Zuerst Norbert Hofer wählen und dann „Kollaborateuren“ das „Katholische aberkennen“

Ein sehr bedenklicher Aspekt dieser Bundespräsidentschaftswahl 2016 in Österreich ist, wie plötzlich oder wieder gläubige Menschen auf gläubige Menschen recht massiv losgehen, im Grunde Jagd machen auf Glaubensbrüder und Glaubensschwestern, wie in der Collage gelesen werden kann, die einen den anderen das „Katholische“ aberkennen wollen, zu Verfolgende namentlich benennen …

Zum Schutzherrn dieser Jagd scheint Norbertus … für Hoferus jedenfalls wird gefochten, vorläufig noch mit Worten …

Auf den Aberwitz des Inhalts, oder richtiger, auf den Nicht-Inhalt will gar nicht eingegangen werden. Den können Sie in der Collage selbst lesen. Es muß auch zugegeben werden, es würde gar nicht gewußt werden, womit beginnen.

kreuz net pro occidente norbert hofer unzensuriert.jpg

Deshalb soll nur auf etwas hingewiesen werden, und zwar auf den recht großzügigen Umgang mit der Wahrheit. Wie in der gestrigen Fernsehsendung aufgezeigt wurde, pflegt der Schutzheilige des Spaltens einen recht saloppen Umgang mit der Wahrheit. Und wie der Herr, so sein …

Wie in der Collage gelesen werden kann, behauptet FPÖ unzensuriert am 20. Mai 2016, sie sei von „Pro Occidente“ gebeten worden, ihren Aufruf zur Wahl von Norbert Hofer „exklusiv zu veröffentlichen“. Nun, wie in der Collage ebenfalls gelesen werden kann, ist diese Wahlempfehlung der katholischen Laien- und Kulturorganisation bereits am 19. Mai 2016 auf das kreuz net geschlagen worden. Das Herz dieser Organisation schlägt schon lange für die identitäre Partei, wie gelesen werden kann in den Kellern des Internets hängen die akademischen Flecken

Gesinnungsgemäß kann sich auch diesmal die unzensurierte Schreibstaffel, wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann, nicht zurückhalten, Dinge zu unterstellen, die sie wohl selbst tun würden wollen, hätten sie die Möglichkeiten dazu – wie sonst können solche Unterstellungen formuliert werden? Und wieder kann die Schreibstaffel auf viel Zustimmung …

Eines noch:

Der eifrigste Anbeter, wie in der Collage gelesen werden kann, von Norbert Hofer, über den er so zärtlich zu schreiben weiß, ist wieder mit dabei, und wieder einmal hat sich der hoferische Schutzbefohlene die gläubige Pflicht auferlegt, sich denunziatorisch auf kreative Art zu betätigen …

Wenn Sie am 22. Mai 2016 vor der Wahlurne stehen, denken Sie einmal noch nach, ehe Sie Ihre Stimme abgeben, ob Sie wirklich mit solchen Menschen eine Wahlgemeinschaft bilden wollen, indem Sie den Kandidaten solcher Menschen

Ist das ein Wähler mit dem SIe sich identifizieren können

 

Wer wählt den identitärblauen Mann? Der schwarze Laun. Nur der Laun.

Ein Kinderspielreim aus längst untergegangenen Tagen brachte die heutige Überschrift  hervor; sie hätte auch lauten können: Wer fürchtet sich vor dem schwarzen Laun? Niemand. Und wenn er kommt – mit dem Identitärblauen, dann lachen wir ihn davon.

Aus keinem Kinderspiel allerdings sind die Reime des Andreas Laun, zum Beispiel jene, daß ein vergewaltigtes Kind „vermutlich unschuldig“ an seiner Vergewaltigung gewesen sei, das durch seine Vergewaltigung schwanger gewordene Mädchen noch tiefer verwundet worden sei – durch die Abtreibung …

Wenn an das ebenso tiefe Denkvermögen von dem kleinen Präsidenten gedacht wird, wird es verstehbar, daß er für Andreas Laun das Licht in der Finsternis ist, das im Geiste Hofers in der Finsternis flackert. Wer bedecket auf unbeliebige Art Frauen? Der Frauenkleidungsexperte Gottes.

Andreas Laun kommt mit identitärblauen Mann.jpgDaß Andreas Laun und Norbert Hofer, wie Laun in seinem Gebet für Hofer schreibt, einander nicht kennen sollten, ist so gar nicht vorstellbar. Daß sie beispielsweise noch nie in der Sakristei der von NR Wendelin Mölzer geführten ZZ aufeinander getroffen sind,

Was ist der Unterschied zwischen Firas Houidi und Andreas Laun?

Andreas Laun – ZZ

Andreas Laun am Karfreitag in Höchstform

Norbert Hofer – ZZ

Und die Bildchen von Odin

wenn sie ihre Psalmen …

Wenn Sie also ein mit einer ebenso hohen Urteilskraft gesegneter Mensch wie Andreas Laun sind, werden Sie am kommenden Sonntag nicht anders wählen können als, wenn Sie vor der Urne stehen, die verheißungsvolle göttliche Dämmerung …

Sollte es Sie danach ob Ihrer Bescheidenheit bezüglich Ihrer Geisteskraft genieren zu sagen, daß Sie den launschen Gesinnungsmann gewählt haben, weil es Ihnen peinlich wäre, dann recht anerkennend stets mit Ah, seht, noch ein Laun! begrüßt zu werden, aber Sie nicht lügen möchten, dann seien Sie am 22. Mai 2016 einmal einfach dumm und ungebildet, aber ehrlich – und wählen Sie den anderen Kandidaten.

Nur der Laun - Nur der Laun

Franz Dinghofer auf FPÖ unzensuriert: Jungen Menschen die Zähne ausschlagen und Antisemitisches

Was der Mann, der sich Franz Dinghofer nennt, mit dem historischen gemein hat, kann gelesen werden in

Die Kornblume der Hofer-FPÖ seit 107 J. Symbol für eine antiösterreichische Gesinnung,

also etwa das Antisemitische, und darüber hinaus hat er auch etwas gegen eine palästinensische Staatsekretärin, die er auf die Herkunft ihrer Eltern reduziert, während sie in Österreich geboren ist, aber für Franz Dinghofer gehört auch sie nicht nach Österreich.

Und was zeichnet diesen Franz Dinghofer neben dem Suchen nach Bombenzielen in Österreich noch aus? Ebenfalls gestern schrieb er unzensuriert die Frage, wie würden zwei junge Menschen ohne ein oder zwei Vorderzähne aussehen. Er bezog sich dabei auf ein Bild, das FPÖ unzensuriert zu ihrem Kommentar hinzufügte, auf dem ein junger Mann und eine junge Frau zu sehen sind, die für Franz Dinghofer etwas Bestrafungswürdiges machen, nämlich nicht für seinen Kandidaten zu werben, also für den führenden Mann der identitären Parlamentspartei.

Franz Dinghofer - Zähne ausschlagen

Wer ihm seine auffordernde Frage beantworten könnte, sind wohl, wie Franz Dinghofer sie nennt, „unsere Hools“, von denen er weiß, wie gelesen werden kann, „unsere Hools die mühelos überrannt und eingestampft“ …

Die Kornblume von Norbert Hofer seit 107 Jahren Symbol für antiösterreichische Gesinnung

Vor 107 Jahren gab es in Österreich einen Kornblumenerlaß – dieses Jubiläum soll nicht unbemerkt vorübergehen.

Norbert Hofer sagt, er will sich die Kornblume von den „Nazis“ nicht wegnehmen lassen.

Norbert Hofer sagt, die Kornblume hat es schon lange vor den „Nazis“ gegeben. Viele werden das gar nicht glauben mögen, daß ein Mann, der führende Mann der identitären Parlamentspartei die Wahrheit spricht. Aber das ist tatsächlich wahr.

Es ist wahr. Die Kornblume gab es schon lange vor den „Nazis“. Die Kornblume verwendeten die illegalen und späterhin legalisierten Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen als ein Symbol für eine antiösterreichische Gesinnung. Sie verwendeten sie also einfach als das Symbol weiter, das die Kornblume in Österreich stets war: als ein Symbol für eine antiösterreichische Gesinnung.

Wie im Kornblumenerlaß gelesen werden kann, versuchten vor 107 J. die Nationalen „die staatsgefährliche Eigenschaft“ der „harmlosen Blume“ wegzuschreiben. Aber die Geschichte erzählt etwas anderes. Die Menschen, die bereits vor 107 Jahren das Hochgefährliche dieses Symbols in Form einer Kornblume erkannten, wurden von der grausamen und massenmörderischen Geschehen, die dann folgten, bestätigt.

Und wie es vor 107 Jahren einen Franz Dinghofer gab, der in der Angelegenheit Kornblumenerlaß eine tragende Rolle spielte, gibt es heute einen Mann, der sich Franz Dinghofer nennt, und gestern unzensuriert schrieb: „Jüdischer Bundeskanzler und palästinensische  Staatssekretärin“, die für ihn nicht nach Österreich gehören, und er findet dafür, wie gesehen werden kann, Zustimmung …

Franz Dinghofer - Antisemit unzensuriertEs ist nicht das erste Mal, daß er sich auf diese Weise äußert, wie etwa gelesen werden kann: Modern times by FPÖ, Österreich: Antisemitismus.

Der Franz Dinghofer von vor 107 Jahren bezeichnete sich selbst als Antisemiten und dieser ist heute für die identitäre Partei nach wie vor ein wichtiger Mann, wohl so etwas wie eine Ikone. Für ihn wurde eigens ein Franz-Dinghofer-Institut gegründet, dessen Präsident heute Martin Graf ist, der wohl schon sehr darauf hofft, daß sein Pg. Norbert Hofer in die Hofburg einzieht, denn Norbert Hofer wird dann wohl Martin Graf mit seinem Franz Dinghofer und dem Medaillengestalter Odin Wiesinger in die Hofburg einladen, um in der Hofburg Dinghofer-Symposien abzuhalten, so wie er jetzt als kleiner Präsident bereits in das Parlament einlud: Burschenschafter in Deutschland entlassen, in Österreich im Parlament geehrt.

NS Die Massenmorde, die Massenverbrechen endeten im Jahr ’45, es war eine Befreiung, aber die in der identitären Gemein-Schaft gerade einmal mit Überwindung als Befreiung in Anführungszeichen geschrieben werden kann, auch noch im Mai 2016, wie gelesen werden kann: Für Hofer-FPÖ unzensuriert geht Befreiung nur in Anführungszeichen

Kulturschaffende Untertaninnen verlieren ihren Minister

Österreich ist ein gutes Land, mit braven und treuen Kulturschaffenden, wohl wert, seiner nicht zu vergessen. Wie treu zu ihrem Minister sie standen, bis zum Schluß noch, wohl auch aus Furcht, einen guten Kontakt zu verlieren, vielleicht auch aus Angst, vor neuen Zeiten, gerade sich an einen Mann erst gewöhnt zu haben, und schon muß wieder auf neue Gegebenheiten reagiert werden, ach, so rasch wieder auf etwas Neues sich einstellen müssen, das Alte, in dem gemütliche Ecken mit Pölsterchen hergerichtet wurden zum langen Verweilen, wieder aufzugeben, ach, wie gar nicht mag der kunst- und kulturschaffende Untertan die Veränderung.

Wie mächtig sich Untertaninnen dabei meinten, mit einem Brief ihren Minister halten zu können, und nun mußte er gehen, ja, auf Untertan reimt sich bloß Ohnmacht. Und es ist gut so, denn dieser Minister war nicht nur einfach ein Minister für Untertanen, die nicht über ihren Tellerrand sehen können und wollen, die es mit ihrem Minister kuschelig in der Pölsterchenecke weiter haben wollten, sondern er war so etwas wie der Schlüsselmann dieser glücklosen weil einfallslosen Regierung Faymanns.

Untertaninnen sind nicht nur ohnmächtig, sie sind auch vergeßlich, und werfen diese Vergeßlichkeit gerne Wählenden vor, die nicht wählen, wie sie meinen gewählt werden müsse.

Wie viele haben vor noch nicht allzu langer Zeit etwa gegen die Erhöhung der Umsatzsteuer für kulturelle Leistungen gewettert, von denen jetzt aber noch schnell einige einen offenen Brief verfaßt und unterschrieben haben für den Verbleib eines Ministers, ach, wie österreichisch vergeßlich, der war wohl zur Zeit der Erhöhung kein Mitglied der Regierung

Österreichische Tradition: sich selbst und andere freizusprechen, irgendwo je dabei gewesen zu sein …

Ob sich der neue Minister nun erinnern wird, daß er vor gar nicht allzu langer Zeit gegen diese Steuererhöhung auftrat? Wird er sich jetzt für ein anderes und also kunst- und kulturfreundlicheres Steuerrecht … oder hat er sich bereits daran gewöhnt, es ist ja schließlich inzwischen schon eine alte Erhöhung …

Kulturschaffende Untertaninnen verlieren ihren Minister

 

Im Geiste Hofers: „Frauen sich bessern, widrigenfalls sie auf unbeliebige Art bedecket werden.“

Es gibt einen Kandidaten in Österreich, der nicht nur recht gern die Kornblume hat, wegen der es in ferner Zeit schon einmal einen Erlaß wegen antiösterreichischer Gesinnung gab, sondern der auch erfüllt ist vom Geiste Hofers, und am 22. Mai 2016 sollten sich gerade Frauen fragen, ehe sie zur Wahl gehen, was das für das Heute heißt, im Geiste Hofers zu leben.

Es wurde von diesem Kandidaten bereits einiges zu Frauen gehört, vor allem wie er ein Gesetz in Österreich geändert wissen möchte, und zwar in der Art, daß Frauen, ehe sie selbst eine Entscheidung treffen, sich verpflichtend beraten lassen müssen. Ist das auch im Geiste Hofers? So tief versunken scheint der Kandidat doch zu sein im Geiste Hofers, daß er etwa eine Kameradenrede hält in Italien, und dabei gar nicht weiß, daß er in Italien ist, sondern in einem fernen, fernen Land in einer fernen, fernen Zeit

Wenn der Kandidat derart recht erfüllt davon ist, für das Heute zu fragen, wie würde Hofer heute handeln, dann sollen sich vor allem Frauen den hoferischen Erlaß um so mehr in Erinnerung rufen, ehe Sie am kommenden Sonntag zur Urne schreiten:

„Viele meiner guten Waffenbrüder und Landesvertheidiger haben
sich geärgert, daß die Frauenzimmer von allerhand Gattungen ihre
Brust und Armfleisch zu wenig, oder mit durchsichtigen Hudern be-
decken, und also zu sündhaften Reizungen Anlaß geben, welches Gott
und jedem christlich denkenden höchst mißfallen muß.

Man hoffet, daß sie sich zu Hintanhaltung der Strafe Gottes
bessern, widrigenfalls aber sich selbst zuschreiben werden, wenn sie auf
eine unbeliebige Art mit — — — bedecket werden.“

Der Hofer hat in seinem Erlaß nicht geschrieben, wie oben zu lesen ist, womit er Frauen bedecken lassen will, aber die drei Bindestriche lassen schaudern. Und wenn die Frauenzimmer, schreibt Hofer, sich nicht bessern, um der Strafe des gottesfürchtigen Mannes zu entgehen, dann müsssen sie eben vom Manne, erfüllt von seiner Gottespflicht, bedecket werden, auch wenn es dem Manne nicht freut, aber die Frauenzimmer mit ihren sündhaften Reizungen auferlegen ihm diese keine Freude bereitende Pflicht zum Wohlgefallen Gottes.

Wer heutzutage diese Pflicht der Frauenbedeckung gierig erfüllt, ist bekannt, es sind Männer, die auf den ersten Blick mit einem Hofer nichts gemein haben, aber wenn genau hingesehen wird, kann gesehen werden, wie sie über die Jahrhunderte einander die Hände als Geistesbrüder reichen, die Fahne der Pflicht an der Stange hochziehen.

Der Punisher an der Tastatur im Wahlkampf für den Kandidaten im Geiste Hofers und immer wieder einer im Geiste Hofers nennt sich nicht Der Hofer, dafür aber, wie gelesen werden kann, nach einem anderen Kandidaten, der erst vor kurzem zum Präsidenten gewählt wurde, nach einem Kandidaten, von dem auch einiges zu Frauen zu hören war, wie:

„Ich war wütend, dass sie vergewaltigt wurde. Das ist die eine Sache. Doch sie war so schön. Ich dachte, der Bürgermeister hätte der Erste sein sollen.“

Und wie in diesem Abschnitt auch gelesen werden kann, ruft Diederich Heßling dazu auf, alle sollen jetzt in der Gestalt des Kandidaten Hofer werden, mehr noch, er ist zuversichtlich, daß alle jetzt Hofer in der Gestalt des Kandidaten werden.

Frauen werden, das ist beruhigend, keine Hofer in der Gestalt des Kandidaten werden können, denn es wächst Ihnen kein Bart, wie etwa dem Mann aus dem fernen, fernen Land und der fernen, fernen Zeit…

Amtsverständnis im Geiste Hofers.jpg

Norbert Hofer: „Ich bin kein Antifaschist“: Das wird seine Wählenden recht freuen zu hören.

Norbert-ich-bin-mehr-Hofer-kein-Antifaschist

In der Umsonst von gestern wurde heute gelesen, daß Norbert Hofer von sich sagt, er sei kein Antifaschist, er sei mehr …

Das wird seine Wählerinnen und Wähler recht freuen zu lesen und zu hören. Denn. Schließlich wissen sie ebenso recht wie Norbert Hofer, daß der Antifaschismus der Faschismus … und gemeinsam beziehen sie sich dabei auf einen Schriftsteller, den Christine Nöstlinger, die ebenso nicht denkfaul und ebenso gebildet ist, bestimmt kennt …

Diederich Heßling und jene, die sich bis heute, 14. Mai 2016, seit dem 10. Mai 2016 durch Zustimmung seiner Entschuldigung angeschlossen haben, werden sich durch das hoferische Bekenntnis, kein Antifaschist zu sein, wohl bestätigt fühlen, wie richtig es ist, sich bei A. H., also bei Adolf Hitler, zu entschuldigen, ihn, Hitler, jahrzehntelang für etwas gehalten zu haben, daß er nicht war, wie es sich jetzt für sie herausstellt, sondern das ein …

Ob jene, die sich seit dem 7. Mai 2016 bis heute mit Sonicht durch Zustimmung im Einklang befinden, bei dem hoferischen Bekenntnis, kein Antifaschist zu sein, auch gleich „Wenn das der adi wüßte.“ ausrufen? Das wird nicht gewußt. Und darüber hinaus, zu denkfaul und zu ungebildet, riefen sie es aus, würde sich nicht erschließen, was es für Adolf Hitler für eine Bedeutung haben könnte, zu wissen, daß Norbert Hofer sich dazu bekennt, kein Antifaschist zu sein.

Aber Norbert Hofer hat der Umsonst auch gesagt, er sei mehr …

Mehr im Geiste eines Hofers des Hochgebirges im neunzehnten Jahrhundert?

Mehr als nur ein kleiner Kornblumenträgerpräsident, nämlich auch ein Frauenkleidungsexperte wie sein Namenspatron?

Mehr für oder weniger für einen Kornblumenerlaß, wie es diesen gab, vor über einhundert Jahren, wegen antiösterreichischer Gesinnung?

Mehr dafür, daß das österreichische Parlament das Parlament der Menschen ist, die nicht in Österreich leben?

Mehr voller Hoffnung auf Übernahme der Regierungsverantwortung, weil er einen ganz, ganz wichtigen Punkt in Regierungsverhandlungen einzubringen hat? Einen Punkt zwar, der für in Österreich lebende Menschen ein Null-Punkt ist …

Mehr für die Freiheit der Kunst im Geiste Odins?

Mehr wie seine ihn bewerbenden Wähler und Wählerinnen werden, die alle jetzt Andreas Hofer zu werden gewillt sind, in der Gestalt von Norbert Hofer?

Mehr für Befreiung unter Anführungszeichen?

Und noch etwas sagte Norbert Hofer der Umsonst als Antwort auf die Frage, was er von den rechtsextremen Identitären halte: „Ich habe den Eindruck, dass sich diese Gruppe in eine Richtung entwickelt, die für Österreich gefährlich werden könnte.“ Er ist also mehr dafür, vor außerparlamentarischen Identitären zu warnen, weil es ohnehin mehr parlamentarische gibt, die keine Gruppe, sondern eine Partei bilden, die er in Regierungsverhandlungen führen will?

norbert hofer - kein antifaschist - heute 13-05-2016

Nach Einschätzung von Christine Nöstlinger ist das Parlament der Ort der „denkfaulen“ Wählenden

Denn. In keiner Wahl erhielt Norbert Hofer noch über achtzig Prozent, außer im österreichischen Parlament, wo er zum kleinen Kornblumenträgerpräsidenten gewählt wurde, wie dazu bereit geschrieben wurde.

Aber Christine Nöstlinger spricht nicht von diesem Ort, wenn sie von „Denkfaulheit und Mangel an Bildung“ spricht. Sie führt als Beispiele die Wiener Bezirke an, in denen Norbert Hofer am 24. April 2016 …

Wer über Denkfaulheit und über Mangel an Bildung reden kann, kann selbst menschgemäß nicht denkfaul sein und keinen Bildungsmangel leiden, und so ein Mensch, also Christine Nöstlinger, würde nie irgend etwas „nachreden“, würde nie zu „einfachen Lösungen“ greifen, um etwa zu erklären, weshalb die Hofer-FPÖ in diesen Bezirken, auf die sie sich bezieht, „am stärksten wurde“.

Wie das wohl damals war, also mit der Denkfaulheit und dem Mangel an Bildung, 1980, in diesen von Christine Nöstlinger angesprochenen Bezirken, als Rudolf Kirchschläger mit überwältigender Mehrheit zum Präsidenten gewählt wurde?

In die Collage aufgenommen ist das damalige Ergebnis aus Wien.

Ein Wahlergebnis, ebenfalls der Denkfaulheit und dem Mangel an Bildung in diesen von Christine Nöstlinger angesprochenen Bezirken geschuldet?

Aufmerkenswert, wie dem Ergebnis entnommen werden kann, ist durchaus ein Vergleich zwischen den Bezirken Döbling und Hietzing, also den Bezirken der Bildung, des Denkens und auch des Geldes, und etwa dem Bezirk Simmering. In Simmering erhielt Norbert Burger 587 Stimmen, in Hietzing bekam er 929 und in Döbling 926 … In Simmering erhielt Rudolf Kirschläger 33.990 Stimmen, in Hietzing hingegen 24.274 Stimmen und in Döbling 27.914 Stimmen. Nachdem in der identitären Partei FPÖ die Südtirol-Bumser ein derartiges Ansehen genießen, also von Norbert Hofer abwärts, wird möglicherweise Norbert Burger im historischen Rückblick als ein identitärer Kandidat gesehen, nach dieser Annahme darf gesagt werden, es trat 1980 noch einer für diese Partei an, und zwar Wilfried Gredler. In Simmering stimmten 3.410 für Wilfried Gredler, hingegen in Hietzing 8.543 und in Döbling 10.023.

Übrigens, in Simmering waren es am 24. April 2016 für Norbert Hofer 41,2%, 2013 waren es im österreichischen Parlament 80,3% für Norbert Hofer.

Christine Nöstlinger Bundespräsidentschaftswahl

Die Erklärungen, weshalb wie und wer gewählt wird, sind wohl doch nicht so einfach, wie sie Christine Nöstlinger nachredet.

Und das kann gleich hinzugenommen werden, weil es auch um Wähler und Wählerinnen geht. Wie einer Programmankündigung zu entnehmen ist, wird heute die Fahrt von Hanno Settele zu Wählerinnen und Wählern gesendet, um mit diesen über ihre „Ängste und Sorgen“ zu reden. Es ist wohl nicht von ungefähr, daß Hanno Settele mit einem ganz, ganz alten Wagen unterwegs ist; so uralt ist auch die Sicht auf Wähler und Wählerinnen in diesem Land, womit nicht Hanno Settele im besonderen angesprochen ist, sondern die  Denkfleißigen und ohne Bildungsmangel im allgemeinen, etwa die aus Döbling und Hietzing …

Wähler und Wählerinnen auch der identitären Partei wissen durchdacht, weshalb sie gerade diese Partei und diesen Hofer im Geiste Hofers wählen und bewerben, und das ist erschreckender als Mangel an Bildung und Denkfaulheit.

Und, generell gesagt, es ist nicht Denkfaulheit und Mangel an Bildung, die den Boden aufbereiten, diese waren es nie, die je den Boden aufbereiten für das nicht Gute …

Was Wählende, wie in der Collage gelesen werden kann, nun zu Christine Nöstlinger schreiben, ja, von Ängsten und Sorgen ist nicht die Rede, aber davon, was für ein Land sie haben wollen, tief aus der Vergangenheit heraufziehend, und sie wissen auch, was sie der Partei, auf deren Website sie ihre Kommentare schreiben, schuldig sind, zu deren rechten Wohlgefallen …

wählende für norbert hofer

„Das Recht geht vom Volk aus“ – Verdienstreicher wurde von Verdienstreichen schon gewählt

Es wird mit Hinweis auf das Gesetz gemäkelt, Norbert Hofer maße sich widerrechtlich an, auf Wahlplakaten bereits zum Bundespräsidenten sich zu erheben.

Wesentlicher aber ist nicht die gesetzliche Frage, sondern – und dennoch wurde kein Gedanke darauf verschwendet – was will die FPÖ und Norbert Hofer damit aussagen.

Wenn vom freiheitlichen Traum eines elitären Reiches des teuren Philosophen aus dieser Gemein-Schaft ausgegangen wird, die derzeitige Demokratie also in eine meritokratische Aristokratie der Verdienstvollen überführen zu wollen, offenbart sich die Aussage dieses Plakates gänzlich.

Norbert Hofer wurde von Verdienstvollen ausgewählt. Norbert Hofer sieht sich selbst als einen Mann der vollen Verdienste. Somit wurde die Wahl in dieser Gemein-Schaft bereits lange vor dem 24. April und dem 22. Mai 2016 verdienstvoll durchgeführt, ganz nach dem Leitspruch, der nun auf einem Plakat für Norbert Hofer steht: „Das Recht geht vom Volk aus“. Darunter steht: „Ein neues Amtsverständnis“ und „Norbert Hofer“ – „Bundespräsident“.

Korrekt allerdings wäre es nach diesem freiheitlichen Traum eines elitären Reiches zu plakatieren:

Ein neues Ohne-
wahlrecht
Das Recht geht von Verdien-
streichen aus
Norbert Hofer
Bundespräsident

Auch wenn diese Gemein-Schaft fühlt, das Volk zu sein, von dem das Recht ausgeht, und sie ihren Bundespräsidenten bereits ausgewählt hat, so daß für sie am 22. Mai 2016 keine Wahl mehr stattfinden muß, bleibt es ihr momentan noch nicht erspart, sich mit dem ihrem Traumreich widerspenstigen realen demokratierechtlichen Gegebenheiten herumzuschlagen und so zu tun, als gäbe es neben ihr als Volk noch ein Volk, sogar eines, das wählen darf, das jetzt sogar noch am 22. Mai 2016 wählen darf zwischen zwei Menschen, obgleich sie, das verdienstreiche Volk, bereits ihren verdienstreichen Hofer zum Bundespräsidenten auswählte, bleibt es ihr also noch nicht erspart, so zu tun, als spräche sie dem verdienstlosen Volk irgend ein Recht auf irgend eine Wahl zu, und so muß die FPÖ unzensuriert am 12. Mai 2016 schreiben:

„‚Das Volk hat immer recht‘ scheint nicht immer zu gelten

Da hat sie wohl so manchem Grünen, Roten und Schwarzen aus der Seele gesprochen. Denn solange ‚richtig‘ gewählt wurde, also SPÖ, ÖVP und die Grünen als Beiwagerl, überschlugen sich die Parteienvertreter förmlich mit dem Standardsatz: ‚Das Volk hat immer recht.‘ Nicht nur das: Wählen schon mit 16 war für alle ein wichtiger Schritt in der Demokratie. Und jetzt: Wählen soll nur dürfen, wer die Prüfung zur ‚Wahlreife‘ besteht?

Undemokratisch, wenn es um die eigene Haut geht

Wie lächerlich ist denn das? Was sollte da geprüft werden? Wer erstellt die ‚Reife‘-Kriterien? Wer prüft? Vielleicht ein gänzlich ‚Unabhängiger‘ wie VdB? Gibt jemand an, die FPÖ zu wählen, fliegt er dann durch? Macht jemand das Kreuz bei der SPÖ, ist dann die Wahlreife gegeben? Jetzt, wo sich die Mehrheitsverhältnisse und damit auch die Machtverhältnisse verändern, kommen Leute anscheinend auf die skurrilsten Ideen, wie man das vielleicht noch verhindern könnte. Vorgebliche Demokraten können ganz schön undemokratisch sein, wenn es um die eigene Haut geht.“

Das also verstehen Verdienstreicher unter rechter Demokratie. Für sie ist es zu verurteilen, sind andere zu maßregeln, die es sich anmaßen, etwa über das Wahlrecht nachzudenken, obgleich sie allein als verdienstreiches Volk das Recht haben, das Recht ausgehen zu lassen.

Hofer - Dem Volk geht das Recht ausÜbrigens, der Begriff der Meritokratie im freiheitlichen Traum eines elitären Reiches geht auf Michael Young zurück, der eine Satire schrieb, die Meritokratie als Negativ-Utopie beschrieb. Die Grundlagen freiheitlicher Träume sind also die Satire und das Negative. Wem fällt da nicht gleich das Sprichwort ein von dem Schlechten, aus dem nie etwas …

Übrigens, der den Freiheitlichen teure Philosoph mit seinem Volksverband hat als Grundlagen seiner verdienstvollen Ausführungen neben Satire und Negativ-Utopie noch weitere, die jedoch nicht auf Satiren zurückgehen, aber auf eine negative Vergangenheit, die herangezogen wird für die Träume etwa von Arbeitslagern

Übrigens, der nach dem freiheitlichen Traum bereits ausgewählte Bundespräsident und der den Freiheitlichen teure Philosoph eint wohl nicht nur die Liebe zum Trachtenaufmarsch in Prunkräumen, sondern auch die Diagnose über Antifaschismus und Faschismus, wobei der Freiheitlichen teure Philosoph für seine Diagnose auch Horst Wessel heranzieht, während der nach dem freiheitlichen Traum bereits ausgewählte Bundespräsident lediglich auf Ignazio Silone verweist, allerdings ohne François Bondy zu erwähnen.

Abschließend kann also zusammengefaßt geschrieben werden. Am 22. Mai 2016 wird eine Wahl abgehalten, in der es so leicht wie noch nie sein wird, sich zu entscheiden. Denn. Das eine verdienstreiche Volk hat bereits seinen Verdienstreichen gewählt und daher braucht dieser keine einzige Stimme mehr. Dieses Volk hat sich ihr Rechte … Und das andere Volk, das mit Verdiensten nicht so reich versorgt ist, kann seine Stimme für die demokratische Tradition abgeben, die vor allem u.v.a.m. die Errungenschaft eines bedingungslosen Wahlrechts für alle auszeichnet.

Norbert Hofer - Wolfgang Caspart.jpg

 

Der Neger ist das weiße Glied geblieben.

Die Überschrift, diesen Satz in Anführungszeichen zu setzen, würde bedeuten, die Wirklichkeit zu schönen. Wer die Wirklichkeit unverfälscht darzustellen versucht, kann nicht das eine oder andere aus ihr in Anführungszeichen setzen.

Die Realität der Menschen, die Neger genannt werden, ist im gar so zivilisatorischen Westen, im gar so zivilisierten Europa, im gar so abendländischen Österreich ebendiese, wie sie die Überschrift auf den Punkt bringt:

Der Neger ist das weiße Glied geblieben.

Zu dieser Feststellung müßte nun ein ganzes Buch zitiert werden. Nämlich die 331 Seiten von „Kritik der schwarzen Vernunft“, in der Achille Mbembe das Wort Neger nicht in Anführungszeichen schreibt. Nach der Lektüre dieses im Jahr 2013 in Frankreich publizierten Buches reicht bereits, um zu keinem anderen Befund zu kommen als:

Der Neger ist das weiße Glied geblieben.

Nehmen Sie aber auch noch „Die Verdammten dieser Erde“ von Frantz Fanon aus dem Jahr 1961 hinzu, haben Sie eine vollständige Übersicht, wie heute, also im Jahre 2016, immer noch über Menschen, die Neger genannt werden, ge… – alles sträubt sich das Wort auszuschreiben – wird; es wird gedacht, daß gedacht wird, wenn so über Menschen geredet, geschrieben wird, wie eben geredet und heutzutage vor allem in den – was für Hohn! was für eine Täuschung und Selbstvorspiegelung! – sozialen Medien, und zugleich wird die Wahrheit mitgeliefert. Denn. Es wird der Begriff social media nicht übersetzt verwendet, es wird unausgesprochen gewußt: soziale Medien sind etwas anderes als social media … social hat nichts mit sozial zu tun.

Der Neger ist das weiße Glied geblieben.

Beinahe jede Seite von der „Kritik der schwarzen Vernunft“ erinnert daran, um konkret bei einem Land zu bleiben, nämlich Österreich, was seit Jahrzehnten in Österreich über Menschen, die Neger genannt werden, angehört und gelesen werden muß. Achille Mbembe bezieht sich vor allem auf Frankreich, wenn er von der „Pädagogik des Rassismus“ schreibt. Diese Pädagogik des Rassismus wirkte und wirkt sogar in einem Land wie Österreich, das in bezug auf den Kolonialismus nicht als ein Hauptmassenverbrechenstäter …

Neben all den Abscheulichkeiten, die den Menschen, die Neger genannt werden, unterstellt werden, ragt eine Abscheulichkeit besonders hervor, nämlich der überhebliche Vorwurf, sie sollen endlich damit aufhören, sich auf den Kolonialismus auszureden. Jahrhundertelang herrschte der Kolonialismus auf die brutalste Art und Weise, aber die Menschen, die Neger genannt werden, sollen also bereits geschafft haben, was in Österreich bis heute nicht geschafft wurde, die madigen sieben Jahre Nationalsozialismus endlich überwunden zu haben, endlich aufgearbeitet zu haben. Täglich noch wird von diesen madigen sieben Jahren gesprochen, geschrieben, in Hysterie gefallen, wenn eine Person den Arm zum Gruß … aber die Menschen, die Neger genannt werden, sollen von der über Jahrhunderte und bis heute andauernden Ausbeutung, Knechtung nicht mehr reden, schreiben, darauf aufmerksam machen, sondern still und ergeben als das weiter sein, zu dem sie der Kapitalismus seit Beginn der Neuzeit gemacht hat: zur Ware. In Österreich endete der Nationalsozialismus mit 1945, aber bis heute ist in Österreich ein Fertigwerden mit dem Nationalsozialismus nicht festzustellen. Von den Menschen, die Neger genannt werden, wird aber verlangt, mit dem Kolonialismus endlich abgeschlossen zu haben. Aber wie? Für sie endet der Kolonialismus nicht nach madigen sieben Jahren 1945, er dauert seit Jahrhunderten in unterschiedlichen und sehr abgefeimten Formen bis heute an, das Regime des Kapitalismus ist bis heute gnadenlos an der Macht.

Der Neger ist das weiße Glied geblieben.

Auch das Buch „Die Verdammten dieser Erde“ müßte hier Seite für Seite zitiert werden, sogar mit dem Vorwort von Jean-Paul Sartre. Was bereits vor 55 Jahren geschrieben wurde, etwa über Kriege und psychische Störungen, über die Kriminalität der Nordafrikaner, läßt das beklemmende Gefühl aufkommen, nicht bereits vor Jahrzehnten geboren worden zu sein, sondern gerade einmal das Volksschulteralter erreicht zu haben, das Lesen gerade erst zu lernen, so aktuell sind die Beschreibungen auch in diesem Buch, das gemeint werden könnte, eine Zeitung aufzuschlagen aus dem Monat Mai des Jahres 2016.

Allein schon mit diesen rund sechshundert Seiten der zwei Bücher wird verständlich, weshalb immer noch nicht anders über Menschen geredet und geschrieben wird, als eben geredet und geschrieben wird. Das heißt vor allem: mit Achtung, Respekt und vor allem endlich damit aufzuhören, sie nicht als Menschen sehen zu wollen. Es wird nicht geschrieben: sie als Menschen anzuerkennen. Denn. Sie sind Menschen, und brauchen daher nicht die Anerkennung des sogenannten weißen Menschen, um als Menschen zu gelten. Aber der sogenannte weiße Mensch, also der westliche, der europäische, der österreichische braucht der Behebung seines Makels, Menschen nicht als Menschen anerkennen zu können; am Abbau seines diesbezüglichen Defizits hat er zu arbeiten, und nicht die Menschen, die von ihm Neger genannt werden.

Der Neger ist das weiße Glied geblieben.

In diesem Zusammenhang ist wohl unbedingt die Bildung auch anzusprechen, nicht aber deswegen, um etwa die zwei Bücher für die Stammtische zu empfehlen, sondern jenen, die von sich meinen, keine Stammgäste der Unbildung zu sein, wie bereits vor kurzem Rau-Hans Rauscher … Gerade Achille Mbembe ruft eindringlich in Erinnerung, wie die Menschen, die Neger genannt werden, in der sogenannten hohen Literatur, in der sogenannten hohen Kunst dargestellt sind, auch ausgestellt etwa in Museen, also in den westlichen Domen der Bildung zur Weitergabe von Generation zu Generation …

Der Neger ist das weiße Glied geblieben.

Eines muß doch zitiert werden, Ihnen ein wenig entgegengekommen werden, Ihnen den Satz von dem Neger, der das weiße Glied geblieben ist, nachvollziehbar zu machen, worauf sich dieser bezieht. Aus der „Kritik der schwarzen Vernunft“:

„Der Rassist, der seine Phantasien auf den Neger projiziert, tue so, als gäbe es den Neger, dessen Imago er konstruiert, tatsächlich, und die Entfremdung beginne erst richtig, wenn der Neger nun seinerseits diese Imago getreulich reproduziert, als wäre sie nicht nur wahr, sondern ginge auch auf ihn selbst zurück. Aber worauf der Rassismus symbolisch ziehe, sei in Wirklichkeit die Kastration oder die Vernichtung des Penis, des Symbols der Männlichkeit. ‚Der Neger […] ist an das Genitale fixiert‘, präzisiert Fanon. Paradox daran ist allerdings: Man sieht ’nicht mehr den Neger, sondern ein Glied: der Neger ist verschwunden. er ist zum Glied geworden. Er ist Penis.'“

Es muß wohl nicht besonders darauf hingewiesen werden, auf die Darstellungen in der Pornographie der Menschen, die Neger genannt werden, auf alle im Internet verbreiteten Phantasien in Bild und Schrift, von sogenannten weißen Menschen, die damit stolz von ihren sexuellen Handlungen erzählen, aber von sexuellen Handlungen, die nur den Menschen, die Neger genannt werden, zum Vorwurf gemacht werden, von sexuellen Handlungen, die nur den Menschen, die Neger genannt werden, das Recht abgesprochen wird, Menschen zu sein, während sogenannte weiße Menschen, die ebendiese sexuellen Handlungen auch strafrechtlicher Art setzen – und das Internet ist zum übervollen Dokumentenspeicher solcher sexueller Handlungen verkommen –, sich weiter gegenseitig bestätigen und einander versichern, deshalb keine entmenschlichten Lebewesen zu sein.

Der Neger ist das weiße Glied geblieben.

Sie werden sich vielleicht fragen, weshalb das gerade heute geschrieben wird. Das ist, wenigstens das ist einfach zu erklären.

Es gibt eine Website in Österreich, auf der heute, am 11. Mai 2016, sehr viele Kommentare über Menschen, die Neger genannt werden, zu lesen sind, die wieder einmal die „Kritik der schwarzen Vernunft“ in Erinnerung gerufen haben. Unter diesen Menschen, die derart zivilisiert über Menschen schreiben können, sind viele, die auch von ihrem heißen Begehren, einen bestimmten Mann zu ihren Bundespräsidenten haben zu wollen, her schon recht bekannt, einen Mann zu ihren Bundespräsidenten haben zu wollen, von dem sie annehmen dürfen, er steht ihnen recht wohlwollend gegenüber, einen Mann zu ihren Bundespräsidenten haben zu wollen, der bereits als kleinerer Präsident, der er bis jetzt noch ist, schon bewiesen hat, seine Staatsbürotür steht allen, nicht allen, aber einem Waffenrassysten recht weit und recht rasch offen.

Was Achille Mbembe geschrieben hat, bestätigen heute, am 11. Mai 2016, wieder einmal Menschen auf einer österreichischen Website. Diese Kommentare können zwar auf vielen Websites im Westen, in Europa, in Österreich gelesen werden, aber es scheint doch recht einzigartig zu sein, das auf einer Website einer Partei zu lesen, die gierig bestrebt danach ist, in Österreich regieren zu wollen, die gierig bestrebt danach ist, daß ihr Kandidat zum Bundespräsidenten gewählt wird, und daß ein solcher Kandidat, eine solche Partei für so viele, viel zu viele in Österreich ein nach wie vor wählbarer und eine nach wie vor wählbare und ein nach wie vor auch medial gehätschelter und eine nach wie vor gehätschelte und ein nach wie vor auch für andere Parteien in Frage kommender Regierungspartner und eine nach wie vor in Frage kommende Regierungspartnerin …

Es wollte abschließend noch aus den Kommentaren der Menschen von dieser Website eine Szene geschrieben werden, wie es an einem Tag der offenen Tür in der Hofburg zugehen könnte, wenn sie ihren Kandidaten besuchen, stolz darauf beigetragen zu haben, daß ihr Kandidat vom kleinen Präsidenten zum — — das mag nicht einmal vorgestellt werden. Darüber hinaus, vielleicht eignet sich der 22. Mai 2016 dafür, ein neues Sprichwort zu etablieren: Was klein ist, kann klein bleiben.

Wer dennoch sich so einen Dialog in der Hofburg in einem Jahr vorstellen mag, von den Menschen, die auf dieser Website ihre Kommentare schreiben, allein mit ihren Kommentaren von heute, 11. Mai 2016 – nicht nur Peter_ weiß genau Bescheid über Neger und seinen angehimmelten Kandidaten — , findet dazu unten die Vorlage, vielleicht auch als letzte Vorlage für die Entscheidung, wen wählen, am 22. Mai 2016

Peter_ über Neger auf fpö unzensuriert