Der Freiheitliche, der kein Engel sein kann

Jorge Luis Borges würde diesen Vers nicht akzeptieren, oder er würde ihn zumindest nicht verstehen, weil er die Freiheitlichen nicht kennt, vielleicht würde er nachsichtig fragen, wie kann aus seinem Vers vom Bettler, der ein Engel sein kann, eine Schlagzeile, in der die Freiheitliche kein Engel sein kann, abgeleitet werden, und es müßte ihm sehr lange erzählt werden, wer die Freiheitlichen sind, und möglicherweise würde er es erst verstehen können, daß Freiheitliche keine Engel sein können, wenn ihm gesagt werden würde, wer aus Deutschland und Österreich vor Jahrzehnten auf Schleichwegen in Argentinien einreisten …

Ein Freiheitlicher kann kein Engel seinEs ist ein Elend, immer wieder in die Vergangenheit gehen zu müssen, um über Freiheitliche überhaupt sprechen zu können, aber es ist eben der Ort, an dem sie leben, die Freiheitlichen, der Ort, an dem sie sich von Menschen freie Zonen wünschen, ach, wären es nur Wünsche – denn Wünsche müssen nicht erfüllt werden –, aber sie fordern menschenfreie Zonen aggressiv ein, und es ist ein Elend, daß Christschwarze und Sozialdemokratinnen dieser freiheitlichen Vergangenheit den Weg in die Gegenwart bahnen …

Nichts aus der Vergangenheit wird von den Freiheitlichen ausgelassen, um ihre aggressiven Forderungen über den tiefen Graben hinüber in die Gegenwart zu schreien – die falschen Zahlen, die Unterstellungen, diese von ihnen denunzierten Menschen würden Krankheiten „einschleppen“ und so weiter und so fort …

Es ist ein Elend, daß diese Vergangenheit nicht nur in Östereich christschwarzliche und sozialdemokratische Zuarbeiter und Zuarbeiterinnen rekrutieren kann, sondern auch außerhalb von Österreich die Zeit gegenwartsfrei machen will, wie etwa in Ungarn, auf das Freiheitliche mit Hoffnung und Verteidungsreden schauen …

NS Es sollte mit diesem gemeinsamen Auftritt, über den die Tageszeitung „Der Standard“ am 26. März 2013 berichtet, wohl der Eindruck vermittelt werden, die Freiheitlichen stünden den Kaufleuten bei, die Kaufleute wenden sich hilfesuchend an die Freiheitlichen. Tatsächlich aber traten einfach zwei Freiheitliche auf:

Wiens FP-Klubchef Johann Gudenus lässt an den Bettlern in der Bundeshauptstadt kein gutes Haar. In den Einkaufsstraßen schreckten sie die Kundschaft ab, vor Schulen und in öffentlichen Verkehrsmitteln böten sie „ein Bild des Grauens“, sagte er Dienstagvormittag bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem Obmann des Vereins der Kaufleute der Mariahilfer Straße, Walter Bachofner.

Walter Bachofner ist –, das kann hier nachgelesen werden … Was das Bild tatsächlich zeigt, ist ein mit Grausbirnen übermaltes Stilleben des freiheitlichen Umgangs mit Wahrheit …

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Und zur weiteren Nachlese:

Wer Gesetze absichtlich nicht versteht, ist unwählbar

In der freiheitlichen Zur Zeit hält Gerhard Kurzmann seine Bettlerschale hin

Mit den Bettelverboten auf dem Weg in die Vernichtungslager?

Menschen verbieten – der Freiheitlichen einzige und ihnen bestmögliche Antwort, schlicht auf alles

„Bevölkerung wird ausgebeutet von …“

Wer Gesetze absichtlich nicht versteht, ist unwählbar

Es funktionierte nicht einmal in einem Witz die Pointe, Freiheitliche kennen das Verbotsgesetz respektive das Wiederbetätigungsgesetz nicht, und dennoch versucht es wieder ein Schreiber der freiheitlichen ZZ, einen derartigen Witz zu erfinden, wenn Martin Pfeiffer schreibt:

Knapp an der Wiederbetätigung, meine Herren von der Linzer Johannes Kepler Universität, die Ihr diese seltsame Studie verbrochen habt!

Freiheitlicher ZZler versteht Gesetze nichtAber die Freiheitlichen, die gemäß ihrem von Ing. Norbert Hofer federführend erstellten Parteiprogramm derart treu für die deutsche Sprache, die deutsche Geschichte, die deutsche Kultur marschieren, sind zu verstehen, daß eine solche Studie, die ihre Deutschen nicht als anständig und fleißig verklären, für sie nur ein Verbrechen sein kann …

Daß Martin Pfeiffer nicht noch den Paragaphen 130 des Strafgesetzbuches gegen Volksverhetzung anführte, gegen die Herren der Johannes-Kepler-Universität, hängt möglicherweise damit zusammen, daß er selbst zu knapp an diesen Paragraphen anstreift, wenn Martin Pfeiffer schreibt:

[D]er Staat die ganze Sippe aushalten muß. [W]obei ab 2014 mit einem Zigeuner-Massenansturm zu rechnen ist.

NS Auch 2013 bleibt die freiheitliche ZZ weiter den Autoren treu -, wieder einmal wird Rudolf Hans Bartsch zur Wiederlesung von Helge Morgengrauen ehrenreich empfohlen …

In der freiheitlichen Zur Zeit hält Gerhard Kurzmann seine Bettlerschale hin

Freiheitliche betteln nach Aufklärung

In der Ausgabe 4/2013 der freiheitlichen ZZ schreibt der freiheitliche steiermärkische Landesobmann und Landesrat Gerhard Kurzmann:

Seit jeher ist die Bettelei keine gesellschaftlich erwünschte „Form der Erwerbsttätigkeit“.

Freiheitliche betteln nach AufklärungMit diesem „Seit jeher“ will der freiheitliche Landesrat seine Forderung nach einem generellen Bettelverbot historisch legitimieren, aber die Geschichte des Abendlands, in der Freiheitliche vorgeben, sich so recht ordentlich auszukennen, ist nicht derart schlicht und eindeutig, wie Freiheitliche versuchen, sie darzustellen, um beispielsweise gegen das Betteln zu agitieren, wobei auch Gerhard Kurzmann nicht umhin kann – sonst wäre er wohl kein recht ordentlicher Freiheitlicher -, gegen Roma und Sinti zu schreiben, die er (aber ohne Anführungszeichen) „Zigeuner-Banden“ …

Gerhard Kurzmann, der mit seiner Schreibe in der freiheitlichen ZZ nach geschichtlicher Aufklärung bettelt, soll ein entsprechendes Almosen gegeben werden, und dieses Almosen kann der freiheitliche Bettler sich auf der Website http://sowi.st-ursula-attendorn.de/be/bedok010.htm abholen, auf der u.v.a.m. ein guter geschichtlicher Abriß über das Betteln veröffentlicht ist, der dieses kurzmannsche „Seit jeher“ zu dem macht, was es ist, die leere freiheitliche Bettlerschale …

Und wer immer Freiheitliche in den Sackgassen mit diesen ihren recht leeren Bettlerschalen sieht, soll nicht achtlos auf dem Weg aus den Sackgassen heraus an ihnen vorübergehen, sondern ihnen etwas in ihre Bettlerschalen respektvoll legen:  historische, soziologische, ökonomische Gaben, Informationen über soziale Gegebenheiten und Bedingungen -, nur ein Almosen aber nicht, weil mit diesem ist den Freiheitlichen so gar nicht geholfen, laufen sie mit diesem doch stets in die entgegengesetzte Richtung, gegen die Mauer: die Wahlstimme …

Mirko Jelusich oder die Treue der zurzeitigen Freiheitlichen zu nationalistischen Schriftstellern, auch des deutschen Reiches

Ehe Freiheitliche gleich aufheulen wollen, es werde wieder versucht, sie über die nationalistischen Äcker der totalitären Diktatur des deutschen Reiches gehen zu sehen, sollen Freiheitliche die damit verbundenen und einzig relevanten Fragen genau lesen – und endlich einmal beantworten; entscheidender aber: die Wählerinnen und Wähler sollten sich auch diesen Fragen endlich ernsthaft stellen, ehe sie Freiheitliche in jedweder kommender Wahl ihre Stimme …

Was sagt es über eine vor allem Männerriege aus, die einen derartigen Literaturgeschmack hat, die einen derartigen begrenzten literarischen Horizont sich selbst auferlegt? Und nicht nur sich selbst verordnen wollen, sondern diese Literatur auch empfiehlt, der Betätigung geradezu verfallen ist, wieder und wieder derartige Literatur zu empfehlen, unter größten Anstrengungen der schönigendem Darstellung dieser Schriftsteller? Und das nicht vor fünzig oder sechzig Jahren, sondern heutzutage, nach allen wissenschaftlichen Erkenntnisen und Aufarbeitungen? Wie sehr färbt eine derartige Literatur auf ihr Handeln, daß von ihnen als ein „politisches“ verstanden wird, ab? Ist eine derartige Liebe, die sie wohl für sich als selbst als eine sie ehrende ansehen dürften, heututage in Wahlen noch eine belohnbar?

Das sind aber nicht nur Fragen, die in bezug auf die Literatur gestellt werden können, sondern auch in bezug auf Kunst

Die freiheitliche ZZ ist kein Magazin, das von Wiedergängern der nationalistischen Totaldiktatur des deutschen Reiches gefüllt wird, sondern eines von gewählten freiheitlichenr Mandataren und Mandatarinnen, von einem III. Präsidenten NR Martin Graf abwärts bis zum zurzeitigen Obmann der freiheitlichen Riege, also keines von beispielsweise Gerd Honsik, Gottfried Küssel, von den Machern der eingestellten Website Alpen-Donau-Info

Allein in diesem Jahr wurde bis jetzt zur Wiederlesung empfohlen, so daß tatsächlich geschrieben werden kann von einer Liebe zu …

Hilferuf der Freiheitlichen: Wählt nicht uns!

AEIOU – Ka Nazi bist Du

Für die freiheitliche ZZ aber sind Wagners Zeilen antisemitismusfrei

Wiederlesung eines Illegalen und Bücherverbrenners

Kampf für einen neuen Aufbruch des Schönen in der Kunst, wie sie von Freiheitlichen geliebt wird

Kein Anstand  und keine Höflichkeit gegen das deutsche Reich und Adolf Hitler

Für Joseph Goebbels ein Gottbegnadeter

Selektion der Geschichte in der freiheitlichen Zur Zeit

Im Teutschgärtlein von Zur Zeit

Robert Hohlbaum, Josef Weinheber

Genug! Genug! Sollten Sie aber noch mehr erfahren wollen, suchen Sie unter „Zur Zeit“ oder „Dr. Martin Graf“  oder „Andreas Mölzer“ oder „Freiheitliche“ weitere Artikel heraus, die …

Wie Sie der Ansichtskarte entnehmen können, erstreckt sich diese freiheitliche Liebe auch auf Soldaten der massenmordenden und massenverbrecherischen Totaldiktatur des nationalistischen deutsches Reiches, wollen von ihnen auch diese dem Vergessen entrissen werden, die totale Niederlage der Wehrmacht geschmälert werden dadurch, daß wenigstens einzelne Soldaten der Wehrmacht „unbesiegt“ -, wie eben dieser Jagdflieger, der durch einen Unfall … Geradeso, als wollten sie der seinerzeitigen Propaganda von der „unbesiegbaren deutschen Wehrmacht“ beistehen, ihr heute bestätigen, nicht gelogen zu haben … Es bleibt aber nicht beim Schreiben, es wird auch recht ordentlich viel Geld ausgegeben, zum Beispiel für Walter Nowotny … Wie sehr diese glücklicherweise besiegte und untergegangene männliche Soldatengesinnungswelt den freiheitlichen Zugang zu heutigen Themen noch bestimmen, dafür gibt auch eine Brigitte Kashofer ein Beispiel …

Es könnte noch sehr viel angeführt werden. Es soll dabei belassen werden …

Außer, eines noch … Es könnte von jenen, die diese Literatur nicht kennen, gesagt werden, vielleicht ist es einfach großartige Literatur, die von Freiheitlichen zur Wiederlesung empfohlen wird … Eine Leseprobe  von einem freiheitlich wiedergelesenen Hermann Löns wird diese Annahme kaum bestätigen können. Es ist ein Auszug aus dem „Wehrwolf“:

Und ich will doch sehen, ob noch Recht und Gerechtigkeit im Lande ist,
und ob wir in einem christlichen Staate leben oder unter Türken und Heiden!«

»Wulfsbauer,« sagte der Engenser, »wir können jetzt die Ohren steifhalten,
wir gemeinen Bauern. Bei uns haben wir das schon abgemacht: Tatern und
anderes fremdes Volk, das sich bei uns sehen läßt, das wird ohne weiteres
mit der Peitsche begrüßt, denn die Bande zeigt den Räubern, denn was
anderes sind doch diese Kriegsknechte nicht, bloß den Weg, wo es was zu
holen gibt. In Ehlershausen haben sie vorige Woche zwei von diesen
Kerlen, die ein Pferd von der Weide geholt hatten, in aller Heimlichkeit
aufgehängt und beigerodet. Und das ist ganz recht so: denn erstens sind es
keine richtigen Menschen, und außerdem, warum bleiben sie nicht, wo sie
hingehören?«

Er hob seinen Stock hoch und zeigte die Kerben daran. »Seht her! ich habe
einhundertundsiebzehn Kerben hier eingeschnitten, zweiunddreißig auf der
einen und die übrigen auf der anderen Seite. Die fünfundachtzig Kerben
bedeuten, daß ich mitgeholfen habe, fünfundachtzig Landstreicher,
Gaudiebe, Tatern und Marodebrüder und einen verräterischen Hund
dahinzubringen, wo sie von Gottes und Rechtes wegen hingehören, unter
die Erde nämlich, daß die Würmer sie fressen, wenn sie sich davor nicht
ekeln. Die zweiunddreißig Kerben aber, meine Freunde, die bedeuten, daß
ich zweiunddreißig Menschen von dieser Art mit meiner eigenen Hand
beiseite gebracht habe.«

Die Marodebrüder und Parteigänger zogen immer noch im Lande um; aber
ihre gute Zeit war vorbei. Wo sie sich blicken ließen, lief das Volk
zusammen und schlug sie tot, und die Tatern und was sonst ohne Haus und
Herd war, desgleichen.

Das half ihnen auf die Dauer aber doch nichts; die fremden Herren nahmen
ihnen mit Gewalt und List ein Recht nach dem andern, und schließlich
wurden sie alle zinspflichtige Lehnsmänner bis auf den Wulfsbauern;

„Tatern“ sind, wie sie heute noch von Freiheitlichen bezeichnet werden: „Zigeuner“ … Für Freiheitliche scheint die Wirklichkeit heute die Literatur zu sein, die sie lesen …

PS Quellen der Zitate auf der Ansichtskarte:

Lexikon nationalsozialistischer Dichter

Rezitationsabend zum 10. Oktober, der heuer auf den ……… fälllt

Gefangen, auch im Erinnern

Zur Zeit, Ausgabe 39/2012, 28. September-4. Oktober 2012

Und ewige Nachsicht gegen freiheitliche III. Nationalratspräsidenten

Wäre wohl die passendere Überschrift für den heutigen Artikel von Alexander Purger in den Salzburger Nachrichten gewesen, für die Chronik über die freiheitlichen III. Präsidenten im österreichischen Parlament, mit dem Titel „Und ewig ärgert der FPÖ-Präsident“ …

Über die permanente Affäre Martin Graf muß heute nicht weiter -, außer vielleicht, die aktuelle Aufregung scheint im Abklingen zu sein, aber auf Martin Graf ist in dieser Hinsicht Verlaß, die nächste Aufregung wird kommen wie das Amen im christschwarzen Gebet den Freiheitlichen, möglicherweise recht bald schon …

Alexander Purger schreibt über ehemalige freiheitliche III. Nationalratspräsidenten und auch über die, die es beinahe geworden wären:

Peter musste schweren Herzens zurückstehen, statt ihm wurde 1983 der Tiroler Gerulf Stix zum ersten FPÖ-Mitglied des Nationalratspräsidiums gewählt. Der unscheinbare Stix blieb bis 1990. Als er sich aus gesundheitlichen Gründen zurückzog, kam es zur nächsten Aufregung: Die FPÖ nominierte den ehemaligen Justizminister Harald Ofner als Dritten Nationalratspräsidenten, doch bei der Wahl im Plenum fiel Ofner durch. Der Grund: Ofner wurde vorgeworfen, als Justizminister von Rot-Blau die Ermittlungen gegen Udo Proksch im Fall Lucona mit dem legendären Ausspruch „Die Suppe ist zu dünn“ behindert zu haben. Die Spitzen von SPÖ und ÖVP riefen dennoch zur Wahl Ofners auf, doch ihre Abgeordneten folgten ihnen nicht. Ofner erhielt keine Mehrheit.

Gerulf Stix wird wohl unscheinbar gewesen sein, an seine Amtszeit fehlt jedwede Erinnerung, viel später fiel er auf in Verbindung mit Genius – Gesellschaft für freiheitliches Denken, dessen Vorsitzender er ist, und sein Stellvertreter Lothar Höbelt

Die Toleranz der freiheitlichen Intellektuellen

Freiheitliche III. Präsidenten NR machen es sich nicht leicht

Wie Alexander Purger schreibt, hätte Dr. Harald Ofner keine Mehrheit erhalten, weil die Abgeordneten nicht so wählten, wie es die Spitzen von der christschwarzen Partei und der sozialdemokratischen Partei …

Wird nicht nur an Martin Graf gedacht, wie ist es seitdem um den Parlamentarismus in Österreich dunkel geworden …

Mit wem Harald Ofner recht dicke Suppen löffelt …

Autorenkollegen von Freiheitlichen und deren volksphantastische Sicht der Wirklichkeit

Die Chronik über die freiheitlichen III. Präsidenten, wie von Alexander Purger im Überblick geschrieben, zeigt doch auf, wie es um die freiheitliche Tradition bestellt ist … Und wird diese Tradition als Teil des spindeleggerschen Werbespruches „Zukunft aus Tradition“ genommen, wird es nie und nimmer eine Zukunft geben, sondern eine pechschwarze Zeit für jene, für die während einer möglichen blauschwarzen Regierungskoalition ihre Gegenwart zu bewältigen haben werden …

Mit diesem Blick zurück auf die ehemaligen und Beinahe-Nationalratspräsidenten aus dem freiheitlichen Lager kann auch auf mögliche kommende freiheitliche Nationalratspräsidenten nach Martin Graf gesehen werden, und was zu sehen ist, ist, was immer war: ewiges Ärgernis mit dem FPÖ-Präsidenten und, weil (geschielt dabei auf die österreichische Realpolitik) kaum Aussicht auf Änderung, ewige Nachsicht und Großzügigkeit gegen …

Wkr-Ball – Wäre es unrecht getan, würde Oliver Pink als Madame mit Hofer-Notebook gezeichnet werden?

Oliver Pink von der Tageszeitung „Die Presse“ ist weder Ursache noch Anlaß für das heute zu Schreibende, jedoch mit ihm kann ein recht bequemer Einstieg freigelegt werden zu dem, was bereits geschrieben werden wollte. Als Dank dafür gebührt Oliver Pink der Titel zu dem Heutigen …

Es ist bei aller moralischer Empörung und bei aller persönlicher Betroffenheit dennoch wesentlich, nicht die Genauigkeit aufzugeben, nicht in den saloppen Umgang mit Zahlen zu verfallen, nur um das tatsächliche Grauen noch zu steigern, um dergestalt einen Wkr-Ball, der tatsächlich nicht in das symbolische Zentrum eines demokratischen Landes gehört, das der Blutrünstigkeit offiziell abgeschworen hat, vermeintlich noch besser verhindern zu können. Denn mit dem saloppen Umgang mit den Zahlen wird nur den Leugnern und Leugnerinnen des industriellen Massenmordes ein Dienst erwiesen, die stets darauf lauern, sogenannte unverdächtige Zeugen für ihre Leugnungen zu finden, darauf lauern, nach ihrem Glauben nachweisen zu können, daß es in ihrem ewigen Deutschland nie einen industriellen Massenmord gab, sondern nur Goethe und Löns, und wofür ihnen alles irgendwie nur Greifbare herhalten muß, auch salopp dahingesagte Zahlen  …

Die Schaften werden nicht auf, eine aktuell äußerst unappetitliche Formulierung von Ariel Muzicant, Millionen toten Juden und Jüdinnen tanzen, sondern sie werden in ihren Uniformen darüber feixen, daß sie es wieder einmal schaffen, alle, die gegen einen Wkr-Ball in der Hofburg sind, in ihr Gefängnis Vergangenheit zu sperren, ihre säbeltanzenden Wärter und Wärterinnen zu sein, daß sie es immer noch sind, die bestimmen, wer das Gefängnis Vergangenheit durch das Tor in der Zeitmauer, wer ihrer ungustiösen Sprache nicht entgehen kann, sogar dann, wenn die Stimme gegen ihre Gesinnung erhoben wird …

Bei aller moralischer Empörung und bei aller persönlicher Betroffenheit ist die Argumentation mit den Kapitalverbrechen aus der Vergangenheit gegen einen Wkr-Ball in der Hofburg in der Gegenwart wohl vielen Menschen ein leidliche Klage über die Vergangenheit, da sie nicht das Bedrohungspotential der Schaften für Gegenwart und Zukunft erkennen können, in den Schaften möglicherweise verkleidete Sonderlinge sehen, aber doch harmlose, die halt einmal im Jahr in Prunkräumen zum Tanze … Oder sie werden gar schon mild dargestellt, wie von Oliver Pink, der sich fragt, ob ihnen denn nicht ungerecht getan werde, soher die Schaften zu Opfern in der Gegenwart …

Aber die Schaften sind der Gegenwart und Zukunft weder Harmlose noch Milde noch Opfer … Sie haben akademische Pläne, die Gegenwart und Zukunft in diese überwunden geglaubte staatliche Vergangenheit verwandeln könnten …

Und für eine breit nachvollziehbare und breit verstehbare Warnung bräuchte es verstärkte Gedenkaktionstage gegen die Verbrechen und Morde nicht der Vergangenheit, sondern gegen Verbrechen und Morde, die in der Gegenwart geschehen, gegen Pläne, die heute entworfen werden, aus dieser Gesinnung heraus, deren Opfer heute in Europa vor allem die Menschen sind, die sich selbst als Roma und Sinti bezeichnen, auf die breit vergessen wird, sogar von denen, die gegen die Verhöhnung der in der Vergangenheit industriell Ermordeten … Für Roma und Sinti ist das heutige Europa nach wie vor ein Europa der [wenn auch nicht mehr (wer darin einen zivilisatorischen Fortschritt zu sehen vermag) der nationalstaatlich verordneten] grauenvollen und blutrünstig asozialen Vergangenheit

Was die Schaften in der Hofburg, auch am 27. Jänner 2012, tanzen wollen, ist ihre Polka um das nationalistische Ungeheuer … Es sollte ihnen auch nicht, wie es zu oft leichtfertig geschieht, vorgeworfen werden, nationalsozialistisch … Es reicht vollkommen zu sagen, sie huldigen einer nationalistischen Gesinnung, ihnen aus dem Wort Sozialismus zu streichen, denn sozial war auch der Nationalsozialismus nie, um dergestalt bereits klarzumachen, daß sie nichts vertreten, das annähernd etwas dem Sozialen zu tun hat. Weder für die Menschen, die sie als Fremde bezeichnen, sind sie sozial eingestellt, noch sind sie sozial eingestellt für das sogenannte eigene Volk, das in der Vergangenheit beispielsweise für den Nationalismus des von Adolf Hitler geführten deutschen Reiches teuer zu zahlen hatte, und die Rechnungen der Tänzer und Tänzerinnen um das nationalistische Ungeheuer wird auch immer das sogenannte eigene Volk zu begleichen haben …

PS Jenen, die ihre Aufrufe zu Demonstrationen gegen den Wkr-Ball in der Hofburg mit einem „Es lebe der Kommunismus“ schließen, kann empfohlen werden, zum Beispiel Simone Weil zu lesen, die bereits in den 1930er Jahren in ihren Essays zu Krieg und Gewalt alles gesagt hat, was (auch) zum Antifaschismus des Kommunismus zu sagen ist. Wer aber im heutigen Europa weiter an dem Kommunismus festhalten will, um dieses Ungeheuer weiter tanzen will, könnte sich auch eine Karte für den Wkr-Ball …

PPS Wer die Glosse von Oliver Pink gelesen hat, wird die Antwort sich selbst geben können, ob eine Karikatur des Oliver Pink als Madame mit Hofer-Notebook ungerecht … Und würde Oliver Pink die Zeitung, für die er schreibt, selbst lesen, hätte er diesen Kommentar nicht geschrieben, oder mit einer anderen Frage … Vielleicht ist es ihm nicht möglich, eine gesinnungsgemäße Verbindung zwischen den Verbrechen und Morden und den akademischen Plänen … Oder, er ist einfach ein Anhänger der auch unter Journalisten und Journalistinnen immer mehr in Mode kommenden Ignoranz, sich nicht mehr informieren zu müssen, sondern einfach das Hofer-Notebook schreiben zu … Sich auf das zu verlassen und auf das zu beschränken, was selbst gesehen wird … Aber wer sah noch, was Oliver Pink auf dem Heldenplatz sah …

PPPS Wie würde die Presse reagieren, schriebe eine italienische Zeitung zum Beispiel als Hauptschlagzeile: „Zwei Europäer …“ und „Zwei österreichische …“ erst in der Unterüberschrift? Schriebe also eine italienische Zeitung das genauso, wie es die Presse über die Opfer aus Senegal eines Rechtsextremisten …

Was haben Johanna Mikl-Leitner und Heinz-Christian Strache gemein

Diese Frage nach dem Verbindenden zwischen dem mittels Zufall ausgewählten Beispielgeber und der christschwarzen Innenministerin ist leicht zu beantworten: das Verwechseln.

Die aktuellen Beispiele für das Verwechseln:

Heinz-Christian Strache verwechselt Wirklichkeit und Nicht-Wirklichkeit … Uwe Scheuch hat das strafrechtlich behandelte Gespräch wirklich geführt und nicht … Das ist menschgemäß ein harmloses Verwechseln von Wirklichkeit und Nicht-Wirklichkeit, gerade einmal tauglich zum Witzeln über Virtualität und Realität, in der Pause in der Teeküche …

Johanna Mikl-Leitner verwechselt Nicht-Wirklichkeit mit Wirklichkeit. Und das ist kein harmloser Witz, weil sie, und damit ist sie nicht die erste Innenministerin in diesem Land, für ihre Nicht-Wirklichkeit Gesetze fordert, die die Menschen in diesem Land wirklich bedrohen werden – diese Gesetze, die sie in ihrem „Anti-Terror-Paket“ im Köfferchen mit sich …

Johanna Mikl-Leitner will also ebenfalls und weiter eine Wirklichkeit in Österreich bekämpfen, die es in Österreich in diesem Ausmaß ganz und gar nicht gibt, um ein derartiges „Anti-Terror-Paket“ je zu rechtfertigen.

Mit diesem „Anti-Terror-Paket“ gibt auch Johanna Mikl-Leitner ebenfalls ein Beispiel für Faulheit, die als Arbeit präsentiert wird, denn mit Forderungen nach scharfen Gesetzen gegen alle Menschen in einem Land, für die es aber in der österreichischen Wirklichkeit keine durch reale Gegebenheiten gestützte Rechtfertigungen gibt, kann so leicht wie sonst nie so getan werden, als würde gearbeitet werden, aber in Wirklichkeit werden lediglich gemütlich Interviews gegeben …, deren Inhalte aber nicht gemütlich sind, für Menschen in diesem Land , sollten diese Gesetze tatsächlich beschlossen werden …

In ihrem Interview mit dem Kurier vom 29. August 2011, über das aufgrund eines weiteren Arbeitsfleisses von ihr schon geschrieben wurde, sagte Johanna Mikl-Leitner, sie wolle hin zur Arbeitslust, zu einer positiven Einstellung zur Arbeit

Zur Arbeit gehört unbedingt das Denken, das Denken geht unbedingt der Handlung voran … Bei Johanna Mikl-Leitner kann es … Es folgt keine Arbeit, die Arbeit genannt werden könnte … Johanna Mikl-Leitner wurde in das Innenministerium gestellt, wo sie sich weiterschieben läßt, gekleidet in der Mode, die schrill propagiert, der einzelgängerische Terror sei die Wirklichkeit, die vordringlich …

Für dieses auch von Johanna Mikl-Leitner zu tragende „Anti-Terror-Paket“ wird damit argumentiert, der Einzelne ist die Gefahr, der Einzelne radikalisiere sich selbst …

Der Einzelne ist also die Gefahr, der Einzelne radikalisiere sich selbst, ja, das hier bisher Geschriebene, muß, werte Frau Innenministerin, revidiert werden, verzeihen Sie, werte Innenministerin, das bisher Geschriebene, es ist wirklich der Einzelne die Gefahr, es radikalisiert sich wirklich der Einzelne vollkommen und ganz allein und dabei ganz sich selbst überlassen, nichts, was in der Welt passiert, nichts, was in der Welt geschrieben wird, benötigt der Einzelne, um sich selbst zu radikalisieren,benötigt der Einzelne, um dann ganz allein …

Um dieses rechte Denken von Ihnen, werte Innenministerin, zu belegen, um Ihre, werte Innenministerin, rechte Arbeit zu unterstützen, dürfen zwei allein an diesem Wochenende in die Medien gelangte Ereignisse angeführt werden. Die Medien schreiben jedoch noch nicht so genau, wie Sie denken, denn statt Rechtsextreme und der Einzelne schreiben die Medien: „Rechtsextreme und Einheimische“ stürmen einen überwiegend von Roma besiedelten Stadtteil … Auch die Schlagzeile über die Attacke gegen einen österreichischen Abgeordneten lautet nicht „Österreichischer Abgeordneter vom Einzelnen attackiert“ …, sondern „Österreichischer Abgeordneter von Neonazis attackiert“

Roma und Sinti in Europa, in der Europäischen Union, in Österreich

Die Wirklichkeit sieht dergestalt aus, daß der Einzelne den Schutz vor der Masse, vor den sogenannten Einheimischen braucht, und nicht die Menge vor dem Einzelnen. Für den Schutz der Masse, für den Schutz der sogenannten Einheimischen gibt es eine Menge Gesetze, die ausreichend sind, wenn …

Aber all das wird ja besser werden, sind erst einmal die Gesetze des „Anti-Terror-Pakets“ in Kraft, dann werden beispielsweise Polizisten und Polizistinnen wissen, daß sie einzuschreiten haben, wenn unmittelbar vor ihnen wer attackiert wird, dann werden sogenannte Einheimische nicht mehr … Mit dem „Anti-Terror-Paket“ wird also alles gelöst sein, wird also alles geklärt und erklärt sein, wodurch das Innenministerium zum neuen Institut der Sozialforschung im Rückblick erhoben werden wird, die beispielsweise die Frankfurter Schule abgelöst haben wird … Das ist nicht zu hoch gegriffen, schon heute werken im Innenministerium die größten Denker des Landes, denn nur wahre Geistesgrößen sind beispielsweise dazu imstande, Migration und Task force zu einem für die Integration so ungemein förderlichen Begriff …

NS Heinz-Christian Strache ist der zurzeitige Obmann der FPÖ, die sich ebenfalls, wie die NPD, soziale Heimatpartei

Heldenplatz, am 8. Mai 2011

Die Aufregungen, die ein Datum hierzulande nach wie vor auslösen kann, verführen zu fragen, ob es nicht besser wäre, überhaupt alle Formen von kollektivem Gedenken, für und an wen auch immer, einfach bleiben zu lassen.

Es ist menschgemäß ein hehres Ansinnen, der Opfer kollektiv zu gedenken, beispielsweise der Opfer des Nationalsozialismus. Zu gedenken und damit stets einhergehend zu mahnen, zu hoffen, zu ersehnen und zu beschwören, daß diese einst von einer Mehrheit getragene und die Normalität des Nationalsozialismus seiende Bestialität nie wieder Wirklichkeit werde. Aber so viele Jahrzehnte kollektive Gedenken, sogar in Österreich, haben nicht dazu beigetragen, daß eine Wirklichkeit ohne den Stoff Bestialität geschaffen werden konnte. Bis zum heutigen Tage ist es soher nicht gelungen, überzeugend darzustellen, daß eine Wirklichkeit, der das Element Bestialität für immer absolut entzogen ist, nicht als das Ende der Wirklichkeit des Menschen zu fürchten ist, sondern als Anfang einer Wirklichkeit des Menschen zu begrüßen ist, aber endlich ohne die Substanz Bestialität.

Der Nationalsozialismus jedoch ist lediglich und dazu ein noch sehr spät hinzugefügter Baustein der Substanz Bestialität, der allerdings aufgrund seiner monströsen Verbrechen als Grundbaustein der ersten Herstellung der Substanz Bestialität erscheint, aber in der Genealogie der Substanz Bestialität zeitlich einen lächerlich geringen, den geringsten Platz beanspruchen kann. Es werden diesen zwölf Jahren totalitärer Herrschaft des Nationalsozialismus eine Bedeutung zuerkannt, als hätte dieser Millionen Jahre totalitär geherrscht. Aber es waren schwache zwölf Jahre, wenngleich höchst grausame zwölf Jahre, die, derart enden solche Ideologien immmer, bald auch das sogenannte eigene Volk als Opfer sahen. Es ist somit eine vollkommen ungerechtfertigte Bedeutung, die dem Nationalsozialismus zugestanden wird, und, mit dieser ungerechtfertigt zuerkannten Bedeutung als, beinahe geschrieben, unausweichliche Naturgewalt, werden nur, ebenso ungerechtfertigt, die Wiedergänger und Wiedergängerinnen des Nationalsozialismus bedient, die daraus ihre, ebenso ungerechtfertigte, Bedeutung ziehen, um ihre Leben irgendwie bewältigen zu können, einigermaßen durch ihren Alltag zu kommen.

So viele Jahrzehnte des kollektiven Gedenkens haben keinen Beitrag geleistet, Gewaltverbrechen und Massenmord absolut zu ächten und absolut abzulehnen. Es stehen Heerscharen an Freiwilligen weiter bereit, unter welcher Fahne und welchem Programm immer, auch der Nationalsozialismus lockt mit seiner Fahne und seiner Weltanschauung, die Wirklichkeit in gesetzesgedeckte Grausamkeit zu verwandeln. Und es stehen auf der neuen Straße der Auseinandersetzungen, wie das Web gennant werden könnte, der freiwilligen Kämpfer und Kämpferinnen, formiert in unterschiedlichen Staffeln, mehr und mehr bereit, diese noch in Sprache gefangengehaltene Bestialität in Wirklichkeit zu verwandeln, sich ihre Regime zu erstreiten, ihre Regime zu wählen, auf die sie, nach dem unausweichlichen Untergang, wieder ihre Schuld und ihre Verantwortung abwälzen werden wollen. Noch also schreiben diese Freiwilligen nur in aber vielen Foren ihre bestialischen Lösungen, aber die Vielzahl derer, die im Web anonym im Morden das Heil sehen, das Morden als Lösung gesellschaftlicher Probleme anbieten, ist erschreckend, und erschreckend ist, wenn auch nicht unerwartet, es sind nicht nur ausgewiesene Wiedergänger und Wiedergängerinnen des Nationalsozialismus. Und auch jene, die besonders gegen den Nazismus auftreten, verbalisieren erschreckend oft als Lösung und Verhinderung des Nazismus nur Gewalt.

So viele Jahrzehnte des kollektiven Gedenkens haben, um es nicht im allgemeinen zu belassen, keinen konkreten Beitrag geleistet, daß Roma und Sinti in Europa kein ungeduldetes Leben mehr zu führen genötigt sind. Im Gegenteil, muß gesagt werden, wird allein an aktuelle Ereignisse in Ungarn beispielsweise gedacht. Roma und Sinti, die zu den Hauptopfern der Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen gehörten, zeigen bitter konkret auf, daß es weit über den Nationalsozialismus hinausgeht, der Diskurs weit tiefer und endlich breitest geführt werden muß. Roma und Sinti sind nicht nur weiterhin Herabwürdigungen und Verfolgungen ausgesetzt, sie mußten sehr lange und müssen eigentlich noch immer um den ihnen zustehenden und also angemessenen Platz im kollektiven Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus kämpfen. Kollektive Gedenken, in denen sie unbedacht bleiben, müssen für Roma und Sinti bittere Veranstaltungen gewesen und auch heute noch oft sein, werden sie doch auch durch diese an ihre Gegenwart erinnert, daß ihnen ein menschenwürdiger Platz in der europäischen Gesellschaft weiter verweigert wird. Schlimmer noch, es werden, wieder, Gesetze verlangt und verabschiedet, die ….

So viele Jahrzehnte des kollektiven Gedenkes haben es nicht vermögen können, die alles entscheidende Frage breitest zu stellen, wer waren die wahren Schuldigen. Selbstverständlich werden viele Namen gewußt, von jenen die gewählt wurden, von jenen, die in diesen zwölf Jahren hohe und höchste Positionen im Verbrechensstaat besetzten. Aber die Namen der Wähler und Wählerinnen sind ungenannt. Wenn es einst wieder zu einem derartigen Ausbruch der normalisierten Bestialität kommen sollte, wenn es einst wieder zum unweigerlichen Untergang der normalisierten Bestialität kommen sollte und dabei wieder am Ende das sogenannte eigene Volk in der sogenannten eigenen Heimat das letzte Opfer sein wird, werden beispielsweise jene, die heute ihre blutrünstigen Kommentare auf die Straße von Sos Heimat schmieren, gennannt werden können als die Befehlenden ihres Regimes. Die Frage heute ist, wen wählen sie dafür aus und wen wählen Sie …

NS Beinahe wurde auf den im Titel angeführten Heldenplatz vergessen. Das WKR-Totengedenken am 8. Mai 2011 am Heldenplatz, veranstaltet von Menschen, denen hier nicht die Freude gemacht wird, sie als Nazis zu bezeichnen, wird wohl sinngemäß viel von dem Schwulst über Opfer, Heldentum, Blut mit pompösen Gesten über Heimat und Vater im Abendland transportieren, was Terry Eagleton in Das Böse in bezug auf Nazis schreibt:

Einesteils voll engelhaftem „Schwulst über Opfer, Heldentum und Reinheit des Blutes, waren sie anderenteils fest im Griff jenes Phänomens, das die Freudianer „obszöne Lust“ nennen – versessen auf den Tod und Nichtsein. Nazismus ist eine Art von bizarrem Idealismus, der eine Todesangst vor menschlicher Fleischlichkeit hat. Doch er ist auch ein höhnisches Gejohle an die Adresse all dieser Ideale. Zu hochtrabend und zu hämisch in einem, ist er voller pompöser Gesten über Führer und Vaterland und dabei zynisch bis in den Kern.

Alle sind gegen Rassismus und für Meinungsfreiheit – Auch Dr. Martin Graf

 

Wie dem Interview in der Tageszeitung „Der Standard“ von heute, 26. März 2011, dankbar entnommen werden darf:

Standard: Eine Frage an den FP-Wissenschaftssprecher: An der Wiener Medizin-Uni sind beinahe 40 Prozent der Bewerber Deutsche. Ein Problem?

Graf: Nein. Schade, dass da Ausländerressentiments bedient werden, nur weil es Deutsche betrifft. Das ist ein Rassismus der Linken.

Wie sehr der III. Präsident NR und weitere Abgeordnete seiner Partei für die Freiheit der Meinung, die sie lieben, eintreten und kämpfen, wie sehr der III. Präsident NR und weitere Abgeordnete seiner Partei ein vorbildhaftes und tadelloses Leben für eine rassismusfreie Gesellschaft führen, dafür gibt es immer wieder, nahezu täglich, auf Unzensuriert Belege, auch von der Kommentarstaffel, wie jener, um den aktuellsten, wieder einmal, als Beispiel anzuführen, von Susa.

Dr. Martin Graf und seine NR-Kollegenschaft lassen auf Unzensuriert, schreibkräftig unterstützt durch eine Kommentarstaffel, die eitellos Pseudynome verwenden, erahnen, welch herrliche Gesellschaft zwischen Aschach und Drau, zwischen Hungerberg und Braunarlspitze sie für die Zukunft denken, eine geordnete Welt, die Halt und Sicherheit wieder gibt, jedem und jeder den von der Vorsehung bestimmten Platz garantiert.

PS Ob, es soll einmal angenommen werden, es ist ein Mann, ob also ein Kommentator, wie zwara, auch in der realen Welt sich nur mit seinem Pseudonym vorstellt, wenn er mit dabei ist, bei einem Denkmalbummel?