Bescheiden wie sie sind, die Damen und Herren des Hofburgballs, verschweigen sie in christlicher Demut ihre hervorstechendste Eigenschaft: Großzügigkeit.
„wenn wir als angehoerige einer verbindung zu einem ball gehen ist der staat in gefahr.“
Und was hat ein „Angehöriger einer Verbindung“, der zu einem Ball geht, wobei es sich bei diesem Bekenntnis am 25. Jänner 2019 nur um ein Bekenntnis zum Akademikerball handeln kann, großzügig zu vergeben? In einem Kommentar schreibt er selbst:
„ich hätte 17 neuwertige geschenke 9 mm para zu vergeben“
Der großzügige Ballbesucher will aber nicht sein letztes Hemd verschenken, er ist noch großzügiger, christlicher als christlich, seine Waffen will er verschenken, und darüber hinaus ist er auch ein engagiert idealistischer Mann: er ruft immer wieder auf, zu spenden.
Ob Bushman an diesem 25. Jänner 2019 auch den Ball in der Hofburg besucht, ob der Buschmann auch ein Angehöriger einer Verbindung ist, kann nicht beantwortet werden, Bushman hat sich dahingehend nicht geäußert. Er, da er sich selbst Buschmann nennt, darf als Mann angesprochen werden, muß aber auch nicht selbst auf den Ball gehen. Denn. Ist doch sein Geist ohnehin auf dem Ball staatsspitzenmäßig recht vertreten. Am 25. Jänner 2019 schreibt der Vizekanzler der Republik Österreich in seinem Kommentar, nein, nicht der Vizekanzler, sondern Bushman:
„Der neue Faschismus wird nicht sagen; Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Anti-Faschismus. Ignazio Silone“
„Ja, es war auch ein Burschenschafter wie Franz Dinghofer, der am 12. November 1918 die Republik Österreich ausgerufen hat.“
Diesem Ruf folgt der zweite Streich, Staats- feiertag für die Ausrufung von „Deutschösterreich“.
Vorgeschickt für diesen Streich wird Friedrich Rödler, der einen gesinnungsgemäß entsprechenden Kommentar für die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Regierungspartei im Jänner des zweiten Regierungswinters verfaßt.
„Die durch das ‚Karfreitags-Urteil‘ des EuGH absehbare Diskussion über Anzahl und Berechtigung der gesetzlichen kirchlichen und staatlichen Feiertage in Österreich sollte zum Anlass genommen werden, ernsthaft und sachlich über einen Tag der Republik auch in Österreich nachzudenken, und das historische Faktum der auf Antrag des Staatsrates und auf der Grundlage eines einstimmigen Beschlusses der provisorischen Nationalversammlung erfolgten Proklamation unserer Republik am 12. November 1918 durch deren damaligen Präsidenten Franz Dinghofer entsprechend zu würdigen.“
„Der jüngst erschienene Roman ‚Hartmut gegen Ahrimann‘ führt uns in die Zeit nach der 1848er Revolution in den deutschen Landen. Autor S. Coell – im bürgerlichen Leben Norbert Nemeth, Direktor des Freiheitlichen Parlamentsklubs […] Im Rahmen einer würdigen Feier […] Lässt Coell in „Im Schatten des Cracchus“ den jakobinisch-sozialistischen Weltenplan und eine dahinterstehende Geheimgesellschaft ihr unheilvolles Treiben beginnen […] treffen die beiden Gruppen aufeinander. Und das mit voller Wucht und Totalität ihrer Werte und daraus abzuleitenden Vorgangsweisen. […] Mit feiner Klinge schildert der sachkundige Autor […]Linke Provokateure gegen deutsche Waffenstudenten […] Was in der jüngsten Vergangenheit und Gegenwart immer wieder passiert, nimmt […] 19.Jahrhunderts seinen exemplarischen Ausgang: das heimtückisch geplante und ausgeführte feige Komplott und die kriminelle Zusammenrottung linker Provokateure gegen das deutsche Waffenstudententum und damit insgesamt gegen die Vertreter der ewig gültigen Prinzipien Ehre, Freiheit, Vaterland. Prinzipen, die über den Lebensbund hinaus zu Leitlinien eines ehrlichen und echten Eintretens für ein Gemeinwesen, wie einen Staat und eine Nation geeignet sind. […] Im Zuge eines Presseprozesses [..] provoziert durch den linken Anwalt Dr. Ahrimann (persisch: arger Geist, Macht der Finsternis) zum Anlass einer Ehrenbeleidigung durch Dr. Hartmut (althochdeutsch: der Mutige, fest Entschlossene) […] auf die Suche nach dem dunklen Vorleben von Dr. Ahrimann. Er findet sie in der Wiege des Kommunismus, einer autoritär geführten Kommune mit Namen […] Die Prinzipien Ehre und Treue haben doch gesiegt […] Pistolenduell […] treten erneut dunkle Mächte auf den Plan. Durch eine feige Brandstiftung mit Todesfolgen werden die Beweise vernichtet und letztendlich fällt Zweyers Alter Herr Dr. Hartmann durch einen Pistolenschuss Dr. Ahrimanns. Zweyer reagiert aufgewühlt durch die Vorgänge rund um das Komplott des Dr. Ahrimann und streckt diesen seinerseits mit einem Schuss nieder. Zum letzten Mal ist Zweyer ein ehrenhaftes Verhalten möglich […] darauf angemessen und manifestieren, dass Ehre und Treue doch gesiegt haben […] im Verlag Zur Zeit.“
So packend ist der Inhaltskommentar auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der zurzeitigen Regierungspartei.
Nicht so westernspannend fällt der Inhaltskommentar auf der zweiten Seite aus, dafür aber mit sogenannten prominenten Namen, und diese Website nennt sich nicht irgend etwas mit Unzensuriert, sondern schlicht wie kurz: „fpoe-parlamentsklub.at“ …
„Das ewige Scheitern des aufgezwungenen Glücks […] FPÖ-Klubdirektor als Autor: Der Kampf zwischen Individualität und linken Gesellschaftsutopien in Norbert Nemeths drittem Roman. ‚Er ist wie ein Fels in der Brandung, der genau weiß, was er will – ein Mann, auf den Verlass ist‘, charakterisierte FPÖ-Parteichef HC Strache seinen Freund und Wegfährten, FPÖ-Klubdirektor Norbert Nemeth. Das trifft ebenso auf den Autor Norbert Nemeth zu.Verlässlich, was den Erscheinungstermin wie auch den thematischen Inhalt betrifft. Alle zwei Jahre präsentiert er unter dem Pseudonym S. Coell ein neues Werk: Nach ‚Im Schatten des Gracchus‘ (2015) und ‚Die Karlsbadverschwörung‘ (2017) war es diesmal, vorgezogen auf seinen 50. Geburtstag letzte Woche, „Hartmut gegen Ahrimann“. Und auch thematisch bleibt sich Nemeth/Coell treu: Die Bedrohung von Freiheit und Demokratie durch linke Gesellschaftsentwürfe. Ewiger Kampf Gut gegen Böse Diese Utopien hatten rund um die französische Revolution Hochkonjunktur, an die 200 kursierten zu der Zeit. Den Utopien zweier prominenter Vertreter, des Ökonomen Pierre-Joseph Proudhons, dessen ‚Eigentum als Diebstahl‘ zum geflügelten Wort bei den Linken wurde, und Etienne Capets mit seiner „Reise nach Ikarien“ stellt der Autor die des katholischen […]für den Sozialismus nichts anderes als die Spielart einer satanischen Ideologie […] ewigen Kampf zwischen Gut und Böse lässt er in seinem Roman einen jungen Burschenschafter ausfechten, der sich in der Nähe des Dresdens der Jahre 1852/53 in eine ikarische Kommune einschleicht. Gescheiterte linke Experimente ‚Im ersten Buch habe ich geschrieben, warum dieses Menschenbild falsch ist, es dem Frühkommunismus letztendlich nur um die Etablierung einer neuen Religion geht‘, erläuterte Nemeth. In seinem dritten Werk geht er auf die Umsetzung des ‚real existierenden Sozialismus‘ ein, mit dem der Mensch in den Urzustand des Glücks versetzt werden sollte. Dieser scheitert aber auf allen Linien, wie auch seine Umsetzungsversuche im vergangenen Jahrhundert, weil der Mensch eben doch nicht bereit ist, seine Individualität gänzlich aufzugeben – Parallelen zur aktuellen politischen Situation der gutmenschlichen Gesinnungstyrannei sind nicht zu leugnen.“
NNS Weshalb sich der Freund vom Mit-etwas-davor-Kanzler als felssachkundiger Autor Coell nennt? Ist es sein Knicks vor Conny Cöll, der vor allem Westernromane schrieb? „Treu bis in den Tod“, „Der törichte Scheriff“, „Der Gigant“, „Rache für Alamo“, „Hetzjagd ohne Gnade“, „Ohne Gnade“, „Die große Herde“, „Tolle Kerle“, „Der Doppelgänger“, „Die großen Drei“, „Wolfsliebe“, „Teufel in schwarz“, „Zion“ und so weiter und so weiter. Vielleicht, oder auch nicht. „Der Wunderschütze“ Conny Cöll, dessen sogenannter bürgerlicher Name Konrad Kölbl war, weigerte sich, in die NSDAP einzutreten, kann auf einer Website zu seiner Erinnerung gelesen werden. Aber das nur nebenher, weshalb sich der Klubdirektor diesen Namen gibt, wenn er schreibt vor allem … Sein Freund wird es wohl recht genau wissen, weshalb er sich Coell nennt.
Es kann nicht ausbleiben, daß Karoline Edtstadler in das Zentrum ihrer Ausführungen den Import stellt. Am Sonntag in einer Fernsehsendung.
Beim Import kennen sich die Damen und Herren der zurzeitigen Bundesregierung aus, wie in keinem anderen Bereich. Im Import einzig liegen ihre Kompetenzen. Bei solch recht ausgezeichneten Importfähigkeiten ist die Frage nicht verwerflich, warum sie nicht längst schon die Regierung zum Zwecke der Gründung einer Importfirma verlassen haben.
Auch Karoline Edtstadler hat an diesem Sonntag die ihre letzte Importbefähigungsprüfung mit außerordentlichem Erfolg bestanden. Sie weiß also um die Importe recht Bescheid.
Es geht in dieser Fernsehsendung um „Gewalt gegen Frauen“, um die „Frauenmorde“.
Es ist aber ein recht spezieller Unterbereich des Imports, in dem die Damen und Herren der zurzeitigen Bundesregierung in Österreich Kompetenzen aufweisen, wie niemand sonst noch in diesem Land, vielleicht noch ein Herr Rechtsanwalt oder ein Herr „Spezial-Jurist“ für Frauenangelegenheiten …
Nur eine Unschlüssigkeit bleibt, soll der Merksatz den Titel „Österreich, im 21. Jahrhundert“ oder „Österreich, Objekt 21“ …
PS Zu dieser Fernsehsendung selbst ist doch auch etwas anzumerken.
Der Sendungstitel „Gewalt gegen Frauen“ ist zu kurz und also zu ungenau.
Es will nicht unterstellt werden, daß mit einem solchen Titel alle Frauen in Österreich dazu motiviert werden sollen, nicht mehr alleine das Haus zu verlassen, sondern nur noch in Begleitung „ihrer“ Männer. Schon gibt es wieder von verschiedenen Medien Straßenbefragungen, in diesem Wintermonat 19, in denen Frauen sich dahingehend äußern, am Abend, in der Nacht nicht mehr außer Haus zu gehen.
Derart Verkürztes wie Ungenaues sollte den Damen und Herren des Vergangenheitsimports überlassen werden.
Der Sendungstitel hätte zumindest lauten müssen:
Beziehungsgewalt gegen Frauen von Männern
Auch der erklärende Sendungsinhaltstext hätte genauer ausfallen müssen, also nicht nur allgemein von Frauenmorden geschrieben werden dürfen, sondern vielleicht in der Art:
Vier Beziehungsmorde an Frauen zu Jahresbeginn innerhalb einer Woche schockieren die Öffentlichkeit. Die Zahl der von Männern ermordeten Frauen, die mit ihnen in einer Beziehung standen, ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, wie auch insgesamt die Akte männlicher Gewalt im Beziehungsumfeld der Frauen. Was muss passieren, um Frauen in Familien besser zu schützen? Darüber diskutieren Karoline Edtstadler, Gabriele Heinisch-Hosek, Karin Pfolz, Alexander Haydn und Andrea Brem.
Genaugenommen hätte sowohl der Sendungstitel als auch die Sendunginhaltsangabe gänzlich anders lauten müssen:
Was ist seit den 1970er Jahren in Österreich nicht geschehen, um Beziehungsfrauenmorde durch Männer, um männliche Beziehungsgewalt gegen Frauen …
Das muß hier nicht noch einmal ausgeführt werden, was seit Jahrzehnten in Österreich im Argen liegt. Im Kapitel
ist einiges angeführt, auch statistische Stichproben, auch Diskussionsanregungen, vorgebracht vor vier Jahrzehnten, auch im österreichischen Parlament …
Einer: Ob dem dritten Kind soll’s nur noch 43 Euro und a poar Groschn no geben. Des is doch nit gerecht.
Zweiter: Des poaßt scho so, is a gonz recht so. Schau, du kriagst jo a nit mehr Lohn, nua weil mehr Kinda host.
Einer: Depp!
Zweiter: Kriagst du mehr Lohn, weil du Kinda host? Na, kriagst nit. Is gonz wurscht, wie viele du host, da Lohn bleibt imma da gleiche.
Einer: Du bist so a Trottel!
Zweiter: Warum bin i da Trottel? Des stimmt jo, daß du nit mehr Lohn kriagst, nua weil du Kinda host. Du bist da Trottel. Stimmt des oder stimmt des? Kan Groschn kriagst mehr wegen deina Kinda? Stimmt des? Stimmts?
Einer: Jo, des stimmt. Oba a Trottel bist trotzdem.
Zweiter: I waß scho, warum i für di da Trottel bin. Weil i für die jetzige Regierung bin und da Kanzla a klasser Bursch‘ und du holt a stura Sozi, der gegen olles is, wos die jetzige tuat.
Einer: Na! Wirkli nit! Oba du koannst des nit vergleichn. A Firma und an Stoat. Des is anfoach a trotteliger Vergleich. I bin jo bei ana Firma ongstöllt und nit mei gonze Familie und schon gor nit meine Kinda. Da Chef zoahlt mi jo fir mei Orbeit und nit weil i Kinda hoab.
Dritter: Verzeihung, wenn ich mich einmische. Aber das stimmt schon, was Sie sagen, daß Sie nicht mehr Gehalt bekommen, nur weil Sie Kinder haben. Sie sind damit ganz auf einer Linie mit unserem Bundeskanzler, der genau dasselbe auch sagt.
Zweiter (triumphierend): Siehgst. Gö, jetz schaust wi a Ochs. Siehgstas! Wer is jetzan da Depp? Unsa Kanzla soagt desselbe wie i. Hearst des, da Kanzla red‘ wie i a!
Dritter: Und das ist eine vollkommen schlüssige Argumentation auf höchstem Niveau des Herrn Bundeskanzler. Ein Staat kann ja nicht päpstlicher als der Papst sein. In diesem Fall heißt das: Ein Staat kann nicht firmlicher als eine Firma sein. Anstatt den Bundeskanzler zu loben für seine soziale und christliche Einstellung, wird er ungerechterweise auf das Schäbigste kritisiert. Und ist das von ihm nicht höchst staatsmännisch gedacht, durch und durch christlich und sozial. Im Gegensatz zu den Firmen zahlt er nicht nur dem Mann was, sondern auch für die Frau und die Kinder. Da können sich die Firmen was vom Bundeskanzler, unserem ersten Staatsmann seit Urzeiten abschauen und auch neue Gehaltstabellen erstellen. Wer Frau und Kinder hat, kriegt mehr Lohn. Wer keine Frau und keine Kinder hat, der hingegen hat mit Lohnkürzungen bei gleicher Arbeit — —
Was für einen Verlauf das Gespräch am Nebentisch dann nahm, davon kann leider nicht mehr berichtet werden. Denn. Abgelenkt durch das Bezahlen der Zeche. Es war schon beim Aufbruch. Beim Queren der Wirtsstube konnte gerade noch aufgeschnappt werden, daß der an den Nebentisch herangetretene und sich in die Diskussion einmischende Herr sich vorstellte, sich bemüßigt fühlte, sich vorzustellen, da alle Damen und Herren am Nebentisch verstummt waren, auch die zwei Männer, die die Diskussion fast alleine führten, während alle anderen am Nebentisch mehr oder weniger nur zuhörten, auf seine Aufklärung hin, dieser Vergleich sei nicht irgend ein Vergleich, sondern einer von der höchsten Staatsspitze, so deutlich war das, nun schon fast beim Ausgang und also bereits in einiger Entfernung zu diesem Tisch, nicht mehr zu verstehen, und aus den paar mehr oder weniger deutlich noch zu verstehenden Wörtern, scheint es sich bei diesem Mann, den es wohl aus Ortsunkundigkeit in dieses Wirtshaus verschlagen hat, also in ein Wirtshaus, in das er in seinem Heimatort nicht gehen würde, um einen Journalisten aus Ried zu handeln, der für eine Zeitung schreibt, die Rolder Nachrichten heißen dürfte.
Seit dem Tag 18 dieses Monats steht diese Frage, ob „die Identitären die neuen …“ seien, auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der freiheitlichen Regierungspartei in Österreich zur Bewertung. Und die Zustimmung zu diesem Kommentar fällt auch diesmal recht hoch aus.
„Sind die Identitären die neuen Juden? Die man meiden muss? Die sich verstecken müssen? Mit denen man nicht reden sollte? PS.: Wehret den Anfängen!“
von Peter789 ist die Frage nach der Quelle zu stellen, die Peter789 veranlassen, eine solche Frage zu stellen mit der Hohnwarnung und Hohnmahnung „Wehret den Anfängen!“ Wie dieser Kommentar über seinen antisemitischen Aspekt hinaus nach geltender österreichischer Rechtslage einzuschätzen ist, will gar nicht beurteilt werden.
Es ist nicht sehr wahrscheinlich, daß Peter789 und seine Werter und Werterinnen eine Antwort erhalten wollen, die nicht die ihre schon selbst gegebene ist, aber dennoch:
Die Frage von Peter789 kann leicht wie kurz beantwortet werden.
Der Inhalt des Gesagten von Johann Gudenus ist dabei aber ganz und gar nicht zu beachten. Auch das Thema, um das es in diesem Interview geht, ist nicht zu beachten. Wesentlich sind nur die „Quellen“, die Johann Gudenus vorbringt. Und mit solchen „Quellen“ kann zu keinem Thema etwas Entscheidendes gesagt werden. Mit solchen „Quellen“ kann auch je nie etwas Inhaltliches gesagt werden, das je verdiente Inhalt genannt zu werden.
Wer je noch unsicher ist, ob ein solcher Mann und eine solche Partei nicht doch in Landesregierungsverantwortung in Wien gebracht werden sollten, sollte sich diese Stotterminuten von Johann Gudenus bis zur nächsten Wahl in Wien immer wieder anhören. Es sind beispielhafte Stotterminuten, die erahnen lassen, was für ein „Regieren“, das auf solchen „Quellen“ fußt, von einer Partei, die ihre Hand in solche „Quellen“ taucht, zu erwarten ist.
Kurz, ein Montagsregieren.
Die Stotterminuten des Johann Gudenus gestrig, 18.:
„ja die mindestsicherung neu äh das was die bundesregierung jetzt auch umsetzt und wir im nationalrat beschließen werden heuer ist ein großer wurf und wien das rotgrüne äh wien will sich hier dagegen wehren wir wissen daß in wien äh mehr als fünfzig prozent der mindestsicherungsbezieher nicht österreicher sind und äh rund siebzig prozent dieser bezieher migrationshintergrund haben“
Peter Daser: „Also diese 70 % sind eine Schätzung.“
Und Stottermeister darauf und weiter:
„äh das sind zahlen die sich ergeben haben aus äh mehreren äh recherchen das ist eine ungefähre zahl der migrationshintergrund ist auch wichtig weil wir auch jetzt bei der neuen regelung auch enthalten haben daß die herkunft auch der eltern bekanntgegeben werden sollte“
„das ist eine äh ja nicht so eine schätzung das ergibt sich aus mehreren quellen eine schätzung die sicherlich hand und fuß hat äh schauen sie tschetschenen gibt es in österreich offiziell an die äh 32 bis 35 tausend in wien werden es um die 20 tausend sein es gibt auch andere quellen äh aus dem ausland daß es weitaus mehr sein soll insgesamt wie viel in der mindestsicherung sind ist hier nicht ganz ausgewiesen das soll ja in zukunft gemessen werden der norbert hofer hat nicht gesagt daß diese 30 bis 35 tausend alle mindestsicherung beziehen äh es wird in zukunft auch zu messen sein wer von den diesen äh tschetschenen von der herkunft her tschetschenen also russische staatsbürger mittlerweile schon österreicher sind oder wer eben noch russe ist genaueres soll in zukunft gemessen werden“
„Quellen aus dem Ausland“ … Wie dieses „Quellenausland“ wohl heißt, aus dem Johann Gudenus und seine identitäre Partei seine und ihre „Zahlen“ beziehen?
Auffällig dabei ist eine Zahl, die der Stottermeister nennt: „Siebzig“. Aber die „siebzig Prozent“ beziehen sich nicht auf die Menschen in Österreich, die arbeiten, aber eine Aufstockung zu ihrem vorhandenen Einkommen durch die Mindestsicherung dringend benötigen, um ihre Lebenshaltungskosten trotz Arbeit bestreiten zu können. Seine „Auslandsquellen“ werden ihm diese nicht liefern, und daß es inländische Quellen gibt, woher sollte das ein Stottermeister denn …
Diese Formulierung erscheint durchaus passend, mehr noch, zutreffend zu sein, für die Frage:
Welche Quellen ge- oder mißbraucht der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich?
In der Pressestunde des österreichischen Rundfunks von diesem Sonntag, dem 13.1.19, ging es um Wien, ging es um Mindestsicherung …
Der zurzeitige Bundeskanzler beschwört, es gehe ihm um Fakten. Ein Faktum aber, um nur ein Beispiel exemplarisch anzuführen, bringt er je nicht vor. Rund 70 Prozent …
Siebzig Prozent der Menschen, die Mindestsicherung beziehen, erhalten eine „Aufstockung eines vorhandenen Einkommens“. Das heißt, diese Menschen arbeiten, aber ihnen werden keine Gehälter gezahlt, von denen sie allein ihre Lebenshaltungskosten bestreiten können. Vielleicht stehen diese arbeitenden Menschen nicht in der Früh auf, weil sie erst viel später am Tag zu arbeiten beginnen, vielleicht legen sie sich in der Früh nieder, weil sie gerade von der Arbeit kommen.
Es ist dem zurzeitigen Bundeskanzler wohl nicht bekannt, wie sehr sich die Arbeitswelt gewandelt hat, daß sich in der Moderne, oder wenn Sie wollen, in der Postmoderne es auch arbeitszeitmäßig schon lange nicht mehr so zugeht wie, um eine Zahl zu nennen, vor noch sechs Jahrzehnten oder vor einhundert und mehr Jahren, als Menschen in der Dunkelheit aufbrachen, um in die Fabriken zu kommen. Oder, wenn es ihm doch bekannt ist, der zurzeitige Bundeskanzler möchte, daß diese arbeitenden Menschen noch eine minderbezahlte Arbeit in der Früh annehmen, damit sie sich dann mit zwei, drei oder vier minderbezahlten Arbeiten die Lebenshaltungskosten selbst …
Welche Quelle ge- oder mißbraucht der zurzeitige Bundeskanzler für seine Frühaussagen?
Die Verantwortlichen der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei in Österreich haben nun, wie es aussieht, einen Weg gefunden, um möglichen Alpträumen, die das vergebliche Löschen von antisemitischen Kommentaren ihnen verursachen könnten, zu entgehen: antisemitische Kommentare einfach nicht mehr zu löschen.
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