Paul M. Zulehner macht mit seinem Satz Knie verstehbar, wie Evangelien herzustellen sind

Es begibt sich aber, daß Paul M. zur Gemeinde spricht. Schon nach den ersten Worten erschrickt die Gemeinde, fällt auf die Knie. Denn sie ist Zeugin eines Wunders. Vor ihr steht, wo eben noch Paul M. stand, Johannes Paul II. Auferstanden von den Toten, die ihn begruben. Bloß der Anzug von Johannes Paul II. erinnert, daß eben noch Paul M. das göttliche Heil des Gehorsams pries. Nun hört die knieende Gemeinde aber Johannes Paul II. donnern: „Wer sein Knie vor Gott beugt, beugt es nie mehr vor der Partei.“

Paul aMen ZulehnerDas mag dunkel erscheinen. Aber dieser Psalm aus der Gegenwart über den Satz Knie kann restlos aufgeklärt werden und erhellt zugleich die Vergangenheit. Die Evangelien, die von dem Organisierten Glauben der römisch-katholischen Kirche nach wie vor als wahre Berichte über die Vorgänge zur der Zeit, in der ihr zum Christus verklärter Jesus lebte, verkauft wird, sind Jahrzehnte nach seinem Ableben verfaßt worden. Wie zuverlässig diese Berichte sind, darüber muß nicht in der Vergangenheit geforscht werden. Es genügt, in der Gegenwart beispielsweise Paul M. Zulehner zu begleiten, um eine Vorstellung zu erhalten, wie Legenden in Umlauf gebracht werden. Die Entstehung dieser Johannes-Paul-Legende kann Schritt für Schritt nachverfolgt werden:

ORF im Dienste von Geschichtslügen eines Organisierten Glaubens – Paul M. Zulehner fügt weitere hinzu

So also geben Menschen der Organisierten Glauben in der Gegenwart Auskunft darüber, wie Legenden stets erzeugt werden. Gestern. Heute. Morgen. Übermorgen aber – wer kann ohne Hoffnung leben – nicht mehr …

Unzensuriert von der freiheitlichen Gemein-Schaft verweist auf die wahre Lage der Menschen, gegen die sie hetzen – vor allem gegen Roma und Sinti

Es wäre falsch, der freiheitlichen Gemein-Schaft und beispielsweise ihrem Medium Unzensuriert dafür zu danken, daß sie mit ihrer Hetze gegen Menschen auf deren tatsächlichen prekären, katastrophalen Lebenslagen aufmerksam machen, denn das ist nicht die Intention der freiheitlichen Gemein-Schaft, deren Trieb die recht reine Hetze ist.

Und es wird der freiheitlichen Gemein-Schaft dafür auch nicht gedankt, sie kann höchstens dafür ausgelacht werden, daß sie selbst Quellen angibt, die jedweder Hetze den Boden entzieht, weil ebendiese von der freiheitlichen Unzensuriert angegebenen Quellen von den tatsächlichen Problemen, von den Geschäften mit den sehr armen Menschen in Europa berichten.

Freiheitliche Unzensuriert - Unfreiwillige Wahrheit durch Hetze

Sebastian Kurz: „Niederlassungsfreiheit heißt nicht Wahl des besten Sozialsystems.“

Aber die Not dieser Menschen ist zu ernst, zu real, um lachen zu können, nicht einmal dann, wenn die freiheitliche Gemein-Schaft dafür ausgelacht werden kann, daß sie, die freiheitliche Gemein-Schaft, nicht ein Argument aufbringen kann, um darüber ernsthaft und seriös debattieren zu können. Wer also die Quellen von Unzensuriert der freiheitlichen Gemein-Schaft aufruft, aufmerksam liest, die Reportage sich aufmerksam ansieht und aufmerksam zuhört, wird feststellen, kann, wie schon so oft davor, ein weiteres Mal feststellen, die freiheitliche Gemeinschaft besitzt keine Kompetenzen, um je irgend etwas politisch, gesellschaftlich, wirtschaftlich, sozial lösen zu können, das heißt zum Besseren für die Menschen wenden zu können. Denn die freiheitliche Gemein-Schaft scheitert bereits daran, ihre eigenen Quellen richtig lesen zu können, geschweige denn verstehen zu können; es ist aber zu befürchten, daß es abgründiger ist, die freiheitliche Gemein-Schaft will weder genau lesen noch verstehen können, der freiheitlichen Gemein-Schaft sind die Menschen einfach egal, für sie zählt bloß die eigene Scholleanschauung und das eigene Fortkommen, ihre eigene Zuwanderung qua Wahlen in die durch Steuergeld finanzierten Mandatsseidenbetten …

Nehmen Sie sich daher, das haben die Menschen, gegen die die freiheitliche Gemein-Schaft argumentslos hetzt, sich verdient, die Zeit, diese von Unzensuriert der freiheitlichen Gemeinschaft selbst angegebenen Quellen zu lesen:

http://www.heute.de/dortmunds-sozialdezernentin-zoerner-debatte-um-armutsmigranten-geht-am-kern-vorbei-31330936.html

Die zweite Quelle führt nicht direkt zur ARD-Reportage, weil die Unzensuriert der freiheitlichen Gemeinschaft einen Umweg macht über die Website von Politically Incorrect, das heißt, Unzensuriert selbst wird das wohl als direkten Weg zu ihrer Schwester der Hetze verstehen. Was oben über die Unzensuriert der freiheitlichen Gemein-Schaft geschrieben wurde, kann auch über Politically Incorrect gesagt werden, denn auch sie hetzt und gibt zugleich die Quelle an, die etwas ganz anderes berichtet, und bietet darüber hinaus die Möglichkeit an, die ARD-Reportage direkt auf ihrer Website sich ansehen zu können:

http://www.pi-news.net/2013/08/aufregung-uber-roma-slum-in-der-dortmunder-nordstadt/

Langsam ist die freiheitliche Gemein-Schaft und ihr Medium halt auch, sehr langsam, mit der Langsamkeit, die Gebirgsschollemenschen nachgesagt wird, die also anders als ihre Schwester erst heute, am 8. Jänner 2014, die ARD-Reportage erwähnen, während Politically Incorrect es gegen ihre eigene Hetze bereits im August 2013 einsetzte.

Nehmen Sie sich also die Zeit, auch im eigenen Interesse, als Wähler und Wählerinnen, um die von dem freiheitlichen Medium angebenen Quellen genauestens durchzugehen, und denken Sie dieses freiheitliche Unlösungsangebot weiter, dann können Sie sich selbst die Antwort geben, was Sie von dieser freiheitlichen Gemein-Schaft in Ihrem eigenen Lebensbereich zu erwarten haben: Unlösungen, also nichts …

PS Die aktuellen Äußerungen zu Niederlassungsfreiheit und Zuwanderung von Sebastian Kurz, der, wie zu hören war, die Integration in das Außen mitgenommen habe, belegen rascher – nicht einmal vier Wochen im Amt und schon … – als gedacht, wie unnötig es war, über das sein Alter breit zu spekulieren. Von Beginn an hätte bereits darüber geredet werden müssen, was bringt er Inhaltliches ein, wie weit wird er gehen mit der Übernahme und Verbreitung auch von freiheitlichen Unlösungspositionen …

ORF im Dienste von Geschichtslügen eines Organisierten Glaubens – Paul M. Zulehner fügt weitere hinzu

In der Erwartung nach dem Aufwachen gleich ausführliche Nachrichten hören zu können, wurde der Radioapparat eingeschaltet, aber es gibt keine ausführlichen Nachrichten vom Sender Ö1, sondern – ein Wunder – Geschichtsschreibung des Organisierten Glaubens der römisch-katholischen Kirche. Und es ist ein Wunder, weil die Propagandaschrift dieses Organisierten Glaubens nach wie vor und also auch heute noch, am 6. Jänner 2014, als eine seriöse und redliche Geschichtsquelle verkauft wird, auch von dem Österreichischen Rundfunk, der, so heißt es, zur Objektivität verpflichtet ist.

Aber dieses Wunder der fortgesetzten breitesten Verbreitung von Geschichtslügen verwundert nicht, denn es ist heute der letzte Großpropagandatag des Organisierten Glaubens der römisch-katholischen Kirche in der Reihe der Großpropagandatage seit dem 24. Dezember, oder es kann auch gesagt werden, es ist der erste Großpropagandatag des Organisierten Glaubens der römisch-katholischen Kirche in jedwedem Jahr, der erste von vielen Großpropagandatagen in jedwedem Jahr, das stets mit dem größten Großpropgandatag am 24. Dezember endet, um dann gleich wieder zu beginnen, falsch, um dann einfach gleich wieder und weiter sich zu betätigen.

Was kein Wunder aber ist, ist das Auftürmen von Lügen auf Lügen seit nahezu zweitausend Jahren dieses Organisierten Glaubens, denn diese sind nicht nur existenznotwendig auch für den Organisierten Glauben der römisch-katholischen Kirche, sondern mehr noch, erst die Vereinigung von Lügen gebiert einen Organisierten Glauben.

Und das Lügen hört nicht auf, wie Paul M. Zulehner auch heute – und das nicht zum ersten Mal – beweist. Allerdings ist heute, am 6. Jänner 2014, Paul M. Zulehner ein wenig vorsichtiger. Er hat sich einen Notausgang gesichert, denn er spricht nicht mehr davon, daß Johannes Paul II. diesen Satz tatsächlich gesagt hat, sondern wie jedweder gute Lügner des Herrn weiß er, wie formuliert werden muß, um nicht als Lügner festgesetzt werden zu können, und so sagt Paul M. Zulehner, Johannes Paul II. soll gesagt haben …

„Bei einem der Besuche in seiner Heimat soll Papst Johannes Paul II. gesagt haben: ‚Wer sein Knie vor Gott beugt, beugt es nie mehr vor der Partei.'“

Und zu einer gut gezimmerten Notausgangstür gehört es auch, keine genauen Angaben zu Ort und Zeit zu machen. Damit hat sich Paul M. Zulehner eine ganz und gar biblische Notausgangstür gezimmert. Allerdings, ein derart guter Zimmermann ist Paul M. Zulehner nicht immer. In seiner Silvesterpredigt vom 31. Dezember 2010 übte er noch als Zimmermann, er nannte die Zeit:

„Wie sehr uns wahre Religion im Sinn der Rückbindung in Gott hinein vor bemächtigenden Übergriffen und selbstbeschädigenden Unterwerfungen bewahren könnte, zeigt eine Begebenheit im Wirken des großen politischen Papstes Johannes Pauls II. 1979 predigte er
zu Pfingsten auf dem großen Platz in Warschau. Über eine Million polnischer Katholiken feierte mit ihm. Der Papst dann donnernd in seiner Predigt: ‚Wer sein Knie vor Gott beugt, beugt es nie mehr vor der Partei!‚“

Auch im März 2013 war Paul M. Zulehner noch ein Zimmermannslehrling, kurz vor der Gesellenprüfung, er nannte den Ort:

„Dabei gelte der Satz ‚des großen Europäers‘ Johannes Paul II., gesprochen 1979 auf dem Siegesplatz in Warschau: ‚Wer sein Knie vor Gott beugt, beugt es nie mehr vor der Partei.'“

Die Predigt von Johannes Paul II. auf dem Siegerplatz in Warschau am 2. Juni 1979 ist auf der Website des Vatikans veröffentlicht. Aber der von Paul M. Zulehner heute und nicht zum ersten Mal zitierte Johannes-Paul-Satz kommt darin nicht vor. Es wird doch nicht der Vatikan eine Ikone seiner Organisation zensuriert haben? Andererseits ist das menschgemäß möglich: so klein kann ein absolutistisch regierter Kleinstaat gar nicht sein, daß er nicht zensuriert. Wer nach diesem von Paul M. Zulehner zitierten Johannes-Paul-Satz sucht, wird etwa beim Unternehmen Google fünf Einträge finden, fünf Einträge, die alle mit Paul M. Zulehner zu tun haben. Und einen einzigen Eintrag beim Unternehmen Yahoo – in Zusammenhang wieder mit Paul M. Zulehner …

Ein Satz von solch einem Gewicht, ein Satz von solch einer Eindeutigkeit und Unmißverständlichkeit, über den also spricht nur Paul M. Zulehner, niemand sonst … Aber Paul M. Zulehner ist ja auch keiner, der sich damit begnügt, mit der Masse zu sprechen. Die Masse spricht ja bloß inflationär von dem Johannes-Paul-Satz „Fürchtet euch nicht“, der zur Legende wurde, als sogenannter Todessatz für den Ostblock-Kommunismus.

Und siehe Paul M Zulehner wandelt WortePaul M. Zulehner ist aber ein Auserwählter, und als Auserwählter ist ihm die Wahrheit sehr wohl bekannt, zumindest rang er am 15. Mai 2005 noch, möglicherweise fühlte er sich damals noch zu wenig erwählt, mit der Wahrheit, begnügte sich noch damit, ein Interpret der Worte seines Herrn zu sein:

„Wer immer, so der Papst sinngemäß, sein Knie vor Gott beugt, beugt es nie mehr vor der Partei. Der Totalitarismus war im innersten gebrochen. Sein Ende war dann nur noch eine Frage der Zeit.“

Paul aMen ZulehnerEin Mann, so das Evangelium von Paul M. Zulehner, spricht etwas und ein anderer Mann erzeugt daraus etwas Weithergeholtes – und augenblicklich ist der Totalitarismus … Bei einem solchen Wunder kann und darf ein Paul M. Zulehner nicht zurückstehen, ist ihm doch von der Vorsehung auferlegt, hinauszugehen und selbst Wunder zu vollbringen … Aber es begab sich, daß Paul M. Zulehner zur Gemeinde sprach. Und die Gemeinde erschrak, fiel auf die Knie. Denn es war ein Wunder geschehen. Vor der Gemeinde stand plötzlich Johannes Paul II. Nur der Anzug von Johannes Paul II erinnerte noch daran, daß vor einer Sekunde noch Paul M. Zulehner vor der Gemeinde stand und anhob zur Predigt. Nun aber hört die Gemeinde Johannes Paul II. im Anzug von Paul M. Zulehner donnern: Wer sein Knie vor

Mit diesem seinem Johannes-Paul-Satz gibt Paul M. Zulehner einen exemplarischen Einblick, wie es seit nahezu zweitausend Jahren um die Wahrheit auch dieses Organisierten Glaubens bestellt ist, wie Wahrheit hergestellt wird, nämllich nach wie vor und genauso wie schon vor zweitausend Jahren. Wer mehr darüber erfahren möchte, über die Wahrheitsdruckerei auch dieses Organisierten Glaubens, darf empfohlen werden, einen Religionssoziologen zu lesen, nein, nicht Paul M. Zulehner, sondern Reza Aslan, der in einem nun auch in deutscher Sprache vorliegenden Buch über den historischen Jesus und über den Jesus Christus der Bibel schreibt, wieder einmal zusammenfaßt, was ohnehin schon lange lange bekannt ist, im Anfang stand die Lüge und die Lüge ward zum Wunder, Wahrheit zu sein

Es muß eingestanden werden, der erste Impuls war, etwas Inhaltliches zu diesem „Bibelkommentar“ von Paul M. Zulehner zu schreiben, u.v.a.m zu seiner Behauptung, der Hauptfeind totalitärer Regime sei der gläubige Mensch … Aber es ist Geschwefel, es ist bloß Geschwefel, von der ersten Zeile bis zur letzten Zeile nichts als Geschwefel und Propaganda für einen Organisierten Glauben. Ach, wäre es bloß so einfach, wie das der Zimmermannsgeselle Paul M. Zulehner versucht zu verkaufen, ein Mann spricht das belegte „Fürchtet euch nicht“ aus und alsbald stürzen Diktaturen, ein Mann hört einen Mann sagen, wer sein Knie …, und alsbald stürzen Diktaturen … Daß das aber nicht so einfach ist, es nicht so einfach funktioniert, darüber schreiben nicht nur Historiker und Historikerinnen, sondern auch Soziologen und Soziologinnen, nur die Produkte von hämmernden Bibelforschern sollten nicht als Quelle für das Verstehen der Welt und das Agieren in der Welt herangezogen werden, höchstens vielleicht in Pausen zur Erheiterung, wenn etwa gerade kein Fix und Foxi zur Hand ist …

PS Und wer vorhat, nach Rom zu reisen, wann immer, sollte unbedingt „Die linke Hand des Papstes“ von Friedrich Christian Delius als Baedeker mitnehmen, in dem ist auch viel, wieder einmal viel, zu erfahren, wie das ist, mit totalitären Mächten und Kniebeugen vor ….

Unzensuriert und Politically Incorrect – Selbstverortung der Freiheitlichen

Es muß diesmal nicht viel geschrieben werden, aber es ist doch festzuhalten, weil Freiheitliche hiermit sich selbst klar, deutlich und unmißverständlich verorten, wohin sie gehören, mit wem sie sich in einer Reihe schreibend und denkend marschieren sehen:

„Unabhängige Internetplattformen wie der Blog Politically Incorrect oder Unzensuriert.at hatten über ein geplantes Multi-Kulti-Fest des Stuttgarter Gottlieb-Daimler-Gymnasiums berichtet, das die traditionelle vorweihnachtliche Adventfeier ersetzen sollte.“

Unzensuriert und Politically IncorrectDas schreibt die freiheitliche Unzensuriert am 28. Dezember 2013, die Plattform des freiheitlichen Spitzenpersonals, von Norbert Hofer bis … Auch das muß nicht ein weiteres Mal ausgeführt werden.

Wenn Ihnen Politically Incorrect noch nicht untergekommen ist, zur Verdeutlichung, mit wem sich die Plattform des freiheitlichen Spitzenpersonals in einer Reihe sehen, ein Beispiel:

„Lieber Dekan Hermes, Sie sind Christ? Wirklich? Sind Sie nicht vielmehr ein Frevler und ein Lügner? Doch, sind Sie! Sie sind sogar ein ungläubiges Schwein, ein verächtlicher Affe – ja mehr noch. Sie sind schlimmer als Vieh, geradezu das schlechteste der Geschöpfe! Und wenn Sie sich jetzt wieder über einen  ‚gefährlichen‘, ‚rassistischen‘, ‚ausländerfeindlichen‘ PI-Leser aufregen wollen – Halt, stopp: Sie wissen ja gar nicht, mit wem Sie sich hier anlegen! Ich bin hier nämlich nicht PI-Leser – sonst ja, aber nicht an dieser Stelle.“

PI UnzensuriertWie Politically Incorrect sonst eingestuft wird, kann allein schon anhand dieses Beispieles abgelesen werden, aber für das freiheitliche Medium ist das eine „unabhängige Plattform“, wie eben auch Unzensuriert eine „unabhängige Plattform“ ist … Wovon unabhängig? Unabhängig von höflichen Umgangsformen? Unabhängig von der Wahrheit? Unabhängig von Fakten und Daten? Und so weiter und so fort, es will hier gar nicht weiter ausgeführt werden, wovon noch alles unabhängig … Unabhängig von allem, was Zivilisation bedeutet … Nur von einem nicht unabhängig, von der freiheitlichen Gemein-Schaft …

Heinz Fischer spielt Qualtinger an die Wand – Der Herr Karl auf dem Sotschi-Lueger-Platz

Menschen, die die Darstellung von Helmut Qualtinger noch kennen, sagen, der Herr Karl, wie ihn Heinz Fischer gibt, ist der tatsächlich echte, der authentische, der glaubwürdige, während der von Helmut Qualtinger gespielte bloß ein gespielter Herr Karl ist, so gut Helmut Qualtinger diesen Herrn Karl auch spielte, an diesen auf der Wirklichkeitsbühne agierenden Herrn Karl von Heinz Fischer kommt Helmut Qualtinger mit seinem Herrn Karl nicht einmal in seinen besten Momenten heran …

Jahrzehnte mußten vergehen, sagen Menschen, die Helmut Qualtinger in dieser Rolle noch erlebten, bis mit Heinz Fischer endlich einer gefunden werden konnte, der diesen Herrn Karl so vollkommen verkörpern kann, diesen so zum Leben erwecken kann, wie es selbst Helmut Qualtinger nicht vermochte, von dem doch gesagt wurde, niemand werde den Herrn Karl je besser verkörpern können, als eben Helmut Qualtinger …

Heinz Fischer spielt Helmut Qualtinger an die Wand, und das nicht nur in einer auf Gelingen ausgerichteten Premiere mit besonderen und zumeist eingeflogenen Gästen, sondern in jeder Vorstellung, vor jedem Publikum, es ist für Heinz Fischer menschgemäß, in jeder Vorstellung Helmut Qualtinger an die Wand zu spielen …

Heinz Fischer - Vladimir Putin

Heinz Fischer wirft Vladimir Putin rotweißrote Mittel und Argumente auf den Tisch.

Heinz Fischer ist also die Besetzung für den Herrn Karl, und das kann auch nicht anders sein. Denn Heinz Fischer muß  das reale Vorbild für den Herrn Karl sein, wie ein aufgefundenes Foto nahelegt, auf dem Helmut Qualtinger oder Carl Merz notierte: Während der ganzen Zeit des Schreibens von dem Herrn Karl hatten wir sein Portrait an der Wand picken, und immer, wenn wir stockten, brauchten wir nur ihn anzuschauen, und schon ging es weiter, drehte sich Herr Karl weiter …

Wie äußerst schade, daß nicht mehr Carl Merz und Helmut Qualtinger die Texte von Herrn Karl pointiert und literarisiert niederschreiben können, nun bloß die Aussagen von dem Herrn Karl, die Heinz Fischer spricht, wiedergegeben werden können.

Heinz Fischer - Olympia-BoykottWas für eine Fortsetzung hätten Helmut Qualtinger und Carl Merz geschrieben! – Vielleicht mit dem Zusatz:

Auf dem Sotschi-Lueger-Platz

Heinz Fischer hält nichts von einem Olympia-Boykott, denn:

 „Ich glaube, dass man mit anderen Mitteln und Argumenten dem Anliegen der Menschenrechte besser dienen kann“.

Es stellt sich die Frage, wann hat Heinz Fischer diese „anderen Mittel und Argumente“ je eingesetzt? Oder wann wird er sie je einsetzen? Vor den nächsten Gesetzesverschärfungen in Rußland, vielleicht dann doch? Nach den nächsten Gesetzesverschärfungen in Rußland, vielleicht wenigstens dann doch? Wird er sie je rechtzeitig einsetzen? Also ehe Gesetze verschärft werden?

Heinz Fischer - Lueger PlatzHeinz Fischer würde sich auch freuen, wie ihn ebenfalls die Tageszeitung „Die Presse“ vom 27. Dezember 2013 im selben Artikel zitiert:

„‚Sehr freuen‘ würde sich Fischer über die Umbennenung des Karl-Lueger-Platz in Nelson-Mandela-Platz: ‚Es wäre schön wenn es eine Entscheidung wäre, auf die keinerlei Schatten fällt, auch nicht der Schatten enttäuschter Lueger-Anhänger.'“

Heinz Fischer - Freiheitliches Lob für NichtreiseAntisemiten, ja, dürfen nicht enttäuscht werden, wer weiß, wozu diese noch dienlich sein könnten, und zugleich wird es jene freuen, die keine Antisemitinnen sind, würde der Lueger-Platz den Namen Nelson Mandela tatsächlich erhalten. Auch sie könnten, wer weiß wozu, einmal dienlich … Wenn kein Wind geht, bläst Heinz Fischer selbst seine Fahne in alle Richtungen; diese Leistung erbrachte Helmut Qualtinger bei seiner Darstellung von dem Herrn Karl nicht einmal ansatzweise …

Freiheitliche Unzensuriert Mandela LuegerEs könnte jetzt wer sagen, aber die freiheitliche Gemein-Schaft, die würde mit einem Nelson-Mandela-Platz keine Freude haben, ist für diese doch Nelson Mandela u.v.a.m. ein „Alt-Kommunist“, darüber hinaus, setzen sich gerade Freiheitliche sehr für Karl Lueger ein und stehen dabei in der ersten Reihe … Aber Freiheitliche haben Heinz Fischer schon dafür gelobt, nicht nach Südafrika gereist zu sein … Ganz wird Heinz Fischer den freiheitlichen Schatten damit nicht … Aber Heinz Fischer wird den Wind schon noch weiter … Damit alles im Schatten liegt, und wenn alles im Schatten liegt, wird Heinz Fischer sagen, es fällt, das freut ihn sehr, kein Schatten …

PS Damit es gar nicht mehr je zu der Frage kommen muß, ob beispielsweise eine Sportveranstaltung boykottiert werden soll oder nicht, und das betrifft menschgemäß nicht nur Heinz Fischer, nicht nur den Staat Österreich, ist es hoch an der Zeit, bereits mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und Argumenten gegen Gesetze, die Menschenrechte und Rechte von Bürgerinnen und Bürgern aushebeln, aufzutreten, ehe diese in welchem Staat auch immer in Kraft treten.

Die Kirche wäre gänzlich aus der Gegenwart, täte sie auch noch Michael Köhlmeier etwas antun wollen

Aber Michael Köhlmeier bietet auch nichts an, daß die Kirche veranlassen könnte, ihm etwas antun zu wollen, im Gegenteil, ist er doch ein braver Parteigänger der Kirche, wie ihn die Kirche heutzutage propagandistisch dringender als je braucht, ist er doch Parteigänger also eines Organisierten Glaubens, und als strammer Parteigänger eines Organisierten Glaubens mahnt er zur Vorsicht, fordert ein Aufpassen ein, nicht Gott zu lästern, offeriert der Kirche des Priestermangels neue Priester, und ganz erfüllt von den Kirchendogmen würde Michael Köhlmeier, wie er sagt, einzig Naturwissenschafter als seine Priester anerkennen, und blendet nicht nur darin biblisch die Wirklichkeit aus, in der es auch Naturwissenschafterinnen gibt, die es entweder für Michael Köhlmeier nicht gibt, weil es für ihn kirchentreu keine Priesterinnen geben darf, oder die er nicht anerkennen kann, weil es eben Frauen sind, und für Michael Köhlmeier einzig Männer seine einzig anerkannten Naturwissenschafter als Priester …

Michael Köhlmeier FensterguckerAber Michael Köhlmeier bietet auch nichts an, daß den Organisierten Glauben der römisch-katholischen Kirche veranlassen könnte, ihm etwas antun zu wollen, im Gegenteil, er schlägt sogar noblere Gottesdienste vor, macht sich also Gedanken darüber, wie der Organisierte Glaube der römisch-katholischen Kirche seine Gottesdienste attraktiver gestalten könnte, Gottesdienste, in denen geschaut werden sollte, was ist.

Aber was ist, schaut Michael Köhlmeier nicht an, stattdessen liest er in naturwissenschaftlichen Schriften, die vor Jahrhunderten geschrieben wurden, und bekommt bei den naturwissenschaftlichen Worten religiöse Empfindungen, die er bei Worten, die für ihn mit Hamlet nichts als Worte, Worte, Worte sind, sonst nicht bekommt. Und die Lilien des Feldes sind ihm ein Tempel, größer, schöner, mächtiger als der Stephansdom, und wo zwei Gänseblümchen nebeneinander stehen, ist Jesus Christus als Gänseblümchen unter ihnen, und gewippt durch die Winde raschelt er ihnen eine Predigt, wie eine durch Worte sie noch nie vernommen …

Da aber weiß Michael Köhlmeier, ganz Mann des Konsumzeitalters, das Angebot muß verbreitert werden, will die Kirche bestehen, ein dreifältiger Gott im Regal ist längst schon zu wenig, und so spricht er und wandelt den dreifältigen zu einem vierfältigen, ich habe euch die Schöpfung hinterlassen und ihr macht euch nicht einmal die Mühe … Was für ein attraktives Angebot, der vierte Gott: traurig, zögerlich wie Hamlet, leise und liebevoll erbittet er bloß von seinen Erschaffenen, betet mit einem Strauß Gänseblümchen in den Händen zu seinen Erschaffenen: Oh, machet euch doch einmal die Mühe …

Und es erhebt Michael Köhlmeier im Angesicht der Offenbarung, mit der ihm die Natur beschenkt, daß er derselben Gattung wie Mozart angehört, ja, zu dieser Gattung, der anzugehören sich so viele sehnten und sehnen, Aber- und Aber- und Abermillionen von Menschen, denen nur eines gegeben ist, auch Mozart zu hören und auch Mozart zu spielen, während sie die Welt zu einem Schlachthaus umbauen, in dem Menschen geschlachtet werden, nicht nur einmal, daß das Schlachthaus abgerissen wurde, nur zum Zwecke, ein neues, ein technisch noch ausgereifteres Schlachthaus zu errichten, mit noch effizienteren Schlachtapparaten, die Tötungsrate pro Stunde ins Unermeßliche zu erhöhen …

Und Michael Köhlmeier besitzt ein Mikroskop, mit dem er draufhält bis ins Allerletzte, aber worauf? Von seinem Bergdorf aus auf den Naschmarkt … Und da wird ihm alles zur Kirche, als ob, wie Früher, die Welt ohne Kirche nicht zu sehen, nicht zu begreifen, nicht zu erklären ist, alles ist ihm Kirche, die Lilie, die Unternehmen Facebook und Apple, alles ist Kirche … die Kirche, die ihm nichts antut. Das ist der Unterschied, sagt Michael Köhlmeier, zu früher, so genau hält Michael Köhlmeier sein Mikroskop drauf, bis ins Allerletzte, und was er sieht, ist – was für ein Wunder, das muß religiös bewegen – beispielsweise, daß Uganda im Früher liegt, daß Kroatien im Früher liegt, daß Rußland im Früher liegt, daß … Auch Ewald Stadler mit den christen kandidieren für eine Wahl zum Einzug in ein Parlament mit gesetzgebender Kraft im Früher, die biblische Gesetze durchbringen möchten, aber diese Gesetze werden Michael Köhlmeier nichts antun, weil … Aber auch das Bergdorf könnte von einem Früher wieder heimgesucht werden, von einem Früher, in dem die Lilien auf dem Felde zertrampelt werden, weil nur mehr Kirchen aus Stein geduldet werden, in dem Menschen vertrieben werden, die gegen das Dogma verstoßen, auch andere als Priester anzuerkennen, die Kirchen sehen, wo es nur eine einzige Kirche geben darf …

Citizen basher Schönborn: Kritik an Regierung ist Daumendrehen

Über Radio Vatikan wird die Mahnung von Christoph Schönborn verbreitet: „Lassen wir die Regierung arbeiten.“

citizen basher christoph schönbornDas ist nur allzu verständlich, daß pontiff of vintage sich dafür einsetzt, daß ÖVP und SPÖ, von ihm Regierung genannt, in Ruhe gelassen werden sollen, haben sie doch das Programm für die Kirche abzuarbeiten, und diese seine Arbeit möchte Christoph Schönborn nicht gefährdet sehen. Das ist konkret und verständlich. Alles weitere von ihm Vorgebrachte ist unkonkret und pauschalierend. Christoph Schönborn selbst also ist in höchstem Maße in seiner Unterstützung für ÖVP und SPÖ unkonkret und pauschalierend, obwohl er zugleich sagt, er habe kein „Verständnis für Pauschalkritik“. Und er finde „Politiker-Bashing genauso müßig wie das Kirchen-Bashing“, obwohl er zugleich selbst Bashing von allen Menschen betreibt, die

erstens, gegen seine Behauptung, keine Pauschalkritik vorbringen, sondern konkrete Kritik und konstruktive Vorschläge, Anregungen für eine Änderung des vorliegenden Programms von ÖVP und SPÖ,

zweitens, gegen seine Behauptung, kein „Politiker-Bashing“ betreiben, sondern konkrete und konstruktive Kritik an bestimmten parteipolitischen Funktionären und Funktionärinnen von ÖVP und SPÖ üben,

drittens, gegen seine Behauptung, sehr wohl Zeichen der Mitverantwortung setzen, indem sie konkret aufzeigen, woran es diesem Programm von ÖVP und SPÖ mangelt, was an diesem Programm konkret zu verbessern ist, aber auch, welche falschen Signale durch Schaffung respektive Abschaffung von Ministerien von ÖVP und SPÖ ausgesendet werden,

viertens, gegen seine Behauptung, sind die Menschen keine faulen Konsumenten und keine faulen Konsumentinnen, die „fußfrei kommentieren und dabei Daumen drehen“, sondern Menschen, die sich engagieren, die sich einbringen, die konkrete Lösungen vorlegen, während die von ihm verteidigte ÖVP und SPÖ bequem die Vergangenheit plündert für ein Gegenwarts- und Zukunftsjenseits, um noch einmal und wohl ein letztes Mal eine Regierung zu stellen. Aber mit diesem Programm für die Kirche betätigen sich ÖVP und SPÖ nicht als Upcycler, sondern als Downcycler.

Und es kommt wohl nicht von ungefähr, daß Christoph Schönborn „Politiker-Bashing“ und „Kirchen-Bashing“ in einem Satz verklammert; er wird wohl seine Organisation als Teil dieser Regierung oder diese Regierung als Teil seiner Organisation mit dem

Kirchenprogramm von ÖVP und SPÖ …

Das Geschwefel, irgendwer sei zu jung für irgendwas

Oh, wie wird nach Deutschland sehnsüchtig geblickt, von Österreich aus, und geklagt, ach, in Österreich gibt es beispielsweise keine „Zeit“, denn das ist eine Zeitung, aber eben auch nur eine Zeitung, und wenn sie etwas über österreichische Politik veröffentlicht, dann ist es bloß noch eine Zeitung von einer Qualität, die es in Österreich zuhauf und beklagt gibt.

Der große Vorwurf, und damit ist die „Zeit“ nicht allein, Sebastian Kurz sei zu jung, um Außenminister sein zu können, und er könne in derart jungen Jahren nur Außenminister sein, weil Österreich in der internationalen Politik nicht relevant sei …

Was ist denn das für ein Argument! Niemand ist zu jung, niemand ist zu alt, für irgendeine Position.

Muß denn wirklich, ja es muß, es muß daran erinnert werden, daß Sebastian Kurz mit seinen 27 Jahren eigentlich im besten Alter ist für Höchstleistungen …

Ludwig Wittgenstein war 22 Jahre, als er mit seinem Traktatus begann, und er war 28 Jahre, als er mit seinem Traktatus fertig war. Georg Büchner verstarb mit 24 Jahren und hinterließ ein Werk von einer Größe, die er vielleicht mit 40 Jahren nicht mehr erreicht hätte, Albert Einstein legte mit 26 Jahren sogenannte nobelpreiswürdige Schriften vor. Étienne de La Boétie war keine 20 Jahre alt, als er „Von der freiwilligen Knechtschaft des Menschen“ schrieb, ein Werk gültig, so lange es Menschen gibt. Shelley wurde gerade einmal 30 Jahre alt und Keats nur 26 Jahre. Ihre Lyrik begleitet heute noch die Menschen. Arthur Rimbaud sah mit knapp 20 Jahren seine Arbeit als Dichter als beendet an. Mit 26 Jahren veröffentlichte Thomas Mann seinen Nobelpreisroman „Buddenbrooks“. Mit 25 Jahren schrieb Johann Wolfgang Goethe seinen Werther. Franz Schubert wurde nur 31 Jahre alt, mit 22 Jahren sein Forellenquintett … Mit 20 Jahren gründete Bill Gates das Unternehmen Microsoft. Mit 21 Jahren gründete Steve Jobs das Unternehmen Apple. Larry Page mit 25 Jahren das Unternehmen Google und Mark Zuckerberg mit 20 Jahren das Unternehmen Facebook …

Weitere Beispiele müssen nicht angeführt werden, um zu zeigen, wie haltlos es ist, mit dem Alter zu argumentieren.

Wer heute entschieden weltweit die Gesellschaft beeinflußt, verändert – ohne darüber jetzt ein positives oder negatives Urteil abgeben zu wollen, das sind, wie gerade der IT-Bereich zeigt, die jungen Menschen, und sie werden immer jünger, so daß gefragt werden kann, ob Sebastian Kurz eigentlich nicht schon zu alt ist, seinen Zenit bereits überschritten hat, den Zenit von Hietzing.

Und welch seltsamer Auffassung von Außenpolitik im besonderen und Politik im allgemeinen hängt Florian Gasser an, wenn er schreibt:

„Natürlich ist Sebastian Kurz zu jung, um dem diplomatischen Protokoll zu entsprechen.“

Ein Kniefall vor den alten Männern, ein Plädoyer dafür, alles soll bleiben, wie es war. Es ist hoch an der Zeit, das Protokoll zu ändern, und nicht weiter alte Männer internationale Politik …

„Und wäre Österreich eine relevante Größe in der internationalen Politik, wäre er eine glatte Fehlbesetzung. Aber spätestens seit dem EU-Beitritt 1995 ist die Außenpolitik nicht mehr als ein Stiefkind der jeweiligen Regierung. Zum Leidwesen der Beamten, die sich heute noch der Tradition der imperialen Diplomatie verpflichtet fühlen, auch wenn sie nicht mehr über die Geschicke des Kontinents mit entscheiden.“

Statt einer imperialen Beamtendiplomatie ist es wohl allemal besser und gesünder, gar keine Außenpolitik mehr zu betreiben …

„Ideen, wie sich ein Kleinstaat international einbringen kann, fehlen. Die vergangenen Außenminister gefielen sich in dezenter Zurückhaltung. In Erscheinung traten sie selten, ernstzunehmende Initiativen ließen sie vermissen. Die Messlatte für Kurz liegt demnach niedrig. Und die erfahrenen Diplomaten am Wiener Minoritenplatz sind schon froh, wenn ihnen ein Minister zuhört, dessen Englisch zumindest einem Abiturniveau nahe kommt.“

Froh zu sein, bedarf es heutzutage wenig, dafür reicht es schon zu wissen, daß den Ideen von Florian Gasser kein Gehör geschenkt wird, sofern es überhaupt Ideen genannt werden können, es sind ja mehr Sentimentalitäten, vielleicht hat Florian Gasser zu viele hübsche österreichische Heimatfilme über den tanzenden Wiener Kongreß gesehen … Möglicherweise hängt Florian Gasser auch zu viel in Diplomatierentenheimen mit pensionierten Beamtendiplomaten ab, sonst müßte er wissen, daß gerade in seiner Generation in Österreich ein Englisch gesprochen wird, daß weit über das Maturaniveau hinausgeht …

Sebastian Kurz - Geschwefel vom zu jung seinMenschgemäß ist die Bestellung von Sebastian Kurz zum Außenminister eine weitere Absage, Außenpolitik gestalten zu wollen. Das offenbart schon die Kombination Außenpolitik und Integration. Für die Außenpolitik müßte Sebastian Kurz in der Welt unterwegs sein, für die Integration müßte er im Land bleiben, das heißt halbe Kraft für Außenpolitik und halbe Kraft für Integration. Und halbe Kraft ist Nullkraft.

„Kurz wird wohl als Außenminister nicht in die Geschichtsbücher eingehen, aber er ist eine Hoffnung für die politische Klasse.“

Was ist denn das wieder für eine Auffassung! Außenpolitik verstanden als Eintritt eines einzelnen Menschen in die Geschichte … Bert Brecht hat es schon einmal so schön zusammengefaßt, Geschichte machen u.v.a.m. die Köche, die für jene alles auf- und zubereiten, deren Namen allein in Geschichtsbüchern stehen, und: alle zehn Jahre ein großer Mann, wer bezahlt die Spesen …

Sebastian Kurz sei, so Florian Gasser, eine Hoffnung für die politische Klasse … Die politische Klasse in Österreich ist also die ÖVP -, gibt es in der politischen Klasse nicht wenigstens noch die SPÖ?

„Doch wer die Kluft zwischen Wähler und Politikbetrieb beklagt und über die Anziehungskraft des Rattenfängers Strache jammert, muss um einen Sebastian Kurz froh sein.“

Das kann sich Florian Gasser nicht verkneifen, He.-Chr. Strache ins Spiel zu bringen. Und noch ein Fehl von Florian Gasser. Das soeben präsentierte Programm 2008 von ÖVP und SPÖ bestätigt ganz aktuell, wer für wen Stimmen fängt … Und wie Florian Gasser die Ideen fehlen für eine andere Außenpolitik, fehlt zu vielen Wählerinnen und Wählern in Österreich, die von SPÖ und ÖVP genug haben, die Idee, andere als die freiheitliche Gemein-Schaft zu wählen. Die Anziehungskraft von He.-Chr. Strache ist die Ideenlosigkeit der Wähler und Wählerinnen.

Und wenn es dazu kommen sollte, daß Florian Gasser einmal vor dem Herrn Außenminister seinen Hofknicks machen darf, wird er untertänig darauf verweisen, um etwa ein Interview zu erhalten oder gar ein paar freundliche Worte vom Jungspund, er habe ohnehin geschrieben, es müsse um einen Sebastian Kurz froh … Wer um einen Sebastian Kurz froh ist, für den besitzt sogar He.-Chr. Strache Qualitäten, etwa die, eines Rattenfängers … (Wird die Sage konkret bedacht, ist es auch an der Zeit, Rattenfänger nicht zu mehr verwenden. Weder sind Wählerinnen und Wähler Ratten noch sind sie Unmündige, die nicht wissen, was sie tun, wem sie folgen und für wen sie stimmen. Sie wollen alle taub sein und nicht nur ein Kind ist taub. Weder verlassen sie nach der Wahl das Land noch gehen sie in die Donau; das Wasser steht ihnen bloß bis zum Hals nach jedweder Wahl eines Stimmenbeschenkten … und: es wurde auch einem He.-Chr. Strache nichts angetan, auch er wurde nicht betrogen, daß er sich rächen müßte. Nur eines stimmt mit der Sage überein, prächtig verkleiden kann sich auch He.-Chr. Strache. Und noch etwas stimmt überein, dem Stimmenbeschenkten steht nie das Wasser bis zum Hals, für sich weiß sie stets, wie sie ihr Häbchen ins Trockene bringt.) Und froh ist, wer vergessen kann, daß Sebastian Kurz prominentes und entscheidendes Mitglied der Stimmenvertreiber und Stimmenhintreiberinnen ist …

Worüber aber nicht aufgehört werden kann zu wundern, ist, weshalb die „Zeit“ ihren guten Ruf ruinieren will, mit dem Veröffentlichen von lagerpolitischem Geschwefel aus Österreich, denn Florian Gasser ist aus dem Tirolerischen, auch wenn er versucht, sich zu maskieren, etwa dadurch, Abitur statt Matura zu schreiben, aber vielleicht hat das eine Korrektorin ausgebessert, falls die „Zeit“ noch Korrektoren angestellt hat, die kommen, wie bekannt, in Zeitungen kaum noch zum Einsatz, sehr zum qualitativen Nachteil der Zeitungen …

Österreichischer Staatsspitzen-Nelson-Mandela-Plattler: „Holareidulijö! Zum Schwarzen Mann reisen – n’Ö!“

Von der freiheitlichen Homepage – einer ihrer Autoren ist Norbert Hofer, der zur Zeit formal an vierter Stelle der österreichischen Staatsspitze angehört – wurde nichts anderes erwartet, als eben, daß Freiheitliche raschest versuchen werden, etwas gegen Nelson Mandela vorzubringen. Geübt darin, Geschichte nach ihrer Gesinnung zu verdrehen, verstehen sie es auch, Gegenwart nach ihrer Gesinnung zu verfälschen, und so lassen die Freiheitlichen auf ihrer Homepage Christoph Blocher die Arbeit der Geschichts- und Gegenwartsverfälschung tun …

Und wie jede Geschichts- und Gegenwartsverfälschung voll von Abstrusitäten ist, zitieren die Freiheitlichen auf ihrer Homepage die abstruse Aussage von Christoph Blocher, er, Nelson Mandela, sei in das Gefängnis gegangen, was meistens ein Zeichen sei, etwas ernst zu nehmen … Nelson Mandela ging also, um jetzt Christoph Blocher beim Wort zu nehmen, zu dem Weißen Mann und sagte, er nehme die Apartheid ernst und möchte dafür 27 Jahre in das Gefägnis gehen, und der Weiße Mann in seiner unendlichen Großzügigkeit öffnete das Gefängnistor weit und bat Nelson Mandela mit formvollendeten Manieren und mit der denkbar größten Höflichkeit, in das Gefängnis einzutreten, um dann jahrzehntelang beim Steineklopfen blocherischen Ernst …

Holareidulijö - Zum schwarzen Mann reisen wir nÖWährend also die Gemein-Schaft des formal vierten Mannes an der österreichischen Staatsspitze versucht – sonst ganz beseelt von der Achtung vor den Toten -, Nelson Mandela weißen Schlatz in das Grab nachzuspucken, singt der andere Teil der österreichischen Staatsspitze den Plattler Holareidulijö! Zum schwarzen Mann reisen – n’Ö, in dem etwas von Terminkollissionen gejodelt wird und Heinz Fischer mit Fistelstimme das Solo gibt, hinter den Polsterbergen, jö, könnt‘ als Geburtshelfer die große Koalition, ohÖ, außahol’n – und dann wieder mit dem gesamten Staatsspitzenchor den zu jodelnden Refrain Holareidulijö! Zum schwarzen Mann reisen – n’Ö

Wie viel hätte die österreichische Staatsspitze im Flugzeug nach Südafrika besprechen können, vor allem in bezug auf die neue Regierung, die es noch immer nicht gibt und nicht geben wird, also die neue Regierung. Vielleicht weiß aber die österreichische Staatsspitze aus Erfahrung, daß sie im Flugzeug nicht zum Reden kommt, zu aufgeregt, einmal in die große Welt hinauszukommen, na ja, sie kommt oft in die große Welt hinaus, aber für sie scheint es immer wie das erste Mal zu sein … Als sie vor wenigen Monaten gemeinsam in Rom waren – Fischer, Faymann, Spindelegger -, werden sie vor lauter Aufregung auch nicht miteinander gesprochen haben, nicht nur vor Aufregung, sondern auch vor Ergriffenheit, versunken im Gebet, gleich in der Masse vor dem weißen Hergott stehen zu dürfen … Und auf der Rückreise, ach, wieder jeder für sich, in gebetsdankbarer Erinnerung an die römischen Stunden der weißen Blendung …

Und Christoph Blocher – die Finger wollen immer Blocker statt Blocher schreiben -, der also für die Freiheitlichen auf ihrer Homepage die Arbeit des Gegenwartsverfälschers erledigt, sagt einen auch für österreichische Regierungsspiele nicht unwesentlichen Satz: „Wie das so ist: Wenn einer mal etwas gut gemacht hat, gilt alles, was er so macht, als gut.“ Diesen Satz bezieht Christoph Blocher auf Nelson Mandela, und auf die freiheitliche Gemein-Schaft gemünzt, damit stellen sich die Freiheitlichen selbst einen Regierungsuntauglichkeitsbescheid aus …

Und noch etwas findet Christoph Blocher von Nelson Mandela nicht gerade fein, Nelson Mandela habe nicht gerade in einer Wellblechhütte gewohnt … Der Weiße Mann hat Nelson Mandela halt zur sehr verwöhnt, 27 Jahre in einem Gefängnis, das auch nicht gerade eine Wellblechhütte war, war halt Nelson Mandela zu sehr von der Wellblechhütte entwöhnt, ach, was gab es dafür Annehmlichkeiten, was für einen Luxus, von wertvollen Steinen bis …

Vielleicht wollen aber Freiheitliche und Christoph Blocher keinen weißen Schlatz auf den Sarg von Nelson Mandela spucken, sondern es ist bloß Ausdruck ihrer Unbeholfenheit, mit Trauer umgehen zu können, mit der Trauer darüber, daß vor rund drei Jahren an einem Begräbnis in Südafrika nur die Treuesten waren, niemand aus der weiten Welt nach Südafrika reiste, um einem weißen Mann die letzte Ehre

PS Vladimir Putin soll sich bereits größte Sorgen machen, daß die österreichische Staatsspitze auch nicht zu den Olympischen Spielen … Er solle schon damit gedroht haben, wenn die österreichische Staatsspitze nicht nach Sotschi komme, bleibe auch er fern, denn ohne die österreichische Staatsspitze wären die Olympischen Spiele keine Olympischen Spiele … Daß einer, wie etwa der deutsche Bundespräsident, der Anwesenheit respektive Nicht-Anwesenheit als symbolische Handlungen für und gegen etwas definiert, nicht nach Sotschi fährt, soll Vladimir Putin abgetan haben mit der Bemerkung, einer weniger, der seine Menschen-Rechte stört …

Auch wer die freiheitliche Gemein-Schaft wählt, würde nie einem vor 200 Jahren gebauten Auto zutrauen, nur einen Zentimeter noch zu fahren und also niemals der Idee verfallen, so etwas je zu kaufen …

… nur beim Wählen also verhält sich der Wähler und die Wählerin nicht einmal wie ein Konsument und eine Konsumentin, die lange ernsthaft eine größere Anschaffung sich überlegen, ehe sie einen Kauf tätigen, nur beim Wählen stimmen sie für alles, was ihnen nichts bringt, außer Ärger, Enttäuschung, Kosten und so weiter und so fort. Es wäre also schon viel, würden Menschen wenigstens wie sonst als Konsumenten und Konsumentinnen ernsthaft überlegen, ehe sie wählen, zu verlangen, daß sie politisch wählen, ist schon eine zu hohe Forderung, oder, eine Hoffnung, die aufzugeben ist …

In der aktuellen Ausgabe des Zentralorgans der freiheitlichen Gemein-Schaft, der ZZ, schreibt Jan Ackermeier über die Burschenschaft, die in Innsbruck auf der Straße die „Meinungsfreiheit erstreiten muß“ und zitiert ihre Botschaften: „Wir Burschenschafter für Meinungs- und Versammlungsfreiheit seit 1815“ …

„Seit 1815“ also sind Burschenschafter für „Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Aber sie schreiben nicht dazu, für welche „Meinungs- und Versammlungsfreiheit“ sie sind. Klug genug sind sie, das nicht zu tun. Denn wie ein 200 Jahre altes Auto heute keine Zulassung mehr erhalten würde, weil es nach 200 Jahren einfach fahruntüchtig, fahruntauglich ist – mit einem Wort: Schrott oder Wrack -, würde die burschenschaftliche „Meinungs- und Versammlungsfreiheit“ keine Zulassung mehr bekommen, weil es nach 200 Jahren einfach … Und nicht anders ist es mit der freiheitlichen Gemein-Schaft, die geschlossen hinter den Burschenschaften stehen, sie verteidigen, aus den Reihen das niedere und hohe freiheitliche Politpersonal in die gewählten Gremien dieses Landes marschieren.

Über burschenschaftliche freiheitiche Gemein-Schaft hat Heine schon alles geschriebenErinnern Sie noch an den letzten Wahlkampf der Freiheitlichen, zur Nationalratswahl am 29. September 2013? Die Freiheitlichen versuchten es mit der „Liebe“. Da gab es Wahlplakate mit der Liebe, da gab es ein He.-Chr.-Strache-Liebeslied und so weiter und so fort. Das Liebeslied gemäß freiheitlichen Könnens ein Plagiat, das nicht einmal mehr auf der Site von He.-Chr. Strache gespielt werden darf … Dieses Plagiat ist wenigstens nicht 200 Jahre alt, wie das freiheitliche Plagiat mit der „Liebe“.

Was aber davon gehalten werden kann, wenn Freiheitliche und Burschenschaften oder freiheitliche Burschenschaften oder burschenschaftliche Freiheitliche von „Liebe“ reden, das wußte Heinrich Heine schon zu genau, und hätte er vor bald 200 Jahren Autos zu überprüfen gehabt, sein Autoüberprüfungsbefund wäre kurz und knapp aber eindeutig ausgefallen: nicht fahrtauglich, aus dem Verkehr zu ziehen.

Ist es nicht erschreckend, daß für viele diese freiheitliche Gemein-Schaft immer noch wählbar erscheint, obgleich vor bald 200 Jahren Heinrich Heine alles sagte, was diese Gemein-Schaft zu einer unwählbaren macht? Heinrich Heine war kein Hellseher. Es ist nur so, diese Gemein-Schaft hat sich nie aus dieser Zeit, in der Heinrich Heine lebte, fortbewegt. Wie denn auch? Schrott fährt nicht.

Was Heinrich Heine wohl heute schreiben würde, über die Wähler und Wählerinnen, die ein Wrack wählen? Was er vor bald 200 Jahren schrieb, kann nachgelesen werden in: „Sämtliche Werke, Band 6, Viertes Buch, ab Seite 522:

„Der Geist der sich auf Hambach aussprach, ist grundverschieden von dem Geiste oder vielmehr von dem Gespenste das auf der Wartburg seinen Spuk trieb. Dort auf Hambach jubelte die moderne Zeit ihre Sonnenaufgangslieder und mit der ganzen Menschheit ward Brüderschaft getrunken, hier aber auf der Wartburg krächzte die Vergangenheit ihren obscuren Rabengesang und bei Fackellicht wurden Dummheiten gesagt und gethan, die des blödsinnigsten Mittelalters würdig waren. Auf Hambach hielt der französische Liberalismus seine trunkensten Bergpredigten und sprach man auch viel unvernünftiges, so ward doch die Vernunft selber anerkannt als jene höchste Autorität die da bindet und löset und den Gesetzen ihre Gesetze vorschreibt. Auf der Wartburg hingegen herrschte jener beschränkte Teutomanismus, der viel von Liebe und Glaube greinte, dessen Liebe aber nichts anders war als Haß des Fremden und dessen Glaube nur in der Unvernunft bestand und der in seiner Unwissenheit nichts Besseres zu ersinnen wußte, als Bücher zu verbrennen. Ich sage Unwissenheit, denn in dieser Beziehung war jene frühere Opposition, die wir unter dem Namen die Altdeutschen kennen noch großartiger als die neuere Opposition, obgleich diese nicht gar besonders durch Gelehrsamkeit glänzt, üben derjenige welcher das Bücherverbrennen auf der Wartburg in Vorschlag brachte, war auch zugleich das unwissendste Geschöpf, das je auf Erden turnte und altdeutsche Lesarten herausgab, wahrhaftig dieses Subjekt hätte auch Bröder’s lateinische Grammatik in’s Feuer werfen sollen. Sonderbar trotz ihrer Unwissenheit hatten die sogenannten Altdeutschen von der deutschen Gelahrtheit einen gewissen Pedantismus, geborgt der ebenso widerwärtig wie lächerlich war. Mit welchem kleinseligen Silbenstechen und Auspünkteln diskutirten sie über die Kennzeichen deutscher Nationalität. wo fängt der Germane an? wo hört er auf? darf ein Deutscher Tabak rauchen? Nein behauptete die Mehrheit. Darf ein Deutscher Handschuhe tragen? Ja, jedoch von Büffelhaut. (Der schmutzige Maßmann wollte ganz sicher gehen und trug gar keine.) Aber Biertrinken darf ein Deutscher und er soll es als ächter Sohn Germanias. denn Taeitus spricht ganz bestimmt von deutscher Cerevisia. Im Bierkeller zu Göttingen mußte ich einst bewundern, mit welcher Gründlichkeit meine altdeutschen Freunde die Proskeriptionslisten anfertigten für den Tag, wo sie zur Herrschaft gelangen würden. Wer nur im siebenten Glied von einem Franzosen. Juden oder Slaven abstammte, ward zum Gril verurteilt. Wer nur im mindesten etwas gegen Jahn oder überhaupt gegen altdeutsche Lächerlichkeiten geschrieben hatte, konnte sich auf den Tod gefaßt machen und zwar auf den Tod durchs Beil, nicht durch die Guillotine, obgleich diese ursprünglich eine deutsche Erfindung und schon im Mittelalter bekannt war unter dem Namen die ‚welsche Falle‘. Ich erinnere mich bei dieser Gelegenheit, daß man ganz ernsthaft debattirte, ob man einen gewissen berliner Schriftsteller, der sich im ersten Bande seines Werkes gegen die Turnkunst ausgesprochen hatte, bereits auf die erwähnte Proseriptionsliste setzen dürfe, denn der letzte Band seines Buches sei noch nicht erschienen und in diesem letzten Bande könne der Autor vielleicht Dinge sagen, die den inkriminirten Aeußerungen des ersten Bandes eine ganz andere Bedeutung ertheilen. Sind diese dunklen Narren, die sogenannten Deutschthümler, ganz vom Schauplatz verschwunden! Nein Sie haben bloß ihre schwarzen Röcke, die Livree ihres Wahnsinns abgelegt. Die meisten entledigten sich sogar ihres weinerlich brutalen Jargons und vermummt in den Farben und Redensarten des Liberalismus. In der That, jene regenerirten Deutschthümler bildeten zwar die Minorität, aber ihr Fanatismus, welcher mehr religiöser Art, überflügelte leicht einen Fanatismus, den nur die Vernunft ausgebrütet hat, ferner stehen ihnen jene mächtigen Formeln zu Gebot, womit man den rohen Pöbel beschwört, die Worte ‚Vaterland, Deutschland, Glauben der Väter u.s.w.‘ elektrisiren die unklaren Volksmassen noch immer weit sicherer als die Worte: Menschheit, Weltbürgerthum, Vernunft der Söhne, Wahrheit. Ich will hiermit andeuten, daß jene Repräsentanten der Nationalität im deutschen Boden weit tiefer wurzeln als die Repräsentanten des Cosmopolitismus und daß letztere im Kampfe mit jenen wahrscheinlich den Kürzern ziehen, wenn sie ihnen nicht schleunigst zuvorkommen.“ (Fettierung B.K.)

Vielleicht ist Martin Pfeiffer, der in der aktuellen freiheitlichen ZZ von der „Verausländerung“ schreibt, darauf stolz, daß manche meinen werden, er habe ein neues Wort erfunden, aber auch dieses Wort ist seit rund 200 Jahren bekannt: aus einem der Grundsätze des Programmes, das nach dem Wartburgfest zusammengefaßt wurde: „Jeder Bursche muß aller […] Ausländerei […] abschwören.“

Und Norbert Hofer schreibt auch wieder in der freiheitlichen ZZ … „Auf Basis des freiheitlichen Handbuches“ … Und auf dem Titelblatt der aktuellen Ausgabe: „Im Zeichen der Kornblume – Freiheitlicher Frühling“ .. Im Zeichen der