Die „Zur Zeit“ der FPÖ singt der Nationalsozialistin Agnes Miegel ein Entlastungslied

Zeugnis ihrer Gesinnungstreue, die für die identitäre Gemein-Schaft höchste Gesinnungsehre zu sein scheint, legt die ZZ der freiheitlichen Gemein-Schaft in beinahe jeder ihre Ausgabe auch durch ihre Empfehlungen zur Wiederlesung von bestimmten Dichterinnen und Schriftstellern ab, und so kann es nicht verwundern und erklärt es letzlich leicht, weshalb dieser Gemein-Schaft ein Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz recht unangenehm ist …

FPÖ-ZZ Agnes Miegel

Helge Morgengrauen, Oktober 2014: „Wo sie [Agnes Miegel] nur mit knapper Not einem US-amerikanischen Terrorangriff entging.“

Soher ist es nur folgerichtig, daß in der aktuellen Ausgabe 44-2014 vom 31. Oktober 2014 nicht nur weiter gegen das Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz angeschrieben wird, wie gestern noch einmal ausführlich berichtet, sondern in dieser Ausgabe ein Entlastungslied für die Nationalsozialistin Agnes Miegel geschrieben wird. Der Hauptentlastungssänger der ZZ für diese bestimmten Schriftstellerinnen und Dichter ist Helge Morgengrauen  … Es muß nicht ein weiteres Mal davon geschrieben werden, wie in der ZZ der identitären Gemein-Schaft versucht wird, Schriftsteller und Dichterinnen zu entlasten, ihr Mittun zu verharmlosen, ihre Beteiligungen an der nationalistischen Masssenmordtotaldiktatur des deutschen reiches wegzuschreiben, sie als arme Verfolgte der „roten und grünen Bilderstürmer“ … Auch für Agnes Miegel setzt Helge Morgengrauen wieder alles ein, um ihr mit „Sie sang von Seen, Meer und Wäldern“ einen Heiligenschein zu flechten

FPÖ-ZZ 44-2014 Agnes Miegel

Helge Morgengrauen, Oktober 2014: „Gerade diesen Gedichten und Balladen kommt aber heutzutage besondere Bedeutung zu, lebt in ihnen doch das Andenken an die verlorene deutsche Heimat im Osten.”

Aber für diese Art von Gesinnung ist es prototypisch, den Menschen zu ignorieren, den Menschen zu instrumentalisieren, den Menschen zu mißbrauchen, auf den Menschen nicht zu hören, und Helge Morgengrauen mißbraucht Agnes Miegel, die er von dem Vorwurf, eine Nationalsozialistin gewesen zu sein, reinzuwaschen versucht, mit dem Hinweis, sie sei nach 1945 als „unbelastet“ eingestuft worden. Sie war eine Nationalsozialistin, und das ist kein Urteil über sie, sondern ihr eigenes Bekenntnis, das sie schriftlich ablegte, nicht in ihrem Alter von beispielsweise vierzehn Jahren, sondern mit fünfundfünzig Jahren. 1934 etwa schrieb sie an Hans Friedrich Blunck, zu dieser Zeit war er noch Präsident der Reichsschrifttumkammer:

„‚Der Nationalsozialismus trat erst in mein Leben, als er andere schon lange erfüllte. Das ist eine Schuld – und ich habe es gebüßt durch die vielen inneren, nicht nur inneren Kämpfe, durch die ich dann in gedrängter Zeit gehen musste: […] Durch ein Hinauszögern und ein Grauen dafür, mit mir Ungleichen als Gelegenheitsjäger zu scheinen, stehe ich ausserhalb der Partei, der ich nur durch den RDS [Reichsverband des deutschen Schrifttums] und die Volkswohlfahrt angehöre. Vielleicht ist dies, was ich als eine Art Busse für mein spätes Aufwachen ansehe, das Richtige für mich, vielleicht wirkt mein Einstehn dann überzeugender auch auf Andere. – Denn ich bin Nationalsozialist.‘

Agnes Miegel - Ich bin Nationalsozialist

Agnes Miegel, 1934: „Denn ich bin Nationalsozialist.“

Weshalb will Helge Morgengrauen einer Frau von fünfundfünfzig Jahren nicht glauben, was sie selbst über sich sagt? Das kann vielleicht auch mit seinen gegenwärtigen Erfahrungen zusammenhängen, daß Menschen aus der identitären Gemein-Schaft, aus seinem Umfeld also, zu denen auch all die gewählten freiheitlichen Mandatare und Mandatarinnen gehören, die für die ZZ schreiben, oft selbst nicht wissen, was sie reden und schreiben …

Agnes Miegel NS-Kriegspolitik

Agnes Miegel, Juli 1944: „Ich habe ein felsenfelstes Vertrauen in den Führer, er wird uns halten.“

Und dieses schriftliche Bekenntnis der Agnes Miegel, eine Nationalsozialistin zu sein, ist nicht der einzige Beleg dafür, wie nachgelesen werden kann. Sogar die Agnes-Miegel-Gesellschaft kann nicht umhin einzugestehen:

„Agnes Miegel war nie ein politisch denkender Mensch und durchschaute nicht, wie das NS-Regime sie für seine Ziele und Zwecke instrumentalisiert. Noch weniger erkannte sie, worum es dem NS-Regime tatsächlich ging. So erlag sie, wie unzählige andere, dem Bann Adolf Hitlers und seiner Propaganda und trat der NSDAP bei – zumal Hitler sich in dem seit dem Versailler Vertrag vom übrigen Reich abgetrennten Ostpreußen als ein Retter darstellte. Agnes Miegel liebte ihre Heimat, aber ihr grenzdeutscher Patriotismus darf auch heute nicht mit einem Bekenntnis zur nationalsozialistischen Ideologie verwechselt werden. Die Gedichte, die sie an Hitler richtete und in dem Pathos der Zeit schrieb, sind vor allem emotional, nicht politisch zu verstehen.“

Agnes Miegel Haus das der Führer uns wie ein Vater erbaut hat

Agnes Miegel, 1939: „An die Reichsfrauenführerin Scholtz-Klink“ – „Haus, das der Führer wie ein Vater für uns erbaut hat/das für uns Frauen dann Du, die Frau, so wohnlich gestaltet.“

Ach, war „nie ein politisch denkender Mensch und durchschaute nicht, wie das NS-Regime …“, ach, ach … Es muß nicht weiter ausgeführt werden. Es kann auch nachgelesen werden in dem Bericht der Kommission über die Agnes-Miegel-Straße in Münster … „Sie sang von Seen, Meer und Wäldern“, ach wie harmlos will Helge Morgengrauen Heimatgedichte erscheinen lassen, aber nichts ist so harmlos wie es scheint:

„‚Die kulturpolitische Wirkung Miegels sah auch Hans Friedrich Blunck. Nachdem er die Ostlandgedicht gelesen hatte, schrieb er ihr 1940: ‚Wie herrlich, wie wundervoll, dass eine deutsche Landschaft so durch den Mund einer Frau so zum Reich, zum Ganzen des Volks sprechen kann.'“

„Ihre Unterstützung der NS-Kriegspolitik wurde als wichtig erachtet. Dies zeigt die Korrespondenz zwischen Hanns Johst und Propagandaminister Goebbels von 1940, aus der hervorgeht, dass ‚das aufrüttelnde Erlebnis unserer Tage den packendsten und künstlerisch reifsten Ausdruck‘ in Miegels Ostland-Gedichten gefunden hätte.“

Aus diesem Bericht der Kommission über die Agnes-Miegel-Straße in Münster sollen zwei Jahreszahlen noch genannt werden, die zeigen, daß es bei Agnes Miegel nicht eine vorübergehende und nur kurze Hinwendung zum Nationalsozialismus war …

1934 unterzeichnete Agnes Miegel den „Aufruf der Kulturschaffenden zur Vereinigung des Reichskanzler- und des Reichspräsidentenamtes in der Person Hitlers.“ Damit beteiligte sie sich also aktiv am endgültigen Aufstieg Adolf Hitlers zum totalitären Diktator und zum endgültigen Abstieg der Menschlichkeit …

1944:

„Bis zur endgültigen Kapitulation des Dritten Reiches hielt Miegel an ihrer Treue zum Regime fest. In einer NSDAP Propagandaschrift verfasste sie zur ‚Kriegsweihnacht‘ 1944 eine letzte Hitler-Huldigung: […]“

In „Literatur und Dichtung im Dritten Reich“ von Joseph Wulf kann nachgelesen werden, weshalb 1935 kein „Schiller-Preis“ vergeben wurde:

„Mit Rücksicht darauf, daß mit der Verleihung dieser außergewöhnlichen staatlichen Anerkennung nur ein im nationalsozialistischen Geiste schaffender Dichter größten Formats in Frage kommen kann, ein entscheidendes Übergewicht aber zur Zeit noch bei keinem Werke bzw. keiner Dichtererscheinung vorliegt, hat die Kommission vorschlagen, den Preis als solchen diesmal nicht zu vergeben, sondern nach Artikel 11 der Satzung als Werkhilfen oder in anderer Weise für dramatische Dichter zu verwenden.“

In der Preisverteilungskommission war auch Dr. Agnes Miegel … Sie prüfte also Werke auf ihren „nationalsozialistischen Geiste“ hin, mußte recht genau wissen, was „nationalsozialistischer Geist“ ist, sie wußte also, wovon sie sprach und schrieb, wenn sie bekannte, Nationalsozialistin zu sein, von Beginn an, bis zum massenmörderischen Ende der nationalistischen Totaldiktatur des deutschen reiches

Aber Helge Morgengrauen singt gegen Agnes Miegel in der von einem Abgeordneten des österreichischen Parlaments geführten ZZ ein Entlastungslied für Agnes Miegel. Vielleicht glaubt Helge Morgengrauen Agnes Miegel es deshalb nicht, wenn sie schreibt, sie sei ein „Nationalsozialist“, weil er nicht einmal sich selbst glauben kann, was er schreibt …

Zum Abschluß ein paar Zeilen aus dem morgengrauenschen Entlastungsliedern:

Das vielleicht Sonderlichste für einen Artikel zuerst: „Seit 1969 bewahrt die Agnes-Miegel-Gesellschaft in Bad Nenndorf das Erbe der Dichterin. Die Gesellschaft ist im Agnes-Miegel-Haus am Agnes-Miegel-Platz“ und dann folgt die gesamte Adresse mit Hausnummer, Postleitzahl, Ort, Telefonnnummer und E-Mail-Adresse von Kopp Marianne …

„Ihre Balladen zählen unbestritten zu den ganz großen literatischen Leistungen des deutschen Schrifttums. Gerade diesen Gedichten und Balladen kommt aber heutzutage besondere Bedeutung zu, lebt in ihnen doch das Andenken an die verlorene deutsche Heimat im Osten.“

„Welch unwürdiges Schauspiel die Bundesrepublik Deutschland zur Zeit bietet, kann man deutlich genug an den immer wieder aufflammenden Umbennungsdiskussionen erkennen. Auch in Ahlen in Westfalen sind die roten und grünen Bilderstürmer unterwegs und wollen gleich vier Umbennnungen durchführen.“

„Am 27. Februar 1945 flüchtet Agnes Miegel aus dem brennenden Königsberg über die Ostsee nach Swinenmünde, wo sie nur mit knapper Not einem US-amerikanischen Terrorangriff entging. In Dänemark, wo sie Zuflucht fand, wurde sie in dem Lager […] ehe sie 1946 nach West-Deutschland kam, wo sie zunächst bei der Familie von Münchhausen gastlich aufgenommen wurde.“

Zu Münchhausen fiele auch noch vieles ein – nicht nur, was beispielsweise in „Literatur und Dichtung im Dritten Reich“ oder in „Literatur und Ästhetik des deutschen Faschismus“ von Günter Hartung nachgelesen werden kann, somit auch über diesen Freiherrn, der 1945 Selbstmord …

Welcher Dichtung – und das ist fast keine Frage mehr – sonst kann in einem von einem freiheitlichen NR geführten Magazin Rosenkränze der Bewunderung gebetet werden, als eben von diesen Dichterinnen und Schriftstellern, in einem Magazin, in dem erst vor kurzem ein italienischer Neofaschist gefragt wurde, ob es „nicht folgerichtig wäre, mit den rechten Kräften Österreichs zu kooperieren, wenn Sie den Faschismus wirklich wiederbeleben wollen“

FPÖ-ZZ: Statt ein Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz „lieber den millionenfach straffrei abgetriebenen Kindern“

Der identitären Gemein-Schaft ist das Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz nach wie vor eines, das ihre Kornblumenstengel knickt. Und sie möchte ihre Kornblumenstengel wieder steil in die Höhe stehen haben. Wofür eine weitere Ausgabe der von einem NR geführten ZZ massiv zum Einsatz kommt. Zum einen wieder einmal durch Leserbriefe, diesmal gleich durch drei lange und eine ganze Seite in Anspruch nehmende, zum anderen wieder einmal durch Walter Seledec, der auf der Scholle der Gesinnungstreue eine Ikone der NS-Massenmordtotaldiktatur auftreten läßt, um sich und die Seinen als „verantwortungsvolle Patrioten“ …

Zur Zeit 44-2014 - OpferrassismusWas alles der ZZ der identitären Gemein-Schaft allein seit Mitte September 2014 gegen dieses Denkmal zum Wiederaufrichten ihrer Kornblumenstengel auf der Scholle ihrer Gesinnungsehre eingefallen ist, ist nicht wenig: „Schandmal“, „Zivilisationsschande“, „Kameradenverräterdenkmal“ „Proletarisches Gedankengut übelster Sorte“, „Landesverräter“, „entehrter Feigling“ … Aus dem Reich ihrer Einfälle kommt in der aktuellen Ausgabe 44-2014 vom 31. Oktober 2014 in einem Leserbrief „Opferrassismus“ hinzu. Unter „Opferrassismus“ versteht Jürgen Jauch aus Linz: „Denkmäler der Wehrmachtssoldaten zu besudeln“ …

Zur Zeit 44-2014 Patriot SeledecAber die stringenteste Argumentation gegen das Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz und für das Wiedereraufrichten der Kornblumenstengel bleibt in der aktuellen Ausgabe dem „Schriftleiter der Aula“ vorbehalten. Martin Pfeiffer argumentiert zwar nicht logisch. Er muß für seine Argumentation zwar Geschichte ausblenden und die Geschichte, wie sie bei Fackelschein in seinem Lager erzählt wird, einblinden. Aber dafür argumentiert Martin Pfeiffer gesinnungsdeutlich, wenn er schreibt:

„Nun hat also auch Wien – wie viele andere deutsche Städte – ein Denkmal für Deserteure.

Abenteuerlich waren die Äußerungen des roten Heinz, der nach wie vor das Staatsoberhaupt mimt. Kein Vergleich zu seinen Vorgängern Rudolf Kirchschläger und Kurt Waldheim, denen eine Würdigung von Deserteuren niemals in den Sinn gekommen wäre! Fischer fand es ‚politisch, historisch, menschlich und moralisch‘ wichtig, diesen Leuten ein Denkmal zu setzen. Er redet von Moral, sollte aber lieber den millionenfach straffrei abgetriebenen Kindern ein Denkmal setzen, anstatt Personen zu ehren, deren Tun in jedem Staat mit Strafe bedroht ist.

Es kann sich eben nicht ein einzelner Soldat anmaßen zu entscheiden, ob bzw. wann er im Krieg die Uniform auszieht. Fischers Logik, die der von Freimaurern und Atheisten folgt, lautet: ‚Es ist ehrenhaft, in der Auseinandersetzung mit einer brutalen und menschenverachtenden Diktatur seinem Gewissen zu folgen.‘ Das eigene Gewissen – und sei es auch irrend oder einer abenteuerlichen Einstellung folgend – als das Maß aller Dinge? Aber warum nur in einer Diktatur auf das Gewissen hören? Bekanntlich verübten Armeen von Demokratien (USA, Israel) auch Kriegsverbrechen. Darf da der Soldat auch desertieren, Mr. Fischer?

Daß man erst nach fast 70 Jahren die Taten der Deserteure ehre, sei ‚etwas, wofür man sich entschuldigen muß‘. Wann würdigt eigentlich Fischer die hunderttausendfachen Vergewaltiger der Roten Armee, betonte er doch, daß die Wehrmacht ’nicht unsere Armee‘ gewesen sei?

Zur Zeit 44-2014 - Gesinnung ist allesEin deutlicheres gesinnungstreues Bekenntnis mit sorgsamem Blick auf österreichische Gesetze kann kaum noch formuliert werden, und das in einem Magazin, in der Ausgabe für Ausgabe in Österreich gewählte Mandatare und Mandatarinnen schreiben, in einem Magazin, das von einem Abgeordneten des österreichischen Parlaments geführt wird, also nicht des deutschen Parlaments, wie Martin Pfeiffer träumt, wenn er schreibt: „Wien – wie viele andere deutsche Städte“ … Und das in einem Magazin, in dem eine in Österreich und nicht in Deutschland gewählte Partei ganzseitige Inserate schaltet. Nachdem gegen das Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz und für das Wiederaufrichten der Kornblumenstengel nie der Hinweis fehlt, „auf Kosten der Steuerzahler“, ist die Frage berechtigt, mit welchem Geld finanziert die FPÖ diese Inserate? Zahlt sie diese Inserate mit dem Geld aus der staatlichen Parteienförderung, also mit österreichischem und nicht mit deutschem Steuergeld? Aber auch aus Deutschland kommt durch ganzseitige Inserate Geld herein, vom Hohenrain-Verlag, wie gestern geschrieben wurde, und in der Beurteilung dieses Verlages kommen Wörter vor wie „Revisionismus“

FPÖ-ZZ beklagt: „Demonstration gegen Salafisten war für die Sache wenig hilfreich“

Es ist nur ein mit „Red.“ gekennzeichneter kleiner Artikel in der aktuellen Ausgabe 44-2014 der ZZ der identitären Gemein-Schaft, aber der, wie es so schön heißt, Bände spricht, vor allem duch die Auslassungen …

Ausgelassen wurde beispielsweise, wer diese Demonstration in Köln anmeldete. Es war der stellvertretende Vorsitzende der Pro NRW, für die die identitäre Gemein-Schaft recht heftig hoffte und warb, mit ihr gemeinsam in das Europäische Parlament einziehen zu können, vorneweg Harald Vilimsky …¹

FPÖ-ZZ Hooligans - Auslassungen - VerharmlosungenAusgelassen wurde, wer noch alles mit den Hooligans marschierte, wer noch bei diesen Ausschreitungen am 26. Oktober 2014 dabei war …

Nicht aber ausgelassen wurde, wer an der Gegendemonstration – und hier ist es der Redaktion der ZZ, die von dem NR Wendelin Mölzer geführt wird, möglich, das Wort „Extremisten“ zu schreiben, ein Wort, das für die identitäre Gemein-Schaft nur in der Bildung mit „Links“ schreibbar zu sein scheint …

Auch wenn die „Demonstration gegen Salafisten für die Sache wenig hilfreich [war]“, ist es der Redaktion, die von dem NR Wendelin Mölzer geführt wird, doch ein Anliegen, die Gewalt der Hooligans, die für die ZZ die einzigen Teilnehmer an diesen „Krawallen“ waren, ein wenig kleinzureden, traditionell gesinnungsgemäß in die Verharmlosung auch die Gegenwart einzubeziehen. Bereits seit dem 26. Oktober 2014 wird gewußt, daß es „44 verletzte Polizisten“ gab, aber für die erst Tage später erscheinende ZZ, nämlich heute am 31. Oktober 2014, „sollen bis zum Abend mindestens 13 Einsatzkräfte verletzt worden sein.“

Hohenrain Verlag und FPÖ inserieren ganzseitig in der Zur ZeitWenn etwas zu ZZ der identitären Gemein-Schaft geschrieben wird, darf auch diesmal nicht der Hinweis fehlen, in dieses Magazin wird auch immer mit Beiträgen von gewählten Mandatarn und Mandatarinnen gefüllt, diesmal von NR Wendelin Mölzer und Landesrat Christian Ragger … Und wieder einmal ein ganzseitiges Inserat der FPÖ und sogar mit der richtigen Formulierung „Mehr Netto vom Brutto!“… Mit welchem Geld die FPÖ wohl die ihre ZZ unterstützt durch Inseratenschaltungen? Und es gibt ein zweites ganzseitiges Inserat, nämlich vom „Hohenrain-Verlag“ … Eine Beschreibung dieses Verlages wurde in die Collage montiert, und es wird nicht verwundern, in dieser Wörter wie „Rechtsextremismus“, „Rechtsradikalismus“, „Revisionismus“, „Volksverhetzung“ zu lesen …

¹ FPÖ PRO NRW und die „Hooligan-Krawalle: Bündnis der Gewalt“

FPÖ-ZZ: „Deserteursdenkmal – Ein Hoch den Landesverrätern“

Deserteursdenkmal - FPÖ-ZZ - Ein Hoch derDie ZZ der identitären Gemein-Schaft hört auch mit ihrer aktuellen Ausgabe nicht auf, gegen das Deserteursdenkmal am Ballhausplatz, das am 24. Oktober 2014 offiziell seiner sogenannten Bestimmung übergeben wird, zu wettern. Diesmal besonders unter der Schlagzeile „Ein Hoch den Landesverrätern!“ … Daß damit nicht nur auf die seinerzeitigen Deserteure ein Hoch ausgerufen wird, darf durchaus angenommen werden …

FPÖ - Zur Zeit - Teutsch zu denkenEs müßte nicht mehr erwähnt, von welchem Geist trunken die Schreiber der identitären Gemein-Schaft in diesem Denkmal am Ballhausplatz ein Zeichen der „Zivilisationsschande“, der „Kameradenmörder“, der „Kameradenverräter„, des „proletarischen Gedankenguts übelster Sorte“ sehen – darüber wurde bereits geschrieben und kann hier nachgelesen werden -, welcher Geist ihnen einredet, es sei ein „Schandmal“, aber nun auch noch „Landesverräter“, das ist doch zu bedenken.

FPÖ Zur Zeit Keine Existenz österreichischer NationWelches Land hätten denn nach der ZZ der identitären Gemein-Schaft die Deserteure verraten? Österreich nicht, denn der Staat Österreich existierte offiziell in dieser Zeit gar nicht, für die es nun auch das Deserteursdenkmal gibt. Es ist ein Denkmal für die „Opfer der NS-Militärjustiz“. Für welches Land tritt die „Zur Zeit“ dermaßen ein? Es ist für das Land Deutschland. Aber für welches Deutschland? Die ZZ tritt für das deutsche reich ein, also für die nationalistische Massenverbrechens- und Massenmordtotaldiktatur …

FPÖ Zur Zeit Seledec - Nationalsozialismus - Habsburgerreich

Das darf nicht vergessen werden in der Wahlzelle, wenn es reizen sollte, eine Aufhußstimme für die identitäre Gemein-Schaft abzugeben, daß diese Partei heute noch, im Oktober 2014, Menschen als Landesverräter ansieht, die nicht für ein anderes Land sterben und morden wollten, Menschen als Landesverräter sieht, die nicht weiter für eine nationalistische Massenverbrechens- und Massenmordtotaldiktatur morden und sterben wollten, daß die ZZ dieser Partei heute noch auch mit ihrem Furor gegen das Deserteursdenkmal ebendiesem nationalistischen totalitären Regime die Treue hält, einem untergegangenen Reich, das auch für die sogenannten eigenen Menschen nichts anderes brachte, als Elend, Hunger, Tod, Verderben, moralische und ethische Zerrüttung … Für dieses deutsche reich die österreichischen Deserteure von der Wehrmacht zu diffamieren, sehen also die Schreiber der ZZ der identitären Gemein-Schaft es als ihre ehrenreiche und wohl von der Vorsehung aufgetragene Pflicht des Mannes an – des deutschen Mannes. Denn. Auffallend an der aktuellen ZZ-Ausgabe 42-43 vom 17. bis 30. Oktober 2014 ist besonders der massive Versuch, aus Österreicherinnen und Österreicher wieder Deutsche zu machen, Österreich als Teil Deutschlands herbeizuschreiben …

FPÖ Zur Zeit Einseitiges Erinnern zwingt zum umfassenden Erinnern

Einseitiges Erinnern zwingt nach wie vor und wieder vermehrt und forciert zum umfassenden Erinnern und zur redlichen Behandlung der Geschichte.

Walter Selecec versucht es diesmal gegen das Deserteursdenkmal mit dem Steuergeld, mit der Klage, für das Deserteursdenkmal sei Steuergeld übrig, aber nicht für das Bundesheer, für Treibstoff für das Bundesheer … Nun, die Kosten für das Deserteursdenkmal belaufen sich auf fünf bis nicht einmal zehn Flugstunden eines Eurofighters … Aber vor allem wenn es um das Diffamieren geht, sind Identitäre Meister darin, die vier Grundrechnungsarten nie gelernt zu haben. Bemerkenswert an dem seledecschen Versuch, gegen das Deserteursdenkmal ein weiteres Mal anzuschreiben, ist sein Bemühen, der nationalistischen Massenmorddiktatur des deutschen reiches einen sogenannten normalen Status unter den „Unrechtsregimen“, die es gab und gibt, zu erschreiben, diese Massenmorddiktatur mit dem „Habsburgerreich“ gleichzusetzen, wenn er schreibt:

„Natürlich war der Nationalsozialismus ein Unrechtsregime. Das gleiche sagten auch viele Tschechen, Ungarn und Polen über das Habsburgerreich, bevor sie aus der k.u.k Armee desertierten. Haben sie deshalb nach 1918 in unseren Nachbarstaaten ein Denkmal erhalten? Natürlich nicht. Wie gesagt, Wien ist eben anders.“

Zum Glück ist Wien eben anders. Also keine von der identitären Gemein-Schaft regierte Stadt. Nicht auszudenken, wenn zum verlogenen Habsburgernostalgiekitsch auch noch der verlogene Nostalgiekitsch des deutschen reiches dazu käme, der nach dem Diktator dann wohl heißen würde: Hitlernostalgiekitsch …

FPÖ Zur Zeit Tomaschitz Österreicher als DeutscheEs ist für ein Magazin, in dem darüber nachgedacht wird, wie der „Faschismus wirklich wiederbelebt“ werden und das „folgerichtig“ nur dadurch gehen könnte, mit „den rechten Kräften in Österreich zu kooperieren“,  nicht überraschend, daß es derart massiv gegen ein Deserteursdenkmal anschreibt. Das soll es auch tun, wen kümmerts? Aber eines muß die Wählerinnen und Wähler in Österreich kümmern, dieses Magazin ist eines, in dem in Österreich gewählte Mandatare und Mandatarinnen schreiben, ein Magazin, das von einem in Österreich und nicht im untergegangenen deutschen reich gewählten NR geführt wird. In der Ausgabe von dieser Woche schreiben NR Barbara Rosenkranz und NR Wendelin Mölzer.

Für die von NR Mölzer geführte ZZ ist Deserteursdenkmal auf dem Ballhausplatz ein „Kameradenverräterdenkmal“

In der aktuellen Ausgabe der ZZ der identitären Gemein-Schaft setzt Rudolf Moser die Gesinnungslinie gegen das Deserteursdenkmal¹ auf dem Ballhausplatz fort. Dabei erzählt auch Rudolf Moser wieder einmal recht viel darüber, wie in diesem Medium Wahrheit in identitäre Wahrheit umgeschrieben wird. Er schreibt:

„Ein anderer Türkenbezwinger, Prinz Eugen von Savoyen, bekommt auf dem Wiener Heldenplatz neue Nachbarn – das Kameradenverräterdenkmal. Wenn solche Leute gegen die Türken 1664 gekämpft hätten, wäre das Abendland längst islamisch, aber angeblich drehen die Türken ihre militärischen Niederlagen demographisch noch um[.]“

„Diese Leute“, die nun ein Denkmal auf dem Ballhausplatz in Wien bekommen, waren in der Wehrmacht der nationalistischen Massenmorddiktatur des deutschen reiches und wurden beispielsweise sogar nach Kriegsende noch von der NS-Justiz wegen Desertion ermordet, wie hier bereits berichtet wurde, weil sie nach der Kapitulation nicht mehr kämpfen wollten und damit eigentlich befehlsmäßig ebenfalls kapitulierten. Aber das ist für Rudolf Moser belanglos. Denn Menschen, die nicht mehr bereit waren, für eine totalitäre Massenmorddiktatur zu morden und zu sterben, sind für ihn nach wie vor „Kameradenverräter“ …

FPÖ - Zur Zeit Kameradenverräterdenkmal

„Niederlagen und angeblichen Untaten“

Aber so großartige und siegreiche Soldaten waren die Kameraden der Wehrmacht, die, so Moser, von „solchen Leuten“ … Zum Glück, zum Glück muß gesagt werden. Zum Glück. Denn sonst wäre Deutschland, wäre Österreich, wären weite Teile Europas heute noch unter der brutalen und grausamen Herrschaft der nationalistischen Massenmord- und Massenverbrechensdiktatur des deutschen reiches … So haben zum Glück die moserischen „verratenen Kameraden“ keinen Endsieg, sondern den Untergang dieses totalitären Regimes erkämpft. Fraglich, ob die von Rudolf Moser verteidigten Kameraden 1664 es geschafft hätten, das „christliche Abendland“ erfolgreich zu verteidigen. Weshalb hätte es ihnen 1664 nicht ebenfalls gelingen sollen, was ihnen 1945 gelang? Besiegt zu werden, kapitulieren zu müssen, unterzugehen. Zum Glück, gelang den moserischen Kameraden nichts anderes als der Untergang.

Schon der erste Absatz von Rudolf Moser zeigt, woher der Wind gesinnungsgemäß weht, aus den revisionistischen kalten Kellern …

„Demutsvoll und reumütig gedachten wir auch im Jahre 2014 all unserer historischen Niederlagen und angeblichen Untaten.“

Ironiefreie Welt von Krone und Zur Zeit

Ironiefreie Scholle von „Zur Zeit“ und „Kronen Zeitung“.

„Und angeblichen Untaten“ … Welche „Untaten“ für Rudolf Moser wohl bloß „angebliche“ sind? Er wird gesinnungsgemäß nicht an jene der nationalistischen Massenmorddiktatur als „angebliche“ gedacht haben, wahrscheinlich wird er an Prinz Eugen² gedacht haben, und es als ungeheuerlich empfinden, daß diesem „Türkenbezwinger“ Untaten nachgesagt werden, er es nicht verstehen wird können, daß eine solche Geschichtsverfälschung mit Prinz Eugen getrieben wird, wo es doch die eine identitäre Geschichtsschreibung gibt, eine Art Weißbuch, beginnend mit Prinz Eugen bis herauf zu …

Prinz Eugen - Rudolf Moser

„Meldet der versierte Schlächter über das Gemetzel“

PS Das gewählte Personal der identitären Gemeinschaft ist auch in der aktuellen Ausgabe 41 vom 10. Oktober 2014 wieder zahlreich vertreten, NR Wendelin Mölzer, Manfred Haimbuchner, NR Mario Kunasek, HJennewein³ umkränzen den Beitrag von Rudolf Moser, Major der Reserve …

¹ Zur Zeit: Deserteursdenkmal: „Schandmal – Proletarisches Gedankengut übelster Sorte“

² Prinz Eugen und Johann Gudenus

³ Verbotsgesetz und Wahlen – Parallelwahlschaft der freiheitlichen Gemein-Schaft in Österreich

Einen ostmärkischen NS-Kriegsverbecher läßt NR Mölzer in seiner geführten ZZ verteidigen

Es ist gesinnungsgemäß recht stimmig, wenn, wie in der aktuellen Ausgabe 40, wieder einmal Richard-„Bin ein Ostmärker“-Melisch¹ einen Artikel schreibt, für die ZZ der identitären Gemein-Schaft, in der über das „Wiederbeleben des Faschismus“² nachgedacht wird, und auch über Kooperationen mit den „rechten Kräften Österreichs“. Diesmal schreibt von dem identitären Spitzenpersonal für die ZZ, die ohne dessen Beiträge nicht die „Zur Zeit“ wäre, Landesrat Gerhard Kurzmann und NR Wendelin Mölzer …

Um deren Beiträge soll es hier aber nicht gehen, sondern um einen über jenen „Ostmärker“, dessen Taten heute noch mit einer Gedenktafel gewürdigt werden.

Neben den Beiträgen des identitären Spitzenpersonals³ findet sich in der aktuellen Ausgabe eine Verteidigung von einem Kriegsverbrecher, nämlich von Alexander Löhr, verfaßt von Martin Pfeiffer, Schriftleiter der „Aula“. Eigentlich verwunderlich, daß NR Mölzer sich nicht ebenfalls Schriftleiter nennt, sondern nach wie vor Chefredakteur … Aber vielleicht kommt es zu einer Umbennung, wenn die Zeit dafür wieder unreif geworden sein wird.

Alexander Löhr - Martin Pfeiffer - NR MölzerEs ist gesinnungsgemäß recht stimmig, daß NR Mölzer einen Kriegsverbrecher verteidigen läßt. Als Chefredakteur ist er hauptverantwortlich dafür, wer beispielsweise verteidigt wird, wer nicht verteidigt wird, und als Abgeordneter im Parlament eines demokratischen Staates wiegt seine Verantwortung als Chefredakteur eines Magazins umso schwerer, was er, wie in der Ausgabe 3. Oktober 2014, verteidigen respektive nicht verteidigen läßt. Und es kommt hierbei auch noch entschieden auf das Wie an. Und dieses Wie des Schriftleiters ist eine gröbliche Verharmlosung der Geschichte. Es ist gesinnungsgemäß recht stimmig und entspricht ganz der gängigen identitären Praxis, einen Täter, im konkreten Fall einen Kriegsverbrecher, zum Opfer … Wobei die Frage zu stellen ist, wovon wurde Alexander Löhr ein Opfer? Ein Opfer seiner Taten, seiner Verbrechen?

Die gröbliche Verharmlosung der Geschichte kann mit einem Zitat aus der pfeifferischen Verteidigung belegt werden:

„Dabei schreckten sie nicht davor zurück, den General der österreichischen und deutschen Luftwaffe als ‚NS-Massenmörder‘ und ‚Kriegsverbrecher‘ zu diffamieren und ihm die verschiedensten Untaten in die Schuhe zu schieben. In einer in holpristem Deutsch verfaßten Presseaussendung des Grünen Klubs im Parlament behaupteten sie u.a., Löhr sei ‚an der Ermorderungen (sic!) von Partisanen am Balkan beteiligt‘ gewesen. Daß dieses Gesindel völkerrechtswidrig kämpfende Elemente waren und damit keinen Kombattantenstatus hatten, ist der Oberlehrerpartei wohl genauso unbekannt oder gleichgültig wie die Tatsache, daß Löhr von Titos Kommunistenbande abgeurteilt und getötet wurde.“

Ein rechtes Wort für Alexander Löhr in der ZZ von NR MölzerFür seine krude Verharmlosung der Geschichte muß Martin Pfeiffer mit größten Auslassungen arbeiten, er muß beispielsweise unerwähnt lassen die völkerrechtswidrige Bombardierung von Belgrad, oder, auch von Warschau … Ohne diese Auslassungen ist aber keine Ehrenrettung von Alexander Löhr zu haben … Vielleicht sind die Menschen, die etwa in Belgrad lebten und ermordet wurden, für den Schriftleiter auch bloßes …

Welcher Gesinnung die identitäre Gemein-Schaft seit Jahrzehnten treu ergeben ist, dafür findet sich in der pfeifferischen Löhr-Verteidigung auch ein Hinweis:

„Nun entdeckten giftgrüne Tugendwächter in der Wiener Stiftskirche eine Gedenktafel für Fliegergeneral Alexander Löhr. Diese war 1985 – in der Zeit der ersten freiheitlichen Regierungsbeteiligung unter Verteidigungsminister Friedhelm Frischenschlager – in der Stiftskaserne angebracht worden.“

Friedhelm-SS-Sturmbannführer-Major-Walter-Reder-Hand-Frischenschlager war es also, der die Gedenktafel …

Wendelin Mölzer - Pfeiffer LöhrEs möchte gar nicht darüber nachgedacht werden, sollte die identitäre Gemeinschaft je wieder in Regierungsverantwortung kommen, in welcher „Manier“ eines untergegangenen Deutschlands welche Denkmäler*, welche „Traditionspflege“, welche „Gedenktafeln“, welcher „Wahnsinn“, welch „geistige[r] Müll“ … Wähler und Wählerinnen sollten jedoch dringend darüber nachdenken, ehe sie wieder der identitären Gemein-Schaft ihr Stimmen … Was von dieser zu erwarten ist, auch darüber gibt Martin Pfeiffer mit seinen Unterstellungen und seiner Projektion recht offen Auskunft, wenn er schreibt:

„Daß Grüne nichts für Traditionspflege und das Andenken an die Gefallenen unseres Volkes übrig haben, ist hinlänglich bekannt. Sie betreiben lieber einseitige Vergangenheitsbewältigung mit dem Ziel, aus der eigenen Geschichte ein Verbrecheralbum zu machen und der autochthonen Bevölkerung den aufrechten Gang in gebückter Haltung zu verordnen. Am liebsten würden sie in DDR-Manier die Innenstädte mit Antifa-Gedenktafeln vollpflastern, wie das jahrelang in Graz der Fall war, bis FPÖ-Stadtrat Mario Eustacchio diesem Wahnsinn ein Ende gemacht und die Abbruchverfügung für diesen geistigen Müll erlassen hat.“

¹ „Bin ein Ostmärker“

² „Wiederbeleben des Faschismus“

³ Die ZZ des identitären NR Wendelin Mölzer

* Deserteursdenkmal: „Schandmal – Proletarisches Gedankengut übelster Sorte“

In der von NR Wendelin Mölzer geführten FPÖ-ZZ: „Folgerichtig mit den rechten Kräften Österreichs zu kooperieren“ zum „Wiederbeleben des Faschismus“

Faschismus wiederbeleben - Zur Zeit FPÖ - NR Wendelin Mölzer

Aus „Zur Zeit“ Nr. 38 vom 19. bis 25. September 2014: „Deutsche nicht unsere Feinde“. Chefredakteur ist NR Wendelin Mölzer, FPÖ.

Derart unverhohlen für das „Wiederbeleben des Faschismus“ wird in der von einem freiheitlichen NR geführten Magazin im September 2014 gesprochen und für eine Zusammenarbeit geworben, daß es noch einmal und gesondert herausgestellt werden muß. In einer Collage. Vielleicht können Worte in einer Illustration in dieser bilddominierten Gegenwart noch gelesen und leichter verstanden werden, vor allem von Wählern und Wählerinnen, aber auch von Medien.¹

Denn es zeigt sich, wieder einmal, niemand verbirgt je die eigenen Absichten. Das war in die Vergangenheit nicht anders. Und es gilt auch für die Gegenwart …

Und die Gegenwart² bestätigt das zwischen zwei Weltkriegen gefällte Urteil von Paul Valéry über das Lernen aus der Geschichte:

„Die Geschichte rechtfertigt, was immer man will. Sie lehrt überhaupt nichts, denn sie enthält alles, und sie liefert Beispiele für alles.“

Aber eines kann durch das je sofortige Aufzeigen und Verbreiten verhindert werden – und deshalb noch einmal diese Hervorhebung –, daß kein Wähler und keine Wählerin solcher Parteien in der Zukunft, wenn wieder einmal alles im Untergang geendet haben wird, je noch sagen können wird können, nicht gewußt zu haben, was Ihre gewählte Partei tatsächlich wollte.

Besser freilich wäre es, wenn derartige Parteien in Österreich oder in welchem Land auch immer keine Stimmen in einem einflußreichen und also bedrohlichen Ausmaß in welchen Wahlen auch immer je noch erhielten.³ Denn es muß doch jeden Menschen davor grauen, eines Tages, wieder eines Tages sagen zu müssen, nach einem nächsten totalen und wieder nicht nur moralischen und ethischen Verfall und Niedergang, sagen zu müssen, alle haben alles gewußt, Sie wurden von den Parteien, die Sie wählten, über deren tatsächlichen Absichten nicht getäuscht …

¹ Wählerinnen, Wähler und Medien ignorieren die Vorstellungen der FPÖ-ZZ

² Über das Deserteursdenkmal in Wien läßt NR Mölzer veröffentlichen: „Schandmal – Proletarisches Gedankengut übelster Sorte“

³ Von NR Mölzer geführte ZZ: „Gehört Südtirol zu Italien oder zu Deutschland?“

Über das Deserteursdenkmal läßt FPÖ-NR Wendelin Mölzer veröffentlichen: „Schandmal – Proletarisches Gedankengut übelster Sorte“

NR Mölzer - Deserteursdenkmal - Schandmal

„Schandmal – Gedankengut übelster Sorte“

Leserbriefe haben in Österreich höchste politische Bedeutung – so wird es spätestens seit dem seinerzeitigen Leserbrief des heutigen Bundeskanzlers zur Europäischen Union an die Tageszeitung „Neue Kronen Zeitung“ jedenfalls allgemein betrachtet. Auch die „Zur Zeit“ der identitären Gemein-Schaft setzt Leserbriefe in diesem Sinne, zutreffender: parteipolitisch und gesinnungsgemäß, ein. Leserbriefe sind also nicht unwichtig, nicht unbedeutend, dem wird beispielsweise Detlef Wimmer* uneingeschränkt zustimmen können, ist er doch ein eifernder Leserbriefschreiber der ZZ

So wird es nicht überraschen, was für einen Leserbrief NR Wendelin Mölzer** in der aktuellen Ausgabe 39 seines Magazins abdrucken läßt. Denn als Chefredakteur hat NR Mölzer die Letztverantwortung, was veröffentlicht wird, und auch, was nicht veröffentlicht wird.

Es ist ein Leserbrief gegen das Denkmal für Deserteure am Ballhausplatz¹. Gegen Denkmäler – gleicher welcher Art –  kann vieles vorgebracht werden. Aber es kommt auf das Wie an. Die Beweggründe für diesen Leserbrief eines „Fähnrichs der Luftwaffe“ der nationalistischen Massenmorddiktatur des deutschen reiches, den NR Mölzer abdrucken läßt, liegen offensichtlich nicht darin, über Denkmäler an und für sich nachdenken zu wollen, sondern …

Es mag dem Fähnrich sein Geschichtsrevisionismus, sein Gedankengut, seine luftwaffenmännliche Sichtweise von Mut und Ehre und wohl auch Treue unbenommen sein, er soll das alles sagen, schreiben … Entschieden anders verhält es sich aber damit, ob ein Abgeordneter des Parlaments der österreichischen Republik einen derartigen Leserbrief veröffentlichen soll. Ob die Veröffentlichung eines solchen Leserbriefes, wobei dieser Leserbrief nur ein weiteres Beispiel für äußerst bedenkliche Veröffentlichungen ist***, durch einen Abgeordneten mit seiner Funktion als Parlamentarier vereinbar ist. Die Antwort darauf kann nur eine sein: ein klares und eindeutiges Nein.

Daß aber ein Abgeordneter des österreichischen Parlaments einen solchen Leserbrief nicht mehr abdrucken lassen kann, sind die Wähler und die Wählerinnen in Österreich gefordert, endlich damit aufzuhören, Parteien zu wählen, in deren Reihen beispielsweise solche Chefredakteure marschieren, wie eben NR Mölzer, der solche Sätze der Ungeheuerlichkeit² drucken und verbreiten läßt, wie die in diesem Leserbrief:

„So wird hinter ‚Scham-Planken‘ auf dem Ballhausplatz ein Denkmal für Deserteure […] errichtet, wofür die jetzige rot-schwarze ‚österreichische‘ Regierung die Steuerzahler schröpft. Dieses einmalige ‚Schandmal‘ der Rot-Grünen – denn so etwas gab und gibt es nirgend auf der Welt […] Ein Deserteur ist und bleibt ein Verräter an unserer, durch Generationen verpflanzten Werten. Daher ist in meinen Augen, ein Deserteur ein auf Lebenszeit aus der Gemeinschaft auszuschließender, entehrter Feigling.

Es ist dies linke, proletarisches Gedankengut übelster Sorte, das einen Affront gegen all die Kriegsteilnehmer produziert, die ihr Vaterland, ihre wehrlosen Mitmenschen verteidigt haben.“

Über das Gedankengut auch eines freiheitlichen Abgeordneten, der einen solchen Leserbrief veröffentlichen läßt, muß kein weiteres Wort verloren werden. Das hat der leserbriefschreibende Fähnrich bereits ohnehin klar zum Ausdruck gebracht, aus seinem Urteil müssen hierfür lediglich zwei Wörter gestrichen werden, nämlich linkes und proletarisches

¹ Denkmal am Ballhausplatz ist für FPÖ-ZZ eine „Zivilisationsschande“ der „Kameradenmörder

² Blaues Zivilisationsideal: Sterben und Morden über Kapitulationen und Kriegsenden hinaus

* Ahnenland

** FPÖ-ZZ: „Ein neuer Eurofaschismus – Wäre das nichts?“

*** Harald Vilimsky rät zu „freundschaftlicher Distanz“ zur ZZ

Die ZZ des identitären NR Wendelin Mölzer

In der aktuellen Ausgabe der freiheitlichen „Zur Zeit“, dessen Chefredakteur NR Wendelin Mölzer ist, wird der Vorname von „Eurofaschismus-Wäre-das-nichts“-Stein¹ diesmal richtig geschrieben, also mit einem p. In dieser Ausgabe führt er kein Gespräch mit einem Vertreter der Casa Pound², die das Erbe von Benito Mussolini in das dritte Jahrtausend tragen, den Faschismus im dritten Jahrtausend ausleben wollen, sondern er macht sich Gedanken über die „AfD“ als „Rechte Alternative“.

Wer also befindet, das wäre doch was: „ein neuer Eurofaschismus“, löst bei einem freiheitlichen Abgeordneten des Parlaments der österreichischen Republik für dessen geführtes Magazin recht gleich ein Ticket für weitere Schreibaufträge.

Zur Zeit 39-2014 Stein Morgenröte EurofaschismusEs kommt eigentlich keine Ausgabe dieses Magazins ohne einen Beitrag von einer freiheitlichen Mandatarinnen oder einem freiheitlichen Funktionär respektive Spitzenfunktionär aus. In der aktuellen Ausgabe 39 vom 26. September bis 2. Oktober 2014 schreibt NR Wendelin Mölzer wieder mal selber. Einmal über „Heuchler am Asyldrücker“. Und einmal schreibt er über, nein, läßt NR Mölzer seinen von der Tageszeitung „Die Presse“ bereits am 11. September 2014 abgedruckten Artikel „Warum die Freiheitlichen ‚Putin-Versteher‘ sind“ nachdrucken. Damit kann Eindruck geschunden werden, wenn „Die Presse“ … Bemerkenswert an diesem Putin-Versteher-Artikel ist das Eingeständnis eines zweiten freiheitlichen Abgeordneten³, daß

„[d]ie heutige FPÖ […] eine identitäre […] Partei“

ist. So ist es gesinnungsgemäß nur recht, daß Philip Stein für die identitäre ZZ schreibt … Hierzu lediglich zur weiteren eigenen Informationseinholung ein Hinweis auf das „Identitäre Zentrum“ in Dresden und die „Blaue Narzisse“ … Bloß an dem „Identitären“ ist nichts Neues, nichts Zukunftsweisendes, es ist etwas Altes, es verweist in die Vergangenheit der Abgründe, und das bestätigt Philip Stein selbst in der vorherigen Ausgabe, wenn er von einem Faschismus schwefelt.

Es mag tatsächlich auch gar nicht sehr viel über all die Verbindungen geschrieben werden, am Ende nützt es diesen Kreisen auch noch, sich dadurch zurechtzufinden, wie sie untereinander mannigfach verbandelt sind. Von erstem Interesse allerdings ist der Umstand, welches Magazin von einem gewählten NR geführt wird. Wobei allerdings weder das Magazin an sich interessiert, noch der Magazinschriftleiter, sondern es sind die Wähler und Wählerinnen, die nach wie vor in einem unerhörten Ausmaß bereit zu sein scheinen, eine derartige Partei zu wählen, aber auch die breiten Medien sind von Interesse, die, wie etwa „Die Presse“* einer derartigen Partei …

Soher reicht es vollkommen aus, den Blick ausschließlich auf das von NR Mölzer geführte Magazin zu richten. Was in der aktuellen Ausgabe 39 noch von NR Mölzer zur Veröffentlichung freigegeben wurde …

… Unter dem Pseudonym Anna Maria Langbauer schreibt irgendwer unter dem Titel „Gegner mundtot machen“ eine Verteidigung und eine Lopreisung der „Goldenen Morgenröte“, die für die ZZ lediglich eine „griechische Rechtspartei“ ist, während diese ganz anders eingestuft wird. Von dieser freiheitlichen Einstufung ausgehend könnte die FPÖ als das eingestuft werden, wie die „Goldene Morgenröte“ sonst bezeichnet wird …

… Helge Morgengrauen, der Literatur-Experte der ZZ, feiert in drei Beiträgen, wieder einmal, Hermann Löns, einmal unter dem Titel „Er lebt im Herzen seines Volkes“, ein zweites Mal unter der Schlagzeile „Löns im Krieg“. Und ein drittes Mal: „Ridderbusch liest Hermann Löns – Lieder und Erzählungen des Heidedichters. Auf die literarischen Vorlieben der ZZ muß heute nicht näher eingegangen werden, zu oft schon wurde darüber berichtet**.

Wie einfallslos es in diesem Gesinnungslager inhaltlich zugeht, kann schon am Erfinden von Pseudonymen abgelesen werden. In der aktuellen Ausgabe schreibt irgendwer als Anna Maria Langbauer, und dann schreibt noch irgendwer als Eva Maria Langbauer über den Marsch der Abtreibungsgegner in Berlin unter der Schlagzeile „Im Kampf für das Leben“. Es ist wohl nicht nur Einfallslosigkeit, sondern auch Faulheit, Willenlosigkeit zur Anstrengung, von der auch NR Mölzer ergriffen ist, wenn er einen Artikel nachdrucken läßt.

In der aktuellen Ausgabe gibt es diesmal nur ein ganzseitiges Inserat, nämlich den offenen Brief von He.-Chr. Strache an den Bundeskanzler, an den Vizekanzler und an den Bundespräsidenten: „Ein offenes Wort zur Neutralität“. Dieses ganzseitige Inserat wurde auch in der vorherigen Ausgabe geschaltet. Mit welchem Geld bezahlt die FPÖ dieses Inserat? Mittels staatlicher Parteienfinanzierung, also durch Steuergeld? Müssen Menschen in Österreich mit ihrem Steuergeld ein Magazin füttern, das für einen nächsten Faschismus ….

¹ Medien, Wähler und Wählerinnen ignorieren die Vorstellungen der FPÖ-ZZ: „Neuer Eurofaschismus“

² FPÖ-ZZ: „Gehört Südtirol zu Italien oder zu Deutschland?“

³ Koalition mit der FPÖ – Erinnerung für die Zukunft

* Die Presse läßt die Freiheitlichen nicht verkommen

** FPÖ-ZZ und die Liebe zur Literatur

Die Zappelhäuser des freiheitlichen ZZ-Mandatars Wendelin Mölzer und seiner NR-Freunde

Es könnte jetzt, müßte nicht so viel gelacht werden, darüber geschrieben werden, daß das heimseitige Medium der freiheitlichen Gemein-Schaft sich darüber aufregt, daß in fünf Jahren 16.627,72 Euro für den Ankauf von Bildern ausgegeben wurde, und weiter auch darüber, müßte nicht dermaßen viel gelacht werden, daß die freiheitliche Heimseite unterstellt, daß damit, also mit etwas mehr als 3.000,00 Euro jährlich, SPÖ und ÖVP „gewogene Künstler fördern“ …

Wendelin Mölzer und freiheitliche Pgs - Gebäude stehen nicht stillEs könnte jetzt, müßte nicht so viel gelacht werden, darüber geschrieben werden, daß in der Beantwortung von Andrä Rupprechter vom 11. April 2014 noch im Kommentar von „Unzensuriert“ die Namen der Künstler, der ach so „gewogenen Künstler“, genannt werden, die Freiheitlichen also gar nicht einmal wissen, was und vom wem etwas angekauft wurde, die Freiheitlichen ihre diesbezügliche parlamentarische Anfrage stellten, weil sie etwas von Medien auflasen …

Es könnte jetzt, müßte nicht so viel …, daran erinnert werden, daß allein Johann Gudenus für ein einziges Inserat zur Grabrettung eines Idols des deutschen reiches mehr als 20.000,00 Euro ausgab und die Frage dabei erneuern, wessen Geld er …

Es könnte jetzt, müßte nicht …, auch daran erinnert werden, was dem Steuerzahler und der Steuerzahlerin in Österreich es nach wie vor kostet, daß beispielsweise Bernhard Tomaschitz als Assistent von Andreas Mölzer auch für die freiheitliche „Zur Zeit“

Auch darüber, was „Unzensuriert“ steuergeldmäßig

Aber es muß dermaßen über eine Formulierung in dieser freiheitlichen Anfrage gelacht werden, daß darüber gar nicht geschrieben werden kann noch will, was Freiheitliche schon unter Kunstmäzenatentum

„Die Bundesministerien der österreichischen Regierung sind weitläufige Gebäude, die nicht still stehen.“

Vielleicht ist das der Grund, daß die Freiheitlichen nicht wissen, wessen Bilder angeschafft wurden, weil sie die Gebäude, die einfach nicht stillstehen, nicht mehr finden konnten oder noch nie gefunden haben, die Gebäude, zappelig wie sind, einfach sich stets woandershin stellen …

Übrigens, Harald Vilimsky hat Wendelin Mölzer aktuell geraten, die Leitung der „Zur Zeit“ abzugeben – „eine freundschaftliche Distanz wäre gut“ … Harald Vilimsky hat also nicht verlangt, daß Wendelin Mölzer sein Mandat zurücklegt und Leiter der freiheitlichen ZZ bleibt. Mit solchen Formulierungen – „Gebäude, die nicht still stehen“ – haben die freiheitlichen Abgeordneten, wohl verwirrt, schreiben sie jetzt einen Artikel für die „Zur Zeit“ oder doch eine parlamentarische Anfrage … Solche Formulierungen – „Gebäude, die nicht still stehen“ – beschreiben recht eindrücklich, wie in der freiheitlichen ZZ geschrieben wird, gesinnungsgemäß ihren literarischen Vorbildern nacheifernd und dabei immer scharf an der Wirklichkeit vorbei …

Und noch ein Übrigens, die erste Leistung von Wendelin Mölzer als Leiter der freiheitlichen ZZ im Jänner 2014 war, abzusegnen, daß ein Lieblingsschriftsteller von Adolf Hitler und zugleich Zeuge von Gerd Honsik „wider die Lüge der …“, gegen was Gerd Honsik unerbittlich glaubt ankämpfen zu müssen, muß nicht extra geschrieben werden.

„Freundschaftliche Distanz“ rät Harald Vilimsky also … Ob Wendelin Mölzer im Gegenzug Harald Vilimsky zurief, Distanz zu Markus Beisicht zu halten, ist nicht bekannt, ist aber auch nicht anzunehmen …

NS Na, daß bloß kein Odin Wiesinger damit angekauft wurde, das wäre dann für die freiheitliche Gemein-Schaft doch recht blamabel, ihren „gewogenen“