Des Herrn Lugner Wiedergänger

Kurz ist es her, also bei weitem nicht einmal ein Jahr, als Herr Lugner sagte, er sehe keine Rechtsextremen, und wer keine Rechtsextremen sieht, kennt folglich auch keine Rechtsextremen

Kurz ist es her, also nicht einmal vierzehn Tage, als des Herrn Lugner Wiedergänger sagte, er kenne keine Rechtsextremen, und wer keine Rechtsextremen kennt, sieht folglich auch keine Rechtsextremen

Soher kann der unter dem gegen Menschen gerichteten Einfluß stehende „kleine Mann“ ein Wiedergänger des Herrn Lugner genannt werden, die beide die nicht sehen wollen, die sie nicht zu kennen behaupten, und beide sind soher Wiedergänger der für zu viele noch geltenden österreichischen Leitkultur, des traditionsgeführten Menschen in Österreich, der sagt:

Wen ich kenne und sehe, bestimme ich.

Und der Moderator dieser Interviewnacht vor nicht einmal vierzehn Tagen im September ’24 selbst ein in diesem Traditionsgeleitetem aufgeganger Mann hätte wie Herr Lugner, hätte wie des Herrn Lugner Wiedergänger, wäre er gefragt worden, geantwortet, er sehe keine Rechtsextremen, er kenne keine Rechtsextremen,

in der von ihm moderierten Sendung sehe er keine Rechtsextremen, er kenne keine Rechtsextremen, die zu ihm in die von ihm moderierte Sendung …

Des „kleinen Mannes“ Parlamentspartei antwortete nicht anders, wenn einer in ihren Sendungsraum kommt, sie kenne keine Rechtsextremen, sie sehe keine Rechtsextremen,

sie kenne nur Kubitscheks, sie sehe nur Kubitscheks

So gesinnungsgemäß eben wie jetzt im September ’24 der „kleine Mann“ sagt, er kenne keine Rechtsextremen und kann soher auch keine Rechtsextremen sehen, wen er hingegen kennt, sind die Höckes, die Kubitscheks, die …

und folglich sieht, wenn sie etwa die Bühne für ihre Vorträge teilen

Nur jene also, mit denen dieselbe Bühne zur Sendung der Vorsehung geteilt, werden gekannt, gesehen

Was den Wiedergänger des Herrn Lugner von Herrn Lugner unterscheidet, ist, er ist kein Tänzer, sondern ein kleiner eifriger Gebirgsgänger

Der Wiedergang ist in Österreich eine leitkulturelle Fortbewegungsart, und soher nicht eine individuelle Eigenart des kleinen Gebirgsjägers, so wird es Herrn Lugner leicht gewesen sein, von dieser Welt zu scheiden, in seliger Gewißheit,

wieder einen Lugner in der Familie als Wiedergänger zu haben, für familiären wiedergängerischen Nachwuchs gesorgt zu haben,

der nicht nur keine Rechtsextremen sieht und folglich keine Rechtsextremen kennt, sondern auch sein Wiedergänger als Tänzer in der Feste

Und was ein wiedergängerischer Tänzer ist, der weiß auch seine Beine zu schwingen, auf der Straße auf dem Lande, etwa in Deutschkreutz,

Am 14.11.2021 fand beim Grenzübergang Deutschkreutz-Kohlbenhof eine rechtsextreme Kundgebung unter dem Motto „Gegen den Asylwahn“ statt. Als Organisatorin trat die „Freiheitliche Jugend Burgenland“ auf. Etwa 70 Personen nahmen daran teil. Von der FPÖ und deren Vorfeldorganisationen waren unter anderem der Wiener Landtagsabgeordnete Leo Kohlbauer, Maximilian Weinzierl, Landesjugendobmann der „Freiheitlichen Jugend Wien“, sowie das Landesvorstandsmitglied der „Freiheitlichen Jugend Salzburg“ Roman Möseneder anwesend. Zur Kundgebung hatten auch rechtsextreme „Identitäre“ aufgerufen. Fast ein Drittel der Teilnehmer*innen der Kundgebung kann dieser Gruppe bzw. deren Umfeld zugerechnet werden. Die „Identitären“ waren nicht nur als Teilnehmer*innen vor Ort, sondern unterstützten die „Freiheitliche Jugend Burgenland“ bei der Organisation der Kundgebung. Ein rechtsextremer „Identitärer“ hielt als Funktionär der „Freiheitlichen Jugend Wien“ eine Rede und gab sich als Unterstützer und Teilnehmer der rassistischen „Grenzgänger“-Kampagne der „Identitären“ zu erkennen. Auch eine Handvoll Rechtsextremer aus dem direkten Umfeld des Neonazis Gottfried Küssel nahm an der Kundgebung teil. Diese Rechtsextremen wurden bei deren Ankunft

persönlich vom Landesobmann der „Freiheitlichen Jugend Burgenland“ Peter Aschauer empfangen und per Handschlag begrüßt. FPÖ-Funktionäre, „Identitäre“ und Rechtsextreme aus Küssels Umfeld versuchten während der gesamten Veranstaltung, die Dokumentation der Geschehnisse durch Journalist*innen zu verhindern. Mit Schirmen und Fahnen wurde versucht, Kameras abzudecken oder den Journalist*innen ins Gesicht zu schlagen. Bei einem solchen Versuch verletzte ein Ordner eine Kollegin. Die Polizei stellte die Identität des Täters nicht fest.

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als er noch ein Kohlbauer war, und so stieg er allmählich hoch zum Lugner, unzufrieden wohl damit, Kohlbauer zu heißen, nun aber zum Lugner geadelt

er ist, einfach wie kurz gesagt, nicht der einzige wiedergängerische Tänzer, der es recht versteht, seine Beine auf der Straße und auf dem Hofburgparkett zu schwingen, auch dieser gehört gesinnungsgemäß dazu, der erst vor kurzem Präsident im Lande werden wollte,

einer, den viele kennen und ihn als Liberalen sehen …

Zum Präsidenten ist er nicht gewählt worden, aber etwas werden, bloß etwas werden, das will er dennoch weiter, und so darf er hinter dem „kleinen Mann“ an dreizehnter Stelle am 29. September ’24 antreten …

Und wo sonst kann eine Fürst ihre Beine schwingen, als in der Burg,

die ihr am Feste eine Festung der „gehobenen Schichten“, die sie wünschten

als gesinnungsgemäße Kommissarin der Remigration des Wiedergängerischen zu regieren, noch muß sie sich bescheiden,

hinter dem „kleinen Mann“ an zweiter Stelle

sie, der einmal verheißen, auch sie könnte zur Präsidentin

unergründlich in ihrer unermeßlichen Güte ist doch der Vorsehung Wille

Das lugnerische Schwingen der Beine auf der Straße auf dem Lande veranlaßt eine Nebenbemerkung zu Regenschirmen und Handzeichen, die dieser „gehobenen Schicht“ Tradition, Leitkultur. Das Handzeichen, das ihr weiße Macht symbolisieren soll in Deutschkreutz ehrenreich und stolz gezeigt, und nicht nur in Deutschkreutz, so u. v. a. m. von einer Kandidatin auf dem Landesplatz 8 der von dem „kleinen Mann“ geführten Partei für die Nationalratswahl am 29. September 2024.

Mit einem an ihrer Seite, den Herr Lugner sofort erkennen wird, als einen, der mit auf der Straße auf dem Lande —

Ohne Schirm gehen „gehobene Schichten“ nicht auf die Straße, weder auf dem Lande noch in der Stadt, so hatten die Schirme ihre Pflicht auf dem Platz in Wien zu erfüllen, auch im Sommer ’24, am 20. Juli, an einem Tag, der in Österreich als ein unangenehmer Tag empfunden wird, an den nicht zu erinnern ist oder wenn, dann so, und nur so, wie diese „gehobene Schicht“ den 20. Juli begehen …

Menschen auf Maschinen waren am 20. Juli auch zu Besuch in Wien, u. a. auf dem Stephansplatz, sie waren an diesem Tag zu Fuß in der Innenstadt unterwegs, wohl im Auftrag ihres HErrn, von denen noch zu erzählen sein wird, in einem weiteren Kapitel. Am letzten Augusttag waren wieder Menschen mit Maschinen in Wien, diesmal aber auf ihren Maschinen auf dem Stephansplatz, von einer anderen Gruppe, die ganz irdische Aufträge übernimmt: motorröhrendes letztes Geleit …

Ob Herrr Lugner vulgo Kohlbauer auch darein ein Wiedergänger sein wird, auf den zweiten Ball der „gehobenen Schichten“ einen Gast von recht hohem Ansehen zu laden, schon im nächsten Jahr?

Vielleicht gar mehrere, die er in Deutschkreutz sah, die er seit Deutschkreutz kennt, in denen er sieht, was er in sich sieht, die er als das kennt, wie er sich kennt … Und wird ihm dann vielleicht die Ehre zuteil werden, den zweiten Ball der „gehobenen Schichten“ zu eröffnen? Und mit welchen Worten würde er dann den Ball eröffnen? Mit dem leitkulturellen „Alles Walzer“?

Oder mit der dann gesinnungsgemäß neuen Ordnung stolz

Alles hin!

Die Schuld des rapportierten Justin Minkowitsch, nicht der äbtlichen rechten Partei Glauben verkündet zu haben

Öffentlich politisierende Priester waren in der 2. Republik bisher verpönt – bemühte sich doch die Kirche nach dem engen Verhältnis zu den Christlich-Sozialen der 1. Republik um Äquidistanz zu allen Parteien. Im Wahlkampf der FPÖ ist jetzt auch dieses Tabu gefallen. FPÖ-Chef […] postete auf Facebook stolz ein Video der rechten Plattform „unzensuriert“, das den Auftritt des Zisterzienser-Paters Justin Minkowitsch bei einer Wahlveranstaltung der FPÖ in St. Pölten zeigt.

„Öffentlich politisierende Priester waren in der 2. Republik bisher verpönt“ schreibt „Österreich“ am 10. September 2024 —

Mit dem Gedächtnis ist es in Österreich nicht weit her, und kann es auch nicht sein, regiert doch das Vergessen Österreich.

Die Kirche gibt grundsätzlich keine Wahlempfehlung für irgendeine Partei ab.

Läßt Abt Pius Maurer auf der Website des Stiftes Lilienfeld am 9. September 2024 schreiben.

„Wahlkampfauftritt für FPÖ: Pater musste zum Rapport“, titelt „Österreich“. Sein Angestellter, Justin Minkowitsch, hat wohl einfach vergessen, mit wem wo zu welchem Anlaß er aufzutreten, sich fotographieren zu lassen hat.

[F[eierte Abt Pius am Annaberg die Festmesse anlässlich des Festes der hl. Anna. Hier ist ein Bild mit Abt Pius, Bürgermeisterin Claudia Kubelka und Pfarrer P. Justin Minkowitsch.

Claudia Kubelka ist nicht von der falschen Partei, sondern von der ÖVP —

Was für ein Bild der Vertrautheit von Kirche und ÖVP, das Abt, Pfarrer und Bürgermeisterin präsentieren, in Annaberg, in einer Gemeinde, deren Machtverteilung wohl manche selig an ständestaatliche Machtverhältnisse erinnern und träumen läßt – siebzig Prozent Stimmenanteil für die ÖVP in der letzten Gemeinderatswahl am 26. Jänner 2020 …

Zum Rapport also mußte der Angestellte, weil er mit der falschen Partei Messe feierte, zum Rapport mußte also der Angestellte, zu dem Abt, der, kurz ist es her, durch Verschweigen leugnete, daß Kurt Tucholsky Urheber von „Euer Wille geschehe“ ist, und der, Maurer vom Stifte Lilienfeld, behauptete, „Euer Wille geschehe“ sei ein Spruch von seinem Organisierten Glauben …

Erich Kästner hätte wohl, wäre er je gefragt worden, sofort unumwunden zugegeben, er habe bei seinem Gedicht „Die Maulwürfe oder Euer Wille geschehe“ an Kurt Tucholsky gedacht, sich an ihn erinnert, und ihn, Tucholsky, zitiert

„Im Wahlkampf der [falschen Partei] ist jetzt auch dieses Tabu gefallen“, ist in „Österreich“ zu lesen. So ist es in Österreich um Tabus bestellt, über sie soll nicht gesprochen, aber gebrochen werden. Der Angestellte vom Stifte Lilienfeld ist nicht der erste Angestelle dieses Organisierten Glaubens, der eine „Wahlempfehlung“ für eine Partei abgibt. Nur vergessen will es sein, ein Tabu will es sein in Österreich, daß etwa der hierarchisch weit über den lilienfelderischen Angestellten Stehende eine „Wahlempfehlung“ für diese Parlamentspartei und namentlich für deren Obmann

Armes Österreich, arme Kirche! Gott helfe uns und den Menschen in unserem Land! So, wie das Angebot jetzt ist, kann man nur [FPÖ-Mann H.] wählen und beten für ihn und für Österreich! Wie tief und echt sein Gottesglaube ist, kann ich nicht beurteilen, aber sein Reden gibt mir die Zuversicht, dass er das Naturrecht achtet, das Benedikt XVI. die Grundlage des freiheitlichen Rechtsstaates nennt, und dass er, durch sein Gewissen vermittelt, Gott in den wesentlichen Punkten gehorchen wird

Zum „Rapport“ mußte dieser Kirchenmann wegen seiner Wahlempfehlung nicht, das Vergehen des kleinen lilienfelderischen Angestellten, nur ein Angestellter und kein leitender Angestellter zu sein —

Was für ein gleicher Umgang mit Beschäftigten von Kirche und dieser Partei, in der auch nur die nicht leitenden Mitarbeiterinnen zur Verantwortung, nur die nicht führenden Mitarbeiter Schuld auf sich zu nehmen haben …

Zum „Rapport“ mußte Justin Minkowitsch, weil er vor der Kirche in Wilhelmsburg mit der falschen Partei eine Feldsturmheurigenmesse feierte, der Kardinal aber musste zu keinem Rapport, dieser höchste leitende Angestellte seines Organisierten Glaubens, und das ist kein Wunder, schließlich ging er mit einem Mann aus der für ihn als Gläubigen rechten Partei zu einer Feldmesse in die Stadthalle, um der Segnung des ….

Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, und Ex-Kanzler Sebastian Kurz haben am Sonntag am christlichen Ökumene-Großevent „Awakening Austria“ in der Wiener Stadthalle teilgenommen. Kardinal Schönborn betete bei der Großveranstaltung, die noch bis Sonntag Abend andauert, für die Einheit aller Christen […] Die offizielle Ökumene gehe im Moment nicht sehr gut voran, eine Großveranstaltung, wie jene in der Wiener Stadthalle, lasse ihn allerdings hoffen. „Dass etwas geht, erleben wir heute hier.“

Und „dass etwas geht“, erlebte der höchste leitende Angestellte in dieser Stadthallenfeldmesse, er wird wohl trunken vor Glauben mit seine Arme ausgestreckt, er wird wohl trunken vor Glauben freudig mit in das Gebet-denen-denen-Gegeben-wird bis zum „Amen“ …

„Ein Segensgebet beten dürfen. Nicht nur jetzt beten für Sebastian. Würdet Ihre Eure Hände ausstrecken. Vater, wir danken dir so sehr. Für diesen Mann. Für die Weisheit, die du ihm gegeben hast. Für das Herz, das du ihm gegeben hast für dein Volk. Wir beten und danken, daß Gerechtigkeit in einer Nation eine Nation aufrichtet. Daß Sünde für alle furchtbar ist. Wir beten zu Gott, daß du ihm gerechte Führung gibst, riesige Weisheit und auch viel Schutz. Ist jeder damit einverstanden? Amen.“

Und noch einen wird an diesem Heute das hoffen gelassen haben, der nach diesem Organisierten Glauben ja noch lebt, geflüchtet von der Erde, als Verfechter der Ökumene,

wird diesem Anhänger im grenzenlosen Himmel der Ökumene die Nachricht, daß mit der Ökumene etwas gehe, sogleich zugebetet worden sein …

„Ziemliche Grenzüberschreitung“

Offenbar ist da ein Pfarrer/Pater bei einer FPÖ Wahlveranstaltung aufgetreten. Wenn das so ist, wäre das eine ziemliche Grenzüberschreitung.

Schreibt Daniel Kosak („stv. Kabinettschef von Bundeskanzler @KarlNehammer | Vizebürgermeister in Altlengbach | Vater von 3“) am 9. September 2024 auf der Konzernplattform X

Der stv. Kabinettschef vom christschwarzen Zurzeitigen schreibt nicht den Namen des Pfarrers, stellt sich unwissend, er will nicht einmal wissen, ob es ein Pfarrer oder ein Pater ist.

Dabei weiß sogar „Infodirekt“ den Namen und auch, daß er Pfarrer ist, das mit dem gleichen Bild wie Daniel Kosak darüber schreibt. Es ist „Justin Minkowitsch, Pfarrer von Annaberg“ …

Mitteilung des Abtes
Das Stift Lilienfeld distanziert sich von der Teilnahme eines Paters an einer Parteiveranstaltung. Es handelt sich dabei um eine nicht abgesprochene Privathandlung eines Paters, der weder Pfarrer noch Kaplan ist. Die Kirche gibt grundsätzlich keine Wahlempfehlung für irgendeine Partei ab. Das gilt natürlich auch für die Patres im Bereich des Stiftes Lilienfeld.

Diese Mitteilung ist nun, am 9. September 2024, auf der Website des Stiftes Lilienfeld zu lesen. Eine durchaus heitere Mitteilung, andere mögen diese Mitteilung anders benennen, als — Justin Minkowitsch sei also kein „Pfarrer“, läßt Abt Maurer, der sich erst vor kurzem über „Euer Wille geschehe“ erregte, mitteilen, und das ist doch heiter. Denn. Zugleich ist am 9. September 2024 auf verschiedenen Websites viel Pfarrliches zu Justin Minkowitsch zu finden: „Pfarrer in Annaberg, Mitterbach und Josefsberg“, „Pater Justin Minkowitsch, Pfarrkirche Annaberg“, „Priester-Elf mit Annaberger Pfarrer verlor gegen Italien“, „Ein dreifaches Halleluja auf den EM-Titel – Das österreichische Priesternationalteam bestreitet heute bei der Fußball-Halleneuropameisterschaft für Priester, die diese Woche in Temeswar (Rumänien) stattfindet, das Auftaktspiel gegen Topfavorit Polen. Mit dabei ist u.a. auch der Ordenspriester Justin Minkowitsch OCist aus dem Stift Lilienfeld“ —

So ein Abt, vertieft in die „schönsten islamischen Gebete“,

so tief im Austausch mit seinem HErrn,

der IHm vielleicht SEinen tiefen Willen verkündet, auch er habe „Abtreibungen“ als „Gesetze des Todes“ zu predigen,

so ein erregter Abt kann doch nicht sich auch noch darum kümmern, zu erfahren, welchen Beruf einer aus seinem Stifte … Der Tageszeitung „Kurier“ bleibt am 9. September 2024 nichts anderes übrig, als die Allwissenheit des Abtes von Lilienfeld den Menschen, sofern sie diese Tageszeitung lesen, kundzutun, in wörtlicher Wiedergabe.

Heiter ist doch auch, was Daniel Kosak schreibt. „Eine ziemliche Grenzüberschreitung“ wäre es, wenn ein „Pfarrer/Pater“ [Pfarrer Justin Minkowitsch] bei einer FPÖ-Wahlkampfveranstaltung“ —

„Eine ziemliche Grenzüberschreitung“ sei das also für des Zurzeitigen stellvertretenden Kabinettschef … Hingegen das Gebet den Regierenden Pflichterfüllung der Menschen —

Was für eine Segnung hingegen war es, als im Beisein des österreichischen Kardinals ein „Segensgebet“ für der Christschwarzen „Führung“ —

„Ein Segensgebet beten dürfen. Nicht nur jetzt beten für Sebastian. Würdet Ihre Eure Hände ausstrecken. Vater, wir danken dir so sehr. Für diesen Mann. Für die Weisheit, die du ihm gegeben hast. Für das Herz, das du ihm gegeben hast für dein Volk. Wir beten und danken, daß Gerechtigkeit in einer Nation eine Nation aufrichtet. Daß Sünde für alle furchtbar ist. Wir beten zu Gott, daß du ihm gerechte Führung gibst, riesige Weisheit und auch viel Schutz. Ist jeder damit einverstanden? Amen.“

„Eine ziemliche Grenzüberschreitung“ sei das also für des Zurzeitigen stellvertrenden Kabinettschef, wie wahr er doch spricht, auch diesmal, wie kann eine Partei sich anmaßen, von seiner Partei, von der kosakschen Partei deren Leitglauben, deren Leittradition sich anzueignen, in den Spuren ihres „Volkskanzlers“ zu wandeln, an dessen Seite die Pfarrer, die Kaplane, die Priester,

die Mönche, die Bischöfe, der Kardinal, deren Schwestern schritten, alle Grenzen zu überrennen,

ihre Grenzen zu errichten, innerhalb deren die Demokratie ausgelöscht, innerhalb deren bloß ihr Wille ihres HErrn der Menschen Pflicht, deren Belohnung dafür im Leben nach dem Leben der Himmel und im Leben vor dem Tod auf Erden die Sicherheit vor der Demokratie …

„Euer Werkzeug“

Robert Misik schreibt am 6. September 2024 über das „Wirtschaftsprogramm“ der patriotischen Parlamentspartei, die weiter von sich als Regierungspartei träumt, und wieder, sollte sie dazu gemacht, aber nicht gewählt werden, wie alle Träume, kurz von Dauer nur …

aufmerkenswert daran ist, daß Robert Misik dieses „Wirtschaftsprogramm“ zum „[…]-Programm“ erklärt, während doch sie, Barbara Kolm, die Federführende dieses „Programms“ ist, und der kleine Gebirgsjäger gerade einmal ihr erster Schreiber, der draußen vor dem Palast, wie einst die „Volkskanzler“ in Venedig, aufschreibt, was sie ihm diktiert.

Bemerkenswert ist, dass die FPÖ in ihrem Kickl-Programm den berühmten „kleinen Mann“ derart über die Klinge springen lässt. Eine solche klare Positionierung auf Seiten von „Big Money“ wird Herbert Kickl sicherlich nicht gerade helfen im Wahlkampf.

Es würde nicht überraschen, eines Tages zu erfahren, vielleicht aus ihren Memoiren, daß sie für sich und ihre Kreise ihr Programm für diese Parlamentspartei in Österreich, deren Kandidatin sie an sechster Stelle für die Nationalratswahl am 29. September ist, als Code, als Parole „Honduras-Programm“ …

Bisher war es ja so, dass die FPÖ sich vor Wahlen zur „sozialen Heimatpartei“ stilisieren wollte, um nach den Wahlen dann die reichen Freunderln und Gönner zu hofieren und den kleinen Mann bluten zu lassen. Arzneigebühren, Selbstbehalte beim Arzt, den Zwölf-Stundentag, die Krankenkassenreform, derentwegen man heutzutage kaum mehr einen Arzttermin bekommt, Steuergeschenke für Konzerne: All das und viel mehr haben wir FPÖ-Allianzen mit der Volkspartei zu verdanken. Aber diesmal ist etwas anders. Diesmal versucht sich die FPÖ gar nicht mehr als soziale Partei zu positionieren, sie sagt schon vorher, dass sie den neoliberalen Wahnsinn, der seit Jahrzehnten die Reichen reicher und die Armen ärmer macht, noch radikalisieren will. Sie verstellt sich nicht einmal mehr, sie verkleidet sich nicht mehr.

„Honduras-Programm“, solche Programme brauchen immer „Opfer“, das „Opfer“ von solchen Programmen ist stets der „kleine Mann“, sie und ihre Kreise haben nun in Österreich einen „kleinen Mann“ gefunden, der für diese Kreise geopfert werden soll, wenn er für kurz für sie als Täter eingebildet den Volkskanzler

Eines aber wird diesem „kleinen Mann“ als Täter, wenn er seine Sache recht macht, erspart bleiben, je zu darben bei Kraut und Kartoffeln, wie von diesen Kreisen sonst für jedweden „kleinen Mann“ bestimmtes Leben, ihm wird,

vorausgesetzt, er macht ihre Sache recht gut, ein von dieser Elite, einfach wie kurz gesagt, gut versorgtes Opferdasein beschieden sein.

Recht brav hat er es bis jetzt getan, so mit seinem vor aller Augen Plakateid: „Euer Wille geschehe“ … Wie schön er es versteht, ein Plakat zu gestalten, so ist es nicht verwunderlich, daß er von diesen Kreisen zum „Volkskanzler“ erwählt, dem sie ihr Honduras-Programm oder, wie es möglicherweise im Geheimen auch genannt werden könnte, Bonobos-Programm vertrauensvoll diktieren können,

mit seinem öffentlich zu leistenden Plakatschwur „Euer Wille geschehe“ hat er die Prüfung durch diese Kreise beinahe bestanden, aber erst mit seinem Kniefall vor diesem Kreis, dem er willig „Ihr seid der Chef“ eingesteht, wieder recht schön auf ein Plakat geschrieben, er ihr „Euer Werkzeug“, erst mit diesem seinem Kotau, mit dieser seiner Unterwerfung, „Euer Werkzeug“ sei er, fand er endgültige Gnade und Aufnahme …

Der für diese Kreise um seine Gebirgsführerin programmschleppende kleine Gebirgsjäger darf es jetzt einmal für kurz so darstellen, als hätte er, als wäre es seine eigene Agenda,

während er tatsächlich einem Sherpa gleich die Tagesordnung jener zu tragen und zu erfüllen gewillt ist, die sich seit einer Ewigkeit nicht geändert hat.

Robert Misik schreibt, die identitäre Parlamentspartei mache mit

ihrem Honduras-Programm einen „Kotau vor der

ÖVP“, deren „Volkskanzler“ mit seinem Regime schon einmal unter dem befolgenden Einfluß dieser Kreise stand, und nicht zum Besten Österreichs, und nicht zum Besten der Menschen in Österreich …

Seid dabei beim: „Seid nicht mehr dabei!“

Euer Wille geschehe! Seid nicht mehr dabei!
Wenn ihr nur wollt, bei euch steht der Sieg!

Keine Reserveoffiziere!
Ihr seid die Zukunft!
Wenn ihr nur wollt, seid ihr alle frei!
Euer Wille geschehe! Seid nicht mehr dabei!
Wenn ihr nur wollt: bei euch steht der Sieg!

Wie nur einer, der es erlebte und entschied, nicht mehr dabei zu sein, so trug Oskar Werner das Gedicht vor.

Oskar Werner, ein „Lieblingsschauspieler“ vom „Lautsprecher“.

„Drei Minuten Gehör“ von Kurt Tucholsky, geschrieben vor einhundertundzwei Jahren, im Jahr des Herrn ’22, ein Aufruf von Oskar Werner, ja, von einem der „Lieblingsschauspieler“ von einem der „Lautsprecher“, dessen Name M. S.

Von euch, die ihr den Hammer schwingt,
von euch, die ihr auf Krücken hinkt,
von euch, die ihr die Feder führt,
von euch, die ihr die Kessel schürt,
von euch, den Jungen und den Alten –:
Ihr sollt drei Minuten inne halten.
Wir sind ja nicht unter Kriegsgewinnern.
Wir wollen uns einmal erinnern.

Euer Wille geschehe! Seid nicht mehr dabei!
Wenn ihr nur wollt: bei euch steht der Sieg!


1965 verbrannten Gläubige nicht die Bücher von Kurt Tucholsky; vielleicht, weil er nicht mehr lebte, zu dieser Verbrennungszeit bereits dreißig Jahre tot war, aber Erich Kästner, der noch lebte, Erich Kästner verbrannten sie, wie nur drei Jahrzehnte zuvor die Bücher von Kurt Tucholsky und Erich Kästner gemeinsam schon einmal verbrannt wurden, im Jahr des Herrn ’33 —

Die Nationalsozialisten verbieten 1933 Die Weltbühne und der nationalsozialistische Bibliothekar Wolfgang Herrmann setzt Kurt Tucholsky auf die „Schwarze Liste“. Seine Bücher gehen 1933 auf den Scheiterhaufen der Bücherverbrennungen in Flammen auf. Gleichzeitig wird ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt.

Neun Jahrzehnte später denkt ein Mann in Österreich, dessen Familienfirma staatlich höchst ausgezeichnet, in Würdigung des „Lautsprechers“ wieder darüber nach, was mit Menschen mit Staatsbürgerschaft zu geschehen hat, und er träumt wieder davon, „daß Deutschland jeden Tag wieder etwas deutscher wird – und Österreich genauso.“

An diesem 1. September ’24 muß ihm der Tag mit Wahlen in Deutschland als ein solcher Tag wohl vorgekommen sein, an dem Deutschland für ihn „etwas deutscher“ geworden sei, wie ein 1. September nicht wenigen, die ihm wohl so recht Deutsche waren, schon einmal als ein solcher Tag vorgekommen sein mußte,

in einer Zeit, als seiner Familienfirma auch mit Postkarten recht viel Geld machten …

und für Österreich legt er wohl all seinen Glauben und all seine Hoffnung und all seine Liebe auf den 29. September, daß Österreich genauso deutscher

Wie viele wohl werden nach diesem 1. September ’24 den einen Mann in Deutschland, einen Deutschlands Meister nennen,

mit dem Wahlstimmenanteil von knapp 33 %, womit er auf den ersten Platz kam, wie einst der Meister aus Österreich, der, einfach wie kurz gesagt, ganz knapp über 33 % kam, damit auch auf den ersten Platz kam, ihm 33 % genügten, um zum Regierenden gemacht, nicht gewählt zu werden, hingegen Jahrzehnte später die 33 % in Deutschland nicht zum Regieren reichen werden.

Hingegen in Österreich, in Österreich hingegen werden am Ende des Septembers ’24 weit weniger als 33 % genügen, in einem dem Schicksal, der Vorsehung so recht ergebenen Land, um zum Regierenden gemacht, nicht gewählt zu werden.

„Euer Wille geschehe!“ Ein Vers von Erich Kästner, im Titel seines Gedichts „Die Maulwürfe oder Euer Wille geschehe“ … Was für eine Aufregung nun in Österreich, im Jahr des Herrn ’24, als „Euer Wille geschehe“ auf einem Plakat einer wahlwerbenden Parlamentspartei, die wieder davon träumt, Regierungspartei zu werden, für die Nationalratswahl am 29. September — Maurer vom Stifte in seiner Erregung dazu, seine Religion sei „grundsätzlich friedlich“ …

„grundsätzlich friedlich“ also seien Organisierte Glauben, mit ihren Waffenweihen in der Vergangenheit, mit ihren Waffensegnungen bis zum Heute herauf …

Grundsätzlich friedlich geweiht, gesegnet, der Mord, mit 18 Buchstaben hat Kurt Tucholsky vor neun Jahrzehnten in der „Weltbühne“ dies zusammengefaßt: „Soldaten sind Mörder.“

Carl von Ossietzky als verantwortlicher Redakteur, angeklagt wegen Beleidigung der Reichswehr, wurde freigesprochen, vor neun Jahrzehnten,

und wenige Jahre später auch er ein Opfer des Soldaten 18.

„Euer Wille geschehe“, ein Vers von Kurt Tucholsky, in seinem Gedicht „Drei Minuten Gehör“. Kurt Tucholsky geht in seinem Gedicht weiter, er schreibt nicht nur „Euer Wille geschehe“, er schreibt auch: „Seid nicht mehr dabei!“

„Seid nicht mehr dabei!“ und „Gehn wir weiter.“ „Gehn wir weiter“, beginnt Kurt Tucholsky seine Rezension vor 95 Jahren der „„Auslese neuer afro-amerikanischer Lyrik“, die damals, so weit ist vor bald 100 Jahren schon gegangen worden, in Wien erschienen ist.

„Seid nicht mehr dabei“, bei jenen, mit denen, gegen die etwa Kurt Tucholsky auch mit seinem „Deutschland, Deutschland über alles“

Und hier stehe das Bekenntnis, in das dieses Buch münden soll: Ja, wir lieben dieses Land. Und nun will ich euch mal etwas sagen: Es ist ja nicht wahr, dass jene, die sich ›national‹ nennen und nichts sind als bürgerlich-militaristisch, dieses Land und seine Sprache für sich gepachtet haben. Weder der Regierungsvertreter im Gehrock, noch der Oberstudienrat, noch die Herren und Damen des Stahlhelms allein sind Deutschland. Wir sind auch noch da. Sie reißen den Mund auf und rufen: ‚Im Namen Deutschlands …!‘ Sie rufen: ‚Wir lieben dieses Land, nur wir lieben es.‘ Es ist nicht wahr.

Vorangestellt ist diesem Buch der Vers „So kam ich unter die Deutschen“ von Friedrich Hölderlin, der,

ginge er im Jahr des Herrn ’24 durch Wien, auf die Mölker Bastei, ausrief:

So kam ich unter die —

und sich von der Badenden abwendete … Ein Gedicht aus vor bald über einhundert Jahren aus „Deutschland, Deutschland über alles“ ist und nicht nur das zum Vortragen:

Deutsche Richter von 1940

Wir stehen hier im Vereine
in diesem Lederflaus;
wie die abgestochenen Schweine
sehn wir aus.
Wir fechten die Kreuz und die Quere
mit Schlag und Hieb und Stoß;
wir schlachten uns um die Ehre –!
Auf die Mensur!

Los!

Der deutsche Geist? Hier steht er.
Wie unsere Tiefquart sitzt!
Wir machen Hackepeter,
daß die rote Suppe spritzt.
Wir sind die Blüte der Arier
und verachten kühl und grandios
die verrohten Proletarier –
Auf die Mensur!
Gebunden!
Los!

Wir sitzen in zwanzig Jahren
mit zerhacktem Angesicht
in Würde und Talaren
über euch zu Gericht.
Dann werden wirs euch zeigen
in Sprechstunden und Büros . . .
ihr habt euch zu ducken, zu schweigen
Auf die Mensur!
Gebunden!
Fertig!
Los!

Wie lange, Männer und Frauen,
seht ihr euch das mit an –?
Wenn sie sich heut selber verhauen:
Euch fallen sie morgen an!
Ihr seid das Volk und die Masse
von der Etsch bis an den Rhein:
soll das die herrschende Klasse,
sollen das unsere Führer sein –?
Fertig!

In Anlehnung an Kurt Tucholsky für das bald einhundert Jahre spätere Heute:

Seid dabei beim:
Seid nicht mehr dabei!

Da seid dabei! Beim
Seid nicht mehr dabei!

Seid dabei! Geht
Weiter! Laßt hinter euch
Die Vergangenheitsbadenden.
Geht weiter! Seid dabei!
Laßt sie, die mit Vergangen-
heitssteinen im Sack Jagenden,
Dort, geht weiter, laßt sie dort
Allein, wo sie wollen geblieben,
Im Gebirg‘ in ihrem Festungszelt.

„Schutzherr“ & „Beschützer“

Ein „Beschützer“ wollte er werden, sogar mehr als ein „Beschützer“, er wollte ein „Schutzherr werden, und als „Schutzherr“ wurde er auch von seinen Pgs. einst angepriesen, wie jetzt wieder

kurz vor einer Wahl einer von seinen Pgs. als „Beschützer“ gepriesen —

und verkünden, verstärkt durch ihre Lautsprecher ohne Kopfhörer, seine Pgs:

Als Volkskanzler wolle er der Diener, das Sprachrohr und der Beschützer der Österreicher sein.

Er wollte nicht nur ein „Beschützer“ werden, sondern ein „Schutzherr“, und das ist auch recht und …

ist er doch einer aus der „gehobenen Schicht“

der Elite und des Establishments.

Und das ist auch recht und … ein „Schutzherr„, der seine eigene Position nicht einmal beschützen kann, kann niemals irgendwen beschützen. Genauso lange in etwa, als der Schutzherrwollende Minister war, also für kurz,

war er Parteiobmann, konnte ihn der nun Beschützer-werden-Wollende nur so recht beschützen, als er ihn, den Schutzherrwollenden, selbst von der Obmannschaft erlöste.

Er wollte Präsident werden und als Präsident ein „Schutzherr“, er ist auch ein Präsident geblieben, aber

ein „Schutzherr“ ist er als ein Präsident nie gewesen und auch nicht mehr geworden, beschützt hat er keinen einzigen Menschen

es hält aber ihn nicht davon ab, wieder ein Präsident werden zu wollen,

noch ein höherer Präsident, und dann mehr oder weniger

kurz später gar der erste Präsident, und dann aber ein „Schutzherr“ wie er in der Bibel steht.

Was „Schutzherrn“ und „Beschützer“ in einer Bruderschaft weiter eint, ist ihr gemeinsames Bekenntnis: „Euer Wille geschehe“, im Glauben,

daß ihnen wie einst erfüllt wird: Gebet, was ihnen ist und schicket ihnen Soldaten in die große Stadt,

gebet ihnen, was ihnen ist, schicket im ganzen Lande Soldatinnen aus …

Ob „Schutzherr“, ob „Beschützer“,

mit „Schutzherren“, mit „Beschützern“ hatten einst schon Demokratien keine Erfahrungen gemacht, die gut genannt werden können, hingegen reichliche Erfahrungen, von den schlechten die schlechtesten Erfahrungen, derart die schlechtesen Erfahrungen, daß sie nur im Einfrieren, im künstlichen Tod, bis zu dem Tag, an dem die „Schutzherren“ nicht mehr waren, ihre Rettung, ihre Auftauen …

Vermächtnis eines „echten Österreichers“

In sein Testament hat Richard Lugner dies

Ich habe keine Rechtsextremen gesehen. [S]elten so gehobene Schichten wie am Akademikerball. [W]o überhaupt nichts Unanständiges geschieht.

nicht geschrieben. Dennoch wird dies von ihm etwa ein halbes Jahr vor seinem Tod Geäußerte gar vielen in diesem Land ein sie bestärkendes Vermächtnis sein, die österreichische Leitkultur weiter aufrechtzuerhalten, das Zusehende nicht zu sehen.

Wer in die Hofburg zu, was für ein gar schön altes Wort für Eliten, Establishment, „gehobene[n] Schichten“ immer wieder eingeladen wurde, schuldet der Höflichkeit und Anständigkeit, ebenfalls eine Einladung zu hinterlassen,

zur Feier in den Stephansdom

diese ehrenreiche Einladung, eine Rede zu halten, hat der Präsident in Treue recht gerne angenommen, um zu bekennen, der Verstorbene sei ein „echter Österreicher“, sei ein „wahrer Österreicher“ gewesen; es werden ihm dabei wohl noch die ihn wärmenden Winterhofburgballworte in Erinnerung gewesen sein,

dieses Bekenntnis zum Nichtsehen, dieser Ausdruck der wohligen Geselligkeit im Kreise gehobener Schichten, in dem nichts Unanständiges geschieht, „in dem nichts Wildes erzählt wird“ – bloß „Burschenschafter, junge, nette Studenten und alte Herren“ unter sich, so ungezwungen frei, als wären sie auf ihren Buden der gesinnungsgehobenen Schichten, die sie zu ihrer Weltanschauung kleben, den Klebstoff dafür aus Hopfen, Spucke, Malz und Mehl —

Mit ihm, dem Präsidenten vom Lande, kamen an diesem Samstag viele seiner Gesinnung in das österreichische Zentrum des Glaubens, u. a. der Kommentator Österreichs, die Grand Dame, der Переводчик, des Übersetzers ehemaliger Vize, der Eingeheiratete mit dem Namenswechsel

Ebenfalls eingeladen in die Kathedrale, um eine Rede zu halten, der poysdorferische Präsident auf dem Lande, und dieser bekannte, heute verneige sich ganz Österreich ehrerbietend vor Richard Lugner. Wie recht er sprach, einem Mann mit einem derart ausgesprochenen Vermächtnis, nicht zu sehen, was zu sehen ist, kann nur Ehrerbietung bezeugt werden. Es sprach an diesem 31. August 2024 also ein Präsident, der dazu wohl von seinem heimatlichen Lande anreiste, und ein aus einer Kleinstadt stammender Präsident auf dem Lande, in dem die Parteien dieser Präsidenten bereits in einer Regierung gemeinsam sitzen.

Möglich, daß die Einladung, einen patriotischen Präsidenten und einen christlichen Präsidenten reden zu lassen, auch ein und dazu passender Teil des Vermächtnisses ist, ebenfalls nicht im Testament niedergeschrieben, aber

SEin unausgesprochener Wille, sein dahingehend zu deutender letzter Wille, es mögen diese zwei Parteien die nächste Regierung auf dem ganzen Lande …

Eine Ministerin als Vertretung der österreichischen Bundesregierung war an diesem Samstag ebenfalls in der Stephanskirche zugegen und „spricht ihr Beileid aus“

und vielleicht sprach sie dabei für sich still nach innen ein „Vaterunser“, DEin Wille geschehe und gebet uns das Reich, zu regieren, gemeinsam allein meiner Partei und der Partei des burgenländischen Präsidenten,

der so recht schön vom „echten“, vom „wahren Österreicher“ spricht, ganz und gar erfüllt von unserer Leitkultur, geheiligt sei ihr Name

PS Wenn nun der Grinzinger Friedhof die letzte Heimstätte, wie es gläubig so hoffnungsreich heißt, auch von Richard Lugner ist, dann ist dieser Friedhof wohl endgültig zum Friedhof der Lustigsten Österreichs geworden, und damit hat dann — Gläubige wissen mitleidend um das schmerzvolle Leben der Skelette und der Aschen in Einsamkeit — auch das lange Warten eines ebenso großen Unterhalters auf einen ebenbürtigen Unterhalter als Nachbarn ein Ende, nach fünfunddreißig Jahren.

„Euer Wille geschehe“

Vor 65 Jahren trug Erich Kästner zu seinem 60. Geburtstag, der vor 125 Jahren geboren und vor 50 Jahren verstarb, in einer Rundfunksendung selbst sein Gedicht „Die Maulwürfe oder Euer Wille geschehe“ vor.

Die identitäre Parlamentspartei plakatiert in diesem August 2024 also so einfach wie kurz Erich Kästner.

Erich Kästner trägt somit Jahrzehnte später zu einer Aufregung in Österreich bei, zu einer Aufregung, weil gemeint wird, die patriotische Parlamentspartei hätte nicht Erich Kästner zitiert, sondern die Bibel.

Die Bibel hat die gebirgsjägerisch geführte Partei nicht plakatiert. Ein Zitat ist, wie allgemein bekannt, eine wörtliche Wiedergabe, und stets in Anführungszeichen.

Die parlamentarische Festungspartei hat also Erich Kästner zitiert, ohne ihn zu nennen, ohne Anführungszeichen, damit ein Plagiat, einen Diebstahl als Werbung für sich plakatiert.

Erich Kästner zu plakatieren, meinen Sie, könne doch nicht eine eine derartige Aufregung verursachen. Doch. Es muß bloß der Wille zu einer Aufregung stark genug sein. Dann geschieht die Aufregung wie von selbst. Es muß nur verbreitet werden, diese Partei habe etwas aus der Bibel zitiert. Verdrängt, verschwiegen muß dabei bloß werden, daß es genauso Erich Kästner schrieb: „Euer Wille geschehe“. Dafür muß nur laut in die Aufregung gedrängt werden, diese Partei habe sich am Glauben vergangen, einen Spruch plakatiert, der wörtlich lautet: „Dein Wille geschehe“ — „Dein Wille geschehe – Die schönsten islamischen Gebete“ von Schimmel Annemarie, 5. Auflage 2004, Spohr, Kandern im Schwarzwald.

Und schon ist die perfekte Aufregung in Gang gesetzt, der Marschbefehl erteilt und befolgt.

Der Satz „Euer Wille geschehe“ spiele mit einem Zitat aus der Bibel, „und noch dazu mit dem wichtigsten Gebet, das Christinnen und Christen kennen“, sagte der Generalsekretär der Bischofskonferenz, Peter Schipka, am Donnerstag im Interview mit Kathpress: „Leider kommt so etwas im wirtschaftlichen und politischen Marketing immer wieder vor. Wer das tut, dem muss bewusst sein, dass er mit etwas spielt, das Menschen heilig ist, und damit diesen Menschen nicht die Wertschätzung entgegenbringt, die sie verdienen.“

Es wird Peter Schipka wohl seine Lehre daraus gezogen haben, aus seinem traumatischen Erlebnis, keine Wertschätzung zu erfahren, als ein für kurz gewesener Bundeskanzler für den Termin mit Peter Schipka den Auftrag gab: „Ja, super. Bitte Vollgas geben.“ Seine Lehre wohl daraus, fortan hellhörig zu sein, was immer gesagt oder geschrieben wird.

Noch schwerere Geschütze fuhr die Wiener Theologin Regina Polak in der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung „Die Furche“ auf. Wenn die FPÖ Slogans in Anlehnung an das Vaterunser-Gebet plakatiert, sei das, so Polak, „die zynisch-spottende, nichts und niemanden ernst nehmende Ankündigung eines politischen Projektes zur Zerstörung der liberalen, menschenrechtsbasierten Demokratie und ihrer Institutionen“. Das Plakat sei deshalb nicht „nur“ Blasphemie, sondern Ausdruck einer „postmodernen Dämonie“. Blasphemie lästere zwar, anerkenne aber immer noch die Wirklichkeit Gottes. „Eine Dämonie anerkennt nur mehr irdische Macht und leugnet faktisch die Existenz Gottes, ungeachtet dessen, was öffentlich verkündet wird“, so die Leiterin des Instituts für Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Postmodern sei sie zudem, „weil sie keinen wie immer gearteten Anspruch auf Wahrheit anerkennt und alles für Eigeninteressen interpretiert und benützt“.

Regina Polak weiß viel über zynisch-spottende Ankündigungen, weiß viel über Demokratie, weiß genau, wer zu herrschen hat … „Dein Wille geschehe!“: Der erste Satz im Pflichtenheft einer jedweden Diktatur. „Dein Wille geschehe!“: Der erste Satz des Schwurs auf jedwede Diktatur.

Zulehner indes nahm den weiteren Plakat-Slogan „Dein Herz sagt Ja“ zum Anlass, nach dem Verstand zu fragen: „Es geht immer nur um Emotionen“ – dabei brauche Demokratie und eine reife Wahlentscheidung „politische Nachdenklichkeit“. Dass der FP-Obmann offenbar an einem „eigenen Kickl-Vaterunser“ arbeite, zeuge indes von einem „Missbrauch der Religion eigener Art“.

Paul M. Zulehner, oh, was für ein Propagandist der Religion der eigenen Art, zu der auch dieser Partei Herz rückhaltlos Ja …

Für das Bündnis Demokratie und Respekt sind Christentum und Rechtsextremismus nicht vereinbar. Die FPÖ sei deshalb „unwählbar“, hieß es bei einem Medientermin am Donnerstag im Cafe Landtmann in Wien. Ökonom und Bündnissprecher Stephan Schulmeister sagte: „Beide Weltanschauungen widersprechen sich fundamental.“ Besorgt stimmte ihn die Verwendung christlicher Begriffe auf FPÖ-Plakaten. Parteichef Kickl habe sich zuletzt „verändert“, so Schulmeister. Schulmeister zitierte eine Erklärung der deutschen Bischofskonferenz, wonach völkischer Nationalismus und Christentum unvereinbar seien. Universelle Menschenrechte würden etwa von Rechten abgelehnt. Ähnliche Widersprüche erkennt das Bündnis auch bei der Haltung zur Klimakrise, zur EU und zu Frauenrechten. Die Kirche sei zwar „keine Vorfeldorganisation des Feminismus“, bemerkte Schulmeister, der Grundsatz der Gleichheit werde aber dennoch hochgehalten.

„Parteichef Kickl habe sich zuletzt ‚verändert‘,“ Gott würde Schulmeister wohl fragen: „Wo warst du, Stefan?“

Oh, und wie „der Grundsatz der Gleichheit dennoch hochgehalten werde“, geradeso,

als hätte ein Gottesmann das Gleichbehandlungsgesetz vom Berge herunter zu den Menschen …

„Völkischer Nationalismus und Christentum“ sei unvereinbar, zitiert die Schulmeister die Erklärung der deutschen Bischofskonferenz, von dieser auf ihrer Vollversammlung am 22. Februar 2024. Aus Österreich kann er dergleichen nicht zitieren. Wie auch. In diesem Land der Vereinbarkeit von allem mit seinem reichen Erbe des christlichen volkskanzlerischen Nationalen …

Heftige Kritik kam am auch von Abt Pius Maurer vom Stift Lilienfeld. Den zentralen Satz „Dein Wille geschehe“ aus dem Vater Unser leicht verändert („Euer Wille geschehe“) für politische Wahlwerbung zu nützen, halte er für „geschmacklos“, so Maurer. Die christliche Religion sei grundsätzlich friedlich, dennoch sollte sie sich nicht alles gefallen lassen müssen wie etwa „die taktlose Benützung eines Gebets- und Bibelzitates für Parteipropaganda“.

Die christliche Religion sei grundsätzlich friedlich, so friedlich, wie diese vom Grundsatz her die Gleichheit hochhalte … Ob Pius Maurer ab und an auch für seinen vor langer Zeit verstorbenen Zisterzienserbruder betet, ihn in seine Fürbitten einschließt, der viel geschrieben, Fahnen aufzog, viele Vorarbeiten leistete für seine Gesinnungsbrüder bis zum Heute herauf?

Die frühere evangelische Pfarrerin und Gründerin von „Omas gegen Rechts“, Monika Salzer, sprach von „Vernunft und Wahrung von Werten“ in den Kirchen. Kräfte wie die FPÖ würden hingegen den „gesellschaftlichen Frieden infrage stellen“. Salzer: „Kickl will die Verfassung aushebeln.“

Was der Festungskommandant für seine Machtträume an Verfassung braucht, hat er bereits mit dieser

Verfassung, die eine „Zeitbombe“ für solch gesinnungsgemäß zugerichtete Menschen ist —

Die Arbeit des Aushebelns der Verfassung wurde für solche Gesinnungen unter christlicher Patronanz vor Jahrzehnten bereits erledigt.

Sehr nachdenklich zeigte sich der Pressesprecher der Erzdiözese Wien, Michael Prüller, in einem Kommentar in der aktuellen Ausgabe der Wiener Kirchenzeitung „Der Sonntag“: „Was macht man da als Christ? Soll man sich freuen, dass die Volkssouveränität mit einer verfremdeten Zeile aus dem Vaterunser gewürdigt wird? Oder soll man Diabolisches vermuten – weil der Teufel ja gerne die guten Dinge durch kleine Verschiebungen, die ganz unschuldig daherkommen, auf den Kopf stellt? Hier hätte er ja nur ein besitzanzeigendes Fürwort von der Einzahl in die Mehrzahl gehoben.“ Es gäbe da in der Tat viel Nachdenkstoff. Zum Beispiel auch, ob die FPÖ mit „Euch“ das Volk, die Mehrheit oder die frustrierte Masse ermächtigen wolle. „Oder ob das Vaterunser nicht irgendwie denkmalgeschützt sein sollte. Oder ob es doch irgendwie nett ist, dass die Partei, der doch die ganze Literaturgeschichte offengestanden wäre, gerade zum christlichen Erbe greift, noch dazu einmal ohne erkennbare Absicht, damit irgendjemandem anderen wehtun zu wollen.“

Ohne Teufel geht es nicht. Das ist religiöse Tradition. Was antwortete Gott auf die Frage der Identität? Sagte Gott: „Ich bin der andere“?

Teufelvater des Sohnes, dem gelehrt, das Schwert zu bringen,

dem befohlen, das Schwert zu bringen,

vereidigt auf des Vaters Willen, das Schwert zu bringen

und nicht den Frieden, und nicht den Frieden.

„Vater… denkmalgeschützt sein sollte“ — Prüller … denkmalgeschützt wie der einstige christliche Landesvater zu Wien …

Und es zeigt sich auch hier wieder, das recht große christliche Herz, bereit, zu vergeben, bereit zu vergessen, für sie einzutreten, bereit sie aufzunehmen, jene die „nett gerade zum christlichen Erbe, noch dazu einmal ohne erkennbare Absicht, damit irgendjemandem anderen wehtun zu wollen“ …

Wie recht doch Michael Prüller hat, es wäre doch dieser Partei die ganze Literaturgeschichte offengestanden, für ein zu plakatierendes Zitat.

Und es steht ihr auch die ganze Literaturgeschichte offen,

von der sie reichlich Gebrauch macht,

für die Lyrik die Freude, durch die sie Kraft

Bei Hölderlin sah diese von Bildung ganz und gar durchdrungene Partei die Notwendigkeit, seinen Namen doch hinzuschreiben, wenn sie ihn zitiert:

„Wo aber Gefahr […]

Bei Kästner, der doch noch sehr gegenwärtig ist, vertraute sie wohl darauf, daß die Menschen beim Lesen von „Euer Wille geschehe“ sogleich ausrufen: Kästner!

Vor bald 60 Jahren durfte Erich Kästner noch persönlich erleben, was in diesen letzten Augusttagen 2024 so heftig und aufgeregt beschworen wird: die „Unvereinbarkeit von Christentum und […]“

»Am Erntedanksonntag des Jahres 1965 brannten am Rhein wieder einmal Bücher. Der evangelische »Jugendbund für Entschiedenes Christentum« warf beim Gesang frommer Lieder »Schundhefte« sowie Werke von Kästner, Grass, Camus, Sagan und Nabokov ins Feuer. Das Ordnungsamt hatte die Aktion offiziell genehmigt. Der CVJM sah in ihr einen »Akt der Notwehr«.

Für solch einen Erntedank werden auch rechte Materialien gebraucht, und es werden immer welche gefunden, so etwa wie 2016 für den Erntedankgottesdienst mit dem biblischen und koranischen „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden“

Wessen Wille diese Partei aber will, daß er geschehe — nun, es ist der Wille von Durchlauchten, und so kam es wohl auch zur recht respektvollen und hochwertschätzenden Fürbitte auf dem Plakate: „Euer Wille geschehe“ —

Nun aber genug, von dieser Aufregung im Wettstreit um Wahrheit, Lüge und Propaganda. Es soll das Gedicht von Erich Kästner, das er vor 65 Jahren an seinem 60. Geburtstag rezitierte, als das Wesentliche dieses Kapitels zitiert sein.

Die Maulwürfe oder Euer Wille geschehe

I
Als sie, krank von den letzten Kriegen,
tief in die Erde hinunterstiegen,
in die Kellerstädte, die drunten liegen,
war noch keinem der Völker klar,
daß es ein Abschied für immer war.

Sie stauten sich vor den Türen der Schächte
mit Nähmaschinen und Akten und Vieh,
daß man sie endlich nach unten brächte,
hinab in die künstlichen Tage und Nächte.
Und sie erbrachen, wenn einer schrie.

Ach, sie erschraken vor jeder Wolke!
War´s Hexerei oder war´s noch Natur?
Brachte sie Regen für Flüsse und Flur?
Oder hing Gift überm wartenden Volke,
das verstört in die Tiefe fuhr.

Sie flohen aus Gottes guter Stube.
Sie ließen die Wiesen, die Häuser, das Wehr,
den Hügelwind und den Wald und das Meer.
Sie fuhren mit Fahrstühlen in die Grube.
Und die Erde ward wüst und leer.

II
Drunten in den versunkenen Städten,
versunken, wie einst Vineta versank,
lebten sie weiter, hörten Motetten,
teilten Atome, lasen Gazetten,
lagen in Betten und hielten die Bank.

Ihre Neue Welt glich gekachelten Träumen.
Der Horizont war aus blauem Glas.
Die Angst schlief ein. Und die Menschheit vergaß.
Nur manchmal erzählten die Mütter von Bäumen
und die Märchen vom Veilchen, vom Mond und vom Gras.

Himmel und Erde wurden zur Fabel.
Das Gewesene klang wie ein altes Gedicht.
Man wußte nichts mehr vom Turmbau zu Babel.
man wußte nichts mehr von Kain und Abel.
Und auf die Gräber schien Neonlicht.

Fachleute saßen an blanken, bequemen
Geräten und trieben Spiegelmagie.
An Periskopen hantierten sie
und gaben acht, ob die anderen kämen.
Aber die anderen kamen nie.

III
Droben zerfielen inzwischen die Städte.
Brücken und Bahnhöfe stürzten ein.
Die Fabriken sahn aus wie verrenkte Skelette.
Die Menschheit hatte die große Wette
verloren, und Pan war wieder allein.

Der Wald rückte näher, überfiel die Ruinen,
stieg durch die Fenster, zertrat die Maschinen,
steckte sich Türme ins grüne Haar,
griff Lokomotiven, spielte mit ihnen
und holte Christus vom Hochaltar.

Nun galten wieder die ewigen Regeln.
Die Gesetzestafeln zerbrach keiner mehr.
Es gehorchten die Rose, der Schnee und der Bär.
Der Himmel gehörte wieder den Vögeln
und den kleinen und großen Fischen das Meer.

Nur einmal, im Frühling, durchquerten das Schweigen
rollende Panzer, als ging´s in die Schlacht.
Sie kehrten, beladen mit Kirschblütenzweigen,
zurück, um sie drunten den Kindern zu zeigen.
Dann schlossen sich wieder die Türen zum Schacht.

Es gibt so viele Hinwendungen an einen ungarischen Mann in Österreich, „dem Erlöser der ungarischen Kirche“,

so viele Wünsche, Träume, Fürbitten, sein Wille möge auch in Österreich geschehen, daß zu seiner Ehrerbietung das Gedicht von Erich Kästner in der Übersetzung von Békés István auch in seiner Sprache zu ziteren, die viele in Österreich schon sprechen, auch wenn sie noch meinen, deutsch zu sprechen

A vakondok avagy Legyen meg a ti akaratotok
I
Háborúktól tönkregyötörve
jó ezer ölre szálltak a földbe,
a városodukba, pincegödörbe,
de senki se tudta azt, hogy ott
minden időkre elbúcsúzott.

Tolongtak a tárnarácsot elérve,
bőg a barom, masinák vasa kong,
mind le szeretne jutni a mélybe,
a mű-tüzü napba, a mü-ködü éjbe.
S gyomruk kavarog, ha egy sikong.

Rémíti őket a kóbor felhő!
Átok-e már avagy élet-e még?
Fürdik a pázsit, a patak, a rét?
Vagy szökevény tömegekre lepergő
gyilkos mérgeket ont az ég?

Az Úr szép napját messzire hagyták.
És messze a rétet, a rengeteget,
a házat, a tengert, lenge szelet.
És jártak a liftek, teltek az aknák.
És a föld színe puszta lett.

II
Lent, hol a mélyben városok álltak,
mint állt rege-régen Vinéta alant,
folyt a nagy élet, dalt muzsikáltak,
tollal, atommal manipuláltak,
az pénzt keresett, ez ágyba zuhant.

Föléjük az Új Haza gép-ege zárul.
Kék horizontja csiszolt üveg.
Szunnyad a félsz. Az elme feled.
Csak néha meséltek anyák ibolyárul,
s a fű, falevél, telehold mese lett.

Ég meg a föld csak lírai forma.
Ódon verset idéz csak a régi idő.
Ki tudja: mi volt Bábel csodatornya.
A Káin, az Ábel kinek fia-bornya.
S a síron a mécses: neoncső.

Lestek a mesterek szemvakulásig,
hogy száz csodagépük mit dübörög.
Nagy periszkópok tükre mögött
ülve figyeltek: jön-e a másik.
Ám az a másik az sose jött.

III
Fent térdrerogyott paloták kőteste.
Sín kiszakadt, leomolt a híd.
Gyár suta csonkja meredt az égre keresztbe.
A tétet az ember elvesztette,
a néma magányba’ csak Pán dala sírt.

Beárad az erdő, rázúdul a romra,
gépcserepen tör az ablakoromra,
lokomotívokon átgázol,
tornyokat tűzdel a zöld hajú lombba,
s Krisztust ledönti az oltárról.

Újra parancs, ami ősjogu rend yolt.
Nem törhetik el törvényköveit.
Szavát medve, virág meg a hó követik.
Az égi madáré újra a mennybolt,
s nagy és kis halaké a víz, fenekig.

Évente, tavasszal, előkerekeztek
a tankok, alattuk porzik az út.
Cseresznyevirág-gallyakat szedegettek,
hogy lent mutogassák a kisgyerekeknek.
S ismét becsukódtak a tárnakapuk.

18 hatte bald vom geraubten Begriff „Volkskanzler“ die Schnauze voll und war gesetzlich für die restlichen 11 Jahre „Führer und Reichskanzler“ zu nennen

Es dauerte gerade einmal 18 Monate, daß Adolf Hitler die Schnauze davon voll hatte, „Volkskanzler“ genannt zu werden, die Schnauze davon voll hatte, „Volkskanzler“ zu sein, und schon wurde gesetzlich festgelegt, was er sein wollte, wie er genannt werden wollte — „Führer und Reichskanzler“. Und das war, einfach wie kurz gesagt, ehrlich; denn mit dem „Volk“ hatte er nichts zu tun, das „Volk“ war ihm kein Anliegen, „Haus- und Hofkanzler des Volkes“ zu sein, das war nicht sein Bestreben, dafür gierte er nicht nach der Macht, zu der er nicht gewählt wurde, sondern die ihm gegeben wurde, ausgemacht hinter verschlossenen Türen, nach einer Wahl, in der seine Partei sogar Stimmen verlor, ihr Anteil fiel von 37,1 % auf 33,1 %, die ihr zwar den ersten Platz einbrachte, mit 20,4 % kam die SPD auf den zweiten Platz in dieser November-Wahl 1932, aber keine Bekundung der Wähler war, keine Legitimation durch die Wählerinnen war, aber nicht der Wille des „Volkes“ war, daß seine Partei Regierungspartei werden müsse, daß 18, also Adolf Hitler, Kanzler werden müsse.

Daß 18 so schnell sich vom „Volkskanzler“ verabschiedete, ist vielleicht darauf zurückzuführen, daß 18 möglicherweise eines Tages erfuhr, woher der Begriff „Volkskanzler“ stammte, und als solcher sah sich 18 wohl ganz und gar nicht.

„Volkskanzler“, ein Begriff, der schon vor einhunderteinundneunzig Jahren in einer Erzählung Verwendung fand, also bereits 56 Jahre vor der Geburt von 18.

Es hätte ihm vielleicht zu wenig geschmeichelt, als er möglicherweise erfuhr, was des „Volkskanzlers“ Platz und Aufgabe … so wie es über „Die öffentlichen Schreiber in Venedig“ im November 1833 in „Echo“ zu lesen war, in der „Zeitschrift für Literatur, Kunst, Leben und Mode“ —

Porta della Carta heisst das grosse Thor des Dogenpallastes an S. Marcus, wo seit undenklichen Zeiten die öffentlichen Schreiber die Haus- und Herzensangelegenheiten des Venezianischen Volkes von Geschlecht auf Geschlecht dem Papier vertrauen. Haus-und Hofkanzler des Volkes, sitzen sie als wahre Helden der Feder vom Morgen bis zum Abend in ihren Kathedern und trotzen eben so fest der Schwüle der Hundstage, welche den Athem versetzt, als sie beherzt mit einer ärmlichen Koblenpfanne alle eisigen Stürme des Winters heraus fordern, welche von drey Seiten frey in den alten Pallast hinein und heraus fahren, und nach Lust und Laune durch die erhabenen Gewölbe toben.
Was die alles schreiben mögen!
Mehr als Einmal ist mir der Gedanke gekommen, hundertmal hat mich die Lust angewandelt, meine Kleider mit einem verschlossenen Wams zu vertauschen, das einen ernsten Blik auf den Gang der Zeit thun liesse, und eine entschiedene Abwechslung in der Wahl und Zusammenstellung der Knöpfe zeigte: darüber einen ehrwürdigen Radmantel, worauf alle Farben des Regenbogens spielten, und auf den Kopf einen Plüschhut, der hier und da den haltenden Pappendeckel hervorsehn liesse! In so stattlichem Aufzuge wäre ich für mein Leben gern einen Tag (versteht sich keinen Winter oder Hundstag) in so einer Catheder gesessen, das Schreibzeug vor mir, Papier und Feder zur Hand: um in dieser Art von Beichtstuhl die Geheimnisse manches schönen Kindes zu belauschen!
» Ma! Es geht schlecht, schlecht, sehr schlecht! sagte eines Tages der alte Schreiber, an dessen Katheder ich eben stand, um einen Bekannten zu erwarten. Ja sonst, in den alten Zeiten, als im Dogenpallaste noch alle Regierungsbehörden sassen, ja da war es ein anderes Ding. Da waren wir es, die den Ignoranten die nicht lesen und schreiben konnten, alle die Suppliken und Memoriale aufsetzten! Auch später war noch ein Stück Brot zu verdienen, bis auf den Tag, wo alle die Aemter wegverlegt wurden. Jetzt sitzen wir auf dem Trockenen. Vor vierzig Jahren, als ich durch Verwendung und Protection zu diesem Platze kam, hätte ich meinen Verdienst nicht um einen Silber-Ducato des Tages losgeschlagen. Jetzt erwerbe ich kaum den nothdürftigen Unterhalt. Die Zeiten haben sich sehr verändert. Nicht die Suppliken und Bittschriften allein trugen sonst klingenden Vortheil das Lesen und Schreiben war überhaupt noch nicht so gemein geworden; kaum einer oder der andere verstand es. Da war keine zärtliche Mutter um Nachricht von dem fernen über See gegangenen Sohn besorgt, kein zärtliches Mädchen hatte etwas an ihren Geliebten zu berichten, ohne dass es durch uns ging. Wir mussten die Briefe schreiben, und die Antworten mussten wir lesen; und sehn Sie lieber Herr, das wurde bezahlt! Jetzt geht jedes Kind in die Schule, sogar die kleinen Mädchen lernen schon schreiben. Da ist es aus.
Während ich den kunstreichen Schmuck an Jen Brunnen betrachtete, und den Mädchen und Frauen zusah, die kamer und gingen, um ihre Wassergefässe zu füllen, kamen mir die Worte meines venezianischen geheimen Volkssecretärs nicht aus dem Kopfe. War es doch eine so weise Vorsicht die Bureau’s aus dem Dogenpallaste zu entfernen, um dies ehrwürdige Denkmahl Venezianischer Hohheit vor der Gefahr des Feuers sicher zu stellen. Aber der Volkskanzler berechnete nur, wie viele Soldi, des Tages ihm dadurch entgingen.
Und die Klagen über die Verbreitung des Unterrichtes! Nun die sind nichts so besonderes. Wie viele klagen im Stillen mit dem geheimen Secretär unter dem Papierthor des Dogenpallastes in Venedig! Wie mancher schlägt das Kreuz vor der steigenden Bildung des Volkes, von der er nichts Gutes für sich weissagt. Freylich so ein geheimer Secretär gewinnt wenig dabey; und auch der Pfarrer hatte offenbar recht, welcher die Ehelosigkeit so vieler Mädchen den arithmetischen Kenntnissen unserer jungen Leute zuschrieb. Die Bedürfnisse des schönen Geschlechtes wachsen von Jahr zu Jahr. Wer dieses ewige Subtrahiren mit den leider nicht in gleichen Verhältnisse steigenden Summen der Einkünfte zusammenhält, und sich auf die Arithmetik versteht: sieht leicht, dass dabey aus der Multiplication kein sonderlicher Gewinn erwachsen kann.

November 1918 wurde einer als „Volkskanzler“ bezeichnet, und das war nicht einer aus der 18er Partei, und das war noch lange nicht 18 selber, der, einfach wie kurz erzählt, im November 1918 auf dem Weg von einem Lazarett nach München war, in eine persönliche Zukunft, die wieder eine hätte werden können, wie seinerzeit in Wien: arbeitslos, obdachlos und sozial untergebracht in einem Männerheim …

Und trotz dieser Geschichte des Begriffes „Volkskanzler“ wird nach wie vor die Geschichte vom „NS-Begriff“ verbreitet, wie auch wieder am 27. August 2024 in der Tageszeitung des österreichischen Medienstandards, diesmal von Stefan Weiss.

Was [11] damit eigentlich sagt: Er, der „Volkskanzler“ (ein NS-Begriff) werden will, rede lieber hier in Hallein auf einer Straßenbühne zu den „einfachen Leut'“, als sich bei den Festspielen unter die vermeintlichen Eliten zu mischen.

In seiner „Geschichte des Begriffs ‚Volkskanzler‘: von [8] zu [11]“ berichtet Markus Sulzbacher im November 2023 zumindest davon, daß auch ein anderer „Volkskanzler“ genannt wurde, und nicht nur 8, dem zwölf Jahre an der Macht zugeschanzt wurden, die er dazu nutzte, alles in einem Fiasko enden zu lassen, zwölf Jahre, die 8 für sich selbst wohl als gute Jahre erlebte, vielleicht wollte 8 für sich selbst auch nicht mehr als zwölf gute Jahre, gar bescheidener hingegen der Anspruch von 11, wie es nun im August 2024 auf Wahlplakaten steht: „5 gute Jahre“

Wenn ein Mensch etwas weiß, möchte er etwa sein Geschichtswissen nicht nur in digitaler Form zu lesen wissen, sondern es auch gedruckt sehen, und die Tageszeitung des österreichischen Medienstandards erfüllt es ihm schon drei Tage später, veröffentlicht es ihm in seiner Druckausgabe vom 30. August 2024 …

Wie immer noch eine sonderliche Anerkennung der 18er Partei vorherrscht, diese hätte je irgendwas geschaffen, beispielsweise Begriffe wie „Volkskanzler“, dabei hat die 18er Partei stets nur eines gemacht, je alles, was sie vorfand, übernommen, gesinnungsgemäß einverleibt und ihrer Gesinnung gemäß mißbraucht

so wie es bis heute herauf in diesen Gemeinschaften gesinnungsgemäße Tradition ist, alles zu plündern, was nur igendwie geplündert werden kann, zum Mißbrauch für die eigene Gesinnung, die selbst nur eine aus dritter Hand —

Wie leicht es doch stets der 11er Partei gemacht wird, zurückweisen zu können, entkräften zu können,

sich als Verfolgte zu beklagen, als Opfer um Mitleid zu heischen,

die doch nichts mit der 18er Partei zu tun habe, wie es auch beim Begriff „Volkskanzler“ der Fall ist.

Und wenn schon auf Geschichte zurückgegriffen wird, um, oh, vor der 11er Partei aus hehren Gründen zu warnen,

so wäre es zutreffender, bei 54 zu beginnen, dessen Regierung unter dem wirtschaftswissenschaftlichen Einfluß stand, unter dem heute auch und weiter die 11er Partei steht, vor allem mit ihrer Kandidatin an sechster Stelle, die gerade das Wirtschaftsprogramm des Augustes 2024 der 11er Partei

In welchem Fiasko es damals endete, angerichtet von 54 und seiner Partei, läßt eher erahnen, wohin es wieder führen wird, einfach wie kurz gesagt,

wenn nach dem 29. September 2024 es wieder zu einer Regierung unter diesem wirtschaftswissenschaftlichen Einfluß kommen sollte,

zu einer nicht gewählten, sondern gemachten und angelobten Bundesregierung kommen sollte,

diesmal aber unter der ebenfalls nicht gewählten sondern gemachten und angelobten Führung von 811 —

„Euer Wille geschehe“

Auf den Straßen sind nun, kurz vor der nächsten Nationalratswahl in Österreich, Plakate abgestellt, auf denen so kurz vor dem 29. September 2024 zu lesen ist: „Euer Wille geschehe“, ohne Satzzeichen, von einer Parlamentspartei, die mit der Einsparung der Interpunktion wohl bereits ein sichtbares Zeichen ihres totalen Einsparungswillen mit verkünden will.

Wessen Wille soll dieser österreichischen Parlamentspartei geschehen? Auch das spart diese Partei bereits ein, den Namen zu nennen, dessen Willen sie will erfüllen. Denn sie, die Partei, kennt die Namen, und meint, das genügt, wenn sie allein die Namen kennt, deren Wille zu geschehen habe, Namen, die bereits durch „Euer Wille geschehe“ offenbart. Durchlauchten sind mit „Euer“ untertänigst anzusprechen, sie, die Partei, erbittet also von Hochherrschaftlichen mit geziemender Unterwürfigkeit, daß ihr Wille geschehe, der Wille auch von August von Hayek geschehe, in den himmlischen Bergen so in den erdigen Tälern.

Und da es geschrieben steht, kein Mensch solle sich von IHm ein Bild machen, ist auf den auf Straßen abgestellten Plakaten nicht ER abgebildet, sondern ein IHn Bittender, der IHm gleich in den Bergen zu wandern rechte Erfüllung findet.

Manche vor solch einem auf der Straße abgestellten „Euer Wille geschehe“-Plakat werden wohl ins Grübeln kommen und meinen, es sei etwas Religiöses dabei, und wahrlich, es ist, einfach wie kurz gesagt, etwas Religiöses dabei. Ein Jünger auf einer „bemerkenswerten Reise des Glaubens und der Einheit, in diesem Sommer an einer bedeutenden Pilgerreise durch die Vereinigten Staaten“ …

Diese Wallfahrt, die Teil des Nationalen Eucharistischen Kongresses 2024 ist, zielt darauf ab, das Land wieder Christus in der Eucharistie zu weihen. Die Pilger legen dabei Tausende Kilometer zurück, um das Allerheiligste in verschiedene Gemeinden zu bringen. [K. W.], der derzeit ein Studium in Washington, D.C. absolviert, verkörpert den Geist der Hingabe und Liebe zur Eucharistie: Er stammt aus Bayern — einer Region in Deutschland, die für ihre eucharistischen Prozessionen bekannt ist — und freut sich, dass diese Tradition in den USA Fuß fasst. „Es ist eine Freude zu sehen, wie sich dieses Konzept hier durchsetzt, wo es meiner Meinung nach viel nötiger ist“, sagte er gegenüber EWTN. Die Pilgerreise erstreckt sich über 10.000 Kilometer auf vier verschiedenen Routen, die auf den entgegengesetzten Seiten des Landes beginnen und in Indianapolis zum National Eucharistic Congress vom 17. bis 21. Juli zusammenkommen. [W.] geht die Marianische Route, die am Oberlauf des Mississippi in Minnesota beginnt und sich durch mehrere Staaten zieht. [K. W.], der von sich sagt, ein großer Liebhaber des Wanderns und Reisens zu sein, fand die Idee, ein dauerhafter Pilger zu werden, „von Anfang an ideal“. Besonders begeistert ist er vom Potenzial dieser Reise, die Menschen in einem umstrittenen und von Spaltung geprägten Wahljahr zu vereinen. „Jesus im Sakrament erwartet uns alle, unabhängig davon, welche Partei wir wählen oder woher wir kommen“, stellte er fest. „Diese Pilgerreise ist ein verbindender Moment, der dem Land Heilung bringen kann.“

Und wenn der Jünger Abkühlung meint zu brauchen, eine Heilung von der Hitze, wird er auf seiner dauerhaften Pilgergasse fern von seinem Swimming-Pool wohl zu seinem iPhone greifen, einen Apostel oder eine Jüngerin anrufen, um sich anzukündigen, er werde gleich vorbeikommen, um sich in dessen eigenen Swimming-Pool oder gar in deren Schwimmbad zu erfrischen, so wie es auf der Website des Hayek-Instituts am 27. August 2024 und wohl für alle Ewigkeit festgehalten, geschrieben von ihm selbst:

Ich weiß nicht wie es Ihnen dabei geht, aber ich fühle mich plötzlich ganz wohl in unserer Lage. Doch die Frage ist, wieso wir solche Katastrophen nicht mehr erleben – und aller Wahrscheinlichkeit nie wieder erleben werden? Wieso bringen unsere Hitzewellen, auch wenn mit negativen Folgen behaftet, nicht mehr solch extreme Konsequenzen mit sich? Natürlich war der Sommer 1540 schlimmer als alles, was wir in unserer Lebzeit durchgemacht haben, doch trotzdem ist es schwer vorstellbar, dass in der heutigen Zeit wieder eine Million Menschen wegen des Wetters sterben würden. Tatsächlich sterben – obwohl Klimatologen meinen, dass es zunehmend mehr Hitzewellen gibt – immer weniger Menschen aufgrund von warmen Temperaturen. Die Todesfälle aufgrund von Hitze in den USA sind seit 1960 dramatisch gefallen, von jährlich vierzig Menschen pro einer Million Menschen zu nur mehr zehn. Von einem Ausgehen des Wassers sind wir in der westlichen Welt weit entfernt – tatsächlich sind wir an einem Punkt, wo wir bei warmen Wetter einfach unseren Wasserkonsum erhöhen. Dass Wasserknappheit zu Essensknappheit führen könnte ist auch schon lange nicht mehr der Fall: die meisten unserer Energiequellen sind nicht mehr von Wasser abhängig und in einer globalen Weltwirtschaft können notfalls woanders die nötigen Lebensmittel eingekauft werden, sollten sie in der Heimat wirklich ausgehen. Der Grund dafür ist, ganz einfach, eben jener freie Markt und jenes kapitalistische Denken, das Handel vereinfacht und neue Technologien hervorbringt. Statt den rigiden Systemen des staatlichen Interventionismus, wo ein Ausscheren kaum möglich ist, kann auf dem freien Markt jeder Mann und jede Frau Innovationen hervorbringen, wenn er oder sie will und eine gute Idee hat. Der Unternehmer sieht eine Nachfrage für etwas und nutzt sodann seine Ressourcen, um die Lücke, die sonst niemand sieht, zu schließen und damit Profit zu machen. Dieser Prozess hat nicht nur immensen und niemals vorstellbaren Wohlstand hervorgebracht, sondern auch neue Technologien und die Möglichkeiten, sich ändernden Bedingungen anzupassen. Eine Hitzewelle lässt sich eben doch deutlich leichter leben, wenn man in einem klimatisierten Haus sitzt, Wasser im Supermarkt einkaufen (oder den Wasserhahn aufdrehen), sich per Uber Essen holen und für Strom (damals, anno 1540, noch nicht mal in Träumen vorstellbar) einfach die Steckdose verwenden kann. Mit seinem iPhone kann man derweil seine Bekannten anrufen und sich zusammen im Schwimmbad oder dem eigenen Swimming-Pool erfrischen. Und wenn man schon keine Klimaanlage hat, ist man zumindest für den Ventilator dankbar. Keine dieser Möglichkeiten stand den Menschen von 1540 zur Verfügung. Sich dies immer wieder bewusst zu machen – die Tatsache, dass es materiell gesehen noch nie eine Zeit in der Geschichte der Menschheit gab, wo das Leben besser und einfacher war – und sich auch immer wieder bewusst zu machen, wieso das der Fall ist, ist von essenzieller Bedeutung. Mit dem Aufstieg des Kapitalismus und der Industrialisierung vor etwas mehr als zwei Jahrhunderten begann dieser Prozess und hat sich seither stetig fortgesetzt. Selbst das Leben mit der Hitze hat dies zutiefst beeinflusst.

Und nach der Erfrischung im klimatisierten oder mit voll aufgedrehten Ventilatoren vollgestelltem Haus stets bei Wasser aus dem Supermarkt und Essen, das Uber bringt, vielleicht von einem anderen Kontinent, wenn die Lebensmittel doch auf dem Pilgerreisekontinent ausgegangen sein sollten, das Anstimmen der Lobgesänge auf Kapitalismus und Industrialisierungselbst das Leben mit der Hitze zutiefst …

In seiner Heimat in ihren Pools Jünger der rechten Wissenschaft, die mit ihm im hayekschen Beirate, erhoffen, er werde ihnen von seiner Pilgerreise ein ebenso reichlich vollgeschriebenes Tagebuch

Zu allen Zeiten das Gebet „Euer Wille geschehe“, und zu allen Zeiten wird ihnen gegeben

Was wohl in jener vergangenen Zeit Menschen ohne Swimming-Pools, ohne Ventilatoren, ohne Essen, ohne eigenen Wasserhahn und ohne eigene Steckdose in ihre Tagebücher über ihr Leben in diesen Tagen schrieben, wenn sie überhaupt noch Tagebücher besaßen, als wieder einmal Euer Wille geschah