Wie Norbert Hofer mit dem Ausweiten des Verbotsgesetzes das Verbotsgesetz dem Aushebeln preisgeben will

Norbert Hofer und das Verbotsgesetz - Aushebelung durch Ausweitung

Es kann verstanden werden, daß Norbert Hofer der Gesinnungsmeister der FPÖ ist. Das beweist er nun einmal mehr mit seinem aktuellen Vorpreschen, das „NS-Verbotsgesetz“ auf „Sympathisanten des ‚Islamischen Staates‘ (IS) auszuweiten“.

Aber mit seinem Vorpreschen betätigt er sich bloß wieder einmal mehr als einer aus der identitären Gemein-Schaft, der das „NS-Verbotsgesetz“ ein recht lästiges Gesetz ist, gegen das zu argumentieren ist, und gegen das auch Norbert Hofer mehr als einmal argumentiert hat.

Es könnte beinahe zugestanden werden, daß es nicht unelegant ist, statt weiter auf das Abschaffen des Verbotsgesetzes hinzuarbeiten, eine Ausweitung desselben zu verlangen.

Dabei aber nur nicht der Täuschung erliegen.

Es ist eben Wahlkampf. Es geht um das Amt des Bundespräsidenten, das Amt der Bundespräsidentin. Nicht einmal ein Kandidat aus dieser Gemein-Schaft kann, will er eine ernsthafte Chance sich ausrechnen, in dieses Amt gewählt zu werden, offen gegen das Verbotsgesetz zu sein. Eine Ausweitung des Verbotsgesetzes zu verlangen, klingt gar so aktiv, jedenfalls nicht gar so passiv und wahlkampfgeschuldet wie beispielsweise die seinerzeitige Erklärung von Barbara Rosenkranz, nicht gegen das Verbotsgesetz zu sein.

Was jene bedenken sollten, die einer hoferischen Ausweitung des Verbotsgesetzes einen gewissen Charme zusprechen möchten.

Generell ist zu sagen.

Es ist für die Minute der Aufregung gefühlt, aber ohne Weitsicht gedacht. Ein Mann, der Bundespräsident werden möchte, sollte zumindest über die Stunde hinausdenken können. Staatsgemäß scheint Norbert Hofer denkerisch nicht einmal die zweite Minute erreichen zu können, gesinnungsgemäß denkt er darüber hinaus, aber dieses Denken ist nicht wählbar. Wie viele terroristische Mordbanden gab es bereits in der Vergangenheit? Wie viele verbrecherische und mörderische Banden gab es bereits in der Vergangenheit und in der Gegenwart, die gleichzeitig mit der Mordbande IS ihre Verbrechen begehen? Sehr viele. Sie tauchen auf, begehen ihre Verbrechen, morden, und verschwinden wieder. Nicht anders wird es mit dieser Mordbande IS sein. Und diese Banden, einschließlich der aktuell am meisten beredeten Mordbande IS, haben eines gemein, sie haben nichts mit Österreich zu tun. Was wird bleiben, wenn es die Mordbande IS nicht mehr gibt? Nach dem hoferischen Vorpreschen: die Mordbande IS in einem österreichischen Gesetz. Eine Mordbande in einem österreichischen Gesetz, die nicht in Österreich gebildet wurde, die nicht in Österreich mordete, die keinen Rückhalt in der sogenannten Bevölkerung hatte, die sich keiner Wahl stellte, die zu keiner Wahl zugelassen wurde. Vielleicht tröstet sich die Mordbande IS in den von Österreich fernen Ländern bereits damit, im Wissen ihres Untergangs, wenigstens im fernen Österreich durch das hoferische Vorpreschen etwas erreichen zu können, allen voran ihrer Anführer sich eitel dem Untergang in der Wüste hingeben kann, im fernen Österreich dank des hoferischen Vorpreschens zur Bedeutung eines Adolf Hitler aufzusteigen.

Und wenn es die Mordbande IS nicht mehr geben wird, wird dann aus der identitären Gemein-Schaft das Vorpreschen kommen, das Verbotsgesetz sei abzuschaffen, weil es nicht mehr aktuell sei, da es die Mordbande IS nicht mehr gebe, daher das Verbotsgesetz totes Recht sei?

Ein weiterer Punkt.

Das Argument von Norbert Hofer, wie von FPÖ unzensuriert im Kommentar am 27. März 2016 geschrieben,

„FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer hingegen blieb am Boden der Realität und sprach sich dafür aus, den Terrorismus im Keim zu ersticken. Er fordert nun, das NS-Verbotsgesetz auf Sympathisanten des ’slamischen Staats‘ (IS) auszuweiten. Bis dato ist nämlich fast unmöglich, juristisch gegen die Verharmlosung, Gutheißung oder Rechtfertigung der Gräueltaten des Islamischen Staates vorzugehen. Zudem fordert Hofer, dass über Personen ein Aufenthaltsverbot verhängt werden muss, welche für den IS oder eine andere Organisation gekämpft haben.“

offenbart, wie durchsichtig dieses Vorpreschen für das Ausweiten des Verbotsgesetzes ist. Erstens widerspricht es wohl gänzlich der gesellschaftlichen Realität, daß es in Österreich sehr viele Menschen gibt, die die Verbrechen der Mordbande IS verharmlosen, gutheißen oder rechtfertigen. Zweitens widerspricht es auch der juristischen Realität. Es wird einfach behauptet, es wird nicht juristisch vorgegangen. Es  scheint geradezu so zu sein, als würden der FPÖ und Norbert Hofer lediglich Zeitungen vorgelegt werden, aus denen davor alle Berichte über diesbezügliche Prozesse und Verurteilungen herausgeschnitten werden.

Ein weiterer Punkt.

Das Verbotsgesetz, wie nachgelesen werden kann, ist vor allem geschaffen worden, um eine Neubildung einer NSDAP zu verhindern, wie es nicht von ungefähr im ersten Paragraphen dieses Gesetzes prominent niedergeschrieben ist. Die Versuche in Österreich seit 1945, sich im nationalsozialistischen Sinn zu betätigen, Parteien im nationalsozialistischen Sinn zu gründen, um sich Wahlen stellen und in der Folge gesetzgeberischen Einfluß im nationalsozialistischen Sinne bekommen zu können, sind Legion und so etwas wie österreichische Tradition. Auch in diesem Sinne geht das hoferische Vorpreschen für das Ausweiten des Verbotsgesetzes in seinem Geiste vollkommen vorbei an der vergangenen und gegenwärtigen österreichischen Wirklichkeit.

Ein weiterer Punkt.

Gegen die Verbrechen und Morde, die von der Mordbande IS verübt werden, gibt es auch in Österreich ausreichende Strafgesetze, die zur Anwendung gelangen, wenn die Mordbande IS je in Österreich Verbrechen und Morde begehen sollten.

Ein weiterer Punkt.

Im Grunde seit Jahrzehnten wird von der identitären Gemein-Schaft gegen das Verbotsgesetz mit dem Argument der Meinungsfreiheit vorgegangen, auch Norbert Hofer stellte sich bereits als Hüter der Meinungsfreiheit dar, und nun, auf einmal, gibt es das hoferische Vorpreschen für das Ausweiten des Verbotsgesetzes mit Begriffen, wie Verharmlosung, Gutheißung, also mit Begriffen, die er sonst selbst wohl zu schützenswerten Begriffen der Meinungsfreiheit zählen würde. Die Meinungsfreiheit scheint in dieser Gemein-Schaft eine Tochter der Gesinnung zu sein.

Und ein letzter Punkt.

Die vordringliche Aufgabe, eine gesetzgeberische Macht im nationalsozialistischen Sinne in Österreich zu verhindern, erfüllt das Verbotsgesetz nach wie vor. Wie wenig wirksam es sonst ist, wenn es um Verharmlosung, Gutheißung, Relativierung geht, ist in diesem Land Österreich ebenfalls Legion und für nicht wenige identitätsstiftende Tradition. Und hier noch eine Ausweitung zu verlangen, wie es aktuell Norbert Hofer tut, zeugt entweder von absoluter Unwissenheit oder von dem Willen als Aktiver zu erscheinen, der etwas beitragen könnte, dabei redet er bloß. Wie inaktiv auch Norbert Hofer ist, beweist nahezu täglich die Schreibstaffel der FPÖ unzensuriert. Norbert Hofer will ein Gesetz ausweiten, dabei ist er nicht einmal Herr im sogenannten eigenen Haus. Und das betrifft nicht nur das Verbotsgesetz. Es gibt in Österreich auch Gesetze gegen Verhetzung, gegen Verleumdung, Gutheißung von strafbaren Handlungen und so weiter und so fort. Und ist es nicht bezeichnend und wieder einmal allzu deutlich für das Geschwefel auch eines Norbert Hofer, wenn genau zu diesem FPÖ-unzensuiert-Kommentar zur Ausweitung des Verbotsgesetzes wieder einmal Peter_ einen Kommentar schreiben kann? Peter_ muß nicht mehr vorgestellt werden, zu oft wurde schon etwas zu ihm geschrieben, in dem auch das Gesetz, das Norbert Hofer ausweiten will, vorkommt, und die Staatsanwaltschaft …

Dieser Peter_ also schreibt am 27. März 2016 zu dem Kommentar über das Verbotsgesetz über eine Frau, in dem ihm FPÖ unzensuriert auch gleich die Schiene legte:

„‚… den Terroristen mit Liebe zu begegnen‘

Es ist bekannt, dass Margot Käßmann eine hohe sexuelle Affinität zu militanten Gotteskriegern hat. Es geht das Gerücht um, dass sie nach Syrien ziehen möchte, um dort als Sexsklavin für zahlreiche muskulöse und notgeile ISIS-Kämpfer tätig zu werden. In einem Interview sagte sie, sie würde sich damit einen lange gehegten Herzenswunsch erfüllen …“

 

Bundespräsidentenwahl - Norbert Hofer - Kandidat Mehr Flagge zeigen geht nicht

Epiloge, damit Wahlen keine Prologe in das Unheilvolle werden

Es wurde gedacht, nach Tausenden

Stets bäuchlings, geschrieben in Österreich – Trilogie der Schmutzromane mit Epilogen und Appendix

von Seiten kann endlich aufgehört und diese romanhafte österreichische Wirklichkeit verlassen werden. Aber – falsch gedacht. Seit dem Juni 2015 haben allein die Epiloge zu Prono ever, written in Austria einen Umfang erreicht, der zwei oder gar drei Romane …

WahlenEs scheint die Rede von Berufenen wohl zu stimmen, daß die Figuren eines Romans nicht nur die Geschichte, ihr Auftreten und ihr Sein in dieser bestimmen, sondern auch, wann ein Roman zu Ende ist. Es ist heute ein weiterer Versuch des Aufbegehrens gegen die Figuren, also selbst zu bestimmen, wann es zu Ende ist, den Figuren klar und unmißverständlich zu sagen, es ist aus, es ist zu Ende, es wird jetzt geendet, und es wird nicht ein weiteres Mal geendet werden wollen, es will nicht abermals gescheitert werden wollen, es will nie mehr geendet werden, es will je nicht abermals gescheitert werden, um besser zu scheitern. Das Scheitern war bisher kein gutes. Es kann kein besseres Scheitern je geben.

Es bleibt kaum noch Zeit, für die Hinwendung zu den wirklichen Romanen, diese je noch schreiben zu können.

Es wird seit langem der Eintritt zur Wirklichkeit der wirklichen Romane gesucht, aber kein Satz noch öffnete bislang die Tür. Mehr und mehr aber muß gemutmaßt werden, diesen Eintritt gibt es längst nicht mehr. Und was es noch gibt, ist bloß diese romanhafte Wirklichkeit, aber nicht nur in Österreich. Die nicht lohnt, Romane zu schreiben. Denn ohne die Wirklichkeit der Romane sind Romane keine Romane, sondern bloßer Abklatsch der romanhaften Wirklichkeit, bloße Wiederholung und also solche bloße Farce.

Es mag sein, daß die Figuren ein weiteres Mal siegen, sie es ein weiteres Mal aus ihrer Sicht erfolgreich verhindern können, der romanhaften Wirklichkeit auch dieses Landes mit dem heutigen Tag endgültig entflohen zu sein, auch wenn im Augenblick nicht gewußt wird, wohin geflohen werden könnte, auch wenn gewußt wird, die Türen sind verschlossen, der Zugang zur begehrten Wirklichkeit der Romane vielleicht nie unauffindbar, oder noch besser, der Zugang ist bereits für immer, nicht nur verschlossen, der mit unter Anstrengung doch wieder aufzubrechen wäre, so reicht es für die Sekunde doch, zu wissen, gegen die Figuren gestimmt zu haben, aufgebrochen zu sein.

Die auch von den Figuren aufgezwungenen Epiloge werden eines Tages das sein, was sie sind, Epiloge eben, die absolut nichts dazu beitragen konnten, daß Wahlen wieder Prologe werden könnten für eine dann kommende Zeit, in der niemand bei Verstand zu leben sich ersehnt, erhofft, oder, höchstens jene die von einer Vorsehung um die Vernunft gebracht werden, von ihr geplagt und ihre Getriebenen sind. Und auch die Epiloge werden als Belege Eingang finden in die irgendwann von wieder so vielen zu schreibende umfangreiche Chronik über die gegenwärtigen Jahre von 2015 weg bis -, über die dann wieder viele sagen werden wollen, es gab ja keine Informationen, es wurde halt nichts gewußt. Der einzig zu habende Trost dabei aber ist, zu wissen, diese Zeit, wenn den Nichtsdavongewußthabenwollenden und den Nichtinformiertgewesenseinwollenden die Chronik unter die Nase gehalten werden wird, nicht mehr in dieser Welt zu sein.

Roman en carte postale

Es werden lange, sehr lange Romane geschrieben. Romane, mit Hunderten von Seiten. Der Umfang, Gradmesser der Qualität. Die Schriftsteller, Seitenrenner. Jene mit den meisten Seiten im Ziel ist die Siegerin. Die Weltmeisterin aber jene, der mit seinem Roman die Hürde Tausend weit überschreibt. Einmütig wird die Respektkrone dem gereicht, die so viele Seiten, so viele Seiten schafft zu schreiben. Eine Romanautorin mit einer gestern rekordapplaudierten Seitenanzahl, die heute von einem Romanautor mit noch mehr Seiten überrundet wird, bekommt morgen keine Chance auf ein zweites Rennen.

Roman en carte postale - BKEs werden lange, sehr lange Romane geschrieben, als ob es noch die Zeit gäbe, lange, sehr lange Romane zu schreiben, als ob die Welt noch ewig stünde, lange, sehr lange Romane zu lesen.

Es ist nicht die Welt, der vertraut werden kann, die Zeit zu haben, lange, sehr lange Romane zu schreiben. Es ist nicht das Leben, von dem, wenn es endet, gesagt werden kann, alles getan zu haben, wenn die Welt eines Tages, der heute sein kann, endet, so vorstellbar ist das Enden geworden, und so bitter die Erinnerung an Verse der Einladung, sich vorzustellen, wenn dies alles eines Tages endet, in dieser Zeit nun, in der es keine andere Vorstellung mehr gibt, als jene, die Welt endet eines Tages, der heute sein kann, an dem nicht zu sagen sein wird können, alles getan zu haben, was getan hätte werden müssen. Um diese Bitternis, die ohnehin nicht geschmälert werden kann, nicht noch bitterer zu machen, noch bitterer dadurch, daß ein nicht abgeschlossener Roman neben dem toten Körper liegt, wenn die Welt eines Tages, der heute sein kann, endet, sind die Romane, die noch geschrieben werden können, bloß noch jene, die mit dem Platz auf einer Postkarte ihr Auslangen finden.

Wenn eines Tages, der heute sein kann, die Welt endet, kann gesagt werden, wenn die Sekunde dafür noch gegeben ist, der Roman ist zu Ende gebracht, wenigstens, der Roman ist abgeschlossen. Und “Ein mondialisierter Mann richtet sein Lebensglück” wird, soweit will gehofft werden können, gar noch verschickt werden können, in der ersten Stunde, die nicht mehr zum heutigen Tag gehört. Ob dieser dann noch empfangen, gar noch gelesen werden wird können, wer will darauf noch wetten.

Das Werk ist abgeschlossen, wenigstens dieser Anspruch an das Leben, der Schreibenden lebensausladend ist, ist erfüllt.

Morgen? Wird es das Morgen noch geben, um einen weiteren roman en carte postale zu schreiben, gar abschließen zu können? Wird es ein weiteres Mal in Kauf genommen werden können, der Bitternis die Bitternis hinzuzufügen, wenn die Welt, die eines Tages, der heute sein kann, endet, wenn die Erde, wie der Mensch sie kennt und bewohnt, endet, neben einem unfertigen roman en carte postale nicht leicht zu liegen und, wenn die Sekunde noch gegeben ist, denken zu müssen, nicht einmal für einen roman en carte postale hat es gereicht, das Leben.

Inzestiöser und theologischer Kindesmißbrauch, aber sie titeln: „Es geht um die Kinder“

Am 30. März 2015 regt sich die gesinnungsgemäß zensierte Website der freiheitlichen Gemein-Schaft darüber auf, daß in Slowenien eine Volksabstimmung verhindert wurde, um mit dieser zu versuchen, die „Novelle des Ehegesetzes zu kippen“. Eine Abstimmung in einem Parlament ist ihr eine  „schwarzen Stunde“ …

Am 30. März 2015 ist dazu erhellend zu lesen, daß ein freiheitlicher Vizebürgermeister in U-Haft genommen wurde, weil er sich an seiner neunjährigen Enkeltochter …

Das sind die tatsächlichen und wirklichen schwarzen Stunden für jedes Kind, das …

Dem ist im Grunde nichts hinzufügen.

FPÖ - Unzensuriert - Kindesmißbrauch - Organisierte GlaubenEs zeigt sich wieder bloß einmal mehr, wie es Kindern ergehen kann in einer sogenannten traditionellen Familie, also in einer christlich abendländischen Familie, wie sie gerade von der freiheitlichen Gemein-Schaft massiv verteidigt wird, sie dabei (nur nebenher erwähnt) nicht davor zurückschreckt, mit Verdächtigungen, Diffamierungen … Denn. Entscheidend dabei ist nur eines, daß dieser Mann aus dem Oberösterreichischen wieder einmal beweist, wie falsch und verlogen die sogenannte traditionelle Familie gerade von der freiheitlichen Gemein-Schaft gezeichnet wird. Es müssen hier – alles das ist nur auf zu schreckliche Weise ohnehin allzu bekannt – keine Statistiken bemüht werden, keine rechtskräftigen Verurteilungen aufgezählt werden, wie viele Kinder auch in Österreich in sogenannten traditionellen Familien, die besonders für die freiheitlichen Gemein-Schaft gesinnungsgemäß die idealtypische ist, das zu erleiden hatten und zu erleiden haben und weiter zu erleiden haben werden, was kurz und knapp, aber zutreffend Hölle genannt werden kann.

Eines noch.

Die „konservative Bürgerbewegung“ in Slowenien, die bezeichnenderweise vom Organisierten Glauben der römisch-katholischen Kirche unterstützt wird, deren vor allem männlichen Angestellten, wie nun seit bald Jahrzehnten hinweg zu erfahren und weiter noch zu berichten ist, Kindern auf eine Art sehr zugetan sind, wie Kinder Zuneigung mit Bestimmtheit sich nicht vorstellen und schon gar nicht wünschen, haben sich den Titel gegeben: „Es geht um die Kinder“ …

Das Letzte.

Sowohl die freiheitliche Gemein-Schaft als auch der Organisierte Glaube der und nicht nur der römisch-katholischen Kirche werden es nicht zugeben, aber das Leitbild von derartigen Gemein-Schaften hat Henry Miller in „The Time of the Assassins“ kurz und prägnant zusammengefaßt:

„Wir leben vollkommen in der Vergangenheit, ernähren uns von toten Gedanken, totem Glauben, toten Wissenschaften. Und es ist die Vergangenheit, die uns verschlingt, nicht die Zukunft.“

ORF in den Schönborn geladen zur Pressestunde

Es ist bald Ostern. Und Christoph Schönborn lud deshalb wohl zur Pressestunde ein. Heute, am 29. März 2015, war der ORF geladen, im Schönborn zu sein. Brigitte Handlos und Hubert Patterer sind vorbildliche Gäste. Sie antworten mit ihren Fragen ganz im Geiste des Organisierten Glaubens der römisch-katholischen Kirche … Sie wissen einfach, wo sie sich befinden, sie wissen zu genau, wie das Benehmen im Schönborn zu sein hat …

ORF - Handlos-Patterer im Sender SchönbornWie gefällig allgemein fallen ihre Antworten aus, wie überaus vorsichtig bewegen sie sich besonders im Innern des Senders Schönborn, als sie ihre Antworten zu den „Ausrutschern“ des derzeitigen Papstes geben. Und servieren Karnickel als Beilage zum Osterschinken. Patterer-Handlos wissen wohl, daß der von Jorge Mario Bergoglio zur selben Zeit gezogene Vergleich von Gendertheorie und Nationalsozialismus mehr als ein Ausrutscher ist, er mit dieser ungeheuerlichen Gleichsetzung gerade in Österreich höchsten Erklärungsbedarf hätte, und den nicht nur vor seinem eingebildeten Richter … Aber Handlos-Patterer wissen, wo sie sich befinden, im Schönborn, auf welchen weichen Stühlen sie Platz genommen haben … In den Schönborn wurde ein Journalist und eine Journalistin geladen, aber gekommen sind …

Es ist bald Ostern. Und so kann an das letzte Abendmahl erinnert werden, das das Opening war zu einer blutigen Menschheitsgeschichte über Jahrhunderte hinweg, und die nicht zu Ende ist, derzeit von einem anderen Organisierten Glauben schwerterführend … Würde stets beizeiten genau hingehört werden, was tatsächlich gesagt wird, was alles würde niemals geschehen. Von dem Heute aus, zu spät und für zukünftige Generationen noch nicht zu spät, eine Übersetzung des Berichts über den kick off to kick off:

Er nimmt das Brot und reicht es ihnen mit den Worten: Dies ist Euer Leib, den Ihr hingeben werdet. Ebenso nimmt er den Kelch und sagt: Dies ist Euer Blut, das Ihr vergießen werdet. Euer Blut und das Blut von vielen und vielen. Von Generationen und Generationen. Und zählen Eure Nachfahren die Generationen, werden sie wehklagen, das Blut von allen wurde vergossen. Getan zu keines Gedächtnis. Leer ist die Erde. Die ertränkt im Blut der ganzen Menschheit. Ich aber sage Euch, seid fröhlich, ohne Sorge, fürchtet mehr Euren Leib, als ihn freudig für mich hinzugeben. Und mehr Euer Blut, als es leicht für mich zu vergießen. Denn seht, aus dem Nichts, was des Kaisers ist, wächst ewig, was mein ist, in endloser Wiederkehr zu fallen in das Schwert, das Gott ist. Nehmet den Leib und gebet ihn hin, den Euren und den der Anderen. Lasset das Blut fließen, Eures und das der Anderen.

Die Wählenden in Hohenems schaden Hohenems, nicht Dieter Egger, der stellt sich bloß der Wahl

Die „Salzburger Nachrichten“ zitieren am 27. März 2015 Michael Köhlmeier, der meint, Egger würde Hohenems sehr schaden. Das ist nicht richtig. Das muß Wählenden leider immer wieder und erschreckenderweise noch immer gesagt werden, daß sie es sind, die schaden, weil sie eben immer wieder Personen wählen, von denen gewußt wird und von denen vor allem die Wählenden selbst allzu genau wissen, daß sie schaden werden, ganz gleich welches Amt, in das diese von ihnen gewählt werden, je ausüben … Nicht anders wird es mit Dieter Egger sein, wenn sie ihn zum Bürgermeister von Hohenems wählen …

Wählende in Hohenems schaden HohenemsDieter Egger ist aber bloß wieder einer dieser sich einer Wahl stellenden Personen. Dafür, daß er Schaden anrichten wird können, sind alle der ihn Wählenden verantwortlich, und sie alle, die ihn zum Bürgermeister gewählt haben werden, und mit ihnen alle, die ihn nicht gewählt haben werden, werden die Schuld zu begleichen haben. Noch aber ist die Wahl nicht passiert. Noch ist eine Abkehr möglich. Noch ist eine vernunftmäßige Wahl möglich.

Und die in diesem Artikel ebenfalls zitierte Erklärung von Michael Köhlmeier, es seien wegen der „Jetzt-erst-recht-Haltung“ so viele Hohenemser für Dieter Egger, befriedigt nicht. Schlimmer. Gänzlich bestürzend.  Wird diese Erklärung weitergedacht. Denn. Es heißt nichts anderes, daß so viele in Hohenems bereit sind, Hohenems mit der FPÖ gleichzusetzen, eine Partei und Hohenems nicht auseinanderzuhalten imstande sind, denn sonst ergibt die „Jetzt-erst-recht-Haltung“ keinen Sinn, und auch, daß so viele Hohenemser Dieter Egger als den ihren empfinden, der von ihnen gegen andere verteidigt werden muß, ganz gleich, was er, Egger, sagt, macht, nicht macht … Daß so viele in Hohenems also zum Beispiel Antisemitismus … Denn bereits 2009 konnte die FPÖ mit Dieter Egger mit Antisemitismus markante Zugewinne erzielen, und nun 2015 wieder ein Zugewinn, und wieder gab es kurz vor der Wahl einen antisemitischen Spruch von Dieter Egger … Und die nächste hohenemserische Belohnung für Antisemitismus steht kurz bevor, wenn die Wählenden in Hohenems Dieter Egger zu ihrem Bürgermeister … Sollte es tatsächlich dazu kommen, wird die nächste Schlagzeile hier lauten müssen: Wählende in Hohenems wählen Antisemitismus …

Das muß Wählenden in jedweder Wahl leider immer wieder und erschreckenderweise noch immer und bestürzend verstärkt gesagt werden, daß sie es sind, die Schaden anrichten, wenn sie Parteien und Personen wählen, von denen sie wissen, daß sie Schaden anrichten werden. Nicht anders wird es sein, um bei der unmittelbar bevorstehenden Wahl zu bleiben, wenn sie nun Dieter Egger zu ihrem … Sie wählen keinen Menschen, zu dem sie mit einer „Jetzt-erst-recht-Haltung“ stehen müssen, denn Dieter Egger steht nicht als Hohenemser zur Wahl, sondern als Pg. der FPÖ …

Die Erklärung von Michael Köhlmeier hat möglicherweise doch etwas für sich. Die „Jetzt-erst-recht-Haltung“ zum Antisemitismus. In einer Wahl ein Bekenntnis zum Antisemitismus ablegen zu können …  Und dafür wollen sie Dieter Egger mit dem Bürgermeisteramt belohnen. Ob er für das Amt ist, ist ihnen egal, ob er Schaden anrichten wird, ist ihnen egal …

Vom Vorteil, gestorben zu sein

Ob es notwendig ist, erst geboren werden zu müssen, um dann wahrhaftig vom Nachteil, geboren worden zu sein, berichten zu können, ist eine Frage – wer diesem Luxus frönen will, möge sich selbst antworten – mit nur ungewissen Antworten. Gewiß ist aber eines, es wäre von Vorteil gewesen, vor diesem letzten Dienstag gestorben zu sein. Um nicht mehr dieser ausufernden Berichterstattung über einen Flugzeugabsturz in den französischen Alpen ausgesetzt zu sein.

Menschgemäß ist nichts gegen eine angemessene Berichterstattung zu sagen. Aber diese ausufernde ist unerträglich. Sogar in Österreich, in einem Land, das weder direkt noch indirekt irgend etwas mit diesem Absturz zu tun hat, seit Tagen Aufmacher darüber, Sondersendungen im Fernsehen darüber und so weiter und so fort.

Verdrängte Aufmacher des WestensDiese Berichterstattung ist deshalb so unerträglich, weil sie wieder einmal daran erinnert, worüber nicht in diesem überbordenden Ausmaß  berichtet wird, obgleich es dringend geboten … Über die Hungertoten in der Welt, über die Ermordeten in allen Kriegen, die es jetzt gibt. Allein in Syrien an die 200.000 Tote in den letzten vier Jahren … Millionen von Flüchtlingen …. Was alles könnte noch aufgezählt werden, was für Schrecklichkeiten ständig auf der Welt zugelassen werden, worüber es keine Sondersendungen, keine Aufmacher über Tage gibt, die keine Staatsspitzen dazu veranlassen, etwa sofort an die Küsten Europas zu fahren, um die Ertrunkenen zu betrauern, ihre Angehörigen und Freunde herzlich zum Kommen einzuladen und alles dafür vorbereiten zu lassen … Keine Aufmacher mit einem WARUM? in Riesenlettern also zu den fortwährenden und strukturell bedingten Schrecklichkeiten – warum? Es wäre ein zum Handeln verpflichtendes Warum, während das Warum zu einem Unfall zu nichts verpflichtet, vor allem zu keiner Handlungsantwort. Der Unfall ist geschehen, dieser wird sich so nicht wiederholen. Soher ist dieses mediale Warum bloß ein Warum als Aufforderung zur apathischen Betroffenheit. Es ist ein systemerhaltendes Warum, das darüber hinaus die kollektive Lüge nährt, Mitgefühl zu haben, sehr wohl betroffen sein zu können, zur Solidarität fähig zu sein, aber Mitgefühl, Betroffenheit und Solidarität bei einem einmaligen Ereignis kostet nichts, verlangt kein Handeln, fordert keinen einzigen Menschen, seinen Teil zur Veränderung der systemischen Schrecklichkeiten beizutragen. Dieses mediale Warum ist eine massenhaft verabreichte Ruhigstellungsdroge mit der zusätzlichen angenehmen Nebenwirkung, sich menschlich fühlen zu können in einer strukturell unmenschlich zugerichteten und mitgetragenen Welt …

In einer Welt, die nicht in ihrer Gesamtheit gesehen werden will. Denn. Die Schrecklichkeiten ohne tagelange Aufmacher, ohne Sondersendungen, ohne Warum geschehen in einer Welt, die in Europa nicht als weltzugehörig klassifiziert wird, obgleich in derselben Minute – so paradox das ist – mit Stolz die Globalisierung zelebriert wird. Aber die Trauer, das Mitgefühl, die Solidarität gilt am Ende in Europa nur den sogenannten eigenen Menschen. Am Schluß bleibt der europäische Mensch ein Alpendorfmensch, gerade noch fähig und das zumeist auch nur unter größter Mühe zur Anteilnahme mit den Menschen aus dem Nachbaralpendorf, im aktuellen Fall also reicht es in Österreich bis Frankreich und bis Deutschland … Dabei würde eine tatsächliche Globalisierung zur weltweiten Anteilnahme und Solidarität verpflichten, nicht nur mit den Menschen aus den nächstgelegenen Alpendörfern.

Eine weitere Unerträglichkeit im Zusammenhang mit diesem Absturz ist es, plötzlich kann schnell gehandelt werden, ganz rasch gehandelt werden. Wenn es um Tote aus dem sogenannten Westen geht, kann gehandelt werden, ohne zu zögern. Denn. Nun wird rasch geregelt, daß kein Pilot (gibt es eigentlich Pilotinnen?) hinkünftig mehr allein im Cockpit sein darf, um zu verhindern, daß wieder ein derartiger Selbstmord …

Damit einhergeht noch eine weitere Unerträglichkeit der Berichterstattung. Diese Terrorgeilheit im sogenannten Westen, dieser Terror-Fetisch. Sofort mußte breit spekuliert werden, ob es nicht ein Terroranschlag war. Während es nun bereits ziemlich klar sein darf, daß ein Mann aus Deutschland sich für einen grausamen Selbstmord entschieden hat, will nicht aufgehört werden mit den Vermutungen, ob es nicht doch einen terroristischen … Es entbehrt nicht der Ironie, daß der Terror-Fetisch dem Selbstmörder es im Grunde erst ermöglichte, einen solchen Selbstmord durchzuführen, das Flugzeug zum Absturz zu bringen, weil es dem zweiten Piloten nicht möglich war, wieder in das Cockpit zu gelangen, aufgrund der Sicherheitsmaßnahmen, die nach 9/11 getroffen wurden, um ein Eindringen in das Cockpit unmöglich zu machen. Der zweite Pilot konnte nur, das ist die Komödie in der Tragödie, hilflos gegen die gepanzerte Tür, die vor Terroristen und Terorristinnen schützen sollte, schlagen, während sein Copilot allein im Cockpit …

Der richtige Zeitpunkt macht einen Vorteil erst zu einem wirklichen Vorteil. Vor dem letzten Dienstag gestorben zu sein, wäre soher kein tatsächlicher Vorteil gewesen. Vor 9/11 gestorben zu sein, das wäre ein wirklicher Vorteil gewesen. Denn. Damals gab es u.v.a.m. sogar in Österreich ganztägige Sondersendungen im Fernsehen, daß schon befürchtet wurde, die Sondersendungen werden mindestens bis zum Jahresende, also über Monate fortgeführt … Vieles hätte seit damals nicht mehr gelesen und gesehen werden müssen. Das wäre der Vorteil, schon gestorben zu sein. Das Warten auf eine andere Berichterstattung hätte vor über einem Jahrzehnt bereits ein Ende gehabt.

Stets bäuchlings, geschrieben in Österreich – Trilogie der Schmutzromane mit Epilogen und Appendix

Der dritte Roman stellte gar keine Fragen mehr. Befreit von allem. Auch davon, einen Klappentext noch zur Gänze eigens verfassen zu müssen. Denn. Dieser Roman nimmt sich, was er für seinen Klappentext zu benötigen meint, einfach aus dem von Demur,

Demur - Ein Schmutzroman - Bernhard Kraut - 2015

dem zweiten Schmutzroman, dessen Klappentext sich so ganz nebenher noch eine Korrektur gefallen lassen muß. Ist in diesem die Rede davon, der dritte und letzte Schmutzroman wird „Österreich“ heißen, ist nun sein Titel „Prono ever, geschrieben in Österreich“.

Prono ever geschrieben in Österreich - Roman - Bernhard Kraut

Ein genauerer – muß zugestanden werden – und passenderer und somit der einzig richtige Titel, auch deshalb, weil dieser ihn weder als einen positiven noch negativen Heimatroman ausweist. Denn. Stets bäuchlings ist trotz der in Österreich bevorzugten Körperstellung keine spezifisch österreichische Haltung und schon gar nicht eine ureigene österreichische Schöpfung, die einen Titel Österreich je rechtfertigte … das könnte bloß von einem Menschen geschrieben werden, der beispielsweise diesem Land in Liebe oder Haß oder in Haß und Liebe … Weder patriotischen noch nicht-patriotischen Menschen kann und wird dieser Roman je in irgendeiner Form …. Geschrieben in Österreich, das trifft es exakt.

Eine zweite Korrektur muß sich Demur gefallen lassen. Wirklichkeit wird durch Gegenwart ersetzt. Das trifft es auch genauer. Denn. Geschrieben von und vor allem, mehr, ausschließlich für die Gegenwart, und nicht für die Geschichte … Es ist tröstlich, eine zweite Niederlage und die Beschämung je nicht mehr erleben zu müssen, Material für die Aufarbeitung der … Von der Gegenwart irgendwo in der Welt aufgestellt, auf einem Flecken, der allein schon im Erdenzeitenlauf für eine lächerlich kurze und im Multiversum in nicht einmal meßbarer Zeit Österreich heißt, willkürlich, zufällig, bedeutungslos. Kein Zorn deshalb gegen die Gegenwart. Keine Dankbarkeit deshalb gegen die Gegenwart. Es ist ohne Belang. Es kann geblieben werden, wo auch immer, es kann weggegangen werden, von wo auch immer und wohin auch immer – es ist einerlei. Deshalb damit je zu hadern … das ist immer ein Grund, in der Sekunde das Leben aufzugeben.

Im Gegensatz zu Demur hat Stets bäuchlings, geschrieben in Österreich auch nichts mehr übrig für Veröffentlichungskonventionen, für Traditionen des Publizierens. Der dritte Schmutzroman verzichtet soher auch auf ein Titelblatt, und ebenfalls auf den Klappentext – die Gegenwart hat keine Vorderseite und keine Rückseite, keinen Schutzumschlag, sie schlägt als Wirklichkeit …

Es wird hier von einem zweiten und einem dritten Schmutzroman geschrieben. Dann muß, darf zurecht angenommen werden, es doch auch einen ersten Schmutzroman gegeben haben. Ja, den gibt es. Es ist „Gefangen, auch im Erinnern“.

Gefangen auch im Erinnern - Schmutzroman

Die erste Auflage war, wie zu erinnern ist, noch keine Schmutzausgabe – ganz traditonell und konventionell von einem Verlag herausgebracht und brav mit einer hehren Idee präsentiert im österreichischen Parlament … Die Fortschreibung aber dieses Romans, wie gelesen werden kann, ist bereits auf dem Weg zum Schmutzroman, nicht nur von seinem Inhalt her, sondern auch von seiner Nichtgestaltung, von dem Unwillen, für eine zweite und also erweiterte Auflage einen Verlag je noch …

So fügen sich nun diese drei Romane in der Auflösung zu einer Trilogie der Schmutzromane … Die Gegenwart stieg also noch einmal ein, zum dritten Mal, mit ihren Menschen, die aus dieser Gegenwart gekannt werden, die sie zu den Figuren ihres Romans machte. Die Gegenwart stieg auch wieder aus, zum dritten Mal. Es wird der Gegenwart aber kein vierter Einstieg mehr … Genug von dem Diktat der Gegenwart.

Es sind noch Romane diesseits der, auch dieser Gegenwart zu schreiben, vor allem der für Jahre unterbrochene Roman ohne einen, wie es traditionell und konventionell genannt wird, Inhalt, und in einer Sprache, die kein Mensch auf dieser Welt spricht, ist wieder hervorzuholen, zu einem Abschluß zu bringen – der erste wirkliche und begehbare Roman für alle Lebewesen … In 1155 Kapiteln Seiten erzählt die Gegenwart in Prono ever, written in Austria von einer Gegenwart, die naturgemäß, aber auch menschgemäß nicht die einzige ist, die es gibt, mit diesen ihren Menschen. Soher die angemessenste Form, einen Zeitroman noch zu schreiben, also nichts mehr zu konstruieren, nichts mehr zu erfinden, nichts mehr sich auszudenken, um etwas über die Gegenwart noch zu sagen, sondern es der Gegenwart zu überlassen.

Prono ever, geschrieben in Österreich war von seiner ersten Zeile an nie etwas anderes als ein Roman. Wenn auch fälschlicherweise angenommen wurde, es handle sich um einen „Blog“. Es wurde zwar die Technik verwendet, die üblicherweise für einen Blog verwendet wird, aber es wurde niemals daran gedacht, einen Blog zu schreiben, sondern immer nur daran, diesen Roman schreiben zu lassen. Wenn „Roman en carte postale“

Kraut Bernhard roman en carte postale

erschienen sein wird, mit dem dann endgültig die Technik, die sonst für Blogs verwendet wird, aus dem Haus geschafft sein wird, wird genauer verstanden werden können, weshalb diese Technik für diesen, aber nicht nur für diesen Roman ihren Reiz, mehr noch, ihre Notwendigkeit und Berechtigung hat. Zugleich muß noch geschrieben werden, daß Prono ever niemals, wie angenommen werden könnte, als Fortsetzungsroman gedacht war. Das hätte einer Zuversicht, aber auch eines Planes für Jahre bedurft. Das gibt es nicht. Die Zuversicht. Die Pläne. Die Jahre.

Das ist die Gegenwart. Und in dieser sind weitere, etwa die elende Gegenwart der Vorhaben, der zurückgestellten Werke, für deren Ausführungen noch Jahre oder Jahrzehnte veranschlagt werden, um beispielsweise vielleicht diesen noch, möglicherweise wenigstens noch diesen sprachlosen und inhaltslosen … Und was auch diesen Zeitroman zu einem Schmutzroman macht, ist menschgemäß zuerst die Gegenwart, die ihn schrieb, und dann auch die Technik, mit der seine 1155 Kapitel in ein Buch überführt wurden. Die Konvertierungsprogramme gehören ebenfalls zur Gegenwart und erzeugen durch die Fehler, wie sie durch die automatisierte Konvertierung passieren, ein weiteres Bild der Gegenwart. Von der Gestaltung her ist der Roman schmutzig, durch die automatisierte Konvertierung sind zahlreiche Fehler in den Roman gekommen, die es davor nicht gab.

Freilich. Alles hätte händisch bereinigt werden können. Die Fehler hätten händisch korrigiert werden können. Der Roman hätte händisch ansehnlich gestaltet werden können. Aber damit wäre bloß die schmutzige Gegenwart beschönigt und also verfälscht worden.

Es wurde eine ISBN-Nummer – 978-7375-3650-9 – angefordert, um unter dieser Prono ever, written in Austria für immer auffindbar und bestellbar zu machen … Das allerdings wäre absurd, die Gegenwart läßt sich unter keiner Nummer finden und bestellen. Mit einer Veröffentlichung von Stets bäuchlings als sogenanntes E-Book unter dieser Nummer bei diesem Unternehmen, bei dem die ISBN-Nummer erworben wurde, hätte wohl mit der Zeit Geld eingenommen werden können. Aber mit dieser Gegenwart, wie sie sich in Prono ever zeigt, will kein Geld verdient werden. Es ist eine Gegenwart, die nicht zu bestellen, sondern abzubestellen ist, und das geht nicht über eine Nummer, sondern …

Aber um etwas abbestellen zu können, ist es auch notwendig, es zu kennen, sich also in diese schmutzige Gegenwart zu begeben … Aus diesem Grunde ist es hier veröffentlicht – als Einstieg zum Ausstieg:

Trilogie der Schmutzromane

Gefangen, auch im Erinnern

Demur

Prono ever, written in AustriaProno ever written in Austria Epilogues - BK

Epiloge – Stets bäuchlings, geschrieben in Österreich

Appendix

Satzbuch der Tage des Herrn Underberg

Tagebuch Underberg - Unterberger AndreasEs hat nicht alles aus dieser Gegenwart Aufnahme gefunden. So fand ein langes Kapitel dieser Gegenwart der Diktate zu Aussagen von und zu einem Journalisten, der in Österreich einen gewissen Ruf hat, auch den, ein (ja sogar ein großer) Journalist zu sein, keinen Eingang … Auch deshalb, darf vermutet werden, weil dieses von den Schmutzromanen ohnehin durchgeschleust worden wäre – direkt zum Ausgang …

Trilogie der Schmutzromane mit Epilogen und Appendix

Mehrwertsteuer als Mörderin des Kinos überführt

Es wurde zwar schon ausführlich darüber geschrieben und gerechnet, wie lächerlich gering die Mehreinnahmen durch die dreiprozentige Erhöhung der Mehrwertsteuer auf kulturelle Leistungen ausfallen werden … Lächerlich gering werden die Mehreinnahmen sein, und trotzdem wurde an der Vernichtungsschraube für Kunst und Kultur bedenkenlos massiv gedreht.

Mehrwertsteuererhöhung auf Kinokarten die Megaeinnahme

Sozialdemokratische und christschwarze Regierung rechnet mit Mega-Einnahmen durch dreiprozentige Mehrwertsteuererhöhung – ihr Traum die Alp…

Das von der Erhöhung betroffene Kino muß doch noch einmal gesondert angesprochen werden, weil in

SPÖ und ÖVP verpassen …

wurde mit einer Zahl aus 2013 gerechnet, die zwar auch bloß eine lächerlich geringe Mehreinnahme durch die dreiprozentige Erhöhung bringen wird, aber mit der aktuelleren Kinobesuchszahl aus 2014 ist es um die Mehreinnahme noch schlechter bestellt. Wie bereits vor drei Tagen ausgeführt, ging der Kinobesuch von 2012 auf 2013 um 5,4% zurück, von 2013 auf 2014 ging er wieder und weiter zurück, und zwar um 5,8%. Es waren also bloß noch 14,1 Millionen Menschen, die 2014 die Kinos in Österreich besuchten. Das muß nicht noch einmal gerechnet werden, wie gering die Mehreinnahme ausfallen wird, noch geringer als mit den ohnehin sehr großzügig gerechneten 16 Millionen Besucherinnen und Besuchern …

Der Besuch der Kinos ist also bereits ohne Erhöhung der Mehrwertsteuer kontinuierlich rückläufig. Durch die nun geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Kinokarten kann es nur noch zu einem weiteren Rückgang kommen … Wie leicht wäre es also gewesen, auf diese kunst- und kulturfeindliche Erhöhung der Mehrwertsteuer zu verzichten, weil noch dazu die äußerst geringen Einnahmen durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer hätten allein durch die Einsparung von ein paar öffentlichen Inseraten eingenommen werden können …

Aber diese Regierung … Das wäre jetzt eine bloße Wiederholung dessen, was dazu bereits geschrieben wurde. Wiederholen sollte allerdings die Regierung ihre Rechenaufgaben, vor allem aber sollte sie mit dem Verstehen beginnen, was für ein Land, das ein sogennanntes Kunst- und Kulturland sein will, zuträglich ist, und auch, Ausgaben (etwa für öffentliche Inserate) können Einnahmen sein …