Pornobalken, gewachsen in Österreich

„Bei Floyd handelte es sich immerhin um einen Serienstraftäter, der allein wegen eines bewaffneten Raubüberfalls fünf Jahre in Haft war und bei seiner Festnahme, wie die Obduktion inzwischen zutage förderte, unter Drogen stand, was sein Ableben möglicherweise (mit-)verursachte oder beschleunigte.“

Der Getötete verursacht seinen Tod selbst —

Wer sonst kann so einen Kommentar in Österreich abgeben? Ja, die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Parlamentspartei, die für kurz auch identitäre Regierungspartei wieder einmal …

Der Ermordete beschleunigt seine Ermordung selbst —

Mehr ist dazu nicht zu sagen, es zeigt wieder auch den Umgang mit Fakten; wie aus der Collage deutlich und unmißverständlich zu entnehmen ist.

Und gesinnungsgemäß kommt Statistik zum Einsatz. Wobei die Verlinkung zum“Handelsblatt“ dem Ganzen wohl einen redlichen Anstrich …

„Ja, die Opfer der Polizeigewalt waren überproportional häufig Afroamerikaner, aber die begehen je nach Jahr und Quelle auch zwischen 36 und 51 Prozent aller Tötungsdelikte in den USA. Sie stehen der Polizei also besonders häufig als mutmaßliche Täter gegenüber – mit dem entsprechenden Risiko, selbst getötet zu werden.“

„Überproportional häufig“ … In das Spielchen mit der Statistik will gar nicht eingestiegen werden. Sondern es ist auch diesmal lediglich darauf hinzuweisen, wie erst vor kurzem auch in diesem Zusammenhang hinzuweisen war, daß Zahlen, die nicht genehm sind, einfach unterschlagen werden. In dem Fall von dem durch die Website bemühten „Handelsblatt“ beispielsweise die Zahl 30 Prozent nach der Angabe des FBI …

„Black men committed 36% of murders and made up 52% of all murder victims. White men committed 30% of murders and accounted for 43% of all murder victims.“

36 Prozent zu 30 Prozent – „überproportional“ … den Unterschied würde wohl kein Mensch Klavier spielen können wollen, der wirklich Klavier spielen können würde wollen.

Diese Zahlen der Morde beziehen sich auf das Jahr 2015. Damit angelangt bei Donald J. Trump.

In diesem Jahr zwitscherte Donald J. Trump auch eine, menschgemäß eine nur ihm gesinnungsgenehme „Statistik“, von einem Mann, der, wenn er an Österreich denkt, nach dem „kleinen Schnurrbart“,

„Should have listened to the Austrian chap with the little moustache.“

den er, der Österreicher, vom „great dictator“ kopiert , sich sehnt in seiner weißen Nacht …

NS „Moustache“ erlangte lange nach dem „great dictator“ wieder filmische Berühmtheit. Als „Pornobalken“ — —

Kurz bloß unter den Top-Luadan, auch weil er nur an Widerwärtigkeitsregeln gebunden ist.

Es gibt Sätze, auf die es nicht lohnt, mit Fakten zu antworten. Sogenannte fake news mit Fakten zu entkräften, heißt, diesen ein Gewicht zu verleihen, das diesen und ihren Verbreiterinnen in keiner Weise zusteht.

Solche Sätze, wie der Satz vom zurzeitigen Bundeskanzler in Österreich vom letzten Sonntag,

„Die Schweiz ist unter den Top-Staaten – auch weil sie nicht an EU-Regeln gebunden und finanzstark ist.“

wobei dieser Satz nur ein Beispielsatz mehr aus der endlos langen Satzkohorte des zurzeitigen Bundeskanzlers ist, können nur umgeschrieben werden, zur Kenntlichmachung, wie …

Es hätte der Journalist und die Journalistin sogleich nachfragen müssen, ihn zu einer konkreten Aussage mit Fakten verpflichten müssen, aber vor allem die Chefredakteurin dieser Tageszeitung wird untertaningemäß angenommen haben dürfen, er, der zurzeitige Bundeskanzler, wisse mehr zum Beispiel über die Schweiz als sie, die doch schon so wenig über Österreich weiß, wo sie lebt, arbeitet und in erschreckender Weise ihr Wissen verbreitet …

Die „Aargauer Zeitung“ wollte am 10. Juni 2020 dem zurzeitigen Bundeskanzler aus Österreich freundlicherweise beispringen, damit, was er gemeint haben könnte, aber letztlich konnte sie doch nicht anders als festzustellen, „zumindest eine Lücke weist sein Wissen …“ Die „Aargauer Zeitung“ sollte einmal Erhard Busek zu einem Interview einladen, allein er könnte mehr davon erzählen, was er noch nicht alles weiß …

Und die „Aargauer Zeitung“ verweist auf die Aufklärung von dem zurzeitigen Bundeskanzler aus Österreich durch Stefan Brocza bezüglich die Schweiz und die EU, worüber bereits die Journalistin und der Journalist der österreichischen Tageszeitung den zurzeitigen Bundeskanzler hätten aufklären können, wäre sie, die Zeitung, nicht die Kurierin des …

Den Schluß der Aufklärung zitiert die „Aargauer Zeitung“ nicht. Aber es ist doch ein Schluß, der festgehalten werden sollte.

„Aber selbst in der eigenen Partei des Kanzlers – der sich immer noch als ‚Europapartei‘ gerierenden ÖVP – regt sich kein Widerspruch. Keiner der sonst so ‚glühenden Europäer‘ getraut sich das Wort zu ergreifen und dem Kanzler und Parteichef zu widersprechen. Stattdessen werden seine zunehmend schriller werdenden Ausritte gegen die EU wohl oder übel zur Kenntnis genommen. Wer Wahlen gewinnt, darf sich offensichtlich alles erlauben. Und auf diese Weise ermutigt, transferiert sich der Kanzler immer mehr in eine Art Mini-Donald-Trump. Der US-Präsident verdreht bekanntlich die Wahrheit, wie es ihm gerade passt, und seine Partei schweigt dazu. Bisher musste nur die FPÖ jeweils ein Bekenntnis zu Europa ablegen, um in die Bundesregierung zu kommen. Vielleicht muss man ein solches Bekenntnis in Zukunft auch von der ÖVP unter Kurz einfordern.“

Zu „Mini-Donald-Trump“ fällt sogleich ein Merksatz von La Rochefoucauld ein:

„Die einzigen guten Kopien sind jene, die uns die Lächerlichkeit schlechter Originale erkennen lassen.“

Menschgemäß ist aber Donald Trump schon kein „Original“, sondern auch nur eine Kopie … Wie schade, daß La Rochefoucald nicht mehr lebt. Was für einen wunderbaren Aphorismus hätte er formuliert, mit dem er es auf den Punkt gebracht hätte, was es auf sich hat, mit den schlechten Kopien von schlechten Kopien von schlechten Originalen …

Sie werden sich vielleicht fragen, weshalb soll dieser Satz

Seb. Kurz ist unter den Top-Luadan, auch weil er nur an Widerwärtigkeitsregeln gebunden ist.

kenntlich machen, warum der Satz von dem zurzeitigen Bundeskanzler ein … weil er von der Qualität des Gehaltvollen vom Satze von dem „widerwärtigen Luder“ des schwarzen Vizelandeshauptmannes aus dem Bundesland ist mit dem Ibiza in den Alpen

„Luada“ ist aber, wie erfahren werden durfte, nicht „negativ zu verstehen“. Also mehr eine Auszeichnung, die nicht nur in den türkisen Bergen dieses Bundeslandes so verstanden wird. Was nicht zugestanden werden konnte, ist, daß er „finanzstark“ sei; das sind andere, die Geld einzig dafür horten, um es …

Polizei in Österreich stellt Gehörlose ein und schickt sie maskenlos auf Streife

Genau in dem Moment der Durchsage im Bahnhof, der auch eine U-Bahn-Station ist, es ist im gesamten Bereich ein Mund-und-Nasen-Schutz zu tragen, werden im Bahnhof zwei Polizisten gesehen, die keine Masken tragen, und sofort muß gedacht werden, wie erfreulich, was für ein Fortschritt, die Polizei in Österreich stellt Gehörlose auch für den Streifendienst ein.

Die zwei Polizisten unterhalten sich maskenlos im Bahnhofsgebäude sehr angeregt, und der Abstand zwischen ihnen, nun ja, vielleicht ein Spanferkelhaxn …

Beim Verlassen der U-Bahn-Station an diesem zweiten Dienstag im Juni ’20, endlich den unzähligen Durchsagen, die auf der kurzen Strecke vom Handelskai bis nach Floridsdorf, angehört werden mußten, entkommen, drängt sich ein weiterer Gedanke auf. Möglicherweise sind die zwei Polizisten nicht physisch taub, aber sie meinen schlicht wie kurz, was für jene gilt, die ihre Gehälter zahlen, gilt für sie nicht.

Beim Abnehmen der Maske auf der Straße, also außerhalb des Gebäudes, weit entfernt von der Station, drängt sich noch die Frage auf, ob der seit kurzem amtierende Innenminister mit „Lebensgefährder“ seine Männer auf Streife meint?

Vor dem Hintergrund aktueller polizeilicher Ereignisse, die weltweit im Grunde seit einer Ewigkeit täglich aktuelle Ereignisse sind, hat er mit „Lebensgefährder“ einmal kein falsches Wort gewählt.

Chirping Messenger from Trump at Austria

Es wäre nicht notwendig, da es ohnehin gewußt wird, wie die gesinnungsgemäß zensurierte Website der identitären Parlamentspartei mit Fakten umgeht, ein weiteres Beispiel zu bringen.

Weil aber ein Nationalratsabgeordneter der türkis getupften schwarzen Regierungspartei vor einem Monat sich andiente als Bote des zurzeitigen amerikanischen Präsidenten, der wieder einmal eine unrühmliche Rolle – zu einer anderen als zu einer unrühmlichen Rolle ist er ohnehin nicht fähig, es ist seine Charakterrolle – im Zusammenhang mit Polizeigewalt und Rassismus spielt, ist doch ein weiteres Beispiel zu bringen, zur Erinnerung, mit wem seine Partei für kurz in einer Regierung …

Männer und Frauen dieser Partei mögen zwar die Partei wechseln, aber eines wechseln sie niemals, ihre Gesinnung, etwa jener Mann, der nun dem Mann folgte in eine Partei mit einem anderem Namen, der für kurz

Nun, zum aktuellen Beispiel …

Am 6. Juni ’20 unter der Überschrift „Die missbrauchten Unruhen in den USA: Österreichs Medien und amerikanische Realität“ ist im Kommentar der gesinnungsgemäß zensurierten Website zu lesen:

Hierarchie der Täter und Opfer Unbeachtet bleibt, dass allein in den Jahren 2012 bis 2015 die Afroamerikaner 85,5 Prozent aller interrassischen Gewalttaten zwischen Schwarzen und Weißen begingen. 540.360 strafbaren schwarzen Übergriffen auf Weiße stehen nur 91.470 tätliche Angriffe von Weißen auf Schwarze gegenüber (14,4 Prozent). Das alles vor dem Hintergrund, dass der Anteil an Schwarzen in den USA bei 13 Prozent liegt. Weiße leiden also deutlich überproportional mehr unter schwarzer Gewalt als umgekehrt. Doch weiße Leben zählen anscheinend nicht.“

Von der Website verlinkt zum „City-Journal“, „Darkness Falls – The collapse of the rule of law across the country, intensified by Antifa radicals, is terrifying. Heather Mac Donald“ … Als die für die Website gesinnungsgenehme Quelle …

„Facts don’t matter to the academic victimology narrative. Far from destroying the black body, whites are the overwhelming target of interracial violence. Between 2012 and 2015, blacks committed 85.5 percent of all black-white interracial violent victimizations (excluding interracial homicide, which is also disproportionately black-on-white). That works out to 540,360 felonious assaults on whites. Whites committed 14.4 percent of all interracial violent victimization, or 91,470 felonious assaults on blacks. Blacks are less than 13 percent of the national population.“

Vom „City-Journal“ zur eigentlichen Quelle verlinkt, nämlich zu: „Race and Hispanic Origin of Victims and Offenders, 2012-15 – U.S. Department of Justice Office of Justice Programs Bureau of Justice Statistics, October 2017, NCJ 250747, Rachel E. Morgan, Ph.D., BJS Statistician, Special Report“ …

Und wer die eigentliche Quelle aufruft, wird die zwei Zahlen, also „540,360“ und „91,470“ finden, nämlich in „table 4“ … nicht zu finden ist „85.5 percent“, dreimal „14.4 percent, aber in anderen Zusammenhängen. Wer diesen „Special report“ im Gesamten liest, wird sofort erkennen, wie gesinnungsgenehm diese Zahlen herausgegriffen wurden, um …

„During 2012-15, U.S. residents experienced 5.8 million violent victimizations per year (table 1). About 3.7 million of these violent victimizations were committed against white victims.3 Among white victims, a higher percentage of victimizations were committed by white offenders (57%)
than offenders of any other race.“

Mehr braucht zu diesem weiteren Beispiel des Umgangs mit Zahlen nicht gesagt werden. Und offen gestanden, es will auch keine große Bereitschaft aufkommen, sich mit der eigentlichen Quelle, also mit dem „Special Report“ sich zu beschäftigen. Denn. Wenn nach wie vor mit einem Begriff wie „Rasse“ gearbeitet wird, kann es nur einen Widerwillen geben, der verständlich ist, und verständlich macht, weshalb es in den Vereinigten Staaten von Amerika nach wie vor ein so ungeheuerlich zugeht …

Weltweite Polizeigewalt

„BDS bei der #BlackLivesMatter Demonstration in #Wien heute. Man schreckt nicht mal davor zurück, den Tod von #GeorgeFlyod für die eigene zynische und rassistische Agenda zu verwenden. Shame on you. Rassismus#blacklivesmattervienna#BlackLivesMatteraustria

Am 4. Juni 2020 dieser Tweet von Reuven Rennert.

Am 30. Mai 2020 erschießt „die Polizei in Jerusalem einen autistischen Palästinenser“.

Es darf stark angezweifelt werden, ob die Kampagne BDS tatsächlich berufen ist, auf Polizeigewalt in Israel aufmerksam zu machen. Steht diese doch auch im Ruf, antisemitisch zu sein. Anders stellt es sich beim Vorwurf dar, sie sei antizionistisch.

Und gegen Zionismus zu sein, heißt auch einfach wie kurz, gegen Nationalismus zu sein.

Ohne Berufung auf BDS kann gesagt werden, Polizeigewalt in Israel ist auch ein Verbrechen, nichts anderes als ein Verbrechen.

Auf den Tweet von Reuven Rennert könnte BDS durchaus mit seinem Tweet als Vorlage antworten, ein wenig abgeändert nur, vielleicht in etwa so:

Reuven Rennert über die #BlackLivesMatter-Demonstration in Wien. Er schreckt nicht mal davor zurück, die Demonstration gegen weltweite Polizeigewalt für die eigene Agenda zu verwenden. Shame on you.

Sie werden vielleicht fragen, wer ist Reuven Rennert?

Nun, das ist ein Mann mit einer besonderen Agenda …

Mit dieser besonderen Agenda ist noch ein Mann mit ihm zugleich aufgetreten, dessen Name Ihnen vielleicht schon einmal untergekommen ist, ist dieser doch, kurz gesagt, Abgeordneter im österreichischen Parlament geworden, und hat sich beispielsweise im Februar dieses Jahres auch mit einem Tweet

„Soeben im Nationalrat EINSTIMMIG BDS-Bewegung (Boykott gegen Israel) scharf verurteilt u. festgestellt, dass BDS in Österreich in keiner Weise unterstützt werden soll. Ein starkes u. symbolträchtiges Statement d. österreichischen Parlamentes gegen Antisemitismus u. Antizionismus.“

zur „Bewegung BDS“ geäußert, in Verfolgung seiner Agenda, die eben auch die von Reuven Rennert …

Bei einem Unbekannten wie Reuven Rennert muß nichts angezweifelt werden, ob er für irgendetwas tatsächlich berufen ist, aufmerksam zu machen, aber bei dem Nationalratsabgeordneten darf stark angezweifelt werden, ob er tatsächlich berufen ist, gegen irgendwen etwas zu sagen, das mit, kurz gesagt, Rassismus zu tun hat, wenn bedacht wird, in welcher Zeit und von wem er in das Parlament gebracht wurde und wie er sich für seine Fördererin dabei hervortat …

Er sitzt im Parlament für eine Partei, deren Agenda eine recht andere …

Wie kann so eine je noch …

Die Frage, wie konnte so einer je Vize-Kanzler, oder kurz gesagt, V-Kanzler werden, ist leicht zu beantworten. Es müssen nur die daran Teilhabenden mit allem Nachdruck endlich einmal befragt werden. Und es haben viele dazu beigetragen, innerhalb und außerhalb der österreichischen Amtsgebäude, es haben daran viele nicht nur teilgehabt, viele nicht nur mitgewirkt, sondern viele auch dafür freiwillig und wohl auch unfreiwillig nach dem Motto gehandelt: Koste es, was es wolle – die Wahrheit …

Kurz gesagt, es hat das Team Österreich wieder zugeschlagen, das Team Österreich, das immer beschworen wird, wenn es heißt: Unsere Kosten für Euch

Die Frage, wie konnte so einer je V-Kanzler werden, wird besonders jetzt wieder, vor einer Wahl, gestellt, kaum gestellt wurde diese Frage mit Nachdruck den Verantwortlichen dafür vor der Ausstrahlung von der Folge Auf Ibiza, Ischgl des Mittelmeeres der Serie Die liebe Familie

Schwerer ist die Frage zu beantworten.

Wie kann so eine je gewählt werden?

Schwerer zu beantworten ist die Frage, wie kann so eine je gewählt werden, in Wirklichkeit auch nicht, im Grunde, seit einer Ewigkeit beantwortet, bekannt, bündig wie kurz vor fünfhundert Jahren bereits schriftlich festgehalten, beispielsweise von diesem Mann, von dem einiges schon erzählt ward.

Stoßen Sie sich aber nicht an dem Wort „Fürst“. Weil es, meinen Sie, heutzutage keine „Fürsten“ mehr gibt. Nun, die „Fürsten“ vor beispielsweise fünfhundert Jahren waren auch keine „Fürsten“, von ihrem abgründigen Verhalten her. Fünfhundert Jahre später meinen recht viele, sie seien „Fürsten“, außerhalb und innerhalb von Amtsgebäuden, und sind doch nur abgründig, von ihrem Verhalten her teilen sie Tisch und Bett im Gemeindebau …

„Die Sünden der Völker kommen von den Fürsten

Beschwere sich kein Fürst über die Sünden der von ihm regierten Völker, denn diese Sünden entstehen nur aus seiner Nachlässigkeit, oder weil er den gleichen Lastern ergeben ist. Betrachtet man die Völker, denen man in unsrer Zeit Raubsucht und ähnliche Sünden vorwirft, so wird man finden, daß sie nur von ihren Regenten stammen, die ebenso waren. Vor der Ausrottung der kleinen Herrscher der Romagna durch Papst Alexander VI. war dies Land ein Schauplatz des lasterhaftesten Lebenswandels, beim geringsten Anlaß kam es zu den ärgsten Raum- und Mordtaten. Dies kam von der Verderbtheit der Fürsten, nicht der verderbten Natur der Menschen, wie jene vorgaben.

Denn da diese Fürsten arm waren, doch wie Reiche leben wollten, waren sie gezwungen, sich aufs Rauben zu leben und dies auf verschiedene Arten zu betreiben. Unter anderen schändlichen Mitteln gaben sie Gesetze, die irgendeine Handlung verboten.

Dann gaben sie die erste Veranlassung zu ihrer Übertretung, bestraften aber die Übertreter erst, wenn eine größere Anzahl in die Falle gegangen war. Und zwar straften sie sie nicht aus Eifer für das gegebene Gesetz, sondern aus Gier nach Einziehung der Strafe. Daraus entstanden viele Übel, vor allem, daß das Volk verarmte, ohne sich zu bessern, und daß die Verarmten sich an Schwächeren schadlos zu halten suchten. Hieraus entsprang all das erwähnte Unheil, dessen Ursache der Fürst war.

Wie wahr dies ist, zeigt Livius an folgendem Beispiel. Als die römischen Gesandten dem Apollo das Geschenk aus der Beute von Veji brachten, wurden sie von Seeräubern aus Lipari bei Sizilien gefangengenommen und in diese Stadt gebracht. Als ihr Fürst Timasitheus hörte, was für ein Geschenk, für wen es bestimmt war und wer es machte, benahm er sich, obwohl in Lipari geboren, wie ein Römer.

Er machte dem Volke klar, wie gottlos es sei, sich ein solches Geschenk anzueignen, und ließ die Gesandten unter allgemeiner Zustimmung mit all ihren Sachen ziehen. Livius gebraucht hier die Worte: Timasitheus multitudinem religione implevit, quae semper regenti est similis. (Timasitheus flößte dem Volk, das stets seinem Herrscher gleicht, Religion ein). Und Lorenzo von Medici sagt zur Bestätigung dieses Satzes:

Und was der Herr tut, werden viele tun,
Weil auf dem Herrn die Augen aller ruhn.“

„Unsere Reise in ganz finstere Ecken der Republik“

Durch den Retweet der Klubobfrau der Regierungspartei, am 3. Juni 2020 wieder einmal auf den Namen Hartmut Löger …

Hartmut Löger, um es kurz in Erinnerung zu rufen, war für kurz sogar Bundeskanzler in Österreich. „Der Spiegel“ schrieb damals, am 28. Mai ’19, über den kurzen Aufstieg von Hartmut Löger:

„Kürzer als Kurz – Sebastian Kurz wurde geschasst, nun ist Ex-Finanzminister Hartwig Löger österreichischer Kanzler. Wer ist der Mann? Und warum wird er nach wenigen Tagen schon wieder abgelöst? Im kleinen Kreis soll sich Löger selbst überrascht ob seines plötzlichen Aufstiegs geäußert haben. Zu verdanken hat er ihn Kurz, immerhin ist er dessen Wunschkandidat.“

Später im Jahr, im Herbst ’19, war er, Löger, wieder im Gespräch, er solle wieder Finanzminister werden, also wieder für Kurz den Finanzminister machen.

Den Finanzminister für Kurz macht zur Zeit einer, der auch ein Experte vom Kaliber Lögers …

Allenthalben wird gefragt, wie konnte einer wie THC – so wird wohl die Abkürzung auf dem nächsten Stimmzettel lauten für die Partei, mit der er für sich im Oktober ’20 in Wien kandidiert, eine Abkürzung wie für eine Krankheit – je Vizekanzler in Österreich werden.

Eine Frage, die dem nach wie vor amtierenden Bundespräsidenten noch nicht mit allem Nachdruck gestellt worden ist.

Aber diese Frage ist zu kurz gegriffen.

Wie konnte es je passieren, daß dieses Personal, zu dem nicht nur der wieder in Erinnerung gerufene Löger gehört, weiter in Österreich an entscheidenden Stellen werken, weiter aufsteigen …

„Morgen startet unsere Reise in ganz finstere Ecken der Republik.“ So literarisch wird von der Regierungspartei der Beginn des Untersuchungsausschusses zu Ischgl des Mittelmeeres im österreichischen Parlament angekündigt und von der Klubobfrau weiter …

Wo ihre Reise wohl enden wird? Auf wen sie wohl am Ende in der finstersten Ecke treffen werden – auf das Herz der Finsternis …

Black doesn’t matter

#FakeNews & #Desinformation gefährden zunehmend unsere #Demokratie in #Europa. Gerade beim Thema #Corona kann Desinformation eine ernsthafte Gefahr für die eigene, aber auch für die öffentliche Gesundheit darstellen.“

Wer sonst als eine aus dem inneren Kreis der türkis getupften schwarzen Partei könnte, kurz gesagt, so hellsichtig die Gefährdungen benennen?

Und wenn in den nächsten Wahlen die Menschen diese ihre klare Benennung zur Grundlage ihrer Wahlentscheidung nehmen und die entsprechende Konsequenz daraus ziehen, ist eine Gefährdung nicht aus der Welt, nicht aus Europa, aber immerhin aus Österreich geschafft.

Ob diese Benennung des inneren Kreises tatsächlich einmal doch eine Eigenleistung von Karoline Edtstadler ist, kann nicht gesagt werden, vielleicht hat sie, auch wenn – zugegeben, auch nicht danach gesucht wurde – kein entsprechendes Original gefunden wurde, es auch nur beinahe wortident abgeschrieben, wie beispielsweise diese Einsicht:

„Die Zahl antisemitischer Vorfälle in Wien hat sich lt. dem aktuellen #Bericht d. #IKG seit 2014 mehr als verdoppelt. Diese Entwicklung muss uns allen eine Warnung sein. Es gilt jetzt als Gesellschaft geschlossen & noch entschiedener gegen jede Form v. #Antisemitismus anzukämpfen!“

Das hat bereits ein anderer aus dem inneren Kreis vorge…

Es ist aber auch belanglos, ob es ihre eigenständige Analyse der Gefährdungen aus dem inneren Kreis ist oder nicht, wesentlich daran ist, daß diese Analyse als Grundlage für die Stimmabgabe in jedweder kommender Wahl herangezogen wird, um diese Gefährdung, wenigstens diese endgültig zumindest aus der kleinen Schollenwelt zu schaffen.

NS In Österreich ist ein seltsames Phänomen zu beobachten. Das fällt noch zu diesem Nachgezwitscher der Karoline Edtstadler ein, allerdings kann es auch sein, daß nicht sie ihm, sondern er ihr dieses Gezwitscher nachge… über die Gesellschaft, die noch entschiedener … Immerhin war sie erst kürzlich in einem Museum in Washington …

Das seltsame Phänomen in Österreich also, das beobachtet werden kann, ist, daß Papageien, von denen sonst nur bekannt ist, daß sie Menschen nachplappern, Papageien nachplappern …

NNS Menschen traten am 4. Juni 2020 entschieden auf, in Wien, gegen Rassismus. Zehntausende.

Auch am 5. Juni 2020 traten in Wien gegen Rassismus entschieden auf. Tausende.

Aus dem inneren Kreis wurde nichts, wie vielfach bereits unangenehm aufgefallen und bemerkt, gegen Rassismus vernommen, keine Verurteilung des nächsten Mordes wieder durch einen Polizisten – nur schwarzes Schweigen. Der innere Kreis müßte dabei gegen Rassismus nichts Eigenständiges formulieren, er könnte auch hier, das, was er am besten kann, nachreden, was etwa Angela Merkel sagte, die Bundeskanzlerin in Deutschland sagte, gegen den Rassismus, ihre Verurteilung des Mordes nachsprechen … Das Hörvermögen des inneren Kreises scheint nur so weit ausgebildet zu sein, die Poltertöne von einem einzigen Mann wahrzunehmen …

Liberation opera in China

Nun hat ein Original geglaubt herausgefunden zu haben, daß es sich bei dem Bühnenbild zur Befreiungsoper „Fidelio“ um ein Plagiat …

Ein Bühnenbild aber kann niemals ein Plagiat sein.

Ein Bühnenbild kann niemals ein Plagiat sein, weil ein Bühnenbild je nur für eine sehr beschränkte Zeit geschaffen wird. Wenn etwa die Oper in der einen bestimmten Inszenierung in dem einem bestimmten Bühnenbild nicht mehr gegeben wird, wird das Bühnenbild einfach wie kurz entsorgt. Oder verwertet zur Gänze. Oder nur Teile davon wieder verwendet, für das nächste Bühnenbild.

Ein Bühnenbild kann niemals ein Plagiat sein, weil nicht gewußt werden kann, welche Absicht damit verfolgt wird, welche künstlerischen, interpretatorischen Überlegungen angestellt werden, ein Bühnenbild genauso zu gestalten, und nicht anders.

Ein Bühnenbild kann niemals ein Plagiat sein, weil nicht gewußt werden kann, wie es vom Publikum interpretiert werden wird, unabhängig davon, welche Wirkung mit einem bestimmten Bühnenbild in einem bestimmten Stück je erzielt werden will, ob ihm ein Nachbau auf der Bühne nicht mehr Original als ein Original ist, ihm das Original in der Wirklichkeit als Kopie des Nachbaus auf der Bühne erscheint, mehr Wirklichkeit als die Wirklichkeit ist. Wie etwa, um ein Beispiel aus Österreich zu geben, das Bühnenbild, das für „Heldenplatz“ geschaffen wurde. Was für ein Plagiat der tatsächliche Volksgarten mit dem angrenzenden Burgtheater vor dem Burgtheater gegen den Volksgarten mit dem Blick auf das Burgtheater auf der Bühne im Burgtheater …

Im Fall der Bühnenbildtreppe, die für ein Original ein Beleg für ein Plagiat, gleich woran bei der Errichtung dieses Bühnenbildes gedacht wurde, könnte das Publikum einen Hinweis sehen, daß dieser „Fidelio“ in China spielt.

Die Befreiungsoper „Fidelio“ in China …

Die Treppe von Vincent Callebaut in seinem Einkaufszentrum in Ruichang, Provinz Jiangxi, könnte ebenso, wenn es denn eine Vorlage gab, Modell gestanden haben für die Treppe im Bühnenbild …

Es will hier dem gar nicht nachgegangen werden, wer früher mit dem Entwurf einer solchen Treppe, ob Callebaut oder Khoa Vu … Denn dies ist im Zusammenhang mit dem Bühnenbild vollkommen belanglos.

Und wenn diese Befreiungsoper in China in diesem Bühnenbild aufgeführt werden würde, wie viele im Publikum würden meinen, vor sich die Treppe in dem Einkaufszentrum sehen, und augenblicklich wissen, auf der Bühne ist ihr Land, ihr Leben, das nach Befreiung …

Es wird nicht gewußt, ob Aufführungen der Befreiungsoper in diesem Bühnenbild in China geplant sind, aber wenn, dann wäre es äußerst klug, nicht die Treppe von Callebaut wirklichkeitsgetreu auf die Bühne zu bringen, um einer Aufführungsablehnung durch die Machthabenden in China zu entgehen.

Es wird doch gewußt, wie leicht jedweder Zensor zu überlisten ist, nur die Zensorinnen selbst wissen das nicht …

Ein Bühnenbild kann also, um es abschließend einmal noch zu bekräftigen, niemals ein Plagiat sein.

Es gibt lohnendere Aufgaben, vielleicht, als Plagiate dort sehen zu wollen, wo es je keine Plagiate gibt, nur die Inszenierung von Welt.

Etwa die, eine endgültige Antwort darauf zu finden:

Wir sind alle als Originale geboren – wie kommt es, dass so viele von uns als Plagiate sterben?

Kurz etwas zu den „Protokollen der Weisen von Zion“, Freyenwald und dem „Stürmer“ vom Streicher aus österreichischer Sicht

Nun, es steht eine Wahl bevor …

Und es wird etwas ausgegraben, das mehr oder weniger beinahe drei Jahrzehnte irgendwo …

Schön zu sehen, daß der für kurz gewesene Vizekanzler auch schon in jungen Jahren, wenn das alles am Ende als wahr sich herausstellt, ein rechter Freund großer Lyrik war, und es durch die Jahrzehnte geblieben ist, ein rechter Freund der Verse etwa von einem Theodor Körner – „noch sitzt ihr“ … nicht nur ein rechter Freund von Gedichten, auch von kurzer Prosa …

Herr Strache ist nicht nur ein rechter Freund der Literatur, sondern auch der Kunst …

Wie überhaupt die Männer und Frauen der Freiheitlichen Partei, wie immer noch sie sich je zusätzlich nennen mag, rechte Freunde und rechte Kameradinnen der recht besonderen Literatur und der recht besonderen Kunst

Auch der Philosophie sind sie nicht abgeneigt, recht zugetan dem Idealismus … Und das haben vor allem die schwarzen Parteiobmänner, die vielleicht ab und an gar schon ein türkises Stecktuch trugen, in Österreich immer recht zu schätzen gewußt, unterstützenswert einfach Männer und Frauen, die gar recht idealistisch

Auch Karikaturen sind sie recht zugetan, die ihnen Konzentrat der von ihnen recht bevorzugten Bücher …

Österreich, wo der Antisemitismus blau macht …

Treu ist Herr Strache seinem Geschmack für recht außerordentlich schöne Zeichen durch die Jahrzehnte geblieben, die mittlerweile auf der ganzen Welt Bekanntheit erlangten, durch eine recht außerordentliche Tat eines einzelnen Mannes …

Herr Strache, so wie er jetzt wieder hofiert wird, von einem nicht unbeachtlichen Teil der Medien in Österreich, wird als kunstsinniger Politiker doch abgehen, wie es scheint, wer kann sonst noch als der für kurz gewesene Vizekanzler einen Goethe so für sich zurechtlegend zitieren …

Selbstverständlich gibt es auch noch den für kurz gewesenen Innenminister, aber dieser mit seinem Hölderlin ist doch gar zu bildungsbürgerlich … Wenngleich eingestanden werden muß, daß die Frauen und Männer auch Hölderlin dem, wie es von ihnen recht ausgiebig genannt wird, Volke nahe zu bringen gesinnungsreich gewillt sind, zaghaft noch mit wenigen Versen am Denkmale

So sehr sind sie in die Gemeinschaft des Volkes vernarrt, daß ihnen ein nicht nur für sich reicher Mann äußerst suspekt, ihnen keiner aus deren Mitte sein soll.

Nun ist also ein Buch ausgegraben worden, mit Versen und Widmung …

„Bei dem 273-seitigen Buch handelt es sich um die ‚Jüdischen Bekenntnisse aus allen Zeiten und Ländern‘ des antisemitischen Autors Hans Jonak von Freyenwald. Es ist im Original 1941 im nationalsozialistischen Stürmer-Verlag erschienen. Bei dem Buch mit der Widmung handelt es sich um einen Nachdruck aus dem Jahr 1992.“

Zum „Stürmer-Verlag“ fällt unweigerlich der Name Streicher ein. Und weil Freyenwald ein Österreicher war, fällt sofort der „österreichische Streicher“ ein …

So gesinnungsgemäß sorgfältig und achtsam Freyenwald für sein Buch seinen Verlag aussuchte, so vertraute auch Herr Strache sein Buch einem recht besondern Verlag an, in der Zeit, als er für kurz Vizekanzler …

Es ist ein achtbarer Verlag, dessen Leiter etwa von einem Präsidenten in Österreich gerne eingeladen wird … Ein Verlag, dem etwa Antisemitisches recht fremd ist, dem nur tirolerische Sprüche der Erinnerung wert

Wenn Bücher nach Jahrzehnten … Vielleicht werden eines Tages gar auch Postkarten, die vor Jahrzehnten aufgegeben worden sind, noch zugestellt werden …

NS Es wurde nicht vergessen, aber es ist so lange her, daß nicht gewußt wird, ob das auch noch erzählt werden soll, die recht besondere Rolle, die Freyenwald einnahm, als es um den Prozeß „Die Protokolle der Weisen von Zion“ …