Einen ostmärkischen NS-Kriegsverbecher läßt NR Mölzer in seiner geführten ZZ verteidigen

Es ist gesinnungsgemäß recht stimmig, wenn, wie in der aktuellen Ausgabe 40, wieder einmal Richard-„Bin ein Ostmärker“-Melisch¹ einen Artikel schreibt, für die ZZ der identitären Gemein-Schaft, in der über das „Wiederbeleben des Faschismus“² nachgedacht wird, und auch über Kooperationen mit den „rechten Kräften Österreichs“. Diesmal schreibt von dem identitären Spitzenpersonal für die ZZ, die ohne dessen Beiträge nicht die „Zur Zeit“ wäre, Landesrat Gerhard Kurzmann und NR Wendelin Mölzer …

Um deren Beiträge soll es hier aber nicht gehen, sondern um einen über jenen „Ostmärker“, dessen Taten heute noch mit einer Gedenktafel gewürdigt werden.

Neben den Beiträgen des identitären Spitzenpersonals³ findet sich in der aktuellen Ausgabe eine Verteidigung von einem Kriegsverbrecher, nämlich von Alexander Löhr, verfaßt von Martin Pfeiffer, Schriftleiter der „Aula“. Eigentlich verwunderlich, daß NR Mölzer sich nicht ebenfalls Schriftleiter nennt, sondern nach wie vor Chefredakteur … Aber vielleicht kommt es zu einer Umbennung, wenn die Zeit dafür wieder unreif geworden sein wird.

Alexander Löhr - Martin Pfeiffer - NR MölzerEs ist gesinnungsgemäß recht stimmig, daß NR Mölzer einen Kriegsverbrecher verteidigen läßt. Als Chefredakteur ist er hauptverantwortlich dafür, wer beispielsweise verteidigt wird, wer nicht verteidigt wird, und als Abgeordneter im Parlament eines demokratischen Staates wiegt seine Verantwortung als Chefredakteur eines Magazins umso schwerer, was er, wie in der Ausgabe 3. Oktober 2014, verteidigen respektive nicht verteidigen läßt. Und es kommt hierbei auch noch entschieden auf das Wie an. Und dieses Wie des Schriftleiters ist eine gröbliche Verharmlosung der Geschichte. Es ist gesinnungsgemäß recht stimmig und entspricht ganz der gängigen identitären Praxis, einen Täter, im konkreten Fall einen Kriegsverbrecher, zum Opfer … Wobei die Frage zu stellen ist, wovon wurde Alexander Löhr ein Opfer? Ein Opfer seiner Taten, seiner Verbrechen?

Die gröbliche Verharmlosung der Geschichte kann mit einem Zitat aus der pfeifferischen Verteidigung belegt werden:

„Dabei schreckten sie nicht davor zurück, den General der österreichischen und deutschen Luftwaffe als ‚NS-Massenmörder‘ und ‚Kriegsverbrecher‘ zu diffamieren und ihm die verschiedensten Untaten in die Schuhe zu schieben. In einer in holpristem Deutsch verfaßten Presseaussendung des Grünen Klubs im Parlament behaupteten sie u.a., Löhr sei ‚an der Ermorderungen (sic!) von Partisanen am Balkan beteiligt‘ gewesen. Daß dieses Gesindel völkerrechtswidrig kämpfende Elemente waren und damit keinen Kombattantenstatus hatten, ist der Oberlehrerpartei wohl genauso unbekannt oder gleichgültig wie die Tatsache, daß Löhr von Titos Kommunistenbande abgeurteilt und getötet wurde.“

Ein rechtes Wort für Alexander Löhr in der ZZ von NR MölzerFür seine krude Verharmlosung der Geschichte muß Martin Pfeiffer mit größten Auslassungen arbeiten, er muß beispielsweise unerwähnt lassen die völkerrechtswidrige Bombardierung von Belgrad, oder, auch von Warschau … Ohne diese Auslassungen ist aber keine Ehrenrettung von Alexander Löhr zu haben … Vielleicht sind die Menschen, die etwa in Belgrad lebten und ermordet wurden, für den Schriftleiter auch bloßes …

Welcher Gesinnung die identitäre Gemein-Schaft seit Jahrzehnten treu ergeben ist, dafür findet sich in der pfeifferischen Löhr-Verteidigung auch ein Hinweis:

„Nun entdeckten giftgrüne Tugendwächter in der Wiener Stiftskirche eine Gedenktafel für Fliegergeneral Alexander Löhr. Diese war 1985 – in der Zeit der ersten freiheitlichen Regierungsbeteiligung unter Verteidigungsminister Friedhelm Frischenschlager – in der Stiftskaserne angebracht worden.“

Friedhelm-SS-Sturmbannführer-Major-Walter-Reder-Hand-Frischenschlager war es also, der die Gedenktafel …

Wendelin Mölzer - Pfeiffer LöhrEs möchte gar nicht darüber nachgedacht werden, sollte die identitäre Gemeinschaft je wieder in Regierungsverantwortung kommen, in welcher „Manier“ eines untergegangenen Deutschlands welche Denkmäler*, welche „Traditionspflege“, welche „Gedenktafeln“, welcher „Wahnsinn“, welch „geistige[r] Müll“ … Wähler und Wählerinnen sollten jedoch dringend darüber nachdenken, ehe sie wieder der identitären Gemein-Schaft ihr Stimmen … Was von dieser zu erwarten ist, auch darüber gibt Martin Pfeiffer mit seinen Unterstellungen und seiner Projektion recht offen Auskunft, wenn er schreibt:

„Daß Grüne nichts für Traditionspflege und das Andenken an die Gefallenen unseres Volkes übrig haben, ist hinlänglich bekannt. Sie betreiben lieber einseitige Vergangenheitsbewältigung mit dem Ziel, aus der eigenen Geschichte ein Verbrecheralbum zu machen und der autochthonen Bevölkerung den aufrechten Gang in gebückter Haltung zu verordnen. Am liebsten würden sie in DDR-Manier die Innenstädte mit Antifa-Gedenktafeln vollpflastern, wie das jahrelang in Graz der Fall war, bis FPÖ-Stadtrat Mario Eustacchio diesem Wahnsinn ein Ende gemacht und die Abbruchverfügung für diesen geistigen Müll erlassen hat.“

¹ „Bin ein Ostmärker“

² „Wiederbeleben des Faschismus“

³ Die ZZ des identitären NR Wendelin Mölzer

* Deserteursdenkmal: „Schandmal – Proletarisches Gedankengut übelster Sorte“

Islamgesetz – Ein römisch-katholischer Knüppelentwurf

Der Entwurf zum neuen Islamgesetz enthält Passagen, die es erlauben zu sagen, dieses Islamgesetz wird ein ein römisch-katholisches Knüppelgesetz gegen diese Weltanschauung sein.

Wie allein aus der Zusammenfassung in der Tageszeitung „Die Presse“

Vorrang staatliches Recht. Lehre, Einrichtungen und Gebräuche dürfen nicht im Widerspruch zu gesetzlichen Regelungen stehen. Gleichzeitig ist auch vorgeschrieben, dass eine islamische Religionsgesellschaft eine positive Grundeinstellung gegenüber Staat und Gesellschaft haben muss, es darf auch keine „gesetzwidrige Störung“ des Verhältnisses zu anderen Kirchen und Religionsgemeinschaften bestehen. Gibt es hier Probleme, kann die Anerkennung auch wieder entzogen werden.“

ersichtlich ist, wird von diesem Organisierten Glauben gesetzlich verlangt werden wollen, was vom Organisierten Glauben der römisch-katholischen Kirche nicht verlangt wird. Ganz im Gegenteil. Der römisch-katholische Katechismus weist die Nichtbefolgung staatlicher Vorschriften an, wenn …, wie nachgelesen werden kann in

Evangelium – Weisung zur Nichtbefolgung staatlicher Vorschriften

Bereits dieser Unterschied im Umgang mit Organisierten Glauben zeigt deutlich auf, wer diesen Entwurf diktierte, es war Gott mit Postadresse Vatikan, Rom, Grätzel I

PS Damit wollte aber in keiner Weise das Wort für einen Organisierten Glauben ergriffen werden. Sondern nur festgestellt werden, was dieser Entwurf ist, ein römisch-katholischer Versuch der Wahrung und Sicherung von Pfründen einer anderen Sekte, nämlich der Leitsekte in diesem Land … Eines ist dieser Entwurf mit Sicherheit nicht, ein Gesetzesentwurf eines säkularen Staates …

Gesetze eines tatsächlichen säkularen Staates sähen wohl entschieden anders aus.

„Islam im Zwielicht“ – Geht es noch verlogener, Barbara Coudenhove-Kalergi?

Religion im ZwielichtEine zweite Schalek wird Barbara Coudenhove-Kalergi nicht mehr werden, denn dafür fehlt der Gegenwart ein Karl Kraus. Und eine zweite Schalek muß heute auch nicht mehr als Figur auf eine Bühne gestellt werden. Es reicht, der kraus’schen Schalek zuzusehen und zuzuhören, und dabei an Barbara Coudenhove-Kalergi zu denken. Dazu muß geschrieben werden, das ist schlimmer als vor einhundert Jahren. Die kraus’sche Schalek befand sich bereits im Krieg, Barbara Coudenhove-Kalergi schreibt einen Krieg herbei, und das ist das Schlimme an dem Geschreibe von Barbara Coudenhove-Kalergi, einhundert Jahre später keine andere Antwort zu haben, als einen Krieg herbeireden zu wollen, keine andere Antwort zu haben, als die Aufgabe der Toleranz.

Und so etwas geht nie ohne Verlogenheit ab. Beinahe bei jedem Absatz des Artikels von ihr unter der Schlagzeile „Islam im Zwielicht“ in der Ausgabe vom 2. Oktober 2014 der Tageszeitung „Der Standard“ mußte augenblicklich gedacht werden, geht es noch verlogener? geht es noch falscher?

Es beginnt bereits mit der Schlagzeile. Richtig müßte diese lauten: Religion im Zwielicht.

Religion im Zwielicht.

Denn.

Die reflexartige Antwort des praktizierenden Katholiken Joe Biden, US-Vizepräsident, auf den mörderischen Terror der Wüstengottmordbande war:

„Wir werden sie bis zu den Toren der Hölle verfolgen, bis sie zur Rechenschaft gezogen werden. Denn die Hölle ist der Ort, wo sie sein werden.“

Ein Gott gegen einen anderen Gott. Eine Hölle gegen eine andere Hölle. Derart mittelalterlich wird auf beiden Seiten gedacht. Eigentlich schlimmer als im Mittelalter. Denn. Aus dem Mittelalter ging es in eine neue Zeit, in die Morgenröte, heute, so scheint es, geht es in ein Mittelalter, aber ohne Aussicht auf eine neue Zeit, keiner Morgenröte mehr entgegen.

Die Wüstengottmordbande wird wohl nicht anders zu stoppen sein, als mit Gewalt. Das ist wohl bitter wahr. Kurzfristig gedacht. Aber langfristig gedacht, gibt es eine Antwort. Eine Antwort, die Barbara Coudenhove-Kalergi nicht einfällt. Die einzige Antwort, und zwar die Entreligionisierung der Welt, die Herabstufung der Religionen zu gewöhnlichen Weltanschauungen, die Einreihung der Religionen unter die Abertausenden von Weltanschauungen, die es in der Menschenwelt gibt, endlich ohne weitere Bevorzugung der Religionen vor anderen Weltanschauungen, und was selbstverständlich ist, ohne Religionen, sind diese endlich gewöhnliche Weltanschauungen geworden, gegenüber anderen Weltanschauungen zu benachteiligen. Denn. Ohne Entreligionisierung der Welt wird es immer so weitergehen. Wenn die Wüstengottmordbande zerschlagen ist, verloren hat, ihre Attraktivität verloren haben wird, kommt wie das Amen im Gebet die nächste …

Und es geht bereits mit dem ersten Absatz weiter, den Barbara Coudenhove-Kalergi schreibt:

„Nie wieder Krieg. Lernen aus der Geschichte. Frieden schaffen ohne Waffen. Keine Gewalt. Jahrzehntelang war das so ziemlich der allgemeine Konsens in Europa.“

Geht es noch verlogener? Geht es noch falscher? In einem anderen Zusammenhang aber mit Österreich-Bezug wurde erst vor wenigen Tagen das Urteil von Paul Valéry zitiert, daß Geschichte nichts lehre … Nun, wenn Geschichte auch nichts lehrt, aber gelernt sollte sie werden und sein. Es mag der allgemeine Konsens zugetroffen haben, keine Gewalt, jedoch mit der Einschränkung, keine Gewalt in Europa. Keine Gewalt auf anderen Kontinenten, das war auch in Europa je kein allgemeiner Konsens. Oder, Konsens schon, aber kein Handeln danach. Ein Konsens von der Qualität wie eine allgemeine Feststellung, es regne heute, dabei sei Sonne angesagt gewesen, und mit einem Achselzucken ist die Feststellung wieder vergessen. Im Grunde, nicht einmal in Europa selbst, wird etwa an Jugoslawien gedacht. Ach, nie wieder Krieg, und weil das, so Barbara Coudenhove-Kalergi, jahrzehntelang allgemeiner Konsens in Europa gewesen sei, gibt es in Europa seit Jahrzehnten keine Waffenindustrie, werden in Europa seit Jahrzehnten keine äußerst lohnenden Geschäfte mehr mit Waffenverkäufen in alle Welt gemacht …

„Und der Friedenspräsident in Washington spricht vom Zerstören und Vernichten der Feinde. Die Gewalt, so Barack Obama, ist die einzige Sprache, die diese Mörder verstehen. In Deutschland hat sich Bundespräsident Joachim Gauck, seines Zeichens evangelischer Pfarrer, angesichts des Terrors für Waffengewalt ausgesprochen und sich damit den Zorn friedensbewegter Glaubensbrüder zugezogen.“

Vielleicht sollte irgendwer Barbara Coudenhove-Kalergi in einem persönlichen Gespräch endlich darüber aufklären, daß ein Präsident, der den Friedensnobelpreis erhielt, deshalb nicht zwangsläufig auch ein Friedenspräsident sein muß. Aber, das ist zu befürchten, weiß sie ohnehin zu genau. Das ist möglicherweise die höchste Verlogenheit in diesem ihrem Artikel. Wurde je anders als mit Waffengewalt Terror bekämpft?

„Freilich, eine wirkliche Alternative haben auch die überzeugten Pazifisten nicht anzubieten. Diplomatie? Überzeugungsarbeit? Eine politische Lösung? Verhandeln? Beten? Alles schon probiert, alles kein Erfolg. Wenn im Internet ein ums andere Mal Videos von Enthauptungen Andersstämmiger, Andersgläubiger, Andersdenkender auftauchen, verstummen die Argumente. Ratlosigkeit regiert.“

Das wird die Waffenindustrie der westlichen Gesellschaften freuen, zu lesen, der Pazifismus hat keine Alternative zur Gewalt anzubieten, der Pazifisimus ist keine Alternative zur Gewalt. Terror ist ein Verbrechen. Und in den Staaten Europas gibt es Strafgesetzbücher, nach denen Verbrechen verurteilt werden können. Das wird, ist zu hoffen, auch Barbara Coudenhove-Kalergi bekannt sein, daß es auch in Österreich ein Strafgesetzbuch gibt, nach dem Morde, Gewaltverbrechen jedweder Art bestraft werden können. Ein Mörder ist ein Mörder, eine Gewaltverbrecherin ist eine Gewaltverbrecherin, und das Strafausmaß ist rechtsstaatlich festgelegt. Das ist mehr als ausreichend. Der Rechtsstaat mit seinem Strafgesetzbuch ist ausreichend. Sollte und muß Grund genug sein, gelassen auch an die Verbrechen von Menschen heranzugehen, die für ihre eigene Entschuldigung und Entlastung, einen Gott oder einen Allah oder irgendeine andere erfundene Figur vorschicken, ihre Verbrechen im Namen und im Auftrag einer erfundenen Figur ausführen. Und übrigens, auch für Verbrecherinnen, die Stimmen hören, hat der Rechtsstaat Gesetze vorgesehen, was also mit rechtsabnormen Gesetzesbrecherinnen zu geschehen hat.

„Ratlosigkeit regiert“, schreibt sie. Wären von den Enthauptungen nicht Menschen aus westlichen Gesellschaften betroffen gewesen, sondern ausschließlich Menschen beispielsweise aus dem Irak, aus Syrien, würde nicht „Ratlosigkeit“ regieren, sondern „Gleichgültigkeit“.

„Darüber hinaus hat das Wüten der islamistischen Fanatiker auch den Islam als solchen ins Zwielicht gerückt. Seit neuestem ist der in Deutschland lebende ägyptische Autor Hamed Abdel-Samad in aller Munde, der mit seinem Buch Der islamische Faschismus einen Bestseller gelandet hat und seither in alle Talkshows eingeladen wird. Abdel-Samad war einmal Mitglied der Muslimbrüder und ist heute Atheist. Seine einigermaßen beunruhigende These: Der Islamismus weist Parallelen zum Nationalsozialismus auf und ist mit Demokratie nicht vereinbar. Die meisten Muslime seien zwar friedliche Menschen, aber die Idee – oder in Abdel-Samads Worten: „das Virus“ – des Jihad, des Kampfes gegen alle Ungläubigen, die Überlegenheit des eigenen Glaubens über alle anderen und das Streben nach Errichtung eines Gottesstaates, gehe bis auf den Propheten Mohammed zurück.“

„Lernen aus der Geschichte“, schreibt sie. Dabei scheint sie Geschichte nicht einmal gelernt zu haben. Huch, eine „beunruhigende These“. Denn. Heinrich Himmler sah bereits, wie ähnlich der Islam seiner Weltanschauung sei, oder, Carl Gustav Jung befand schon 1939, Hitler sei wie Mohammed, wie hier bereits mit weiteren entsprechenden Zitaten festgehalten wurde in He.-Chr. Strache fleht Innenministerin verzweifelt an, an seiner Statt konsequent durchzugreifen. Beunruhigend ist also nicht die These, sondern die Tatsache, daß Mordphantasien auch in Österreich verbreitet werden, beispielsweise aber auf einer Website von einer Partei, die für nach aktuellen Meinungsumfragen für jeden vierten Wahlberechtigten in Österreich eine wählbare

„Für die westlichen Gesellschaften stellt sich nun zunehmend die Frage, wie viel Toleranz hier angebracht ist und wo sie endet. Sind nur Taten strafbar oder schon Gedanken an strafbare Taten? Österreich möchte das Logo des „Islamischen Staates“ verbieten. Aber dieses beinhaltet den ersten Satz des islamischen Glaubensbekenntnisses. Kann man das Credo einer Weltreligion verbieten? Was ist noch Islam und was ist schon Islamismus? Kann man Geistlichen vorschreiben, was sie predigen dürfen? Nicht nur unsere Antikriegsüberzeugung ist auf einmal ins Wanken geraten, sondern auch unsere Vorstellung von Religionsfreiheit.“

Wegen einer Wüstengottmordbande die Frage nach der Toleranz zu stellen, das ist beunruhigend. Wegen einer Wüstengottmordbande, die verschwinden wird, wie die nächste kommen wird, wenn es zu keiner Entreligionisierung der Welt kommt, sich einen totalitären Gedankenkontrollstaat zu überlegen, das ist beunruhigend.  Der Hauptfigur von Mohammed sei gedankt, daß in die Hakenkreuzfahne nicht das Credo einer anderen Weltreligion eingeschrieben ist: „Ich bin der Herr, Dein Gott.“ Es gäbe dann wohl kein Verbotsgesetz in Österreich. Und die Fahne wehte von Rathäusern, Kirchtürmen … Andreas Laun etwa wird ihr zustimmen, es könne einem Angestellten eines Organisierten Glaubens nicht vorgeschrieben werden, was er … Wegen einer Wüstengottmordbande gerate die Antikriegsüberzeugung ins Wanken, das ist beunruhigend. Wegen einer Wüstengottmordbande gerate auch die Vorstellung von Religionsfreiheit ins Wanken, das ist beunruhigend. Aber Barbara Coudenhove-Kalergi kann beruhigt werden, wenn beispielsweise in Kroatien, in diesem christlich dominierten Land, „Bringt sie alle um“ skandiert wird, dann wankt die Vorstellung der Religionsfreiheit nicht, da ist die Vorstellung der Religionsfreiheit ein Fels, auf dem die Kirche ihre …

Und im letzten Absatz schreibt sie:

„Einen Trost freilich gibt es: Auch die katholische Kirche war einmal totalitär, organisierte Kreuzzüge und verbrannte Ketzer. Inzwischen sind Kirche und demokratischer Staat kompatibel. Der Islam in Europa, hoffen viele, wird den gleichen Weg gehen. Millionen Muslime arbeiten daran.“

Ob das christabendländische Europa, das in Österreich vor allem eine Partei auf ihre Fahne geschrieben hat, so kompatibel ist mit einem demokratischen und säkularen Staat, um sich trösten zu können? Dazu muß aber fest weggschaut werden, um sich trösten zu können. Wird allein an das Potential der Gewalt und Blutrünstigkeit gedacht, das die Schreibstaffel und Kommentarstaffel auf der Website … Einen Trost freilich gibt es jetzt schon nicht, wenn ein richtiger Vergleich angestellt wird. Die Wüstengottmordbande ist nicht mit der katholischen Kirche zu vergleichen, sondern mit anderen Mördern und Verbrecherinnen, deren Hauptfigur einen christlichen Namen bekommen hat, und in Afrika morden, christliche Massaker verüben, heute und nicht irgendwann in der Vergangenheit …

PS Zu dieser Wüstengottmordbande wurde hier bereits einiges geschrieben, für jene, die es interessiert, eine Zusammenstellung

Moravagine aber trat auf das Antlitz Gottes

Es gibt eine Stelle im Roman über das Leben von Moravagine, die gefällt, im Moment, weil sie auch eine Erklärung sein kann, für heute, sie es verstehbar macht, für den Augenblick oder für ein Immer, weshalb der Mensch sich kein Bild von den monotheistischen Göttern machen soll …

Einmal nur sprach er den Namen Gottes aus, der ihm gar nicht geläufig schien. Und zwar auf dem Trottoir, vor einem Pissior. Moravagine trat in Unrat. Er erbleichte und klammerte sich an meinen Arm: „Merde“, sagte er, „ich trat gerade auf das Antlitz Gottes!“ Und er stampfte mit dem Fuß, um auch nicht das kleinste Partikelchen mit sich fortzutragen.

Moravagine sah das Antlitz GottesMoravagine trat also auf das Antlitz – in die Scheiße. In das Antlitz Allahs vulgo Gottes – in Hundescheiße? Menschenscheiße? Wie verstehbar es dadurch wird, wie erklärlich, das Gebot, sich kein Bild von Gott vulgo Allah zu machen. Wer könnte je noch vor abgebildeter Scheiße beten? An einen Gott, an einen Allah glauben? Andererseits, wird bedacht, woran alles geglaubt wird, ist es sehr gut vorstellbar, daß auch Scheiße zur Allmächtigen, zur Schöpferin von Himmel und Erde … Auch dann, sogar ohne Bildverbot der absolute Glaube an Scheiße, das Einhalten des absoluten Gebotes, Scheiße gehorsam zu sein und widerspruchslos zu folgen …

Moravagine tritt in das Antlitz GottesWie in diesem Falle wohl die heiligen Schriften geschrieben worden wären, hätte Allah vulgo Gott einen anderen Namen bekommen? Nämlich einen Namen nach seinem Antlitz, wie es Moravagine offenbart ward. Und worüber würden etwa Predigerinnen und Imame beim Übertragen heiliger Schriften beispielsweise in die deutsche Sprache uneinig sein? Für eine Übersetzerin hieße vielleicht eine berühmte Stelle: Im Anfang war das Wort und das Wort ward in der Scheiße. Ein Übersetzer würde möglicherweise bevorzugen: Im Anfang war das Wort und das Wort ward Scheiße. Eine andere vielleicht entgegenhalten: Im Anfang war das Wort und das Wort ward Dreck. Und so weiter und so fort.

Moravagine trat in das Antlitz GottesEs würde Organisierten Gläubigen wohl auch ganz menschgemäß und glaubensvernünftig vorkommen, beispielsweise die Serie Passion Christi sich anzusehen, auch dann, sogar dann, wenn die Lebenswegbildchen das Antlitz zeigten, in das Moravagine trat …

Auf das Leben von Moravagine wird, vielleicht, irgendwann noch einmal eingegangen werden. Wenn, vielleicht, einmal darüber nachgedacht werden will, weshalb ein französisch-schweizerischer Schriftsteller Moravagine ausgerechnet in Ungarn auf die Welt kommen läßt. Diesem Frauenmörder, diesem Monster eine ungarisch-österreichische Identität verpaßt, der aber „fliehen wollte, König- und Kaiserreich verlassen, fern von der Politik der Doppelmonarchie leben, woanders, anonym, in der Menge verloren, in einem unbekannten Land, in der Fremde.“ Der schon im Alter von zehn Jahren nicht und nicht nach Wien wollte, stattdessen lieber versuchte zu fliehen, alles unternahm, um Wien zu entkommen, nicht nach Wien zu müssen, Stallungen in Brand setzte …Was für einen schrecklichen Ruf muß Wien damals gehabt haben, als Blaise Cendrars …

In der von NR Wendelin Mölzer geführten FPÖ-ZZ: „Folgerichtig mit den rechten Kräften Österreichs zu kooperieren“ zum „Wiederbeleben des Faschismus“

Faschismus wiederbeleben - Zur Zeit FPÖ - NR Wendelin Mölzer

Aus „Zur Zeit“ Nr. 38 vom 19. bis 25. September 2014: „Deutsche nicht unsere Feinde“. Chefredakteur ist NR Wendelin Mölzer, FPÖ.

Derart unverhohlen für das „Wiederbeleben des Faschismus“ wird in der von einem freiheitlichen NR geführten Magazin im September 2014 gesprochen und für eine Zusammenarbeit geworben, daß es noch einmal und gesondert herausgestellt werden muß. In einer Collage. Vielleicht können Worte in einer Illustration in dieser bilddominierten Gegenwart noch gelesen und leichter verstanden werden, vor allem von Wählern und Wählerinnen, aber auch von Medien.¹

Denn es zeigt sich, wieder einmal, niemand verbirgt je die eigenen Absichten. Das war in die Vergangenheit nicht anders. Und es gilt auch für die Gegenwart …

Und die Gegenwart² bestätigt das zwischen zwei Weltkriegen gefällte Urteil von Paul Valéry über das Lernen aus der Geschichte:

„Die Geschichte rechtfertigt, was immer man will. Sie lehrt überhaupt nichts, denn sie enthält alles, und sie liefert Beispiele für alles.“

Aber eines kann durch das je sofortige Aufzeigen und Verbreiten verhindert werden – und deshalb noch einmal diese Hervorhebung –, daß kein Wähler und keine Wählerin solcher Parteien in der Zukunft, wenn wieder einmal alles im Untergang geendet haben wird, je noch sagen können wird können, nicht gewußt zu haben, was Ihre gewählte Partei tatsächlich wollte.

Besser freilich wäre es, wenn derartige Parteien in Österreich oder in welchem Land auch immer keine Stimmen in einem einflußreichen und also bedrohlichen Ausmaß in welchen Wahlen auch immer je noch erhielten.³ Denn es muß doch jeden Menschen davor grauen, eines Tages, wieder eines Tages sagen zu müssen, nach einem nächsten totalen und wieder nicht nur moralischen und ethischen Verfall und Niedergang, sagen zu müssen, alle haben alles gewußt, Sie wurden von den Parteien, die Sie wählten, über deren tatsächlichen Absichten nicht getäuscht …

¹ Wählerinnen, Wähler und Medien ignorieren die Vorstellungen der FPÖ-ZZ

² Über das Deserteursdenkmal in Wien läßt NR Mölzer veröffentlichen: „Schandmal – Proletarisches Gedankengut übelster Sorte“

³ Von NR Mölzer geführte ZZ: „Gehört Südtirol zu Italien oder zu Deutschland?“

Über das Deserteursdenkmal läßt FPÖ-NR Wendelin Mölzer veröffentlichen: „Schandmal – Proletarisches Gedankengut übelster Sorte“

NR Mölzer - Deserteursdenkmal - Schandmal

„Schandmal – Gedankengut übelster Sorte“

Leserbriefe haben in Österreich höchste politische Bedeutung – so wird es spätestens seit dem seinerzeitigen Leserbrief des heutigen Bundeskanzlers zur Europäischen Union an die Tageszeitung „Neue Kronen Zeitung“ jedenfalls allgemein betrachtet. Auch die „Zur Zeit“ der identitären Gemein-Schaft setzt Leserbriefe in diesem Sinne, zutreffender: parteipolitisch und gesinnungsgemäß, ein. Leserbriefe sind also nicht unwichtig, nicht unbedeutend, dem wird beispielsweise Detlef Wimmer* uneingeschränkt zustimmen können, ist er doch ein eifernder Leserbriefschreiber der ZZ

So wird es nicht überraschen, was für einen Leserbrief NR Wendelin Mölzer** in der aktuellen Ausgabe 39 seines Magazins abdrucken läßt. Denn als Chefredakteur hat NR Mölzer die Letztverantwortung, was veröffentlicht wird, und auch, was nicht veröffentlicht wird.

Es ist ein Leserbrief gegen das Denkmal für Deserteure am Ballhausplatz¹. Gegen Denkmäler – gleicher welcher Art –  kann vieles vorgebracht werden. Aber es kommt auf das Wie an. Die Beweggründe für diesen Leserbrief eines „Fähnrichs der Luftwaffe“ der nationalistischen Massenmorddiktatur des deutschen reiches, den NR Mölzer abdrucken läßt, liegen offensichtlich nicht darin, über Denkmäler an und für sich nachdenken zu wollen, sondern …

Es mag dem Fähnrich sein Geschichtsrevisionismus, sein Gedankengut, seine luftwaffenmännliche Sichtweise von Mut und Ehre und wohl auch Treue unbenommen sein, er soll das alles sagen, schreiben … Entschieden anders verhält es sich aber damit, ob ein Abgeordneter des Parlaments der österreichischen Republik einen derartigen Leserbrief veröffentlichen soll. Ob die Veröffentlichung eines solchen Leserbriefes, wobei dieser Leserbrief nur ein weiteres Beispiel für äußerst bedenkliche Veröffentlichungen ist***, durch einen Abgeordneten mit seiner Funktion als Parlamentarier vereinbar ist. Die Antwort darauf kann nur eine sein: ein klares und eindeutiges Nein.

Daß aber ein Abgeordneter des österreichischen Parlaments einen solchen Leserbrief nicht mehr abdrucken lassen kann, sind die Wähler und die Wählerinnen in Österreich gefordert, endlich damit aufzuhören, Parteien zu wählen, in deren Reihen beispielsweise solche Chefredakteure marschieren, wie eben NR Mölzer, der solche Sätze der Ungeheuerlichkeit² drucken und verbreiten läßt, wie die in diesem Leserbrief:

„So wird hinter ‚Scham-Planken‘ auf dem Ballhausplatz ein Denkmal für Deserteure […] errichtet, wofür die jetzige rot-schwarze ‚österreichische‘ Regierung die Steuerzahler schröpft. Dieses einmalige ‚Schandmal‘ der Rot-Grünen – denn so etwas gab und gibt es nirgend auf der Welt […] Ein Deserteur ist und bleibt ein Verräter an unserer, durch Generationen verpflanzten Werten. Daher ist in meinen Augen, ein Deserteur ein auf Lebenszeit aus der Gemeinschaft auszuschließender, entehrter Feigling.

Es ist dies linke, proletarisches Gedankengut übelster Sorte, das einen Affront gegen all die Kriegsteilnehmer produziert, die ihr Vaterland, ihre wehrlosen Mitmenschen verteidigt haben.“

Über das Gedankengut auch eines freiheitlichen Abgeordneten, der einen solchen Leserbrief veröffentlichen läßt, muß kein weiteres Wort verloren werden. Das hat der leserbriefschreibende Fähnrich bereits ohnehin klar zum Ausdruck gebracht, aus seinem Urteil müssen hierfür lediglich zwei Wörter gestrichen werden, nämlich linkes und proletarisches

¹ Denkmal am Ballhausplatz ist für FPÖ-ZZ eine „Zivilisationsschande“ der „Kameradenmörder

² Blaues Zivilisationsideal: Sterben und Morden über Kapitulationen und Kriegsenden hinaus

* Ahnenland

** FPÖ-ZZ: „Ein neuer Eurofaschismus – Wäre das nichts?“

*** Harald Vilimsky rät zu „freundschaftlicher Distanz“ zur ZZ

Die ZZ des identitären NR Wendelin Mölzer

In der aktuellen Ausgabe der freiheitlichen „Zur Zeit“, dessen Chefredakteur NR Wendelin Mölzer ist, wird der Vorname von „Eurofaschismus-Wäre-das-nichts“-Stein¹ diesmal richtig geschrieben, also mit einem p. In dieser Ausgabe führt er kein Gespräch mit einem Vertreter der Casa Pound², die das Erbe von Benito Mussolini in das dritte Jahrtausend tragen, den Faschismus im dritten Jahrtausend ausleben wollen, sondern er macht sich Gedanken über die „AfD“ als „Rechte Alternative“.

Wer also befindet, das wäre doch was: „ein neuer Eurofaschismus“, löst bei einem freiheitlichen Abgeordneten des Parlaments der österreichischen Republik für dessen geführtes Magazin recht gleich ein Ticket für weitere Schreibaufträge.

Zur Zeit 39-2014 Stein Morgenröte EurofaschismusEs kommt eigentlich keine Ausgabe dieses Magazins ohne einen Beitrag von einer freiheitlichen Mandatarinnen oder einem freiheitlichen Funktionär respektive Spitzenfunktionär aus. In der aktuellen Ausgabe 39 vom 26. September bis 2. Oktober 2014 schreibt NR Wendelin Mölzer wieder mal selber. Einmal über „Heuchler am Asyldrücker“. Und einmal schreibt er über, nein, läßt NR Mölzer seinen von der Tageszeitung „Die Presse“ bereits am 11. September 2014 abgedruckten Artikel „Warum die Freiheitlichen ‚Putin-Versteher‘ sind“ nachdrucken. Damit kann Eindruck geschunden werden, wenn „Die Presse“ … Bemerkenswert an diesem Putin-Versteher-Artikel ist das Eingeständnis eines zweiten freiheitlichen Abgeordneten³, daß

„[d]ie heutige FPÖ […] eine identitäre […] Partei“

ist. So ist es gesinnungsgemäß nur recht, daß Philip Stein für die identitäre ZZ schreibt … Hierzu lediglich zur weiteren eigenen Informationseinholung ein Hinweis auf das „Identitäre Zentrum“ in Dresden und die „Blaue Narzisse“ … Bloß an dem „Identitären“ ist nichts Neues, nichts Zukunftsweisendes, es ist etwas Altes, es verweist in die Vergangenheit der Abgründe, und das bestätigt Philip Stein selbst in der vorherigen Ausgabe, wenn er von einem Faschismus schwefelt.

Es mag tatsächlich auch gar nicht sehr viel über all die Verbindungen geschrieben werden, am Ende nützt es diesen Kreisen auch noch, sich dadurch zurechtzufinden, wie sie untereinander mannigfach verbandelt sind. Von erstem Interesse allerdings ist der Umstand, welches Magazin von einem gewählten NR geführt wird. Wobei allerdings weder das Magazin an sich interessiert, noch der Magazinschriftleiter, sondern es sind die Wähler und Wählerinnen, die nach wie vor in einem unerhörten Ausmaß bereit zu sein scheinen, eine derartige Partei zu wählen, aber auch die breiten Medien sind von Interesse, die, wie etwa „Die Presse“* einer derartigen Partei …

Soher reicht es vollkommen aus, den Blick ausschließlich auf das von NR Mölzer geführte Magazin zu richten. Was in der aktuellen Ausgabe 39 noch von NR Mölzer zur Veröffentlichung freigegeben wurde …

… Unter dem Pseudonym Anna Maria Langbauer schreibt irgendwer unter dem Titel „Gegner mundtot machen“ eine Verteidigung und eine Lopreisung der „Goldenen Morgenröte“, die für die ZZ lediglich eine „griechische Rechtspartei“ ist, während diese ganz anders eingestuft wird. Von dieser freiheitlichen Einstufung ausgehend könnte die FPÖ als das eingestuft werden, wie die „Goldene Morgenröte“ sonst bezeichnet wird …

… Helge Morgengrauen, der Literatur-Experte der ZZ, feiert in drei Beiträgen, wieder einmal, Hermann Löns, einmal unter dem Titel „Er lebt im Herzen seines Volkes“, ein zweites Mal unter der Schlagzeile „Löns im Krieg“. Und ein drittes Mal: „Ridderbusch liest Hermann Löns – Lieder und Erzählungen des Heidedichters. Auf die literarischen Vorlieben der ZZ muß heute nicht näher eingegangen werden, zu oft schon wurde darüber berichtet**.

Wie einfallslos es in diesem Gesinnungslager inhaltlich zugeht, kann schon am Erfinden von Pseudonymen abgelesen werden. In der aktuellen Ausgabe schreibt irgendwer als Anna Maria Langbauer, und dann schreibt noch irgendwer als Eva Maria Langbauer über den Marsch der Abtreibungsgegner in Berlin unter der Schlagzeile „Im Kampf für das Leben“. Es ist wohl nicht nur Einfallslosigkeit, sondern auch Faulheit, Willenlosigkeit zur Anstrengung, von der auch NR Mölzer ergriffen ist, wenn er einen Artikel nachdrucken läßt.

In der aktuellen Ausgabe gibt es diesmal nur ein ganzseitiges Inserat, nämlich den offenen Brief von He.-Chr. Strache an den Bundeskanzler, an den Vizekanzler und an den Bundespräsidenten: „Ein offenes Wort zur Neutralität“. Dieses ganzseitige Inserat wurde auch in der vorherigen Ausgabe geschaltet. Mit welchem Geld bezahlt die FPÖ dieses Inserat? Mittels staatlicher Parteienfinanzierung, also durch Steuergeld? Müssen Menschen in Österreich mit ihrem Steuergeld ein Magazin füttern, das für einen nächsten Faschismus ….

¹ Medien, Wähler und Wählerinnen ignorieren die Vorstellungen der FPÖ-ZZ: „Neuer Eurofaschismus“

² FPÖ-ZZ: „Gehört Südtirol zu Italien oder zu Deutschland?“

³ Koalition mit der FPÖ – Erinnerung für die Zukunft

* Die Presse läßt die Freiheitlichen nicht verkommen

** FPÖ-ZZ und die Liebe zur Literatur

„Gehört Südtirol zu Italien oder zu Deutschland?“

Welche Landkarten werden von der FPÖ-Zur Zeit 2014 verwendetZu dieser Frage des „Zur Zeit“-Fragestellers fällt nachträglich noch die Frage ein, welche Landkarten werden eigentlich im Magazin der freiheitlichen Gemein-Schaft heute noch oder wieder vermehrt verwendet, im Jahr 2014? Im Grunde kann es nur eine Landkarte aus einer Zeit sein, in der Deutschland für ein paar madige Jahre tatsächlich an Italien grenzte und für etwa zwei madige Jahre als Operationszone Alpenvorland direkt unter das Regime der Massenmorddiktatur …

Es haben in der heutigen bildbeherrschten Zeit manche nicht mehr das geographische Vorstellungsvermögen. Für diese ist die Illustration gedacht, wie die Landkarte aussehen müßte, nach der die an sich schon abwegige Frage, wohin Südtirol gehöre, noch einigermaßen einen Sinn ergeben könnte. Deutschland grenzt aber seit Jahrzehnten nicht mehr an Italien. Zwischen Deutschland und Italien liegt, wie es schon bei Franz Grillparzer heißt, wieder seit Jahrzehnten Österreich.

Und noch eine Frage drängt sich auf. Welche Landkarten verwendet beispielsweise He.-Chr. Strache? Von dem in dieser Ausgabe der ZZ ein ganzsseitiges Inserat geschaltet ist, wie die Collage zeigt. Und welche auch die anderen freiheitlichen Spitzenfunktionäre und Spitzenmandatarinnen? Wie hier schon oft genug festgehalten wurde, schreibt in diesem Magazin die freiheitliche Elite, also von He.-Chr. Strache aufwärts …

Die für die FPÖ-ZZ beeindruckende Welt der Casa Pound

Die für die FPÖ-ZZ „beeindruckende Welt“ der Casa Pound, „von der Rechte in ganz Europa nur träumen können.“ Ein aktuell höchstrichterlich bestätigter Traum.

Die Antwort auf die Frage, was für einen Sinn es hat, im Jahr 2014 zu fragen, wohin Südtirol gehöre, gibt der „Zur Zeit“-Fragesteller in diesem Interview ein paar Absätze später selbst:

„Ein neuer Eurofaschismus mit Südtirol als symbolischem Startpunkt.

Wer von der ZZ der freiheitlichen Gemein-Schaft zum Gespräch geladen war? Ein Vertreter von „Casa Pound“, die sich selbst „Faschisten des 3. Jahrtausends“ nennen, und die „häufig österreichische oder deutsche Gäste [zu Besuch] haben“, wie alles nachgelesen werden kann in

Medien, Wähler und Wählerinnen ignorieren Vorstellungen der FPÖ-ZZ: „Neuer Eurofaschismus“.

NR Neubauer - Faschistische Symbole nichts verloren

NR Werner Neubauer ist gegen „Symbole, die einen Faschisten verherrlichen“. Und die freiheitliche ZZ schreibt über die „beeindruckende Welt“ jener, die das Erbe von Benito Mussolini in das 3. Jahrtausend tragen wollen …

PS Um eine erste Information über die in Österreich wohl kaum breit bekannte „Casa Pound“ zu geben, wurde in die Collage ein Artikel über den Anführer der „Faschisten des 3. Jahrtausends“ aufgenommen. Es wird mit Blick auf diese Gesinnung nicht verwundern, daß es im Artikel um ein Gerichtsverfahren geht. Übrigens, die in die Collage aufgenommene Landkarte aus dem seinerzeitigen auch moralischen und ethischen Abgrund wird heute noch beispielsweise von „Weltnetzladen“ vertrieben. Der Weltnetzladen vertreibt aber auch Bücher, beispielsweise das von dem ehemaligen freiheitlichen III. Präsidenten NR Martin Graf. Martin Graf schreibt schon lange nicht mehr für die „Zur Zeit“. Er dürfte jetzt, da er formal nicht mehr eines der höchsten Staatsämter dieser Republik innehat, für die „Zur Zeit“ nicht mehr attraktiv genug sein, oder, es dürfen in diesem Magazin der freiheitlichen Gemein-Schaft bloß amtierende Spitzenmandatare und Mandatarinnen der freiheitlichen vulgo identitären Gemein-Schaft schreiben.

PPS Über die Fahne, wie diese in der zweiten Collage gesehen werden kann, im Artikel der „Zur Zeit“, von Casa Pound schreibt Martin Lichtmesz (auch als Autor von der freiheitlichen „Unzensuriert“ geführt):

„Zu den exponierten Köpfen der Casa Pound gehören der Vordenker Gabriele Adinolfi, Mitbegründer der in den siebziger Jahren aktiven, mit dem ’schwarzen Terrorismus‘ eng verknüpften Gruppierung Terza Posizione und der 1973 geborene Macher Gianluca Iannone, ein bärtiger, tätowierter Riese, der das Image eines rauhen Motorradrockers pflegt und als Kopf der Hardcore-Band Zetazeroalfa zusätzlichen Kultstatus innehat. Zum Netzwerk der Casa Pound zählen außerdem die Buchhandlung ‚Testa di Ferro‘ (Kopf aus Eisen), ‚Cutty Sark‘, der ‚meistgehaßte Pub Italiens‘, und die ‚Area 19‘, eine stillgelegte Bahnhofshalle in den Bergen hinter dem unter Mussolini erbauten Olympischen Forum. Im Umkreis des ‚Casapoundismus‘ hat sich ein politischer Stil entwickelt, der frischen Wind in die äußerste Rechte Italiens gebracht hat. Der Erfolg verdankt sich nicht zuletzt dem geschickten Selbstmarketing. Das einprägsame Logo der ‚Casa Pound‘, eine Schildkröte, ist zu einem Markenzeichen geworden, das inzwischen ebenso berüchtigt ist wie das Keltenkreuz oder das Rutenbündel. Für eine dezidiert faschistische Bewegung ist die Kür eines friedfertigen, defensiven und trägen Wappentieres zunächst überraschend. Die Symbolik besitzt allerdings eine poetische Schlüssigkeit. Die Schildkröte trägt ihr Haus auf dem Rücken, sie kann daraus nicht vertrieben werden, zugleich ist sie mobil und zählebig. Auf den zweiten Blick zeigt sich, daß das Symbol eine verborgene kriegerische Konnotation hat: es spielt auch auf die Marschformation ‚Testudo‘ (Landschildkröte) des antiken römischen Heeres an, in der die aneinandergereihten Schilde den Trupp in einen menschlichen Panzer verwandelten. Das präzise Achteck des stilisierten Panzers und die nach innen gerichteten Pfeile verweisen auf ein geistiges Ordnungsprinzip und eine spirituelle Konzentration.“

Medien, Wähler und Wählerinnen ignorieren Vorstellungen der FPÖ-ZZ: „Neuer Eurofaschismus“

FPÖ ZZ Eurofaschismus - Wäre das nichts

Philipp Stein: „Ein neuer Eurofaschismus […] Wäre das nichts?“

 

Aufmerkenswert an diesem Interview in der aktuellen Ausgabe 38 des Magazins¹ der freiheitlichen vulgo identitären Gemein-Schaft sind nicht die Antworten eines Vertreters der „neofaschistischen italienischen Casa Pound“, sondern die Ausführungen des Fragestellers Philipp Stein, und dieser eröffnet das Gespräch gleich recht kräftig:

„Gehört Südtirol zu Italien oder zu Deutschland?

Und es wird im Laufe des Gespräches, trotz dieser Auslöschung Österreichs zum Auftakt, noch reichlich recht ….

„Sie sind der Kultursprecher von Casa Pound und bezeichnen sich selbst als überzeugten Faschist. Wie viele Ihrer vergangenen Aktionen gezeigt haben, verstehen Sie es, faschistische Theorie und Praxis zusammenzuführen. Wäre es, wenn Sie den Faschismus wirklich wiederbeleben wollen, nicht folgerichtig, mit den rechten Kräften Österreichs zu kooperieren? Ein neuer Eurofaschismus mit Südtirol als symbolischem Startpunkt. Wäre das nichts?

Ein nicht unerheblicher Teil der deutschen Rechten verweigert aufgrund der Südtirol-Problematik eine Zusammenarbeit mit Ihnen. Ist es nicht Zeit, diese Streitigkeiten beizulegen und die Kräfte zu bündeln?“

Eine Antwort von Adriano Scianca soll dennoch zitiert werden:

„Ich glaube, alle europäischen Nationalisten sollten zusammenarbeiten. Wir haben bei CPI übrigens häufig österreichische oder deutsche Gäste, die uns besuchen, weil sie sich für unser politisches Modell interessieren. Ebenso würdigen wir die politische und metapolitische Realität in Deutschland und Österreich. Ich persönlich liebe Deutschland und ich wurde von vielen deutschen Autoren geprägt[.] Daß die Nationalisten beider Länder zusammenarbeiten können, ist einer meiner grundlegenden Wünsche.“

FPÖ ZZ lobt beeindruckende Welt der Faschisten des dritten JahrtausendsNeben dem Gespräch ist in einem eigenen Kasten eine  Jubelbeschreibung (ohne Nennung eines Verfassers oder einer Verfasserin) der Casa Pound abgedruckt, daraus nur ein Zitat noch: „Mit über 50 rechtsalternativen Häusern in ganz Italien, eigenen Kneipen, Restaurants, Buch- und Klamottenläden, Tonstudios sowie Kunstgalerien haben sich die selbsternannten ‚Faschisten des 3. Jahrtausends‘ eine beeindruckende Welt erschaffen, von der Rechte in ganz Europa nur träumen können.“

„Wäre das nichts? Ein neuer Eurofaschismus …“ Das sagt nicht der „Faschist“ aus Italien, das sagt Philipp Stein, der für das Magazin der freiheitlichen Gemein-Schaft, der freiheitlichen Funktionäre und Mandatarinnen* das Gespräch führte.

Es kommentiert sich das alles von allein.

Es bleiben nur noch ein paar Fragen zu einem Inserat in ebendieser Ausgabe. Ist das ganzseitige Inserat des Briefes von He.-Chr. Strache eine Gratisleistung des Magazins? Oder mit welchem Geld bezahlte die freiheitliche Gemein-Schaft das Inserat einem Magazin, in dem Österreich zu Deutschland gehört, wie die steinsche Frage nach der Zugehörigkeit von Südtirol zu Deutschland nahelegt, in dem von einem „Eurofaschismus“ geschwefelt wird, von der „beeindruckenden Welt der „Faschisten des 3. Jahrtausends“ geträumt wird?

Kommentiert muß das also, wie bereits geschrieben, nicht weiter werden. Philipp Stein und Adriano Scianca sagen alles, was zu sagen ist, deutlich, klar, unmißverständlich. Die einzige Antwort darauf: Nie wieder wählbar. Aber alle Wähler und Wählerinnen, die in kommenden Wahlen dennoch die identitäre Gemein-Schaft wählen, werden zu erklären haben, wie sie beispielsweise ihre Verantwortung als Wähler und Wählerinnen …

¹ „Vorbild für Österreich – Alles, was einmal deutsch und echt war“

² Freiheitliche Gemein-Schaft: Politischer Kampf und Gesinnungsleben für die „Braunen“ von Südtirol

Werner Neubauer, freiheitlicher NR, als „Putschist“ auf Twitter?

* NR Barbara Rosenkranz

Philip oder Philipp Stein - Zur Zeit kann aufklären

Felix Menzel berichtet über das Ansehen von Philip Stein in Deutschland. „Zur Zeit“ kann darüber aufklären, ob dieser ident ist mit dem Stein, dessen Vornamen sie allerdings mit zwei p am Ende …

PS Ob es Philip Stein von der „Blauen Narzisse“ ist, kann das freiheitliche Magazin, das Philipp Stein schreibt, endgültig beantworten. Es ist aber anzunehmen, daß es der von „Blauen Narzisse ist“. Es scheint einen recht regen Austausch zwischen diesen blauen Medien zu geben, wie mit Hinweis auf Georg Immanuel Nagel durchaus gesagt werden darf: „Wieder hinaus auf die Straße“

„Identitäre IS-Demo“: „Das ist eh“, für die Polizei, „etwas ganz Harmloses“

Identitäre Demo - Zur Zeit - Polizei - Gerne früher beginnenIn der aktuellen Ausgabe 38 vom 19. bis 25. September 2014 des Magazins der identitären Gemein-Schaft ist vom identitären Spitzenpersonal wieder einmal NR Barbara Rosenkranz schreibend vertreten, und Georg Immanuel Nagel¹ darf in dieser über die „Identitäre IS-Demo“ schreiben.

Zum Inhalt seines Artikels müßte nichts geschrieben werden. Es ist das Gesinnungsübliche und das Gesinnungsüble. Bemerkenswert und aufmerkenswert ist neuerlich seine Beschreibung des Verhaltens der Polizei²:

„Im Gegensatz zur Falschmeldung der Gratiszeitung ‚Heute‘ gab es keinerlei Probleme mit der Exekutive. Einige, augenscheinlich links orientierte, Gesinnungsschnüffler hatten sich noch vor dem eigentlichen Beginn der Aktion empört und die Polizei geholt. Da die Versammlung jedoch ordentlich angemeldet war, meinten die freundlichen Beamten nach kurzer Rücksprache nur: ‚Ach, das ist eh etwas ganz Harmloses. Sie können gerne 15 Minuten früher beginnen. So nahm das Spektakel wie geplant seinen Lauf. Trotz des Regens hatte sich bereits eine große Menge an Schaulustigen versammelt.“

Das „Harmlose“³, mit dem die identitäre Straßenstaffel (von G. I. Nagel „patriotische Jugendorganisation“ genannt) „gerne 15 Minuten früher beginnen“ könne … An der Stelle ist zu entscheiden, ob aus dem nagelschen Bericht noch etwas zitiert werden soll oder nicht. Das „Harmlose“ durch Zitate aufzuzeigen. Nachdem aber nicht gewußt wird, ob nicht durch das Zitieren bereits die Gefahr besteht, strafrechtlich beispielsweise wegen „Verhetzung“ verfolgt werden zu können, wird davon Abstand genommen, weiteres aus dem nagelschen Jubelbericht zu zitieren. Aber nicht nur deshalb. Es widerstrebt auch sehr, identitäre Wahrheiten zu verbreiten, nicht einmal durch Zitate, die eigentlich belegen sollten, wie wenig bis gar nicht identitäre Wahrheiten mit der Wahrheit zu tun haben, sondern nur zu einem dienen sollen, Menschen gegeneinander aufzuhussen.

Etwas jedoch darf doch noch zitiert werden. Weil dieses Zitat wenigstens nichts Unwahres über Migranten und Migrantinnen enthält, aber sehr viel über die Identitären selbst erzählt, woher sie kommen, oder, wo sie nie weggingen. G. I. Nagel zitiert ausgiebig aus der Rede von Martin Sellner, die dieser auf der „identitären IS-Demo“ gehalten hat:

„Heute im Irak, morgen in Wien?“

Die Paraphrase auf ein altes Lied, das schon einmal in den Abgrund führte, wird auch von einem „Recken“ geschrien, wie G. I. Nagel schreibt:

„Ein (sic) der Recken schreit: Gestern im Irak, heute in Wien.“

Es ist erstaunlich die Menge an Zitaten in diesem nagelschen Bericht. Er muß wohl dort gewesen sein. Alles mitgeschrieben haben? Alles aufgenommen haben? Oder wurden ihm die Reden nachträglich kameradschaftlich übermittelt für seinen Bericht im Magazin der identitären Gemein-Schaft?

¹ Freiheitlicher ZZler Georg Immanuel Nagel ruft in der Blauen Narzisse: Wieder hinaus auf die Straße

² Vier Jahre einer Entwicklung eines Polizisten

³ Auf Identitäre muß das Köpfen recht besonders anziehend wirken