FPÖ-Beobachtungsstelle stellt besonders verabscheuungswürdigen Fall von Inländerindiskriminierung vor

Über einen besonders verabscheuungswürdigen Fall von Inländerindiskriminierung berichtet aktuell die Beobachtungsstelle der FPÖ in Wien, den sie deshalb gesondert der Öffentlichkeit vorstellt, weil er für sie exemplarisch ist, wie schlecht es um dieses Land bereits bestellt ist, und sie gibt ihrer Hoffnung Ausdruck, daß Wähler eine Partei, die die Verbreitung von solchen Ungeheuerlichkeiten nicht unterbindet, nicht mehr wählen.

FPÖ-Beobachtungsstelle Inländerdiskriminierung - Solarius 22-02-2015

Beobachtungsstelle besorgt über weitere Zunahme der Zustimmung. Tröstlich aber, auch die Ablehnung nimmt zu – Screenprint 22. Februar 2015

Über die „verbalen Herabsetzungen“ und die „unverhohlenen Bedrohungen“, die nicht nur Herwig Seidelmann und Solarius auf einer Website einer Partei schrieben, hat sich, wie schon berichtet wurde, die FPÖ bereits ausführlich empörend geäußert. Auch dem freiheitlichen NR Wendelin Mölzer war es ein Herzensanliegen, sich klar und unmißverständlich zu diesem Fall einer Inländerindiskriminierung zu äußern.

Inländerdiskriminierung - Herwig Seidelmann - Screenprint 22-02-2015

Beobachtungsstelle für Inländerindiskriminierung besorgt über weitere Zunahme der Zustimmung, aber wenigstens auch der Ablehnung – Screenprint 22. Februar 2015

Es ist, schließt die FPÖ, leider ein Fall unter vielen, aber sie vertraut auf die Urteilskraft der Wählerinnen, hinkünftig keine Partei mehr zu wählen, die sich von solchen Entgleisungen nicht nur nicht angemessen und unmißverständlich abgrenzt, sondern vor allem solche auch nicht befördert. Und sie, die FPÖ, würde sich wünschen, daß allen Parteien das Leitbild ihrer „Beobachtungsstelle für Inländerdiskriminierung“ auch eine Richtlinie ihrer Handlungen und Reden werden würde, das u.a. besagt:

Die Zahl steigt rasant an. Um dieser alarmierenden Entwicklung entgegen zu treten, hat die FPÖ die Beobachtungsstelle eingerichtet, die derartige Vorfälle dokumentiert. Feindlichkeit äußert sich zu meist durch verbale Herabsetzungen, feindliche Beleidigungen, unverhohlene Bedrohungen. Diese inakzeptablen Tendenzen erklären sukzessive zu Menschen zweiter Klasse im eigenen Land. Diese Einrichtung dient ausschließlich der Dokumentation und Sichtbarmachung der eklatanten Schieflage im Bereich der Gleichbehandlung.

FPÖ: Warum dieser Haß?

Die Frage nach dem Haß stellt die von NR Wendelin Mölzer geführte ZZ mit ihrem Aufmacher der Nummer 8 altgesinnungsgemäß nicht sich selbst, sondern der Kultusgemeinde, und die Frage nach dem Haß wird ausgerechnet von einem Magazin gestellt, das …

FPÖ-ZZ Falsche Frage und falsche ZielgruppeEs ist zwar unerheblich, was Andreas Mölzer jetzt noch schreibt, denn als Nichtmehrmandatar ist er nun seit bald einem Jahr auch faktisch vollkommen bedeutungslos … Weil ihn aber sein NR-Sohn Wendelin Mölzer (der etwas für Abkürzungen übrig hat, und soher hinkünftig kurz We-Mö genannt werden wird) nach wie vor veröffentlicht, ist es doch nicht ganz zu übergehen, was auch ein Abgeordneter des österreichischen Parlaments von einem Nichtmehrmandatar veröffentlichen läßt. Das ist also der einzige Grund, weshalb das Geschwefel eines NR-Tatis noch, wenn auch widerwillig noch zu beachten ist. Und wenn dereinst die identitäre Gemein-Schaft beispielsweise nicht mehr in das österreichische Parlament gewählt wird, wird es auch damit endlich aus und endlich vorbei sein, die ZZ je noch bemerken zu müssen ..

Nun aber zum Konkreten. Was erlaubt We-Mö seinem A-Mö in der Nummer 8 vom 20. bis 26. Februar 2015 zu schreiben?

Der NR-Vater darf in der 8 das Editorial schreiben und in der 8 zusätzlich sich „Gedanken zum Verhältnis zwischen Jugend und Drittem Lager in Österreich machen“ …

Vorab noch zur Klarstellung. Der 8-Aufmacher stellt die absolut falsche Frage. Es ist altgesinnungsgemäß eine propagandistische Frage. Der traditionelle Versuch also, anderen das zu unterschieben, was selbst in recht hohem Ausmaß praktiziert wird. Richtig aber ist in bezug auf die FPÖ die Frage einzig so formuliert: „Warum diese Kritik an der FPÖ?“ Generell kann gesagt werden, die von We-Mö geführte ZZ gibt mit nahezu jeder Nummer selbst die Antwort. Und in der Nummer 8 gibt A-Mö konkrete Antworten.

FPÖ - Warum dieser HaßIm Editorial „Die Kultusgemeinde gegen die Freiheitlichen“ fragt er: „Wo sind die antisemitischen Ausfälle aus den Reihen der Strache-FPÖ?“ Das ist leicht zu beantworten und wurde schon am 18. Jänner 2015 aus aktuellem Anlaß beantwortet: Modern times by FPÖ, Östereich: Sippenhaftung, Aufgabe der Rechtsstaatlichkeit, Antisemitismus. Und die Antwort gibt A-Mö selbst in diesem Editorial, wenn er u.v.a.m. von „Geschäftsbeziehungen“ …

Besonders aber ist seine Behauptung hervorzuheben, wenn er im Editorial schreibt:

„Und von keiner Partei gibt es so klare Distanzierungen von den politisch-ideologischen Irrwegen der Vergangenheit wie von der FPÖ. „

Das ist wa… Kein derzeitiger Abgeordneter des österreichischen Parlaments hat je noch eine so klare Distanzierung in seinem Magazin schreiben lassen, als eben We-Mö im September 2014: „Wiederbeleben des Faschismus“

Das ist wa… Im Jänner 2015 zur Bekräftigung dieser klaren Distanzierung ein beeindruckender „ewiger Treueschwur dem Führerunser“

Das ist wa… Denn gibt es denn je eine klarere Distanzierung, als sich von der Distanzierung zu distanzieren?

Das ist wa… Für eine klare Distanzierung ist es für NR Gerhard Deimek auch notwendig, den „Deserteursbeton“ am Ballhausplatz wieder wegzuräumen

Das ist wa… Und eine klare Distanzierung muß auch verbreitet und bekräftigt werden, deshalb wünscht die FPÖ-ZZ im November 2014 „breiteste Verbreitung“ der „braunen Festschrift“ für einen „radikalen Antisemiten“ und „Rassentheoretiker“ …

Warum diese Kritik an der FPÖUnd dann läßt NR-Sohn seinen Tate auch noch recht viele „Gedanken“ zu „Kornblume und Davidstern“ schreiben. Eine besondere Feststellung in diesem langen Bericht von A-Mö ist: „Wirklichen Antisemitismus gibt es in Europa nur von seiten radikaler Muslime.“ Das ist wohl wahr, wird aber daran gedacht, beispielsweise konkret an die Aussagen von Firas H., was „fundamentalistischen Islamisten“ an modernen Gesellschaften so alles stört, könnten sie auch als verkappte Freiheitliche bezeichnet werden. Es könnte auch umgekehrt sein, daß also Freiheitliche verkapppte „fundamentalistische Islamisten“ … Es wird ja auch recht gern nachgespielt, das anderswo bereits grauenvolle Wirklichkeit ist

Über beide Beiträge, die We-Mö von seinem Tati veröffentlichen läßt, kann zusammengefaßt gesagt werden, sie sind propagandistischer Verdrängung geschuldet und richten sich zusätzlich noch an eine falsche Zielgruppe … Für das Rekrutieren zum Auffüllen der Reihen hätte We-Mö seinen Tati Werbetexte an jene formulieren lassen müssen, die ebenso mit modernen Gesellschaften nicht zu Rande kommen … Aber wer bereits mit eine falschen Frage beginnt, kann nur mit falschen Folgerungen enden.

Skandal um „We-Mö“ – Von der FPÖ-gemäßen Steinigung des Geistes

Nein, es ist nicht allein die fragwürdige „Unzensuriert“ in Sachen „der Wahrheit verpflichtet“ aus dem Steinbruch von FPÖ-NR Wendelin Mölzer, von manchem – abschätzig oder doch liebevoll? – „We-Mö“ gennant, es sind auch nicht alleine die zahllosen …

Wendelin Mölzer und die Steinigung des GeistesWendelin Mölzer beginnt, wie in der Collage gelesen werden kann, seinen Kommentar anders, aber das wäre der richtige Beginn, hielte er, auch er, den Leitspruch der altgesinnungsgemäß zensierten Website seiner identitären Gemein-Schaft für einen zu einem geringen Teil wenigstens einzuhaltenden …

Aber …

Mit der Ausgabe vom 20. bis 26. Februar 2015 seiner geführten „Zur Zeit“ probiert er zur Unterstützung seines Pgs. die Nummer 8 – eine Akrobatiknummer, mit der er scheitert. Denn das Nachreden ist keine anerkannte Zirkusnummer. So eine langweilt bloß und vertreibt, ist zu hoffen, Wählerinnen und Wähler massenweise, hält sie also davon ab, je noch diese Geistessteinigerinpartei zu wählen. Und. Das Nachschreiben der unhaltbaren Vorwürfe von Herbert Kickl macht aus diesen keine wahren …

Die FPÖ ist, stößt Friedrich-Wilhelm Moewe in der Nummer 8, „empört über die Broschüre der SPÖ-Bildungsministerin“ … Es ist zu hoffen, Wählerinnen und Wähler sind in allen kommenden Wahlen auch darüber noch so empört, daß ihnen die Stimme für diese identitäre Gemein-Schaft versagt. Empört nämlich darüber, daß die FPÖ nicht darüber empört ist, wenn zur Steinigung eines Menschen angestiftet wird, wie hier nachgelesen werden kann, die FPÖ also nicht sofort und klar reagiert, wenn sie, wie vorgegeben wird, so gegen Gewalt …

Es geht hier, wie schon dargelegt wurde, nicht um eine Unterstützung von Gabriele Heinisch-Hosek in ihrer Funktion als Ministerin, als Mitglied der SPÖ, sondern darum, daß sie als Mensch Gewaltphantasien ausgesetzt wird, die nicht zu tolerieren sind. Diesmal ist es Gabriele Heinisch-Hosek, und es traf auf Unzensuriert schon viele, die nicht sozialdemokratische Minister waren, und es wird noch viele treffen, die nicht sozialdemokratische Ministerinnen sind. Und die Wähler und Wählerinnen sind endlich ernsthaft zu fragen, und sie haben sich selbst ernsthaft zu fragen, ob sie tatsächlich eine solche Partei weiterhin im Parlament, im EU-Parlament, in den Landtagen, in den Gemeinderäten haben oder gar noch mit noch mehr Mandatarinnen und Mandataren haben wollen, die nichts zur Verbesserung der Lagen der Menschen beizutragen imstande und auch nicht befähigt sind, sondern stets nur zu einem konditioniert sind, Gift zu spritzen, zu Gewalt …

Romane Thana – Von der Großzügigkeit der österreichischen Gesellschaft gegen Walter Dostal

Wieder einmal mußte, diesmal beim Besuch der Ausstellung „Romane Thana“ im Wien-Museum, mit Erschütterung festgestellt werden, wie leicht es von der Hand geht, über die Massenverbrechen der nationalistischen Totaldiktatur des deutschen reiches erschüttert sein zu können, wie das „Nie wieder!“ zum Brauchtum verkommen ist, wie leicht nach Auschwitz gefahren werden kann, um dort höchstspitzenstaatliche mahnende Betroffenheitsgesichter aufzusetzen, während zur gleichen Zeit

Dostal - Gröpel - Neger und Zigeuner

„Neger, Zigeuner …“

In dieser Ausstellung wird auch das mörderische Verbrechen an den Menschen, um die es in der Ausstellung geht, während der Menschenvernichtungslagerdiktatur des deutschen reiches deutlich gemacht. Die Erschütterung aber rufen die nach 1945 verfaßten Dokumente hervor, die ausgestellt sind. Es ist eine absolute Erschütterung, die menschgemäß hervorgerufen ist durch die Erschütterung über die Verbrechen vor 1945, weil nicht verstanden werden kann, wie nach all diesen Verbrechen immer noch derart unverhohlen, derart abwertend, derart menschenverachtend über Menschen gesprochen und geschrieben werden kann. Bis in die Gegenwart herauf. Bis zum heutigen Tag. Und es ist keine Besserung in Sicht. Ganz im Gegenteil. Nicht nur gegen sie geschrieben und gesprochen werden kann, sondern sie auch weiter europaweit verfolgt und ermordet werden. Und warum? Aus einem einzigen verabscheuungswürdigen Grund. Weil sie Menschen sind, die zugeordnet werden einer …

Ein Name fällt in dieser Ausstellung besonders auf – Walter Dostal. Ein Name, den wohl viele Besucherinnen und Besucher keine große Aufmerksamkeit schenken werden. Er kommt in einem sonderlich verfaßten Zeitungsartikel vor, erschienen vor Jahrzehnten. Und dieser Name Walter Dostal zeigt gut auf, wie unbarmherzig und zugleich wie großzügig die österreichische Gesellschaft sein kann, großzügig gegen Walter Dostal und unbarmherzig gegen Menschen, die keine Institutsvorstände, keine Universitätsprofess…

dostal walter - roma und sinti

Walter Dostal: „Nach Kriegsschluß im Jahr 1945 gewährten Österreich und die Bundesrepublik Deutschland den überlebenden Zigeunern Entschädigungs- und Fürsorgerenten, die das Existenzminimum jeder Familie gewährleisten. Damit verfügt der Zigeuner zum ersten Mal in seiner Geschichte über ein gesichertes Mindesteinkommen.“

Walter Dostal ist 2011 gestorben. In den medialen und universitären Nachrufen wird erzählt von seinen Feldforschungen beispielsweise auf der Arabischen Halbinsel. Von seiner Feldforschung im Burgenland aber nichts. Und das ist die Großzügigkeit und die Barmherzigkeit der österreichischen Gesellschaft gegen Walter Dostal – „Jugendsünden“ vergessen zu können, verschweigen zu können. Obgleich. Als er den Film im Burgenland drehte, als er seinen Aufsatz über „Zigeuner“ schrieb, war seine Jugend längst vorüber, besonders in den 1950er Jahren galt ein Mann um die fast 30 Jahre wohl kaum noch als Jugendlicher. Auch auf „Wikipedia“, heute für so viele das Nachschlagewerk, schweigt vornehm über diese dostalschen Arbeiten.

Ganz hat ihn die „Jugend“ mit einer ihm liebgewordenen Abwertungsbezeichnung wohl nie verlassen. Denn. 1986 wurde ihm eine praktische Seminararbeit von Karin Stangl vorgelegt: „Das Zusammenleben der Zigeuner mit der Gottscheer Bevölkerung aus der Sicht der Gottscheer“ … Es ist nicht nur die Bezeichnung „Zigeuner“, die an dieser Seminararbeit …

Walter Dostal - Unter Freunden

Walter Dostal „unter Freunden“, die weiter recht bevorzugen diese Abwertungsbezeichnung …

Das Wort „Jugendsünde“ übrigens, um es gleich hier zu vermerken, ist einem Seminarbericht von Getraud Seiser entnommen, veröffentlicht in „Ethnologische Feldforschung im Südburgenland“, Austrian Studies in Social Anthropology, Sondernummer 1/2006. Aus diesem Bericht ist auch einiges zu erfahren über Walter Dostal …

Walter Dostal - Erfolgreicher Ansiedlungsversuch von Maria Theresia und Joseph 2Der dostalsche Film „Zigeuner in Österreich“ kann auf der Website Österreichische Mediathek aufgerufen und angesehen werden. Wer sich auch noch diesen Film ansieht, wird Walter Dostal verstehen können, weshalb er von seinen „Jugendsünden“ nichts mehr … Es beginnt bereits mit der Einleitung, in der von dem „erfolgreichen Ansiedlungsversuch durch Kaiserin Maria Theresia und Kaiser Joseph II.“ … Wer gegen Maria Theresia und Kaiser Joseph 2 so großzügig und wohlwollend sein kann, verdient menschgemäß großzügig und wohlwollend behandelt zu werden von der österreichischen Gesellschaft, also Walter Dostal, nicht die Menschen, die er mit der Kamera besuchte … Wie es damals wirklich war, unter Maria T. und Joseph Habsburg, das nahm die dostalsche Kamera nicht auf … Es war ja auch eine andere Zeit, nur nicht für die Menschen, die noch heute unter Verdächtigungen zu leiden haben, die zurückgehen auf Maria und ihren Sohn … Dabei hätte Walter Dostal das allzu leicht filmen können, als Zeitgenosse von ihnen, wie er sich in diesem Film ausweist, wenn er sich darüber Gedanken macht, was einem Knaben es leicht machen wird, sich zu assimilieren …

Wie großzügig die österreichische Gesellschaft auch sein kann, mußte also beim Lesen des Namens Walter Dostal gedacht werden, wieder einmal gedacht werden, wenn es für … wie hart, unbarmherzig, informationsresistent, wenn es gegen …

Altgesinnungsbedingte Gewalt gegen Frauen – Unzensuriert so nah

Was für eine Faszination Gewalt auf diese Gemein-Schaft ausüben muß, insbesondere Gewalt gegen Frauen, zeigt sich wieder deutlich an dem aktuellen Fall der Steinigung des Geistes durch die FPÖ mit ihrem ersten Traditionsfurchenpflüger Herbert Kickl …

Gabriele Heinisch Hosek - FPÖ-Unzensuriert - Zustimmung zu Steinigung nimmt weiter zu 19-02-2015

Zustimmung nimmt weiter zu, Ablehnung aber nicht … Screenprint 19. Februar 2015

Diese Gemein-Schaft bekommt nicht genug davon, über „Steinigung“ nutzlos schreiben und reden zu müssen, nun sogar einen offenen Brief von einem Herrn Dipl. Päd. Ing. G. Enenkel an die Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek veröffentlichen zu lassen, um noch einmal selbst zu offenbaren, wie haltlos ihre Vorwürfe sind.

FPÖ Unzensuriert - Gabriele Heinisch-Hosek -  Bis zur Hüfte und dann losDieses aktuelle Beispiel zeigt auch wieder einmal deutlich, wie gut das Zusammenspiel zwischen den Kommentaren, die wohl Artikel sein sollen, und den Kommentaren der Schreibstaffel funktioniert … Was in dem „offenen Brief“ noch zurückhaltend, aber doch aufmunternd geschrieben wird, daß sich, im konkreten Fall, Gabriele Heinisch-Hosek selbst „einmal nur bis zur Hüfte“ … das wird in einem Kommentar von Herwig Seidelmann zur Deutlichkeit übersetzt: „Begrabt sie bis zur Hüfte […] und dann los.“ Altgesinnungsgemäß eine Aufforderung, die wieder sofort von Lesern und Leserinnen dieser altgesinnungsgemäß zensierten Website Zustimmung erhält.

Und noch etwas zeigt, ein weiteres Mal allzu deutlich, das aktuelle Beispiel der freiheitlichen Geistessteinigung klar auf. Die einzige Befähigung, stellvertretend und beispielhaft sei dafür Herbert Kickl namentlich genannt, ist, altgesinnungsgemäßes Ausgraben beispielsweise von Broschüren, um diese dann auch noch gänzlich falsch, aber eben altgesinnungsgemäß recht zu lesen.

Auf der Website des österreichischen Bundeskanzleramtes ist nicht nur die nun von der FPÖ recht falschgelesene Broschüre abrufbar, sondern auch „So fern und doch so nah? – Traditionsbedingte Gewalt an Frauen“ … Und in dieser ist noch einmal klar und eindeutig festgehalten:

„Eine der grausamsten Ausformungen davon ist wohl die Steinigung[.]“ […] Es bedarf kaum der Erläuterung, dass durch Ehrenmorde oder Steinigungen das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit eines jeden Menschen auf brutale Art und Weise verletzt wird.  […] Vor allem im Fall der Steinigung kann man von einer klaren Verletzung des Folterverbots sprechen. […] Sie ist eine unmenschliche Strafe und fällt unter das absolute Folterverbot.  […] Es gibt zahlreiche internationale Kampagnen, die sich im Kampf gegen ‚Verbrechen im Namen der Ehre‘, wie Ehrenmorden, Steinigungen und Zwangsverheiratung einsetzen.“

FPÖ - Unzensuriert Steinigung des Geistes

Was andere engagiert gegen Steinigungen tun, und was die FPÖ tut. Ein Vergleich, wieder einmal keiner zugunsten der FPÖ.

Der Ausschnitt in der Broschüre über die „Steinigung“, der nun Freiheitliche recht heiß laufen läßt, jedoch ist ein Zitat aus dieser umfassenden Studie („3.3 Steinigung“). Diese Studie wird altgesinnungsgemäß von Geistessteiniger Herbert Kickl nicht herangezogen. Das ginge über seine Fähigkeiten. Denn die klare Ablehnung und Verurteilung auch der Steinigung könnte er nicht widerlegen. Er kann es ja nicht einmal mit seiner mißbräuchlichen Verwendung der Broschüre. Und vor allem wäre es für Herbert Kickl und seine Geistessteinigerinpartei höchst gefährlich. Denn in dieser Studie sind zahlreiche weltweite und österreichische Initiativen angeführt, die gegen Gewalt an Frauen, insbesondere auch gegen Steinigungen aktiv sind. Von einem konstruktiven und engagierten Auftreten beispielsweise gegen Steinigung der FPÖ ist aber nichts … Deshalb ist es so höchst gefährlich für die FPÖ, im konkreten Fall, diese Studie zu verwenden, zu zitieren. Denn. Es zeigte bloß zu deutlich auf, daß sie nichts tut, auch nichts gegen Steinigungen. Und nur eines kann, aber auch das recht schlecht, andere anschwärzen. Auch im Anschwärzen aber bloße Unfähigkeit.

FPÖ Unzensuriert - Zustimmung nimmt weiter zu - 18-02-2015

Zustimmung nimmt weiter zu (Screenprint 18.02.2015): „Begrabt sie bis zur Hüfte (Kopf nach oben) und dann los. Falls sie die Probe überstehen sollte […]“

In die Collage wurde das betreffende Kapital aus dieser Studie aufgenommen. Im direkten Vergleich mit den Kommentaren auf der FPÖ-Unzensuriert wird es allzu deutlich, was von der FPÖ nicht nur in diesem Bereich zu erwarten ist. Nichts. Und das noch als das Schlimmste.

Links:

Auf FPÖ-Unzensuriert Steinigung von Gabriele Heinisch-Hosek gefordert

Es ist erschütternd, wie so viele ohne zu prüfen das Unhaltbare des im österreichischen Parlament sitzenden Geistessteinigers Herbert Kickl von der freiheitlichen Geistessteinigerinpartei nachschreiben und sich über etwas empören, das nicht in der Broschüre steht und vor allem nicht gefordert wird, aber es zugleich nicht erwähnenswert und vor allem nicht empörend finden, daß auf der gesinnungsgemäß zensierten Website der identitären Gemein-Schaft in einem Kommentar der Schreibstaffel die Steinigung einer Frau verlangt wird.

Warum das von Geistessteiniger Herbert Kickl unhaltbar ist, wurde bereits ausführlich dargelegt in

Die Steinigung des Geistes durch Herbert Kickl – Altes von der FPÖ zum „Genderwahn“

und dabei wurde auch auf die Steinigungsforderung gegen Gabriele Heinisch-Hosek hingewiesen. Daß es auch frauenverhöhnende Kommentare gibt, muß nicht sonderlich ausgeführt werden, denn solche sind gesinnungsgemäß stets zu erwarten …

FPÖ-Unzensuriert - Zustimmung zur Forderung nach Steinigung nimmt weiter zuu

„Bitte, auch für sie die gleiche Anzahl von Steinen wie bei den Männern“

Es ist aber nicht eine Forderung, die abgelehnt wird, es ist nicht eine Forderung bloß eines einzelnen Menschen, sondern, wie in der Collage gelesen werden, es ist eine Forderung, die Zustimmung erhält, und eine Forderung, die seit dem 12. Februar 2015 weitere Zustimmung erhält. Diese Ungeheuerlichkeit ist aber für die Website der Geistessteinigerinpartei kein Anlaß, wieder einmal kein Anlaß, derart untragbare Kommentare zu löschen, oder wenigstens schärfstens ablehnend zu kommentieren. Die Schreibstaffel vor den Kopf zu stoßen, wäre für diese Partei wohl kontraproduktiv, denn aus ihrer Reihe empfehlen sich für diese Partei wohl nicht wenige mit ihren Kommentaren dafür, für die FPÖ politische Mandate zu übernehmen, die ihnen Wählerinnen und Wähler freiwillig und ohne Not zuschanzen. Wie der aktuelle Fall des Helmut Purzner nahelegt, der vom Poster zum freiheitlichen Gemeinederat nach dem altgesinnungsgemäßen Willen dieser Partei hätte gemacht werden sollen. Ein rascher Aufstieg und ein ebenso rascher Fall; mehr dazu auch in der oben verlinkten Steinigung des Geistes durch Herbert Kickl

Steinigung - FPÖ - Unzensuriert - 16-02-2015

Zustimmung nimmt weiter zu, 16. Februar 2015

Was auch an diesem Fall wieder einmal besonders auffällt, ist diese breite Weigerung, sich wirklich informieren zu wollen, obwohl zugleich die breite Forderung nach einem Mehr an Informationen ständig erhoben wird, ständig darüber geklagt wird, es gibt zu wenig Informationen. Die Informationen liegen massenhaft vor, aber sie werden nicht gewollt, sie werden nicht abgerufen, sie interessieren nicht. Stattdessen wird beispielsweise der Unsinn eines Herbert Kickl, ohne weitere Informationseinholungen, einfach nachgeplappert und nachgeschrieben, und das auch von österreichischen Medien, von der gutter press bis den sogenannten Qualitätszeitungen in diesem Land … Hierzu kann auch empfohlen werden, beispielsweise auf der Plattform des Unternehmens Twitter sich ein wenig umzusehen, wer auch diesen aktuellen kicklschen Unsinn nachplappert und was zu diesem aktuellen freiheitlichen Unsinn nachgeplappert wird – Bildungsferne und Bildungsnahe, opinion leaders und non-opinion leaders wieder einmal vereint in der Familie mit dem Namen: Informationsverweigerung, Herbert Informationsverweigerung …

Die permanente Steinigung des Geistes durch Herbert Kickl – Altes von der FPÖ zum „Genderwahn“

Es wird nicht gesagt werden können, hier wird je für Gabriele Heinisch-Hosek das Wort ergriffen (im Gegenteil, wie nachgelesen werden kann), aber was die gesinnungsgemäß zensurierte Website über die parlamentarische Anfrage der FPÖ, eingebracht von Herbert Kickl, unter „Neues vom Genderwahn …“ in einem Kommentar schreibt, ist dermaßen …

Zum einen ist es in zweifacher Hinsicht alt. Einmal deswegen, weil es das gesinnungsgemäße Alte der FPÖ ist, ohne die kleinste Idee und ohne den geringsten Beitrag zur Verbesserung der Lebenslagen von Menschen. Und ein zweites Mal deswegen, weil die FPÖ je für das Wiedererbrechen ihrer Altgesinnung Altes ausgraben muß, in dem konkreten Fall eine alte Broschüre, wie im Impressum zu lesen ist, handelt es sich bei diesem Informationsprodukt um den „2. Nachdruck © 2009“.

Herbert Kickl steinigt den Geist mit seinen Angstvorstellungen vor GenderZum anderen ist es ein absichtliches Falschlesen der Broschüre. In der Broschüre, wie der Collage entnommen werden kann, wird nicht nur „Steinigung“ klar als „Verbrechen“ bezeichnet, sondern auch klar das Anliegen definiert, gegen Gewalt nicht nur zu sein, sondern auch gegen Gewalt etwas zu unternehmen. Die Passage, die die FPÖ absichtlich gesinnungsgemäß falsch lesen will und muß, ist der Beschreibung über „Steinigung“ entnommen. Diese und auch alle anderen Beschreibungen in der Broschüre „Tradition und Gewalt an Frauen“ sind keine Rechtfertigungen oder gar das Billigen von beispielsweise „Steinigungen“, sondern Informationen über die mannigfachen und mannigfaltigen Gewaltverbrechen gegen Frauen, die es bedauerlicherweise weltweit nach wie vor gibt. Daraus den Versuch zu unternehmen, wie es namentlich Herbert Kickl nun probiert, Gabriele Heinisch-Hosek auf eine Stufe von Claudia Bandion-Ortner zu stellen, ist derart billig, daß gesagt werden muß, Herbert Kickl erreicht nicht einmal mehr das Niveau von Claudia Bandion-Ortner, dabei ist dieses so leicht zu erreichen, es muß bloß eine drei Zentimeter hohe Stufe – für Herbert Kickl jedoch eine je unbewältigbare Aufgabe …

Was daran aber enervierend ist und immer mehr ärgerlich wird, ist das Wissen, daß mit den monatlich zu leistenden Steuerabgaben auch Herbert Kickl und sehr viele weitere freiheitliche Mandatare und Mandatarinnen hohe und höchste Gehälter mitzufinanzieren sind, und es wächst der Zorn auf die Wähler und Wählerinnen der FPÖ, die für diese Geldverschwendung hauptverantwortlich sind, die alle dazu nötigen, derartigen Geistessteiniger und Geistessteinigerinnen ihren Lebensunterhalt mit Steuergeld, das für so viele gute und wichtige Dinge benötigt werden würde, bestreiten zu müssen.

Was auch diesmal erschreckend ist, wieder erschreckend ist, wobei das Abstumpfen nicht gelingen will, sind die Kommentare der Schreibstaffel zu den Kommentaren auf der freiheitlichen Website „Unzensuriert“, die auch immer mit sofortiger Zustimmung gesinnungsgemäß geadelt werden, wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann. Auch diesmal geht es wieder um Blutrünstiges, Gewalt- und Mordphantasien – nicht nur gegen Gabriele Heinisch-Hosek …

Schreibstaffel Unzensuriert Helmut PurznerUnd die Schreibstaffel darf nicht unbeachtet bleiben. Denn. Die Schreibstaffel scheint auch so etwas wie das Arbeitsamt der FPÖ zu sein, wie der aktuelle Fall des Helmut Purzner nahelegt. Wie in der zweiten Collage gelesen werden kann, war er vor seinem Eintritt ein fleißiger Kommentarschreiber, auch auf der Site der „Unzensuriert“ auf der Plattform des Unternehmens Facebook, eher er in die FPÖ eintrat und durch die verantwortungslose Gunst der Wähler und Wählerinnen beinahe freiheitlicher Gemeinderat geworden wäre, wenn nicht … Daß er es nicht wurde, war kein Verdienst der Wähler und Wählerinnen … Wer aus der Schreibstaffel wird der nächste oder die nächste sein, die aufgrund ihrer oder seiner Kommentare die Qualifikation erfüllt, freiheitliche Mandate zu übernehmen? Die Kommentare der Schreibstaffel, mögen diese noch so blutrünstig sein, haben beispielsweise für die „Unzensuriert“ nichts Anrüchiges an sich, weder werden diese gelöscht noch wenigstens scharf kommentiert

PS Vielleicht ist der oder die nächste „Peter_“ aus der Schreibstaffel für die FPÖ mit einem Mandat anerkennend zu versorgen … „Peter_“ schreibt sich auch diesmal, wie in der Collage gelesen werden kann, weiter in die ersten Reihe der … Oder ist es Jan Cux, der lateinisch gebildet hoffend die Frage stellt: „seits schon bewaffnet“ … Oder …

Abdullah-Zentrum (kurz Kaiciid) – Verbesserung der Situation für Außenminister: Unschuldig im Kerker, aber ohne Auspeitschung

Wie der Presseaussendung der Parlamentsdirektion von heute, 11. Februar 2015, zu entnehmen ist, sagte Außenminister Sebastian Kurz:

„Bundespräsident, Bundeskanzler und er selbst sowie der österreichische Botschafter intensiv um eine Verbesserung der Lage des Bloggers Badawi und seines Anwalts. Die Umwandlung der Peitschenstrafe in eine Haftstrafe sei zwar nicht akzeptabel, lasse aber eine Verbesserung der Situation erkennen.“

Kaiciid - Kurz möchte Verbesserungen erkennenDas muß doch besonders festgehalten werden. Für einen österreichischen Außenminister läßt die „Umwandlung der Peitschenstrafe in eine Haftstrafe eine Verbesserung der Situation erkennen.“ Wenn also ein Unschuldiger nicht mehr ausgepeitscht wird, sondern bloß noch unschuldig eine zehnjährige Haftstrafe zu verbüßen haben wird, ist das für den christschwarzen Sebastian Kurz bereits eine erkennbare Verbesserung der Situation

Kurz Kaiciid - Haftstrafe ohne Auspeitschen Verbesserung der SituationUnd aus noch einem Grund ist das besonders festzuhalten. Raif Badawi wurde nicht nur zu einer Peitschenstrafe verurteilt, sondern gleichzeitig auch zu einer Haftstrafe. Wie kann also eine Peitschenstrafe in eine Haftstrafe umgewandelt werden, wenn es bereits eine Haftstrafe zusätzlich gab? Wenn die Aussage des Außenministers wahr ist, die Peitschenstrafe sei in eine Haftstrafe umgewandelt worden, ist er zu fragen, wie viele Jahre zusätzlich zu den bereits verhängten zehn Jahren wird ein Unschuldiger dann in einem Kerker insgesamt tatsächlich verbüßen müssen?

In dem oben angeführten Zitat ist der Anwalt von Raif Badawi erwähnt. Es ist daran zu erinnern, weshalb dieser in Saudi-Arabien zu einer fünfzehnjährigen Haftstrafe verurteilt wurde:

Am 6. Juli 2014 wurde Raif Badawis Rechtsbeistand, der bekannte Menschenrechtsverteidiger Waleed Abu al Khair, vom Sonderstrafgericht in Riad zu einer 15 jährigen Haftstrafe und einem anschließenden Reiseverbot von 15 Jahren verurteilt. Die Anklagen gegen ihn lauten „Ungehorsam gegenüber dem Herrscher und der Versuch, seine Legitimität zu untergraben“, „Kritik an der Justiz und Infragestellung der Integrität der Richter“, „Gründung einer nicht genehmigten Organisation“, „Schädigung des Rufs des Staates durch den Austausch mit internationalen Organisationen“ und „Aufbereitung, Speicherung und Übermittlung von Informationen, die die öffentliche Ordnung beeinträchtigen“. Waleed Abu al Khair wurde am 15. April festgenommen, nachdem er zur fünften Anhörung in seinem Verfahren vor dem Sonderstrafgericht in der Hauptstadt Riad erschienen war.

In der oben angeführten Presseaussendung wird vom christschwarzen Außenminister eine weitere Aussage zitiert:

„Daher sei es sinnvoll, vom König Abdullah-Zentrum eine klare Sprache gegen Menschenrechtsverletzungen einzufordern und zugleich an der Orientierung am internationalen Dialog festzuhalten.“

Es geht nicht um „Menschenrechtsverletzungen“. Das klingt nach Ausnahmen, nach Einzelfällen, und nicht nach einem staatsweit legitimierten Rechtssystem. Aber es geht um Gesetze, die jeder Mensch in diesem Staat ausgeliefert ist. Es geht also nicht darum, sich, was ehrenvoll ist, für Einzelne einzusetzen, um sich das selbst hoch anrechnen zu können. Es geht um Gesetze gegen die Menschlichkeit. Es sind staatlich legitimierte Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Es wurden hier schon viele Gründe für die Unhaltbarkeit des Abdullah-Zentrums, Kaiciid kurz genannt, angeführt. Und auch die Verurteilung des Rechtsbeistands zeigt die Unhaltbarkeit durch den Anklagepunkt „Schädigung des Rufs des Staates durch den Austausch mit internationalen Organisationen“ ein weiteres Mal allzu deutlich auf. Weiß Sebastian Kurz denn überhaupt, was er mit seinem Einfordern verlangt? Nämlich zu riskieren, für eine „klare Sprache gegen Menschenrechtsverletzungen“ ins Gefängnis gehen zu müssen. Aber eine Haftstrafe ohne Auspeitschung für Unschuldigsein wäre wohl eine Situation, die für ihn erkennen ließe eine …

Saudi-Arabien - Gesetze gegen die MenschlichkeitSebastian Kurz weiß natürlich, was er einfordert, und vor allem weiß er, von wem er etwas einfordern kann, vor allem darf, und er weiß, von wem er nichts einfordern darf, vor allem keine anderen Gesetze, keine Aufhebung von Gesetzen gegen die Menschlichkeit. Er weiß, wo er in dieser Angelegenheit als Außenminister auftreten darf, in Wien, und er weiß, wo er als Bittsteller auftreten darf, in Riad. Er weiß, die Grenze der Menschenrechte ist die Realpolitik. Aber als Realpolitiker sehr alten Schlages soll er damit aufhören, Wörter zu verwenden, wie Menschenrechte. Das nützt niemandem etwas, nur ihm selbst, um vor sich bestehen zu können als guter Mensch …

In diesem Haus in Braunau am Inn wurde Wähler Adolf Hitler, der Hitler wählte, geboren

Vor ein paar Tagen wurde die Frage

„Was würden Sie mit dem seit fast vier Jahren leerstehenden Geburtshaus von Adolf Hitler in Braunau am Inn machen?“

Adolf Hitler Wählerübermittelt. Es gibt die Idee, war weiter zu lesen, aus diesem ein „Haus der Verantwortung“ zu machen.  Mit einem starken Akzent auf Gegenwart und Zukunft. Das kann uneingeschränkt unterschrieben werden. Bereits davor aber konnte der Berichterstattung hiesiger Zeitungen entnommen werden, um dieses Geburtshaus einer anderen Nutzung, irgendeiner Nutzung zuführen zu können, könnte es auch zu einer Enteignung kommen. Im Fall einer Enteignung könnte aber keine Nutzung des Geburtshauses von Adolf Hitler mehr uneingeschränkt zugestimmt werden, und würde es die edelste Nutzung sein, wie beispielweise die als ein „Haus der Verantwortung“.

Es wird im Zusammenhang mit diesem Geburtshaus von Befürchtungen gesprochen, es könnte sonst zu einer Pilgerstätte für hitlerische und ähnliche Gesinnte verkommen. Und warum nicht? Mit ihrem Hinpilgern offenbarten sie bloß ihre mannifachen Irrtümer. Denn, sie müßten eigentlich aus jedem Haus eine Pilgerstätte machen, in der Wähler und Wählerinnen von Adolf Hitler geboren wurden, wohnten. Ohne diese hätten sie keinen Adolf Hitler. Und nebenbei gesagt, die Befürchtung kann gar nicht verstanden werden. Denn zur Verhinderung derartiger Pilgereien gibt es in Österreich auch entsprechende gesetzliche Bestimmungen. Darüber hinaus, diesen Irrtumsköpfen kann alles zu einer Kultstätte werden, wahrscheinlich genügen ihnen beispielsweise dafür bereits zwei Tafeln im Kärntner Landhaus (wenn diese es nicht ohnehin schon sind) … Oder ein Grab auf dem Wiener Zentralfriedhof … Oder auf dem Döblinger Friedhof … Oder … Wie lange noch will in der Vergangenheitsgefangenschaft von solchen Irrtumsköpfen verblieben werden?

Freilich. Es könnte auch vor dem Geburtshaus von Adolf Hitler stellvertretend für alle Geburtshäuser ein Gedenkstein aufgestellt werden, noch besser, eine Tafel direkt am Haus: „Hier wurde Wähler Adolf Hitler, der Hitler wählte, geboren.“ Davon kann ausgegangen werden, daß Adolf Hitler im November 1932 die NSDAP und also sich selbst wählte. Und weitere 13.745.679 Wähler und Wählerinnen ihre Stimmen der NSDAP und also Adolf Hitler gaben. Und mit ihren Stimmen wurde Adolf Hitler das, wofür er heute noch steht: für Massenverbrechen, für Massenmorde, und auch für Elend, Not und Tod des sogenannten eigenen Volkes.

Adolf-Hitler-GeburtshausZu lesen ist auch davon, daß dieses Haus nur „sozialedukativen Zwecken“ entsprechend zu nutzen sein solle – warum? Weil es das Geburtshaus von Adolf Hitler ist? Was für ein schwacher Grund. Und was für ein falscher. Und es wäre, was immer in diesem Haus gemacht werden will und vielleicht je wird, von Beginn an der falsche Ansatz, ein Widerspruch zum hehren Gewollten. Und mit einer Enteignung sogar von Anfang an das Unterlaufen eines jedweden hehren Anspruchs.

Es sollte endlich damit aufgehört werden, aus der Vergangenheit in Gegenwart und Zukunft zu schauen, sondern aus der Gegenwart in Gegenwart und Zukunft, das aber menschgemäß nicht heißt, deshalb die Vergangenheit zu vergessen. Und das bedeutet auch, endlich aufzuhören, vor Adolf Hitler auf dem Bauch zu liegen, und mag es auch aus den besten Gründen geschehen, als Warnung, als Mahnung … Es war die Nachtigall und nicht die Lerche, es waren die Wähler und Wählerinnen und nicht … diese wählten Adolf Hitler, der das Morgen als Nacht des Grauens verkündete.

Hitler Haus Braunau am InnDeswegen soll das Haus als Geburtshaus von Adolf Hitler, dem Massenmordführer, vergessen werden, aber stellvertretend für die weiteren 13.745.679 Wählerinnen und Wähler in Deutschland aus dem Jahr 1932 die oben genannte Tafel vor dem Haus in Braunau am Inn aufgestellt werden. Und menschgemäß zusätzlich ebenfalls stellvertretend für die 4.453.772 Stimmberechtigten in Österreich, die 1938 den Anschluß an Wählerhitlerdeutschland wählten. Als Mahnung. Zur Erinnerung an die Wählerinnen der Vergangenheit, aber vor allem zur Auseinandersetzung mit dem Wähler der Gegenwart.

Wäre auch die Frage gestellt worden, wo sonst könnte im gegenwärtigen Österreich ein „Haus der Verantwortung“ etabliert werden, mit der Antwort darauf könne jeder Wettbewerb Rede gegen Peitsche gewonnen werden … Denn schneller als ein Peitschenhieb ist die Antwort: Dort, wo jetzt noch das „Abdullah-Zentrum, statt  Kaiciid“.

Pegida – Georg Immanuel Nagel weint sich bei Muttern Unzensurierta total aus

Zur Zeit Unzensuriert Nagel 1000 oder 2000 oder doch nurDie gesinnungsgemäß zensierte Website der identitären Gemein-Schaft stellt ein „Exklusiv-Interview“ mit Georg Immanuel Nagel ins Internet. Es ist mehr oder weniger eine Wiederholung, was NR Wendelin Mölzer ihn in der Nummer 6-7 der „Zur Zeit“ schreiben läßt. Das wäre noch kein Grund, darüber zu schreiben …

In der „Zur Zeit“, veröffentlicht am 6. Februar 2015, waren es für Georg Immanuel Nagel „fast 2.000 Menschen“, die „erschienen“ sind, auf der „Freyung, im ersten Wiener Bezirk“, die „war überfüllt mit PEGIDA…“ Am 7. November 2015 waren es beim Ausweinen für Georg Immanuel Nagel „um die 1.000 Menschen“, die „gekommen sind“ …

… aber das ist doch wieder einmal festzuhalten, wie großzügig in diesen Kreisen mit Fakten und Daten umgegangen wird, selbst mit den eigenen, wie glaubwürdig diese Kreise also sind, daran sollten Wähler und Wählerinnen stets denken, ehe sie …