Eine Gewagtheit

Am 1. März 2023 ist in der Tageszeitung des österreichischen medialen Qualitätsstandards ein Artikel zur Menschheitsgeschichte zu lesen:

„Wo unsere Vorfahren den Höhepunkt der Eiszeit überlebten – Größte Genomanalyse eiszeitlicher Menschen zeigt zum Teil überraschende Migrationen der Jäger und Sammler über einen Zeitraum von 30.000 Jahren“ —

Klaus Taschwer berichtet von Studien.

Die 125 Wissenschafterinnen und Wissenschafter unter anderem der Universitäten Tübingen und Peking sowie des Max-Planck-Instituts (MPI) für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben für ihre große Studie, die am Mittwoch im Fachblatt „Nature“ erschien, die Genome von insgesamgt 356 prähistorischen Individuen aus 30.000 Jahren untersucht – darunter neue Genomdatensätze von 116 Individuen aus 14 verschiedenen europäischen und zentralasiatischen Ländern.

„356 prähistorische Individuen, 116 Individuen“ … Wenn das nicht gewagt ist, wenn das nicht mutwillig ist, wenn das nicht hochgradig spekulativ ist, anhand von 356, anhand von 116 Individuen die gesamte Geschichte der Menschen dieser seit Jahrtausenden vergangenen Zeit in Europa …

Die älteste Kultur, die vom Team um Erstautor Cosimo Posth (Uni Tübingen) untersucht wurde, war die des sogenannten Gravettien, das ab etwa 30.000 Jahren vor unserer Zeitrechnung für rund 8.000 Jahre in Europa dominierte.

„Dominierte.“ Ein gewagtes Wort. Wenn bedacht wird, wie äußerst dünn Europa damals besiedelt war. Wochenlang, Monatelang, womöglich jahrelang in Europa ein Mensch umhergehen konnte, ohne einen anderen Menschen zu treffen. Freilich, ebenfalls eine Spekulation. „Dominierte“, den riesigen Kontinent Europa —

Seine Angehörigen verwendeten ähnliche Waffen und produzierten ähnliche, mit Tiergesichtern verzierte Schnitzereien. Die Analysen der alten DNA brachten aber eine Überraschung: Trotz ähnlicher Kultur waren die Populationen im Westen und Südwesten (heutiges Frankreich und Iberische Halbinsel) von den zeitgleich lebenden Populationen in Zentral- und Südeuropa (heutiges Tschechien und Italien) genetisch sehr verschieden.

„Überraschung: trotz ähnlicher Kultur waren die Populationen im Westen und Südwesten […] von den zeitgleich lebenden Populationen in Zentral- und Südeuropa […] genetisch sehr verschieden.“ Was ist die Überraschung daran? Es gibt heutzutage Untersuchungen, die eine genetische Verschiedenheit von Menschen zwischen zwei Stadtteilen größer als die von Menschen zwischen Moskau und Johannesburg, zwischen Südpol und Nordpol —

Was für eine Geschichte könnten die Wissenschafterinnen erzählen, wenn sie andere Individuen gefunden hätten, vielleicht auch 356, vielleicht auch 116, gleich daneben … aber vielleicht werden von Wissenschaftern die noch gefunden und ebenfalls untersucht werden. Das wird dann wieder ein spannender Bericht in der Tageszeitung des österreichischen Medienstandards, vielleicht sogar wieder von Klaus Taschwer gewesen sein.

„356, 116 Individuen.“ Umfragen, die heutzutage gar so beliebt sind, mit 356 oder gar nur 116 Befragten in einem Land, in dem wie in Österreich rund neun Millionen Menschen leben, wird kein Mensch als repräsentative, als seriöse, als gültige Aussagen zu welchem Thema auch immer …

Es wird auch kein Mensch, der beispielsweise vom Gang aus im Vorübergehen von einem Gespräch in einem Kellerforschungslabor 356 Wörter hört, redlich sagen können, er wisse um die gesamte Unterhaltung, in der 356.000 Wörter gesprochen wurden, kein Mensch wird von im Vorübergehen gehörten 116 Wörtern eines mit 116.000 Wörtern geführten Gesprächs den gesamten Inhalt dieses redlich wiedergeben können …

Als weiterer eiszeitlicher Rückzugsort galt bisher die italienische Halbinsel. Für diese These fand das Team allerdings keine Belege, im Gegenteil: Die in Zentral- und Südeuropa lebenden Jäger und Sammler der Gravettien-Kultur sind dort nach dem Kältemaximum genetisch nicht mehr nachweisbar und gelten damit als ausgestorben. Stattdessen ließen sich dort Menschen mit einem neuen Genpool nieder.

Vielleicht haben sie bis jetzt bloß keine „Belege“ dafür gefunden, daß die „Jäger und Sammler“ nicht „ausgestorben“ …

Wenn bedacht wird, wie heutzutage gejagt und gesammelt wird, vor allem Schnäppchen, wer könnte je meinen, sie seien ausgestorben

„Großer genetischer Austausch“

Anhand der analysierten Genome ließ sich zudem nachvollziehen, dass sich die Nachfahren dieser frühen Einwohner der italienischen Halbinsel dann vor etwa 14.000 Jahren über ganz Europa verbreiteten und dabei die Gruppen verdrängten, die mit der sogenannten Magdalenien-Kultur assoziiert waren. Die Forschenden sprechen in dem Zusammenhang von einem „großen genetischen Austausch“. Grund waren möglicherweise ebenfalls klimatische Veränderungen, auf die Menschen durch Wanderung reagierten. Der älteste Beweis für die Wanderbewegung während der Klimaerwärmung: Schädel eines Mannes und einer Frau, die vor rund 14.000 Jahren im Westen des heutigen Deutschland (Oberkassel) bestattet wurden. Genetisch stammen sie aus dem Süden. Was war der Grund dafür? „Damals erwärmte sich das Klima in kurzer Zeit deutlich, und Wälder breiteten sich in ganz Europa aus. Möglicherweise war dies für die Menschen aus dem Süden Anlass, ihren Lebensraum auszuweiten“, vermutet Johannes Krause, Letztautor der Studie und einer der Direktoren des MPI für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. „Die früheren Bewohner hingegen könnten mit dem Schwund ihres Lebensraumes, der Mammutsteppe, verdrängt worden sein.“

Bei der riesigen Ausweitung des Lebensraumes bei der damals gleichzeitig äußerst dünnen Besiedelung von einem „Schwund des Lebensraumes“ zu schreiben, das ist äußerst gewagt, äußerst mutwillig, äußerst spekulativ.

In dieser etwas wärmeren Zeit breiteten sich schließlich auch der Ackerbau und eine sesshafte Lebensweise von Anatolien nach Europa aus. Diese Einwanderung der frühen Bauern aus der heutigen Türkei dürfte einen endgültigen Rückzug der Jäger und Sammler an den nördlichen Rand Europas ausgelöst haben – und gleichzeitig begann eine genetische Vermischung zwischen beiden Gruppen, die fast 3.000 Jahre andauerte.

„Einwanderung.“ Von „Einwanderung“ in einer vorstaatlichen, in einer vornationalen Zeit zu schreiben, ist ebenso gewagt, ebenso mutwillig, ebenso spekulativ. Staaten kamen erst Jahrtausende später auf. Auf einer staatenlosen Erde muß ein Mensch nirgendwo einwandern. In einer staatenlosen Welt gibt es kein Auswandern, kein Einwandern. Und bei dieser damaligen äußerst dünnen Besiedelung kann ein Mensch einem anderen Menschen seinen Lebensraum nicht genommen, nicht vertrieben, nicht einmal ein wenig eingeschränkt haben.

Die „Einwanderung der frühen Bauern […] dürfte einen endgültigen Rückzug der Jäger und Sammler an den nördlichen Rand Europas ausgelöst haben – und gleichzeitig begann eine genetische Vermischung zwischen beiden Gruppen.“ Also sind doch nicht alle „Jäger und Sammler“ an den „nördlichen Rand“ … Mutwillig, gewagt, spekulativ. Und dabei doch alles so präsentiert, als wäre dies alles abgesichert belegt, unumstritten erwiesen … und ist doch nur zu werten wie eine Umfrage mit 356, 116 Befragten, oder, wie die Aussage eines Menschen, er habe das gesamte Gespräch mit 356.000 Wörtern gehört, obgleich er nur 356 Wörter von diesem hörte, er kenne das gesamte Gespräch mit 116.000 Wörtern, obgleich er von diesem nur 116 Wörter …

Zudem zeigen die neuen Studienergebnisse, dass es für mehr als 6.000 Jahre keinen genetischen Austausch zwischen den Jägern und Sammlern Westeuropas und ihren Zeitgenossen in Osteuropa gab. Begegnungen zwischen Menschen des zentraleuropäischen Kontinents und des osteuropäischen Raums (heutiges Baltikum und entlang der Wolga) lassen sich erst wieder für die Zeit vor 8.000 Jahren nachweisen. Diese Gruppen hatten nicht dieselbe Haut- und Augenfarbe und unterschieden sich auch in anderen Merkmalen.

„Diese Gruppen hatten nicht diesselbe Haut- und Augenfarbe und unterschieden sich auch in anderen Merkmalen.“ Das läßt daran erinnern, daß ein Synonym für Anthropologie „Rassentheorie“… „Rassenkunde“, der heutzutage als veralteter Begriff gilt, ein Zweig der Anthropologie

„Der große Austausch.“

Wie wird dafür seit einer Ewigkeit und drei Tagen besonders eine österreichische Parlamentspartei gescholten, die vom „großen Austausch“ … Ebenso mutwillig, ebenso gewagt, ebenso spekulativ, und es wird ihr, nicht nur dieser Partei, gesinnungsgemäß verschwörerisch gefallen, ihren abenteuerlichen Theorien diese ihren beifügen zu können, als eine unverdächtige, als eine seriöse, weil ja eine wissenschaftliche, die die ihre beweisen, es sei so schon einmal gewesen und es könne so wieder gewesen werden …

Ernst von Dombrowski, ein Schnitter aus Österreich Meister in Deutschland

Was Odin Wiesinger mit Ernst von Dombrowski gemein hat, ist die Galerie, auf der ihre Werke verbreitet werden, wie bereits zu erzählen war, als vom Bierstemmen in der Jahnturnhalle, zu dem für die aschermittwöchlichen Hintergrundlaute ein kleiner Gebirgsjäger engagiert war, erzählt wurde.

Ernst von Dombrowski ist seit 38 Jahren tot, aber sein Schnitterwerk ist gesinnungsgemäß so lebendig wie jenes von Odin Wiesinger, dem Künstler der gebirgsjägerlich angeführten Partei in der Festung

jedenfalls u. a. auf der Website der Galerie

1976 nimmt Dombrowski den „Dichtersteinschild“ des rechtsradikalen Vereins Dichterstein Offenhausen an. Dieser wurde wegen Wiederbetätigung nach jahrelangen Protesten 1998 aufgelöst.

1981 bekommt er in Graz den Berufstitel Professor verliehen. Diesen Titel, aber auch „Honorarprofessor“ hat er dennoch zwischen 1945 und 1981 öfters benutzt, obwohl er die Professor durch die Entlassung durch die Amerikaner verloren hatte.

Ende 1971 kommt die Zustimmung aus Wien: „Im Interesse Österreichs“. Das Ehepaar besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft.

„Im Interesse Österreichs“ also erhielt der in Emmersdorf bei Melk im Niederösterreichischen geborene Ernst Dombrowski zu seiner deutschen die österreichische Staatsbürgerschaft, „im Interesse Österreichs“ wurde ihm das Sonderrecht der doppelten Staatsbürgerschaft —

Das ist zu erzählen, nicht um raunend die Vergangenheit zu beschwören, aber mit Ernst Dombrowski, auch mit ihm, die Gegenwart Kloepferlands — und das gemahnt an den Vorsatz im gleichnamigen Kapitel, die Kapitel kurz zu halten; so soll das Kapitel an dieser Stelle einfach enden; wenn schon nicht geschrieben werden kann: das Ganze endet, das Ganze ist vollkommen und endgültig … aber es endet nicht, es geht weiter und weiter, wieder und wieder weiter, und um der Gegenwart, mehr, um der Zukunft der Gegenwart willen ist auch mit Ernst Dombrowski noch mehr zu

Aschermittwoch in der Bierspießerei in der Turnhalle des Friedrich Ludwig Jahn im Februar ’23

Nun ist es an der Zeit, seinen Namen zu nennen. Wie angekündigt. Als von Hans Kloepfer erzählt wurde. Von dem ein Gedichtband so lieb in die Kamera gehalten. Auf dem auch der Name von dem Schnitter aus Österreich, der ein Meister in Deutschland, zu lesen ist: Ernst von Dombrowski.

Nun kann aufgeklärt werden, ob der Satz, den er ins Holz schnitt, ein Satz von ihm selbst war, oder, ob der Satz, den er ins Holz schnitt, ein Satz von Andreas Hofer war; er schnitt weder einen eigenen Satz noch einen Satz von Andreas Hofer ins Holz, dieser Satz,

Wer sein Volk liebt, beweist es einzig durch die Opfer, die er für dieses zu bringen bereit ist.

den er ins Holz schnitt, ist, wie er selbst angibt, von Adolf Hitler.

Der Meister in Deutschland, der ein Schnitter aus Österreich war, schnitzte nicht nur dies von Adolf Hitler ins Holz, sondern auch, wie er selbst angibt, dies von Reichsführer SS Heinrich Himmler

König Heinrich I.

Er war der Erste unter Gleichen, und es wurde ihm eine größere und wahre menschliche Ehrfurcht entgegengebracht, als später Kaisern, Königen und Fürsten, die sie nach volksfremdem byzantinischen Zeremoniell forderten, je zuteil wurde. Er hieß Herzog und Künig und war ein Führung vor tausend Jahren.

und, wie er selbst angibt, dies zu Friedrich Ludwig Jahn von Adolf Hitler

Heute, da sehen wir mit Freude nicht mehr den bier- und trinkfesten, sondern den wetterfesten jungen Mann, den harten jungen Mann. Denn nicht nur darauf kommt es an, wieviel Glas Bier er zu trinken vermag, sondern darauf, wieviel Schläge er aushalten, nicht darauf, wie viele Nächte er durchzubummeln vermag, sondern wie viele Kilometer er marschieren kann. Wir sehen heute nicht mehr im damaligen Bierspießer das Ideal des deutschen Volkes, sondern in Männern und Mädchen, die kerngesund sind, die straff sind.

und, wie er selbst angibt, einen alten Bauernspruch

[…] der Jude treibt sein Wucherei […]

ins Holz zu schneiden, war dem Meister aus Österreich ebenso gesinnungsgemäße Ehre …

„Bierspießer“ sind auch „heute“ wieder zu sehen, Bierspießerinen, die heute wie damals bereit sind zu „marschieren“. Einer aus Österreich will ihnen vorangehen …

„Marschieren wir gemeinsam. Ich gehe voran bis ins Bundeskanzleramt.“

Und von wo aus sollen sie ihm hinterdrein marschieren?

Von der Jahnturnhalle.

Nun will ein kleiner Gebirgsjäger Kanzler

Freilich, von einem „jungen Mann“ kann bei ihm nicht mehr gesprochen werden, aber „harte Worte“ … seine Worte sollen gar hart sein, wie ihm eine gesinnungsgemäß zensurierte Website bescheinigt —

Daß das Ideal des Volksanwaltes in der Bierspießerei in der Jahnturnhalle auch im Februar ’23 nicht fehlen darf, das ist, wie es so schön heißt, selbstredend …

Und wo sind die Holzschnitte von Ernst von Dombrowski heute noch veröffentlicht? Nun, auf der Website, auch auf der Website, auf der die Werke eines heute schaffenden Künstlers veröffentlicht sind

Eines Künstlers, für den es selbstredend ist, im Februar ’23 dabei zu sein, in der Bierspießerei zum Turnapostel

Ja, das turnapostolische Gebräu der Gesundheit ist dieser Gesinnung heiligstes, das sie trinken, morgens, mittags, abends, nachts, das sie trinken trinken trinken …

Die Verehrung des Bundespräsidenten auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website

Medien hatten FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl bereits im Gefängnis gesehen, weil dieser im Zuge seiner Aschermittwochsrede harte Worte gegen Bundespräsident Alexander Van der Bellen losgeworden war (Mumie, senil). Die Staatsanwaltschaft Ried leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren ein. Nachdem ein bei der Veranstaltung anwesender Beamter des Landesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung einen Bericht verfasst hatte, richtete die Staatsanwaltschaft ein Schreiben an den Bundespräsidenten, ob er in der Causa die Ermächtigung zur Strafverfolgung erteilt, was in einem derartigen Fall vom Gesetz so vorgesehen ist.

Das ist zu lesen am 28. Februar ’23 auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website. Es wird „Mumie, senil“ in Klammern gesetzt, aber ohne Anführungszeichen, das heißt, es wird nicht Herbert Kickl zitiert, sondern es wird von diesen Machenden dieser Website selbst Bundespräsident Alexander Van der Bellen als „Mumie, senil“ bezeichnet, einfallslos verwenden sie die gleichen Worte wie ihr Festungskommandant. „Mumie, senil“ als „harte Worte“ einzustufen, heißt, eine Beschimpfung recht gutzuheißen, „Mumie, senil“ nicht in Anführungszeichen als Zitat wiederzugeben, heißt, einfach wie kurz gesagt, zu beschimpfen, zu diffamieren, zu denunzieren.

Als „Mumie“ werden u. a. die Überreste eines menschlichen Körpers bezeichnet, eine „Mumie“ ist eine „Leiche“. Es müssen die größten Geistesgrößen aller Zeiten sein, die feststellen können, daß ein toter Mensch noch ein „seniler“ Mensch sein kann. Aber es geht ihnen wohl vor allem um ihre Begierde nach dem Tod.

Tod ist ihnen, was nicht ihre Gesinnung.

Und das ist auf dieser Website nichts Neues.

Die Österreicher haben ja derzeit das Problem, dass sie sich mit einem SS-Bundespräsidenten herumschlagen müssen (wobei das Doppel-S-Akronym in diesem Fall von ‚Seniler Sandler‘ kommt). Können wir auf eine baldige organisch-biologische Lösung dieses ‚grünen‘ Öko-Problems hoffen?

Das als nur ein Beispiel ist auf dieser Website bereits im November 2017 zu lesen

Allerdings war dieser Mann, und es war ein Mann

Klüger als der Festungskommandant, er ließ den Bundespräsidenten beleidigend immerhin als „senile[n] Sandler“ am Leben, auch wenn er hoffte, daß …

Dieser Mann hat mit dem Festungskommandanten gemein, daß er dort verkehrt, wo auch der Festungskommandant verkehrt, allerdings muß er im Gegensatz zum Festungskommandanten eine Karte erstehen …

Und auch bald sechs Jahre später ist auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website von nichts anderem zu lesen als von der Begierde nach dem Tod, auch von der Schreibstaffel dieser Website, und von – wie diese in dieser Gesinnungsschaft verstanden werden – „harten Worten“, eben auch an diesem 28. Februar ’23 …

Andreas C: Die Mumie kann sprechen?

Norbert: Dieser grüne Aschenbecher […] Für seine Aussagen müßte man ihn schon längst absetzen !

Helga Planer: Die Leute haben genug vom rauchenden Aschenbecher in der Hofburg.

James Baldwin, Schriftsteller, aber ohne Nobelpreis

„Ich vermute, einer der Gründe, warum Menschen so hartnäckig an ihrem Hass festhalten, ist, weil sie spüren: wenn der Hass einmal verschwunden ist, werden sie gezwungen sein, sich mit Schmerz zu beschäftigen“, sagt der Literaturnobelpreisträger James Baldwin. Das gilt für Hassprediger, aber das gilt umgekehrt auch für uns alle in anderer Form.

Martin Schenk, 9. September 2022, Wenn das Urvertrauen angeknackst ist – Virus, Krieg, Flucht, Klima: Der Sozialpsychologe Klaus Ottomeyer untersucht unseren Umgang mit Bedrohungen. Die Presse

„Ich vermute, einer der Gründe, warum Menschen so hartnäckig an ihrem Hass festhalten, ist, weil sie spüren: wenn der Hass einmal verschwunden ist, werden sie gezwungen sein, sich mit Schmerz zu beschäftigen“, bemerkt Literaturnobelpreisträger James Baldwin. Wir alle haben mit Verletzungen in unserem Leben zu kämpfen. Von Kindheit an.

Martin Schenk, 17. November 2020, Augustin

„Ich vermute, einer der Gründe, warum Menschen so hartnäckig an ihrem Hass festhalten, ist, weil sie spüren: wenn der Hass einmal verschwunden ist, werden sie gezwungen sein, sich mit Schmerz zu beschäftigen“, sagt der Literaturnobelpreisträger James Baldwin. Das gilt für Hassprediger, aber das gilt umgekehrt auch für uns alle in anderer Form.

Martin Schenk, 4. Juni 2021, MO, SOS-Mitmensch

Wir alle haben mit Verletzungen in unserem Leben zu kämpfen. Von Kindheit an. Verletzungen können durch Hass weitergetragen werden, wodurch sie noch mehr Schaden verursachen. Sie können unterdrückt werden und so den Fluss des Lebens zum Stillstand bringen. Oder sie können angenommen werden und so für die Herausforderungen des Lebens frei machen. „Ich vermute, einer der Gründe, warum Menschen so hartnäckig an ihrem Hass festhalten, ist, weil sie spüren: Wenn der Hass einmal verschwunden ist, werden sie gezwungen sein, sich mit Schmerz zu beschäftigen“, bemerkt […] James Baldwin.

Ö1, Gedanken für den Tag, 26. Jänner 2023. Martin Schenk über Hass und Schmerz, beschäftigt sich mit dem, „Was Kindern jetzt gut tut“

Es hat dann doch drei Wochen gedauert, bis auf der Website des Radiosenders Ö1 es richtiggestellt wurde, bis zum 16. Februar 2023, daß nicht James Baldwin Literaturnobelpreisträger ist, sondern Elias Canetti, und es auch Martin Schenk großzügig kommentierte: jetzt werde genommen und gegeben

Fortan werde, so durfte vermutet werden, Martin Schenk den Literaturnobelpreis nicht mehr an James Baldwin vergeben, aber schon in der ersten Ausgabe des Gemeindebriefes für die Monate Februar und März 2023 vergibt Martin Schenk den Literaturnobelpreis wieder an James Baldwin, ohne diesmal jedoch den Literaturnobelpreis einem anderen Menschen zu nehmen, die Großzügigkeit setzte sich durch …

„Ich vermute, einer der Gründe, warum Menschen so hartnäckig an ihrem Hass festhalten, ist, weil sie spüren: wenn der Hass einmal verschwunden ist, werden sie gezwungen sein, sich mit Schmerz zu beschäftigen“, bemerkt Literaturnobelpreisträger James Baldwin. Wir alle haben mit Verletzungen in unserem Leben zu kämpfen. Von Kindheit an.

Martin, Schenk, 1. Ausgabe Februar und März 2023, Gemeindebrief der evangelischen Pfarrgemeinde A. B. Purkersdorf, Evangelisch im Wienerwald

Es muß diese Aussage von James Baldwin einen dermaßen starken Eindruck auf Martin Schenk machen, daß er es über Jahre immer wieder zitiert, ganz gleich worüber er, Martin Schenk, spricht, schreibt, er findet zu dieser Aussage immer ein Thema, eine Krise, eine Problematik, daß ihm ermöglicht, die Aussage von James Baldwin zu zitieren … Verletzungen, Schmerz, Haßpredigt, Kindheit, Besprechung eines Buches über Virus, Krieg, Flucht, Klima

Er, Martin Schenk, wird wohl auch in Zukunft weitere Themen finden, um diese Aussage von James Baldwin wieder zitieren zu können, dann aber endlich ohne seine Vergabe des Literaturnobelpreises an James Baldwin, nun, da er ihm, Baldwin, selbst den Literaturnobelpreis genommen …

Wie schnell hätte gesagt werden können, Martin Schenk verbreitete bis zum 16. Februar 2023 damit über Jahre und über den Gemeindebrief auch weiter fake news

Aber es sind keine fake news, es sind, was fake news wohl stets sind: self fake news … aus dem durchaus auch nicht selten hehren Wunsch heraus, die Wirklichkeit möge die eigene vorgestellte Wirklichkeit sein, auch die Wirklichkeit der Vergangenheit möge die eigene vorgestellte Wirklichkeit der Vergangenheit sein, die eigene vorgestellte Wirklichkeit möge die vergangene, die gegenwärtige, die zukünftige Wirklichkeit sein, aber bereits die Wirklichkeit der Vergangenheit war keine, die James Baldwin zu einen Literaturnobelpreisträger …

Betrüblich daran, nein, bezeichnend für die Qualität der Medien in Österreich, die als Qualitätsmedien in Österreich gelten, ist, daß durch all die Jahre offensichtlich kein Mensch Martin Schenk darauf aufmerksam machte, daß James Baldwin kein Literaturnobelpreisträger ist, daß es ein Hochbildungsradiosender wie Ö1 ihn nicht im Moment der Ausstrahlung berichtigte, daß eine Hochbildungstageszeitung wie „Die Presse“ es mit diesem Fehler veröffentlichte …

Und wie steht es um die Aussage von James Baldwin, die für Martin Schenk derart beeindruckend zu sein scheint, daß ihm die Vorstellung gewiß, ein Schriftsteller von solch einer gewichtigen Aussage kann nur mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet worden sein?

Er, Martin Schenk, bringt diese Aussage also auch, wenn er etwa von „Hassprediger[n]“ schreibt. Aber reden die Predigerinnen gleich welcher Religion nicht stets die Liebe? Freilich, menschgemäß reden die Prediger stets von der religiösen Liebe, wie ihre Organisationshandbücher sie lehren: die religiöse Liebe, der Haß —

Was aber, wenn Menschen nicht hartnäckig an ihrem Haß festhalten, sondern sie ständig gezwungen sind, sich mit ihrem Schmerz zu beschäftigen? Und diese hartnäckige Beschäftigung mit ihrem Schmerz die Ungeheuer gebiert, die Martin Schenk mit James Baldwin Haß nennt.

Die hartnäckige Beschäftigung mit dem eigenen Schmerz muß zu einem Handeln führen, das einen Ausweg aus dem eigenen Schmerz ermöglicht. Was für eine Art des Handelns das ist, was für einen Ausweg Menschen finden, die sich hartnäckig mit ihrem Schmerz beschäftigen, nun, das beschreibt Martin Schenk mit James Baldwin … Die hartnäckige Beschäftigung mit dem eigenen Schmerz gebiert keine bessere Welt, die hartnäckige Beschäftigung mit dem eigenen Schmerz betoniert Wirklichkeit, wie sie ist.

RSO wird als RS 0 fortgeführt

Viele machten und mußten sich in den letzten Tagen Sorgen machen, Zehntausende unterschrieben sogar eine Petition für den Erhalt des RSO. Wie nun zu vernehmen ist, es wird mit RS0 fortgefahren, die Zukunft gesichert, auch dadurch, die Marke auf einen dynamischeren Namen zu ändern: RS 0 — und es wird dafür viel Geld in die Hand genommen, mehr Geld denn je, waren es für RSO bisher neun Millionen im Jahr, so sollen es nun für RS 0 zwanzig Millionen … allein für eine ganz der Moderne verschriebenen Veranstaltung zwei Millionen …

Menschgemäß muß der ORF und mit ihm sein Generaldirektor auch für dieses Kulturbekenntnis, für diese massive Förderung der Kunst, für diese ihre Liebe zu neuen Tönen herbste und also ungerechtfertigtste Kritik einstecken.

So schreibt etwa eine Tageszeitung zu diesem ganzjährigen Grand Prix der Moderne:

Den ORF kostet dieser Unsinn mehr als 2 Millionen Euro – mehr als eine Million Euro an Produktions-Kosten für die RS-0-Übertragungen (alle Proben, Vor- und Nachberichte) an insgesamt drei Tagen – Immer zeitgleich und parallel mit Servus TV. Und rund eine weitere Million an anteiligen Rechtekosten für diesen RS-0-Grand Prix. Der Irrsinn daran: Der ORF zeigt genau dasselbe Bild wie Servus TV bei den Übertragungen und sehr ähnliche Interviews und Backstage-Berichte davor und danach. Heißt: Die Gebühren-Zahlenden sehen den RS-0-Grand Prix von Österreich zeitgleich (!) in ihrem Kabel- und Sat-Angebot zweimal – einmal GRATIS auf Servus TV, und einmal um 2 Millionen Gebühren-Geld am ORF. Insgesamt kostet der gesamte RS-0-Wahnsinn den ORF im kommenden Jahr angeblich mehr als 20 Millionen Euro (rund 15 Millionen an Rechte-Kosten und angeblich an die fünf Millionen an „versteckten“ Produktions-Kosten) – ein völlig unnötig verschwendetes Gebühren-Geld, weil sonst nämlich Servus TV die Rechte an allen RS-0-Übertragungen gekauft hätte und der ORF sich 20 Millionen Euro ersparen hätte können.

Es sollen zu dieser zukunftsweisenden Entscheidung, die der ersten Formel des Erfolgs verpflichtet ist, die Fortführung unter dem Branding RS 0 zu garantieren, bereits viele von der sogenannten Verantwortungsspitze des Landes, die schon zu harten strafrechtlichen Maßnahmen greifen wollten, äußerst positiv gemeldet haben, es sei dieser, wie allen voran auch der sie Anführende sich ausdrückte, fortgesetzten unverantwortlichen Werbung für das Gib-Gummi-zum-auf-der-Straße-Kleben oder, wie es einst einer der ersten Formel Verpflichtete selbst für einen Moment bereits hellsichtig erkannte, für das Warum-soll-ich-wie-ein-Trottel-mit-den-anderen-im Kreis-Gummi-kleben

Prova d’Austria

Eine Tuba erbläst noch keinen Winter, und ein Präsident noch keinen Herbst, das ihm anzulasten wohl ungerecht wäre, und ihm auch noch zu viel Einfluß bescheinigte, daß seine Probe des geblasenen Blechs Auftakt gewesen wäre, die im Grunde doch nur eine der vielen Proben für das, was nun auch in seiner Probe der Generaldirektor aus dem österreichischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu machen ihm vorgegeben gewillt ist: einen noch österreichischeren …

Eine einschneidende Probe des Noch-Österreichischeren gab in der tiefsten Coronazeit, einfach wie kurz gesagt, die Bundesregierung, als sie ebenso planlos aber ganz ihrer Identität hörig wie nun der vor allem von einer der Regierungsparteien installierte Generaldirektor den

Traum der idealen österreichischen Identität: Der fressend, saufend und betend kulturlos und kunstbarbarisch schifahrende Mensch

Geblasenes Blech

Als Alexander Van der Bellen in seiner heurigen Neujahrsansprache in seiner umfassenden Aufzählung der Menschen in diesem Land, die Aufgaben erfüllen, die Aufgaben der Künstler für „unseren Erfolg als Gemeinschaft“ nicht erwähnte, er für die Künstlerinnen keine Aufgaben in diesem Land sah, die diese erfüllen, um „unseren Erfolg als Gemeinschaft“ zu ermöglichen, wurde gedacht, ein Präsident allein vertreibt noch keinen Sommer, und wenn für ihn als einzelnen die Kaunertalisierung Erfolg war, so soll es ihm …

Kaum zwei Monate später aber spricht der Generaldirektor des österreichischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks, dieser, der Rundfunk, solle österreichischer werden —

Österreichischer

Das ist so eine der Ankündigungen, die gemeinhin wohl gezählt zur Kategorie der gefährlichen, der gemeingefährlichen, der gemeinschaftsgefährdenden …

Was kommen wird, wenn diese Ankündigungen umgesetzt sein werden, der Präsident hatte im letzten September bei seinem Einzug ins Kaunertal eine Probe gegeben, wird das, wenn der ORF noch österreichischer sein wird, das Vorgesetzte sein: Geblasenes Blech

Es geht nicht nur um das Orchester, es geht etwa auch um das Klassikportal, und der Breitensport soll auf ORF 1 … das wird den Präsidenten mit seinen sportlichen Vergleichen freuen, dem das Land ohnehin schon eine Sportnation … und ist nicht Sport der Kultur höchste Kultur, zu der ein Land wie Österreich …

Das wäre wirklich eine Kulturschande für eine Nation, die sich auf Kultur beruft, als wäre die ihr zweiter Vorname: Kulturnation! Und wollen ein Orchester einfach wegrationalisieren, das auch neue Musik spielt und außerdem einen weiblichen Chef hat. Ausradieren die blöden Instrumente.

Wir wissen besser, welche Instrumente wir brauchen, das ist ihr Leitspruch. Unsere Instrumente stimmen! Und was stimmt, entscheiden wir. Wir haben das Instrument der Korruption, das Instrument der Vetternwirtschaft (da gibt es keine weibliche Form), das Instrument der fetten Sparprogramme und das Instrument des Schlaucherltums und noch ein paar andre misstönende Geräte, aus denen nie was rauskommt.

Wir hören nichts, doch wir wissen, wir wollen was andres hören! Das RSO darf nicht weggestrichen werden, die Aufgabe der Streicher ist eine andre, und zwar: gehört zu werden!

Elfriede Jelinek, 22. Februar 2023

Kloepfer

Wie lieb ein Buch in die Kamera gehalten wird, ach, ein harmloses Buch, nur ein Bändchen Gedichte, mit einem gar so friedlichen wie sinnigen Titel: „Joahrlauf“, von Hans Kloepfer, aus dem Verlag, für den auch der Präsident schon mal lieb ein Buch in die Kamera hält, wohl auch ein ganz und gar harmloses Buch, das kein reines Bändchen mit Gedichten, das der Soldateska zur Verpflegung in den Tornister gesteckt werden kann, wie die Bändchen des Hans Kloepfer in die Rucksäcke der Soldateska gesteckt werden konnten, die sie wohl nähren sollten, wenn zum Stillen des Hungers kein Brot mehr, die der Soldateska eingepackt als Speck, sie zu kräftigen zum Weiterkämpfen —

Ein weitere Fotographie zeigt die Schautafel „Die Stimme Hans Kloepfers“… Vielleicht erinnerte sich die Soldateska , wenn sie in den Pausen zwischen Gemordetwerden und Morden sich satt las, an seine Stimme, und fühlte sich von ihm direkt angesprochen, alle „Buabn“ persönlich einzeln von ihm mit Hoffnung und Zuversicht gefüttert: „Wanns d‘ hoamkimmst, mei Bua“ —

Heimgekommen sind sie, aber nicht zu ihm, in seine warme steiermärkische Stubn, in der auf dem Tisch nicht Gedichtbändchen zum Verzehr, zum Stillen des Hungers und des Durstes, sondern Brot, Speck, Wurst, Eier und Schilcher

Heimgekommen sind sie, die Buabn, aber nicht mit dem Zug, auch nicht in Särgen, sie wurden einfach liegengelassen, auf irgendeiner Erde, einfach dort zurückgelassen, wo sie heimkamen und fortan ihnen ihre Heimat, die einzige Heimat als ihre Belohnung, die ihnen von der Heimat, von der sie ausmarschierten, je zugedacht, je zugebilligt —

Aber um Hans Kloepfer soll es nicht mehr gehen, zu viel schon zu ihm geschrieben, nicht um der Vergangenheit will, sondern einzig, weil von ihm in der Gegenwart nicht gelassen werden will, wieder und wieder für ihn sich Menschen betätigen, ihnen seine Heimaterdgesinnung weiter Nahrung sein will, obgleich die Speisekammern voll sind mit Brot, Speck, Wurst, Eier, Schilcher, kein Mensch hungern, dursten, frieren, ohne Sarg, ohne Urne heimkommen muß

Auf dem so lieb auf die unschuldigste Weise in die Kamera gehaltenen Gedichtbändchen ist zu lesen: „Hans Kloepfer Joahrlauf Gedichte in steirischer Mundart Mit Holzschnitten von […]“

Von diesem Schnitzer, der auch ein Meister aus Österreich ist, ist noch zu erzählen, ebenfalls einzig der Gegenwart wegen, von diesem Holzmeister, dem die Erziehung auch recht, recht wichtig war, wie ein von ihm bereits vorgestellter Holzschnitt —

Er hat einen Namen. Bevor aber sein Name in einem Kapitel doch zu nennen sein wird, soll von ihm ein weiterer Holzschnitt gezeigt werden, den er mit einem Spruch versah, als wäre dieser von ihm selbst —

Wer sein Volk liebt, beweist es einzig durch die Opfer, die er für dieses zu bringen bereit ist.

oder von ihm dem Tirolerischen in den Mund gelegt, der auch heute noch für nicht wenige ein Idol so recht, recht nach deren Heimaterdgesinnungsgeschmacke

„pennale Studenten- und Absolventenverbindung Hans Kloepfer zu Voitsberg/Köflach – ein wesentlicher ideologischer Wegbereiter des Nationalsozialismus in der Weststeiermark“

Das

Nicht teilen wir die politische Einstellung von Dr. Hans Kloepfer in der Zeit nach 1938!

ist am 20. Februar 2023 auf der Website der „pennalen Studenten- und Absolventenverbindung Hans Kloepfer zu Voitsberg/Köflach“ zu lesen, nicht zu lesen ist auf ihrer Website der zweite Teil der Überschrift: „ein wesentlicher ideologischer Wegbereiter des Nationalsozialismus in der Weststeiermark“ …

Sie, die Verbindung, bekennt sich also, da sie das nicht ausschließt, zur kloepferisch-ideologischen Wegbereitung des Nationalsozialismus

Ihre Mitglieder bekennen sich zur Pflege des deutschen Volkstums in Brauch, Wort und Lied und stehen zur Mensur.

Das ist von der Verbindung in einen Satz gebracht, den Hans Kloepfer ohne Einschränkung mit ihr, der Verbindung, zu jeder Zeit teilte, lebte, der für sie noch lebendig, er noch und er würde ihren Satz heute ebenso wie sie formulieren, vielleicht sogar ihr zur Ehre unverändert übernehmen, diesen an die Zeit angepaßten Satz, also nicht mehr so direkt ausgesprochen wie einst, als es, auch von ihm, noch so direkt:

Ein einziges, freies, glückliches und ewiges Deutschland, ein Deutschland, das alle umfaßt, die desselben Blutes und derselben Sprache sind.

Hans Kloepfer war, wie Sigfried Uiberreither in seiner Grabrede auf Hans Kloepfer, dabei wohl mit Stolz auf die aus Berlin oder aus der Wolfsschanze geschickten Ehrenkränze blickend, ein „Kämpfer der Verbotszeit“

Wenn sie „die politische Einstellung von Dr. Hans Kloepfer in der Zeit nach 1938 nicht teilen“, teilen sie dann mit ihm,

teilt die Verbindung dann mit ihm, „Kämpfer der Verbotszeit“ zu sein? Es gab in Österreich bis zum 13. März 1938 die Verbotszeit für die kloepferische Ideologie, wie es die Verbotszeit ab dem 8. Mai 1945 für die kloepferische Ideologie wieder gibt.

Das Kämpfen will geübt sein, und wie kann das Kämpfen recht geübt werden, im Fechtkampf, auf den die Mitglieder auch dieser Verbindung stehen. Und nach solch einem Kampfe darf eine Belohnung nicht fehlen, und was sind die rechten Belohnungen nach solch einem brav gefochtenen Kampfe, auch als pädagogischen Ansporn, weiter brav — die „Akademikerbälle“

Und zum Vorglühen, ehe es auf den Ball geht, eine Schnurre über den Heimatdichter, mit dem geteilt wird und nicht geteilt wird, vom streifzüglerischen Kulturwissenschafter in einer Tageszeitung, von solch einem bleibenden Wert wie die kloepferschen Gedichte, aufbewahrt von dieser Verbindung auf ihrer Website mit ihrem Postkasten Hans Kloepfer …