„Zur Zeit“ – Ein lugdummes Wochenmagazin aus dem freiheitlichen Lager?

So sehr das Kaffeehaus an der bestimmten Ecke bevorzugt wird, für die Zeitungslektüre, so ärgerlich ist es, immer wieder, um den Lesehunger befriedigen zu können, mit Zur Zeit, während auf freiwerdende andere Zeitungen gewartet werden muß, die Gegenwart zu verlassen …

Auch heute wieder zum Espresso keine andere Zeitung zum ersten Schluck als die Ausgabe 01/2012 mit Beiträgen, die wieder die Frage hervorrufen, sind diese aus Dummheit geschrieben, oder geschrieben, um zu lügen, oder geschrieben, um Lüge und Dummheit zu vereinen, somit Lugdummes zu verbreiten, oder geschrieben ohne davor, womit u.a. Dummheit zu definieren ist, Informationen einzuholen, ohne, wieder ohne eine Antwort auf diese Frage …

Zwei Beitrage aus dieser Ausgabe sollen dafür als Beispiele herangezogen werden.

Walter Seledec schreibt unter dem Titel „Kriegstreiberei“:

Denn der Autor nimmt keine Rücksicht auf die herrschende Lehre der Angepaßten. Meiser bringt den ausführlichen Nachweiß, daß allierte und tschechische Politiker den Weltkrieg gewollt und herbeigeführt haben. Niemand kann angesichts der vorgelegten Beweise noch von einer Alleinschuld Deutschlands reden. Die Vertreibung der Sudetendeutschen war und bleibt ein Genozid, ein ungesühntes Verbrechen, so Meisers Aussage. Dabei wird die deutsche Mitschuld am WK II nicht in Frage gestellt. Es ist überhaupt sehr zu begrüßen, daß ein Buch dieser Art heute noch erscheinen kann.

Daß ein Buch dieser Art heute noch erscheinen kann … Wie soll eine solche Aussage bewertet werden? Walter Seledec muß zumindest der Buchdienst von der Zeitung, für die er schreibt, bekannt sein, soher muß er wissen, was für eine prosperierende Nationalismus- und Revisionismus-Industrie es nach wie vor gibt …

Alles erscheint heute, das kann einem Walter Seledec ebenfalls nicht unbekannt sein –, somit kann er nur wider besseres Wissens …

Helge Morgengrauen schreibt unter dem Titel „Jeder wird begeistert“:

Mit diesem Beitrag beginnt eine Serie, die allen Dichtern und Schriftstellern gewidmet ist, die heutzutage von den Medien ausgegrenzt bzw. totgeschwiegen werden. Hier sollen diejenigen gewürdigt werden, die Heimat und Volkstum immer hochgehalten haben, die sich nicht nach dem Wind gedreht haben und daher auch nicht in das linkslastige Konzept des ständig betroffenen Gutmenschentums passen. [D]er deutsche Dichter Robert Hohlbaum wird aber nicht mehr verlegt. Hohlbaum […] war mit Rudolf Hans Bartsch und Mirko Jelusich wie auch mit Franz Karl Ginzkey, dessen Biographie er schrieb, befreundet.

Es erscheinen viele Bücher von Hans Meiser, Robert Hohlbaum wird auch heute verlegt.

Ausgegrenzt bzw. totgeschwiegen werden … Wie soll eine solche Aussage bewertet werden? Helge Morgengrauen wird es wohl auch bekannt sein müssen, daß es Millionen von Dichterinnen und Schriftstellerinnen gibt … Um diesen gerecht zu werden, müßten Medien nur noch ausschließlich über Literatur berichten. Und die Literatur ist den österreichischen Medien im Grunde egal, sie grenzen nicht aus, sie sind schlicht und nicht interessiert. Es ist auch eine Frage des Marketings. Die Vermarktung scheint nicht gut zu sein, wenn das hohlbaumsche Wiederaufgelegte und das Gesamthohlbaumsche es nicht in die Medien schaffen, was aber, genauer besehen nicht stimmt, außer Zur Zeit versteht sich weder als österreichisches noch als Medium … Zusätzlich darf nicht vergessen werden, es sind erst einige Jahre vergangen, seit eine große österreichische Tageszeitung der gutter press durch Günther Nenning Dichter und Schriftstellerinnen vorstellen ließ, unter jenen werden wohl einige dabei gewesen sein, von denen Helge Morgengrauen nun meint, sie werden ausgegrenzt bzw totgeschwiegen, beispielsweise Franz Karl Ginzkey, auf den Helge Morgengrauen selbst verweist, oder Enrica Handel-Mazzetti, die Günther Nenning Millionen von Lesern und Leserinnen präsentierte …

Alles ist heute unausgregrenzt, nichts ist totgeschwiegen, irgendwo wird über alles geschrieben, gesprochen … Helge Morgengrauen wird das nicht verborgen sein können, soher nur wider besseres Wissens …

Für Robert Hohlbaum ist es aber eine Gnade, breit vergessen worden zu sein, denn so kann er durch Helge Morgengrauen nun eine Auferstehung feiern, die nicht sein literarischer Rang begründet, und er wird wieder seine Leser und Leserinnen finden, die gleich Helge Morgengrauen ein Schrifttum bevorzugen, das …

In Bekenntnis zu Josef Weinheber, 1950 im akademischen Gemeinschaftsverlag Salzburg erschienen, schreibt Robert Hohlbaum:

Was ihn aus der sehr gesiebten Schar der großen Lyriker auf einen unantastbaren Eigenplatz hebt, ist, daß sein „Ewiges“ […] immer „aus der Erde“ kam. Ein Gedicht, wie das wundervolle „Alt-Ottakring“ konnte nur schreiben, wer mit der „Maische Duft“ noch innig verbunden war und den Erdhauch noch nicht verloren hatte wie etwa Rilke, den Weinheber an Blutfülle weit übertrifft, aber auch an Spannweite im Stofflichen.

Nun, wer je Weinheber las, wer je Rilke las, wird verstehen, weshalb ihm oder ihr der Name Robert Hohlbaum bisher noch nicht untergekommen ist, außer, vielleicht auch beim Warten auf andere Zeitungen, beim Durchblättern von diesem Magazin … Als Literaturkritiker ist Robert Hohlbaum auf der Höhe eines H.M, über den in achtzig Jahren mit höchster Wahrscheinlichkeit niemand etwas schreiben wird, aber nicht um H. M. auszugrenzen bzw. totzuschweigen, sondern aus Freundlichkeit, aus Nachsichtigkeit, aus Höflichkeit, nichts Schlechtes …

An anderer Stelle wurde bereits über einen weiteren von diesem Magazin bevorzugten Schriftsteller gesprochen, von Erwin Guido Kolbenheyer. Wer diesen Beitrag liest, wird nicht überrascht sein, in welcher Gegenwart von Zur Zeit bevorzugt sich aufhält …

Im aufgemalten Deutschen Reich werden reale Bücher verkauft – auch vom III. Präsidenten NR

Es sind, wieder einmal, diese bestimmten Versandhäuser breit im Gespräch, die sich selbst nicht als nationalsozialistische Versandhäuser bezeichnen, sondern als „nationale“, wie beispielsweise der „Weltnetzladen“. Wobei, wieder einmal, ausschließlich die T-Shirts und deren Käufer und Käuferinnen aufregen, die Bücher und deren Verfasser und Herausgeber aber unbeachtet bleiben, daß, wieder einmal, der Eindruck entstehen will, es soll damit unausgesprochen vermittelt werden, es sind vor allem des Lesens Unkundige, die derartige Produkte bestellen, es sei die sogenannte bildungsferne Schicht, die anfällig ist für derartige textile Propagandaprodukte, und wer imstande sei, wie die sogenannte bildungsnahe Schicht, Bücher zu kaufen und zu lesen, würde solche T-Shirts weder kaufen noch anziehen.

Diese Versandhäuser haben, etwa „Odin-Versand“ oder „Weltnetzladen“, aber ein reichhaltiges Sortiment an Büchern, das nicht nur verkauft werden will, sondern diese Bücher aus diesem recht ordentlich sortierten Angebot müssen zuerst einmal auch von wem geschrieben und herausgegeben werden, um in den Handel zu gelangen, die Verfasserinnen und Herausgeberinnen müssen also zumindest Schreibkundige sein … Weiter bedarf es auch Zeichenkundige als Bereitsteller für Umschlagbilder, wie Odin M. Wiesinger … Um derartige Bücher in Umlauf zu bringen, müssen diese menschgemäß zuerst gedruckt werden, das in der Regel ein Verlag übernimmt, wie etwa ein Verlag in der Steiermark …

Es  mag für das Eigenbild der Gebildeten der Medien eine Notwendigkeit sein, vermitteln zu wollen, der typische Kunde von solchen Versandhäusern ist männlich, ungebildet und dumpf … Es wird wohl zutreffen, daß es vor allem Männer sind, die derartige textile Produkte kaufen, aber es entspricht nicht der Realität, daß die Erzeuger und Erzeugerinnen und die Verkäufer und Verkäuferinnen derartiger Produkte der sogenannten bildungsfernen Schicht angehören …

Realität ist, daß die Hersteller und Herstellerinnen solcher Produkte nicht nur hohe und höchste formale Bildungskarrieren vorzuweisen haben, sondern auch hohe und höchste Berufskarrieren, weiter auch Gehör finden bei einem Publikum, das selbst auf hohe und höchste … Ein Verweis auf das etwa zu Udo Ulfkotte bereits Geschriebene dürfte ausreichend sein.

Realität ist auch, daß viel und breit berichtet wurde, was Mitarbeiter von Dr. Martin Graf textil bevorzugen, nicht aber über das Erzeugte des III. Präsidenten NR und dessen Vertrieb … Diesmal will nicht mehr als ein Hinweis auf das dazu bereits ausführlich Festgehaltene geschrieben werden, als Einladung zur Lektüre …

Erfreulich in der Realität ist nur eines, daß das Deutsche Reich ein bloßer Aufkleber mehr ist, daß diese Geistesgrößen, mögen sie noch so viele Produkte aller Art erzeugen und vertreiben, sich ihr Reich nur mehr aufmalen können. Achtsam jedoch muß weiterhin darauf geschaut werden, daß die Tragödie sich nicht als Farce wiederholen kann, das Deutsche Reich das bleibt, was es jetzt ist, ein Abziehbildchen, das leicht von jedem Laternenpfahl zu kratzen und in den Müll …

Michael Spindelegger und Max Hiegelsberger – Christschwarze Mitglieder von Cellula del Vaticanista

Michael Spindelegger, christschwarzer Vizekanzler in der demokratischen Republik Österreich, möchte sich den Vorschlag von Max Hiegelsberger, dem christschwarzen Landesrat in der zur demokratischen Republik Österreich gehörenden Region Oberösterreich, „in der Tiefe“ anschauen …

Der Souverän von Vizekanzler Michael Spindelegger thront in einem Grätzel von Rom.

Michael Spindelegger kann gar nicht in die Tiefe zu schauen, denn er lebt ohnedies in diesem tiefen Graben, von dem aus es nicht mehr tiefer geht, und in diesen tiefen Graben will er, gemeinsam mit seinen Rittern und Damen der Zelle Vaticano, das ganze Land zurückreißen …

Mit dem bauernbündlerschen Max Hiegelsberger ist nun ein weiterer Zellenwächter im tiefen Graben erwacht, mit einem Vorschlag, der auf den Punkt gebracht beschrieben werden muß als Sucht nach Bestrafung von allen Menschen, die irgendwann im Laufe ihres Lebens ihre durch ihre Eltern unberechtigten Zwangsverpflichtungen zu einem der Organisierten Glauben zu kündigen gezwungen sind …

Wer etwa aus der römisch-katholischen Kirche also austritt, ist nicht, wie der erwachte Max Hiegelsberger meint, ein „Kirchensteuer-Flüchtling“, sondern jemand, der nicht mehr bereit ist, die elterliche Anmaßung, über ihre Kinder päpstlich zu herrschen, ihre Kinder in Organisationen einzutauchen, durch fortgesetzte Mitgliedschaft zu legitimieren …

Max Hiegelsberger versucht seinen Vorschlag mit Argumenten zu tapezieren, die zum einen derart häßlich sind, zum anderen derart abwegig und zum weiteren so wahr wie etwa die Geschichten in der Bibel, daß Jesus Christus ein Einzelkind gewesen sei, daß auf diese gar nicht eingegangen werden müßte, gebe es da nicht diese starke Lobby in Österreich, die es nach wie vor schafft, das Vorteilhafteste für diesen Organisierten Glauben herauszuholen, zum Schaden, zum größten Nachteil von allen Menschen, die keine Mitglieder dieses Organisierten Glaubens sind … Und die sogenannten gewöhnlichen Mitglieder haben, wie oft und oft bereits seit Jahrzehnten in der Zweiten Republik zu hören und zu lesen ist, für die Angestellten und vor allem für die leitenden Angestellten dieses Organisierten Glaubens einen äußerst geringen Stellenwert, erfüllen sie für vor allem für die leitenden Angestellten nur die reduzierte Funktion eines Echos für das, was ihnen vor allem die leitenden Angestellten ihnen an Überholtem unentwegt zähklebrig in die Ohren speicheln …

Max Hiegelsberger vermisse Gerechtigkeit bei der Steuerlast im Zusammenhang mit dem Kirchenbeitrag und will auch jene, die seiner Zelle Vaticano nicht angehören, verpflichten, einen finanziellen Beitrag zu leisten zum Erhalt der zelleneigenen Immobilien … Aktuell erst wurde etwa die steuerliche Absetzbarkeit des Kirchenbeitrages wieder um 100% erhöht. Und auch diesen weiteren Steuereinnahmenentgang müssen alle Steuerzahler und Steuerzahlerinnen in Österreich kompensieren …

Die Immobilien der Zelle Vaticano als Kulturbauten zu bezeichnen, wie es Max Hiegelsberger macht, mag richtig sein, wenn Kultur als Begriff der Menschheitsentwicklung verstanden wird, aber die Immobilien der Zelle Vaticano sind in erster Linie Propagandabauten, für die gerechterweise jene aufzukommen haben, die in diesen Bauten auftreten, um gegen die Weiterentwicklung der Gesellschaft zu hetzen, die ihre Bauten auch dafür verwenden, ihren Hader mit einer Republik auf Tafeln zu verbreiten …

Genug von diesen hiegelsbergerschen Tapeten …

Im Grunde geht es auch bei diesem Vorschlag nur darum, zum einen die Bestrafungssucht zu befriedigen, zum anderen wohl vor allem darum, das ganze Land wieder in eine Zelle, deren Mauern aus gebrannten Ziegeln bestehen, deren Roh-Stoffe die Geschichten aus dem Buch über den Fabel sind, zu verwandeln, aus dem Land ein gesellschaftsentwicklungsresistentes Land zu machen, und die Wahrzeichen für diese Entwicklungsresistenz sind die Propagandabauten auch dieses Organisierten Glaubens …

Wer sich weitere Tapeten dieses Organisierten Glaubens anschauen möchte, ist eingeladen, in diesen tiefen Graben zu blicken: Organisierte Glauben …

Wie aus an Schas a Kas wird – Österreichische Bundeshymne, das Rezept

Es ist zu wünschen, daß es dem Verlag gelingt, die Änderung der Bundeshymne auf rechtlichem Weg rückgängig zu machen, daß diese Änderung der Bundeshymne nie zum Einsatz kommen darf, denn die durch einen parlamentarischen Beschluß veränderte Bundeshymne ist zuerst eine Beleidigung, eine Unverschämtheit und eine Anmaßung gegen die Literatur, begangen von Abgeordneten … Abgeordnete, die (vor allem im Bundesrat) nicht einmal der stammelfreien Rede fähig sind, hatten sich erdreistet, Literatur gesetzlich zu verändern …

Drei Versionen der Bundeshymne. Und plötzlich soll eine vierte ummöglich sein? Eine ganz neue Bundeshymne, wenn es denn schon eine geben soll.

Es hat auch ein literarischer Schas, und etwas anderes ist dieser Text der Bundeshymne nicht, ein Recht auf Schutz vor Änderungen durch Dritte …

Aber die gesetzliche Änderung dieses literarischen Furzes wurde nicht nur von den Abgeordneten beschlossen und ist vom Bundespräsidenten wohl bereits beglaubigt worden, sondern dieser Gegenwartskas wurde auch medial von vielen akklamiert,  womit österreichische Politik und österreichische Medien vorzeigen, wie Kas hergestellt werden kann, aus einem Schas.

Der Textschas als Bundeshymne ist mit der Hereinnahme der Töchter nicht riechbarer geworden, er stank als Schas, und stinkt jetzt noch mehr als Kas. Denn war es bisher lediglich ein Bruderchor, müssen nun auch die Töchter hinein in den Chor zum Jubel der Treue zum Vater…

Wer den alten Textschas und den nun zum Kas gereiften Text vergleichend liest, kann nur zu einem Schluß kommen, beide verströmen nicht den Duft des Geistes, beide sind absolut lächerlich und falsch. Es könnte zu jeder einzelnen Zeile dieses Schaskases eine vernichtende Interpretation geliefert werden, aber diese stinken derart, daß nur der Raum augenblicklich und fluchtartig verlassen werden kann, in dem diese gesungen werden. Wer aber gestanksresistent ist oder gewisse Vorlieben hat, mag diese selbst Wort für Wort für sich durchgehen und interpretieren, allerdings muß gewarnt werden, es ist nicht ausgeschlossen, bei der letzten Zeile angekommen, in ein Wachkoma … Anderseits kann das Wachkoma auch eine Empfehlung sein, in diesem Zustand lebt es sich in Österreich angenehmer …

Es könnte auch gehofft werden, daß es dem Verlag nicht gelingt, rechtlich erfolgreich gegen diese Änderung zu sein, denn dieser Schaskas belegt doch eindrücklich, daß in diesem Land ein Wörterbuch verwendet wird, in dem gewisse Wörter nicht erklärt werden, etwa „Erneuerung“, „Fortschritt“, „Entwicklung“ …

Wenn es denn unbedingt eine Nationalhymne geben muß, wäre es nun eine gute Gelegenheit gewesen, für einen gänzlich neuen Text, für einen Text, der über das Engnationale hinausweist, auch Frau und Mann elegant und klug auf die gleiche Ebene stellt …

Wie es jedoch scheint, reicht es in Österreich nur mehr bis dahin, aus einem Schas einen …

PS Es gab vorab eine teure Verkostung von dieser Kassorte, einkgekauft mit fremdem Geld von Claudia Schmied, Bundesministerin, das ist nun einmal Teil ihrer offiziellen Arbeitsplatzbezeichnung, für Kultur und Kunst … Der erste Schaskas, gesungen von Christina Stürmer, war für die PR-Kampagne für eine Bildungsreform … Übrigens, als Beweis der hervorragenden Arbeit, die Claudia Schmied als Bundesminnisterin auch für Unterricht leistet, müßte sie nur einen Namen nennen: Nikolaus Pelinka, den sie (im Standard vom 23. Dezember 2011 nachzulesen) „politisch prägte“ …

Ein sozialdemokratischer Herbert Kickl hört demokratieverachtende Stimmen

Es sind nicht kicklsche Leistungen, Eigenschaften oder Geistesgaben, die zu diesem Vergleich greifen lassen, jedoch die Art, wie Dr. Josef Ostermayer nun versucht, Alexander Wrabetz als einen unabhängigen Generaldirektor zu verkaufen, der sich seine Mitarbeiter für sein Vorzimmer selbst aussucht, ähnelt frappant freiheitlicher Unart, jenen, die berechtigte Kritik üben, augenblicklich vorzuwerfen, sie würden die Demokratie …

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Wenn Tatsachen und Personen, wie einst philosophisch vermutet wurde, sich zweimal ereignen, einmal als Tragödie und einmal als Farce, ist es einmal zu wenig, denn sie ereignen sich, wie diese Vorzimmergeschichte aktuell zeigt, dreimal, nach der Farce als Stümperei, die eben ungerade abläuft …

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Dr. Josef Ostermayer höre also demokratieverachtende Stimmen … Welche Stimmen er wohl hören würde, läse jemand einmal vor allem die SPG-Novelle aus dem „Anti-Terror-Paket“ ihm laut vor …

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Aus dem Büro des Generaldirektors ein Vorzimmer seines Vorzimmers des Vorzimmers der … 

Tröstlich erheiternd daran ist eines, es ist vorauszusehen, der Aufwand wird umsonst sein … Denn das Vorzimmer des Vorzimmers des Vorzimmers wird keinen Einfluß haben, auf das Wichtigste, auf die Performance, wie also Funktionäre und vor allem Funktionärinnen (gemeint sind nicht nur etwa Maria Fekter oder Johanna Mikl-Leitner) der Regierungsparteien sich präsentieren, die mit ihren eigenen Auftritten alles selbst frei Haus liefern, was gegen sie vorgebracht werden kann, niemand sonst wäre je in der Lage, sie derart unvorteilhaft zu beschreiben und vorzuführen, als es diesen mit nahezu jedem Fernsehauftritt selber gelingt …

Umfrage zum wieder ein Jahr gewesenen III. Präsidenten NR Martin Graf

Über den wieder ein Jahr gewesenen III. Präsidenten NR wurde 2011 eine weitere Umfrage gestartet, deren Zwischenstand am Ende des Jahres als zu einem angemessenen Zeitpunkt hiermit veröffentlicht werden soll, nicht so sehr als Rückblick, sondern als Ausblick auf das kommende Jahr.

Es ist ein erfreulicher Jahreswechsel, denn Dr. Martin Graf würde von den Menschen, die sich an dieser Umfrage bisher beteiligten, nicht zum 3. Nationalratspräsidenten gewählt werden, für eine Zwei-Drittel-Mehrheit wäre dieser freiheitliche Funktionär nach wie vor nicht wählbar …

An dieser Umfrage sich zu beteiligen, sind Sie weiterhin herzlich eingeladen, denn diese Umfrage dient in erster Linie, nicht zu vergessen, wen vor allem die christschwarzen Abgeordneten zum III. Präsidenten NR wählten …

Es gibt vieles, das nicht vergessen werden darf, auch aus 2011, aber es kann nicht für alles eine eigene Umfrage gestartet werden … Beispielsweise müßte wohl vor allem für Maria Fekter ebenfalls eine Umfrage gestartet werden, um an ihre Auslassungen in 2011 zu erinnern, mit jedem Bekanntgeben des Zwischenstandes, mehr noch daran zu erinnern, wie kurz die Empörung über die fekterischen Auslassungen anhielt, für ein paar Tage nur laute Rufe nach ihrem Rücktritt es gab, wie rasch die Gewöhnung wieder eintrat, eine Maria Fekter als Ministerin, nun als Finanzministerin weiter …

Burschenschaften – Die ungebrochene Liebe zum Feuer

Als in Deutschland der Nationalismus sein von Unmenschlichkeit bestimmtes und geleitetes Wesen aufs deutlichste zur ewigen Mahnung offen zeigte, standen auch Burschenschafter stramm in der ersten Reihe, um sich an einer zur Reichsnormalität erhobenen Kriminalität zu beteiligen, etwa am Verbrennen von Büchern, die als unnational …

Lächerliche und madige zwölf Jahre waren es, die im grauenvollen Ergebnis selbstverständlich nicht lächerlich waren und selbstverständlich nicht vergessen werden dürfen, weil sie mit ihrem hohen Blutzoll belegen, wohinein der Nationalismus die Menschen stets nur führen kann: in Elend und Tod. Der Nationalismus macht, besonders an seinem Ende, keinen Unterschied zwischen Menschen, die als sogenannte Feinde willkürlich ausgesucht wurden und den sogenannten Angehörigen des sogenannten eigenen Volkes, besonders je deutlich in seinem Untergang verschlingt der Nationalismus alle, stürzt der Nationalismus alle in Elend und Tod …

Wenn am 27. Jänner 2012 die Schaften wieder zum Säbeltanz in die Hofburg ziehen werden, in der Hofburg in Reih‘ und Glied stehen werden, in den Uniformen, die sie auch zum Büchervebrennen anhatten, etwa 1933 sich schick angezogen fanden, in diesen Uniformen zum Feuertanze zu marschieren, darf nicht auf ihre Liebe zum Verbrennen vergessen werden, die nicht erst mit dem Nationalismus des Deutschen Reiches ihre Herzen entflammte, sondern sehr sehr viel früher … Als etwa 1817 auf der Wartburg Landsmannschaften und Burschenschaften zueinanderfanden, mußte die Einigung bereits mit einer Bücherverbrennung gefeiert werden … Wenn 2010 andere Meinungen nicht geteilt werden, ist die Sehnsucht nach wie vor groß, wie auf der Site eines freiheitlichen Verbandes zu lesen ist, nach Zeiten, in denen so leicht Scheiterhaufen angezündet werden konnten, es nicht die Einschränkung darauf gab, nur sagen zu können, wie heute, daß eine andere Meinung nicht geteilt, daß eine andere Meinung nicht gehört und respektiert werden will …

Der nicht eloquenteste, jedoch zurzeit auf einem der höchsten Amtsstühle der demokratischen Republik Österreich sitzende Verharmloser der schaftlichen Gesinnung hat durchaus recht, wenn er sagt, die Schaften haben nichts mit …sozial… zu schaffen, denn die Schaften haben nur etwas mit Nationalismus zu schaffen … Die Schaften stünden in der Tradition von …, führt für sie Dr. Martin Graf an, die Schaften stünden für Meinungs- und Pressefreiheit, das nach ihrem Verständnis auch stimmt, aber es ist keine uneingeschränkte und ungeteilte Meinungs- und Pressefreiheit, keine Meinungs- und Veröffentlichungsfreiheit nach heutigen Standards, sondern eine, um ein bereits genanntes Datum zu nennen, von 1817, eine unter dem nationalistischen Diktat …

NS Der Film, der die Schaften fesch in Uniform beim Bücherverbrennen zeigt, ist aus Halle, und das erinnert nicht nur daran, daß Schafter sich im nationalistisch kriminellsten Deutschland von 1933 bis 1945 ebenfalls hervorgetan haben, sondern auch an die Reise des III. Präsidenten NR in 2010, die ihn von der Germania Halle in das Haus der Burschenschaft Rheinfranken in Marburg führte … Es müßte die größtmöglich denkbare Polemik eingesetzt werden, auch als Eingeständnis der Ideenlosigkeit, es anders als mit Polemik noch beschreiben zu können, welche Geschichte etwa von der Burschenschaft Rheinfranken verbreitet wird, es ist eine Geschichte, die im Grunde nur die Deutschen als Opfer kennt, Jahr für Jahr, auch in ihrer Totengedenkveranstaltung vom 17. Juni 2011, Jahr für Jahr wird an der Geschichte des unschuldigen, aber pflichterfüllenden deutschen Soldaten …

NNS Was nach dem Verbrennen von Büchern kommt, hat bereits Heinrich Heine gegenwartswach gefolgert, und ist nur allzu bekannt, um es hier noch wiederholen zu müssen …  Was den Burschenschaften die Wartburg bei Eisenach heute noch gilt, erzählen ihre Festakte, die sie gerne auf der Wartburg vollziehen, an dem Ort, wo einst ihre Vorgänger für spätere Generationen erforschten, welche Feuergrade …

Bescherung für Abgeordnete – Martin Graf

Abgeordnete, die mit ihrer Wahl dem österreichischen Parlament Dr. Martin Graf als III. Präsidenten bescherten, sollen selbst nicht ohne Geschenk bleiben. Um der Polizei aber nicht wieder Arbeit zu machen, wird diesmal darauf verzichtet, Geschenke auf dem Postweg an Abgeordnete zu schicken, da nicht gewußt wird, wie weit es bereits etwa bei Abgeordneten des Nationalrates üblich ist, die Polizei zu beauftragen, zu antworten, Geschenke zu retournieren bzw. zu vernichten.

Die Bescherung für vor allem christschwarze Abgeordnete ist das Bekanntgeben des Zwischenstandes der Umfrage, an der Sie sich seit etwas mehr als zweieinhalb Jahren beteiligen und weiter beteiligen werden können, sollten Sie bis jetzt noch nicht Ihre Wahl getroffen haben, ob jene Abgeordneten, die Dr. Martin Graf zum III. Präsidenten NR wählten, geschlossen zurückzutreten haben, oder Mag. Dr. Martin Graf allein …

Die Zwischenstandsbescherung:

Auch das Zwischenergebnis vom 24. Dezember 2011 hat wiederum als Summe eine absolute Mehrheit für Rücktritte: 41% plus 21%. 62% der 1068 Menschen, die sich bisher an dieser Langzeitumfrage beteiligten, sprechen sich für Rücktritte aus … Diese seit über zweieinhalb Jahren konstante absolute Mehrheit kann nicht überraschen, wird bedacht, wie seit seiner Wahl zum III. Präsidenten NR der freiheitliche Funktionär Dr. Martin Graf unverändert …

Václav Havel – Die Begräbnisse des ORF

Es ist nicht so, daß heute vor dem Apparat tatsächlich Platz genommen worden wäre, um auf diese Art dem Begräbnis von Václav Havel beizuwohnen. Es sollte dennoch knapp festgehalten werden, welche Begräbnisse und welche Hochzeiten dem Geist des österreichischen Rundfunks zusagen, welchen Hochzeiten und Begräbnissen der österreichische Rundfunk eine ausstrahlungswerte Bedeutung zumißt.

Dem Begräbnis von Václav Havel keine, dafür aber …

Stundenlange Übertragungen von Zita Habsburg oder Jörg Haider oder Otto Habsburg, oder einem zur Trauung gehenden englischen Buben … Ob es der Bub war, um dem es einmal eine Aufregung wegen einer Uniform gab, oder der andere (oder gibt es mehr als zwei Buben?), bitte, wenn der Feiertage Langeweile zu groß werden will, selbst nachzusehen und es auch milde zu beurteilen, daß das nicht mehr erinnerlich ist, oder, eigentlich nie gewußt wurde, es auch ohne Belang ist, die Mühe der Recherche nicht lohnt …

Was das über das verantwortliche Personal des ORF und über sein Publikum, von dem es anzunehmen scheint (aufgrund von hauseigenen Seher- und Seherinnenbefragungen?), es wolle nur Übertragenes von beispielsweise Habsburg-Haider-Sachsen-Coburg-Gotha, aussagt  … Darüber kann nachgedacht werden, wenn die Langeweile …

PS Vor Tagen notiert,  nun, weshalb es nicht öffentlich machen, scheint es doch passend zu sein, im Zusammenhang mit den Begräbnissen des ORF …

Samuel Beckett widmete (eine von ihm äußert seltene Geste der Wertschätzung) Václav Havel sein Stück „Catastrophe“. Darin wird gesagt: „Every i dotted to death.“ Bei George Steiner erst vor kurzem gelesen: „Jedes i zu Tode gepunktet“. Und augenblicklich gedacht, das ist anders in Erinnerung. Aber es war eine Übersetzung, von Elmar Tophoven: „Nur noch Pünktchen. Keine i’s mehr.“ Und nun, unentschieden in der Einschätzung, ob das Original oder die Übersetzung es besser ausdrückt. Wird an das heutige politische Personal gedacht, scheint „nur noch Pünktchen“ zutreffender … Aber mit dieser Bemerkung wohl auch schon zu nahe daran,  ebenfalls zu Tode zu punkten. Eines jedoch ist gewiß, Václav Havel setzte weder schrill Pünktchen noch …

Gesetze im Anti-Terror-Paket – Amtliche Vernichtung eines Mobiltelefones

Es wird heutzutage oft geklagt, das politische Personal habe sich vom sogenannten Volk entfernt, das politische Personal reagiere nicht mehr auf die Meinungen des Bürgers und der Bürgerin, das politische Personal lade nicht zur Teilhabe ein, das politische Personal verschweige und sei nicht ehrlich.

Das ist nicht wahr, wie auch dieses Beispiel zeigt.

Das politische Personal hat das Schreiben nicht ignoriert, im Gegenteil, es hat reagiert, nicht nur einmal, sogar dann noch, als die erste Ein-Ladung zur Mitwirkung nicht wahrgenommen wurde, hat das politische Personal nicht aufgegegeben, eine zweite Ein-Ladung gesandt, mitzuwirken …

Mit dem Schreiben an das politische Personal wurde ein Mobiltelefon als Geschenk mitgesandt. Das politische Personal ist nicht so unehrlich, das Geschenk zu nehmen und es dann heimlich zu entsorgen, wie es der gemeine Bürger und die gemeine Bürgerin macht, nein, das politische Personal sagt offen und ehrlich heraus, das Geschenk gefalle nicht. Das politische Personal ist auch nicht verschwenderisch, denn es geht sogar mit einem Geschenk sorgsam um, es denkt auch daran, es könnte ja an eine andere Person weitergeschenkt werden, die ein derartiges Geschenk schon lange sich wünschte.

Das politische Personal ist um den Bürger, um die Bürgerin bemüht, es läßt nicht locker, trotz der Ignoranz der Bürgerin und des Bürgers, eine Ein-Ladung auszuschlagen, gibt das politische Personal nicht auf, versucht es weiter, mit einer weiteren Ein-Ladung mit dem Bürger, mit der Bürgerin ins Gespräch zu kommen. Wie weit hat das sogenannte Volk sich doch schon von der Politik entfernt, führt unehrlich Klage über zu wenig Teilhabe in der demokratisch verfaßten Republik, und schägt zugleich jedwedes Angebot des politischen Personals zur Mitwirkung aus.

PS Nun, nach der Ausschlagung der zweiten Ein-Ladung, wird das Mobiltelefon also amtlich vernichtet werden, und es stellt sich, nicht nur aufgrund der Gesetze im „Anti-Terror-Paket“ die Frage, ob wieder ein Apparat angeschafft werden soll, wird vor allem die Coltan-Gewinnung dabei berücksichtigt, oder nicht, ob es nicht besser sei, andere Möglichkeiten der Kommunikation zu realisieren, wobei nicht die Kommunikationstechnologien an sich die eigentlichen Skandale sind, sondern die präzivilisierte Welt des Menschen, der um die Bedingungen zum Zivilisationseintritt genauestens weiß …