Ihren Herren gibt’s die identitäre Regierungspartei im Schlaf

Finanzstaatssekretär Hubert Fuchs (identitäre Regierungspartei) habe, ist zu lesen, „eine Debatte um den Spitzensteuersatz losgetreten“, Fuchs wolle, wird am 11. Februar 2019 berichtet, „den 55-prozentigen Spitzensteuersatz für Einkommensmillionäre 2020 auslaufen lassen“.

Das heißt. Menschen mit einem Einkommen ab einer Million Euro im Jahr sollen, so der Plan von Hubert Fuchs und seiner identitären Regierungspartei zum Wohle ihrer Herren, ebenfalls nur mehr mit einem Spitzensteuersatz von fünfzig Prozent belegt werden. Auch fünfzig Prozent werden ihre Herren noch als Qual empfinden …

Das heißt. Wenn Sie zu jenen gehören sollten, und das sind nicht gar viele in Österreich, die im Jahr, um es mit Optimismus anzugehen, neunzig Tausend Euro, das wären monatlich rund sechstausendfünfhundert Euro bei vierzehnmaliger Auszahlung, verdienen, dann dürfen Sie sich nach der identitären Großzügigkeit gegen ihre Herren als Millionär fühlen, nicht weil Sie eine Million und mehr im Jahr an Einkommen haben, sondern weil Sie nach der identitären vorgesehenen Gabe an ihre Herren als Millionärin besteuert werden würden, also weiter mit einem Steuersatz von fünfzig Prozent.

Während Sie also weiterhin fünfzig Prozent Steuerleistung zu erbringen haben, vorausgesetzt Sie gehören zu den Wenigen in Österreich die ein so hohes Einkommen haben, sollen, so will die identitäre Regierungspartei für ihre Herren sorgen, es ihren Herren (ein paar wenige von ihren Herren werden wohl auch Frauen sein), das Leben noch leichter machen, ihre Herren für ihr noch weit, weit höheres Einkommen fünf Prozent weniger, also auch nur mehr fünfzig Prozent Steuerleistung erbringen.

Das heißt. Ein Mensch mit einer Million im Jahr, das sind monatlich rund einundsiebzigtausend Euro bei vierzehnmaliger Auszahlung, wird nach identitärem Regierungsparteiwillen mit dem gleich hohen Steuersatz bedacht wie ein Mensch mit monatlich rund sechstausendfünfhundert Euro …

Ein Mensch also, der rund elfmal mehr im Monat an Einkommen als Sie zur Verfügung hat, soll nach der von der identitären Regierungspartei stets recht beschworenen Gerechtigkeit nicht einmal 0,001 % mehr an Steuern …

Oh, da gehe es wieder einmal gegen die Millionäre, gegen die wenigen Millionärinnen in Österreich …

Nein. Es wäre dazu zu schweigen. Jedoch die zweite Aussage in einem, wie es so schön heißt, Atemzug mit dieser nimmt jedem Menschen die Luft zu …

Diese zweite Aussage von Hubert Fuchs (identitäre Regierungspartei, umgangssprachlich FPÖ genannt):

„Und die medial kolportierte Senkung der unteren drei Lohnsteuertarife von 25, 35 und 42 auf 20, 30 und 40 Prozent tat er als ‚Zahlen aus dem ÖVP-Wahlprogramm‘ ab.“

Wenn Sie ein Einkommen haben, das unter diese drei Lohnsteuertarife fällt, wissen Sie, Sie zählen für Hubert Fuchs und seine identitäre Regierungspartei nicht zu ihren Herren, für Sie hat die umgangssprachlich nach wie vor als FPÖ bezeichnete Regierungspartei nichts übrig, Ihnen will die FPÖ das Leben nicht durch eine Steuersenkung so leicht und bequem machen, ja, nur im Kampfe stählt sich der Charakter – ist das nicht eine Gesinnungsparole dieser Partei?

Sie scheinen für die FPÖ mehr als genug zu haben, das wäre dann doch ungerecht, Ihnen Ihre Steuer um fünf Prozent zu senken, da Sie doch mehr als genug haben, es wäre für die FPÖ schon mehr als ungerecht, müßten Sie zwei Prozent weniger Steuer aufbringen, ungerecht gegen ihre Herren. Zweiundvierzig Prozent sind es, wenn Sie, noch einmal soll der Optimismus bedient werden, sechzigtausend Euro im Jahr verdienen, das sind monatlich rund viertausendreihundert Euro bei vierzehnmaliger Auszahlung …

Ein Mensch, der im Monat also rund siebzehnmal mehr verdient, soll höchstens acht Prozent mehr Steuer, das ist identitäre Auffassung von Gerechtigkeit …

Gerechtigkeit muß, nach dem identitären regierungsparteilichen Weltbild, gerichtet werden, es ist alles zu tun, daß ihre Herren es sich richten können, so leicht richten können, wie heutzutage die Zeit auf einer Uhr auf ihre Richtigkeit hin gestellt werden kann, sozusagen eine Rolexigkeit …

Und außerdem verdienen Sie mit viertausenddreihundert Euro im Monat rund neunundzwanzigmal mehr als Sie im Monat in Österreich tatsächlich benötigten, wie Ihnen eine identitäre Ministerin recht leicht vorrechnen kann …

Es darf dabei nicht vergessen werden, die identitäre Partei regiert nicht allein, es gibt noch eine zweite Regierungspartei, in deren Reihen beratende Männer sind, wie der Preisverleihungsexperte, die die Tradition des Sozialen christlicher Prägung lebt, ihr ein Mann Ikone ist, der noch wußte, wie schmackhaft und gesund Kraut und Erdäpfeln sind, dies den Menschen wieder erfahrbar zu machen, ist, einfach wie kurz gesagt, ihr vom Herrn gesendeter Auftrag …

Kursalon Hübner

Es hat lange gedauert, einen Weg zu finden, den von Kurz besetzten Kursalon, wieder für die identitäre Regierungspartei zu erobern.

Nun wurde offenbar einer gefunden.

Mit Michael Ley sollte ihr die Zurückeroberung des Hübners gelingen, am Mittwoch, dem 13. Februar 2019, soll das Hübner entsatzt wieder werden, mit einem Leib-und-Herzens-Thema der identitären Regierungspartei: mit dem Antisemitismus.

Ein Thema, das Kurz ebenfalls auf eine so …

Es muß gar schmerzvoll gewesen sein, für die identitäre Regierungspartei, ganz und nicht mehr hinzunehmen gewesen sein, daß Kurz als erster Importkutscher mit seiner Vergangenheitsimportfrächterei ihr auch noch das Hübner

NS Ob im Parlament, ob in der Hofburg, ob beim Frauenmal auf der Mölker Bastei, überall, wo Michael Ley ist, ist auch die zurzeitige identäre Regierungspartei, wo immer Ley hintritt, tritt die identitäre Regierungspartei ihm bei.

The fylfot is not a crooked cross but an austrian peg

Wie zur Zeit sich so viele wieder an das Hakenkreuz aufgeregt empörungswillig klammern, Andreas Gabalier vorwerfen, er würde als Hakenkreuz posieren.

Und das ist schon eine Weile her, also das Posieren. Eine Weile her ist es auch, daß Andreas Gabalier Gefallen daran fand, neun österreichische Hymnen sollen neu getextet werden …

Wer dafür ist, daß diese mehr als fragwürdigen Hymen neu zu texten sind, kann doch kein Hakenkreuzposierer sein.

Wenn es denn ein Haken sein soll, den er darstellt, dann ist es ein österreichischer Haken, an austrian peg

Peg, das sind auch die ersten drei Buchstaben der Abkürzung Pegida, das die Kurzfassung ist von „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ — in einer englisch-deutschen Mischform käme heraus: Haken

Hakenkreuz, dafür gibt es viele englische Übersetzungen. Eine weitere lautet: crooked cross. Lutz Bachmann von der Peg… macht es zur Zeit auch, das fällt sofort bei crooked … ein, Andreas Gabalier nach, diese seine Pose, als seine Unterstützung für Andreas Gabalier gedacht, und er ist nicht der einzige, der ihn unterstützt, bei dieser Ehrlichkeit, von der er durchdrungen ist, fällt sofort ein weiterer Unterstützer ein, dessen patriotisches Umfeld der echten Ehrlichkeit er ist, also der zurzeitige Vizekanzler in Österreich …

Und bei „patriotische Europäer“ ist doch kein Vorbeikommen etwa an einem Martin Sellner, der wohl aufgeregt wie ein Pimpf, wie früher einmal Buben genannt wurden, auf dem Akademikerball war, dem auch die FJ recht entgegenfieberte, ihre Buben wohl täglich fragten, wie oft denn noch zu schlafen sei, bis zum Akademikerball, für den sie erstmals lange Hosen …

Für Martin Sellner, der recht mehr auf Reise würde sein wollen, mit seinen Leibchen im Gepäck, aber nicht überall hinlangt, soll hier als Reiseentschädigung für ihn ein wenig gereist werden, und die Reise geht von ihm wieder zu Lutz Bachmann, der für ihn recht gerne eine Rede verlesen hätte, wäre da nicht das Hindernis der Einreise gewesen …

Und von Lutz Bachmann, diesem serienehrlichen Dritten im Bunde in der Mitte, recht fest umklammert von Vizekanzler und Klubobmann der identitären Regierungspartei, die frank und frei sich als the genuine peg in Österreich bekennt, endet nun die Reise wieder bei Andreas Gabalier, dem es doch bloß um Meinungsfreiheit geht, die zu singen er überall möchte für alle, die in schiefer Haltung mit ihm schunkeln und ihm Halt geben, bereit, für sie auch die ersten Häuser der Musik in der Stadt zu erobern, wäre da nicht ab und an doch noch das Hindernis des Eintritts, gegen das aber er mutig und gipfelsturmwindgeeicht Klage …

Es ist ein Haken, ein österreichischer Haken, und auf dem hängt längst schon eine neue Fahne, na ja, neue Fahne gerechnet nach dem Herstellungsdatum, und diese trägt nicht nur ein Martin Sellner, sondern auch weitere Kameraden und wenige Kameraderinnen des zurzeitigen Vizekanzlers durch die Straßen, wie der Ares-Mann aus Graz, so viele aber sehen immer noch nur das Hakenkreuz — Aufgeregtheit und Empörung sind nicht wirkliche Sehbehelfe …

Von der totalen Verleugnung der Wirklichkeit

„Hintergrund der Aufregung ist, dass auf dem Zeugnis muslimischer Schülerinnen und Schüler am letzten Schultag nicht mehr ‚islamisch‘, sondern ‚IGGÖ‘, die Kurzbezeichnung der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, steht. Das Bildungsministerium hatte diese Änderung erlassen.“

„‚Gespräche machen nur Sinn, wenn die Gegenseite auch wirklich verhandlungsbereit ist, doch genau das fehlte auf Seiten des Ministeriums beim heutigen Termin‘, erklärte die IGGÖ am Freitag in einer Aussendung. Daher sei es nun ihre Aufgabe als Interessenvertretung der Musliminnen und Muslime im Land rechtliche Schritte gegen den Erlass zu prüfen.“

Dabei könnte die IGGÖ darüber mehr als heilfroh sein. Wird ihr doch dadurch eine Größe zuerkannt, die weit, weit, sehr weit über ihre tatsächliche hinausgeht, wird ihre Größe an der wirklichen Zahl ihrer Mitglieder gemessen.

Darin trifft sich die Ignoranz des österreichischen Staates (und nicht erst seit der zurzeitigen schwarzidentitären Regierung), alle Menschen islamischen Glaubens als Mitglieder der IGGÖ zu verstehen, mit der unverfrorenen Vereinnahmung durch die IGGÖ, alle Menschen, die als Religionsbekenntnis „Islam“ angeben, als Mitglieder ihrer Organisation …

Dabei gibt es auch bei dem Glauben „Islam“ zahllose Richtungen, zahllose Organisationen des Organisierten Glaubens „Islam“, bei denen Menschen Mitglieder sein können, gleich wie beim Organisierten Glauben des „Christentums“. Deshalb wird in Zeugnissen sehr genau unterschieden und bei „Religionsbekenntnis“ nicht einfach vermerkt: „christlich“, sondern „römisch-katholisch“ und so weiter und so fort.

Das ist somit die zweite Ignoranz des österreichischen Staates, bei Menschen des Glaubens „Islam“ nicht unterscheiden zu wollen, sondern sie alle einfach wie kurz der IGGÖ zuzuschlagen. Anstatt aber dem österreichischen Staat dafür die Füße am Kreuze zu küssen, sie, die IGGÖ, zu einer allmächtigen Bedeutung aufzuplustern, die diese aufgrund ihrer Mitgliederzahl ganz und gar nicht besitzt, bekrittelt sie, die IGGÖ, das, will dagegen sogar „rechtliche Schritte“ …

Das kann nur etwas mit der Verleugnung der Wirklichkeit zu tun haben. Allerdings ist die Verleugnung der Wirklichkeit kein Wesenskern des Organisierten Glaubens „Islam“ allein, sondern der Wesenskern von allen Organisierten Glauben. Die IGGÖ hätte also gerne, daß in den Zeugnissen weiterhin „Islam“ steht, so als gäbe es nur einen „Islam“. Das ist zum einen Verleugnung der Wirklichkeit, zum anderen ein Totalitätsanspruch, der nicht mehr und im Grunde noch nie zu akzeptieren war. Dieser Zug zum Totalitären ist abzulehnen. Gerade in Österreich hat es lange gebraucht, dem Totalitären zu entsagen. Es gibt zum Glück nach wie vor eine Mehrheit in Österreich, die Parolen wie „Ein Reich, ein Volk, ein Führer“ eine klare Absage erteilen und alle, die heutzutage mit solch einer Parole sich öffentlich herauswagen, mit nassen Fetzen zurück in ihre Buden jagen. Diese nationalsozialistische Parole ist im Grunde nichts anderes als ein Kalauer von „Ein Gottesreich, ein Glaubensvolk, ein Allah“, eine durch Jahrhunderte eingetrichterte Parole, die im nationalsozialistischen Kalauer ihr barbarisches Wüten zu einem besonders grausamen Höhepunkt trieb.

Im Zusammenhang mit dieser „Aufregung“ um Zeugnisse in Österreich ist doch zu erwähnen, die Schimäre, nämlich die Schimäre, Österreich sei ein „säkularer Staat“. In einem tatsächlich säkularen Staat würde nicht nur, aber auch die Angabe „Religionsbekenntnis“ gänzlich fehlen. In einem tatsächlich säkularen Staat würde „Religion“ in einer Auflistung der Übungen, an denen Schülerinnen und Schüler verpflichtend teilzunehmen haben, nicht an erster Stelle stehen, wie in Österreich, wo „Religion“ tatsächlich an erster Stelle steht in einer Auflistung, die nicht alphabetisch geordnet ist, generell wäre in einem tatsächlich säkularen Staat „Religion“ keine „verpflichtende Übung“.

PS Die IGGÖ erklärt, „Gespräche machen nur Sinn, wenn die Gegenseite auch wirklich verhandlungsbereit ist, doch genau das“ fehlt auf Seiten der Männer … das aber ist eine andere Geschichte, nein, keine andere Geschichte, sondern die beiden Seiten der Medaille der Organisierten Glauben, und im Gegensatz zur Lächerlichkeit, was in ein Zeugnis gekritzelt wird, tatsächlich wesentlich, und weil es derart wesentlich ist, wird es in einem weiteren Kapitel anzusprechen sein, wobei aufgrund der Wesentlichkeit ein einziges Kapitel dieser Wesentlichkeit nicht gerecht wird, darum wird es dieses Kapitel nicht geben, sondern, da oben bereits das Wort Höhepunkt vorkommt, bloß die Nennung eines Buches: „Philosophie des Orgasmus“, weil eben mit einem Kapitel dieser Wesentlichkeit nicht Genüge getan ist. Ein Buch, das gerade Männer der Organisierten Glauben aufmerksam lesen sollten, dringend austauschen sollten gegen ihre Märchenbücher mit Titeln wie Bibel, Koran und so weiter und so fort …

Siebenter von einem Mann verübter Mord an einer Frau in einer Beziehung in Österreich und das gesinnungsgemäß beredte Schweigen der Website der identitären Regierungspartei

NZENSURIERT der identitären Regierungspartei in Österreich, die sofort einen Kommentar bringt, wenn ein Gewaltverbrechen passiert, schweigt diesmal, kein Kommentar zum 7. Beziehungsfrauenmord, begangen von einem Mann, in Österreich in diesem Jahr 2019.

Das ist aber kein Vorwurf. NZENSURIERT (kurz: NZ) ist deshalb kein Vorwurf zu machen. Es wird kommentiert, was gesinnungsgemäß kommentiert werden kann. NZ agiert halt nach ihrem Können und ihrer Verfaßtheit. Ein gesinnungsgemäß beredtes Schweigen zum siebenten Mord durch einen Mann. Es wird halt ein sogenannter autochthoner Mann der Mörder sein, ein sogenannter einheimischer Mann, ein Österreicher halt. Das kann gesinnungsgemäß nicht recht kommentiert werden.

Dennoch. Es ist kein Vorwurf gegen die NZ. Es ist lediglich zum Festhalten, zum Festhalten auch vor lauter Lachen. Denn erst am 6. Februar 2019 wirft NZ Medien vor, zu schweigen: „Nächstes Messerattentat durch Afghanen in Wien – und die linke Presse (ver)schweigt geschlossen“ …

Festhalten vor lauter Lachen, weil NZ nicht nur das „Verschweigen geschlossen“ vorwirft, sondern der Tageszeitung „Die Presse“ ein „linkes“ Medium zu sein. Und das ist doch ein Witz zu einem derart ausgiebigen Lachen, bei dem ohne Festhalten die Gefahr besteht, kopfüber auf die Nase zu fallen.

Es darf aber mit Zuversicht angenommen werden, die NZ wird über diesen siebenten Mord eines Mannes an einer Frau schon noch einen Kommentar bringen. Es fehlt dafür bloß, darf angenommen werden, eine Geschichte der „Nachahmung“. Möglicherweise ist der Wochenblick schon dabei, den siebenten Mord durch einen Mann an einer Frau zu einem „Nachahmungsmord“ hinzu…

Dann wird es auch von der NZ den Kommentar geben …

Oder beide, die NZ und der Wochenblick, warten noch auf das erlösende, startschußgebende und stets recht weise Wort der Staatssekretärin, auch der siebente Mord durch einen Mann an einer Frau in Österreich sei ein Nachahmungsmord spätestens dann wird es einen Kommentar der NZ und einen Artikel des … spätestens dann wird es kein Halten mehr geben —

Ares, Buchgesinnungsgott für Heer und identitäre Regierungspartei

Es reichte völlig zu schreiben: Ares Stocker – Buchgesinnungsdienst für zurzeitige identitäre Regierungspartei und Bundesheer in Österreich.

Damit wäre bereits alles geschrieben, was hierzu zu schreiben ist. Sie kennen den Ares-Verlag, Sie kennen Wolfgang Dvorak-Stocker, Sie wissen, in welchen Gräben er mit wem kameradschaftlich liegt, es mag ihm und seinem Mit-etwas-davor-Kanzler vergönnt sein, in keinem
Schtzngrmm sich a———n———s———c———h sondern wohlgeschützet und behütet ein Bücherl zu s———i———g———n———i———e — —

„Die Leseempfehlung dieses Werkes kann daher nicht nur für die geneigte Leserschaft, sondern auch für die Allgemeinheit ausgesprochen werden.“

Das ist die Empfehlung des Magazins des österreichischen Bundesheeres „Truppendienst“ am Ende seiner Vorstellung von „Wir Weicheier“ …

Deutlicher als der Truppendienst des österreichischen Bundesheeres, was das für ein Buch ist, werden der Ares-Verlag und das FPÖ-Bildungsinstitut. Wobei nicht mehr genau zu unterscheiden und zu klären ist, bei diesem schreiberischen Gleichschritt, ist Ares das Bildungsinstitut und das Bildungsinstitut der identitären Regierungspartei eine Kaserne, ein Truppenübungsplatz von Ares, dem Gott des schrecklichen Krieges, des Blutbades und Massakers …

Ares – Bildungsinstitut schreiben in ihren Anpreisungen dieses Buches, welches das österreichische Bundesheer einer „geneigten Leserschaft und auch für die Allgemeinheit“ empfiehlt, womit eine Vorstellung gegeben ist, um was für ein Buch sich dabei handelt:

„Wie sind aus den zähen Soldaten, die von 1492 bis 1914 alle natürlichen und menschlichen Hindernisse überwanden und praktisch die ganze Welt eroberten, Weicheier geworden? Dieses Buch versucht diese Frage zu beantworten. Das erste Kapitel konzentriert sich auf die Art, mit der unsere abendländische Zivilisation mit ihrer schrumpfenden Zahl an Nachkommen umgeht. Man infantilisiert sie und nimmt ihnen jede Art von Unabhängigkeit. Um es mit einem Zitat des amerikanischen Bestseller Autors William Deresiewicz auszudrücken, sie werden in ‚vorzügliche Schafe‘ verwandelt.“

„Von 1492 bis 1914 alle […] menschlichen Hindernisse“ …

„Auch dem Thema Frauen in Kampfeinheiten widmet er sich kritisch auf der Basis umfangreichen Dokumentationsmaterials. Bezeichnend ist, dass immer mehr westliche Soldaten – etwa in den USA – nach Einsätzen unter ‚posttraumatischen Belastungsstörungen‘ (PTBS) leiden, eine Erkrankung, die im Ersten und Zweiten Weltkrieg fast keine Rolle gespielt hat, obwohl die Kämpfe und damit auch die psychische Belastungen damals viel höher waren.“

Ja, wie wahr, „Belastungsstörungen“ haben „im Ersten und Zweiten Weltkrieg fast keine Rolle gespielt“ … die Männer sind fröhlich aus den Kriegen heimgekehrt und überall wurde Musik gespielt, zu der sie sich heiter, ausgelassen schüttelten, wovon heute noch in lieblicher Erinnerung an diese ihre friedlichsten und besten Lebenszeiten, die sie nie davor und nie danach mehr hatten, diese „herrlichen Zeiten“, in die sie der Kaiser führte, Begriffe geblieben sind, wie Kriegszitterer, wie Schüttelneurotiker …

„Kann die westliche Welt, kann das Abendland noch gerettet werden? Nach Ansicht Martin van Crevelds nur, wenn eine Reihe von dringend nötigen Maßnahmen ergriffen und entsprechende Schritte eingeleitet werden. Solange bei uns jedoch die Rechte über die Pflichten der Staatsbürger dominieren, werden diese nicht möglich sein.“

„Das dritte Kapitel erklärt, wie die fortschreitende Feminisierung der Truppe ihre Kampfkraft reduziert und zerstört. Das vierte Kapitel stellt dar, wie Soldaten die heutzutage am Kriege beteiligt sind, quasi gezwungen werden an posttraumatischen Belastungsstörungen zu leiden. Das fünfte Kapitel letztlich beschreibt den Aufstieg der sogenannten ‚Gesellschaft der Rechte‘, die für ‚Pflicht‘ kaum noch Raum bietet und jede Art von Kampf prinzipiell verpönt.“

„Das Buch ist einfach und fließend geschrieben. Jeder, der sich um die Zukunft und Rettung der abendländische Zivilisation Sorgen macht, sollte es lesen.“

„Jeder … sollte es lesen.“ Es können Ares – Bildungsinstitut nicht umhin, ebenfalls eine Leseempfehlung abzugeben. Geeint darin sind Militär, Bildungsinstitut und Ares im Bildungsauftragsgleichschritt …

Wahrlich, auf dieser patriotischen Scholle wird Bildung tatsächlich recht groß gezogen, unermüdlich wird für Schriften geworben, die nicht nur wenige, sondern ein „Jeder“ … oh, da gab und gibt es Empfehlungen über Empfehlungen, wer kann diese noch zählen?, etwa, um noch eine exemplarisch herauszugreifen …

FPÖ-ZZ „wünscht weiteste Verbreitung“ der „braunen Festschrift“ für Rolf Kosiek, einen „radikalen Antisemiten und Rassentheoretiker“

Wer all das von dieser identitären Seite Empfohlene zur Hand nimmt, wird unweigerlich beginnen sich zu schütteln, auch ohne Musik beginnen sich zu schütteln, wozu aber auch keine Rückkehr aus Kriegen erforderlich ist, um sich zu schütteln, wird sich in den sogenannten eigenen vier Wänden einfach wie kurz schütteln vor … aber das Schütteln kann schon während des Besuches einer Empfehlungsveranstaltung beispielsweise am Graben einsetzen, dieses Schütteln vor …

Österreich, wo der Antisemitismus blau macht

Blaumachen heißt in Österreich üblicherweise – nichts tun, der Arbeit fernbleiben … Und das stimmt auch, was also die Arbeit betrifft, nur in einer Hinsicht trifft diese Bedeutung von Blaumachen bei dieser Gesinnungsgemeinschaft nicht zu, wenn es beispielsweise um Antisemitismus geht.

Beim Antisemitismus, aber nicht nur beim Antisemitismus werden die Blauen, sonst vor allem als Funktionäre des Stillstehens, als Mandatarinnen des Leerlaufens bekannt, recht rege. Das hat aber nichts mit Arbeit zu tun, wenn sie bei Ismen recht rege werden, es ist ein – noch eine Bedeutung von Blaumachen – Krankfeiern, sie feiern krank ihre Gesinnung, zu der eben auch der Antisemitismus gehört.

Aus diesem Feiern ihrer Gesinnung bis zum Krankwerden kommen sie besonders seit der letzten Weihnacht 18 gar nicht mehr heraus, es findet sich immer wer, der nachgießt, nun ist McErdal mit einem Kommentar, der seit dem 5. Februar 2019

„Da liegen sie absolut richtig, denn er gehört genauso wie der Herr Fischer zum khasarischen Volk! Natürlich ist Ihre Verbindung zu Ihrem Volk enger, herzlicher – als zu uns……“

Zustimmung über Zustimmung bekommt. Während McErdal Zustimmung um Zustimmung bekommt, auch weiter an diesem Tag, veröffentlicht die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Regierungspartei in Österreich gestrig einen Kommentar „Roter Antisemitismus in Großbritannien – mehr als Erklärungsbedarf bei SPD und SPÖ“ …

Aus den Kapiteln seit der letzten Weihnacht 18 wird Ihnen noch in Erinnerung sein, was es auf sich hat mit „khasarischem Volk“ – ja, Sie erinnern sich richtig, und ja, es kann Ihnen zugestimmt werden, wenn Sie das mit einem Wort kurz zusammengefaßt zur Kenntlichkeit bringen: Antisemitismus …

Die recht hohe Zustimmung zum antisemitischen Kommentar von McErdal, einer Person, die auch stets an hoher Zustimmung sich laben kann, steht unter dem und bezieht sich auf den Kommentar von Unzensurix zum Bundespräsidenten.

Unzensurix wärmt, kurz gesagt, nur auf, was er (es darf mit recht hoher Wahrscheinlichkeit angenommen werden, daß es ein Mann ist) bereits am 2. Februar 2019 in einen Kommentar goß, eine Unterstellung gegen den Bundespräsidenten im Zusammenhang mit der Menschenrechtskonvention und der Todesstrafe …

Es wird nicht besser noch wahrer dadurch, daß es Unzensurix wiederholt, am 4. Februar 2019. Und dabei auf sich selbst verweist – auf wen sonst?

„Jüngster Fauxpas ist Van der Bellens Verteidigung der Europäischen Menschenrechtskonvention, die in ihrer Fassung aus dem Jahr 1950 die Todesstrafe vorsieht. Es hat Jahrzehnte gebraucht, damit diese in Form von Zusatzprotokollen komplett außer Kraft gesetzt wurde. Dem nicht genug, weiß Van der Bellen nicht einmal, wann die Menschenrechtskonvention in Österreich in den Verfassungsrang erhoben wurde. Seine Verteidigung der Konvention war ohnehin nur als ein plumper Angriff gegen den freiheitlichen Innenminister Herbert Kickl gedacht.“

Es muß hier nicht wiederholt werden, was ohnehin bereits im oben verlinkten Kapitel klar und deutlich festgehalten ist, auf welcher Gesinnungsscholle die recht treuen Befürwortenden der Todesstrafe …

Offen bleibt weiterhin nur eines, wer von den zurzeitigen Anführern (daß es eine Frau ist, ist sehr unwahrscheinlich) der zurzeitigen Regierungspartei mit dem Pseudonym Unzensurix seine Kommentare zeichnet …

Unzensurix, das „einfache Mitglied“ …

Es ist recht perfid, Alexander Van der Bellen zu unterstellen, maskiert in der Frage, ob er die Todesstrafe wolle, er, der Bundespräsident, wolle die Todesstrafe.

Und diese Unterstellung ist in einem Kommentar vom 2. Februar 2019 nicht von irgendwem, sondern von Unzensurix.

Unzensurix, das ist das Pseudonym von einem einem ganz Hohen aus dieser Gesinnungsgemeinschaft, von einer ganz Hohen, die vielleicht ein „einfaches Mitglied“ dieser Regierungspartei ist, aber ein „einfaches Mitglied“, wie in dieser Partei „einfaches Mitglied“ verstanden wird, seit diesem einen Anführer.

Einfach ist dieses „einfache Mitglied“ in einer Hinsicht auf alle Fälle, beim Rechnen …

Die Konvention ist in Österreich erst seit dem 3. September 1958 in Kraft. In Verfassungsrang konnte sie gemäß des entsprechenden Bundesgesetzblattes erst 1964 gehoben werden, wenngleich auch rückwirkend, wie es heißt. Dennoch sind das erst 53 Jahre und nicht 59 Jahre, wie Van der Bellen es behauptet. Rückwirkend wären es ohnehin weitaus mehr. Nun, die Menschenrechtskonvention, nachzulesen im Internet (verbindlich sind aber nur die englische und französische Fassung), wurde am 4. November 1950 in Rom unterzeichnet, womit Van der Bellen ohnehin ein peinlicher Fehler unterlaufen ist. Und das ausgerechnet unserem Staatsoberhaupt.

Das ist aber eine Nebensächlichkeit. Es ist 2019. Und die Zahlen im obigen Zitat — wer nachrechnen möchte, rechne nach. Peinlicher noch das Nachrechnen von Unzensurix …

Aber das ist eine Nebensächlichkeit. Peinlich, wirklich peinlich wird es, wenn ein Bundespräsidentschaftskandidat, der mittlerweile zum Montagsminister gemacht, die „Europäische Menschenrechtskonvention“ nicht kennt, aber er und seine Partei diese, die er und sie nicht kennen, „evaluieren“ und eine „österreichische Menschenrechtskonvention“ machen wollen, dieser, die er und seine Partei nicht kennen, seine eigene und ihre eigene entgegensetzen wollen.

„Evaluierung der Europäischen Menschenrechtskonvention und gegebenenfalls Ersatz durch eine ‚Österreichische Menschenrechtskonvention‘, die auch das Heimatrecht der Österreicher schützt“

Das ist aus dem Wahlprogramm zur Nationalratswahl 2017 der mittlerweile an einem Montag zu einer Regierungspartei gemachten identitären Partei … Das ist peinlich. Dermaßen peinlich, das es gar nicht notwendig ist, sich damit auseinanderzusetzen, den Unsinn aufzuzeigen.

Diese Partei will nicht „rütteln“, sie will alle Rechte, alle Gesetze ersetzen, durch ihre Gesinnung.

Sie will sich in ihrem „Handeln nicht durch Gesetze behindern“ lassen. Lustig daran, daß sie mit Gesetzen hadert, die sie gar nicht kennt.

Es ist recht perfid, Alexander Van der Bellen zu unterstellen, maskiert in der Frage, ob er die Todesstrafe wolle, er, der Bundespräsident, wolle die Todesstrafe.

Perfid auch deshalb. Weil die einzigen Menschen, die für eine Todesstrafe sind, die für eine Wiedereinführung der Todesstrafe sind, es sind einzig Menschen, die eben auf der Gesinnungsscholle dieser Partei Furchen ziehen …

Es Todesstrafenbefürwortende sind, um die geworben wird, aber das verwundert nicht, wer dieselbe Gesinnungsscholle beackert, will …

Es ist recht perfid, dem Bundespräsidenten das zu unterstellen, einem Mann, der sich nicht gesinnungsmäßig umarmt etwa mit einem Lutz Bachmann, so wie der zurzeitige Vizekanzler in Österreich

Übrigens, Unzensurix hat für den Bundespräsidenten einen „Rat“, der

„‚Weiterentwicklungen in Bezug auf das Gesetz sind notwendig. Sonst hätten wir heute die Todesstrafe‘, meinte Vizekanzler HC Strache. Van der Bellen sollte auf ihn hören – und schweigen.“

von einem anderen in der zurzeitigen österreichischen Regierung strikt eingehalten wird, möglicherweise, weil er nicht weiß, was seine Rolle ist, dieser Kanzler mit etwas davor …

Und noch ein Übrigens. Unzensurix meldet sich stets dann mit einem Kommentar auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei, wenn es wirklich wichtig ist, also aus seiner oder ihrer Sicht, zum Beispiel, wenn es darum geht, wen ihre schwarze Regierungspartnerin aus ihrer Partei entfernen …

Ganz folgsam war die schwarze Regierungspartnerin nicht, aber Unzensurix wird doch zufrieden sein, Othmar Karas wurde nicht ausgeschlossen, aber ihm eine Frau zur Seite gestellt, die ganz den gesinnungsgemäßen Vorstellungen von Unzensurix entspricht …

Das genügt. Weiteres anzuführen, wie recht perfid diese Unterstellung ist, ist nicht notwendig. Etwa noch zu erwähnen, den Innenminister …

Auch der Innenminister nicht mehr als ein „einfaches Mitglied“ einer …

„Die Habsburger haben nichts als einen Dreckhaufen hinterlassen.“

Es ist gut, wenn es einhundert Jahre später eine Ausstellung gibt, in Wien, in der gezeigt wird, was von dieser Familie hinterlassen wurde: Not, Elend, Hunger, Tod.

Und es ist gut, daß so viele Menschen in diese Ausstellung gehen, wie etwa am heutigen Tag, es Massen sind.

Es ist deshalb sehr gut, weil sie sich erinnern werden, was hinterlassen wurde, daran erinnern werden, wenn es beispielsweise in einer Fernsehanstalt wieder von einer Monarchie geträumt wird, wenn die Familie Habsburg wieder einmal verklärt wird, sie sich daran erinnern werden, wenn wieder wer einen Karl H. zum Kaiser sich ersehnt, wenn vielleicht ein Kardinal wieder behaupten will, die einzige Hungerkatastrophe im 20. Jahrhundert hätte es fern von Österreich gegeben …

Der „Dreckhaufen“, von dem Sigmund Freud schreibt, den die Habsburger hinterlassen haben. ist:

Hunger, Armut, Elend, Tod.

Bis Hinauf oder bis Hinunter zur Staatspitze gibt es nach wie vor nicht wenige, die mit den Habsburgern … auch zurzeitige Regierungstacheln sind mit den Habsburgischen eng …

Wie es in so einer adeligen Familie eines „väterlichen Freundes“ eines zurzeitigen Ministers, der alle Fähigkeiten aufweist, Obmann eines Vereins der Freunde des Gasgebens und Rechtsabbiegens sein zu können, zugeht, davon wird in einem eigenen Kapitel erzählt …

Das scheint überhaupt das Hauptmerkmal solcher Familien zu sein, dieses Zugehen. Eben erst wurde ein Kapitel beendet, in dem an den Frauenmord von Rudolf Habsburg erinnert.

Es darf kurz nebenher erinnert werden, an die Habsburgknochen, die auf offiziösem österreichischen Boden nach wie vor herumliegen, zur Anbetung …

Eben erst hat wieder eine solche Familie im Hauptdorf eines Bundeslandes dieses Zugehen, das ja nie ein positives ist, oder wie einer aus des zurzeitigen Ministers Gesinnungsreihen gesagt hätte, „wie bei den Zigeunern“, bestätigt, aber, wie es in diesen Familien zugeht, das interessiert nicht, ist ohne Belang, mögen sie miteinander umgehen, wie sie wollen, mögen sie auf ihre Weise unglücklich sein, wie sie wollen, und mag ihr Unglücklichsein noch so ein besonders Unglücklichsein sein, besondere Familien werden sie dadurch in keiner Weise, Familien eben, Wehrburgen des Unglücks.

Anders freilich ist es, wenn solche Familien regieren, Macht über ein ganzes Land haben, und davon erzählt und daran erinnert auch diese Ausstellung: „Die erkämpfte Republik“.

Gerade zur Zeit in Österreich sind die Menschen, die eine demokratische Republik erbten, besonders gefordert, besonders zu erinnern, daß es ein Irrtum ist, für ein Erbe müsse nichts getan werden, ein Erbe sei nur zum Genießen da. Wer aber zu lange nur genießt, wer die Hinterlassenschaft mit beiden Händen fortwährend bloß beim Fenster hinauswirft, wird eines raschen Tages in einem Zimmer aufwachen, in dem nichts mehr sein wird, kurz: im „Dreckhaufen“, im Elendsquartier wie die Menschen …

„Naivität“ entpflichtet nicht von staatlichem Recht

Jetzt gibt es in Österreich eine Aufregung, wieder einmal eine Aufregung um die zurzeitige identitäre Regierungspartei, die wiederum wie stets nur kurz …

Die identitäre Regierungspartei will, daß das Recht ihrer Gesinnung folgt, sie, eine Regierungspartei, will das Gesetz in Österreich weit, ganz weit spreizen, ihre Gesinnung ganz tief reinstecken, ihre Gesinnung bis zum Anschlag in die Verfassung stecken

Ein Anlaß, kurz einmal die Frage auch wieder anzusprechen, wie ist es um die Einhaltung der Gesetze in Österreich generell bestellt …

In der gestrigen Ausgabe einer Umsonst wird „Kardinal Christoph Schönborn“ zitiert, er erinnert an „Kardinal Hermann Gröer“. Mit seiner Erinnerung ist zu erinnern, für wen österreichische Gesetze nicht gelten, wer sie nicht zu befolgen hat, und das verursacht, kurz gesagt, keine Aufregung.

„Ich war zu naiv … Die Ehre eines Kardinals darf nie über dem Schutz der Betroffenen stehen … 1995 haben uns die Ereignisse überrumpelt, wir waren hilflos. Es dauerte viel zu lange, bis wir erkannten, dass die schonungslose Wahrheit der einzige Weg ist.“

Was für ein Geschwefel. „Schutz der Betroffenen“, „Wahrheit“ … Das Naheliegende wurde nicht gemacht. Das, zu dem ein jeder Bürger und eine jede Bürgerin in einem Staat verpflichtet ist, bei Kenntnis von Verbrechen Anzeige zu erstatten. Der Organisierte Glauben der römisch-katholischen Kirche steht in Österreich nach wie vor über dem österreichischen Recht. Auch Christoph Schönborn sah keine Veranlassung, nach österreichischen Gesetzen … Schönborn stieg auf, wurde Gröer an die Seite gestellt, dann übernahm er den Job von Gröer, und Gröer wurde irgendwo in einem Kloster oder in einer Kirche versteckt, bekam bald wieder einen höheren Posten und bald darauf …

Eines aber geschah nie. Der „Kardinal“ wurde nie in Österreich nach österreichischem Recht angeklagt, der „Kardinal“ wurde nie in Österreich nach österreihcischem Recht verurteilt.

„Schutz der Betroffenen“ und „Gesetze“ haben im Fall von verübten und also vollendeten Verbrechen nichts miteinander zu tun. Um den Schutz von Menschen ist präventiv zu sorgen, um Verbrechen zu verhindern. Im Fall des Kardinals war es in bezug auf den Schutz zu spät, beim Kardinal waren nur noch die Gesetze anzuwenden, aber die wurden nicht angewandt. Der Kardinal blieb ein freier Mann, und damit weiterhin eine Gefahr. Schutz gab es für den Kardinal, aber ihm Menschen weiterhin schutzlos ausgeliefert. Der einzige Schutz für Menschen war wohl das hohe Alter des Kardinals, das Menschen dafür schützte, vielleicht davor schützte, seine nächsten Opfer zu werden. Der Kardinal war ja ein Serientäter …

Es ist nicht nur das Strafgesetzbuch des österreichischen Staates, sondern auch viele weitere Gesetze in Österreich, die für alle gelten, von allen zu befolgen sind, nur nicht für und von …

Dieses Interview, von dem berichtet wird, dürfte von Christoph Schönborn auch als öffentliche Bewerbung gedacht gewesen sein, um eingeladen zu werden, zu einem Stammtisch im Fernsehen. Den ersten Teil seines Witzes hat er bereits verraten:

„Ich bin ein Alt-68er, mein Herz schlug links.“