Für die Kronenzeitung sind Liebhaber germanischer Odin-Wiesinger-Kunst neuerdings „Experten“

Odin-Wiesinger-Experte ein Kandidat für die Bundespräsidentschaftswahl 22-05-2016

Gestern schaute die Mannschaft der „Neuen Kronen Zeitung“, wer hinter der Fassade steht. Und bei einem Kandidaten schrieb sie in der Spalte „Favoriten in der Kunst“:

„Faible für Spezielles, wie für den nur Experten bekannten Maler Odin Wiesinger.“

In der Mehrzahl wohl Liebhaber und wohl kaum Liebhaberinnen – es darf angenommen werden, ein Spiegelbild der Zusammensetzung der Wähler und Wählerinnen dieses Kandidaten – germanischer Kunst sind also „Experten“, die ein „Faible für Spezielles“ haben. Ein „Experte“ also ist dieser Kandidat mit einem „Faible für Spezielles“ soher wohl auch selber. Bis zum 24. April 2016 war, wenn von Odin Wiesinger gesprochen und nur deshalb gesprochen wurde, weil er dieses Kandidaten Mal-Liebling ist, keine Rede von „Experten“, sondern …

Nun aber hat diese Tageszeitung sich die hehre Aufgabe vorgenommen, diesen „Experten“ zu dem Ansehen zu verhelfen, das sonst Expertinnen und Experten etwa aus der Wirtschaft, der Wissenschaft, der Kunst, der Geschichte bereits genießen. Einem Walter Marinovic beispielsweise wird das freuen, im hohen Alter doch noch als Experte anerkannt zu werden, oder, wie wird es Martin Graf freuen, der schon so viele Jahre ein Experte für Spezielles ist. Oder eine ganz spezielle Galerie in Italien wird es mit rechter Freude lesen, eine Galerie der Experten zu sein. Sogar des Kandidaten Pg. Obmann kann jetzt darauf verweisen, selbst einmal ein Experte zu sein, nicht nur einer zu sein, der sich stets auf andere Experten verlassen muß, wie beispielsweise Schachtschneider oder Friedman …

Mit diesem Kandidaten würden also nicht nur einer in die Hofburg einziehen, der selbst ein Experte für Spezielles ist, sondern er würde, wie es eben bei einem Wechsel üblich ist, mit seiner Expertenschar in die Hofburg einziehen, und sich dann wohl bald die Bundesregierung in die Hofburg „holen“, weil die Regierung nicht so expertenhaft arbeitet, wie er als Experte mit seinen Experten sich das vorstellt, wenn also das Land nicht so regiert wird, wie dieses Kandidaten Expertenschaft gesinnungsgemäß …

 

Felix Baumgartner, Generalrepräsentant des Deutschen

capture the flag

Felix Baumgartner ist ein bescheidener Mann. Denn. Er wirbt nicht für sich. Er wirbt für einen anderen Mann. Aber für einen, der die Flagge bloß zeigen will. Ob er diese wohl zum Herzeigen stets bereit unter seinem Rocke trägt? Für einen Mann, der das Aufstehen bloß übt, wirbt also Felix Baumgartner. Für einen Mann, der im Sitzen sich bloß vorsagt: aufstehen. Und dabei stets sitzen bleibt. Wie Wladimir und Estragon, die einander zurufen, gehen wir, und dabei nicht von der Stelle kommen, nicht einen Millimeter von der Stelle kommen, auf die sie vor ewiger Zeit gestellt wurden – von ihrem Schöpfer.

Dabei wäre Felix Baumgartner selbst der einzige und wahre Repräsentant. Er zeigt nicht nur die Flagge des Deutschen, er erobert auch die Flagge des Deutschen. Ihm ist das Aufstehen keine bloße Übung. Ihm ist das Aufstehen kein bloßes Vorsagen. Er steht auf. Und überwindet dabei Entfernungen, bringt das Deutsche in die Höhe, ohne aber dabei den Inhalt in der Tiefe zu vergessen.

Und mit Felix Baumgartner könnten sich vor allem junge Männer identifizieren, die recht ordentlich viel für Spiele überhaben, auch in der Höhe: capture the flag. Aber auch das Spiel conquer the spelling ist ihnen schon recht bekannt, das in einer härteren Version als butchered language gekannt und gespielt wird.

Wäre das nicht wunderbar, wenn nach dem 24. April 2016 ein fliegender Wechsel noch möglich wäre, und am 22. Mai 2016 statt …

 

 

Aladdin, die Wunderlampe, Amazon und der Antisemitismus

Aladdin und die Wunderlampe - Amazon AntisemitismusEs könnte darüber spekuliert werden, weshalb Helge Morgengrauen in der von NR Wendelin Mölzer geführten ZZ in der vorliegenden Ausgabe, in der Walter Seledec mit seinem Hofburgkandidaten einer „neuen Zeit“ entgegenfiebert, zur Lektüre Konrad Haemmerling empfiehlt, dessen Roman „Der Mann, der Shakespeare hieß“. Offensichtlich ein Roman, der schon bei seinem Erscheinen vor Jahrzehnten … Aber wer den Anspruch von Morgengrauen an die Literatur kennt, wird das nicht verwundern.

Sonderbar an dieser morgengrauenschen Empfehlung ist, daß im deutschen reich Bücher von ihm verbrannt wurden, er mit eingeschränkten Publikationsmöglichkeiten, wie von anderen berichtet wird, sich abzumühen hatte. Das wird von Morgengrauen, der selbst ein Märchenerzähler wohl recht gerne geworden wäre, aber nicht erwähnt. Morgengrauen schreibt, sein Shakespeare-Roman sei 1938 erschienen. Es gibt auch Mitteilungen, daß der Roman 1937 zwar gedruckt worden sei, aber gleich auch verboten. Aber das ist nicht von Belang. Bloß als Notiz. Auch, daß Morgengrauen sonst bei seinen Empfehlungen recht vornehm verschweigt, wenn wer im deutschen reich …

Es hat was von Ironie. Konrad Haemmerling soll es im deutschen reich deshalb schwer gehabt haben, seine Bücher sollen verbrannt worden sein, weil er nämlich irrtümlich für einen Juden gehalten worden sei. Ein Pseudonym von ihm war Curt Moreck.

Was also in der von NR Wendelin Mölzer geführten ZZ zu Konrad Haemmerling steht und auch nicht steht, ist ohne Belang. Und zu Haemmerling respektive Moreck etwas zu schreiben, wäre nie eingefallen, wenn nicht …

Anhand von Haemmerling kann nämlich gezeigt werden, wie schnell sich etwas ändern kann, gerade dann, wenn von „neuen Zeiten“ geträumt wird, „verheißungsvoll göttliche Morgendämmerung“ ersehnt wird – die „Dämmerung“ … Es mögen die Menschen unehrlich sein, ihre Sprache ist es nicht: Kaum bricht das „verheißungsvolle“ Morgen aus, beginnt es auch schon zu dämmern, geht aus diesem Morgen kein Tag hervor, sondern Nacht.

Im Jahr 1912 erschien von Ludwig Fulda eine Übersetzung von „Aladdin und die Wunderlampe“. In dieser Übersetzung war es einfach ein „Trödler“, der Aladdin betrog. Nicht einmal acht Jahre später war es ein „Jude“ – herausgebracht von Curt Moreck respektive Konrad Haemmerling. So rasch also kann es gehen, wenn es neuen Zeiten entgegen …

Und rund einhundert Jahre später können beispielsweise beim Unternehmen Amazon beide Übersetzungen erworben werden, also die von Curt Moreck, in der der Betrüger ein „Jude“ ist, und die von Ludwig Fulda, in der der Betrüger einfach ein „Trödler“ ist.

Deshalb mußte doch zu Haemmerling/Moreck, der vor langer Zeit einmal als „Mitläufer“ bezeichnet wurde, etwas geschrieben werden: wie gerade einmal innerhalb von acht Jahren aus einem „Trödler“, der ein Betrüger ist, ein „Jude“ …, und wie nach der bekannten massenmörderischen Geschichte des deutschen reiches immer noch die von Curt Moreck herausgebrachte Übersetzung beispielsweise von dem Konzern Amazon …

Konrad Haemerling ZZ Morgengrauen

 

Für Unentschlossene eine letzte Selbsprüfung vor den Bundespräsidentschaftswahlen 2016 in Österreich

Wenn Sie heute noch nicht wissen, wen Sie morgen wählen sollen. Und am 22. Mai 2016 werden Sie vielleicht wieder vor dieser Entscheidung stehen. Am 22. Mai 2016 wird es wohl noch viel wichtiger sein, zu wissen, wen wählen. Wenn Sie nach dem 24. April 2016 wieder nicht wissen sollen, wen Sie am 22. Mai 2016 wählen sollen.

Fragen Sie (dieses Fragen hat nach vorliegenden Prognosen wohl für beide Wahlgänge seine Gültigkeit) sich einfach, ob Sie mit diesem Wähler identifiziert werden wollen, wesentlicher noch, ob Sie sich mit dieser Wählerin identifizieren können, die so schwärmerisch für seinen Kandidaten werben kann:

„Ich habe selten eine so ergreifende und wunderbare Rede gehört! Man spürt ganz deutlich: Dies ist der Aufbruch in eine neue Zeit! Das Verfaulte, das Lebensvergiftende und Menschenfeindliche wird von den Wänden gerissen – und das blühende neue Leben, das Licht der Freiheit und der Aufbruch zur Zeitenwende erscheinen wie eine verheißungsvolle göttliche Morgendämmerung am Horizont! Lasst euch mitreißen von dieser Begeisterung und helft mit eurer Stimme für … mit, diese neue Zeit für uns, für Österreich zu gestalten!“

Fragen Sie sich aber auch, was vermittelt ihm sein Kandidat, daß er derart inbrünstig seinen Bräutigamwerber machen kann, wohl selbst des Kandidaten Braut sein möchte. Was durchaus möglich ist, da er, der sich Peter_ nennt, sich eigentlich auf kein Geschlecht festlegt, wie der an den Namen angehängte Unterstrich nahelegt.

Peter_ scheint gestern bei der Abschlusskundgebung gewesen zu sein, und jetzt stellt sich die Frage, ob gar Peter_ einer der Menschen mit den herzerwärmenden Äußerungen …

Ob Peter_ den Kandidaten gestern persönlich begrüßen konnte, sie scheinen einander zu kennen, wie Peter_ schon einmal durchblicken ließ: Portrait eines liebenden Wählers mit aufrichtigem Charakter. Wie nachgelesen werden kann, gibt es von Peter_ so viele herzerwärmende Äußerungen, daß es nicht mehr wichtig ist, es nicht mehr darauf ankommt, ob eine der gestrigen Äußerungen auch …

Und wenn Sie hier die vielen Vorstellungen von Peter_ nachgelesen haben, stellen Sie eine letzte Frage, ehe Sie zur Wahl gehen: Sieht für Sie das „blühende neue Leben“ so aus, wie es sich Peter_ mit seinem oder ihrem Kandidaten erhofft, ersehnt?

Kann der Kandidat von Peter_ Ihr Kandidat sein

Weltexperte Rau-Hans Rauscher: „Europa, wo man sie einfach nicht braucht.“

Rau - Hans Rauscher - Weltexperte

Fünfhundert ertrunkene Hunde, bereits die Mutmaßung, bis zu fünfhundert, oder gar schlimmer noch, fünfhundert Welpen könnten ertrunken sein, bereits ohne definitive Bestätigung, daß fünfhundert Welpen starben, hätte wohl tagelang in Österreich heute Aufmacher zur Folge: größte Anteilnahme, größte Trauer, Lebensberichte eines jeden ertrunkenen Hundes, Aufrufe, der toten Welpen in einem Staatsakt zu gedenken, das Organisieren eines Trauergebetsmarsches über alle Dörfer und Städte des Landes, um der Bevölkerung die Gelegenheit ihrer Anteilnahme, ihres Abschiednehmens, ihrer Solidarität mit den armen ertrunkenen Hunden und Welpen …

Im Neusiedler See sind nicht fünfhundert Hunde ertrunken, sind keine Welpen ertränkt worden.

Im Mittelmeer aber sind wieder Menschen ertrunken. Es sollen bis zu fünfhundert Menschen ertrunken sein.

In Österreich heute aber nicht eine einzige Zeile an den zwei vergangenen Tagen darüber. Eine der zwei Zeitungen, die beide den Namen Umsonst führen könnten, bringt dafür am letzten Donnerstag auf das Titelblatt: „Sarrazin rechnet jetzt mit Flüchtlingen ab“. Und die zweite Umsonst: „TV-Star tappt in Sex-Falle“. Die Zeitung der Republik vergräbt es in einer kurzen Spalte auf der Seite ihrer ausländischen Berichte, als ob in Österreich heute noch wer lesen möchte, was in der Welt … bis auf Hans Rauscher menschgemäß.

Hans Rauscher interessiert, was in der Welt vorgeht. Hans Rauscher kennt sich in der Welt aus. Hans Rauscher hat, wie es heutzutage so schön heißt, Expertise. Auch Lösungskompetenz, wie es heutzutage ebenfalls so schön heißt.

In Österreich heute ist in der als Qualitätsmedium bekannten Tageszeitung am letzten Freitag auf der Titelseite rau zu lesen:

„[I]n Europa, wo man sie einfach nicht braucht.“

Das schreibt Hans Rauscher im Zusammenhang mit den rund fünfhundert Menschen, die eben erst wieder ertrunken sind, sterben mußten, weil … Hans Rauscher erklärt das profund. Hans Rauscher ist auch ein geeichter Kenner der Geschichte des Kontinents Afrika, er weiß bestimmt, wie es zu Korruption und Inkompetenz gekommen ist. Vielleicht hat er beim Abfassen von „Bestechung“ beispielsweise „Die Verdammten dieser Erde“ von Frantz Fanon aus dem Regal geholt, vielleicht auch als Mann stets auf der Höhe der Zeit an „Kritik der schwarzen Vernunft“ von Achille Mbembe gedacht, nicht nur gedacht, sondern sich beim Schreiben davon leiten lassen.

Das also ist Österreich heute. Wenn Menschen sterben, steht im Nachruf auf sie: „Wo man sie nicht braucht“. So rau also ist es heute geworden, aber nicht nur in Österreich. Anderseits, obgleich diese Menschen wissen, daß „sie einfach nicht …“, besitzen sie trotzdem, wenn schon sonst nichts, die Frechheit:

„Sie kommen trotzdem.“

„Trotzdem kommen sie“ und auferlegen, ungezogen wie sie wohl sind, Europa eine

„Selbst wenn man die apokalyptischen Szenarien von Abermillionen Flüchtlingen für übertrieben hält, ist das eine immense Bewährungsprobe für Europa.“

„Bewährungsprobe“ – oh du von diesen Menschen raugeplagtes Europa, weshalb straft dich für deine Unschuld die Vorsehung nur mit solch immensen …

Als Günter Grass vor bald fünfzig Jahren den Roman „örtlich betäubt“ schrieb, reichte es in seiner Vorstellung noch aus, wohl mit seinem Blick auf die damalige Gegenwart, nur einen Hund öffentlich verbrennen lassen zu wollen, um auf das Leid durch Napalm aufmerksam zu machen. Heute würde Günter Grass, um das Leid und Elend und Sterben von Menschen bewußt zu machen, wohl einen Roman schreiben, in dem fünfhundert Hunde oder gar tausend Welpen im Neusiedler See ertränkt werden. Und als Titel könnte Günter Grass wohl nur einen wählen: „kontinental betäubt“ …

Nein, das ist ungerecht, also Österreich gegenüber ungerecht, Österreich heute ist doch ein recht gutes Land, mit recht guten Menschen, die schon rechten Anteil nehmen, wenn nur einem einzigen Pudel etwas Schreckliches zustößt, des Pudels Leid wird sofort ausführlich berichtet, und wie herzensgut die tiervernarrten Menschen sind, darüber legten sie erst gestern wieder vor dem Hause ihres höchsten Schutzherrn dieses Landes recht beredtes Zeugnis …

Stimmzettelkreuz ausgeschrieben heißt „Trottel, Drecksau, Mißgeburt“

Kreuz auf dem Stimmzettel eines Kandidaten heisst Trottel Drecksau Missgeburt

Haben Sie schon einmal überlegt, was ein auf einem Stimmzettel bei einem bestimmten Kandidaten gemachtes Kreuz ausgeschrieben heißt?

Es gab heute mitten in Wien eine Veranstaltung zur Bundespräsidentschaftswahl am 24. April 2016. Während des Wartens auf die Reden versuchte eine Band Stimmung zu machen, einzuheizen. So wirklich Hitze am Platz zu erzeugen, das gelang ihr nicht; wahrscheinlich tritt ihr Sänger deshalb recht gerne in Räumlichkeiten auf, in denen bereits ordentlich eingeheizt ist, im Grunde gar nicht eingeheizt werden müßte, weil die Männer in diesen Räumen auch ohne Saunatemperatur dampfen …

Schon während des Wartens auf die Reden, auch der von Beginn an umstritten gewesene Präsident konnte dabei gesehen werden, wie er auf den Auftritt wartet, konnten von Menschen, ausschließlich von Menschen, die sich als Anhänger und Anhängerinnen und also Wählerinnen und Wähler des Kandidaten deklarierten, Äußerungen gehört werden, die ihr bei ihrem Kandidaten auf dem Stimmzettel gemachtes Kreuz ausgeschrieben bedeuten. Und auch dann während der Rede ihres Kandidaten konnten weitere solche Äußerungen gehört werden, die sie auf ihre Stimmzettel schrieben, wenn das erlaubt wäre. So stehen statt ihren Äußerungen auf den Stimmzetteln ihre Kreuze. Für die Äußerungen während der Rede lieferte ihr Kandidat die Stichworte.

Ein Mann etwa, etwas gelangweilt auf die Rede wartend und sich umsehend, sieht auf dem Gebäude mit Turm eine Fahne und fragt laut: „Was haben die für eine Fahne aufgehängt, Trotteln.“

Statt einen Schritt zurückzuweichen, daß eine Frau mit Kinderwagen und einem Kind an der Hand vorbeigehen kann, schimpft eine Frau sie lieber „Mißgeburt“, weil diese mit dem Kinderwagen fast ihren Fuß angefahren hätte.

Für einen Mann ist ein Kandidat, also nicht sein Kandidat auf der Bühne, eine „Drecksau“ mit „Nazis als Vorfahren“, und würde die „Drecksau“ abgestochen werden, würde aus ihr das „Hakenkreuz bluten“ …

Ein Mann selbstzufrieden: „Der Türke packt seinen Koffer.“ Diesmal aber kein Sprechchor „Türken raus“, wie auch schon erlebt, erst vor wenigen Monaten, auf einem anderen Platz in Wien.

Das also heißt das Kreuz bei diesem Kandidaten ausgeschrieben. Es mag manches oder gar vieles gegen die weiteren Kandidaten und die Kandidatin dieser Wahl vorgebracht werden, aber eines wohl nicht, daß die Kreuze ihrer Wählerinnen und Wähler für sie auf den Stimmzetteln ausgeschrieben als „Trottel, Drecksau, Mißgeburt“ und so weiter und so fort zu lesen sind. Das gehört auch noch zur Selbstprüfung, ehe Sie zur Wahl gehen, ob Sie tatsächlich wollen, daß Ihr Kreuz so zu lesen ist?

NS Es wollte noch die junge Frau und der junge Mann mit dem christlichen Transparent gefragt werden, ob es als Zustimmung für den Kandidaten auf der Bühne zu verstehen ist, als bloße Werbung für ihre Union, aber, das muß eingestanden werden, es waren der mitgehörten Äußerungen zu viele, erschlagen von diesen fehlte der Ansporn dazu, es wollte nichts mehr gehört werden, und wenn es auch eine positive Äußerung gewesen wäre.

Bundespräsidentschaftswahl 2016 in Österreich: „Sie werden sich wundern, was alles gehen wird.“

Ein Kandidat zum Einfahren - Bundespräsidentschaftswahl 2016

Das sagte im Fernsehen ein Kandidat: gestern.

Das war wohl einmal die ehrlichste und einmal tatsächlich ganz ohne Maske vorgebrachte Aussage dieses Kandidaten. Sein und seiner Pgs. ganzes Programm.

Ein Hinweis aber zugleich, den er gar nicht hätte zu machen brauchen. Niemand kann sich je noch wundern, niemand wird sich je noch wundern, wer die Gemein-Schaft kennt, für die er antritt, das höchste Amt im Staat einzufahren, weiß, „was alles geht“, alles zum Rechtguten für diese Partei, nichts aber für die Menschen, schon gar nicht für die, die sie wählen.

Einfahren werden alle, die ihn wählen.

Alles, was geht, zu ihm und für seine Pgs. – hergeben werden sie, die Sie ihn wählen, alles, was Sie haben.

Antifaschismus und Antirassismus in Österreich nur noch ein gewohnheitsmäßig zu lassendes Windchen und nicht mehr?

Identitäre Partei FPÖ mit ihren identitären Buben

Es muß nicht ein weiteres Mal die formale Unterscheidung zwischen einer parlamentarischen identitären Partei, also der FPÖ, und den außerparlamentarischen identitären Gruppen, die sich selbst – wer träumt, träumt irreal – als Bewegung träumen, ausgeführt werden.

Über den gesinnungsgemäßen Rechtklang muß auch kein Wort mehr verloren werden; die identitären Gruppenbuben (es werden mehrheitlich wohl dem Testosteron hilflos ausgelieferte Buben sein und Mädchen wie für solche Parteien und Gruppen kennzeichnend die Minderheit stellen in diesen identitären Gruppen mit ihren Minderheitenprogrammen) sprechen bloß nach, was aus der identitären FPÖ seit … In dieser Hinsicht ist die Frage nach Henne und Ei gelöst. Die Henne ist vor dem Ei, also die identitäre Henne FPÖ legte das identitäre Gruppenei.

Und noch eine gemeinsame Flagge zeigen FPÖ und identitäre Gruppen, die Flagge des sprachlichen Unvermögens. Die Rechtschreibung der FPÖ ist lange schon legendär.

Wie nun zu hören und zu lesen ist, wird die identitäre Gruppe, die eine Theateraufführung uneingeladen und also ungebeten unterbrach, von He.-Chr. Strache aufwärts verteidigt. Das ist für eine identitäre Partei eine Frage der Treue und der Ehrenpflicht, aber auch der Fürsorge gegen ihre Buben. Es ist auch eine Frage der Treue und der Ehrenpflicht, aber auch der Dankbarkeit der Buben gegen ihre Großväter, die FPÖ zu verteidigen. Beispielsweise Martin Sellner, wie in der Collage gelesen werden kann. Sein „Winderstand“ will noch gar nicht als Rechtschreibfehler gewertet werden, in der Aufregung, mit überhitztem Testosteron, da kann ein Tippfehler … Es ist jedoch zu ernst, um sich darüber nur lustig zu machen. Denn. Martin Sellner schreibt: „Antifaschistischer Winderstand“. Unweigerlich fallen bei „Winder“ „Winde“ ein.

Antifaschismus und Antirassismus in Österreich nur noch ein Furz – ein gerade noch pflichtgemäß zu lassender Furz, aber nicht mehr? Zu beunruhigen ist nicht, was solche Großväter mit ihren Buben verbreiten, sondern für sie bereits breit verbreitet wird, nicht aber ohne dabei ein „Wehret den Anfängen“-Windchen für den eigenen Wohlgeruch … Und wie gelesen werden kann, darüber kann sich Martin Sellner recht freuen … Freuen kann das aber besonders jene nicht, für die Antifaschismus und Antirassismus noch nicht zur gewohnheitsmäßigen Bekundung verkommen sind. Ein weiteres Beispiel: es gibt einen hofierten Lobbyisten für Waffen, der nicht nur Interviewpartner eines Präsidenten ist, dem bestimmte Wörter recht …

Und der je erste geworfene Blick auf eine Website einer identitären Gruppe bringt gleich, wie ebenfalls in der Collage zu lesen ist, einen Rechtschreibfehler: „aufwachen lies“ … als Tippfehler kann das nicht großzügig durchgelassen werden. Der Fehler kann aber positiv gewendet werden. Wenn das, was die Buben ihren Großvätern nachschreiben, wach, also aufmerksam, bewußt und kritisch gelesen wird, kann es nur ein Minderheitenprogramm sein, muß es eines bleiben, das die Buben selbst, wenn sie einst mit ihrem Testosteron umzugehen wissen werden, einschlafen lassen werden. Zu hoffen ist es. Und es nie wieder aufwachen lassen, wie ihre Großväter. Denn. Diese Gefahr besteht immer, wenn Männer vom Testosteron endlich befreit, wieder hilflos geworden, nach einem Ersatzstoff verzweifelt …

NS So nebenher konnte auf der Eibubenwebsite noch gelesen werden, sie möchten das „Wählerverhalten beeinflussen“ … Rührend die recht großen Träume der Buben. Jedoch, eines ist festzustellen, wer sich nicht selbst vor jedweder Wahl prüft, ist beeinflußbar, sogar von solchen Buben und Großvätern und Ururgroßvätern. Deshalb hier der Vorschlag einer Selbstprüfung mit ersten Fragen, zu denen Ihnen mit Gewißheit noch viele weitere Fragen von ganz alleine und wie selbstverständlich einfallen werden, und Antworten, die in der Summe, so ist zu hoffen, keine Stimme für Großväter mit ihren Buben …Deshalb hier ein Selbsttest mit ersten Fragen, zu denen Ihnen selbst mit Gewißheit noch viele weitere Fragen einfallen werden, und Antworten, die in der Summe, so ist zu hoffen, keine Stimme für Großväter mit ihren Buben …

NNS Darauf wurde jetzt fast vergessen, was in der Collage auch gelesen werden kann. Was der identitäre Bub Sellner schreibt, gefällt einem Großvater aus Deutschland, der für eine Partei kandidiert, die …

NNNS Es ist eine schaffenslose Bubengeneration. Sie schafft nichts Neues. Die Gesinnung von den Großvätern, die sie schlicht nachplappert. Ihre Aktionen abgeschaut, aber falsch abgeschaut, die Geschichte der Kunstaktionen also vollkommen falsch verstanden, wehr- und hilflos dem Testosteron ausgeliefert, das ihr Ungeheuer zeugt, vor denen sie sich ängstigt …

Ein Kandidat empfängt einen bereits ausgeschiedenen Waffenrassystenkandidaten

Ein Wähler hadert

Ein Kandidat also, der noch im Rennen ist, empfängt im Hofburgtraktwahljahr 2016 einen Kandidaten, der aus dem Rennen ist. Dr. Georg Zakrajsek hat es nicht geschafft, die notwendigen Unterstützungserklärungen zu bekommen, um in diesem Jahr für das Amt der Bundespräsidentin kandidieren zu können. Vielleicht hat er es auch frühzeitig wegen zu erwartender Erfolglosigkeit aufgegeben. Das wurde nicht recherchiert, weil es auch völlig belanglos ist.

Was ein Waffenrassyst ist? Die Antwort darauf finden Sie unter

Schießen ist ein schöner Sport – An wen erinnert Waffenrassyst Zakrajsek bloß so?

zum Nachlesen: in diesem Abschnitt wird es anhand von einigen Beispielen aus dem recht reichen zakrajsekschen Fundus erläutert.

Woran auch immer seine Kandidatur gescheitert ist, es kann als erfreulich angesehen werden, in einer wenig erfreulichen Zeit, daß ein Waffenrassyst nicht die notwendige Unterstützung erhielt.

Und was macht ein gescheiterter Kandidat, ohne Aussicht sich selbst wählen zu können? Er muß sich einen für ihn wählbaren Kandidaten suchen. So schrieb er alle, die kandidieren, an, um von ihnen die Antwort zu bekommen, wen er denn wählen solle.

Er, der Waffenrassyst,  wird nun wohl wissen, wen er wählt, am 24. April 2016. Ein Kandidat, der bis zum kommenden christlichen Sonntag noch hoffen darf, daß die Vorsehung mit ihm noch etwas Rechtes vorhat, vielleicht auch darauf, daß für ihn irgendwo Andreas Hofer Fürbitten spricht, empfängt einen bereits gescheiterten Waffenrassystenkandidaten zum Interview in den Räumlichkeiten nicht seines Hauses irgendwo im Burgenländischen, sondern in den Räumlichkeiten der Republik.

Wenn gelesen wird, wie der gescheiterte und also bereits ausgeschiedene Waffenrassystenkandidat über die anderen Bewerber und die Bewerberin für das höchste Amt im Staat schreibt, darf angenommen werden, für wen der noch im Rennen befindliche Kandidat ein „Schutzherr“ vor allem und wohl ausschließlich sein will und kann, der dabei aber eines nicht verstehen kann und wohl auch gesinnungsgemäß nicht gewillt ist, daß „Schutzherr“ und Demokratie, wie bereits ausgeführt wurde, nicht zueinander … der „Schutzherr“ paßt und gehört nicht zur Demokratie.

Wenn Sie sich als Wähler, wenn Sie sich als Wählerin nicht mit einem gescheiterten Kandidaten identifizieren können, dann wissen Sie bereits, wen Sie wählen können, und vor allem, wen Sie nicht wählen können. Es gibt noch weitere Wählende, die Sie bei einem letzten verantwortungsvollen Eigentest vor der Wahl bei der Beantwortung der Frage unterstützen können, ob Sie mit diesen eine Wahlgemeinschaft bilden wollen:

Mit welchen Wählenden können Sie sich identifizieren?

 Hofer mit Zakrajsek beim Interview

Identifikation der Wähler und Wählerinnen

Wie ist Ihr Selbsttest ausgefallen? So kurz vor der Bundespräsidentenwahl. Wenige Tage vor der Bundespräsidentinnenwahl. Sind die Werte der role models Ihre Werte? Haben Sie deren Vorschläge als zukunftsgestaltende Vorschläge werten können? Sind das Vorschläge, die auch die Ihren sind, die Sie nach bestem Wissen und Gewissen unterschreiben könnten?

Wenn Sie diesen Wahltest noch nicht gemacht haben, aber noch unschlüssig sind, wen Sie am 24. April 2016 wählen sollen, können, wollen, oder doch auch wissen möchten, mit wem Sie sich identifizieren, wenn Sie bereits entschieden haben, einen bestimmten Kandidaten oder eine bestimmte Kandidatin zu wählen, rufen Sie den Wahltest auf zu einer letzten Prüfung Ihrer Entscheidung:

Mit welchen Wählenden können Sie sich identifizieren?

Denn. Es kann für die eigene Stimmabgabe durchaus hilfreich und erhellend sein, in welche Gemeinschaft der Wählenden Sie sich wählen, wenn Sie Ihre Stimme einer bestimmten Kandidatin oder einem bestimmten Kandidaten begeben. Zumal es vielleicht noch nie derart austauschbare gab, mit den Wählerinnen und Wähler hingegen, für die Sie sich entscheiden, müssen Sie länger als eine Amtsperiode … Und vor allem, die Wähler und Wählerinnen entscheiden die Richtung in eine Zukunft mit Zukunft oder in eine ohne Zukunft. Zu welcher Wahlgemeinschaft wollen Sie gehören?

Wahl-Test Bundespräsidentenwahl 2016