Noch sitzt ihr da oben: Kurz zu einem Gedicht, das sich erfüllt, in Österreich, von Tag zu Tag im Mai 19.

Das Gedicht, das auch von dem nunmehrigen „einfachen Mitglied“ der nunmehr gewesenen Regierungspartei recht geliebt wird, hat sich für seine Partei bereits erfüllt.

Aber es hat sich das Gedicht noch nicht ganz erfüllt.

Ehe diese Woche zu Ende ist, wird sich das Gedicht ganz erfüllt haben.

Und ebenfalls nicht mehr oben sitzen wird jener, am Ende der Woche, der für kurze Zeit in Österreich für Veränderung eintrat, alles eintrat, was er für sich nur einzutreten sah, aber nur für eine Veränderung, so wird es in Erinnerung bleiben, für die Veränderung des Namens für das „einfache Mitglied“. Das „einfache Mitglied“ nun, im Mai 19, heißt nicht Jörg Haider, sondern …

Das ist die kurze Zusammenfassung, die bereits und zum Glück nach gerade einmal siebzehn Monaten gemacht werden kann: die gesamte versprochene Veränderung ist nur ein Name für ein weiteres „einfaches Mitglied“ – Schall und Rauch, wie es so treffend heißt in bezug auf Namen.

Mehr an Veränderung ist mit einer identitären Partei nicht zu haben, mehr Veränderung ist von einer Partei, die mit einer solchen regieren will, nicht zu haben, als der Austausch von Namen …

Das Gedicht aber wird sich ganz erfüllt haben, wenn die Wählerinnen und Wähler schon beginnend mit der Wahl am kommenden Sonntag und weiter in jedweder kommenden Wahl deutlich dafür stimmen, für das ein Gedicht erst geschrieben werden muß.

Jetzt sitzt ihr da oben …

So kann das neue Gedicht beginnen, das dann davon erzählt, wer und vor allem was deutlich gewählt wurde. Kurz ein paar Stichworte hierfür, Begriffe, die jenen, die bis zur Ende dieser Woche noch oben sitzen, Fremdwörter sind: Ehrlichkeit, Verantwortungsbewußtsein … Oh, es könnten noch viele Begriffe angeführt werden, die aus dem Regierungswörterbuch in den letzten siebzehn Monaten gegen die Menschen gestrichen wurden.

Aber die Wähler und Wählerinnen wissen diese ohnehin alle, und, das Gedicht muß gar geschrieben werden, es muß nur nach diesem Gedicht gewählt werden, und die Ergebnisse jedweder kommenden Wahl werden dieses Gedicht „Jetzt sitzt ihr für uns da oben“ sein.

Das Oberkommando der Verbindungsoffiziere gibt bekannt …

In Österreich, seit dem 17. Mai 19:

Niemand tritt vor die Presse. Die Frage der Zulassung von Fragen stellt sich nicht.

Einstweilen wird es Mittag. Samstag.

Strache tritt vor die Presse. Ein Rücktritt. Aber Fragen sind nicht zugelassen.

Kurz tritt vor die Presse. Noch kein Rücktritt. Aber Fragen sind ebenfalls nicht zugelassen.

Der Bundespräsident tritt vor die Presse. Bei ihm stellt sich die Frage des Rücktritts selbstverständlich in keiner Weise. Aber Fragen sind weiter …

Der Bundespräsident tritt mit Sebastian Kurz vor die Presse. Noch kein Rücktritt von Kurz. Aber Fragen sind weiter …

„An dieser Stelle möchte ich auch auf die wesentliche Rolle hinweisen, die unabhängiger Journalismus in einer funktionierenden liberalen Demokratie spielt.“

Sagt der Bundespräsident in seiner Erklärung am 18. Mai 19, wie fein, daß er die Presse lobt, nur befragen soll sie auch ihn nicht. Von den anderen ist nichts anderes zu erwarten, für sie sind Journalisten und Journalistinnen ihre Boten, Meldegängerinnen, die verbreiten sollen, was sie ihnen auftragen …

Von dem derzeitigen Bundespräsidenten jedoch hätten wohl viele einen anderen Stil erwartet, besonders aufgrund seiner beruflichen Laufbahn, wie er sich gab, als er noch nicht Bundespräsident war. So muß es wohl, um eine längst vergangene Zeit als Beispiel herzunehmen, in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts in Österreich gewesen sein. Vielleicht können Menschen, die das noch erlebten, einmal erzählen. Wie das war. Als die Herrschenden vor die Presse traten und verkündeten und verkündeten, was sie hinter verschlossenen Türen, das die Journalisten mitzustenographieren hatten, ohne Fragen zu stellen, oder es gab Fragen, ein Bundeskanzler, ein Bundespräsident, die nachfragten, ob eh alles ordentlich aufgeschrieben worden sei. Mit der väterlich gütigen Ermahnung, alles so brav zu drucken. Und dann verschwanden sie wieder hinter den gepolsterten Türen, um …

Sebastian Kurz tritt vor die Presse. Noch kein Rücktritt. Mittlerweile ist es Montag geworden. Aber Fragen sind weiter …

Es wäre also angebrachter, da sie, obgleich gewählt, auch dazu, Rede und Antwort zu stehen, ohnehin keine Fragen beantworten wollen, daß sie gar nicht selber mehr vor die Presse treten, sondern einfach diese Verkündigungen den Verbindungsoffizieren der Ministerien, des Präsidentschaftskanzlei, des Bundeskanzleramtes überließen. Wozu diese auch gar nicht persönlich vor der Presse erscheinen müßten, es könnte einfach durch Funk und Fernsehen übertragen werden, zu Beginn mit einer gewichtigen Musik als Signal, nun komme etwas Wichtiges, und dann:

Das Oberkommando der Verbindungsoffiziere gibt bekannt …

Wenn Sebastian Kurz, um einen Tag noch in dieser Woche zu nehmen, am Donnerstag vor die Presse tritt. Wer wird dann noch …

Alexander Van der Bellen entläßt Sebastian Kurz nicht aus seinem Amt, dafür aber aus seiner Verantwortung und wird dabei auch noch zum ersten Kurz-Werbeträger

Es ist erstaunlich und auffällig, wie nun seitens der ÖVP die Zusammenarbeit, die guten Gespräche zwischen dem Bundespräsidenten und Sebastian Kurz hervorgehoben werden, beispielhaft in der gestrigen Nacht die Aussagen des Gernot Blümel im Fernsehen.

Aber es ist nicht unverständlich. Der Bundespräsident ist im Nu recht gut einsetzbar, als erster Werbeträger für Sebastian Kurz. Und der Bundespräsident tut auch alles dafür, erster Werbeträger für Sebastian Kurz zu sein, erster Reinwascher des Landes für Sebastian Kurz zu sein.

Der Bundespräsident präsentiert Sebastian Kurz als verantwortungsvollen Mann, mit dem er, der Bundespräsident, alles tun will, um das „Vertrauen wiederherzustellen“.

Das soll, wird der Bundespräsident sich wohl fragen lassen müssen, vertrauensbildend sein, mit einem Sebastian Kurz einen „Neubeginn“ machen zu wollen, mit einem also, der erst vor siebzehn Monaten einen „Neubeginn“ versprach, und nicht einmal zwei Jahre später steht das Land wieder davor, einen „Neubeginn“ zu brauchen. Das war wohl von Sebastian Kurz gemeint, wenn er von „Veränderungen“ sprach. Die Veränderung von einem Neubeginn zum nächsten Neubeginn, und diesmal wirklich die große Veränderung, mit dem Bundespräsidenten als Werbeträger.

Das ist also gar nicht erstaunlich, daß die ÖVP nun die gute Zusammenarbeit, die guten Gespräche zwischen Sebastian Kurz und dem Bundespräsidenten derart herausstreicht.

Die Verantwortung, das darf nicht vergessen werden, für die Misere liegt bei Sebastian Kurz. Er hat schließlich mit Strache und seiner identitären Partei eine Koalition geschmiedet. Ohne Sebastian Kurz und seiner ihm hörigen ÖVP hätte es jetzt diese Misere, dieses Schlamassel, diesen Schaden, nicht gegeben. Ein solches Video von Strache, der nicht Vizekanzler ist, hätte nur eines, wenn es je dann veröffentlicht worden wäre, nur eines ausgelöst: Lacher, laute Lacher, sehr laute Lacher, Lacher über Lacher, die noch auf dem Mond zu hören gewesen wären, mehr aber nicht, sonst nichts.

Sebastian Kurz, der so gerne Chef spielt, ist aber kein Chef. Denn als Chef hätte er die Konsequenz ziehen müssen, und verantwortungsbewußt abtreten müssen. Aber er duckt sich weg, wie ein kleiner Angestellter und hofft darauf, es werde seine Verfehlung nicht entdeckt werden. Beinahe kann es verstanden werden, daß gleichzeitig der Bundespräsident sich an Sebastian Kurz hängt, ihn nicht entläßt, er müßte sich sonst wohl eingestehen, selbst gefehlt zu haben, mit seiner Akzeptanz dieser schwarzidentitären Regierung, zu schwach gewesen zu sein, zu wenig Einsatz gezeigt zu haben, um eine andere Regierungszusammensetzung in Österreich zu etablieren, mit der es nicht zu dieser jetzigen Misere, zu diesem Schlamassel, zu diesem Schaden gekommen wäre, die nicht, kurz zusammengefaßt, diesen jetzigen Schaden angerichtet hätte.

Diese Versäumnisse des Bundespräsidenten sind nicht mehr aus der Welt zu bringen. Vielleicht ist dem Bundespräsidenten jetzt wenigstens das noch möglich, sich nicht weiter als Kurz-Werbeträger verwenden zu lassen, sich nicht davon verführen zu lassen, daß Kurz und seine Gesellinnen ihm jetzt so schön tun, ihm derart schmeicheln. Der Bundespräsident sich jetzt an seine eigenen Worte für seine kommenden Auftritte erinnert, die er im Jahr 18 an die Jugend richtete, an die Jugend appellierte, sich nicht verführen zu lassen.

Das darf aber nicht mißverstanden werden. Es ist in keiner Weise eine Aufforderung an den Bundespräsidenten, zu handeln, tätig zu werden. Das ist auch vorbei, sich von dem derzeitigen Bundespräsidenten Taten, Handlungen zu erwarten. Er soll bloß damit aufhören, Werbeträger für Sebastian Kurz und seine Partei zu sein.

Das Handeln ist jetzt nur noch von den Wählerinnen zu erwarten. Die Wähler haben nun in jeder kommenden Wahl mit ihrer Stimmabgabe ein mehr als deutliches Votum abzugeben, vor allem der schwarzen Partei eine klare Absage zu erteilen, kurz und bündig:

Es ist vorbei!

Genug ist genug!

Genug ist genug!

Das Sebastian-Kurz-Video dauert unwesentlich länger als das Gudenus-Strache-Video, wie es am 17. Mai veröffentlicht wurde, aber nicht in Österreich veröffentlicht wurde, nicht von österreichischen Medien veröffentlicht wurde, sondern von Medien in einem anderen Land, obgleich es nicht die Aufgabe von Medien in anderen Ländern ist, die Arbeit von österreichischen Medien zu erledigen, wenn es um ausschließlich innerösterreichische Affären handelt, und es ist diesen Medien in einem anderen Land der größte Dank auszusprechen, daß sie eigentliche Arbeit österreichischer Medien erledigen.

Nach der Veröffentlichung des Videos von zwei österreichischen Amtsrechtsträgern am 17. Mai 19 ist am darauffolgenden Tag ein weiteres Video veröffentlicht worden, eines von Sebastian Kurz.

Das Sebastian-Kurz-Video beginnt mit der in Österreich recht beliebten Geschichtsklitterung, vor allem wenn es um die eigene Vergangenheit geht. Im Fall von Sebastian Kurz reicht die Vergangenheit nicht weit zurück, seine Geschichtsklitterung umfaßt lediglich den Zeitraum von September 17 bis Mai 19.

Das Sebastian-Kurz-Video wird fortgesetzt mit einem Leistungsbericht. Mit einem Bericht, was die schwarzidentitäre Regierung in den „letzten zwei Jahren“ geschafft habe, sie, die Regierung habe „inhaltlich genau das umgesetzt“, was die schwarze und die identitäre Partei im Wahlkampf versprochen hätten. Ein Kurz-Bericht, mehr nicht. Sebastian Kurz hat seinen eigenen Kalender, für alle anderen sind seit dem Dezember 17 noch keine zwei Jahre vergangen, sondern gerade einmal siebzehn Monate.

Übrigens, Wolfgang Schüssel brachte es wenigstens auf 19 Monate mit seiner blauen Regierung.

Eine Kurz-Leistung, mehr nicht. Sebastian Kurz spricht mit „großer Freude“ über die „inhaltliche Arbeit in den letzten zwei Jahren“. Er meint mit „Überzeugung“, die „inhaltliche Arbeit“ der schwarzidentitären Regierung sei eine Leistung im positiven Sinne gewesen. Es gibt zu allem Inhaltlichen Kurzens massive Einwände, Bedenken vielfältiger Natur. Und es kann, um ein Beispiel aus dem Kurz-Bericht herauszugreifen, ein jeder arbeitender Mensch selbst überprüfen, ob das für ihn zutrifft, was Sebastian Kurz sagt in diesem Video, in den „letzten zwei Jahren die Steuerlast für arbeitende Menschen deutlich zu senken“. Wer kann am 18. Mai 19 vortreten und sagen, ihm als arbeitender Mensch ist die „Steuerlast deutlich gesenkt“ worden?

Dafür, so geht es im Video weiter, mußte er, Sebastian Kurz, ach, „vieles aushalten“, vieles „in Kauf zu nehmen“, vieles „runterschlucken“ – für seine „inhaltliche Erfolge“. Das Opfer als Bundeskanzler. Leidgeprüft, wie Mutter Teresa, in Anlehnung an diese kann gesagt werden, Sebastian Kurz stellt sich in diesem Video als die vielgeprüfte Maid Sebastania dar. Sie zählt auf, was sie alles dafür schlucken mußte, gerade so, als hätte sie etwas schlucken müssen, was in Österreich nicht seit Jahrzehnten von dieser Partei alles schon geschluckt werden mußte. Wo lebte sie in den Jahrzehnten vor dem 18. Dezember 17? Auf Ibiza, und nur der russischen Sprache mächtig, angewiesen darauf, das Deutsche sich von Gudenus stammelnd, aber gestenreich übersetzen lassen zu müssen? Und wie sich Mutter Teresa ein Leben lang anders präsentierte, als sie tatsächlich war, präsentiert sich Maid Sebastania …

Sebastian Kurz sagt in diesem Video, für seine „inhaltlichen Erfolge in den letzten zwei Jahren“ mußte er vieles in Kauf nehmen, also für seine Inhalte, die inhaltlich äußert zweifelhaft sind, hätte er vieles in Kauf nehmen müssen, also die Ibiza-Gang vom Wiener Gürtel. Die Menschen in Österreich sind noch einmal davon gekommen. Denn. Kurz: es ist vorbei.

Sebastian Kurz nahm bereits vieles in Kauf. Sagt er im Video. Daran anschließend ist die Frage berechtigt, was würde er noch alles in Kauf nehmen, für seine „Inhalte“, die inhaltlich äußert zweifelhaft sind? Und weil in Österreich mit seiner Vernarrtheit in den Nationalsozialismus kein anderer Name in einer solchen Frage vorkommen kann, wird die Frage mit diesem Namen gestellt. Was würde Sebastian Kurz noch in Kauf nehmen, einen Adolf Hitler als seinen Vizekanzler?

Aber es muß bei einem, der dem Diktatorischen zugetan ist, nicht mit der Vergangenheit aufgewartet werden, er selbst wartet in der Gegenwart mit seiner Zuneigung zu jenen auf, deren inhaltlichen Erfolge die Diktatur sind.

Und dann geht das Video weiter mit dem, was Sebastian Kurz sich vorstellt, was er alles hätte tun können, wenn er sich es hätte leicht machen wollen. Er könnte Köpfe tauschen, er könnte einen fliegenden Wechsel zur Sozialdemokratie, er, er, nur er, als hätte in diesem Land niemand sonst noch etwas zu sagen … Larve befiehlt, und alle haben ihr zu folgen. Sebastian Kurz, der noch nicht entpuppte Diktator, Sebastian Kurz also, die Diktaturenlarve. So träumt sie in ihrem Kokon. Das ist aber in keiner Weise ein Heranziehen eines Vergleichs mit der Tierwelt, in keiner Weise eine Analogie mit Tieren, sondern ein vollständiges Verbleiben im Politischen der Menschheit, in der sich vieles erst später, vor allem in ihrer Politik, und oft viel zu spät, zum größten Schaden für die Menschen, als das entpuppt, was es in Wirklichkeit immer war, von Beginn an war.

Was in diesem Video Sebastian Kurz auch preisgibt, ist sein freiheitlich respektive identitär geschulter Sprech, wenn er von „System“ etwa redet, wenn er im Zusammenhang mit dem Video „Wiener Gürtel auf Ibiza“ von „Methoden“ redet, die ihn an „Tal Silberstein erinnern“, die für ihn „verachtenswert“ sind … Und dazu kann erinnert werden an das Kapitel: Als Sebastian Kurz Silberstein so gar nicht kennen wollte

„Verachtenswert“ ist für Sebastian Kurz also, wie es zu diesem Video „Wiener Gürtel auf Ibiza“ kam. Das kann verstanden werden. Ohne dieses Video hätte Sebastian Kurz einen schönen und leichten Sonntag 19. Mai 19 gehabt, er wäre aufgewacht mit seiner Ibiza-Gang an seiner Seite, weiterhin als Regierungsamtsrechtsträgergang, keine Neuwahlen, er hätte weiter seinem Vizekanzler zunicken können, wenn dieser beispielsweise sagt, der zurzeitige Innenminister der beste Innenminister, ohne Frage … weil die Frage hat ja der Innenminister …

Gegen Ende des Videos stellt Sebastian Kurz fest, „die FPÖ kann es nicht“. Es sollte Sebastian Kurz eingeladen werden, er geht ohnehin recht gerne auf Gedenkveranstaltungen, die ihm leicht zu tun sind, zu den Feierlichkeiten: FPÖ – 20 Jahre Regierungsunfähigkeit, Regierungsunwürdigkeit seit 20 Jahren: FPÖ …

Sebastian Kurz will mit seinem „Kurs“. Regieren. Er will mit seinem „Kurs“ regieren, „aber mit Unterstützung der Bevölkerung“. Wer kennt das nicht aus Vergangenheit und Gegenwart in Ländern, mit denen Sebastian Kurz … Larve befiehlt, Volk ist zu seinem Jubel da. Mit anderen Parteien, so Sebastian Kurz, „mit niemanden möglich ist“. „Die FPÖ kann es nicht.“ „Die Sozialdemokratie teilt nicht …“ Die Sozialdemokratie will ihm, Kurz, einfach nicht folgen, einfach nicht die ihr von ihm erteilten Befehle …

Ohne das Video „Wiener Gürtel auf Ibiza“ wäre die identitäre Partei immer noch und weiter die Rechtliebpartei der schwarzen Partei. Es mußte zu solch einer Methode gegriffen werden, um das zu beenden, was „verachtenswert“ ist, für Kurz aber lediglich die Methode. Die Cheffälle hätte die ÖVP weiter nicht gekümmert, bloß etwas zum Schlucken, für ihren Chef. Und ihr Chef kann Mengen schlucken, daß es eine Freude, ein Wunder ist. Und diese hätten nicht aufgehört, sie werden auch nicht aufhören, tritt doch nun mit Norbert Hofer der Garant dafür an.

Wenn es einen Erfolg gibt, der Sebastian Kurz zugeschrieben werden kann, dann ist es der, bei ihm nicht solche Methoden anwenden zu müssen, die ihn an Tal Silberstein erinnern, den er nicht kennen will, weil er am 18. Mai 2019 selbst sein Video veröffentlicht: „Genug ist genug!“

Ja, genug ist genug.

„Wiener Gürtel auf Ibiza“ – Sebastian Kurz in seiner letzten Rolle

Es sei für ihn, der bis zum diesem Film als Kleindarsteller sich und seine Familie durchbrachte, eine aufregende Zeit gewesen, plötzlich als Hauptdarsteller für einen Film engagiert zu werden.

Es sei eine lange, anstrengende, aber spannende Drehzeit gewesen. Immerhin dauerte die Filmfertigstellung vom 18. Dezember 17 bis 17. Mai 19 …

Es werde für ihn, so der Hauptdarsteller, aber der letzte Film gewesen sein, seine letzte Rolle. Es sei für ihn eine schöne Erfahrung gewesen. Nun aber gelte es, sich dem zu widmen, das im Leben das Wichtigste sei, der Familie.

Besonders freue er sich auch noch auf seinen letzten Auftritt anläßlich der Premiere von „Wiener Gürtel auf Ibiza“. Denn das werde ihm die Gelegenheit geben, sich ganz recht herzlich bei der Hofburg Film zu bedanken, die ihm zutraute, eine derart große Rolle spielen zu können.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen kündigt unmittelbar nach der Veröffentlichung des Videos „Wiener Gürtel auf Ibiza“ …

In einer sofortigen Stellungnahme wird Bundespräsident Alexander Van der Bellen, ist an diesem 18. zu hören, am 18. Juni 19 seine Konsequenz verkünden, mit dem Chef sei „Geduld“ zu haben, das sei schließlich das Gemeinsame von ihm und dem zurzeitigen Bundeskanzler, das er übrigens auch mit Vladimir Putin gemeinsam habe, Geduld zu haben.

Ungeduldig sei er, Bundespräsident Alexander Van der Bellen, nur in einer Sache, er freue sich bereits unbändig auf die Angelobung von Norbert Hofer als …

Abschließend bringt Bundespräsident Alexander Van der Bellen seine Freude und seinen Stolz zum Ausdruck, besonders jetzt Bundespräsident von Österreich zu sein, während der Feierlichkeiten zum:

Identitären Jubiläum: 20 Jahre Regierungsunfähigkeit und Regierungsunwürdigkeit

Sebastian Kurz, Chef von Kleinkriminellen – Wiener Gürtel auf Ibiza

Wer sich das Video mit dem zurzeitigen Vizekanzler in Österreich ansieht, erinnert sich sofort, ohne sich dagegen wehren zu können, an die Spelunken auf dem Wiener Gürtel, in denen Kleinkriminelle um vermeintlich ihnen gehörende Reviere schachern.

Und es ist nichts anderes als der Schacher von Kleinkriminellen auf dem Wiener Gürtel. Eine Täuschung darüber kann es nicht geben, auch wenn hier ein Vizekanzler über das Verschachern von Österreich spricht, für sich will er halt Österreich als sein Revier haben. Einer mit einem für ihn recht zu großen Traum. Einer, der meinte, er sei Kanzler mit etwas davor, wurde er auf das „Vize“ angesprochen. Spätestens jetzt wird gewußt, was für ein Kanzler mit etwas davor er ist: ein Gürtelkanzler.

Aber über diese identitären Kleinkriminellen muß nicht mehr nachgedacht werden, weil, kurz gesagt: Es ist vorbei!

Vergessen darf aber nicht werden, Sebastian Kurz von der ÖVP, der Kanzler, der sich recht oft und gerne als „Chef“ präsentiert.

Spätestens mit diesem Video ist es vollkommen und endgültig klar, von wem der zurzeitige Bundeskanzler der „Chef“ ist.

Wenn eine Bank im Österreichischen zur Odins Gilde lädt …

… dann schweigt, kurz: das Land.

… vielleicht, weil gerade keine Wahl bevorsteht, wie am 10. Oktober 2018, vielleicht, weil Raiffeisen keine Partei ist, vielleicht, weil, ach, wie gleichgültig es ist, darüber zu spekulieren, warum einmal ein Aufschrei, dann wieder gemütlich die Gläser vor den Bildern des Runenmalers gehoben werden, ihm zugeprostet wird, es ist halt der österreichische Selektionssinn, der auch den Antifaschismus in Österreich regiert …

Vor Wahlen stets die Anrufung des Antifaschismus, der Tanz um den Antifaschismus, wie dieser wohl eigentlich zu verstehen ist, und ohne Wahlen, also die gesamte Landeszeit über Österreich überlassen dem Antifaschismus, in den Österreich vernarrt ist.

Vor Wahlen wollen also alle je nicht, das Land den kurz genannten „Rechten überlassen“, das Land, das den kurz genannten Rechten das ganze Jahr über, Jahr für Jahr, seit …

Aber preiset ihn, wenn er für eine Bank arbeitet – der Künstler Österreichs, von Gurk bis Mödling

Wie wird nun Manfred Odin Wiesinger vorgeführt, wie wird nun der FPÖ Odin Wiesinger vorgehalten. Dabei ist Manfred Odin Wiesinger nicht vorzuführen, ist der FPÖ Odin Wiesinger nicht vorzuhalten. Wenn wer vorzuführen ist, wenn wem wer vorzuhalten ist, dann ist Österreich vorzuführen, ist Österreich Österreich vorzuhalten. FPÖ und Odin Wiesinger sind Österreich, leben das Österreichische, und das ist das Schlamassel.

Dieses in den Nationalsozialismus vernarrte Österreich. Kaum wird die Odal-Rune als Logo eines Künstlers gesehen, wird schreibend geschrien: die Nationalsozialisten hätten die Odal-Rune …

Freilich hatten die Nationalsozialistinnen die Odal-Rune. Aber diese gab es schon lange davor, diese gab es danach, und diese gibt es weiter. Gerade in diesem Jahr wurde ihre Berühmtheit wieder einmal erneuert, ging sie um die Welt, die Odal-Rune, in eine Waffe geritzt, das Blut der vielen Menschen, die mit dieser Waffe ermordet wurden, ist noch nicht einmal eingetrocknet. Vielleicht fällt dem zurzeitigen Innenminister deshalb gleich zu dem Runenmaler der Maler ein, der berühmt dafür ist, mit Blut zu arbeiten, aber nicht mit Menschenblut, wie der Odal-Runen-Waffenträger in Christchurch.

Wenn Odin Wiesinger für Raiffeisen arbeitet, wer könnte daran in Österreich etwas Verwerfliches finden. Wenn ein Künstler mit solch einer Gesinnung, zu der er nicht erst 2038 gefunden hat, für eine Bank arbeitet, von der gesagt werden kann, sie ist Österreich …

„Der Widmungstext lautet: ‚In Dankbarkeit dem Bauernbefreier Hans Kudlich. Den Bauern die Freiheit und das Land. 1848 – 1998.‘ Auf der eingelassenen Messingplatte ist zwischen den Symbolen der Raiffeisenbank zu lesen: ‚Gewidmet anlässlich 700 Jahre Markt Gurk von der Raiffeisen-Bankengruppe Kärnten‘.“

Freilich ist Hans Kudlich ein Mann, der von der FPÖ gehoben wird in den Hi…, aber eben nicht nur ihr ein Mann, dem zu gedenken …

Wenn Odin Wiesinger im Fernsehen auftritt und ein Philosoph, der für seine Bildung unbekannt nicht ist, in Österreich ein Philosoph ist, in einem anderen Land als passabler Schulmeister durchaus Anerkennung finden würde, diktiert, was zu diskutieren ist, und dieses Diktat ein Beistandsdiktat für den Runenmaler ist, wer würde den Schulmeister, der in Österreich ein Philosoph und sogar für nicht wenige der und einzige Philosoph ist, deswegen Vorhaltungen …

Wenn Odin Wiesinger in Mödling mit einer Gedenktafel beauftragt wird, für einen Dichter, wer könnte daran in Österreich etwas Verwerfliches finden, wenn der Auftrag nicht von der FPÖ …

Freilich ist es ein Dichter, für den die FPÖ gesinnungsgemäß schwärmt wie ein verliebter Junker, aber wer in Österreich könnte nicht vor dieser Tafel ein paar Verse von ihm aufsagen und dabei versuchen, die unvergeßliche Stimme von Oskar Werner nachzuahmen, wenn er diesen Dichter des Patriotismus rezitierte …

Noch ein Denkmal, für Kudlich, in St. Marienkirchen. Der Runenmaler wird für dieses selbst initiativ, seine „Gesinnungsgemeinschaft“ die Umsetzerin, aber:

„Unter den Klängen der örtlichen Musikkapelle zogen Bauern, Bürger und Ehrengäste in einem langen Zug von der Ortschaft über den Franzosenweg zum Denkmal hinauf. Begrüßt wurden sie vom Landwirtschaftskammer-Rat Hans Grosspötzl. Die Landtagsabgeordneten Lutz Weinzinger und Ing. Franz Kroismayer erinnerten in ihren Reden an die Zeit um 1848 und erklärten das Besondere an der Tat Kudlichs. Der Ortspfarrer Johann Loidl schließlich segnete das Denkmal, wobei ihm der Landtagspräsident von Oberösterreich Mag. Manfred Bodingbauer persönlich assistierte.“

Es wird Odin Wiesinger nun die Galerie Thule vorgehalten, die seine Werke … Berichtet wird jedoch nicht, wer über ihn schreibt. Es ist eine Person, die sich Harm Wulf nennt. Die Frauen und Männer von der FPÖ vor allem werden sofort wissen, nach wem sich diese Person nennt. Nach einer Figur aus einer kleinbäuerlichen Chronik, von dem Heidedichter …

Freilich kommt es nun vor, daß dieser Dichter genannt wird, weil er vom Runenmaler ebenfalls …. aber gleich auch, daß der Dichter von den National… sehr verehrt wurde. Dabei kann bei diesem Dichter sofort an einen zurzeitigen Innenminister gedacht werden, der …

Und wenn an die Frage, die dieser zurzeitige Innenminister in bezug auf Menschen nach seiner Gesinnung stellt, erinnert wird, kann nur wiederholt werden, solche Menschen und Parteien sind schlimmer als jene vor 1945, die für madige zwölf Jahre …

Ein Kapitel, das nicht enden will. Aber diesem Kapitel sich zu unterwerfen, diesem Kapitel weiter als Schreibhand zu dienen, nein.

Ein Mann nur noch soll angeführt werden, der recht viel mit Odin Wiesinger … aber es geht nicht um diesen Mann, sondern um das Buch, das er herausgegeben hat, für das der Runenmaler das Bild für die Titelseite, es geht auch nicht um das Buch, sondern um den Verlag, in dem er es herausgebracht hat. Um einen Verlag in Graz. Wer meint, Graz verlassen zu haben, weil die Ortstafel im Rückspiegel gesehen wird, kommt aus Graz nicht heraus, wohin auch in Österreich gefahren wird, Graz wird nicht verlassen, dieses Gröz …

So ein Kapitel gibt sich nicht so schnell geschlagen.

Das Land Oberösterreich habe, ist zu lesen, etwas von Odin Wiesinger angekauft, Leinwand mit Mozart, wobei fraglich ist, ob es dem Runenmaler tatsächlich um Mozart geht, oder nur um die Rune auf das Bild zu bekommen. Diese Frage wurde schon einmal gestellt, was kommt zuerst auf das Bild, die Rune oder … es heißt jetzt, das sei etwas Harmloses, das das Land Oberösterreich, ein für Runen mißbrauchter Mozart …

Wenn ein Mann mit einer Odin-Wiesinger-Medaille in ehrenwerten Kreisen posiert, dann kann er nur Direktor werden von, nein, nicht von Raiffeisen, aber von einer Bank, die so passend National im Namen führt, und die Postenbezeichnung ist auch um einiges gewichtiger.

Und wer könnte diese Botschaft über Österreich besser in die Welt hinaus tragen, als eine Botschafterin, mit Odin Wiesinger an ihrer Seite …