„Wien wieder zu“

„Menasse stand zuletzt selbst in der Kritik, als er dem 1982 verstorbenen Politiker Walter Hallstein Worte in den Mund legte, die dieser so nie gesagt hatte. (red, 24.9.2020)“

Ist als letzter Satz des Artikels „Robert Menasse empfiehlt Gernot Blümel zu schweigen – Kommentar gelöscht“ in der Tageszeitung „Der Standard“ zu lesen, und unweigerlich stellt sich die Frage nach der Relevanz dieses letzten Hinweises ein.

Zuletzt? Nun, das mit Hallstein ist bald zwei Jahre her. Die Aufregung darüber. Zuletzt? Noch länger ist her, daß Menasse Hallstein „Worte in den Mund legte, die dieser so nie gesagt hatte“; nämlich über sieben Jahre. Zuletzt?

Zuletzt, wirklich zuletzt, also in den letzten Tagen des Septembers ’20 löschte die Wache des Gernot Blümel von seiner Seite auf der Plattform des Unternehmens Facebook …

Lieber Gernot Blümel, was meinen Sie mit „Wien wieder nach vorne zu bringen“? Was ist „vorne“? Wo ist dieses „vorne“? Wieso „wieder“? Das bezieht sich offenbar auf die Geschichte der Stadt – wann war Ihrer Meinung nach Wien „vorne“, und daran müsse man nun „wieder“ anschließen? Meinen Sie Zeit VOR dem roten Wien, als die Stadt einen antisemitischen Bürgermeister hatte, von dem Hitler lernte? Können Sie sich bitte konkret ausdrücken?Ich möchte Sie an Folgendes erinnern: So gut wie alles, was Wien heute so lebenswert macht und international bewundert und von den Wienern geliebt wird, hätte es mit Christdemokratischer bzw ÖVP-Regierung nicht gegeben: Gemeindebauten, sozialer Wohnbau (und dadurch immer noch einigermaßen leistbares Wohnen), denn Christdemokraten haben nie gezeigt, dass sie in Wien bauen können oder wollen, sie haben nur gezeigt, dass sie in Gemeindebauten hineinschießen, weiters: es gäbe keine Fußgängerzonen (ich erinnere mich, wie die ÖVP schon gegen die erste Fußgängerzone, am Graben, mobilisiert hat), es gäbe keine U-Bahn (ich erinnere mich, wie die ÖVP gestänkert hat, dass mit der U1 jetzt Proleten in 10 Minuten in die City kommen können…), es gäbe keine Donauinsel (ich erinnere mich, wie die ÖVP dagegen mobilisiert hat, zum Glück hilflos!), es gäbe keine UNO-City und kein Konferenz-Zentrum (die ÖVP hat ein Volksbegehren gegen Wien als Internationale Metropole gestartet), und es gäbe keine Stadterneuerung (die ÖVP wollte, dass Hauseigentümer abreißen und demolieren können, wenn es Spekulantenprofit verspricht), und und und und – und Sie, Herr Blümel, wagen es, Wien schlecht zu machen und glauben im Ernst, dafür gewählt zu werden? Sie, als Vertreter einer Partei, die, zum Glück erfolglos, die Entwicklung Wiens zu einer lebenswerten und bunten Metropole bekämpft hat, wollen Wien in ein „vorne“ bringen, das Sie selbst nicht genauer definieren können, das aber nach allen Erfahrungen mit Ihrer Partei näher beim Mittelalter ist als bei den Bedürfnissen der Zeitgenossen. Als Finanzminister wurden Sie auffällig als einer, der sechs Nullen vergisst. Dann waren Sie nicht imstande, ein EU-Formular korrekt auszufüllen. Ich empfehle Ihnen zu schweigen.Passt in diesem Fall besonders gut zu Mag. phil Blümel: Si tacuisses, philosophus mansisses.Für alle Nichtlateiner: Soll heißen: Hättest du geschwiegen, wärst du Philosoph geblieben. Danke Robert Menasse!

Die Kritik von Robert Menasse zu entkräftigen, nun diese Kompetenz, auch diese hat Gernot Blümel nicht. Das Einzige, wozu er befähigt ist, ist das Losschicken seiner Löschwachmannschaft. Rührend dabei ist doch stets, daß die Löschenden im Glauben leben, was gelöscht ist, ist vom Tisch, aber das Gelöschte ist nicht vom Tisch, so bleibt auch die Kritik offen auf dem Tisch liegen, als das, was sie ist, die, kurz gesagt, zutreffende Beschreibung der ÖVP vor Gernot Blümel, mit Gernot Blümel und nach …

Weshalb also dieser letzte Satz von der Tageszeitung „Der Standard“? Eine Hilfe für den Hilflosen? Wer als Reaktion auf eine derart profunde Kritik nur das Losschicken seiner Löschwache im Programm hat, darf ein Hilfloser genannt werden. Ein Beispringen dem Hilflosen dadurch, daß auch der Kritiker in der Kritik steht, zuletzt, vor zwei Jahren wegen eines Satzes vor sieben Jahren? Der tageszeitungsliche letzte Satz als eine Empfehlung, er, Menasse, solle auch oder nur er schweigen?

Will die Tageszeitung österreichischen Standards den hilflosen Finanzminister als Freund oder zumindest nicht als Feind mit diesem ihrem letzten Satz gewinnen?

Weil. Freunde braucht Gernot Blümel keine mehr, er hat schon zu viele Freunde, sogar zu „echte Freunde“ …

Coronavirus-Krise-Tätigkeitsbericht 2019

Was an dem Corona-Tätigkeitsbericht der Bundesstelle für Sektenfragen bemerkenswert ist, vorgelegt von der Bundesministerin für Arbeit, Familie und Jugend, September 2020.

I

Für alle Welt ist die „Coronavirus-Krise“ untrennbar mit dem Jahr 2020 verbunden. Für die Bundesstelle für Sektenfragen ist die „Coronavirus-Krise“ aber mit dem Jahr „2019“ …

Die „Coronavirus-Krise“ nimmt im Bericht der Bundesstelle für Sektenfragen für ihren Berichtszeitraum 2019 57 Seiten ein, das sind rund 40 Prozent des reinen Berichts 2019 ohne Anhang.

Bemerkenswert daran, die Geschwindigkeit des Tätigwerdens.

Wer kennt nicht die sonstigen Gepflogenheiten auch in Österreich, daß Ereignisse erst Jahre später in Berichte aufgenommen werden, wenn sie überhaupt …

Nun aber blättert die Bundesstelle für Sektenfragen die Kalenderblätter schneller um, als Lucky Luke schießen kann, von dem es heißt, er kann schneller schießen als sein Schatten, aber vielleicht blättert nicht die Bundesstelle für Sektenfragen selber die Kalenderblätter um, sondern ihr Schatten, und ihr Schatten blättert die Kalenderblätter schneller um als ihr Schatten …

Dieses schnelle Tätigwerden, kurz gesagt, würden sich jetzt wohl viele im Land dringend erwarten, im Angesicht der Wirrnisse, Versäumnisse, Sonderlichkeiten im Umgang mit einem Virus. Nicht aber ein Tätigwerden durch Schreiben eines Berichts, sondern durch ein Handeln, das dem Wort Handeln tatsächlich gerecht wird.

II

In der Einleitung zu diesem großen Kapitel im Tätigkeitsbericht 2019 der Bundesstelle für Sektenfragen über die „Coronavirus-Krise“ ist zu lesen:

Aufgrund der rasanten Verbreitung des Virus von China ausgehend, erklärte die WHO am 11.03.2020 offiziell den Ausbruch der Pandemie. Im Laufe des März 2020 entwickelte sich die Region Europa nach der regionalen Definition der WHO – Europa, Türkei, Russland und ehemalige sowjetische Republiken in Zentralasien – zum Zentrum der Pandemie. Vor allem die dramatische Situation in Norditalien prägte die öffentliche Wahrnehmung. In vielen Ländern der Welt wurden als Reaktion gegen die Ausbreitung des Virus restriktive Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens getroffen: Reisebeschränkungen, geschlossene Grenzen, Schließung von öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen, Ausgangsbeschränkungen und Quarantänebestimmungen.
In Österreich wurden die als „Shutdown“ oder „Lockdown“ bezeichneten Maßnahmen ab 16.03.2020 legistisch umgesetzt. Die schrittweise Rücknahme der Maßnahmen begann ab 14.04.2020, zunächst mit der Öffnung von Unternehmen und Betrieben ausgewählter Branchen
und unter besonderen Auflagen. Zu den besonderen Auflagen zählte unter anderem die Pflicht zur Verwendung von einfachem „Mund-Nasen-Schutz (MNS)“ in geschlossenen Räumen und öffentlichen Verkehrsmitteln und das Einhalten von Abständen, sogenanntes „Social Distancing“. Neben legistischen Maßnahmen wurden seitens der Regierung informelle Tipps und weiterführende wichtige Informationen wie etwa im Rahmen der Kampagne „Schau auf dich, schau auf mich. So schützen wir uns“ veröffentlicht, mit denen die Ausbreitung des Virus gehemmt
werden sollte. Vereinzelte Proteste gegen die Maßnahmen in Österreich begannen Ende April 2020 mit Demonstrationen in Wien, Linz, Klagenfurt und Graz.

Ein einleitende Begründung, das Jahr 2020 dem Jahr 2019 zuzuschlagen, die über die Ereignisse in Österreich schweigt, hat selbst etwas von einer sektiererischen Duftnote … Öffentlich wahrgenommen wurde durchaus Ischgl, und aktuell werden öffentlich wahrgenommen die Sammelklagen von Tausenden von Menschen, öffentlich wahrgenommen wurden durchaus die Aufhebungen der „Maßnahmen“, die „ab 16.03.2020 legistisch umgesetzt“

III

Nicht in den Zuständigkeitsbereich der Bundesstelle fallen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen die in Österreich „gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften“ sowie deren Einrichtungen.

Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen fallen die in Österreich „gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften“ sowie deren Einrichtungen nicht in den Zuständigkeitsbereich der Bundesstelle.

Dieser ausdrückliche Hinweis kommt zweimal tatsächlich vor in dem Tätigkeitsbericht der Bundesstelle für Sektenfragen, auf der Seite 12 und auf der Seite 13.

Dabei …

Die Dokumentations-, Informations- und Beratungsarbeit umfasst unter anderem folgende
Themen und Bereiche:
• alternative religiöse und spirituelle Bewegungen
• Esoterik
• spezifische Angebote zur Lebenshilfe
• spezifische alternative Lern- und Unterrichtskonzepte
• Geist- und Wunderheilungen
• fundamentalistische Strömungen
• radikale und extremistische Ideologien
• Guru-Bewegungen
• Okkultismus
• Satanismus
• Verschwörungstheorien
• Apokalypse und Weltuntergang
• Weltanschauungsgemeinschaften
• Staatsverweigerer bzw. souveräne Bewegungen

… sind es Themen und Bereiche, die den sogenannten gesetzlich anerkannten Sekten Kern sind … Zu jedem dieser Punkte könnten unzählige Beispiele angeführt werden, etwa die krankhafte Fixierung auf Satan, die verordnete Staatsverweigerung, die Anbetung von Gurus und so weiter und so weiter …

Das ist an einer Bundesstelle für Sektenfragen generell bemerkenswert, sich nicht mit allen Sekten befassen zu dürfen — —

Keine falschen Freunde zu wählen.

Das kurze Bekenntnis von Jörg Meuthen zu seinen „echten Freunden“ in seinem Land anläßlich von Landtagswahlen bei gleichzeitigem Aufruf in seinem Land, daß es „Zeit, sich von falschen Freunden zu verabschieden“, kann anläßlich von Landtagswahlen in nicht seinem Land nur vorbehaltlos zugestimmt werden.

Von „echten Freunden“ und „falschen Freunden“ spricht Meuthen. Wie können diese voneinander unterschieden werden? Es ist Zeit. Auch daran, an dieser Fixierung auf die Zeit, an dem unentwegten Starren auf die Uhr, daran sind die „echten Freunde“ auch zu erkennen, und dem dabei unausweichlich ausgestoßenen Es ist Zeit

Untereinander erkennen die „echten Freunde“ einander durch die gegenseitige Versicherung in der ausgemachten Parole „Unsere Sprache spricht“ …

„Sich von falschen Freunden zu verabschieden“, keine falschen Freunde also zu wählen, bringt ein Mehr an „Sicherheit“, ein Mehr an „Leistung“, ein Mehr an „Gerechtigkeit“, ein Mehr an „Gemeinsamkeit“, ein Mehr an „Stabilität“, ein Mehr an „Integration“, ein Mehr von dem „Wichtigen, das Land nach vorne zu bringen“, ein Mehr an „Integration“ —

Sie werden alle diese hier in Anführungszeichen gesetzten Begriffe auf Plakaten schon gelesen haben, jetzt vor den bevorstehenden Gemeinderatswahlen, von dem „echten Freund“ eines „echten Freundes“ des Mannes und seiner Partei alter natives for bygone days (afd), der es nicht geschafft hat, sich selber „nach vorne zu bringen“, um von Meuthen ebenfalls als einer von denen, die „unsere echten Freunde“, namentlich angeführt zu werden …

Vielleicht hat er mit Wehmut daran gedacht, nicht namentlich als „echter Freund“ geführt zu werden, nur der Freund eines „echten Freundes“ zu sein, an diesem Septembersonntag ’20 am Kahlenberg zum Gedenken an …

Alter natives for bygone Days (AfD)

Kurzens gewesener Innenminister zieht den rechten Schluß aus der Analyse des österreichischen Außenministers und fordert das, was Frontstaaten eben recht brauchen, recht „echte Abwehrmaßnahmen“ — —

Den Chef vom kurz gewesenen Innenminister kann der für kurz gewesene Innenminister selbst als Kronzeugen aufrufen, für seine Forderungen von recht „echten Abwehrmaßnahmen“, hat doch dieser, sein kurz gewesener Chef, erst im Frühjahr ’20 von der ihm im Zusammensein mit einem Priester erschienenen „Realität“ vor „offenen Grenzen“, von „Millionen“ in einem „Grenzsturm“ —

NS Kurzens gewesener Innenminister wird sich im Bunde der Alternativen (alter natives) wohl auch gefreut haben, im Jahr ’20, in Deutschland Alternative (old natives for Germany) zu treffen, wie etwa vor ihm schon einmal sein für kurz gewesener Chef sich „sichtlich freute“, auf Alternative (alter natives for bygone days – afd) „zu stoßen“ …

Morija

Ehe darauf eingegangen wird, was es mit Drohung oder Anwendung von Gewalt auf sich hat, soll eine alte Geschichte in Erinnerung gerufen werden, die sich in Moria zutrug.

„Nach diesen Ereignissen stellte Gott Abraham auf die Probe. Er sprach zu ihm: Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Gott sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, Isaak, geh in das Land Morija, und bring ihn dort auf einem der Berge, den ich dir nenne, als Brandopfer dar. Frühmorgens stand Abraham auf, sattelte seinen Esel, holte seine beiden Jungknechte und seinen Sohn Isaak, spaltete Holz zum Opfer und machte sich auf den Weg zu dem Ort, den ihm Gott genannt hatte. Als Abraham am dritten Tag aufblickte, sah er den Ort von weitem. Da sagte Abraham zu seinen Jungknechten: Bleibt mit dem Esel hier! Ich will mit dem Knaben hingehen und anbeten; dann kommen wir zu euch zurück. Abraham nahm das Holz für das Brandopfer und lud es seinem Sohn Isaak auf. Er selbst nahm das Feuer und das Messer in die Hand. So gingen beide miteinander. Nach einer Weile sagte Isaak zu seinem Vater Abraham: Vater! Er antwortete: Ja, mein Sohn! Dann sagte Isaak: Hier ist Feuer und Holz. Wo aber ist das Lamm für das Brandopfer? Abraham entgegnete: Gott wird sich das Opferlamm aussuchen, mein Sohn. Und beide gingen miteinander weiter. Als sie an den Ort kamen, den ihm Gott genannt hatte, baute Abraham den Altar, schichtete das Holz auf, fesselte seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz. Schon streckte Abraham seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel her zu: Abraham, Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Jener sprach: Streck deine Hand nicht gegen den Knaben aus, und tu ihm nichts zuleide! Denn jetzt weiß ich, daß du Gott fürchtest; du hast mir deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten. Als Abraham aufschaute, sah er: Ein Widder hatte sich hinter ihm mit seinen Hörnern im Gestrüpp verfangen. Abraham ging hin, nahm den Widder und brachte ihn statt seines Sohnes als Brandopfer dar.“

Welche Funktion den Herrn mit dem Familiennamen Gott ermächtigte, Abraham auf die Probe zu stellen, kann nicht gesagt werden, vielleicht war der Herr, dessen Nachname auch sein Vorname war, möglicherweise also war Gott Gott ein Gutsbesitzer und als solcher Dienstgeber von Abraham, der sein Verwalter. Vielleicht hieß einer der Jungknechte, die Abraham Abraham begleiteten, Engel. Und als Engel sah, welche Wahnsinnstat sein Vorgesetzter im Begriffe ist zu begehen, erhob er seine Stimme derart kraftvoll, daß es Abraham schien, sie töne von allen Seiten und sogar vom Himmel her, sie erschreckte ihn dermaßen, daß er davon abließ, das Kind zu morden, und zu verbrennen. Abraham hörte auf die Stimme von Engel. Das hat sich seit damals nicht geändert, daß auf Stimmen gehört wird. Angestellte Vorgesetzte sogar auf ihre Unterstellten hören. Jetzt sind es die Stimmen, auf die die Verwalter hören, von einem Nepp, von einem Mölzer, von einem Strache, von …

Und es gibt Stimmen von Menschen, auf die nicht zum ersten Mal nicht gehört werden, die es sogar mit Briefen schon versucht haben, weil sie vielleicht dachten, die hören müssen, seien taub, wie beispielsweise der für kurz gewesene Innenminister …

An diese alte Geschichte aus Morija mußte gedacht werden, beim Ansehen des Videos von André Heller, weil er eine alte Geschichte aufwärmt, jene vom Zeloten, dem Widerständler oder Freiheitskämpfer gegen das römische Reich, mit seinem Appell,

„und Herr Bundeskanzler, lassen wir die aus allen Gnaden gefallenen Kinder von Moria nicht im Stich, nehmen wir sie auf in unser Herz und unser Land, es wird uns nicht schaden, sondern es wird uns ein Qualitätsgeschenk sein, das wir uns selbst machen. Danke, daß Sie mir zugehört haben. Und das möchte ich Ihnen noch zeigen: # 144 ?!? COURAGE“ …

Mit dem Zeigen der Tafel „# 144 ?!? COURAGE“ endet das Appellvideo von André Heller. Was die Zahl „144“ bedeutet? Was die Zahl „144“ ist? Das ist kein großes Rätsel, das André Heller mit dieser aufgibt. Es ist die Zahl eines Paragraphen im österreichischen Strafgesetzbuch.

„Erpressung
§ 144.
(1) Wer jemanden mit Gewalt oder durch gefährliche Drohung zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt, die diesen oder einen anderen am Vermögen schädigt, ist, wenn er mit dem Vorsatz gehandelt hat, durch das Verhalten des Genötigten sich oder einen Dritten unrechtmäßig zu bereichern, mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen.
(2) Die Tat ist nicht rechtswidrig, wenn die Anwendung der Gewalt oder Drohung als Mittel zu dem angestrebten Zweck nicht den guten Sitten widerstreitet.“

Den ersten Absatz dieses Paragraphen wird André Heller wohl nicht im Sinn gehabt haben, als er die die Zahl „144“ in die Kamera hielt, sondern den zweiten Absatz, daß eine Tat nicht rechtswidrig ist, wenn die Anwendung der Gewalt oder Drohung als Mittel zu dem angestrebten Zweck nicht den guten Sitten widerstreitet. Und es wäre in seinem Sinne doch ein den guten Sitten gemäßer Fürstreit, die Kinder von Moria aufzunehmen, diesen Zweck zu erreichen, auch mit den Mitteln der Gewalt oder Drohung …

Offen bleibt dabei nur eines, aber durch die zwei Fragezeichen ist es für ihn selbst wohl auch noch offen, ist es bereits seine persönliche Drohung gegen den Bundeskanzler in Österreich zur Zeit, erst die Überlegung der möglichen Anwendung von Gewalt oder Drohung, doch schon unter Hinweis auf die Rechtsmäßigkeit und somit auf Straffreiheit der Aufruf an alle im Land, zu den Mitteln Gewalt und Drohung zu greifen, um den angestrebten Zweck, der den guten Sitten vollkommen entspricht, zu erreichen, oder erst die Überlegung des Aufrufes an alle …

Die Tafel aber des Herrn Heller hat nichts mit dem österreichischen Strafgesetzbuch zu tun, an dieses dachte er nicht, als er die Tafel in die Kamera hielt, nicht an den Paragraphen 144, nicht an den Absatz 1, schon gar nicht an den Absatz 2, sondern lediglich an die Initiative „# 144 Courage – Mut zur Menschlichkeit“, mit dem bescheiden vorgebrachten Zweck als Bitte, „144 sichere Plätze in Österreich zu schaffen“, „144 nachhaltig sichere Plätze zu schaffen, um Menschen aus den Lagern bei uns aufzunehmen und hier erfolgreich zu integrieren“ …

Es bleibt nichts offen, es ist, was die Zahl „144“ betrifft, alles gelöst, der Mut quantifiziert — —

Donald Trump and the fire chief’s daughter

Thomas Bernhard, dessen „Mittagstisch“ heute, am 17. September 2020, wieder einmal im Burgtheater Premiere hat, diesmal von Claus Peymann an der neuen Burg inszeniert, hat regierungsunfähige Figuren geschaffen, die heute in der Welt regieren, aber es sind Figuren, die ohne Thomas Bernhard ihre Monologe sich kritzeln, bösartiger und genauer als Thomas Bernhard sie je hat sprechen lassen, beispielsweise über Österreich.

Wie harmlos, wenn auch lustig, etwa die Rede einer bernhardschen Figur, kaum bei Tisch an der Eiche sitzend, fände sie „einen Nazi in der Suppe, und statt der guten alten Nudelsuppe bekommen wir jeden Tag die Nazisuppe auf den Tisch, lauter Nazis statt Nudeln“ …

Wie genau und bösartig erfaßt hingegen die sich verselbständigte bernhardsche Figur mit ihrem sich selbst gegebenen Bühnenfigurennamen Donald Trump Österreich

In Österreich leben die Menschen im Wald
und die Gefahr von explosiven Bäumen
in ihren Waldstädten die nirgends auf der Welt
so brandgefährlich sind wie in Österreich
dämmen sie mit verdünntem Brennstoff ein

Im „Theatermacher“ läßt Thomas Bernhard seine Figur sagen: „Wo ein Wald war, ist eine Schottergrube, wo eine Wiese war, ist ein Zementwerk, wo ein Mensch war, ist ein Nazi.“ Auch in diesem Stück wird Suppe serviert, die Frittatensuppe, in Gaspoltshofen, in Utzbach wie in Butzbach — Frittatensuppe, die „Existenzsuppe“ mit „ihren Riesenfettaugen“ und ihren Frittaten, den falschen Nudeln …

Im „Theatermacher“ wird von einem Feuerwehrhauptmann gesprochen, der selbst nicht auftreten darf, dem Herrn über das Notlicht. Die Tochter des Feuerwehrhauptmannes, die nun in rechter Not als bernhardsche Figur selbst auf die Bühne eilt, hintritt für ihre Welt „in reality …

Austria is a country situated in the heart of Europe where people do not live in the forest but rather with the forest and in a close sustainable relationship with the natural environment Trees cover almost half of our nation’s territory The sustainable management and protection of our forests makes us world-famous among experts People love travelling to Austria but not only for its slopes or for visiting the birthplace of Mozart We are proud that people visit Austria because we offer our guests intact natural landscapes forests, hiking trails and fields To clarify No, we don’t have any exploding trees in Austria Even though Austria is densely populated we have found a way to give our trees the space they need as well as a sustainable future while still making use of what they produce And yes when President Trump mentions that our forests have been ‚tidied up‘ he is right In order to create a beautiful safe and biodiverse environment you have to look after it All kinds of pests, especially bark beetles have the capacity to destroy the hard work of generations of foresters and forest farmers while at the same time increasing the risk of wildfires massively“

Wie die Feuerwehrhauptmannstochter recht weiß, daß Borkenkäufer

Und vor allem ihr Blick auf Österreich wie genau und ….

Wo eine Schottergrube war
ist Nachhaltigkeit
wo ein Zementwerk war
Intakte

Naturlandschaften
Wälder

Wanderwege
Felder
Wo ein Nazi war
ist ein Mensch

Am Ende des „Theatermachers“ rennen alle aus dem Saal, in dem das „Rad der Geschichte“ gegeben wird, weil der „Pfarrhof brennt“ … offenbar die Gefahr von Pfarrhöfen zu gering geschätzt, um in diesen ebenfalls den Brennstoff …

Donald Trump und die Feuerwehrhauptmannstochter, deren Aufführung in der neuen Burg heute nicht beigewohnt werden muß …

Rheingold Barbarossas Walhalla

Gesinnungsgemäß ist in der Schreibe der gesinnungsgemäß zensurierten Website der für kurz gewesenen Regierungspartei nicht von „Kärnten“ die Rede, sondern allein von „Neuseeland“ …

„Vor den Parlamentswahlen in Neuseeland entbrennt jetzt ein Streit um eine Umbenennung des Landes. Die Maori Party, die Partei der Ureinwohner Neuseelands, wollen den Inselstaat in ‚Aotearoa‘, übersetzt ‚Land der langen, weißen Wolken‘ umbenennen. Bei den Ureinwohnern des Landes ist Aotearoa die traditionelle Bezeichnung für Neuseeland. Damit nicht genug, soll die bisherige neuseeländische Hauptstadt Wellington künftig Te Whanganui-a-Tara heißen. Und die Stadt Christchurch soll in Otautahi umbenannt werden. Gleichzeitig soll auch die Sprache der Maori künftig mit der Amtssprache Englisch vollständig gleichberechtigt und vermehrt eingesetzt werden. Nur drei Prozen verwenden Ureinwohner-Sprache Offiziell ist die ursprüngliche Einwohnersprache Te Reo Maori mit englisch auf dem Papier gleichberechtigt. Es sprechen aber nur drei Prozent der Bewohner Neuseelands diese Sprache. Dies ist für den Spitzenkandidaten der Maori-Partei, Rawiri Waititi, inakzeptabel. Während die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern eine Unterstützung dieser weitreichenden Forderungen der Ureinwohner kurz vor den Parlamentswahlen offen lässt, aber Sympathien dafür äußert, ist ihr Koalitionspartner Winston Peters von der nationalkonservativen Partei New Zealand First strikt gegen die Umbenennung des Inselstaates.“

So die gesinnungsgemäß zensurierte Website der für kurz gewesenen Regierungspartei am 15. September ’20. Was für eine Anmaßung der „Ureinwohner“ also, als würde auch für sie das „Selbstbestimmungsrecht der Völker“ gelten. Wissen denn die „Maori“ nicht, daß sie kein „Volk“ sind, sondern „Ureinwohner“, „Kolonisierte“ bis in die Ewigkeit und drei Tage?

Ein solches „Aufbegehren“ ist gesinnungsgemäß entschieden zurückzuweisen. Und die „Partei New Zealand First ist, was für eine Erleichterung muß das gesinnungsgemäß für diese Website sein, „strikt gegen“ … Noch dazu „sprechen nur drei Prozent der Bewohner Neuseelands diese Sprache“.

„Nur drei Prozen verwenden Ureinwohner-Sprache“ … Zu dieser Prozentangabe passt recht die Presseaussendung vom 11. September ’20, aus Kärnten:

„Zur Klarstellung für diejenigen, die in Kärnten Unfrieden säen wollen: Es gibt die deutschsprachige Mehrheitsbevölkerung und die slowenischsprachige Minderheit. Aus dieser slowenischsprachigen Minderheit kann man die Volksgruppe der Slowenen in Kärnten ableiten, die ungefähr 2% bis 3% der Gesamtbevölkerung ausmacht (eine Volksgruppenerhebung haben nationalslowenische Agitatoren bis jetzt aus gutem Grunde zu verhindern gewußt). Zu beachten gilt es natürlich, daß zu diesen 3% auch die Windischen gezählt werden, die sich selbst aber immer wieder von den Nationalslowenen distanzieren.“

Sie werden es vielleicht nicht glauben wollen, aber diese Presseaussendung ist tatsächlich von der Partei „BZÖ“ – ein nicht zu widerlegender Beweis dafür, daß Jörg Haider tatsächlich ein Erbe hinterlassen hat.

Was für ein Glück in Kärnten für die „slowenischsprachige Minderheit“ und ihre Rechte, die „ungefähr 2% bis 3% der Gesamtbevölkerung ausmacht“, keine „Ureinwohner“ zu sein … Mit dem Erbe Haiders ein Aufbegehren in Kärnten, das Rad der Gesinnung wieder in Schwung zu bringen, in Kärnten Menschen zu „Ureinwohnern“ zu machen, ohne Rechte? Wie würden wohl die Erblassenden Haiders Kärnten umtaufen wollen: Rheingold Barbarossas Walhalla?

NS Es soll auch eine Stadt in Neuseeland, das für die zensurierte Website der für kurz gewesenen Regierungspartei wohl recht eine ungeheuerliche Anmaßung sein muss, umbenannt werden, die Stadt, in der ein Mann mit seiner runenverzierten Waffe mordete, nachdem er auch in Kärnten Stätten der Gesinnungsverfestigung besuchte.

Kahlenberg-Gedenken

Das Gedenken an die Präsentation der Bundesregierung durch Heinz-Christian Strache und Sebastian Kurz am Kahlenberg im Jahre 2017 wurde in diesem Jahr mit einem Aufmarsch am letzten Samstag eingeleitet. Das sei, so die „Kahlenberg-Allianz“ als Veranstalterin, „bereits zum vierten Mal in Folge“, daß „ein Fackelmarsch zum Gedenken“ …

Das Gedenken fand am darauffolgenden Sonntag, dem 13. September ’20, seine würdige Fortsetzung durch eine Kranzniederlegung.

Von der Zeitzeugin, der in diesem Jahr die hohe Ehre zuteil wurde, einen Kranz zum Gedenken niederzulegen, ist nicht gemeldet worden, ob sie anläßlich ihrer Erfüllung dieser doch recht stolzen Aufgabe der Kranzlegung, ihre Erinnerungen preisgab, wie sie persönlich damals die Präsentation der Bundesregierung am Kahlenberg erlebte.

Mit dabei an diesem letzten Sonntag war, wie berichtet wird, ein recht besonderer Zeitzeuge. Ein Zeitzeuge, der damals auf dem Kahlenberg als Mitglied der Bundesregierung vorgestellt wurde, der für kurz gewesene Kanzleramtsminister …

Es wollen Zaungäste, wird erzählt, von dieser sonntäglichen Kranzgedenkniederlegung gehört haben, wie er, der für kurz gewesene Kanzleramtsminister, der kranzniederlegenden Zeitzeugin die Idee schmackhaft machen wollte, sie sollten gemeinsam in die Schulen gehen, um als „Zeitzeugen“ zu erinnern, wie es damals war, als am Kahlenberg eine „starke und stabile Regierung …

Kahlenberg-Gedenken und Demonstration „Moria“ am 12. September 2020 in Wien

Das Aufgebot der Polizei bei der Demonstration „Moria“ am 12. September 2020, die mit Reden am Hauptbahnhof begann und mit Reden im Resselpark vor der Karlskirche endete, kann nicht besser zusammengefaßt werden, wie es bereits auf der Plattform des Unternehmens Twitter zusammengefaßt wurde:

„Wow, bei der friedlichen #Moria Demo in Wien gingen auf beiden Seiten der Demo alle 2 Meter Riot Cops, Hubschrauber, Polizeiautos usw.“

Bei dem „Kahlenberg-Gedenken“ gab es auch ein Aufgebot der Polizei. Allerdings. Das von der „Tagesstimme“ verbreitete Video zeigt keinen einzigen Polizisten, hingegen eine Söldnertruppe im Dienste dieses Bündnisses, der das Gedenken am Kahlenberg zu verdanken, das Gedenken an die Präsentation einer „starken und stabilen Regierung“ durch Strache und Kurz.

Und die „Kaiserjäger“ spielten dazu auf, auch, wie zu lesen ist, auch mit dem „Marsche petite salope“, der gesinnungsgemäß doch so hervorragend paßt zur Ordner-Division … Ach, welche Kapelle sonst, als eine „Kaiser“-Kapelle, in einem Land, in dem so mancher Sehnsucht nach einem Kaiser hat, und an diesem Tage nicht auf den Kahlenberg durfte … Manch einer im Trachtenrockerl, der gottglücklich am Kahlenberg mit dabei sein durfte, wird wohl zu den Märschen gewippt

Bei dem „Kahlenberg-Gedenken“ an die Regierungspräsentation durch Kurz und Strache, das von diesem Bündnis gesinnungsgemäß anders bezeichnet wird, aber es sollte das „Kahlenberg-Gedenken“ fortan immer ein Gedenken an Kurzens Regierung sein, gab es auch ein Aufgebot der Polizei. Fotos der Anwesenheit der Polizei bei dieser Kundgebung lassen allerdings an ein anderes Aufgebot denken, an ein Hochzeitsaufgebot. Sie scheint auch ganz konzentriert auf die Bündnisvermählung zu sein, um noch Energie aufbringen zu können, sich auch noch um Vorfälle kümmern zu können, von denen berichtet wird, die sonst in ihre Kompetenz fallen, ohne sie darauf erst hinweisen zu müssen …