Was von Jörg Haider geblieben ist, sein Schildläusetopfen

Nun sind es also zehn Jahre her, daß Jörg Haider Autotrümmer hinterließ.

Das war sein letztes Trumm, ein Trummphaeton.

Wegräumen, aufräumen mußten auch diesmal wieder andere.

Trümmer: das Logo besthin für sein gesamtes parteipolitisches Leben.

Und trotzdem die letzten Tage breitester medialer Aufmarsch, Geschwefel über seine Bedeutung, als wäre er ein Staatsmann gewesen, als hätte er etwas bewegt, als hätte er irgendetwas vorangebracht, und das alles nur, weil er vor zehn Jahren selbstverschuldet im Rausch einen letzten Trumm …

Es muß gar nicht von den Trümmern gesprochen werden, die er hinterließ, die heute noch aufgeräumt, weggeräumt werden müssen, vorwiegend von …

Es muß auch gar nicht davon gesprochen werden, daß er beispielsweise mit seinen manikürten Nägeln Kärnten zum finanziellen Trümmerfeld …

Wie wird doch bemüht versucht, etwas Großes ihm herbeizureden … etwa, er habe das Proporzsystem in Österreich aufgebrochen – zum Trio infernale, oder eingebrochen ist er mit seiner Partei in dieses … Geht es heutzutage anders zu in dieser parteipolitischen Färberei?

Er, Haider, hat geschwefelt, aber nichts gelöst.

Gibt es eine einzige herzeigbare Lösung irgendeines Problemes von ihm, von Haider? In irgendeinem Bereich? Gar in den Bereichen, von denen er wie die Zurzeitigen weiter am meisten schwefelte? Daß gedacht werden könnte, in diesem Bereich hätte es längst positive Lösungen gegeben haben müssen, so viel Haider sich damit doch beschäftigte – in trachtentapezierten Zelten …

Gibt es einziges herzeigbares Gesetz, das auf ihn, auf Haider, zurückgeht?

Gibt es eine einzige gesellschaftspolitische Entwicklung, die positiv genannt werden kann, die auf Haider zurückgeht?

Gibt es wenigstens einen Beitrag von Jörg Haider zur positiven Weiterentwicklung der Demokratie?

Gibt es wenigstens einen Beitrag von Jörg Haider zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung des Landes?

Gibt es wenigstens einen Beitrag von Jörg Haider zur Ökologie, zum Klimaschutz?

Was von Haider geblieben ist, in Erinnerung ist der Topfen, Topfen mit Schildläusen, den er Joghurt nannte und wohl meinte, wenn er seinen Topfen Joghurt nennt, kommt ihm kein Mensch drauf – auf seinen Topfen … Die Menschen waren aber klüger, und sie entschieden sich für den Beitritt zur Europäischen Union. Wie stünde Österreich heute da, als Nichtmitglied der EU, wären die Menschen damals Jörg Haider gefolgt? Das erst wären Trümmer gewesen!

Und sagt nicht auch das alles aus über Jörg Haider, also über seine Bedeutung, daß es der zurzeitige Vizekanzler, sogar der, in kürzerer Zeit als Haider es geschafft hat, die FPÖ über 25 Prozent Stimmenanteil in einer Nationalratswahl zu bringen? Jörg Haider hatte länger dazu gebraucht, um doch nur knapp madige 1,5 Prozent mehr Stimmen zu bekommen, als der zurzeitige Vizekanzler; das war sein Höhepunkt 1999, und dann ging es hinunter, seine Partei, die er, Haider, dann bald gründete, heute faktisch inexistent, bedeutungslos, nicht einmal mehr als Trümmer wahrnehmbar. Die Menschen wußten, weshalb sie Jörg Haider wählten, es war ihre Versicherung, ständig eine Gaudi zu haben, und ohne ihn war seine Partei für die Wähler eine unnütze, bot seine gegründete Partei den Wählerinnen nichts an, was für sie je von Belang gewesen wäre. Was er, Haider, schuf, exemplarisch dafür steht seine letzte Partei, war nur ein vermeintliches Schaffen, ohne Nachhaltigkeit, wie es heute so schön heißt, ohne Fundament, ohne Gerüst, so einfach wie kurz: ein Nichts. 

Deshalb hätte es ausgereicht, ein Denkmal für Jörg Haider zu errichten, er inmitten von Trümmern, als Badender, müßiggängerisch und läßt die anderen arbeiten, alle seine hinterlassenen Trümmer wegräumen, alle Probleme lösen, von denen er schwefelte, aber kein einziges löste …

Und es wird nicht anders sein, mit seinem zurzeitigen Nachfolger an der Spitze der Partei, die er, Haider, auch versuchte, in Trümmer zu schlagen … wenn ihm wenigstens das gelungen wäre, aber nicht einmal das ist ihm gelungen.

Es wird nicht anders sein, mit seinem zurzeitigen Nachfolger an der Spitze der Partei. Und das ist ein, der einzige Grund noch einmal, an die Rauschnacht von Jörg Haider, die zu Verschwörungsphantasien animiert, vor zehn Jahren zu erinnern, daß von solchen Parteien nichts anderes zu erwarten ist als Geschwefel, aber je nie Lösungen für eine positive Entwicklung, und, das ist das Wesen von solchen Parteien, Arbeit für die anderen, Lösungsarbeit und Wegräumen ihrer Trümmer …

Und nun bekommt der zurzeitige Vizekanzler eine JH-Medaille, und das ist stimmig und wohl als Anerkennung der Traditionshege des serienehrlichen Felds

Jörg Haider Denkmal 11-10-18

 

Kurzens Land und Herbert Kickl gemein-sam es weit gebracht: Waffenrechte Spezial-Paragraphen schreibt ihnen Georg Zakrajsek, „Waffen-Neger-Zigeuner-und-Lobbyist“

Jetzt hat Lilith Kurz wieder etwas geschickt.

Zu dem lobenden Kommentar der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei …

Und Kurz meint zur Collage, das Land habe es tatsächlich in kürzester Zeit zu etwas gebracht, zwar nicht zur welcher Spitze auch immer, aber in kurzer, recht kurzer Zeit in der Tiefebene ein Spezial-Land zu werden, in dem etwa Georg Zakrajsek, ein „Spezial-Jurist“, ihm die „Paragraphe gestaltet“, verkündet er, Zakrajsek, selber am 08.10.18 … heute „Paragraphe“ zum Waffenrecht und zu was morgen?

Und der Innenminister habe, meint Kurz, es ebenfalls in kürzester Zeit zu etwas gebracht, gestern selbst noch ein Fronschreiber von einem Badengehenden und heute schon einer, der „ein Waffengesetz verhängt“, das nicht er selbst mehr schreiben muß, sondern für das er jetzt seinen „Neger-und-Zigeuner-Waffen-Lobbyisten“ …

Spezial-Paragraphen für Herbert Kickl von Georg Zakrajsek.png

 

Der schwarzidentitären Regierung gestaltet Georg Zakrajsek die Spezial-Paragraphen in Österreich

Georg Zakrajsek verlautbart am 08.10.18, er habe die meisten „Paragraphe“ gestaltet. Weil er sei ein „Spezial-Jurist“ und als solcher gesinnungsgemäß naturgewählt, die „Paragraphe“ zu gestalten.

„Und hier ist der Entwurf. Ich hatte ihn schon lange, mußte ihn aber bis heute noch unter Verschluß halten. Manche Zeitungen […] leider lückenhaft und ohne Fachkenntnis. Was man halt von den Journalisten erwarten kann.

Jetzt kann man sich den Entwurf im Original durchlesen (ist nicht ganz ohne Mühe zu schaffen) und wenn man es genau nimmt, müßte man hier ein Spezial-Jurist sein.

Der bin ich natürlich und außerdem sind die meisten Paragraphe von mir gestaltet worden. Ich war unter den wenigen Juristen, die den Entwurf gestaltet haben. Leider ist nicht alles durchgegangen, was ich mir vorgestellt hatte, die ÖVP hat hier erbarmungslos blockiert und gebremst. Das war eine Schande, aber wer die ÖVP kennt, wird das natürlich erwartet haben. Die ‚Freunde der Jäger und der Sportschützen‘ haben sich hier erbarmungslos entlarvt. Die Lieblinge Van der Bellens eben.  Das sollte auf ihr Sündenregister kommen, wenn wieder Wahlen sind.

Ich werde zum Entwurf jetzt einen Kommentar machen. […]

Außerdem: Das Ganze ist ein Begutachtungsentwurf, es können daher auch noch Änderungen kommen. Leider wahrscheinlich aber nicht zum Besseren.“

Das sind also, kurz gesagt, die Männer, die für die zurzeitige identitäre Regierungspartei die „Paragraphe“ gestalten, und mit so viel Liebe und Herzlichkeit dabei über deren schwarze Regierungspartnerin schreiben.

Und was für ein herzensguter Mann Georg Zakrajasek ist, wird er wohl auch wieder einmal unter Beweis stellen, recht bald, als Redner, am Nationalfeiertag in Österreich, am 26.10.18, wenn er zu den Marschierenden sprechen wird:

„Marsch der Patrioten“ am 26.10.18

Wohin sie wohl am 26.10.18 marschieren werden, kurz gesagt, welche Route Nagel

Vielleicht hat die Vorsehung ihm und seiner 26-10-18-Marschschaft bereits eine unausweichliche im Schlafe eingegeben:

zuerst zum Liebenberg des Silbernagel

und dann zum Muttermal des Vizekanzlers

Die Vorsehung wird es wohl auch gewesen sein, die dem zurzeitigen Innenminister diesen „Spezial-Juristen“, der „Paragaphe gestalten“ kann, recht ans Herz gelegt haben wird, ist doch von alterher bekannt, daß die Vorsehung stets die Rechtbesten auserwählt, und stets die Rechtbesten berät, zum Wohle ihrer Auserwählten …

Österreich - Wer für ÖVP-FPÖ-Regierung Paragraphe gestaltet in 18

Die Badengehenden

Jörg-Haider-Medaille.png

Jörg Haider hatte, wie nachgelesen werden kann, ebenfalls ein Herz für sogenannte Trümmerfrauen, für die er Unterstützung forderte.

Mehr Herz hatte er wahrscheinlich nur noch für Trümmer …

… die er reichlich hinterließ.

Vielleicht ist die Badende auf der Mölker Bastei in Wahrheit ein Denkmal für Jörg Haider, der doch auch baden ging, während andere bis heute mit dem Aufräumen und Wegräumen seiner …

Und vielleicht auch als Dankeschön des zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich, daß er im Oktober 18 die Jörg-Haider-Medaille bekommt. Peter Westenthaler hat diese beispielsweise auch schon bekommen. Was für ein Umfeld, ganz und gar passend zum serienehrlichen Umfeld des Vizekanzlers …

Ob sich Odin Wiesinger kränkt, daß er diese Medaille nicht gestalten durfte? Er, der doch so recht fesch gestalten kann, auch Medaillen …

Es ist kein Denkmal für Jörg Haider auf der Melker Festung. Auch wenn die Badende an ihn denken läßt: in der Teilung von Müßiggang für die deutsche Frau und Arbeit für die anderen.

Denn. Ein Denkmal für Jörg Haider auf der Mölker Bastei mit nur einer Badenden wäre zu wenig.

Es müßte zumindest ein Denkmal mit zwei Badenden sein. Der zurzeitige Vizekanzler geht auch baden …

Denkmal Jörg Haider - Badende.png

Badende im Melker Festungsteich


Denkmal der Trümmerfrauen - Badende 00-22.png

Wahrlich,  „die Botschaft ist durchdacht und mehrgleisig“, also die von der identitären Regierungspartei in Österreich.

Und vielleicht ist auch die Botschaft des Bildhauers sehr durchdacht und mehrgleisig.

Einmal sich für ein Denkmal der Trümmerfrauen beauftragen und bezahlen zu lassen, um der identitären Regierungsschaft gegen ihr gesinnungsgemäßes Ansinnen ein historisch korrektes hinzustellen, wie ausgeführt:

Zwangsarbeiterinnen räumen den Schutt weg, während die deutsche Frau zum Baden ist.

Und zugleich ein beauftragtes und bezahltes Denkmal als Abbild der Gegenwart zu schaffen.

Die Partei des zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich als Badende dargestellt, als eine die sich ihrem Gesinnungsbad ständig hingibt, und allen anderen unentwegt nicht für kurz, sondern für lange, lange Arbeit macht …

Für lange, stets für lange Zeit.

Allein, wie viele sind heute immer noch zur Arbeit des Aufräumens und des Wegräumens verpflichtet aufgrund deren Regierungsbeteiligung, kurz gesagt, in den Nuller-Jahren.

Denkmal der Trümmerfrauen 2000 bis 2022.png

Zwangsarbeiterinnen räumen den Schutt weg, während die deutsche Frau zum Baden ist.

Denkmal Trümmerfrauen - Die deutsche Frau geht zum Baden - Zwangsarbeiterinnen räumen ihr den Schutt weg.png

Wahrlich,  „die Botschaft ist durchdacht und mehrgleisig“, also die von der identitären Regierungspartei in Österreich.

Und vielleicht ist die Botschaft des Magnus Angermeier, die er ihr, der identitären Regierungsschaft, meißelte, eine subversive. Subversiv dadurch, daß er sich für die Schaffung eines Denkmals beauftragen und bezahlen läßt, und gegen das gesinnungsgemäße Ansinnen beispielsweise eines zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich ihr ein Denkmal der historischen Korrektheit schafft.

Es darf an die Markierung des Denkmals mit „1943“ erinnert werden. Mit dem Jahr, in dem der „totale Krieg“ im Sportpalast wortreich befeuert wurde.

1943: Historisch korrekter kann ein Denkmal der Trümmerfrauen einzig für die identitäre Regierungsschaft in Österreich im Jahr 18 nicht sein. Magnus Angermeier setzt seine kleine Figur einer Badenden nun wiederverwertet aber lebensgroß zur historisch korrekten Deutung von 1943.

Und anders kann die Zeit ab dem „totalen Krieg“ nicht gesehen werden.

Während die deutsche Frau, die zwei Jahre später in den Trümmern des deutschen reiches eine Verschleierungsidentität annehmen wird müssen, nämlich die österreichische der Unkenntnis, die Nichts-Gewusst-Staatsbürgerinnenschaft, zum Baden ist, müssen Zwangsarbeiter die Bombenschäden beseitigen, in Österreich.

So war es tatsächlich, und das zeigt Angermeier mit seiner Badenden eindrücklich, damals, ab 1943, in den Zeiten des „totalen Krieges“:

Die deutsche Frau gibt sich dem Müßiggang hin, die Zwangsarbeiterinnen räumen währenddessen den Schutt weg, damit der deutschen Frau ihre Trachtentreter nicht staubig werden, sie sich keinen Nagel eintritt, wenn sie vom Baden von einem Teich bei Wiener Neustadt oder von welchem Badelackerl bei welch größerem Dörferl immer zurück in ihr Städterl kommt, erfrischt, ausgeruht, bereit zum „totalen Krieg“, den ihr Liebster, wie sie ihm mit klassisch deutscher Lyrik ausgeschmückt nach müßiggängerischen Lackerltagen an die Front schreibt, für sie …

Daran wird die identitäre Regierungsschaft wohl nicht gedacht haben, es nicht durchdacht haben … wann je gingen Menschen zum Wegräumen von Schutt nackt, als Badende. Sie sahen wohl bloß, wie sehr die Frau nach ihrer gesinnungsgemäßen Vorstellung gestaltet ist, nach Vorgängerinnen – vielleicht von einem Fraß, einem Müllner, einem Thorak – gebildet, werden ihr diese möglicherweise eingefallen sein, wer könnte soher je beargwöhnen, ein historisch korrekt gesetztes Denkmal gegen die eigene gesinnungsgemäße historische Sicht zu bekommen, das darüber hinaus recht genau dafür beauftragt und teuer bezahlt.

Es gibt, wie bereits ausgeführt, auch anderswo sogenannte Denkmäler für sogenannte Trümmerfrauen, etwa in Deutschland. Aber keines mit einer Badenden. Es werden Frauen in Arbeitskleidung gezeigt, bekleidete Frauen mit Werkzeug, bekleidete Frauen mit Schaufeln in arbeitender Pose dargestellt, bekleidete Frauen in schweren Arbeitsschuhen mit Spaten und Hacken nach dem „totalen Krieg“ — je nicht nackte Frauen in müßiggängerischer Stellung, mit entblößtem Po breit zufrieden  räkelnd an irgendeinem Badelackerl …

Es gibt also auch anderswo solche Denkmäler, die Frauen sitzend zeigen, die sich von der schweren Räumarbeit für einen Augenblick ausruhen, aber Frauen, die nicht einmal in ihren kurzen Pausen das Werkzeug aus der Hand legen, sogar in ihren Pausen jederzeit bereit sind, sofort aufzustehen, sofort weiterzumachen, sofort wieder an die schwere Arbeit zu gehen. Die Badende der identitären Regierungsschaft hingegen gemütlich mit Händen in ihrem Schoß, vielleicht denkt sie in ihrem Müßiggang daran auch kurz, ob bei ihrer Heimkehr die Gassen wohl schon wieder gesäubert …

Denkmal Trümmerfrauen Magnus Angermeier

Gesinnungsmaßmeißler Magnus Angermeier

Magnus Angermeier sagt, er sei Künstler, über Politik rede er nicht, mit der Parteifreundin des zurzeitigen Vizekanzlers in Österreich, eher über Kunst und Kultur würden sie reden, sagt Angermeier, aus der Politik, sagt Angermeier, halte er sich raus, sagt Angermeier.

Dafür, daß er, Angermeier, sich aus der Politik raushalte, hat er der identitären Regierungspartei mit seinem Muttermalstein alles Politische zusammengetragen, was die identitäre Regierungspartei unter dem Politischen versteht, und vor allem, was der identitären Regierungspartei gesinnungsgemäß recht und billig ist.

Für einen Mann, der sich aus der Politik raushalte, hat er also alles millimetergenau aus dem Stein gehauen, was die identitäre Regierungspartei den Menschen in Österreich ständig in ihre Köpfe klopfen

Einiges von dieser angermeierischen Gesinnungsmaßsteinwiederverwertungsarbeit für die identitäre Regierungspartei wurde schon angesprochen, kann gelesen werden …

Denkmal für den Beitrag zum „totalen Krieg“

Der mit 1943 markierte Muttermalstein

Muttermal auf der Mölker Bastei

Verwirklichung der Ökumene am Denkmal der Trümmerfrauen

Das ist aber noch nicht alles. Magnus Angermeier schuf mit seinem Muttermalstein der identitären Regierungspartei wahrlich einen zum gesinnungsgemäß vollkommenen Glücklichsein. Der Hinweis stammt von Angermeier selbst. Sein Muttermalstein „korrespondiere mit dem unmittelbar gegenüber platzierten Liebenberg-Denkmal an der Mölker Bastei“ …

Ja, für die identitäre Regierungspartei ist doch ein jeder Tag ohne Verweis auf die „Türkenbelagerung“ kein Tag, sondern nur Nacht, zum Liegenbleiben.

Liebenberg, Bürgermeister in Wien zur Zeit der „Zweiten Türkenbelagerung“, das war 1683. Er räumte wohl keine „Trümmer“ weg, wie die Frauen Jahrhunderte später Platz schufen für den „totalen Krieg“ ab 1943, aber er, Liebenberg, organisierte eine „Bürgerwehr“ …

Würde die identitäre Regierungspartei möglicherweise aus marketingtechnischen Überlegungen heraus nicht davor zurückschrecken, einen eingeführten Parteinamen aufzugeben, sie hätte sich vielleicht längst schon in „Bürgerwehr“ umbenannt, schlägt doch so heftig ihr Herz für sogenannte Bürgerwehren …

Oh, Angermeier, Gloria!

Was für ein Durchmarsch durch die Gesinnungsgassen der identitären Regierungspartei mit dem Raushalterucksack, den traditionell Künstlerinnen und Schriftsteller im Frondienst solcher Parteien so recht gern …

Magnus Angermeier

 

Verwirklichung der Ökumene am Denkmal der Trümmerfrauen

Wer hat das in Österreich noch nicht gehört? Bis hinunter ins Jahr 18:

„Unterm Hitler hätt’s das nicht gegeben.“

Jetzt, nach der Errichtung und Entschleierung des Muttermalsteins auf der Mölker Bastei, wird dieser Spruch wohl eine Wandlung erfahren:

Wenn das der Hitler hätt‘ noch erleben dürfen.

Und was?

Hätt Hitler noch erleben dürfen - Verwirklichung Ökumene am Denkmal der Trümmerfrauen.png

Die Verwirklichung der Ökumene.

Eingeweiht das Denkmal für den Beitrag zum „totalen Krieg“ am 01.10.18 in Eintracht von einem evangelischen Angestellten und einem katholischen leitenden Angestellten.

Porajmos und der christliche Ökumene-Anhänger Adolf Hitler unter dem Einfluß von Martin Luther

Denkmal für Trümmerfrauen - Nach dem totalen Krieg.png

Denkmal für den Beitrag zum „totalen Krieg“

Es gibt auch anderswo sogenannte Denkmäler für sogenannte Trümmerfrauen, etwa in Deutschland. Nur mit einem entscheidenden Unterschied zum Muttermalstein in Österreich. Es geht um die Zeit nach 1945. Anderswo, etwa in Deutschland, fiele Menschen nicht ein, ein derartiges Denkmal mit 1943 zu markieren, wie eben in Österreich. Anderswo werden Formulierungen verwendet, wie: „Nach 1945“. Nur in Österreich beginnt die identitäre Regierungsaufbau mit dem „Wiederaufbau“ im Jahr „1943“, also mitten im Krieg, als der Aufbau des Krieges zum „totalen Krieg“ …

Walter Prinz, wird berichtet, sagte bei der Entschleierung des identitären Nasenrings am 01.10.18, „die Leistung der mit dem Denkmal geehrten Frauen, die mehr geleistet hätten, ‚als bloß Schutt beiseite zu räumen‘, nämlich ‚die die Gesellschaft vor dem totalen Zusammenbruch bewahrt haben‘.“

Oh, was für eine Leistung wird von Walter Prinz an der Seite seines zurzeitigen Vizekanzlers damit gewürdigt.

Die Hinauszögerung des Zusammenbruchs des deutschen reiches für zwei Jahre. Wie bitter wäre es heute vor der Erkenntnis stehen zu müssen, es hätten die damaligen Generationen nicht den „totalen Krieg“, der im Sportpalast von Joseph Goebbels im Jahr 1943 ausgerufen wurde, zwei ganze Jahre noch erleben dürfen, dieses größte Geschenk, zu dem derartige Gesinnungsparteien je nur fähig sind, den Menschen zu machen.

Oh, was für eine Leistung wird von Walter Prinz an der Seite seines zurzeitigen Sportministers damit gewürdigt.

Was hätten die Nachkommen dieser damaligen Generationen, die „bloß „Schutt“ für den „totalen Krieg“ beiseite räumten, heute keine „Trümmer“ in jedweder Gesinnungsform, die sie zum Zertrümmern …

Denkmal Trümmerfrauen - Vor dem totalen Zusammenbruch

Der mit 1943 markierte Muttermalstein

Es ist müßig darüber zu spekulieren, warum die Datierung des identitären Muttermals mit 1943 beginnt, also darüber zu spekulieren, was die identitäre Regierungspartei bewegt, es mit 1943 zu markieren.

Wesentlich aber ist.

Es gibt auch anderswo sogenannte Denkmäler für sogenannte Trümmerfrauen, etwa in Deutschland. Nur mit einem entscheidenden Unterschied. Es geht um die Zeit nach 1945. Anderswo, etwa in Deutschland, fiele keinen Menschen ein, ein derartiges Denkmal mit 1943 zu markieren, wie in Österreich. Anderswo werden Formulierungen verwendet, wie: „Wiederaufbau nach 1945“. Nur in Österreich beginnt die identitäre Regierungspartei mit dem „Wiederaufbau“ im Jahr „1943“, also mitten im Krieg, im Aufbau des „totalen Krieges“ …

Vielleicht, weil für sie der Krieg von 1939 bis 1945 erst mit 1943 beginnt, also mit den tatsächlich ersten Luftangriffen der alliierten Militärs auf das Gebiet der sogenannten Ostmark, auf die sogenannten Donau- und Alpenreichsgaue, die von ihnen nun Österreich genannt werden müssen, also zu dem Zeitpunkt der bitteren Erkenntnis, nicht unverwundbar zu sein, also zu dem Zeitpunkt der bitteren Vorahnung, der Krieg wird nicht zu gewinnen sein.

Vielleicht, weil eine Markierung des Muttermals mit 1943 hilfreich für die Erzählung, es sei nur ein Verteidigungskrieg gewesen, die Anderen hätten begonnen, ihre sogenannte Heimat zu bedrohen, zu bombardieren, Leid und Elend und Tod zu bringen – ein Angriffskrieg also gegen die bald vom madige zwölf Jahre währenden blutdurstigen und mordwütigen deutschen reich offiziell genannten Donau- und Alpenreichsgaue, die sie nun Österreich zu nennen haben.

Vielleicht, weil eine Markierung des Muttermals mit 1943 Ausdruck der Trauer darüber ist, daß es im Jahr 1943 klar wurde, ihre von der Vorsehung verheißene Zukunftstracht schon nach nur wenigen Jahren ein bloßer Fetzen nur noch ist, der nicht einmal mehr dazu taugt, Toten für das Grab anzuziehen.

Vielleicht, weil eine Markierung des Muttermals mit 1943 selige Erinnerung an die Zeit davor ist, an die Zeit von 1938 bis 1943 und für viele in den österreichischen Gauen an die Zeit von 1933 bis 1943 und für nicht wenige in den gauischen Bächen und Alpen auch bereits an die Jahre vor 1933, als das deutsche reich noch nicht Blutwirklichkeit war, sondern erst in den Köpfen sich, aber grausam damals schon, bildete.

Es ist müßig zu spekulieren, was letztendlich die identitäre Regierungspartei bewegt, einen Muttermalstein mit 1943 zu markieren. Die Markierung riecht nach Entlastung. Die Markierung riecht nach Schuldabschiebung. Die Markierung riecht nach Schuldzuweisung an alle, die auch auf österreichischem Boden beitrugen, das Ende des deutschen reiches zu besiegeln.

Es gibt die Redensart vom Nasenring, an dem Menschen geführt werden. Das Muttermal auf der Mölker Bastei ist der identitäre Nasenring, an dem die identitäre Regierungspartei die Menschen in Österreich durch ihre Gesinnungsgruselbude schleifen will …

Muttermal Mölkerbastei.png