Minuten vor Beginn der Fernsehhauptnachrichtensendung des rechtlich-öffentlichen Rundfunks Österreichs kann in einer Nachrichtensendung eines weiteren Fernsehsenders — ATV — dieses Interview gehört und gesehen werden, in dem der Angeklagte Sebastian Kurz sagt:
„Am heutigen Tag ist es vor allem der Tod von Christian Pilnacek, der mich extrem betroffen macht. Ich habe gestern Abend noch mit ihm telefoniert und wenige Stunden später hat er sich das Leben genommen.“
Es wird zwar über den Tod von Christian Pilnacek berichtet:
Dieser Prozeß gegen Sebastian Kurz, der ist heute auch durch eine tragische Botschaft überschattet worden. Auf Vormittag ist bekanntgeworden, dass der suspendierte Sektionschef des Justizministeriums, Christian Pilnacek, im Alter von 60 Jahren gestorben ist. Die Polizei hat Ermittlungen zu den näheren Umständen Pilnaceks aufgenommen. In der vergangenen Nacht wurde Pilnacek stark alkoholisiert als Geisterfahrer auf der Stockerauer Schnellstraße angehalten. Er mußte Führerschein und Auto abgeben, dann wurde er privat abgeholt. Was danach geschehen ist, wird nun vom Landeskriminalamt Niederösterreich ermittelt.
Kein Bericht aber von der Aussage des Sebastian Kurz, er, Christian Pilnacek, habe sich das Leben genommen. Auf der Website des rechtlich-öffentlichen Rundfunks Österreichs wird zwar, wie jetzt um 20.30 Uhr zu lesen ist, Sebastian Kurz erwähnt:
Bestürzung im Kurz-Prozess Der frühere Bundeskanzler Kurz reagierte im Gerichtsprozess gegen ihn am Freitag mit Bestürzung. Vor der richterlichen Befragung bezüglich der Bestellung Thomas Schmids zum ÖBAG-Chef wies Kurz Richter Michael Radasztics auf das Ableben Pilnaceks hin. Er fände es „komisch“, das nicht zu erwähnen, denn „ich habe gestern Abend noch mit Pilnacek telefoniert“, so Kurz. „Ich habe das mit einiger Bestürzung eben auch gelesen“, antwortete der Vorsitzführende.
Einerlei, welche Gründe der öffentlich-rechtliche Rundfunk Österreichs haben mag, diese gewichtige Aussage eines Angeklagten zu verschweigen, eines bleibt von dieser Viertelstunde Medienkonsum am Freitagabend über, erinnert wieder einmal daran, wie notwendig es ist, Nachrichten von vielen Medien für die Beurteilung eines Geschehens, eines Falles heranzuziehen, und niemals sich auf eine einzige Quelle zu verlassen.
Karl Hans Strobl wurde am 18. Januar 1877 in Iglau, Mähren geboren und starb am 10. März 1946 in Perchtoldsdorf bei Wien. Er war ein österreichischer Schriftsteller. Die Literaturwissenschaft zählt Strobl neben Gustav Meyrink und Hanns Heinz Ewers heute zu den »großen Drei der deutschen Phantastik nach 1900«.
Karl Hans Strobl, „Landesleiter der Reichsschrifttumskammer Wien“, wird es wohl recht, so recht recht warm um sein Herz gewesen sein, beim Lesen am 17. Jänner 1942 in den „Innsbrucker Nachrichten“ die deutschehrstolz befohlene Verpflichtung eines „Volkes zu dankbarer Treue“ gegen ihn —
„Ein Vorkämpfer des großdeutschen Gedankens — Zum 65. Geburtstag Karl Heinz Strobls“:
Aus dem Industriestädtchen Iglau, aus dem sudetendeutschen Kulturraum also, hat, unermüdlich für sein Volks- und Deutschtum streitend, der Dichter Karl Hans Strobl mit seinen Werken den Weg in die breite Öffentlichkeit gefunden. Bei ihm decken sich Tat und Idee vollauf. Aus der alten Idee vom Reich, aus dem Boden der Heimat wuchs ihm die Kraft, das zu sagen, was er sah, erlebte und erlitt. Strobl, am 18. Jänner 1877 geboren, studierte Jura in Prag und schied kurz vor Kriegsausbruch 1914 aus dem Staatsdienst aus, um in Leipzig eine Zeitschrift herauszugeben. Reisen führten ihn in die verschiedensten Länder und Erdteile. Die Tätigkeit als Berichterstatter im Kriege wurde abgelöst durch das Leben als freier Schriftsteller, der unbeirrbar im deutschen Grenzland für sein Deutschtum eintrat. Der ehemalige tschechoslowakische Staat hat den Dichter 1934 aus seiner Heimat wegen „staatsgefährlicher Betätigung“ ausgewiesen. Seitdem lebt Strobl in der Nähe von Wien. Vor fünf Jahren erhielt er die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft. Als Strobl 1902 mit seinem Roman „Die Vaclavbude“ zum erstenmal die nationalen Gegensätze der Deutschen und Tschechen gestaltete, als er „Die Flamänder von Prager“ (früher der „Schipkapaß“) und die Geschichte vom „Wirtshaus zum König Przemysl“ schrieb, da spitzten sich die Spannungen immer mehr zu. So ist schon zu frühen Zeiten dieser Dichter ein Vorkämpfer des großdeutschen Gedankens geworden und im gleichen Raum ist Strobls großer Roman „Die Fackel des Hus“ angesiedelt. Ebenso wie der dreibändige Roman „Bismarck“ ein großangelegtes Bekenntnis zum Deutschtum, zum Großdeutschen Reiche darstellt. So hat Strobl aus dem Erlebnis des Weltkrieges in seinem Bismarckwerk die Heraufkunft eines neuen Reiches geahnt, so hat er in vertiefter Form aus den frühen Volkstumskämpfen seiner Jugend- und Mannesjahre seine Erkenntnisse bezogen und folgerichtig danach gehandelt. Seine Erinnerung an diese Spanne in dem Buch „Verlorene Heimat“ geben Zeugnis von dem schweren Kampf des Sudetenlandes in den letzten Jahrzehnten. Neben diesen Dichtungen, die der Heimat und ihrem Lebenskampf dienen, gibt es mannigfache Romane mit überwältigender Fabulierlust und Freude an dem Geschehen erzählt. In die Nachbarschaft E. T. A. Hoffmanns gehören diese psychologisch vertieften Romane, auch die Kriminalromane wie „Prozeß Borowska“. In seinen letzten Dichtungen, dem „Kaiser Rotbart“, hat Strobl der Einheit des Reiches ein Denkmal gesetzt. In dem Roman aus den Bergen „Totenhorn-Südwand“ unterhält der Erzähler durch eine Liebesgeschichte. 1939 schrieb Strobl eine vorzügliche einfühlsame Studie über Schicksal, Gestalt und Seele einer Stadt in dem Essay „Prag“. Karl Hans Strobl, der 65jährige Dichter aus Iglau, hat seinem Volke zu allen Zeiten treu gedient. Seine Dichtungen atmen den Geist des sich selbst bewußten Deutschtums im Kampf an gefährdeter Stelle. Diese Vorposten-Dichtung für den großdeutschen Gedanken verpflichtet das deutsche Volk zu dankbarer Treue dem Dichter gegenüber. Heinz Grothe
Vor 85 Jahren verfasste Hermann Stehr diesen recht besonderen Aufruf,
„Uns sollen die Zähne ausfallen und die Zunge im Munde verdorren, wenn wir am 10. April nicht dem Führer und seinen Taten ein begeistertes Ja zurufen.“
für den Anschluss Österreichs an das deutsche reich zu stimmen, dem Österreicher seinen Wunsch zu erfüllen. Oh, was hat der Österreicher bis dahin schon für „Taten“ vollbracht, die wahrlich, wenn ein „begeistertes JA zurufen“ verweigert wird, zu bestrafen sind mit dem „Zähne ausfallen“, mit dem „die Zunge im Munde verdorren“ …
1926 wird er Gründungsmitglied der Preußischen Dichterakademie. Es folgen Auszeichnungen wie 1930 der ›Rathenau-Preis‹, 1932, die ›Goethe-Medaille‹, 1933 der ›Goethe-Preis der Stadt Frankfurt‹, 1934 der ›Reichsadlerschild‹. Seit Mitte der 20er-Jahre nähert sich Stehr zunehmend der deutsch-nationalen Weltanschauung an. Nach der »Machtergreifung« der Nationalsozialisten ist er weiterhin Mitglied der »gesäuberten« Dichterakademie. Im August 1934 unterzeichnet er nach Hindenburgs Tod den Aufruf zur Zusammenlegung des Amts des Reichspräsidenten und Reichskanzlers in der Person Hitlers. Ebenso rechtfertigt er in einem Zeitungsartikel die Legalisierung der Morde anlässlich des sog. »Röhm-Putsches«. Der nationalsozialistische Kulturbetrieb feiert Stehr als »Künder der deutschen Seele« und preist ihn wegen seiner »völkischen Erdverbundenheit«, doch entzieht er sich weitgehend der Vereinnahmung und verfasst auch keine Lobgesänge auf Adolf Hitler. Hermann Stehr verkörpert mit seinem beachtenswerten Frühwerk (1898-1905) eine besondere Spielart des Impressionismus, die den »Naturalismus des Innenlebens« stofflich mit Themen der Heimatkunstbewegung verknüpft. Dies bleibt auch Grundlage der Werke seiner neuromantischen (ab 1909) und »völkischen« (ab 1926) Phase, die nichts mit der »Blut-und-Boden«-Literatur zu tun haben, weshalb der Autor auch vom dogmatischen Nationalsozialismus abgelehnt wird, während der offizielle NS-Staat ihn gleichzeitig als repräsentativen Dichter feiert.
„Der alte Kämpfer Hitler ist mit den Landesverrätern in einer Nacht fertig geworden, der Staatsmann Hitler hat mit der Übernahme der Reichspräsidentschaft auch diese letzte Hoffnung auf die Gefährdung des neuen Reiches zunichte gemacht.“
In einem in seinem Nachlass im Deutschen Literaturarchiv Marbach befindlichen Text spricht er sich vehement für den Anschluss Österreichs im Jahr 1938 aus: „…so stürmte das neu erstehende Volk einer neuen deutschen Welt trotz Tod und Verderben entgegen, denn ihm war von Gott in Adolf Hitler ein Führer gegeben worden, dem sie vertrauten, wie ihrem eigenen Herzen. […] “ Weiter schwärmte er von den Vorzügen und Erfolgen des neuen Regimes: (Abschrift der Brief-Handschrift, Seite 3 – Bild „Huldigungsbrief Stehrs auf Hitler“) „Der Hunger floh aus den Hütten der Armen, die Schlote rauchten wieder, die Räder sausten. Aus einer erliegenden wurde eine siegende Wirtschaft. Das war das Ja der Zuversicht, das Deutsch- land unter der Führung Hitlers dem immer betroffener werdenden feindlichen Ausland auf- drängte.“ Stehr schloss mit einer politischen Aufforderung: „Und nun, zum letzten, hat er die jahrtausend alte Sehnsucht der Deutschen nach Wiederver- einigung mit Österreich erfüllt. Das einige Großdeutschland ist erstanden aus Heloten sind Herren geworden. Uns sollen die Zähne ausfallen und die Zunge [gestrichen: wenn] im Munde verdorren, wenn wir am 10. April nicht dem Führer und seinen Taten ein begeistertes Ja zurufen.“
Anfang April 1934 wird Stehr von der Deutschen Studentenschaft um Unterstützung für „eine vierwöchige Gesamtaktion gegen den jüdischen Zersetzungsgeist und für volksbewußtes Denken und Fühlen im deutschen Schrifttum“ gebeten, die im Mai in öffentlichen Bücherverbrennungen kulminierte. (Erdmann, S. 323f.)
Für seine Anpassung an die NS-Zeit lassen sich etwa in der Veröffentlichung „Das Stundenglas“ (1936) Beispiele finden. In „Über Kunst im heutigen Deutschland“ (Stehr, Stundenglas, S. 83ff.) wandte er sich gegen den „Weltkreuzzug der demokratischen Zivilisation“ und entschied sich für „den deutschen Geist“. Weiter schwärmte er: „Unter dem großen Sachwalter deutscher Kraft und deutschen Sinnes ist vor Jahr und Tag der gewaltige Umschwung gekommen.“ Es begann „die Aufrichtung eines neuen Deutschland“.
Stehr sprach vom „Genius des Führers“ und machte deutlich: „Darauf beruht die Möglichkeit und das Recht dessen, der aus rassischer und geschichtlicher Wirklichkeit Deutscher ist, im Deutschtum erkannt und erhalten zu werden. Hier wird deutlich, daß Volk sich nur unter der Herrschaft eines sinnvollen Willens, als Gefolgschaft des Führers, zu erfüllen und zu erhalten vermag.“
Der Sammelband „Das Stundenglas“ enthält weitere Beiträge, etwa die Ansprache „An die deutsche Jugend“, die erkennen lassen, dass der Autor eine „herrliche Wendung“ sah: „Es ist nicht getan mit dem Ruf ‚Heil Hitler‘ […] dadurch dokumentiert Ihr wohl äußerlich die Bereitwilligkeit zur Hingabe an die Verantwortung, die Ihr nach dem Befehl des Führers auf Euch genommen habt. Allein die Verantwortung muß, bis ins Innerste vertieft, zur Selbstverantwortung werden. […] Dadurch allein wird die Arbeit im Dienst des nationalen Sozialismus zur Weltanschauung vertieft und geweitet.“ (S. 116)
Stehr bediente sich nach 1933 vermehrt des aktuellen NS-Vokabulars, sprach vom „Zwang des Blutes“ und ließ sich offiziell als „Seher und Führer“ des neuen Deutschland feiern. Seine Weltsicht, seine Auffassung von der Gemeinschaft, sein „Glaube an deutsche Art und deutsches Wesen“ seien – so Erich Mühle, 1937 – „ganz deutsch“. (Stroka, S. 104)
„Seine Stellungnahme zum ‚Dritten Reich‘ war, wie die so manchen anderen namhaften deutschen Autors von der Wahnvorstellung durchdrungen, dass Hitler eine deutsche Sendung zu erfüllen hätte.“ So berichtete Alfons Hayduck von einem Besuch bei Stehr kurz vor seinem Tode: „Hermann Stehr ist voll tiefer Bewunderung für die Waffentaten des erneuerten Deutschland […], für die säkulare Erscheinung des Führers, von dem der Dichter meint, dass die Kernpunkte seiner Kraft […] in der Lösung der sozialen Frage lägen, in der Überwindung der sprichwörtlichen deutschen Zwietracht.“ (Bundesarchiv, RKK, Stehr)
Gesinnungswechsel „Stehr war ein Autor, dessen Stilmischung […] ihm zwar manchen literaturkundigen Bewunderer […], aber insgesamt nicht die Resonanz eintrug, die der sendungsbewußte Dichter für sich reklamierte.“ Er sah „die große Chance seines Lebens im Machtwechsel von 1933, als er in offizieller Sicht zum ersten Dichter der Nation avancierte“. „Jetzt hast du“, schrieb ihm der ehemalige Sektionssekretär für Dichtkunst Oskar Loerke im Dezember 1933, „mächtigere Freunde.“ (Scholdt, S. 740)
Hermann Stehr wird in den 1920er Jahren noch als progressiver Autor beschrieben. Politisch zeigte er während der Weimarer Zeit Bereitschaft, sich an einem demokratischen Gemeinwesen zu beteiligen. Um 1930/31 tritt eine Wandlung ein. Er wandte sich zunehmend konservativ-nationalen rechtsgerichteten Dichterkreisen zu, die etwa gegen den Import „wesenfremden“ Schriftgutes auftraten. Nach 1933 sollten diese Kreise dann eine wichtige Rolle im Literaturbetrieb des Dritten Reiches spielen. (Kunicki, 2009)
Am 15. März 1933 gehörte Stehr zu den ersten der 27 befragten Mitglieder der Sektion für Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste, die eine von den Nationalsozialisten geforderte Erklärung positiv beantworteten, sich „unter Anerkennung der veränderten geschichtlichen Lage“ weiterhin diesem Gremium zur Verfügung zu stellen. Stehr und seine Freunde konnten die durch Ausschaltung sozialistischer und jüdischer Künstlerkollegen „gesäuberte“ Akademie für sich nutzen. Dies beschrieb der abgesetzte Oskar Loerke: „Als die Herrschaften sich selbst überlassen waren, wurde es unangenehm. Die guten alten triumphieren. Strauß, Stehr. Sie fühlen sich jetzt würdig und wichtig. Man hat ihnen Senatsstellen gegeben.“ (Tagebucheintrag Loerkes vom 09.06.1933, EDV-Abschrift DLA Marbach, zit. nach Sprengel, S. 56)
Den biographischen Angaben zu Gustav Frenssen auf „Projekt Gutenberg-DE“ braucht nur gegenübergestellt zu werden, was die Verantwortlichen dieser Website alles nicht aus der Biographie von Gustav Frenssen erwähnen, um mit dieser weiteren Stichprobe auf „Projekt Gutenberg-DE“ zu zeigen, wie Biographisches ausgespart, systematisch verschwiegen wird.
Gustav Frenssen wurde am 19. Oktober 1863 in Barlt, Dithmarschen geboren; er starb am 11. April 1945 ebendort. Frenssen war ein Sohn des Tischlermeisters Hermann Frenssen. Er besuchte nach der Volksschule zunächst das Gymnasium in Meldorf und danach das Gymnasium in Husum. Nach abgelegter Reifeprüfung 1886 nahm er das Studium der Theologie an den Universitäten Tübingen, Berlin und Kiel auf. Frenssen wurde Mitglied in Friedrich Naumanns »Nationalsozialen Verein« und beschäftigte sich mit zeitgenössischen rassebiologischen Schriften.
Das ist am 17. Oktober 2023 zu Frenssen, der mit dem Papalagi im Austausch stand, auf „Projekt Gutenberg-DE“ zu lesen. Mehr nicht.
Gustav Frenssen […] war ein deutscher Schriftsteller des völkischen Nationalismus, ab 1932 des Nationalsozialismus. Seine Werke gehörten zur Massenliteratur des Kaiserreichs und der NS-Zeit, die damals verbreitete kolonialistische, rassistische und antisemitische Vorstellungen vermittelten. Frenssens politische Haltung während des Kaiserreichs war nationalkonservativ.
1940 erschienen seine Autobiographie Lebensbericht, die von Großstadtfeindlichkeit, Antiintellektualismus und Antisemitismus geprägt ist, sowie Recht oder Unrecht – mein Land!, in dem er die Verfolgung der Juden und das Weltmachtstreben der Nationalsozialisten rechtfertigte. Sein vorletztes Buch Lebenskunde erschien 1942. Es beschäftigt sich u. a. mit dem Thema der „Menschenzucht“. Sein letztes Buch, die Erzählung Der Landvogt von Sylt (1943), handelt eigentlich von zwei Inhabern dieses Amtes: von Uwe Jens Lornsen und seinem Nachfolger Hans Nicolai Frenssen (1798–1833), einem entfernten Verwandten des Autors. In den letzten Kriegsjahren arbeitete Frenssen vorwiegend für den Rundfunk und die Reichspressestelle der NSDAP.
Den Nationalsozialismus bezeichnete D. Frenssen in einem Brief als „schönstes Glück meines Alters“.
Der dithmarscher Pastor und Autor Dr. theol. h. c. Gustav Frenssen; von 1933 bis 1945 war er Mitglied der Preußischen Akademie der Künste in Berlin und der Deutschen Akademie der Dichtung. Hitlers Bild hing – neben dem Bismarcks und seines Vaters – stets über seinem Schreibtisch.
Den Wahlsieg des Nationalsozialismus bezeichnete er in einem Brief als „schönstes Glück meines Alters“.[4] Frenssen erfuhr nach 1933 verstärkt Ehrungen und Anerkennungen von zahlreichen Repräsentanten des literarischen und politischen Lebens in Deutschland, was ihn in der Öffentlichkeit zu einer wichtigen Person des nationalsozialistischen Kulturlebens werden ließ. So wurde er unter anderem Ehrensenator des Reichsverbandes Deutscher Schriftsteller und erhielt 1936 den Wilhelm-Raabe-Preis sowie 1938 die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft. In seinem Werk „Der Glaube der Nordmark“ setzte er sich kritisch mit dem rationalistischen Christusglauben der Kirche auseinander und stellte diesem stattdessen einen neuen völkischen Schicksalsglauben entgegen. Im Jahre 1938 erhielt er die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft. Gustav Frenssen starb, schwer erkrankt, im April 1945 kurz vor der endgültigen Zerstörung Deutschlands. Zu den Gratulanten zu seinem 80. Geburtstag gehörte auch der Führer und Reichskanzler Hitler.
Frenssen hielt ein wahres Verständnis zwischen verschiedenen Rassen, Völkern und Kulturen aus biologischen Gründen für unmöglich. Aufgrund der erblichen Verschiedenheit zwischen den verschiedenen Menschentypen bleibe stets eine Differenz des Verstehens, die sich nicht überwinden lasse. Dieser nicht überbrückbare Abstand des Verstehens besteht nach Frenssen nicht nur zwischen Angehörigen verschiedener ethnischer Gruppen, sondern auch zwischen „rassisch unterschiedlichen Menschen des gleichen Volkes“ und der gleichen Kultur. So empfand Frenssen, der sich selbst als nordischen Künstler sah, den von ihm zwar in höchster Weise geschätzten, jedoch als stark romanisch beurteilten Goethe als fern: „Goethes lebensfrohe, lebenssichere, sonnige Art ist mir wie aus einem fremden Land und Volk.“
So ist Frenssens 1933 in einem Brief an den holsteinischen Schriftstellerkollegen Heinrich Eckmann getroffene Feststellung, er sei schon vor 35 Jahren Nationalsozialist gewesen, durchaus nicht als Anbiederung an die neue Macht zu sehen, sondern als ehrliche und zutreffende Selbstbeschreibung zu werten. Frenssen forderte in seinen Publikationen wiederholt die Entmannung von Volksschädlingen. Zu den nach seiner Vorstellung zu Entmannenden, wie er 1942 in „Lebenskunde“ schrieb, gehörten unter anderem „die in dritter Generation erblich oder seelisch Schwächlichen oder Verkrüppelten. Ferner … die sittlich Verfallenden (Labilen), die in kranken Neigungen (Trunksucht, Perversität, Eigentumsverbrechen) immer wieder die Notwendigkeiten der Gemeinschaft stören“. Er verlangte ein konsequentes Vorgehen gegen die völlig verkrüppelten Neugeborenen, die unheilbaren Idioten, die unheilbar Irren. Ferner die geborenen Mörder, Rohlinge (Gewalttäter), Einbrecher, Diebe, Arbeitsunwillige, Herumtreiber, Volksfeinde aus krankem Willen oder um Geld.
Er sei, schreibt Frenssen, schon vor „35 Jahren Nationalsozialist gewesen. Gustav Frenssen war also schon 1898 Nationalsozialist, zu der Zeit war Adolf Hitler mit seinen neun Jahren Volksschüler, und er, Hitler, konnte nicht einmal davon träumen, „Nationalsozialist“ zu werden, wenn er groß ist, war es doch zu dieser Zeit gewiß noch kein Bubentraum.
Da reiten sie aus der Allee des Strandigerhofs hervor, »die drei Getreuen«. Sie reiten nach dem Seedeich und wollen da oben, auf der Höhe, über die Nordsee Ausschau halten, ob auch feindliche Schiffe in Sicht sind. Denn das Vaterland hat Krieg. Es ist drei Tage nach der Schlacht bei Gravelotte. Das Land und der Strand ist von Mannschaften entblößt; sie sind alle nach Frankreich gezogen. Da muß Jungholstein auf dem Plan sein. »Die drei Getreuen« nennen sie sich. Sie sind alle gleich alt, zehn Jahre.
Das ist am 15. Oktober 2023 auf „Projekt Gutenberg-DE“ von der Biographie zu erfahren:
Geboren am 3. November 1871 in Düsseldorf; gestorben am 12. Juni 1943 in Berlin. Ewers war ein deutscher Schriftsteller, Filmemacher, Globetrotter und Kabarettist. Ewers’ Geschichten kreisen um die Themen Phantastik, Erotik, Kunst bzw. Künstler und Reisen in exotische Länder. Seine teils äußerst drastischen Darstellungen machten ihn zum skandalumwitterten Bestsellerautor, gleichzeitig mußte er sich immer wieder gegen den Vorwurf zur Wehr setzen, seine Werke seien trivial, unmoralisch oder pornographisch. Quelle: Wikipedia
Hanns Heinz Ewers (* 3. November 1871 in Düsseldorf; † 12. Juni 1943 in Berlin; gebürtig Hans Heinrich Ewers) war ein deutscher Schriftsteller, Filmemacher, Globetrotter und Kabarettist. Ewers’ Geschichten kreisen um die Themen Phantastik, Erotik, Kunst bzw. Künstler und Reisen in exotische Länder. Seine teils äußerst drastischen Darstellungen machten ihn zum skandalumwitterten Bestsellerautor, gleichzeitig musste er sich immer wieder gegen den Vorwurf zur Wehr setzen, seine Werke seien trivial, unmoralisch oder pornographisch. In seinem äußerst bewegten Leben vertrat Ewers auch einander widersprechende Positionen. So setzte er sich für die Gleichberechtigung der Juden ein, trat aber zum 1. November 1931 der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 659.057) und engagierte sich in deren Propagandaarbeit. 1934 wurde ihm ein generelles Publikationsverbot erteilt. Eines der wenigen erhaltenen Werke aus dieser Zeit war seine Sammlung Deutsche Kriegslieder (1914). Wilhelm II. soll eines der Gedichte, Wir und die Welt, seinen Generälen begeistert vorgetragen haben. Anschließend ließ der Kaiser das Gedicht drucken und unter den deutschen Soldaten verteilen. Auch in einige Schulbücher wurden einige der Kriegslieder aufgenommen. Ewers war zu dieser Zeit schon Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP), allerdings sprach er sich ab etwa 1930 vermehrt für eine faschistische Revolution aus, die er schon bald kommen sah. Dementsprechend wurde er Mitglied der 1931 von Waldemar Pabst gegründeten Gesellschaft zum Studium des Faschismus. Zu seinen engeren Bekannten gehörten nun Ernst Hanfstaengl, den Ewers noch aus New York kannte und der mittlerweile einer der Geldgeber der NSDAP war, und August Wilhelm von Preußen, ein Sohn von Wilhelm II. Auch hatte er schon erste Kontakte mit führenden NSDAP-Mitgliedern, u. a. dem SA-Führer Ernst Röhm und dem späteren Propagandaminister Joseph Goebbels. Durch endlose Eingaben gelang es Ewers, das Publikationsverbot aufzuheben. Zusammen mit dem Zinnen-Verlag plante Ewers, zwei Erzählungsbände herauszugeben: Die schönsten Hände der Welt erschien kurz nach Ewers’ Tod im Jahr 1943, Der weiße Wolf kam über die Planung nicht hinaus. Die schönsten Hände der Welt enthielt neben schon Veröffentlichtem auch drei neue Texte, die titelgebende Reisenovelle und die beiden Satiren auf den Nationalsozialismus Wir fangen Fische und Der Regenwurmklub.
Ewers kam als Sohn des Kunstmalers Heinz Ewers und dessen Frau, der Übersetzerin Maria Ewers aus’m Werth, auf die Welt. Ewers besuchte in Düsseldorf das Gymnasium und studierte anschließend Rechtswissenschaften in Berlin und Genf. 1914 befand er sich auf Weltreise und wurde für die gesamte Dauer des Ersten Weltkrieges in den VSA interniert. In der Zwischenkriegszeit galt er mit seinen schaurigen Horrorgeschichten als Begründer und führender Vertreter der Schwarzen Romantik. Der bereits vor dem Krieg erschienene Roman „Alraune“ (verfilmt 1928 und 1952) ist sein bekanntestes Werk: Ein künstlich erzeugtes Wesen „aus dem Samen eines Mörders“ und dem „Schoß einer Hure“ wird zum Schrecken der Mitwelt. In „Zauberlehrling“ steigerte er die Schilderung religiösen Wahns und erotischer Ausschweifung bis zum Exzeß. Er gilt als der Erfinder des Wortes „Kintopp“. Ewers arbeitete auch als Übersetzer für Geschichten von Edgar Allen Poe. Weit vor 1933 trat er der NSDAP bei und veröffentlichte in der Weimarer Republik die deutsch-bejahenden Werke „Reiter in deutscher Nacht“ und „Horst Wessel“. 1934 folgte sein Werk „Stürmer – ein deutsches Schicksal“, 1941 „13 Gespenstergeschichten“ und 1943, seinem Todesjahr, „Die schönsten Hände der Welt“. Gemäß offizieller Geschichtsschreibung galt er unter dem Nationalsozialismus als verfemter Autor. Tatsache ist aber, daß Ewers noch in Kürschners Deutscher Literaturkalender 1943 mit all seinen Werken gewürdigt wurde. Verboten wurden hingegen die Werke des 1943 verstorbenen Hanns Heinz Ewers 1945 erst durch die sogenannten „Befreier“.
Auch das, wenn auch nicht für „Projekt Gutenberg-DE“, gehört zur Biographie von Ewers: die Mensuren.
Es wird noch weitere, zumindest ein weiteres Kapitel geben müssen, ist die Stichprobe doch schon gemacht, die zu Gustav Frenssen …
Wir und die Welt Wir haben geschwiegen im Völkerrat, Einmal und zweimal und mehr; Und standen zur Seite und mieden die That — Einmal und zweimal und mehr! Wir haben uns nimmermehr beeilt, Als man die Erde aufgetheilt: Wir hörten der Andern heissen Schrei — Wir wollten den Frieden — und standen dabei Zweimal und dreimal und mehr ! Und dennoch gaben sie keine Ruh‘, Keinen Tag und nimmermehr Und sahen uns scheel und neidisch zu Einmal und zweimal und mehrl Sie haben gehöhnt und haben gehetzt Und Säbel geschliffen und Messer gewetzt, Den Deutschen zu schimpfen war keiner zu faul — Wir wollten den Frieden! — Wir hielten das Maul Einmal und zweimal und mehr ! Sie trieben durch Jahre das frevle Spiel Mehr noch und immer mehr ! Bis der Tag anbrach, der Gott gefiel, Einmal und nimmer mehr. Bis die Erde war von Lügen krank, Bis der Hasser Heulen zum Himmel stank, Bis der Deutsche sprach: „Nun ist es genug, Nun duld ich die Lügen und dulde den Trug Nimmer und nimmermehr I“ Und er fuhr wie ein Wetterstrahl, Und er blickte ringsumher, Und er sah seiner Neider Ueberzahl, Einen und Manchen mehr ! Sah im Ost den Feind und im West den Feind, Mit den Hussen den Franzmann eng vereint; Und den Serben dann, und den Belgier dann, Und den Briten und Alles, was lügen kann, Mehr noch und Manche mehr ! Montenegro noch und Portugal noch, Ist es wirklich keiner mehr ? Die Feinde kriechen aus jedem Loch, Mehr noch und Viele mehr ! Der Lügenbrite ist immer noch feig, Er knetet weiter den Bündnissteig, Hat immer noch Angst vor des Deutschen Sieg, Da hetzt er den Japsen hinein in den Krieg — Den noch und Manchen mehr. Mit Senegalnegern — o schmähliche Zeit, Füllt der Welsche sein zitternd Heer, Mit dem Volk, das die Wüste Sahara ausspeit, Mit dem Turko und manchen mehr ! Und aus Britannia’s Kiesenschoss Bricht der Schwarze, der Braune, der Gelbe los Es tanzt nach dem englischen Dudelsack Fünfhundert Millionen Sklavenpack, Gegen einen — hundertmal mehr! Der Feinde Hohn und der Uebermacht Spott, Rast durch die Welt daher, Und der Deutsche betet : „Nun helfe mir Gott, Einmal, nur einmal mehr!“ Und es fiel seine Faust und es fiel sein Streich, Da sank der Belgier zu Boden gleich. — Und ein neuer Tag und ein neuer Schlag — Bis dass der Franzos auf den Knie’n lag ! Recht so ! Und mehr noch ! Noch mehr ! Nun zittere, Brite ! Wie ein Taifun stark Ist des Deutschen blanke Wehr, Es trifft sein Schlag und er trifft in’s Mark Einmal und zweimal und mehr! Nun zittere, Kusse ! Und denke daran : Auch deine Stunde naht schon heran. Nur ein Atemholen! Nur Zeit, nur Zeit! Auch dir ist ein heisses Süpplein bereit, Einmal und zweimal und mehr! Ein Schlag ertönt durch die ganze Welt Einmal und zweimal und mehr! Wo der Deutsche trifft — ist ein Heer zerschellt, Eines und noch eins mehr ! Still lauscht die Welt und atemlos, Denn dies Hingen ist so gewaltig gross ; Und in dem wilden, dem letzten Krieg, Pflückt sich der Deutsche den ewigen Sieg: Er allein — und keiner
Ohne diesen Indigenen wäre es nicht zu diesen Stichproben auf der Website des Unternehmens Hille & Partner mit seiner Herausgeberin Hella Reuters gekommen, und das wird gereut, dem Einfluß vom Papalagi nachgegeben zu haben, so viele Kapitel zu diesem schreiben zu müssen, von denen gedacht wurde, sie müssen nicht mehr geschrieben werden, schon gar nicht mehr im einundzwanzigsten Jahrhundert —
Und wie viele Kapitel werden noch, nun mit Gabriele D’Annunzio, mit Hanns Heinz Ewers, mit Gustav Frenssen erst beim Buchstaben F mit den Stichproben der von diesem Unternehmen alphabetisch geordneten Schreibenden angelangt, zu schreiben sein …
Gabriele D’Annunzio, Principe di Montenevoso wurde am 12. März 1863 in Pescara geboren und starb am 1. März 1938 in Gardone. Er war ein italienischer Schriftsteller des Fin de Siècle und spätromantischer Vertreter des Symbolismus. Er gilt als eine Leitfigur für den italienischen Faschismus und als einer der Mentoren Benito Mussolinis, ohne allerdings jemals bekennender Faschist oder Mitglied der Faschistischen Partei gewesen zu sein.
Das sind die am 14. Oktober 2023 auf „Projekt Gutenberg-DE“ zu lesenden biographischen Angaben, und als „Quelle“ wieder „Wikipedia“, und wieder die Auslassungen … Also das Verschweigen beispielsweise von:
Gabriele D’Annunzio anhörenⓘ/? (auch: d’Annunzio; * 12. März 1863 als Gabriele Rapagnetta-d’Annunzio in Pescara; † 1. März 1938 in Gardone Riviera) war ein italienischer Schriftsteller und Dichter des Fin de Siècle und spätromantischer Vertreter des Symbolismus. Er gilt als ein Ideengeber für den italienischen Faschismus und als einer der Mentoren Benito Mussolinis, ohne allerdings jemals bekennender Faschist oder Mitglied der Faschistischen Partei gewesen zu sein.[1]Die Herrschaft in Fiume mit D’Annunzio im Mittelpunkt nahm dabei wesentliche Elemente des Faschismus vorweg: die Fixierung auf einen Führer, die Massenmobilisierung sowie viele andere Elemente, die später bei den italienischen Faschisten ebenso wie bei den deutschen Nationalsozialisten wieder auftauchten. Fortan zog sich D’Annunzio in seine Villa am Gardasee zurück, die er später Il Vittoriale degli italiani taufte und dem italienischen Volk vermachte. 1924 wurde er auf Vorschlag der faschistischen Regierung von König Viktor Emanuel III. geadelt und erhielt den in der Primogenitur erblichen Titel eines Principe di Montenevoso; zudem veröffentlichte ein staatliches Institut das literarische Gesamtwerk des Dichters. D’Annunzio ließ sich von der faschistischen Regierung bis zu seinem Lebensende seinen weiterhin aufwändigen Lebensstil finanzieren. Er reduzierte seine politischen Aktivitäten, ging nur in nebensächlichen Fragen auf Konfrontation zu Mussolini und den Faschisten und lobte außerdem die territorialen Expansionsbestrebungen der Faschisten in Afrika, die seinen nationalistischen Vorstellungen des Mittelmeeres als italienischem „Mare Nostrum“ entsprachen. D’Annunzio starb am 1. März 1938 in seiner Villa bei Gardone Riviera, die bereits vorher von der Regierung zur nationalen Gedenkstätte erklärt worden war. Bestattet wurde er in einer repräsentativ ausgebauten Grabstätte aus weißem Marmor auf dem Gelände seiner Villa.
Und wieder die seltsame Selektion der Verantwortlichen von „Projekt Gutenberg-DE“ der biographischen Angaben. Zu welchem Zweck diese sonderliche Selektion? Und auf der „alternativen“ Website der gesinnungsgemäßen Parteilichkeit ist am 14. Oktober 2023 zu lesen:
Gabriele d’Annunzio (12. März 1863 in Pescara; 1. März 1938 in Gardone) war ein italienischer Schriftsteller und Politiker. Als Wegbereiter des italienischen Faschismus war er zugleich Mussolinis größter Konkurrent.
„Projekt Gutenberg-DE“ ist es also wichtig festzuhalten, hervorzuheben: „ohne allerdings jemals bekennender Faschist oder Mitglied der Faschistischen Partei gewesen zu sein“ …
Es ermüdet, diese Kapitel zu schreiben, die zu schreiben nicht mehr notwendig sein sollten, es jetzt einfach abbrechen, und was zu den biographischen Angaben zu Ewers und zu Frenssen auf „Projekt Gutenberg-DE“
Ein weiterer Schreibender, der von dem Unternehmen Hille & Partner mit seiner Herausgeberin Hella Reuters auf „Projekt Gutenberg-DE“ verbreitet wird: Houston Stewart Chamberlain. Bei seinen biographischen Angaben wird als „Quelle Wikipedia“ genannt.
Diesmal erübrigen sich Fragen, wie sie bei von „Projekt Gutenberg-DE“ vertriebenen Schreibenden mit den Anfangsbuchstaben
Geboren am 09.09.1855 in Portsmouth; gestorben am 09.01.1927 in Bayreuth. Houston Stewart Chamberlain ist der Sohn eines britischen Generals. Nach dem Tod seiner Mutter wächst er bei seiner Großmutter in Versailles bei Paris auf. Er besucht eine englische Privatschule und erhält später Privatunterricht bei einem deutschen Theologen. 1879 beginnt er ein naturwissenschaftliches Studium in Genf. 1884-1889 Studienaufenthalt in Dresden. Neben botanischen Forschungen setzt er sich in dieser Zeit vor allem mit der Geistesgeschichte der deutschen Klassik und des deutschen Idealismus auseinander. Ab 1889 lebt er in Wien, wo er sich als freier Schriftsteller betätigt. In zweiter Ehe heiratet Chamberlain 1909 Richard Wagners Tochter Eva von Bülow. Seitdem lebt er in Bayreuth im Kreise der Wagner-Familie. Quelle: Wikipedia
Houston Stewart Chamberlain (* 9. September 1855 in Portsmouth, England; † 9. Januar 1927 in Bayreuth) war ein englisch-deutscher Schriftsteller. Chamberlain, der in französischer und deutscher Sprache schrieb, war Verfasser zahlreicher populärwissenschaftlicher Werke, unter anderem zu Richard Wagner, Immanuel Kant und Johann Wolfgang von Goethe, mit pangermanischer und antisemitischer Einstellung. Sein bekanntestes Werk ist Die Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts (1899), das zu einem Standardwerk des rassistischen und ideologischen Antisemitismus in Deutschland avancierte.
Und weiter unten im Eintrag der „Quelle Wikipedia“ der „Projekt Gutenberg-DE“:
Chamberlain schuf mit den Grundlagen des neunzehnten Jahrhunderts ein Standardwerk des theoretischen Rassenantisemitismus[7], das einen großen Einfluss auf die Vorstellungen Alfred Rosenbergs und später Adolf Hitlers hatte.[8] In seinem Hauptwerk postulierte Chamberlain, dass die germanische Rasse, die er auch als „arisch“ bezeichnete, zur Führung der Welt bestimmt sei.
Das „Standardwerk“ des Rassismus und des Antisemitismus von Chamberlain wird von „Projekt Gutenberg-DE“ nicht kostenlos zur Verfügung gestellt, nicht verbreitet, auch nicht als Werk von ihm angeführt; darüber zu schweigen, es dem Vergessen anheimzugeben, das kann verstanden werden.
Houston Stewart Chamberlain […] war ein germanophiler englischer Schriftsteller und Rassentheoretiker, seit 1916 deutscher Staatsbürger und seit 1917 Mitglied der Deutschen Vaterlandspartei.
Bayreuth, den 7. Oktober 1923. Sehr geehrter und lieber Herr Hitler. Sie haben alles Recht, diesen Überfall nicht zu erwarten, haben Sie doch mit eigenen Augen erlebt, wie schwer ich Worte auszusprechen vermag. Jedoch ich vermag dem Drange, einige Worte mit Ihnen zu sprechen, nicht zu widerstehen. Ich denke es mir aber ganz einseitig – d. h. ich erwarte keine Antwort von Ihnen. Es hat meine Gedanken beschäftigt, wieso gerade Sie, der Sie in so seltenem Grade ein Erwecker der Seelen aus Schlaf und Schlendrian sind, mir einen so langen erquickenden Schlaf neulich schenkten, wie ich einen ähnlichen nicht erlebt habe seit dem verhängnisvollen Augusttag 1914, wo das tückische Leiden mich befiel. Jetzt glaube ich einzusehen, daß dies grade Ihr Wesen bezeichnet und sozusagen umschließt: der wahre Erwecker ist zugleich Spender der Ruhe. Sie sind ja gar nicht, wie Sie mir geschildert worden sind, ein Fanatiker, vielmehr möchte ich Sie als den unmittelbaren Gegensatz eines Fanatikers bezeichnen. Der Fanatiker erhitzt die Köpfe, Sie erwärmen die Herzen. Der Fanatiker will überreden, Sie wollen überzeugen, nur überzeugen, – und darum gelingt es Ihnen auch; ja, ich möchte Sie ebenfalls für das Gegenteil eines Politikers – dieses Wort im landläufigen Sinne aufgefaßt – erklären, denn die Asche aller Politik ist die Parteiangehörigkeit, während bei Ihnen alle Parteien verschwinden, aufgezehrt von der Glut der Vaterlandsliebe. Es war, meine ich, das Unglück unseres großen Bismarck, daß er durch den Gang seines Schicksals – beileibe nicht durch angeborene Anlagen – ein bißchen zu sehr mit dem politischen Leben verwickelt ward. Möchte Ihnen dieses Los erspart bleiben! Sie haben Gewaltiges zu leisten vor sich, aber trotz Ihrer Willenskraft halte ich Sie nicht für einen Gewaltmenschen. Sie kennen Goethes Unterscheidung von Gewalt und Gewalt! Es gibt eine Gewalt, die aus Chaos stammt und zu Chaos hinführt, und es gibt eine Gewalt, deren Wesen es ist, Kosmos zu gestalten, und von d i e s e r sagte er: „Sie bildet regelnd jegliche Gestalt – und selbst im Großen ist es nicht Gewalt.“ In solchem kosmosbildenden Sinne meine ich es, wenn ich Sie zu den auferbauenden, nicht zu den gewaltsamen Menschen gezählt wissen will. Ich frage mich immer, ob der Mangel an politischem Instinkt, der an den Deutschen so allgemein gerügt wird, nicht ein Symptom für eine viel tiefere staatsbildende Anlage ist. Des Deutschen Organisationstalent ist jedenfalls unübertroffen (siehe Kiautschou!), und seine wissenschaftliche Befähigung bleibt unerreicht: darauf habe ich meine Hoffnungen aufgebaut in meiner Schrift „Politische Ideale“. Das Ideal der Politik wäre, k e i n e zu haben. Aber diese Nicht-Politik müßte freimütig bekannt und mit Macht der Welt aufgedrungen werden. Nichts wird erreicht, solange das parlamentarische System herrscht; für dieses haben die Deutschen, weiß Gott, keinen Funken Talent! Sein Obwalten halte ich für das größte Unglück, es kann immer nur wieder und wieder in den Sumpf führen und alle Pläne für Gesundung und Hebung des Vaterlandes zu Fall bringen. Aber, ich weiche ab von meinem Thema, denn ich wollte nur von Ihnen sprechen. Daß Sie mir Ruhe gaben, liegt sehr viel an Ihrem Auge und an Ihren Handgebärden. Ihr Auge ist gleichsam mit Händen begabt, es erfaßt den Menschen und hält ihn fest, und es ist Ihnen eigentümlich, in jedem Augenblicke die Rede an einen Besonderen unter Ihren Zuhörern zu richten, – das bemerke ich als durchaus charakteristisch. Und was die Hände anbetrifft, sie sind so ausdrucksvoll in ihren Bewegungen, daß sie hierin mit Augen wetteifern. Solch ein Mann kann schon einem armen geplagten Geist Ruhe spenden! Und nun gar, wenn er dem Dienste des Vaterlandes gewidmet ist. Mein Glauben an das Deutschtum hat nicht einen Augenblick gewankt, jedoch hatte mein Hoffen – ich gestehe es – eine tiefe Ebbe erreicht. Sie haben den Zustand meiner Seele mit einem Schlage umgewandelt. Daß Deutschland in der Stunde seiner höchsten Not sich einen Hitler gebiert, das bezeugt sein Lebendigsein; desgleichen die Wirkungen, die von ihm ausgehen; denn diese zwei Dinge – die Persönlichkeit und ihre Wirkung – gehören zusammen. Daß der großartige Ludendorff sich offen Ihnen anschließt und sich zu der Bewegung bekennt, die von Ihnen ausgeht: welche herrliche Bestätigung! Ich durfte billig einschlafen und hätte auch nicht nötig gehabt, wieder zu erwachen. Gottes Schutz sei bei Ihnen! Houston Stewart Chamberlain
Unbeantwortet wird je bleiben, ob es verzeihlich ist. Gewiß ist nur eines, die Frage nach Verzeihlichkeit oder Unverzeihlichkeit ist eine vollkommen falsch gestellte Frage. Verzeihlich ist aus der Frage zu streichen.
Die Frage kann daher nur lauten, auf vier Fragen aufgeteilt: Darf es diese Nachlässigkeit noch geben? Warum diese Nachlässigkeit? Ist diese Nachlässigkeit tatsächlich nur eine Nachlässigkeit und wenn nein, zu welchem Zweck? Was „Projekt Gutenberg-DE“ konkret betrifft, kann mit einem Schreibenden mit dem Anfangsbuchstaben C beantwortet werden. Es ist keine Nachlässigkeit.
Es ist keine Nachlässigkeit, wenn auf „Projekt Gutenberg-DE“ von Hans Carossa lediglich zu erfahren ist:
Hans Carossa wurde am 15. Dezember 1878 in Tölz geboren und starb am 12. September 1956 in Rittsteig bei Passau. Er war ein deutscher Schriftsteller. Seine Arztpraxis gab er schließlich auf, um sich ganz seiner literarischen Betätigung widmen zu können.
„Cancel Culture“ … und die Bewahrung des ehrenvollen Ansehens und Gedenkens von Menschen wie Hans Carossa ist menschgemäß nicht ohne eine gewisse Verschwiegenheit —
Was zur „Inneren Emigration“ einfällt, ist das Wort „Luxus“. Auch und gerade zur „Inneren Emigration“ des Hans Carossa. Was für eine luxuriöse Emigration.
Als Emigrant 1933 in das Innere von Goebbels in die „Deutsche Akademie der Dichtung“ berufen zu werden, es aber abzulehnen.
Als Emigrant 1941 zum „Präsidenten der nationalsozialistischen ‚Europäischen Schriftsteller-Vereinigung‘ ernannt zu werden. „Auf Bitten von Joseph Goebbels.“
Als Emigrant 1944 von „Hitler persönlich in die sogenannte Gottbegnadetenliste“ aufgenommen zu werden.
Als Emigrant „mit Erfolg Kontakte zum Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Joseph Goebbels“ nutzen zu können, „um Alfred Momberts Entlassung aus dem Konzentrationslager Gurs und die Genehmigung seiner Ausreise ins Schweizer Exil zu erwirken.“ Auch „erfolgreich für die Freilassung von Peter Suhrkamp“ sich einsetzen zu können.
Die Emigration in das Innere, ein Luxusleben.
Als Emigrant 1938 den „Goethepreis der Stadt Frankfurt“ verliehen zu bekommen.
Als Emigrant 1938 zum „Ehrendoktor der Universität zu Köln“ ernannt zu werden.
Als Emigrant 1939 den „San-Remo-Preis“ im gesinnungsgemäß verbündeten Ausland verliehen zu bekommen.
Es gibt noch eine Enzyklopädie, die sich gesinnungsgemäß als eine „alternative“ versteht, von der über dieses Luxusdasein in der Emigration im Inneren zu erfahren ist:
Carossa wurde als Sohn eines Landarztes mit Vorfahren aus Oberitalien geboren. Im Ersten Weltkrieg als Militärarzt verwundet, ließ er sich anschließend in den 1920er Jahren mit einer Praxis in München nieder. Er wurde einer der erfolgreichsten Schriftsteller der Weimarer Republik, geprägt von einem katholischen Humanismus. In der BRD wurde seine Selbstdarstellung, er sei unter der Regierung Adolf Hitler in eine innere Emigration gegangen, akzeptiert. Tatsächlich hatte er auflagenstarke Werke veröffentlicht und 1942 auch eine Hymne auf den Reichskanzler verfaßt. 1938 wurde er im Deutschen Reich mit dem Frankfurter Goethepreis, 1939 in Italien mit dem San-Remo-Preis geehrt. Auf Bitten von Joseph Goebbels übernahm er 1941 die Präsidentschaft des Europäischen Schriftstellerverbandes.[1]
Die Emigration in das Innere, in den Luxus, eine Erfolgsgeschichte der Integration, zu der beide Seiten beitrugen, die den Emigranten Hans Carossa Aufnehmenden und der Emigrant Hans Carossa, der wußte, was sich gehört, der wußte, was für ein Verhalten von einem Emigranten erwartet wird, Emigrierende wissen, für die Willigkeit zur Integration braucht es Beweise, und wie belegen Emigrierende ihre Bereitschaft zur Integration – am besten durch eine „Hymne auf den Reichskanzler“ …
Rudolf Hans Bartsch wurde am 11. Februar 1873 in Graz, Steiermark, geboren und starb am 7. Februar 1952 ebendort. Er war ein österreichischer Offizier und Schriftsteller. Bartsch schrieb seit 1908 Romane und Novellen, die nach Aussagen heutiger Kritiker das alte Österreich oft sentimental verklären. Nach Gero von Wilpert »ein überaus fruchtbarer, unkritischer Erzähler aus dem alten Österreich mit gefühlsselig-liebenswürdigen Romanen und Novellen, herzigen und bittersüßen Liebesgeschichten von spielerischer Leichtlebigkeit …« Bereits für seine ersten Werke wurde er sehr positiv rezensiert, für »Zwölf aus der Steiermark« wurde er von dem einflußreichen Kritiker Hermann Bahr als »die neue Stimme Österreichs« gelobt.
Nach dem sog. „Anschluss“ wurde er gezielt durch die Nationalsozialisten gefördert, u. a. erfuhr der stark antisemitische Roman „Brüder im Sturm“ (1940) durch die Nationalsozialisten eine Neuauflage. Zu seinem 70. Geburtstag übermittelte der RSK-Präsident seine persönlichen Glückwünsche. Zum Reichsparteitag in Nürnberg war Bartsch als Ehrengast geladen. Karl Holz beschreibt Bartsch 1938: „Also in der sogen. illegalen Zeit, [habe ich ihn] als einen absolut deutschgesinnten Mann und als begeisterten Verehrer des Führers kennen gelernt. Für diese Gesinnung bürge ich. Sie spricht ja auch aus allen seinen Werken.“ (BDC 19.11.1938) Kurz nach dem sog. „Anschluss“ stellte er außerdem ein Ansuchen an die Wiedergutmachungsstelle der Landesleitung der NSDAP Wien, weil er sich in einem zwanzig Jahre langen Rechtsstreit von einem jüdischen Anwalt hintergangen fühlte. Schlussendlich bekam er 1.300 RM zugesprochen (vgl. BAUR/GRADWOHL-SCHLACHER, S. 76f). Ab 1938 nahm seine Publikationstätigkeit stark ab. Im Juli 1939 wurde Bartsch verhaftet, da er in der Sommerfrische in Seewalchen einen randalierenden Hausbesorger erschossen hatte. Ende Juli kam er durch Fürsprache Ginzkeys wieder frei. Obwohl Bartsch ideologisch in die „Blutund Boden-Literatur“ der Nationalsozialisten passt, wich er, laut Kuchling, von deren politischen programmatischen Konzepten in einigen Punkten ab. Ab 1949 gewährte ihm die Stadt Graz eine Ehrenrente, die 1951 nochmals erhöht wurde. Im selben Jahr erhielt Bartsch den Peter-Rosegger-Preis verliehen (vgl. KUCHLING 71-73).
Es sind noch unter weitere Buchstaben geordnete Schreibende, deren Biographien ausgebürstet, so daß die Frage, ob es denn eine verzeihliche Nachlässigkeit sei, Biographisches derart auszubürsten, zur Frage führt, ob denn diese erste nicht durch eine andere Frage abzulösen, anders zu stellen ist, die beinahe schon so etwas wie eine Antwort ist.
Am 11. Februar 1933 wird Rudolf Hans Bartsch sechzig Jahre alt …
Siehe du ewiger Deutscher der du schon in der Nibelunge Not Sagen des Nordens raunen um seinen Kopf Und nirgendwo andershin konnte dieser Dichter gehen als in das ewige Deutschland denn nur es hat Raum und Sinn für so glückhaften Überfluß an dichterischem Zustrom mit einer Frische ohnegleichen in die deutsche Dichtung sprang da wanderte nicht nur der alte Peter Rosegger nach Graz um dem neuen Dichter die Hand zu drücken Es gab einen regelrechten Aufruhr im geistigen Deutschland denn da war plötzlich ein herrlicher Rebell aus seiner Namenlosigkeit erwacht und hatte die unerhörte Kühnheit zu einem völlig neuen Ton Dichter davon redet wie »das Glück des deutschen Menschen« beschaffen sein muß wie es zu erlangen ist wie es Verzweifelnde zu erlösen imstande wäre und jetzt da er in einem tröstlichen Buche ein Beispiel gibt »wie wir unsere Armut tragen« sollen muß es endlich auch für die Blindesten und Taubsten offenbar geworden sein was seines Amtes ist ein zeitloses Glück zu lehren durch das die Menschen naturnäher naturwahrer geworden besser und fröhlicher leben könnten eine der seltsamsten schönsten Gestalten im geträumten Deutschland verdichtet ist aus Wunsch und Leiden einer großen Zeit daß er also diese Geister mit beschatteten Stirnen von dem sanften Lächeln menschlicher Schwäche angolden läßt Evangelium von irdischer Glückseligkeit noch gedämpfter vortrug als dort wo sie nun vollendet und immer wieder neu bestätigt die Lehre vom Glück des deutschen Menschen verkündet Diese Treue zu sich Deutschland allein zu reden Und da war Einer der nur den Mund zu öffnen brauchte und man hörte aus ihm wunderbar erneuert den Klang jenes ewigen Deutschland Dieser Hang zum Geheimnis aber dieses gottesdienstliche Hingegebensein diese freudige vertrauende Demut kommt aus deutschem Blute sie sind so deutsch und arteigen so seltsam und wirklich gnadenhaft daß sie einer fremden Seele und Zunge nicht mitgeteilt werden können sie können in eine andere Sprache nicht übersetzt werden weil sie nicht einmal in der Sprache desjenigen der sie in seinem Blute ahnt gegenständlich zu sein vermögen Es ist ein verschollener in unbewußter Eifersucht gehüteter Mythos der nicht beschworen werden kann der vielmehr von Anbeginn in der Berufung zugegen sein muß es ist das Geheimnis die Legende die das umfangreiche Werk von der anderen Welt abschlossen Es gibt nur noch einen Dichter freilich geographisch und geistig in einer herberen kühleren Landschaft daheim der so eigensinnig deutsch die dunklen Unterströme unnachahmlicher Wesenheit spüren läßt wie Bartsch Hermann Stehr Auch er ist natürlich dem Auslande unbekannt auch er leidet das scheinbar unwiderrufliche Schicksal des großen Deutschen Undank Da ist das Baumrauschen in den »Zwölf aus der Steiermark« da ist das trauliche Klopfen und Plappern der Klapoteze im »Deutschen Leid«
Auf seinem Grabstein könnte einstens die Inschrift stehen
»Die Jahreszeiten waren seine erlauchten Ahnen sein Bruder war der große Pan«
Josef Friedrich Perkonig, der dies zum sechzigsten Geburtstag von Rudolf Hans Bartsch schrieb, mußte ein Jahr weniger als zwei Jahrzehnte darauf warten, daß er seine Grabinschrift auf dem Grabstein seines Gelobten endlich lesen konnte, dem er seine Grabinschrift bereits zu seinem sechzigsten Geburtstag verfaßte, wie sehr mußte Josef Friedrich Perkonig seinen Hochgelobten schon mit sechzig Jahren unter die Erde gewünscht haben, daß ihm, Perkonig, zum sechzigsten Geburtstag seines Hochgelobten eine Grabinschrift einfällt.
Eine Antwort auf diese Frage zu finden ist wohl nur möglich, mit einem Blick auf die biographischen Angaben zu weiteren Schreibenden von dem Unternehmen Hille & Partner mit dessen Herausgeberin Hella Reuters.
Mit wem beginnen? Die Schreibenden sind auf dieser Website des Unternehmens Hille & Partner alphabetisch geordnet, also beginnen mit A…
Bei Ernst Moritz Arndt stehen nicht die veröffentlichten biographischen Angaben zur Diskussion, und dennoch kann er nicht unerwähnt bleiben, sondern, was von ihm auf dieser Website veröffentlicht, besonders „Des Deutschen Vaterland“ …
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