Der „weiße Nationalismus“ und Chr. Ortner, Nachkräher von Gudenus, Hofer, Kickl, Strache …

Wie lange wird es dauern, bis Chr. Ortner in der Tageszeitung der Republik Österreich einen Kommentar über den „Faschismus“ zu schreiben verpflichtet wird, um auch dort das Zitat über den „Faschismus“ nachzukrähen? Wie gestern vorgekräht auf Twitter. Am 1. Juni ’20:

#antifa : Wenn der Faschismus […] (Ignazio Silone zugeschrieben, Provinienz unklar, und trotzdem richtig).“

Die Herkunft dieses Zitates ist nicht unklar. Einfach wie kurz gesagt: geschrieben von François Bondy in „Pfade der Neugier“.

Er, Chr. Ortner, kräht halt nach, was in diesen Kreisen recht, aber nicht richtig ist.

Kräht halt nach, etwa einem für kurz gewesenen Innenminister, etwa einem für kurz gewesenen Infrastrukturminister, etwa einem für kurz gewesenen Vizekanzler …

Wenn also demnächst – und das ist nicht auszuschließen bei dieser langen gemeinsamen Geschichten von ihnen – in der Tageszeitung der Republik Österreich ein Kommentar vom Nachkräher auch über dieses Zitat gekräht werden sollte, dann wird nicht mehr lange nach der Herkunft des Zitats gesucht werden müssen, die ohnehin alle Welt bis auf die oben genannten Kräher und deren Nachkräher kennt, und es bleibt Zeit, um ein Buch zu lesen, in dem das dazu passende Zitat zu finden ist, deren „Provinienz“ nicht verschleiert werden muß:

„Der weiße Nationalismus hat eine lange Geschichte in Europa, wo man ihn als Faschismus kennt. Dieser wurde 1945 militärisch besiegt und wird seitdem sorgsam niedergehalten. Allerdings haben sich manche Einschränkungen infolge der jüngsten Ereignisse gelockert.“

Das ist zu finden im Kapitel „Von Identität zu Identitäten in „Identität – Wie der Verlust der Würde unsere Demokratie gefährdet“ von Francis Fukuyama, deutschsprachige Ausgabe: 1. Auflage 2020, Atlantik, Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg.

Homesoils

„Hunde, wollt ihr ewig leben?“ Zu welcher Schlagzeile könnte er sonst greifen, wurde gedacht und gleich, ohne die Schreibe darunter zu lesen, die Seite umgeschlagen. Später dann wurde doch zurückgeblättert. Auch bis zur Seite mit der Schreibe von Christian Ortner. Was für ein Erstaunen aber, feststellen zu müssen, eine gehörige Fehlleistung erbracht zu haben, einem Verleser erlegen zu sein, sich bei der Überschrift von Christian Ortner seines vorvorvorvorgestrigen Kommentars in der Tageszeitung des Republik Österreich gänzlich verlesen zu haben.

Nicht die Überschrift „Hunde, wollt ihr ewig leben?“ schrieb Christian Ortner als Überschrift für seinen Kommentar am 28. Mai ’20, sondern „Künstler, wollt ihr ewig beben?“ …

Und was er, Ortner, unter dieser Überschrift, die so einfach wie kurz zum Verlesen einlädt, schreibt, nun, bereits ein einziges Argument dagegen vorzubringen, hieße, dieses Geschwefel ernst zu nehmen, dieses Geschwefel gar als eine qualifizierte Aussage zu würdigen.

Wenn er, Ortner, das auf seiner homesoil schreibt, nun, gut, wer würde es ihm verbieten wollen? Kein Mensch. Das gehört eben dazu, zum Internet, zur auch im Internet sich ausdehnenden Scholle. Von der Tageszeitung der Republik Österreich aber könnten doch qualifizierte Aussagen erwartet werden. Das heißt ganz und gar nicht, nur verherrlichende Aussagen zu Kunst und Literatur, etwa zu, weil Ortner sie namentlich erwähnt, Thomas Bernhard oder Peter Handke

Es sollte die Tageszeitung der Republik Österreich doch den Anspruch haben, qualifizierte Aussagen zu veröffentlichen. Wobei. Es wird gar nicht erwartet, daß in der Tageszeitung der Republik nur Menschen von der Größe eines Franz Kafka, auch dieser von Ortner namentlich erwähnt, schreiben. Aber eine Tageszeitung einer Republik sollte wenigstens auf das Gekritzel von alten Männern zu verzichten, die ein langes, langes Leben lang nicht geschafft haben, eine einzige Zeile nur annähernd in der Qualität eines Franz Kafka zu schreiben, von dem ein Punkt, ein Beistrich bedeutender ist als die gesamte Schreibe von einem …

Sie werden vielleicht sagen, ja, aber, in einer Tageszeitung geht es doch nicht um Literatur, Christian Ortner ist nur ein Jou…

Da darf eingewendet werden, es gab eine Zeit, in der schrieb beispielsweise auch ein Joseph Roth für Tageszeitungen Artikel …

Und nun, einfach wie kurz gesagt, gelten in diesem Land alte Männer als „Edelfedern“, die den Männern und Frauen der homesoils als „Edelfedern“ – wer will ihnen dies verwehren – kein Mensch – gelten mögen, aber eine Tageszeitung, gar eine Tageszeitung einer Republik sollte doch den Anspruch haben, sich nicht selbst alle Qualitätsfedern zu rupfen.

„Es stimmt schon, dass die Produktion von Kunst in Österreich einen überdurchschnittlich hohen Stellenwert hat. Weniger, weil die Österreicher so besonders kulturaffin wären, sondern weil die Marke ‚Österreich‘ eng mit kulturellen Hervorbringungen verknüpft ist. ‚Schöne Berge und Seen gibt es woanders auch‘, sagt der Gastronom und Neos-Abgeordnete Sepp Schellhorn zu recht, ‚aber die Verknüpfung mit der Kultur ist schon einmalig‘. Und trotzdem legt der seit Wochen schwelende Aufstand der Kulturproduzenten, die beklagen, zu wenig Geld und das auch noch zu spät bekommen zu haben, und den nun die neue Staatssekretärin Andrea Mayer zu besänftigen sucht, eine kleine ketzerische Frage nahe. Nämlich die Frage, ob die Produktion von Kunst und Kultur mit einer Art grundlegendem Anspruch an den Staat verbunden ist oder sein soll, dieses Schaffen finanziell zu fördern, in normalen Zeiten routinemäßig, in Ausnahmesituationen wie jetzt ganz besonders. Ja natürlich, ist die ziemlich einhellige Forderung fast aller am Kunstbetrieb beteiligten; und darüber besteht auch in der interessierteren Öffentlichkeit weitgehend Konsens. 1000 Euro Grundeinkommen für jeden Künstler fordern etwa, ausgerechnet, sogar die vermeintlich marktliberalen Neos jetzt. Eine Frage muss trotzdem gestattet sein: Warum beschäftigt sich eigentlich jemand damit, Kunst zu produzieren? Und was ist daraus ökonomisch abzuleiten? Im Grunde gibt es darauf eigentlich nur zwei Antworten: entweder aus einem tiefen inneren Bedürfnis, um nicht zu sagen: einem Zwang heraus; nicht selten verbunden mit einer Art therapeutischem Prozess, etwa beim Schreiben von Prosa, man denke an das Werk Thomas Bernhards, Peter Handkes oder Franz Kafkas. Erfolg, und schon gar kommerzieller Erfolg, ist, wenn alles gut geht, dann gleichsam eine Nebenerscheinung des Schaffensprozesses. Wer aus dieser Motivlage heraus Kunst schafft, kann freilich daraus nicht wirklich einen Anspruch an die Allgemeinheit auf Alimentierung ableiten. Wer komponiert, schreibt oder malt, weil es sein muss, wird das unabhängig von den pekuniären Umständen tun. Wer hingegen, was völlig legitim ist, Kunst aus Erwerbsgründen produziert, wird aus den sozusagen umgekehrten Gründen keinen Anspruch auf Alimentation ableiten können. Denn in diesem Fall wird die künstlerische Hervorbringung zu einem Produkt, das den üblichen Marktgesetzen unterworfen ist – wer Nachfrage befriedigt, wird Erfolg haben; wer nicht, hat keinen besonderen Anspruch, von der Öffentlichen Hand finanziert zu werden. Dagegen kann zu recht eingewendet werden, dass derzeit ja praktisch alle Schlange stehen um Geld vom Staat, von Großkonzernen bis zu Kleinstunternehmen. Stimmt, und das ist in gewisser Weise in manchen Fällen problematisch genug. Daher ist auch nachvollziehbar, dass Künstler da nicht noble Zurückhaltung üben wollen. Aber weniger nachvollziehbar ist, aus dem Künstler-Sein irgendeinen Anspruch auf Bevorzugung ableiten zu wollen, oder gar auf eine Art bedingungsloses Grundeinkommen, Kunstnation hin oder her.“

Die Sehnsucht nach der vollkommenen unqualifizierten Schreibe …

… ist für Martina Salomon keine Sehnsucht mehr. Sie hat endgültig am letzten oder vorletzten Maientag ’20, mit ihrer gestrigen oder vorgestrigen Schreibe die letzte Hürde zum vollkommenen unqualifizierten Schreiben genommen.

Bereits ein einziges Argument gegen diese Schreibe unter der Überschrift „Sehnsucht nach Vollversorgungsstaat“ vorzubringen, hieße dieser Schreibe zu unterstellen, es gäbe in dieser zumindest eine, wenigstens eine einzige qualifizierte Aussage, die es wert wäre, dagegen zu argumentieren.

Sie hat aber auch lange ausgiebig und recht eifrig dafür geübt, es doch eines Tages bis zum vollkommenen unqualifizierten Schreiben zu bringen. Nun hat sie es endgültig geschafft, die Reifeprüfung im vollkommenen unqualifizierten Schreiben positiv abzulegen. Und sie darf mit Recht stolz darauf sein; denn es ist keine aufgrund der mißlichen und von der Bundesregierung herbeigeführten Lage geschenkte Auszeichnung …

„Die Krise hat Unternehmertum und Risikofreude in Misskredit gebracht. Gewinner ist der große geschützte Bereich. Auch wenn am Freitag weitere Lockerungsschritte bekannt gegeben wurden: Die dramatische Wirtschaftskrise wird uns leider noch lange begleiten – in Form von Pleiten, erhöhter Arbeitslosigkeit und eines problematischen Stimmungswandels. Unternehmertum, Risikofreude, Eigenverantwortung, außerordentliche Leistung? Das alles hat gerade fürchterlich an Wert eingebüßt. Zwar hat Österreich (noch) eine im internationalen Vergleich hohe Produktivität, doch der mühsam zurückgedrängte Beamten- und Vollversorgungsstaat blieb immer ein wenig in den Köpfen haften. Und nun steht ausgerechnet dieser Bereich auf der Gewinnerseite, während viele Selbstständige zu den Verlierern zählen, auch wenn die Regierung gewaltige Summen zur Abfederung der Krise bereitstellt. Eine Wirtin etwa, die in den vergangenen Jahren allwöchentlich 70 Stunden geschuftet hat, um einen kleinen, feinen Restaurantbetrieb aufzubauen, verliert nun ihre Ersparnisse und muss sich von wohlbestallten Kündigungsgeschützten auch noch anhören, dass sie halt mehr Vorsorge hätte treffen müssen und man in der Gastronomie sowieso gefälligst bessere Löhne zahlen sollte. Ja, natürlich hat sie Anspruch auf den Fixkostenzuschuss und konnte ihre Mitarbeiter dank Kurzarbeit (und viel Bürokratie) noch halten. Aber ihre Zukunft ist ungewiss: Geschäftsessen sind reduziert, Touristen werden noch länger ausbleiben. Es bleibt außerdem das Bewusstsein, wie schnell alles zunichte sein kann, was man sich mühsam erarbeitet hat. Daher könnten ihr – und auch dem Maturanten, der gerade ein Start-up gründen wollte – massive Zweifel kommen, ob sich dieser ganze Aufwand lohnt, während man in den vielen quasipragmatisierten Bereichen des Landes lediglich darüber grübelt, ob man nicht lieber weiterhin in Teilzeit und im Homeoffice bleiben will. Gleichzeitig werden Wien-wahlbedingte Luxusdiskussionen geführt, als hätte es nie eine Krise gegeben: zum Beispiel, ob die Straßen nicht wenigstens am Wochenende der Gastronomie überlassen werden könnten. (Ganz Wien, ein einziger Schanigarten? Gerade jetzt, wo der Individualverkehr ein geringeres Ansteckungsrisiko hat!) Aber auch in einer Freizeitgesellschaft muss irgendwer das Geld verdienen, damit dann so viele reduziert arbeiten und früh in Pension gehen können. Bisher konnten wir uns das dank exorbitant hohen Steuern auf Arbeitseinkommen und einer brummenden Konjunktur leisten. Eh wurscht, Geld ist scheinbar abgeschafft, und zwar in ganz Europa. Der Staat (aber wer ist das, wenn nicht die Steuerzahler?) kümmert sich um alles. Es gab einmal zweifelhafte politische Werbesprüche: „Hol dir, was dir zusteht“ bzw. „Her mit dem Zaster, her mit der Marie“. Wer hätte gedacht, dass diese Haltung so schnell Wirklichkeit wird?“

… Plakatierer.

Wie oft in Österreich Menschen sich selber „Mutig in die neuen Zeiten“ aufschreiben müssen, für sich selber „Mutig in die neuen Zeiten“ überall aufhängen lassen müssen, um es immer für sich selbst ablesen, es sich selber vorsagen zu können …

Was nach dem „Mutig in die neuen Zeiten“ in 2016 gekommen ist. Kurz gesagt. Dann kam Ibiza.

„Mutig in die neuen Zeiten“, eine Ankündigung auch als gefährliche Drohung …

Was wohl nach der 2020er Ankündigung „Mutig in die neuen Zeiten“ noch alles kommen wird? Etwas ist schon gekommen. Kurz gesagt. Dann kam Fehlerbeschluß.

„Koste es, was es wolle“, die Wahrheit. Das ist kein Leitsatz des Bundespräsidenten. Sein 2016er Plakat „Mutig in die neuen Zeiten“ war ein Bekenntnis zur Wahrheit. Denn. Er verheimlichte nicht seinen Willen „Mutig in die neuen Zeiten“. Jedoch ebenso deutlich gestand er mit diesem Plakat ein, es ist bloß seine Sehnsucht nach „neuen Zeiten“. Aus einem Raum „der alten Zeit“ mit vergitterten Fenstern kann nicht in einen Raum einer „neuen Zeit“ gelangt werden, es bleibt bloß gefangen in der „alten Zeit“ der Blick in die „neue Zeit“, die es irgendwo geben muß, durch vergitterte Fenster aber nicht zu erreichen, nicht einmal zu erblicken … Er ging nicht, wie in einem Kapitel vermutet, „mutig alten Zeiten entgegen, es blieb ihm einfach wie kurz nur das Herumgehen in der „alten Zeit“ …

Aber sein Wille zur „neuen Zeit“ ist ungebrochen. Auch 2020 ruft der Bundespräsident sich selber erneut zu: „Mutig in die neuen Zeiten“ … Seinen neuerlichen Anlauf, aus der vergitterten alten Zeit in die „neuen Zeiten“ zu kommen, unternimmt er mit Versen einer Lyrikerin, die, lebte sie noch, nun, in Zeiten der größten Schwere für Menschen der Kunst, also in der besten Zeit der Zeiten für Dichterinnen, noch unsterblichere Hymnen …

Und auch der zurzeitige Bundeskanzler läßt 2020 für sich plakatieren: „Mutig in die neuen Zeiten“. Wie leicht könnte das zur Frage verführen, wenn er das dem Bundespräsidenten nachmalt und nachplakatiert, ob er Bundespräsident auch werden will … Vielleicht, vielleicht auch nicht. Denn. Es gibt noch andere Sprüche, die Seb. Kurz nachplakatieren läßt, etwa diesen: „Einer, der unsere Sprache spricht“.

Es muß zugegeben werden, die Mühe der Nachforschung wurde diesmal als nicht wert befunden; es ist auch einerlei, wer zuerst „Einer, der unsere Sprache spricht“ plakatierte, ob es ein Identitärer war, ob es der zurzeitige Bundeskanzler war, beide jedenfalls haben es nur nachgemalt und nachplakatiert … Wer auch immer von diesen beiden zuerst wieder mit „Einer, der unsere Sprache spricht“ rausging, es verführt zur Frage, will der zurzeitige Bundeskanzler ein Identitärer werden oder der Identitäre ein …

Kurz gesagt, wie aus einem Raum mit vergitterten Fenstern nicht in das Freie einer „neuen Zeit“ gelangt werden kann, so unmöglich ist es auch, selbst beim Aufenthalt im Freien, in eine „neue Zeit“ zu gelangen, wenn dafür nichts mitgebracht wird, außer abgekupferte Allerweltssprüche …

Um in „neue Zeiten“ zu gelangen, bedarf es nicht „Mut“. Es bedarf eigene Ideen und eigene Gedanken, nicht das Abschreiben von irgendwelchen überholten Sprüchen, es bedarf Weitsichtigkeit und nicht Kurzsichtigkeit, es bedarf einfach alles, was auf einem nachgedruckten Plakat nicht Platz hat, formuliert zu werden … Erst dann, wenn all diese Voraussetzungen vorhanden sind, ist es vielleicht auch eine kleine Frage des Mutes, das öffentlich zu vertreten …

Soher ist es auch der Mühe nicht wert, ist es müßig, sich von einer Frage verführen zu lassen, ob Seb. Kurz auch Bundespräsident werden will oder ein Identitärer … Mit Blick auf alle diese abgekupferten Sprüche ist es für das Allgemeinwohl das Beste, Sellner bleibt Martin, Höcke bleibt Björn, sonst weiter nichts und Kurz wird, was er ist, Plakatnachstreicher und …

Koste es, was es wolle, die Wahrheit!

Nun wurde also das „Budget“ im Parlament beschlossen. Ein Beschluss, zu dem viele Fehler führten. Kurz gesagt,, ein „Budget“ der Fehler, oder, die Fehler als Budget …

Die Fehler müssen nicht aufgelistet werden, nicht wiederholt werden, die sind bereits weithin bekannt und berühmt und werden in Erinnerung bleiben, als der schon nach so kurzer Zeit als Bundesregierung erreichte Höhepunkt an Leistung dieser zwei Parteien.

Was, am 29. Mai ’20, daran aufmerkenswert ist: „20 Milliarden zusätzliche Ausgaben für Corona-Hilfsmaßnahmen.“

„20 Miliarden“ also zusätzlich. Was für eine große Inszenierung noch im März ’20, als am 18. Seb. Kurz verkündete: „Wir werden daher bis zu zu 38 Milliarden Euro in die Hand nehmen.“ Und nun im „Fehler“ 18 Milliarden Euro weniger.

Wenn nun seit Wochen von so vielen Seiten in Österreich aufgezeigt wird, wer noch immer nichts bekommen, wem immer noch nicht geholfen wurde, wer immer noch auf eine Unterstützung warten muß, scheint der Fehler im Abänderungsantrag des Finanzministers die Wirklichkeit richtig abzubilden: Zwanzig Tausend Euro zusätzliche Ausgaben für Corona-Hilfsmaßnahmen …

Am 18. März ’20 hat Seb. Kurz vor seinem Satz mit den 38 Milliarden Euro pompös verkündet: „Koste es, was es wolle!“

Koste es, was es wolle – Zwanzig Tausend.

Koste es, was es wolle! Was? Kurz gesagt: die Wahrheit.

Fehler wurde beschlossen. Mit Einnahmen von 81,8 Milliarden Euro. Kurz ist es her, daß der Finanzminister an die EU Einnahmen von nur mehr 69 Milliarden Euro meldete für das Jahr ’20. 12,8 Milliarden Euro weniger an Einnahmen, erzählt der Finanzminister der EU, bei unveränderten Ausgaben von 82,4 Milliarden Euro. Unveränderte Einnahmen von 81,8 Milliarden Euro erzählt der Finanzminister dem Parlament in Österreich, zuerst mit ebenfalls unveränderten Ausgaben von 82,4 Milliarden Euro und erst nach viel Druck durch die Opposition und nach vielen Fehlern die Erhöhung der Ausgaben auf 102 Milliarden Euro. Ganz gleich welche Geschichte er wem erzählt, was es stets kostet, das ist die Wahrheit.

Koste es, was es wolle – die Wahrheit.

Und wie hat sich der Klubobmann der türkis getupften schwarzen Partei über die Opposition im Parlament aufgeregt, dies alles sei „Oppositionstheater“ und mutig verkündet, der Fehler werde beschlossen werden, ungeachtet auch der verfassungsrechtlichen Bedenken. Und wie lieb hat die Klubobfrau von der zweiten Regierungspartei gesprochen, im Parlament, am Donnerstag, es solle doch zur Debatte zurückgekehrt werden, das „Budget beschlossen … Das also versteht mittlerweile eine Klubobfrau der grünen Partei unter „Debatte“ – einen Fehler zu beschließen. Zu debattieren heißt, zu sprechen, debattieren heißt nicht, stramm im Parlament zu stehen als Zeichen der Zustimmung zu einem Fehler …

Bei der Gelegenheit fällt der Ärger des Klubobmannes der türkis getupften schwarzen Partei über die Kinder ein, die nach Wien studieren gehen und dann als Grüne … Wie kurz doch von ihm gedacht. Wenn die Kinder zum Beispiel aus Rum nach Wien studieren gehen und dann grüne Funktionärinnen werden, da kann doch ein schwarzer Vater wie der Klubobmann nur stolz auf seine Kinder sein, wenn sie als grüne Funktionäre zurückkommen und dem Vater alles nur recht machen wollen, und auch recht machen …

Die Vier von der nationalen Tränke

„Die starke Zunahme antisemitischer Vorfälle muss eine Warnung sein. Es gilt jetzt als Gesellschaft geschlossen & noch entschiedener gegen jede Form von antisemitischen Tendenzen anzukämpfen. Der aktuelle Antisemitismus-Bericht der IKG zeigt, dass wir viel Arbeit vor uns haben.“

Das wird Benjamin Netanjahu gefallen. Was Seb. Kurz gestrig, am 27. Mai ’20, als Tweet in die Welt schickt. Denen zu gefallen, die es mit den Gerichten haben, auch wenn es diesen nicht gefällt, daß sich die Gerichte um sie kümmern müssen, scheint eine Vorliebe von …

Und parteigemäß wird es seinen eigenen Leuten gefallen, etwa der Ministerin, die, kurz ist es her, gar weit reiste, um ebenfalls Worte von solch einem Gewichte in einem Tweet — Wachs am Wort sein …

Wenn etwas aus all den Gedenkveranstaltungen zu lernen ist, dann ist es das, die Erinnerung und vor allem das Handeln muß früher einsetzen, je bereits in der jeweiligen Gegenwart.

Was etwa den Antisemitimus betrifft. Nun. Es darf erinnert werden. Was den Antisemitismus betrifft, hat Sebastian Kurz vollkommen recht, die Gesellschaft habe hier noch viel Arbeit vor sich … er selbst nicht mehr, denn in bezug auf den Antisemitismus hat er seine ganze Arbeit bereits hinter sich … kurz ist es her, daß er mit einer Partei in einer Regierung saß, die wie keine andere dafür bekannt ist, gegen Antisemitismus anzukämpfen.

„Je konkreter der Zeitplan für die Annexion wird, desto lauter regt sich international der Widerstand. Sowohl die UN als auch mehrere EU-Staaten haben Benjamin Netanjahu vor Sanktionen gewarnt. Österreich und Ungarn halten zu Netanjahu.“ 

Es muß nicht so pauschaliert formuliert werden. Genauer formuliert muß es heißen: Seb. Kurz und Viktor Orbán halten zu Netanjahu. …

Da gefallen einander drei Männer.

Das Triumvirat des Nationalen.

Seb. Kurz fehlt oft die Zeit, nachzudenken, etwa wie ist es um die Demokratie bestellt, aber nie fehlt es ihm an Zeit, sich schützend vor Männer zu stellen, auf die andere herabschauen, wie er meint, etwa auch auf den ehemaligen Innenminister …

Auch einer mit seiner Partei, der die Gerichte …

Ein Quartett des Nationalistischen.

Wo Seb. Kurz keine Warnung auszugeben für notwendig erachtet, es jetzt auch nicht als notwendig erachtet, es für ihn nicht gelte, als Gesellschaft geschlossen und noch entschiedener gegen jede Form anzukämpfen, Arbeit vor uns haben, er selbst nie dafür eine Arbeit vor sich haben wird, ist, gegen jedwede Form von Antiziganismus auf- und einzutreten.

Überall möchte er ein Vorreiter sein, nur beim Antiziganismus möchte er nicht einmal in die Nähe eines Ponys kommen, um wenigstens einmal aufzusitzen …

Dabei müsste gerade im Portschyland längst eine Kavallerie …

Aber diese Menschen, die europaweit schlimmsten menschlichen Verhaltens ausgesetzt sind, mangelt es wohl an einem Mann, der ein sogenannter Staatschef ist und Gerichte beschäftigt, dem Seb. Kurz gefallen möchte können, ja, ach, hätten sie nur so einen, er ritte für sie an der Spitze der Kavallerie als Fahnenträger der Warnung …

Und der „Zentralrat deutscher Roma und Sinti“ bekäme mehr als eine Antwort auf die Frage:

„Much remains to be done to advance research, recognition, remembrance and education about the #Holocaust of Sinti and Roma. Will you @sebastiankurz commit for for a national memorial in Vienna also for Roma and Sinti Holocaust victims? @EU2018AT

Der Zentralrat könnte Seb. Kurz zusehen, wie er selbst mit dem Bau einer Gedenkstätte in Wien begänne, selbst alle Namen der Opfer in Stein meißelte …

Aber so, ohne einem sogenannten Staatschef, dem zu gefallen, wird es vielleicht, irgendwann, ein Denkmal mit allen Namen geben, zu deren Einweihung wohl Benjamin Netanjahu gerne nach Wien reisen wird, falls bis dahin die Gerichte ihm nicht das Reisen …

Es ist aber Seb. Kurz kein Vorwurf zu machen. Eines Tages wird irgendwer über ihn sagen, was etwa Werner Fasslabend über den „österreichischen Streicher“, der in bezug auf Antisemitismus viel Arbeit hinter sich brachte, sagte, er sei halt ein Kind seiner Zeit gewesen …

Nun, ein Kind seiner Zeit, das war immer schon zu ungenau gesagt, Seit jeher gibt es in jeder Zeit viele Zeiten. Er wird halt ein Kind der Zeit geworden sein, die abgelesen wird von diesem seltsamen Ziffernblatt mit Buchstaben statt Zahlen, die im Gesamten ergeben, die Parole Aus: Verantwortung — —

Die Prädikatlose

Es kann nicht gesagt werden, Sigrid Maurer sei in ihrer kurzen Zeit nicht aufgefallen, als Klubobfrau der zweiten Regierungspartei, sie ist aufgefallen, unangenehm …

In ihrer kurzen Zeit als Klubobfrau hat sie sich bereits ein Prädikat verdient. Die Unangenehme. Denn, wann immer etwas von ihr gehört wurde in dieser kurzen Zeit als Klubobfrau, war es etwas, das unangenehm auffiel.

Oder doch eher das Prädikat Die Auffällige?

Oder. Doch gar kein Prädikat?

Bei einem Mann würden menschgemäß andere Prädikate einfallen, zum Beispiel das Prädikat Der Kettenhund, und es würden sich daran so leichthin wie kurze Fragen anschließen lassen, wie, wessen …

Auf die unangenehmste Art und Weise ist Sigrid Maurer, es soll aber für sie einfach mit dem Prädikat Die Prädikatlose beschieden sein, mit ihrer Hinrichtung eines parlamentarischen Vorgangs, der in einer Demokratie der selbstverständlichste, der in einer Demokratie der lebensnotwendigste Vorgang ist, daß eben nicht alle Parteien im Parlament wie die Regierungsparteien abzustimmen haben, als einen „Sabotageakt“.

Und ihre nunmehrige Verteidigung des Budgetvoranschlages, um noch ein Beispiel anzuführen für ihr unangenehmes Auffallen, eines Budgetvoranschlages, der bereits vor rund zwei Monaten, wie der erst für kurz im Amt befindliche und für den Budgetvoranschlag verantwortliche Minister selbst vor Wochen sagte, „in den Mistkübel geworfen“ …

Es gibt, um ein Beispiel der heiteren Art noch anzuführen, diese Geschichte von ihnen, von der Prädikatlosen und der KJÖ Eisenstadt, es geht dabei um „ihr Zeug versetzen“ und … ob diese schon zu einem sogenannten Burgenlandwitz geworden ist, nun, um 23.00 Uhr als Fluchtwitzerl erzählt wird, damit die Sperrstunde um einen Brüller hinausgezögert werden kann?

Als ihre Partei vor kurzem zur Regierungspartei wurde, gab es eine Sekunde, in der sich eine Frage für eine Antwort anstellte, ob diese Partei nun auch den Weg einschlagen wird, den ihr einstiger Obmann schon …

Wie seltsam es doch anmutet, daß bereits nach so kurzer Zeit eine Partei in Österreich als Verteidigerin der „Freiheit“, der „Bürgerrechte“ auftreten, demonstrieren kann, damit auch gegen die Regierungspartei der Prädikatlosen, dabei auch sie, die Klubobfrau, selbst nicht ausnimmt, wenn es etwa um „Überwachung“ …

Und von dem Mann aus ihrer Regierungspartei wurde schon erzählt, der ist bis jetzt nicht aufgefallen als Minister für den Geschäftsbereich, für den er eigentlich zuständig, hauptverantwortlich ist — nicht aufzufallen, kann auch als äußerst unangenehm …

Es gab einmal eine große Aufregung um ein Bild von der Prädikatlosen. Zum Abschied. Von ihr ein Geschenk. Es steht noch aus, ein Gegengeschenk. Ebenfalls ein Bild, das die Menschen ihr zahlreich schenken werden, als einen späten Dank, höflich wie sie sind, wird es, wenn sie und ihre Partei weiter auf diesem Wege bleiben, ein Bild mit keinem Finger sein, sondern mit einem kreuzlosen Kreis …

Schließlich gibt es noch andere Parteien als die zwei, die ihr einstiger Obmann mit so viel Güte und Herzenswärme angelobte …

The prayer in times of the trumps of wars – Machiavelli, help!

Worunter Donald J. Trump noch zu leiden, worauf er noch mit fiebrigem Hirn zu warten hat, ist, auf das Öffnen der Gotteshäuser, und das, was Amerika nun brauche, seien mehr Gebete, meint er, dabei würde es ausreichen, ein wirkliches und tatsächliches Gebet

Und wieder einmal, oh, glückliches Österreich, du kirchengeöffnetes Land, bete, und bete, tu karl austria, gar modern, wo Gebete ultramodern Arbeitsgespräche auf höchster Ebene genannt …

Donald J. Trump spricht recht gerne auch von Krieg, wenn er von dem aktuellen Virus spricht, von dem zu einhundert Prozent die Berichterstattung infiziert ist. Er ist aber bei weitem nicht der einzige, der von einer Infektionskrankheit als Krieg faselt. Wer Krieg und Krankheit nicht zu unterscheiden vermag, ist, um ein in Österreich recht beliebtes Wort zu verwenden, einfach wie kurz gesagt, nur ein Trampel.

Jedwede Krankheit ist kein Krieg. Und Krieg ist nicht, wie nach vor gerne trampelhaft zitiert wird, die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Krieg ist die Abwesenheit von Politik. Krieg ist die Ausrottung von Politik.

Das Geschwefel etwa von dem Trump paßte vielleicht in der Zeit vor fünfhundert Jahren, aber es darf angenommen werden, auch vor fünfhundert Jahren wäre sein Geschwefel nur Geschwefel gewesen.

Vor fünfhundert Jahren … Seit fünfhundert Jahrhundert ist auch weiter unentwegt zu hören, dieser oder jener habe seinen Machiavelli – nicht zu hören ist jedoch, diese oder jene habe ihren Machiavelli gelesen …

Es wäre wohl an der Zeit, nach fünfhundert Jahren, daß nicht einzelnen Männern unterstellt werde, sie hätten ihren Machiavelli gelesen. Dem Tramp aus Amerika kann das aus bekannten Gründen ohnehin nicht unterstellt werden.

Es wäre wohl an der Zeit, nach fünfhundert Jahren, daß tatsächlich alle Machiavelli lesen, um etwa zu erfahren, wie ein „Fürst“ wieder abgesetzt werden kann, entmachten werden kann. Zugegeben, ein alte, von Brutus abgeschaute Anleitung aus Discorsi, nachdem aber die Welt nicht so neu ist, fünfhundert Jahre später, wie sie vorgibt zu sein, wohl immer noch ein erfolgreich anzuwendendes Rezept, vielleicht in der technischen Ausführung ein wenig zu adaptieren, von den wesentlichen Zutaten her aber nicht durch neue zu ersetzen …

„Aus seinem Beispiel müssen alle lernen, die mit ihrem Fürsten unzufrieden sind. Sie müssen zunächst ihre Kräfte wägen und messen, und wenn sie stark genug sind, sich als seine Feinde zu erklären und ihn öffentlich zu bekriegen, diesen Weg als den minder gefährlichen und ehrenvolleren einzuschlagen. Reichen aber ihre Kräfte zum offenen Kriege nicht aus, so müssen sie sich befleißigen, seine Freundschaft zu erlangen, und zu diesem Zweck alle Wege einschlagen, die ihnen nötig scheinen, sich seinen Neigungen anbequemen und sich an allem ergötzen, was ihm Vergnügen macht. Diese Vertrautheit verschafft dir zunächst Sicherheit, sodann läßt sie das Glück des Fürsten ohne alle Gefahr mitgenießen und gibt dir zugleich bequeme Gelegenheit, dein Gelüst zu befriedigen. Allerdings sagen einige, man dürfe den Fürsten nie so nahe stehen, daß ihr Sturz dich mit begraben kann, noch so fern, daß du dich bei ihrem Sturze nicht zeitig genug auf ihren Trümmern erheben kannst, und dieser Mittelweg wäre auch der richtigste, wenn man ihn immer einhalten könnte. Da er mir aber unmöglich scheint, muß man sich zu einem von beiden entschließen, nämlich sich ganz von ihnen fernzuhalten oder sich ihnen eng anschließen.“

Bundesministerin für …tion

Als er sah, daß einer sich über sein Haus in lateinischen Buchstaben geschrieben hatte, daß alle im Hause freudig willkommen seien, die zu helfen und zu unterstützen kommen mögen, sagte er: „Dann muß das Tor fest verschlossen bleiben.“

An diese Worte von Castruccio Castracani, aufgeschrieben von Niccolò Machiavelli, mußte augenblicklich gedacht werden, als gelesen wurde, Susanne Raab, seit kurzem Bundesministerin für Frauen und Integration, wolle unterstützen und helfen

Darein, ganz wie ihr strenger Glaubensbruder …

Wenn aber allein an Tweets gedacht wird, die sie seit dieser kurzen Zeit als Ministerin verbreitet hat, könnte gemeint werden, sie sei Bundesministerin für Transsubstantiation. Denn. Weit mehr zu Kirchen, Glauben, Messen hat sie von sich zu geben, als zu Integration

Wie wenig sie zu Integration zu schreiben weiß, und vor allem auf welche Art und Weise, wie viel hingegen zu Glauben, Messen und Kirchen, und vor allem mit welcher Hingabe und Leidenschaft, darf angenommen werden, wovon sie tatsächlich etwas versteht, ist die Transsubstantiation, die Wandlung, also von der Hauptszene der Kirchenaufführung, zu der sie nun endlich wieder eilen kann, die sie so lange zu entbehren hatte, wenn es tatsächlich auch nur für kurz war, aber wer überzeugt davon ist, daß gewandelt eine Scheibe aus Weizenmehl und Wasser in einen Leib, Wein in Blut, kann aus kurz auch lang …

Es kann ein jeder Mensch selbst ein Bild sich davon machen, was hier oberflächlich wie kurz ausgeführt ist, durch das Nachlesen der Tweets der Bundesministerin für …tion, als einen kleinen Einstieg hierzu nur einige von ihr beispielhaft zum Kreuze in einer Collage …

Abschließend soll nicht verheimlicht werden, nun doch ein wenig unsicher geworden zu sein, ob Machiavelli die oben zitierte Begebenheit tatsächlich mit diesen Worten erzählte, sie könnte auch so erzählt worden sein.

Als er sah, daß einer sich über sein Haus in lateinischen Buchstaben geschrieben hatte, daß Gott es vor bösen Menschen bewahren möge, sagte er: „Dann darf er es selbst nicht betreten.“

The austrian wave. A serious evening in the cabaret – after a real event.

Der Angestellte von der Werbeagentur Team Österreich, von dem bis vor kurzem nicht gewußt wurde, ob er die zweite Prüfung inzwischen doch bestanden hat, um von seiner Arbeitgeberin, der Werbeagentur Team Österreich, die Erlaubnis für seine Nebenbeschäftigung im Innenministerium schriftlich zu bekommen, redet unentwegt in erlaubter oder nicht erlaubter Ausübung seiner Nebenbeschäftigung mit Eifer von der zweiten Welle, die es zu verhindern gelte, wofür er Wellenbrecher …

Oh, wie viele Wellen es gibt!

Es gibt „Die Welle“. Als Film. „Nach einer wahren Begebenheit.“ Die Geschichte eines Experiments, ob eine, kurz gesagt, Diktatur wieder …

Es gibt „The third wave“. Als Roman. Auch als Roman. Es ist die Geschichte dieses Experiments, oben schon kurz gesagt …

Ach, nicht zu vergessen, naturgemäß auch die Wasserwellen

Dann gibt es ein Buch von Samuel P. Huntington, auch mit dem Titel: „The third wave“ – aus ’91. Es geht ihm darin um die Tendenz der Demokratisierung in der Welt. Wenn zurückgeblickt wird auf die Entwicklung seitdem, kann gesagt werden, gerade diesen Titel genommen zu haben, bei der Wahl seines Titels hat er sich nicht geirrt. In Österreich ist Huntington recht bekannt. Bloß. „The third wave“ würde in Österreich nicht Huntington zugeordnet werden, mehr noch, bestritten werden, daß „The third wave“ je ein Buch von ihm ist. Aber alle würden sofort ein Buch von ihm nennen können: „The Clash of Civilizations“, genauer, den deutschen Titel würden alle in der Sekunde herausschreien: „Kampf der Kulturen“ … Das sagt wohl auch viel über das Vorherrschende in Österreich, ein Buch zum angenommenen Trend der Demokratisierung unbekannt, aber ein Buch vom selben Autor zum Zusammenprall, bildlich gesprochen, auf jedem Nachtkästchen, gleich, wörtlich gesprochen, neben der Bibel …

Es gibt auch die zweite Welle. „The second wave“. Als Roman. von Tom Reynolds.

Summer’s over and Connor Connolly is headed back to school to start junior year. But with metabands falling from the sky, the world has changed overnight, and now there are thousands of new metahumans. Just like regular humans, not all metahumans are using their new powers for good. Now, Connor’s not only dealing with the pressures of being a super-human and training with his mentor, Midnight, he also has to balance relationships with the people he cares for most. People who find themselves on different sides of the fence when it comes to their feelings about the new metahumans and the impact they’re having on everyone else’s lives. As the world struggles to adjust to the events of the past few months, Connor’s alter ego, Omni, works with The Agency to apprehend law breaking metahumans, and detain them at the Silver Island Meta Detention Facility. When he’s recruited for a job assisting the government agency with disarming one of the most powerful and secretive metas in Bay View City, he never expects the devastation of that mission or the affect it will have on both humans and metas. Is Connor capable of becoming the hero he wants to be?

Der Angestellte der Werbeagentur Team Österreich soll mittlerweile die zweite Prüfung abgebrochen haben, zu unentschieden soll er … welche der zwei vorgegebenen Antworten die richtige …. so habe er lieber keine angekreuzt … seiner Arbeitgeberin, der Werbeagentur Team Österreich, soll er dafür als Deal vorgeschlagen haben, er könne, wenn ihm die Nebenbeschäftigung im Innenministerium erlaubt werde, der Werbeagentur Team Österreich einen fetten Auftragsfisch aus dem Innenministerium angeln, und er habe dem Innenministerium bereits einen Entwurf für eine Plakatwelle im Namen seiner Arbeitgeberin gezeigt, von dem das Innenministerium ganz angetan gewesen sein soll, es habe das Innenministerium ihm gegenüber auch schon durchblicken lassen, es werde keine Ausschreibung für die geplante Plakatwelle mehr nötig sein, denn dieser sein Entwurf sei unschlagbar und es komme keine andere Werbeagentur als eben die Team Österreich …

Es wäre menschgemäß nur folgerichtig, wenn es irgendwann auch einen österreichischen Ableger von der Welle, der zweiten Welle, der dritten Welle, oder einfach wie kurz zusammengefaßt, von allen Wellen geben würde, in, so international ist Österreich, in englischer Sprache: The austrian wave of corona, oder einfach wie kurz: The austrian wave

Als Kabarett.

The austrian wave.

Ein ernster Abend im Kabarett, nach einer wahren Begebenheit.