Gesetzesspreizerin

Es hätte die Diskussion eines Lesers und einer Leserin, die sich darüber unterhielten, weshalb in diesem Roman Figuren auftauchen und wieder verschwinden, die so unvermutet und plötzlich und unvorbereitet, wie sie auftauchen, auch wieder verschwinden, sang- und klanglos aus dem Roman geschmissen sind, eine andere Wendung genommen, wenn der Leserin und dem Leser erklärt worden wäre, wie die Figuren in diesen Roman hinein- und wieder herauskommen, aber das hätte bedeutet, sich um einen Genuß zu bringen, einem Gespräch von Lesenden zuzuhören, von ihnen unbemerkt.

So fiel die Entscheidung leicht, zu schweigen, sich nicht zu erkennen zu geben, und ihnen einfach nur zuzuhören, während sie meinten, es wird ihnen nicht zugehört.

Seltsamerweise erwählen sie für ihre Diskussion eine Figur, die tatsächlich schon lange in keinem Kapitel mehr vorkam. Eine Figur, die vor langer Zeit in einigen Kapiteln eine Rolle spielte. Eine Figur jedoch fast mit dem Versprechen, eine Hauptfigur zu werden. Sie hätten gerne gewußt, der Leser und die Leserin, was aus ihr geworden ist, wie es mit ihr weitergegangen ist, aber plötzlich, aus, nichts mehr, kein Wort mehr von ihr und über sie, ist sie fortgegangen, hat sie den Beruf gewechselt, ist sie eine andere geworden … Beinahe könnte, wird ihnen zugehört, das Gewissen ein schlechtes werden. Aber, es trifft keine Schuld, es gibt keine Verantwortung dafür. Schuld sind allein und ausschließlich die Figuren. Verantwortlich sind allein und ausschließlich die Figuren. Sie tauchen plötzlich und unvermutet auf, ebenso plötzlich und unvermutet tauchen sie wieder unter, um dann wieder, irgendwann, sich in ein Kapitel zu drängen, wie eben jetzt wieder, diese Figur, die sich die zwei für ihre Diskussion aussuchen, seltsamerweise nach so langer Zeit sich gerade an diese Figur erinnern …

An Belakowitsch.

„Niemals haben wir uns damit abzufinden, dass Gesetze uns in unserem Handeln behindern!“

Gerade zur Zeit also, als Belakowitsch sich mit einem Ausspruch in einem Kapitel wieder einmal breit macht, der eine kurze Zusammenfassung ihres bisherigen Handelns genannt werden kann, wie es von ihr aus lang zurückliegenden Kapiteln bekannt und in diesen beschrieben ist:

Widerrechtliches Verwenden eines Fotos, ungefragtes Abschreiben für eine parlamentarische Anfrage …

Was diese Figur unter „Handeln“ versteht, eines kann sie darunter nicht verstehen: Arbeit, jedenfalls keine eigene Arbeit, denn die Arbeit hatte nicht sie, sie mußte bloß …

Und wozu diente das Abschreiben? Zur unnützen Beschäftigung des Parlaments, zu einem Mißbrauch des Parlaments. Und der Vorwand, wie auch jetzt wieder, die Sorge um die Frauen, während sie und ihre gesamte Partei gleichzeitig einem Mann den Teppich ausrollt, der

Vielleicht versteht sie unter „Handeln“ auch, etwas tun und das wieder und wieder tun, eine parlamentarische Anfrage ist dieser Partei zu wenig, es muß ein Entschließungsantrag nachgereicht werden, das Parlament möge ein Gesetz beschließen …

Es ging auch bei diesem Entschließungsantrag dieser Partei nicht um die Frauen, wie es ihr nie um die Frauen geht, sondern immer nur darum, Frauen als Mittel gegen andere Weltanschauungen, gegen „Fremde“ einzusetzen, zu mißbrauchen … Jetzt, nach diesem Ausspruch der Figur, kann kurz zusammengefaßt gesagt werden. Dieser Partei geht es stets einzig um das Spreizen des Gesetzes, das Recht so weit zu spreizen, bis sie mit ihrer gesamten Gesinnung bis zur Verfassung eingedrungen ist, sie mit ihrer ganzen Gesinnung im Recht steckt …

Eine Partei, die nichts anderes ist als eine Gesetzesspreizerin …

Vielleicht gibt es wieder einmal die Möglichkeit, diesem Leser und dieser Leserin zuzuhören, wenn sie möglicherweise sich wieder mit diesem Roman auseinandersetzen, vielleicht wieder auf diese Figur zu sprechen kommen, dabei aber die zwei Kapiteln berücksichtigen, in denen die Belakowitsch sich wieder breitmacht, und dann verstehen, wie es dazu kommt, daß von Figuren es oft lange nichts zu lesen gibt, und dann plötzlich wieder. Es sind eben die Figuren, die entscheiden, ob und wann und wie oft … die Zeiten sind lange vorbei, in denen etwa ein Doderer eine Figur mit einem Fußtritt …

Hundertmal: „Niemals haben wir uns damit abzufinden, dass Gesetze uns in unserem Handeln behindern!“ – Zurzeitige Regierungspartei, Österreich

Durchaus vorstellbar, daß unter der zurzeitigen feudalschwarzidentitären Regierung in Österreich nach den Noten als Wiederveränderung die Erziehungsmethode die Strafarbeit in den Schulen wiederkommt, also das einhundertmalige Schreiben eines Satzes, der beginnt mit „Ich soll, Ich muß, Ich darf nicht …“

In Anlehnung an diese schwarzen Zeiten der Pädagogik darf ein Vorschlag unterbreitet werden, etwas ebenfalls einhundertmal zu tun, aber nicht zu schreiben, sondern einen Satz zu lesen, der am 30. Jänner 2019 im österreichischen Parlament von einer, kurz gesagt, NR gesagt wurde. Von einer NR der identitären Regierungspartei, die gar viel, das nur kurz nebenher, Gerechtigkeit spielt, es verwundert, daß sie sich nicht Gerechtigkeitspartei nennt.

Diesen Satz der NR nicht als Strafarbeit einhundertmal zu lesen, sondern als Merksatz für jedwede kommende Wahl, um davor gefeit zu sein, je eine Partei zu wählen, die offen zum Gesetzesbruch und noch dazu in dem Gebäude der Gesetze aufruft. Aber auch keine, die mit einer solchen Partei in eine Regierung will, weiter will.

Dieser Satz der NR ist kein Satz einer Nationalrätin, sondern ein Satz von einer NR (ungekürzt: Nationalradikale), als das die Identitärinnen auch bezeichnet werden können, auch wenn sie sich selbst identitäre Partei nennen, dann wieder patriotische Partei. Wie immer diese Partei sich auch nennen mag, keine ihrer Eigenbezeichnungen ist eine Verschleierung, sie spricht immer recht offen und unmißverständlich recht klar, nur es will, also in Österreich, nicht so gesehen werden.

Was ist ihr „uns in unserem Handeln behindern“, ihr „Handeln“? Von dem die NR spricht, in Marsch gesetzt zu Verteidigung ihres Innenministers. Es ist das Handeln gegen jedwedes Recht, das nicht der Gesinnung dieser Partei entspricht. Es ist ihr Handeln nach ihrer Maxime: Das Recht hat der Gesinnung zu folgen. Wohin das führte und wohin das immer wieder führen kann, darüber gibt es im Kapitel Kurz zum Gesinnungsrecht ein paar Ausblicke, aber nicht ins Helle, sondern in das Tiefschwarze.

Es würde nicht verwundern, käme jetzt diese NR mit Kant, der auch schon zur Verteidigung vom Innenminister bemüht wurde, um ein wenig, wie es dann immer heißt, zurückzurudern, sie habe das mit dem Handeln im Sinne von Kant — aber dafür Kant zu bemühen, funktioniert ebenfalls nicht, wie es schon beim Innenminister nicht funktionierte.

Rufen Sie sich diesen NR-Satz immer wieder und besonders oft vor jedweder Wahlentscheidung, vor der Sie stehen, in Erinnerung, sagen Sie sich diesen Satz laut vor, sobald Sie einen NR oder eine NR aus dieser Partei in gleicher welcher Funktion am Fernsehen oder im Radio hören in der gesamten Interviewlänge vor, so daß Sie vom Interview nichts hören, nur sich selbst, wenn Sie diesen Satz hören, und wenn Sie nur diesen Satz

Regierungspartei: „Niemals haben wir uns damit abzufinden, dass Gesetze uns in unserem Handeln behindern!“

hören, haben Sie stets alles gehört, was wer auch immer aus dieser Partei zu sagen hat, Ihnen zu sagen hat, und damit es nicht zu fade wird, mischen Sie diesen Satz mit einem Gedicht von Theodor Kramer – Wer läutet draußen an der Tür? –, besser kann es nicht beschrieben sein, daß das Handeln dieser Partei, bei dem sie sich von keinem Gesetz behindern lassen will, nicht eines gegen „Fremde“ ist, sondern auch eines gegen Sie, nach und nach …

Gegen Sie gesetzestreuen Menschen, verhöhnt von einer Partei, die von Gesetzen nichts hält, wenn sie nicht ihren Gesinnungstest standhalten.

Regierungspartei: „Niemals haben wir uns damit abzufinden, dass Gesetze uns in unserem Handeln behindern!“

Regierungspartei: „Niemals haben wir uns damit abzufinden, dass Gesetze uns in unserem Handeln behindern!“

Regierungspartei: „Niemals haben wir uns damit abzufinden, dass Gesetze uns in unserem Handeln behindern!“

Regierungspartei: „Niemals haben wir uns damit abzufinden, dass Gesetze uns in unserem Handeln behindern!“

Mittwoch in Österreich

An diesem Mittwoch, dem 30. Jänner, wieder ein Frauenmord in Österreich. Es ist nicht der erste und es wird nicht der letzte gewesen sein.

Allerdings geschieht der Frauenmord vor 130 Jahren. Der Mörder: Rudolf H. Nachdem er die Frau ermordete, tötete er sich selbst. Noch einhundertdreißig Jahre später gibt es nicht wenige, die es nicht als Mord und Selbstmord sehen wollen, es als Romanze, als Liebestod verklären, andere als diesen Prinzen von einem Mann als Mörder oder Mörderinnen haben möchten.

Nur deshalb, um einen Mann davon reinzuwaschen, ein Frauenmörder zu sein.

Viel dazu beigetragen hat auch seine Familie. Kaum war der Mord und der Selbstmord bekannt, begann das Vertuschen. Das Vertuschen gehört zur österreichischen Tradition, wie die Finsternis zur Nacht.

Das Vertuschen und Reinwaschen des Mannes ging damals weit, sehr weit, bis zum unglaublichen Vorwurf, bis zur Beschuldigung, die Frau hätte den Mann ermordet.

Ob sich die Frau gar so freiwillig ermorden ließ, darf sehr bezweifelt werden. Dieser Mann war schon vor M. V. auf der Suche nach einer Frau, die sich von ihm ermorden lassen sollte wollen, wenn er sich selbst tötet.

Allein kann halt ein recht traditionsgebundener Mann nicht aus dem Leben. Zumindest eine Frau muß mit ihm mit in den Tod. Ob es aber eine Frau sein muß, die er wirklich liebt, um sie mit in den Tod zu nehmen … eine Frau jedenfalls muß es sein, gleichgültig wie groß die Liebe ist, gleichgültig, ob es überhaupt Liebe ist, denn so eines rechten Mannes dieser Tradition größte Liebe ist der Tod, und den will er nur mit einer Frau gemeinsam besteigen.

Die Ballade von Oscar Wilde über einen anderen Reitersmann, der auch eine Frau ermordete, ist vielleicht in dieser Hinsicht allzu romantisch ausgefallen, das arme Weib, das er geliebt, im Bett schlug er sie tot

Vielleicht war der Kavalleriesoldat C. T. W. nur ein paar Jahre später bloß ein Nachahmungsmörder von Rudolf H. Darüber wird in Österreich 130 Jahre später recht spekuliert, wer blutige Taten nachahmt, die schon Jahre zuvor geschehen sind. 130 Jahre später geht es allerdings um Männer ohne Pferde …

Das Vertuschen gehört zur österreichischen Tradition, wie die Dunkelheit zur Nacht. Und auch, daß der Mann in Österreich ohne Frauenmord nicht leben kann.

Ist es dafür nicht bezeichnend, sagt das nicht alles über Österreich aus, wenn Édouard Louis in seinem 2018 erschienenen Buch „Qui a tuè mon pére“ nicht einen Menschen, um einen Kontinent zu nennen, aus Afrika zitiert, wenn er vom Schicksal seiner Mutter, vom Schicksal einer Frau erzählt, sondern einen Menschen aus Europa, einen aus Österreich:

„Als Frau in diese Umstände geboren zu werden, ist von vornherein schon tödlich gewesen.“

Édouard Louis, 1992 geboren, erzählt das Schicksal einer Frau in der zweiten Hälfte und am Ende des 20. Jahrhunderts und greift dabei zurück auf Peter Handke, der vom Schicksal einer Frau aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erzählt, das Schicksal seiner Mutter, die 1971 ihr Leben beendete, durch Selbstmord …

Louis lebt in Frankreich. Und was einem in Frankreich also augenblicklich einfällt, wenn es um die Umstände geht, in die Frauen hineingeboren werden, ist Peter Handke aus Österreich. Dieses Land mit diesen Umständen seit … jedenfalls länger als nur seit 130 Jahren.

Die brutal offenste Literatur aber über diese Umstände schreibt die Statistik …

Vielleicht hat ein Angehöriger einer Verbindung, der auf Bälle in der Hofburg geht, deshalb nichts „gegen die H…, im Gegenteil“, weil gerade einer aus dieser Familie recht wußte, wie mit Frauen und wohin Frauen gehören, mit in den Tod …

Es gibt auch um diesen Rudolf H. nach wie vor Verklärungen, bekommen Menschen glasige Augen beim Hören seines Namens … daß es doch verwundert, noch nicht davon gehört zu haben, es sei seine Seligsprechung oder gar Heiligsprechung beantragt worden. Möglicherweise fehlt dazu bloß noch das unabdingbare Wunder, ein Mann, der sich meldet und bezeugt, Rudolf H. habe ihm sicher und fest die Hand geführt, als er mit einer Pistole 9 mm oder mit einem Messer die Frau mordete, die er …

Möglicherweise muß davor doch die Rudolfschläfe mit steckender Patrone ausgegraben, aufgetrieben werden oder zumindest irgend ein Rudolfknochen,  zur Ausstellung auf einem recht männlichen Areal zur Anbetung …

Ley, Ley

Nun ist also am 29. Jänner 2019, wie zu lesen ist, der von der FPÖ vorgeschlagene Robert Holzmann zum Gouverneur der Österreichischen Nationalbank

Am 11. Jänner 2019 konnte die FPÖ unzensuriert bereits mit voller Stolz über eine Veranstaltung unterm Dach der Hofburg berichten, unter den „Ehrengästen“ der „designierte Nationalbank-Gouverneur Robert Holzmann“ …

Nun ist er also tatsächlich ein designierter Gouverneur, das für die gesinnungsgemäß zensurierte Website lange davor … wird es auch bald einen Staatsfeiertag zum Gedenken an Dinghofer

Ja, zu einer Ares-Buchpräsentation und noch dazu im ehrenwerten Rahmen eines Franz-Dinghofer-Symposiums eilt, was Rang …

Figaro hier, Figaro da, heißt es in einem alten Gassenhauer, in diesem Fall aber: Ley hier, Ley da, oder kurz: Ley-Ley.

So ein edler Rahmen ist doch auch stets die rechte Gelegenheit zum, wie es gar modern gesagt wird, Netzwerken. Wurden unterm Dach der Hofburg schon eventuelle zukünftige Veranstaltungen in der Nationalbank angedacht? Vielleicht das nächste Franz-Dinghofer-Symposium unterm Dach der Nationalbank, recht akkurate Vorträge von Ley?

Ein Netzwerk der Rechtfähigsten in diesem Staat, in das Robert Holzmann eingebunden ist, bei ihrer Zusammenkunft unterm Dach der Hofburg – ein Nemeth, ein … und so weiter und so fort.

Fand Ley Gelegenheit, den designierten Gouverneur zur nächsten Veranstaltung auf dem Albertinaplatz einzuladen, ihm einen gemeinsamen Spaziergang zu diesem herrlichen Frauenmal auf der Mölker Bastei vorzuschlagen?

Ley hier, Ley da …

Daß es bei Bestellungen von Spitzenpositionen in diesem Staat nur darum geht, das hat vor kurzem erst der zurzeitige Vizekanzler schwarz auf weiß festgehalten, das Wohl — —

Ley, Ley …

„Unfassbar:“ Wochenblick „attackiert gezielt und brutal – Ließ er sich von“ Edtstadler „‚inspirieren‘?“

Der Wochenblick schreibt am 28. Jänner 2019:

„Ließ er sich von Afrikaner ‚inspirieren‘? Unfassbar: Abartiger Wiener attackiert gezielt und brutal Frauen“

Die Karoline Edtstadler wird am 22. Jänner 2019 zitiert:

„Man gewinnt den Eindruck, dass hier Nachahmungstäter am Wort (sic) sind, Menschen, die sich in dieser schrecklichen Wertehaltung wohl bestätigt fühlen.“

Durch die zeitlich nur wenige Tage voneinander getrennten Aussagen ist es schwer, darin keine Nachahmungsschreibe zu erkennen …

Der Wochenblick, ein von Edtstadler „Inspirierter“?

Bisher war der Eindruck doch mehr dieser, die Inspiration galoppiert zwischen dem Wochenblick und der identitären Regierungspartei … Nun aber wird der Wochenblick Obacht geben müssen, daß die identitäre Regierungspartei nicht recht eifersüchtig wird, wenn er sich von der schwarzen Partei inspirieren, zu einem willigen Nachahmungsschreiber machen läßt, damit das gesinnungsinnigliche Verhältnis zur identitären Regierungspartei zerrüttet …

Amüsant daran ist der Versprecher von Edtstadler, es seien „Nachahmungstäter am Wort“ … So macht die Sprache gegen ihre Sprechenden alles kenntlich. In diesem Fall, sie eine Nachahmerin ihrer Regierungsparteipartnerin, diese eine Nachahmerin von … es muß dafür nicht die Geschichte bemüht werden …

Amüsant dabei ist noch eines. Vor etwa einem Jahr veröffentlichte Karoline Edtstadler auf der Plattform des Unternehmens Twitter ein Foto, das sie mit Herbert Kickl zeigt; er überreicht ihr die „Bestallungsurkunde“ … Amüsant daran ist, wenn von den vielen Bedeutungen von „Bestallungsurkunde“ im Deutschsprachigen eine besondere herangezogen wird: die Bestallung zum Vormund eines Mündels. In Anlehnung an Peter Handke ist das eine nicht unberechtigte Frage oder mehr schon eine Feststellung, entscheiden Sie darüber selbst: Das Mündel will Gesinnungsvormund sein.

Ein Jahr an der Seite des Vormunds scheint auszureichen, um alles Vormundgesinnungsgemäße gelernt zu haben, verinnerlicht zu haben, sich reif genug zu fühlen, die Gesinnungsvormundschaft vollständig zu beanspruchen, zu übernehmen, nicht mehr nur Nachahmerin von der Nachahmungspartei zu sein, und das dürfte auch der Wochenblick spüren, daß es möglicherweise Zeit ist, sich umzuschauen, die Umfragewerte für die Nachahmungspartei sind auch nicht besonders, im Sinken begriffen, bei wem es sich mehr lohnen könnte, nachzuschreiben …

NS Die Nachschreibe des Wochenblicks ist nicht einmal eine Spekulation zu nennen, sondern tatsächlich nur „gezielt und brutal“. Allein die Biographie dieses Mannes widerspricht seiner Nachschreibe. Dieser Mann mußte bei seinen Streifzügen durch Wien nicht erst irgendwo eine ein paar Jahre alte Tageszeitung mit einem Bericht über den Brunnenmarkt finden, um dann etwas nachzuahmen. Allein seine Biographie erzählt von keiner Nachahmung, aber viel von der Verankerung, vom Gefangensein im traditionellen österreichischen Rollenbild, das der Mann nach wie vor …. Dieser Mann beging kein Verbrechen auf dem Brunnenmarkt, aber Wochenblick veröffentlicht zur Bekräftigung seiner Nachschreibe dazu einen Stadtplanausschnitt vom Brunnenmarkt, damit den Lesenden ja nur der Brunnenmarkt in Erinnerung bleibt, wo ein Mann aus …

Kurz zur Unfähigkeit in Österreich, mit dem ihm Fremden umgehen zu können.

Vorgestriger Kommentar der gesinnungsgemäß zensurierten Website der identitären Regierungspartei mit der Schlagzeile „Politische Verharmlosung von links: Die Morde 2018 in Wien und ihre Täter“ …

Ein Kommentar, nicht zu kommentieren. Worum es dabei geht, ist offensichtlich. Das muß auch nicht ausgeführt werden. Es reicht dafür aus, den Kommentar zu diesem Kommentar zu zitieren, geschrieben von einer Person, die vorvorvorvorgestrig in der Hofburg zum Tanz war, einer Verbindung angehört:

„genau so muss man das sehen, wien ist ein habsburgischer appendix den man eigentlich ohne das gesamte zu schaedigen entfernen kann. nicht dass ich etwas gegen die habsburger habe im gegenteil aber in der derzeitigen aufstellung ist wien eher ein krebsgeschwuer.“

„Wien entfernen kann.“ Gegen Wien geht es. Und dafür werden auch skrupellos Mordopfer instrumentalisiert, mißbraucht.

Gegen Wien geht es. Das heißt: es geht gegen die Großstadt. Das Land, die Provinz, gegen die Großstadt. Es will gar nicht gewußt werden, wie viele der Anbeter der Provinz, wie viele der Anbeterinnen der Scholle gegen die Großstadt in der Großstadt, also in Wien, leben.

Das ist verantwortungslos. Und zugleich vollkommen an der Wirklichkeit vorbei. Das ist aber kein Vorwurf gegen die FPÖ unzensuriert allein. Es ist generell eine öffentliche und mediale Hysterie, die in Österreich ausgebrochen ist, geschuldet wohl der tiefsitzenden Ablehnung des sogenannten Fremden.

Statt darauf zu verweisen, in welch einer glücklichen Lage sich Österreich befindet, was für eine glückliche Entwicklung Österreich genommen hat, um einen Zeitraum beispielhaft herauszunehmen, in den letzten vierundvierzig Jahren, was die Tötungsdelikte anbelangt, wird gekreischt und mit allen Fingern gefuchtelt gegen die, nein, nicht gegen die vorwiegend männlichen Täter und wenigen weiblichen Täterinnen, sondern gegen das Fremde

Dabei genügt ein kurzer Blick in die Statistik, die von der erfreulichen Entwicklung in Österreich erzählt. Wie viele Tötungsdelikte gab es in Österreich beispielsweise 1975 und im Vergleich dazu 2015? Wie gefährlich war es doch in Österreich Jahrzehnte vor dem Jahr 2015, das für so viele in Österreich als das Jahr gilt, in dem in Österreich alles Schreckliche begann, weil „Fremde“ … Es begann mit 2015 in bezug auf Tötungsdelikte nichts Schreckliches. Keine Steigerung der Tötungsdelikte. Das Schreckliche der Jahre seit 2015 ist die offensichtliche Unfähigkeit in Österreich, mit dem sogenannten Fremden umgehen zu können.

Es will aber hier mit der Statistik in keiner Weise etwas entschuldigt werden, schon gar nicht der mordende Mann, der in Österreich hauptsächlich im familiären Verbund zum Gewalttäter und auch in seltenen Fällen zum Mörder wird. In dieser Hinsicht ist der Mann ein Serbe, der ein Österreicher, der Österreicher ein Tschetschene, der ein Syrer und dieser ein Kosovare, der wieder ein Mann des Fernsehens, der im Hinblick auf körperliche Gewalt nicht amtsbekannt, und dadurch nicht harmlos in seiner Wirkung auf Meinungsfestigung …

Mit dem Verweis auf die Statistik will lediglich festgehalten werden, es gibt keinen Anlaß für Hysterie, aber sehr viel Grund, gelassen und besonnen zu agieren, verantwortungsvoll Schritte zu setzen, die diese erfreuliche Entwicklung, die es in den letzten Jahrzehnten in Österreich gab, nicht zum Stoppen bringt.

Kurz zum Gesinnungsrecht

Mit Unverständnis reagiert zur Zeit die identitäre Regierungspartei in Österreich auf die berechtigte Kritik an dem zurzeitigen Innenminister, mit gespielter Unwissenheit weist sie jedwede Kritik an ihm zurück, von der Parteispitze abwärts, die zum Teil zur Zeit auch Spitze des Staates ist, stellt sich diese Gesinnungskameraderie hinter ihren Innenminister.

An dieser platten Aussage des Innenministers, daß also „das Recht der Politik zu folgen hat“, wäre üblicherweise auch nichts auszusetzen. Seit jeher ist das Recht der Politik unterworfen. Seit jeher ist das Recht der gesellschaftspolitischen Entwicklung unterworfen. Wäre dem nicht so, was für ein Recht würde heutzutage, im Jahr 2019, beispielsweise in Österreich denn gelten? Das vom römischen reich von vor Jahrtausenden, das vom heiligen römischen reich deutscher nation vor Jahrhunderten, das vom deutschen reich vor Jahrzehnten, das vor Jahrzehnten in Österreich noch geltende Recht, nach dem Frauen ihre Männer um Erlaubnis fragen müssen, ob sie eine Arbeit annehmen dürfen?

Jedoch die Aussage des Innenministers ist, auch wenn er und seine Kameraderie sie in deutscher Sprache vorbringt, zuerst einmal zu übersetzen. „Das Recht hat der Politik zu folgen“ ist identitär gesinnungswörtlich zu übersetzen: Das Recht hat der Gesinnung zu folgen.

Und Gesinnung ist keine Politik. Das Recht, das einer Gesinnung zu folgen hat, ist Gesinnungstyrannei.

Es ist nur gesinnungsfolgerichtig, daß die zensurierte Website der identitären Regierungspartei augenblicklich den Marschbefehl (ob diesen sich selbst gegeben oder erhalten, ist dabei ohne Belang) ausführt und für den Innenminister stürmt, als könnte er dafür je verteidigt werden, am 26. Jänner 2019: „Chronologie einer linken Hetze mit Unterstützung des Bundespräsidenten“.

Ausgerechnet also die Website mit besorgniserregenden Antisemitismuswachstumsraten besonders seit der Weihnacht 18.

Kann es dann je einen Vorwurf geben, wenn geschichtlich gewußt wird, wohin solche Ismen führen können, das deutsche reich exemplarisch für die Maxime Das Recht hat der Gesinnung zu folgen zu nennen? War nicht gerade das deutsche reich penibel und pedantisch darauf bedacht, alles Grausame, alles Barbarische mit dem Recht zu legitimieren, mehr noch, den Anstrich von Rechtsstaatlichkeit in jedweder Angelegenheit zu verpassen, freilich einer Rechtsstaatlichkeit nach seiner Gesinnungsart.

Es gibt viele Kapitel, die davon erzählen, wie unnütz es ist, stets und sofort mit dem deutschen reich zu kommen, wenn gleichzeitig die Gegenwart nicht vorrangig …

Und auch in diesem Fall muß nicht in die Geschichte gegangen werden, um zu wissen, was von dieser Aussage des Innenministers zu halten ist. Beweist nicht gerade ein ihm an Gesinnung ebenbürtiger Innenminister, zu welchen Gesetzen es führt, wenn das Recht der Gesinnung zu folgen hat. Zur Zeit zu einem Einwanderungsgesetz, dem sich viele Stadtverantwortliche widersetzen. Bürgermeisterinnen, die die Geschichte als Grundlage ihres Handelns nehmen, nicht mehr bereit sind, Gesinnungsrecht umzusetzen; eine positive Entwicklung. Freilich eine aber nicht in Österreich. Und was für Gesinnungsgesetze wird dieser Innenminister noch ausscheiden wollen, wird allein daran gedacht, welche Fragen er wieder stellt. Und wohin solche Fragen führen, auf diese braucht es je keine Antwort mehr. In der Vergangenheit wurden diese für alle Zeiten bereits massenmörderisch beantwortet.

Es ist zugleich auch eine recht große Gaukelei. Mit dem Ändern des Rechts in ein Gesinnungsrecht will die identitäre Regierungspartei und im Grunde die gesamte feudalschwarzidentitäre Bundesregierung vorgaukeln, sie stünde für Veränderung. Aber sie steht nicht für Veränderung. Bloß für die Wandlung des Rechts in Gesinnungsrecht. Dafür steht exemplarisch die identitäre Regierungspartei.

Das Recht hat der Gesinnung zu folgen. Sollte Ihnen das zu abstrakt zu sein, eine handfestere Übersetzung der Aussage vom Innenminister gibt es von zungl888:

„so ist es
75.1% für eine rechts gehaltene regierung und dann fahr ma euer gnaden.“

Und die Antwort von zungl888 auf die Warnung, dann könnte es „Bürgerkrieg“ geben:

„die paar armseligen antifa typen sollte man doch markieren und ruhigstellen koennen.“

Wie zungl888 Gesinnungsrecht zu exekutieren sich vorstellt, nun, nicht mit Gesetzesbüchern in der Hand, sondern mit „9 mm para“ … aber legitimiert penibel und pedantisch Gesinnungsgesetzesbüchern dabei folgend —

Ob zungl888 bereits alle „17 neuwertigen 9 mm para“ schon verschenkt hat, eine wenigstens für sich selber behalten hat, wird nicht gewußt. Vielleicht trug zungl888 eine recht nah am Herzen unterm Frack zum vorgestrigen Ballbesuch in der Hofburg, dabei recht ergriffen

Und Recht werde ihnen folgen

und recht bewegt applaudierend den Treueworten des Mit-etwas-davor-Kanzlers lauschte …

NS Das gesamte Recht will sie, die identitäre Regierungspartei, einer Entwicklung unterwerfen, aber sie selbst will sich nicht entwickeln, nicht verändern. Exemplarisch für die Unveränderung seit ihrer Gründung können die Hofburgreden ihres zurzeitigen Führers genannt werden. Im ersten Regierungswinter 18 erneuerte er die Gültigkeit des Schwurs auf „Ehre, Freiheit, Vaterland“, im zweiten Regierungswinter sein Ballbekenntnis zur „Treue“ …

Ja, das Recht hat der Gesinnung zu folgen und die Gesinnung der „Waffenbrüder“, um den zurzeitigen Vizekanzler der Republik Österreich von der vorgestrigen Hofburgnacht zu zitieren, hat zu folgen „Ehre, Treue“ …

Und Recht werde ihnen folgen

Der Akademikerball der FPÖ wird allenthalben gesinnungsgemäß gelobt. Was für eine ehrenwerte Gesellschaft das sei, die alljährlich in die Hofburg zum Tanze eilt, was für feine Manieren die Damen und Herren haben, die diesen Ball besuchen. Kurzum: „Tradition, Stil, Kultur.“

Bescheiden wie sie sind, die Damen und Herren des Hofburgballs, verschweigen sie in christlicher Demut ihre hervorstechendste Eigenschaft: Großzügigkeit.

Gerade an diesem 25. Jänner 2019 ist es durchaus angebracht, dieser Großzügigkeit Referenz zu erweisen, und einen großzügigen Ballbesucher stellvertretend für alle Ballgäste vor den Vorhang zu bitten.

Auch wenn die Gefahr groß ist, einem Vorurteil zu erliegen, aber bei dem recht besonderen „Geschenk“, das zungl888 zu vergeben hat, darf angenommen werden, es ist ein Mann. Ein Ballbesucher, wie er an diesem 25. Jänner 2019 selbst in einem Kommentar schreibt:

„wenn wir als angehoerige einer verbindung zu einem ball gehen ist der staat in gefahr.“

Und was hat ein „Angehöriger einer Verbindung“, der zu einem Ball geht, wobei es sich bei diesem Bekenntnis am 25. Jänner 2019 nur um ein Bekenntnis zum Akademikerball handeln kann, großzügig zu vergeben? In einem Kommentar schreibt er selbst:

„ich hätte 17 neuwertige geschenke 9 mm para zu vergeben“

Zu welchem Einsatz er diese zu vergeben hätte, die Antwort liegt auf der Hand. Er gibt sie auch selbst, die nicht zitiert werden will, in der Collage aber festgehalten. Ist es ein Vorurteil, wenn angenommen wird, er spricht von einer Glock? Nicht unbedingt. Zum einen ist er ein Patriot, und von daher wird er wohl auf ein Produkt seiner Scholle setzen, zum anderen ist auch in diesem Gesinnungskreis Glock ein Produkt, das zum Einsatz kommt, wie gewußt wird. Generell erfreut sich die Glock weltweiter Verwendung.

Was die Freude an der 9 mm Para wohl schmälert, ist die Existenz von Strafgesetzbüchern …

Es soll aber schon Tröstungen für jene geben, deren Freude geschmälert ist. Die Vorsehung werde es mit ihnen, den Großzügigen, am Ende doch noch recht gut meinen, und Recht werde ihnen folgen …

Der großzügige Ballbesucher will aber nicht sein letztes Hemd verschenken, er ist noch großzügiger, christlicher als christlich, seine Waffen will er verschenken, und darüber hinaus ist er auch ein engagiert idealistischer Mann: er ruft immer wieder auf, zu spenden.

Spenden, wofür? Für noch mehr Glocks? Nein. Für Torpedos? Zum Einsatz gegen wen? Seine Antwort kennen Sie.

Ob Bushman an diesem 25. Jänner 2019 auch den Ball in der Hofburg besucht, ob der Buschmann auch ein Angehöriger einer Verbindung ist, kann nicht beantwortet werden, Bushman hat sich dahingehend nicht geäußert. Er, da er sich selbst Buschmann nennt, darf als Mann angesprochen werden, muß aber auch nicht selbst auf den Ball gehen. Denn. Ist doch sein Geist ohnehin auf dem Ball staatsspitzenmäßig recht vertreten. Am 25. Jänner 2019 schreibt der Vizekanzler der Republik Österreich in seinem Kommentar, nein, nicht der Vizekanzler, sondern Bushman:

„Der neue Faschismus wird nicht sagen; Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Anti-Faschismus. Ignazio Silone“

Bei soviel gleichem Geiste, haben Sie Verständnis dafür, kann es schon durcheinanderkommen, wer wann das schreibt, unvollständig oder falsch zitiert.

Um es zeitlich zu ordnen. Am 25. Jänner 2019 schreibt das Buschmann und Vizekanzler der Republik Österreich es am 30. Jänner 2015.

Begehren nach einem Staatsfeiertag auf dinghoferische Art

Sie werden sich vielleicht erinnern, im ersten schwarzidentitären Regierungswinter 18 rief der zurzeitige Vizekanzler in Österreich in der Hofburg aus:

„Ja, es war auch ein Burschenschafter wie Franz Dinghofer, der am 12. November 1918 die Republik Österreich ausgerufen hat.“

Diesem Ruf folgt der zweite Streich, Staats-
feiertag für die Ausrufung von „Deutschösterreich“.

Vorgeschickt für diesen Streich wird Friedrich Rödler, der einen gesinnungsgemäß entsprechenden Kommentar für die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Regierungspartei im Jänner des zweiten Regierungswinters verfaßt.

„Die durch das ‚Karfreitags-Urteil‘ des EuGH absehbare Diskussion über Anzahl und Berechtigung der gesetzlichen kirchlichen und staatlichen Feiertage in Österreich sollte zum Anlass genommen werden, ernsthaft und sachlich über einen Tag der Republik auch in Österreich nachzudenken, und das historische Faktum der auf Antrag des Staatsrates und auf der Grundlage eines einstimmigen Beschlusses der provisorischen Nationalversammlung erfolgten Proklamation unserer Republik am 12. November 1918 durch deren damaligen Präsidenten Franz Dinghofer entsprechend zu würdigen.“

Dazu wird gesinnungsgemäß passend von der „Redaktion“ dieser Website „Der Umsturz …“ empfohlen, eine „Eckartschrift“ …

Womit hat Friedrich Rödler die Ehre sich verdient, für diesen Streich vorgeschickt zu werden? Durch eine Anzeige. Der gesinnungspatente Friedrich Rödler zeigte einen jungen Mann an, von einer anderen Partei, die wieder zu verbieten manche aus der Schreibstaffel gerade dieser Website wieder träumen.

Welchem Mann von dieser Regierungspartei die Treue gehalten wird, muß nicht ein weiteres Mal ausgeführt werden, nicht einmal mehr kurz zusammengefaßt. Etliche Kapitel erzählen davon, und das nicht erst seit dem ersten Regierungswinter 18 …

„Ehre und Treue doch – Gesinnungstyrannei nicht zu leugnen“

„Der jüngst erschienene Roman ‚Hartmut gegen Ahrimann‘ führt uns in die Zeit nach der 1848er Revolution in den deutschen Landen. Autor S. Coell – im bürgerlichen Leben Norbert Nemeth, Direktor des Freiheitlichen Parlamentsklubs […] Im Rahmen einer würdigen Feier […] Lässt Coell in „Im Schatten des Cracchus“ den jakobinisch-sozialistischen Weltenplan und eine dahinterstehende Geheimgesellschaft ihr unheilvolles Treiben beginnen […] treffen die beiden Gruppen aufeinander. Und das mit voller Wucht und Totalität ihrer Werte und daraus abzuleitenden Vorgangsweisen. […] Mit feiner Klinge schildert der sachkundige Autor […]Linke Provokateure gegen deutsche Waffenstudenten […] Was in der jüngsten Vergangenheit und Gegenwart immer wieder passiert, nimmt […] 19.Jahrhunderts seinen exemplarischen Ausgang: das heimtückisch geplante und ausgeführte feige Komplott und die kriminelle Zusammenrottung linker Provokateure gegen das deutsche Waffenstudententum und damit insgesamt gegen die Vertreter der ewig gültigen Prinzipien Ehre, Freiheit, Vaterland. Prinzipen, die über den Lebensbund hinaus zu Leitlinien eines ehrlichen und echten Eintretens für ein Gemeinwesen, wie einen Staat und eine Nation geeignet sind. […] Im Zuge eines Presseprozesses [..] provoziert durch den linken Anwalt Dr. Ahrimann (persisch: arger Geist, Macht der Finsternis) zum Anlass einer Ehrenbeleidigung durch Dr. Hartmut (althochdeutsch: der Mutige, fest Entschlossene) […] auf die Suche nach dem dunklen Vorleben von Dr. Ahrimann. Er findet sie in der Wiege des Kommunismus, einer autoritär geführten Kommune mit Namen […] Die Prinzipien Ehre und Treue haben doch gesiegt […] Pistolenduell […] treten erneut dunkle Mächte auf den Plan. Durch eine feige Brandstiftung mit Todesfolgen werden die Beweise vernichtet und letztendlich fällt Zweyers Alter Herr Dr. Hartmann durch einen Pistolenschuss Dr. Ahrimanns. Zweyer reagiert aufgewühlt durch die Vorgänge rund um das Komplott des Dr. Ahrimann und streckt diesen seinerseits mit einem Schuss nieder. Zum letzten Mal ist Zweyer ein ehrenhaftes Verhalten möglich […] darauf angemessen und manifestieren, dass Ehre und Treue doch gesiegt haben […] im Verlag Zur Zeit.“

So packend ist der Inhaltskommentar auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website der zurzeitigen Regierungspartei.

Wie packend muß erst der Roman selber sein, von Norbert Nemeth. Wenn Ihnen der Name dieses Klubdirektors nichts sagt, dieser fällt Ihnen bestimmt sofort ein, wenn Ihnen der Name Küssel dazu erwähnt wird.

Nicht so westernspannend fällt der Inhaltskommentar auf der zweiten Seite aus, dafür aber mit sogenannten prominenten Namen, und diese Website nennt sich nicht irgend etwas mit Unzensuriert, sondern schlicht wie kurz: „fpoe-parlamentsklub.at“ …

„Das ewige Scheitern des aufgezwungenen Glücks […] FPÖ-Klubdirektor als Autor: Der Kampf zwischen Individualität und linken Gesellschaftsutopien in Norbert Nemeths drittem Roman. ‚Er ist wie ein Fels in der Brandung, der genau weiß, was er will – ein Mann, auf den Verlass ist‘, charakterisierte FPÖ-Parteichef HC Strache seinen Freund und Wegfährten, FPÖ-Klubdirektor Norbert Nemeth. Das trifft ebenso auf den Autor Norbert Nemeth zu.Verlässlich, was den Erscheinungstermin wie auch den thematischen Inhalt betrifft. Alle zwei Jahre präsentiert er unter dem Pseudonym S. Coell ein neues Werk: Nach ‚Im Schatten des Gracchus‘ (2015) und ‚Die Karlsbadverschwörung‘ (2017) war es diesmal, vorgezogen auf seinen 50. Geburtstag letzte Woche, „Hartmut gegen Ahrimann“. Und auch thematisch bleibt sich Nemeth/Coell treu: Die Bedrohung von Freiheit und Demokratie durch linke Gesellschaftsentwürfe.
Ewiger Kampf Gut gegen Böse
Diese Utopien hatten rund um die französische Revolution Hochkonjunktur, an die 200 kursierten zu der Zeit. Den Utopien zweier prominenter Vertreter, des Ökonomen Pierre-Joseph Proudhons, dessen ‚Eigentum als Diebstahl‘ zum geflügelten Wort bei den Linken wurde, und Etienne Capets mit seiner „Reise nach Ikarien“ stellt der Autor die des katholischen […]für den Sozialismus nichts anderes als die Spielart einer satanischen Ideologie […] ewigen Kampf zwischen Gut und Böse lässt er in seinem Roman einen jungen Burschenschafter ausfechten, der sich in der Nähe des Dresdens der Jahre 1852/53 in eine ikarische Kommune einschleicht.
Gescheiterte linke Experimente
‚Im ersten Buch habe ich geschrieben, warum dieses Menschenbild falsch ist, es dem Frühkommunismus letztendlich nur um die Etablierung einer neuen Religion geht‘, erläuterte Nemeth. In seinem dritten Werk geht er auf die Umsetzung des ‚real existierenden Sozialismus‘ ein, mit dem der Mensch in den Urzustand des Glücks versetzt werden sollte. Dieser scheitert aber auf allen Linien, wie auch seine Umsetzungsversuche im vergangenen Jahrhundert, weil der Mensch eben doch nicht bereit ist, seine Individualität gänzlich aufzugeben – Parallelen zur aktuellen politischen Situation der gutmenschlichen Gesinnungstyrannei sind nicht zu leugnen.“

Die zwei hymnischen Inhaltskommentare von diesen beiden Websites der identitären Regierungspartei kurz zusammengefaßt: Der Klubdirektor, dessen Name Ihnen bei Nennung von Gottfried Küssel gleich bekannter vorkommen wird, ist wahrlich ein Fels der Sachkundigkeit …

Mit dieser Felshaftigkeit an Sachkundigkeit kann es mit Müh‘ und Not sogar sein „Freund“ nur aufnehmen, dessen Name ihnen etwas sagen wird, wenn zu ihm Paul Schmidt dazugesagt …

Erschienen ist dieser Roman Ehre, Freiheit, Vaterland – Ehre und Treue doch im Verlag Zur Zeit. Sind die beiden Freunde Felsen, so ist ihre Verlegerin ein Berg an Sachkundigkeit …

Von Romanen wird ab und an gesagt, dieser und jener sei ein prophetischer Roman. Bei diesem Roman kann aber gesagt werden, der Prophet ist der eine „Freund“, von dem es auch heißt, er probiere sich dann und wann im Schreiben aus. Denn. In seiner Ballrede in der Hofburg im Jahr 18 erneuerte er prophetisch den Schwur auf „Ehre, Freiheit, Vaterland“, und nahm damit vorweg, was „sein Freund“ in später seinem Roman Doch Ehre und Treue

Ob dieser Roman Macht der Finsternis am kommenden Freitag, 25. Jänner 19, ein Jahr nach der 18er Rede des zurzeitigen Vizekanzlers, dessen Name Ihnen leichter bei Mitnennung von Paul Schmidt einfallen wird, eine sogenannte Damenspende oder die sogenannte Ballspende sein wird, in tiefer Verbeugung vor der prophetischen Gabe des Mit-etwas-davor-Kanzler?

NS Der „würdige Rahmen“ für den Auftritt der beiden Freunde zur Vorstellung des Romans Totalität ihrer Werte, war das Palais Epstein. Wo sonst als in einem Prunkbau können sich Männer und Frauen dieser Gesinnung der Armut auch treffen? Erst in einem solchen Rahmen können sie ihren totalen Geist so richtig zum Strahlen bringen, ihn sichtbar als Armband tragen, jedem Menschen den Arm entgegenstrecken zum Herzeigen ihres Geistes …

NNS Weshalb sich der Freund vom Mit-etwas-davor-Kanzler als felssachkundiger Autor Coell nennt? Ist es sein Knicks vor Conny Cöll, der vor allem Westernromane schrieb? „Treu bis in den Tod“, „Der törichte Scheriff“, „Der Gigant“, „Rache für Alamo“, „Hetzjagd ohne Gnade“, „Ohne Gnade“, „Die große Herde“, „Tolle Kerle“, „Der Doppelgänger“, „Die großen Drei“, „Wolfsliebe“, „Teufel in schwarz“, „Zion“ und so weiter und so weiter. Vielleicht, oder auch nicht. „Der Wunderschütze“ Conny Cöll, dessen sogenannter bürgerlicher Name Konrad Kölbl war, weigerte sich, in die NSDAP einzutreten, kann auf einer Website zu seiner Erinnerung gelesen werden. Aber das nur nebenher, weshalb sich der Klubdirektor diesen Namen gibt, wenn er schreibt vor allem … Sein Freund wird es wohl recht genau wissen, weshalb er sich Coell nennt.