Schlaflos an der Donau

Kaum ist die Gesinnungsdokumentation Franz Dinghofer zu Ende, bringt die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Regierungspartei einen Kommentar zu George Soros, in der gestrigen Winternacht, um 21.46 Uhr.

Und ihre Schreibstaffel gesinnungsgemäß bereit, bereit wie stets, kurz gesagt, zur Pflichterfüllung der Nachtlosung.

Schlaflos an der Donau, auch ihre Applaudierenden: die vielen zustimmenden Namenlosen …

„Diese Dreckshure Soros Soll doch endlich ans Sterben denken, dieser scheiß Zionist! Dieser Hurensohn gehört vernichtet, denn jeder der die Geschichte kennt, weiß dass das Unheil dieser Welt von seinesgleichen ausgieng und noch immer ausgeht! Auf jeden Fall zähle ich dieses Arschloch nich zur Gattung der Menschen!“

Franz Dinghofer im österreichischen Fernsehen spornt eben an – gesinnungsgemäß zum Antisemitismus …

„Der Ostküstenadel (NWO) hat ihm (nazigeschädigt) Insiderwissen (daher der Reichtum) zugute kommen lassen, um einen Mann für’s Grobe, für die (verständlichen) Rachepläne (NWO-konform) eines gewissen Heinz Alfred Kissinger (‚the brain‘), zu haben.“

„Ostküstenadel“, „NWO“, „Kissinger“, das muß nicht erklärt werden, es gibt dafür einen Begriff: Antisemitismus. Und noch viele weitere Signalwörter des Antisemitismus werden gerade auf dieser Website der zurzeitigen identitären Regierungspartei so gesinnungsgemäß regelmäßig verwendet, wie es regelmäßig Tag und Nacht wird. „Usreal“ gehört dazu, „Rothschild“, eben auch „Soros“, „Talmud“ und so weiter und so schlimmer fort …

„vielleicht sollte ich einmal diesen alten saftsack disziplinieren damit er seine unnoetigen kommentare unterlaesst, und an den alte saftsack: he du der sich an der unteren gesellschaftsschichte masslos bereichert hat halts maul.“

Wenn die Nachtpflicht ruft, kennt auch ein Verbindungswebel mit der Tastaturkerbe zungl888 kein Ruhen, nur eines, auf der Wacht sein, und wäre er in seiner Hofburggalauniform auf einem Ball, er ließe die Tanzkameradin auf dem Parkett stehen und eilte, wann immer der Ruf „Zu den Tastaturen!“ ereilt, zu seiner …

„Soros Wann schließt der alte Sack endlich die Augen ???“

„ENDLICH Disziplinieren müsste man Ihn daselbst und seine Helfer Aber was währe dieser Teufel in Menschengestalt ohne seine BEZAHLTEN Helfer ?“

„Wann stirbt der Irre endlich? Ich hoffe das bei allen kommenden Wahlen, besonders bei der EU Wahl, die Rechtspartein extrem zulegen. Nur so kann man den links grünen Wahnsinn, der Islamisierung Europas, entgegenwirken! Vielleicht ist dieser Schock für Soros so groß, das er endlich das zeitliche segnet! Kein patriotischer Europäer wird diesen Spinner vermissen!“

Wo immer sie stationiert sind, die Patrioten, in den Bergen, in den Auen, die Patriotinnen wachen, allzeit fingertrainert der Order „Zu den Tastaturen!“ in der Sekunde zu …

Franz Dinghofer, eine Dokumentation im endlich ganz nach der Gesinnung der FPÖ entpolitisierten ORF

Nun ist sie gelaufen, die Dokumentation über Franz Dinghofer im österreichischen Rundfunk, und es ist gesinnungsgemäß recht gut gelaufen, also für die identitäre Regierungspartei.

In dieser Winternacht im Februar 19 kann bereits während des Ansehens der Dokumentation über Franz Dinghofer erahnt werden, was die zurzeitige identitäre Regierungspartei stets propagandiert, sie wolle einen entpolitisierten ORF …

Willfährig hat der ORF der identitären Regierungspartei diesen Wunsch nach einem entpolitisierten ORF erfüllt, ihr eine gesinnungsreiche Fernsehnacht geschenkt, mit dieser Dinghofer-Leistungsschau. Zum vollkommenen Fernsehgesinnungsgenuß der identitären Regierungspartei fehlte vielleicht nur noch ein tragend gesprochener Einleitungssatz: Die Führung der FPÖ gibt bekannt …

Ein paar Tage zuvor gab es im Palais Epstein eine Präsentation dieser Dinghofer-Leistungsschau und Alexander Wrabetz sagte brav auf, was ein Mit-etwas-davor-Kanzler von ihm …

Was aus dem ORF werden wird, wenn es weitergeht, wie es bereits los geht, das bekommt durch diese Dinghofer-Leistungsschau ein konkretes Bild: ein Staatsfunk, ein Parteifunk, ein Gesinnungsfunk, bis irgendwann nicht mehr unterschieden werden wird können, ist es ein Staatsfunk, ist es ein Parteifunk, weil die Partei sich als Staat versteht, der Staat ihr ihre Partei ist, und dann wird wohl jedwede Sendung mit tragender Signalmusik unterlegt mit dem pathetischen Satz eingeleitet werden: Die Führung der …

Eine Macherin war wieder dabei, die schon gute Vorarbeit leistete, auch diesmal dabei sein zu dürfen. Das Personal für die Dinghofer-Leistungsschau wurde ganz Gesinnungsfunk ausgesucht. Eine Gudula Walterskirchen, fehlen durfte nicht jener Mann, der die Rolle des Herunterspielers übernahm, fehlen durfte auch nicht der Mann, dem das Kommando zum Erstellen eines Weisenberichts über die identitäre Regierungspartei anvertraut ist, fehlen durfte gesinnungsgemäß schon gar nicht, der Chef …

Und ein Wort durfte in solch einer Dinghofer-Leistungsschau schon gar nicht fehlen: Patriot … Wie oft dieses Wort platziert wurde, es hätte gezählt werden soll … derart aufdringlich wurde product placement noch nie … in diesem Fall richtiger: sentiment placement

Eine so recht liebe Dokumentation und keine Blumen auf dem Tisch, nicht einmal der Chef hat sich eine Blume angesteckt, zu Ehr‘ und Treu‘ des Franz Dinghofer. Dabei. Es gibt eine Blume, die auch mit Dinghofer untrennbar verbunden …

Wer der identitären Regierungspartei eine Patriotin ist, nun, der, wie es heißt, möchte nicht in der Nacht begegnet werden …

Es fehlte eigentlich nur noch Wiesinger, Dinghofer-Künstler, der erzählen hätte können, was er sich beim Gestalten der Dinghofer-Medaille so dachte …

Jetzt, da es so viel Unzufriedenheit gibt, mit einer Feiertagsregelung … Vielleicht bekommt Österreich einen ganz neuen Karfreitag: einen Staatsfeiertag zum Gedenken an Franz Dinghofer. Propagandiert wird ja bereits einer, auf der Website der identitären Regierungspartei …

Dann wäre dann wohl Gesinnungsseligkeit. Einen Gesinnungsdinghoferstaatsfeiertag, dazu einen Gesinnungsstaatsparteifunk — aber wer bekommt und bekommt, will, heißt es, mehr, noch mehr, immer mehr, bis nichts mehr da ist, nur noch der Untergang bleibt, aber dieser dann für alle anderen …

NS Es ist wohl gut, dass diese Dokumentation nur in Österreich gesehen werden darf … so bleibt es wenigstens den Menschen in anderen Ländern erspart, darüber nachzudenken, an was für eine Geschichte wird denn zur Zeit wieder in Österreich gebastelt.

Österreichs Aufbruch in die Moderne – Kurz zur Gefährlichkeit von Gesetzen

„Wer öffentlich eine Person oder eine Sache, die den Gegenstand der Verehrung einer im Inland bestehenden Kirche oder Religionsgesellschaft bildet, oder eine Glaubenslehre, einen gesetzlich zulässigen Brauch oder eine gesetzlich zulässige Einrichtung einer solchen Kirche oder Religionsgesellschaft unter Umständen herabwürdigt oder verspottet, unter denen sein Verhalten geeignet ist, berechtigtes Ärgernis zu erregen, ist mit Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen zu bestrafen.“

Dieser nach wie vor geltende Paragraph im österreichischen Recht trat mit 1. Jänner 1975 in Österreich in Kraft. Das war Österreichs Aufbruch in die Moderne.

Ein Paragraph, den auch die zurzeitige schwarzidentitäre Regierung nicht gewillt ist, aus dem österreichischen Recht ersatzlos zu streichen. Im Gegenteil. Wie aktuell gelesen werden kann, will die identitäre Regierungspartei diesen Paragraphen gerade gegen einen Menschen einsetzen, der ihrer Gesinnung fern ist.

Und die zurzeitige schwarzdidentitäre Regierung ist gewillt, diesen recht besonderen Aufbruch in die Moderne österreichischer Brauchtumsart fortzusetzen, wie aktuell zu lesen ist, auch durch ihre Rechtsidee einer Sicherungshaft … Schon gibt es Stimmen auch außerhalb von diesen beiden Parteien, so ein Gesetz sich vorstellen zu können, auch aus der Partei, unter deren damaligen Alleinregierung der oben zitierte Paragraph verabschiedet wurde …

Der Aufbruch in die Moderne heißt in Österreich also nach wie vor, gemeingefährliche Gesetze schaffen zu wollen. Gesinnungsgesetze. Wie der Paragraph 188 seit 1975 belegt, kann ein jeder Mensch Opfer dieses Gesetzes werden, und nicht anders würde es sein, sollte es je zu diesem Sicherungshaftparagraphen kommen. Und ist dieser Sicherungshaftparagraph durch, wird es gar kein Halten mehr geben, weitere gemeingefährliche Gesetze zu erlassen, und das Schlimme daran wird sein, es werden nicht nur die schwarze und die identitäre Partei für solche sein, sondern auch andere Parteien werden dabei mitgehen, weitere gemeingefährliche Gesetze im Parlament zu verabschieden, und das Schlimme wird sein, es werden diese weiteren gemeingefährlichen Gesetze von vielen außerhalb des Parlaments begrüßt werden, also von österreichischen Medien und von dem sogenannten Volk, auf das sich stets jene recht berufen, die ihre gesinnungsgemäß gemeingefährlichen Gesetze durchpeitschen wollen.

Dieser seit 1975 geltende Paragraph 188 sollte allen gerade zur Zeit Warnung genug sein, wie gemeingefährlich Gesetze sein können, wie Gesetze einen jeden Menschen zum Opfer machen können, ehe einem Sicherungshaftgesetz, das die gemeingefährliche Qualität eines Paragraphen 188 hätte, zugestimmt …

NS Der seit 1975 geltende Paragraph 188 offenbart darüber hinaus noch etwas: eine Perversion. Mit diesem Paragraphen werden Organisationen geschützt, die laufend Menschen herabwürdigen, denen Menschen schutzlos ausgeliefert sind, deren Programme nur eines beinhalten: den Menschen zum Opfer zu machen. Es müssen dabei die Organisierten Glauben nicht nach ihren Verbrechen differenziert werden. Es gibt zwar eine unterschiedliche Verbrechensschwere je nach Organisiertem Glauben, aber kurz zusammengefaßt, alle Organisierten Glauben und besonders die auf einen Führer hin ausgerichteten Glauben, der einmal als Gott und dann einmal als Allah und dann wieder als irgendwas angerufen wird, decken alle nach weltweiten Strafrechten ahnenden Verbrechen ab … Mord, Vergewaltigung, Kinderschändung zur eigenen Triebbefriedigung und so weiter und so weiter und so erbarmungslos fort.

NNS Es soll all jenen, die der Manie der Deutung der Ziffer 8 und deren Variationen erlegen sind, ein kleines Geschenk gemacht werden. Dieser gemeingefährliche Paragraph hat die Ziffernfolge 188

„In Österreich mußt du entweder katholisch oder nationalsozialistisch sein.“ Seit Thomas Bernhard das 1988 geschrieben hat, das er seine Figur auf der Bühne sagen läßt, ist in Österreich alles noch viel schlimmer als 1988.

Sie werden es vielleicht nicht glauben wollen, aber es ist die Wahrheit, so wahr wie eine Marienerscheinung … Professor Schuster erschien am gestrigen Freitag in diesem Wintermonat 19 während der Abendandacht in der Kirche Spinnerin am Kreuz und sprach, er habe Thomas Bernhard immer wieder gesagt, sein Satz sei so nicht richtig, der Satz sei damals schon so nicht richtig gewesen, der Satz müsse einfach wie kurz lauten: In Österreich mußt du katholisch und nationalsozialistisch sein. Niemand aber ist vor ihrem Schöpfer ohnmächtiger als eine Figur, vor allem eine Figur von Thomas Bernhard. Beim Verlassen der Kirche wurde versucht herauszufinden, ob Schuster auch den Mitbetenden erschienen sei, aber keine einzige Antwort, alle versuchten nur schnell fortzukommen, mit einem verschreckten Blick …

Hendrik M. Broder spricht Gendergaga

Hendrik M. Broder ist ein kluger Mann. Er weiß. Es gibt eine weibliche Form des Wortes „Nazi“ – „Nazisse“.

Er wird lange darüber nachgedacht haben, wie sein handgestützter Kopf es vermuten läßt, wie erklärt er die Entdeckung seiner gravierenden Lücke.

Dann betet er, wie sein gen Plafond gerichteter Blick und seine gefalteten Hände es bezeugen; worum er betet, das soll sein Geheimnis bleiben.

Dann drückt er die Daumen. Beide Daumen. Ganz fest. Wofür? Wohl, daß ihm seine Erklärung der Entdeckung seiner Lücke geglaubt wird. Dafür muß Hendrik Broder seine beiden Daumen nicht ganz toll halten. Das wird ihm auch ohne Daumendrücken geglaubt, seine Lücke entdeckt zu haben. Broder entdeckt viel, das wird gewußt, und was Broder je entdeckt, das wird gewußt, sind seine Lücken.

Sollten Sie in Erinnerung haben, daß der Vorname von Broder „Henryk“ ist und nicht, wie oben geschrieben, „Hendrik“, erinnern Sie sich richtig. Angebracht an dieser Stelle eine Erklärung, weshalb dennoch „Hendrik“ geschrieben wird.

Es ist durchaus vorstellbar, daß der zurzeitige Vizekanzler in Österreich seinem Sohn in Verehrung von Henryk M. Broder dessen Vornamen zueignen wollte. Aber bei der recht bekannten identitärtypischen Schreibkompetenz kann es recht leicht passieren, daß aus „Henryk“, wenn es geschrieben werden muß, ein „Hendrik“ wird.

Für den Sohn des zurzeitigen Vizekanzlers ist es aber ein Glück, daß die Hörschwäche des Vaters nicht eine vollkommene ist … was wäre das für ein Vorname geworden, hätte dieser nicht nur ein nicht enthaltenes „d“ gehört, ein „i“ statt einem „y“, sondern auch noch ein zweites „e“ statt einem „i“ …

Recht besonders seit dem letzten Austausch im Kursalon wird gewußt, was für einen recht besonderen Stellenwert Hendrik Broder beim zurzeitigen Vizekanzler einnimmt, insgesamt in der zurzeitigen identitären Regierungspartei …

Die Sache mit dem Vornamen ist nur eine Vermutung, das muß festgehalten werden. Es will hier nicht so weit gegangen werden, zu sagen, es sind keine Vermutungen, es sind Fakten. So weit, die Ordnung muß aufrechterhalten, die Hierarchie eingehalten werden, darf nur ein Vizekanzler gehen: „Es sind Fakten, es sind keine …“

Es wird, wie es rhetorisch stets schön gesagt wird, bedauert, nicht selbst im Kursalon gewesen zu sein, um mitzuerleben, wie vor allem die drei Herren miteinander ihre Lücken entdeckten.

Hat der Sohn vom zurzeitigen Vizekanzler noch einen zweiten Vornamen? Das würde doch recht passen: Hendrik M. — M. für Michael, benannt nach dem Dritten im Kursalonbunde …

Ob sich der Dritte im Hübnerbunde ein wenig oder gar recht kränkt, daß der Sohn des zurzeitigen Vizekanzlers nicht als ersten Vornamen Michael bekam? Immerhin, wie dicke er es doch hat, nicht nur mit dem zurzeitigen Vizekanzler, sondern überhaupt mit der identitären Regierungspartei …

Hendrik M. Broder ist ein kluger Mann. Er weiß. Es gibt eine weibliche Form des Wortes „Nazi“ – „Nazisse“.

Er wird aber wohl nicht wollen, gerade jetzt in der Stunde der Freundschaftsverfestigung mit den Mannen und Frauen der Hübnerpartei, daß Menschen sich dann auf die Suche nach „Nazissen“ machen. Sie könnten ja entdecken, wie recht hoch heute noch in der Kursalonpartei die Verehrung auch für „Nazissen“ …

Hendrik M. Broder ist ein kluger Mann. Ein weiteres Zeugnis dafür: er beschenkt seine Welt mit einer neuen Sprache, er spricht zur ihr in „Gendergaga“. Den Namen dieser Sprache hat eine ebenso kluge Frau erfunden. Und wer solche Begrifflichkeiten, mehr noch, wer einer bislang namenlosen Sprache einen Namen zu geben vermag, wird zurecht in das Zentrum gerückt, muß im Zentrum jedweder Diskussion den Platz einnehmen, der …

Wie lange das Wort „Nazisse“ schon in Verwendung ist, soll abschließend eine kurze Geschichte aus dem Buch „Söldner für den Anschluss“ von Hans Schafranek erzählen. Zu dieser Zeit waren weder Henryk noch Hendrik auf der Welt, bei Hendrik dauerte es Jahrzehnte und bei Henryk immerhin noch weit über ein Jahrzehnt bis zu deren Geburten. Gendergaga zu entdecken, zu beginnen, Gendergaga zu sprechen, in diese Sprache vertieft sich Broder gar erst Jahrzehnte später. Aber damals, das erzählt kurz beispielhaft auch diese Geschichte aus dem Buch über die „Legion ohne Mission“, wie sie einmal genannt wird, wurde bereits, ohne dafür einen Begriff schon zu haben, bereits gegendert …

„Eines Tages im Oktober 1934 blieb sein Blick auf einem verführerischen Anblick an einem der Nebentische haften. ‚Der strenge und energische Eindruck Ihrer Erscheinung lässt mich Ihre Bekanntschaft ersehnen‘, kritzelte er auf einen Zettel, den er vom Kellner überbringen ließ. Absender: ‚Hotel Bambergerhof, Zimmer 137‘. Die attraktive Dame antwortete tags darauf auf gleichem Wege: ‚Ich muss Ihnen Kummer bereiten, ich bin nämlich keine Nazisse, sondern oh Schreck oh Graus nur eine Jüdin… Ihre Sehnsucht müssen Sie also heldisch unterdrücken, es sei denn, es würde Ihnen ein Pogrömchen zu Hilfe kommen.'“

Kreuzweg der Wahrheit

Nun kommentieren die Verantwortlichen der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei einen Anlaß für eine vermeintliche Feier: „10 Jahre …“

Sie feiern sich selbst mit „10 Jahre Grafs Homepage“. Mit einem Kommentar, mit dem sie bei einigen Marterln Halt machen.

Sie schreiben selbstverständlich nicht „Grafs Homepage“, sondern es würde ein Journalist behaupten, es handelte sich um „seine persönliche Internetseite“ …

Sie werden doch nicht einen Journalisten mit ihrem Infrastrukturminister verwechseln und behaupten wollen, ihr Minister spricht nicht wahr, sondern behauptet nur: „Das ist „Grafs Homepage“.

Aber wer kann es besser wissen als ein inzwischen an einem Montag zum Minister Gemachter, der für „Grafs Homepage“ selbst schon schreiben durfte.

Sonst ist es ein gesinnungsgemäß übelicher Kommentar, vielleicht in St. Kanzian geschrieben, während …

Dort die Wahrheit, da die Lüge, dort die Fakten, da die …

Kürzlich, vielleicht aus Vorfreude auf diese „10 Jahre Grafs Homepage“ haben sich die Verantwortlichen dieser Website schon selber ein Geschenk gemacht, ein Wahrheitsgeschenk, als sie dieses ihr Wahrheitsgeschenk auspackten, fanden sie darin einen eigenen Kommentar, oh, wie schön, ach, was für eine Vorbescherung, steht doch in diesem Kommentar, der Vatikan, sogar der Vatikan habe die ungarische Regierung gelobt

Lüge da, Wahrheit dort, hier das, Fakten dort …

Für zehn Jahre ist ein Kommentar wenig, bei viel zu wenigen Stationen kann Halt gemacht werden, ein Kommentar gibt den Platz dafür nicht her. Zehn Jahre, das muß doch größer, angemessener begangen werden.

Deshalb werden Sie eingeladen auf eine Wallfahrt auf dem Wahrheitskreuzweg … Sollte dieser Ihnen in seiner gesamten Länge zu weit, viel zu weit sein, so genügt es durchaus, nur bei ein paar Stationen Halt zu machen, um, recht informationsgesättigt, von diesem Kreuzweg, der Passion der Wahrheit errichtet, abzugehen …

Sie werden erstaunt sein, bei wie vielen Marterln Sie Halt machen können, erstaunt sein, wie recht dicht aufeinander Marterl um Marterl errichtet, wie oft Sie Rast für Informationsjausen einlegen können.

Sie werden vielleicht ausrufen, ach, wie klein das doch begonnen hat, und das vor weit mehr als zehn Jahren, als „Grafs Homepage“ nicht einmal eine Homepage war, sondern ein „Infobrief“ auf …

Die Wahrheit dort, hier das, dort die Fakten …

Mit dieser Auswahl hat keine Diskussion die geringste Chance.

Es ist dann doch verlockend nachzugehen, die Diskussion wenigstens nebenher anzuhören, also diese nicht in das Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken, die gestrige von dem österreichischen Rundfunk ausgestrahlte Diskussion, um zu erfahren, was die Verantwortlichen der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei am 18. dieses Monats in glockenrechte Freude versetzt, die allein schon durch die Kommentarüberschrift

„Bei Waffengleichstand haben Linke und Feministinnen nicht die geringste Chance“

zum Ausdruck gebracht wird.

Der ORF hat es geschafft, ihr zu einer Diskussionsseligkeit zu verhelfen.

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wer zu Diskussionen eingeladen wird. Mit welcher Präzision österreichische Fernsehanstalten bei der Auswahl der Teilnehmerinnen für ihre Diskussionen vorgehen, ja, blind sogar imstande sind, stets die richtigen Teilnehmer einzuladen, die Aussage zu bestätigen: Bei solch einer Auswahl hat keine Diskussion die geringste Chance.

Es hat keine Diskussion die geringste Chance, eine qualitativ hochwertige Diskussion zu werden, eine Diskussion auf der Höhe der Zeit, die, also die Höhe der Zeit, es tatsächlich gibt, wenn es auch Zuseher des österreichischen Fernsehens zurecht verneinten, daß es diese Höhe der Zeit gibt, weil den Zuseherinnen des österreichischen Fernsehens die Höhe der Zeit nicht geboten wird.

Es geht dabei ganz und gar nicht darum, bestimmte Menschen nicht einzuladen, es wird in keiner Weise gesagt, bestimmte Menschen dürfen nicht eingeladen werden. Diese bestimmten Menschen, etwa wie die in die gestrige Sendung eingeladene Birgit Kelle, sind in keiner Weise ein Ärgernis. Nur. Die Einladung von bestimmten Menschen zu Diskussionen offenbart bloß eines, und das ist das Ärgerliche, die Einladenden wollen keine Diskussion auf der Höhe der Zeit. Vielleicht weil die Einladenden selbst nicht auf der Höhe der Zeit sind, und also nur Menschen einladen können, die ihre eigene Höhe widerspiegeln.

Die Einladungspolitik bestimmt die Qualität jedweder Diskussion.

Der Ankündigungstext für die gestrige Sendung im österreichischen Rundfunk reichte bereits, um zu wissen, daß wird keine Diskussion, die es wert ist, in das Zentrum der sonntäglichen Abendgestaltung zu rücken, nicht einmal eine, um so nebenher anzuhören, mit einem Ohr, aber mit keinem Auge anzusehen.

„Vor genau 100 Jahren durften Frauen in Österreich zum ersten Mal wählen. Welche Fortschritte sind seitdem erzielt worden? Darüber diskutieren bei Claudia Reiterer Doris Bures (Zweite Nationalratspräsidentin, SPÖ), Marlene Svazek (Landesparteiobfrau FPÖ-Salzburg), Nina Proll (Schauspielerin), Yasmin Hafedh ( Rapperin und Autorin), Birgit Kelle ( Publizistin, Autorin des Buches ‚Gender Gaga‘) und Erich Lehner (Männlichkeits- und Genderforscher).“

Eine angekündigte Diskussion, eingespannt zwischen Frauenwahlrecht und „GenderGaga“, kann nur eine Diskussion bringen, da muß noch nicht einmal gewußt werden, wer zu dieser eingeladen ist, die alles werden wird, nur eines nicht, eine auf der Höhe der Zeit.

Was für eine andere Diskussion wäre es wohl geworden, also auch die gestrige, wenn schon ein Buch als Grundlage zu dieser Diskussion, ein anderes Buch genommen werden worden wäre, nämlich „Philosophie des Orgasmus“ von Claus-Steffen Mahnkopf. Ein Buch, das tatsächlich und derzeit wie kein zweites deutschsprachiges auf der Höhe der Zeit beste Anregung für Diskussionen auf der Höhe der Zeit ist. Genau zu diesem Thema Mann und Frau.

Was hingegen hat ein Buch zu diesem Thema von einer Autorin zu bieten, die bereits mit dem zweiten Teil ihres zusammengesetzten Titelwortes offenbart, was sie zu bieten hat: …

Da muß gar nicht einmal gewußt werden, wie in Deutschland diese Autorin gesehen wird, wie über sie geschrieben wird, von wem sie in Österreich gelobt wird, etwa von einem Mann, über den einmal am Nebentisch in einem Kaffeehaus ein Mann sagte: „Sollte ich von U. je gelobt werden, dann weiß ich, daß ich ein dummer Mensch bin.“

Diese Autorin schreibt auch und nicht wenig für „Tichys Einblick“ … Roland Tichy, ein weiterer Beispielgeber für die Einladungspolitik österreichischer Fernsehanstalten, der nicht in den österreichischen Rundfunk eingeladen, aber in eine andere österreichische Fernsehanstalt, zu einem Moderator, der wohl in Österreich exemplarisch bestätigt, die Eingeladenen spiegeln das Denkvermögen der Einladenden …

Gesellschaft für Export von Gewalt und Mord ohne Haftung (GEGMoH): Österreich, ein Beispiel.

Es ist nicht auf Österreich allein beschränkt.

Die österreichische Gesellschaft ist nur eine in dem Syndikat der Gesellschaften für Export von Gewalt und Mord ohne Haftung, kurz gesagt, auf dem europäischen Kontinent.

Exemplarisch aber für das Syndikat der GEGMoHs kann durchaus die österreichische herangezogen werden.

Es ist zwar ständig in Diskussion und steht seit einer Ewigkeit in den Forderungskatalogen, aber nach jedem Gewaltdelikt, nach jedem Tötungsdelikt flammt die Diskussion besonders auf, werden Forderungskataloge augenblicklich adaptiert und massiv verbreitet; feststellbar dabei: durch die Jahre werden die Forderungen härter und härter.

Der Einleitungssatz hierfür ist stets der gleiche: „Gewalt und Mord hätten verhindert werden können, wenn …“

Wenn was?

Wenn die Gewalttätigen, wenn die Mordenden rechtzeitig des Landes verwiesen worden wären. Vor allem jene, deren Gewaltpotential bereits bekannt und oft auch amtsbekannt.

Menschgemäß ist diese Auffassung nicht einmal in Österreich, kurz gesagt, einer Naivität oder Einfältigkeit geschuldet, Gewalttätige, Mordende würden, sobald sie nicht mehr in Österreich sind, aufhören Gewalttätige zu sein, sich, sobald sie nicht mehr in Österreich sind, in Friedliche, in Gewaltlose verwandeln, auf ewig davon geheilt sein, sobald sie nicht mehr in Österreich sind, je noch ein Gewaltdelikt oder gar ein Tötungsdelikt zu begehen.

Es ist die Gleichgültigkeit gegen Menschen. Es ist die unbeschränkte Zustimmung zu Gewalt und Mord, aber anderswo, nur nicht in Österreich. Schlimmer noch. Es ist der bewußt gewollte Export von Gewalt und Mord. Es ist Beihilfe zu Gewalt und Mord.

Denn eines kommt in diesen Diskussionen nicht vor, dafür werden keine Forderungen erhoben. Was hat mit den Menschen, die in Österreich als „Gefährder“ katalogisiert werden, in den Ländern zu geschehen, in die sie von Österreich abgeschoben werden?

Werden sogenannte Präventivmaßnahmen von diesen Ländern eingefordert, beispielsweise gewaltabbauendes Arbeiten mit den „Gefährdern“ – „zum Schutz der Bevölkerung“ in diesen Ländern?

Nein. Nichts. Das Wichtigste ist. Die „Gefährder“ sind nicht mehr in Österreich. Und wo immer dann sie sich auf dieser Welt befinden, können sie, wem in Österreich ist dann der „Schutz der Bevölkerung“ noch ein Anliegen, gewalttätig, tötend, mordend durch die Lande, das nicht den Namen Österreich trägt, ziehen. Das ist übertrieben. Zumeist geht es nur um die Familie, um die Beziehung. Dort draußen, außerhalb von Österreich, irgendwo auf der Welt, können sie dann Beziehungen eingehen, Familien gründen, um diese mit Gewalt und Mord in das tiefste Unglück zu stürzen, den Beweis erneuern, daß es die Hölle gibt, die einzig aber als Familienhölle, als Beziehungshölle existiert.

Was zu einer GEGMoH existenznotwendig gehört, ist die Lebenslüge, wie sie beim einzelnen Menschen genannt wird, die in bezug auf eine Gesellschaft Gesellschaftslüge zu nennen ist.

Die Gesellschaftslüge basiert auf Export und Import. Ach, es werde nur das Gute exportiert und, oh, wie arm, was erhält die österreichische GEGMoH denn dafür an Importwaren? Gewalt, Mord …

Eine Gesellschaft, die keine Gesellschaft für Export von Gewalt und Mord ohne Haftung sein will, wird dieses Kurzdenken, also dieses Drei-Kilometer-Denken von der Hauptstadt bis zur Staatsgrenze, aufgeben müssen, gerade in einer, wie es modern heißen will, globalisierten Welt, von der auch Österreich von seiner Hauptstadt bis zur von dieser drei Kilometer entfernten Landesgrenze auf seinem ganzen Staatsgebiet enorm profitiert.

PS Der Kommentar von Andreas Koller vom 11. Februar 2019 erzählt viel, freilich ohne es von Andreas Koller so beabsichtigt, über die österreichische GEGMoH und menschgemäß auch viel über sein Kurzdenken, freilich von ihm ebenfalls nicht so beabsichtigt. Andreas Koller erweist sich dabei auch, ebenfalls von ihm nicht so beabsichtigt, als guter Bediener der Gesellschaftslüge, zu der auch untrennbar gehört: der Mordende ist von ausländischer Herkunft, auch wenn er im Inland geboren, im Inland zum Erwachsenen wurde, im Inland sozialisiert wurde, aber wenn er im Inland tötet, dann ist er freilich aus dem Ausland …