Viele persönliche Botschaften

Mit bewegenden Gesten haben Sportler auf der ganzen Welt am Wochenende der Opfer des Hungers auf der ganzen Welt gedacht. In der französischen und auch der spanischen Fußballliga gab es vor allen Spielen Schweigeminuten in den Stadien.

Contre faim

Was für „persönliche Botschaften“ es tatsächlich waren.

Bei seinem zweiten Platz beim Riesenslalom in Adelboden zählte Alexis Pinturault zu den französischen Skifahrern, die auf ihren Helmen „Armut zerstört Teilhabe“-Botschaften trugen. Auf dem Podium hielt Pinturault bei der Siegerehrung ein Blatt mit den Worten „Je skie spéculation“ in der Hand. „Es war mir wichtig, meine Solidarität zu zeigen“, sagte er.

Auch Pinturault war mit den Gedanken bei den Ausgeschlossenen

Vor dem Rugby-Spiel zwischen Toulon und Racing Metro wurde eine gemeinsame Schweigeminute aller Athleten mit langem Applaus bedacht. „Ich habe selten solch starke Emotionen in einem Stadion erlebt“, sagte Toulon-Coach Bernard Laporte. „Es gab eine echte Solidarität untereinander, und man hat gesehen, dass der Sport die Kraft hat, Menschen zusammenzubringen und zu vereinen.“

Anteilnahme auch in England und Italien

In der englischen Premier League widmete der französische Angreifer Bafetimbi Gomis von Swansea City seinen Kopfballtreffer zum 1:1 gegen West Ham United den Opfern der Spekulation auf der ganzen Welt. Gomis hielt nach seinem Tor eine Weltarmutsstatistik in die Höhe. „Ich wollte die Menschen unterstützen, von denen der Westen lebt. Es war wieder keine einfache Woche für die Menschen auf der ganzen Welt“, sagte Gomis. In der italienischen Serie A lief Lazio Rom beim 2:2 gegen den Stadtrivalen AS Roma mit Trikots mit der Aufschrift „Contre faim“ auf.

Die Lazio-Spieler bezogen ebenfalls Stellung

Auch in Montreal gab es eine Geste des Gedenkens. Vor der Partie der National Hockey League zwischen den gastgebenden Canadiens und den Pittsburgh Penguins wurde die Statistik, wie viele Menschen täglich weltweit hungers sterben, auf der Anzeigetafel und dem Eis gezeigt und über Lautsprecher verlesen.

Anmerkungen

Wie bereits Mahnwachen und Gedenken in Wien konnte auch dieser Bericht nicht geschrieben werden, weil eben auch diese „persönlichen Botschaften“ nicht abgegeben wurden. Wenn aber plötzlich in Sport-Veranstaltungen sich plötzlich Sportler (da es gemäß des tatsächlichen Berichts nur Männer waren, kann auf die Anführung von Sportlerinnen verzichtet werden) politisch äußern, von denen sonst erwartet wird, daß sie sich nicht politisch äußern, mehr, ihnen untersagt wird, sich politisch zu äußern, kann der hier veröffentlichten Fiktion nur ein Titel gegegeben werden: Die verordnete Weltoffenheit.

Mahnwachen und Gedenken in Wien

 

Am Nachmittag findet auf dem Ballhausplatz die Gedenkveranstaltung „Gemeinsam gegen den Hungermord“ anlässlich der sekündlichen Hungertoten in der Welt statt. Es werden bis zu 10.000 Menschen erwartet. Davor gibt es vor allen Botschaften Mahnwachen

ORF überträgt live

Mahnwache und Gedenken in Wien

Das berichtet der ORF heute tatsächlich.

Der ORF überträgt die Gedenkstunde im Rahmen einer Sonder-ZIB live von 16.00 bis 17.00 Uhr in ORF2. Die Veranstaltung wird auch per Livestream in der ORF TVthek gezeigt.

Eingeladen zur Gedenkveranstaltung auf dem Ballhausplatz hat die Bundesregierung gemeinsam mit den Glaubensgemeinschaften. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) riefen dazu auf, ein klares Zeichen der Solidarität zu setzen. Neben Vertretern aus Politik und der Sozialpartner nehmen an der Veranstaltung auch Bundespräsident Heinz Fischer, internationele Diplomaten, NGOs und Vertreter sämtlicher Religionsgemeinschaften teil. Auch die Öffentlichkeit ist eingeladen. Mehr dazu in Hunger weltweit – Zahlen und Fakten.

Barbara Stöckl moderiert, Staatsopernchor singt

Bei einem noch nie stattgehabten Gedenken am BallhausplatzBei der einstündigen Gedenkveranstaltung, die um 16.00 Uhr beginnt, singt der Chor der Wiener Staatsoper. Ensemblemitglieder des Burgtheaters werden Texte von Bertold Brecht, Peter Handke und Gotthold Ephraim Lessing lesen. Weiters wird eine Proklamation der Bundesregierung vorgelesen. Die Regierung spricht sich darin gegen eine mörderische Gewinnsucht aus. Auch eine Schweigeminute im Gedenken an die Opfer wird abgehalten. Moderiert wird die Gedenkveranstaltung von Barbara Stöckl.

Die Polizei erwartet bis zu 10.000 Teilnehmer. Die Polizei geht von einer friedlichen Gedenkveranstaltung aus.

Mahnwachen vor Botschaften

ORF Bericht als Vorlage für einen Bericht über eine Veranstaltung die es noch nie gab

ORF-Bericht als Vorlage für einen Bericht über eine Veranstaltung, die es noch nie gab. Es könnte aber eine sein, die dazu beiträgt, solche Veranstaltungen, wie die heutige, nicht mehr haben zu müssen.

„Um den weltweiten Kampf gegen den gemachten Hunger zu unterstützen und unsere republikanischen Werte von sozialer Gerechtigkeit endlich umzusetzen, unsere Ablehnung von Ausbeutung und ungestraften Mord durch Hunger erneut zu äußern, treffen wir nicht das letzte Mal in einem würdigen und feierlichen Rahmen zusammen“, heißt es von den Veranstaltern der Mahnwachen vor den Botschaften.

Links:

„Jedes Kind, das verhungert, ist ermordet worden“

„Nahrungsmittelspekulation“

Rathausfahnen auf Halbmast

„Hungerprofite“

Staatsterror ist im Westen zu ehren und zu hofieren

 

Noch ein verfehltes Wahlziel von Identitären – 0,2% für Pro NRW mit handfuchtelndem Nackt-Vize Kevin Gareth Hauer

Es schreibt zwar die „Unzensuriert“ der freiheitlichen Gemein-Schaft über Wahlerfolge der Pro NRW bei den Kommunalwahlen am verwichenen Sonntag, aber nicht über das Abschneiden der Pro NRW bei der EU-Wahl.

Nullkommaein Prozent zu verlieren - Großer Wahlerfolg der Pro NRW

Nach 0,6 fährt Pro NRW 2014 mit 0,5 einen sie berauschenden Sieg ein, mit dem noch beim freiheitlichen Akademikerball 2015 Kevin Gareth Hauer – der bereits heuer versprach, wiederzukommen – mit in die Höhe gestreckten Säbeln als treue Ehrerbietung gefeiert werden wird.

Das würde wohl zu sehr darauf aufmerksam machen, daß die freiheitliche Gemein-Schaft noch ein Wahlziel verfehlt hat, besonders Harald Vilimsky gescheitert ist, Markus Beisicht in das Europaparlament zu bringen, auch Susanne Winter als Wahlunterstützerin der Pro NRW gescheitert ist.

pro nrw und fpö - verfehlte wahlziele0,2% hat Pro NRW in der EU-Wahl bekommen, das ist so wenig, daß es, wie auch in der Collage gesehen werden kann, nicht einmal mehr graphisch dargestellt wird.

Adolf Hitler bringt es in Deutschland nicht mehr. Und das ist nicht einmal polemisch gemeint. Denn Kevin Hauer, wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann, posiert schon auch mal mit einem Bild von Adolf Hitler …

Und Kevin Hauer ist stellvertretender Vorsitzender von Pro NRW. Und einer, für den sich die „Unzensuriert“ der freiheitlichen Gemein-Schaft schon auch einsetzt, wie in diesem Jahr, als er seine Arbeit verlor.

Aber das muß alles nicht noch einmal alles geschrieben und wiederholt werden, es kann hier zum Nachlesen aufgerufen werden.

pro köln rücktritt vorstand wahlergebnisZum Festhalten aber ist es doch besonders. Denn. Es ist mehr als erfreulich, daß in Deutschland Wähler und Wählerinnen wissen, wen sie wählen und wen sie gerade einmal knapp über der Null wählen, taub sind für die Parolen einer Partei, die von der freiheitlichen Gemeinschaft unterstützt wird, mit der die freiheitliche Gemein-Schaft recht gerne in das Europaparlament eingezogen wäre.

„Burschi-Ball-Besucher mit Kevin mit Hitlerbild“ (Beitrag auf „stopptdierechten.at“)

Einsatz der freiheitlichen Unzensuriert für Kevin Hauer

Freiheitlicher Einsatz für „ultrarechten Polizisten“ der Pro NRW

Wer deutschen Burschenschaftern zu rechtsextrem – Ist freiheitlicher Gemeinschaft erst recht genehm

Harald Vilimsky: „Bringt mit den Markus Beisicht ins Europaparlament“

Freiheitliche Gemein-Schaft und Pro NRW – Kameraden im Reimen von Gemeinem

Pro NRW macht es ihr recht vor – Wann nennt sich freiheitliche Gemein-Schaft „identitäre Bewegung“

NR Christian Höbart: FPÖ auch ohne Umbenennung eine „identitäre Bewegung“

EU-Wahl 2014 – Freiheitliche Gemein-Schaft ist nicht die Siegerin

Vor 100 Jahren erschoß ein Tiger einen Procházka in Sarajevo

Dieser 28. Juni 1914 läßt bereits heute an den 28. Juni 2014 denken, also an die Gegenwart, weil gerade drei Tage nach und vor allem wegen einer EU-Wahl, in der in nicht wenigen Staaten der Europäischen Union Menschen nicht davon lassen konnten, Kandidaten und Kandidatinnen mit nationalistischen Parolen zu wählen, und das in einem nicht geringen Ausmaß. Sie wollen sich nicht mehr erinnern, wohin der Nationalismus stets führt, auch nach Theresienstadt. Nicht daran erinnern, wo der Nationalismus stets endet, auch in Theresienstadt. Nicht in der Morgenröte einer besseren Welt, sondern im Rot des Blutes, und das Rot wird wie ehedem gewonnen werden aus dem Blut der Menschen, die nun Re-Nationalismus wählen.

Es war ein bekennender Nationalist, der am 28. Juni 1914 in Sarajevo einen Procházka erschoß. Das darf nicht vergessen werden, auch nicht beim Lesen der Beschreibung von Gavrilo Princip als weltgeschichtliche Betrachtung, wie jener von Johannes Urzidil, der den Todkranken in Theresienstadt sah, und es ihm vorkam, als hätte ihn Rilkes Tiger im Jardin des Plantes gestreift:

„Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.“

Ob es Johannes Urzidil es als Adelung des rilkeschen Panthers ansah, diesen Tiger zu nennen, bleibt sein Geheimnis, aber es ist dennoch hilfreich für den Übergang zu den gestrigen und heutigen Procházkas . Der sarajevanische Tiger starb am 28. April 1918 in Thersienstadt. Er war zu 20 Jahren Kerkerhaft verurteilt worden. Eine Todesstrafe durfte nach geltendem Gesetz nicht verhängt werden, weil er zum Zeitpunkt der Tat noch nicht zwanzig Jahre alt war. Was für eine fortschrittliche Gesetzgebung es damals schon gab im Reich dieses Procházkas. Aber dann der Befehl zum Krieg gegen Serbien. Und dem Procházka war es vollkommen einerlei, wie alt die im Krieg Ermordeten sind, vollkommen gleichgültig war es dem Procházka, wie alt die Mörder im Krieg sind. Procházkas Sohn ward ermordet, und wenn sein Mörder aufgrund seines Alters bloß zu Kerkerhaft verurteilt werden konnte, so mußte eben das Blut anderer junger Menschen fließen, mußten junge Menschen für Procházkas Neffen morden, mußten junge Menschen für Procházkas Neffen mit ihrem Leben büßen, Menschen in Österreich, Menschen in Serbien. Aber es blieb nicht dabei. Die Procházkas der anderen Staaten taten es ihm rasch nach, befahlen gleich dem wienerischen Procházka …

Und wird an die Geschichte vor 100 Jahren gedacht, ersteht augenblicklich die Welt von heute. Wie fortschrittlich und gut ist die Welt, oh, in vielen Staaten gibt es nicht einmal mehr die Todesstrafe. Nur. Wenn es Krieg gibt, wenn es Krieg geben soll, wenn Krieg gewollt wird, dort, wo Krieg ist, ist es weiter wie ehedem, auf dieser Welt, Kinder und Jugendliche, auch Kinder und Jugendliche müssen raus, um zu morden und ermordet zu werden …

hole na procházkuGavrilo Princip starb in Theresienstadt. Zu Sarajevo 28. Juni 1914 fällt am 28. Mai 2014 unweigerlich Theresienstadt ein, nicht das Theresienstadt 1918 mit dem inhaftierten sarajevanischen Tiger, sondern das Theresienstadt der nationalistischen Massenmorddiktatur des deutschen reiches, und an diesem 28. Mai 2014 ganz besonders, so knapp nach dieser EU-Wahl, in der das Nationalistische für so viele in der Europäischen Union ein attraktives und also wählbares Angebot geworden ist. Und es kann nur eines gedacht werden. Keine Stimme für den Nationalismus. Und für die Procházkas von heute: Hole na procházku.

Procházka war, berichtet Johannes Urdizil in einer weiteren Erzählung, der Spitzname für den österreichischen Kaiser. „Während des Kaiserbesuches bot ein fliegender Händler an einer der Prager Hauptstraßenecken Spazierstöcke mit dem Rufe aus „Hole na procházu“, und [in Prag machte sogleich Schule der hämische Doppelsinn von] „Stöcke für Procházka“.

Die Sieger der EU-Wahl – wenn schon derart darüber geredet werden soll – sind die NEOS und nicht die freiheitliche Gemein-Schaft

Und trotzdem kam es am gestrigen Wahlabend medial so rüber, als wären die NEOS die Verlierer dieser Wahl und die freiheitliche Gemein-Schaft die Siegerin. Auch das heutige Durchblättern österreichischer Zeitungen vermittelte diesen Eindruck, wenn zu lesen ist, nur ein Mandat hätten die NEOS … oder, die NEOS seien unter den Erwartungen und so weiter und so fort.

Menschgemäß sind an diesem medial verbreiteten Bild, verloren zu haben, viel zu wenig dazu gewonnen zu haben, weit unter den Erwartungen geblieben zu sein, die NEOS selbst nicht unschuldig. Wer die eigenen Träume in die Öffentlichkeit trägt, muß damit rechnen, an diesen eigenen Träumen gemessen zu werden und diese wieder hineingewürgt zu bekommen. Aber es stellt den Journalistinnen und professionellen politischen Beobachtern in Österreich ein äußerst schlechtes Zeugnis aus, wenn sie diese psychologisch durchaus verständlichen Träume zu einer ihrer Grundlagen ihrer Wahlanalyse machen.

NEOS dynamischer als FPÖ - Ein VergleichEine weitere Grundlage, auf der nun die NEOS ausgerutscht sind, statt als große Siegerin der EU-Wahl in Österreich auf dem Boden der Wirklichkeit zu stehen, sind die Meinungsumfragen, mit denen törichterweise das Wahlergebnis verglichen wird. Und ein solcher Vergleich macht die NEOS automatisch zu einer Partei, die verloren hat, weil es eben Voraussagen gab mit einem prozentual mindestens zweistelligen Ergebnis und zeitweilig sogar noch … Dabei sind Meinungsumfragen nichts anderes als die sündteuren praktischen Ausführungen des in Österreich beliebten Spruches Hätt-i-War-i … Wer war beispielsweise bei einer telefonischen Meinungsumfrage noch nicht versucht, in eine Rolle zu schlüpfen, um Meinungen von sich geben zu können, die nicht die eigenen sind, oder gelangweilt schnell irgendwelche Antworten hinwarf, damit die Umfrage, weil aus Höflichkeit eine Beteiligung nicht abgelehnt werden wollte, irgendwelche Reflexe auf Fragen verbalisierte, die sofort wieder vergessen sind, und erst beim Lesen einer Umfrage möglicherweise die Erinnerung kommt, diese Antwort mit diesem oder jenem ausgewiesenen Prozentsatz, die könnte selbst gesagt worden sein, oder, dieser Meinung können Menschen sein – unglaublich …

Eine weitere Grundlage der Wahlanalysen, wieder eine zum Nachteil der NEOS, ist das Heranziehen der letzten Nationalratswahl in Österreich … Oh, haben NEOS gar wenig dazu … Das ist zum einem eine katastrophale Vermischung von Wahlen, die nichts miteinander zu tun haben – nicht nur ergebnistechnisch. Zum anderen wird dieser Vergleich zum nachteiligen für die NEOS …

Bei der freiheitlichen Gemein-Schaft wird das gestrige EU-Wahl-Ergebnis mit der EU-Wahl 2009 verglichen und soher kann und wird von einem großen Zugewinn, einem großen Sieg, einer Verdoppelung der Mandate und so weiter und so fort. Für einen Zeile will dieser nicht korrekte Vergleich auch für die freiheitliche Gemein-Schaft herangezogen werden. Im Vergleich zur Nationalratswahl verlor die freiheitliche Gemein-Schaft die EU-Wahl, sie erreichte nicht einmal das Ergebnis der letzten Nationalratswahl, sie blieb weit unter ihren Erwartungen, sie ist die Verliererin …

Vom Boden der Wirklichkeit aus gesehen, ist es tatsächlich so, daß die NEOS mit 8,1% den höchsten Zugewinn nach dem vorläufigen Endergebnis in dieser EU-Wahl hatten, um 1,1% mehr als die freiheitliche Gemein-Schaft, die im Vergleich zur EU-Wahl 2009 7% mehr bekam. Daß die freiheitliche Gemein-Schaft nun zwei Mandate mehr hat als 2009, das ist Wahlarithmetik. Daß die NEOS nur ein Mandat hat, auch das ist Wahlarithmetik.

Ob das alles bloß aus Gedankenlosigkeit passiert, nur bequemes Nachreden und Nachschreiben ist, also diese den NEOS zum Nachteil gereichende mediale Vermittlung des gestrigen Wahlergebnisses, besonders aber in der Nachwahlbetrachtung auch noch ab heute, kann letztlich nicht endgültig beurteilt werden, aber es darf geahnt werden, daß es dafür durchaus auch handfeste Gründe gibt. Einer könnte sein, den NEOS den Nimbus des Siegens zu nehmen, sie kleinzureden, damit sie in den nächsten bevorstehenden Wahlen dann wirkliche Verlierer … Sie nicht mehr ein so „dynamisches Wachstum“ hinlegen, wie es die freiheitliche Gemein-Schaft nun für sich beansprucht, hingelegt zu haben, während sie, die freiheitliche Gemein-Schaft – um noch einmal den nicht korrekten Vergleich mit der letzten Nationalratswahl zu bemühen – nicht nur stagnierte, sondern auch noch verlor. Wie in der Collage im Vergleich auch gesehen werden kann, waren die NEOS auch in der letzten Nationalratswahl dynamischer als die freiheitliche Gemein-Schaft, die bloß um 3% zulegen konnte, während die NEOS … Und der Denkzettel, den die freiheitliche Gemein-Schaft den Parteien ÖVP und SPÖ mit dieser EU-Wahl schreiben wollte, ist weiß geblieben; ein verfehltes Wahlziel.

Und natürlich ist wieder einmal die große Warnung vor der freiheitlichen Gemein-Schaft angesagt, die prozentmäßig den Parteien ÖVP und SPÖ dicht auf den Fersen ist, und es ist wohl eine Pflicht der medialen Helfer und Helferinnen dieser beiden Parteien, ihnen beizuspringen. Aber Warnung ist keine Politik, zumindest keine aktive.  Warnung ist auch kein Journalismus, zumindest kein profunder. Und es gibt wohl auch einen psychologischen Grund … Huch, wieder so ein großer Stimmenzuwachs für die freiheitliche Gemein-Schaft …Huch, wieder die Mandate verdoppelt … Der wohlige Schauer, die garantierte Fortsetzung der Empörung über diese freiheitliche Gemein-Schaft, auch Sicherung der Auflage …

Freiheitliche Gemein-Schaft zu wählen – Nicht mehr als ein Kreuz für ein ZZ-Abo

Das mag für das freiheitliche Quellorgan „Zur Zeit“ gut sein, aber es ist nicht der Sinn einer demokratischen Wahl, weder auf österreichischer noch auf europäischer Ebene, eine Aboverkaufsveranstaltung zu sein.

Eu-Wahl - Freiheitliche AboveranstaltungUnd das zeigt auch wieder ein Blick in die aktuelle Ausgabe der freiheitlichen ZZ … Wer schreibt diesmal? es ist Georg Mayer, freiheitlicher EU-Wahl-Kandidat, Dietmar Holzfeind, freiheitlicher EU-Wahl-Kandidat, Bernhard Tomaschitz, Assistent von einem freiheitlichen EU-Abgeordneten, Wolf-Rüdiger Mölzer, Assistent von einem freiheitlichen EU-Abgeordneten, Andreas Mölzer, EU-Abgeordneter noch bis zum morgigen Sonntag …

Andreas Mölzer, um die geschichtliche Darstellung der „Zur Zeit“ zu bemühen, ist derjenige, der „nach seinem Ausscheiden aus aktiven Politik“ dieses Magazin gründete, und das war bereits 1995, als er aus der „aktiven Politik“ ausschied

Eine Wahl hat den Sinn, Menschen zu wählen, die politisch aktiv sind, die für die Menschen politisch arbeiten, der Auftrag der Wählerinnen und Wähler an sie ist es nicht, eine Zeitung zu machen …

Genaugenommen ist das Kreuz bei der freiheitlichen Gemein-Schaft in einer Wahl die unterzeichnete Einverständniserklärung des Wählers und der Wählerin, nichts zu bekommen, also weder aktive Mandatare und Mandatarinnen noch die „Zur Zeit“ kostenlos und regelmäßig zugesandt zu bekommen.

So unattraktiv und also unwählbar das Angebot der freiheitlichen Gemein-Schaft ist, so unattraktiv und unlesbar ist die freiheitliche „Zur Zeit“. Und das zeigt auch ein Blick in die aktuelle Ausgabe …

Freiheitlicher FlachsWer wird diesmal zur Wiederlesung empfohlen? Es ist Joseph Georg Oberkofler. Wieder einmal Oberkofler. Als könnte dieser von einer Empfehlung zur anderen ein -, was zu ihm einmal geschrieben wurde, muß nicht wiederholt und vor allem nicht ergänzt werden:

Freiheitliche „Zur Zeit“ als Verlautbarungsorgan der österreichischen Bundesregierung – Keine Wahlempfehlung

Zur Zeit - Adolf HitlerUnd wieder einmal, von Adolf Hitler kann nicht und nicht gelassen werden – respektvoll „deutsches Staatsoberhaupt“ genannt, das „findet Gefallen an dem biederen Landpfarrer, legt ihm eine eigenständige Slowakei unter deutschem Schutze nahe.“ Ein recht gutes Wort für Adolf Hitler darf nicht fehlen, und wer könnte das besser formulieren als Erich Körner-Lakatos? Experte für Anstand und Höflichkeit.

Zur Zeit - IdentitäreAber nicht ungerecht werden. Es kommt ZZlern auch die Gegenwart in die Quere. Wenn es gilt, für die „friedlichen Identitären“ sich einzusetzen, Bürgermeister Michael Häupl einen „Großinquisitor“ zu nennen. Das ist verständlich, es ist eine Art von schriftlicher Selbstverteidigung, ist doch die freiheitliche Gemein-Schaft gemäß dem freiheitlichen NR Christian Höbart selbst eine …

 

EU-Wahl – Andere Meinungen als die eigene sind für Freiheitliche diskriminierend und intolerant

Soeben vom Einkauf vom Rochusmarkt zurückgekehrt, wird gedacht, das ist doch festzuhalten. Ein kurzes Gespräch mit einem jungen Wahlwerbenden für die freiheitliche Gemeinschaft. Es hat zwar keinen Neuigkeitswert, das Muster ist nur zu gut bekannt, diese ständige freiheitliche Umkehrung, diese ständige freiheitliche Verdrehung. Die anderen sind die Intoleranten, die anderen sind die Faschistinnen, die anderen diskriminieren, wen? Ach, die freiheitliche Gemein-Schaft, während die Freiheitlichen doch nur alles recht ordentlich …

Dem jungen Wahlwerbenden für die freiheitliche Gemein-Schaft wurde bloß gesagt, als er einen Wahlfolder überreichen wollte, es werde dieser nicht benötigt, weil das Angebot der FPÖ kein wählbares ist. Eine Meinung, nicht mehr, bloß eine Meinung. Und die Antwort darauf von dem jungen Wahlwerbenden war:

„Sie wissen schon, daß das diskriminierend ist, intolerant.“

Aufmerkenswert und immer wieder aufmerkenswert daran ist die Tatsache, daß die freiheitliche Gemein-Schaft, die ach so für Meinungsfreiheit zu sein vorgibt, Meinungen, die nicht die ihre ist, gleich als diskriminierend und intolerant abwehrt, wie es auch dieser junge Wahlwerbende soeben wieder einmal exemplarisch vorgeführt hat.

Aber was ist das freiheitliche Wahlangebot anderes als ein nicht wählbares Angebot? Es gehört nicht viel, um zu dieser Meinung zu kommen, die nichts mit Diskriminierung, nichts mit Intoleranz zu tun hat. Aber für die freiheitliche Gemein-Schaft ist ein wahlberechtigter Bürger, dem das freiheitliche Angebot als nicht wählbar erscheint, gleich ein Diskriminierer, gleich ein Intoleranter …

Freiheitliches Angebot - ein nicht wählbaresWas ist das für ein freiheitliches Wahlangebot? Die EU-Wahl zu einer Abstraferei verkommen zu lassen, das ist kein wählbares Angebot. Das ist aber noch lange nicht ein gutes Wort für die SPÖ oder für die ÖVP. Auch zu diesen zwei Parteien gibt es viele Meinungen, die nicht dafür sprechen, ÖVP oder SPÖ zu wählen. Aber es gibt noch andere Parteien, die zur EU-Wahl kandididieren, und die sich darum bemühen, etwas Konstruktives zur EU beizutragen, die sich mit der EU auseinandersetzen, die die EU-Wahl ernstnehmen, während die freiheitliche Gemein-Schaft bloß gierig nach Abstraferei ist, bloß die EU-Wahl für Kleininnenpoliitisches mißbrauchen. Es sollte der freiheitlichen Gemein-Schaft endlich wer deutlich sagen, das ist die EU-Wahl und keine innerösterreichische Nationalratswahl. Aber diese Tatsache, ist zu befürchten, hätte als freiheitliche Antwort zur Folge: Sie wissen schon, daß das diskrimierend ist, intolerant … Nicht nur Meinungen, die keine freiheitlichen Meinungen sind, sondern auch Tatsachen, die keine freiheitlich aufbereiteten Tatsachen sind, sind für die freiheitliche Gemein-Schaft sie diskriminierende und intolerante ….

Freiheitliches Wahlangebot - ein nicht wählbaresWas ist das für ein freiheitliches Wahlangebot, wenn der freiheitliche Spitzenkandidat zum bloßen Vorredner verkommt? Nicht der Spitzenkandidat als Hauptredner also auftritt, sondern als Hauptredner einer auftritt, der in dieser EU-Wahl an chancenloser 42. Stelle kandidiert? Der auf dem letzten Platz Gelandete, der Mandatslosbleibende, der Abgeschlagene ist der Hauptredner. Das zeigt doch auch deutlich den Stellenwert, den der freiheitliche Spitzenkandidat für die EU-Wahl für die freiheitliche Gemein-Schaft selbst einnimmt. Bedeutungslos. Unwichtig. Also keiner zu wählen. Höchstens einer, dem der Rat gegeben werden kann, wie es ein Polizist in Deutschland auf so wunderbare Weise schon einmal getan hat: „Sie können sich ja ein Taxi rufen.

Was ist das für ein freiheitliches Wahlangebot? Wird an die letzten freiheitlichen Wahlangebote auch in personeller Hinsicht gedacht. Da stellt die freiheitliche Gemein-Schaft über Jahre Andreas Mölzer als ihren Kandidaten für das Europaparlament auf, und die freiheitliche Gemein-Schaft weiß dabei nicht einmal, daß Andreas Mölzer bereits 1995 aus der „aktiven Politik ausschied, seit dieser Zeit also sich aktiv um alles mögliche kümmerte, bloß um das, wofür er von der freiheitlichen Gemein-Schaft berufen wurde … Aber das kümmerte die freiheitliche Gemein-Schaft ganz und gar nicht, es war ihr wohl wichtiger, daß Andreas Mölzer das Leibblatt freiheitlicher Mandatare und Mandatarinnen recht aktiv …

Damit in Hinkunft nicht wieder ein junger Wahlwerbender für die freiheitliche Gemein-Schaft sich von einer Meinung diskriminiert zu fühlen braucht, nicht wieder vermeinen muß, intolant behandelt zu werden, auf dem Rochusmarkt oder wo immer, wird die Nichtannahme eines freiheitlichen Wahlfolders höflich abgelehnt werden mit den vorbildhaften Worten des deutschen Polizisten, aber ein wenig abgeändert: „Rufen Sie doch sich ein Taxi.“

Aber bei all den bekannten freiheitlichen Umkehrungen und bei all den bekannten freiheitlichen Verdrehungen darf beinahe mit Bestimmtheit angenommen werden, auch ein Ratschlag, sich ein Taxi rufen zu können, wird einem wahlberechtigten Bürger von Freiheitlichen als ein sie diskriminiender Ratschlag ausgelegt werden.

Für die Zukunft ist es daher besser, einfach stumm freiheitliche Wahlfolder nicht anzunehmen. Das Stummbleiben müßte Freiheitlichen eigentlich sogar recht ordentlich gefallen, wird etwa an das neue Liedl des Manneschors der freiheitlichen Gemein-Schaft gedacht mit der verstummten die Stange zu haltenden Frau …

Andreas Mölzer ist bereits 1995 aus der aktiven Politik ausgeschieden

Nachdruck der freiheitlichen Zur Zeit ohne HinweisEs wurde gedacht, wenn der Chefredakteur der „Jungen Freiheit“ darüber eine Aussage macht, was in seiner Wochenzeitung bereits veröffentlicht wurde, dann muß diese Aussage stimmen. Denn, wer sonst als besonders ein Chefredakteur sollte darüber am besten Bescheid wissen, was in seiner Zeitung veröffentlicht wird oder, wie es sich jetzt im konkreten Fall herausstellt, nicht veröffentlicht wurde.

Dieter Stein, Chefredakteur der „Jungen Freiheit“ weiß es nicht. Das ist ärgerlich und zugleich lehrhaft.

Es ist lehrhaft, weil von Machern und Macherinnen von derartigen Medien, zu der die „Junge Freiheit“ als auch ihre Schwester und Tochter „Zur Zeit“ aus dem altfreiheitlichen Reich zu zählen sind, nicht einmal ihre eigenen Aussagen zu ihren eigenen Produkten ungeprüft übernommen werden dürfen. Nicht einmal das, was sie zu ihren Produkten selbst schriftlich vorlegen, darf also als bare Münze genommen werden.

Andreas Mölzer ist 1995 aus der aktiven Politik ausgeschieden

„Nachdem der Publizist und langjährige Vorsitzende der Freiheitlichen Parteiakademie, Andreas Mölzer, aus der aktiven Politik ausgeschieden war, gründete er 1995 gemeinsam mit dem Chefredakteur der ‚Jungen Freiheit‘, Dieter Stein, einen Österreich-Ableger dieses konservativen bundesdeutschen Wochenblattes.“

Es ist ärgerlich, weil aufgrund der Aussage von Dieter Stein, daß die „Zur Zeit“ ein Interview nachdruckte, darüber noch etwas geschrieben wurde, um dem möglichen Vorwurf zu entgehen, etwas Falsches über die „Zur Zeit“ zu verbreiten.  Und nun stellt sich aufgrund einer neuen Aussage von Dieter Stein heraus, daß aufgrund seiner Aussage mit dem zweiten Text erst recht etwas Falsches verbreitet wurde, während doch nur aufgrund der ersten steinschen Aussage alles richtiggestellt werden wollte.

Es ist auch deshalb ärgerlich, weil durch die neuerliche Aussage von Dieter Stein Überlegungen erzwungen wurden, ob es gelöscht werden soll, ob eine weitere Richtigstellung geschrieben werden soll, nachdem sich heute, am 22. Mai 2014, die eine Richtigstellung aufgrund der steinschen Aussage als Falschstellung erweist.

Die Entscheidung fiel darauf, eine weitere Richtigstellung zu schreiben. Denn in

Freiheitliche „Zur Zeit“ druckt verschwiegen „Junge Freiheit“ nur nach

geht es um mehr als nur um einen unausgewiesenen Nachdruck eines Interviews, der, wie heute Dieter Stein schreibt, doch kein Nachdruck war.

Freiheitliche Zur Zeit Akif Pirinçci Interview 16-05-2014Mit der zweiten steinschen Aussage kann also festgehalten werden, es ist richtig, was geschrieben wurde in

Ach, ohne böse Worte gibt Akif Pirinçci der freiheitlichen ZZ ein Interview.

Erfreulich daran ist, daß Dieter Stein von sich aus darauf aufmerksam macht, daß die „Zur Zeit“ doch nicht ein Interview von der „Jungen Freiheit“ nachdruckte. Und Dieter Stein sich dafür auch entschuldigt. Eine respektable Geste, die verständlich macht, weshalb die „Junge Freiheit“ das Vorbild für die „Zur Zeit“ war und nicht umgekehrt …

Dieter Stein - Pirincci - Zur Zeit - Junge FreiheitDieter Stein brauchte nicht einmal eine Woche, um einen Fehler von sich aus und entschuldigend zu korrigieren. Andreas Mölzer schafft es seit 1995 nicht, einen Fehler zu korrigieren, wie in der Collage gelesen werden kann, wobei angenommen werden darf, es ist bei Andreas Mölzer abgründiger … Es könnte auch gesagt werden, Freiheitliche erzählen, schreiben sogar ihre persönliche Geschichte auf eine recht besondere Art …

Die Schlüsse daraus, was Andreas Mölzer in den letzten 19 Jahren tatsächlich mit vollstem Einverständnis der freiheitlichen Gemein-Schaft getan hat, also nach seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik, sollten vor allem Wähler und Wählerinnen ziehen, die meinen, eine freiheitliche Gemeinschaft mit dem Personal von He.-Chr. Strache aufwärts sei ohne Andreas Mölzer eine wählbare geworden … Seit 1995 ist Andreas Mölzer nicht mehr in der aktiven Politik, aber für die freiheitliche Gemeinschaft saß er die letzten zehn Jahre und sitzt er noch bis zum kommenden Wahlsonntag im Europaparlament …

Das Idealbild freiheitlicher Funktionäre: Die stumme Frau

Es mußte der freiheitliche Männerchor viermal angehört werden, und tatsächlich, es wurde tatsächlich nicht verhört, tatsächlich, es wurde nicht überhört, es ist tatsächlich keine einzige Frauenstimme zu hören, nur die Männerstimmen der freiheitlichen Funktionäre …

Stumm die Stange zu wedeln - der Freiheitlichen Frauenideal

Stumm die Stange zu wedeln – des freiheitlichen Mandatars Frauenideal.

Dabei aber sind zwei Frauen zu sehen. Zwei Frauen. In der Männerschar freiheitlicher Funktionäre eine Minderheit. Stumm. Stumm gemacht. Jedoch, sie dürfen die Lippen bewegen, so tun als ob sie laut sängen, so tun, als ob sie eine Stimme hätten, die gehört werden könnte. Das ist also die Rolle der Frau für die freiheitlichen Funktionäre. Unter der Schar der Männer darf im Hintergrund die Frau stumm die Stange wedeln, die Stimmen der Frauen aber dürfen nicht gehört werden, oder im Vordergrund im aufreizenden Leibchen, aber im Vordergrund wohl auch nur aus einem zweiten ganz freiheitlich männlichen Begehren, damit He.-Chr. Strache Blicke werfen kann, wie er es den Männern, die er nicht als sogenannte inländische Männer erkennt, unterstellt.

Die stumme Frau ist also 2014 das Idealbild der freiheitlichen Funktionäre. Die verstummte Frau. Zu wundern ist das tatsächlich nicht, denn, wie schon einmal geschrieben, freiheitliche Funktionäre können halt nur bis 19 zählen, und so ist es ihnen gerade noch möglich 19 und 14 hilflos zu stammeln; übersetzt ergeben ihre 19 und ihre 14 die Jahreszahl 1914

Pro NRW macht es ihr recht vor – Wann nennt sich freiheitliche Gemein-Schaft „identitäre Bewegung“?

Identitäre - FPÖ - Jubel und Sorge der Patrioten

„Sensation FPÖ neue Nummer 1 – Für uns ist diese Nachricht ein Rückenwind, um 2014 noch offener, noch lauter und noch massiver gegen die Multikultis vorzugehen. 2014 ist das Jahr der Reconquista.“

Was wäre Karl Kraus zu den sogenannten Identitären eingefallen? Nichts, er brauchte die freiheitliche Gemein-Schaft nicht mehr zu erleben … Glücklicher Karl Kraus, einfallsreicher Karl Kraus, der für Gedanken Einfälle als Synonym verwenden konnte. Heute, 2014, können Einfälle nur als Synonym für Gedächtnisleistungen verwendet werden, genauer, sonst wäre es zu pauschalierend, hier, in diesem Beitrag, ist es ausschießlich ein anderes Wort für Gedächtnisleistung, für Erinnerung …

Gedankenreicher Karl Kraus, ihm ist eine Gegenwart mit der freiheitlichen Gemein-Schaft erspart geblieben, an die augenblicklich erinnert wird, wird von den sogenannten Identitären gesprochen. Und derzeit wird viel von den sogenannten Identitären gesprochen und geschrieben, weil es am letzten Samstag ebendiese zwei Demonstrationen gab, die weiter Anlaß zu mannigfachen Aufregungen sind.

Freiheitliche IdentifikationenEhe aber darüber geschrieben wird, was das Gedächtnis in Zusammenhang mit den sogenannten Identitären ausliefert, muß gesagt sein, wie ärgerlich es ist, widerlegbare Vorwürfe gegen die Polizei zu erheben, wie kontraproduktiv es ist, unüberprüft und wohl aus reiner Gefühlsduselei derartige Behauptungen von Polizeigewalt weiter zu verbreiten, wie es nun passiert ist, etwa mit dem inzwischen bereits widerlegten Vorwurf polizeilicher Gewalt gegen eine schwangere Frau. Das kommt einer Eigenzerstörung der Absichten und des Zwecks der eigenen Demonstration gleich. Was wird von dieser Demonstration gegen die sogenannten Identitären bleiben? Nichts als die falschen Vorwürfe zum Gaudium der sogenannten Identitären, die augenblicklich die freiheitliche Gemein-Schaft in Erinnerung rufen.

Zu den sogenannten Identitären fällt jetzt, erstens, das freiheitliche Medium Unzensuriert ein, das das heute schon genüßlich ausbreitet: „Unterste Schublade der linken Gewalttäter: Schwangerschaft vorgetäuscht“ … Und zugleich die sogenannten Identitären mit ihrer „regierungskritischen Demo“ im hellen Licht der „friedlich marschierenden“ erstrahlen lassen können, für diese also ganz nebenher werben können, ohne daß es als Reklame ausgelegt werden könnte. Was, und diese Frage muß noch einmal eindringlich gestellt werden, was wird von derartigen Demonstrationen auch gegen sogenannte Identitäre je bleiben, wenn es weiter so abläuft, als die letzte Demonstration samt Berichten ablief? „Unterste Schublade“? „Gewalt“? „Regierungskritische Demo friedlich marsch…?“

Zu den sogenannten Identitären fällt jetzt, zweitens, Christian Höbart, freiheitlicher NR, ein, der, wie in der Collage gelesen werden kann, über „Linke Demonstrationen“ pauschalierend wettert, über das“Gesindel“ … Nach einer Gegenrede nimmt Christian Höbart seine pauschalierende Sicht doch etwas zurück. Gerhard Deimek, freiheitlicher NR, aber favorisiert bloß den pauschalierenden Tweet von Christian Höbart … Und zu Christian Höbart fällt nun doch wieder ein, daß seine Antwort seit Jahren überfällig ist, seine Antwort darauf, wie das war mit seinem von „Alpen-Donau-Info“ veröffentlichen Schreiben

FPÖ Wer wir sind PatriotentourZu den sogenannten Identitären fällt jetzt, drittens, „Patriotentour“ der freiheitlichen Gemein-Schaft ein … Ach, da die „patriotisch“ „friedlich marschierenden …“, dort auf „Patriotentour“ die … Es ist halt die Schollenliebe, die gewählte freiheitliche Mandatare großzügig und mit gütigem Auge auf die Buben des Patriotismus blicken läßt, die ihre Köpfe doch ebenso in die Bücher stecken von Autoren und Verlegern, die so recht das Gefühl der Zusammengehörigkeit stärken, den Gemeinsinn stiften

pro nrw nennt sich identitäre bewegung - wann fpöZur freiheitlichen Gemein-Schaft fällt jetzt, viertens, noch ein, wann darf damit gerechnet werden, daß sie sich selbst als „identitäre Bewegung“ bezeichnen wird? Die von der freiheitlichen Gemein-Schaft recht stark unterstützte und vom Verfassungschutz beobachtete pro NRW nennt sich bereits „identitäre Bewegung“ … Es wird doch die freiheitliche Gemein-Schaft nicht ihre Vorbildgesinnungsrolle aufgeben wollen, daß es dann gar noch so weit kommt, daß ein Markus Beisicht ausruft: „Bringt mir den Harald Vilimsky ins Europaparlement“. Und nicht, wie jetzt gerade noch, daß Harald Vilimsky recht genau weiß, wer in das Europaparlament zu bringen ist …

NS Was bereits alles zum sogenannten Identitären geschrieben wurde, ist auch schon wieder entfallen, und es wird jetzt nicht gewußt, ob es ein guter Einfall wäre, es noch einmal nachzulesen …

WIR

pro NRW

Franz Obermayr

Schlösselgasse

Zur Zeit