Gerwald Norbert Hofer – „I bins, dein Präsident.“

 

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Der höchstrichterlich überreich Beschenkte läßt nun plakatieren, er sei „dein Präsident“, und es stellt sich sogleich die Frage nach dem Evangelium dieses Plakates.

Wer kennt nicht den Spruch eines ehemaligen Polizeipräsidenten, der davor auch irgend etwas bei der Feuerwehr – Feuerwehrhauptmann? – war, zu einem Häftling in Stein, der ausbrach: „I bins, dein Präsident.“ Der Schwerverbrecher, wie er medial genannt wurde, soll nach diesem Spruch aufgegeben und freiwillig zurück in die Zelle …

Und nun sagt der mit noch einer Chance Beschenkte, er sei „dein Präsident“, aber nicht gerichtet an einen einzigen und namentlich bekannten Schwerverbrecher, sondern an alle Menschen in Österreich, insbesondere an alle Wahlberechtigten. Will er, der medial aber nicht als Systembeschenkter geführt wird, damit verkünden, sie sollen sich zurückwählen in die Zellen der Weltanschauung seiner identitären Parlamentspartei, die er dieser in seinem Programmbegleitbuch handlich hergerichtet hat? In diese Zellen, in denen sie dann in Trachthäftlingskleidung stumpf auf und ab, mit müden Blicken vor Stäben auf und ab, auf und ab und hinter tausend Gittern ihnen keine Welt …

NS In der Tagungsmesse im Oktober in Linz allerdings wäre die Anrede am rechten Platze, da könnte er nach einem recht kräftigen „Kamerad“ nach einem tiefen treu und herzigen Blick in die Augen eines jeden und einer jeden vor ihm Sitzenden folgen lassen: I bins, dein Präsident …

NNS Der ehemalige Polizeipräsident soll gar nicht gesagt haben: „I bins, dein Präsident.“ Sondern: „I bins, da Präsident.“ Nicht einmal dieser Präsident maß sich an, zu behaupten, er sei der Präsident von irgendwem.

NNNS Vormerken für ein mögliches weiteres Kapitel. Vielleicht doch einmal mit dem Vornamen Gerwald sich zu beschäftigen. Was es heißt, einen althochdeutschen Namen bekommen zu haben, der Speer und Herrschen – also Speerherscher oder Herscherspeer … Last und Verpflichtung des Namens, aber auch Befreiung davon … Der Familienname scheint, wie schon behandelt, dem Beschenkten Vorsehung und Auftrag …

Von Hofer zu Hofer zu Hofer und – Wählende behütet! – zurück

 

„Direkte Demokratie“ – Ab wann genau die Schweiz für die österreichische identitäre Parlamentspartei kein Vorbild mehr ist

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Eine zu leicht zu beantwortende Frage. Beinahe zum Genieren, eine so leichte Frage zu beantworten, aber so vielen, viel zu vielen Wählern und Wählerinnnen unbekannt, oder schlimmer, die es nicht wissen, schlimmer, nicht wissen wollen, noch schlimmer, genau deshalb diese Partei, weil auch sie von einem elitären Reich

Die Schweiz ist für die identitäre Parlamentspartei genau ab dem Zeitpunkt kein Vorbild mehr, wenn es nicht mehr um bloßes Geschwefel geht, nicht mehr um recht großes Gerede geht, sondern wenn es ernst wird, wenn es Wahlen, Volksabstimmungen, mit einem Begriff, wenn es um die von dieser Partei beschworene „direkte Demokratie“ geht, dann kennt die identitäre Parlamentspartei gesinnungsgemäß die Schweiz nicht mehr.

Denn in der Schweiz, in der sonst von dieser Partei gar recht als Vorbild mißbrauchten Schweiz in Sachen „direkter Demokratie“ ist die Möglichkeit der brieflichen Stimmabgabe nicht nur auf Wahlen beschränkt, sondern auch bei Abstimmungen, bei Volksabstimmungen vorgesehen.

In der Schweiz wird nicht gefragt, nicht danach entschieden, wer könnte von den Möglichkeiten der verschiedenen Stimmabgaben profitieren, wer nicht, sondern in der Schweiz sind viele Möglichkeiten der Stimmabgaben geschaffen, um möglichst eine breite, die breiteste Beteiligung zu ermöglichen, zu fördern.

Die identitäre Parlamentspartei in Österreich aber fragt, welche Möglichkeit der Stimmabgabe ist für sie positiv, ist für sie negativ, und danach richtet sie ihre Entscheidungen, ihre Parteipolitik aus. Und die briefliche Stimmabgabe ist für die identitäre Parlamentspartei, wie sie weiß, eine stimmlich ungünstige, und also will die identitäre Parlamentspartei keine briefliche Stimmabgabe.

Und es ist gesinnungsgemäß klar, daß auch FPÖ unzensuriert sofort einen scharfen Kommentar gegen die Briefwahl bringen muß. Ihre Forderung der Abschaffung der Briefwahl bezieht sie nur auf Wahlen. Aber eine Abschaffung beträfe auch Abstimmungen. Statt die Förderung der „direkten Demokratie“, deren sofortige Einengung zum Heile der Partei. Hat sie nicht soweit gedacht? Was recht möglich ist. Oder, was recht eher möglich ist, die Befürchtung, briefliche Stimmabgaben etwa zu Volksbefragungen und Volksabstimmungen könnten nicht das ihr genehme Ergebnis bringen, also hinfort mit der Briefwahl bei allen Stimmabgaben.

Wie der Titel dieses Kommentars übersetzt richtig lautet, ist einfach zu schreiben: Abschaffung der Briefwahl wird mit Zähnen und Klauen gefordert. Für wen eigentlich? Zum Nutzen der …

FPÖ unzensuriert schreibt in ihrem Kommentar abschließend:

„Wer auch diesen Personen unter allen Umständen ein Briefwahlrecht einräumen will, der nimmt bewusst in Kauf, dass das freie und geheime Wahlrecht in großem Stil verletzt wird. Dass zumindest manche der politischen Protagonisten dies im Wissen tun, von diesen Wahlrechtsverletzungen stimmenmäßig zu profitieren, stellt ihnen als Demokraten ein schlechtes Zeugnis aus.“

Zeugnisse darüber auszustellen, wer was für ein Demokrat ist, eine gute oder schlechte Demokratin, sind aber vollkommen überholt. Was jedoch nicht überholt ist, keine Partei zu wählen, die derartige Zeugnisse meint verteilen zu müssen.

Der identitären Parlamentspartei Vorstellung von einer „direkten Demokratie“ kommt also nicht aus der Schweiz, sondern entspringt recht mehr etwa den eines Wolfgang Caspart.

Und wenn hinkünftig von einem oder einer aus dieser Partei „direkte Demokratie“ gehört wird, es dann einfach übersetzen, jaja – caspartsche Demokratie …

Ach, wie wird von dieser Partei der Satz geliebt: „Das Recht geht vom Volk aus.“ Wenn es aber mit dem vom Volk ausgehenden Recht ernst werden soll, dann gibt es für solch eine Partei nur eine Lösung: Keine Briefe vom Volk. Aus mit dem Recht vom Volk.

NS Und zu was, darf bei dieser Gelegenheit erinnert werden, das Parlament verkommen soll, nach einer Vorstellung des höchstrichterlich Beschenkten, ebenfalls ein Instrument der „direkten Demokratie“ betreffend, nämlich jenes des Volksbegehrens, rundet das Bild dieser Partei ein weiteres Mal recht …

NNS Und es fällt jetzt noch ein, es gibt bereits ein Kapitel mit dem Vorbild Schweiz und mit Johann Gudenus auf der Krim …

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Bundespräsidentschaftswahl in Österreich – Adventzeit ist keine Geschenkezeit

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Was für jedwede Wahl bisher schon galt, gilt für jedwede zukünftige Wahl umso mehr, also auch für die Bundespräsidentschaftswahl – mag diese am 2. Oktober, am 27. November oder 4. Dezember oder gar erst im Jänner 2017 ihr Ende finden, kein rühmliches, kein tragisches, aber endlich ihr farciges Ende – solche Parteien und solche Kandidaten und Kandidatinnen sind je keine wählbaren …

Es sind deren Gründe für die Unwählbarkeit zur Genüge gesagt, geschrieben, auch in den Kapiteln dieses Schmutzromanes – nur ein Schlagwort aus diesen: identitäre Parlamentspartei …

Für die Bundespräsidentschaftswahl gilt im besonderen noch: Adventzeit ist keine Geschenkezeit. Und wer dennoch den Gesinnungsmeisterkandidaten von dieser Partei beschenken will, ist darauf aufmerksam zu machen: Es gilt für solche Geschenke kein Umtauschrecht. Was im Advent verschenkt, kann im Jänner nicht umgetauscht werden.

PS Wie leicht kann bei ein wenig Unaufmerksamkeit aus farce nur durch einen einzigen Buchstaben fart werden … und es ist höchst unentschieden, ob das was in Österreich geschieht, poll farce oder poll fart … eigentlich ist es der Farce gegenüber ungerecht, sie mit dieser Wahl in Verbindung zu bringen.

Identitäre Weltformel: Beleidigung und Volksverhetzung = Kritik

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Würde FPÖ unzensuriert ihren Kommentar über die „Neue Wandmalerei“ als eine E-Mail an Hacker-Pschorr schicken, bestünde die hohe Wahrscheinlichkeit für eine Anzeige durch die Brauerei.

„Bitte beachten Sie, dass wir beleidigende und volksverhetzende Inhalte der an uns gerichteten E-Mails zur Strafverfolgung abgeben.“

Was also die Brauerei in ihrer E-Mail klar und unmißverständlich schreibt, daß „beleidigende und volksverhetzende Inhalte“ zur Strafverfolgung abgegeben werden, ist für FPÖ unzensiert:

„Brauerei droht Kritiker mit Strafverfolgung“.

Das ist zwar keine Neuigkeit, was vor allem die voranstürmende Website der identitären Parlamentspartei unter Kritik versteht. Dennoch aufmerkenswert durch diese unmißverständlich niedergeschriebene Formel, die sich daraus ableiten läßt, nach welcher diese Partei vorgeht: Beleidigungen und Volksverhetzung sind Kritik.

Wenn ab dem 10. September 2016 also irgendwer von einem Funktionär, einer Mandatarin dieser Partei das Wort „Kritik“ hört, er oder sie kritisiere lediglich dies oder das, so ist hinkünftig immer an deren identitätsstiftende Formel – Beleidigungen und Volksverhetzung ist gleich Kritik – zu denken.

Eine Kritikformel als Weltformel im unzugänglichen und äußert eng geschnittenen Tal. Wie sähe eine Wandmalerei zu dieser gesinnungsgemäßen Formel aus? Was würde der gesinnungsgemäße Lieblingsmaler der identitären Parlamentspartei, bekäme er den Auftrag von seinem Folger, die identitäre Idealwelt zu malen, an die Wand werfen? Vielleicht etwas in der Art, wie es in der Collage zu sehen ist, hinzugefügt zu dem Kommentar, der nicht mehr als eine E-Mail ist, wenn auch nicht als E-Mail abgeschickt.

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NS Cotenhauve-Kalergi, ein Mann oder eine Frau aus der unzensurierten Schreibstaffel nach obiger Formel arbeitend, wird seinen als E-Mail abgefaßten Kommentar wohl ebenfalls nicht direkt an die Brauerei gesandt haben.

„Sehr geehrte Dhimmi-Brauerei
Hacker-Pschorr, zugehörig zur Paulaner Brauerei:
bitte beachten Sie, dass wir illoyale und volksverratende Brauereien bis zu deren Insolvenz boykottieren werden.

Mit unfreundlichen Grüßen,
Ihre ehemaligen Bierkunden“

Es muß nicht weit in die Vergangenheit gegangen werden, um auf derartige Boykottaufrufe zu stoßen … wenn Sie nun meinten, der Link führe in die Zeit des nationalen Heimatmassenmordregimes des deutschen reiches, werden Sie überrascht sein, wohl aber nicht angenehm … Und auch keine angenehme Überraschung, wie viele dem gleich zustimmen …

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Europäisches Forum Linz: „Rechtsextremes Treffen“ – ein Kniedichhin der in Österreich Gehätschelten

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Allmählich erscheinen in österreichischen Medien Berichte über diese Tagung mit Messe in Linz. Es werden für diesen „Kongress Verteidiger Europas“ Qualifizierungen bemüht, wie „rechtsextremes Treffen“.

Das klingt nach Minderheitenprogramm. Das klingt nach Rand. Das klingt nicht nach Mitte.

In Österreich aber wäre es höchst an der Zeit, sich nicht mit dem Rand zu beschäftigen, sondern mit der Mitte, damit, wie der Rand durch die Mitte gehätschelt wird, wohl deshalb, weil der Rand in Österreich unabdingbarer und wesentlicher Teil der Mitte ist.

Es wird nun in Medienberichten etwa darauf hingewiesen, bei diesem „rechtsextremen Treffen“ tritt auch ein Herbert Kickl auf. Angebrachter wäre es höchst an der Zeit, sich damit zu beschäftigen, wo treten die Referentinnen und Referenten beispielsweise dieses „rechtsextremen Treffens“ sonst  in Österreich auf, die nicht als „rechtsextreme Treffen“ gelten, eingeladen an Orte von Menschen, die in Österreich nicht als „rechtsextrem“ … um beispielhaft dafür die Referentin Dr. Eva Barki zu nennen … aber damit will nicht beschäftigt werden, denn das hieße, mit sich selbst beschäftigen zu müssen. Aber es ist wohl auch eine Zeitfrage. Eine Zeit für das Hätscheln, und dann bleibt gerade noch Zeit, sich auf den nächsten Opernball vorzubereiten.

Ein recht geeigneter Referent für dieses „rechtsextreme Treffen“ wäre wohl auch ein Wolfgang Caspart gewesen, aber für die Adelung dieses „rechtsextremen Treffens“ ist aus seiner identitären Parlamentspartei ein anderer ehrenwerter Mann gefunden worden, der nicht eben erst von dem „Hetzereivorwurf“ gerichtlich freigesprochen werden mußte. Würde etwa Servus TV zu einer Sendung mit Michael Fleischhacker zu einer Diskussion mit diesen Referentinnen und Referenten im Hangar einladen, wie würde diese genannt und beworben werden? Talk mit rechtskonservativen Denkern? 

Übrigens, bei dem „Hetzereivorwurf“ ging es auch um „Neger“ … Eine Verurteilung von Wolfgang Caspart wäre doch recht ungerecht gewesen, wenn also er verurteilt worden wäre, während ein anderer Anhänger mit derselben Liebe zu solchen Wörtern durch Einladungen geadelt wird, von einem Mann, den beinahe die Hälfte der Wahlberechtigten in Österreich wählten, weil sie ihn recht gern als Bundespräsidenten gehabt hätten. Aber dieser Mann ist nicht nur ein recht gern bemühter Gesprächspartner für einen Beinahe-Bundespräsidenten, sondern auch für Medien, aber nicht um über „Neger“ oder „Zigeuner“ oder …

Ach, wie gut wird in diesem Land Österreich über seine Burschen geredet, was diese Schaften an Burschen alles … so daß wohl gesagt werden kann, es ist ein gutes deutschLand, in dem ein Burschenschafter nicht entlassen, sondern geehrt, diese gewählt … und was sie an Gutem gebracht, wird nicht von ihnen selbst vorgebracht, sondern von …

Es könnte noch auf eine weitere und nicht wenige Kapitel verwiesen werden, die davon erzählen, wie es um den sogenannten Rand in Österreich bestellt ist, mit dem stets in der Mitte gelandet wird … Erzählungen über den Rand in Österreich sind stets Erzählungen über die ehrenwerte Gesellschaft …

Wenn also ein Satz auf Österreich zutrifft, um es einmal so pauschaliert zu sagen, dann der: Aus der Mitte zum Rand in den Abgrund …

Auch Kardinal Christoph Schönborn wird „einmal mehr das Kreuz zum Ärgernis“

kardinal-christoph-schonborn-einmal-mehr-wird-das-kreuz-zum-argernisAls gesinnungsgemäßer Eigentümer kann Kardinal Christoph Schönborn in der heutigen Umsonst nur über ein Thema schreiben, daß nämlich drei Markierungspfosten seines Organisierten Glaubens gefällt wurden. Eine derartige Eigentumsverletzung kann er nicht schweigend hinnehmen. Das kann verstanden werden. Wer will schon sein Eigentum verletzt, bestreitet, gar beansprucht sehen.

Aber sind die Berge sein Eigentum? Haben die Berge tatsächlich sein Chef der Schöpfer geschaffen? Vielleicht war es der Chef einer anderen? Ein weiterer Schöpfer. Es gibt so viele Schöpfer auf Erden, wie es Menschen gab und gibt. Und dann  gibt es beispielsweise auch noch die Suppenschöpfer … Was für eine Vorstellung, ein Schöpfer schöpft aus einem Topf Brocken für Brocken zu Haufen über Haufen bis aus diesen Berge …

Da könnten also viele Untertanen, viele Schönborns für ihre Chefinnen die Schöpferinnen gegen Schönborn vor Gericht ziehen, um die Bergeigentumsverhältnisse …

Kardinal Christoph Schönborn, ein schlauer Mann, denkt die Strategie zur Verteidigung der Eigentumsrechte ist eine klug gewählte, gleich einmal Haß zu unterstellen. Und es ist zugleich eine generelle Anlastung, die stets gut kommt. Die Anderen hassen. Aber zeigen nicht die Armeen eines anderen Schöpfers gegenwärtig schwerter- und federführend, wer tatsächlich haßt? Und was sind drei gefällte Markierungspfosten gegen all die mörderischen Verbrechen im Namen eines Schöpfers, der, Allah gerufen, wohl auch ein später Sohn des schönbornschen Chefs zu sein scheint, also noch jung, als Nachzügler verhätschelt, verzogen, präpotent, egoistisch, und dabei auf das Hirn ganz vergessend, dafür alles aus dem Schwanz holend …

Da die Eigentumsverhältnisse je nicht geklärt werden können, es aber auf den Gipfeln zu nicht auch noch zu einer Unruh‘ kommen soll, zu noch zu einer Unruh‘, wären tatsächlich markierungspfostenfreie Berge die bestmögliche Lösung. So könnten weitere Streitereien oder gar blutige Schlägereien zwischen Schöpfern vermieden werden. Religionsschöpfer und Religionsschöpferinnen könnten ihren federtragenden Gespielen und schwerterbehängten Gepielinnen eine Buchstabensuppe bereiten, in der geschrieben steht: Macht es wie andere Lebewesen auch, markiert das euch vermeintlich gehörende Territorium mit euren Duftstoffen, macht es den Hunden nach, riecht ihr am Gipfel einen anderen Glauben, uriniert euren darüber …

Es mögen dann zwar die Gipfel streng riechen, aber allemal noch besser, als die Gipfel versinken in Blutmeeren. Und außerdem, mit der Zeit wird der Geruch gar nicht mehr wahrgenommen … wer nimmt – vor allem in den uringetränkten Städten – die Gerüche der Hunde noch …

Ein Aphorismus: Caspart, Glavinic, Fleischhacker – Servus.

Kann ein Aphorismus nur mit Namen geschrieben werden? Ja. Mit diesen Namen geht es:

Caspart, Glavinic, Fleischhacker – Servus.

Es ist menschgemäß ein lustiger Aphorismus mit einem Untergrund aus Witzen, etwa den von Servus gelegten: ein „rechtskonservativer Denker“ sei Caspart …

Damit ist dieser Aphorismus zugleich ein ganzes Kapitel, das zu weiteren und diese wieder zu weiteren und diese wiederum …

Wolfgang Caspart 

Thomas Glavinic

Michael Fleischhacker

Servus 

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Norbert Hofer folgt Odin Wiesinger, der einer Figur aus „Prono ever, written in Austria“ folgt

 

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An dem heutigen Tag waren zwei Mitteilungen von Odin Wiesinger zu lesen, die eine, über die im Kapitel Hofers Alternative: „Primaten, trottulös“ oder „Muselzecken“ geschrieben wurde, und über die zweite soll nun geschrieben werden, aber lediglich als Unterkapitel zu dem vorherigen …

Die zweite Mitteilung ist eine automatisierte vom Konzern Twitter, daß nun Odin Wiesinger einer Romanfigur folgt. Um das zu verstehen, ist zumindest Hofers Alternative zu lesen. Irgendwann kam auch diese Figur, der nun Odin Wiesinger folgt, in diesen Wirklichkeitsroman … Heimito von Doderer hat Figuren noch aus seinen Romanen mit einem Tritt – auf diese Figur wurde einfach vergessen, aber Odin Wiesinger hat nun daran erinnert, daß es diese Figur auch noch gibt. Eine Figur allerdings, die nie viel hergab, von kurzer Dauer war die Verlockung, sich mit ihr zu beschäftigen. Und es ist auch heute nicht anders. Interessanter allemal, sich mit den Bezeichnungen …

Es ist doch eine sonderliche Begrifflichkeit, die vom Konzern Twitter verwendet wird: „Folgen“. Es kann nicht gesagt werden, Odin Wiesinger folge nun dieser Figur … folgte er tatsächlich, dann würde er, das darf dieser Figur unterstellt werden, beispielsweise anders wählen …

Es ist kein „Folgen“ auf Twitter, es ist vielleicht, klänge das nicht so dramatisch und dunkel, ein „Verfolgen“. Es ist ein „Beobachten“. Und dennoch gibt es allenthalben Aufregungen darüber, wer wen auf Twitter – als ob das etwas aussagen würde …

Odin Wiesinger hat, wie in der Collage gelesen werden kann, einen „Follower“, einen „Folger“, einen einzigen: Norbert Hofer. Das sagt vielleicht etwas über Odin Wiesinger aus, daß er nur einen einzigen Folger hat, und dieser einzige Folger ist eben Norbert Hofer. Ob Norbert Hofer höchstrichterliche Follower hat? Und was sagte das über die Wahlgeschenkeverteiler und Wahlgeschenkeverteilerinnen aus?

Jenseits von Twitter aber kann durchaus von einem Folgen gesprochen werden. In der Kunstauffassung etwa folgt Norbert Hofer durchaus einem Odin Wiesinger oder einem Walter Marinovic oder schlicht einer Pg. Rosenkranz …

Ein Folgen im Sinne von Nachgehen ist Norbert Hofer nicht nur auf die Kunstanschauung beschränkt – ein Folgen im Geiste HofersDen Spuren eines Amtsvorgängers von ihm, als es die Zweite Republik Österreich noch nicht gab, sind in seiner Partei nicht verwischt, so daß diesen noch immer leicht gefolgt wird …

Hofers Alternative: „Primaten, trottulös“ oder „Muselzecken“

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Heute, am 8. September 2016, fällt Odin Wiesinger, Monate nach Veröffentlichen dieses Kapitels, ein oder auf, er müsse, wie in der Collage gelesen werden kann, mitteilen, „Muselzecken“ stamme nicht von ihm, er sei nicht das „fb-profil“ „Manfred Wiesinger“, „damit ihrs wisst, und der wahrheit zuliebe“ …

Es ist wohl nicht leicht, einen Roman zu lesen, der nicht im Stil einer, auch seiner, gesinnungsgemäßen Welt geschrieben ist. Und es ist ein Roman, aus dem er nun ein Kapitel las. Übrigens, nicht zum ersten Mal. 

Und in diesem Wirklichkeitsroman Stets bäuchlings, geschrieben in Österreich kommen mehrere Wiesingers vor. Da ist einmal der Manfred Wiesinger, der zum Odin wurde, dann gibt es den Manfred Wiesinger, der ein Manfred blieb. Was beide verbindet ist, sie sind auf unterschiedliche Weise Freunde von Norbert Hofer, wie in den betreffenden Kapiteln gelesen werden kann. Und der vom Manfred zum Odin Gewordene ist darüber hinaus der „Lieblingsmaler“ des höchstrichterlich beschenkten Kandidaten.

Menschen und Romanfiguren haben, eine Binsenweisheit, viel gemein. Sie sind nur an sich interessiert. Sie wollen nur das lesen, was sie betrifft, es interessiert sie nicht, was es noch für Figuren gibt. Sie beharren darauf, einzig zu sein. Wie leicht es fällt, sich vorzustellen, wie Odin im Oberösterreichischen an einem Bild sitzt, das sein Kandidat lieben wird, und, den Pinsel schwingend, aufschreit: „Der Wiesinger bin i!“ Aber es gibt auch den Wiesinger ohne Pinsel, und der ist nicht anders als der Wiesinger mit Pinsel. Der eine weiß etwas über „Muselzecken“, der andere kennt sich in der Malerei in der „Art von Primaten“ aus und weiß auch, was ein Künstler, er spricht nur von Künstlern, heutzutage sein muß, um … und er, also Odin mit Pinsel, weiß auch, wer „trottulös“ …

Einen Roman zu lesen, heißt, aber ausschließlich dann, wenn etwas zu diesem geschrieben werden will, nicht nur den gesamten Roman zu lesen, sondern diesen auch aufmerksam zu lesen. Es hätte ihn beispielsweise hellhörig machen müssen, daß etwa im Kapitel Doch das ist nichts Neues wieder von den „Wiesingers“ … Dann hätte Odin Wiesinger etwas anderes geschrieben, als das, was er heute geschrieben, wahrscheinlich, darf angenommen, er hätte nichts geschrieben.

In diesem Roman schreibt sich zwar die Wirklichkeit als eine verkommene, aber die Wahrheit verkommt in diesem Wirklichkeitsroman nicht.

 

Österreich als kein Krokodil schlagendes Kasperl

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Ach, wie gingen die Wogen hoch, erst vor kurzem, als wegen einer Seite über Kasperl sofort die gesamte Förderung für ein Literaturmagazin kritisiert wurde …

Voran schritten dabei die Website der identitären Parlamentspartei und die Kronen-Zeitung, in Gleichschrift fanden sie eine solche Förderung als eine ungeheuerliche, ja, wer je nur eine einzige Seite veröffentlicht, die einer Partei, einer Kronen-Zeitung nicht …, so wem ist wohl jedwede Förderung augenblicklich zu nehmen …

Eine einzige Seite also genügt, um anzuprangern, Steuergeld für solch ein Literaturmagazin: Krone Steuergeld, Kasperl und Kurz …

Als Kasperl für Hitler spielte und Max Jacob von der Gestapo abgeholt wurde …  Zu den zwei Kapiteln ist das nur noch hinzuzufügen.

Max Jacob verstarb im Sammellager Drancy. Alois Brunner war in Drancy. Ach, wenn Österreicher und Österreicherinnen reisen, vor allem Österreicher, etwa nach Frankreich, stets reisen sie, auch schreibend, ihren Kameraden und Kameradinnen im Ungeiste …

Alois Brunner, einer der Massenmörder aus dem Burgenländischen in der Eichmann-Staffel. Für Österreich war Alois Brunner kein Krokodil, das es als Kasperl schlägt. In diesem Fall heißt das, Österreich engagierte sich nicht sehr um seine Auslieferung aus Syrien nach Österreich, um ihn vor Gericht zu bringen. Alois Brunner genoß für lange Zeit den Schutz der syrischen Diktatur, und der Diktatorsohn ist etwa für den derzeitigen österreichischen Außenminister auch kein Krokodil …