Eine Reliquie von Karl Habsburg beim österreichischen Bundesheer zum Anbeten

Beim Lesen dieses Berichtes der Katholischen Militärseelsorge Österreich über die Übergabe einer Reliquie von Karl Habsburg-Lothringen durch den ehemaligen christschwarzen Funktionär Karl Habsburg-Lothringen, der als „Chef des Hauses Österreich“ vorgestellt wird, machte verständlich, weshalb es derart lange brauchte, bis eine Geschichtstafel mit einer höchst sonderlichen und befremdlichen Geschichtsschreibung auf dem Wiener Stephansplatz durch die Dompfarre St. Stephan endlich entfernt wurde, denn die Darstellung von Karl Habsburg in diesem Bericht ist ebenfalls ein Gebet desselben Rosenkranzes …

Was für eine Reliquie das sei …

Vielleicht ist es wieder einmal eine Rippe, die nun in der Theresianischen Militärakademie verehrt, zu der nun gebetet werden kann …

Wird an die bestimmende Rolle von der Frau des Karl Habsburg-Lothringen gedacht, könnte noch die Entdeckung eines Wunders bevorstehen und damit einhergehend mit diesem Wunder eine Heiligsprechung ihrerseits, weil Karl Habsburg-Lothringen aus einer Rippe von ihr …

Und soher könnte dann in der Verehrung der Karl-Habsburg-Rippe von Zita Habsburg-Lothringen es zu einer höllenhimmelweit einzigartigen Doppelverehrung kommen, weil durch die Anbetung der Rippe von Zita Habsburg-Lothringen zugleich praktisch und ökonomisch Karl Habsburg-Lothringen, Chef des Hauses Österreich …

Die Rippe zur Doppelanbetung paßte dann gut zum knienden Engelbert Dollfuß in der Michaelerkirche

Wer in einem Ernstfall am wenigsten in Österreich zur Verteidigung beitragen wird – Das Bundesheer

Daran mußte gedacht werden, als gelesen wurde, es seien in einer Kaserne Autos abgefackelt worden, auf einem militärisch bewachten eingezäunten Gelände brannten Autos vollständig aus, unter der Bewachung durch Soldaten gelang es also, in einer Kaserne, unbemerkt Feuer zu legen …

Menschgemäß kann nicht alles verhindert werden, aber es ist nicht der erste Fall, daß in einer Kaserne, auf einem bewachten Areal das Bundesheer sogar beim Schützen ihrer eigenen Liegenschaft … Das Bundesheer die Polizei zur Hilfe rufen muß

Und wenn das Bundesheer einmal ausrückt, wird es gefährlich, nicht für das Militär eines anderen Staates, sondern tatsächlich für

Der über zwei Jahrzehnte dauernde Assistenzeinsatz des Bundesheeres an der Grenze läßt mit seiner Leistungsbilanz auch zu keinem anderen Ergebnis kommen, als, das Bundesheer wäre derart mit den eigenverschuldeten Unfällen beschäftigt, daß jedwedes Militär in Östereich einmarschieren könnte, als wäre es auf einem Betriebsausflug mit Fahrrädern, in kurzen Hosen und ausgerüstet lediglich mit Picknickkörben

Das Bundesheer wird aber nicht nur gefährlich, wenn es einmal ausrückt, es wird auch gefährlich für jeden Bürger und jede Bürgerin in Österreich, wenn es in seinen Stuben bleibt und sich beispielsweise mit der Novelle des Sicherheitspolizeigesetzes beschäftigt und seine Meinung dazu

Es geht menschgemäß weit darüber hinaus, ob das österreichische Bundesheer für irgend etwas tauglich ist oder nicht, und es geht, noch wichtiger, weit über Österreich hinaus, weshalb das Militär Thema, mehr noch, über das Militär und die gesamten militärisch-industriellen Komplex breitest diskutiert werden muß, um endlich zum Ergebnis zu kommen, das dann tatsächlich auch ohne Verzögerung umgesetzt wird:

Schluß mit dem Luxus Militär!

Ein Gedicht rezitiert ein Gedicht

Günter Grass sagt, nun, nach und allem
Schreiben auf eine einz’ge Lesung hin,
Ich hätt’s jetzt anders geschrieben – das
Lyrische Ich nicht nur seines Gedichts aber
Sagt, ich bin zu lesen –, über die Region hinaus,
Entschlackt vom Nationalen, ich bin
Nicht zu lesen im Historischen Kerker, und das
Wußte Günter Grass, als ich ihn ließ, mich in
Haft zu schreiben, weiß Günter Grass
Selbst jetzt noch nicht -, ich muß allgemeiner
Gelesen werden, in jedem Land aber,
Wie es jedem Land konkret zukommt.

Was auch in diesem Gedicht nicht gelesen werden
Will, aber un-endlich zu lesen ist, zu schreiben bis …

Warum schweige ich, verschweige,
was offensichtlich in Planspielen
geübt, deren Ende wir sind.

Jetzt aber, weil wiederum und
rein geschäftsmäßig,wenn auch
mit flinker Lippe deklariert,
geliefert, unbewiesen,
doch als Befürchtung von
Beweiskraft sein will,
Mit Tinte, zu spät; auch wir
Zulieferer ei
nes Verbrechens, weshalb
unsere Mitschuld
durch keine
der üblichen Ausreden
zu tilgen.

Heuchelei zudem,
zu hoffen,
es mögen sich
viele vom Schweigen
zum
Verzicht 
 

Nicht über Kulturetatkürzungen reden, sondern Militärbudgets zu 100% für Kultur ausgeben

Es scheint nun die Diskussion über den „Kulturinfarkt“ auch rasch in Österreich angekommen zu sein, eine unnötige, eine überflüssige und eine falsche, eine Diskussion, in die nicht einzusteigen ist …

Denn es kann nie genug Kultur geben, mehr noch, es muß immer noch mehr Kultur geben, wenn endlich die Tötungsgesellschaft und die durch Militär und Rüstungsindustrie pervertierte und korrumpierte Gesellschaft überwunden werden will …

Es ist jedoch bitterer Ausdruck dieser Tötungsgesellschaft, bereitwillig eine gänzlich falsche Diskussion breit aufzugreifen, Argumente für und Argumente gegen Kulturetatkürzungen hervorzukramen, leichtfertig Kultur zu schwächen, ganz gleich ob mit Argumenten für oder mit Argumenten gegen die Kulturbudgets, es wird die Kultur damit insgesamt verantwortungslos in Frage gestellt …

Es kann aber nur eine einzige Aktion geben, es kann nur eine einzige Forderung geben, gerade in Zeiten des Sparwahns, der auch Kultur zugrunde richten will, es kann nur die nicht verhandelbare Forderung der ersatzlosen Abschaffung jedweden Militärs geben, die Forderung der einhundertprozentigen Verwendung von Militärbudgets für Kultur weltweit, in jedem Staat …

Es ist auch bitterer Ausdruck dieser Tötungsgesellschaft, die fortwährenden und weiter explodierenden Ausgaben für Militärs einfach hinzunehmen, dagegen nicht breitest diskutieren zu wollen, zu können, dagegen nicht breitest und massiv vorgehen zu wollen, zu können,

obgleich jedwedes Militär die größtmögliche Vernichtungs- und Auslöschungsmaschinerie wie auch Verschwendungsmaschinerie  ist, die gekannt wird,

obgleich jedwedes Militär vollkommen ohne Nutzen und absolut ohne Weltverbesserungspotential,

obgleich jedwedes Militär das größtmögliche Hemmnis für jedwede nachhaltige Entwicklung,

obgleich jedwedes Militär ohne Umwegrentabilität,

obgleich jedwedes Militär mit seiner Fleisch- und Blutsucht die höchstmöglichen Umwegkosten verursacht …

Am Flowchart pissen Hand in Hand Militär und Rüstungsindustrie stets auf alles und stets alle an

Rüstungsindustrie mit Militär pissen stets alle an und stets auf alles.

Ganz gleich ob es der Wahrheit entspricht oder nicht, das Bild der Soldaten, die auf tote Menschen pissen, ist das Symbol besthin für jedwedes Militär auf dieser Welt, jedes Militär pißt alle an und überschwemmt jedes Stück Erde mit seiner gelbbräunlichen Pisse. Es sind nicht die einzelnen Soldaten, die, wenn auch regelmäßig, empörende Aktionen setzen, in die große mediale Aufregung zu rücken, denen, sofort bei ihrer Rückkehr in das Zivilleben, wieder ein Platz in der Schlange der Anzupissenden zugewiesen wird, und den die Soldaten wie selbstverständlich wieder einzunehmen bereit sind. Es ist das Militär insgesamt, das eine einzige skandalöse Organisation ist, zu verurteilen und endlich abzuschaffen, womit eine Paradoxie endlich zur Auflösung zu bringen ist, nämlich, daß der Mensch den Frieden, nichts anderes ist ständig von allen zu hören, verkündet und zugleich, nichts anderes wird weiter ständig gemacht, den Krieg mit der luxuriösesten Infrastruktur, die gekannt wird, fortwährend verschwenderisch auszustatten.

Ob nun ein paar Soldaten tatsächlich auf tote Menschen pinkelten, ob jemand dieses Video geschickt produzierte, ist gleichgültig, diese Soldaten oder jene, die diesen Film herstellten, sind auszuzeichnen. Sie haben der Welt das Bild über das Militär geliefert, das in jedem Zimmer dieser Welt aufzuhängen ist, um immer vor Augen zu haben, was das Militär grundsätzlich ist, was die grundsätzliche Aufgabe jedweden Militärs ist, nämlich alle anzupissen, unabhängig davon, ob die Zeit eine Zeit des Friedens oder eine Zeit des Krieges genannt wird, wobei, weltweit betrachtet, keine Zeit des Friedens existiert.

Dafür könnten aktuelle Beispiele angeführt werden, aber es können täglich seit einer Ewigkeit aktuelle Beispiele vorgebracht werden. Und mit Sicherheit werden Ihnen aktuelle Beispiele einfallen, vielleicht denken Sie an Ägypten, oder Sie an Nordkorea, oder Sie an Griechenland, oder Sie an Deutschland, Sie wieder an Syrien, oder Sie an …

Was aber nicht täglich passiert, sind Sparpakete, die aktuell europaweit ausgeliefert werden, beliebtes Transportmittel sind die Eurofighter, deren Hersteller sich wohl gleich selbst von der Empfängerliste gestrichen haben, womit die zweite oder bereits die erste Pisserin vorgestellt ist, die Rüstungsindustrie, über die vor kurzem in der Zeit ebenfalls berichtet wurde, ein Ausschnitt:

Eigentlich unglaublich: In diesem Frühjahr entscheidet sich, ob Griechenland im Euro-Raum überlebt oder zur Drachme zurückkehrt. An dem Morgen, an dem im Café freimütig Interna ausgeplaudert werden, behandeln Mediziner in Athener Krankenhäusern nur noch Notfälle, streiken Busfahrer, fehlen noch immer Schulbücher in den Schulen und demonstrieren Tausende Staatsbedienstete gegen ihre angekündigte Entlassung. Griechenlands Regierung verkündet ein neues Sparprogramm, das kaum einen Griechen verschont. Es sei denn, er arbeitet beim Militär oder in der Rüstungsindustrie. An diesen beiden Bereichen ist nämlich noch jedes Sparpaket beinahe spurlos vorübergegangen.

Schluß mit dem Luxus Militär

Nordkorea ist wohl das grauenhafteste Beispiel unter den Beispielen in der Gegenwart, was es tatsächlich heißt, dem Luxus Militär sich hinzugeben, entblößt den Kern jedwedes Militärs, gleich ob im Krieg oder im Frieden: Elend und Tod.

„Schluß mit dem Luxus Militär“ löst nicht „Die Waffen nieder“ ab, sondern ist eine Forderung, die ergänzend zu stellen ist, gerade jetzt in den Tagen, in denen nur von einem in Europa noch zu hören und zu lesen ist, als wäre es unausweichlich, als wäre es des Menschen einzig verbliebene Rettung, als spräche die Vorsehung selbst vom geteilten Himmel herab, wer alle zu sparen haben, wer alle Opfer zu erbringen haben, wobei wieder einmal vor allem jene zum Sparen angehalten werden, die nicht für die Schulden verantwortlich sind, die auch je nicht von den Schulden profitieren …

Es wird wieder einmal jenen, gegen die immer der Saldo verbucht wird, einzureden versucht, das sei ihr Daseinssinn, ihre Bestimmung und ihr mit allen zu teilender Reichtum, wieder einmal in ihrem einzigen Hemd auf dem Feld der …

„Schluß mit dem Luxus Militär“ ist von der „Friedens-Warte“ aus zu rufen, ist soher eine Aufforderung, groß zu denken, neu zu denken. Gerade in Österreich gibt es u.v.a. einen Menschen, nämlich Alfred Hermann Fried, der Anreger für das derzeitige politische Personal sein müßte, Vorbild dafür, anders zu denken, neu zu denken, neue Wege zu gehen, auch in der Konsolidierung des Staatsbudgets. Das Staatsbudget als Zeichen zu materialisieren für das Wollen einer Weiterentwicklung der Gesellschaft, mehr, eines neuen Fundaments der Gesellschaft. Denn das Staatsbudget ist kein Haushaltsbudget, das allein mit traditionellem Groschenzusammenkratzen in Ordnung gebracht werden kann, Möglicherweise hat der zurzeitigen Finanzministerin, aber nicht nur ihr, noch niemand gesagt, daß der Staat kein Vier-Personen-Haushalt ist, für den der Stammtisch im Cottage als think tank

PS Wie jedem Luxusboy giert es dem Militär ebenfalls nach immer mehr, auch nach immateriellen Werten, die anderen weggenommen werden müssen, andere diese ebenfalls teuer zu bezahlen haben. Ein aktuelles Beispiel aus Österreich: Sicherheitspolizeigesetz – Militär will es noch strenger.

Eine Todesgesellschaft, die im militärischen Luxus lebt, hat kein Sparargument

Es mag eine italienische Ministerin ehren, ein Sparpaket nicht eiskalt vorzutragen, anderseits verkaufen sich vermeintliche Notwendigkeiten mit Tränen um einiges besser, lassen Tränen leichter viele davon überzeugen, es gibt keine andere Wahl, es müssen alle Opfer bringen, es müssen alle sparen, vor allem jene, die nichts zum Sparen haben, Tränen lassen Menschen milde werden, zueinander finden, Tränen gebieren die Hoffnung, es wieder schaffen zu können, wenn nur alle zusammenhalten, Tränen gründen die Schicksalsgemeinschaft zum freudigschweren Verzicht leichter, unter Tränen werden die Ärmel leichter gemeinsam hochgekrempelt, die Spaten geschultert, um in Reih‘ und Glied sich ausziehen zu lassen, der Nation rettende Dämme zu errichten, hinter denen die Profiteure des leeren Begriffs Nation ihre Villen zu Burgen …

Tränen eignen sich vorzüglich als Vorhänge, um davor den Luxus zu verbergen, von dem nicht gelassen werden will, nicht nur in Italien. Vom Militär. Und auch das Militär bestätigt die Definition von Luxus. Luxus ist Verschwendung und in jedweder Hinsicht ist Luxus ohne Nutzen. Luxus ist kein Instrument für Lösungen. Luxus wird zumeist, heutzutage nur noch als prahlerisches, geistloses und verarmtes Genießen vorgeführt.

Es ist der Luxus einer nach wie vor vom Tod her bestimmten und nach wie vor auf den Tod hin ausgerichteten Gesellschaft, denn sie ist eher dazu bereit, die Erde zu vernichten, als endlich das Militär aufzugeben. Womit nicht die Vernichtung der Erde nicht einmal durch einen letzten alles auslöschenden Krieg gemeint ist, sondern die Gleichgültigkeit gegenüber den ökologischen Notwendigkeiten, bevor also auf den Luxus Militär verzichtet werden will, wird leichtfertig und verantwortungslos auf alle Investitionen in finanzieller und geistiger Hinsicht verzichtet, die dringlich absolut notwendig sind, um die erdumfassende ökologische Zerstörung zu verhindern.

Durch Tränen hindurch können keine Zahlen gelesen werden, und noch weniger, durch den Tränenschleier können keine Zahlen verglichen werden, beispielsweise die Zahlen der Ausgaben des italienischen Staates für das Militär mit den Zahlen des aktuell angekündigten Sparpaketes, oder die Zahlen der Ausgaben des kanadischen Staates für das Militär mit den Zahlen der Einsparungen durch den Ausstieg aus dem Kyoto-Protokoll.

Aus aller Welt könnten Beispiele genannt werden, aber es soll ab hier auf ein Land als Beispiel fast gänzlich eingeschränkt werden, nämlich auf Österreich, in erster Linie deshalb, weil zu seinem Militär bereits einiges geschrieben wurde, zum anderen aus aktuellen Gründen.

Kaum wurde der kanadische Plan bekannt, aus dem Kyoto-Protokoll auszusteigen, um sich Geld zu sparen, hat der österreichische Umweltminister Nikolaus Berlakovich das aufgegriffen, um, wie es der freiheitliche Umweltsprecher Norbert Hofer formuliert, österreichisches Steuergeld zu retten.

Einundzwanzig Jahre lang mußte kein österreichisches Steuergeld gerettet werden, das 21 Jahre lang ausgegeben wurde, um Soldaten zu ermöglichen, in Burgenland und auch in Niederösterreich spazierenzugehen. Für die Soldaten selbst war es kein Luxusleben, aber für den Staat war es zum Luxus noch ein Luxus, in 21 Jahren 355.814 Menschen zum Spazierengehen …

Eine österreichische Ministerin verkündet in der heutigen Umsonst „Österreich“ ihr pumperlhartes Sparpaket in der Höhe von 2,8 Milliarden. Das österreichische Bundesheer kostet in einem Jahr über 2 Milliarden Euro. Damit ist aber noch nicht alles bezahlt, was das Bundesheer kostet. Es kommen immer noch irgendwelche Kosten dazu. Wie hoch werden wohl allein die Kosten gewesen sein u.v.a.m. für den Eurofighter-Ausschuss? Jedwedes Militär in Verbindung mit der Waffenindustrie ist der beste Nährboden für Korruption, moralische Verkommenheit …

Wer sich den Luxus Militär leisten kann, hat kein Argument für Sparprogramme, die vor allem jenen aufgebürdet werden, die im Zivilleben keinen Luxus kennen, und die, eingezogen zum Militär, beim Militär auch keine anderen Rechte haben, als an der Front in der ersten Reihe auch zu bluten. Wem die karg gefüllten Taschen im Zivilleben geleert wurden, bleibt wohl leichter für immer auf dem Schlachtfeld …

Das Abschaffen des Militärs, menschgemäß nicht nur in Österreich, führte zu einer entspannten und also enthysterisierten Sicht auf die gegenwärtige Krise, denn, was bleibt von der Krise, ohne den Luxus Militär …

Der Verzicht auf den Luxus Militär geht menschgemäß weit darüber hinaus, lediglich zu sparen, sondern bedeutet den radikalen Wechsel von einer Todesgesellschaft zu einer Lebensgesellschaft mit einer sozialen Werteskala, und eine Lebensgesellschaft, die alles Bisherige und alles für unumstößlich Gehaltene aufgibt und vergißt, findet lebensbejahende Antworten, erstellt lebensbejahende Konzepte, versteht es lebensbejahend zu reformieren, wird entschieden gegen die fortschreitende erdumfassende Vernichtung der Lebensgrundlagen für nicht nur das sprechende Tier sondern für jedwedes Lebewesen auftreten, keinen Beitrag mehr leisten wollen zum ökologischen Supergau.

Das Abschaffen des Militärs heißt im Grunde, tatsächlich in die Zivilisation einzutreten.

Anti-Terror-Paket/Polizeigesetz – Militär will es noch strenger

Es soll diesem Ministerialentwurf einer Novelle des Sicherheitspolizeigesetzes aber auch Gerechtigkeit widerfahren und also nicht verschwiegen werden, daß es durchaus Befürworter gibt, wie gelesen werden kann. Das Militär. Militär klingt eigentlich für das österreichische Bundesheer zu gefährlich, obgleich es doch ein gefährlicher Verband ist, ein für sich selbst gefährlicher, sich selbst gefährdender Verband, wie das jüngste Beispiel wieder eindrücklich zeigte, als ein langjähriger Angehöriger im Offiziersrang sich selbst, in den Finger schoß.

Und dieser selbstgefährdende Verband will das Sicherheitspolizeigesetz, wie in seiner Stellungnahme gelesen werden kann, noch strenger, es noch ausweiten, vom Informationskuchen ein recht großes Stück …

Polizei und Militär wollen also gemeinsam alle Bürger und Bürgerinnen dieses Landes in eine ihre strenge Datenkammer sperren -, selbstverständlich bloß, um es einfacher zu haben, zu vermeiden diese mühsamen Schriftverfahren

Die vorliegende polizeibefugnisrechtliche Sammelnovelle als Teil 2 des sogenannten „Anti-Terror-Pakets“ der Bundesregierung wird seitens des BMLVS in grundsätzlicher Hinsicht begrüßt. Im Detail wird auch zufriedenstellend zur Kenntnis genommen, dass durch die in Aussicht genommene Anfügung eines neuen Satzes im § 83a Abs. 1 SPG das Tragen von Uniformen oder Uniformteilen, die durch ihren äußeren „Anschein“ eine Verwechslung etwa auch mit Uniformen des Bundesheeres zulassen, in Zukunft verboten sein wird und mittels Verwaltungsstrafe sanktioniert werden soll.Zu § 38 Abs 5 SPG wird angeregt, den unbestimmten Gesetzesbegriff „schwerwiegender Eingriff in die Rechte des Besitzes“ entweder zumindest in den Erläuterungen näher auszuführen
oder das Wort „schwerwiegend“ im Normtext überhaupt ersatzlos zu streichen. Es erscheint nämlich keinem Besitzer zumutbar, eine Besitzstörung bis zum Vorliegen einer Entscheidung eines Zivilgerichtes dulden oder zu Selbsthilfemaßnahmen greifen zu müssen.

Diese Novellierung des § 57 SPG sollte auch zum Anlass genommen werden, eine eindeutige gesetzliche Übermittlungsbefugnis an „militärische Organe […]

Der Verwaltungsaufwand durch die gegenwärtig ständig praktizierten schriftlichen Anfragen ist sowohl bei den Sicherheitsbehörden als auch im BMLVS enorm und könnte dadurch in Zukunft vermieden werden. Die durch das mühsame Schriftverfahren bedingten Zeitverzögerungen stoßen vor allem bei der Bearbeitung von sogenannten „Verlässlichkeitsprüfungen“ für Angehörige ziviler Firmen […] (Hervorhebungen B.K.)

Petition „Pro Wehrpflicht“ – Noch eine freiheitliche Verkleidung

Zu dieser Petition kann im Grunde das geschrieben werden, was bereits zur Petition „Uni-Reform“ geschrieben wurde, daß auch bei dieser wiederum nicht einfach und ohne Nachforschung erkannt werden kann, von wem diese Aktion ausgeht. Es ist ebenfalls eine von Unzensuriert, also eine von Freiheitlichen …

Wiederum ist der Hinweis auf Unzensuriert im Impressum zu finden, und wem Unzensuriert unbekannt ist, muß weiter forschen, um herauszufinden, wer die Verantwortlichen von Unzensuriert sind. Wiederum suggeriert das verwendete Logo (in diesem Fall das vom Bundesheer) nicht, daß es eine freiheitliche Petition ist.

Transparent und redlich wäre es, die eigenen Logos, also nicht nur das von Unzensuriert zu verwenden …

Möglicherweise wurde von den Freiheitlichen gedacht, es werde ohnehin sofort jeder und jede beim Anblick der schwarzen Gesichter an den zurzeitigen Obmann, dessen Aufstieg an die Parteispitze sportlich bewaffnet im Gestrüpp begann, denken und augenblicklich wissen, daß das eine Petition der Freiheitlichen sein muß. Eine solche Kombinationsarbeit zu leisten, kann aber nicht verlangt werden von Menschen, um deren Unterstützung und Unterschrift geworben wird.

Wie zu sehen ist, berichtet Unzensuriert in neutralem Ton, die Freiheitlichen schreiben also nicht, ihre Petition sei äußerst erfolgreich, das war 2. Februar 2011. Sehr erfolgreich wird es nicht gewesen sein, denn bis heute, wie gesehen werden kann, haben die Petition erst 2387 unterschrieben, nicht unbedingt viel für eine Petition, die es seit einem Jahr gibt.

Es gibt, um genau zu sein, doch einen Hinweis auf Unzensuriert, am Ende des Formulars wird die Frage gestellt, ob weiterhin Information bezogen werden wollen. Wer aber das Formular bis zu dieser Stelle bereits online ausgefüllt hat, sich also dafür entschieden hat, diese Petition zu unterzeichnen, wird nicht das Absenden auch noch unterbrechen, um herauszufinden, wer oder was „unzensuriert“ ist, höchstens die Antwort verneinen und die Arbeit abschließen, die Unterstützung senden …

In Zusammenhang mit dieser Petition wäre es interessant zu erfahren, ob beispielsweise Fritz Neugebauer in seiner Funktion als Zweiter Nationalratspräsident die Soldaten und Soldatinnen des österreichisches Bundesheeres ebenfalls zur Gehorsamsaufkündigung aufrufen würde, wie Dr. Martin Graf in seiner Funktion als III. Präsident NR als Unzensurix auf Unzensuriert … Nachdem, wie hier bereits mehrfach geschrieben, nicht gewußt werden kann, wessen Pseudonym das ist, es also auch ein Pseudonym von Dr. Martin Graf sein kann, ist bis zur glaubwürdigen Veröffentlichung von Unzensuriert, wer Unzensurix ist, es verständlich, hinter diesem Pseudonym Martin Graf vermuten zu dürfen, zumal Dr. Martin Graf selbst zitiert wird, und es heute sehr beliebt ist, von sich selbst in der dritten Person zu sprechen … Im Vorspann zu diesem Aufruf wird auf dieser Plattform freiheitlicher Abgeordneter dem österreichischen Bundesheer „aktiver Widerstand“ nahegelegt, und es ist zu fragen, wie weit soll nach den zu Unzensuriert abgeordneten Freiheitlichen der aktive Widerstand getrieben werden, bis zum Putsch?

Heldenplatz, am 8. Mai 2011

Die Aufregungen, die ein Datum hierzulande nach wie vor auslösen kann, verführen zu fragen, ob es nicht besser wäre, überhaupt alle Formen von kollektivem Gedenken, für und an wen auch immer, einfach bleiben zu lassen.

Es ist menschgemäß ein hehres Ansinnen, der Opfer kollektiv zu gedenken, beispielsweise der Opfer des Nationalsozialismus. Zu gedenken und damit stets einhergehend zu mahnen, zu hoffen, zu ersehnen und zu beschwören, daß diese einst von einer Mehrheit getragene und die Normalität des Nationalsozialismus seiende Bestialität nie wieder Wirklichkeit werde. Aber so viele Jahrzehnte kollektive Gedenken, sogar in Österreich, haben nicht dazu beigetragen, daß eine Wirklichkeit ohne den Stoff Bestialität geschaffen werden konnte. Bis zum heutigen Tage ist es soher nicht gelungen, überzeugend darzustellen, daß eine Wirklichkeit, der das Element Bestialität für immer absolut entzogen ist, nicht als das Ende der Wirklichkeit des Menschen zu fürchten ist, sondern als Anfang einer Wirklichkeit des Menschen zu begrüßen ist, aber endlich ohne die Substanz Bestialität.

Der Nationalsozialismus jedoch ist lediglich und dazu ein noch sehr spät hinzugefügter Baustein der Substanz Bestialität, der allerdings aufgrund seiner monströsen Verbrechen als Grundbaustein der ersten Herstellung der Substanz Bestialität erscheint, aber in der Genealogie der Substanz Bestialität zeitlich einen lächerlich geringen, den geringsten Platz beanspruchen kann. Es werden diesen zwölf Jahren totalitärer Herrschaft des Nationalsozialismus eine Bedeutung zuerkannt, als hätte dieser Millionen Jahre totalitär geherrscht. Aber es waren schwache zwölf Jahre, wenngleich höchst grausame zwölf Jahre, die, derart enden solche Ideologien immmer, bald auch das sogenannte eigene Volk als Opfer sahen. Es ist somit eine vollkommen ungerechtfertigte Bedeutung, die dem Nationalsozialismus zugestanden wird, und, mit dieser ungerechtfertigt zuerkannten Bedeutung als, beinahe geschrieben, unausweichliche Naturgewalt, werden nur, ebenso ungerechtfertigt, die Wiedergänger und Wiedergängerinnen des Nationalsozialismus bedient, die daraus ihre, ebenso ungerechtfertigte, Bedeutung ziehen, um ihre Leben irgendwie bewältigen zu können, einigermaßen durch ihren Alltag zu kommen.

So viele Jahrzehnte des kollektiven Gedenkens haben keinen Beitrag geleistet, Gewaltverbrechen und Massenmord absolut zu ächten und absolut abzulehnen. Es stehen Heerscharen an Freiwilligen weiter bereit, unter welcher Fahne und welchem Programm immer, auch der Nationalsozialismus lockt mit seiner Fahne und seiner Weltanschauung, die Wirklichkeit in gesetzesgedeckte Grausamkeit zu verwandeln. Und es stehen auf der neuen Straße der Auseinandersetzungen, wie das Web gennant werden könnte, der freiwilligen Kämpfer und Kämpferinnen, formiert in unterschiedlichen Staffeln, mehr und mehr bereit, diese noch in Sprache gefangengehaltene Bestialität in Wirklichkeit zu verwandeln, sich ihre Regime zu erstreiten, ihre Regime zu wählen, auf die sie, nach dem unausweichlichen Untergang, wieder ihre Schuld und ihre Verantwortung abwälzen werden wollen. Noch also schreiben diese Freiwilligen nur in aber vielen Foren ihre bestialischen Lösungen, aber die Vielzahl derer, die im Web anonym im Morden das Heil sehen, das Morden als Lösung gesellschaftlicher Probleme anbieten, ist erschreckend, und erschreckend ist, wenn auch nicht unerwartet, es sind nicht nur ausgewiesene Wiedergänger und Wiedergängerinnen des Nationalsozialismus. Und auch jene, die besonders gegen den Nazismus auftreten, verbalisieren erschreckend oft als Lösung und Verhinderung des Nazismus nur Gewalt.

So viele Jahrzehnte des kollektiven Gedenkens haben, um es nicht im allgemeinen zu belassen, keinen konkreten Beitrag geleistet, daß Roma und Sinti in Europa kein ungeduldetes Leben mehr zu führen genötigt sind. Im Gegenteil, muß gesagt werden, wird allein an aktuelle Ereignisse in Ungarn beispielsweise gedacht. Roma und Sinti, die zu den Hauptopfern der Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen gehörten, zeigen bitter konkret auf, daß es weit über den Nationalsozialismus hinausgeht, der Diskurs weit tiefer und endlich breitest geführt werden muß. Roma und Sinti sind nicht nur weiterhin Herabwürdigungen und Verfolgungen ausgesetzt, sie mußten sehr lange und müssen eigentlich noch immer um den ihnen zustehenden und also angemessenen Platz im kollektiven Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus kämpfen. Kollektive Gedenken, in denen sie unbedacht bleiben, müssen für Roma und Sinti bittere Veranstaltungen gewesen und auch heute noch oft sein, werden sie doch auch durch diese an ihre Gegenwart erinnert, daß ihnen ein menschenwürdiger Platz in der europäischen Gesellschaft weiter verweigert wird. Schlimmer noch, es werden, wieder, Gesetze verlangt und verabschiedet, die ….

So viele Jahrzehnte des kollektiven Gedenkes haben es nicht vermögen können, die alles entscheidende Frage breitest zu stellen, wer waren die wahren Schuldigen. Selbstverständlich werden viele Namen gewußt, von jenen die gewählt wurden, von jenen, die in diesen zwölf Jahren hohe und höchste Positionen im Verbrechensstaat besetzten. Aber die Namen der Wähler und Wählerinnen sind ungenannt. Wenn es einst wieder zu einem derartigen Ausbruch der normalisierten Bestialität kommen sollte, wenn es einst wieder zum unweigerlichen Untergang der normalisierten Bestialität kommen sollte und dabei wieder am Ende das sogenannte eigene Volk in der sogenannten eigenen Heimat das letzte Opfer sein wird, werden beispielsweise jene, die heute ihre blutrünstigen Kommentare auf die Straße von Sos Heimat schmieren, gennannt werden können als die Befehlenden ihres Regimes. Die Frage heute ist, wen wählen sie dafür aus und wen wählen Sie …

NS Beinahe wurde auf den im Titel angeführten Heldenplatz vergessen. Das WKR-Totengedenken am 8. Mai 2011 am Heldenplatz, veranstaltet von Menschen, denen hier nicht die Freude gemacht wird, sie als Nazis zu bezeichnen, wird wohl sinngemäß viel von dem Schwulst über Opfer, Heldentum, Blut mit pompösen Gesten über Heimat und Vater im Abendland transportieren, was Terry Eagleton in Das Böse in bezug auf Nazis schreibt:

Einesteils voll engelhaftem „Schwulst über Opfer, Heldentum und Reinheit des Blutes, waren sie anderenteils fest im Griff jenes Phänomens, das die Freudianer „obszöne Lust“ nennen – versessen auf den Tod und Nichtsein. Nazismus ist eine Art von bizarrem Idealismus, der eine Todesangst vor menschlicher Fleischlichkeit hat. Doch er ist auch ein höhnisches Gejohle an die Adresse all dieser Ideale. Zu hochtrabend und zu hämisch in einem, ist er voller pompöser Gesten über Führer und Vaterland und dabei zynisch bis in den Kern.