Gerhard Botz putzt sich seine Dollfuß-Lupe und entdeckt die weite Welt

Um dann aus seiner internationalen Umgebung für die Provinz, in der er lebt, zu schreiben, eine ausführliche Analyse unter dem Titel „Dollfuß: Mythos unter der Lupe – Wie faschistisch war der ‚Austrofaschismus wirklich?“, veröffentlicht in der Tageszeitung „Der Standard“ vom 21. Februar 2015.

Und es stellen sich zu dieser botzigen Analyse viele Fragen ein.

Meint Gerhard Botz es sei notwendig und deshalb seine Analyse, es sei in Österreich notwendig, darauf hinzuweisen, daß Österreich damals kein Einzelfall war? Nein, das wird gewußt, das ist bekannt. In ganz Europa grassierte dieses, um es salopp und verkürzt zu sagen, Faschismusfieber. Eine Fleißaufgabe also.

Eine Fleißaufgabe, aber zu welchem Zweck?

Um darzustellen, daß Dollfuß zwar schon ein schlimmer Finger gewesen ist, aber nicht vollfaschistisch? Sondern bloß halbfaschistisch, weil vollfaschistisch, das aber wäre wirklich schlimm, halbfaschistisch jedoch, das geht, das ist der österreichische Weg, damit könnte auch heute wieder gelebt werden, in einer Zeit, in der viele, viel zu viele eine gewisse Partei wählen – davon aber später …

Korneuburger Eid Heimwehr - Beschreibung Faschismus von Gerhard Botz

Gegenüberstellung „Gelöbnis der Heimwehr“ und botzige Beschreibung „Idealtypus des Faschismus“

Möglicherweise denkt Gerhard Botz, was er aber nicht geschrieben hat, sich deshalb das Dollfuß-Regime als eine halbfaschistische Diktatur, weil Engelbert Dollfuß mit Rüdiger Starhemberg einen Vizekanzler zur Seite hatte, dessen Heimwehr sogar Gerhard Botz als „eindeutig faschistisch“ eingestuft in seiner Analyse zugeben muß. Starhemberg wurde beinahe der Nachfolger von Dollfuß und blieb bis 1936 Vizekanzler. Hier bleibt bloß noch die Fragen offen? Was war die zweite Hälfte? Nationalsozialistisch? Hitlerisch? Schließlich wollte Engelbert Dollfuß alles machen, „was die Nazis versprechen“ … Das war 1933. Und 1933 wurde bereits genau gewußt, was mit Adolf Hitler, was mit dem Nationalsozialismus kommen wird, was versprochen ward. Die Zeitgenossinnen und Zeitgenossen von Engelbert Dollfuß wußten es – nicht nur ein Thomas Mann wußte es schon –, Dollfuß, der selbst machen wollte, „was die Nazis versprechen“ … „einen rücksichtlosen Vernichtungskampf“, ein „Überhitlern“ …

Zu welcher Ecke hin will Gerhard Botz nun sein Denken lenken? Der so genau weiß, aus welcher Perspektive heraus andere denken, wenn er schreibt:

„Vor 80 Jahren mochte eine antifaschistische Rhetorik im politischen Kampf gegen die Zerstörer der österreichischen Demokratie noch ihren Sinn gehabt haben, vielleicht auch noch nach 1945, als die meisten Täter wie Opfer des 12. Februar noch lebten (und Letztere in der disziplinierenden Umklammerung der großen Koalition bald wieder schweigen mussten). Eine ähnliche terminologische Zuspitzung lässt sich auch bei zeitgenössischen Schriftstellern und heutigen Historikern – nicht jedoch bei dem international meistzitierten, kürzlich verstorbenen Eric Hobsbawm! – in Großbritannien beobachten, wo die englische Linke sich ab 1934 vehement für ihre österreichischen Genossen einsetzte und damit auch von Mussolini faszinierten Konservativen entgegenzutreten suchte. Wissenschaftlich ist heute (wie schon vor Jahrzehnten) das Konzept „Austrofaschismus“ höchst fragwürdig und wird fast nur von solchen Historikern (und einigen Politologen) und von einheimischen Essayisten und Dichtern auch hoher schriftstellerischer Qualität verwendet, die oft aus einer strikten Österreich-Perspektive heraus zu denken scheinen.“

Zu welchem Zweck also schreibt im Februar 2015 Gerhard Botz seinen putzigen Versuch? In einer doch weit verbreiteten Tageszeitung, mit dem er doch auch vermittelt, das Dollfuß-Regime sei nicht so schlimm, eben bloß „halbfaschistisch“ gewesen, sich auch bemüßigt fühlt, zu beweisen, das Dollfuß-Regime hätte gar nicht so Grauenvolles vorgehabt, wie beispielsweise die Nazis.

Es wird einem Historiker unverständlich sein, Geschichte ausschließlich durch die Lupe der Gegenwart zu betrachten, aber die Gegenwart gibt eine mögliche Antwort darauf, zu welchem Zweck eine doch weit verbreitete Tageszeitung in Österreich das veröffentlicht, zu welchem Nutzen diese Verniedlichung, diese Harmonisierung. Wird daran gedacht, daß in Österreich eine Partei zurzeit in deren Magazin offen über das „Wiederbeleben des Faschismus“ nachdenken läßt, ist es nicht unpraktisch von einem anerkannten Historiker bescheinigt zu bekommen, es sei in Österreich nicht voll faschistisch gewesen, bloß „halbfaschistisch“, das Schlimme im Vergleich zu anderen Ländern war halbschlimm, kein Grund zur Sorge, kein Grund zur Furcht, auch ein „neuer Eurofaschismus“ in Österreich werde nur halb … österreichisch halt, und ohne Deutschland nicht voll …, sondern halbschlimm und vollgemütlich … Für eine ÖVP und für nicht wenige in der SPÖ und in einem kleinen Städtchen warten auch Grüne auf eine Unterstützung, eine Entlastung, wenn es um Koalitionen mit dieser Partei … Und die FPÖ wird noch aus einem anderen Grund ihre Freude an den botzigen Formulierungen haben, wenn es gilt gegen „solche Historiker, Essayisten und Dichter“ zu wettern, die antifaschistisch sich äußern, dann haben sie mit Gerhard Botz eine „unverdächtige Person“, die sie zitieren können, um …

PS Es ist aber Gerhard Botz hoch anzurechnen, daß er seine Empathie mit Engelbert Dollfuß nicht so weit treibt, die Zeit des Dollfuß-Regimes auch gleich als eine Zeit bloßer „innenpolitischer Wirren“ darzustellen, das erst vor kurzem die steirische Wirtschaft

Abdullah-Zentrum (kurz Kaiciid) – Verbesserung der Situation für Außenminister: Unschuldig im Kerker, aber ohne Auspeitschung

Wie der Presseaussendung der Parlamentsdirektion von heute, 11. Februar 2015, zu entnehmen ist, sagte Außenminister Sebastian Kurz:

„Bundespräsident, Bundeskanzler und er selbst sowie der österreichische Botschafter intensiv um eine Verbesserung der Lage des Bloggers Badawi und seines Anwalts. Die Umwandlung der Peitschenstrafe in eine Haftstrafe sei zwar nicht akzeptabel, lasse aber eine Verbesserung der Situation erkennen.“

Kaiciid - Kurz möchte Verbesserungen erkennenDas muß doch besonders festgehalten werden. Für einen österreichischen Außenminister läßt die „Umwandlung der Peitschenstrafe in eine Haftstrafe eine Verbesserung der Situation erkennen.“ Wenn also ein Unschuldiger nicht mehr ausgepeitscht wird, sondern bloß noch unschuldig eine zehnjährige Haftstrafe zu verbüßen haben wird, ist das für den christschwarzen Sebastian Kurz bereits eine erkennbare Verbesserung der Situation

Kurz Kaiciid - Haftstrafe ohne Auspeitschen Verbesserung der SituationUnd aus noch einem Grund ist das besonders festzuhalten. Raif Badawi wurde nicht nur zu einer Peitschenstrafe verurteilt, sondern gleichzeitig auch zu einer Haftstrafe. Wie kann also eine Peitschenstrafe in eine Haftstrafe umgewandelt werden, wenn es bereits eine Haftstrafe zusätzlich gab? Wenn die Aussage des Außenministers wahr ist, die Peitschenstrafe sei in eine Haftstrafe umgewandelt worden, ist er zu fragen, wie viele Jahre zusätzlich zu den bereits verhängten zehn Jahren wird ein Unschuldiger dann in einem Kerker insgesamt tatsächlich verbüßen müssen?

In dem oben angeführten Zitat ist der Anwalt von Raif Badawi erwähnt. Es ist daran zu erinnern, weshalb dieser in Saudi-Arabien zu einer fünfzehnjährigen Haftstrafe verurteilt wurde:

Am 6. Juli 2014 wurde Raif Badawis Rechtsbeistand, der bekannte Menschenrechtsverteidiger Waleed Abu al Khair, vom Sonderstrafgericht in Riad zu einer 15 jährigen Haftstrafe und einem anschließenden Reiseverbot von 15 Jahren verurteilt. Die Anklagen gegen ihn lauten „Ungehorsam gegenüber dem Herrscher und der Versuch, seine Legitimität zu untergraben“, „Kritik an der Justiz und Infragestellung der Integrität der Richter“, „Gründung einer nicht genehmigten Organisation“, „Schädigung des Rufs des Staates durch den Austausch mit internationalen Organisationen“ und „Aufbereitung, Speicherung und Übermittlung von Informationen, die die öffentliche Ordnung beeinträchtigen“. Waleed Abu al Khair wurde am 15. April festgenommen, nachdem er zur fünften Anhörung in seinem Verfahren vor dem Sonderstrafgericht in der Hauptstadt Riad erschienen war.

In der oben angeführten Presseaussendung wird vom christschwarzen Außenminister eine weitere Aussage zitiert:

„Daher sei es sinnvoll, vom König Abdullah-Zentrum eine klare Sprache gegen Menschenrechtsverletzungen einzufordern und zugleich an der Orientierung am internationalen Dialog festzuhalten.“

Es geht nicht um „Menschenrechtsverletzungen“. Das klingt nach Ausnahmen, nach Einzelfällen, und nicht nach einem staatsweit legitimierten Rechtssystem. Aber es geht um Gesetze, die jeder Mensch in diesem Staat ausgeliefert ist. Es geht also nicht darum, sich, was ehrenvoll ist, für Einzelne einzusetzen, um sich das selbst hoch anrechnen zu können. Es geht um Gesetze gegen die Menschlichkeit. Es sind staatlich legitimierte Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Es wurden hier schon viele Gründe für die Unhaltbarkeit des Abdullah-Zentrums, Kaiciid kurz genannt, angeführt. Und auch die Verurteilung des Rechtsbeistands zeigt die Unhaltbarkeit durch den Anklagepunkt „Schädigung des Rufs des Staates durch den Austausch mit internationalen Organisationen“ ein weiteres Mal allzu deutlich auf. Weiß Sebastian Kurz denn überhaupt, was er mit seinem Einfordern verlangt? Nämlich zu riskieren, für eine „klare Sprache gegen Menschenrechtsverletzungen“ ins Gefängnis gehen zu müssen. Aber eine Haftstrafe ohne Auspeitschung für Unschuldigsein wäre wohl eine Situation, die für ihn erkennen ließe eine …

Saudi-Arabien - Gesetze gegen die MenschlichkeitSebastian Kurz weiß natürlich, was er einfordert, und vor allem weiß er, von wem er etwas einfordern kann, vor allem darf, und er weiß, von wem er nichts einfordern darf, vor allem keine anderen Gesetze, keine Aufhebung von Gesetzen gegen die Menschlichkeit. Er weiß, wo er in dieser Angelegenheit als Außenminister auftreten darf, in Wien, und er weiß, wo er als Bittsteller auftreten darf, in Riad. Er weiß, die Grenze der Menschenrechte ist die Realpolitik. Aber als Realpolitiker sehr alten Schlages soll er damit aufhören, Wörter zu verwenden, wie Menschenrechte. Das nützt niemandem etwas, nur ihm selbst, um vor sich bestehen zu können als guter Mensch …

Eine Familie schickt Geld, auch nach Österreich

Es wurde gedacht, bereits alles angeführt zu haben, was gegen diesen Personenkulttempel für einen Terrorkönig in Wien spricht. Aber es gibt noch einen Grund für die Unhaltbarkeit dieses Zentrums. Und, es ist zu befürchten, das ist nicht einmal der letzte. Mit diesem Grund wird im Zusammenhang mit dem Abdullah-Zentrum ein weiteres Mal etwas Schäbiges angesprochen, viellleicht das Schäbigste, ein weiteres Mal etwas Verlogenes angesprochen, vielleicht das Verlogenste.

Abdullah-Zentrum 9-11Seit bald vierzehn Jahren gibt es die Vermutungen, daß die tausendfachen Morde in New York auch mit Geld aus Saudi-Arabien finanziert wurden, das saudi-arabische Königshaus mit seinem Geld das Morden mit finanzierte. Und dieser Verdacht erhärtet sich, wie aktuell berichtet wird.

Es könnte angenommen werden, daß – bei dieser großen Ablehnung des Terrorismus – niemand einem Mitglied einer Terrorfinanzierungsfamilie einen Personenkulttempel errichtet, jedenfalls so lange, bis alle Verdachtsmomente ausgeräumt sind, bis klar die Unschuld bewiesen ist. Nicht aber in Österreich, in Österreich wird trotz des Wissens um diesen seit über einem Jahrzehnt bestehenden Verdacht, einem Terrorkönig ein Personenkulttempel errichtet.

Wenn in Österreich aus der Riege der sogenannten hohen und höchsten Staatsspitze, die für die Errichtung dieses Tempels waren und nun für den Beibehalt dieses Tempels sind, gesagt werden würde, je gesagt worden wäre, es gibt Terroristen, die sind realpolitisch zu hofieren, für die müssen alle demokratischen und menschlichen Werte vergessen werden, und es gibt die anderen, die sind zu jagen, weil deren Terror für Österreich keinen Nutzen hat, wer hätte ihnen nicht für diese Ehrlichkeit applaudiert?

Aber – menschgemäß nicht allein – es ist diese Verlogenheit, die aufregt. Wie sehr wird gerade seit den Morden von Paris wieder von sogenannten hohen und höchsten Vertretern und Vertreterinnen der sogenannten Staatsspitze Terror mit ihren Ideen zur Bekämpfung des Terrors ausgeübt, und wie viele machen dabei mit, vor allem die gutter press

Während sich der Verdacht erhärtet, das saudi-arabische Königshaus habe mit seinem Geld das Morden mit finanziert, wird in Österreich von einem Reinhold Mitterlehner über einen Heinz Fischer bis hin zu einem Sebastian Kurz um den Weiterbestand des auch saudi-arabisch finanzierten Personenkulttempels gerungen, wird zugleich in Österreich unter schreibkräftiger Mitwirkung vor allem der gutter press darüber nachgedacht, wie Kinder als Terroristen gejagt werden, wie ganze Familien im Kampf gegen den Dschihadismus geknebelt werden können. Und nicht nur nachgedacht, sondern tatsächlich gejagt und geknebelt. Ein besonders abscheuliches Beispiel dafür ist jenes von einem Buben gerade einmal im Alter von vierzehn Jahren, der in den Verdacht geriet, den Westbahnhof … Was hat er getan? Er soll sich im Internet Bombenbaupläne angesehen haben. Hat er eine Bombe gebaut? Nein. Wurde irgendwer von ihm verletzt, gar getötet? Nein. Und was war die Empörung in Österreich? Die Empörung in Österreich war, daß er gleich wieder freigelassen wurde, daß er nicht im Kerker verblieb, für das was er tat, nämlich nichts. Im großen Kampf der Staatsspitzenkrieger und -kriegerinnen hat die Frage nach dem Wert der Rechtsstaatlichkeit keinen Platz mehr … Und als er, der nicht ein Gymnasium besuchende Vierzehnjährige, dann für ein paar Tage abgängig war, kam auch ein zwölfjähriger Bub, der mit ihm unterwegs gewesen sein soll, auch sofort in den Verdacht, ein Terrorist, ein Dschihadist zu sein. Aber wer hat je öffentlich und breit danach gefragt, weshalb der Vierzehnjährige von Zuhause weglief, wer fragte die Behörden, wie sie mit der Familie umsprangen, weil ein Mitglied aus dieser Familie in den Verdacht geriet, ein Dschihadist

Worüber wird von sogenannten hohen und höchsten Vertreterinnen und Vertretern der sogenannten Staatsspitze derzeit nicht alles nachgedacht … wie können nur alle, die nichts getan haben, die bloß in den Verdacht schon geraten könnten, etwas tun zu können, gesetzlich abgesegnet gejagt und geknebelt werden? Sie sollen beispielsweise zu Staatenlosen gemacht werden können, sie sollen und mit ihnen gleich zusammen ihre gesamte Familien bestraft werden können, wenn sie beispielsweise nicht ihre Integrationswilligkeit beweisen können, sie sollen … und sie müssen … sie müssen und sie sollen … und müssen und müssen und wenn nicht, Strafe, Strafe über Strafe im Namen der Werte, bis auch diese stolz auf die Werte sind, die durch ein gutes Einvernehmen mit dem saudi-arabischen Königshaus, aber nicht nur mit diesem, lukriert werden können …

Die tausendfachen Morde in New York aber sind tatsächlich passiert, und nicht nur die in New York, sondern noch viele und viele mehr weltweit und die Indizien der Verwicklungen des saudischen Königshauses in diese tausendfachen Morde werden erdrückender und erdrückender, aber ein Mitglied dieser Familie ist beispielsweise für Bundespräsident Heinz Fischer „ein großer Staatsmann“, der „wesentlich zur beeindruckenden …“

„Marke Österreich“ – Mit Budgetnot Gott austreiben

Wie die Tageszeitung „Der Standard“ heute berichtet, muß die Neupositionierung der „Marke Österreich“ wegen Budgetrestriktionen verschoben werden – und es ist zu hoffen, für immer. Denn dieses Projekt unter der Führerschaft von dem mittlerweile zum christschwarzen Obmann und Vizekanzler aufgefahrenen Reinhold Mitterlehner ist eines der verlogendsten Projekte, die von den Regierungsparteien sozialdemokratischer und christschwarzer Provinz …

Weshalb es eines der verlogendsten Projekte ist, wurde bereits ausgeführt, und kann hier nachgelesen werden:

Das Kirchenprogramm von ÖVP und SPÖ

Nation Brand Austria - Budgetnot treibt den Herrgott ausEin Projekt also das zum Ziel gehabt haben sollte, das „Kunst- und Kulturland Österreich sichtbarer“ zu machen, aber ohne Beteiligung von Kunstschaffenden ist nicht nur verlogen, sondern zeigt auch den heutigen Stellenwert von Kunstschaffenden in diesem Land auf, genauer, den Nichtstellenwert. Der Kunstbegriff kann sehr weit gefaßt werden, und dann ist auch ein Christoph Schönborn als Künstler zu sehen, ein reproduzierender Künstler, der alte Geschichten nacherzählt, dafür in alte Gewänder schlüpft, dem Altäre die Bühnenbretter sind, auf denen er mit seinem Freund Harvey Herrgott gerne einen lüpft … Jedoch, wenn der Kunstbegriff der derzeitigen österreichischen Regierung derart eng gefaßt ist, reduziert auf die Nacherzählkunst, ist es gut, daß die Budgetnot dieses Projekt zum Scheitern bringt. In diesem Fall ist die Budgetnot positiv zu sehen, denn sie treibt den Hergott aus, und zugleich ist es erbärmlich für einen Staat, der endlich ein tatsächlich säkularer Staat sein sollte, daß Gott nur mit Budgetnot ausgetrieben werden kann. Erbärmliche Regierungspropaganda ist es aber auch, daß die Tageszeitung „Der Standard“ es noch als positiv hinstellen will, daß für die Vorarbeiten nicht die veranschlagten 740.000,00 Euro ausgegeben worden sind, sondern lediglich 586.668,50 Euro, also – anders kann es nicht bezeichnet werden –  hinausgeschmissen worden sind, für nichts, oder dafür, daß Christoph Schönborn mit seinem Freund Harvey noch weitere Auftrittsmöglichkeiten – also noch einmal für nichts und wieder nichts …

PS In diesem Zusammenhang muß wohl auch an die aktuellen Mehrwertsteuerpläne erinnert werden: Höhere Steuer auf Bücher – Das trifft keinen Pröll

Tabu-Schlagzeile in Österreich: „FPÖ – ‚Wiederbeleben des Faschismus'“

Es wird viel geschrieben, die Medien schreiben nicht wenig, es gibt Aufregungen, es gibt Empörungen, und doch scheint es in Österreich ein Tabu zu geben, nämlich nicht zu schreiben, wie es tatsächlich um die identitäre Gemein-Schaft bestellt ist und was diese Gemein-Schaft wiederbestellen will.

Faschismus wiederbeleben - Zur Zeit FPÖ - NR Wendelin MölzerEs wird eine Schlagzeile in einem der nach Österreich bemessenen Größe großen Medium nach wie vor vermißt, die lauten könnte: „FPÖ – ‚Wiederbeleben des Faschismus'“ … Und genau über das „Wiederbeleben des Faschismus“ wird nachgedacht, und das nicht irgendwann, vor beispielsweise acht Jahren, sondern im September 2014, wie hier bereits am 29. September 2014 darüber geschrieben wurde.

Stattdessen, wie gerade aktuell wieder, gibt es große Aufregung über einen „Hitlergruß“ von einem jungen Mann im Niederösterreichischen, genauer, es gibt große Aufregungen über ein acht Jahre altes Bild, auf dem dieser junge Mann, damals wohl siebzehn oder achtzehn Jahre alt, zu sehen ist, mit der einschlägig bekannten erhobenen Hand …

Es kann darüber nun spekuliert werden, weshalb das für österreichische Medien berichtenswert ist, aber das Nachdenken über ein „Wiederbeleben des Faschismus“ für keine Zeile berichtenswert empfunden wird.

Spekulation eins: Der Wissensstand in den österreichischen Medien ist bereits derart katastrophal, daß mit dem Wort „Faschismus“ nichts mehr angefangen werden kann, und es gerade noch gewußt wird, daß ein „Hitlergruß“ nichts Gutes ist.

Spekulation zwei: Die österreichischen Medien nehmen an, daß der Wissensstand ihrer Leser und Leserinnen bereits derart katastrophal ist, daß diese mit dem Wort „Faschismus“ nichts mehr anzufangen wissen, und sie gerade noch wissen, daß ein „Hitlergruß“ nichts Gutes ist.

Spekulation drei: Es wird mit den Berichten über den „Hitlergruß“ bewußt versucht, es in das Lächerliche zu ziehen, im Grunde der FPÖ Schützenhilfe zu leisten. Denn zum einen ist ein „Hitlergruß“ selten so eindeutig als „Hitlergruß“ festzumachen, zum anderen, wie aus der Vergangenheit allzu bekannt, ist es ein leichtes, sich herauszureden, also keinen „Hitlergruß“ entboten zu haben. Darüber hinaus, ein „Hitlergruß“ allein belebt noch keinen Faschismus. Auch im aktuellen Fall ist es nicht anders. Wenn diesem jungen Mann nichts anderes vorgehalten werden kann, als ein acht Jahre altes Bild, für das er seine ihn in einem günstigen Licht erscheinenden Erklärungen bereits abgegeben hat, wird nichts anderes bewirkt, als eines, nämlich der Zulauf zu jenen, die im Verfolgen ihrer abgründigen Interessen und Ziele, ständig propagandieren, es herrsche in diesem Land „Meinungsterror“. Es möchte gar nicht gewußt werden, wie viele in diesem Land diese Aufregungen um den „Hitlergruß“ bereits lächerlich finden, es abtun als Gekreische der als „Gutmenschen“ Denunzierten.

Spekulation vier: Es sind in diesem Land sowohl Medien als auch ihre Leser und Leserinnen derart oberflächlich, daß über dieses ernste und gefährliche Thema bloß noch mit schreiend grellen Schlagwörtern kommunizert werden kann, wie eben mit diesem „Hitlergruß“. „Faschismus“, „Euro-Faschismus“, gar das „Wiederbeleben des Faschismus“ regt nicht auf, empört nicht mehr. Zum Glück, muß gesagt werden, regt der „Hitlergruß“ auf – noch …

Spekulation fünf: Es ist den sogenannten Bildungsnahen in den Medien unangenehm, weil es bei diesen Personen sich nicht um sogenannte Bildungsferne handelt, die jungdumpf die Hand strecken, sondern um Hochgebildete, wie, um einen aktuellen Beispielgeber zu nennen, es Rolf Kosiek ist, der eben mit einer Festschrift Gewürdigte. Die „Zur Zeit“ wünscht der „Feder für Deutschland weiteste Verbreitung“ …

Spekulation sechs: Werden die Eigentumsverhältnisse der österreichischen Medien berücksichtigt und zusätzlich Verbandelungen und Akkordierungen zwischen Medien und Politik, ist es womöglich noch abtrünniger. Wo das Nachdenken über ein „Wiederbeleben des Faschismus“ stattfindet? Es ist in der „Zur Zeit“. In der „Zur Zeit“, die von einem freiheitlichen Abgeordneten geführt wird. Es ist in der „Zur Zeit“, in der gewähltes Spitzenpersonal der FPÖ in jeder Ausgabe mit Beiträgen vertreten ist: Abgeordnete, Landräte und so weiter und so fort. Sich also mit diesem Quell- und Schreiborgan des Spitzenpersonals der FPÖ breitest zu befassen, etwa unter der oben vorgeschlagenen Schlagzeile, statt beispielsweise mit einem jungen Bezirkspolitiker und einem acht Jahre alten Bild irgendwo in der niederösterreichischen Einöde, hieße, die FPÖ als das zu beschreiben, was sie ist, eine nicht wählbare und eine auf keiner politischen Ebene regierungsfähige Gemein-Schaft. Aber das geht nicht. Denn die FPÖ wird noch gebraucht, für mögliche Koalitionen, auch auf Bundesebene, vor allem von der ÖVP und mit Abstrichen durchaus auch von der SPÖ, wird etwa an die eine und andere Landesorganisation …

Es wäre schön, wenn all diese Spekulationen wenigstens ein für österreichische Verhältnisse großes Medium zunichte machen würde, mit Beiträgen unter der oben erwähnten Schlagzeile, die in Österreich ein Tabu zu sein scheint. Es muß auch nicht auf das hier je Geschriebene Bezug genommen werden, oder gar als Quelle genannt werden. Darauf wird absolut kein Wert gelegt. Es soll aber endlich klar und deutlich und offen geschrieben werden. Journalisten und Journalistinnen finden aber hier genügend Material, das sie verwenden können, das sie als eigene Recherchen ausgeben können. Es ist aktuelles Material, nicht von vor beispielsweise acht Jahren. Es sollte jetzt über das aktuelle Material geschrieben werden, und nicht erst in drei, vier oder fünf oder acht Jahren, oder dann vielleicht noch später, weil zwischenzeitlich die FPÖ bereits wieder einmal in der Bundesregierung gesessen sein wird, mit keinem anderen Erfolg, also Nichterfolg, wie seinerzeit gemeinsam mit der von Wolfgang Schüssel geführten christschwarzen Partei.

Journalistinnen und Journalisten könnten, ein Vorschlag, vor allem mit den letzten hier veröffentlichten Beiträgen von November und Oktober 2014 beginnen, um so schnell zu den Originalquellen zu kommen. Es muß an dieser Stelle eingestanden werden, gar nicht im Zusammenhang mit der identitären Gemein-Schaft breit erwähnt werden zu wollen, denn das schon als Beschmutzung des eigenen Namens empfunden. Weshalb es dann Journalisten und Journalistinnen der sogenannten klassischen breiten Medien abverlangen? Es ist ihre Arbeit, mehr, auch ihre Aufgabe breit und umfassend zu berichten, zeitnah, relevant …

„Braune Festschrift für einen „radikalen Antisemiten und Rassentheoretiker“ – Empfohlen als „Fundgrube für jeden Lehrer, jeden Publizisten, jeden Historiker und natürlich auch jeden Politiker“

„Arbeit, Familie, Vaterland“

NR Gerhard Deimek fragt bei „faschistischem System“ nach einem „faschistischen Habsburgerkaiser“

„Ob der verbotene Hitlergruß sich im Alltag überhaupt vermeiden ließe“

„Nazisse Ina Seidel“

Entlastungslied für „Nationalsozialistin Agnes Miegel“

Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz – „Landesverräter“

Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz – „Zum Kotzen“

„Man müßte Pumpguns austeilen“

Alexander Löhr, Kriegsverbrecher

„Heutige FPÖ – eine identitäre Partei“

„Gehört Südtirol zu Italien oder zu Deutschland?“

„Identitäre Bewegung“ – Christian Höbart: „Brauchen uns nicht umbenennen“

Alle oben angeführten Beiträge sind nur einige und die aktuellsten Beispiele, diese enthalten Verlinkungen zu weiteren Beiträgen, die nicht über viele und aberviele Jahre Zurückliegendes berichten, sondern beinahe zur Gänze aus 2014. Niemals noch würde es mehr freuen, über österreichische Medien tatsächlich bloß spekuliert zu haben, als in ebendiesem Fall.

Wiener Abdullah-Blödheitskarussell – Angetrieben von Bandion-Ortner und Schieder

Andreas Schieder zeigt sich schockiert von der „Blödheit“ der ehemaligen Justizministerin und dreht das Wiener Abdullah-Blödheitskarussell weiter, indem er sich blöd stellt, nichts von den „Steuerprivilegien“ gewußt haben zu wollen, und dreht weiter am Wiener Abdullah-Blödheitskarussel, es wollen ihm, Andreas Schieder, immerhin Staatssekretär für Finanzen in der Zeit der Gründung des Abdullah-Zentrums, die „Steuerprivilegien“ nicht klar gewesen sein, und mit dieser seiner Blödstellung dreht er weiter am Abdullah-Blödheitskarussel, indem er damit alle Menschen in Österreich der Blödheit zeiht …

Wer kann in Österreich von einer derartigen Blödheit befallen sein, zu glauben, daß ein genau zur Gründung und Eröffnung des Abdullah-Zentrums amtierender Staatssekretär für Finanzen nichts von den „Steuerprivilegien“ gewußt haben kann, zumal es sich bei diesem Abdullah-Zentrum nicht um eine medial unbeachtete Gründung einer Jausenstation im Hausruck handelte, sondern um eine, wie gesagt wird, höchste Staatsangelegenheit?

Abdullah Zentrum - Privilgien und Immunitäten

Vertrag Abdullah-Zentrum: „Privilegien und Immunitäten“

Sogar hier wurde vor Jahren bereits über die Privilegien geschrieben … Wenn also einer kurz vor der Pension stehenden Person, die bei einer Zeitungspapierzulieferfirma beschäftigt ist, seit Jahren es klar ist, worum es bei diesem Abdullah-Zentrum geht, dann muß ein nun zwar nicht mehr amtierender Staatssekretär für Finanzen und jetzt als eingesetzter Klubobmann einer auch für das Abdullah-Zentrum mitverantwortlichen Regierungspartei …

Und wie lange hat Andreas Schieder gebraucht, um von der „Blödheit“ der ehemaligen Justizministerin endlich schockiert zu sein? Im Grunde, Jahre. Denn vor Jahren gab es von der ehemaligen Justizministerin schon eine Aussage im Zusammenhang mit dem Abdullah-Zentrum, mit dem sie das Abdullah-Blödheitskarussel bereits in Gang setzte, als sie sagte, das Abdullah-Zentrum habe nichts mit Politik … Dann bleibt dafür, daß Andreas Schieder die „Steuerprivilegien“ nicht klar waren, nur noch eine Erklärung …

Und vielleicht noch eine zweite. Er ist Österreicher und soher treuer Anhänger eines Österreichs, für das eines nationsbildend war und weiter nationscharakteristisch ist, nämlich das  Nichts-Gewußt-zu-Haben-und-Nichts-zu-Wissen, genauer: das Als-ob-Nichts… Plötzlich wird wegen einer „Blödheit“ das Abdullah-Zentrum in Frage gestellt, als ob nicht seit jeher gewußt wird, was für ein Staat Saudi-Arabien ist … Wahrscheinlich wird von der höchsten Staatsspitze¹, die vor Jahren den Brief aus Saudi-Arabien im Zusammenhang mit dem Abdullah-Zentrum erhielten … was für einen Brief? wer? wann? Wird vielleicht noch auf der Post liegen … Jetzt wird vielleicht dieser Brief in den Staatskanzleien auftauchen, ja, und dann aber, sofort reagiert …

Zur Nachlese:

Abdullah-Center – The King and Spindelegger

¹ A letter from Saudi Arabia – Where Dialogue Center is simply and democratically called: Secret Police

Headquarters with terror camp of Religions at Vienna?

IS – Saudisches Königshaus und Abdullah-Zentrum in Wien

Der mordende Hilflose in der Wüste

Alfred Hoch spreizt seine Beine und rutscht geistig aus (Fortsetzung „Haxenspreizer“)

Alfred Hoch, Landesgeschäftsführer der christschwarzen Partei in Wien, vermeint mit dem „Haxenspreizer“ der gesamten SPÖ ein schwarzes Frauenbild unterstellen zu können. Aber an diesem Donauinselfestwochenende hat bloß er seine Beine weit gespreizt – und ist geistig ausgerutscht. Möglicherweise war es für ihn selbst ein Vergnügen, für andere reicht sein Ausrutscher nicht einmal zu einem Schmunzeln.

Aber es muß Alfred Hoch die Dimension dieser Geschichte dennoch zurechtgerückt werden.

Alfred Hoch und das christschwarze FrauenbildEs war ein Getränkeplakat auf einem einzigen Stand der FSG. Das Hunderttausende am Samstag nicht wahrgenommen haben, wohl nicht einmal gesehen haben. Aber kaum, daß es am Vormittag des nächsten Tages der FSG und der SPÖ bekannt wurde, ist sofort reagiert worden, dieses Getränkeplakat ist also sofort abgehängt worden. Wobei es aber, wie von sozialdemokratischer Seite zu lesen war, nicht belassen sein soll, es werde deswegen auch noch Konsequenzen geben.

Dieses Getränkeplakat – von einer sozialdemokratischen Mandatarin schriftlich als „sexistischer Dreck“ explizit eingestuft, der „unentschuldbar“ ist – auf einem Stand der FSG wurde nicht für einen Wahlkampf eingesetzt, sondern von ein paar Personen aus der FSG, die auf dem Donauinselfest einen Stand betrieben und wohl der irrigen Meinung waren, ein derartiges Getränkeplakat passe bestens zur „fokussierten Dummheit“ einer Kirmes. Aufgrund der vielen Reaktionen, vor allem auf der Plattform des Unternehmens Twitter, wurde bald auch gedacht, es wäre besser gewesen, das über den „Haxenspreizer“ nicht zu schreiben, es einfach bei der erfolglosen direkten Intervention am Samstag auf dem Stand der FSG belassen zu haben.

SPÖ reagiert sofort - Sebastian Kurz macht Karriere

FSG und SPÖ reagieren in der Sekunde mit Entfernung des „Haxenspreizer“-Getränkeplakats – Sebastian Kurz macht Karriere.

Jetzt, mit Blick auf den Ausgerutschten, wird gedacht, es war doch gut, über den „Haxenspreizer“ zu schreiben. Um nun zu ihm hinunter fragen zu können, wie sieht es denn bei der christschwarzen Partei aus? Wie sieht es denn bei der christschwarzen Partei mit Konsequenzen aus?

Getränkeplakat der ÖVP

Das Getränkeprogramm des Sebastian Kurz.

Die christschwarze Partei, und in diesem Fall darf tatsächlich von der gesamten Partei zurecht gesprochen werden, macht mit, um noch einmal die sozialdemokratische Funktionärin zu zitieren, solch einem „sexistischen Dreck“ Wahlwerbung und erhöht es zu ihrem Wahlprogramm, verkauft politisch mit solch einem „sexistischen Dreck“ Ideen, die an und für sich gut sind. Und was sind die Konsequenzen? Sebastian Kurz wird Staatssekretär, Sebastian Kurz wird Außenminister, Sebastian Kurz wird wohl auch noch der nächste christschwarze Obmann, vielleicht aber nicht mehr Vizekanzler werden. Denn beim Vizekanzler hängt es doch sehr davon ab, wie Wählerinnen und Wähler das nächste Mal sich entscheiden werden, und es sieht ganz danach aus, daß die gesamte christschwarze Partei ausrutschen wird. Sebastian Kurz wird damit einen Michael Spindelegger als Obmann ablösen, der schon einmal den Eindruck hatte, die Damen an den Kassen seien mit ihrer Bezahlung nicht unzufrieden … Und hinzuzufügen ist noch, in der christschwarzen Partei fallen derartige Wahlwerbungen und Ideenverkäufe nicht alten, hochbetagten, sabbernden Männern mit dem Rosenkranz in der zittrigen Hand aus dem Hochgebirge ein, sondern sehr jungen Männern aus der einzigen Millionenstadt dieses Landes, und diese sind der Hochgebirgswaldpartei einzige Hoffnungsträger …

Um es kurz und bündig abzuschließen. Ein Getränkeplakat macht noch keine FSG, keine SPÖ, aber ein „Geil-o-Mobil“ eine ganze ÖVP.

 

Koalition mit der identitären freiheitlichen Gemein-Schaft – Erinnerung für die Zukunft

Wenn es vor allem der christschwarzen Partei wieder einfallen sollte, mit der freiheitlichen Gemein-Schaft zu koalieren, und das könnte bald wieder der Fall sein, früher gar als erwartet, wird nicht nur ein Reinhold Lopatka oder Michael Häupl daran zu erinnern sein, daß er, christschwarzer Klubobmann, in der ersten Juni-Woche 2014 die „Identitären“ verbieten lassen gehabt haben würde, hätte es dafür eine rechtliche Grundlage …

Koalition mit identitärer FPÖ - Zur Erinnerung für die ZukunftZur Erinnerung für die Zukunft also heute noch einmal:

NR Christian Höbart: FPÖ auch ohne Umbenennung eine „identitäre Bewegung“

Kein Widerspruch von NR Christian Höbart, FPÖ eine identitäre Bewegung zu nennen

Freiheitliche Gemein-Schaft zu wählen – Nicht mehr als ein Kreuz für ZZ-Abonnement

Rot-Blaue Koalition – Überlegungen auf Neuwal für eine politische Wirklichkeit, die es in Österreich nicht mehr gibt

Die Zukunft der Menschen verdient aber andere Erinnerungen, andere Wirklichkeiten, und dafür müssen Wähler und Wählerinnen sorgen, nicht Verbotsgesetze, wie auch ÖVP und SPÖ nachdenken sollten, nicht über Verbotsgesetze, sondern politische Gestaltung, die eine klare und eindeutige Antwort wäre, aber auch Angebot, das vergessen läßt, Identitäre je noch zu wählen.

„Kirchen und Religionen beten für Regierende“

Das muß doch gesondert hervorgehoben werden, gerade vor dem Hintergrund, daß nun nicht wenige der Missions- und Evangelisierungsoffensive etwa des Organisierten Glaubens der römisch-katholischen Kirche die Hinwendung zu den „Armen“ tatsächlich glauben wollen und in dem derzeitigen Papst gar einen Marxisten

„Kirchen und Religionen beten für Regierende“ …

Kirchen und Religionen beten für RegierendeUnd abermals offenbart sich der Allmachtswahn, in diesem Fall des römisch-katholisch organisierten Glaubens, „Kirchen und Religionen“ … Bis jetzt wurde nur das Gebet der römisch-katholischen Kirche mit der Segnung der eben in Österreich angelobten Regierung durch den citizen basher Christoph Schönborn … Und auffällig dabei, auch das massive Vordrängen und Hineindrängen dieses Organisierten Glaubens in das politische Geschehen, das in Österreich freilich noch nicht den Aufstieg vom Parteipolitischen zum Politischen tatsächlich geschafft hat. Dennoch erfolgt die schamlose Vereinnahmung von allen, „Kirchen und Religionen“ … Und mit Blick auf die gemachte Unterscheidung von „Kirchen“ und „Religionen“ ist zu fragen, wenn es für die Kirche „Kirchen“ und „Religionen“ gibt, was ist die römisch-katholische „Kirche“? Keine Organisation einer Religion? Ach, es muß halt immer nach sehr sehr viel klingen, es müssen immer alle sein, alles andere muß immer verdrängt werden …

„Kirchen und Religionen beten für Regierende“, damit erinnert ein Vertreter der Kirche selbst auch eindrücklich daran, daß „Kirchen und Religionen“ stets an der Seite der Regierenden zu finden waren und zu finden sind und zu finden sein werden, und es „Kirchen und Religionen“ durch die Zeiten hindurch vollkommen gleichgültig ist, was für Regierende das sind, wie sehr Regierende gegen die Regierten vorgehen, zu oft auch auf die brutalste und bösartigste und vernichtendste Weise …

Und daß eben jetzt diese Rückkehr zum ungenierten öffentlichen Bekenntnis „Kirchen und Religionen beten für Regierende“ geschieht, ist die Rückseite der Hostie und ergänzt das Programm von ÖVP und SPÖ für die Kirche

PS Dem Tippfehler von Paul Wuthe, der aus „vorweihnachtlichen“ ein „verweihnachtlichen“ machte, ist es zu verdanken, daß das Programm von ÖVP und SPÖ auch folgendermaßen charakterisiert werden kann: das verprogrammierte …

Citizen basher Schönborn: Kritik an Regierung ist Daumendrehen

Über Radio Vatikan wird die Mahnung von Christoph Schönborn verbreitet: „Lassen wir die Regierung arbeiten.“

citizen basher christoph schönbornDas ist nur allzu verständlich, daß pontiff of vintage sich dafür einsetzt, daß ÖVP und SPÖ, von ihm Regierung genannt, in Ruhe gelassen werden sollen, haben sie doch das Programm für die Kirche abzuarbeiten, und diese seine Arbeit möchte Christoph Schönborn nicht gefährdet sehen. Das ist konkret und verständlich. Alles weitere von ihm Vorgebrachte ist unkonkret und pauschalierend. Christoph Schönborn selbst also ist in höchstem Maße in seiner Unterstützung für ÖVP und SPÖ unkonkret und pauschalierend, obwohl er zugleich sagt, er habe kein „Verständnis für Pauschalkritik“. Und er finde „Politiker-Bashing genauso müßig wie das Kirchen-Bashing“, obwohl er zugleich selbst Bashing von allen Menschen betreibt, die

erstens, gegen seine Behauptung, keine Pauschalkritik vorbringen, sondern konkrete Kritik und konstruktive Vorschläge, Anregungen für eine Änderung des vorliegenden Programms von ÖVP und SPÖ,

zweitens, gegen seine Behauptung, kein „Politiker-Bashing“ betreiben, sondern konkrete und konstruktive Kritik an bestimmten parteipolitischen Funktionären und Funktionärinnen von ÖVP und SPÖ üben,

drittens, gegen seine Behauptung, sehr wohl Zeichen der Mitverantwortung setzen, indem sie konkret aufzeigen, woran es diesem Programm von ÖVP und SPÖ mangelt, was an diesem Programm konkret zu verbessern ist, aber auch, welche falschen Signale durch Schaffung respektive Abschaffung von Ministerien von ÖVP und SPÖ ausgesendet werden,

viertens, gegen seine Behauptung, sind die Menschen keine faulen Konsumenten und keine faulen Konsumentinnen, die „fußfrei kommentieren und dabei Daumen drehen“, sondern Menschen, die sich engagieren, die sich einbringen, die konkrete Lösungen vorlegen, während die von ihm verteidigte ÖVP und SPÖ bequem die Vergangenheit plündert für ein Gegenwarts- und Zukunftsjenseits, um noch einmal und wohl ein letztes Mal eine Regierung zu stellen. Aber mit diesem Programm für die Kirche betätigen sich ÖVP und SPÖ nicht als Upcycler, sondern als Downcycler.

Und es kommt wohl nicht von ungefähr, daß Christoph Schönborn „Politiker-Bashing“ und „Kirchen-Bashing“ in einem Satz verklammert; er wird wohl seine Organisation als Teil dieser Regierung oder diese Regierung als Teil seiner Organisation mit dem

Kirchenprogramm von ÖVP und SPÖ …