Martin Graf – Der „Bürger-Präsident“ und die Bürgerin

Volk, stimme in jedweder Wahl für die Freiheitlichen, aber erhebe nie die Stimme gegen das Dir von Freiheitlichen zugedachte Schicksal, sondern ertrage es brav und ergeben, arbeite aber dabei still und fleißig für das Wohl der Freiheitlichen, die gesandt von der Vorsehung und von ihr gewarnt, vor der Bürgerin und dem Bürger sich vorzusehen …

… das mußte gedacht werden beim Lesen der Berichte darüber, daß Dr. Martin Graf versuchte, die Ausstrahlung des Beitrages über die Gertrud-Meschar-Stiftung zu verhindern, weil, so die Witt-Begründung, bereits in der Programmankündigung unwahre Behauptungen aufgestellt sollen worden seien …

Nun, was stand in der Programmankündigung?

Es war zu lesen, daß eine Bürgerin „schwere Vorwürfe“ gegen Martin Graf erhebt, es also nicht eine Behauptung vom ORF war, sondern die Ankündigung über einen Bericht, in dem eine Bürgerin erzählen wird, wie es ihr mit Freiheitlichen, u.a. mit Dr. Martin Graf ergangen ist … Jedoch die Freiheitlichen, die auf Plakate „Dem Volk sein Recht“ schreiben lassen, wollen einer Bürgerin das Recht nehmen, über ihre Erfahrungen mit einem Freiheitlichen öffentlich zu berichten …

Witty Graf kann nicht Gertrud Meschar direkt unterstellen lasssen,

dass der „Report“ die Verbreitung „der unwahren, ehrenbeleidigenden und kreditschädigenden Behauptung, eine alte Dame habe vor Jahren dem Kläger die Verwaltung ihres ganzen Vermögens anvertraut und der Kläger habe eine Reihe seltsamer Geschäfte mit diesem Vermögen getätigt, welche den Ansprüchen einer Vorbildwirkung von Politikern bezüglich Sauberkeit in der Politik nicht gerecht werden dürften“ zu unterlassen habe[,]

„die Verbreitung von der unwahren, ehrenbeleidigenden und kreditschädigenden Behauptung“, sondern er muß es der Sendung „Report“ vorwerfen lassen, in der jedoch keine Behauptungen aufgestellt werden, sondern der Bürgerin Gertrud Meschar der Platz eingeräumt wird, von ihren konkreten geschäftlichen wie privaten Erfahrungen mit Freiheitlichen zu erzählen … Jedoch diesen Platz will der „Bürger-Präsident“ einer Bürgerin nicht zugestehen … Es geht in diesem konkreten Fall nicht einmal um Meinungsfreiheit, sondern um die Verweigerung, die versuchte Verhinderung der Rechtsausübung  einer Bürgerin, von ihren Erfahrungen, mögen es negative oder positive sein, öffentlich zu berichten …

Freiheitliche brauchen und wollen also keine Bürger und keine Bürgerinnen, die sich zu Wort melden, wenn es für Freiheitliche unangenehm wird, Freiheitliche brauchen nur Wähler und Wählerinnen, die den Freiheitlichen ihre Stimme geben und dann sofort verstummen, weil das „Volk“ sind dann eh die Freiheitlichen, die wissen, welches „Recht“ ihnen förderlich ist …

In der Sendung selbst konnte Dr. Martin Graf zu den „schweren Vorwürfen“ einer Bürgerin Stellung beziehen, aber er wollte sich nicht äußern, er meinte, es sei nur eine Bürgerin …

Es sei ja nur eine Bürgerin … Eine Bürgerin, gegen die aber freiheitlich vorgegangen werden muß, wenn sie ihre Stimme nicht dafür verwendet, die Freiheitlichen zu wählen, sondern dafür, zu berichten, wie es ihr persönlich ergangen ist, weil sie einem Freiheitlichen zu nahe gekommen ist, darauf vertraut habe, daß ein Freiheitlicher ihr ein guter Ratgeber, eine Hilfe, eine Stütze …

Und woran noch gedacht werden mußte, daß Freiheitliche nur die Wahrheit lesen möchten, die „Unzensuriert“ schreibt, und es für Freiheitliche das Angenehmste wäre, wenn die „unzensurierte“ Wahrheit in allen Medien wie ein Medium …

Auch daran mußte gedacht werden, wie „Unzensuriert“, namentlich Alexander Höferl,  sich einsetzt für beispielsweise Meinungsfreiheit, der „Bürger-Präsident“ standhaft für die Anliegen der …

Und woran noch gedacht werden mußte, an die Liebe von Martin Graf zu einem Zitat von Voltaire, aber ein Zitat macht noch keine Meinungsfreiheit …

Auch daran mußte gedacht werden, daß Dr. Martin Graf sich als „Bürger-Präsident“ sehe, der als „einziger für die Bürger“ arbeite, und der darüber hinaus als „Vater“ selbstverständlich nicht einfach zusehen kann, daß ihm und seiner freiheitlichen Kameradentruppe, die keine Sekte …, sein Mündel  entfremdet, alles was ihm, an seinem Kind lieb und teuer war, genommen wird …

Martin Graf – Für freiheitliche Funktionäre ministrabel – Justizminister …

Aber auch daran kann gedacht werden, daß Martin Graf ein „gewisses Verständnis“ für Werner Königshofer …, oder auch daran, daß Dr. Martin Graf selbst sagt, er begebe sich auch dorthin, wo er bestmöglich wirken kann, nicht für das sogenannte Volk, nicht für den Bürger, nicht für die Bürgerin, sondern für die freiheitliche Gesinnungsgemeinschaft:

Ich habe es immer so gehalten: Dort wo die Partei und die Parteigremien meinen, dass ich bestmöglich für die freiheitliche Gesinnungsgemeinschaft wirken kann, dort werde ich mich auch hinbegeben.

Menschenspieler Dewinter erholt sich von der Jagd beim freiheitlich-akademischen Hofburgtanz

Die Sos Österreich sieht, wie nicht anders zu erwarten, darin eine „bemerkenswerte Aktion“ von Filip Dewinter, für das „Aufspüren“ von Menschen diesen eine Prämie zu zahlen, und wie lange darf gewartet werden, bis Freiheitliche wieder ein Verbot von einem bestimmten Kleidungsstück in Österreich fordern werden, um dann vielleicht auch eine Jagdprämie „ausloben“ zu können, wie ihr Hofburgtanzfreund Filip Dewinter in Belgien … Verantwortlich für diese „spielerische Aktion“ sei eine „Gruppierung gegen Islamisierung“, deren Vorsitz Filip Dewinter innehat … Ob diese Gruppierung auch die Jagdprämie zahlt, wurde nicht recherchiert … Ob Filip Dewinter selbst etwas bezahlt für seine „spielerische Aktion“, das darf, so wie Nationalistische und Rechtsextreme gekannt werden, äußerst bezweifelt werden …

Erinnern Sie sich, wie auch im Jänner dieses Jahres Freiheitliche bei ihrer Ehr‘ sich dagegen verwahrten, das Schmißtönnchengschnas in der Hofburg mit dem Begriff „Rechtsextremismus“ in Verbindung zu bringen? Wie selbstverständlich, wie auch in der Collage gelesen werden kann, wird beispielsweise Filip Dewinter außerhalb von Österreich als rechtsextremer … In Österreich hingegen gibt es für diese Bezeichnung sogar im Parlament einen Ordnungsruf, und diesen nicht von einem freiheitlichen Abgeordneten …

Von einem Begriff allerdings wird derzeit in Österreich viel und häufig Gebrauch gemacht: „Demokratie“ … Parteien, Initiativen von Bürgern und Bürgerinnen schreien „Demokratie“ heraus, als ob es keine Demokratie in Österreich geben würde, oder ihnen die bestehende Demokratie für sie viel zu wenig Eigennutz-Demokratie wäre. Es wird selbstverständlich nicht Eigennutz-Demokratie genannt, sondern „Direkte Demokratie“ … Inzwischen wird es von sehr vielen nachgeplappert, ohne darüber nachzudenken, was beispielsweise die Freiheitlichen tatsächlich unter „direkter Demokratie“ verstehen und verkaufen wollen … Die Hofburgtanz- und die Gesprächs- sowie Reisepartner der Freiheitlichen wollen auch die Demokratie … Wie der Rechtsextreme Filip Dewinter von „Aufspüren“ von Menschen, also mit einem Jagdbegriff gegen Menschen vorgeht, verwenden die Freiheitlichen für ihre Kampagne für „direkte Demokratie“ einen militärischen Begriff: „Offensive“ … Das sagt bereits sehr viel aus, über die Richtung, müßte bereits Warnung genug sein, vor allem auch noch durch die Verbindung von „Offensive“ und „Volk“ und „Recht“ …

Und zu einer derartigen Demokratie, vor der zu warnen ist, gehören Gesetze, wie sie auch in Österreich allenthalben gefordert werden, nicht nur von den Freiheitlichen …

… Filip Dewinter, Gesprächspartner von Heinz-Christian Strache, wie in der Collage gesehen werden kann, offenbart aber mit dieser „spielerischen Aktion“ auch, welchen Wert Gesetze für ihn haben, keinen anderen als den, Menschen jagen zu können, und dabei auch noch Freude zu haben, denn von einer „spielerischen Aktion“ wird menschgemäß erwartet, das diese Freude bereitet, das diese eine Gaude garantiert … Wer derartige Gesetze fordert, beispielsweise Gesetze gegen das Tragen eines bestimmten Kleidungsstückes, erhofft für sich den eigennützigen Gewinn eines Spieles …

Diese derzeitige Hysterie um „direkte Demokratie“ ist auch von einer sozialdemokratischen Partei und von einer christschwarzen Partei nichts anderes als eine populistische Ansage, nichts anderes als der hilflose und einfallslose Versuch, Wahlstimmen zu keilen … Vor ein paar Tagen konnte beispielhaft erlebt werden, was ihr Gerede von einem Mehr an Demokratie bedeutet, nämlich nichts -, zehn Minuten im Parlament für die „Bürgerinitiative gegen die Vorratsdatenspeicherung“ mit 106.067 Unterschriften …. Wie läßt sich ein Mehr an Demokratie mit einem Noch-Mehr an Überwachungsstaat vereinbaren, wenn die Vorratsdatenspeicherung, die SPG-Novelle, kurz das gesamte sogenannte Anti-Terror-Paket, sich bereits mit der bestehenden Demokratie nicht vereinbaren läßt …

Zwischen Martin Graf und Heinz-Christian Strache paßt kein Giacometti

Es ist wahrlich ein komisches Land, dieses Österreich, in dem ein freiheitlicher Mann, Heinz-Christian Strache, der erst vor kurzem, wieder einmal, selbst auf dem Karussell der Rücktrittsaufforderungen saß, dem neulich erst Mister Timidity sogar einen Orden verweigerte, schon knapp nach dem Einschalten des Karussells des Vergessens, beschworen wird, durchzugreifen, und also einen freiheitlichen Mann, Dr. Martin Graf, zum Rücktritt von seinem Amt des III. Präsidenten NR zu zwingen …

Es ist nicht nur Anneliese Rohrer, die nun wissen will, wie stark denn Heinz-Christian Strache tatsächlich sei, aber Anneliese Rohrer schreibt ihre Gedanken in der Presse, von der noch die Hymne im Ohr klingt: Aber die Presse läßt die Freiheitlichen nicht verkommen …

Es ist ein komisches Land, weil in Österreich sogar die Kritiker der österreichischen Parteipolitik im allgemeinen, die Kritikerinnen der freiheitlichen im besonderen komisch sind, wie anhand des rohrerschen Stücks vom 25. Mai 2012 exemplarisch gezeigt werden darf …

Anneliese Rohrer tritt auf und verteilt die Rollen. Auf der einen Seite die „rechtslastige Burschenschaftstruppe“ und auf der anderen Seite Heinz-Christian Strache, von dem sie wissen möchte, ob er entweder zu schwach sei, ob er nur das „blauäugige Gesicht der rechtslastigen Burschenschaftstruppe um Graf“ sei … Einen besseren „Persilschein“ hätte sich Michael Spindelegger von der Werbeagentur Butter nicht schreiben lassen können, um eine mögliche Koalition mit den Freiheitlichen nach den nächsten Nationalratswahlen zu argumentieren …

Es werde sich also zeigen, ob Heinz-Christian Strache zu schwach, stark genug, nur das blauäugige Gesicht der rechtslastigen Burschenschaftstruppe … Aber eines wird sich nicht zeigen, für Anneliese Rohrer, ob er denn selbst … Für sie muß Heinz-Christian Strache „den Fall Graf auf anständige Weise lösen“ …

Aber was ist dann? Wenn Heinz-Christian Strache „den Fall Graf auf anständige Weise gelöst hat“? Also Dr. Martin Graf als III. Präsident NR gegangen worden ist? Wenn Dr. Martin Graf, das soll für einen Absatz angenommen werden, als III. Präsident NR gegangen worden ist, dann bleibt u.v.a. Freiheitlichen Heinz Christian Strache selbst, der für Anneliese Rohrer vielleicht nur ein „blauäugiges Gesicht“ ist … Anneliese Rohrer ist eine sehr prominente politische Kommentatorin in diesem Land, vielleicht ist sie die Lady Short-Time-Memory der Kritik in diesem Land …

Das Gedächtnis ist in diesem Land ein generelles Übel, das zeigt sich an dem Beispiel Heinz-Christian Strache, der zum Gegner der Burschenschaftstruppe nun hochgeschrieben wird, von dem erwartet wird, dieser Truppe das Sagen bei den Freiheitlichen abzunehmen … Aber zwischen Heinz-Christian Strache und der Burschenschaftstruppe paßt in Sachen Gesinnung nicht einmal die dünnste der dünnen Giacometti-Figuren, womit der Kunstkenner Walter Marinovic angesprochen werden kann, den Anneliese Rohrer Martin Graf zur Last legt, weil dieser ihn in das Parlament einlud …

Bundesparteiobmann der FPÖ H. C. Strache stellte aber klar: Es ist absolut inakzeptabel, einen honorigen und unbescholtenen Professor wie Dr. Walter Marinovic mit absurden Unterstellungen zu diffamieren und sogar ein Hausverbot für ihn in den Raum zu stellen. “Ich habe dies auch in der heutigen Präsidialsitzung gegenüber Präsidentin Prammer klar und deutlich zum Ausdruck gebracht” Die Methoden, mit denen gegen Prof. Marinovic agitiert worden ist, gehören weder in eine Demokratie noch in einen Rechtsstaat. Frau Prammer muß sich auch endlich mit der Überparteilichkeit ihrer Funktion anfreunden. Sie sei Präsidentin dieses Hauses und keine Richterin am Volksgerichtshof oder eine Hausbesitzerin, die je nach Lust und Laune unbescholtenen Personen den Eintritt verwehren könne.

Wer hier Heinz-Christian Strache und nicht Martin Graf oder einen anderen aus der Burschenschaftstruppe zitiert? Es ist der freiheitliche Künstler Soslan Khan Aliatasi, auf der Website „Neue Ordnung“, deren Traum die „Wiedergeburt des …“

Lady Short-Time-Memory der österreichischen Kritik erinnert sich an den „Persilschein“ von Maria Fekter, an Josef Pröll, die nicht von der „Usance“ im österreichischen Parlament … Aber ihre Nichterwähnung der Vorreiterrolle von Michael Spindelegger und seiner Bestätigung, daß einer Wahl von Dr. Martin Graf nichts im Wege stehe, erlaubt es u.v.a. Anneliese Rohrer ohne „vermutlich“ Lady Short-Time-Memory der österreichischen Politkritik zu nennen …

Es könnte auch mehr geschrieben werden, zum Beispiel dazu, daß Dr. Martin Graf, wie Anneliese Rohrer schreibt, in dieser hohen Funktion unerträglich sei, weil seine „Mitarbeiter im Parlamentsbüro sich auf rechtsextremen Internetseiten herumtrieben“ … Jedoch dazu wurde schon geschrieben, aber mehr darüber, weil wesentlicher und entscheidender, was von Dr. Martin Graf verkauft wird … Oder darüber, wen Dr. Martin Graf in das Parlament noch einlädt, mit wem er auf Reisen geht … Aber zu Ausstellungen von Odin Wiesinger stellt sich auch Heinz-Christian Strache mit Worten ein …

In einer etwas abgeänderten Form kann ein Satz von Anneliese Rohrer zum Schluß zustimmend aufgegriffen werden, unter Weglassung des von ihr zwischen Heinz-Christian Strache und Martin Graf zum Männerkampf Gemachten, es wird sich hoffentlich der breiten Öffentlichkeit, also vor allem den Wählern und Wählerinnen, endlich zeigen, wie die wahren Verhältnisse bei den Freiheitlichen sind, daß es nämlich gleichgültig ist, wer bei den Freiheitlichen das Sagen hat, es immer das gleiche Sagen …

Das Komische ist oft auch mit Bitterem vermengt, und das Bittere in dem Komischen von Österreich ist, daß weder die anderen Parteien noch die Medien den Zustrom zu den Freiheitlichen stoppen können, sondern es sind die Freiheitlichen selbst, wie auch das aktuellste Beispiel zeigt, denn es ist eine freiheitliche Wählerin, die die Freiheitlichen in Bedrängnis bringt …

Diese freiheitliche Wählerin sollten sich Wähler und Wählerinnen der Freiheitlichen vor jedweder Stimmenabgabe im Langzeitgedächtnis behalten, denn klarer und eindeutiger und konkreter ist kaum ein freiheitlicher Fall, weil er, zwar nicht zum ersten Mal, aber gut zeigt, wie es sogar einer mit Freiheitlich persönlich bekannten Wählerin ergehen kann … Was können dann erst Wähler und Wählerinnen von Freiheitlichen, mit denen sie weder bekannt noch befreundet sind, zu erwarten? Nichts, besser und genauer, doch etwas, aber dieses Etwas muß von Gerichten, von Untersuchungsausschüssen … Dieses Etwas hat dann der der Steuerzahler und die Steuerzahlerin bitter zu bezahlen, und das ist dann nicht komisch …

„Krone“: Warum haben Sie ausgerechnet diesem Politiker vertraut?
Meschar: Weil er mir grad über den Weg gelaufen ist! – Lacht. – Herr Graf wohnt ja gleich da drüben. Ich muss ehrlich sagen, dass ich damals mit den Blauen sympathisiert habe. Und weil er ein Blauer war und zudem auch noch Rechtsanwalt, dachte ich: Ich frage ihn.

„Krone“: Haben Sie auch FPÖ gewählt?
Meschar: Ich habe jahrzehntelang die ÖVP gewählt, aber dann bin ich auf den Haider umgestiegen. Er war einfach ehrlicher, was die Ausländer betrifft. Ich habe viele ausländische Freunde. Aber ich mag es nicht, wenn sich Ausländer hier einnisten und auf unsere Kosten leben. Gegen die Anständigen hab‘ ich gar nichts.

„Krone“: Herrn Graf hielten Sie für anständig?
Meschar: Na, und ob. Er war mir am Anfang auch sympathisch. Ich habe wirklich sehr vertraut auf ihn.

(Quelle: Kronenzeitung, 2. Juni 2012, Conny Bischofberger interviewt Gertrud Meschar)

Ergänzung, geschrieben am 6. Juni 2012: Filip Dewinter muß demnach wohl das blauäuige Gesicht der Rechtsextremen in Europa sein, wenn er Heinz-Christian Strache als den wichtigen Ansprechpartner in Österreich sieht, und nicht etwa Dr. Martin Graf, also einen aus der Burschenschaftstruppe …

Kampf für einen neuen Aufbruch des Schönen in der Kunst, wie sie von Freiheitlichen geliebt wird

Die aktuelle Ausgabe der ZZ der Freiheitlichen beschäftigt sich mit Kunst -, durchaus mit Hingabe, so ist Walter Marinovic mit einem Artikel vertreten. Sie kennen Walter Marinovic, er war auch schon einmal Gast von Dr. Martin Graf im österreichischen Parlament …

Walter Marinovic klagt wieder einmal über die „Diktatur des Hässlichen“, er wehrt sich gegen die „Aufdrängung der Ideologie der allseinseligmachenden Demokratie“, er ruft auf, „zu kämpfen für einen neuen Aufbruch des Schönen“ … Was wird zu sehen sein, wenn das Schöne wieder einmal aufgebrochen ist? In was für einen Abgrund des nationalistischen Grauens wird durch das aufgebrochene Schöne zu blicken sein? Walter Marinovic legt selbst eine Antwort nahe, wenn er als das Schöne eine Skulptur von Arno Breker vorstellt …

Arno Breker, wie in der Collage gesehen werden kann, reiste seinerzeit mit seinem nationalistischen Massenverbrechensführer, fertigte von seinem Massenverbrechensführer Büsten an, und Arno Breker wurde von seinem Massenverbrechensführer auch dadurch bedankt, einer der zwölf bildenden Künstler auf der „Gottbegnadetenliste“ sein zu dürfen …

Es gibt auch zurzeitige Künstler des „Schönen“, wie es von dem wohl auf freiheitliche Kunstpolitik einflußreichen Kunstkenners Walter Marinovic verstanden wird, etwa Odin M. Wiesinger, den Sie bereits kennen auch durch mehrere Texte, die hier veröffentlicht wurden …

Es ist und kann menschgemäß kein Vergleich und keine Gleichsetzung von Odin M. Wiesinger mit Arno Breker sein, es ist und kann menschgemäß kein Vergleich und keine Gleichsetzung von Heinz-Christian Strache oder Dr. Martin Graf oder von einem anderen freiheitlichen Funktionär oder von einer anderen freiheitlichen Mandatarin mit dem Massenverbrechensführer sein, sondern lediglich ein Hinweis darauf, was einmal durch das Beschwören des Schönen passierte, wohin der Kampf um das Aufbrechen des Schönen einmal führte, damals, und es ist Walter Marinovic dafür verantwortlich, hier die nationalistische Totaldiktatur des Deutschen Reiches als Beispiel heranziehen zu müssen, damals führte das Aufbrechen des Schönen direkt in den Abgrund des Holocausts, des Krieges von 1939 bis 1945 …

Wohin die Freiheitlichen wollen mit dem Aufbrechen des Schönen? Nun, das ist unwichtig, unwesentlich, entscheidend ist, daß die Wähler und die Wählerinnen dafür stimmen, daß die Freiheitlichen mit dem Aufbrechen des Schönen nirgendwo hinkommen, genauer und besser, daß die Freiheitlichen wieder aus allen staatsverantwortlichen Positionen herauskommen, daß die Freiheitlichen sich wieder zurückziehen können auf ihre Buden, auf denen sie die germanisch schönen Werke des Odin M. Wiesinger bewundern und die Kunst, wie sie von Freiheitlichen verstanden wird, für sich allein beschwören können … Und dann können Heinz-Christian Strache und Martin Graf und all die anderen Freiheitlichen gemeinsam mit ihrem germanischen Künstler auf Reisen gehen, und es ist ihnen, herausgewählt aus allen politischen Verantwortlichkeiten, viel Freude zu wünschen,  für ihre Privatreisen zum Aufbrechen des Schönen in ihren privaten Leben …  Ob es dann allerdings noch gelingen wird, beispielsweise in Chile Odin Wiesinger eine Ausstellung zu eröffnen …

Wolfgang Schüssel lobt ungarischen Premier Grasser

H. K. Grasser ist nicht ungarischer Premier geworden, sondern bleibt, vorerst einmal, österreichischer Unschuldsvermuter …

Um aber den Wert der Einschätzungen von Wolfgang Schüssel richtig einordnen und angemessen nicht darauf reagieren zu können, sollte jedweder Name (ganz gleich, ob von einem Menschen, von einem Land, von einer Partei und so weiter), den Wolfgang Schüssel beispielsweise lobend erwähnt, durch Karl-Heinz Grasser ersetzt werden und gleichzeitig sollte dazu das Bild aus dem Gedächtnis zusätzlich abgerufen werden, das Thomas Bernhard beschrieb von den Ministern, die in Rente auf’m Parkbankerl …

„Aber die Presse läßt die Freiheitlichen nicht verkommen“

Heinz-Christian Strache schätzt das freiheitliche Personal realistisch ein – im Gegensatz zur „Presse“

Jedoch, das ist noch keine Leistung, oder, für Freiheitliche positiv formuliert, eine meischbergersche Leistung, denn wer sonst als der zurzeitige Obmann kann besser über das freiheitliche Personal, auch über sich selbst, Bescheid wissen, über ein Personal, das unausweichlich Diskussionen herausfordert, Diskussionen nicht von der positiven Art …

Wenigstens in dieser Hinsicht ist es Heinz-Christian Strache möglich, wie in der Collage gelesen werden kann, eine realistische Einschätzung abzugeben, aber bereits mit der nächsten Antwort kommt dem zurzeitigen freiheitlichen Obmann die Realität abhanden, wofür er aber ganz allein verantwortlich ist, er hat die Wirklichkeit nicht in eine von seinen Parteikameraden verwaltete Stiftung eingebracht … Obwohl, wird die gesamte freiheitliche Politik bedacht, liegt die Vermutung nahe, das gesamte freiheitliche Personal einschließlich ihres zurzeitigen Obmannes hat die Wirklichkeit in eine Stiftung eingebracht, dessen Vorstand ebenfalls Dr. Martin Graf ist, notariell beglaubigt von Harad Stefan und vom Stiftungsgründungsdatum an beschrieben von Unzensuriert, der ZZ … Ob der christschwarze „Führer“ in diese Wirklichkeitsstiftung auch schon vertrauensvoll seine …

Im Gegensatz zu Rainer Nowak, der das Interview mit Heinz-Christian Strache führte, weiß der zurzeitige Obmann sehr genau, welche Diskussionen auch ein Peter Fichternbauer als freiheitlicher Kandidat beispielsweise für die Position eines Dritten Nationalratspräsidenten herausfordern würde, aufgrund seiner Tätigkeiten und Aussagen -, den Stoff für Diskussionen produziert stets das freiheitliche Personal, ohne diesen Stoff würde es keine Diskussionen geben …

Der von Peter Fichtenbauer produzierte Stoff beispielsweise, um gegenwartsnah zu beginnen, sein treues Engagement für das Schmißtönnchengschnas in der Hofburg könnte durchaus Anlaß für Diskussionen werden, oder ebenso seine Tätigkeit als Grabpfleger für einen Liebling der nationalistischen Totaldiktatur des Deutschen Reiches – Walter Nowotny … Und Rainer Nowak glaubt, wie dem zurzeitigen Obmann der Freiheitlichen antwortet, nicht, daß Peter Fichtenbauer ein Stofflieferant für Diskussionen … Es wäre interessant an einer Redaktionssitzung „der Presse“ teilnehmen zu dürfen, um zu erfahren, ob es eine Hymne „Aber die Presse läßt die Freiheitlichen nicht verkommen“ gibt, die zu Beginn jeder Redaktionssitzung angestimmt wird, zuerst von dem Trio Rainer Nowak, Oliver Pink und Martin Fritzl …

Berichtigung von „Austria – still in sperm-stained claws of priests“

Die Umsonstzeitung Heute in Österreich und Express.de in Deutschland berichteten über ein Einreiseverbot nach Österreich gegen Laabs Kowalski aufgrund seines Buches „Ich, Jesus, Scharlatan“, das in „Austria – still in sperm-stained claws of priests“ zu schnell aufgegriffen wurde, weil es das Einreiseverbot doch nicht zu geben scheint, es also eine Ente ist …

Daher werden Sie ersucht, beim Lesen von „Austria – still in sperm-stained claws of priests“ folgende Sätze als nun gelöschte Sätze anzusehen, die sich direkt auf das konkrete Einreiseverbot gegen Laabs Kowalski beziehen:

Anders kann ein Einreiseverbot nach Österreich für einen Autor nicht zusammengefaßt werden, weil er ein Buch schrieb, in dem Jesus die Romanfigur Christus als Lügner und Betrüger …

Und im 21. Jahrhundert belegt der österreichische Staat mit einem Einreiseverbot …

Bis auf diese zwei Sätze aber kann „Austria – still in sperm-stained claws of priests“ unverändert bleiben. Denn der Bericht über „Einreiseverbot“ war zwar Auslöser für diesen Text, nimmt aber letztlich einen äußerst geringen Platz in diesem Text ein, wie gelesen werden kann, viel mehr als über das „Einreiseverbot“ wird beispielsweise über, dabei unabhängig von diesem“Einreiseverbot“, Sexualität und Arbeitsmethoden von Medien geschrieben …

Es will in keiner Weise entschuldigt werden, zu leichtfertig diese Ente aufgegriffen zu haben, aber es zeigt doch, wie leicht es ist, etwas zu glauben, zumal es gerade beim Glauben es von aberwitzigen Aktionen, Reaktionen, Handlungen nur so strotzt, die jedoch keine Enten, sondern tatsächlich real sind.

Beispielsweise in Österreich der Paragraph 188, nach dem wegen Herabwürdigung religiöser Lehren eine Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten verhängt werden kann, und es allenthalben Anzeigen nach diesem Paragraphen gibt, zum Beispiel 2009 gegen Manfred Deix .. Das Ergebnis der Anzeige gegen Manfred Deix wurde jetzt nicht recherchiert, grundsätzlich aber kann jede Anzeige nach einem gültigen Paragraphen auch zu einer Verurteilung führen. Gerhard Haderer wurde 2005 in Griechenland letztendlich wegen Religionsbeschimpfung freigesprochen und auch die Beschlagnahmung seines Buches „Das Leben des Jesus“ aufgehoben, doch in erster Instanz wurde er zu 6 Monaten Haft verurteilt. Nicht nur diesen Paragraphen gibt es in Österreich, sondern auch die Paragraphen in den Veranstaltungsgesetzen ..

Während 2012 der österreichische Staat eine Null-Lohnrunde für seine Beamten und Angestellten für 2013 beschließt, Förderungen gestrichen werden, wird die Steuerabsetzbarkeit des Kirchenbeitrages mit 2012 noch einmal um einhundert Prozent erhöht …

Und präsentieren die Medien in Österreich nicht immerzu ein „Austria – still in sperm-stained claws of priests“?

Sie können gar nicht den Ärger darüber ermessen, für „Austria – still in sperm-stained claws of priests“ ausgerechnet dieses „Einreiseverbot“ als Einleitung gewählt zu haben, und diesen Ärger schmälert auch nicht der Gedanke, in einem derartigen Umfeld erscheint nicht einmal „Einreiseverobt“ als abwegig …

PS Eine Einreiseverweigeurng als Ideengeberin für den Mediengag eines Schreibens der österreichischen Regierung über ein „Einreiseverbot“ an ihn scheint es jedoch gegeben zu haben, wie nulleffekt.net berichtet und dafür aus einer vorliegenden E-Mail von Laabs Kowalski zitiert: wahr sei, er, Laabs Kowalski, sei vor ungefähr drei Monaten bei der Einreise mit einer befreundeten Rockband nach Österreich zurückgeschickt worden, mit der Begründung, in der Republik Österreich sei er eine persona non grata …

PPS In „Austria – still in sperm-stained claws of priests“ wird zwar in direktem Zusammenhang mit „Ich, Jesus, Scharlatan“ von dem biblischem Gedächnis und von vatikanischer Reaktionszeit des Innenministeriums gesprochen, jedoch mit Blick etwa auf die Vorratsdatenspeicherung und beispielsweise den Umgang mit bestimmten Websites kann es ungelöscht stehen bleiben …

Austria – still in sperm-stained claws of priests

Anders kann ein Einreiseverbot nach Österreich für einen Autor nicht zusammengefaßt werden, weil er ein Buch schrieb, in dem Jesus die Romanfigur Christus als Lügner und Betrüger …

„Ich, Jesus, Scharlatan“ wurde nicht dieses Jahr veröffentlicht, sondern vor beinahe zehn Jahren -, das österreichische Innenministerium ausgestattet mit einem biblischen Gedächtnis und vatikanischer Reaktionszeit …

Es muß zugegeben werden, nicht nur, diesen Roman nicht gelesen zu haben, sondern auch kein Interesse an einem weiteren Buch aus der Bibran zu haben, also noch irgend eine obskure Geschichte aus dem Leben von diesem Anstifter eines Organisierten Glaubens zu erfahren … Über die Anstifter von Organisierten Glauben liegen die Akten auf, sind die Akten bekannt, und doch scheint es notwendig zu sein, zu empfehlen, die Schriften noch einmal zu lesen, zum Beispiel „Traktat über die drei Betrüger – Moses, Jesus und Mohammed“ aus dem 17. Jahrhundert, mit einer Entstehungsgeschichte, die bis in das Mittelalter zurückreicht. Im 13. Jahrhundert belegte Papst Gregor IX den Staufenkaiser mit dem Kirchenbann, weil Friedrich II. gesagt haben soll,

von drei Schwindlern, nämlich Jesus Christus, Moses und Mohammed sei die ganze Welt betrogen worden.

Und im 21. Jahrhundert belegt der österreichische Staat mit einem Einreiseverbot …

Und in Deutschland im 21. Jahrhundert warnt, wie in der Collage gelesen werden kann, ein Unternehmen vor seinem eigenen Produkt, das es eigentlich zum Verkauf anbietet, und empfiehlt eine andere Lektüre … Das ist zwar nicht mit der staaatlichen Strenge eines Einreiseverbots vergleichbar, aber sonderbar ist es allemal …

Jesus Christus ist, wie es der Organisierte Glaube der römisch-katholischen Kirche sagt, Mensch geworden, nun, wie eben alle Menschen werden, die als Menschen geboren werden. Und jeder Mensch hat ein Geschlecht -, es muß zwar der eigene Kopf geschüttelt werden über das, was jetzt geschrieben wird, aber es scheint notwendig zu sein, das einmal zu schreiben, deutlich zu schreiben, denn davon wird und will weiter nicht geredet … Jesus Christus wurde von Menschen gezeugt und wurde als Mann geboren, und als Mann hatte er einen Penis  … Es will nicht darüber spekuliert werden, weil es kein Ehrgeiz für eine zusätzliche Spekulation vorhanden ist, wie der Mann Jesus Christus seine Sexualität lebte … Eines ist aber unabänderlich, jedes sich paarende Tier, also auch der Mensch, kann sich nicht dem Geschlechtstrieb entziehen, sei es durch Geschlechtsverkehr zum Zwecke der Fortpflanzung, sei es zur reinen Freude … Wenn das Geschlecht seine Zuwendung fordert, bleibt nur eines, es ihm gehorsam zu erfüllen, nicht anders wird es auch diesem Mann mit dem Namen Jesus Christus ergangen sein … Freilich, es gibt mannigfaltige Möglichkeiten der Befriedigung, zu der auch u.v.a.m die Selbstgeißelung, der Erguß im Schlaf -, aber die Erleichterung ist unausweichlich …

Das Folgende wäre gerne geschrieben worden, Sie können es zwar lesen, aber es ist nicht geschrieben worden:

Zu den Möglichkeiten der Befriedigung ist beim Tier ohne Finanzmärkte  und also auch beim Tier mit Finanzmärkten ebenso die gleichgeschlechtliche Sexualität zu zählen … Laabs Kowalski macht aus dem Ausbilder für den Beruf des Menschenfischens einen Frauenhelden, Christoph Schönborn scheint aus Jesus Christus einen Homosexuellen zu machen, wenn er über einen Pfarrgemeinderat, der in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung lebt, sagt:

„Sie können mir als Seelsorger glauben, dass ich – ohne in Details gehen zu wollen – überzeugt bin, dass er auf dem Weg der Nachfolge Christi ist – als junger Gläubiger und in einer sicher nicht einfachen Situation.“

Nun, wer in einer Beziehung lebt, ob in heterosexuellen oder in einer homosexuellen, wird sich hingeben müssen … Und der Pfarrgemeinderat sei auf dem Weg der Nachfolge von Christi, wobei Christoph Schönborn nicht in Details gehen wolle … Plötzlich ist der leitende Angestellte  derart verschwiegen, wo er sonst so beredt über den Glauben und Jesus Christus, wie diesem nachzufolgen sei, Auskunft geben kann, daß angenommen werden darf, es geht schlicht um die sexuelle Nachfolge … Wird Christoph Schönborn nach seinem nächsten Rom-Aufenthalt nicht mehr in Österreich einreisen dürfen, wegen der Unterstellung, Jesus Christus sei …

Das hätte geschrieben werden können, nach dem Zitat aus dem Standard -, jedoch es konnte nicht geschrieben werden, weil der Standard das Medium zitiert, dem Christoph Schönborn das Interview tatsächlich gab, und in diesem lautet der Satz:

“Without entering into details, you can believe me that as a pastor I have had very clear words with this young man, and I am convinced that he is on a way as a young faithful in a difficult situation.”

Kein Wort also von der „Nachfolge Christi“ … Unversehens und möglicherweise nicht dazu passend durch diese Gegenüberstellung der Zitate hineingeraten in die Überlegung, wie arbeiten Medien, was treibt den Standard an, mit Pathos ein Zitat … Jedoch, es ist kein eigener Artikel der Tageszeitung Standard, sondern von der APA übernommen … Ist es von der APA selbst übersetzt worden oder ist die Übersetzung mit Christoph Schönborn vor Verbreitung durchgegangen worden, und hat er der APA für die Verbreitung veränderte Zitate aufgesagt? Zum Beispiel auch gesagt, es solle in der Übersetzung weglassen werden, daß Promiskuität wirklich inhuman sei?

Und was nun geschrieben wird, können Sie als wieder tatsächlich Geschriebenes lesen. Der Vergleich der beiden Zitate ist ein gutes Beispiel dafür, wie leicht und wie schnell etwas verändert werden kann, schon dann, wenn, wie in diesem Fall, es lediglich drei beteiligte Medien und möglicherweise einen vierten Beteiligten gibt. Womit an den Anfang zurückgekehrt werden kann, zur Bibran, zu diesen vor Jahrhunderten geschriebenen Berichten, die heute noch von den Organisierten Glauben als wahre und unumstößliche Grundlagen für …

Und als wirklichen Schluß ein paar Zitate aus dem „Traktat über die drei Betrüger“:

Alle anderen Gesetze, die auf das des Moses folgten, ich meine die Gesetze der Christen, stützen sich lediglich auf die Bibel, deren Original unauffindbar ist, die übernatürliche und unmögliche Dinge zum Inhalt hat.

Von einer Jungfrau unter Mitwirkung des Heiligen Geistes geboren zu sein, ist nämlich nicht außergewöhnlicher und auch nicht wunderbarer als das, was die Tartaren von ihrem Dschingis Chan berichten, der auch eine Jungfrau zur Mutter hatte; die Chinesen sagen, der Gott Foe verdanke seine Geburt einer Jungfrau, die durch Sonnenstrahlen geschwängert worden war.

Was die Moral Jesu Christi angeht, so ist in ihr nichts anzutreffen, dessentwegen sie den Schriften der antiken Autoren vorzuziehen wäre; vielmehr ist alles, was man in ihr findet, aus ihnen entlehnt oder ihnen nachgeahmt.

Nachdem wir nun die Politik und die Moral Jesu Christi untersucht haben, in der man nichts so Nützliches und so Erhabenes findet wie in den Schriften der Philosophen des Altertums, wollen wir nun sehen, ob das Ansehen, das er nach seinem Tode erwarb, ein Beweis für seine Göttlichkeit ist.

Man zieht die Bibel zu Rate, als gäben Gott und die Natur sich in ihr auf eine besondere Weise zu erkennen. Dies, obwohl dieses Buch nur ein Flickwerk aus Fetzen ist, die zu verschiedenen Zeiten zusammengeflickt, von verschiedenen Personen gesammelt und mit Genehmigung der Rabbinen veröffentlicht wurden, die die Entscheidung darüber, was (als kanonischer Text) anerkannt zu werden verdient oder verworfen werden muß, willkürlich strafen, und zwar je nach dem, ob sie es mit dem mosaischen Gesetz vereinbar fanden oder nicht. So böswillig und vernagelt sind die Menschen: Sie verbringen ihr Leben damit, anderen Schwierigkeiten zu bereiten, und bestehen auf die Anerkennung eines Buches, das fast so konfus wie der Koran Mohammeds, zudem unverständlich, dunkel und schlecht geschrieben und nur dazu geeignet ist, Spaltungen zu befördern.

PS Ein und dasselbe Wort kann oft unterschiedliche Bedeutungen annehmen und dadurch erhellend …, priest, beispielsweise, wird u.a.. ein Werkzeug genannt, das verwendet wird, um Fische zu töten …

Freiheitliche haben mehr als nur zum Schnuppern …

… in den Büchern und Publikationen der seriösen Geschichtsforschung und dafür wenigstens für eine gewisse Zeit einmal das etwa von ZZ und Unzensuriert und Alpen-Donau Beworbene und Empfohlene zur Seite zu legen …

Aber nicht nur in der redlichen Geschichtsschreibung hätten Freiheitliche mehr als genug zum Schnuppern, und um ihnen diese enorme Zeit für den Nachholbedarf, den Freiheitliche haben, zu verschaffen, sollten Wähler und Wählerinnen ihnen dabei helfen, indem sie Freiheitliche nicht mehr wählen, sie in keine politischen und also verantwortlichen Positionen mehr wählen, in keiner Wahl, denn neben Geschichte auch noch gegenwärtige Lernstoffe nachzuholen, das überfordert nicht nur aber vor allem Freiheitliche, nicht nur den sogenannten einfachen Freiheitlichen und die sogenannte einfache Freiheitliche, sondern auch den sogenannten freiheitlichen Spitzenfunktionär, die sogenannte freiheitliche Spitzenfunktionärin …

Wie aktuell NR Christian Höbart …

Es gibt schon Stellungnahmen zu dieser freiheitlichen Forderung nach einer „Schnupperhaft“ gegen jugendliche Straftäter und Straftäterinnen, es werden bereits genügend Daten vorgebracht, die die höbartsche Argumentation für eine „Schnupperhaft“ auf eine äußerst schwache und leicht zu widerlegende Argumentation reduziert und klarstellt, daß es im Grunde von einem freiheitlichen Mandatar wieder einmal nichts anderes ist als eine faktenfreie Trompeterei, soher muß nicht auch hier noch ein weiteres Mal explizit darauf eingegangen werden …

Und was trompetet NR Christian Höbart?

Es ist das von Freiheitlichen zur Übergenüge Verbreitete gegen Menschen, die von Freiheitlichen nicht als sogenannte Inländer und Inländerinnen angesehen werden und gegen die Freiheitliche nur vier Ideen haben und diese vier Ideen obsessiv verfolgen: Gefängnis, Strafarbeit, Sippenhaftung und Ausweisung …

Die FPÖ schlägt zum Beispiel eine Art „Schnupperhaft“ vor, damit Verurteilte sehen, welche Konsequenzen bei weiteren Straftaten drohen. Auch Strafarbeiten im Sinne der Allgemeinheit sind zu befürworten, um den Gemeinschaftsgeist der Jugendlichen zu stimulieren. Bei ausländischen Jugendstraftätern ist zusätzlich die Integrationswilligkeit der Familie zu überprüfen und gegebenenfalls die gesamte Familie aus unserer Heimat Österreich auszuweisen.

Aber auch NR Christian Höbart trompetet nicht zum ersten Mal, was er vor lauter Hineinblasen aufgewärmter Luft in seine Trompete jedoch nicht kann, ist zu antworten. Deshalb wird diesmal darauf verzichtet, ihm noch einmal eine Frage persönlich zu schicken, ob denn der Gemeinschaftsgeist der „Eine Jugend rebelliert“ in Vorarlberg ein Beispiel sei für seine Stimulanz des Gemeinschaftsgeistes? (Einschub für das Innenministerium: die Website der EJR ist inzwischen recht aufwendig …)

Die Website „Alpen-Donau-Info“ ist, nein, nicht Geschichte, diese Website gibt es schlicht nicht mehr, obgleich die Treiber und Treiberinnen meinten, die Zukunft gehöre ihnen, also ihrem nationalistischen Lager … Und wie Christian Höbart sich einmal als Prophet ausprobierte und eine Strafanzeige bereits vor einer Veranstaltung einbrachte, daran muß nun wieder gedacht werden, bei seiner Trompeterei für „Schnupperhaft“, „Strafarbeit“ und „Ausweisung“, und auch an die Überlegung von „Alpen-Donau-Info“ möglichst viele Anzeigen einzubringen, auch wenn diese nichts bringen, aber zum Erreichen einer ausgeglicheren Statistik -, schließlich, wenn nur genug oft und lange gespuckt wird, etwas bleibt, freiheitliches Denken, schon hängen und rinnt nicht dorthin ab, wo es einzig hingehört: in den Gulli, zum Beispiel an den Jugendlichen, denen Christian Höbart ins Gesicht …

Wenn Ihnen die Ausschnitte in der Collage zu wenig sind, sind Sie eingeladen, die inzwischen schon veröffentlichten Stellungnahmen gegen diese freiheitliche Forderung selbst herauszusuchen, wenn Sie an Beispielen vergangener aber nicht nur höbartscher Trompeterei interessiert sind, darf verwiesen werden auf u.v.a.m.:

Alpen-Donau-Info wird gebeten, freiheitlichen Brief zu veröffentlichen

Kennt Christian Höbart die Zukunft und will auch Martin Graf den Umbruch?

Akademische Pläne: Arbeitslager, Schul-Pflicht als Kann-Bestimmung, Nichtintegration usf.

Mit Zahlen wird es bei Freiheitlichen stets dubios – Norbert Hofer und die Daten auf „Trennungsopfer“

Watsch’n, auch nicht zu vergessen

 

Christoph Schönborn löst ein Rätsel auf

Hat Gott einen diplomatinnenpaßtauglichen Namen?
Ja -, Christoph Schönborn

micro phonedy

Christoph Schönborn:

Ich stelle mir selbst die Frage. Aber Gott ist unendlich geduldig.

Quelle: Der Standard, 28. Mai 2012

Es hat sich eingebürgert, von sich selbst in der dritten Person zu reden, sich selbst beim eigenen Namen zu rufen, also Christoph Schönborn ruft sich selbst „Gott“ und zu, „geduldig“ zu sein -, vor kurzem erst sprach Michael Spindelegger von sich als „dem Führer“, als er sagte, da spreche er von sich, als „dem Führer der Volks…“.

Nebenbei beantwortete Gott durch seine Aussagen end-gültig auch die in diesem Interview zwar nicht gestellte aber oft zu hörende Frage, ob denn Gott allwissend und die Wahrheit sei … Reist Gott jetzt noch mit einem Diplomatenpaß lautend auf Christoph Schönborn, oder ist es bereits ein sogenannter gewöhnlicher Reisepaß, den Gott nun an Grenzen vorzeigen muß? „Der Standard“ ist höflich zu Gott, und zitiert nicht alles, was Gott sagte – jedoch es ist keine Angelegenheit der Höflichkeit, zu versuchen, den Menschen interessierende Fragen zu beantworten …

Nun, Gott ist nicht allwissend …

Gott:

“We are now a minority – the baptized Christians in Austria are 70 percent but practicing Catholics are 10 percent — but if these 10 percent are convincing and convinced, they can change the country, just as happened in the Roman Empire.”

Quelle: Catholic News Agency, Rome, Italy, May 26, 2012

Gott weiß also nicht, daß es in Österreich 2011 lediglich 64,1% waren, 70% ist lange her, 2005 waren es 68,5%, 2001 waren es es tatsächlich noch über 70%, nämlich 73,6% … Und wenn Gott etwas weiß, aber es nicht wissen will, ist die Antwort gegeben, daß Gott nicht die Wahrheit ist, und er etwas anderes verbreitet, deren Gründe mannigfach sein können … Vieleicht muß Gott, wenn er in Rom ist, für seinen absolutistischen Herrscher zum Beispiel Zahlen ein wenig frisieren …

Gott träumt davon, das Land zu ändern, wie einst das Römische Reich … Das Römische Reich ist untergegangen, will Gott auch Österreich in den Untergang treiben, Österreich auslöschen? Oder soll in Europa alles noch einmal einfach wiederholt werden, und wenn ja, womit soll die Weiterbetätigung furios …? Mit den Kreuzzügen, mit den Frauenverbrennungen,  mit der pandemischen Zurichtung von Kindern zu Sexualpuppen für den Spielbetrieb der erzieherischen Seelsorger und Seelsorgerinnen, mit dem Krieg von 1618 bis 1648 und den damit einhergehenden Hungersnöten … und so bitter weiter und so elendig fort …

Gott:

“To live in promiscuity is really inhuman and destructive for the person.

Für Gott ist promiscuus also unmenschlich, dash heißt, die vermischte, die gemeinschaftliche Gesellschaft …

Gott:

“Go to Mariazell, the national shrine, and this is also the shrine for the Hungarian and the Slavic peoples, and you will find what is the heart of the Austrian people – their love for Our Lady“.

Da weiß Gott nun etwas, das niemand außerhalb seines römischen Büros wird wissen … Daß nämlich einer Bürgerin namens Maria (Nachname unbekannt?) ein nationaler … Bisher wurde gedacht, im nationalen Behälter des Organisierten Glaubens der römisch-katholischen Kirche steckte für die Menschen wie eine Ewigkeit vorkommende Zeit ganz Österreich … Mit der Aufzählung, für wen dieser Behälter in Mariazell … beschreibt Gott die seinerzeitigen Grenzen des habsburgisch absolutistisch regierten … Es wird ein wenig mehr verständlich, weshalb es so lange dauerte, daß eine Geschichtstafel von der Stephanskirche entfernt wurde, mit der suggeriert werden wollte, es hätte keine I. Republik gegeben, das göttliche Kaiserreich bis 1945 …

PS Die Nichtallwissenheit hat Gott übrigens auch letzten Freitag in der Umsonstzeitung „Heute“ bestätigt, als er schrieb, es hätte in Europa im 20. Jahrhundert

Die einzige wirklich große Hungerkatastrophe im 20. Jahrhundert in Europa war die von Stalin künstlich herbeigeführte Hungersnot in der Ukraine in den Zwischenkriegsjahren, der bis zu acht Millionen Menschen zum Opfer fielen.

eine einzige wirklich große Hungerkatastrophe … Entweder sind 800.000 Menschen, die an Hunger sterben, für Gott keine wirkliche große Hungerkatastrophe, oder 1914 bis 1918 gehört für Gott kalendermäßig nicht zum 20. Jahrhundert, oder Deutschland ist für Gott irgendwo, aber nicht in Europa … 22.000 Menschen in den Niederlanden im Winter 1944/1945 …Und die Hungersnot in Österreich in der I. Repbulik kann auch nicht Europa geographisch zugeordnet werden, war doch Österreich unbekannten Aufenthaltes, auf Reisen zum Anschluß …

PPS Gott will doch eine baldige Entscheidung, und so lüftet Gott das Geheimnis um die Unendlichkeit göttlicher Existenz. Gott gibt die Endlichkeit des Daseins zu, weil er um die Endlichkeit auch seiner beruflichen Existenz weiß, die es Gott nicht erlaubt, beispielsweise unendlich geduldig …