Damit das endlich aufhört – Freiheitliche in die Bedeutungslosigkeit wählen

Wieder gibt es Aufregungen um die Freiheitlichen, und wieder einmal wird „Nazi“ zum Schlüsselwort in dieser Aufregung, wie das Amen im Gebet, und wie das Amen kommen wieder einmal die freiheitlichen Herausredungen, damit wieder nichts zu tun zu haben, wieder nicht dafür verantwortlich zu sein, wieder nichts gelesen zu haben, wieder sich dabei nicht betätigt zu haben, wieder nicht gewußt zu …

Es scheint die Schlüsselkompetenz der Freiheitlichen zu sein, Aufregungen mit dem Schlüsselwort „Nazi“ zu verursachen, wobei erklärend hinzugefügt werden muß, daß in bezug auf Kompetenz in Verbindung mit Freiheitlichen menschgemäß nur die Möglichkeitsform zum Einsatz kommen kann …

Freiheitliche in die Bedeutungslosigkeit wählenDas muß endlich aufhören – und das kann nur endlich aufhören, wenn Freiheitliche in jene Bedeutungslosigkeit endlich und endgültig – zumindest für eintausend Jahre (allerdings eintausend Jahre, die tatsächlich eintausend Jahre währen) – gewählt werden, die ihnen natürlich ist, also in jedweder kommenden Wahl ab sofort von nicht mehr als ihnen zustehenden 0,8 Prozent (oder sollen es gar 1,7 Prozent sein) der Wahlberechtigten ein zustimmendes Kreuz auf den Stimmzettel … Unter Bedeutungslosigkeit ist vor allem zu verstehen, daß Freiheitliche in keinen gesetzgebenden Gremien auf welcher politischen Ebene auch immer endlich mehr nach jedweder Wahl beginnend mit der am 29. September 2013 vertreten sind, in keine höchsten und in keine niedrigsten Staatsämter endlich mehr gewählt werden …

Denn sonst werden diese Aufregungen niemals aufhören, wird niemals ein Ende sein mit dieser Ressourcenverschwendung in Politik und in Medien … Wie viele anstößige Sites und Gruppen gab es schon, diese werden installiert, diese werden wieder aufgegeben – wie beispielsweise jene, in der nicht einzelne Freiheitliche, sondern die gesamte Partei … Und wie viele Sites und Gruppen wird es noch geben, und die kann es auch geben, aber sie werden nicht mehr aufregen, wenn die Freiheitlichen auf das demokratisch aushaltbare Maß und Einflußlosigkeit zurückgewählt …

Das muß endlich aufhören, mit dieser einen freiheitlichen Kompetenz sich herumschlagen zu müssen, die noch dazu nichts mit der Gegenwart und folglich auch nichts mit der Zukunft zu tun hat, sondern alle in eine Vergangenheit zwingen, die vorüber ist, die nicht nur vorbei ist, sondern deren Gesinnung und Weltanschauung als absolut unbrauchbare Werkzeuge der Gesellschaftsgestaltung längst schon kassiert oder – um es für Freiheitliche deutschösterreichischer zu formulieren – skartiert oder (wenn auch das noch zu unverständlich sein sollte), vernichtet wurden, weil sie zu alt, zu abgenutzt, irreparabel, knapp und klar gesagt, total kaputt sind, nur noch unnötig Platz beanspruchen, der dringend für die bereits neu angeschafften Werkzeuge benötigt wird …

Nationalratswahlen 2013 - Mehr als genugDaß dies aber alles endlich endet, muß damit endlich aufgehört werden, Freiheitliche zu wählen, zu einem zu hohen Prozentsatz, und ein zu hoher Prozentsatz ist jeder Prozentsatz, der nicht unter der Prozenthürde zum Einzug in gesetzgebende Gremien gleich auf welcher politischen Ebene liegt, das heißt etwa für die Nationalratswahl am 29. September 2013: 3,85 Prozent sind für Freiheitliche mehr als genug und durchaus ein angemessener weil leistungsbezogener Lohn …

Zwischenstand 22-08-2013 Rücktritte AbgeordneteUnd weil es nur noch darum gehen kann, daß dies alles endlich aufhört, will heute nicht mehr konkret auf die aktuelle Aufregung eingegangen werden, nicht mehr auf die freiheitliche Schlüsselkompetenz, nicht auf das Schlüsselwort in dieser aktuellen (in bezug auf Freiheitliche müßte eigentlich „permanent“ aber auch „immanent“ synonym für „aktuell“  …) Aufregung, nicht auf die permanenten Herauswindungen etwa der Freiheitlichen  von Herbert Kickl bis … es können aber hier nicht und schon wieder alle Namen, die oft und oft genannt wurden, angeführt werden, deshalb darf Herbert Kickl heute allein auftreten: exemplarisch …

Was alles aufhören würde, wenn Freiheitliche in jedweder Wahl unter den Prozenthürden zum Einzug in gesetzgebende Gremien endlich blieben, ist nicht schwer sich vorzustellen, Sie müssen sich bloß in Erinnerung rufen, was beispielsweise in den letzten fünf Jahren hauptverantwortlich die ÖVP mit ihrem dabei voranschreitendem Führer Michael Spindelegger mit der Wahl von Dr. Martin Graf zum III. Präsidenten NR fünf Jahre lang eingebrockt hat … Ebendiese Einbrocker und Einbrockerinnen stellen sich auch wieder der Wahl, während sie mit ihrer Wahl im Parlament vor bald fünf Jahren bis heute nicht überzeugen konnten, mit Dr. Martin Graf eine gute Wahl getroffen zu haben, wie auch der heutige Zwischenstand der Langzeitumfrage zeigt; wieder mehr für Rücktritte … An dieser Umfrage können Sie sich nach wie vor beteiligen, diese wird bis zum 29. September 2013 noch weitergeführt, auch um daran zu erinnern, was die dafür hauptverantwortlichen Christschwarzen mit ihrer Wahl im Parlament in den letzten fünf Jahren alles einbrockten …

Und ebendiese ÖVP, ebendieser Michael Spindelegger will nicht, daß das alles endlich aufhört, will nach wie vor auch mit Freiheitlichen eine Regierung bilden, um wieder das beginnen, genauer, schlimmer, nicht aufhören zu lassen – erinnern Sie sich an die letzte freiheitliche Regierungsbeteiligung auf Bundesebene, vergessen Sie dabei auch nicht das endlich abgewählte freiheitliche Regieren in Kärnten -, der Christschwarze Michael Spindeleger würde für den Kanzlerposten wieder das beginnen lassen wollen, was bis heute noch nicht abgeschlossen ist, nach so vielen Jahren nicht abgeschlossen ist – die Akte der Behörden und Gerichte sind immer noch weit offen …

Zwischenstand 22-08-2013 Überlegt wählenAuch die zweite Langzeitumfrage wird bis zum 29. September 2013 weitergeführt, aber weniger als Erinnerung an die Vergangenheit denn als Denkmal an die Zukunft, was in den nächsten fünf Jahren Eingebrocktes auf alle wieder geschüttet werden könnte, wenn der nächste Freiheitliche zum Dritten Nationalratspräsidenten …

PS Sollten Sie daran denken, diesmal, etwa schon am 29. September 2013, Frank Stronach als Team statt den Freiheitlichen wählen zu wollen, denken Sie davor auch daran, daß ein Großteil dieses Personals freiheitliches … Frank Stronach als Team ist nicht nur aus diesem Grund keine Alternative …

Ist das Spendengeld der „Frank’s Hochwasserhilfe“ in der Sommerhitze wie Gras verbrannt?

Eine Frage, die nach über zwei Monaten gestellt werden darf, denn es ist sonderbar still um die angekündigte Hochwasserhilfe von Frank Stronach geworden, richtiggehend ungewohnt ist das, wenn vor allem berücksichtigt wird, daß es nicht die Art von Frank Stronach ist, seine Taten zu verschweigen, wie aktuell wieder sofort breitgestreut in der gutter press gelesen werden konnte, daß ein Kind mit dem stronachschen Flugzeug …

Franks Hochwasserhilfe At - Verbrannte das Spendengeld in der SommerhitzeAuf der für die Hochwasserhilfe eigens erstellten Webpage ist heute, 20. August 2013, nicht mehr zu erfahren, als im Juni zu erfahren war und hier nachgelesen werden kann:

„Nur Reklame hinter der Werbung von Frank Stronach“ …

also keine Informationen darüber, wie viele gespendet haben und vor allem wie viel gespendet wurde, wie viel also noch zu den von Frank Stronach versprochenen 500.000 Euro bis heute hinzugekommen sind, was mit dem gesamten Spendengeld bisher gemacht wurde, wie vielen bereits geholfen wurde, auch keine Fotos von Frank Stronach mit Hochwasser-Geschädigten, die dank der stronachschen Spendenkampagne wieder lachen und Mut schöpfen könnten …

Sonderbar ruhig ist es also geworden um die Hochwasserhilfe-Spendenaktion von Frank Stronach, dem viel nachgesagt werden kann, aber kaum noble Zurückhaltung, weder in Kleidungsfragen noch in anderen Angelegenheiten, der unaufgefordert stets darauf hinweist, wie viel er schon spendete, auch die Hochwasserhilfe-Aktion mußte von ihm mit dem Hinweis auf seine vorherigen Spenden gestartet werden …

Rasche Präsentation eines Ergebnisses

Es geht auch anders. Suche und Präsentation des Ergebnisses innerhalb eines Monats.

Ungewöhnlich schnell hingegen – und auch das trägt zur Verwunderung bei, nichts mehr über die sündteure Werbehilfsaktionskampagne lautstark gerade in Zeiten des Wahlkampfes zu hören – lag ein Ergebnis für die Suche nach den „Hochwasserhelden“ vor und ebenso rasch wurde auch das Ergebnis verbreitet, wie gelesen werden kann. Suche und Ergebnis und mediale Präsentation innerhalb kürzester Zeit …

Seltsam lautlos – um eine Veränderung auf dieser Webpage zwischen Juni und August anzusprechen – also wurde diese Aktion eingestellt, wie es scheint, denn auf der Webpage ist heute nicht mehr der Aufruf zum Spenden unter Bekanntgabe der Telefonnummer veröffentlicht. Wenn diese Aktion also tatsächlich bereits beendet wurde, ist es um so verwunderlicher, von keinem Endbericht, wenigstens von einem vorläufigen …

Aber es soll nicht Ungeduld vorgeworfen werden … Doch nach einem Zwischenbericht zu fragen, ist nach über zwei Monaten nicht zu früh, das wird, kann vorgestellt werden, vor allem jene sehr interessieren, die an „Frank’s Hochwasserhilfe“ Spenden überwiesen …

Ein Auszählreim, inspiriert von Erwin Wurm: Gewerbetreibender – Bundeskanzler – Diktator

Das von der Tageszeitung Der Standard am 10. August 2013 veröffentlichte Sommergespräch zwischen Werner Faymann und Erwin Wurm hätte nicht gelesen werden sollen, denn so wäre es erspart geblieben, etwas zu Erwin Wurm zu schreiben, das nicht freundlich ausfallen wird können …

Erwin Wurm - 75 ProzentAber freundlich waren ohnehin Werner Faymann und Michael Völker zu Erwin Wurm zur Genüge – freundlich und rücksichtsvoll, denn der Bundeskanzler hat darauf verzichtet, die Uninformiertheit des Erwin Wurm besonders in bezug auf Steuern und Abgaben in Österreich aufzudecken, der Bundeskanzler war so vornehm, das Cottagestammtischgeplapper des Herrn Wurm nicht zu kommentieren, ihm seinen faktenleeren neoliberalen Topf nicht zu zerschlagen …

Es war aber wohl nicht nur Vornehmheit, Freundlichkeit und Rücksichtnahme, die Werner Faymann davon abhielten, Erwin Wurm mit der Aufforderung nach Hause zu schicken, erst einmal umgehende Informationen einzuholen, ehe er über Politik … und bis dahin nicht weiter die Zeit eines Bundeskanzlers zu verschwenden … Menschgemäß wäre Werner Faymann mit einer solchen Zurechtweisung und Aufforderung augenblicklich mit massiven Vorwürfen der hießigen Kunstszene konfrontiert gewesen, er wäre als kunstfeindlich oder schlimmeres noch hingestellt, gebrandmarkt worden …

Wurm - Faymann Mehr nicht zu KunstVielleicht dachte Werner Faymann aber einfach nur, Erwin Wurm führe sich ohnehin selbst vor … Und es ist wahr, Erwin Wurm führte sich tatsächlich selbst vor, und gemeinsam führten Werner Faymann und Erwin Wurm die Kunst vor … Einem Gewerbetreibenden in der Branche Kunst fällt in diesem gesamten Sommergespräch ein einziger Satz, dem zuzustimmen ist, zur Kunstpolitik ein, und dem Bundeskanzler als Antwort darauf bloß, er finde nicht, das sei, wie viele meinen, hinausgeschmissenes Geld … obwohl, wenn Claudia Schmied dafür gesondert bezahlt werden sollte, Kunstministerin zu sein, dann wäre das tatsächlich …

Erwin Wurm LeistungsträgerNun, aus welchen Gründen auch immer Werner Faymann den Topf von Erwin Wurm nicht zerschlagen wollte, um sofort zu zeigen, daß dieser leer ist, oder genauer, angefüllt mit faktenlosem Nachgeplapper von datenignorierenden Stammtischgeplappere – jedes Nachgeplapper aber wird wieder nachgeplappert, soher ist es nicht verfehlt, eigentlich sogar notwendig, es ein wenig zurechtzurücken, zumal bekannt ist, daß gerade beim Nachplappern ein seltsames Phänomen zu beobachten ist: die gänzliche Auflösung des Hausverstandes … Der Gewerbetreibende liefert mit diesem Sommergespräch weiteres Beobachtungsmaterial ab, vor allem mit seiner Rechnung: „[Z]ahlen dann 75 Prozent Steuer und noch an die Sozialversicherungsanstalt.“ Nun, wird der gesetzliche Prozentsatz für den Sozialversicherungsbeitrag hinzugerechnet, blieben nach der wurmschen Rechnung von einem Verdienst nicht einmal ganze zehn Prozent netto übrig, und, würden die von Erwin Wurm genannten 25 Prozent für den Sozialversicherungsbeitrag hinzugerechnet werden, würden 100 Prozent (in Worten: einhundert Prozent) von einem Verdienst für Steuern und Sozialversicherungsbeitrag abzuführen seien … Ja, es fehlen Erwin Wurm nicht nur Informationen, sondern auch der Hausverstand, aber vielleicht ist das die Voraussetzung das Gewerbe der Kunst betreiben zu können, denn die Ausübung von Kunst, wie gesagt wird, ist der Versuch des Ausgleiches von Mängeln …

Mängel scheint es auch in der Lohnverrechnung des Gewerbetreibenden Erwin Wurm zu geben … Der Mitarbeiter, die „Person“, wie Erwin Wurm seinen Mitarbeiter nennt und „4600 im Monat“ bezahlt, sollte sich rasch erkundigen, wer die 666,67 Euro erhält, die er monatlich nicht bekommt, da er, nach Auskunft von Erwin Wurm, lediglich „2000 [herauskriegt]“, oder, in welchem Land er von Erwin Wurm tatsächlich angestellt wurde …

in welchem Land meldet Erwin Wurm Mitarbeiter anDabei gibt es vom Finanzamt ein kostenloses Programm zur korrekten Lohnverrechnung … Statt über Prozentsätze zu jammern, noch dazu über falsche, hätte Erwin Wurm die Frage stellen können, ob es nicht an der Zeit wäre, Steuern und Abgaben nicht über Prozentsätze zu diskutieren, sondern über absolute Summen, denn, wie gesehen werden kann, beispielsweise von einem Einkommen von 4.600 Euro müssen gleich viel Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden als von einem Einkommen von 4,600.000 Euro, nämlich 802,31 Euro …

Mit diesen seinen Aussagen in diesem Sommergespräch hat Erwin Wurm sich selbst stolz bewiesen, die notwendigen Qualifikationen mitzubringen, um vorschlagen zu können, Bundeskanzler sein zu können, bloß durch einen „Tausch“, ohne Wahl, besiegelt einfach durch einen Handschlag zwischen Männern, die sich nicht darum scheren müssen, ob es eine Demokratie …

Und dazu fiel eben der Auszählreim Gewerbetreibender – Bundeskanzler – Diktator ein, denn Erwin Wurm, mußte augenblicklich erinnert werden, sagte in der Fernsehsendung „ErLesen“ im Mai 2013 schon einen bemerkenswerten Satz, die Bürgermeister seien die oberste Bauinstanz, die seien korrumpierbar, weil wiederwählbar …

Erwin Wurm BundeskanzlerUm auch das verändern zu können, und Erwin Wurm hätte gerne, daß sich „da was „verschiebt“ … keine korrumpierbare Politiker und Politikerinnen mehr zu haben, geht nur, wird der wurmsche Gedanke zu Ende gedacht, durch das Abschaffen von Wahlen, also von …

PS Nebenbei oder zusätzlich: einen guten Einblick in die hießige elder-art scene gibt diese Ausgabe von „ErLesen“, abrufbar auf youtube. Mehr will dazu gar nicht geschrieben werden … Außer noch, die Aussage von Erwin Wurm in dieser Sendung fügt sich nahtlos ein in den wurmschen Tauschvorschlag … und die Begründung,  der Bundeskanzler solle einmal als Gewerbetreibender arbeiten, damit er sehe, wie es Gewerbetreibenden gehe, wird Frank Stronach wohl abnicken und hinzufügen, is mei copyright – Wirtschaft, understud …

PPS Ob Erwin Wurm es wenigstens „vernünftig“ findet, Steuern dafür zu zahlen, daß gut dotierte Staatspreise für Gewerbetreibende in der Branche Kunst aus Steuermitteln gespeist werden, für die nach Erhalt keine Steuern zu zahlen sind?

Sie auch, Thomas Glavinic?

Gestern wurde gedacht, es werde kein Einstieg gefunden werden können, um über das Sommerinterview mit Thomas Glavinic und Heinz-Christian Strache schreiben zu können, aber es wurde falsch gedacht, denn einen Beginn zu finden ist nicht schwer, mehr hemmte, wie heute erkannt werden muß, der bereits geahnte Aufwand, alles, was in diesem Interview gesagt wurde, ansprechen zu müssen, und also auseinandernehmen zu müssen, dabei aber nichts zu vergessen, Zeile für Zeile  also durchgehen zu müssen, während draußen die Sonne … für diesen Sommer vielleicht zum letzten Mal, ehe im bleiernen Schatten des Herbstes und des Winters die Sehnsucht wieder zu pochen beginnt …

Österreich 29-09-2013Die Vorstellung aber, es könnte zum wetterbedingten Schatten ein zweiter bleierner Schatten hinzukommen, ein von den Wählern und Wählerinnen über dieses Land geworfener, es noch dunkler werden, weit über den nächsten Herbst und Winter hinaus, für fünf Jahre es absolut finster werden könnte, läßt schaudern und den Aufwand vergessen …

Im Grunde könnte dieses Gespräch freilich ignoriert werden, es hätte gelesen und dann augenblicklich abgetan werden können als … Plattitüden. Anderseits verleitet es doch dazu, wieder einmal darüber zu spekulieren, weshalb es Freiheitlichen nach wie vor gelingt, daß derart viele sie für wählbar halten und auch wählen, zu keinem geringen Prozentsatz, und das nun seit gut zwei Jahrzehnten … Denn Freiheitliche haben nichts anzubieten, das wählenswert ist, ihren Arbeitseifer entwickeln sie vorwiegend dafür, andere zu beschäftigen, vor allem Behörden, insbesondere Gerichte … Und dennoch werden sie nach wie vor gewählt, zu keinem geringen Prozentsatz. Das kann nicht nur an einem erfahrungsvergessenen Wahlverhalten liegen … Es liegt – auch – an der Dummheit, an der Ahnungslosigkeit und an der Verlogenheit im Umgang mit Freiheitlichen, wofür dieses Sommerinterview durchaus exemplarisch steht …

Der Aufwand kann doch geringer gehalten werden, als zuerst angenommen, genauer, befürchtet, gelangweilt ob des Inhalts zu betreiben sein wird, denn es kann dieses Gespräch gut auf wenige Punkte reduziert werden: Mißbrauch, Dummheit, Ahnungslosigkeit … Und der Aufwand kann noch einmal verringert werden, weil ja auf das, was der zurzeitige freiheitliche Obmann zu diesem Interview beisteuert, nicht eingegangen werden muß – Heinz-Christian Strache kam ohnehin bereits entkleidet zu diesem Gespräch, es gibt bei ihm nichts mehr zu entblößen, nackt steht er da, aber nicht wie ein Kaiser, sondern nackt als Freiheitlicher – mit Nichts an und bei sich also, das wählenswert ist …

Mißbrauch

Der Standard bietet Thomas Glavinic die Plattform, um für seinen neuen Roman „Das größere Wunder“ werben zu können, und das nutzt Thomas Glavinic recht ordentlich, nicht nur durch den redaktionellen Hinweis auf den bevorstehenden Erscheinungstermin, sondern auch mit dem, was er sagt, als Thomas Glavinic wiederholt, was er in seinem Roman den Buben Jonas sagen läßt … Seht, was für ein Kind! Spricht wie Pindar … Thomas Glavinic mißbraucht also die Politik, nützt das Gespräch mit einem Wahlkandidaten, sogar so kurz vor den Nationalratswahlen am 29. September 2013, um für seinen Roman Werbung zu machen, mit dem zur nächsten Überschrift gewechselt werden kann:

Ahnungslosigket

„Ein Roman stellt die Welt in einer idealen Weise konzentriert dar. Was wir im Alltag erleben, ist durchsetzt mit Leerlauf und alltäglicher Langeweile. Ein Roman ist ja viel besser! Wissen Sie, was ein Roman ist?“ Und Sie? Auch Sie, Thomas Glavinic …

Ahnungslosigkeit, die zweite

„Problematischer sehe ich, dass die Zeiten vorbei sind, in denen sich die Politik verteidigend eingemischt hat, wenn aus einer bestimmten Ecke Anfeindungen laut geworden sind. Die Künstler stehen allein da.“ Wo warst Du, Jonas?

…

Es scheint die Sonne. Auch heute wieder. Morgen ist auch noch ein Tag, um das zu beenden, was heute ausführlicher begonnen wurde, oder auch nicht, wenn es morgen regnen sollte, dann kann der Tag leichter für eine Fortsetzung ver…

Thomas Glavinic und Heinz-Christian Strache im Gespräch – Der Geist liegt in aller Köpfen wie in Särgen

Österreich, 29. September 2013

Es ist ein Lachen in der Trachtenwelt,
Als ob die Klugheit gestorben wär.
Und die Dummheit, die nun gewählt,
Lastet schwer.

Glavinic Strache - SommerinterviewEs muß eingestanden werden, es ist nicht leicht, einen Einstieg zu finden, um über das heute von der Tageszeitung Der Standard veröffentlichte Gespräch zwischen Heinz-Christian Strache und Thomas Glavinic …

Komm, laß uns mehr noch entbergen …
Der Geist liegt in aller Köpfen
Wie in Särgen.

Es ist unangebracht, mehr noch, töricht, ein Gedicht von Else Lasker-Schüler dafür hernehmen zu wollen, um diesmal beginnen zu können … über österreichische Politik zu schreiben – dazu bedarf es keiner Literatur … Aber wessen bedarf es, um über aktuelle österreichische Literatur …

Vielleicht wird ein Einstieg doch noch gefunden werden können … Eines aber wird mit Bestimmtheit nicht weiter versucht werden, die dritte Strophe zu schreiben …

Die für Eva Menasse zu spät gehaltene Poetikvorlesung des Norbert Gstrein

Der Donnerstag vor einer Woche war ein Sommertag wie aus dem Bilderbuch, zwanzig oder gar fünfundzwanzig Grad in der Nacht, Norbert Gstrein auf der Lesebühne, Moderatorengestottere, und da wurde noch nicht gewußt, daß Eva Menasse, die mit ihren Quasikristallen am nächsten Donnerstag  den Abend im Museumsquartier zubringen wird, als Heidi Klum zur Wiener Zeitung …

Bilderbuchsommertag August 2013Die Ahnung will nicht weichen, daß mit Damals im Sommer in Jahrzehnten zu erzählen begonnen werden wird, wenn im 2013 datierten Bilderbuch geblättert werden und sich dabei alles vermischen – Wirklichkeit mit Phantasie, Ausgedachtes mit Passiertem – aber auch alles verwechselt werden wird, bis nicht mehr gesagt werden wird können, ob etwa ein gstreinsches Kapitel Ein Sommer wie damals oder die Spezi-Reklame Damals im Sommer … Es sollte jetzt schon notiert werden, um zu vermeiden, daß in Jahrzehnten die Zuhörerinnen und Zuhörer Falsches weitererzählen, und zwar deshalb, weil ihnen unzuverlässig über den einen Donnerstag im August 2013 …

Die Sorge allerdings gilt hier nicht der richtigen Kapitelüberschrift … viel mehr, es will vermieden werden, daß in Jahrzehnten verbreitet wird, Eva Menasse wäre tatsächlich in der Lesung von Norbert Gstrein im Museumsquartier gewesen – das kann nicht ausgeschlossen aber auch nicht bestätigt werden, weil es schlicht nicht gewußt wird, genauer, nicht nach ihr Ausschau gehalten wurde, sie möglicherweise auch gar nicht erkannt … Eines aber wird sicher gewußt, als Heidi Klum wurde sie nicht gesichtet, Heidi Klum wäre mit Bestimmtheit nicht zu …

Aber das Ausmalen, wie es Eva Menasse hätte ergehen können, wäre sie in der Poetikvorlesung von Norbert Gstrein gesessen, könnte die Zuhörer und Zuhö – es muß nicht gegendert werden, zu optimistisch auch, die Mehrzahl zu verwenden … Es wird eine Zuhörerin sein, eine Altenpflegerin, oder ein Zivildiener … Der Zivildiener könnte diese Phantasie als wahre Begebenheit auffassen, verursacht durch mißverständliches und umständliches und abschweifendes Erzählen, das die Altenpflegerin versucht, gedrängt auch von dem nahenden Dienstschluß – denn pünktlich um fünf Uhr verläßt sie seit Jahrzehnten die Station, worüber es schon lange nichts mehr zu diskutieren gibt, sie geht um fünf Uhr … Basta! -, dem Zivildiener in einen knappen und verständlichen Bericht zu bringen, den der Zivildiener seiner Germanistikprofessorin theatralisch zum Besten …

Norbert Gstrein würde, spielt der Zivildiener seiner Professorin vor, über einen einzigen Satz eine Poetikvorlesung halten wollen, über einen Satz von einem Autor, den er sonst schätze, aber dieser habe geschrieben, nicht einfach nur in einem Absatz Alfons stöhnte, er habe

Alfons stöhnte

als …  er habe Alfons stöhnte herausgestellt, derart unüberlesbar und dadurch sein Buch zu einem unkaufbaren … Ob so ein Satz heute noch geschrieben werden könne, darüber würde er eine ganze Poetikvorlesung … Wie unmöglich dieser Satz sei, schon eine kleine Probe beweise das: Alfons stöhnte – Alfons Gruber stöhnte – Dr. Alfons Gruber stöhnte …

Nach der Lesung sei Norbert Gstrein auf Eva Menasse zugegangen, die als einzige sitzengeblieben, unbewegt, steinstarr, vollkommen blaß, und habe zu ihr, als hätte er ganz genau um den Grund gewußt, weshalb Eva Menasse nicht mehr aus ihrem Stuhl … Ah, nicht so schlimm, hätte Norbert Gstrein zu Eva Menasse gesprochen, Dein

Xane stöhnte

ist ja kein eigener Absatz, steht ohnehin gut verborgen unter anderen … schätze … Und im nächsten Augenblick mitten im Satz steht ein Mann vor Norbert Gstrein und fordert ihn in der Sekunde – das Buch dabei ihm direkt unter die Nase haltend und fuchtelnd, nicht ohne ihn vorher mit der Buchoberkante einen Nasenstüber … – hastig auf, ihm eine Widmung in die soeben von ihm teuer erworbene Ahnung zu schreiben: „Es war, stöhnte Alfons, ein Sommertag wie aus dem Bilderbuch. Gstr…“ Und ohne die Höflichkeit aufzubringen, den Verehrer auch aussprechen zu lassen, ohne seinen ganzen Namen noch hören zu wollen, aus solch einem Mund, schlug Norbert Gstrein ihm das Buch schreiend aus der Hand, ob er denn wieder nicht nüchtern sei, er könne den Preis sich …

Von einem Donnerstag zum nächsten hat es abgekühlt, im Bilderbuch kann zu keinem Sommertag mehr umgeschlagen werden, Eva Menasse auf der Lesebühne, und da wird noch nicht gewußt, daß der Zivildiener ein paar Tage darauf, um neun Uhr, in der Kaffeepause der Altenpflegerin erzählen wird, wie seine Germanistikprofessorin diese Geschichte aus einer wiedergefundenen Zeit … Sie habe wohl gar nicht zugehört, denn sie antwortete auf eine Frage, die er, der Zivildiener, ihr gar nicht … In ihrer Kindheit, erzählt die Altenpflegerin am gleichen Abend im Beisein der Tochter ihrem Mann, der auf dem Dachboden das Tagebuch seines Vaters aus dessen stalinistischer Zeit versteckt hält – unauffindbar, wie er überzeugt ist -, habe sie, die Germanistikprofessorin, an nichts mehr als daran geglaubt, eine Große der Literatur, eine Unsterbliche … sie werde es vermissen, keine Tote zu sein, die sie einmal war …

Die bisher gemeingefährlichste Drohung im Wahlkampf: Nächstenliebe

Es wird nun von nicht wenigen geschrieben, Freiheitliche würden keine sogenannten Hassparolen im Wahlkampf zur Nationalratswahl 2013 aus ihren Stellungen herausschreien. Und das wird von ihnen erleichtert …

Nächstenliebe - Nationalratswahl 2013 Jedoch, wenn solch eine Gesinnungsgemeinschaft Nächstenliebe plakatiert und dazu die abendländische Geschichte der Nächstenliebe bedacht wird, ist zu sagen, es ist die gemeingefährlichste Drohung, mit der je eine wahlwerbende katholisch sozialisierte nationale Gemeinschaft …

Heidi Klum alias Eva Menasse gibt der Wiener Zeitung ein Interview

Das in der Ausgabe vom 13. August 2013, die als Schallplatte zugeschickt wurde, veröffentlicht ist … Jedoch mit dem ersten Abspielen mußte schon zur Kenntnis genommen werden, eine schadhafte übernommen zu haben, denn von den im Inhaltsverzeichnis angekündigten Artikeln konnte lediglich das Interview mit Heidi Klum … Gänzlich unhörbar aber beispielsweise die Beiträge zur Politik …

Eva Menasse gibt ein InterviewDer Ärger darüber, daß dieses Interview nur in Teilen hörbar ist, war ein geringer, geringer jedenfalls als der Ärger darüber, die Sendung als eine in Ordnung gehende Lieferung quittiert zu haben, ohne jedoch diese vor Übernahme auf mögliche Mängel …

Eine derart schadhafte Sprechplatte wäre nach einer sofort erfolgten Prüfung niemals übernommen und augenblicklich an die Absenderin retourniert worden … Der Ärger, nun eine kaputte bezahlen zu müssen, hätte also leicht vermieden werden können und dadurch auch der weit geringere Ärger darüber, nicht das gesamte Interview – allerdings, von einem tatsächlichen Ärger kann nicht wirklich gesprochen werden, denn die wenigen hörbaren Aussagen von Heidi Klum machten es leicht, den ärztlichen Rat zur vollständigen Genesung zu befolgen, in den nächsten zwei bis drei Wochen die Bauchmuskulatur zu schonen, zumindest, wenn es sich nicht vermeiden lassen sollte, nicht zu sehr zu beanspruchen …

Aber ich finde, Merkel ist eher „Frau Tante Deutschland“, weniger „Mutti“. Sie ist ja nicht sehr mütterlich, sondern eher kalt.

Wenn man zu jemanden wie Angela Merkel nicht mehr scherzhaft „Mutti“ sagen darf, dann sollten wir das Sprechen über Politik grundsätzlich einstellen.

Angela Merkel ist so etwas wie die deutsche Version von Wolfgang Schüssel.

Deutschland hat sich diese Führungsrolle nicht ausgesucht. Das Land kann sie aus historischen Gründen auch nicht annehmen.

Was man der Regierung Merkel vor allem vorwerfen muss: Sie ist nicht mutig genug, von den Deutschen Opfer zu verlangen.

Sitzen wir hier auf unseren Bankguthaben.

Was Peer Steinbrück betrifft, gibt es eine antidemokratische, gefährliche und zutiefst beunruhigende Medien-Konvergenz in Deutschland. Da wurde von Anfang an, wie Axel Hacke so schön geschrieben hat, das große Oratorium vom Fettnapf angestimmt. Das wird seither selbstverliebt wiederholt wie eine kaputte Schallplatte.

Die Medienberichterstattung über Politik ist total apolitisch geworden.

Eine Heidi-Kluminiserung der Politik.

Angela Merkel macht deshalb eine brillante Figur, weil sie gar keine Figur macht. Sie hält den Mund und gibt die Staatsfrau. Steinbrück hat von Anfang an gewusst, dass er genau dieses Bild konterkarieren muss. Denn seine größte Kompetenz ist, dass er im Gegensatz zu Merkel unglaublich redegewandt ist, schlagfertig, witzig.

Die Deutschen sind demokratiepolitisch bestens erzogen.

Georg Hoffmann-Ostenhof ist bescheidener als Papst Franziskus

Es stellt sich doch immer wieder die Frage, wie es dazu kommen kann, daß Menschen, die durchaus als sogenannte kritische Menschen bekannt sind, so bereitwillig das Geschäft der Falschmünze Organisierte Glauben betreiben …

Und Jorge Mario Bergoglio, nun besser bekannt unter seinem Pseudonym Franziskus, ist ein Falschmünzer, dessen Geschäft jetzt auch Georg Hoffmann-Ostenhof freiwillig und ohne Bezahlung betreiben will, wie im „Profil“ gelesen werden kann …

Was hat Jorge Mario Bergoglio nun gesagt, um Georg Hoffman-Ostenhof derart verzücken zu können, daß dieser einen Artikel abliefert, als wäre er von dem absoluten Herrscher des Kleinststaates in einem Grätzel von Rom direkt befohlen worden?

Er, Jorge Mario Bergoglio, sagte, zitiert Georg Hoffmann-Ostenhof:

Und doch hat Papst Franziskus mit seinen jüngsten Äußerungen Furore gemacht: „Wenn eine Person schwul ist und guten Glaubens den Herrn sucht – wer bin ich, ihn zu verurteilen?“, sagte der Pontifex auf dem Rückflug vom Weltjugendtag in Brasilien.

Georg Hoffmann Ostenhof ist bescheidener als Papst FranziskusEin Satz. Ein rhetorischer Satz. Ein Satz von einem Jesuiten. Also von einem Mitglied eines Ordens, der für seine Hinterhältigkeit, für seine Raffinessen bekannt, dessen Tracht die intellektuelle Hinterfotzigkeit ist.

Es genügt aber Georg Hoffmann-Ostenhof nicht, einen Jubelartikel über Jorge Mario Bergoglio zu schreiben, diesen für seine „lockere Art, Homosexualität anzusprechen“, zu feiern, es muß zusätzlich auf- und gegengerechnet werden, es müssen die Römisch-Katholischen in den Himmel gehoben werden, und das geht nur, wenn andere schlechtgemacht werden. In diesem konkreten Fall, die Orthodoxen in Rußland … Ach, gutes altes christliches Feindbild: Rußland …

Es kann aber und will nicht ein Wort für die Orthodoxen in Rußland geschrieben werden, denn Patriach Kyrill, den Georg Hoffmann-Ostenhof zitieren muß, um Jorge Mario Bergoglio zu erhöhen, ist ein „Führer“, zu dem nichts Positives formuliert werden kann, und darin ist er ein Doppelgänger von Führer Franziskus, der ein Doppelgänger von Kyrill ist … Genauer: Dreigänger, denn in dieser Angelegenheit darf nicht vergessen werden, was Josef Ratzinger, besser bekannt unter dem Pseudonym Benedikt XVI., alles sagte … Der Name Kyrill, um einen Einschub zu machen, der daran erinnert, wie sehr Organisierte Glauben einander gleichen, ist auch der Name eines römisch-katholischen Heiligen, über den beispielsweise in „The Swerve. How the World Became Modern“ zu lesen ist, von seinem Verlangen, die jüdische Gemeinde aus Alexandria zu vertreiben, von der Ermordung der Philosophin Hypatia:

[S]chritt die Menge zur Tat, aufgestachelt von einem der militanten Gefolgsmänner Kyrills. Der fanatisierte Pöbel riss den Leichnam in Stücke, schleppte diese vor die Stadt und verbrannte sie. Irgendwann später sprach die Kirche Kyrill, den Helden des christlichen Mobs, heilig.

Und wie vor nahezu eintausendsechshundert Jahren wird auch heute noch agiert, wird aufgestachelt, bis die Menge schreit, „Bringt sie alle um“ …

Die Antwort, die Georg Hoffmann-Ostenhof nicht gibt, auf die Frage von Jorge Mario Bergoglio, wer er denn sei, kann hier gegeben werden, er ist einer, der Gesetze in demokratischen Staaten, die ihm unerträglich zu sein scheinen, rückgängig machen will, einer, der Gesetze, die ihm unerträglich zu sein scheinen, zu verhindern versucht, einer, der seinen Allmachtswahn in der Kutte Bescheidenheit zu verbergen sucht, und es ist purer Allmachtswahn, zu meinen, Gesetze außerhalb des Grätzelstaates diktieren zu können …

Jorge Mario Bergoglio ist nicht bescheiden, bescheiden hingegen ist Georg Hoffmann-Ostenhof, dem es nun schon reicht, um einen Führer anzuhimmeln, daß dieser nicht verurteilen will, aber Rechte den Menschen zugestehen, ja, Georg Hoffmann-Ostenhof, das wäre wohl gar zu unbescheiden …

Jorge Mario Bergoglio ist nicht bescheiden, nicht einmal dann, wenn er gar so aufdringlich bescheiden fragt, wer er denn sei, einen Menschen verurteilen zu können, denn dieser Mensch muß, um einer Verurteilung entgehen zu dürfen, Bedingungen erfüllen, er muß „guten Glaubens den Herrn suchen“ …  Eine verdammt „lockere Art“ findet das Georg Hoffmann-Ostenhof …

Es wurde oben von den aktuellen Dreigängern gesprochen, von den zwei katholischen Führern und dem einen orthodoxen Führer. Es sind Dreigänger und mehr, schlimmer noch, nämlich auch Wiedergänger, woran sich eine Frage knüpft, die nicht beantwortet werden kann, und zwar die Frage, wer ist der Mensch? Daß er immer noch die Falschmünze Organisierte Glauben als gültige Währung verwendet, während es seit über zweitausend Jahren klar ist, was von diesen Organisierten Glauben zu halten ist …

Wie anders hätte die Menschheitsgeschichte verlaufen können, wären diese absonderlichen Bücher, genannt Bibel, Koran und so weiter, keine ideologischen Bestseller geworden, sondern ihrem Wert gemäß Ladenhüter, dafür aber „De rerum natura“ von Lukrez als entscheidende Ausgangschrift zur menschlichen Gesellschaftsentwicklung … Zerpflückt hat Lukrez vor über zweitausend Jahren bereits, was heute noch beispielsweise ein Jorge Mario Bergoglio von sich gibt …“Die gestohlene Moderne“ wäre ein zutreffender Titel für ein Buch über zweitausend Jahre Organisierte Glauben …

Was das mit Georg Hoffmann-Ostenhof zu tun hat, fragen Sie? Nun, wer über Organisierte Glauben schreibt, hat die Jahrtausende mitzudenken, die von diesen Organisierten Glauben versaut, vergeudet, mit Massenverbrechen, Massenmorden … Und es ist noch immer kein Ende absehbar, immer noch quält das Regime der Organisierten Glauben – „Diesseits verwirklichte Ewigkeit der Organisierten Glauben“: ein anderer zutreffender Titel eines Buches über Religionen … Und es sollte sich endlich, wenigstens, von ganz alleine verbieten, Propagandist eines Wiedergängers, eines Führers zu sein …

„Europäer drohen mit Kindermord und erpressen Einwanderungsstop“

In etwa könnte eine Schlagzeile einer freiheitlichen Unzensuriert.at lauten, gäbe es auf dem afrikanischen Kontinent eine freiheitliche Unzensuriert.at, aber die freiheitliche Unzensuriert.at gibt es nicht in Europa, sondern nur in einem Österreich, das für Freiheitliche auf einem anderen, nur Freiheitlichen bekannten Kontinent, nein, das für Freiheitliche ein die Gegenwart nicht erreichendes Eiland …

Aber eine solche freiheitliche Unzensuriert.at gibt es nicht in Afrika, auch nicht in Europa … Menschgemäß gibt es weltweit eine Vielzahl an Websites, auf denen permanente Verbalorgien der Blutrünstigkeit gefeiert werden, aber eine solche Website wie eben die freiheitliche Unzensuriert.at darf für sich doch eine Besonderheit in Anspruch nehmen, nämlich eine von einer gewählten Gesinnungsgemeinschaft mit Abgeordneten zu sein, die in Parlamenten, in Gemeinderäten, in Landtagen vertreten ist, von einer Partei, die in Österreich wieder regieren will, und es könnte durchaus sein, wenn Wählerinnen und Wähler am 29. September 2013 nicht anders, sondern erfahrungsvergessen stimmen, daß der eine oder andere aus dieser Unzensuriertschaft Ministerin, Staatssekretär wird, einer wieder zum III. Präsidenten NR gemacht wird, wie der von der freiheitlichen Gemeinschaft dafür vorgesehene Norbert Hofer … wenn Michael Spindelegger nicht nur seinem christschwarzen Gewissen folgt, sondern zusätzlich sich endlich als Kanzler …

„Europäer drohen mit Kindermord und erspressen Einwanderungsstop“ ist die umgeschriebene Schlagzeile „Afrikaner drohen mit Kindermord und erpressen Einreise“ des Kommentars der freiheitlichen Unzensuriert.at vom 10. Juli 2013, der eine Reihe von Mordgelüsten in den Kommentaren der Schreibstaffel auslöste, wie gestern darüber berichtet wurde … Der Aufschrei der freiheitlichen Unzensuriert.at und ihrer Schreibstaffel kann jetzt schon gehört werden … das wäre pauschalierend, das seien einzelne, die derartige Mordphantasien, das wäre verhetzend, nicht alle Europäer und Europäerinnen wären so von Mordgelüsten getrieben … Und sie hätten damit recht, denn es sind einzelne, wenn auch nicht wenige, aber doch nicht alle …

Unzensuriert Facebook - Blutrünstige Schreibstaffel

„Sofort versenken.“ – „Treibmienen wären optimal.“

Und doch gibt es dabei einen entscheidenden Unterschied zwischen „Afrikaner drohen mit Kindermord und erpressen Einreise“ und „Europäer drohen mit Kindermord und erpressen Einwanderungsstop“. Während es bei der Drohung, Kinder in das Wasser zu werfen, um eine Deutung von Gesten handelt, es dafür auch keinen Beleg gibt, auch auf dem von „ABC.es España“ veröffentlichten Video nichts von den „eindeutigen Gesten“ zu sehen ist, worauf sich die freiheitliche Unzensuriert.at beruft und verlinkt, können die Mordphantasien der Schreibstaffel der freiheitlichen Unzensuriert.at belegt werden, wie gestern bereits veröffentlicht … Wer „Afrikaner drohen mit Kindermord und erpressen Einreise“ in eine Suchmaschine eingibt, wird nur Sites finden, die das verbreiten, die keine Abgeordneten und keine Funktionärinnen … Sites also, von denen nichts anderes zu erwarten ist … wie das auf die carte postale geklebte Suchergebnis als Beispiel zeigt, Sie sich durch eigene Recherche davon überzeugen können … Einige davon wurden erwähnt, beispielsweise der Kopp-Verlag oder die deutsche Lobby …

Wenn Sie meinen, Ihnen hätten die gestrigen grauslichen Belege für Blutrunstphantasien der Schreibstaffel auf der freiheitlichen Unzensuriert.at gereicht, kann Ihnen zugestimmt werden … Dennoch waren diese Ergänzungen notwendig, vor allem die folgende, daß es nicht nur auf die Website der freiheitlichen Unzensuriert.at beschränkt ist, sondern:

Wo die freiheitliche Unzensuriert.at auch auftritt, die Schreibstaffel mit ihren Blutrunstphantasien ist mit dabei, nicht mit Gesten, sondern mit ihrer eindeutig belegbaren Niederschrift der … Wie beispielsweise auf der Plattform des Unternehmens Facebook – ebenfalls auf die carte postale geklebt …

NS Wer die schon legendär zu nennenden Rechtschreibkenntnisse der Freiheitlichen kennt, wird unschwer feststellen können, in bezug auf die Rechtschreibung sind Freiheitliche und ihre Schreibstaffel ein Herz und eine Seele, wie es diesmal der Herr mit seinen „Treibmienen“ …