Indirekte Steuern – Das schwarz-rot-blaue Schröpfen der Menschen mit „kleinen und mittleren Einkommen“

Indirekte Steuern

Die identitäre Parlamentspartei und bald zur identitären Regierungspartei gemachten will, heißt es in ihrem Wirtschaftsprogramm, vermehrt auf „indirekte Steuern“ setzen.

Das heißt, die Menschen mit geringen Einkommen werden geschröpft. Es muß noch nicht ausgeführt werden, was das bedeutet, hohe indirekte Steuern. So viel kann im Gegenzug die Senkung von „direkten Steuern“ gar nicht ausmachen, daß Menschen mit geringen Einkommen dabei mit einem fetten Minus aussteigen.

Das wurde schon vorgerechnet, anhand des Programms von ÖVP-Kurz:

Erdäpfelschalen statt Butter aufs Brot

Aber es scheint, die Menschen wollen geschröpft werden, so wie sie wählten, am letzten Sonntag, 15. Oktober 2017. Sie wählten die Parteien mit den Farben schwarz, rot, blau …

Die feudal-christlich-rote Regierung hat das blaue Setzen auf „indirekte Steuern“ schon 2016 umgesetzt, also die Umsatzsteuer erhöht:

Programm von Sebastian Kurz und seiner Kapelle new nemesis („neue gerechtigkeit“): Ich bau dir Kartoffeln an.

Fairness in der Übersetzung von zwei Parteien in Österreich: „Blondheit“ und „Kirchheit“

Dennoch ist es kein Widerspruch, wenn die identitäre Parlamentspartei schreibt, sie wolle auf „indirekte Steuern“ setzen und zugleich werde „mehr Geld für den privaten Konsum“ bleiben. Es wird „mehr Geld“ bleiben, jenen, die bereits „mehr Geld“ haben, dank der Menschen, die jetzt schon gerade noch Geld haben, um den täglichen lebenserhaltenden Einkauf bis zum 25. oder bei viel Glück bis zum 28. eines jeden Monats …

Auch daran kann abgelesen werden, es wurde nicht Veränderung gewählt, die Nationalratswahl ’17 wurde zu keiner Wahl des Neuen, sondern es wurde lediglich das Phantasma der Veränderung gewählt.

Es ist nur noch blauer geworden.

 

Kurz im Hübner

Das feudal-christliche Fest am 15. Oktober 2017 fand im Hübner statt. Die Hochrechnung wurde im Hübner bejubelt, nicht nur das Ergebnis von der feudal-christlichen, also eigenen Partei, sondern auch das Ergebnis

Kursalon Hübner, ein von Heinz-Christian Strache gewählter treuer Boden für ein Sommergespräch

von der identitären Parlamentspartei, also von der, wie diese wohl schon genannt werden kann, Schwesterpartei – eingedenk des Frauenbildes von diesen beiden Parteien ist es wohl richtiger zu sagen: Bruderpartei.

Am 15. Oktober 2017 brachte Sebastian Kurz ein neues Wort: „ordentlich“. Bisher verwendete er recht brav „Veränderung“ in allen möglichen Phrasen, nun verwendet er „ordentlich“ in allen möglichen Phrasen. Etwa im Hübner: ordentlich feiern.“ In einem Interview: ordentlich arbeiten

Kurz im Hübner sagte, zum Publikum, es solle jetzt einmal ordentlich feiern, es habe sich das verdient. Er sagte nicht „wir sollen jetzt einmal ordentlich feiern, wir haben uns das verdient“ … er sprach also als uralter Firmenpatriarch zu seiner Belegschaft, der sich nicht als Teil der Belegschaft versteht, sondern als „Chef“, der schon einmal großzügig das ordentliche Feiern … und morgen gehe es wieder ordentlich zur Arbeit —

Ein mittlerweile seliger Bruder von der Hübner-schon-wieder-Partei hatte auch viel dafür über, ordentlich beschäftigt zu sein …

Es wird wohl keinen Rechtsstreit darüber geben, sollte der Bruder aus feudal-christlichen Partei demnächst eine Phrase aus ihm zwei lieben Wörter verwenden: ordentlich neu. Der Bruder aus dem Steiermärkischen wird es wohl mit rechter Freude hören, wenn seine „Neue Ordnung“ in einer Variation …

Was er bisher schon durch sein Programm sagte, ohne es so direkt zu sagen, ist: Brennsuppn macht auch ordentlich satt …

Sebastian Kurz - im Hübner

 

FPÖ unzensuriert, Heide Schmidt und Alexander Surowiec

Heide Schmidt.png

Es stellt sich doch die Frage, weshalb Heide Schmidt, wenn sie über eine „Schmuddelseite“, über einen „ÖVP-Wirtschaftsbundfunktionär“ spricht, sich dazu versteigen muss, einen Vergleich anzustellen, eine Nebensächlichkeit als das Gesamte hinzustellen, das Gesamte auf eine Nebensächlichkeit zu reduzieren, und dazu gleich der FPÖ eine Note Eins minus zu geben, oder in mündlicher Benotung ausgedrückt: „Fast harmlos“.

Sie, Heide Schmidt, nennt es „Ironie der Geschichte“.

Es ist keine „Ironie der Geschichte“.

Es ist dieses Klugherzeiggerede in Österreich ohne Kenntnisse. Und seltsamerweise oder treffender österreichgemäß fällt es stets zugunsten von … auch in diesem Fall der identitären Parlamentspartei aus.

Heide Schmidt wird nicht viel über FPÖ unzensuriert wissen. Das hält sie dennoch nicht davon ab, gleich positiv über die gesamte FPÖ zu reden, Wähler und Wählerinnen diese schmackhaft zu machen.

Es wird nicht gewußt, was schlimmer ist. Mit Unkenntnis so zu reden, im Besitz vollständiger Kenntnisse zu sein. Oder gegen eigene Kenntnisse Persilzeugnisse auszustellen.

Bei dem von Heide Schmidt angesprochenen „ÖVP-Wirtschaftsbundfunktionär“ handelt es sich um Alexander Surowiec. Allein dieser mit seinem Referatsverhältnis mit den … verwehrt bereits jedwede Ausstellung eines positiven Zeugnisses für die identitäre Parlamentspartei  …

Europäisches Forum Linz – Ein paar Fragen, Alexander Surowiec, zum Mitnehmen zum morgigen Kongress zur Überreichung an Kickl für Hofer

Kurz zu Alexander Surowiec etwas, dem Xandl Raff aus Liesing

In einem Land mit einer sogenannten Bildungselite, die mit Blindheit für das Gesamte geschlagen ist, kann es nach dem 15. Oktober 2017 zu keiner anderen Regierung kommen als …

Nach dem 15.10.2017 könnte es eine identitäre Regierungspartei geben. Deshalb davor nicht nur kurz daran denken, etwa auch an das: Identitäre besingen die „goldene Fahne“ der „Deutschen Arbeitsfront“.

Wer gaulandgemäß für Schießbefehl und Stolz auf deutsche Soldatenleistungen im Weltkriege – der FPÖ recht willkommen zur Gesinnungsbereicherung

Es kann für den 15. Oktober 2017 nur gehofft werden, daß allein die sogenannte Bildungselite durch ihre Wahl zu solch einer Regierungspartei beiträgt, dann kann es keine identitäre Regierungspartei geben, weder an der Seite der feudal-christlichen Partei noch an der Seite von …

Auf die anderen Wähler und Wählerinnen, denen von der sogenannten Bildungselite alles, was nur im Entferntesten mit Bildung zu tun hat, abgesprochen wird, ist Verlaß. Das haben sie in Österreich erst im Dezember 2016

Die Menschen sind klüger, als Belehrer und Belehrerinnen sie haben wollen.

eindrucksvoll bewiesen … hätten sie so gewählt, wie im Parlament gewählt wird, hieße heute der Bundespräsident … und nicht nur in Österreich, wie gelesen werden kann:

Glücklichen Zeiten entgegen

Dreisatz des Schreckens

Strache - Kurz loben Orban - Österreich bekommt Orban

Wenn es nach den Umfragen geht, sieht es in Österreich derzeit, am 12. Oktober 2017, so aus, oder respektive und was mit Umfragen versucht wird herbeizuschreiben, ist ein Wahlergebnis, das eine Mehrheit bis hin zu einer Verfassungsänderungsmehrheit für die feudal-christliche Partei und für die identitäre Parlamentspartei bringen soll.

Und mit einem solchen Wahlergebnis wird es wohl zu keiner anderen Regierung kommen als zu einer der identitären Parlamentspartei und der feudal-christlichen Partei.

Und das heißt:

He.-Chr. Strache lobt Orbán.
Seb. Kurz lobt Orbán.
Österreich bekommt V. Orbán.

Wenn das kein Syllogismus des Schreckens ist — —

Und damit Orbán gleich zweimal: einmal als Kanzler, einmal als Vizekanzler.

Und der Schrecken wird noch größer, wenn diese zwei Parteien dazu auch noch im Parlament die Zweidrittelmehrheit bekämen, und mit dieser die Verfassung ändern könnten, wie es diesen beiden Parteien gerade gefällt und einfällt.

Müßig zu schreiben, das wird ohnehin zur Genüge gewußt, was es heißt, Orbán zu bekommen. Es ist nicht Viktor Orbán als Person damit gemeint, sondern seine Geisteshaltung, oder genauer, seine Geistesverfassung, und diese ist eine Ungeistige, ein Ungeist, von dem gehofft wurde, er werde aus seinem Vergangenheitsgrab nicht mehr herausgezerrt werden können.

Bemerkenswert an dieser Fernsehschau zwischen Strache und Kurz war auch, daß Sebastian Kurz als Anerkennung und Reklame für sich Norbert Hofer anführt. Was den Wert von Urteilen eines Norbert Hofer betrifft, nun, in der Gerichtssprache gibt es dafür einen Begriff: Fehlurteil. Als die Menschen in Österreich Norbert Hofer nicht zum Bundespräsidenten wählten, und das ist nicht einmal ein Jahr her, schätzten sie Norbert Hofer richtig ein, sie wußten, mit Norbert Hofer ist weder eine „gute“ noch eine „neue Politik“ umzusetzen. Nur Sebastian Kurz schätzt es immer noch anders ein. Der eine ist bereits nicht gewählt, und der andere, wenn die Menschen in Österreich bei ihrer richtigen Einschätzung bleiben, wird am 15. Oktober 2017 auch nicht gewählt werden.

Was anläßlich dieser Fernsehschau ebenfalls wieder auffallend war, Sebastian Kurz spricht wieder und also immer wieder davon, er sei der „Chef“, er sei der „Chef“ der feudal-christlichen Partei, er wolle der „Regierungschef“ werden … Das ist rührend. Das erinnert an die patriarchalisch zugerichteten Buben von patriarchalischen Firmenchefs, die in der Krachledernen und Haferln durch die Lagerhallen trampeln, wie das Rumpelstilzchen im tiefen Wald, und schreiend darauf beharren, sie seien die Chefs, obgleich die Belegschaft weiß, die Buben sind nur die Buben der Chefs. Das zur Führungsqualität von Sebastian Kurz, der von sich träumt, wie er führt … Das Beharren der Buben von den Chefs kleiner Firmen darauf, daß sie die Chefs seien, ist von ihnen in einer Hinsicht nicht unrichtig, der Ort, wo sie das behaupten, ist der richtige Ort. Denn sie, die Buben, werden eines Tages die Firmen ihrer Papas erben. Aber Sebastian Kurz, nun, er verwechselt Österreich mit einer kleinen Firma, er läuft durch Österreich, als wäre er in der kleinen Milchabscheiderreinigungsfirma seines Papi …

Und weil es zum Milchabscheiderreinigungsbetrieb paßt, zur Belegschaft, die sich das Chefgeschreie der Buben anhören müssen, ist noch eine Fernsehschau mit Sebastian Kurz zu erwähnen, diesmal mit Christan Kern. Ausgestrahlt vom Fernsehsender Puls 4. Dazu bietet sich zunächst einmal ein Kalauer an: Sebastian Kurz am Puls der Zeit vorbei. Es ging um Betriebsräte. Und Sebastian Kurz meinte: „Da geht es nur um die Interessen der Gewerkschaft.“ Eine kurz’sche Aussage, die noch einmal tief blicken läßt, was die Belegschaft von einem Buben, der die Mähbalkenreparaturwerkstätte am Lande von seinem Papi erbt, zu erwarten hat: Brennsuppn und Erdäpfel …

Wie die Menschen in Österreich schon durch die Nichtwahl von Norbert Hofer die richtige Wahl trafen, weil sie es richtig einschätzten, daß mit diesem für sie vor allem keine „gute“ und vor allem keine „neue“ und schon gar nicht eine „Politik“ zu erwarten ist, werden Sie auch diesen von Norbert Hofer gelobten Kurz die richtige Wahl treffen. Und weil der Bub gar so anrührend ist, wird ihm von ganzen Herzen gewünscht, sein Papi möge eine Mähbalkenmesserschleifwerkstätte am Lande besitzen, die er eines Tages zu seinem kleinen Glücke erben könne, übernehmen könne, sich dann mit Recht Milchabscheiderreinigungschef …

… und zufrieden mit sich sein, wenn auch er tatsächlich am 15. Oktober 2017 wählt einen …

neuen politischen Stil: also nicht schwarz, nicht rot und nicht blau.

Efgani Dönmez und Stop extremism haben auf ein Bild des Rechtsextremismus vergessen

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte

Auf der Website von „Stop extremism“ wurde auf ein Bild des Rechtsextremismus vergessen. Wahrscheinlich so vergessen, wie bei der Aufzählung auf Saudi-Arabien vergessen wurde, bei der nur die Türkei und Katar überblieben, bleiben beim Zeigen der Extremismen nur der Linksextremismus und der islamistische Extremismus über. Es fehlt also bei den Bildern der Rechtsextremismus.

stop extremism - das vergessene bild des rechtsextremismus

Dabei wird doch gewußt, nach einem alten Spruch: ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Unter den gezeigten Bildern wird über den Rechtsextremismus geschrieben. Aber ein Bild dazu, wie zu den beiden anderen Extremismen, gibt es nicht.

So kommt es

„Terroranschläge direkt vor unserer Haustüre. Fanatische Islamisten, die sich in Europa breitmachen und dabei von Staaten außerhalb Europas finanziert werden. Rechtsextremisten, die immer unverhohlener gegen Minderheiten hetzen und vor Gewalt nicht zurückschrecken. Linksradikale, die für Straßenschlachten und brennende Städte sorgen. Extremismus ist die größte Bedrohung unserer Zeit.“

wie ein Lippenbekenntnis daher.

Aus diesem Grunde ist in die Collage zur Vervollständigung ein Bild des dritten oder des zweiten oder des ersten Extremismus hinzugefügt. Es ist Ihnen überlassen zu entscheiden, an welcher Stelle in der Reihung der Rechtsextremismus gerade in Österreich zu stehen hat.

Ein Bild des Rechtsextremismus zur Komplettierung – damit es kein Lippenbekenntnis bleibt. Vielleicht wird es auch Efgani Dönmez mit seinem Verein noch vervollständigen.

Möglicherweise wurde es aber auch nicht vergessen. Das fehlende Bild des Rechtsextremismus vielleicht Ausdruck einer Strategie. Den Dialog nicht zu gefährden. Diesen Extremismus einzubinden, geschuldet einer höchst raffinierten Deradikalisierungsstrategie. Im Gespräch zu bleiben. Gerade in Österreich, wo diese Form des Rechtsextremismus … aber es weiter breit auszuführen, ist ein weiteres Mal nicht mehr notwendig. Denn. In Österreich wird das ohnehin recht genau und umfassend gewußt.

Nach dem 15.10.2017 könnte es eine identitäre Regierungspartei geben. Deshalb davor nicht nur kurz daran denken, etwa auch an das: Identitäre besingen die „goldene Fahne“ der „Deutschen Arbeitsfront“.

 

Es gibt eine Zeit vor und eine Zeit nach der Kandidatur

Efgani Dönmez - Katar und die Türkei - da waren es nur noch zwei

Nun verschickt Efgani Dönmez eine Presseaussendung, mit der er beweisen will, daß er auch Saudi-Arabien scharf kritisiert. Und verweist zum Beleg auf die Pressekonferenz vom 3. Juli 2017 in Berlin.

Und das ist auch wahr. Saudi-Arabien wird neben Katar und die Türkei explizit in dieser Pressekonferenz genannt. Ebenso wahr ist es, auf der Website von „Stop extremism“ kommt Saudi-Arabien nicht vor. Sondern explizit nur die Türkei und Katar.

Nach einem alten Spruch könnte hierzu gesagt werden. Es gibt eine Zeit kurz vor der Kandidatur. Und es gibt eine lange Zeit nach der Kandidatur.

Am 7. Juli 2017 wurde Efgani Dönmez als Kandidat der ÖVP präsentiert.

Am 3. Juli 2017 in Deutschland Kritik auch an Saudi-Arabien. Am 7. Juli 2017 in Österreich Präsentation des ÖVP-Kandidaten … Bleibt nur noch die Frage, seit wann auf der Website von „Stop extremism“ nur noch die Türkei und Katar explizit angeführt werden. Und seit wann Saudi-Arabien nicht mehr? Oder wurde Saudi-Arabien noch nie auf der Website genannt, immer bloß schon Katar und die Türkei?

Efgani Dönmez - Es gibt eine Zeit vor und eine Zeit nach der Kandidatur.png

Aber das ist eigentlich vollkommen belanglos. Und darüber wurde auch schon ausführlich am 4. Oktober 2017 geschrieben: Efgani Dönmez mit dem Gütesiegel

Was aber nicht belanglos ist, das sind die Forderungen von Efgani Dönmez und seinem Verein. Deshalb muß es noch einmal angesprochen werden, was bereits geschrieben wurde im oben verlinkten Kapitel.

Efgani Dönmez - Forderungen stop extremism

Allein die Forderung von Efgani Dönmez und seinem Verein, „bei extremistischem Hintergrund kündigen“ zu können „ohne Anspruch auf Abfertigung“ reicht mit einem Blick gerade auf das neue Abfertigungsgesetz bereits aus, um sich zu fragen, mit diesem Wissen um Gesetze und Arbeitsrecht will dieser Mann tatsächlich Abgeordneter im österreichischen Parlament werden. Dafür wird er höchstens von einem Mann gelobt werden können, von seinem nunmehrigen „Chef“, den er auch zu loben weiß. Zwei Männer, die immerhin das ganz genau wissen, wen sie zu loben haben, nämlich einander.

Es gibt weitere Forderungen von dieser Qualität. Aber es muß auch das nicht wiederholt werden, was bereits im Kapitel Efgani Dönmez mit dem Gütesiegel … aber bedacht werden, nicht nur aber vor allem am 15. Oktober 2017.

Ein Mann ohne Kultur

Sebastian Kurz - Mann ohne Kultur

Trotz vielfacher Anfragen, so Martin Traxl, stand Sebastian Kurz nicht zur Verfügung. Um Fragen nach seinem Kulturverständnis zu beantworten. Es wurden, so Traxl, die für die Redaktion aussichtsreichste Kandidatin und die aussichtsreichsten Kandidaten der Nationalratswahl am 15. Oktober 2017 eingeladen, um Fragen zur Kulturnation Österreich zu beantworten.

Alle Eingeladenen nahmen diese Einladung an.

Nur einer nicht: Sebastian Kurz.

Sebastian Kurz nahm die Einladung nicht an, trotz vielfacher Anfragen. Vielleicht wählten sie beim Bitten um seine Teilnahme die falsche Anrede, verwendeten nicht das von ihm so heiß begehrte Wort, von dem noch zu sprechen sein wird, ein weiteres Mal.

In diesem Fall hätte das wohl keine Wirkung auf ihn gehabt, ihn so anzusprechen, wie es ihn befriedigt, ihn zum Kommen zu bringen – die Furcht vor Kultur und Kunst …

Dabei. Es waren leichte Fragen. Es waren wirklich die leichtesten Fragen, die zu Kultur und Kunst je gestellt werden können. Allerweltsfragen. Und Allerweltsantworten. Dennoch: alle beantworteten diese leicht und bravourös. Sogar He.-Chr. Strache schaffte es, erfolgreich zu verbergen, für welche Kunst und Kultur seine identitäre Parlamentspartei tatsächlich …

Nur Sebastian Kurz schwänzte die Frageminute.

Was heißt das?

Sebastian Kurz hatte also Angst vor den leichtesten Fragen zur Kultur. Angst davor, daß er zu den leichtesten Fragen, die er erwarten konnte, nichts, gar nichts hätte sagen können. Seine Antwort auf jede der leichtesten Fragen sein Schweigen nur gewesen wäre. Vielleicht hätte er gerade noch stottern können, in seinem weinerlichen Ton, das sei nicht seines, bei Kunst und Kultur wären keine Routen zu schließen, es tue ihm leid, zu Kultur und Kunst falle ihm nichts, da sei sein Kopf wie leer, er strenge sich an, er bemühe sich, aber er verstehe das Wort Kultur nicht, so könne er auch keine Verbindung herstellen, nicht einmal zu Flüchtlingen, die ihm sonst ja immer so leicht einfallen, bei jedem Thema, auch bei Themen, mit denen Flüchtlinge gar nichts zu tun haben, er fragen hätte müssen, Entschuldigung, was ist Kultur, was ist Kunst, was heißt das: Kulturnation …

Der Titel muß soher richtig lauten: Das Kulturunverständnis von Sebastian Kurz. Auch: Das Unwissen von Sebastian Kurz, auch von Kunst und Kultur.

Das ist also ein Mann, der will, daß die Menschen ihn in einem so ausreichenden Maße wählen, daß er zum Bundeskanzler gemacht wird, zum Bundeskanzler in einem Land, das sich als Kulturnation verstehen will.

Ein Mann ohne Kultur will Bundeskanzler in einem Land mit Kultur werden.

Ein Mann ohne Kultur will, so sagt er, Österreich zurück an die Spitze bringen, und was das für eine Spitze sein wird, das konnte festgestellt werden, auch anhand von konkreten Handlungen seiner Partei:

Mit einem Kanzler Sebastian Kurz Weltspitze in Kunst- und Kulturlosigkeit.

PS Sebastian Kurz hätte die Einladung wohl angenommen, wäre es nicht um Kunst und Kultur gegangen, sondern darum, was er ist: „Chef“. Da wäre er in seinem Element gewesen, da hätte er sofort korrigierend eingreifen können. Wie am vergangenen Sonntag, im Fernsehen, als er angesprochen wurde als „Teil Ihrer Bewegung“, wußte er sofort korrigierend zu sagen, ein einziges Wort: „Chef“. Das sollten sich vor allem jene merken, die meinen, mit ihm, Kurz, Teil einer Bewegung zu sein. Für Sie stimmt es, Teil einer Bewegung zu sein. Für Kurz nicht. Kurz ist nicht Teil Ihrer Bewegung. Ein Mann ohne Kultur ist „Chef“.

PPS Für eine Wahl reicht es zwar nicht aus, aber es muß dem Mann ohne Kultur schon hoch angerechnet werden, daß er – wenn er die Bedeutung von „Bundeskanzler“ wohl auch nicht in ihrer gesamten Tragweite versteht – weiß, es heißt Bundeskanzler, und nicht „Chef“.

Kurz zu Alexander Surowiec etwas, dem Xandl Raff aus Liesing

Kurz zu Alexander Surowiec

Würde Alexander Surowiec nicht schon gekannt werden, wäre die Verlockung groß, genau zu lesen, was er beispielsweise unter der Schlagzeile „Rising Star“ am 1. Oktober 2017 schreibt. Doch schon beim Überfliegen hängengeblieben bei:

„Was die Redaktion von alles roger nicht wusste: Seit einem dreiviertel Jahr recherchiert Fass ohne Boden unter dem internen Operationsnamen „Rising Star“ an dem Firmengeflecht und deren Protagonisten. 

In einer mehrmonatigen Recherche bohrte sich das Team von Fass ohne Boden durch das Firmennetzwerk, befragte heimische Start-Up Größen, erhielt Auskünfte von Rechtsanwälten in der Schweiz und Wien, führte Hintergrundgespräche mit Journalistenkollegen, suchte den Kontakt zu IT-Technikern, sprach mit politischen Vertretern diverser Couleur und tat noch mehr.

Mehrwöchige Observationen, früh, mittags und abends, mit Ex-Militär-Angehörigen wie militärische Aufklärer und Ex-Jagdkommando-Soldaten, einer Einschleusung in „Team Wallraff“-Manier bei einem Event sowie eine Recherchereise nach Zürich und Dietikon, gaben einen Einblick, wie die heimische Start-Up-Szene tickt und funktioniert.“

Das ist Alexander Surowiec. Wie er gekannt wird. Wozu das Übrige noch genau lesen. „Bei einem Event in ‚Team Wallraff…“ — „Einschleusung“ bei einer Veranstaltung … was für eine Verkennung der Arbeit von Günter Wallraff. Deshalb, weil es eine Beleidigung gewesen wäre, wurde nicht der Titel gewählt: Kurz etwas zu Alexander Surowiec, dem …, sondern: dem Xandl Raff aus Liesing. Schon den Vornamen von Günter Wallraff hierfür zu nehmen, wäre eine Beleidigung von Herrn Wallraff. Xandl Raff paßt auch recht. Denn. Er, Surowiec, rafft zusammen, was er zusammenraffen kann, und meint, er hätte etwas Brauchbares, Verwertbares …

Also alles nicht erwähnenswert. Bis auf die Methoden dieses Mannes aus der ÖVP, kurz gesagt: …! Aber nicht überraschend. Mit wem er verkehrt. Das kann mit Blick auf die Zeit nach dem 15. Oktober 2017 schon als Vorgeschmack auf eine Koalition von ÖVP und FPÖ … auf der kleinsten Ebene, kurz gesagt, probiert Alexander Surowiec diese seit geraumer Zeit, wie nachgelesen werden kann:

Europäisches Forum Linz – Ein paar Fragen, Alexander Surowiec, zum Mitnehmen zum morgigen Kongress zur Überreichung an Kickl für Hofer

Alexander Surowiec war vor einem Jahr so freundlich, schriftlich mitzuteilen, worüber er in Linz referieren wird, nämlich über „Alternative Medien“:

Europäisches Forum Linz: Um Bares geht’s den „Verteidigern Europas“

Ob das Publikum sich dabei fadisiert hat? Immerhin waren dort jene vertreten, die ohnehin wissen, was „Alternative Medien“ sind, genauer, die ohnehin die Methoden kennen, auch wenn sie nicht wissen, was alternative Medien sind, und mehr als seinen Methodenkoffer wird er ihnen wohl nicht geöffnet haben können, in Linz, dem Vorort von Braunau.

Kurz hätte es werden sollen. Damit es nicht länger wird, nur noch der kurze Hinweis auf ein paar Kapitel. Kurz etwas zum Xandl Raff aus Liesing ist es doch geworden. Denn. Es geht weit über ihn hinaus, er ist doch nur so etwas wie Anhalter am Straßenrand, der zwar gesehen wird, aber … oder wie ein Tür-zu-Tür-Verkäufer, dem aus Erbarmen gerne etwas abgekauft werden würde, aber in seinem Bauchladen oder in seinem Plastiksackerl – der Arme, nicht einmal einen richtigen Präsentationskoffer bekommt er –, hat er, kurz gesagt: nichts Brauchbares, nichts Nützliches …

„Fass ohne Boden“-Visionär Surowiec: „Fette weg von der Straße“

Österreichisches Faß ohne Boden des Europäischen Forum Linz

Oben gegen Oben und gemeinsam gegen Unten

Sebastian Kurz wählt am 15. Oktober 2017 neuen politischen Stil: also nicht schwarz, nicht rot und nicht blau

Es sei also für ÖVP-Kurz die Wahl am 15. Oktober 2017 eine „Volksabstimmung“, ob in Österreich ein „neuer politischer Stil“ gehabt werden wolle.

Das heißt, er wird, wenn er das wirklich will,

Rot-Blau-Schwarz am 15.10.2017 zu wählen, heißt, Demokratie der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts zu wählen.

weder schwarz noch blau noch rot wählen.

Nebenbei. Bisher wurde stets gedacht, Wahlen sind Wahlen über Inhalte. Für Sebastian Kurz sind also Wahlen Volksabstimmungen über Stil. Was ist Stil? Verschleierung der Inhaltslosigkeit.

Er, Kurz, wird aber, das ist zu erwarten, doch sich selbst wählen. Denn einen „neuen politischen Stil“ zu wählen, also nicht die Parteien mit den Farben schwarz, blau, rot, hieße, Inhalte zu wählen, die ein neuer politischer Stil sind, und das ist für ihn doch eine Herausforderung als Überforderung.

Und es ist wohl auch allein das schon eine Überforderung, den Stil zu wechseln, in dem er aufgewachsen ist. Ein Stil, der gerade in diesen Tagen, seine Vornehmheit zur Schau stellt und vorneweg …

Nebenbei, aber zugehörig. Wie zu lesen ist, sei Sebastian Kurz im „Grenzland“ gewesen. In Spielfeld. Jetzt noch von „Grenzland“ zu schreiben, wie diese Tageszeitung, mutet befremdend an, wie aus einer Zeit, als diese Provinz „südliches Bollwerk“ war gegen … und also nicht Teil der Europäischen Union — —

Nebenbei. aber zugehörig zu „Volksabstimmung“ und „Grenzland“ … Wird von Sebastian Kurz noch vor dem 15. Oktober 2017 zu vernehmen sein?

Wahl am 15. Oktober ist Eintritt in die Volksarmee. 

Denn. Was wäre das für ein „Grenzland“, in dem Wahlen „Volksabstimmungen“ sind, ohne „Volksarmee“?

Übrigens. Von Nigel Farage stammt „Volksarmee“ und die Deutung von Wahlen als Eintritt in die „Volksarmee“.

EU-Wahl heißt für den von He.-Chr. „Strache bewundert[en] UKIP-Chef“ nicht zu wählen, sondern in die „Volksarmee“ einzutreten

Von einem Millionär also. Und auch Sebastian Kurz nimmt doch nur Anleihen bei den Erfolgreichsten …

Wie beispielsweise bei „Jetzt. Oder nie.“

ÖVP-Kurz - Wahlen im Grenzland sind Volksabstimmungen

 

 

Warum und Darum.

ÖVP - Kurz - Dabei einfach skrupellos

Es kann nun immer mehr verstanden werden,

Als Sebastian Kurz Tal Silberstein so gar nicht kennen will

weshalb ÖVP-Kurz sich dermaßen wehrte, je mit Tal Silberstein zusammengetroffen zu sein, je mit Tal Silberstein gesprochen zu haben.

Am 2. Oktober 2017 war noch ein „Warum“ zu schreiben, warum also Sebastian Kurz Tal Silberstein so gar nicht kennen will. Nur fünf Tage später kann nach der Berichterstattung über Tal Silberstein, Peter Puller und ÖVP als Antwort auf dieses Warum ein „Darum“ geschrieben werden.

Kurz Sebastian - Tal Silberstein - Warum - Darum

So wird es verständlich, daß Sebastian Kurz nicht mit Tal Silberstein in Verbindung gebracht werden will, wenn gerade sein Sprecher Gerald Fleischmann in Verbindung ist mit …

Kurzens Sprecher ist also in Verbindung mit Peter Puller, der mit Tal Silberstein … während also der Sprecher von Sebastian Kurz ein Honorar anbietet, gibt Sebastian Kurz eine Charakterstudie ab: „Es gibt einfach Menschen, die skrupellos sind.“

Bemerkenswert ist neben dieser seiner Charakterstudie seine Feststellung: „Tal Silberstein ist sicherlich einer der Besten und Teuersten, die man weltweit anmieten kann.“

Tal Silberstein muß tatsächlich sehr teuer sein, so teuer, daß ihn sogar Neos „anmieten“ konnte, für einen Gemeinderatswahlkampf … Neos muß also eine der reichsten Parteien der Welt sein, wenn sie sich sogar für einen Gemeinderatswahl einen der „Teuersten“ leisten … Woher kennt Sebastian Kurz die Preise? Tal Silberstein sei „sicherlich einer der „Besten“, sagt Kurz. Und was die „Besten“ kosten, das will doch gewußt werden, vor allem einfach von Menschen, die unter sich die „Besten“ scharen wollen

Nach welchen Kriterien Sebastian Kurz wohl Menschen als die „Besten“ anerkennt“? Etwa Tal Silberstein. Von dem Josef Cap sagt, er hätte ihm nicht alle Türen geöffnet, und er nennt dafür schlicht und kurz einen Grund: „Ich halte fachlich nichts von ihm.“

Das Programm von ÖVP-Kurz.png

Bemerkenswert ist neben dieser seiner Charakterstudie und seiner Einschätzung der „Besten“ seine Feststellung: „Was mich in diesem Wahlkampf am meisten ärgert, dass man sich gefallen lassen muss, dass man von vorne bis hinten mit Dreck beworfen wird.“

„Was mich in diesem Wahlkampf am meisten ärgert, dass man sich gefallen lassen muss, dass man von vorne bis hinten mit Dreck beworfen wird“. Das sagt Sebastian Kurz.

Das kann ein jeder Mensch in Österreich sagen, bis auf einen Menschen, Sebastian Kurz:

„Was mich in diesem Wahlkampf am meisten ärgert, dass man sich gefallen lassen muss, dass man von vorne bis hinten mit Dreck beworfen wird.“ 

Denn. Sebastian Kurz bewirft die Menschen „von vorne bis hinten mit „Dreck“.  Es ist der „Dreck“ des Neides, es ist der „Dreck“ der Aufrechnung, es ist der „Dreck“ der Spaltung. Es ist der „Dreck“ des Einlullens.

Es muß dabei gar nicht darauf eingegangen werden, wie weit seine Fakten und Daten einer Überprüfung tatsächlich standhalten. Das Wesentliche dabei ist: Nicht ein einziges Mal war von Sebastian Kurz zu hören die Forderung nach höheren Löhnen und Gehältern. Von Sebastian Kurz ist das je nicht zu hören. Von Sebastian Kurz ist immer nur zu hören, wie viel Menschen, die nach Österreich kommen, Geld erhalten, so viel Geld nämlich, das Menschen, die in Österreich „sogar hart arbeiten“ nicht einmal verdienen.

Das ist das ganze „Dreck“-Programm von ÖVP-Kurz.

Keine Forderung, kein Eintreten für höhere Löhne und Gehälter, dafür aber immer und überall vorhalten, wie viel andere bekommen. Statt für höhere Löhne und Gehälter einzutreten, immer und überall das Aufstacheln gegen Menschen. Stimmung zu machen gegen Menschen, Stimmung dafür zu machen, Menschen das Wenige noch wegzunehmen. Das ist das gesamte „Dreck“-Programm von ÖVP-Kurz: Menschen mit niedrigen Löhnen und Gehältern sollen weiter Menschen mit niedrigen Löhnen und Gehältern sein, und sie haben ÖVP-Kurz dankbar zu sein, weil ÖVP-Kurz nimmt dafür, daß sie niedrige Löhne und Gehälter haben, ja auch anderen alles weg.

Das ist das ganze Friß-und-brenn-Programm von ÖVP-Kurz:

Recht kurzes Experiment: Wählende kippen feudal-christliches Flic-Programm Friß und brenn! bereits am 15. Oktober 2017

’s ist alles uralt, da Anzug is gwoschn halt.

ÖVP mit Kurz: Jetzt und immer nie!

Vom Senkungswillen des Sebastian Kurz

Programm von Sebastian Kurz und seiner Kapelle new nemesis („neue gerechtigkeit“): Ich bau dir Kartoffeln an.

Erdäpfelschalen statt Butter aufs Brot

Sebastian Kurz kann nicht Zukunft.