Bericht der noch nicht eingesetzten Historikerkommission für Analysen und Materialien zur Geschichte …

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Norbert Hofer eröffnet. Wie auch anders als mit 1848

Wie eben einer nur eröffnen kann, aus einer Partei, die normal im Sinne der Gesinnung sich verstehen muß …

In einer solchen Partei kann nur einer mit einem solchen Auftrage, einen Bericht zu erstellen, betraut werden, dem eine solche Partei ein Leben lang eine Partei wie nahezu jede andere Partei auch erscheint

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Herbert Kickl macht weiter. Unweigerlich mit „sine ira et studio“ Damit reiht sich der für kurz gewesene Innenminister gesinnungsgemäß ein in die ehrenreiche Traditionsgarde, die sich auf Ranke berufen, um …

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Christian Hafenecker macht weiter. Was in der Zusammenfassung zum Beitrag von Johannes Kalwoda zum „Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes“ zu lesen ist,

„Aus dieser geht jedoch hervor, dass sich das im DÖW aufbewahrte Material aufgrund des Mangels interner Dokumente nur sehr bedingt zu einem besseren Verständnis der Hintergründe und Beweggründe für die Politik des Dritten Lagers beiträgt und stattdessen eher die Außenwirkung von Personen dieses Lagers bzw. die Rezeption desselben verdeutlicht.“

hat Christian Hafenecker im November 17 in einem Wort zusammengefaßt: „Denunziazionsplattformen“ …

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Am Beitrag von Kurt Scholz fällt eine Fußnote auf.

„Mit dem Nationalsozialistengesetz von 1947 bekamen die »Minderbelasteten« das aktive Wahlrecht zurück, vom passiven Wahlrecht und vom Amt der Geschworenen und Schöffen blieben sie noch bis 1948 ausgeschlossen.“

Das ist wohl ganz nach dem Gesinnungsgeschmacke der FPÖ. Aber dieser ist bei dieser Fußnote nicht von Interesse. Es stellt sich bloß die Frage, woher hat das Kurt Scholz.

„§ 19. (1) Minderbelastete Personen im Sinne des § 17, Abs. (3), haben die nachstehenden Sühnefolgen zu tragen:
h) Sie sind bis zum 30. April 1950 vom passiven Wahlrecht in die gesetzgebenden Körperschaften und von dem Amt eines Geschworenen oder Schöffen ausgeschlossen.

§ 18. Belastete Personen im Sinne des § 17, Abs. (2), haben die nachstehenden Sühnefolgen zu tragen:
k) Sie sind auf Lebenszeit vom passiven Wahlrecht in eine gesetzgebende oder andere öffentlich-rechtliche Körperschaft ausgeschlossen. Sie sind bis 30. April 1950 vom aktiven Wahlrecht sowie bis zum 30. April 1955 von dem Amt eines Geschworenen oder Schöffen ausgeschlossen.
l) Sie können bis 30. April 1950 einer politischen Partei nicht angehören.“

Aus dem Gesetz nicht. Auch wenn es unweigerlich mit der FPÖ zusammenhängt, wirft diese Fußnote, die das „Nationalsozialistengesetz“ von 1947 nicht bestätigt, die Frage auf, weshalb hat sich der österreichische Staat nicht selber an sein Verbotsgesetz“ gehalten. Wobei es nicht um die „Minderbelasteten“ geht, sondern um den einiges schwerwiegenderen Fall der „Belasteten“ in der Definition des Gesetzes, also beispielsweise um Srinzi, um Reinthaller …

Auch dieser „Weißenbericht“ zeigt einmal mehr auf, daß es in Österreich insgesamt einer Aufarbeitung dringend noch bedarf, wobei die FPÖ vollkommen nebensächlich ist, sondern in erster Linie zum Verständnis, weshalb eine identitäre Partei in Österreich eine derartige Rolle spielen kann, einen derartigen Zuspruch …

Es sind ja nicht die Gesinnungsgetreuen aus diesem identitären Umfeld, die hierfür hautpverantwortlich sind, die Zuarbeitenden leisten hierfür die Hauptarbeit, gegen ihre Intentionen, gegen ihre Weltanschauungen, aber einem sonderlichen Willen zur Beschönigung Österreichs verpflichtet, wie auch Kurt Scholz (und nicht zum ersten Mal), der sich nun bemüßigt fühlt, sich von diesem „Weißenbericht“ zu distanzieren, als hätte er je nicht wissen können, was ihm passieren wird. Den Gesinnungsgetreuen ist seine Distanzierung vollkommen gleichgültig. Sein Beitrag steht im „Weißenbericht“, und die Gesinnungsgetreuen können ihn mißbrauchen, und sie mißbrauchen ihn, wie eben am 23. Dezember 19 in der Pressekonferenz, in der sie mit Scholz renommieren.

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Was hätte alles in den „Weißenbericht“ allein aufgenommen werden können, beispielsweise zu „Kornblume“, zu „Franz Dinghofer“ …

Beim Dinghofer wäre ein Dank der Gesinnungsgetreuen an die Zuarbeitenden durchaus angebracht, wie sehr wurde diesem beispielsweise in diesem Februar 19 öffentlich-rechtlich geschmeichelt, dieser kornblumigen Ikone der identitären Partei …

Stattdessen wurde Nichtiges aufgenommen. Wie viel hätte etwa zum kornblumigen Ikoneinstitut geschrieben werden können. Gerade einmal ein Hinweis stattdessen, daß es dieses gibt.

Und dann gibt es noch eine Blume, der Gesinnungsgetreuen lieb und recht. Auch zu der gerade einmal ein Hinweis, eine Quellenangabe zu einem „Liederbuch für Österreichs katholische Jugend“ …

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Norbert Nemeth ist einer der Schreibbeteiligten an dem „Weißenbericht“. Vergessen wurde zu beauftragen, daß wer etwas über Nemeth in den Weißenbericht …

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Reinhard Olt ist auch einer des Weißenberichts“ Renommierter. Vergessen wurde zu beauftragen, daß wer etwas über, auch über ihn …

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Ach, was hätte noch alles berichtet werden können, beispielsweise auch zum Leopold-Stocker-Verlag, recht besonders zur gegenwärtigen Generation

Und auch im Bunde mit dieser Verlagsfamilie unweigerlich die Zuarbeit …

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Und Mölzer, ach die Mölzers …

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Noch einmal Christian Hafenecker im Zusammenhang mit der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Parlamentspartei …

„‚unzensuriert.at‘ wird nicht von der FPÖ kontrolliert. Der Herausgeber ist eine GmbH (nachzulesen im Impressum). Abgesehen davon ist eine Kritik an einer Person, nur weil sie jüdischer Abstammung ist, keine antisemitische Verschwörungstheorie. Die Analyse des ‚Experten‘ Andreas Peham (sofern das sein richtiger Name ist) ist politisch motiviert und hat keinerlei Relevanz.“

Nun, sein federführender Parteiprogrammchef sieht das doch etwas …

Nun, wie das ist mit der „antisemitischen Verschwörungstheorie“ … Eine „Verschwörungstheorie“ ist es nicht, aber es hat schlicht wie kurz gerade bei diesem Menschen „jüdischer Abstammung“ sehr viel mit Antisemitismus zu tun.

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Ist es kleinlicher Wunsch, auch etwas über „Runen“ in diesem „Weißenbericht“ gelesen haben zu wollen? Sind diese doch parteilebensbegleitende Zeichen …

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Ach, Brauneder – und noch einmal die Erinnerung, wie sehr Österreich insgesamt …

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Herausgeber des „Weißenberichts“ übrigens ist das FBI. Wer wäre berufener dafür …

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Und Höbelt, ach dieser der Welt renommiertester …

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Und auch wohl kleinlich aus der Sicht der Gesinnungsgetreuen, ein Wort zu „Pegida“ erfahren haben zu wollen …

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Und ebenso, etwas zum Bündnis mit dem Innenminister …

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Und …

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Und so weiter und so fort …

Heiligabend in Österreich, fortan begangen am 23. Dezember

„Fertigzustellen sei noch die Untersuchung der NSDAP-Mitgliedschaften. „

So sprach am gestrigen Tage, dem 23. Dezember, einer, der mit den Deutern gen Bettelheim zog, an dem 23. Dezember, der, so soll, wird gehört, schon gebetet werden, den 24. Dezember ablösen soll, denn die Deuter sind abermals zu einer Reise aufgebrochen. Fortan soll der 23. Dezember im heiligen Gedenken an diese bedenkwürdige Begebenheit ihnen der höchste Feiertage im Jahr, der 23. Dezember den 24. Dezember in diesem Gesinne ablösen.

Von einem Seher wurde dies aber vorausgesehen, daß der 23. Dezember statt dem 24. Dezember zum höchstheiligen Tag, zum einzig wahren Tag der Geschenke im Jahreslauf, werde, und so schrieb er schon im November ungeduldig an seiner Wunschliste. Es möge, so schrieb er auf seinen Wunschzettel oben auf, „etwas Besonderes sein, Mitglied der FPÖ sein zu dürfen“. Nachdem er seinen Wunschzettel auf die Wunscherfüllungsbudel legte, wird er wohl ins Träumen gekommen sein, wie das sein wird, wenn es „etwas Besonderes“ den Menschen sein wird, „Mitglied der FPÖ sein zu dürfen“ … Es werden Menschen sich in langen Reihen, in recht langen Reihen anstellen, mit dem Antrage zur Mitgliedschaft in ihren Händen, und Reihen über Reihen über Reihen werden vor dem Tore der Partei stehen, Reihen so lange, geschlossene Reihen von Bettelheim bis nach Welsalem …

Und er selber? Er wird der Torhüter sein.

Vor der Aufnahme zur Mitgliedschaft steht ein Türhüter. Zu diesem Torhüter kommt ein Mann vom Lande und bittet um Eintritt in die Partei. Aber der Türhüter sagt, daß er ihm jetzt den Eintritt nicht gewähren könne. Der Mann überlegt und fragt dann, ob er also später werde eintreten dürfen. »Es ist möglich«, sagt der Türhüter, »jetzt aber nicht.« Da das Tor zur Partei offensteht wie immer und der Türhüter beiseite tritt, bückt sich der Mann, um durch das Tor in das Innere zu sehn. Als der Türhüter das merkt, lacht er und sagt: »Wenn es dich so lockt, versuche es doch, trotz meines Verbotes hineinzugehn. Merke aber: Ich bin mächtig. Und ich bin nur der unterste Türhüter. Von Saal zu Saal stehn aber Türhüter, einer mächtiger als der andere. Schon den Anblick des dritten kann nicht einmal ich mehr ertragen.« Solche Schwierigkeiten hat der Mann vom Lande nicht erwartet; die Partei soll doch jedem und immer zugänglich sein, denkt er, aber als er jetzt den Türhüter in seiner Fliegeruniform genauer ansieht, seinen langen Stock, entschließt er sich, doch lieber zu warten, bis er die Erlaubnis zum Eintritt bekommt. Der Türhüter gibt ihm einen Schemel und läßt ihn seitwärts von der Tür sich niedersetzen. Dort sitzt er Tage und Jahre. Er macht viele Versuche, eingelassen zu werden, und ermüdet den Türhüter durch seine Bitten. Der Türhüter stellt öfters kleine Verhöre mit ihm an, fragt ihn über seine Heimat aus und nach vielem andern, es sind aber teilnahmslose Fragen, wie sie große Herren stellen, und zum Schlusse sagt er ihm immer wieder, daß er ihn noch nicht einlassen könne. Der Mann, der sich für seine Reise mit vielem ausgerüstet hat, verwendet alles, und sei es noch so wertvoll, um den Türhüter zu bestechen. Dieser nimmt zwar alles an, aber sagt dabei: »Ich nehme es nur an, damit du nicht glaubst, etwas versäumt zu haben.« Während der vielen Jahre beobachtet der Mann den Türhüter fast ununterbrochen. Er vergißt die andern Türhüter, und dieser erste scheint ihm das einzige Hindernis für den Eintritt in die Partei. Er verflucht den unglücklichen Zufall, in den ersten Jahren rücksichtslos und laut, später, als er alt wird, brummt er nur noch vor sich hin. Er wird kindisch, und, da er in dem jahrelangen Studium des Türhüters auch die Flöhe in seinem Uniformkragen erkannt hat, bittet er auch die Flöhe, ihm zu helfen und den Türhüter umzustimmen. Schließlich wird sein Augenlicht schwach, und er weiß nicht, ob es um ihn wirklich dunkler wird, oder ob ihn nur seine Augen täuschen. Wohl aber erkennt er jetzt im Dunkel einen Glanz, der unverlöschlich aus der Türe der Partei bricht. Nun lebt er nicht mehr lange. Vor seinem Tode sammeln sich in seinem Kopfe alle Erfahrungen der ganzen Zeit zu einer Frage, die er bisher an den Türhüter noch nicht gestellt hat. Er winkt ihm zu, da er seinen erstarrenden Körper nicht mehr aufrichten kann. Der Türhüter muß sich tief zu ihm hinunterneigen, denn der Größenunterschied hat sich sehr zuungunsten des Mannes verändert. »Was willst du denn jetzt noch wissen?« fragt der Türhüter, »du bist unersättlich.« »Alle streben doch nach der Partei«, sagt der Mann, »wieso kommt es, daß in den vielen Jahren niemand außer mir Einlaß verlangt hat?« Der Türhüter erkennt, daß der Mann schon an seinem Ende ist, und, um sein vergehendes Gehör noch zu erreichen, brüllt er ihn an: »Hier konnte niemand sonst Einlaß erhalten, denn dieser Eingang war nur für dich bestimmt. Ich gehe jetzt und schließe ihn.«

Nein, so ist der Torhüter nicht. So sind nur Türhüter in der Literatur, unerbittlich, gnadenlos, grausam, wie sie auch ein Doktor aus Prag beschrieb, dessen Beispiel hier über weite Passagen wiedergegeben wird, um zu zeigen, wie anders der Torhüter ist.

Und wenn ein Mann, so träumt der Torhüter, immer wieder zu ihm kommen wird, mit dem Antrage zur Mitgliedschaft in Händen, wird er diesen am Ende gnadenhalber die Mitgliedschaft gewähren, so verpflichtet der Tradition ist der Torhüter, auf die er sich auch berufen kann, sollte wer ihm den Vorwurfe machen, so einen eingelassen zu haben, am Ende sind wir, träumt der Torhüter sich sprechen zu hören, stets voller Gnade, erlösen alle.

Wo sonst als in Österreich

Es paßt recht zu dem Kapitel, in dem vom Besuch aus Südtirol in Wien zur Übergabe der 0,188-Prozent-Petition Doppelpaß erzählt wird, der erst kurz her ist, und über den sich der für kurz gewesene Innenminister wohl mit großer Freude recht freute.

Im Inland und im Ausland auch fragen sich doch immer wieder Menschen, weshalb gerade in Österreich eine identitäre Partei nicht nur zu einer identitären Parlamentspartei gewählt wird, und das mit keinem geringen Stimmenanteil, sondern in Österreich eine identitäre Parlamentspartei auch zu einer identitären Regierungspartei wieder und wieder gemacht wurde und weiterhin von nicht wenigen wieder gemacht werden will.

Es ist keine Antwort, nicht einmal ein Versuch einer Antwort, bloß eine Beobachtung, eine Feststellung, so eine Frage beantwortet sich von selbst. In welchem Land sonst als in Österreich soll eine identitäre Partei einen so hohen Stimmenanteil haben, in welchem Land sonst als in Österreich soll eine identitäre Partei Regierungspartei sein, als in einem Land wie Österreich, in dem Menschen etwa von anderen Parteien sprechen und wohl mehr noch für sich denken wie …

Wie Andreas Khol an diesem 23. Dezember 19 … Im Radio. Zu Südtirol. Wie leicht Khol „Todesmarsch“ sagt, als wäre er einer von der „BAS“ …

Bis in den Wetterbericht hinein von der österreichischen öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalt, die seit Jahrzehnten täglich die Temperaturen für Südtirol bringt, als wäre Südtirol nach wie vor … Könnte da ein identitäres Medium zurückstehen, und Südtirol nicht als Teil von …

Ein Beitrag zu Südtirol. Im Radio an diesem 23. Dezember 19, aber nicht aus diesem Jahr, sondern eine Wiederholung aus 09. Wiederholung. Gibt es für Österreich noch ein Wort, das es mehr als dieses kennzeichnet? Wiederholung. Ewig in der Schleife, ohne Ausgang, nur fallen in den Abgrund zur Rückkehr in die Schleife …

Als wäre Andreas Khol einer vom Wissen über tatsächliche und wirkliche Todesmärsche vollkommen Befreiter, kurz einer, der nie ein Buch der Geschichte in seinem Leben noch aufschlug, um zu wissen, was ein Todesmarsch tatsächlich und wirklich ist: Massenmord, Massentöten von Lebenden …

Es fehlte bloß noch, daß er, als wäre er der auferstandene Kanonikus, nicht nur „Todesmarsch“ sagte, sondern auch noch gesagt hätte: „Der Todesmarsch“ der Deutschen — — Damit wäre er dann die vollkommenste und reinste Verkörperung eines Bumsers und eines Funktionärs der identitären Parlamentspartei …

Und so bleibt bloß die Frage, wie kann nur gefragt werden, weshalb gerade in Österreich eine identitäre … als ob nicht täglich in Österreich irgendwer, von der sogenannten Staatsspitze bis hinauf zur Volksspitze dafür Zeugnis ablegt, weshalb gerade in Österreich eine identitäre …

Identitärinnen in anderen Ländern muß Österreich ein Sehnsuchtsort, ein Paradies sein, mit seinem Luxus, sich eine innerparlamentarische und eine außerparlamenarische identitäre Formation zu leisten, mit reichlicher Zuarbeit von …

Die Legende vom lesenden Knaben

Als aber der Knabe in Bettelheim in Östrräa lange schon lesen konnte, in den Tagen des Gesegneten, siehe, da kamen Deuter vom Abendland nach Welsalem und sprachen: Wo ist der Influencer der Bücher, der zum Lesen geboren worden ist? Denn wir haben seine Likes im Smartphone gesehen und sind gekommen, um ihm dies zu überreichen.

Als aber alle es hörten, wurden sie bestürzt und ganz Welsalem versammelte sich und alle erkundigten sich bei ihnen, was der Influencer von ihnen zu lesen soll bekommen. Sie aber sagten: Den Weisenbericht; denn so steht es geschrieben:  „Und du, Bettelheim, Land Östrräa, bist keineswegs die Unkundigste unter den Unkundigen Östrräas; denn aus dir ist ein Lesender hervorgekommen, der in Büchern weiden wird.“

Dann rief der Gesegnete die Deuter heimlich zu sich und erfragte von ihnen genau die Worte des Berichts; und er sandte sie nach Bettelheim und sprach: Zieht hin und forscht genau nach dem Knaben; wenn ihr ihn aber gefunden habt, so berichtet es mir, ob er keinen anderen Bericht neben den euren hat, damit auch ich komme und euren Bericht mit ihm lese. Sie aber zogen hin, als sie den Gesegneten gehört hatten. Und siehe, die Likes, die sie im Smartphone gesehen hatten, gingen vor ihnen her, bis sie kamen und an dem Orte stehen blieben, wo das Kind las. 

Als sie aber ihren Weisenbericht aus der Suvsatteltasche nahmen und in Händen hielten, freuten sie sich mit sehr großer Freude. Und als sie zum Pool hinter dem Haus gekommen waren, sahen sie den Knaben gebeugt über dem Berichte, über ihren Weisenbericht, und er schlug den eben zu Ende gelesenen Bericht zu; er aber brachte ihnen ihren Bericht dar.

Und als sie vom Knaben ihren Weisenbericht empfangen hatten, packten sie diesen zu ihrer Weihrauchgabe, dem Weisenbericht, und zogen sie auf einem anderen Weg hin in ihr Abendland.

Im identitären Strudel

Es kann verstanden werden, um dieses Kapitel zu seinem Ende zu führen, daß Andreas Rabl beim Identitären in einen Strudel gerät, das allerdings kann nur passieren, wenn nicht genau geschieden wird zwischen außerparlamentarischen Identitärinnen und innerparlamentarischen Identitären, dann passiert das, was Andreas Rabl passiert, wenn er einmal zu diesen keine „rote Linie“ zieht, dann doch eine „rote Linie“ zieht, dann geschieht es, daß er nicht mehr verstanden wird, vielleicht auch von sich selber nicht, von welchen Identitärinnen er denn das eine Mal und das andere Mal spricht …

„Rabl, der die interne Reformgruppe zur Zukunft der FPÖ leitet, hatte im Ö1-Morgenjournal einen unbedingten Zusammenhang zwischen Rechtsextremismus und Identitären bestritten und gemeint, dass es um die ‚persönliche Einstellung‘ jedes Einzelnen gehe. Jeder Anwärter auf eine FPÖ-Mitgliedschaft werde künftig mittels Fragebogen Auskunft geben müssen, ob er sich zum Rechtsstaat, zur Demokratie, zu Gewaltfreiheit und zu den freiheitlichen Grundwerten bekennt. ‚Und wenn die Antwort Ja lautet, dann kann man auch Mitglied in der FPÖ sein‘, so Rabl.“

Am 20. Dezember 19.

Jede Anwärterin auf eine Mitgliedschaft bei dieser Partei werde also, so Rabl, sich bekennen müssen. „Zum Rechtsstaat.“ „Zur Demokratie.“ „Zu den freiheitlichen Grundwerten.“

Es gibt stets eine Gesetzeshierarchie, auch eine Wertehierarchie. Werden die „freiheitlichen Grundwerte“ dabei die Rolle der Verfassung in einem Staat einnehmen, also allem übergeordnet sein?

Ist das etwa Teil der „freiheitlichen Grundwerte?

„Österreich ist Anwalt der deutschen […] Wir streben die Einheit Tirols an und bekennen uns zum Selbstbestimmungsrecht Südtirols […]“

Ist das etwa Teil der „freiheitlichen Grundwerte?

„Die Bevorzugung eines Geschlechts zur Beseitigung tatsächlicher oder vermeintlicher Benachteiligungen wird von uns entschieden abgelehnt. Statistisch errechnete Ungleichheiten, die durch eine Vielzahl an Faktoren bedingt sind, können nicht durch Unrecht an einzelnen Menschen ausgeglichen werden. Daher sprechen wir uns gegen eine Quotenregelung oder das „Gender-Mainstreaming“ aus. Die Familie, geprägt durch die Verantwortung der Partner und der Generationen füreinander, ist Grundlage unserer Gesellschaft. Die Lebensgemeinschaft von Mann und Frau wird durch das Kind zur Familie. Wer alleinerziehend Verantwortung übernimmt, bildet mit den Kindern eine Familie. Wir bekennen uns zur Vorrangstellung der Ehe zwischen Mann und Frau als besondere Form des Schutzes des Kindeswohls. Nur die Partnerschaft von Mann und Frau ermöglicht unserer Gesellschaft Kinderreichtum. Ein eigenes Rechtsinstitut für gleichgeschlechtliche Beziehungen lehnen wir ab.“

Es ist leicht, kurz gesagt, ein Bekenntnis etwa „zum Rechtsstaat“ abzulegen, wenn, so die Rechnung, Aussicht besteht, selbst Gesetze nach der eigenen Gesinnung, nach den eigenen „Grundwerten“ verabschieden zu können oder Gesetze zur Verabschiedung im Parlament einbringen zu können, wie eben von Hofer und Stefan, und das ist erst kurz her …

Hat die Abgeordnete der hoferischen und damals auch noch der strachschen Partei im Jänner 19 mit dieser Aussage

„Niemals haben wir uns damit abzufinden, dass Gesetze uns in unserem Handeln behindern!“

einen „freiheitlichen Grundwert“ bekannt?

Versteht Andreas Rabl seinen „Wertekodex“ als seine persönliche Fleißaufgabe der Hinzufügung zu den „freiheitlichen Grundwerten“ oder ist dieser sein „Wertekodex“ als Kurzfassung seines Bekenntnisses der „freiheitlichen Grundwerte …

Sagte sich Norbert Hofer bei seinem federführenden Abfassen des hoferischen und damals auch noch strachschen Parteiprogrammes unaufhörlich die „freiheitlichen Grundwerte“ auswendig laut vor? Beinahe geneigt, darauf mit einem Ja zu antworten, so wie das „Parteiprogramm sich lesen läßt, gefedert von einem, der die „freiheitlichen Grundwerte“ ganz und gar verinnerlicht

Im falschen Land in der falschen Zeit

„Präsentiert wurde unter anderem die äußerst erfolgreiche Petition ‚Initiative Österreichische Staatsbürgerschaft für Südtiroler – inoes‘, die sich für eine Doppelstaatsbürgerschaft einsetzt.“

Das schreibt die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Parlamentspartei in Österreich am 17. Dezember 19 …

Eine „äußerst erfolgreiche Petition“ wurde also Herbert Kickl zum Rapport vorgelegt. Eine „äußerst erfolgreiche Petition“ ist somit eine mit eintausend Unterschriften. Eintausend Unterschriften sind von rund 532.000 Menschen, die derzeit in Südtirol leben, in etwa 0,188 Prozent. Würde die identitäre Parlamentspartei von einem „äußerst“ erfolgreichen Wahlergebnis sprechen, bekäme sie beispielsweise in einer Nationalratswahl 0,188 %? Nein, vielleicht aber doch, ist doch besonders ihr Mann, der für kurz Innenminister war, ein Umdeutungsspezialist — bei weitem aber nicht der einzige Umdeutungsspezialist in dieser Partei reich an Umdeutungsspezialistinnen …

Im Zusammenhang mit Südtirol und dem für Südtirol identitär pochenden Herzen wurde schon viel, viel zu viel erzählt, auch von dem recht besonderen Verhältnis zu Zahlen der identitären Parlamentspartei …

Der Hofers Südtirol oder wie viele Einwohnerinnen hat Österreich? Nach strach’scher Weise: eintausend Einwohner

Das Verhältnis zu Zahlen der identitären Parlamentspartei wird wohl kein besseres mehr werden, auch das zur Geographie muß ein arg zerrüttetes sein. Oder es wird eine recht spezielle Geographie gelehrt, vielleicht vom parteieigenen FBI, eine Gesinngraphie, und nach der ist es recht nachvollziehbar und stimmig, daß Südtirol an Deutschland grenzt oder Österreich Deutschland ist, nur soher wird es verständlich, daß in Wien und nicht in Berlin die 0,188-Prozent-Petition rapportiert wird

Einerlei, ob nach der Gesinngraphie Südtirol an Deutschland grenzt oder Österreich ihnen Deutschland ist, die „Doppelstaatsbürgerschaft“ ist ihnen nur ein „erster Schritt“ zum nächsten ersehnten, von der Vorsehung herbeigewünschten, kurz gesagt: „Heim ins Reich“

In Österreich muß, so scheint es, um verstanden zu werden, in die Sprache des Fußballs übersetzt werden, deshalb wohl leistet ein Präsident diese Übersetzungsarbeit, und auch im Zusammenhang mit Südtirol kann die Fußballsprache erhellende Dienste leisten …

Doppelpaß Südtirol und Faschismus vor den Augen des Bundespräsidenten

Am 26. November 19 schreibt die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Parlamentspartei:

„Sinkt der Italieneranteil gleichzeitig und bleibt der Deutschenanteil konstant, bilden die Deutschen mit ihren über 60 Prozent Bevölkerungsanteil die maßgebliche Leitkultur. […] Trotz anhaltender Schikanen, bildet die deutsche Gemeinschaft nun schon seit vielen Jahrzehnten eine kulturelle Bastion, die nicht kleiner zu kriegen ist. Die Geschichte hat gezeigt, dass es alles andere als eine Utopie ist, dass sich eine Region wie Tirol wiedervereinigt. […] In der mehr Deutsche wohnen als je zuvor.“

Sie werden sich vielleicht fragen, weshalb wird nicht in der Sekunde an Deutschland verwiesen, wenn es doch „Deutsche“ sind und nicht deutschsprachige Menschen aus Österreich, soll sich doch Berlin um die 0,188-Prozent-Petition … das können Sie aber nur dann fragen, wenn Sie nicht dem hoferischen Programm und dem rablschen Wertekodex einen Eid geschworen …

Kurz zum Wertekodex des Gruppenzukunftsführers, dessen „Grundstoßrichtung okay“ für Stelzer

Es kann verstanden werden, um dieses Kapitel fortzusetzen, daß die hoferische Partei auf Andreas Rabl als ihren Leiter der Gruppe Zukunft, die von der Zukunft aus gesehen, eine Gruppe Vergangenheit ist, gekommen ist, steht er doch recht fest mit beiden Beinen in der „deutschen Kulturgemeinschaft“, die von seinem Federführer in das Programm als unveräußerlichen, unabdingbaren, nicht verhandelbaren Wert geschrieben hat.

Es ist wohl eine Belohnung für den Getreuen, zur Zeit die Gruppe Vergangenheit führen zu dürfen, Ehrengabe dafür, mit einem eigenen „Wertekodex“ dem Programmfederführer nachgeeifert zu haben, zu einer Zeit, als Thomas Stelzer noch nicht Landeshauptmann war, aber als Landeshauptmann-Stellvertreter schon diese „Grundstoßrichtung okay“ fand

Ganz nach dem „Wertekodex“ gekleidet traten sie auf zum Gratulieren, im Trachtentuch, voran der Landeshauptmann, der gefallene Vizeengel des Sebastian Kurz, um eines Mannes Geburtstages zu feiern, der auch ein Getreuer der Literatur ganz im Sinne des hoferischen Programms und des rablschen Wertekodexes

Sagten ihm die Trachtigen selber Gedichte auf, oder rückten Buben und vielleicht sogar Mädchen aus einem Kindergarten aus, trachtig gekleidet, um „deutschsprachige Gedichte“ aber in der „klaren Vorgabe deutsche Lieder und Gedichte“ … Das ist noch nicht so lange her.

Kurz gar ist es her. In dieser Zeit gab es noch für kurz eine Bundesregierung, deren Arbeit, die sie zu ihrem „Prestigeprojekte“ erhob, äußerst mangelhaft war, nur Mängel über Mängel hinterließ, die nun nach und nach durch den Verfassungsgerichtshof vollständig behoben werden müssen …

Ach, wenn dies nur zeitlich ginge, zuerst die „Arbeit“ beispielsweise dieser kurz gehabten Bundesregierung und danach erst die Wahl — — Die vom Verfassungsgerichtshof würden sich darüber freuen, es fiele für sie viel weniger an Arbeit durch Behebung von äußerst mangelhaften Gesetzen einer solchen Regierung an, vorausgesetzt allerdings, die Wählenden berücksichtigen bei der Stimmabgabe diese vielen Mängel der Bundesregierung tatsächlich, das aber nicht als sicher angenommen werden darf, wird beispielsweise nur daran gedacht, es wollen immer noch Menschen den Fehlleister, den Minderleister, den Serienehrlichen wählen, also den gefallenen Vizeengel des Sebastian Kurz …

Von Äxten der Steppe

Bereits beim „Heerlager der Heiligen“ hinkte Christian Ortner mit seiner Anpreisung von Jean Raspail der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Parlamentspartei hinterher …

Wird Christian Ortner auch bei der „Axt aus der Steppe“ des Jean Raspail ein Wiedergänger der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Parlamentspartei mit ihrer recht bevorzugten Buchhandlung sein, mit seiner Anpreisung der „Axt“, und wieder in der Tageszeitung der Republik Österreich?

Christian Ortner, der Kevin der Wiedergängerinnen …

Ist es eine Frage, die überlegenswert? Wie würde oder wird Kevin der Wiedergänger seine Anpreisung ausschmücken? In der Tageszeitung der Republik Österreich. Würde oder wird er „Rasse“ ebenfalls zum Hauptwort seiner Anpreisung erheben? Wie eben die zensurierte Website der identitären Parlamentspartei es macht, am 21. Dezember 19, allerdings ist ihr ihr Hauptwort „Rasse“ eines ohne Anführungszeichen …

Möge Kevin der Wiedergänger erheben, was immer er erheben möchte, erhebend ist es nicht.

Seit dem Holzfäller muß, kaum wird „Axt“ gelesen oder „Axt“ gehört, augenblicklich an den Michaelerplatz in Wien gedacht werden, als dieser aus germanischem Walde auf den Michaelerplatz zum Vortrage des „Deutschlandlieds“ galoppierte. Und das ist noch nicht so lange her.

Kurz gar ist es her. In dieser Zeit gab es noch für kurz eine Bundesregierung, deren Arbeit, die sie zu ihrem „Prestigeprojekte“ erhob, äußerst mangelhaft war, nur Mängel über Mängel hinterließ, die nun nach und nach durch den Verfassungsgerichtshof vollständig behoben werden müssen …

„Wenn Salvini nicht […] Radfahren darf, dann ist er bei uns sehr willkommen.“

Gesinnungssicher hat die hoferische Kameraderie der identitären Parlamentspartei einen Mann aus einem Ort gefunden, zum Anführen der zurzeitigen Gruppe, sie als ihr Ortszukunftengruppenleiter geleiten in die …

„Außerdem beschäftige sich eine Gruppe unter Leitung des Welser Bürgermeisters Andreas Rabl mit der Zukunft der Partei.“

Tragen aber soll sie weiterhin der Staat, so jedenfalls die Vorgabe von dem Parteihauptzukunftenführer, der eine „staatstragende“

Das also soll aus der identitären Parlamentspartei werden, eine „staatstragende“, eine vom Staat weiter zu tragende, eine vom Staat getragene, einem vom Staat zu ertragende, eine von den Menschen in diesem Staat mit ihren Steuerleistungen zu tragende …

Es kann verstanden werden, daß die identitäre Kameradie auf diesen Mann aus Wels gekommen ist, hat doch dieser dafür schon Vorkehrungen getroffen, damit auch etwas da ist, um sie weiter tragen zu können, durch Einsparungen bei …

Es kann verstanden werden, daß die hoferische Kameraderie auf diesen Mann aus Wels gekommen ist, weiß doch dieser wie alle aus dieser Kameraderie, wem ein herzliches Willkommen zuzurufen ist, den Bedrängten auf dieser Welt, den Unerwünschten auf dieser Welt … Und vielleicht wird er jetzt sein Willkommen erneuern, jetzt wo einer dieser Bedrängten und Unerwünschten gar schon im eigenen Land breit nicht mehr gewollt wird, dieser Partner der hoferischen Partei

Und wenn dieser Bedrängte und dieser Unerwünschte dem Ruf nach Wels folgt, spät aber nicht zu spät, wird er sich sofort und recht integrieren in diese Gruppe, verbindet ihn doch bereits jetzt viel mit diesem Land, in dem der Hauptzukunftenführer seine Mauer hat auftragen lassen von …

Im Inland und im Ausland auch

Zu einem Kapitel zurückzukehren, um einen nach wie vor gültigen Satz zu lesen, wieder zu lesen, eine Empfehlung, der stets nachzukommen eine je gute Entscheidung ist, in jedweder Wahl, gleich auf welcher politischen Ebene gewählt wird …

Es ist die Wahlempfehlung einer Geldbotin von einer Partei, die weiß, wenn sie etwas weiß, dann dies, wie Diskreditierung funktioniert, im Inland und im Ausland auch:

„Ihr müsst Marina wählen und nicht andere, die euer Land im Ausland diskreditieren.“

Wenn die Freiheit herausgenommen werden darf, diese Empfehlung mit dem Titel eines Dichters, der wohl nicht zum Kanon der identitären Parlamentspartei gehört, ein wenig verallgemeinert zu weiten:

Ihr müßt die wählen und nicht jene, die euer Land im Inland und im Ausland auch diskreditieren.

Ihr müßt die wählen und nicht jene, die Menschen im Inland und im Ausland auch diskreditieren.