„Kann noch nicht durch die Wand sehen. Morgen vielleicht.“

Es wurde nicht gehört, worauf die Verkäuferin in der Wurstabteilung einem Kunden antwortet. Ihre Antwort aber

„Kann noch nicht durch die Wand sehen. Morgen vielleicht.“

ist deutlich zu hören, ist augenblicklich wert, notiert zu werden.

„Kann noch nicht durch die Wand sehen. Morgen vielleicht.“

Wurst-Abteilung

Andre Heller hinter der Wand einer Wurst-Abteilung.

Der Verkäuferin ist noch anzuhören, daß die deutsche Sprache nicht die Sprache ist, die sie in ihrem Leben als ihre erste lernte. Vielleicht ist sie aus Serbien nach Österreich übersiedelt, oder aus Kroatien, möglicherweise auch aus der Türkei. Es ist nicht wichtig. Aber es macht doch immer wieder stolz, kein Talent dafür zu haben, einem Menschen ansehen zu können, woher er kommt, nationale Identitäten feststellen zu können.

„Kann noch nicht durch die Wand sehen. Morgen vielleicht.“

Worauf das die Antwort war, ist nicht wichtig. Die Antwort steht für sich alleine. Nach den strengeln Regeln ist diese Antwort kein Haiku. Aber ebenso leicht hingesagt. Und, Regeln ändern sich, verlieren ihre Gültigkeit. Kaum ist von ihr die Antwort ausgesprochen, ist es nicht mehr nur eine Antwort, sondern ein Gedicht.

Kann noch nicht
durch die Wand
sehen. Morgen
vielleicht.

Auf dem Weg zur Kassa, vordringlich damit beschäftigt, dieses Gedicht auswendig zu lernen, kommen mit der Sicherheit, es bestimmt nicht mehr zu vergessen, andere Gedanken wieder, vor allem eine Erinnerung, ausgelöst aber durch dieses Gedicht. Vor wenigen Wochen antwortete Herr Neuwirth auf die Frage einer Journalistin oder eines Journalisten, wann es ihm bewußt geworden sei, einen Televisionsliedwettbewerb gewonnen zu haben: „Ich werde das Ganze wohl erst nächste Woche wirklich realisieren.“ Eine Antwort, die Andre Heller ins Schwärmen brachte, die er anführte, als Beispiel, wie klug er spricht …  Unweigerlich muß überlegt werden, ob Andre Heller – wäre er der Kunde gewesen, den die Verkäuferin mit einem Gedicht beschenkte – von dieser Verkäuferin ebenso schwärmen würde?

Nein – nein, nein …

Die Verkäuferin in der Wurst-Abteilung eines billigen Ladens, der übrigens gar nicht so billig ist, erfüllt nicht die Kriterien, um Andre Heller ins Schwärmen zu bringen, der es versteht, seiner Stimme in der Masse der Conchita-Wurst-Groupies Gehör zu verschaffen. Die Verkäuferin hat keinen Liedwettbewerb mit der Darstellung eines Mannes aus den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts gewonnen, sie mimt also keinen Mann nach ihren Vorstellungen, wie ein Mann war, der in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Gesellschaft beherrschte. Und das Entscheidende, die Verkäuferin kennen nicht Millionen von Menschen …

Für die Verkäuferin, die einen Kunden, der nicht Andre Heller war, mit einem Gedicht so leicht und so nebenher unbelohnt beschenkte, würde Andre Heller wohl ebenfalls nicht die Forderung erheben, sofort zwei Millionen auf ihr Konto

Hätte Andre Heller das Gedicht von der Verkäuferin, wäre er der Kunde gewesen, überhaupt gehört? Er hätte es wohl überhört, vielleicht nicht gehört, weil das Rascheln des Papiers für ihn zu laut gewesen wäre, das Rascheln des Papiers, in das die Verkäuferin seine fünfzehn Deka Pariser … Möglicherweise hätte er sich gedacht, wie freundlich die Verkäuferin ist, sie werde wohl mit ihrer Arbeit und mit ihrem Gehalt zufrieden sein, da habe Michael Spindelegger wohl nicht unrecht, der an den Kassen der billigen Läden nur mit Arbeit und Lohn zufriedene Damen sitzen sieht, weil sonst könnten sie nicht so freundlich

Hans Becker Sothen von Ares-Stocker – Nachruf eines „Salonfaschisten“ auf einen Federführenden der Unzensuriert

Erst wenn wer stirbt, scheint es, ist von der freiheitlichen Gemein-Schaft zu erfahren, wer ihnen ein Federführender in ihrem Medium Unzensuriert ist. Wie nun erfahren werden durfte, war es, in der Schreibweise der freiheitlichen Unzensuriert: Hans Becker von Sothen, Programmleiter vom Ares-Verlag …

Hans Becker von Sothen - Nachruf von Götz Kubitschek

Collage der Nachrufe, eine Dankung für tief…

Die Verflechtungen zwischen freiheitlichen Spitzen und dem Ares-Verlag sind nicht unbekannt, beispielhaft sei dafür ein Name genannt: Barbara Rosenkranz … Daß es auch derartige geschäftliche Verbindungen gibt, also der Ares-Verlag an der freiheitlichen Unzensuriert-GmbH beteiligt ist, war noch nicht bekannt …

Im Nachruf schreibt nun die Unzensuriert über einen ihr die Feder Führenden:

„Die gewissenhafte Recherche, das genaue und tiefgehende Prüfen sämtlicher Quellen waren für ihn Ansprüche, die er zu opfern auch dann nicht bereit war, wenn andere Medien in hektischen Berichten längst Realitäten vorgaukelten.“

Jetzt kann einmal einem aus der freiheitlichen Unzensuriert-Riege namentlich gedankt werden, für all die Arbeit des Nachrecherchierens … Wer hier als Stichwort „Daten“ oder „Fakten“ oder „Wahrheit“ eingibt, wird genügend Beispiele finden, was damit gemeint ist, Beispiele dafür finden, wie gewissenhaft, wie das Prüfen tief…

Am Ende des Nachrufes verlinkt die freiheitliche Unzensuriert zu einem weiteren Nachruf, schreibt lediglich „Nachruf auf Hans Becker von Sothen auf Sezession“ … Eine genauere Angabe ist wohl doch nicht ganz schicklich? zu eindeutig?

Götz Kubitschek hat diesen Nachruf geschrieben. Götz Kubitschek, bekannt als „Salonfaschist“ …

NS Götz Kubitschek, auch einer, der dem sogenannten Volke ganz nahe ist, wie das sogenannte Volk wohnt also auch er auf einem Rittergut … Noch näher dem sogenannten Volke sind nur noch freiheitliche Mandatare und Mandatarinnen, die, wann immer sie können, das sogenannte Volk aufsuchen, persönlich, dort, wo das sogenannte Volk direkt angetroffen werden kann, an den feinsten Adressen

Haxengespreizte FPÖ-Aussendung – Andreas Gabalier favorisiert das Neutexten von neun österreichischen Hymnen

Es muß zur Aussendung der freiheitlichen Gemein-Schaft nichts Neues geschrieben, mit der sie nun versucht, allen voran der namentlich angeführte Johann Gudenus, sich als sogenannte politisch korrekte Partei zu positionieren, indem sie bei anderen „tiefsten Sexismus“…

Haxenspreizer und neun Hymnen sind neu zu texten

„… wundert sich Wiens FPÖ-Klubchef und stellvertretender Bundesparteiobmann Mag. Johann Gudenus. Er fordert eine offizielle Distanzierung der Parteispitze …“

Aber durch das Veröffentlichen von Donauinselfest 2014 – „Haxen – Spreizer“ am letzten Sonntag, 29. Juni 2014, muß wohl die Verantwortung dafür übernommen werden, daß der christschwarze Landesgeschäftsführer Alfred Hoch deswegen seine Beine spreizte und geistig ausrutschte, auch dafür, daß die Umsonst „Heute“ deswegen einen zweifachen Bild-Diebstahl begehen mußte, und schließlich dafür, daß, als ob es nicht schon genug wäre, die freiheitliche Gemein-Schaft auch noch als sogenannte politsch Korrekte …

Als die FSG am Sonntag in der Sekunde, wie im Beitrag über den ausgerutschen Alfred Hoch nachgelesen werden kann, reagierte und also ohne Zeitverlust, ohne Ausreden dieses Getränkeplakat augenblicklich von diesem einen Stand entfernte, wurde gedacht, es werde keine weitere Aufregung mehr geben. Es ist erledigt. FSG und SPÖ haben augenblicklich scharf dieses Getränkeplakat kritisiert und denen Konsequenzen angedroht, die dieses Getränkeplakat anbrachten, viel schärfer und eindeutiger und ablehnender als es hier am letzten Sonntag geschrieben wurde.

Es wurde also gedacht, nachdem FSG und SPÖ derart vorbildlich die Angelegenheit bereinigte, werde über das Eigentliche … Denn, wenn etwas lohnt, darüber breitest zu diskutieren, dann tatsächlich darüber, daß, wie am Sonntag geschrieben wurde, auch ein Andreas Gabalier den Vorschlag favorisiert, neun offizielle Hymen in Österreich neu zu texten, also die Bundeshymne und acht Landeshymnen. Denn über diese neun Hymnen ist tatsächlich zu reden, nicht nur über deren Inhalte, sondern auch über deren Verfasser und Verfasserinnen

NS Über das Frauenbild der freiheitlichen Gemein-Schaft muß – und vor allem kann – nichts Neues geschrieben werden, lediglich zum Beispiel verwiesen werden auf folgende Texte, deren Titel bereits alles über den Stellenwert der Frau in der freiheitlichen Gemein-Schaft aussagen:

Das Idealbild freiheitlicher Funktionäre: Die stumme Frau

Pädagogik und Frauenbild der Freiheitlichen sind aus der Zeit der Kriegserziehung

Freiheitlicher He.-Chr. Strache und freiheitliche „Unzensuriert – Jungen Haifisch auszuwildern“: Gegen Frauen

NNS Erschreckend an dieser Geschichte ist, wie viele kirchtagslustig sabbernd – und das sind nicht die sogenannten Bildungsfernen, wie vor allem auf der Plattform des Unternehmens Twitter gelesen werden kann – auf das Wort „Haxenspreizer“ aufspringen, während beispielsweise ignoriert wird, daß sich die freheitliche Gemein-Schaft als „identitäre Bewegung“ sieht:

Koalition mit der identitären freiheitlichen Gemein-Schaft.

Oder worüber tatsächlich es lohnte, zu reden, aufzuzeigen, für wen diese freiheitliche Gemein-Schaft tatsächlich rennt, immerhin eine Organisation, die in aktuellen Wahl-Meinungsumfragen an erster Stelle …

Auch freiheitliche Gemein-Schaft will nur Paläste und eine Rolex – aber nicht für ihre Wähler und Wählerinnen

Bild-Diebstahl der Umsonst „Heute“ – Widerrechtliches Verwenden des“Haxenspreizer“-Fotos

Es könnte die Umsonst auf widerrechtliches Veröffentlichen eine Fotos geklagt werden, auf die Zahlung eines Bildhonorars ebenfalls.

Bild-Diebstahl der Umsonst HeuteAber es soll der Umsonst ihr zweifacher Bild-Diebstahl für Print- und Online-Ausgabe gegönnt sein. Damit bringt die Umsonst bloß ein weiteres Mal auf den Punkt, wie umsonst sie ist. Genauer, sie offenbart damit auch am 30. Juni 2014 ihre Umsonstigkeit, wie die Umsonst täglich seit dem ersten Tag ihres Erscheinens ihre Umsonstigkeit nur einzig auf den Punkt bringt.

In dem konkreten Fall offenbart die Umsonst ihre Umsonstigkeit dadurch, daß es ist umsonst ist, noch über etwas zu schreiben, das gleich beim Bekanntwerden zufriedenstellend erledigt wurde. Und es ist umsonst den christschwarzen Landesgeschäftsführer Alfred Hoch zu zitieren mit einem ganz und gar jenseitigen Anwurf, also seinen Nichtgedanken zu zitieren. Etwas wird damit von der Umsonst tatsächlich aber ungewollt auf den Punkt gebracht: Die Umsonst in der Verkleidung einer Tageszeitung füllt ihre Taschen nicht nur mit eigenen Nichtgedanken, sondern auch mit zitierten Nichtgedanken. Nichtgedanke zu Nichtgedanke – bei einer tatsächlichen Tageszeitung würde hier geschrieben werden können: die Blattlinie. Aber es muß eingestanden werden, es fällt bei der Umsonst kein Wort ein, wie das Nichtgedanke-zu-Nichtgedanke genannt werden könnte.

Wäre allerdings der Name des Rechteinhabers an diesem am 28. Juni gemachten Bild auf der Donauinsel, von dem der vergrößerte BildausschnittPrintausgabe Heute 30-06-2014 Haxenspreizer genommen wurde, veröffentlicht worden, hätte die Umsonst auf jeden Fall in der Sekunde geklagt werden müssen; denn gegen eine solche Herabwürdigung, in der Umsonst also namentlich erwähnt zu werden und dadurch als Bildlieferant für die Umsonst von der Umsonst diffamiert, beleidigt zu werden, hätte augenblicklich gerichtlich vorgegangen werden müssen, um den eigenen guten Ruf gerichtlich wiederherstellen zu lassen.

PS Was über den Nichtgedanken des Alfred Hoch der christschwarzen Partei zu sagen war, wurde bereits geschrieben:

Alfred Hoch spreizt seine Beine und rutscht geistig aus

Dem vorausgegangen ist:

„Haxenspreizer“-Bild veröffentlicht 29. Juni 2014 – Getränkeplakat am 29. Juni 2014 vom Stand entfernt

Wann fragt ORF das Enkelchen von Mao Hitlerstalin, ob er als Diktator im Schloß wohnen wolle

Es ist Karl Habsburg-Lothringen kein Vorwurf zu machen, daß er versucht, seine Vorfahren in einem für sie und dadurch in einem für ihn selbst günstigen Licht darzustellen, er bemüht ist, seine Familie von den Verbrechen reinzuwaschen, ihre Schuld abzuschieben … Wer lebt schon gerne als Kind einer mörderischen Familie unter Menschen? Kaum bis niemand wer. Es ist nicht abwegig, daß zum Beispiel die Verwandten, die Kinder von Herrn Fritzl heute Entschuldigungen für ihn finden, gar manch Gutes über ihn zu berichten wissen, was also sollte Karl Habsburg anderes über seine Vorfahren erzählen, als das Gute? Lebte der Hund von Adolf Hitler noch und könnte er sprechen, er würde Lou Lorenz auch nur erzählen können, wie gut er, Adolf Hitler, ihm war.

Karl Habsburg von Lou Lorenz ehrlich gefragtAber was treibt den ORF an, einem Enkelchen eine derartige Plattform zu bieten? Beim Enkelchen von Adolf Hitler würde getobt werden, Wiederbetätigung, Geschichtsrevisionismus und so weiter und so fort. Lou Lorenz würde mit ihrer „ehrlichen Frage“, ob er denn gerne Diktator von Österreich sein würde, aus dem Land gejagt werden, aber Karl Habsburg darf sie ohne Furcht vor Konsequenzen und wohl noch mit viel Zustimmung aus dem Publikum „ehrlich fragen“, ob er denn gerne Kaiser wäre und das Schloß Schönbrunn als seinen …

Aber was treibt den Radiosender Ö1 an, Karl Habsburg zu einem Gespräch einzuladen, auch in dieser Woche gesendet, um ihm innerhalb von zwei Tagen zwei Plattformen der Familienverteidigung und der Schuldabschiebung und des Geschönten zu bieten? Es mag auf den ersten Blick mutig und toll erscheinen, ihn nach den Kriegsverbrechen  – ach, wie frech und ungezogen – seiner Vorfahren zu fragen, aber letztendlich ist es eine törichte und ungehörige Frage, weil sie nach Sippenhaftung … Aber für das von ihm als gut Dargestellte will und übernimmt er mit flotter Lippe die Haftung für seine Sippe, reklamiert für seine Sippe bruchlose „800 Jahre Berufspolitik“ – eine geteilte Haftung jedoch kann es nicht geben, einen selektiven Familienstolz jedoch kann es nicht geben, also ist er selbst verantwortlich für Fragen nach beispielsweise Kriegsverbrechen seiner angeführten Sippe … Karl Habsburg hat menschgemäß nicht auf die Frage der Kriegsverbrechen geantwortet, ist menschgemäß dieser Frage ausgewichen. Das ist sein Recht als Bürger vor dem Gesetz, niemand muß sich selbst belasten. Was hätte er auch darauf antworten sollen? Etwas zugeben, daß nicht er getan hat, aber ebendiese seine Ahnen? Vielleicht, aber zu welchem Zweck? Die eigenen Vorfahren an den Pranger zu stellen, um sich damit weiter im Gespräch zu halten als nächster Wieder-Kaiser? Weil er, Karl Habsburg, ein Kaiser wäre, der aus der Geschichte gelernt hat?

Aus der Geschichte ist zu lernen, betont Karl Habsburg sehr gerne, für Gegenwart und Zukunft. Aber was hat er und seine von ihm angeführte Familie aus der Geschichte gelernt? Zum Beispiel auch sein Vater? Die Gegenwart so recht nach eigenem Geschmack und Familientradition einzuschätzen? Der afrikanischen Mentalität entspräche am ehesten die Monarchie, die Apartheid in Südafrika hätte Schwarzen Spitzenpositionen  …

Es wird tatsächlich Zeit, daß aus der Geschichte und Geschichte gelernt wird. Es gab einmal eine Familie Habsburg, die regierte in diesem Land diktatorisch und massenverbrecherisch. Und es gibt Nachfahren von dieser Familie, die heute leben, aber die für alle, die nicht zu dieser Familie gehören, die nicht von dieser Familie abstammen, nicht mehr Bedeutung endlich zu haben haben, als jedwede andere heute existierende Familie in diesem Land auch. In den Familienkabinetten können habsburgische Sprößlinge an Gedenktagen, an Geburtstagen ihrer Vorfahren, Geschichte nach Sippenart nachspielen, dazu Uniformen anziehen, Orden anlegen, Gott auftreten lassen, dafür vielleicht einen generellen Familienprojekttitel sich einfallen lassen – dafür böte sich an: „Im von der Vorsehung bestimmten Ruhestand“ …

Zur Nachlese, ein paar Beispiele:

Soldaten sollten morgen Texte von Otto Habsburg Werner Faymann, Heinz Fischer, Norbert Darabos laut aufsagen

Steuergeld für in Afrika lebende Menschen statt als Grabbeigabe für Otto Habsburg

Einerlei, ob ein Habsburg lebt, stirbt, Geistesgrimassen wie von Otto werden immer geschnitten

„Das Parlament solle weiter bestehen“

Karl Habsburg – „Chef des Hauses Österreich“

Franz-Joseph-Habsburg-Ring – Menschheitsmassenverbrecher

Criminalis Mariä Theresiä

Freiheitliche Gemein-Schaft mit der Monarchie auf unzensuriert harmlos gegen bettelnde Menschen

Vor 100 Jahren erschoß ein Tiger einen Procházka in Sarajevo

Prinz Eugen, petite salope

Neun offizielle Hymnen in Österreich sind neu zu texten

Wäre Andreas Gabalier vor dem Fernsehapparat gesessen, dann hätte er ein „sehr niveauvolles Gespräch“ gehört und gesehen, wie er meint, „das sieht man selten im Fernsehen“. Aber er nahm an diesem Gespräch selbst teil, und darum muß von diesem „niveauvollen Gespräch“ zwischen drei Menschen in einem Fernsehstudio ein Drittel Niveau abgezogen werden, nämlich das ihm beigebrachte Drittel.

Neun offizielle Hymen in Österreich sind neu zu textenAndreas Gabalier hat auch nach seiner Pflichtschulzeit doch noch ein geringes dazugelernt, darf gegen seine Erklärung, mit acht Jahren bereits ein Ausgelernter gewesen zu sein, festgestellt werden – zumindest eines, sich in einer Fernsehsendung so zu verhalten, als wäre er bereits ein freiheitlicher Funktionär, und also im ORF gegen den ORF aufzutreten, wenn er beklagt, daß die Diskussion abgebrochen werde, und er vermutet, die Diskussion werde abgebrochen, weil der ORF jetzt Serien wiederholen müsse, statt die Diskussion weiterzuführen, der für ein einhundertprozentiges niveauvolles Gespräch nur eines fehlte, ein entsprechender Beitrag von ihm selbst. Und auch diese freiheitliche Präpotenz hat er sich wohl ebenfalls noch von diesen abgeschaut, alles müsse nach ihnen augerichtet werden, als ob es beispielsweise keine Sendepläne gäbe …

Mehr ist zu diesem Herrn, der „seine Damen und Dirndln verehrt und besingt“ und als Gast in der Sendung zum Schluß der Diskussion sich bei den zwei Frauen, als wäre er der Gastgeber, der Moderator, gar der Hausherr,  für ihren „Besuch“ bedankt,  nicht zu sagen.

Die nun neuerliche Aufregung um die österreichische Bundeshymne aber sollte endlich und letztmalig sinnvoll genutzt werden, und zwar dafür, alle Hymnen in Österreich einer kritischen Lesart zu unterziehen. Die Konsequenz daraus kann dann nur sein, neun offizielle Hymnen in Österreich zum Neutexten auszuschreiben. Auch darüber muß nicht mehr geschrieben werden, als bereits geschrieben wurde:

Die offiziellen Hymnen in Österreich

Landeshymne - Bundeshymne - Österreich - Ein Destillat

 

Freiheitliche Gemein-Schaft mit der Monarchie auf unzensuriert harmlos gegen bettelnde Menschen

Die habsburgische Monarchie war nie harmlos, harmlos war auch nicht das Gesetz von 1885, auf das sich nun die Freiheitlichen auf ihrer „Unzensuriert“ beziehen, oder, harmlos war dieses Gesetz von 1885 höchstens im Vergleich zur Criminalis Mariä Theresiä, und dennoch meinen Freiheitliche mit ihrem Bezug auf die habsburgische Monarchie und deren Gesetze recht harmlos zu erscheinen, mit diesem Bezug auf das Gesetz von 1885 meinen Freiheitliche wohl berechtigte Kritik und dem üblichen Vorwurf, auf den üblicherweise mit der Klage über die „Nazikeule“ geantwortet wird, entgehen zu können.

Es wird hier kein Vorwurf auf die übliche Art erhoben, es interessiert hier in keiner Weise, ob irgendwer nationalsozialistisch oder faschistisch ist, das ist nebensächlich, eine Zuordnung, mit der nichts angefangen wird.

Bloß, wenn die Freiheitlichen in die Vergangenheit gehen, um gegen Menschen von heute zu wettern, muß aufgezeigt werden, wer dieses habsburgische Gesetz von 1885 wieder auferstehen ließ …

Freiheitliche - Heute gegen bettelnde und morgen gegen alle Menschen „Austrofaschismus, Politik – Ökonomie – Kultur, 1933-1938“ enthält die Antwort. Wie in der Collage gelesen werden kann, in die Auszüge des entsprechenden Beitrages aufgenommen sind, geht es stets um weit mehr als „nur“ um bettelnde Menschen, vor allem in harten sozio-ökonomischen Zeiten. Daran sollten vor allem jene Menschen denken, die meinen, mit der Wahl der freiheitlichen Gemein-Schaft gehen sie persönlich einer sicheren Zeit entgegen. Das ist aber nur Selbsttäuschung durch freiheitliche Täuschung. Es gibt auch – wieder einmal – einen Einblick, wessen Diener, oder mehr freiheitlicher Gesinnung gemäß, wessen Knechte Freiheitliche sind, und dafür müssen nicht einmal sogenannte klassenkämpferische Töne angeschlagen werden. Zusammengefaßt könnte das, was Freiheitliche von sich geben, was Freiheitliche auftragsgemäß wollen – von freiheitlichen Antworten und Anboten für die Menschen und für ein für sie besseres Leben kann in keinem Fall die Rede sein –, in Abwandlung eines aus jener Zeit recht bekannten Refrains lauten: Heute bettelnde und morgen alle Menschen

Muß für eine Fußball-Weltmeisterschaft derart gehorsam weggesehen werden – Sogar schon auf Österreich 1, Adi Niederkorn?

Ein Tiefpunkt der Berichterstattung wurde heute, am 23. Juni 2014, erreicht, zu diesem wurde ausgerechnet im Morgenjournal des Radiosenders Österreich 1 hinabgestiegen … Von einem absoluten Tiefpunkt kann nicht gesprochen werden, es ist zu befürchten, es kann noch tiefer gehen, auch in diesem Sender …

Fußball-WM Brasilien - Adi Niederkorn zählt LeuteAuf die Frage von Christian Williwald, ob denn die Proteste gegen die Fußball-Weltweltmeisterschaft in Brasilien „total eingeschlafen“ seien, sagt heute, am 23. Juni 2014, um etwa 7.25 Uhr, Adi Niederkorn:

„Ich glaube, es war eher die Brutalität der brasilianischen Polizei. Die WM-Gegner haben vorerst einmal aufgegeben. Es waren aber immer Minderheiten. Die Demonstrationen, die ich gesehen haben, da haben nie mehr als 20, 25 Leute dran teilgenommen. Eine solche Begeisterung […]“

Das Kleine EInmaleins des Adi Niederkorn

Das Kleine Einmaleins des Adi Niederkorn: Wenn zwanzig, fünfundzwanzig Leute demonstrieren, können leicht vierzig Leute festgenommen werden.

Es waren nie mehr, so Adi Niederkorn, als „zwanzig, fünfundzwanzig Leute“ … Da bleibt die Spucke weg. Nachdem Adi Niederkorn dafür von oben bis unten angespuckt wurde, denn eine andere Reaktion kann es darauf nicht gegeben. Für den berühmten Ruf „Hinaus mit dem Schuft!“ ist Adi Niederkorn nicht wichtig, nicht gewichtig genug. In einer Diktatur gehörten er und das Morgenjournalteam zu jenen, die in einer Massenveranstaltung Orden für brave, regimetreue Berichterstattung massenabgefertigt erhielten, von einem – nein, ein Spiel mit dem Vornamen will verkniffen werden — und der Generaldirektor des Österreichischen Rundfunks selbst wohl einen ganz großen Orden dafür, eine derart mitläuferische Mannschaft …

Aber es sollte auch niemand niveaumäßig sich so weit entblößen, und es wäre eine tatsächliche Entblößung, Adi Niederkorn dafür von oben bis unten zu bespucken; er hat sich damit selbst vollkommen aus- und angespuckt …

Fußball-WM - Ö1 Morgenjournal 23-06-2014Erschreckend aber tatsächlich ist an dieser Sache, daß auch schon der Sender Österreich 1 mit seinem Morgenjournal es wagt, derart frech und ungeniert Weggesehenes zu senden …

Wer etwas über die niederkornschen zwanzig oder fünfundzwanzig Leute erfahren möchte, wird beispielsweise fündig werden unter:

„Fußball-WM: Die Bilder aus Brasilien, die die Welt nicht sehen soll“ 

Die Tageszeitung aus dem Hochlandwald von Slowenien

Partisanendruckerei SlovenijaWenn der Hader vor allem mit Tageszeitungen besonders groß zu werden droht, die Vorstellung wieder pompös gegeben werden will, am besten wäre es, es würde keine Zeitungen geben, vor allem keine Tageszeitungen mehr, dann wird gewußt, es ist wieder dringend notwendig, in die Hochlandwälder von Slowenien zu fahren.

Tageszeitung Hochlandwald Slowenien - ElektrodruckpresseUnd warum?

Bloß um eine Druckerei zu besuchen, aber was für eine Druckerei. Eine, die heute ein Museum ist. Jedoch von September 1944 bis April 1945 wurde in dieser Druckerei die einzige Tageszeitung gedruckt, die nicht das schrieb, was die Besatzungsmacht einer totalitären Massenmorddiktatur, in diesem Fall des deutschen reiches

Tageszeitung Hochlandwald Slowenien- KücheFür die Wanderung zu dieser Druckerei im Hochwald wird bei jedem Besuch ein Matritzendrucker in den Rucksack gepackt, immerhin mit einem Gewicht von 21 Kilogramm. Um damit noch ein wenig mehr real sich vorstellen zu können, welche Mühen, Plagen und Entbehrungen, die Menschen damals auf sich nahmen, welchen Gefahren sie sich aussetzten, um eine Elektrodruckpresse auf beinahe 1.000 Meter zu bringen, eine Druckerei zu errichten …

Tageszeitung Hochlandwald Slowenien - Blick Eingang SchlafraumAber das kann alles auf anderen Seiten gelesen werden, wie diese Druckerei unter größten Anstrengungen, größter Geheimhaltung, größten Gefahren errichtet wurde, um das zu haben, was heute so selbstverständlich erscheint, eine Tageszeitung. Anschaulicher menschgemäß ist es, diese Druckerei im slowenischen Hochland selbst zu besuchen.

Tageszeitung Hochlandwald Slowenien - SchlafraumDen Menschen damals war klar, schlimmer als Zeitungen, vor allem schlimmer als Tageszeitungen, ist nur eines, keine Zeitungen zu haben, vor allem auch keine Tageszeitungen. Dafür riskierten sie alles, und es ist nicht pathetisch – ach, wäre es bloß pathetisch –, wenn gesagt wird, sie riskierten ihr Leben dafür, eine Tageszeitung zu drucken, eine Tageszeitung zu vertreiben, mit einer Tageszeitung der allgegenwärtigen Unterdrückungsmacht geistig ins Gesicht zu schlagen.

Tageszeitung Hochlandwald SlowenienSchon wenn die Druckerei mit dem schweren Matritzendrucker erreicht ist, die Jause und die Wasserflasche, um den Aufstieg doch noch zu schaffen, unterwegs verschenkt wurde, wird jedes Mal wieder sofort gewußt, wie wichtig Zeitungen sind, vor allem auch Tageszeitungen …

Der Gram aber bleibt, der Gram wird nicht geringer, im Verschnaufen vor dieser Druckerei nimmt der Gram zu, der Gram über die heutige Medienpolitik, der Gram über die Medienkonzentration, auch der Gram über Journalisten und Journalistinnen, die mit schlechten Artikeln, mit achtloser Recherche – wenn überhaupt noch recherchiert wird – den Ruf der Zeitungen beschädigen, der Gram über Leser und Leserinnen, die all das hinnehmen und die Lösung für sich so leichtfertig darin sehen, Zeitungen, vor allem Tageszeitungen einfach nicht mehr aufschlagen zu wollen, nicht mehr kaufen zu wollen, bis es eines Tages, wieder eines Tages keine Zeitungen, vor allem keine Tageszeitungen mehr geben wird, die … Oder zu bloßen Verlautbarungsorganen von Konzernen gänzlich verkommen sein werden, also dann tatsächlich keine Zeitungen, keine Tageszeitungen mehr …

Tageszeitung Hochwald Slowenien - VojskoUnd für noch eine Sache ist der Besuch dieser Druckerei als heutiges Museum jedes Mal wertvoll, es wird die Erinnerung aufgefrischt, daß Zeitungen, vor allem Tageszeitungen – damals wie heute – nicht unbedingt die Wahrheit schreiben, zu oft in einem erschreckend niedrigen Ausmaß. Die Tageszeitung aus dem Hochlandwald von Slowenien brachte menschgemäß ihre Wahrheit. Daran hat sich auch bis heute nichts geändert, leider, muß hinzugefügt werden, leider hat sich daran bis heute nichts geändert, an der Verbreitung parteiischer Wahrheiten. Und mit diesem Wissen sind Zeitungen, vor allem Tageszeitungen zu lesen. Jedoch aus der Lektüre von mehreren Tageszeitungen läßt sich durchaus ein Bild der Wahrheit zeichnen, das so etwas wie ein wahres Abbild der Wirklichkeit …

PS Wer aber meint, hier sei ein Lied auf die Partisanen und Partisaninnen gesungen worden, oder gar auf den Kommunismus in welcher Ausrichtung auch immer, ist zu sagen, die Beschreibung der Besuche dieser Druckerei erfolgt bar jeder Ideologie, sondern einzig, um in Erinnerung zu rufen, wie wichtig Zeitungen, vor allem auch Tageszeitungen für eine Demokratie sind. Diese Druckerei im Hochlandwald ist ein mehr als geeigneter Ort, darüber nachzudenken, über Zeitungen, über Demokratie, über das Gestalten von Gesellschaft …

PPS Sie werden bei Ihrem Besuch dieser Druckerei, wohl mit einem größeren Vorstellungsvermögen gesegnet, keinen schweren Matritzendrucker im Rucksack in den Hochlandwald schleppen müssen, außer Sie sind ein Journalist oder eine Journalistin, dann sollten Sie eine Elektrodruckpresse hochschleppen, um körperlich zu spüren, was Sie mit jedem möglicherweise zusätzlich noch ohne Recherche schlecht verfaßten Artikel dem Zeitungsgewerbe und dadurch das Schlimmste der Demokratie antun.

Martin Lichtmesz statt Andreas Mölzer bei „Unzensuriert“?

Wie die Collage zeigt, wird nun Martin Lichtmesz unter „Meinungen“ geführt. Andreas Mölzer ist, wie es scheint, nicht mehr dabei, er wird nicht mehr angeführt.

Martin Lichtmesz - Freiheitliche UnzensuriertHat Martin Lichtmesz nun Andreas Mölzer abgelöst?

Wer möglicherweise dachte, ohne Andreas Mölzer wird die freiheitliche Gemein-Schaft eine

Mehr als bereits zu Martin Lichtmesz geschrieben wurde, muß nicht mehr geschrieben, aber festzuhalten ist es, wer nun bei diesem freiheitlichen Medium …

Freiheitliche Faktenfreiheit zum Beispiel auf „Unzensuriert“