Die Coronalüge besteht nicht darin, das Coronavirus zu leugnen. Die Coronalüge besteht darin, zu sagen, es geht den Menschen um ihre Gesundheit, ihr Leben, ihr Abwenden des vorzeitigen Todes.

Gerade in den letzten Tagen eines jeden Jahres, in denen es besonders um Wünsche geht, die verschickt, gesagt, einander zugerufen werden — zu all diesen Wunschtagen, wie Ostern, Pfingsten, Allerheiligen, Geburtstag, Erster Mai, Kommunion, Firmung, Namenstag, Hochzeit, Taufe, Pensionierung, Matura im Kaufhaus, auf der Straße, beim Wirten, auf der Arbeit –, ist die Gesundheit an erster Stelle, die ein jeder Mensch jedem Mensch wünscht, ist die Gesundheit für alle gleich welchen Alters das Wichtigste, die in jedem Wunschgespräch als das Höchste einander versichert wird.

Und im ersten Coronawinter sind alle Wünsche überhaupt auf einen einzigen Wunsch reduziert, konzentriert auf das Wünschen von Gesundheit.

Der Gesundheitswunsch mutiert aber gerade in Zeiten der Corona zu einer Lüge, zu einer weiteren Coronalüge, mit der sich ein jeder Mensch selbst in die Tasche lügt, daß es ihm um die Gesundheit geht.

Wenn es den Menschen tatsächlich um ihre Gesundheit ginge, würde es wohl nicht notwendig sein, über Testpflicht, über Impfflicht nachzudenken, wenn es den Menschen tatsächlich um ihre Gesundheit ginge, würde es woh nicht notwendig sein, sich für für das Testen, für das Impfen Belohnungen auszudenken, Menschen zum Testen, zum Impfen mit einem Geschenk zu motivieren, sie etwa mit einem Gutschein für ein Gulasch und ein kleines Bier für das Testen, für das Impfen, für ihren Aufwand zu entgelten.

Wenn es den Menschen tatsächlich um ihre Gesundheit, um ihr Leben, um ihr Abwenden ihres frühzeitigen Todes ginge, würden sie im Testen, im Impfen, im Tragen einer Nase-Mund-Schutzmaske, im Abstandhalten keinen Aufwand sehen, sondern eine Selbstverständlichkeit, eine naturgemäße Notwendigkeit, einen menschgemäßen Eigenbeitrag zum Erhalt der eigenen Gesundheit, zur Qualitätsverbesserung des eigenen Lebens, zum Abwenden eines eigenen frühzeitigen Todes.

Wenn allein an die äußerst geringe Beteiligung an den Tests, wenn allein an die äußerst hohe Verweigungsbereitschaft zur Impfung gedacht wird, kann gesagt werden, das ist eine weitere Coronalüge, wenn Menschen sagen, es geht ihnen um ihre Gesundheit.

Worum es ihnen tatsächlich geht? Was ihnen wirklich wichtig ist? Blind und taub den Mund aufzureißen, nicht für die Gesundheit, nicht für das Leben, nicht für das Abwenden des frühzeitigen Todes, sondern für die eigene Krankheit und den eigenen Tod, und Tod und Krankheit auch den anderen. So ist es gut, daß sie keine Nase-Mund-Schutzmaske tragen; so ist es besser zu sehen, daß sie augenlos, ohrenlos mit einem weit aufgerissenen Mund sind.

Deshalb auch ist die Ikone der Corona-Jahre nicht die Nase-Mund-Schutzmaske, sondern der taubblinde Mensch, der gegen sich schreit …

Die Coronalüge

Die Coronalüge besteht nicht darin, das Coronavirus zu leugnen. Die Coronalüge besteht darin, zu sagen, es geht um die Gesundheit der Menschen, die Coronalüge besteht darin, zu sagen, es geht darum, Menschen vor dem Tod zu bewahren.

Im März 2020 konnte es tatsächlich als Wahrheit angenommen werden, daß es um die Gesundheit der Menschen geht, als Wahrheit angenommen werden, daß es darum geht, die Menschen vor dem frühzeitigen Tod zu bewahren. So überraschend waren die überaus umfangreich gesetzten Maßnahmen für die Eindämmung der Verbreitung von diesem Virus, ohne Rücksicht auf die Wirtschaft, ganz zum Wohle der Menschen, in voller Sorge um Gesundheit und Leben der Menschen, daß es tatsächlich als eine Zäsur anzuerkennen war, es erstmals wirklich um das Wohl des einzelnen Menschen ging, unabhängig von seinem Status in der Gesellschaft, unabhängig davon, in welchem Land er lebt, unabhängig von seiner Biographie, unabhängig von seinem Vermögen, Nicht-Vermögen. Regierungen gleich welchen Landes sich nicht von der Wirtschaft vorführen ließen, sondern zum Schutz der Menschen Maßnahmen ergriffen. Was für ein Kulturwechsel, im März ’20.

Jedoch, was im März ’20 nach einem begrüßenswerten Kulturwechsel ausgesehen hat, ist ein paar Monate später nicht mehr als Kulturwechsel aufrechtzuerhalten. Es macht der Verdacht sich breit, daß das plötzliche In-den-Mittelpunkt-Stellen von Gesundheit und Leben der Menschen gegen alle sonstigen Interessen nur einem Umstand geschuldet ist, nämlich dem Umstand, daß die Regierungen, die Wirtschaft und der einzelne Mensch an der Gefährdung von Gesundheit und Leben unschuldig sind, es nur einen einzigen Schuldigen, das aber kein menschliches Wesen ist, gibt, nämlich das Coronavirus. Und dieser allseits abgesegnete Freispruch von Schuld machte und macht es allen leicht, sich für Gesundheit und Leben der Menschen einzusetzen, entsprechende Verordnungen zu erlassen.

Ist der Mensch an der Schaffung von dem Coronavirus auch unschuldig, so ist er an dessen Verbreitung nicht mehr unschuldig. So hat es sich bereits im Anfang der Ausbreitung gezeigt, es geht auch diesmal nicht nur um die Gesundheit und das Leben des einzelnen Menschen. Wie leicht Gesundheit und Leben unter der Lawine aus Geld und Profit begraben wird. Wie leicht Regierungschefs Ausflüge zur Eigenvermarktung unternehmen, ohne Rücksicht auf Gesundheit und Leben …

Von März ’20 bis zum 18. Dezember ’20 gibt es, wird berichtet, weltweit 1.664.344 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus (Covid-19). Wenn dem allein die Todesfälle durch Luftverschmutzung gegenübergestellt wird, wird zum Schluß kommen, es geht nur dann um die Gesundheit und das Leben des Einzelnen, wenn der Mensch der Regierungen, wenn der Mensch der Wirtschaft, wenn der Mensch der Konsumation scheinbar unschuldig an der Gefährdung von Gesundheit und Leben ist.

Jährlich sterben weltweit Millionen von Menschen frühzeitig durch Luftverschmutzung …

Die Coronalüge besteht nicht darin, das Coronavirus zu leugnen. Die Coronalüge besteht darin, zu sagen, es geht um die Gesundheit der Menschen, die Coronalüge besteht darin, zu sagen, es geht darum, Menschen vor dem frühzeitigen Tod zu bewahren.

Jährlich sterben weltweit Millionen von Menschen frühzeitig nicht durch das Coronavirus, sondern … Was aber wird dagegen unternommen? Vor allem sofort. Nichts. Es gibt Pläne, ja, die Pläne gibt es, Pläne, gedacht zur Umsetzung in Jahrzehnten. Bis zum Jahr 2050 soll dies und das geschehen. Drei Jahrzehnte noch, in denen jährlich weiter Millionen und Millionen von Menschen frühzeitig sterben werden, nicht durch das Coronavirus, sondern …

Die Coronalüge besteht nicht darin, das Coronavirus zu leugnen. Die Coronalüge besteht darin, zu sagen, es geht um die Gesundheit der Menschen, die Coronalüge besteht darin, zu sagen, es geht darum, Menschen vor dem frühzeitigen Tod zu bewahren, die Coronalüge besteht darin, zu sagen, die Triage zu verhindern.

Während doch tatsächlich weltweit nichts anderes als die Triage täglich passiert, die Triage außerhalb der Krankenhäuser, die Triage nicht auf den Intensivstationen, sondern die überall und allgegenwärtig stattfindende Selektion der Menschen, in die, die frühzeitig zu sterben haben, und die, die nicht frühzeitig zu sterben haben, ganz ohne Coronavirus, die Selektion durch Gleichgültigkeit, durch Eigennutz, durch Profitinteressen, durch beibehaltenwollende Bequemlichkeit beim Anfahren der Skiwasserundberggebiete, das noch viele weitere Jahrzehnte, wenn nichts den Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung von dem Coronavirus Vergleichbares sofort und umfangreich getan wird, von den Menschen der Regierungen, von den Menschen der Wirtschaft, von den Menschen der Konsumation.

Repräsentative Weihnachten im ersten Coronawinter

Die derzeitige Bundesregierung in Österreich ist eine avantgardistische Regierung, wie es sich nun herausstellt, im Umgang mit Corona, mit ihrer Neuerung von Weihnachten.

Das Dekret, dem die Abgeordneten im österreichischen Parlament noch zuwinken werden, besagt,

„für den Heiligen Abend und den Christtag ist nun vorgesehen, dass Zusammenkünfte von nicht mehr als zehn Personen aus höchstens ebenso vielen Haushalten zulässig sind.“

Damit schafft die türkis getupfte christgrünschwarze Bundesregierung Weihnachten in der bisher gekannten Form ab. Die direkte Weihnacht wird durch die repräsentative Weihnacht abgelöst.

Das heißt, nicht mehr ganze Familien dürfen und können am Weihnachtsfest direkt teilnehmen, sondern nur noch indirekt.

Bis zu zehn Familienangehörige sind soher in einer Familie zu wählen, die sodann als Repräsentanten der Familie am Weihnachtsfest teilnehmen dürfen. Vielleicht werden Familien ihre Repräsentatinnen zur Entsendung zum Weihnachtsfest nicht wählen, sondern mittels Los ermitteln. Darin wären die Familien in Österreich ganz auf der Höhe der philosophischen Zeit in Österreich, wie sie von Konrad Paul Liessmann federführend vertreten wird, der erst vor kurzem aus Anlaß 75 Jahre konstitutierende Sitzungen im österreichischen Parlament in den Mittelpunkt seiner Rede zur repräsentativen Demokratie das Los zur Ermittlung der parlamentarischen Abgeordneten stellte.

Die Repräsentanten sollen also nicht mehr gewählt werden, die Repräsentantinnen sollen also mittels Los ermittelt werden. Es böte sich dafür auch ein Würfelspiel an. Das Würfelspiel hat mehr Spielcharakter, zusätzlich den Vorteil, es muss nicht geschrieben und gelesen werden, wie es bei der Los-Variante unumgänglich ist; das käme dem spielverliebten Charakter der Familien, deren Lese-und-Schreib-Kompetenz auf das Allernotwendigste reduziert ist, sehr entgegen. Dem soll aber nicht vorgegriffen werden, welche Möglichkeiten es zur Ermittlung gibt, ob durch Los-Entscheidung oder durch Würfelspiel, auch deshalb, weil angenommen werden darf, daß Konrad Paul Liesmann oder ein anderer Philosoph hierzu bereits ein fertiges Buch hat, einen philosophischen Ratgeber, der noch vor dem vierten Adventsamstag zur Auslieferung gelangte. Aus diesem Ratgeber mit dem möglichen Titel von meinem los können dann Familien ihren Rat ziehen, wie sie ihre Vertreter für Weihnachten am besten ermitteln können. Ihre Vertreterinnen wählen, losen, würfeln. Und alle Modi von Konrad Paul Liessmann oder einem anderen Philosophen, von einer Philosphin ist ein derart gewichtiges Buch nicht zu erwarten, selbstverständlich wie stets auf der Höhe seiner Zeit philosophisch grundiert, kritisch die jeweiligen Vorteile und Nachteile aufbereitet.

Aufstände in den Familien sind nicht auszuschließen. Es könnte zu Weihnachten durchaus zu Familienrevolten kommen. Familienangehörige, die nicht von direkten Weihnachten lassen wollen, die sich von der Teilhabe ausgeschlossen fühlen, die ihre Rechte schwinden, massiv bedroht sehen, die durch repräsentative Weihnachten ihre Vormachtstellung, Gleichheit, Gleichberechtigung zerstört sehen, könnten, die Gefahr ist gegeben, die Christbaumwohnzimmerstuben stürmen mit dem Ruf gegen die repräsentative Weihnacht: Wir sind die Familie

Ikone der Corona-Jahre

Mit einem jedem Jahr wird ein bestimmtes Bild verbunden, mit dem Bild einer Sensation, das dem jeweiligen Jahr mit seinem alles überstrahlenden Ereignis sein Gesicht gibt, sein unvergeßliches und unverwechselbares Gesicht, das Gesicht, bei dessen Anblick in der Sekunde gewußt wird, um welches Jahr es sich nur handeln kann. Das Bild, das zum unauslöschbaren Symbol eines Jahres wird, in Österreich etwa, um wahllos ein Land beispielhaft herauszugreifen, für ein gewisses Jahr der einen Vertrag kurz herzeigende Bundeskanzler auf dem Balkon zur schönen Aussicht, für ein weiteres gewisses Jahr die in den Fluß gestürzte Brücke des Reiches. Und so weiter.

Für das Jahr 2020 wird es, davon sind viele überzeugt, ein Gegenstand sein. Daß es ein Gegenstand sein wird, davon sind alle überzeugt. Nicht nur in Österreich, sondern in der Welt. Alle werden die Nase-und-Mund-Schutzmaske zum Bild für das Jahr 2020 küren.

Aber das Bild, das Gesicht, das Symbol, die Ikone für das Jahr 2020 ist nicht die Schutzmaske. Die Nase-und-Mund-Schutzmaske wird zwar auf den Erinnerungsfotos, wie Wohnungen in den Corona-Jahren ausgesehen haben, einen prominenten Platz einnehmen, aber sie wird nicht zum exklusiven Kennzeichen der Corona-Jahre werden.

Das die Corona-Jahre unumstritten Kenntlichmachende wird im Rückblick der blinde und taube Mensch sein, das Bild des blinden und tauben Menschen wird zum unvergeßlichen, zum unauslöschlichem und unverwechselbaren Symbol der Corona-Jahre werden, einfach wie kurz gesagt, die Ikone der Corona-Jahre schlechthin. Und die Corona-Jahre werden im Rückblick das Gesicht eines blinden und tauben Mannes haben, mit seinem ständig weit aufgerissenen Mund. Denn, es sind, wieder einmal, vor allem Männer, die auch ununterbrochen in den Corona-Jahren ihren Mund weitest aufreißen, um alles, was Corona betrifft, ständig zu kommentieren, ihre ach so kompetente, ihre ach so wissensfundierte Sicht hinauszubrüllen, aufzudrängen, zu hämmern.

Männer der Regierungen, die Corona nicht leugnen, die Verordnungen zur Eindämmung der Pandemie diktieren, im Monat Dezember diese, im Monat März jene, im August diese und immer ist ihnen der Monat Mai, in dem alles erwacht und alle zwitschern, sind ihnen der Mai, in dem ihnen im Herzen die Macht aufgeht, sie den Hauch der Diktatur spüren, an deren Spitze sie … Männer der Straße ebenso, die Corona leugnen, die die Nase-und-Mund-Schutzmaske verweigern, die gegen das Impfen sind und mit Schaummund wettern. Und so weiter. Kurzum, Männer der Regierungen und Männer der Straße geeint in der taubblinden Überzeugung, einzig im Besitze der alles erklärenden Expertise zum Virus zu sein, geeint in der ihnen unumstößlichen Überzeugung, allein in der Gnade der einzigartigen Wahrheit zu sein.

Darum wird nicht die Nase-und-Mund-Schutzmaske zur Ikone der Corona-Jahre werden, sondern der taubblind alles niederschreiende Mann der Regierungen und der Straße.

Zur letzt’n Weihnacht klimpern …

Die Vorfreude auf Weihnachten, um genau zu sein, auf die historische Klärung, wann Weihnacht wirklich zum letzten Mal auf dieser Welt gefeiert wurde, ist auch in den Träumen das bestimmende Gefühl. Woran am Tag gar nicht gedacht wird, heißt es, wird umso mehr in den Träumen gedacht. Auch die schöpferischen Kunstverliebten werden sich, erzählt der Traum der vorletzten Nacht, mit den letzten je gehabten Weihnachten beschäftigen, Werke in Ton, Musik und Bild dazu schaffen.

Im Traum der letzten Nacht auf dem Tisch eine Hülle mit einer halb herausgezogenen Platte, aber nicht eindeutig auszumachen, wie es in Träumen eben ist, ob diese eben erst gekauft wurde und sofort bereitgelegt, um die Songs über die allerletzten Weihnachten gleich anzuhören.

Nun wird auch mit Vorfreude und Zuversicht auf kommende Träume gewartet, die weitere Vorstellungen bringen werden, wer noch und wie sich mit den allerletzten Weihnachten

Einen Wunsch an die Träume gibt es aber. Wie schön wäre es, ginge dieser, ach dieser in Erfüllung. Ein Lied von der im Traume gesehenen Platte Jingle Bells for Last Christmas zu hören, vielleicht sogar den titelgebenden Song:

Zur letzt’n Weihnacht klimpern
Die Glock’n fröhlich erlöst …

Zigzag

Es gibt in gar so wichtigen und in dieser Pandemie gar noch wichtiger gewordenen Sportarten, wie Skirennsport oder Formel-1-Rennsport, jedenfalls in Österreich zum Allerwichtigsten Gewordenen, Bezeichnungen für Streckenabschnitte, Kurven und Schikanen, die nach Ereignissen oder Personen benannt sind.

Auf einer Pandemie-Rennstrecke Cirquit de Covid-19 würde Österreich wohl die Ehre zuteil werden, daß ein Streckenabschnitt nach Österreich benannt werden würde: La chicane d’Autriche … vielleicht sogar zusätzlich eine Kurvenfolge: Séquence de courbes – Vert sur ligne de turqoise en zigzag – eine zwar ehrenwerte Benennung, aber eine viel zu lange, die wohl rasch einfach wie kurz auf zigzag

Beide Auszeichnungen verdiente sich Österreich, genauer, die derzeitige Bundesregierung in Österreich in der Bewältigung dieser Pandemie allemal. Wenn es je noch eine Bestätigung hierfür bedurfte, mit der Regelung für die Weihnachtsfeiertage ’20 wäre es sogar gerechtfertigt, die gesamte Strecke schlicht wie kurz nach Österreich zu benennen: Le Circuit de Corona – La chicanerie d’Autriche

Bis zum 23. Dezember ’20 dürfen sich, verkündet die österreichische Bundesregierung, „maximal 6 Personen plus maximal sechs minderjährige Kinder aus maximal zwei Haushalten, am 24. und 25. Dezember ’20 dürfen sich „zehn Personen aus verschiedenen Haushalten“, ab 26. Dezember ’20 bis zum 30. Dezember dürfen sich „6 Personen plus maximal sechs minderjährige Kinder aus maximal zwei Haushalten“, am 31. Dezember dürfen sich „6 Personen plus maximal sechs minderjährige Kinder aus maximal zwei Haushalten“ …

Zugleich „begrüßt Kultusministerin Regelung der Kirchen für öffentliche Gottesdienste zu Weihnachten“. Zu den Gottesdiensten werden eilen x Personen aus x Familien mit x minderjährigen und x unminderjährigen Kindern … Während also alle dem Regime der Schurigelei durch die Bundesregierung unterworfen sind, lassen sich die Kirchen vom Staat nicht schurigeln, machen wie immer ihre eigenen Gesetze …

Zugleich, oh, so kümmerreich ist die Bundesregierung, dürfen in die Betriebe, in die Geschäfte, in die Banken, in die Fabriken zu Ora et Labora stets uneingeschränkt x Personen aus x Familien …

Zugleich dürfen in die Kinos, in die Theater, schlicht wie kurz gesagt, in alle der Regierung unbekannten Stätten der Kultur und der Kunst keine Personen, keine Familien, keine minderjährigen Kinder und keine unminderjährigen Kinder …

Und wenn Österreich die Ehre der Streckenbennenung nach ihm zuteil wird, in diesem Fall enttäuscht die Hoffnung nicht zuerst, in diesem Fall braucht es gar keine Hoffnung, dann sollte diese Strecke in Österreich als aktives Memorial erbaut werden, als Rennstrecke für den Skisport oder für den Autosport oder zur abwechselnden Nutzung für beide Sportarten, und für die einweihende Eröffnung wird kein besserer Mann je zu finden, als der Krippenbauer …

Kirchenstaatsziegelei in Zeiten von Corona im Drei-Schicht-Betrieb mit himmlischen Umsatzplus

Noch ist der „politische Katholizismus“ in Österreich lahm, im Vergleich zu anderen Ländern wie …

Noch ist das Politische der Katholischen lahm. Mit Tippfehlern ins Englische übersetzt, ergibt das einen Kalauer: Still the political of the catholics islam.

Aber dieser Kalauer ist schal gegen den Kalauer der österreichischen Regierungspartei:

„Die Grünen betonen, für die Trennung von Staat und Kirche zu stehen.“

Im Stehen, ja, wer glaubte das ihnen nicht. Aber wenn sie sich auf die Regierungskniestühle hinhocken, dann … Nein, auch auf den Regierungskniestühlen hockend stehen sie für die Trennung von Staat und Kirche, im Sinne der Kirche, die Kirche, die vom Staat getrennt sein will, die Kirche, die ihre Gesetze über den Gesetzen des Staates stehend sieht. Denken Sie dabei allein nur an das Gleichbehandlungsgesetz.

Wenn die Grünen sitzen, dann hören sie der Kirche zu, wie im März ’20 in Tirol, sitzen sie neben einem Bischof, der großzügig erklärt, er spreche für die Kirche, er spreche für alle Kirchen und für alle Religionsgemeinschaften, die selbstverständlich die Maßnahmen bezüglich Eindämmung der Corona-Pandemie mittragen wollen. Wollen, Frewillig also. Während allen in Österreich die Maßnahmen diktiert werden, ist der Bischof so gütig, es mittragen zu wollen, läßt er und seine Gemeinschaften sich dazu herab, einmal etwas mittragen zu wollen, das allen anderen im Staat verordnet ist. Die Grüne auf dem Regierungskniestuhl hört dem Bischof nur zu, und schweigt, oder sie hört ihm nicht zu, und schweigt, wie sie schwieg, vor kurzem erst, weil sie nicht zuhörte, wie sie sagte, als ein christschwarzer Politiker, dem Gebetsstunden wohl auch etwas Familiäres sein werden, eine Frau „widerwärtiges Luder“ nannte; bei diesem Vorfall standen alle.

The political of the catholics islam. Yet.

Noch lahm. Aber wie lange noch? Jetzt, im Dezember ’20, die Einladung zu einer Gebetsstunde in das österreichische Parlament. Der Einladende ein Mann, der einen „laizistischen Islam“ stärken will.

Der Einladende ein Mann, der mit seinen Einladungen in das österreichische Parlament einen recht besonderen Geschmack beweist, wie auch mit seiner Einladung eines gottgefälligen Mannes in das österreichische Parlament, der weiß, wie Identität zu zelebrieren ist, mit Familie auf der Straße, mit denen, die Identität Identitär buchstabieren.

Der Einladende ein Mann, der nicht nur diesen Mann einlädt, sondern im österreichischen Parlament auch wirbt für Bücher von einem ehrenwerten Verlag in Graz, Steiermark …

Mit dieser Gebetsstunde im österreichischen Parlament ist der nächste Ziegel verlegt für die Wiedererrichtung des Kirchenstaates, an der seit Jahren schon gearbeitet wird. Vorneweg ein zurzeitiger Bundeskanzler, der sich mit einem „Priester“ bespricht, was nicht Gottes ist, ein zurzeitiger Bundeskanzler vorneweg, der sich vor einer glaubensbetäubten Masse segnen lässt, vorneweg ein zurzeitiger Bundeskanzler gotthörig gegen „Kulturverliebte“, mit dieser Gebetsstunde im österreichischen Parlament nur ein verlegter Kirchenstaatsziegel mehr, vorneweg ein zurzeitiger Bundeskanzler mit dem Kreuze auf der Zunge und hinter ihm her Ministerinnnen, Kämpferinnen des Kreuzes, die das Kreuz gehängt haben wollen, an Wänden, die nicht Gottes sind.

Von Personen, die einst als mächtig angesehen wurden, bleiben allenthalben Erinnerungen zurück, die selten schmeichelhaft sind, zumeist eine Zurechtstutzung auf das tatsächliche Maß ihrer Bedeutung sind. Vom zurzeitigen Bundeskanzler wird es einst wohl heißen: der Prälat, der kein Doktor war

Und wer für die christschwarze Partei satisfaktionsreich, für sie im Parlament zu sitzen, auch daran ist zu erinnern, ein „Marschierer für die Familie“ …

Die Kirchenstaatsziegelei ist also nicht erst mit dieser Gebetsstunde im österreichischen Parlament in Betrieb genommen worden, sondern die Kirchenstaatsziegelei ist seit langem schon in Betrieb mit einer reichhaltigen Produktpalette an Glaubensziegeln, die Gebetsstunde im österreichischen Parlament ist nur die zuletzt in Produktion gegangene Ziegeltype.

Dans l’attente de l’histoire de Noel dernier

Ohne im geringsten dafür zu genieren oder zu schämen, ein Gefühl offen einzugestehen, nämlich die Vorfreude auf Weihnachten, wird die Vorfreude zugegeben.

Noch in keinem Jahr vor diesem Jahr 2020 war – auch wenn keine Vorfreude in Erinnerung, gibt es dennoch die Vermutung, es könnte in dem einen oder in dem anderen Jahr eine Vorfreude gegeben haben – die Vorfreude auf Weihnachten so groß.

Die unbändige Vorfreude auf Weihnachten 2025.

Die Vorfreude auf Weihnachten also, die es 2025 nicht mehr geben wird, die es davor schon ein paar Jahre nicht mehr gegeben haben wird, die große Vorfreude darauf, daß im Jahr 2025 die ersten Historiker sich damit beschäftigen werden, seit wann es Weihnachten nicht mehr gibt. Historikerinnen versuchen werden den genauen Zeitpunkt zu bestimmen, wann Weihnachten tatsächlich aus der Welt verschwand.

Die Vorfreude ist keine Vorfreude also auf Weihnachten. Die Vorfreude ist eine auf die Aufarbeitung der Geschichte von Weihnachten, auf die geschichtliche Klärung der Frage, wann Noel aus der Welt geworfen wurde. Es wird eine Freude sein, die Historiker zu lesen, die meinen und das argumentieren werden können, im Dezember 2020 wurde Weihnachten ein allerletztes Mal begangen. Es wird eine Freude sein, die Historikerinnen zu lesen, die meinen und das argumentieren werden können, Weihnachten wurde zum allerletzten Mal wirklich Dezember 2019 gefeiert. Und die Belohnung dafür, sich fünf Jahre einer Vorfreude hingegeben zu haben, fünf Jahre lang nicht aufgehört zu haben, sich unentwegt und unbeirrt zu freuen, wird die Erfüllung des Wunsches sein, daß aus dem Austausch der Argumente, wann es zum letzten Mal wirklich Weihnachten gab, ob es im Dezember 2020 oder doch schon im Dezember 2019 war, ein heftiger Streit über die Datierung des allerletzten Weihnachtsfestes wird, ein sogenannter Historikerstreit, wie es diesen allenthalben gibt, es lohnt allemal, auf so einen Historikerinnenstreit fünf Jahre in Vorfreude zu warten.

Aber wer kann das schon sagen, wie es kommen wird, wissen, wie es wird, vielleicht gibt es Überraschungen, und die Historikerinnen sind diesmal schneller als sonst, erkennen die Historiker bereits im Ende von Weihnachten, daß es auch ein Thema für die Historie ist, sich damit wissenschaftlich zu beschäftigen, wann tatsächlich Noel aus der Welt …

Urteile in dreizehn Jahren

Es ist an der Zeit, einen Kalender mit einer weiteren Jahreszahl anzuschaffen, und in dem wird wieder zum 31. Dezember der Spruch

Wird ́s besser? Wird ́s
Schlimmer? Fragt man
Alljährlich. Seien wir

Ehrlich: Leben ist immer
Lebensgefährlich!

stehen, wie in diesem Jahr, wie in all den Jahren zuvor.

Das Jahr ’20 wird nicht mit einem heiteren Spruch bei Sekt und Lachs zu Strauß enden. Die Fragen werden sich nicht darum drehen, ob es besser, ob es schlimmer wird, diesmal wird die nervenzerrüttende Frage die Pummerin sein, die ’21 dröhnend unter der Schädelwand anschlagen wird, hin und her, mit ihrem Klöppel von einer Schädelwand zu anderen Schädelwand.

Gegen die Schädelwände der Klöppel immerzu schlagend, immerzu: Was noch? Was kommt noch? Was noch!

Und viele wissen bereits jetzt, zwei Wochen vor diesem Spruchkalendertag, was noch kommen kann, ist für sie schon gekommen, sie haben alles hinter sich, sie haben nichts mehr vor sich.

Wenn aber die Wohnung noch warm ist, der Kühlschrank nicht leer, auf dem Konto noch das Geld für die Miete für den ersten Monat im nächsten Jahr, der Wirt um die Ecke geschlossen zu halten hat, die Gefährlichkeit des Lebens sich nicht bewahrheitet hat, kann die Pummerin mit ihrem Was-Noch-Gedröhne abgehängt werden, verbleibt die Zeit für eine Mußefrage.

Was wird in dreizehn Jahren sein?

Was wird in Österreich in dreizehn Jahren wieder sein?

Wird es in dreizehn Jahren wieder ein Urteil geben, wie nun im Dezember ’20, für einen Mann, der vor dreizehn Jahren als Minister ausgeschieden wurde?

Ein Urteil? Wird es in dreizehn Jahren wieder Urteile geben, wie nun im Dezember ’20 Urteile für Taten, die vor über dreizehn Jahren unter einer Bundesregierung, die vor dreizehn Jahren ausgeschieden wurde, begangen wurden?

Eine Mußefrage kann auch dazu verleiten, ein Familienalbum aufzuschlagen, sich Bilder anzusehen, die von der Weitergabe in der österreichischen Familie erzählen, von einer Generation auf die nächste Generation. Fotos, die zeigen, wie sich ein junger Mann, von dem damals niemand wußte, was aus ihm einmal werden wird, der wohl auch selbst damals nicht wußte, was für ihn noch kommen wird, wohl bewundernd und wohl mit Stolz zu einem Mann hinneigt, der nun zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, wie ein junger Mann von einem Mann, der damals für den verurteilten Minister der Bundeskanzler war, wie ein junger Mann zusammen mit einem Mann, der für kurz Vizekanzler war und von einem Inselurlaub nicht mehr ins Amt zurückfand, ein Interview gibt, einem Mann, der seine hohen journalistischen Qualitätsansprüche an seinen Sohn durch learning by doing weitergibt, wie es sich für eine österreichische Familie geziemt.

Was wird in dreizehn Jahren sein? In Österreich. Müssen wieder dreizehn Jahre vergehen? Bis Urteile, ob mit oder ohne Haftstrafen, gefällt werden über Taten vor und mehr als dreizehn Jahren? In Österreich.

Gerade wenn die Wohnung nicht mehr warm ist, der Kühlschrank leer, auf dem Konto kein Geld für die Miete für den ersten Monat im nächsten Jahr, der Wirt um die Ecke geschlossen zu halten hat, die Gefährlichkeit des Lebens sich täglich bewahrheitet, die Pummerin wieder am Spruchkalendertag dröhnen wird, sollte die Zeit unbedingt gewidmet werden: den Urteilen in dreizehn Jahren.

Weit mehr als 20 Mio. Euro für Operation „Seid umschlungen“ sichergestellt

Es wurden weit mehr, sehr weit mehr Millionen sichergestellt, als die mehr als 20 Millionen Euro, die Karl Nehammer bestätigte. Wenn alles zusammengerechnet wird. Und weil die Brüder um ihre Rechenschwäche wissen, fügen sie ihrem Leiblied vom Schreiben und Lesen, das nie ihre Sach‘ gewesen, immer öfters lustig hinzu, auch das Rechnen ist’s nie …

Zusammengerechnet sind es 30 Millionen Euro plus 45 Millionen Euro jährlich. Somit sichergestellte 210 Millionen Euro bis 2024 für die Operation „Inseratenbudget“ der zwei Parteien, die derzeit in Österreich die Bundesregierung geben, für die Operation Propaganda der christschwarzen und mutmaßlichen türkisen Partei sowie der mutmaßlichen grünen Partei.

Karl Nehammer aber spricht nicht von den Steuergeldsicherstellungen, er spricht von der Sicherstellung von dem „Geld, das in der Terrorfinanzierung verwendet werde“.

Nun, Karl Nehammer, kann, sollte auch er das Leiblied vom Rechnen, das nie ihre Sach‘ gewesen, mitsingen, es nicht sehr, wie es heutzutage so inbrünstig verehrt wird, authentisch rüberbringen. Denn er scheint nicht zu rechnen brauchen, er scheint nichts zum Zählen zu haben.

Wie die Nachrichtensendung um 19.30 Uhr im österreichischen Rundfunk in dieser Montagnacht, 7. Dezember ’20, berichtet.

„Da ist es jetzt etwa einen Monat her, als medienwirksam von einem Schlag gegen die Moslembrüder die Rede war und der Innenminister gemeint hat, damit die Terrorfinanzierung durchkreuzt zu haben. Das stellt sich jetzt ganz anders dar. Und mehr denn je stellt sich die Frage, was hat man damit erreicht, denn außer dass sich Betroffene beschweren und jetzt wissen wollen, was ihnen eigentlich zur Last gelegt wird, gibt es nicht viel Substanzielles.

‚Sie kommen um 5.00 Uhr in der Früh und meine Kinder schwerbewaffnet, die Cobra, aus dem Bett jagt, das war für mich jenseitig.‘

Auch andere Betroffene, die anonym bleiben wollen, berichten der Zeit im Bild vom brachialen Vorgehen bei der Razzia. Das Landesverwaltungsgericht in Wien bestätigt zumindest eine Beschwerde wegen Körperverletzung. Und die Beschuldigten wollen wissen, was ihnen konkret vorgeworfen wird.

‚Warum gibt es keine Akteneinsicht? Wenn sie transparent sind, dann sollen sie auch sagen, was sie glauben.‘

Die zuständige Staatsanwaltschaft in Graz sagt, das Verwehren der Akteneinsicht sei fallweise zulässig. Und zur Razzia:
‚Es wurden keine Waffen gefunden. Es ist niemand in Untersuchungshaft. Mit weiteren Ergebnissen für die Öffentlichkeit ist heuer nicht mehr zu rechnen.‘

Und der ursprünglich kolpierte Fund von 25 Millionen Euro Bargeld bei der Razzia:

‚Wir kommentieren das gar nicht. Diese Zahl stammte niemals von uns.‘

[…] wird erstmal Reparatur von Tür und Fenster einfordern, denn das Familienkonto sei von der Staatsanwaltschaft gesperrt.“

Das ist aber nicht das einzig sichergestellte Geld. Auch von den Pensionen der Menschen wurde Geld, viel Geld, sehr viel Geld sichergestellt. Zum Glück dieser Menschen müssen sie aber keine Türen und keine Fenster reparieren, die im Zuge der Sicherstellung … Wie hoch die Gesamtsumme dieses sichergestellten Pensionsgeldes ist? Wer möchte da nicht Mäuschen sein, wenn die Rechenbrüder die Gesamtsumme versuchen zu errechnen.

Karl Nehammer wird das Leiblied der Rechenbrüder wohl gar nicht mitsingen. Es gibt Sätze der Literatur, die sich hervorragend zur Aktualisierung, zur Adaptierung eignen, aber nicht umgekehrt.

„Wir müssen uns Karl Nehammer als einen von Rechensteinen befreiten Glücklichen vorstellen.“

Wäre dieser Satz jedoch vor Jahrzehnten so wie oben adaptiert geschrieben worden, diesen Satz aus 1942 würde heute kein Mensch mehr so kennen, keinen Menschen, ob glücklich oder nicht, anregen, diesen je zu paraphrasieren …