Permanente Affäre Martin Graf und Michael Spindelegger, der Führer, kann nichts beitragen

Dr. Michael Spindelegger, der, wenn er von sich spricht, sagt, als der Führer der Christschwarzen, er, der Führer, könne „nichts zum Anlassfall beitragen“ … Das Nicht-Beitragen-Können des Vizekanzlers und Außenministers darf als Eingeständnis insgesamt gewertet werden, also nicht nur zu permanenten Affäre Dr. Martin Graf, denn was Michael Spindelegger in die Politik einbringen kann, ist die von ihm beschworene und möglicherweise von Butter formulierte Tradition in dem Werbespruch „Zukunft aus Tradition“, wobei selbst die Tradition kein spindeleggerscher Beitrag ist, sondern einfach das Geistesland, in das er hineingeboren worden ist …

Den Verbleib von Martin Graf im Amt des III. Präsidenten NR, so Karlheinz Kopf, habe Martin Graf selbst und mit ihm die Freiheitlichen und der zurzeitige Obmann Heinz-Christian Strache zu verantworten … Das Kommen aber von Martin Graf in das Amt des III. Präsidenten NR hat der vorpreschende Gehülfe der Freiheitlichen Michael Spindelegger und mit ihm die Christschwarzen zu verantworten …

Wäre „Graf ÖVP-Funktionär“, so Karlheinz Kopf, „würde er ihm den Rücktritt nahelegen“ -, es ist wahr, Dr. Martin Graf ist kein ÖVP-Funktionär, aber Dr. Martin Graf ist in erster Linie ein ÖVP-III.-Präsident-NR, und es ist nicht ausgeschlossen, daß Dr. Martin Graf ein ÖVP-Funktionär noch werden könnte … Möglicherweise wird eine neue christschwarze Tradition von Michael Spindelegger gestiftet auf Basis der schon gehabten und an Gerichte und Ausschüsse zur Abarbeitung übergebenen christschwarzen Zukunftspolitik von Wolfgang Schüssel, im Handkehrum aus einem Freiheitlichen Karl-Heinz Grasser einen ÖVP-Spitzenfunktionär zu machen …

PS Es wurde schon einmal betont, daß die von Michael Spindelegger selbst für sich ins Spiel gebrachte Arbeitsplatzbeschreibung „Führer“ in keiner Weise mit Adolf Hitler in Verbindung zu bringen ist. Zur Unterscheidung von anderen „Führern“, wie etwa von den bekannten aus der Geschichte der Christschwarzen, sollte Adolf Hitler eindeutiger bezeichnet werden, nämlich als Massenmordführer und Massenverbrechenführer …

Zwischen Martin Graf und Heinz-Christian Strache paßt kein Giacometti

Es ist wahrlich ein komisches Land, dieses Österreich, in dem ein freiheitlicher Mann, Heinz-Christian Strache, der erst vor kurzem, wieder einmal, selbst auf dem Karussell der Rücktrittsaufforderungen saß, dem neulich erst Mister Timidity sogar einen Orden verweigerte, schon knapp nach dem Einschalten des Karussells des Vergessens, beschworen wird, durchzugreifen, und also einen freiheitlichen Mann, Dr. Martin Graf, zum Rücktritt von seinem Amt des III. Präsidenten NR zu zwingen …

Es ist nicht nur Anneliese Rohrer, die nun wissen will, wie stark denn Heinz-Christian Strache tatsächlich sei, aber Anneliese Rohrer schreibt ihre Gedanken in der Presse, von der noch die Hymne im Ohr klingt: Aber die Presse läßt die Freiheitlichen nicht verkommen

Es ist ein komisches Land, weil in Österreich sogar die Kritiker der österreichischen Parteipolitik im allgemeinen, die Kritikerinnen der freiheitlichen im besonderen komisch sind, wie anhand des rohrerschen Stücks vom 25. Mai 2012 exemplarisch gezeigt werden darf …

Anneliese Rohrer tritt auf und verteilt die Rollen. Auf der einen Seite die „rechtslastige Burschenschaftstruppe“ und auf der anderen Seite Heinz-Christian Strache, von dem sie wissen möchte, ob er entweder zu schwach sei, ob er nur das „blauäugige Gesicht der rechtslastigen Burschenschaftstruppe um Graf“ sei … Einen besseren „Persilschein“ hätte sich Michael Spindelegger von der Werbeagentur Butter nicht schreiben lassen können, um eine mögliche Koalition mit den Freiheitlichen nach den nächsten Nationalratswahlen zu argumentieren …

Es werde sich also zeigen, ob Heinz-Christian Strache zu schwach, stark genug, nur das blauäugige Gesicht der rechtslastigen Burschenschaftstruppe … Aber eines wird sich nicht zeigen, für Anneliese Rohrer, ob er denn selbst … Für sie muß Heinz-Christian Strache „den Fall Graf auf anständige Weise lösen“ …

Aber was ist dann? Wenn Heinz-Christian Strache „den Fall Graf auf anständige Weise gelöst hat“? Also Dr. Martin Graf als III. Präsident NR gegangen worden ist? Wenn Dr. Martin Graf, das soll für einen Absatz angenommen werden, als III. Präsident NR gegangen worden ist, dann bleibt u.v.a. Freiheitlichen Heinz Christian Strache selbst, der für Anneliese Rohrer vielleicht nur ein „blauäugiges Gesicht“ ist … Anneliese Rohrer ist eine sehr prominente politische Kommentatorin in diesem Land, vielleicht ist sie die Lady Short-Time-Memory der Kritik in diesem Land …

Das Gedächtnis ist in diesem Land ein generelles Übel, das zeigt sich an dem Beispiel Heinz-Christian Strache, der zum Gegner der Burschenschaftstruppe nun hochgeschrieben wird, von dem erwartet wird, dieser Truppe das Sagen bei den Freiheitlichen abzunehmen … Aber zwischen Heinz-Christian Strache und der Burschenschaftstruppe paßt in Sachen Gesinnung nicht einmal die dünnste der dünnen Giacometti-Figuren, womit der Kunstkenner Walter Marinovic angesprochen werden kann, den Anneliese Rohrer Martin Graf zur Last legt, weil dieser ihn in das Parlament einlud …

Bundesparteiobmann der FPÖ H. C. Strache stellte aber klar: Es ist absolut inakzeptabel, einen honorigen und unbescholtenen Professor wie Dr. Walter Marinovic mit absurden Unterstellungen zu diffamieren und sogar ein Hausverbot für ihn in den Raum zu stellen. “Ich habe dies auch in der heutigen Präsidialsitzung gegenüber Präsidentin Prammer klar und deutlich zum Ausdruck gebracht” Die Methoden, mit denen gegen Prof. Marinovic agitiert worden ist, gehören weder in eine Demokratie noch in einen Rechtsstaat. Frau Prammer muß sich auch endlich mit der Überparteilichkeit ihrer Funktion anfreunden. Sie sei Präsidentin dieses Hauses und keine Richterin am Volksgerichtshof oder eine Hausbesitzerin, die je nach Lust und Laune unbescholtenen Personen den Eintritt verwehren könne.

Wer hier Heinz-Christian Strache und nicht Martin Graf oder einen anderen aus der Burschenschaftstruppe zitiert? Es ist der freiheitliche Künstler Soslan Khan Aliatasi, auf der Website „Neue Ordnung“, deren Traum die „Wiedergeburt des …“

Lady Short-Time-Memory der österreichischen Kritik erinnert sich an den „Persilschein“ von Maria Fekter, an Josef Pröll, die nicht von der „Usance“ im österreichischen Parlament … Aber ihre Nichterwähnung der Vorreiterrolle von Michael Spindelegger und seiner Bestätigung, daß einer Wahl von Dr. Martin Graf nichts im Wege stehe, erlaubt es u.v.a. Anneliese Rohrer ohne „vermutlich“ Lady Short-Time-Memory der österreichischen Politkritik zu nennen …

Es könnte auch mehr geschrieben werden, zum Beispiel dazu, daß Dr. Martin Graf, wie Anneliese Rohrer schreibt, in dieser hohen Funktion unerträglich sei, weil seine „Mitarbeiter im Parlamentsbüro sich auf rechtsextremen Internetseiten herumtrieben“ … Jedoch dazu wurde schon geschrieben, aber mehr darüber, weil wesentlicher und entscheidender, was von Dr. Martin Graf verkauft wird … Oder darüber, wen Dr. Martin Graf in das Parlament noch einlädt, mit wem er auf Reisen geht … Aber zu Ausstellungen von Odin Wiesinger stellt sich auch Heinz-Christian Strache mit Worten ein

In einer etwas abgeänderten Form kann ein Satz von Anneliese Rohrer zum Schluß zustimmend aufgegriffen werden, unter Weglassung des von ihr zwischen Heinz-Christian Strache und Martin Graf zum Männerkampf Gemachten, es wird sich hoffentlich der breiten Öffentlichkeit, also vor allem den Wählern und Wählerinnen, endlich zeigen, wie die wahren Verhältnisse bei den Freiheitlichen sind, daß es nämlich gleichgültig ist, wer bei den Freiheitlichen das Sagen hat, es immer das gleiche Sagen …

Das Komische ist oft auch mit Bitterem vermengt, und das Bittere in dem Komischen von Österreich ist, daß weder die anderen Parteien noch die Medien den Zustrom zu den Freiheitlichen stoppen können, sondern es sind die Freiheitlichen selbst, wie auch das aktuellste Beispiel zeigt, denn es ist eine freiheitliche Wählerin, die die Freiheitlichen in Bedrängnis bringt …

Diese freiheitliche Wählerin sollten sich Wähler und Wählerinnen der Freiheitlichen vor jedweder Stimmenabgabe im Langzeitgedächtnis behalten, denn klarer und eindeutiger und konkreter ist kaum ein freiheitlicher Fall, weil er, zwar nicht zum ersten Mal, aber gut zeigt, wie es sogar einer mit Freiheitlich persönlich bekannten Wählerin ergehen kann … Was können dann erst Wähler und Wählerinnen von Freiheitlichen, mit denen sie weder bekannt noch befreundet sind, zu erwarten? Nichts, besser und genauer, doch etwas, aber dieses Etwas muß von Gerichten, von Untersuchungsausschüssen … Dieses Etwas hat dann der der Steuerzahler und die Steuerzahlerin bitter zu bezahlen, und das ist dann nicht komisch …

„Krone“: Warum haben Sie ausgerechnet diesem Politiker vertraut?
Meschar: Weil er mir grad über den Weg gelaufen ist! – Lacht. – Herr Graf wohnt ja gleich da drüben. Ich muss ehrlich sagen, dass ich damals mit den Blauen sympathisiert habe. Und weil er ein Blauer war und zudem auch noch Rechtsanwalt, dachte ich: Ich frage ihn.

„Krone“: Haben Sie auch FPÖ gewählt?
Meschar: Ich habe jahrzehntelang die ÖVP gewählt, aber dann bin ich auf den Haider umgestiegen. Er war einfach ehrlicher, was die Ausländer betrifft. Ich habe viele ausländische Freunde. Aber ich mag es nicht, wenn sich Ausländer hier einnisten und auf unsere Kosten leben. Gegen die Anständigen hab‘ ich gar nichts.

„Krone“: Herrn Graf hielten Sie für anständig?
Meschar: Na, und ob. Er war mir am Anfang auch sympathisch. Ich habe wirklich sehr vertraut auf ihn.

(Quelle: Kronenzeitung, 2. Juni 2012, Conny Bischofberger interviewt Gertrud Meschar)

Ergänzung, geschrieben am 6. Juni 2012: Filip Dewinter muß demnach wohl das blauäuige Gesicht der Rechtsextremen in Europa sein, wenn er Heinz-Christian Strache als den wichtigen Ansprechpartner in Österreich sieht, und nicht etwa Dr. Martin Graf, also einen aus der Burschenschaftstruppe …

„Aber die Presse läßt die Freiheitlichen nicht verkommen“

Heinz-Christian Strache schätzt das freiheitliche Personal realistisch ein – im Gegensatz zur „Presse“

Jedoch, das ist noch keine Leistung, oder, für Freiheitliche positiv formuliert, eine meischbergersche Leistung, denn wer sonst als der zurzeitige Obmann kann besser über das freiheitliche Personal, auch über sich selbst, Bescheid wissen, über ein Personal, das unausweichlich Diskussionen herausfordert, Diskussionen nicht von der positiven Art …

Wenigstens in dieser Hinsicht ist es Heinz-Christian Strache möglich, wie in der Collage gelesen werden kann, eine realistische Einschätzung abzugeben, aber bereits mit der nächsten Antwort kommt dem zurzeitigen freiheitlichen Obmann die Realität abhanden, wofür er aber ganz allein verantwortlich ist, er hat die Wirklichkeit nicht in eine von seinen Parteikameraden verwaltete Stiftung eingebracht … Obwohl, wird die gesamte freiheitliche Politik bedacht, liegt die Vermutung nahe, das gesamte freiheitliche Personal einschließlich ihres zurzeitigen Obmannes hat die Wirklichkeit in eine Stiftung eingebracht, dessen Vorstand ebenfalls Dr. Martin Graf ist, notariell beglaubigt von Harad Stefan und vom Stiftungsgründungsdatum an beschrieben von Unzensuriert, der ZZ … Ob der christschwarze „Führer“ in diese Wirklichkeitsstiftung auch schon vertrauensvoll seine …

Im Gegensatz zu Rainer Nowak, der das Interview mit Heinz-Christian Strache führte, weiß der zurzeitige Obmann sehr genau, welche Diskussionen auch ein Peter Fichternbauer als freiheitlicher Kandidat beispielsweise für die Position eines Dritten Nationalratspräsidenten herausfordern würde, aufgrund seiner Tätigkeiten und Aussagen -, den Stoff für Diskussionen produziert stets das freiheitliche Personal, ohne diesen Stoff würde es keine Diskussionen geben …

Der von Peter Fichtenbauer produzierte Stoff beispielsweise, um gegenwartsnah zu beginnen, sein treues Engagement für das Schmißtönnchengschnas in der Hofburg könnte durchaus Anlaß für Diskussionen werden, oder ebenso seine Tätigkeit als Grabpfleger für einen Liebling der nationalistischen Totaldiktatur des Deutschen Reiches – Walter Nowotny … Und Rainer Nowak glaubt, wie dem zurzeitigen Obmann der Freiheitlichen antwortet, nicht, daß Peter Fichtenbauer ein Stofflieferant für Diskussionen … Es wäre interessant an einer Redaktionssitzung „der Presse“ teilnehmen zu dürfen, um zu erfahren, ob es eine Hymne „Aber die Presse läßt die Freiheitlichen nicht verkommen“ gibt, die zu Beginn jeder Redaktionssitzung angestimmt wird, zuerst von dem Trio Rainer Nowak, Oliver Pink und Martin Fritzl

Was Martin Graf vor seiner Wahl dem „Führer der Schwarzen“ wohl erzählte?

Daß Dr. Michael Spindelegger, der vom „Führer“ spricht, wenn er von sich spricht, als Vorreiter für die grafsche Wahl sagen konnte, es stehe einer Wahl von Dr. Martin Graf zum III. Präsidenten NR „nichts im Weg“ …

Und wo fand dieses Gespräch wohl statt? Vielleicht am Donizettiweg? Schließlich ist Dr. Martin Graf an seiner Heimadresse recht aktiv, sei es, wie schon geschrieben wurde, als Herausgeber und Verkäufer eines Buches über Burschenschaften, sei es, wie jetzt bekannt wurde, als Exekutierer eines Stiftungszweckes…

Praktisch wie Dr. Martin Graf zu sein scheint, ist es durchaus vorstellbar, daß er Michael Spindelegger dorthin zum Gespräch lud, die Gertrud-Meschar-Stiftung hat den Donizettiweg als Adresse, das Buch über die Burschenschaft hat im Impressum den Donizettiweg … Vielleicht macht „der Führer der Christschwarzen“ es Martin Graf noch ein bißchen praktischer und läßt das Parlament verlegen in die Donaustadt, Donizettiweg …

PS Worüber wohl gesprochen wurde? Etwa über die grafsche Tätigkeit in Seibersdorf, oder doch eher nicht? Worüber nicht gesprochen werden konnte, weil es erst in Leistungsbilanzen von Dr. Martin Graf in den Jahren danach dargestellt werden konnte, sind etwa Versandhäuser, Vorträge und Ausstellungen im Parlament, in Chile

PPS Wie in der Collage ebenfalls gelesen werden kann, üben Christschwarze „scharfe Kritik an Graf“, es solle der zurzeitige Obmann der Freiheitlichen Verantwortung für all die Malversationen in seinen Reihen übernehmen … Wie ist das zu verstehen? Soll Heinz-Christian Strache statt Martin Graf zurücktreten? Und wie oft kann ein Obmann zurücktreten? Bei all den Malversationen müßte der freiheitliche Obmann n-fach zurücktreten … Oder ist damit lediglich gemeint, Heinz-Christian Strache soll wie Michael Spindelegger einfach plakatieren: „Verantwortung ist ein Wet aus Österreich „(zu erwartender freiheitlicher Rechtschreibfehler ist berücksichtigt, soll aber nicht als englische Vokabel gelesen werden), und damit ist es dann alles erledigt, und „der Führer der Schwarzen“ schenkt dem III. Präsidenten NR als Belohnung die Verlegung des Parlaments …

PS In welcher Nachfolge Traditionsbeschwörer Michael Spindelegger sich als „Führer“ wohl sieht? Von Engelbert Dollfuß? Von Kurt Alois Schuschnigg? Von Leopold Kunschak? Oder bastelt sich Michael Spindelegger für seinen Wiedergang mit für sich ersehnter Zukunft eine „Führer“-Puppe aus diesen dreien und mit einem eigenen bescheidenen Anteil und vielleicht auch etwas von Erwin Pröll …

PPS Es gibt die nicht unberechtigte Vorstellung, an der eigenen Adresse werde das angemeldet, von dem geglaubt wird, es gehöre zum eigenen Besitz …

Die Streichfettrede von Michael Spindelegger

Vor der Rede des christschwarzen Außenministers in der Hofburg wurde „Dornröschen“ gegeben, in dem Märchen heißt es:

Kaum aber hatte sie die Spindel angerührt, fiel sie nieder, und lag im tiefen Schlaf … Und sah im Saale den ganzen Hofstaat liegen und schlafen …

Michael Spindelegger versucht mit Butter eine Rede.

Damit wäre nicht nur die gestrige Rede des christschwarzen Obmannes und christschwarzen Vizekanzlers in Zusammenarbeit mit einer Agentur umfassend beschrieben, sondern auch, wie es der Politik ergeht, kommt sie mit der christschwarzen Partei in Berührung, sie fällt, ihr Darniederliegen mit der gestrigen Rede um weitere einhundert Jahre …

Auch wenn damit bereits alles gesagt ist, zwei Sätze aus dieser Rede sollen doch herausgegriffen werden …

Michael Spindelegger meint, andere Parteien hätten keinen Verhaltenskodex wie die christschwarze Partei, aber die Grünen, die er damit direkt ansprach, hatten auch keinen Karlheinz Grasser wie die christschwarze Partei als Finanzminister, der dann sogar christschwarzer Obmann und christschwarzer Vizekanzler noch hätte werden sollen ..

Michael Spindelegger meint, es könne jeder in Österreich ein „Mateschitz“ werden … Acht Millionen Milliardäre also … Ja, so eine Aussage, so eine Rede kann nur eine Werbeagentur schreiben, aber keiner und keine, die nur einigermaßen politisch denkt, keiner und keine, die einigermaßen wirtschaftlich bewandert ist, keiner und keine, die einigermaßen über gesellschaftliche Zusammenhänge, Bedingungen, Verhältnisse und Gegebenheiten informiert ist …  Michael Spindelegger hätte als Beispiel auch den Namen „Stronach“ nennen können, aber dieser wird der Agentur nicht so geläufig gewesen sein, und es gibt wohl bereits zu viele Stronache mit und ohne Vermögen, ohne und mit politischem Mandat, die an Mitwirkung interessiert sind, wenngleich mit abpolitischen Ideen …

Die Kreativagentur, die Michael Spindelgger auf ein Werbepodest zu heben half, heißt Butter … Butter, nach diesem Produkt für Michael Spindelegger wäre selbstkritisch ein neuer Firmenname angebracht: Streichfett …

Die Kreativagentur ist eine aus Deutschland … Wenn Michael Spindelegger schon deutscher Hilfe bedurfte, um eine Rede zusammenzubringen, hätte er sich etwa an Helmut Schmidt oder an Heiner Geißler mit der Bitte um Hilfe wenden sollen, dann wäre es nicht nur eine Rede, die tatsächlich Rede genannt werden kann, geworden, sondern vor allem eine politische …

PS Die christschwarze Partei spinnt weiter unbeirrt am Faden der  Tradition – von Leopold Kunschak in der Blaimschein-Villa, die einem Margarinefabrikanten gehörte,  der, Leopold Kunschak, auch an einer streichfettigen …, bis zum zurzeitigen Obmann und Vizekanzler, der Karlheinz Grasser hätte heißen können -, Karlheinz Grasser hätte in seiner gestrigen Rede ebenfalls einen Verhaltenskodex vorgestellt, und anderen vorgeworfen, sie hätten keinen … Einen Unterschied hätte es freilich wohl gegeben, Karlheinz Grasser hätte einen sogenannten heimischen Werber, Gernot Rumpold oder Walter Meischberger oder Peter Hochegger oder …

Verfassungsklage: Zweimal und fünfmal Hinterbrühl gegen Vorratsdatenspeicherung

Seit dem 30. März 2012 haben bis zur Minute 8.458 Menschen die Vollmacht zur Verfassungsbeschwerde zur Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung unterschrieben und abgeschickt, doppelt so viele Menschen als Hinterbrühl Einwohner und Einwohnerinnen hat …

Seit dem 30. März 2012 haben bis zur Minute 20.008 Menschen auf Verfassungsklage zur Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung das Formular ausgefüllt und damit die Vollmacht zur Verfassungsbeschwerde zur Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung angefordert, fünfmal mehr als Hinterbrühl …

In der Hinterbrühl geht der zurzeitige christschwarze Vizekanzler Michael Spindelegger einkaufen, und damit der christschwarze Obmann eine konkrete Vorstellung bekommt, wie viele Menschen das sind, die innerhalb kurzer Zeit eine Verfassungsbeschwerde gegen ein Gesetz dieser sozialdemokratischen und christschwarzen Regierung einbringen, ist es für ihn eine Hilfestellung, es ihm mit einen ganz einfachen Vergleich aus seiner unmittelbaren Umgebung leicht zu machen, das Abstrakte der Zahlen zu verstehen, um Michael Spindelegger auf einfache und konkrete Art erfahrbar machen zu lassen, wie viele Menschen bereits gegen ein dieses Gesetz der derzeitigen Regierung …

Nun wird Michael Spindelegger die Dimension für sich leichter fassen können, angepaßt an sein Vorstellungsvermögen: wenn er im Lebensmittelgeschäft einen Kassier und eine Verkäuferin sieht, dann sind es zwei, die für die Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung eine Verfassungsbeschwerde einbringen, und die fünf Menschen, die sich zugleich mit ihm im hinterbrühlerschen Geschäft zum Einkauf aufhalten, haben bekundet, ebenfalls klagen zu wollen …

Es wird jetzt noch gesucht nach einem einfachen und praktischen Beispiel, für Michael Spindelegger, angepaßt an sein Abstraktionsvermögen, was den Zusammenhang zwischen einem Gesetz, beispielsweise (aber nicht nur) dem Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung, und der Verfassung der Republik Österreich

Der Verfassungsbeschwerde zur Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung sich anzuschließen, ist weiterhin möglich: Informationen und entsprechendes Formular auf: Verfassungsklage

PS CISPA wurde zwischenzeitlich vom Repräsentantenhaus in den USA verabschiedet. CISPA, ein weiteres sehr umstrittenes Gesetz, das u.a. vom Unternehmen Facebook unterstützt wird -, wer Aktien kaufen will und es auch vor allem wirtschaftlich kann, aber gegen den Überwachungsterror und Kontrollterror ist, sollte es denen gleichtun, die wegen dieser Unterstützung keine Facebook-Aktien kaufen wollen …

Wer ernährt in Österreich auch einen Michael Spindelegger?

Wer wen ernährt

micro phonedy

Michael Spindelegger:

Ich glaub‘, daß wir nicht unterschätzen dürfen, daß auch ein Herrscher über Syrien seine Bevölkerung ernähren muß, daß er sein Land mit Gütern versorgen muß.

Am Mikrofon: Christschwarzer Vizekanzler und Außenminister und auch derzeitiger Obmann der christschwarzen Partei, am Dienstag, 27. Februar 2012, Ö 1, Morgenjournal um 7.00 Uhr.

Michael Spindelegger kauft auch in der Hinterbrühl

Und küßt, ob auch den Damen an den Kassen ist nicht bekannt, dem Hauptkassierprediger dabei tiefgeduckt die Hand, die durch ihr freundliches Hinhalten nicht den Eindruck macht, mit ihrer Entlohnung völlig unzufrieden zu sein …

Im Handel muß seit dem September 2004, in dem das Profil einen Artikel mit der Schlagzeile „Sklaven-Handel“ veröffentlichte, alles gut … Über die nun hervorragend herrschenden Arbeitsbedingungen wird der auch ÖAAB-Obmann gewesene Vizekanzler und Außenminister besser informiert …

Und eine zu niedrige Einstufung … Freilich bei Abertausenden von Handelsgeschäften können solche Mißstände nie –, die seinerzeitige stringente Erklärung vom Rewe-Sprecher ist eine, die der gesamte Handel für sich in Anspruch nehmen darf:

„Bei 1700 Geschäften kann man solche Missstände nie ganz ausschließen.“ Sollte es sie tatsächlich geben, könne die Verantwortung dafür beispielsweise bei Filialleitern liegen, die ihre Personalkosten nicht unter Kontrolle hätten.

Es wird, nachdem sich im Handel seit 2004 alles zum Guten gewandelt zu haben scheint, wohl eine aus rein privaten Gründen sehr unzufriedene Kassiererin gewesen sein, die mit ihrer Gehaltseinstufung sogar den Obersten Gerichtshof glaubte belästigen zu müssen, denn anders, Michael Spindelegger, der den Eindruck der Zufriedenheit kennt, kann das bestimmt besser erklären …

Michael Spindelegger richtet sich die Hetzenden zurecht

Es wäre beinahe verlockend, über Anders Behrend Breivik, der u.v.a.m. auch ein Ritter sein will, wie es sie gab, diese massenmordenden Kreuzchristler, und Michael Spindelegger, der Ritter und Obmann einer Partei ist, die vor 77 Jahren für ihre tödlichen Schüsse ebenfalls als Ziel sozialdemokratische …

Allerdings, zu Anders Behrend Breivik will hier nichts geschrieben werden, weder unmittelbar noch mittelbar, sondern, wieder einmal, zu Michael Spindelegger, der schließlich dafür verantwortlich ist, daß hier überhaupt Anders Behrend Breivik genannt wird, der nicht dem Graborden von Michael Spindelegger angehört, in dem es noch gewagt wird, von Frauen als Damen zu sprechen (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26. Juli 2011, Hans Hütt: „Ein Kind unserer Welt“) … Dieser Titel brachte sofort die Verharmlosung von Werner Fasslabend ins Gedächntnis zurück, Leopold Kunschak sei ein Kind seiner Zeit …

Michael Spindelegger, Ritter, christlichsozialer Obmann und zusätzlich Vizekanzler und Außenminister verlangte in einer ersten Reaktion auf das blutige Verbrechen in Norwegen eine Abrüstung der Worte, wie auch in dem Doppel-Interview von ihm und Werner Faymann im Kurier vom 27. Juli 2011 erneut zu lesen war …

Menschgemäß wird verstanden, was mit Abrüstung der Worte gesagt werden will, jedoch wie können Worte abgerüstet werden? Etwa durch Herausstreichen von Buchstaben aus allen Wörtern, oder nur aus bestimmten Wörtern, so daß beispielsweise aus Hetze eine Hetz wird? Im Gegenteil, es ist ein Mehr an Sprache notwendig, ein Mehr an einer Sprache, die glaubhaft vermitteln kann, daß das durch sie Geäußerte auch einem tatsächlichen Denken entspringt, und nicht nur ein sozio-parteipolitisch geschulter Reflex, wie es bei Michael Spindelegger mehr …

Wenn Michael Spindelegger denkt, wie er spricht, dann ist sein Denken zum einen, von seinem Sprachgebrauch her, ein ärmliches Denken, und zum anderen, vom Inhaltlichen her, ein falsches Denken, wobei bei falsch die Betonung vor allem auf Falschheit liegt. Und es ist ein gemeines Denken, von dem Michael Spindelegger …

Es ist falsch, auf ein Verbrechen in Norwegen in Österreich zu reagieren, mit der Forderung nach einem Grundsatzübereinkommenalle fünf Parteien gemeinsam sollen vereinbaren, nicht gegen gewisse Gruppen zu hetzen, denn es sind nicht alle Parteien, die hetzen. Und diese Forderung an alle Parteien ist eine Niedertracht, weil Michael Spindelegger, wenn er es nicht weiß, so ist er doch bestens informiert, wer in diesem Land hetzt, und wer nicht. Die Gemeinheit und die Falschheit von Michael Spindelegger ist also, Parteien, die nicht hetzen, in den Dreck zu den Hetzenden zu ziehen, um dann, bei Bedarf, die Hetzenden rechtfertigend herausziehen zu können, um mit diesen eine Regierung …

Es wird dieses Verbrechen in Norwegen, dieser Hinweis darf nicht unerwähnt bleiben, in Österreich noch für weitere sträfliche Ideen augenblicklich mißbräuchlich instrumentalisiert, die Zeugnis geben von dem falschen Denken, daß in diesem Land in bezug auf gesetzliche Verschärfungen zulasten von Demokratie und Offenheit vor allem ein falsches Regierungsdenken ist, wobei sich besonders hervotun die christ…

Allerdings, heute steht Michael Spindelegger im Mittelpunkt … In diesem Doppel-Interview spricht also Michael Spindelegger von dieser seiner Forderung nach einer Vereinbarung … Und zugleich muß Michael Spindelegger sofort von  Parallelgesellschaft, Burka-Verbot … Ritter Michael Spindelegger will den Aufbau einer Parallelgesellschaft nicht sehenden Auges unterstützen … Michael Spindelegger, der Ritter eines Ordens mit dem Bannerspruch, das Fabelwesen wolle es … Immerhin gesteht Michael Spindelegger Frauen zu, die Burka zu Hause … Vielleicht ist diese Großzügigkeit von Michael Spindelegger dem Umstand geschuldet, daß seine Gemahlin im trauten spindeleggerschen Heime als Dame selbst den schwarzen Umhang mit rotem Kreuz und Schleier seines Grabordens …

Möglicherweise, um zu einem Schluß kommen, ist diesen Sätzen der Widerwille anzumerken, etwas, wieder etwas zu Michael Spindelegger zu schreiben … Aber Michael Spindelegger ist immerhin auch Vizekanzler und Außenminister, und nicht nur ein Parallelgesellschafter, dem menschgemäß seine Meinungen herzlich vergönnt sind, in seinen eigenen vier Wänden, wenn er im weißen Umhang mit roten Kreuz und seine Dame im schwarzen … Wenn Michael Spindelegger also nicht als Regierungsbänkler seine Meinungen kundtut, zum Beispiel zur Bundeshymne:

ÖVP-Bundesparteiobmann Michael Spindelegger hat kein Problem damit, auch die Töchter in der Bundeshymne zu besingen. Im ORF-„Report“ zeigte sich Spindelegger am Dienstagabend einer diesbezüglichen Änderung des Textes der Hymne gegenüber „aufgeschlossen“. Wenn es ein Zeichen der Wertschätzung der Frauen und ihrer Leistungen sei, dann sei er dafür, sagte der Vizekanzler.

Wofür wurden Männer bisher allein besungen? Es ist dieses Parelleldenken von Michael Spindelegger, das ein derartiges Weltbildprodukt mit weit überschrittenem Ablaufdatum zurückstellt in die Verkaufsregale … Es kann bei einer Landeshymne nicht um Wertschätzung und Leistung gehen, wer mit dieser besungen wird, sondern nur darum, daß Mann und Frau, die zu gleichen Teilen ein Land zu einem Land machen, in einer Hymne …

In diesem Kurier-Doppel-Interview hat das letzte Wort Michael Spindelegger:

Ich glaube, wenn man persönlich gut zusammenarbeitet als Bundeskanzler und als Vizekanzler ist das auch eine gute Voraussetzung, damit für Österreich eine gute Arbeit herauskommt. Das ist letztlich für die Bevölkerung das Entscheidende.

Eine gute Arbeit, für wen? Für Österreich, sagt Michael Spindelegger …  Wer ist Österreich für Michael Spindelegger? Bezieht sich das spindeleggersche Begehren, gute Arbeit zu leisten bemühen sich zu wollen, auf … gute Arbeit für Berge und Flüsse … Leben denn in diesem spindeleggerschen Österreich auch Menschen? Zum Beispiel jene, die für ihre gute Arbeit keinen guten Lohn … Jedoch, die Frage nach entsprechender Bezahlung ist für Michael Spindelegger keine zu beantwortende, er sieht ja zufriedene … Wer zu Kunden freundlich ist, ist gut bezahlt … Oder Michael Spindelegger fehlen einfach viele Wörter in seinem Vokabelheft, um eine schlichte Frage zu verstehen, wie diese ihm von der Kleinen Zeitung am 29. Juli 2011 gestellt wurde:

Die Billa-Kassiererin, die 40 Stunden arbeitet und 1000 Euro bekommt, hat nicht den Eindruck, für ihre Leistung entsprechend entlohnt zu werden.

SPINDELEGGER: Das lasse ich so nicht gelten. Ich komme aus der Hinterbrühl, wo an der Billa-Kassa viele aus der Steiermark sitzen, die täglich mit dem Autobus hin und her geführt werden, weil es sonst niemanden gibt, der eine solche Arbeit macht. Ich habe nicht den Eindruck, dass diese Damen völlig unzufrieden sind. Das zeigt sich ja auch daran, wie man dem Kunden gegenüber auftritt. Da gibt es nicht den Frust.

Das letzte Wort aber werden tatsächlich, so ist zu hoffen,  die Wähler und Wählerinnen haben, damit nicht weiter eine spindeleggersche Parallelgesellschaft …