbemerkt.

So fiel die Entscheidung leicht, zu schweigen, sich nicht zu erkennen zu geben, und ihnen einfach nur zuzuhören, während sie meinten, es wird ihnen nicht zugehört.

Seltsamerweise erwählen sie für ihre Diskussion eine Figur, die tatsächlich schon lange in keinem Kapitel mehr vorkam. Eine Figur, die vor langer Zeit in einigen Kapiteln eine Rolle spielte. Eine Figur jedoch fast mit dem Versprechen, eine Hauptfigur zu werden. Sie hätten gerne gewußt, der Leser und die Leserin, was aus ihr geworden ist, wie es mit ihr weitergegangen ist, aber plötzlich, aus, nichts mehr, kein Wort mehr von ihr und über sie, ist sie fortgegangen, hat sie den Beruf gewechselt, ist sie eine andere geworden … Beinahe könnte, wird ihnen zugehört, das Gewissen ein schlechtes werden. Aber, es trifft keine Schuld, es gibt keine Verantwortung dafür. Schuld sind allein und ausschließlich die Figuren. Verantwortlich sind allein und ausschließlich die Figuren. Sie tauchen plötzlich und unvermutet auf, ebenso plötzlich und unvermutet tauchen sie wieder unter, um dann wieder, irgendwann, sich in ein Kapitel zu drängen, wie eben jetzt wieder, diese Figur, die sich die zwei für ihre Diskussion aussuchen, seltsamerweise nach so langer Zeit sich gerade an diese Figur erinnern …

An Belakowitsch.

„Niemals haben wir uns damit abzufinden, dass Gesetze uns in unserem Handeln behindern!“

Gerade zur Zeit also, als Belakowitsch sich mit einem Ausspruch in einem Kapitel wieder einmal breit macht, der eine kurze Zusammenfassung ihres bisherigen Handelns genannt werden kann, wie es von ihr aus lang zurückliegenden Kapiteln bekannt und in diesen beschrieben ist:

Widerrechtliches Verwenden eines Fotos, ungefragtes Abschreiben für eine parlamentarische Anfrage …

Was diese Figur unter „Handeln“ versteht, eines kann sie darunter nicht verstehen: Arbeit, jedenfalls keine eigene Arbeit, denn die Arbeit hatte nicht sie, sie mußte bloß …

Und wozu diente das Abschreiben? Zur unnützen Beschäftigung des Parlaments, zu einem Mißbrauch des Parlaments. Und der Vorwand, wie auch jetzt wieder, die Sorge um die Frauen, während sie und ihre gesamte Partei gleichzeitig einem Mann den Teppich ausrollt, der

Vielleicht versteht sie unter „Handeln“ auch, etwas tun und das wieder und wieder tun, eine parlamentarische Anfrage ist dieser Partei zu wenig, es muß ein Entschließungsantrag nachgereicht werden, das Parlament möge ein Gesetz beschließen …

Es ging auch bei diesem Entschließungsantrag dieser Partei nicht um die Frauen, wie es ihr nie um die Frauen geht, sondern immer nur darum, Frauen als Mittel gegen andere Weltanschauungen, gegen „Fremde“ einzusetzen, zu mißbrauchen … Jetzt, nach diesem Ausspruch der Figur, kann kurz zusammengefaßt gesagt werden. Dieser Partei geht es stets einzig um das Spreizen des Gesetzes, das Recht so weit zu spreizen, bis sie mit ihrer gesamten Gesinnung bis zur Verfassung eingedrungen ist, sie mit ihrer ganzen Gesinnung im Recht steckt …

Eine Partei, die nichts anderes ist als eine Gesetzesspreizerin …

Vielleicht gibt es wieder einmal die Möglichkeit, diesem Leser und dieser Leserin zuzuhören, wenn sie möglicherweise sich wieder mit diesem Roman auseinandersetzen, vielleicht wieder auf diese Figur zu sprechen kommen, dabei aber die zwei Kapiteln berücksichtigen, in denen die Belakowitsch sich wieder breitmacht, und dann verstehen, wie es dazu kommt, daß von Figuren es oft lange nichts zu lesen gibt, und dann plötzlich wieder. Es sind eben die Figuren, die entscheiden, ob und wann und wie oft … die Zeiten sind lange vorbei, in denen etwa ein Doderer eine Figur mit einem Fußtritt …

Hundertmal: „Niemals haben wir uns damit abzufinden, dass Gesetze uns in unserem Handeln behindern!“ – Zurzeitige Regierungspartei, Österreich

Durchaus vorstellbar, daß unter der zurzeitigen feudalschwarzidentitären Regierung in Österreich nach den Noten als Wiederveränderung die Erziehungsmethode die Strafarbeit in den Schulen wiederkommt, also das einhundertmalige Schreiben eines Satzes, der beginnt mit „Ich soll, Ich muß, Ich darf nicht …“

In Anlehnung an diese schwarzen Zeiten der Pädagogik darf ein Vorschlag unterbreitet werden, etwas ebenfalls einhundertmal zu tun, aber nicht zu schreiben, sondern einen Satz zu lesen, der am 30. Jänner 2019 im österreichischen Parlament von einer, kurz gesagt, NR gesagt wurde. Von einer NR der identitären Regierungspartei, die gar viel, das nur kurz nebenher, Gerechtigkeit spielt, es verwundert, daß sie sich nicht Gerechtigkeitspartei nennt.

Diesen Satz der NR nicht als Strafarbeit einhundertmal zu lesen, sondern als Merksatz für jedwede kommende Wahl, um davor gefeit zu sein, je eine Partei zu wählen, die offen zum Gesetzesbruch und noch dazu in dem Gebäude der Gesetze aufruft. Aber auch keine, die mit einer solchen Partei in eine Regierung will, weiter will.

Dieser Satz der NR ist kein Satz einer Nationalrätin, sondern ein Satz von einer NR (ungekürzt: Nationalradikale), als das die Identitärinnen auch bezeichnet werden können, auch wenn sie sich selbst identitäre Partei nennen, dann wieder patriotische Partei. Wie immer diese Partei sich auch nennen mag, keine ihrer Eigenbezeichnungen ist eine Verschleierung, sie spricht immer recht offen und unmißverständlich recht klar, nur es will, also in Österreich, nicht so gesehen werden.

Was ist ihr „uns in unserem Handeln behindern“, ihr „Handeln“? Von dem die NR spricht, in Marsch gesetzt zu Verteidigung ihres Innenministers. Es ist das Handeln gegen jedwedes Recht, das nicht der Gesinnung dieser Partei entspricht. Es ist ihr Handeln nach ihrer Maxime: Das Recht hat der Gesinnung zu folgen. Wohin das führte und wohin das immer wieder führen kann, darüber gibt es im Kapitel Kurz zum Gesinnungsrecht ein paar Ausblicke, aber nicht ins Helle, sondern in das Tiefschwarze.

Es würde nicht verwundern, käme jetzt diese NR mit Kant, der auch schon zur Verteidigung vom Innenminister bemüht wurde, um ein wenig, wie es dann immer heißt, zurückzurudern, sie habe das mit dem Handeln im Sinne von Kant — aber dafür Kant zu bemühen, funktioniert ebenfalls nicht, wie es schon beim Innenminister nicht funktionierte.

Rufen Sie sich diesen NR-Satz immer wieder und besonders oft vor jedweder Wahlentscheidung, vor der Sie stehen, in Erinnerung, sagen Sie sich diesen Satz laut vor, sobald Sie einen NR oder eine NR aus dieser Partei in gleicher welcher Funktion am Fernsehen oder im Radio hören in der gesamten Interviewlänge vor, so daß Sie vom Interview nichts hören, nur sich selbst, wenn Sie diesen Satz hören, und wenn Sie nur diesen Satz

Regierungspartei: „Niemals haben wir uns damit abzufinden, dass Gesetze uns in unserem Handeln behindern!“

hören, haben Sie stets alles gehört, was wer auch immer aus dieser Partei zu sagen hat, Ihnen zu sagen hat, und damit es nicht zu fade wird, mischen Sie diesen Satz mit einem Gedicht von Theodor Kramer – Wer läutet draußen an der Tür? –, besser kann es nicht beschrieben sein, daß das Handeln dieser Partei, bei dem sie sich von keinem Gesetz behindern lassen will, nicht eines gegen „Fremde“ ist, sondern auch eines gegen Sie, nach und nach …

Gegen Sie gesetzestreuen Menschen, verhöhnt von einer Partei, die von Gesetzen nichts hält, wenn sie nicht ihren Gesinnungstest standhalten.

Regierungspartei: „Niemals haben wir uns damit abzufinden, dass Gesetze uns in unserem Handeln behindern!“

Regierungspartei: „Niemals haben wir uns damit abzufinden, dass Gesetze uns in unserem Handeln behindern!“

Regierungspartei: „Niemals haben wir uns damit abzufinden, dass Gesetze uns in unserem Handeln behindern!“

Regierungspartei: „Niemals haben wir uns damit abzufinden, dass Gesetze uns in unserem Handeln behindern!“

Ley, Ley

Nun ist also am 29. Jänner 2019, wie zu lesen ist, der von der FPÖ vorgeschlagene Robert Holzmann zum Gouverneur der Österreichischen Nationalbank

Am 11. Jänner 2019 konnte die FPÖ unzensuriert bereits mit voller Stolz über eine Veranstaltung unterm Dach der Hofburg berichten, unter den „Ehrengästen“ der „designierte Nationalbank-Gouverneur Robert Holzmann“ …

Nun ist er also tatsächlich ein designierter Gouverneur, das für die gesinnungsgemäß zensurierte Website lange davor … wird es auch bald einen Staatsfeiertag zum Gedenken an Dinghofer

Ja, zu einer Ares-Buchpräsentation und noch dazu im ehrenwerten Rahmen eines Franz-Dinghofer-Symposiums eilt, was Rang …

Figaro hier, Figaro da, heißt es in einem alten Gassenhauer, in diesem Fall aber: Ley hier, Ley da, oder kurz: Ley-Ley.

So ein edler Rahmen ist doch auch stets die rechte Gelegenheit zum, wie es gar modern gesagt wird, Netzwerken. Wurden unterm Dach der Hofburg schon eventuelle zukünftige Veranstaltungen in der Nationalbank angedacht? Vielleicht das nächste Franz-Dinghofer-Symposium unterm Dach der Nationalbank, recht akkurate Vorträge von Ley?

Ein Netzwerk der Rechtfähigsten in diesem Staat, in das Robert Holzmann eingebunden ist, bei ihrer Zusammenkunft unterm Dach der Hofburg – ein Nemeth, ein … und so weiter und so fort.

Fand Ley Gelegenheit, den designierten Gouverneur zur nächsten Veranstaltung auf dem Albertinaplatz einzuladen, ihm einen gemeinsamen Spaziergang zu diesem herrlichen Frauenmal auf der Mölker Bastei vorzuschlagen?

Ley hier, Ley da …

Daß es bei Bestellungen von Spitzenpositionen in diesem Staat nur darum geht, das hat vor kurzem erst der zurzeitige Vizekanzler schwarz auf weiß festgehalten, das Wohl — —

Ley, Ley …

„Unfassbar:“ Wochenblick „attackiert gezielt und brutal – Ließ er sich von“ Edtstadler „‚inspirieren‘?“

Der Wochenblick schreibt am 28. Jänner 2019:

„Ließ er sich von Afrikaner ‚inspirieren‘? Unfassbar: Abartiger Wiener attackiert gezielt und brutal Frauen“

Die Karoline Edtstadler wird am 22. Jänner 2019 zitiert:

„Man gewinnt den Eindruck, dass hier Nachahmungstäter am Wort (sic) sind, Menschen, die sich in dieser schrecklichen Wertehaltung wohl bestätigt fühlen.“

Durch die zeitlich nur wenige Tage voneinander getrennten Aussagen ist es schwer, darin keine Nachahmungsschreibe zu erkennen …

Der Wochenblick, ein von Edtstadler „Inspirierter“?

Bisher war der Eindruck doch mehr dieser, die Inspiration galoppiert zwischen dem Wochenblick und der identitären Regierungspartei … Nun aber wird der Wochenblick Obacht geben müssen, daß die identitäre Regierungspartei nicht recht eifersüchtig wird, wenn er sich von der schwarzen Partei inspirieren, zu einem willigen Nachahmungsschreiber machen läßt, damit das gesinnungsinnigliche Verhältnis zur identitären Regierungspartei zerrüttet …

Amüsant daran ist der Versprecher von Edtstadler, es seien „Nachahmungstäter am Wort“ … So macht die Sprache gegen ihre Sprechenden alles kenntlich. In diesem Fall, sie eine Nachahmerin ihrer Regierungsparteipartnerin, diese eine Nachahmerin von … es muß dafür nicht die Geschichte bemüht werden …

Amüsant dabei ist noch eines. Vor etwa einem Jahr veröffentlichte Karoline Edtstadler auf der Plattform des Unternehmens Twitter ein Foto, das sie mit Herbert Kickl zeigt; er überreicht ihr die „Bestallungsurkunde“ … Amüsant daran ist, wenn von den vielen Bedeutungen von „Bestallungsurkunde“ im Deutschsprachigen eine besondere herangezogen wird: die Bestallung zum Vormund eines Mündels. In Anlehnung an Peter Handke ist das eine nicht unberechtigte Frage oder mehr schon eine Feststellung, entscheiden Sie darüber selbst: Das Mündel will Gesinnungsvormund sein.

Ein Jahr an der Seite des Vormunds scheint auszureichen, um alles Vormundgesinnungsgemäße gelernt zu haben, verinnerlicht zu haben, sich reif genug zu fühlen, die Gesinnungsvormundschaft vollständig zu beanspruchen, zu übernehmen, nicht mehr nur Nachahmerin von der Nachahmungspartei zu sein, und das dürfte auch der Wochenblick spüren, daß es möglicherweise Zeit ist, sich umzuschauen, die Umfragewerte für die Nachahmungspartei sind auch nicht besonders, im Sinken begriffen, bei wem es sich mehr lohnen könnte, nachzuschreiben …

NS Die Nachschreibe des Wochenblicks ist nicht einmal eine Spekulation zu nennen, sondern tatsächlich nur „gezielt und brutal“. Allein die Biographie dieses Mannes widerspricht seiner Nachschreibe. Dieser Mann mußte bei seinen Streifzügen durch Wien nicht erst irgendwo eine ein paar Jahre alte Tageszeitung mit einem Bericht über den Brunnenmarkt finden, um dann etwas nachzuahmen. Allein seine Biographie erzählt von keiner Nachahmung, aber viel von der Verankerung, vom Gefangensein im traditionellen österreichischen Rollenbild, das der Mann nach wie vor …. Dieser Mann beging kein Verbrechen auf dem Brunnenmarkt, aber Wochenblick veröffentlicht zur Bekräftigung seiner Nachschreibe dazu einen Stadtplanausschnitt vom Brunnenmarkt, damit den Lesenden ja nur der Brunnenmarkt in Erinnerung bleibt, wo ein Mann aus …

Kurz zum Gesinnungsrecht

Mit Unverständnis reagiert zur Zeit die identitäre Regierungspartei in Österreich auf die berechtigte Kritik an dem zurzeitigen Innenminister, mit gespielter Unwissenheit weist sie jedwede Kritik an ihm zurück, von der Parteispitze abwärts, die zum Teil zur Zeit auch Spitze des Staates ist, stellt sich diese Gesinnungskameraderie hinter ihren Innenminister.

An dieser platten Aussage des Innenministers, daß also „das Recht der Politik zu folgen hat“, wäre üblicherweise auch nichts auszusetzen. Seit jeher ist das Recht der Politik unterworfen. Seit jeher ist das Recht der gesellschaftspolitischen Entwicklung unterworfen. Wäre dem nicht so, was für ein Recht würde heutzutage, im Jahr 2019, beispielsweise in Österreich denn gelten? Das vom römischen reich von vor Jahrtausenden, das vom heiligen römischen reich deutscher nation vor Jahrhunderten, das vom deutschen reich vor Jahrzehnten, das vor Jahrzehnten in Österreich noch geltende Recht, nach dem Frauen ihre Männer um Erlaubnis fragen müssen, ob sie eine Arbeit annehmen dürfen?

Jedoch die Aussage des Innenministers ist, auch wenn er und seine Kameraderie sie in deutscher Sprache vorbringt, zuerst einmal zu übersetzen. „Das Recht hat der Politik zu folgen“ ist identitär gesinnungswörtlich zu übersetzen: Das Recht hat der Gesinnung zu folgen.

Und Gesinnung ist keine Politik. Das Recht, das einer Gesinnung zu folgen hat, ist Gesinnungstyrannei.

Es ist nur gesinnungsfolgerichtig, daß die zensurierte Website der identitären Regierungspartei augenblicklich den Marschbefehl (ob diesen sich selbst gegeben oder erhalten, ist dabei ohne Belang) ausführt und für den Innenminister stürmt, als könnte er dafür je verteidigt werden, am 26. Jänner 2019: „Chronologie einer linken Hetze mit Unterstützung des Bundespräsidenten“.

Ausgerechnet also die Website mit besorgniserregenden Antisemitismuswachstumsraten besonders seit der Weihnacht 18.

Kann es dann je einen Vorwurf geben, wenn geschichtlich gewußt wird, wohin solche Ismen führen können, das deutsche reich exemplarisch für die Maxime Das Recht hat der Gesinnung zu folgen zu nennen? War nicht gerade das deutsche reich penibel und pedantisch darauf bedacht, alles Grausame, alles Barbarische mit dem Recht zu legitimieren, mehr noch, den Anstrich von Rechtsstaatlichkeit in jedweder Angelegenheit zu verpassen, freilich einer Rechtsstaatlichkeit nach seiner Gesinnungsart.

Es gibt viele Kapitel, die davon erzählen, wie unnütz es ist, stets und sofort mit dem deutschen reich zu kommen, wenn gleichzeitig die Gegenwart nicht vorrangig …

Und auch in diesem Fall muß nicht in die Geschichte gegangen werden, um zu wissen, was von dieser Aussage des Innenministers zu halten ist. Beweist nicht gerade ein ihm an Gesinnung ebenbürtiger Innenminister, zu welchen Gesetzen es führt, wenn das Recht der Gesinnung zu folgen hat. Zur Zeit zu einem Einwanderungsgesetz, dem sich viele Stadtverantwortliche widersetzen. Bürgermeisterinnen, die die Geschichte als Grundlage ihres Handelns nehmen, nicht mehr bereit sind, Gesinnungsrecht umzusetzen; eine positive Entwicklung. Freilich eine aber nicht in Österreich. Und was für Gesinnungsgesetze wird dieser Innenminister noch ausscheiden wollen, wird allein daran gedacht, welche Fragen er wieder stellt. Und wohin solche Fragen führen, auf diese braucht es je keine Antwort mehr. In der Vergangenheit wurden diese für alle Zeiten bereits massenmörderisch beantwortet.

Es ist zugleich auch eine recht große Gaukelei. Mit dem Ändern des Rechts in ein Gesinnungsrecht will die identitäre Regierungspartei und im Grunde die gesamte feudalschwarzidentitäre Bundesregierung vorgaukeln, sie stünde für Veränderung. Aber sie steht nicht für Veränderung. Bloß für die Wandlung des Rechts in Gesinnungsrecht. Dafür steht exemplarisch die identitäre Regierungspartei.

Das Recht hat der Gesinnung zu folgen. Sollte Ihnen das zu abstrakt zu sein, eine handfestere Übersetzung der Aussage vom Innenminister gibt es von zungl888:

„so ist es
75.1% für eine rechts gehaltene regierung und dann fahr ma euer gnaden.“

Und die Antwort von zungl888 auf die Warnung, dann könnte es „Bürgerkrieg“ geben:

„die paar armseligen antifa typen sollte man doch markieren und ruhigstellen koennen.“

Wie zungl888 Gesinnungsrecht zu exekutieren sich vorstellt, nun, nicht mit Gesetzesbüchern in der Hand, sondern mit „9 mm para“ … aber legitimiert penibel und pedantisch Gesinnungsgesetzesbüchern dabei folgend —

Ob zungl888 bereits alle „17 neuwertigen 9 mm para“ schon verschenkt hat, eine wenigstens für sich selber behalten hat, wird nicht gewußt. Vielleicht trug zungl888 eine recht nah am Herzen unterm Frack zum vorgestrigen Ballbesuch in der Hofburg, dabei recht ergriffen

Und Recht werde ihnen folgen

und recht bewegt applaudierend den Treueworten des Mit-etwas-davor-Kanzlers lauschte …

NS Das gesamte Recht will sie, die identitäre Regierungspartei, einer Entwicklung unterwerfen, aber sie selbst will sich nicht entwickeln, nicht verändern. Exemplarisch für die Unveränderung seit ihrer Gründung können die Hofburgreden ihres zurzeitigen Führers genannt werden. Im ersten Regierungswinter 18 erneuerte er die Gültigkeit des Schwurs auf „Ehre, Freiheit, Vaterland“, im zweiten Regierungswinter sein Ballbekenntnis zur „Treue“ …

Ja, das Recht hat der Gesinnung zu folgen und die Gesinnung der „Waffenbrüder“, um den zurzeitigen Vizekanzler der Republik Österreich von der vorgestrigen Hofburgnacht zu zitieren, hat zu folgen „Ehre, Treue“ …